A-Frame Capital GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
H******* J******* | 0.28% |
| 0.22% |
| Name | Anteil |
|---|---|
| 12.00% | |
Keen Venture Partners Fund II Coöperatief U.A. | 11.57% |
Circularity GP II LLP | 11.57% |
| 8.80% | |
DN Capital – Global Venture Capital IV LP | 6.65% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
5 von 16 Anteilseignern sichtbar
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Lendis GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtVorbemerkungen Die Lendis GmbH (kurz: "Lendis" oder "Gesellschaft") wurde als Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Gesellschaftsvertrag vom 14. Mai 2018 gegründet. Der Sitz der Gesellschaft ist Berlin, die Geschäftsanschrift ist Oranienburger Straße 66 in 10117 Berlin. Weitere Niederlassungen bestanden in 2023 nicht. Die Gesellschaft ist eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) unter Nummer HRB 199057 B. Lendis ist erstmals wieder eine kleine Kapitalgesellschaft, da die Rechtsfolgen jedoch erst bei zweimaligem Unterschreiben der Größengrenzen eintreten, ist die Gesellschaft im Berichtsjahr noch zur Erstellung eines Lageberichts nach § 264 ff. HGB verpflichtet. Die Gesellschaft hält 100% der Anteile an der Tochtergesellschaft Lendis Assets GmbH (kurz: "Lendis Assets" oder "Tochtergesellschaft"), die mit Gesellschaftsvertrag vom 17. Oktober 2018 gegründet wurde. Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen den Gesellschaften, der zum 31.12.2023 gekündigt wurde. Zur Beurteilung der Lage der Lendis wird ebenfalls auf die Tochtergesellschaft eingegangen. 1. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell Der Zweck der Gesellschaft liegt in der kurz- und mittelfristigen Vermietung, Aufbereitung und Verwertung von Mobilien. Der Fokus liegt hierbei insbesondere auf Büro- und IT-Ausstattung sowie der damit verbundenen Serviceabwicklung. Die Tochtergesellschaft kauft die Ausstattung, hält sie in ihrem Anlagevermögen und vermietet sie an die Kunden. Die Lendis GmbH übernimmt aufgrund eines Vermittlungsvertrags die Abwicklung des Einkaufs, die Akquise von Kundenverträgen für die Vermietung und den Verkauf des gebrauchten Mobiliars. Hierfür erhält die Lendis Vermittlungs- und Verwaltungsprovisionen und beschäftigt das erforderliche Personal. Mit der anwachsenden Nachfrage nach mobilem Arbeiten und flexibler Arbeitsplatzgestaltung schafft Lendis ein passendes Angebot um ihre Kunden nachhaltig zu unterstützen. Mit der eigenen Softwarelösung Lendis OS wird es Unternehmen erleichtert ihre Arbeitsausstattung auszuwählen, zu managen und zu verwalten. Dabei werden Lösungen für Büroflächen und das Homeoffice geboten. Neben der Vermietung des Mobiliars kümmert sich Lendis ebenfalls um die Lieferung, die Montage und die Abholung bei Mietende. Die Finanzierung der Mobilien erfolgt bei der Tochtergesellschaft im Wesentlichen durch Fremdkapital und ein zusätzliches Darlehen der Lendis GmbH. 1.2 Ziele und Strategien Die Lendis GmbH hat das Ziel weiterhin zu wachsen, neue namenhafte Kunden zu gewinnen und damit den Arbeitsmarkt zu revolutionieren. Es besteht der Anspruch die Umsatzerlöse zu steigern und sich weitere Marktanteile zu sichern. In dem aktuell angespannten Marktumfeld in 2023 hat sich die Lendis GmbH vor allem den Fokus gesetzt, die Umsätze zu stabilisieren und eine Verbesserung des Ergebnisses zu erzielen. Gleichzeitig legt sie weiterhin größten Wert auf die Benutzerfreundlichkeit ihrer selbst entwickelten Softwarelösung. Das bestehende Geschäftsmodell wird zudem laufend um weitere Ausstattungsmöglichkeiten und Serviceangebote erweitert. Eine Zweigniederlassung wurde im Geschäftsjahr nicht unterhalten. Die Angestellten der Gesellschaft arbeiten teilweise aus dem Homeoffice und einige sind ortsunabhängig in Deutschland oder über einen Dienstleister auch darüber hinaus angestellt. Zur Distribution der Büro- und IT-Ausstattung nutzt die Tochtergesellschaft mehrere Lagerstandorte deutschlandweit. Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im engeren Sinne fallen nicht an. Die Softwarelösung Lendis OS wurde jedoch intern entwickelt. Die Aufwendungen hierfür sind im Wesentlichen Personalkosten und werden nicht aktiviert. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Der eskalierte Nahostkonflikt sowie auch der russische Angriffskrieg auf die Ukraine haben im Jahr 2023 die Weltwirtschaft weiter belastet. Die Inflation ist in den meisten Ländern auf einem hohen Niveau verblieben und die Lieferkettenprobleme haben sich weiter verschärft. Dies hat zu einem deutlichen Abkühlen der Weltwirtschaft geführt. Das weltweite Wachstum sank im Jahr 2023 von 3,5% im Vorjahr auf 3,0%, da durch die anhaltende Inflation in vielen Ländern und straffere geldpolitische Rahmenbedingungen die Nachfrage gesunken ist (BMWK 2023). Deutschland ist von den Auswirkungen des Nahostkonfliktes und dem Krieg in der Ukraine ebenfalls stark betroffen. Die Inflation lag im Dezember 2023 bei 5,9 %. Für das Jahresauftaktquartal 2024 droht erneut ein Minus basierend auf der zuletzt schwachen Industrieproduktion und dem tristen Ifo-Geschäftsklima. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für das laufende Jahr für Deutschland mit einem niedrigen Wachstum von 0,5 % - ein Minus von 0,4 Prozentpunkten gegenüber der letzten Schätzung im Oktober 2023 (Statista 2024). Der Bereich Information und Kommunikation hingegen konnte sein stabiles Wachstum (+2,6%) fortsetzen (Destatis 2024). 2.2 Vermietung von Büroausstattung Insgesamt ist der Markt für Büroausstattung in den letzten Jahren stetig gewachsen. Dies ist unter anderem auf die zunehmende Digitalisierung und die damit einhergehenden Veränderungen in der Arbeitswelt zurückzuführen. Unternehmen benötigen flexiblere Büroausstattung und Büroräume, die sich an die neuen Anforderungen anpassen lassen. Bedingt durch die Covid-19-Pandemie mussten viele Unternehmen ihre Büroflächen reduzieren und vermehrt auf flexible Arbeitsmodelle umsteigen. Das führte vorübergehend zu einer niedrigeren Nachfrage nach Büroausstattung und -möbeln. Dem gegenüber steht ein Anstieg der Remote-Arbeit und die zunehmende Digitalisierung, welche wiederum die Nachfrage nach Homeoffice-Ausstattung und flexiblen Lösungen ansteigen lassen. Die geopolitischen Spannungen und wirtschaftlichen Unsicherheiten als auch steigende Zinsen haben Auswirkungen auf die Branche der Vermietung von Büroausstattung. Diese führten zu einem weiteren Rückgang der globalen Investitionen und einem vorsichtigeren Ausgabeverhalten von Unternehmen (ifo 2024). Infolgedessen reduzierten viele Unternehmen ihre langfristigen Investitionen in Büroausstattung und bevorzugten stattdessen flexible Mietlösungen. Die Vermietungsbranche konnte diese Gelegenheit nutzen und ihre Angebote als kosteneffiziente Alternative zum Kauf von Büroausstattung positionieren. Die Vermietung von Büroausstattung lässt sich den unternehmensnahen Dienstleistungen zuordnen, welche in 2023 ihr Umsatzniveau trotz schwierigem Marktumfeld halten konnten (Destatis 2024). Dies spiegelt sich auch in den Umsatzerlösen der Tochtergesellschaft wider. 2.3 Geschäftsverlauf Der Fokus auf die Stabilisierung des Umsatzes und der Verbesserung des Ergebnisses spiegelte sich insbesondere in den Umsätzen und dem Ergebnis der Tochtergesellschaft wider. Sie konnte die Umsatzerlöse mit TEUR 13.635 gegenüber TEUR 13.069 im Vorjahr stabilisieren und wieder ein profitables Ergebnis von TEUR 325 erzielen welches einer Steigerung von TEUR 1.052 gegenüber dem Vorjahr entspricht. Bei der Lendis führte eine Reduzierung der Kostenstruktur zu einer wesentlichen Reduzierung des Jahresfehlbetrages von TEUR 11.722 auf TEUR 3.336. Trotz der weiterhin schwierigen Situation an den Finanzmärkten konnte die Tochtergesellschaft einen neuen Fremdkapitalgeber gewinnen, um so die Weichen für weiteres nachhaltiges Wachstum im Jahr 2024 zu setzen. 2.4 Ertrags-, Vermögens und Finanzlage 2.4.1 Ertragslage Die Umsatzerlöse der Tochter konnten im Jahr 2023 von TEUR 13.069 auf TEUR 13.635 stabilisiert werden. Der leichte Umsatzrückgang der Lendis GmbH in 2023 resultiert aus geringeren Verwaltungs- und Provisionserlösen von der Lendis Assets GmbH. Lendis erhält von der Tochtergesellschaft Vergütungen für die Verwaltung von Kunden und Mietverträgen. Insgesamt betrugen die Umsätze TEUR 2.076 (Vorjahr: TEUR 2.733). Die Aufwendungen für Personal stellen insgesamt den größten Aufwandsposten dar und betrugen TEUR 3.643 (Vorjahr: TEUR 8.106). Der Personalstand wurde von durchschnittlich 105 in 2022 auf 42 in 2023 aufgrund von Restrukturierungsmaßnahmen signifikant reduziert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bei der Lendis sind von TEUR 5.610 auf TEUR 2.213 gesunken. Insgesamt beendete die Gesellschaft das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 3.336 (Vorjahr: TEUR 11.722). Davon resultieren TEUR 325 Jahresüberschuss (Vorjahr: TEUR 727 Jahresfehlbetrag) aus der Ertragsübernahme der Tochtergesellschaft. 2.4.2 Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahresstichtag um TEUR 2.769 auf TEUR 11.922 verringert. Der Rückgang resultiert auf der Aktivseite aus dem Rückgang der liquiden Mittel von TEUR 4.670 im Vorjahr auf TEUR 1.499 im Geschäftsjahr. Auf der Passivseite verringerten sich im Wesentlichen das Eigenkapital um TEUR 999 auf TEUR 11.523 sowie die Verbindlichkeiten von TEUR 1.255 auf TEUR 171. Im Eigenkapital konnte der Rückgang aufgrund des erneuten Verlusts durch weitere Zuzahlungen der Gesellschafter teilweise kompensiert werden. 2.4.3 Finanzlage Die Finanzlage der Lendis GmbH ist im Geschäftsjahr 2023 aufgrund des ausreichenden Eigenkapitals als sicher zu bezeichnen. Zum Stichtag bestehen liquide Mittel von TEUR 1.499 (Vorjahr TEUR 4.670). Die Zahlungsfähigkeit war im Geschäftsjahr jederzeit gesichert. Zudem konnte die Tochtergesellschaft einen neuen Fremdkapitalgeber gewinnen, womit weiteres nachhaltiges Wachstum im Jahr 2024 erwirtschaftet werden kann. Der vereinfachte Cashflow aus dem laufenden Geschäftsbetrieb der Lendis und der Lendis Assets beträgt TEUR 756 (Vorjahr TEUR -7.212). Hierbei wurden dem gemeinsamen Ergebnis die Abschreibungen von der Lendis und der Lendis Assets hinzugerechnet. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten, Finanzanlagen und Bankguthaben. Die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage wird von der Geschäftsleitung insgesamt als ausgeglichen bewertet. 2.5. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Unternehmenssteuerung basiert auf der Verwendung verschiedener Kennziffern. Hierzu zählt im Wesentlichen das EBITDA, welches jeweils für beide Unternehmen beobachtet wird. Das EBITDA der Lendis vor Ertragsübernahme betrug im Berichtsjahr TEUR -3.700 (Vorjahr TEUR -10.959). Das der Lendis Assets betrug im Berichtsjahr vor Gewinnabführung TEUR 6.593 (Vorjahr TEUR 6.380). Durch die Gewinnung eines neues Fremdkapitalgebers sieht sich die Tochtergesellschaft in der Lage, im Jahr 2024 weiter nachhaltig zu wachsen. 3. Chancen-, Risiko und Prognosebericht 3.1 Chancenbericht Für die Gesellschaft ergeben sich die wesentlichen Chancen aus dem Wandel der Arbeitswelt in Richtung New Work, Individualität, Flexibilität und hybride Arbeitsmodelle. Mit der strategischen Ausrichtung der Ausstattung von Büroflächen, ebenso wie der des Homeoffice ist Lendis sehr gut positioniert und hat gute Chancen sich in den nächsten Jahren weitere Marktanteile zu sichern. Die anhaltende Entwicklung zu mehr Nachhaltigkeit und ebenso das Verständnis diese als Wettbewerbsvorteil zu nutzen, bietet der Gesellschaft die Chance, Kundenbeziehungen langfristig zu festigen, zuverlässige Umsatzprognosen aufzustellen und somit eine stärkere Eigenfinanzierung anzustreben. Des Weiteren besteht die Chance, mit dem Ausbau des Service- und Ausstattungsangebot, weitere Großprojekte zu realisieren und sich dadurch Kostenvorteile gegenüber Lieferanten zu sichern. Insgesamt bieten sich in einem unsicheren und schnell wandelnden Wirtschaftsumfeld viele Chancen für ein Unternehmen, welches nicht nur seinen Kunden Flexibilität ermöglicht, sondern auch selbst flexibel aufgestellt ist. 3.2 Risikobericht Unter Risiko versteht man die Möglichkeit, von negativen künftigen Entwicklungen der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens betroffen zu sein. Der bewusste und kontrollierte Umgang mit Risiken ist ein zentrales Element der Unternehmensführung der Lendis. Mit der Zunahme der Komplexität und Volatilität in der globalen Welt, ist das Risikosystem regelmäßig den veränderten Rahmenbedingungen anzupassen. Da die Lendis GmbH durch den Vermittlungsvertrag und den Ergebnisübernahmevertrag in ihrer Entwicklung eng mit der Tochtergesellschaft verbunden ist, werden auch die Risiken unter Einbezug der Lendis Assets betrachtet. Markt- und Kundenrisiken Aufgrund der andauernden Ukraine-Krise sowie dem eskalierten Nahostkonflikt hat sich weiterhin eine volatile Lage am Markt für Energie und andere Rohstoffe ergeben. Daraus ergeben sich Preissteigerungen in allen Bereichen des täglichen Bedarfs. Auch für die Lendis wird mit weiter steigenden Aufwendungen für Personal und sonstige Aufwendungen gerechnet. Mit einem Kundenstamm von über 800 Partnern bei der Lendis Assets wird das Kundenrisiko insgesamt als gering eingeschätzt. Personalrisiko Der Erfolg der Lendis als junges und schnell wachsendes Unternehmen am Markt, ist auch von der geeigneten Auswahl begabter "Young Talents" abhängig. Zur Erreichung der Unternehmensziele ist die Lendis daher darauf angewiesen, Mitarbeiter langfristig zu binden und weitere qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. Im aktuellen Personal sieht die Lendis GmbH eine gute Basis für weiteres nachhaltiges Wachstum. Liquiditätsrisiken, Finanzielle Risiken Aus der Inflation, den Unsicherheiten in Folge des Ukrainekriegs und dem Nahostkonfliktes sowie weiter steigenden Zinsen haben sich erhebliche Auswirkungen auf den Kapitalmarkt und den Zugang zu Finanzierungen ergeben. Die Tochtergesellschaft ist zu großen Teilen fremdfinanziert. Aufgrund dieser Entwicklung rechnet sie mit weiter steigenden Aufwendungen für Zinskosten zur Fremdkapitalfinanzierung. Datensicherheit und Cyberkriminalität Die zunehmende Bedrohung der Datensicherheit, insbesondere durch Cyberkriminalität führt zu Risiken in Bezug auf die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität von Daten sowie die Sicherheit der eingesetzten Systeme und Netzwerke. Durch den Einsatz von geeigneten Schutzmechanismen, Sicherheitsstandards und deren laufenden Weiterentwicklung versucht das Unternehmen das Risiko von Betriebsunterbrechungen und Reputationsschäden zu minimieren. 3.3 Prognosebericht Die kurzfristigen Aussichten für das globale Wachstum haben sich leicht gebessert, da die Schockwirkungen der Corona-Pandemie und des Ukraine-Krieges nachgelassen haben, wobei der Nahostkonflikt sowie die steigenden Zinsen eine weitere Belastung darstellen. Die Inflationsrate ist leicht rückläufig, wenn auch auf hohem Niveau. Während sich die Prognose bei dem verarbeitenden Gewerbe abschwächte, werden die Aussichten für Dienstleister etwas positiver bewertet (BMWK 2023/12/11). Es wird angenommen, dass sich das globale Wirtschaftswachstum grundsätzlich etwas abschwächt. So wird nach den aktuellen Prognosen im Jahr 2024 ein Wachstum in Deutschland von lediglich 0,5% erwartet (IWF-Prognose-2024-02-02). Aufgrund eines bestehenden Verwaltungs- und Vermittlungsvertrags, ist die Prognose der Lendis maßgeblich von der Prognose der Lendis Assets abhängig, weswegen im Folgenden auch auf diese eingegangen wird. Die Gesellschaft erwartet für das Geschäftsjahr eine weitere Verringerung der Verluste bei einem Anstieg der Umsatzerlöse der Tochtergesellschaft und schätzt die Entwicklung insgesamt als positiv ein. Die Geschäftsführung geht davon aus, sich bietende Chancen auch zukünftig nutzen und ein nachhaltiges Wachstum fördern zu können.
Berlin, den 7. März 2024 gez. Stavros Papadopoulos, Geschäftsführer gez. Julius Bolz, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Angaben Die Lendis GmbH mit Sitz in Berlin ist im Handelsregister beim Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) unter der Nummer HRB 199057 B eingetragen. Sie ist erstmals wieder eine kleine Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs.1 HGB. Da die Größengrenzen jedoch an zwei aufeinander folgenden Stichtagen erfüllt sein müssen, sind im Berichtsjahr noch die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften bei der Aufstellung, Prüfung und Offenlegung anwenden. Der Jahresabschluss wurde unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt. Daneben wurden die Vorschriften des GmbHG beachtet. Die Bilanz ist nach dem allgemeinen Gliederungsschema des § 266 HGB und die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft macht bei der Aufstellung des Anhangs von den Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB teilweise Gebrauch. Die aufgelaufenen Verluste sind Anlaufverluste und durch das Wachstum sowie Umstrukturierungen der Gesellschaft begründet. Durch Beschluss der Geschäftsführung vom 16. Januar 2023 wurde das Stammkapital um weitere EUR 22.334,00 erhöht und der Kapitalrücklage in diesem Zusammenhang EUR 2.313.802,40 zugeführt. Aufgrund des neuen Verwaltungs- und Vermittlungsvertrag mit der Lendis Assets GmbH ergaben sich bereits ab August 2023 deutlich höhere Umsatzerlöse und ab Dezember 2023 auch operativ positive Ergebnisse. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Die Mitzugehörigkeitsvermerke werden unter 3. zu den einzelnen Positionen der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Aktiva Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Anschaffungskosten werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die zu Anschaffungskosten bilanzierten Domains "Lendis" werden nicht abgeschrieben. Für die aktivierten Markenrechte wird eine Nutzungsdauer von 15 Jahren angenommen. Die Nutzungsdauer für Büromöbel und für EDV-Ausstattung wird mit drei bis dreizehn Jahren angenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von bis zu EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung auch in der Handelsbilanz vollständig abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet. Passiva Das Gezeichnete Kapital wird mit dem voll eingezahlten Nennbetrag von EUR 75.271,00 angesetzt. Sonstige Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem durchschnittlichen Marktzins der letzten sieben Jahre abgezinst. Sie tragen möglichen Einzelrisiken angemessen und ausreichend Rechnung. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. 3. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Die Finanzanlagen betreffen die 100%ige Beteiligung an der Lendis Assets GmbH, Berlin. Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital von EUR 3.461.535,96 aus. Der Gewinn nach Steuern von EUR 324.695,98 wurde entsprechend des Ergebnisabführungsvertrages vollständig abgeführt, es wird daher ein Jahresüberschuss von EUR 0,00 ausgewiesen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen ein kurzfristiges Darlehen mit einer Verzinsung von 2% p.a. an die Lendis Assets GmbH, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (EUR 351.328,00, Vj. EUR 0,00), Forderungen aus der Umsatzsteuer-Organschaft und Forderung aus der Gewinnabführung. Der Kapitalrücklage von EUR 2.313.802,40 wurde von den Gesellschaftern im Geschäftsjahr im Rahmen der Kapitalerhöhungen vom 16. Januar 2023 zugeführt. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Urlaubsrückstellungen EUR 64.359,00 (Vj.: EUR 36.820,24), sonstigen Rückstellungen für Personalkosten EUR 31.578,32 (Vj.: EUR 527.553,54), Rückstellungen für Abschlussarbeiten und Prüfungskosten EUR 87.200,00 (Vj.: EUR 142.212,33) sowie einer Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen von EUR 31.589,00 (Vj.: EUR 194.642,34) und für Aufbewahrungskosten EUR 12.770,00 (Vj.: EUR 11.570,00) zusammen. Die gesamten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von EUR 69.898,17 (Vj.: EUR 194.161,28) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die gesamten sonstigen Verbindlichkeiten von EUR 101.484,75 (Vj.: EUR 283.611,77) haben ebenfalls eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten im Vorjahr ein Verrechnungskonto auf dem die Gewinnabführung und die Forderungen aus der Umsatzsteuer-Organschaft sowie sonstige Leistungen saldiert ausgewiesen. Im Geschäftsjahr bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Es bestehen Verbindlichkeiten aus Steuern EUR 94.131,73 (Vj.: EUR 264.874,84) und im Rahmen der sozialen Sicherheit von EUR 753,65 (Vj.: EUR 753,65). Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB, die nicht auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen sind, bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von EUR 12.128.711,70 (Vj.: EUR 14.841.449,81). Sie bestehen in vollem Umfang aus Bürgschaften für das verbundene Unternehmen Lendis Assets GmbH, Berlin für deren Verbindlichkeiten gegenüber dem Fremdkapitalgeber und sind durch Pfandrechte besichert. Das Risiko der Inanspruchnahme wird von der Geschäftsführung aufgrund erwarteter positiver Entwicklung der Tochtergesellschaft als gering eingeschätzt. 4. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Das Rohergebnis beträgt EUR 2.157.119,43 (Vj.: EUR 2.756.741,03) und resultiert maßgeblich aus den Provisionserlösen der Tochtergesellschaft. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Aufwendungen für Lizenzen und Software in Höhe von EUR 392.127,20 (Vj.: EUR 689.445,60), Rechts- und Beratungskosten in Höhe von EUR 590.030,29 (Vj.: EUR 979.268,86), Fremdleistungen in Höhe von EUR 688.770,32 (Vj.: EUR 894.024,22), Mietkosten in Höhe von EUR 151.673,10 (Vj.: EUR 145.839,54) und Kosten für Versicherungen in Höhe von EUR 71.424,21 (Vj.: EUR 26.649,17) zusammen. 5. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen ergeben sich aus dem Mietvertrag in Höhe von EUR 39.173,85 (Vj.: EUR 41.533,53). Honorar des Abschlussprüfers Für die Kosten der Abschlussprüfungen der Lendis GmbH wurden Rückstellungen von EUR 25.500,00 gebildet. Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte in 2023 außer den Geschäftsführern durchschnittlich 42 (Vorjahr: 105) Mitarbeiter, davon 7 (Vorjahr: 28) im Bereich Tech & Product, 12 (Vorjahr: 17) im Bereich Finance & Management, 9 (Vorjahr: 27) im Bereich Marketing & Sales und 14 (Vorjahr: 33) im Bereich People & Operations. Organe der Gesellschaft Zu Geschäftsführern sind im Geschäftsjahr Herr Julius Bastian Bolz, Kaufmann, Berlin und Herr Stavros Papadopoulos, Kaufmann, Berlin bestellt. Die Angabe der Vergütung für die geleisteten Tätigkeiten der Geschäftsführer unterbleibt mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB. Der Beirat setzte sich im Geschäftsjahr aus sechs Mitgliedern zusammen. Dem Beirat gehörten im Berichtzeitraum Herr Fabian Gruner, Principal HV Capital, wohnhaft in München, Herr Florian Reichert, Managing Director Picus Capital, wohnhaft in München, Herr Alexander Ribbink, General Partner Keen Ventures Partners, wohnhaft in Amsterdam, Andrew Shannon, General Partner Circularity Capital, wohnhaft in Edinburgh, Herr Stavros Papadopoulos, Managing Director Lendis GmbH, wohnhaft in Berlin und Herr Julius Bolz, Managing Director Lendis GmbH, wohnhaft in Berlin an. Gewinnverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Berlin, 07. März 2024 gez. Julius Bastian Bolz, Geschäftsführer gez. Stavros Papadopoulos, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermgens zum 31.12.2023
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 10.06.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkIn dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss [Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang] und Lagebericht wurden durch die Gesellschaft die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 [326] HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Lendis GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Lendis GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lendis GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulation der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, 25. März 2024 RÖBER
HESS PIMME GMBH
gez. Dirk Röber, Wirtschaftsprüfer |
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