AAB Leasing GmbHLiquidiert

86150 Augsburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 24129
Vorher
Blitz 08-575 GmbH
Eingetragen
16.1.2009
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels CarsharingVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t
Gegenstand
Handel mit allen Arten von Handels- und Industriegütern, Vermietung dieser Güter, soweit gesetzlich zulässig sowie die Versicherungsvermittlung mit Erlaubnisbefreiung nach § 34d Abs. 3 GewO (produktakzessorisch).

Historie

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Management

NameRolle
Peter Lipah
seit 18.5.2010
Geschäftsführer
Thomas Quotschalla
seit 7.10.2009
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

AAB Leasing GmbH

Augsburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zu 31. Dezember 2019

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Die AAB Leasing GmbH, Augsburg [AABL], bietet herstellerunabhängige, gewerbliche Leasing- und Mietkauffinanzierungen von Mobilien in Deutschland an. Neben ihrem Firmensitz in Augsburg ist die AABL mit Geschäftsstellen in Berlin, Hamburg, Hannover, Leipzig, Mannheim, Oberhausen und Stuttgart vertreten.

Die AABL ist eine 100%-ige Tochter der Augsburger Aktienbank AG, Augsburg [AAB], und damit eine mittelbare Beteiligung des LVM Landwirtschaftlicher Versicherungsverein Münster a.G., Münster [LVM]. Mit der AAB bestand im Berichtsjahr ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

An die AAB sind im Rahmen eines Dienstleistungsrahmenvertrages folgende Dienstleistungen ausgelagert:

Interne Revision

Verhinderung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und sonstigen strafbaren Handlungen sowie Compliance und Datenschutz

Controlling, Risikomanagement, Meldewesen, Steuern

IT-Services

Personalverwaltung und -Abrechnung

An die LVM sind der Betrieb der IT-Infrastruktur und der Leasing-Software sowie deren Wartung und Weiterentwicklung ausgelagert.

1.2 Ziele und Strategien

Die AABL soll für die AAB und die LVM als unmittelbarer bzw. mittelbarer Gesellschafter ein dauerhaft profitables Investment darstellen. Es soll eine angemessene Verzinsung des für das Geschäftsfeld Leasing erforderlichen Eigenkapitals erwirtschaftet werden. Die AABL orientiert sich an der Entwicklung des relevanten Leasingmarkts. Sie sichert mit Markt- und Serviceorientierung die dauerhafte Bindung von Kunden, Lieferanten und sonstigen strategischen Partnern.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklungen 1

Für 2019 wird bei den gesamtwirtschaftlichen Ausrüstungsinvestitionen in Deutschland nur noch mit einem Wachstum von 1,7% gerechnet. Dagegen wird die Entwicklung beim Mobilien-Leasing mit einem erwarteten Plus von 8,7% deutlich dynamischer ausfallen, so dass die Mobilien-Leasingquote, also der Anteil der über Leasing finanzierten Ausrüstungsinvestitionen, nach 22,5% im Vorjahr einen neuen Rekordwert von 24,0% erreichen dürfte. Getrieben wurde das Leasingwachstum nicht zuletzt durch Nachholeffekte im Fahrzeugsektor.

2009 wurde Finanzierungsleasing in die Liste der erlaubnispflichtigen Finanzdienstleistungen aufgenommen. Seither ist die Anzahl von - vor allem mittelständischen - Leasinggesellschaften kontinuierlich zurückgegangen. Dies steht offensichtlich in direktem Zusammenhang mit der Zunahme der aufsichtsrechtlichen Herausforderungen, die erhebliche organisatorische Anforderungen, verbunden mit zunehmenden Kosten nach sich ziehen. Für viele Leasinganbieter scheint dies nicht mehr tragbar zu sein. Die zwischenzeitlich erreichte Regulierungsdichte stellt zudem für potenzielle Neugründer eine hohe Markteintrittsbarriere dar.

2.2 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren der Gesellschaft

Die wesentlichsten Leistungsindikatoren der AABL stellen das Neugeschäftsvolumen, die Zinsmarge des Neugeschäfts sowie die Personalfluktuation dar.

Die AABL konnte ihr abgerechnetes Neugeschäftsvolumen gegenüber Vorjahr nur marginal steigern und damit die Branchenentwicklung nicht widerspiegeln. Mit einem Neugeschäftsvolumen von EUR 272 Mio., verteilt auf rund 3.500 Leasing- und Mietkaufverträge, wurde die ambitionierte Planung, die ein Wachstum von 6% vorsah, verfehlt. Entgegen der Vorjahresprognose konnten aufgrund der Konzentration auf ertragreiches Geschäft Neugeschäftsmargen über Plan und auch über dem Vorjahresniveau erzielt werden, sodass das generierte Margenvolumen zufriedenstellen konnte. Nicht zuletzt wegen der starken Kapazitätsbindung durch das IT-Projekt LEA sowie dem anhaltenden Generationswechsel im Vertrieb ist diese positive Entwicklung beachtlich.

Die AABL verfügt über eine stabile Organisation und ist aus heutiger Sicht zukunftsfähig aufgestellt. Die Fluktuation in der Belegschaft lag abweichend zur Vorjahresprognose aufgrund von Renteneintritten und Vertragsbeendigungen in der Probezeit leicht über dem moderaten Niveau des Vorjahres

2.3 Lage der Gesellschaft

2.3.1 Ertragslage

Die AABL weist im Berichtsjahr einen Gewinn vor Steuern in Höhe von EUR 5,6 Mio. aus (im VJ EUR 5,2 Mio.), der aufgrund des bestehenden Ergebnisübernahmevertrages an die AAB abgeführt wird. Das Ergebnis lag damit deutlich über dem Planwert von EUR 4,8 Mio. Zu den Ursachen der positiven Planabweichung zählt im Wesentlichen das deutlich über Plan liegende Leasingergebnis. Zudem verharrte das Zinsniveau auf ungeplant niedrigem Stand und führte zu geringeren Zinsaufwendungen für die Refinanzierung des Vertragsbestands.

Das Rohergebnis 2 erhöhte sich deutlich von EUR 24,3 Mio. im Vorjahr auf EUR 26,4 Mio. Der positive Effekt resultiert aus dem Margenanstieg im Neugeschäft und dem Volumenwachstum im Vertragsbestand. Nach Verwaltungsaufwendungen von EUR 15,3 Mio. (im VJ EUR 13,7 Mio.) ergibt sich ein Teilbetriebsergebnis von EUR 11,1 Mio. (im VJ EUR 10,6 Mio.). Das Risikoergebnis 3 verharrte mit EUR -5,5 Mio. auf Vorjahresniveau (im VJ EUR -5,2 Mio.).

Die Ertragslage im Geschäftsjahr 2019 war damit insgesamt positiver als erwartet.

2.3.2 Finanzlage

Die Refinanzierung der AABL war zu jedem Zeitpunkt sichergestellt. Das Portfolio war zum Stichtag nahezu vollständig über Darlehen bei der AAB refinanziert. Die Refinanzierung erfolgt fristenkongruent auf Basis durchschnittlicher, laufzeitabhängiger Marktzinsen zuzüglich einer konstanten Refinanzierungsmarge. Zur Vorfinanzierung des Neugeschäfts verfügt die AABL über genügend Eigenmittel. Darüber hinaus stehen Kontokorrentlinien bei zwei Banken mit einem Gesamtvolumen von EUR 9,3 Mio. zur Verfügung, die im Geschäftsjahr jedoch nicht beansprucht wurden. Der Bedarf für die Refinanzierung über Darlehen wird einmal jährlich im Rahmen der Planung der Gesellschaft ermittelt und dementsprechend bei der AAB disponiert.

Die flüssigen Mittel beliefen sich zum 31. Dezember 2019 auf EUR 40,9 Mio. gegenüber EUR 40,8 Mio. im Vorjahr. Die Zahlungsfähigkeit der AABL war zu jedem Zeitpunkt gewährleistet.

2.3.3 Vermögenslage

Das Vermögen der AABL besteht im Wesentlichen aus dem Leasingvermögen und Mietkaufforderungen. Das Leasingvermögen aus 7.445 Verträgen (im VJ 7.805 Verträge) belief sich zum 31. Dezember 2019 auf EUR 344,1 Mio. (im VJ EUR 336,8 Mio.), die Mietkaufforderungen aus 7.034 Verträgen (im VJ 6.902 Verträge) betrugen vor Risikovorsorge EUR 345,8 Mio. (im VJ EUR 320,9 Mio.). Das Leasingvermögen wird jeweils über die Vertragslaufzeit auf den vertraglichen Restwert (Teilamortisationsverträge) bzw. auf den zu erwartenden Nachmieterlös (Vollamortisationsverträge) abgeschrieben. Darüber hinaus bestehen offene Forderungen aus Leasing- und Mietkaufverträgen in Höhe von EUR 11,6 Mio. (im VJ EUR 10,4 Mio.), die zum Bilanzstichtag mit EUR 8,7 Mio. (im VJ EUR 8,1 Mio.) einzelwertberichtigt waren. Weitere EUR 1,5 Mio. Wertberichtigungen (im VJ EUR 0,9 Mio.) beziehen sich auf noch nicht fällig gestellte Mietkaufforderungen. Die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen erfolgt über ein automatisiertes System, das je nach Forderungsklasse unterschiedliche Wertberichtigungssätze auf Forderungen nach Abzug von Sicherheiten errechnet. Darüber hinaus besteht für nicht einzelwertberichtigte Forderungen eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von EUR 1,4 Mio. (im VJ EUR 1,3 Mio.).

Ergänzend zur Beurteilung der Vermögens- und Ertragslage von Leasinggesellschaften wird eine Substanzwertrechnung erstellt, die sämtliche zukünftigen Erträge und Aufwendungen des Vertragsbestandes darstellt. Zusammen mit dem Eigenkapital errechnet sich daraus das betriebswirtschaftliche Eigenkapital. Für die Substanzwertrechnung hat der Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen e.V. (BDL) einen Standard entwickelt. Für die AABL ergibt sich auf Basis dieses BDL-Schemas zum 31. Dezember 2019 ein betriebswirtschaftliches Eigenkapital von EUR 48,7 Mio. (im VJ EUR 45,6 Mio.). Die zu erwartenden Überschüsse folgender Jahre aus dem Vertragsbestand betragen damit EUR 46,7 Mio. (im VJ EUR 43,6 Mio.).

Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft ist insgesamt planungskonform und stabil.

3 Risikobericht

Die AABL nimmt seit 1. Juli 2013 die sog. Waiver-Regelung nach § 2a Abs. 1 KWG in Anspruch. Damit werden die Vorschriften des § 25a Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 KWG zur Festlegung der Risikostrategie, der Ermittlung und Sicherstellung der Risikotragfähigkeit sowie der Einrichtung von Prozessen zur Identifizierung, Beurteilung, Überwachung und Kommunikation von Risiken auf die AAB verlagert. Eine Quantifizierung der einzelnen Risikoarten wird daher erst auf Ebene der AAB Gruppe vorgenommen. Die Risikosteuerung ist eng mit dem Unternehmenssteuerungsprozess, insbesondere der Mehrjahresplanung, verknüpft. Der Waiver ist mit einer harten Patronatserklärung der AAB unterlegt.

Die AABL ist über einen Dienstleistungsrahmenvertrag in das Risikomanagementsystem der AAB eingebunden. Die Organisation des Risikomanagements und die damit einhergehende Funktionstrennung zwischen Markt und Marktfolge ergeben sich aus dem Geschäftsverteilungsplan. Die Gesellschaft verfügt über ein angemessenes internes Kontrollverfahren, das aus dem internen Kontrollsystem (IKS) und der Internen Revision besteht. Teil des IKS ist der aufbau- und ablauforganisatorische Rahmen der Gesellschaft. Des Weiteren wurden Risikosteuerungs- und Controllingprozesse implementiert. Das Controlling der AAB stellt gemäß Dienstleistungsrahmenvertrag monatliche Auswertungen zur Quantität und Qualität des Neugeschäfts und des Portfolios sowie zur Früherkennung von wesentlichen Risiken bereit, welche eine Gesamtsteuerung auf Geschäftsleitungsebene erlauben. Als Überwachungsorgan fungiert die Interne Revision, die an die AAB ausgelagert ist und prozessunabhängig und risikoorientiert Prüfungen durchführt. Eine detaillierte Beschreibung des Risikomanagements, der Verantwortlichkeiten, der angewandten Modelle und deren Parameter sind im Risikohandbuch der AAB-Gruppe zusammengefasst. Die Ablauforganisation und die operativen Prozesse zum Risikomanagement werden in Richtlinien dargestellt.

Der Fortbestand der AABL war zu keinem Zeitpunkt gefährdet.

Folgende, für die AABL gemäß Risikoinventur wesentlichen Risiken werden berücksichtigt:

Adressenausfallrisiken

Da der Bestand aus Leasing- und Mietkaufverträgen nahezu vollständig über Darlehen refinanziert ist oder über Eigenfinanzierung dargestellt wird, trägt das Bonitätsrisiko der Kunden und damit das Ausfallrisiko der Forderungen ausschließlich die AABL. Die Risikoausprägung wird von der AABL als hoch eingestuft.

Grundsätzlich stellt die AABL bei jeder Finanzierung primär auf die Kundenbonität und erst in zweiter Linie auf vorhandene Sicherheiten ab. Abhängig von der Bonität des Leasingnehmers erfolgt eine risikoadjustierte Angebotskalkulation. Entscheidungen bis zu TEUR 150 je Kreditnehmereinheit werden über ein automatisiertes Kreditentscheidungssystem gesteuert und darüber entweder entschieden oder zur manuellen Entscheidung an die Kompetenzträger im Vertrieb weitergeleitet. Entscheidungen über TEUR 150 werden mit einem Marktvotum vorbereitet und anschließend - unterstützt durch ein Scoringverfahren - in der Kreditabteilung getroffen. Ab bestimmten Größenordnungen werden die Geschäftsführung und der Kreditausschuss in das Genehmigungsverfahren einbezogen. Abhängig von der Größenordnung und Komplexität der Kreditanfragen werden unterschiedliche Anforderungen an den Umfang der zu prüfenden Unterlagen gestellt. Um Klumpenrisiken zu vermeiden und die Risikotragfähigkeit der AAB-Gruppe sicherzustellen, ist ein Maximallimit für Kreditnehmereinheiten in Höhe von TEUR 4.000 definiert. Bis zu dieser Obergrenze obliegt es den Kompetenzträgern, individuelle Limits je Kreditnehmereinheiten festzulegen.

Zur Quantifizierung von Blankorisiken werden Sicherheiten, insbesondere die Werthaltigkeit und Fungibilität der finanzierten Objekte, in der Marktfolge bewertet. Da ausschließlich Finanzierungsleasing- und Mietkaufverträge abgeschlossen werden, ist das Objektrisiko vollständig auf die Kunden übertragen. Bei Bedarf werden Objektrisiken zusätzlich über Garantien von Händlern oder Herstellern abgesichert.

Einmal pro Jahr werden die Ausfallraten der Bestandskunden in Abhängigkeit der Zuordnung zu Bonitätsklassen und die durchschnittlichen Verlustquoten der Gesellschaft, die im Wesentlichen durch die Objektwerte determiniert sind, validiert. Diese beiden Parameter fließen über die Berechnung der Risikoaufschläge - gestaffelt nach Bonitätsklassen - in die Kalkulationsvorgaben ein. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass das erwartete Adressenausfallrisiko in die Verträge eingepreist ist. Zudem erfolgt die variable Vergütung des angestellten Außendienstes auf Basis von Ertragsbarwerten, die unter Einbeziehung dieser Risikoaufschläge ermittelt werden. Damit ist auch über die Vergütungssystematik eine indirekte Steuerung des Adressenausfallrisikos gewährleistet.

Die Bildung der Risikovorsorge erfolgt über eine automatisierte Systematik zur Ermittlung erforderlicher Einzelwertberichtigungen und Rückstellungen für Objektwertrisiken im Falle schadhafter Verträge sowie Pauschalwertberichtigungen.

Zinsänderungsrisiken

Das Neugeschäft der AABL wird zunächst über Kontoguthaben bzw. Kreditlinien vorfinanziert. Das hieraus resultierende variable Zinsänderungsrisiko wird nicht gesichert, da der Zeitraum zwischen der Aktivierung eines Geschäfts und der Refinanzierung über monatliche AAB-Blockdarlehen mit maximal sechs Wochen relativ kurz und insofern von untergeordneter Bedeutung ist. Im Anschluss an die Vorfinanzierung werden die Forderungen nahezu vollständig über Blockdarlehen der AAB fristenkongruent und zu fest vereinbarten Zinssätzen refinanziert. Darüber hinaus bestehen Zinsänderungsrisiken nur während des kurzen Zeitraumes zwischen der Finanzierungszusage gegenüber dem Kunden und der Refinanzierung in einer der Vorfinanzierungslinien. Dieses Risiko ist durch Zinsanpassungsklauseln in den Allgemeinen Vertragsbedingungen gesichert. Das Zinsänderungsrisiko wird von der AABL als mittleres Risiko eingestuft.

Liquiditätsrisiko

Unter Liquiditätsrisiko ist die Gefahr zu verstehen, dass die Gesellschaft ihren Zahlungsverpflichtungen nicht termingerecht und in vollem Umfang nachkommen kann. Der AABL werden von der AAB sowohl für den laufenden Betrieb als auch zur Finanzierung des gesamten, geplanten Neugeschäfts ausreichend Mittel zur Verfügung gestellt. Dies wird regelmäßig im Rahmen der mittelfristigen Planung vom Aufsichtsrat beschlossen. Die Refinanzierung des Portfolios der Gesellschaft erfolgt nach einem festgelegten Verfahren fristenkongruent und zu festen Zinssätzen. Insofern bestehen für die AABL keine Liquiditätsrisiken, solange die Liquidität der AAB gegeben ist. Das Liquiditätsrisiko wird von der AABL als mittleres Risiko eingestuft.

Operationelle Risiken

Wie jedes Unternehmen ist auch die AABL operationellen Risiken ausgesetzt. Diese könnten in Form von Prozessrisiken, Technologierisiken, Personalrisiken, externe Risiken und Rechtsrisiken auftreten. Operationelle Risiken werden von der AABL insgesamt als hohes Risiko eingestuft.

Zur Eingrenzung von Prozessrisiken wird unter anderem darauf geachtet, dass sowohl wesentliche Geschäftsprozesse als auch andere organisatorische Themen hinreichend dokumentiert sind. Diese Informationen stehen allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über ein Intranet zur Verfügung. Änderungen werden hierüber zeitnah kommuniziert.

Die AABL hat den Betrieb und die Wartung der IT-Anwendungslandschaft an die LVM ausgelagert.

Personalrisiken könnten sich z.B. über erhöhte Fluktuation oder unzureichendes Know-how manifestieren. Um diesen Effekten vorzubeugen, werden regelmäßig Mitarbeitergespräche geführt, um gegenseitige Erwartungen abzugleichen und Entwicklungsmöglichkeiten auszuloten.

Die AABL erhält als Mitglied und über Engagements in Ausschüssen im Bundesverband Deutscher Leasingunternehmen e.V. sämtliche leasingrelevanten Informationen. Darüber hinaus findet fachlicher Know-how-Transfer mit der AAB und kooperierenden Anwaltskanzleien statt. Mögliche Auswirkungen aktueller rechtlicher sowie wirtschafts- und steuerpolitischer Themen auf die Geschäftstätigkeit der AABL werden in dieser Weise kontinuierlich analysiert. Hieraus werden bei Bedarf z.B. vertragsrechtliche und prozessuale Handlungserfordernisse abgeleitet.

Das Risikomanagement der AAB Gruppe sieht auch für operationelle Risiken einmal pro Jahr eine Risikoinventur vor. Zur Überwachung operationeller Risiken ist ein ad-hoc-Meldesystem eingerichtet. Gemeldete Schäden auf Ebene der AAB werden in einer Schadensfalldatenbank dokumentiert. Die Steuerung der operationellen Risiken obliegt der Geschäftsleitung der AABL.

4 Personal

Die Mitarbeiterzahl erhöhte sich im Geschäftsjahr 2019 marginal von 118 auf 119 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (inkl. Geschäftsführung) per 31. Dezember 2019, davon 68 im Vertriebsaußen- und -innendienst (im VJ 70). Die Belegschaft hat eine durchschnittliche Betriebszugehörigkeit von rund 10 Jahren.

Die AABL investiert umfangreich in die interne und externe Aus- und Weiterbildung ihrer Belegschaft. Zusammen mit der AAB werden außerdem Auszubildende auf den Abschluss als Bankkaufmann/-frau vorbereitet.

5 Prognosebericht

Das konjunkturelle Umfeld ist nach wie vor von vielfältigen Risiken geprägt, so dass die Investitionsneigung eher verhalten ausfallen dürfte. Bei den Ausrüstungsinvestitionen wird für 2020 nur noch mit einem Wachstum von 1,0% gerechnet 4 .

Seit Jahren gibt es eine enorme Überliquidität am Markt. Neben der starken Finanzierungsbereitschaft von Banken und Leasinggesellschaften verfügen investierende Unternehmen über ein hohes Innenfinanzierungspotenzial. Dadurch entsteht ein enormer Druck auf die Margen, den die AABL auch zukünftig nicht um jeden Preis mitgehen will. Andererseits haben sich bankenabhängige, große Leasinggesellschaften zunehmend auf den Vertrieb über den Bankschalter konzentriert und insbesondere das Geschäft über Vertriebskooperationen zurückgefahren. Zudem stehen kleinere Teilmärkte für die infolge der Branchenkonzentration immer größer werdenden Leasinganbieter weniger im Fokus. Dadurch könnten sich die Marktchancen für die AABL verbessern.

Für 2020 wird mit einem organischen Wachstum des Neugeschäftsvolumens von rund 8% geplant. Die Zinsmarge soll dabei auf einem nur leicht reduzierten Niveau gehalten werden. Das 2018 gestartete Entwicklungsprogramm für Talente im Vertriebsaußendienst soll 2020 mit einem dritten Trainee-Jahrgang fortgeführt werden. Unterstützt werden diese Nachwuchskräfte durch die sehr erfolgreich operierende Einheit für Telefonmarketing, die im neuen Geschäftsjahr ebenfalls verstärkt werden wird. Im Fokus dieser Aktivitäten stehen die Akquisition von Neukunden sowie die nachhaltige Bindung des Kundenbestandes durch laufenden Kontakt. Eine breite Diversifizierung bei Objekten, Branchen und Regionen sorgt dafür, dass ungleiche Entwicklungen einzelner Bereiche auf Unternehmensebene leichter ausgeglichen werden können. Die AAB als Gesellschafterin wird für das geplante Neugeschäft wieder ausreichend Refinanzierungsmittel zur Verfügung stellen, so dass externe Refinanzierungsquellen auch weiterhin nicht benötigt werden.

Das 2015 gestartete IT-Projekt "LEA", eine vollständige Neuentwicklung der Vertragsverwaltung, geht 2020 in die finale Phase. Begleitet wird dieses Projekt von der Entwicklungsabteilung der LVM und einer externen Beratungsgesellschaft. Nach Abschluss der Fachkonzeption und nahezu der gesamten Entwicklung stehen nun Tests und Migrationsvorbereitungen an, bevor Ende 2020 auf die neue Software umgeschwenkt werden soll.

Für das Geschäftsjahr 2020 wird mit einem leichten Personalwachstum quer über alle Bereiche geplant, um dem Anstieg des Geschäftsvolumens und auch den wachsenden, regulatorischen Anforderungen angemessen begegnen zu können. Natürliche Fluktuation soll frühzeitig durch die Einstellung und Weiterbildung von Nachwuchskräften kompensiert werden. Darüber hinaus soll die Fluktuation auf dem bisherigen, moderaten Niveau gehalten werden.

Wegen des geplanten Neugeschäftswachstums in Verbindung mit stagnierenden Margen sowie steigenden Personal- und IT-Kosten erwartet die AABL einen Rückgang des Vorsteuerergebnisses auf EUR 4,9 Mio., das dann aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages an die AAB weiterzuleiten ist.

Einschränkungen zu den Aussagen im Lage- und Prognosebericht aufgrund der Corona-Pandemie

Die Aussagen im Lage- und Prognosebericht der Gesellschaft werden aktuell durch die Entwicklung der Corona-Pandemie belastet. Die daraus resultierende Unsicherheit und die damit zusammenhängenden Auswirkungen sind zusätzlich erhöht. Demzufolge sind auch Prognosen zu den Entwicklungen der Märkte derzeit schwer möglich. Die Belastungen der Gesamtwirtschaft sind ebenfalls schwer absehbar. Von Seiten der Politik werden aktuell massive stabilisierende Maßnahmen vorbereitet, die zum Ziel haben, mögliche rezessive Tendenzen abzufangen bzw. zu mildern.

Bei der AABL könnten sich die wesentlichen Leistungsindikatoren Neugeschäftsvolumen und Vorsteuerergebnis daher gegenüber der ursprünglichen Prognose negativ entwickeln. Hinsichtlich der identifizierten wesentlichen Risiken können sich aus der Corona-Pandemie insbesondere erhöhte Adressenausfall- sowie operationelle Risiken ergeben.

Die tatsächlich eintretenden Ereignisse könnten daher deutlicher von den ursprünglichen Prognosen abweichen.

1 Vgl. Städtler, A., Leasinginvestitionen mit weit überdurchschnittlicher Wachstumsdynamik, in: ifo Schnelldienst Nr. 23/2019

2 Rohergebnis enthält Leasing- und Mietkauferträge von EUR 132,2 Mio. (im VJ EUR 127,2 Mio.), Leasing- und Mietkaufaufwendungen von EUR 12,4 Mio. (im VJ EUR 8,0 Mio.), Abschreibungen Leasingvermögen von EUR 82,7 Mio. (im VJ EUR 84,1 Mio.), Zinsaufwendungen von EUR 7,5 Mio. (im VJ EUR 7,6 Mio.) und Provisionsaufwendungen von EUR 3,2 Mio. (im VJ EUR 3,2 Mio.)

3 Aufwendungen und Erträge aus Zuführung und Auflösung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen sowie Rückstellungen aus dem Leasinggeschäft

4 Vgl. Städtler, A., a.a.O.

 

Augsburg, 26. Februar 2020/24. März 2020

Peter Lipah, Geschäftsführer

Thomas Quotschalla, Geschäftsführer

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2019

Aktiva

31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR EUR EUR
1. Barreserve 1.386,09 1.445,95
2. Forderungen an Kreditinstitute 42.124.646,00 40.825.572,10
täglich fällig 42.124.646,00 40.825.572,10
3. Forderungen an Kunden 342.187.803,28 317.551.875,19
4. Leasingvermögen 344.052.430,38 336.758.733,40
5. Immaterielle Anlagewerte 1.532,91 721,26
6. Sachanlagen 233.789,69 250.617,56
7. Sonstige Vermögensgegenstände 6.687.068,76 8.227.225,57
8. Rechnungsabgrenzungsposten 33.125,98 36.538,47
Summe der Aktiva 735.321.783,09 703.652.729,50

Passiva

31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 698.894.462,37 668.189.038,23
mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 698.894.462,37 668.189.038,23
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1.549.011,17 2.199.523,64
3. Sonstige Verbindlichkeiten 18.321.809,08 17.219.122,15
4. Rechnungsabgrenzungsposten 6.811.277,48 6.668.208,83
5. Rückstellungen
andere Rückstellungen 7.745.222,99 7.376.836,65
6. Eigenkapital
gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 2.000.000,00
Summe der Passiva 735.321.783,09 703.652.729,50
Eventualverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 339.719,59 559.639,56

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2019

01.01. - 31.12.2019 01.01. - 31.12.2018
EUR EUR EUR EUR
1. Leasingerträge
a. Leasingerträge 106.368.548,96 106.450.664,52
b. Mietkauferträge 6.431.822,89 3.330.465,98
c. Sonstige Erträge 679.494,47 113.479.866,32 570.936,37 110.352.066,87
2. Leasingaufwendungen
a. Leasingaufwendungen 5.471.697,12 4.266.810,46
b. Mietkaufaufwendungen 6.237.088,87 3.304.615,80
c. Sonstige Aufwendungen 656.248,07 12.365.034,06 456.757,58 8.028.183,84
3. Zinserträge aus
a. Mietkaufverträgen 15.328.892,45 14.521.556,20
b. Sonstige Zinserträge 537.132,58 15.866.025,03 498.824,11 15.020.380,31
4. Zinsaufwendungen 7.530.946,98 7.595.348,97
5. Provisionserträge 940.394,67 821.373,51
6. Provisionsaufwendungen 3.207.463,67 3.214.925,32
7. sonstige betriebliche Erträge 1.881.133,85 1.044.512,19
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a. Personalaufwand
aa. Löhne und Gehälter 8.813.901,40 7.941.892,15
ab. Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung und für Unterstützung 1.536.562,05 1.403.893,78
darunter für Altersversorgung EUR 195.226,88 (i. Vj. EUR 180.790,96) 10.350.463,45 9.345.785,93
b. andere Verwaltungsaufwendungen 4.576.856,79 14.927.320,24 4.148.322,12 13.494.108,05
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
a. Leasingvermögen 82.664.578,77 84.101.650,71
b. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 96.749,23 82.761.328,00 83.019,84 84.184.670,55
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen 258.664,98 137.484,77
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu den Rückstellungen im Leasinggeschäft 8.161.157,26 6.537.670,43
12. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Leasinggeschäft 2.693.424,55 1.155.995,45
13. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 5.648.929,23 5.201.936,40
14. Auf Grund einer Gewinngemeinschaft,
eines Gewinnabführungs- oder
Teilgewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne 5.648.929,23 5.201.936,40
15. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zu 31. Dezember 2019

1 Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft erfüllt als Kapitalgesellschaft die Kriterien des § 264 Abs. 1 HGB und stellt als Finanzdienstleistungsinstitut im Sinne des §1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 10 KWG den Jahresabschluss gemäß § 340a Abs. 1 HGB als große Kapitalgesellschaft auf.

Die AAB Leasing GmbH hat Ihren Sitz in Augsburg und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Augsburg unter HRB 24129 eingetragen.

2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss der AAB Leasing GmbH wurde nach den für Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 340 ff. HGB i.V.m. den Regelungen der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) und des GmbHG aufgestellt. Veränderungen im Hinblick auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr ergaben sich nicht.

Die Abschreibungen auf das Leasingvermögen werden unter dem Posten "Abschreibungen und Wertberichtigungen" ausgewiesen.

Die Forderungen sind zum Nennwert ausgewiesen.

Bei ausfallgefährdeten Forderungen erfolgt eine Bildung entsprechender Einzelwertberichtigungen. Darüber hinaus ist zur Deckung des allgemeinen Ausfallrisikos eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen gebildet.

Das Leasingvermögen ist zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibung bewertet. Bei Teilamortisationsverträgen erfolgte die Abschreibung linear über die Vertragslaufzeit auf die durch Andienungsrechte gesicherten Restwerte. Bei Vollamortisationsverträgen ist die Abschreibung linear über die Vertragslaufzeit auf die zu erwartenden Nachmieterlöse erfolgt.

Selbstgenutztes Anlagevermögen (Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen) ist ebenfalls zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear über die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden gemäß § 6 Abs. 2 EStG bilanziert.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert ausgewiesen.

Rechnungsabgrenzungsposten aktiv und passiv sind gemäß § 250 HGB gebildet.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die von Kunden erhaltenen Leasingsonderzahlungen sind in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt und werden linear über die Grundmietzeit aufgelöst.

Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.

3 Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
Bilanzausweis 42.124.646,00 40.825.572,10
davon
täglich fällig 42.124.646,00 40.825.572,10
davon an verbundene Unternehmen 42.124.646,00 35.802.254,71
davon an Gesellschafter 42.124.646,00 35.802.254,71
täglich fällig 42.124.646,00 35.802.254,71

Forderungen an Kunden

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
Bilanzausweis 342.187.803,28 317.551.875,19
davon
aus Mietkaufverträgen 345.753.961,64 320.487.213,68
aus Leasingverträgen 7.666.794,85 6.672.596,26
aus sonstigen Forderungen 272.692,83 668.915,69
Wertberichtigungen -11.505.646,04 -10.276.850,44
mit Restlaufzeit
bis 3 Monate 1.862.765,31 3.135.768,18
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 17.097.541,59 14.330.531,28
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 246.632.326,67 236.322.445,67
mehr als 5 Jahre 76.595.169,71 63.763.130,06

Anlagevermögen

Die Zusammensetzung des Anlagevermögens und dessen Entwicklung ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) ersichtlich.

Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesene Vorräte aus Mietkauf betreffen im Wesentlichen Anzahlungen auf Mietkaufobjekte in Höhe von TEUR 1.377 sowie Mietkaufobjekte in Höhe von TEUR 3.899 für das Neugeschäft.

Sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
Bilanzausweis 6.687.068,76 8.227.225,57
Vorräte Mietkauf 6.074.410,72 8.163.411,96
Sonstiges 612.658,04 63.813,61
davon an verbundene Unternehmen 431.761,90 30.164,18
davon an Gesellschafter 10.828,17 30.164,18

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
Bilanzausweis 698.894.462,37 668.189.038,23
darunter
mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 698.894.462,37 668.189.038,23
mit Restlaufzeit
bis 3 Monate 56.434.409,45 54.684.469,22
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 159.007.114,42 152.784.275,48
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 453.248.628,94 433.953.205,38
mehr als 5 Jahre 30.204.309,56 26.767.088,15
davon an verbundene Unternehmen 698.894.462,37 668.189.038,23
davon an Gesellschafter 698.894.462,37 668.189.038,23
mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 698.894.462,37 668.189.038,23

Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden durch Sicherungsübereignung des Leasingvermögens bzw. Sicherungszession von Mietkaufforderungen besichert.

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
Bilanzausweis 1.549.011,17 2.199.523,64
darunter
kreditorische Debitoren 1.100.562,02 1.780.504,11
erhaltene Kautionen 35.961,20 63.595,94
erhaltene Versicherungszahlungen 412.487,95 355.423,59
mit Restlaufzeit
bis 3 Monate 1.528.911,76 2.169.405,49
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 20.099,41 10.038,78
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 0,00 20.079,37
mehr als 5 Jahre 0,00 0,00

Sonstige Verbindlichkeiten

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
Bilanzausweis 18.321.809,08 17.219.122,15
darunter
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.349.229,98 11.537.195,34
Verbindlichkeiten aus Steuern 283.314,11 439.190,74
Verbindlichkeiten gegenüber Augsburger Aktienbank AG aus Ergebnisabführungsvertrag 5.648.929,23 5.201.936,40
sonstiges 40.335,76 40.799,67
mit Restlaufzeit
bis 3 Monate 18.321.809,08 17.219.122,15
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 0,00 0,00
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 0,00 0,00
mehr als 5 Jahre 0,00 0,00
davon an verbundene Unternehmen 5.660.945,17 5.617.920,22
davon an Gesellschafter 5.648.929,23 5.617.920,22
täglich fällig 5.648.929,23 5.617.920,22
mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 0,00 0,00

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betreffen Rechnungen für den Kauf von Objekten für das Neugeschäft.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
Bilanzausweis 6.811.277,48 6.668.208,83
erhaltene Leasingsonderzahlungen 6.811.277,48 6.668.208,83

Andere Rückstellungen

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
Bilanzausweis 7.745.222,99 7.376.836,65
darunter
Bearbeitungsgebühren 1.690.000,00 1.370.000,00
Rechtsstreitigkeiten / Rechtsunsicherheiten 1.366.562,64 1.147.000,00
eigene GAP-Risiko 950.000,00 950.000,00
ausstehende Rechnungen 881.525,44 983.736,65
drohende Verluste aus Objektrisiken 1.031.800,00 1.382.100,00

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 2.000.000,00 wurde in voller Höhe durch die Muttergesellschaft, Augsburger Aktienbank AG, Augsburg, erbracht.

Haftungsverhältnisse

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
Bilanzausweis 339.719,59 559.639,56
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 339.719,59 559.639,56

Für den Fall, dass von Investitionsbanken an Kunden gewährte Investitionszuschüsse von diesen zurückgefordert werden, haftet die AAB Leasing GmbH im Rahmen eines öffentlich-rechtlichen Schuldbeitritts neben den Kunden. Im Berichtsjahr 2019 betraf dies 12 Verträge.

4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinsaufwendungen

2019
EUR
2018
EUR
GuV-Ausweis 7.530.946,98 7.595.348,97
davon an verbundene Unternehmen 7.530.917,52 7.595.169,44
davon an Gesellschafter 7.530.917,52 7.595.169,44

Sonstige betriebliche Erträge

2019
EUR
2018
EUR
GuV-Ausweis 1.881.133,85 1.044.512,19
darunter
Auflösung Rückstellungen 887.281,87 425.042,49
Weiterberechnung Kosten neue Leasingsoftware 377.250,00 232.465,00
sonstiges 616.601,98 387.004,70

Gewinnverwendung

Das im Berichtsjahr erwirtschaftete Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 5.649 wird im Rahmen des geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags in voller Höhe an die Augsburger Aktienbank AG abgeführt.

5 Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Peter Lipah, Dachau, Geschäftsführer AAB Leasing GmbH, Augsburg

Thomas Quotschalla, Augsburg, Geschäftsführer AAB Leasing GmbH, Augsburg

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Aufsichtsrat

Joachim Maas (Vorsitzender), Vorstandsmitglied Augsburger Aktienbank AG, Augsburg

Dr. Rainer Wilmink (stellv. Vorsitzender), Vorstandsmitglied LVM Landwirtschaftlicher Versicherungsverein Münster a.G., Münster

Lothar Behrens, Sprecher des Vorstands der Augsburger Aktienbank AG, Augsburg

Ludger Grothues, Vorstandsmitglied LVM Landwirtschaftlicher Versicherungsverein Münster a.G., Münster

Helmut Ruwisch, Vorstandsvorsitzender a. D. Indus Holding AG, Bielefeld

Joachim Gorny, Vorstandsmitglied Augsburger Aktienbank AG, Augsburg (ab 26.03.2019)

Peer Teske, Augsburger Aktienbank AG, Augsburg (bis 26.03.2019)

Die Vergütung für den Aufsichtsrat beträgt TEUR 38.

Mitarbeiter

Während des Berichtszeitraums waren durchschnittlich 119 Arbeitnehmer in der Gesellschaft beschäftigt, davon 68 im Vertrieb.

Prüfungshonorare

Für die Angabe der Honorare des Abschlussprüfers gem. § 285 Abs. 17 HGB wird auf die Nennung im Konzernabschluss des LVM Landwirtschaftlicher Versicherungsverein a.G. Münster (Muttergesellschaft der Augsburger Aktienbank AG, Augsburg) verwiesen.

Konzernzugehörigkeit

Die AAB Leasing GmbH, Augsburg, ist ein 100 %iges Tochterunternehmen der Augsburger Aktienbank AG, Augsburg, und wird in den Konzernabschluss des LVM Landwirtschaftlicher Versicherungsverein a. G., Münster, (Muttergesellschaft der Augsburger Aktienbank AG, Augsburg) einbezogen. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden beim Bundesanzeiger bekannt gemacht. Für den Berichtszeitraum bestand zur Muttergesellschaft eine ertragsteuerliche und umsatzsteuerliche Organschaft.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen Mietverpflichtungen bis zum Jahr 2024 in Höhe von TEUR 1.705. Davon sind TEUR 441 innerhalb eines Jahres fällig.

6 Nachtragsbericht

Nach Einordnung des Coronavirus (SARS-CoV-2) als Pandemie durch die WHO am 11. März 2020 wurden weitreichende Maßnahmen auf nationaler und internationaler Ebene eingeleitet, die - wie im Lagebericht beschrieben - Auswirkungen auf die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft haben werden. Der weltweite Ausbruch des Coronavirus stellt ein wertbegründendes Ereignis dar, das keine Auswirkung auf den Jahresabschluss der AAB Leasing GmbH für das Geschäftsjahr 2019 hat. In wie weit sich Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für das Geschäftsjahr 2020 ergeben, ist aktuell noch nicht abzuschätzen.

 

Augsburg, 26. Februar 2020/24. März 2020

Peter Lipah, Geschäftsführer

Thomas Quotschalla, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2019

Anschaffungskosten
Stand am 01. Januar 2019
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand am 31. Dezember 2019
EUR
Anlagevermögen
I. Leasingvermögen
1. Vermietvermögen 557.092.745,05 111.080.441,71 108.095.494,93 11.009.239,22 571.086.931,05
2. Geleistete Anzahlungen auf Vermietvermögen und Anlagen im Bau 1.580.520,00 11.076.809,55 0,00 -11.009.239,22 1.648.090,33
558.673.265,05 122.157.251,26 108.095.494,93 0,00 572.735.021,38
II. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software, Nutzungsrechte 55.627,44 1.612,41 0,00 0,00 57.239,85
55.627,44 1.612,41 0,00 0,00 57.239,85
III. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung
a) Betriebs- und Geschäftsausstattung 556.282,63 44.979,16 14.364,11 0,00 586.897,68
b) Geringwertige Wirtschaftsgüter 205.972,65 34.852,74 1.555,12 0,00 239.270,27
762.255,28 79.831,90 15.919,23 0,00 826.167,95
559.491.147,77 122.238.695,57 108.111.414,16 0,00 573.618.429,18
Abschreibungen
Stand am 01. Januar 2019
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Zuschreibungen
EUR
Stand am 31. Dezember 2019
EUR
Anlagevermögen
I. Leasingvermögen
1. Vermietvermögen 221.914.531,65 82.664.127,97 75.855.225,92 40.842,70 228.682.591,00
2. Geleistete Anzahlungen auf Vermietvermögen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
221.914.531,65 82.664.127,97 75.855.225,92 40.842,70 228.682.591,00
II. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software, Nutzungsrechte 54.906,18 800,76 0,00 0,00 55.706,94
54.906,18 800,76 0,00 0,00 55.706,94
III. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung
a) Betriebs- und Geschäftsausstattung 305.665,07 61.546,53 14.103,61 0,00 353.107,99
b) Geringwertige Wirtschaftsgüter 205.972,65 34.852,74 1.555,12 0,00 239.270,27
511.637,72 96.399,27 15.658,73 0,00 592.378,26
222.481.075,55 82.761.328,00 75.870.884,65 40.842,70 229.330.676,20
Restbuchwerte
31. Dezember 2019
EUR
31. Dezember 2018
EUR
Anlagevermögen
I. Leasingvermögen
1. Vermietvermögen 342.404.340,05 335.178.213,40
2. Geleistete Anzahlungen auf Vermietvermögen und Anlagen im Bau 1.648.090,33 1.580.520,00
344.052.430,38 336.758.733,40
II. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software, Nutzungsrechte 1.532,91 721,26
1.532,91 721,26
III. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung
a) Betriebs- und Geschäftsausstattung 233.789,69 250.617,56
b) Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 0,00
233.789,69 250.617,56
344.287.752,98 337.010.072,22

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die AAB Leasing GmbH, Augsburg

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AAB Leasing GmbH, Augsburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AAB Leasing GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Hinweis zur Nachtragsprüfung

Diesen Bestätigungsvermerk erteilen wir zu dem geänderten Jahresabschluss und geänderten Lagebericht aufgrund unserer pflichtgemäßen, am 27. Februar 2020 abgeschlossenen Abschlussprüfung und unserer am 26. März 2020 abgeschlossenen Nachtragsprüfung, die sich auf die Änderung der Nachtragsberichterstattung im Abschnitt "6 Nachtragsbericht" im Anhang sowie den ergänzten Abschnitt "Einschränkungen zu den Aussagen im Lage- und Prognosebericht aufgrund der Corona-Pandemie" im Lagebericht bezog.

 

München, den 27. Februar 2020/begrenzt auf die im Hinweis zur Nachtragsprüfung genannte Änderung 26. März 2020

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ziegler, Wirtschaftsprüfer

Ruoff, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der AAB Leasing GmbH zum 31. Dezember 2019 wurde am 26. März 2020 festgestellt.

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