Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRB 29441
Eingetragen
1.10.2018
Branche
ElektrizitätsverteilungBetrieb von KläranlagenSpeichern von Gas zu Versorgungszwecken
Gegenstand
Der Betrieb des regulierten Elektrizitätsversorgungsnetzes im Chemiepark Marl.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Sören Ave
seit 3.2.2026
Geschäftsführer
Christoph Pölling
seit 6.12.2021
Prokura
Andre Vogelwiesche
seit 6.12.2021
Prokura
Jürgen Bücker
seit 1.10.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Evonik Industries AGEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Evonik Degussa GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

CPM Netz GmbH

Essen

Jahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Inhaltsverzeichnis

1 Grundlagen der Gesellschaft
1.1 Allgemeine Erläuterung
1.2 Organisation und Geschäftsmodell
1.3 Finanzielle Leistungsindikatoren
2 Wirtschaftsbericht
2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
2.2 Energiepolitisches Umfeld
2.3 Branchensituation
2.4 Regulatorische Aspekte
2.5 Herausforderungen der technischen Betriebsführung
2.6 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
2.7 Lage
2.8 Angaben gem. § 6b Abs. 7 EnWG
2.9 Tätigkeitsabschlüsse
3 Chancen- und Risikobericht
3.1 Risiko- und Chancenmanagement
3.2 Wesentliche Risiken der CPM Netz
4 Prognosebericht
4.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
4.2 Ausblick

1 Grundlagen der Gesellschaft

1.1 Allgemeine Erläuterung

Die CPM Netz GmbH (nachfolgend "CPM Netz" oder "die Gesellschaft") erfüllt die Bedingungen einer großen Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 3 HGB. Die Gesellschaft wurde am 1. Oktober 2018 unter der Firmierung CPM Netz GmbH im Handelsregister des Amtsgerichtes Essen unter HRB 29441 eingetragen.

Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb des regulierten Elektrizitätsversorgungsnetzes im Chemiepark Marl. Die hierzu notwendige Netzinfrastruktur pachtet die Gesellschaft von der Evonik Operations GmbH. Die Geschäftstätigkeit wird durch einen Dienstleistungsvertrag mit der Evonik Operations GmbH abgebildet, so dass die Gesellschaft keine Mitarbeiter beschäftigt.

Die CPM Netz ist eine 100 Prozent Tochtergesellschaft der Evonik Operations GmbH. Zwischen der CPM Netz und der Evonik Operations GmbH besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag wurde am 2. November 2018 durch die Geschäftsführung der Evonik Operations GmbH und am 18. Oktober durch die Geschäftsführung der CPM Netz unterzeichnet. Die Gesellschafterversammlung hat diesem am 20. November 2018 zugestimmt. Der Eintrag ins Handelsregister erfolgte am 22. November 2018.

Die CPM Netz wird in den Abschluss der Evonik Operations GmbH einbezogen.

1.2 Organisation und Geschäftsmodell

Die CPM Netz ist in die Gesamtstrategie des Evonik-Konzerns (Evonik Industries AG, Essen) eingebunden. Der Evonik-Konzern ist im Bereich der Spezialchemie tätig. Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb des regulierten Elektrizitätsversorgungsnetzes im Chemiepark Marl. Seit dem 1. Januar 2019 ist die CPM Netz der Pächter des Elektrizitätsverteilungsnetzes am Standort Marl und hat ab diesem Zeitpunkt die Betreiberverantwortung für das Stromnetz im Chemiepark Marl. Die für den Betrieb des Netzes notwendige Netzinfrastruktur pachtet die Gesellschaft von der Evonik Operations GmbH. Die Gesellschaft beschäftigt keine Mitarbeiter, da alle zum Netzbetrieb notwendigen Leistungen durch einen Dienstleistungsvertrag mit der Evonik Operations GmbH abgebildet werden.

Entsprechend den Vorschriften des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) sowie den zugeordneten Verordnungen erfüllt die CPM Netz die Aufgabe, allen Marktteilnehmern einen diskriminierungsfreien Zugang zum Netz zu angemessenen Bedingungen zu gewährleisten.

1.3 Finanzielle Leistungsindikatoren

Das operative Geschäft der CPM Netz stellt einen Ausschnitt des globalen Geschäfts des Evonik-Konzerns dar und wird gemäß der Organisationsstruktur des Konzerns über die Divisionen auf Basis der Leistungsindikatoren des Konzerns gesteuert. Ein vollständiges Bild des operativen Geschäfts des Evonik-Konzerns, in das die CPM Netz als Legaleinheit eingebunden ist, vermittelt nur der Konzernabschluss der Evonik Industries AG. Für die Beurteilung der Geschäftstätigkeit der CPM Netz ist das Ergebnis vor Ertragssteuern der wichtigste Leistungsindikator.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Als Energienetzbetreiber des Chemieparks Marl mit einem Kundenstamm der hauptsächlich aus der chemischen Industrie besteht, sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen direkt hiermit verknüpft. Das Geschäftsjahr 2023 war beeinträchtigt durch die geopolitischen Krisen, hohen Energiepreise sowie die weltweite Inflation. Für Deutschland wurde zum Beispiel eine Inflationsrate von 5,9 Prozent in 2023 gegenüber 2022 durch das Statistische Bundesamt ermittelt. Laut BMWi erwartete der Internationale Währungsfonds, dass das Wachstum des Welthandels von 5,1 Prozent im Jahr 2022 auf 0,9 Prozent im Jahr 2023 zurückgeht. In diesem schwierigen Umfeld hat das operative Geschäft der Kunden eine spürbar geringere Nachfrage verzeichnet, sodass auch die abgenommenen Strommengen zurück gegangen sind (Arbeitsmengen 2023 1.994 GWh zu 2.135 GWh in 2022). Dies kann anhand der veränderten Abnahmestruktur der Kunden nachvollzogen werden, was einen direkten Einfluss auf das Ergebnis der CPM Netz hat.

In der CPM Netz wurde im Geschäftsjahr 2023 ein Umsatz von 47.315 Tausend € (Vorjahr: 48.598 Tausend €) und ein Ergebnis vor Gewinnabführung von -6.597 Tausend € (Vorjahr: Gewinn von 640 Tausend €) erwirtschaftet. Insgesamt blickt die CPM Netz auf ein schwieriges Geschäftsjahr zurück.

2.2 Energiepolitisches Umfeld

Die CPM Netz ist Netzbetreiber eines Netzes der allgemeinen Versorgung und unterliegt damit vollumfänglich der Regulierung des Energiewirtschaftsgesetzes und den damit verbundenen Verordnungen. Die energiepolitische Entwicklung hat damit einen direkten Einfluss auf das Geschäftsumfeld der CPM Netz.

Aufgrund der aktuellen Anstrengungen die erneuerbaren Energien weiter zu stärken, werden Gesetze und Verordnungen vorangetrieben, die dieses Vorhaben unterstützen. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz 2023 ist die größte energiepolitische Gesetzesnovelle seit Jahrzehnten. Es legt die Grundlagen dafür, dass Deutschland klimaneutral wird. Mit einem konsequenten, deutlich schnelleren Ausbau soll laut Aussage des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch bis 2030 auf mindestens 80 Prozent steigen. Ziel ist es die Energieversorgung durch den Ausbau der erneuerbaren Energien klimaverträglicher und unabhängiger von fossilen Energieimporten zu machen.

Auch wird die Digitalisierung vorangetrieben, so wurde im Berichtsjahr zum Beispiel das novellierte Messtellenbetriebsgesetz im Mai 2023 verabschiedet. Damit möchte die Bundesregierung unter Federführung von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck den Rollout von Smart Metern beschleunigen. Das Gesetz sieht vor, dass bis 2032 95 Prozent aller Zähler intelligent oder zumindest mit einer digitalen Schnittstelle versehen sein müssen.

Ein weiterer Punkt, der einen direkten Einfluss auf die Netztätigkeit hat und zur Optimierung führt, ist das im Jahr 2023 neu erlassene Gesetz zur Finanzierung der Energiewende (Energiefinanzierungsgesetz - EnFG). Das EnFG dient vor allem der Finanzierung der nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) sowie der im Zusammenhang mit der Offshore-Netzanbindung entstehenden Ausgaben der Netzbetreiber. Entgegen der bisherigen Abwicklung setzt das EnFG verstärkt auf die periodengenaue Abwicklung der Be- und Entlastungseite der Netzumlagen, was die Finanzierung der Umlagen sicherstellt und erleichtert.

2.3 Branchensituation

Als Betreiber des Elektrizitätsnetzes innerhalb des Chemieparks Marl versorgt die Gesellschaft hauptsächlich Geschäftskunden aus dem Tätigkeitsfeld der chemischen Produktion. Somit ist die CPM Netz nicht direkt mit anderen Betreibern von Netzen der allgemeinen Versorgung vergleichbar. Die Chemiebranche ist eine energieintensive Branche mit hohem Energiebedarf. Die chemische Industrie sah sich im Berichtsjahr aufgrund der hohen Energieintensität und den Herausforderungen des Energiemarktes mit Schwierigkeiten konfrontiert. Bezüglich den Herausforderungen des Energiemarktes, sind in erster Linie hohe Beschaffungskosten der Energiemärkte zu nennen, aber auch weitere Belastungen aus dem wirtschaftlich schweren Umfeld. Das Berichtsjahr war hierbei immer noch geprägt durch die Folgen, die der Russland-Ukraine-Krieg speziell an den europäischen Energiemärkten ausgelöst hat. Im Jahr 2021, vor dem Beginn des Ukrainekrieges, lag der Strompreis bei durchschnittlich 21,38 Ct/kWh. Aufgrund der Sanktionen gegenüber Russland, dem bis dahin größten Erdgasimporteur Deutschlands, ist der Preis pro kWh gestiegen und lag im Jahr 2023 bei durchschnittlich 24,46 Ct/kWh. Die CPM Netz ist als Netzbetreiber des Chemieparks Marl von den Veränderungen des Energiepreises betroffen, da sich diese auf die Nachfrage ihrer Kunden und somit auf ihr Ergebnis auswirken.

Die Kostenstruktur der Netzbetreiber in Deutschland hat indirekt einen Einfluss auf das Stromnetz der CPM Netz, da durch die vorgelagerten Netzebenen Kosteneffekte über die Netzentgelte durchgereicht werden. Es können unter anderem Brancheneffekte aus der Dekarbonisierung (Erneuerbare Energien) genannt werden. Um die Dekarbonisierung voranzutreiben, sind verstärkt Investitionen in die Netzinfrastruktur notwendig, um Strom aus Offshore-Windparks den südlich gelegenen Bundesländern zur Verfügung zu stellen. Die getätigten Investitionen werden über die Netzentgelte bis zum Letztverbraucher weitergereicht, was zu einem Wettbewerbsnachteil gegenüber anderen Netzbetreibern in Chemieparks, vor allem im Ausland, führt. Ebenso haben steigende Netzumlagen einen negativen Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit des Chemieparks und damit auf die der CPM Netz.

2.4 Regulatorische Aspekte

Das Niveau der Erlösobergrenze, der individuelle Effizienzwert und der Kapitalkostenabschlag der Gesellschaft steht bis Ende 2023 mit hinreichender Wahrscheinlichkeit fest. Über die Festlegung der kalenderjährlichen Erlösobergrenze für die dritte Regulierungsperiode Strom (2019 bis 2023) hat sich die CPM Netz mit der Landesregulierungsbehörde NRW laut Erklärung vom 17. April 2018 einvernehmlich geeinigt.

Mit dem Datum 5. Dezember 2018 hat die Bundesnetzagentur den generellen sektoralen Produktivitätsfaktor in der Sparte Strom mit 0,9 Prozent für die dritte Regulierungsperiode festgelegt. Der für das Berichtsjahr gültige Referenzpreis für die Beschaffung von Verlustenergie ist um das 2,65-fache im Vergleich zum Vorjahr gestiegen und lag somit bei 143,73 €/MWh. Weiterhin hat die CPM Netz fristgerecht zum 20. Juni 2022 einen Antrag auf Genehmigung eines Kapitalkostenaufschlages Strom gestellt und den beantragten Wert in die Berechnung der Erlösobergrenze Strom für 2023 aufgenommen.

2.5 Herausforderungen der technischen Betriebsführung

Ziel bei der technischen Betriebsführung der Verteilnetze ist eine gleichbleibend hohe Versorgungsqualität. Zur Einhaltung des sicheren Netzzustandes werden Zustandserfassung, Inspektion, Wartung und Instandsetzung von Betriebsmitteln unter Einsatz moderner Informationstechnik durchgeführt. Um den Einfluss von Ereignissen im Stromnetz für den Kunden minimal zu halten, ist das Netz als redundantes Werksnetz konzipiert, so dass einfache Netzfehler in der Regel keine Produktionsunterbrechungen nach sich ziehen.

2.6 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

Die CPM Netz beschäftigt keine Mitarbeiter. Alle Leistungen, die zum Netzbetrieb notwendig sind, werden über einen Dienstleister zugekauft.

2.7 Lage

Ergebnisentwicklung und Ertragslage

Die CPM Netz erzielte im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse von insgesamt 47.315 Tausend €, die um 1.283 Tausend € unter dem Vorjahreswert von 48.598 Tausend € lagen. Die Ursache für den Rückgang des Umsatzes lag an der zurückgegangenen Nachfrage bei den Kunden bedingt durch die wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen (siehe Kapitel 2.1). Der Umsatz resultiert im Wesentlichen aus Netznutzungsentgelten (Standardpreisnetzentgelte und Sondernetzentgelte), Erlösen aus Messungen, Erlösen aus Umlagen nach § 19 StromNEV, dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) und der Offshore-Netzumlage.

Die Netznutzungsentgelte inklusive der Erlöse aus Messung und Abrechnung in der Sparte Strom betrugen 38.473 Tausend € (Vorjahr: 41.327 Tausend €). Im Geschäftsjahr 2023 wurden Strommengen in Höhe von 1.994 GWh (Vorjahr: 2.135 GWh) über das Netz verteilt.

Trotz höherer Netznutzungsentgelte, infolge der gestiegenen Erlösobergrenze Strom, wurden geringere Umsätze hieraus erzielt. Hauptgrund ist eine geringere Leistungs- und Energieabnahme der Netzkunden.

Die zur Realisierung des Umsatzvolumens erforderlichen Herstellungskosten sind im Vergleich zum Vorjahr um 3.099 Tausend € auf 50.890 Tausend € (Vorjahr: 47.907 Tausend €) gestiegen. Der Anstieg der Herstellungskosten resultiert hauptsächlich aus den gestiegenen Aufwendungen für Stromnetznutzung. Die Herstellungskosten bestehen überwiegend aus Aufwendungen für Dienstleistungsentgelte für die Bewirtschaftung des Stromnetzes sowie für bezogene Leistungen wie Pachten, den Aufwendungen für das vorgelagerte Netz und des Ausgleiches für die dezentrale Einspeisung. Aufwandserhöhend wirkten zudem die gestiegenen Kosten für Verlustenergien. Der Verlustenergiepreis stieg von 54,30 €/MWh (Jahr 2022) auf 143,73 €/MWh (Jahr 2023). Insgesamt ergibt sich ein Bruttoergebnis vom Umsatz in Höhe von (Vorjahr: ).

Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf 0 Tausend € (Vorjahr: 530 Tausend €). Die sonstigen betriebliche Erträge in 2022 resultierten aus einer Korrektur der Umlagenabrechnungen der vergangenen Jahre für einen Kunden. Im Geschäftsjahr 2023 lag kein Grund für eine Korrektur der Umlagenabrechnungen vor, diese wurden in 2023 korrekt gestellt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf 4.441 Tausend € (Vorjahr: 600 Tausend €) und beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für das erstmals gebildete Regulierungskonto in Höhe von 4.411 Tausend € sowie Pauschalwertberichtigung in Höhe von 30 Tausend €. Aufgrund einer Neueinschätzung der Bilanzierung im Geschäftsjahr handelt es sich um einen einmaligen Effekt, wodurch die Vorjahresbeträge der sonstigen betrieblichen Aufwendungen nicht mit den Zahlen des Berichtsjahres vergleichbar sind.

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge betrug 1.631 Tausend € (Vorjahr: 294 Tausend €). Die deutliche Verbesserung ergab sich vor allem aus den Zinserträgen von verbundenen Unternehmen. Der Anstieg der Zinsen resultierte aus der gestiegenen Cashpool-Forderungen gegenüber der Evonik Industries AG.

Das Ergebnis vor Steuern betrug -6.597 Tausend € (Vorjahr: 640 Tausend €).

Aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages wurde der Verlust in Höhe von 6.597 Tausend € (Vorjahr: Gewinn in Höhe von 640 Tausend €) von der Evonik Operations GmbH ausgeglichen. Das Ergebnis des Geschäftsjahres war im Vergleich zum Vorjahr sowohl durch die gestiegenen Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen als auch durch die gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen geprägt.

Prognose-Ist-Vergleich

Im Vorjahr erwartete die Geschäftsführung der CPM Netz für das Jahr 2023 weiterhin herausfordernde wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Die wirtschaftliche Entwicklung sah sie weiterhin mit hohen Unsicherheiten behaftet - insbesondere durch die volatilen Energiepreise in Europa, die konjunkturdämpfende Inflation sowie die geopolitischen Krisen. Entgegen der Erwartung eines Umsatzes leicht unter dem Niveau von 2022, wurde im Geschäftsjahr 2023 ein deutlich geringerer Umsatz erzielt. Hierzu trugen vor allem die wirtschaftlich schlechten Rahmenbedingungen bei.

Wider den Erwartungen eines leicht schlechteren Ergebnisses vor Ertragsteuern im Vergleich zu 2022, fiel das Ergebnis im Geschäftsjahr deutlich geringer aus. Hierzu trug vor allem der Nachfragerückgang der Kunden bei.

Investitionstätigkeit

Im Geschäftsjahr 2023 bestand, wie im Vorjahr, kein Anlagevermögen. Alle für den Netzbetrieb notwendigen Anlagen werden von der Evonik Operations GmbH gepachtet.

Entwicklung der Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich um 28.428 Tausend € auf 71.151 Tausend €. Die Aktivseite bestand ausschließlich aus dem Umlaufvermögen. Das Umlaufvermögen bestand im Wesentlichen aus Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stiegen um 22.462 Tausend € auf 64.725 Tausend € (Vorjahr: 42.263 Tausend €), aufgrund der höheren Cash-Pool-Forderung und der Forderung aus Ergebnisabführung. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen 6.424 Tausend € (Vorjahr: 458 Tausend €). Der Anstieg der Cash-Pool-Forderung um 16.758 Tausend € resultiert im Wesentlichen aus zu viel erhaltenen KWKG-Fördergeldern des Jahres 2023, zu der auf der Passivseite eine entsprechend Rückzahlungsverpflichtung gegenüber einem Übertragungsnetzbetreiber korrespondiert. Die Forderungen mit Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind unverändert zum Vorjahr in Höhe von 2 Tausend €.

Die Passivseite wurde im Wesentlichen durch die Verbindlichkeiten geprägt. Das Eigenkapital betrug 1.025 Tausend € (Vorjahr: 1.025 Tausend €). Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme betrug 1,4 Prozent (Vorjahr: 2,4 Prozent). Der Anteil der Rückstellungen an der Bilanzsumme erhöht sich auf 3,6 Prozent (Vorjahr: 0,8 Prozent). Der Anstieg der Rückstellungen resultiert aus der erstmaligen Bildung der Rückstellung für das Regulierungskonto. Die Rückstellung in Höhe von 4.411 Tausend € wurde im Geschäftsjahr aufgrund einer Neueinschätzung der Bilanzierung erstmalig gebildet und betrifft im Wesentlichen Mehrerlöse aus den vergangenen Geschäftsjahren. Die Rückstellungen betrugen für das Geschäftsjahr 4.688 Tausend € (Vorjahr: 339 Tausend €).

Die Verbindlichkeiten sind im Geschäftsjahr um 24.078 Tausend € auf 65.437 Tausend € (Vorjahr: 41.359 Tausend €) gestiegen. Die Verbindlichkeitsquote verringerte sich leicht auf 92,0 Prozent (Vorjahr: 96,8 Prozent). Die Verbindlichkeiten bestehen vor allem aus den sonstigen Verbindlichkeiten. Die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen um 23.631 Tausend € auf 59.488 Tausend € (Vorjahr: 35.857 Tausend €) und beinhalten im Wesentlichen KWKG-Zuschläge. Grund für den Anstieg der Rückzahlungsverpflichtung betreffend KWKG-Fördergelder war, dass die für das Jahr 2023 prognostizierten KWK-Strommengen für zwei neue Gas- und Dampfkraftwerke, wie sich im Nachhinein herausstellte, zu hoch waren. Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen sind im Geschäftsjahr auf 2.415 Tausend € (Vorjahr: 2.209 Tausend €) leicht angestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um 241 Tausend € auf 3.534 Tausend € (Vorjahr: 3.293 Tausend €) gestiegen.

Die Vermögenslage ist angesichts der hohen Verbindlichkeitsquote wegen hoher Rückzahlungsverpflichtungen betreffend KWKG-Förderung als nicht zufriedenstellend zu beurteilen. Ab dem Jahr 2024 führt das neue Energiefinanzierungsgesetz (EnFG) aufgrund eines geänderten Abrechnungsmodus allerdings dazu, dass hohe Verbindlichkeits- oder auch Forderungssalden zur KWKG-Förderung nicht mehr neu entstehen werden.

Liquidität

Die CPM Netz ist in das zentrale Finanzmanagement der Evonik Industries AG eingebunden. Wesentliche Ziele des Finanzmanagements sind die Sicherung der finanziellen Unabhängigkeit und die Begrenzung von Refinanzierungsrisiken. Zur Steuerung der Liquiditätsrisiken im Konzern existiert ein zentrales Liquiditätsrisikomanagement, in dessen Mittelpunkt ein konzernweiter Cashpool steht. Um den Finanzbedarf der CPM Netz zu decken, werden Liquiditätsüberschüsse aus dem Cashpool auf Ebene der Evonik Industries AG genutzt.

Im Berichtsjahr war durch die Einbindung in den konzernweiten Cashpool der Liquiditätsbedarf der CPM Netz jederzeit gesichert.

Im Geschäftsjahr 2023 wies die CPM Netz einen negativen operativen Cashflow aufgrund gestiegener Ausgaben für die Betriebskosten auf, während die Einnahmen aufgrund der wirtschaftlich schwierigen Situation gesunken waren. Zum 31. Dezember 2023 gab es neben dem Cashpoolguthaben gegen die Evonik Industries AG von 53.418 Tausend € (Vorjahr: 36.660 Tausend €) keine weiteren liquiden Mittel. Der Anstieg in Höhe von 16.758 Tausend € resultiert im Wesentlichen aus einer Überzahlung von KWKG-Fördergeldern im Jahr 2023. Der Cash-Pool-Forderung standen Cashpool-Verbindlichkeiten in Höhe von 290 Tausend € (Vorjahr: 640 Tausend €) gegenüber.

2.8 Angaben gem. § 6b Abs. 7 EnWG

Durch den Betrieb des Stromnetzes ist die CPM Netz gemäß § 3 Nr. 38 EnWG ein vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen. Vertikal integrierte Energieversorgungsunternehmen haben die Rechnungslegungs- und Offenlegungspflichten gemäß § 6b EnWG zu beachten. Die Tätigkeitsabschlüsse der CPM Netz sind nach den Vorschriften des § 6b Abs. 3 EnWG, § 3 Abs. 4 Messstellenbetriebsgesetz und den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.

Es liegen angabepflichtige Geschäfte im Sinne des § 6b Abs. 2 EnWG vor. Die CPM Netz ist Pächter der Anlagen des Elektrizitätsverteilungsnetzes von der Evonik Operations GmbH. Aus der Pachtung der Anlage des Elektrizitätsverteilungsnetzes von der Evonik Operations GmbH liegen Pachtaufwendung in Höhe von 6.372 Tausend € vor. Zwischen der CPM Netz und der Evonik Operations GmbH besteht ein Vertrag über die Erbringung kaufmännischer und technischer Dienstleistungen in Höhe von 10.881 Tausend €.

Die CPM Netz übt folgende Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Messstellenbetriebsgesetz aus:

Elektrizitätsverteilung

andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors

grundzuständige Messeinrichtungen

2.9 Tätigkeitsabschlüsse

Alle Bilanzpositionen werden im ersten Schritt direkt den Tätigkeiten zugeordnet. Soweit eine direkte Zuordnung nicht möglich ist, erfolgt die Zuordnung mittels Verteilschlüssel. Hierbei werden alle Positionen, welche die Elektrizitätsverteilung bzw. den Messstellenbetrieb nicht betreffen, ausgeschlossen. Die verbleibenden Positionen werden mit einem Schlüssel anteilig der Elektrizitätsverteilung bzw. dem Messstellenbetrieb zugerechnet. Der angewendete Schlüssel ist ein Umsatzschlüssel. Dem Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung werden alle Positionen der CPM Netz abzüglich der Positionen des Tätigkeitsbereiches grundzuständiger Messstellenbetrieb zugeordnet. Im Einzelnen wird auf die Tätigkeitsabschlüsse der CPM Netz verwiesen. Abweichend vom Abschluss der Gesellschaft werden die Tätigkeitsabschlüsse in vollen Euro bzw. Tausend € berichtet.

Die Gesellschaft führt für die in § 6b Abs. 3 EnWG aufgeführten Tätigkeiten jeweils getrennte Konten und erstellt für die in § 6b Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 EnWG genannten Tätigkeitsbereiche eine gesonderte Bilanz sowie eine Gewinn- und Verlustrechnung (Tätigkeitsabschluss). Dabei sind die Konten so zu führen, wie dies erforderlich wäre, wenn diese Tätigkeiten von einem rechtlich selbständigen Unternehmen ausgeführt würden. Die Führung der getrennten Konten wie auch die Tätigkeitsabschlüsse für die einzelnen Tätigkeitsbereiche unterliegen den Anforderungen des Handelsrechts.

Die gesonderten Tätigkeitsabschlüsse für die einzelnen Tätigkeitsbereiche sind dem Jahresabschluss beigefügt.

Tätigkeitsabschluss der Elektrizitätsverteilung

Die Bilanzsumme betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 71.354 Tausend € (Vorjahr: 42.745 Tausend €). Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus dem Anstieg der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen, die aufgrund der höheren Cash-Pool-Forderung und der Forderung aus Ergebnisabführung um 22.462 Tausend € auf 64.725 Tausend € (Vorjahr: 42.263 Tausend €) stiegen. Die Forderungen aus Lieferung und Leistungen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr stark auf 6.426 Tausend € (Vorjahr: 458 Tausend €) angestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Rückzahlungsansprüchen.

Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 betrug 1.025 Tausend € (Vorjahr: 1.025 Tausend €). Die sonstigen Verbindlichkeiten betrugen 59.488 Tausend € (Vorjahre: 35.857 Tausend €). Der Anstieg in Höhe von 23.631 Tausend € resultiert aus der Rückzahlung der vorläufig ausgezahlten KWKG-Fördergelder aus dem Jahr 2022 bei Erlass eines endgültigen Förderbescheids. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr um 422 Tausend € auf 3.737 Tausend € (Vorjahr: 3.315 Tausend €) gestiegen. Die Rückstellungen betrugen 4.688 Tausend € (Vorjahr: 339 Tausend €). Der Anstieg resultiert aus der erstmaligen Bildung einer Rückstellung für das Regulierungskonto, welches die CPM Netz als Netzbetreiber verpflichtet ein solches Rückstellungskonto zu führen.

Der Umsatz ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um 5.694 Tausend € auf 42.904 Tausend € (Vorjahr: 48.598 Tausend €) gesunken. Die Ursache für den Rückgang des Umsatzes lag an der zurückgegangenen Nachfrage bei den Kunden bedingt durch die wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen. Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen betrugen 50.668 Tausend € (Vorjahr: 47.883 Tausend €). Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus gestiegenen Aufwendungen für Stromnetznutzungen sowie aus den gestiegenen Kosten für Verlustenergien.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf 4.441 Tausend € (Vorjahr: 600 Tausend €). Diese setzen sich hauptsächlich aufgrund des einmaligen Effekts durch die Neueinschätzung der Bilanzierung aus Aufwendungen für das erstmalig gebildete Regulierungskonto zusammen.

Insgesamt ergab sich ein Verlust vor Verlustübernahme in Höhe von 6.375 Tausend €. Im Vorjahr erzielte die CPM Netz einen Gewinn in Höhe von 664 Tausend €.

Tätigkeitsabschluss des grundzuständigen Messstellenbetriebs

Seit dem 1. Januar 2019 ist die CPM Netz der Pächter des Elektrizitätsverteilungsnetzes am Standort Marl. Der Messtellenbetrieb ist Aufgabe des grundzuständigen Messstellenbetreiber - hier die CPM Netz. Die CPM Netz ist zuständig für den Einbau, Betrieb und der Wartung die Messstellen.

Die Bilanzsumme für diesen Tätigkeitsabschluss betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 221.646 € (Vorjahr: 23.841 €). Der Anstieg der Bilanzsumme resultiert aus dem Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 197.805 € auf 221.646 € (Vorjahr: 23.841 €). Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ergibt sich aus den höheren Forderungen gegenüber der Evonik Operations GmbH aufgrund des erhöhten negativen Ergebnisses vor Verlustübernahme. Das Eigenkapital beträgt für das Geschäftsjahr 2023 203.145 € (Vorjahr: 21.822 €). Der Grund für die Erhöhung ist der Kapitalausgleichsposten. Die Ausgleichsposition stellt die Überleitung zwischen Aktiva und Passiva der Bilanz dar.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr um 16.482 € auf 18.501 € (Vorjahr: 2.019 €) gestiegen. Ursächlich für den Anstieg sind die gestiegenen Kosten, die durch den Dienstleister (Evonik Operations GmbH) in Rechnung gestellt wurden. Diese resultieren aus dem höheren Aufwand, der mit der Implementierung der neuen intelligenten Messsysteme verbunden ist.

Im Geschäftsjahr ist der Umsatz leicht gesunken auf 402 € (Vorjahr: 420 €). Insgesamt ergab sich ein Ergebnis vor Verlustübernahme in Höhe von -221.611 € (Vorjahr: -23.806 €). Der Rückgang des Ergebnisses ist auf den Anstieg der oben genannten Kosten aus dem Dienstleistungsvertrag der CPM Netz und der Evonik Operations GmbH zurückzuführen.

3 Chancen- und Risikobericht

3.1 Risiko- und Chancenmanagement

Risikostrategie

Die CPM Netz ist in das interne Chancen- und Risikomanagement des Evonik-Konzern (im Folgenden insgesamt als Risikomanagement bezeichnet) als börsennotiertes Unternehmen eingebunden. Der Evonik- Konzern verfolgt die Zielsetzung, Chancen und Risiken möglichst frühzeitig zu identifizieren, um Maßnahmen zur Risikominimierung und -gegensteuerung zu entwickeln und eine optimale Wahrnehmung von Chancen zu gewährleisten. Das hierzu implementierte konzernweite Chancen- und Risikomanagement ist somit ein zentrales Element der Unternehmenssteuerung. Unternehmerische Risiken geht der Evonik-Konzern nur ein, wenn die Überzeugung vorhanden ist, dadurch den Unternehmenswert nachhaltig steigern und dabei gleichzeitig mögliche negative Auswirkungen dauerhaft begrenzen zu können.

Instrumentarium zur Umsetzung der Risikostrategie

Als Teil des Risikomanagementsystems (RMS) hat der Evonik-Konzern ein Risikofrüherkennungssystem entsprechend den Anforderungen nach § 91 Abs. 2 AktG eingerichtet. Zuletzt wurde es im Jahr 2021 angepasst. Im Zuge dessen wurde die Risikolandschaft um Extremrisiken erweitert und eine Risikotragfähigkeit definiert. Des Weiteren umfasst das Risikomanagement auch die Sicherstellung der Funktionsfähigkeit aller wesentlichen Geschäftsabläufe durch interne Kontrollsysteme (IKS). Hierunter versteht man vom Management eingeführte Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, die aus den Komponenten Kontrollumfeld, Risikoeinschätzung, Kontrollaktivitäten, Information und Kommunikation sowie Überwachungsaktivitäten bestehen. Ein weiteres Mittel, um Risiken vorzubeugen bzw. diese zu reduzieren, ist die Einrichtung und Aufrechterhaltung von Compliance-Management-Systemen (CMS). Dabei orientiert sich der Evonik-Konzern an den nach IDW PS 980 entwickelten Standards. Ein solches CMS besteht in den für den Evonik-Konzern hinsichtlich der Compliance-Risiken als besonders relevant erachteten Bereichen. Das CMS dient vor allem dazu, systematisch entsprechende Risiken zu identifizieren und diesen mit adäquaten Maßnahmen zur Risikovermeidung zu begegnen sowie diese Prozesse kontinuierlich zu steuern. Insoweit ist das CMS ein integraler Bestandteil des Risikomanagements und des IKS. Erkenntnisse über wesentliche Risiken werden über das Reporting im Rahmen des Risikomanagements berücksichtigt. [1]
Aufbau und Organisation des Risikomanagements

Das Risikomanagement ist auf Konzernebene dem Finanzvorstand zugeordnet und gemäß der Organisationsstruktur von dem Evonik-Konzern dezentral aufgebaut. Die originäre Risikoverantwortung liegt bei den Divisionen und den Funktionen. Dies beinhaltet die Früherkennung von Risiken sowie die Abschätzung ihrer Auswirkungen. Zudem müssen geeignete Vorsorge- und Sicherungsmaßnahmen eingeleitet sowie die interne Kommunikation der Risiken sichergestellt sein. Innerhalb der Organisationseinheiten stimmen Risikokoordinatoren die jeweiligen Risikomanagementaktivitäten ab und stellen den Berichtsweg zum Corporate Risk Officer sicher. Auf allen Ebenen des Konzerns ist die systematische und zeitnahe Risikoberichterstattung ein wesentliches Element der strategischen und operativen Planung, der Vorbereitung von Investitionsentscheidungen, der Ermittlung von Hochrechnungen sowie weiterer Management- und Entscheidungsprozesse.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden erneut alle im Evonik-Konzern konsolidierten Gesellschaften, so auch die CPM Netz, im Risikomanagement berücksichtigt. Wesentliche Chancen und Risiken werden über die Matrixorganisation des Konzerns in das Risikomanagement integriert. Die Konzernrevision prüft das Risikomanagement in den Organisationseinheiten, um die Erfüllung der gesetzlichen und unternehmensinternen Anforderungen sowie den kontinuierlichen Verbesserungsprozess des Risikomanagements sicherzustellen.

3.2 Wesentliche Risiken der CPM Netz

Es wird nachfolgend eine Sortierung der Risiken hinsichtlich ihrer Wichtigkeit für die CPM Netz vorgenommen, wobei die wichtigsten Risiken zuerst genannt werden.

Regulatorische Chancen und Risiken

Als Netz der allgemeinen Versorgung unterliegt die CPM Netz der vollen Regulierung nach dem EnWG und zugehörigen Verordnungen und Festlegungen. Die Umsätze von Netzen der allgemeinen Versorgung werden im Rahmen der Regulierung über die sogenannte Erlösobergrenze vorgegeben. Diese Obergrenze wird in Beziehung der Mengen des Netzes, unter Berücksichtigung von Sondereffekten, gesetzt, woraus sich die jeweiligen Netzentgelte des betrachteten Jahres ergeben. Durch diesen Mechanismus ist sichergestellt, dass erwartete Chancen und Risiken soweit minimiert werden, dass eine stetige und sich nachhaltige entwickelnde Geschäftsfortschreibung sichergestellt ist. Die im Geschäftsjahr 2023 erwirtschafteten operativen Verluste der CPM Netz, hauptsächlich aus den Netznutzungsentgelten, werden durch das Regulierungskonto, welches mit der Erlösobergrenze berücksichtigt wird, in den folgenden Jahren 2026 bis 2028 ausgeglichen und berücksichtigt, so dass der Fehlbetrag ausgeglichen wird. Grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, dass durch die Regulierung der Elektrizitätsverteilnetze eine ausgleichende Wirkung vorhanden ist, die Risiken, wie aber auch Chancen, in einem überschaubaren Rahmen hält.

Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken

Die Konjunkturprognose des ifo Instituts für die deutsche Wirtschaft liegt in der Frühjahrsprognose 2024 bei einer deutlichen Herabsetzung von 0,7 Prozentpunkten im Vergleich zur Winterprognose 2023. Dies kann als Gradmesser für die Entwicklung des Standortes Marl herangezogen werden. So ist davon auszugehen, dass es aus konjunktureller Sicht keine signifikante Verbesserung des operativen Geschäftes der Kunden geben wird. Mit dem folgenden Geschäftsjahr, hier liegt die ifo Prognose bei 1,5 Prozentpunkten, wird mit einer langsam steigenden Wirtschaftsleistung und damit einhergehenden Verbesserung des Geschäftes gerechnet.

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) zeigte entgegen des ifo Institutes für die Chemische Industrie ein schlechteres Bild. Die Produktion der chemischen Industrie ist im Berichtsjahr um 7,9 Prozent gesunken und der Umsatz ging um 12,2 Prozent zurück. Der Rückgang der chemischen Produktion führt zu einem geringeren Stromverbrauch. Dies spiegelt, wie schon vorher beschrieben, die Mengen- und damit die Umsatzentwicklung der CPM Netz im Berichtsjahr wider. Risiken die sich durch anhaltende schlechte Rahmenbedingungen ergeben, werden durch den Regulierungsrahmen, wie im vorherigen Kapitel erläutert, stark reduziert.

Chancen und Risiken aufgrund von Standortfaktoren

Die CPM Netz betreibt ein Stromnetz innerhalb des Chemieparks Marl. Obwohl dieses vergleichsweise klein ist, birgt es besondere Chancen und Risiken. Einerseits ist die geringe Anzahl an Kunden ein Risikofaktor, da nur wenige von ihnen einen Großteil des Umsatzes generieren. Fällt einer dieser Kunden aus, beispielsweise aufgrund von Anlagenrevisionen oder -stilllegungen, hat dies einen spürbaren Einfluss auf die CPM Netz. Andererseits bietet der Standort als Industriegelände eine einzigartige Chance, spezielle Anlagen anzusiedeln, die aufgrund ihrer spezifischen Bedürfnisse, wie Rohstoffeinsatz und Energieintensität, nur an wenigen Standorten in Deutschland möglich sind.

Bestandsgefährdende Risiken liegen nach Einschätzung der Geschäftsführung für unsere Gesellschaft nicht vor.

4 Prognosebericht

4.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Weiterhin anspruchvolles Umfeld für die Weltwirtschaft im Jahr 2024 erwartet

Wir erwarten, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Jahr 2024 weiterhin herausfordernd sein werden. [2] Zum Jahresende 2023 hat sich die globale konjunkturelle Dynamik bereits abgeschwächt und dieser Trend wird sich voraussichtlich insbesondere zu Jahresbeginn fortsetzen.

Unverändert zum Vorjahr liegen viele konjunkturhemmende Entwicklungen vor. Die weiterhin hohe Inflation und entsprechend restriktive Geldpolitik wirken hemmend auf die Investitionstätigkeit und den Konsum und auch die im Jahresverlauf erwarteten Zinssenkungen der Fed und EZB dürften der Wirtschaft keinen großen Impuls im Jahr 2024 geben. Zudem liegen weiterhin Risiken für eine Rückkehr höherer Preissteigerungen vor. So könnten Zweitrundeneffekte, beispielsweise resultierend aus Lohnsteigerungen, zu erneut steigenden Preisen und einem Verfehlen der Inflationsziele der Notenbanken führen. Auch von der Fiskalpolitik wird vor dem Hintergrund hoher Zinsen und herausfordernder Haushaltslagen kein deutlicher Impuls für die wirtschaftliche Entwicklung erwartet. Das geringe Konsumentenvertrauen wird voraussichtlich weiterhin hemmend auf die Nachfrage nach Dienstleistungen und insbesondere langlebigen Konsumgütern wirken und sich frühestens im Jahresverlauf verbessern.

Andererseits werden für das Jahr 2024 auch konjunkturstützende Effekte erwartet, die vor allem ab der zweiten Jahreshälfte eine Erholung der Weltwirtschaft ermöglichen können. So hat die Inflation ihren Höhepunkt überschritten und ist inzwischen rückläufig. Ursächlich hierfür sind vor allem gesunkene Energie- und Rohstoffpreise. Aber auch die Kernrate der Inflation ist mittlerweile in den USA und Europa rückläufig und nähert sich dem Inflationsziel der Notenbanken an. Konjunkturstützend dürfte zudem neben wieder steigenden Reallöhnen der weiterhin sehr robuste Arbeitsmarkt wirken.

Insgesamt gehen wir für das Jahr 2024 von einem Wachstum der Weltwirtschaft von 2,3 Prozent [3] aus.


Wir erwarten, dass das Wirtschaftswachstum in Europa in der ersten Jahreshälfte unter den gestiegenen Lebenshaltungskosten sowie einem schwachen globalen wirtschaftlichen Umfeld und rückläufigen Investitionen leiden wird. Auch von der Industrie sind vor dem Hintergrund der schwachen Einkaufsmanagerindizes zunächst keine Wachstumsimpulse zu erwarten. In der zweiten Jahreshälfte wird mit einer leichten Belebung der wirtschaftlichen Aktivitäten gerechnet. Hierzu könnten steigende Reallöhne und eine daraus resultierende Belebung des privaten Konsums beitragen. Auch sich verbessernde Finanzierungskonditionen sowie eine im Jahresverlauf wieder steigende Exportnachfrage, insbesondere aus China und den USA, könnten positive Impulse auf die wirtschaftlichen Aktivitäten ausüben.

Die chemische Industrie ist in hohem Maße von den aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen betroffen. Da die Kunden der CPM Netz für den globalen Markt produzieren, haben weltweite Ereignisse direkte Auswirkungen auf die Produktion der Kunden und damit auf die Stromabnahme der CPM Netz.

4.2 Ausblick

Mit dem Geschäftsjahr 2024 startet gleichzeitig die 4. Regulierungsperiode Strom. Diese ist durch wesentlich höhere Netzentgelte gekennzeichnet, als die vorhergegangene 3. Regulierungsperiode. Hauptgrund der Steigerungen sind in erster Linie vorgelagerte Netzentgelte, welche in der Erlösobergrenze berücksichtigt werden. Mit der sich wieder leicht erholenden Konjunktur, erwarten wir einen Anstieg der Stromnachfrage, woraus sich ebenfalls ein Anstieg der Netzentgelte ergibt. Hieraus erwarten wir eine Umsatzsteigerung, da die Umsätze über die Erlösobergrenze vorgegeben werden.

Aus der Umsatzsteigerung erwarten wir gleichermaßen eine Steigerung des Ergebnisses. Mit der neuen Regulierungsperiode wurden an dem Kapitalmarkt angepasste geringere Zinssätze für die Verzinsung des eingesetzten Kapitals durch die Bundesnetzagentur beschlossen. Der Eigenkapitalzinssatz für Neuanlagen ab der 4. Regulierungsperiode (2024-2028) wurde laut Beschluss der Bundesnetzagentur BK4-21-055 auf 5,07% festgesetzt (vorher 6,91%). Dies führt dazu, dass ein geringerer Kapitaldienst auf das eingesetzte Kapital, also der Netzinfrastruktur, erwirtschaftet werden darf. Das Ergebnis eines regulierten Netzbetriebs wird laut Stromnetzentgeltverordnung und Anreizregulierung unter anderem auf der Verzinsung des eingesetzten Kapitals der Netzinfrastruktur (Anlagen des Netzbetriebes) erwirtschaftet.

Mit weiteren Effekten, wie zum Beispiel aus dem Auflösen von Rückstellungen des Regulierungskontos wie von der behördlichen Anreizregulierung vorgegeben, erwarten wir, dass negative Effekte aufgefangen werden können. Insgesamt gehen wir im kommenden Geschäftsjahr von einer insgesamt erholenden Ergebnissituation aus und erwarten ein stark steigendes Ergebnis vor Ertragssteuern (2023: -6.597 Tausend €), welches leicht positiv sein wird.

1 Siehe auch die Erklärung zur Unternehmensführung der Evonik Industries AG: https://corporate.evonik.com/de/investor-relations/corporate-governance.
2 In Übereinstimmung mit den Angaben von S&P Global, Institut für Weltwirtschaft Kiel, Berenberg Bank, Hamburg Commercial Bank;Stand Dezember 2023/Januar 2024.
3 Entspricht den Angaben von S&P Global, Stand 15. Januar 2024.

Bilanz CPM Netz GmbH, Essen

in Tausend € Anhang 31.12.2023 31.12.2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
6.424 458
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
64.725 42.263
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
2 2
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.1 71.151 42.723
Umlaufvermögen
71.151 42.723
Summe Aktiva
71.151 42.723
Gezeichnetes Kapital
25 25
Kapitalrücklage
1.000 1.000
Eigenkapital 2.2 1.025 1.025
sonstige Rückstellungen
4.688 339
Rückstellungen 2.3 4.688 339
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
2.415 2.209
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
3.534 3.293
sonstige Verbindlichkeiten
59.488 35.857
Verbindlichkeiten 2.4 65.437 41.359
Summe Passiva
71.151 42.723

Gewinn- und Verlustrechnung CPM Netz GmbH, Essen

in Tausend € Anhang 2023 2022
Umsatzerlöse 3.1 47.315 48.598
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 3.2 -50.890 -47.907
Bruttoergebnis vom Umsatz
-3.575 691
allgemeine Verwaltungskosten
-212 -275
sonstige betriebliche Erträge
0 530
sonstige betriebliche Aufwendungen 3.3 -4.441 -600
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit
-8.228 346
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.4 1.631 294
davon aus verbundenen Unternehmen
1.631 294
Ergebnis nach Steuern
-6.597 640
Erträge aus Verlustübernahme / Aufwendungen aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages
6.597 -640
Jahresfehlbetrag / Jahresüberschuss
- -

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1 Grundlagen des Jahresabschlusses

1.1 Allgemeine Erläuterungen

Der Jahresabschluss der CPM Netz GmbH wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Darüber hinaus findet das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) Anwendung.

Die CPM Netz GmbH hat ihren Sitz in Essen und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Essen (Reg. Nr. HRB29441). Der Abschluss ist in Tausend € dargestellt, sodass Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten können.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde zur besseren Übersichtlichkeit um die freiwillige Zwischensumme "Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit" erweitert. Weiterhin werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzugeben sind, im Anhang aufgeführt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt. Die CPM Netz GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Rechtsfolgen der Merkmale treten nur ein, wenn sie an den Abschlussstichtagen von zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren überschritten werden.

Im Vorjahresabschluss war die CPM Netz GmbH erstmalig eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Aufgrund des erstmaligen Überschreitens der Größenkriterien traten die Rechtsfolgen noch nicht für den Jahresabschluss 2022 ein und die CPM Netz GmbH hat Erleichterungen für kleine Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen. Für den Jahresabschluss 2023 hat die CPM Netz GmbH keine Erleichterungen in Anspruch genommen, da die Kriterien für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB erfüllt sind.

Zwischen der Evonik Operations GmbH, Essen und der CPM Netz GmbH, Essen, besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Die Gesellschaft ist über die Evonik Operations GmbH im ertragsteuerlichen Organkreis der Evonik Industries AG, Essen. Latente Steuern werden beim ertragsteuerlichen Organträger ausgewiesen.

1.2 Bilanzierung und Bewertung

1.2.1 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert. Besonderen Risiken im Forderungsbestand wird durch Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko im Forderungsbestand wird durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

1.2.2 Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) ist mit dem Nennwert in der Bilanz angesetzt.

1.2.3 Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen in ausreichendem Umfang alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bilanziert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

1.2.4 Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

1.2.5 Latente Steuern

Aufgrund des Bestehens der ertragsteuerlichen Organschaft mit der Evonik Industries AG, werden die latenten Steuern grundsätzlich dem Organträger zugerechnet. Somit unterbleibt der Ansatz und die Angabe nach § 285 Nr. 29 HGB.

1.2.6 Umsatzerlöse

Die Realisierung der Umsätze erfolgt, wenn die Leistung erbracht bzw. die Gefahr an den verkauften Produkten auf den Kunden übergegangen ist. Umsatzerlöse werden abzüglich der Umsatzsteuer sowie etwaiger Preisnachlässe erfasst, wenn die Lieferung oder Leistung erfolgt ist und die mit dem Eigentum verbundenen wesentlichen Risiken und Chancen übertragen worden sind.

2 Erläuterung der Bilanz

2.1 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

in Tausend € 31.12.2023 31.12.2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.424 458
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 64.725 42.263
davon gegen Gesellschafter 4.095 5.084
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2 2

71.151 42.723


Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen gliedern sich wie folgt:

in Tausend € 31.12.2023 31.12.2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.626 5.505
davon gegen Gesellschafter 4.095 5.084
sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 60.099 36.758
davon Finanzforderungen 60.015 36.660

64.725 42.263


Die Finanzforderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten unter anderem Forderungen aus CashPooling und Ergebnisabführung.

2.2 Eigenkapital

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt unverändert zum Vorjahr 1.025 Tausend €. Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme beläuft sich auf 1,4 Prozent.

Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) beträgt 25.000 €.

Die Kapitalrücklage in Höhe von 1.000 Tausend € resultiert aus einer Erhöhung des Eigenkapitals durch den Gesellschafter im Jahr 2019.

2.3 Rückstellungen

Rückstellungen 31.12.2023


Restlaufzeit

in Tausend € bis 1 Jahr über 1 Jahr Gesamt
Sonstige Rückstellungen


davon für ausstehende Rechnungen 277 0 277
davon übrige sonstige Rückstellungen 1.008 3.403 4.411
Sonstige Rückstellungen 1.285 3.403 4.688
Rückstellungen 31.12.2022


Restlaufzeit

in Tausend € bis 1 Jahr über 1 Jahr Gesamt
Sonstige Rückstellungen


davon für ausstehende Rechnungen 339 0 339
davon übrige sonstige Rückstellungen 0 0 0
Sonstige Rückstellungen 339 0 339


Bei den übrigen sonstigen Rückstellungen handelt es sich um die Rückstellung für das Regulierungskonto. Die CPM Netz GmbH ist als Netzbetreiber zur künftigen Entgeltabsenkung verpflichtet. Das Regulierungskonto dient der Erfassung der Differenzen (Mehr- oder Mindererlöse) zwischen den tatsächlichen erzielten Erlösen und den zulässigen Erlösen (Erlösobergrenze). Die Rückstellung i. H. v. 4.411 Tausend € wurde im Geschäftsjahr aufgrund einer Neueinschätzung der Bilanzierung erstmalig gebildet und betrifft im Wesentlichen Mehrerlöse aus den vergangenen Geschäftsjahren. Folglich sind die Vorjahresbeträge den "Sonstigen Rückstellungen" mit den Zahlen des Berichtsjahres nicht vergleichbar.

2.4 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten der CPM Netz GmbH beinhalten für das Geschäftsjahr 2023 ausschließlich kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind insgesamt KWKG-Förder-Gelder in Höhe von 59.411 (Vorjahr 35.776 Tausend €) enthalten, davon sind 16.718 € (Vorjahr 31.841Tausend €) langfristige Verbindlichkeiten.

Die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten die Rückzahlungsverpflichtung betreffend KWKG-Fördergelder des Jahres 2022 für zwei neue Gas- und Dampfkraftwerke in Höhe von 36.998 Tausend €. Da bislang nur ein vorläufiger Förderbescheid des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle vorlag, müssen zunächst auch die zustehenden Förderbeträge, die auf 3.114 Tausend € beziffert sind, zurückgezahlt werden.

Verbindlichkeiten 31.12.2023



Restlaufzeit


in Tausend € bis
1 Jahr
über
1 Jahr
davon
über 5 Jahre
Gesamt
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.415 0 0 2.415
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.534 0 0 3.534
davon gegenüber Gesellschafter 3.232 0 0 3.232
Sonstige Verbindlichkeiten 42.770 16.718 0 59.488

48.719 16.718 0 65.437
Verbindlichkeiten 31.12.2022



Restlaufzeit


in Tausend € bis
1 Jahr
über
1 Jahr
davon
über 5 Jahre
Gesamt
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.209 0 0 2.209
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.293 0 0 3.293
davon gegenüber Gesellschafter 2.634 0 0 2.634
Sonstige Verbindlichkeiten 4.016 31.841 0 35.857

9.518 31.841 0 41.359


Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gliedern sich wie folgt:

in Tausend € 31.12.2023 31.12.2022
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.245 2.653
davon gegenüber Gesellschafter 3.232 2.634
Sonstige Verbindlichkeiten 289 640
davon Finanzverbindlichkeiten 289 640

3.534 3.293


3 Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung

3.1 Umsatzerlöse

Der CPM Netz GmbH erzielt Umsatzerlöse aus dem Tätigkeitsbereich der Stromverteilung im Chemiepark Marl, deshalb erfolgt keine regionale Aufteilung der Umsatzerlöse. Sämtliche Umsatzerlöse der CPM Netz GmbH aus dem Tätigkeitsbereich Stromübertragung werden mit konzernverbundenen Unternehmen sowie fremden Dritten in Deutschland erzielt.

3.2 Herstellungskosten

Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen bestehen unter anderem aus Aufwendungen aus Stromnetznutzung, Netzdienstleistungen, Pachtentgelte, Stromnetzumlagen (inklusive KWK-Umlage) sowie Fremdstrombezug. Die Herstellungskosten betragen für das Geschäftsjahr 2023 50.890 Tausend € (Vorjahr 47.907 Tausend €).

3.3 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen für das Geschäftsjahr 2023 betragen 4.441 Tausend € (Vorjahr 600 Tausend €). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich zusammen aus periodenfremden Aufwendungen für die Zuführung der Rückstellung für das Regulierungskonto in Höhe von 4.411 Tausend €, welche nach bilanzieller Neueinschätzung im Geschäftsjahr 2023 gebildet wurde, sowie aus 30 Tausend € (Vorjahr 70 Tausend €) Pauschalwertberichtigung.

3.4 Zinsergebnis

Das Zinsergebnis der CPM Netz GmbH für das Geschäftsjahr 2023 besteht aus Zinserträgen aus CashPooling in Höhe von 1.631 Tausend € (Vorjahr 294 Tausend €).

4 Sonstige Angaben

4.1 Materialaufwand

Der Materialaufwand des Geschäftsjahres 2023 beträgt 50.890 Tausend € (Vorjahr 47.907 Tausend €). Zum Materialaufwand zählen Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren, die im Wesentlich aus Stromnetznutzung und Fremdstrombezug bestehen. Des Weiteren umfasst der Materialaufwand Netzdienstleistungen und Pachtentgelte sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen, die vollständig aus KWK-Förderungen bestehen.

4.2 Personal

Die CPM Netz GmbH beschäftigt im Geschäftsjahr 2023 analog dem Vorjahr keine Arbeitnehmer.

4.3 Abschlussprüferhonorare

Auf die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da diese in den Konzernabschluss der Evonik Industries AG einfließen.

4.4 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende, nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind:

Angaben nach § 285 Nr. 3 und Nr. 3a HGB

in Tausend € 31.12.2023
Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen
fällig 2024 5.387
fällig 2025 5.387
Summe 10.774
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 10.774
Verpflichtungen aus Abschaltleistungsvertrag mit Vestolit GmbH
fällig 2025 845
Summe 845

11.619


Der Pachtvertrag betrifft Vermögensgegenstände zum Betrieb des Stromnetzes. Es handelt sich um einen nicht bilanzierten Operating-Lease-Vertrag. Risiken können sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern eine vollständige Nutzung nicht mehr möglich ist. Dafür gibt es keine Anzeichen.

Zwischen der Firma Vestolit GmbH und der CPM Netz GmbH besteht seit dem 15. Februar 2021 ein Vertrag über Abschaltleistung (Strom). Die Firma Vestolit GmbH erhält für die Bereitschaft zur Bereitstellung und für die Inanspruchnahme von Abschaltleistungen der Anlage eine mengenunabhängige Vergütung in Höhe von netto 845 Tausend € pro Jahr.

4.5 Geschäfte mit nahen stehenden Unternehmen und Personen 2023

Die Aufstellung enthält sämtliche wesentliche Geschäfte mit nahen stehenden Unternehmen und Personen. Für die Bestimmung des Kreises der nahen stehenden Unternehmen und Personen sind auch nach HGB die Bestimmungen des IAS 24 maßgeblich.

Die CPM Netz GmbH macht von der in § 285 Nr. 21 HGB beschriebenen Vereinfachungsregel Gebrauch und unterlässt die Angabe von Geschäften mit und zwischen mittel- und unmittelbar in 100-prozentigem Anteilsbesitz der Evonik Industries AG stehenden und in deren Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.

in Tausend € Art der Beziehung
Art des Geschäfts Assoziierte
Unternehmen
Sonstige
nahestehende
Unternehmen
Unternehmen der
öffentlichen Hand
Gemeinschafts-
unternehmen
Zinserträge - - - -
Erbrachte Dienstleistungen - 20 - -
Bezogene Dienstleistungen - - 201 -
Sonstige betrieblichen Aufwendungen - - - -
Sonstige betriebliche Erträge - - - -


4.6 Organe der Gesellschaft

Organmitgliedern wurden keine Vorschüsse oder Kredite gewährt. Es wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Organmitgliedern eingegangen.

Mitglieder der Geschäftsführung
Bücker, Jürgen, Haltern am See, angestellt bei Evonik Operations GmbH, Technology & Infrastructure, Energy and Utilities; Energy Management, Regulierungsmanagement Energienetze
Holger Brezski, Fernwald, angestellt bei Evonik Operations GmbH, Technology & Infrastructure, Energy and Utilities; Energy Management, Regulierungsmanagement Energienetze
4.7 Angabe zur Anwendung des Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)

Durch den Betrieb des Stromnetzes im Chemiepark Marl, ist die die CPM Netz GmbH, Essen, gemäß § 3 Nr. 38 EnWG ein vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen. Vertikal integrierte Energieversorgungsunternehmen haben die Rechnungslegungs- und Offenlegungspflichten gemäß § 6b EnWG zu beachten.

Es liegen abgabepflichtige Geschäfte im Sinne des § 6b Abs. 2 EnWG vor. Insbesondere besteht ein Vertrag über die Erbringung kaufmännischer und technischer Dienstleistungen mit der Evonik Operations GmbH, für die im Jahr 2023 ein Entgelt von 10.881 Tausend € (Vorjahr 10.328 Tausend €) berechnet wurde. Außerdem pachtet die CPM Netz GmbH die Anlagen des Elektrizitätsverteilungsnetzes von der Evonik Operations GmbH, Essen. Dafür wurde 2023 ein Pachtentgelt von 6.372 Tausend € (Vorjahr 6.778 Tausend €) entrichtet.

4.8 Nachtragsbericht

Aufgrund der Endabrechnung der KWKG-Förderung betreffend das Jahr 2022 wurden im Mai bzw. Juni 2024 3.145 Tausend € für ein vorhandenes Gas- und Dampfkraftwerk sowie 36.998 Tausend € für zwei neue Gas- und Dampfkraftwerke an einen Übertragungsnetzbetreiber zurückgezahlt. Dies hatte entsprechende Reduzierungen sowohl der Verbindlichkeiten aus KWKG-Förderung als auch der Cash-Pool-Forderung zur Folge.

4.9 Einbeziehung in den Konzernabschluss der Evonik Industries AG

Die CPM Netz GmbH, Essen, wird in den Konzernabschluss der Evonik Industries AG, Essen, einbezogen. Die RAG-Stiftung, Essen, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis und Evonik Industries AG, Essen, für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Beide Konzernabschlüsse werden im Bundesanzeiger veröffentlicht.

 

Essen, 13. Juni 2024

CPM Netz GmbH Die Geschäftsführung

Jürgen Bücker

Holger Brezski

Tätigkeitsabschluss für das Geschäftsjahr 2023 gemäß § 6b Absatz 3 Nr. 2 EnWG Elektrizitätsverteilung Bilanz Elektrizitätsverteilung der CPM Netz GmbH, Essen, zum 31. Dezember 2023

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Forderungen aus Lieferung und Leistung 6.424 458
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 64.725 42.263
Forderungen mit Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2 2
Kapitalausgleichsposten 203 22
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 71.354 42.745
Flüssige Mittel 0 0
Umlaufvermögen 71.354 42.745
Summe Aktiva 71.354 42.745
Gezeichnetes Kapital 25 25
Kapitalrücklage 1.000 1.000
Eigenkapital 1.025 1.025
sonstige Rückstellungen 4.688 339
Rückstellungen 4.688 339
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung 2.415 2.209
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.737 3.315
sonstige Verbindlichkeiten 59.488 35.857
Verbindlichkeiten 65.640 41.381
Summe Passiva 71.354 42.745

Gewinn- und Verlustrechnung Elektrizitätsverteilung der CPM Netz GmbH, Essen, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

in T€ 2023 2022
Umsatzerlöse 47.315 48.598
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -50.668 -47.883
Bruttoergebnis vom Umsatz -3.353 715
Allgemeine Verwaltungskosten -212 -275
sonstige betriebliche Erträge 0 530
sonstige betriebliche Aufwendungen -4.441 -600
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit -8.006 370
Finanzergebnis 1.631 294
Ergebnis vor Gewinnabführung -6.375 664
Erträge aus Verlustübernahme /Aufwendungen aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages 6.375 -664
Jahresfehlbetrag / Jahresüberschuss - -

1 Allgemeine Erläuterungen

Im Hinblick auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die dem Tätigkeitsabschluss zugrunde gelegt wurden, verweisen wir auf die Angaben im Anhang des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 der CPM Netz GmbH, Essen.

Um den Anforderungen der Regulierungsbehörden gerecht zu werden und die Vergleichbarkeit zum Vorjahr zu ermöglichen, wird die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt und der Tätigkeitsabschluss in vollen Euro bzw. Tausend € berichtet.

Seit dem 1. Januar 2019 ist die CPM Netz GmbH der Pächter des Elektrizitätsverteilungsnetzes am Standort Marl.
Der Elektrizitätsverteilung werden die Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Transport von Elektrizität im Mittel-, und Niederspannungsnetz im Chemiepark Marl zugeordnet.

2 Ermittlung einzelner Bilanzpositionen

Alle Bilanzpositionen werden im ersten Schritt direkt den Tätigkeiten zugeordnet. Soweit eine direkte Zuordnung nicht möglich ist, erfolgt die Zuordnung mittels Verteilschlüssel. Hierbei werden alle Positionen, welche die Elektrizitätsverteilung nicht betreffen, ausgeschlossen. Die verbleibenden Positionen werden mit einem Schlüssel anteilig der Elektrizitätsverteilung zugerechnet. Dem Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung werden alle Positionen der CPM Netz GmbH abzüglich der Positionen des Tätigkeitsbereiches grundzuständiger Messstellenbetrieb zugeordnet. Im Einzelnen wird auf den Abschluss grundzuständiger Messstellenbetrieb der CPM Netz GmbH verwiesen.

2.1 Anlagevermögen

Die CPM Netz GmbH hat kein Anlagevermögen.

2.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände des Tätigkeitsabschlusses Elektrizitätsverteilung haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbunden Unternehmen beinhalten Finanzforderungen in Höhe von 59.793 T€ (Vorjahr 36.636 T€) und einem Ertrag aus Verlustübernahme in Höhe von 6.375 T€ (Vorjahr 0 T€).

2.3 Eigenkapital

Die Ausgleichsposition stellt die Überleitung zwischen den Aktiva und Passiva in der Bilanz dar. Ein passiver Unterschiedsbetrag wird innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen, während ein aktiver Unterschiedsbetrag innerhalb der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände ausgewiesen wird.

2.4 Verbindlichkeiten

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind insgesamt KWKG-Zuschläge in Höhe von 59.411 T€ enthalten, wobei 16.718 T€ langfristige Verbindlichkeiten sind. Alle weiteren Verbindlichkeiten der Elektrizitätsverteilung haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten unter anderem Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 3.227 T€ (Vorjahr 2.651 T€).

3 Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung

Alle Erträge und Aufwendungen werden grundsätzlich mittels Aufträgen, Kostenstellen und Profitcentern direkt den Tätigkeiten zugeordnet. Die Erträge und Aufwendungen der gemeinsamen Bereiche werden durch differenzierte Verteilschlüssel auf die anderen Tätigkeiten umgelegt.

4 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die im Jahresabschluss aufgeführten sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen sämtlich den Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung.

 

Essen, 13. Juni 2024

CPM Netz GmbH Die Geschäftsführung

Jürgen Bücker

Holger Brezski

Tätigkeitsabschluss grundzuständiger Meßstellenbetrieb der CPM Netz GmbH gemäß § 6b Absatz 3 Nr. 2 EnWG und nach § 3 Abs. 4 MsbG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 Bilanz

in € 31.12.2023 31.12.2022
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 221.646 23.841
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 221.646 23.841
Umlaufvermögen 221.646 23.841
Summe Aktiva 221.646 23.841
Eigenkapital 0 0
Kapitalausgleichsposten 203.145 21.822
Eigenkapital 203.145 21.822
Rückstellungen 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 18.501 2.019
Verbindlichkeiten 18.501 2.019
Summe Passiva 221.646 23.841

Gewinn- und Verlustrechnung

in € 2023 2022
Umsatzerlöse 402 420
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -222.013 -24.226
Bruttoergebnis vom Umsatz -221.611 -23.806
Ergebnis vor Gewinnabführung -221.611 -23.806
Erträge aus Verlustübernahme 222.611 23.806
Jahresfehlbetrag - -

1 Allgemeine Erläuterungen

Im Hinblick auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die dem Tätigkeitsabschluss zugrunde gelegt wurden, verweisen wir auf die Angaben im Anhang des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 der CPM Netz GmbH, Essen.

Um den Anforderungen der Regulierungsbehörden gerecht zu werden und die Vergleichbarkeit zum Vorjahr zu ermöglichen, wird die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt und der Tätigkeitsabschluss in vollen Euro bzw. Tausend € berichtet.

Seit dem 01. Januar 2019 ist die CPM Netz GmbH der Pächter des Elektrizitätsverteilungsnetzes am Standort Marl.
Der Messtellenbetrieb ist Aufgabe des grundzuständigen Messstellenbetreibers - hier die CPM Netz GmbH. Die CPM Netz GmbH ist zuständig für den Einbau, Betrieb und Wartung der Messstellen.

2 Ermittlung einzelner Bilanzpositionen

Alle Bilanzpositionen werden im ersten Schritt direkt den Tätigkeiten zugeordnet. Soweit eine direkte Zuordnung nicht möglich ist, erfolgt die Zuordnung mittels Verteilschlüssel. Hierbei werden alle Positionen, die den Messstellenbetrieb nicht betreffen, ausgeschlossen. Bei den Forderungen aus Lieferung und Leistung gegen verbundene Unternehmen wird von einem Zahlungsziel von einem Monat ausgegangen, weshalb hier ein Zwölftel des Jahresumsatzes angesetzt wird. Analog wird bei den Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung bei gleichem Zahlungsziel ein Zwölftel der Materialkosten zugrunde gelegt.

2.1 Anlagevermögen

CPM Netz GmbH hat kein Anlagevermögen.

2.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände des Messstellenbetriebes haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbunden Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferung und Leistung gegen den Gesellschafter in Höhe von 33,50 € (Vorjahr 35,00 €) und Finanzforderungen aus Verlustübernahme in Höhe von 221.611 € (Vorjahr 23.806,00 €).

2.3 Eigenkapital

Die Ausgleichsposition stellt die Überleitung zwischen den Aktiva und Passiva in der Bilanz dar. Ein passiver Unterschiedsbetrag wird innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen, während ein aktiver Unterschiedsbetrag innerhalb der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände ausgewiesen wird.

2.4 Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten des Messstellenbetriebs haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 18.501,08 € (Vorjahr 2.018,83 €).

3 Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung

Alle Erträge und Aufwendungen werden grundsätzlich mittels Aufträgen, Kostenstellen und Profitcentern direkt den Tätigkeiten zugeordnet. Die Erträge und Aufwendungen der gemeinsamen Bereiche werden durch entsprechende Verteilschlüssel auf die anderen Tätigkeiten umgelegt.

 

Essen, 13. Juni 2024

CPM Netz GmbH Die Geschäftsführung

Jürgen Bücker

Holger Brezski

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers


An die CPM Netz GmbH, Essen
Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der CPM Netz GmbH, Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CPM Netz GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.


Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.


Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten "Elektrizitätsverteilung" und "Grundzuständiger Messstellenbetrieb für moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme" nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG sowie § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie den als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen die beigefügten Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.


Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist nachfolgend weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den IDW Qualitätsmanagementstandard: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zu dienen.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,

ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und

ob die Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG entsprechen.


Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sowie nach § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.

 

Essen, den 13. Juni 2024

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Hain, Wirtschaftsprüfer

Köttner, Wirtschaftsprüferin

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 11. Juli 2024 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

26 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.