CPM Netz GmbH
Essen
Jahres- und Tätigkeitsabschluss
nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum
31.12.2023
Lagebericht
für das Geschäftsjahr 2023
Inhaltsverzeichnis
1 Grundlagen der Gesellschaft
1.1 Allgemeine Erläuterung
1.2 Organisation und Geschäftsmodell
1.3 Finanzielle Leistungsindikatoren
2 Wirtschaftsbericht
2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
2.2 Energiepolitisches Umfeld
2.3 Branchensituation
2.4 Regulatorische Aspekte
2.5 Herausforderungen der technischen
Betriebsführung
2.6 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
2.7 Lage
2.8 Angaben gem. § 6b Abs. 7 EnWG
2.9 Tätigkeitsabschlüsse
3 Chancen- und Risikobericht
3.1 Risiko- und Chancenmanagement
3.2 Wesentliche Risiken der CPM Netz
4 Prognosebericht
4.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
4.2 Ausblick
1 Grundlagen der Gesellschaft
1.1 Allgemeine Erläuterung
Die CPM Netz GmbH (nachfolgend "CPM Netz" oder "die
Gesellschaft") erfüllt die Bedingungen einer
großen Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 3
HGB. Die Gesellschaft wurde am 1. Oktober 2018 unter der
Firmierung CPM Netz GmbH im Handelsregister des
Amtsgerichtes Essen unter HRB 29441 eingetragen.
Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb des
regulierten Elektrizitätsversorgungsnetzes im
Chemiepark Marl. Die hierzu notwendige Netzinfrastruktur
pachtet die Gesellschaft von der Evonik Operations GmbH.
Die Geschäftstätigkeit wird durch einen
Dienstleistungsvertrag mit der Evonik Operations GmbH
abgebildet, so dass die Gesellschaft keine Mitarbeiter
beschäftigt.
Die CPM Netz ist eine 100 Prozent Tochtergesellschaft
der Evonik Operations GmbH. Zwischen der CPM Netz und der
Evonik Operations GmbH besteht ein Beherrschungs- und
Gewinnabführungsvertrag. Der Beherrschungs- und
Gewinnabführungsvertrag wurde am 2. November 2018
durch die Geschäftsführung der Evonik Operations
GmbH und am 18. Oktober durch die
Geschäftsführung der CPM Netz unterzeichnet. Die
Gesellschafterversammlung hat diesem am 20. November 2018
zugestimmt. Der Eintrag ins Handelsregister erfolgte am 22.
November 2018.
Die CPM Netz wird in den Abschluss der Evonik
Operations GmbH einbezogen.
1.2 Organisation und Geschäftsmodell
Die CPM Netz ist in die Gesamtstrategie des
Evonik-Konzerns (Evonik Industries AG, Essen) eingebunden.
Der Evonik-Konzern ist im Bereich der Spezialchemie
tätig. Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb des
regulierten Elektrizitätsversorgungsnetzes im
Chemiepark Marl. Seit dem 1. Januar 2019 ist die CPM Netz
der Pächter des Elektrizitätsverteilungsnetzes am
Standort Marl und hat ab diesem Zeitpunkt die
Betreiberverantwortung für das Stromnetz im Chemiepark
Marl. Die für den Betrieb des Netzes notwendige
Netzinfrastruktur pachtet die Gesellschaft von der Evonik
Operations GmbH. Die Gesellschaft beschäftigt keine
Mitarbeiter, da alle zum Netzbetrieb notwendigen Leistungen
durch einen Dienstleistungsvertrag mit der Evonik
Operations GmbH abgebildet werden.
Entsprechend den Vorschriften des
Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) sowie den zugeordneten
Verordnungen erfüllt die CPM Netz die Aufgabe, allen
Marktteilnehmern einen diskriminierungsfreien Zugang zum
Netz zu angemessenen Bedingungen zu gewährleisten.
1.3 Finanzielle Leistungsindikatoren
Das operative Geschäft der CPM Netz stellt einen
Ausschnitt des globalen Geschäfts des Evonik-Konzerns
dar und wird gemäß der Organisationsstruktur des
Konzerns über die Divisionen auf Basis der
Leistungsindikatoren des Konzerns gesteuert. Ein
vollständiges Bild des operativen Geschäfts des
Evonik-Konzerns, in das die CPM Netz als Legaleinheit
eingebunden ist, vermittelt nur der Konzernabschluss der
Evonik Industries AG. Für die Beurteilung der
Geschäftstätigkeit der CPM Netz ist das Ergebnis
vor Ertragssteuern der wichtigste Leistungsindikator.
2. Wirtschaftsbericht
2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Als Energienetzbetreiber des Chemieparks Marl mit
einem Kundenstamm der hauptsächlich aus der chemischen
Industrie besteht, sind die wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen direkt hiermit verknüpft. Das
Geschäftsjahr 2023 war beeinträchtigt durch die
geopolitischen Krisen, hohen Energiepreise sowie die
weltweite Inflation. Für Deutschland wurde zum
Beispiel eine Inflationsrate von 5,9 Prozent in 2023
gegenüber 2022 durch das Statistische Bundesamt
ermittelt. Laut BMWi erwartete der Internationale
Währungsfonds, dass das Wachstum des Welthandels von
5,1 Prozent im Jahr 2022 auf 0,9 Prozent im Jahr 2023
zurückgeht. In diesem schwierigen Umfeld hat das
operative Geschäft der Kunden eine spürbar
geringere Nachfrage verzeichnet, sodass auch die
abgenommenen Strommengen zurück gegangen sind
(Arbeitsmengen 2023 1.994 GWh zu 2.135 GWh in 2022). Dies
kann anhand der veränderten Abnahmestruktur der Kunden
nachvollzogen werden, was einen direkten Einfluss auf das
Ergebnis der CPM Netz hat.
In der CPM Netz wurde im Geschäftsjahr 2023 ein
Umsatz von 47.315 Tausend € (Vorjahr: 48.598 Tausend
€) und ein Ergebnis vor Gewinnabführung von
-6.597 Tausend € (Vorjahr: Gewinn von 640 Tausend
€) erwirtschaftet. Insgesamt blickt die CPM Netz auf
ein schwieriges Geschäftsjahr zurück.
2.2 Energiepolitisches Umfeld
Die CPM Netz ist Netzbetreiber eines Netzes der
allgemeinen Versorgung und unterliegt damit
vollumfänglich der Regulierung des
Energiewirtschaftsgesetzes und den damit verbundenen
Verordnungen. Die energiepolitische Entwicklung hat damit
einen direkten Einfluss auf das Geschäftsumfeld der
CPM Netz.
Aufgrund der aktuellen Anstrengungen die erneuerbaren
Energien weiter zu stärken, werden Gesetze und
Verordnungen vorangetrieben, die dieses Vorhaben
unterstützen. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz 2023 ist
die größte energiepolitische Gesetzesnovelle
seit Jahrzehnten. Es legt die Grundlagen dafür, dass
Deutschland klimaneutral wird. Mit einem konsequenten,
deutlich schnelleren Ausbau soll laut Aussage des
Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz der
Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch bis
2030 auf mindestens 80 Prozent steigen. Ziel ist es die
Energieversorgung durch den Ausbau der erneuerbaren
Energien klimaverträglicher und unabhängiger von
fossilen Energieimporten zu machen.
Auch wird die Digitalisierung vorangetrieben, so
wurde im Berichtsjahr zum Beispiel das novellierte
Messtellenbetriebsgesetz im Mai 2023 verabschiedet. Damit
möchte die Bundesregierung unter Federführung von
Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck den Rollout von
Smart Metern beschleunigen. Das Gesetz sieht vor, dass bis
2032 95 Prozent aller Zähler intelligent oder
zumindest mit einer digitalen Schnittstelle versehen sein
müssen.
Ein weiterer Punkt, der einen direkten Einfluss auf
die Netztätigkeit hat und zur Optimierung führt,
ist das im Jahr 2023 neu erlassene Gesetz zur Finanzierung
der Energiewende (Energiefinanzierungsgesetz - EnFG). Das
EnFG dient vor allem der Finanzierung der nach dem
Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und dem
Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) sowie der im
Zusammenhang mit der Offshore-Netzanbindung entstehenden
Ausgaben der Netzbetreiber. Entgegen der bisherigen
Abwicklung setzt das EnFG verstärkt auf die
periodengenaue Abwicklung der Be- und Entlastungseite der
Netzumlagen, was die Finanzierung der Umlagen sicherstellt
und erleichtert.
2.3 Branchensituation
Als Betreiber des Elektrizitätsnetzes innerhalb
des Chemieparks Marl versorgt die Gesellschaft
hauptsächlich Geschäftskunden aus dem
Tätigkeitsfeld der chemischen Produktion. Somit ist
die CPM Netz nicht direkt mit anderen Betreibern von Netzen
der allgemeinen Versorgung vergleichbar. Die Chemiebranche
ist eine energieintensive Branche mit hohem Energiebedarf.
Die chemische Industrie sah sich im Berichtsjahr aufgrund
der hohen Energieintensität und den Herausforderungen
des Energiemarktes mit Schwierigkeiten konfrontiert.
Bezüglich den Herausforderungen des Energiemarktes,
sind in erster Linie hohe Beschaffungskosten der
Energiemärkte zu nennen, aber auch weitere Belastungen
aus dem wirtschaftlich schweren Umfeld. Das Berichtsjahr
war hierbei immer noch geprägt durch die Folgen, die
der Russland-Ukraine-Krieg speziell an den
europäischen Energiemärkten ausgelöst hat.
Im Jahr 2021, vor dem Beginn des Ukrainekrieges, lag der
Strompreis bei durchschnittlich 21,38 Ct/kWh. Aufgrund der
Sanktionen gegenüber Russland, dem bis dahin
größten Erdgasimporteur Deutschlands, ist der
Preis pro kWh gestiegen und lag im Jahr 2023 bei
durchschnittlich 24,46 Ct/kWh. Die CPM Netz ist als
Netzbetreiber des Chemieparks Marl von den
Veränderungen des Energiepreises betroffen, da sich
diese auf die Nachfrage ihrer Kunden und somit auf ihr
Ergebnis auswirken.
Die Kostenstruktur der Netzbetreiber in Deutschland
hat indirekt einen Einfluss auf das Stromnetz der CPM Netz,
da durch die vorgelagerten Netzebenen Kosteneffekte
über die Netzentgelte durchgereicht werden. Es
können unter anderem Brancheneffekte aus der
Dekarbonisierung (Erneuerbare Energien) genannt werden. Um
die Dekarbonisierung voranzutreiben, sind verstärkt
Investitionen in die Netzinfrastruktur notwendig, um Strom
aus Offshore-Windparks den südlich gelegenen
Bundesländern zur Verfügung zu stellen. Die
getätigten Investitionen werden über die
Netzentgelte bis zum Letztverbraucher weitergereicht, was
zu einem Wettbewerbsnachteil gegenüber anderen
Netzbetreibern in Chemieparks, vor allem im Ausland,
führt. Ebenso haben steigende Netzumlagen einen
negativen Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit des
Chemieparks und damit auf die der CPM Netz.
2.4 Regulatorische Aspekte
Das Niveau der Erlösobergrenze, der individuelle
Effizienzwert und der Kapitalkostenabschlag der
Gesellschaft steht bis Ende 2023 mit hinreichender
Wahrscheinlichkeit fest. Über die Festlegung der
kalenderjährlichen Erlösobergrenze für die
dritte Regulierungsperiode Strom (2019 bis 2023) hat sich
die CPM Netz mit der Landesregulierungsbehörde NRW
laut Erklärung vom 17. April 2018 einvernehmlich
geeinigt.
Mit dem Datum 5. Dezember 2018 hat die
Bundesnetzagentur den generellen sektoralen
Produktivitätsfaktor in der Sparte Strom mit 0,9
Prozent für die dritte Regulierungsperiode festgelegt.
Der für das Berichtsjahr gültige Referenzpreis
für die Beschaffung von Verlustenergie ist um das
2,65-fache im Vergleich zum Vorjahr gestiegen und lag somit
bei 143,73 €/MWh. Weiterhin hat die CPM Netz
fristgerecht zum 20. Juni 2022 einen Antrag auf Genehmigung
eines Kapitalkostenaufschlages Strom gestellt und den
beantragten Wert in die Berechnung der Erlösobergrenze
Strom für 2023 aufgenommen.
2.5 Herausforderungen der technischen
Betriebsführung
Ziel bei der technischen Betriebsführung der
Verteilnetze ist eine gleichbleibend hohe
Versorgungsqualität. Zur Einhaltung des sicheren
Netzzustandes werden Zustandserfassung, Inspektion, Wartung
und Instandsetzung von Betriebsmitteln unter Einsatz
moderner Informationstechnik durchgeführt. Um den
Einfluss von Ereignissen im Stromnetz für den Kunden
minimal zu halten, ist das Netz als redundantes Werksnetz
konzipiert, so dass einfache Netzfehler in der Regel keine
Produktionsunterbrechungen nach sich ziehen.
2.6 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
Die CPM Netz beschäftigt keine Mitarbeiter. Alle
Leistungen, die zum Netzbetrieb notwendig sind, werden
über einen Dienstleister zugekauft.
2.7 Lage
Ergebnisentwicklung und Ertragslage
Die CPM Netz erzielte im Geschäftsjahr 2023
Umsatzerlöse von insgesamt 47.315 Tausend €, die
um 1.283 Tausend € unter dem Vorjahreswert von 48.598
Tausend € lagen. Die Ursache für den
Rückgang des Umsatzes lag an der zurückgegangenen
Nachfrage bei den Kunden bedingt durch die wirtschaftlich
schwierigen Rahmenbedingungen (siehe Kapitel 2.1). Der
Umsatz resultiert im Wesentlichen aus Netznutzungsentgelten
(Standardpreisnetzentgelte und Sondernetzentgelte),
Erlösen aus Messungen, Erlösen aus Umlagen nach
§ 19 StromNEV, dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz
(KWKG) und der Offshore-Netzumlage.
Die Netznutzungsentgelte inklusive der Erlöse
aus Messung und Abrechnung in der Sparte Strom betrugen
38.473 Tausend € (Vorjahr: 41.327 Tausend €). Im
Geschäftsjahr 2023 wurden Strommengen in Höhe von
1.994 GWh (Vorjahr: 2.135 GWh) über das Netz verteilt.
Trotz höherer Netznutzungsentgelte, infolge der
gestiegenen Erlösobergrenze Strom, wurden geringere
Umsätze hieraus erzielt. Hauptgrund ist eine geringere
Leistungs- und Energieabnahme der Netzkunden.
Die zur Realisierung des Umsatzvolumens
erforderlichen Herstellungskosten sind im Vergleich zum
Vorjahr um 3.099 Tausend € auf 50.890 Tausend €
(Vorjahr: 47.907 Tausend €) gestiegen. Der Anstieg der
Herstellungskosten resultiert hauptsächlich aus den
gestiegenen Aufwendungen für Stromnetznutzung. Die
Herstellungskosten bestehen überwiegend aus
Aufwendungen für Dienstleistungsentgelte für die
Bewirtschaftung des Stromnetzes sowie für bezogene
Leistungen wie Pachten, den Aufwendungen für das
vorgelagerte Netz und des Ausgleiches für die
dezentrale Einspeisung. Aufwandserhöhend wirkten zudem
die gestiegenen Kosten für Verlustenergien. Der
Verlustenergiepreis stieg von 54,30 €/MWh (Jahr 2022)
auf 143,73 €/MWh (Jahr 2023). Insgesamt ergibt sich
ein Bruttoergebnis vom Umsatz in Höhe von (Vorjahr: ).
Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen
sich auf 0 Tausend € (Vorjahr: 530 Tausend €).
Die sonstigen betriebliche Erträge in 2022
resultierten aus einer Korrektur der Umlagenabrechnungen
der vergangenen Jahre für einen Kunden. Im
Geschäftsjahr 2023 lag kein Grund für eine
Korrektur der Umlagenabrechnungen vor, diese wurden in 2023
korrekt gestellt.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen
sich auf 4.441 Tausend € (Vorjahr: 600 Tausend €)
und beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für das
erstmals gebildete Regulierungskonto in Höhe von 4.411
Tausend € sowie Pauschalwertberichtigung in Höhe
von 30 Tausend €. Aufgrund einer Neueinschätzung
der Bilanzierung im Geschäftsjahr handelt es sich um
einen einmaligen Effekt, wodurch die Vorjahresbeträge
der sonstigen betrieblichen Aufwendungen nicht mit den
Zahlen des Berichtsjahres vergleichbar sind.
Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge
betrug 1.631 Tausend € (Vorjahr: 294 Tausend €).
Die deutliche Verbesserung ergab sich vor allem aus den
Zinserträgen von verbundenen Unternehmen. Der Anstieg
der Zinsen resultierte aus der gestiegenen
Cashpool-Forderungen gegenüber der Evonik Industries
AG.
Das Ergebnis vor Steuern betrug -6.597 Tausend €
(Vorjahr: 640 Tausend €).
Aufgrund des bestehenden
Gewinnabführungsvertrages wurde der Verlust in
Höhe von 6.597 Tausend € (Vorjahr: Gewinn in
Höhe von 640 Tausend €) von der Evonik Operations
GmbH ausgeglichen. Das Ergebnis des Geschäftsjahres
war im Vergleich zum Vorjahr sowohl durch die gestiegenen
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse
erbrachten Leistungen als auch durch die gestiegenen
sonstigen betrieblichen Aufwendungen geprägt.
Prognose-Ist-Vergleich
Im Vorjahr erwartete die Geschäftsführung
der CPM Netz für das Jahr 2023 weiterhin
herausfordernde wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Die
wirtschaftliche Entwicklung sah sie weiterhin mit hohen
Unsicherheiten behaftet - insbesondere durch die volatilen
Energiepreise in Europa, die konjunkturdämpfende
Inflation sowie die geopolitischen Krisen. Entgegen der
Erwartung eines Umsatzes leicht unter dem Niveau von 2022,
wurde im Geschäftsjahr 2023 ein deutlich geringerer
Umsatz erzielt. Hierzu trugen vor allem die wirtschaftlich
schlechten Rahmenbedingungen bei.
Wider den Erwartungen eines leicht schlechteren
Ergebnisses vor Ertragsteuern im Vergleich zu 2022, fiel
das Ergebnis im Geschäftsjahr deutlich geringer aus.
Hierzu trug vor allem der Nachfragerückgang der Kunden
bei.
Investitionstätigkeit
Im Geschäftsjahr 2023 bestand, wie im Vorjahr,
kein Anlagevermögen. Alle für den Netzbetrieb
notwendigen Anlagen werden von der Evonik Operations GmbH
gepachtet.
Entwicklung der Finanz- und Vermögenslage
Die Bilanzsumme erhöhte sich um 28.428 Tausend
€ auf 71.151 Tausend €. Die Aktivseite bestand
ausschließlich aus dem Umlaufvermögen. Das
Umlaufvermögen bestand im Wesentlichen aus Forderungen
gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Forderungen
gegen verbundene Unternehmen stiegen um 22.462 Tausend
€ auf 64.725 Tausend € (Vorjahr: 42.263 Tausend
€), aufgrund der höheren Cash-Pool-Forderung und
der Forderung aus Ergebnisabführung. Die Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen betrugen 6.424 Tausend
€ (Vorjahr: 458 Tausend €). Der Anstieg der
Cash-Pool-Forderung um 16.758 Tausend € resultiert im
Wesentlichen aus zu viel erhaltenen KWKG-Fördergeldern
des Jahres 2023, zu der auf der Passivseite eine
entsprechend Rückzahlungsverpflichtung gegenüber
einem Übertragungsnetzbetreiber korrespondiert. Die
Forderungen mit Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht, sind unverändert
zum Vorjahr in Höhe von 2 Tausend €.
Die Passivseite wurde im Wesentlichen durch die
Verbindlichkeiten geprägt. Das Eigenkapital betrug
1.025 Tausend € (Vorjahr: 1.025 Tausend €). Der
Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme betrug 1,4
Prozent (Vorjahr: 2,4 Prozent). Der Anteil der
Rückstellungen an der Bilanzsumme erhöht sich auf
3,6 Prozent (Vorjahr: 0,8 Prozent). Der Anstieg der
Rückstellungen resultiert aus der erstmaligen Bildung
der Rückstellung für das Regulierungskonto. Die
Rückstellung in Höhe von 4.411 Tausend €
wurde im Geschäftsjahr aufgrund einer
Neueinschätzung der Bilanzierung erstmalig gebildet
und betrifft im Wesentlichen Mehrerlöse aus den
vergangenen Geschäftsjahren. Die Rückstellungen
betrugen für das Geschäftsjahr 4.688 Tausend
€ (Vorjahr: 339 Tausend €).
Die Verbindlichkeiten sind im Geschäftsjahr um
24.078 Tausend € auf 65.437 Tausend € (Vorjahr:
41.359 Tausend €) gestiegen. Die Verbindlichkeitsquote
verringerte sich leicht auf 92,0 Prozent (Vorjahr: 96,8
Prozent). Die Verbindlichkeiten bestehen vor allem aus den
sonstigen Verbindlichkeiten. Die sonstigen
Verbindlichkeiten stiegen um 23.631 Tausend € auf
59.488 Tausend € (Vorjahr: 35.857 Tausend €) und
beinhalten im Wesentlichen KWKG-Zuschläge. Grund
für den Anstieg der Rückzahlungsverpflichtung
betreffend KWKG-Fördergelder war, dass die für
das Jahr 2023 prognostizierten KWK-Strommengen für
zwei neue Gas- und Dampfkraftwerke, wie sich im Nachhinein
herausstellte, zu hoch waren. Die Verbindlichkeiten aus
Lieferung und Leistungen sind im Geschäftsjahr auf
2.415 Tausend € (Vorjahr: 2.209 Tausend €) leicht
angestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen sind um 241 Tausend € auf
3.534 Tausend € (Vorjahr: 3.293 Tausend €)
gestiegen.
Die Vermögenslage ist angesichts der hohen
Verbindlichkeitsquote wegen hoher
Rückzahlungsverpflichtungen betreffend
KWKG-Förderung als nicht zufriedenstellend zu
beurteilen. Ab dem Jahr 2024 führt das neue
Energiefinanzierungsgesetz (EnFG) aufgrund eines
geänderten Abrechnungsmodus allerdings dazu, dass hohe
Verbindlichkeits- oder auch Forderungssalden zur
KWKG-Förderung nicht mehr neu entstehen werden.
Liquidität
Die CPM Netz ist in das zentrale Finanzmanagement der
Evonik Industries AG eingebunden. Wesentliche Ziele des
Finanzmanagements sind die Sicherung der finanziellen
Unabhängigkeit und die Begrenzung von
Refinanzierungsrisiken. Zur Steuerung der
Liquiditätsrisiken im Konzern existiert ein zentrales
Liquiditätsrisikomanagement, in dessen Mittelpunkt ein
konzernweiter Cashpool steht. Um den Finanzbedarf der CPM
Netz zu decken, werden
Liquiditätsüberschüsse aus dem Cashpool auf
Ebene der Evonik Industries AG genutzt.
Im Berichtsjahr war durch die Einbindung in den
konzernweiten Cashpool der Liquiditätsbedarf der CPM
Netz jederzeit gesichert.
Im Geschäftsjahr 2023 wies die CPM Netz einen
negativen operativen Cashflow aufgrund gestiegener Ausgaben
für die Betriebskosten auf, während die Einnahmen
aufgrund der wirtschaftlich schwierigen Situation gesunken
waren. Zum 31. Dezember 2023 gab es neben dem
Cashpoolguthaben gegen die Evonik Industries AG von 53.418
Tausend € (Vorjahr: 36.660 Tausend €) keine
weiteren liquiden Mittel. Der Anstieg in Höhe von
16.758 Tausend € resultiert im Wesentlichen aus einer
Überzahlung von KWKG-Fördergeldern im Jahr 2023.
Der Cash-Pool-Forderung standen Cashpool-Verbindlichkeiten
in Höhe von 290 Tausend € (Vorjahr: 640 Tausend
€) gegenüber.
2.8 Angaben gem. § 6b Abs. 7 EnWG
Durch den Betrieb des Stromnetzes ist die CPM Netz
gemäß § 3 Nr. 38 EnWG ein vertikal
integriertes Energieversorgungsunternehmen. Vertikal
integrierte Energieversorgungsunternehmen haben die
Rechnungslegungs- und Offenlegungspflichten
gemäß § 6b EnWG zu beachten. Die
Tätigkeitsabschlüsse der CPM Netz sind nach den
Vorschriften des § 6b Abs. 3 EnWG, § 3 Abs. 4
Messstellenbetriebsgesetz und den für
Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des
Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.
Es liegen angabepflichtige Geschäfte im Sinne
des § 6b Abs. 2 EnWG vor. Die CPM Netz ist
Pächter der Anlagen des
Elektrizitätsverteilungsnetzes von der Evonik
Operations GmbH. Aus der Pachtung der Anlage des
Elektrizitätsverteilungsnetzes von der Evonik
Operations GmbH liegen Pachtaufwendung in Höhe von
6.372 Tausend € vor. Zwischen der CPM Netz und der
Evonik Operations GmbH besteht ein Vertrag über die
Erbringung kaufmännischer und technischer
Dienstleistungen in Höhe von 10.881 Tausend €.
Die CPM Netz übt folgende Tätigkeiten nach
§ 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4
Messstellenbetriebsgesetz aus:
| ― |
Elektrizitätsverteilung
|
| ― |
andere Tätigkeiten
innerhalb des Elektrizitätssektors
|
| ― |
grundzuständige
Messeinrichtungen
|
2.9 Tätigkeitsabschlüsse
Alle Bilanzpositionen werden im ersten Schritt direkt
den Tätigkeiten zugeordnet. Soweit eine direkte
Zuordnung nicht möglich ist, erfolgt die Zuordnung
mittels Verteilschlüssel. Hierbei werden alle
Positionen, welche die Elektrizitätsverteilung bzw.
den Messstellenbetrieb nicht betreffen, ausgeschlossen. Die
verbleibenden Positionen werden mit einem Schlüssel
anteilig der Elektrizitätsverteilung bzw. dem
Messstellenbetrieb zugerechnet. Der angewendete
Schlüssel ist ein Umsatzschlüssel. Dem
Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung werden
alle Positionen der CPM Netz abzüglich der Positionen
des Tätigkeitsbereiches grundzuständiger
Messstellenbetrieb zugeordnet. Im Einzelnen wird auf die
Tätigkeitsabschlüsse der CPM Netz verwiesen.
Abweichend vom Abschluss der Gesellschaft werden die
Tätigkeitsabschlüsse in vollen Euro bzw. Tausend
€ berichtet.
Die Gesellschaft führt für die in § 6b
Abs. 3 EnWG aufgeführten Tätigkeiten jeweils
getrennte Konten und erstellt für die in § 6b
Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 EnWG genannten Tätigkeitsbereiche
eine gesonderte Bilanz sowie eine Gewinn- und
Verlustrechnung (Tätigkeitsabschluss). Dabei sind die
Konten so zu führen, wie dies erforderlich wäre,
wenn diese Tätigkeiten von einem rechtlich
selbständigen Unternehmen ausgeführt würden.
Die Führung der getrennten Konten wie auch die
Tätigkeitsabschlüsse für die einzelnen
Tätigkeitsbereiche unterliegen den Anforderungen des
Handelsrechts.
Die gesonderten Tätigkeitsabschlüsse
für die einzelnen Tätigkeitsbereiche sind dem
Jahresabschluss beigefügt.
Tätigkeitsabschluss der
Elektrizitätsverteilung
Die Bilanzsumme betrug im abgelaufenen
Geschäftsjahr 71.354 Tausend € (Vorjahr: 42.745
Tausend €). Der Anstieg resultierte im Wesentlichen
aus dem Anstieg der Forderungen gegenüber verbundenen
Unternehmen, die aufgrund der höheren
Cash-Pool-Forderung und der Forderung aus
Ergebnisabführung um 22.462 Tausend € auf 64.725
Tausend € (Vorjahr: 42.263 Tausend €) stiegen.
Die Forderungen aus Lieferung und Leistungen sind im
abgelaufenen Geschäftsjahr stark auf 6.426 Tausend
€ (Vorjahr: 458 Tausend €) angestiegen. Der
Anstieg resultiert im Wesentlichen aus
Rückzahlungsansprüchen.
Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 betrug 1.025
Tausend € (Vorjahr: 1.025 Tausend €). Die
sonstigen Verbindlichkeiten betrugen 59.488 Tausend €
(Vorjahre: 35.857 Tausend €). Der Anstieg in Höhe
von 23.631 Tausend € resultiert aus der
Rückzahlung der vorläufig ausgezahlten
KWKG-Fördergelder aus dem Jahr 2022 bei Erlass eines
endgültigen Förderbescheids. Die
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
sind im abgelaufenen Geschäftsjahr um 422 Tausend
€ auf 3.737 Tausend € (Vorjahr: 3.315 Tausend
€) gestiegen. Die Rückstellungen betrugen 4.688
Tausend € (Vorjahr: 339 Tausend €). Der Anstieg
resultiert aus der erstmaligen Bildung einer
Rückstellung für das Regulierungskonto, welches
die CPM Netz als Netzbetreiber verpflichtet ein solches
Rückstellungskonto zu führen.
Der Umsatz ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um
5.694 Tausend € auf 42.904 Tausend € (Vorjahr:
48.598 Tausend €) gesunken. Die Ursache für den
Rückgang des Umsatzes lag an der zurückgegangenen
Nachfrage bei den Kunden bedingt durch die wirtschaftlich
schwierigen Rahmenbedingungen. Die Herstellungskosten der
zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen
betrugen 50.668 Tausend € (Vorjahr: 47.883 Tausend
€). Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus
gestiegenen Aufwendungen für Stromnetznutzungen sowie
aus den gestiegenen Kosten für Verlustenergien.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen
sich auf 4.441 Tausend € (Vorjahr: 600 Tausend
€). Diese setzen sich hauptsächlich aufgrund des
einmaligen Effekts durch die Neueinschätzung der
Bilanzierung aus Aufwendungen für das erstmalig
gebildete Regulierungskonto zusammen.
Insgesamt ergab sich ein Verlust vor
Verlustübernahme in Höhe von 6.375 Tausend
€. Im Vorjahr erzielte die CPM Netz einen Gewinn in
Höhe von 664 Tausend €.
Tätigkeitsabschluss des grundzuständigen
Messstellenbetriebs
Seit dem 1. Januar 2019 ist die CPM Netz der
Pächter des Elektrizitätsverteilungsnetzes am
Standort Marl. Der Messtellenbetrieb ist Aufgabe des
grundzuständigen Messstellenbetreiber - hier die CPM
Netz. Die CPM Netz ist zuständig für den Einbau,
Betrieb und der Wartung die Messstellen.
Die Bilanzsumme für diesen
Tätigkeitsabschluss betrug im abgelaufenen
Geschäftsjahr 221.646 € (Vorjahr: 23.841 €).
Der Anstieg der Bilanzsumme resultiert aus dem Anstieg der
Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von
197.805 € auf 221.646 € (Vorjahr: 23.841 €).
Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen
ergibt sich aus den höheren Forderungen gegenüber
der Evonik Operations GmbH aufgrund des erhöhten
negativen Ergebnisses vor Verlustübernahme. Das
Eigenkapital beträgt für das Geschäftsjahr
2023 203.145 € (Vorjahr: 21.822 €). Der Grund
für die Erhöhung ist der Kapitalausgleichsposten.
Die Ausgleichsposition stellt die Überleitung zwischen
Aktiva und Passiva der Bilanz dar.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr um
16.482 € auf 18.501 € (Vorjahr: 2.019 €)
gestiegen. Ursächlich für den Anstieg sind die
gestiegenen Kosten, die durch den Dienstleister (Evonik
Operations GmbH) in Rechnung gestellt wurden. Diese
resultieren aus dem höheren Aufwand, der mit der
Implementierung der neuen intelligenten Messsysteme
verbunden ist.
Im Geschäftsjahr ist der Umsatz leicht gesunken
auf 402 € (Vorjahr: 420 €). Insgesamt ergab sich
ein Ergebnis vor Verlustübernahme in Höhe von
-221.611 € (Vorjahr: -23.806 €). Der
Rückgang des Ergebnisses ist auf den Anstieg der oben
genannten Kosten aus dem Dienstleistungsvertrag der CPM
Netz und der Evonik Operations GmbH
zurückzuführen.
3 Chancen- und Risikobericht
3.1 Risiko- und Chancenmanagement
Risikostrategie
Die CPM Netz ist in das interne Chancen- und
Risikomanagement des Evonik-Konzern (im Folgenden insgesamt
als Risikomanagement bezeichnet) als börsennotiertes
Unternehmen eingebunden. Der Evonik- Konzern verfolgt die
Zielsetzung, Chancen und Risiken möglichst
frühzeitig zu identifizieren, um Maßnahmen zur
Risikominimierung und -gegensteuerung zu entwickeln und
eine optimale Wahrnehmung von Chancen zu
gewährleisten. Das hierzu implementierte konzernweite
Chancen- und Risikomanagement ist somit ein zentrales
Element der Unternehmenssteuerung. Unternehmerische Risiken
geht der Evonik-Konzern nur ein, wenn die Überzeugung
vorhanden ist, dadurch den Unternehmenswert nachhaltig
steigern und dabei gleichzeitig mögliche negative
Auswirkungen dauerhaft begrenzen zu können.
Instrumentarium zur Umsetzung der Risikostrategie
Als Teil des Risikomanagementsystems (RMS) hat der
Evonik-Konzern ein Risikofrüherkennungssystem
entsprechend den Anforderungen nach § 91 Abs. 2 AktG
eingerichtet. Zuletzt wurde es im Jahr 2021 angepasst. Im
Zuge dessen wurde die Risikolandschaft um Extremrisiken
erweitert und eine Risikotragfähigkeit definiert. Des
Weiteren umfasst das Risikomanagement auch die
Sicherstellung der Funktionsfähigkeit aller
wesentlichen Geschäftsabläufe durch interne
Kontrollsysteme (IKS). Hierunter versteht man vom
Management eingeführte Grundsätze, Verfahren und
Maßnahmen, die aus den Komponenten Kontrollumfeld,
Risikoeinschätzung, Kontrollaktivitäten,
Information und Kommunikation sowie
Überwachungsaktivitäten bestehen. Ein weiteres
Mittel, um Risiken vorzubeugen bzw. diese zu reduzieren,
ist die Einrichtung und Aufrechterhaltung von
Compliance-Management-Systemen (CMS). Dabei orientiert sich
der Evonik-Konzern an den nach IDW PS 980 entwickelten
Standards. Ein solches CMS besteht in den für den
Evonik-Konzern hinsichtlich der Compliance-Risiken als
besonders relevant erachteten Bereichen. Das CMS dient vor
allem dazu, systematisch entsprechende Risiken zu
identifizieren und diesen mit adäquaten
Maßnahmen zur Risikovermeidung zu begegnen sowie
diese Prozesse kontinuierlich zu steuern. Insoweit ist das
CMS ein integraler Bestandteil des Risikomanagements und
des IKS. Erkenntnisse über wesentliche Risiken werden
über das Reporting im Rahmen des Risikomanagements
berücksichtigt.
[1]
Aufbau und Organisation des Risikomanagements
Das Risikomanagement ist auf Konzernebene dem
Finanzvorstand zugeordnet und gemäß der
Organisationsstruktur von dem Evonik-Konzern dezentral
aufgebaut. Die originäre Risikoverantwortung liegt bei
den Divisionen und den Funktionen. Dies beinhaltet die
Früherkennung von Risiken sowie die Abschätzung
ihrer Auswirkungen. Zudem müssen geeignete Vorsorge-
und Sicherungsmaßnahmen eingeleitet sowie die interne
Kommunikation der Risiken sichergestellt sein. Innerhalb
der Organisationseinheiten stimmen Risikokoordinatoren die
jeweiligen Risikomanagementaktivitäten ab und stellen
den Berichtsweg zum Corporate Risk Officer sicher. Auf
allen Ebenen des Konzerns ist die systematische und
zeitnahe Risikoberichterstattung ein wesentliches Element
der strategischen und operativen Planung, der Vorbereitung
von Investitionsentscheidungen, der Ermittlung von
Hochrechnungen sowie weiterer Management- und
Entscheidungsprozesse.
Im Geschäftsjahr 2023 wurden erneut alle im
Evonik-Konzern konsolidierten Gesellschaften, so auch die
CPM Netz, im Risikomanagement berücksichtigt.
Wesentliche Chancen und Risiken werden über die
Matrixorganisation des Konzerns in das Risikomanagement
integriert. Die Konzernrevision prüft das
Risikomanagement in den Organisationseinheiten, um die
Erfüllung der gesetzlichen und unternehmensinternen
Anforderungen sowie den kontinuierlichen
Verbesserungsprozess des Risikomanagements sicherzustellen.
3.2 Wesentliche Risiken der CPM Netz
Es wird nachfolgend eine Sortierung der Risiken
hinsichtlich ihrer Wichtigkeit für die CPM Netz
vorgenommen, wobei die wichtigsten Risiken zuerst genannt
werden.
Regulatorische Chancen und Risiken
Als Netz der allgemeinen Versorgung unterliegt die
CPM Netz der vollen Regulierung nach dem EnWG und
zugehörigen Verordnungen und Festlegungen. Die
Umsätze von Netzen der allgemeinen Versorgung werden
im Rahmen der Regulierung über die sogenannte
Erlösobergrenze vorgegeben. Diese Obergrenze wird in
Beziehung der Mengen des Netzes, unter
Berücksichtigung von Sondereffekten, gesetzt, woraus
sich die jeweiligen Netzentgelte des betrachteten Jahres
ergeben. Durch diesen Mechanismus ist sichergestellt, dass
erwartete Chancen und Risiken soweit minimiert werden, dass
eine stetige und sich nachhaltige entwickelnde
Geschäftsfortschreibung sichergestellt ist. Die im
Geschäftsjahr 2023 erwirtschafteten operativen
Verluste der CPM Netz, hauptsächlich aus den
Netznutzungsentgelten, werden durch das Regulierungskonto,
welches mit der Erlösobergrenze berücksichtigt
wird, in den folgenden Jahren 2026 bis 2028 ausgeglichen
und berücksichtigt, so dass der Fehlbetrag
ausgeglichen wird. Grundsätzlich kann davon
ausgegangen werden, dass durch die Regulierung der
Elektrizitätsverteilnetze eine ausgleichende Wirkung
vorhanden ist, die Risiken, wie aber auch Chancen, in einem
überschaubaren Rahmen hält.
Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken
Die Konjunkturprognose des ifo Instituts für die
deutsche Wirtschaft liegt in der Frühjahrsprognose
2024 bei einer deutlichen Herabsetzung von 0,7
Prozentpunkten im Vergleich zur Winterprognose 2023. Dies
kann als Gradmesser für die Entwicklung des Standortes
Marl herangezogen werden. So ist davon auszugehen, dass es
aus konjunktureller Sicht keine signifikante Verbesserung
des operativen Geschäftes der Kunden geben wird. Mit
dem folgenden Geschäftsjahr, hier liegt die ifo
Prognose bei 1,5 Prozentpunkten, wird mit einer langsam
steigenden Wirtschaftsleistung und damit einhergehenden
Verbesserung des Geschäftes gerechnet.
Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) zeigte
entgegen des ifo Institutes für die Chemische
Industrie ein schlechteres Bild. Die Produktion der
chemischen Industrie ist im Berichtsjahr um 7,9 Prozent
gesunken und der Umsatz ging um 12,2 Prozent zurück.
Der Rückgang der chemischen Produktion führt zu
einem geringeren Stromverbrauch. Dies spiegelt, wie schon
vorher beschrieben, die Mengen- und damit die
Umsatzentwicklung der CPM Netz im Berichtsjahr wider.
Risiken die sich durch anhaltende schlechte
Rahmenbedingungen ergeben, werden durch den
Regulierungsrahmen, wie im vorherigen Kapitel
erläutert, stark reduziert.
Chancen und Risiken aufgrund von Standortfaktoren
Die CPM Netz betreibt ein Stromnetz innerhalb des
Chemieparks Marl. Obwohl dieses vergleichsweise klein ist,
birgt es besondere Chancen und Risiken. Einerseits ist die
geringe Anzahl an Kunden ein Risikofaktor, da nur wenige
von ihnen einen Großteil des Umsatzes generieren.
Fällt einer dieser Kunden aus, beispielsweise aufgrund
von Anlagenrevisionen oder -stilllegungen, hat dies einen
spürbaren Einfluss auf die CPM Netz. Andererseits
bietet der Standort als Industriegelände eine
einzigartige Chance, spezielle Anlagen anzusiedeln, die
aufgrund ihrer spezifischen Bedürfnisse, wie
Rohstoffeinsatz und Energieintensität, nur an wenigen
Standorten in Deutschland möglich sind.
Bestandsgefährdende Risiken liegen nach
Einschätzung der Geschäftsführung für
unsere Gesellschaft nicht vor.
4 Prognosebericht
4.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Weiterhin anspruchvolles Umfeld für die
Weltwirtschaft im Jahr 2024 erwartet
Wir erwarten, dass die wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen im Jahr 2024 weiterhin herausfordernd
sein werden.
[2]
Zum Jahresende 2023 hat sich die globale
konjunkturelle Dynamik bereits abgeschwächt und dieser
Trend wird sich voraussichtlich insbesondere zu
Jahresbeginn fortsetzen.
Unverändert zum Vorjahr liegen viele
konjunkturhemmende Entwicklungen vor. Die weiterhin hohe
Inflation und entsprechend restriktive Geldpolitik wirken
hemmend auf die Investitionstätigkeit und den Konsum
und auch die im Jahresverlauf erwarteten Zinssenkungen der
Fed und EZB dürften der Wirtschaft keinen großen
Impuls im Jahr 2024 geben. Zudem liegen weiterhin Risiken
für eine Rückkehr höherer Preissteigerungen
vor. So könnten Zweitrundeneffekte, beispielsweise
resultierend aus Lohnsteigerungen, zu erneut steigenden
Preisen und einem Verfehlen der Inflationsziele der
Notenbanken führen. Auch von der Fiskalpolitik wird
vor dem Hintergrund hoher Zinsen und herausfordernder
Haushaltslagen kein deutlicher Impuls für die
wirtschaftliche Entwicklung erwartet. Das geringe
Konsumentenvertrauen wird voraussichtlich weiterhin hemmend
auf die Nachfrage nach Dienstleistungen und insbesondere
langlebigen Konsumgütern wirken und sich
frühestens im Jahresverlauf verbessern.
Andererseits werden für das Jahr 2024 auch
konjunkturstützende Effekte erwartet, die vor allem ab
der zweiten Jahreshälfte eine Erholung der
Weltwirtschaft ermöglichen können. So hat die
Inflation ihren Höhepunkt überschritten und ist
inzwischen rückläufig. Ursächlich
hierfür sind vor allem gesunkene Energie- und
Rohstoffpreise. Aber auch die Kernrate der Inflation ist
mittlerweile in den USA und Europa rückläufig und
nähert sich dem Inflationsziel der Notenbanken an.
Konjunkturstützend dürfte zudem neben wieder
steigenden Reallöhnen der weiterhin sehr robuste
Arbeitsmarkt wirken.
Insgesamt gehen wir für das Jahr 2024 von einem
Wachstum der Weltwirtschaft von 2,3 Prozent
[3]
aus.
Wir erwarten, dass das Wirtschaftswachstum in Europa
in der ersten Jahreshälfte unter den gestiegenen
Lebenshaltungskosten sowie einem schwachen globalen
wirtschaftlichen Umfeld und rückläufigen
Investitionen leiden wird. Auch von der Industrie sind vor
dem Hintergrund der schwachen Einkaufsmanagerindizes
zunächst keine Wachstumsimpulse zu erwarten. In der
zweiten Jahreshälfte wird mit einer leichten Belebung
der wirtschaftlichen Aktivitäten gerechnet. Hierzu
könnten steigende Reallöhne und eine daraus
resultierende Belebung des privaten Konsums beitragen. Auch
sich verbessernde Finanzierungskonditionen sowie eine im
Jahresverlauf wieder steigende Exportnachfrage,
insbesondere aus China und den USA, könnten positive
Impulse auf die wirtschaftlichen Aktivitäten
ausüben.
Die chemische Industrie ist in hohem Maße von
den aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen betroffen.
Da die Kunden der CPM Netz für den globalen Markt
produzieren, haben weltweite Ereignisse direkte
Auswirkungen auf die Produktion der Kunden und damit auf
die Stromabnahme der CPM Netz.
4.2 Ausblick
Mit dem Geschäftsjahr 2024 startet gleichzeitig
die 4. Regulierungsperiode Strom. Diese ist durch
wesentlich höhere Netzentgelte gekennzeichnet, als die
vorhergegangene 3. Regulierungsperiode. Hauptgrund der
Steigerungen sind in erster Linie vorgelagerte
Netzentgelte, welche in der Erlösobergrenze
berücksichtigt werden. Mit der sich wieder leicht
erholenden Konjunktur, erwarten wir einen Anstieg der
Stromnachfrage, woraus sich ebenfalls ein Anstieg der
Netzentgelte ergibt. Hieraus erwarten wir eine
Umsatzsteigerung, da die Umsätze über die
Erlösobergrenze vorgegeben werden.
Aus der Umsatzsteigerung erwarten wir
gleichermaßen eine Steigerung des Ergebnisses. Mit
der neuen Regulierungsperiode wurden an dem Kapitalmarkt
angepasste geringere Zinssätze für die Verzinsung
des eingesetzten Kapitals durch die Bundesnetzagentur
beschlossen. Der Eigenkapitalzinssatz für Neuanlagen
ab der 4. Regulierungsperiode (2024-2028) wurde laut
Beschluss der Bundesnetzagentur BK4-21-055 auf 5,07%
festgesetzt (vorher 6,91%). Dies führt dazu, dass ein
geringerer Kapitaldienst auf das eingesetzte Kapital, also
der Netzinfrastruktur, erwirtschaftet werden darf. Das
Ergebnis eines regulierten Netzbetriebs wird laut
Stromnetzentgeltverordnung und Anreizregulierung unter
anderem auf der Verzinsung des eingesetzten Kapitals der
Netzinfrastruktur (Anlagen des Netzbetriebes)
erwirtschaftet.
Mit weiteren Effekten, wie zum Beispiel aus dem
Auflösen von Rückstellungen des
Regulierungskontos wie von der behördlichen
Anreizregulierung vorgegeben, erwarten wir, dass negative
Effekte aufgefangen werden können. Insgesamt gehen wir
im kommenden Geschäftsjahr von einer insgesamt
erholenden Ergebnissituation aus und erwarten ein stark
steigendes Ergebnis vor Ertragssteuern (2023: -6.597
Tausend €), welches leicht positiv sein wird.
1 Siehe auch die Erklärung zur
Unternehmensführung der Evonik Industries AG:
https://corporate.evonik.com/de/investor-relations/corporate-governance.
2 In Übereinstimmung mit den Angaben von
S&P Global, Institut für Weltwirtschaft Kiel,
Berenberg Bank, Hamburg Commercial Bank;Stand Dezember
2023/Januar 2024.
3 Entspricht den Angaben von S&P Global,
Stand 15. Januar 2024.
Bilanz CPM Netz GmbH, Essen
| in Tausend € |
Anhang |
31.12.2023 |
31.12.2022 |
| Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen |
|
6.424 |
458 |
| Forderungen gegen
verbundene Unternehmen |
|
64.725 |
42.263 |
| Forderungen gegen
Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht |
|
2 |
2 |
| Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
2.1 |
71.151 |
42.723 |
| Umlaufvermögen |
|
71.151 |
42.723 |
| Summe Aktiva |
|
71.151 |
42.723 |
| Gezeichnetes
Kapital |
|
25 |
25 |
|
Kapitalrücklage |
|
1.000 |
1.000 |
| Eigenkapital |
2.2 |
1.025 |
1.025 |
| sonstige
Rückstellungen |
|
4.688 |
339 |
| Rückstellungen |
2.3 |
4.688 |
339 |
| Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
|
2.415 |
2.209 |
| Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
|
3.534 |
3.293 |
| sonstige
Verbindlichkeiten |
|
59.488 |
35.857 |
| Verbindlichkeiten |
2.4 |
65.437 |
41.359 |
| Summe Passiva |
|
71.151 |
42.723 |
Gewinn- und Verlustrechnung CPM Netz GmbH, Essen
| in Tausend € |
Anhang |
2023 |
2022 |
| Umsatzerlöse |
3.1 |
47.315 |
48.598 |
| Herstellungskosten der
zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten
Leistungen |
3.2 |
-50.890 |
-47.907 |
| Bruttoergebnis vom
Umsatz |
|
-3.575 |
691 |
| allgemeine
Verwaltungskosten |
|
-212 |
-275 |
| sonstige betriebliche
Erträge |
|
0 |
530 |
| sonstige betriebliche
Aufwendungen |
3.3 |
-4.441 |
-600 |
| Ergebnis der
betrieblichen Tätigkeit |
|
-8.228 |
346 |
| sonstige Zinsen und
ähnliche Erträge |
3.4 |
1.631 |
294 |
| davon
aus verbundenen Unternehmen |
|
1.631 |
294 |
| Ergebnis nach
Steuern |
|
-6.597 |
640 |
| Erträge aus
Verlustübernahme / Aufwendungen aufgrund eines
Gewinnabführungsvertrages |
|
6.597 |
-640 |
| Jahresfehlbetrag /
Jahresüberschuss |
|
- |
- |
Anhang für
das Geschäftsjahr 2023
1 Grundlagen des Jahresabschlusses
1.1 Allgemeine Erläuterungen
Der Jahresabschluss der CPM Netz GmbH wurde nach den
Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB)
und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit
beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Darüber
hinaus findet das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)
Anwendung.
Die CPM Netz GmbH hat ihren Sitz in Essen und ist
eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Essen
(Reg. Nr. HRB29441). Der Abschluss ist in Tausend €
dargestellt, sodass Rundungsdifferenzen zu den sich
mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten,
Prozentangaben usw.) auftreten können.
Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde
zur besseren Übersichtlichkeit um die freiwillige
Zwischensumme "Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit"
erweitert. Weiterhin werden die nach den gesetzlichen
Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und
Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die
Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und
Verlustrechnung oder im Anhang anzugeben sind, im Anhang
aufgeführt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem
Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3
HGB aufgestellt. Die CPM Netz GmbH ist eine große
Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Das
Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die
Rechtsfolgen der Merkmale treten nur ein, wenn sie an den
Abschlussstichtagen von zwei aufeinanderfolgenden
Geschäftsjahren überschritten werden.
Im Vorjahresabschluss war die CPM Netz GmbH erstmalig
eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des §
267 Abs. 3 HGB. Aufgrund des erstmaligen
Überschreitens der Größenkriterien traten
die Rechtsfolgen noch nicht für den Jahresabschluss
2022 ein und die CPM Netz GmbH hat Erleichterungen für
kleine Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen. Für
den Jahresabschluss 2023 hat die CPM Netz GmbH keine
Erleichterungen in Anspruch genommen, da die Kriterien
für große Kapitalgesellschaften im Sinne des
§ 267 Abs. 3 HGB erfüllt sind.
Zwischen der Evonik Operations GmbH, Essen und der
CPM Netz GmbH, Essen, besteht ein Beherrschungs- und
Gewinnabführungsvertrag. Die Gesellschaft ist
über die Evonik Operations GmbH im ertragsteuerlichen
Organkreis der Evonik Industries AG, Essen. Latente Steuern
werden beim ertragsteuerlichen Organträger
ausgewiesen.
1.2 Bilanzierung und Bewertung
1.2.1 Forderungen
und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände werden zum Nennwert
bilanziert. Besonderen Risiken im Forderungsbestand wird
durch Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung
getragen. Das allgemeine Kreditrisiko im Forderungsbestand
wird durch eine Pauschalwertberichtigung
berücksichtigt.
1.2.2 Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) ist mit dem
Nennwert in der Bilanz angesetzt.
1.2.3 Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen
berücksichtigen in ausreichendem Umfang alle
erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie
werden in Höhe des nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung notwendigen
Erfüllungsbetrages bilanziert. Rückstellungen mit
einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden
gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer
Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen
Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.
1.2.4 Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
1.2.5 Latente Steuern
Aufgrund des Bestehens der ertragsteuerlichen
Organschaft mit der Evonik Industries AG, werden die
latenten Steuern grundsätzlich dem Organträger
zugerechnet. Somit unterbleibt der Ansatz und die Angabe
nach § 285 Nr. 29 HGB.
1.2.6 Umsatzerlöse
Die Realisierung der Umsätze erfolgt, wenn die
Leistung erbracht bzw. die Gefahr an den verkauften
Produkten auf den Kunden übergegangen ist.
Umsatzerlöse werden abzüglich der Umsatzsteuer
sowie etwaiger Preisnachlässe erfasst, wenn die
Lieferung oder Leistung erfolgt ist und die mit dem
Eigentum verbundenen wesentlichen Risiken und Chancen
übertragen worden sind.
2 Erläuterung der Bilanz
2.1 Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine
Restlaufzeit bis zu einem Jahr.
| in Tausend € |
31.12.2023 |
31.12.2022 |
| Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen |
6.424 |
458 |
| Forderungen gegen
verbundene Unternehmen |
64.725 |
42.263 |
| davon
gegen Gesellschafter |
4.095 |
5.084 |
| Forderungen gegen
Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht |
2 |
2 |
|
71.151 |
42.723 |
Die Forderungen gegenüber verbundenen
Unternehmen gliedern sich wie folgt:
| in Tausend € |
31.12.2023 |
31.12.2022 |
| Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen |
4.626 |
5.505 |
| davon
gegen Gesellschafter |
4.095 |
5.084 |
| sonstige Forderungen und
Vermögensgegenstände |
60.099 |
36.758 |
| davon
Finanzforderungen |
60.015 |
36.660 |
|
64.725 |
42.263 |
Die Finanzforderungen gegen verbundene Unternehmen
beinhalten unter anderem Forderungen aus CashPooling und
Ergebnisabführung.
2.2 Eigenkapital
Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt
unverändert zum Vorjahr 1.025 Tausend €. Der
Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme beläuft
sich auf 1,4 Prozent.
Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) beträgt
25.000 €.
Die Kapitalrücklage in Höhe von 1.000
Tausend € resultiert aus einer Erhöhung des
Eigenkapitals durch den Gesellschafter im Jahr 2019.
2.3 Rückstellungen
| Rückstellungen |
31.12.2023 |
|
|
|
Restlaufzeit |
|
|
| in Tausend € |
bis 1 Jahr |
über 1 Jahr |
Gesamt |
| Sonstige
Rückstellungen |
|
|
|
| davon
für ausstehende Rechnungen |
277 |
0 |
277 |
| davon
übrige sonstige Rückstellungen |
1.008 |
3.403 |
4.411 |
| Sonstige
Rückstellungen |
1.285 |
3.403 |
4.688 |
| Rückstellungen |
31.12.2022 |
|
|
|
Restlaufzeit |
|
|
| in Tausend € |
bis 1 Jahr |
über 1 Jahr |
Gesamt |
| Sonstige
Rückstellungen |
|
|
|
| davon
für ausstehende Rechnungen |
339 |
0 |
339 |
| davon
übrige sonstige Rückstellungen |
0 |
0 |
0 |
| Sonstige
Rückstellungen |
339 |
0 |
339 |
Bei den übrigen sonstigen Rückstellungen
handelt es sich um die Rückstellung für das
Regulierungskonto. Die CPM Netz GmbH ist als Netzbetreiber
zur künftigen Entgeltabsenkung verpflichtet. Das
Regulierungskonto dient der Erfassung der Differenzen
(Mehr- oder Mindererlöse) zwischen den
tatsächlichen erzielten Erlösen und den
zulässigen Erlösen (Erlösobergrenze). Die
Rückstellung i. H. v. 4.411 Tausend € wurde im
Geschäftsjahr aufgrund einer Neueinschätzung der
Bilanzierung erstmalig gebildet und betrifft im
Wesentlichen Mehrerlöse aus den vergangenen
Geschäftsjahren. Folglich sind die
Vorjahresbeträge den "Sonstigen Rückstellungen"
mit den Zahlen des Berichtsjahres nicht vergleichbar.
2.4 Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten der CPM Netz GmbH beinhalten
für das Geschäftsjahr 2023 ausschließlich
kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung.
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind insgesamt
KWKG-Förder-Gelder in Höhe von 59.411 (Vorjahr
35.776 Tausend €) enthalten, davon sind 16.718 €
(Vorjahr 31.841Tausend €) langfristige
Verbindlichkeiten.
Die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten
beinhalten die Rückzahlungsverpflichtung betreffend
KWKG-Fördergelder des Jahres 2022 für zwei neue
Gas- und Dampfkraftwerke in Höhe von 36.998 Tausend
€. Da bislang nur ein vorläufiger
Förderbescheid des Bundesamtes für Wirtschaft und
Ausfuhrkontrolle vorlag, müssen zunächst auch die
zustehenden Förderbeträge, die auf 3.114 Tausend
€ beziffert sind, zurückgezahlt werden.
| Verbindlichkeiten |
31.12.2023 |
|
|
|
|
Restlaufzeit |
|
|
|
| in Tausend € |
bis
1 Jahr |
über
1 Jahr |
davon
über 5 Jahre |
Gesamt |
| Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
2.415 |
0 |
0 |
2.415 |
| Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
3.534 |
0 |
0 |
3.534 |
| davon
gegenüber Gesellschafter |
3.232 |
0 |
0 |
3.232 |
| Sonstige
Verbindlichkeiten |
42.770 |
16.718 |
0 |
59.488 |
|
48.719 |
16.718 |
0 |
65.437 |
| Verbindlichkeiten |
31.12.2022 |
|
|
|
|
Restlaufzeit |
|
|
|
| in Tausend € |
bis
1 Jahr |
über
1 Jahr |
davon
über 5 Jahre |
Gesamt |
| Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
2.209 |
0 |
0 |
2.209 |
| Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
3.293 |
0 |
0 |
3.293 |
| davon
gegenüber Gesellschafter |
2.634 |
0 |
0 |
2.634 |
| Sonstige
Verbindlichkeiten |
4.016 |
31.841 |
0 |
35.857 |
|
9.518 |
31.841 |
0 |
41.359 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen gliedern sich wie folgt:
| in Tausend € |
31.12.2023 |
31.12.2022 |
| Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
3.245 |
2.653 |
| davon
gegenüber Gesellschafter |
3.232 |
2.634 |
| Sonstige
Verbindlichkeiten |
289 |
640 |
| davon
Finanzverbindlichkeiten |
289 |
640 |
|
3.534 |
3.293 |
3 Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung
3.1 Umsatzerlöse
Der CPM Netz GmbH erzielt Umsatzerlöse aus dem
Tätigkeitsbereich der Stromverteilung im Chemiepark
Marl, deshalb erfolgt keine regionale Aufteilung der
Umsatzerlöse. Sämtliche Umsatzerlöse der CPM
Netz GmbH aus dem Tätigkeitsbereich
Stromübertragung werden mit konzernverbundenen
Unternehmen sowie fremden Dritten in Deutschland erzielt.
3.2 Herstellungskosten
Die Herstellungskosten der zur Erzielung der
Umsatzerlöse erbrachten Leistungen bestehen unter
anderem aus Aufwendungen aus Stromnetznutzung,
Netzdienstleistungen, Pachtentgelte, Stromnetzumlagen
(inklusive KWK-Umlage) sowie Fremdstrombezug. Die
Herstellungskosten betragen für das Geschäftsjahr
2023 50.890 Tausend € (Vorjahr 47.907 Tausend €).
3.3 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen für das
Geschäftsjahr 2023 betragen 4.441 Tausend €
(Vorjahr 600 Tausend €). Die sonstigen betrieblichen
Aufwendungen setzen sich zusammen aus periodenfremden
Aufwendungen für die Zuführung der
Rückstellung für das Regulierungskonto in
Höhe von 4.411 Tausend €, welche nach
bilanzieller Neueinschätzung im Geschäftsjahr
2023 gebildet wurde, sowie aus 30 Tausend € (Vorjahr
70 Tausend €) Pauschalwertberichtigung.
3.4 Zinsergebnis
Das Zinsergebnis der CPM Netz GmbH für das
Geschäftsjahr 2023 besteht aus Zinserträgen aus
CashPooling in Höhe von 1.631 Tausend € (Vorjahr
294 Tausend €).
4 Sonstige Angaben
4.1 Materialaufwand
Der Materialaufwand des Geschäftsjahres 2023
beträgt 50.890 Tausend € (Vorjahr 47.907 Tausend
€). Zum Materialaufwand zählen Aufwendungen
für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für
bezogene Waren, die im Wesentlich aus Stromnetznutzung und
Fremdstrombezug bestehen. Des Weiteren umfasst der
Materialaufwand Netzdienstleistungen und Pachtentgelte
sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen, die
vollständig aus KWK-Förderungen bestehen.
4.2 Personal
Die CPM Netz GmbH beschäftigt im
Geschäftsjahr 2023 analog dem Vorjahr keine
Arbeitnehmer.
4.3 Abschlussprüferhonorare
Auf die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers
gemäß § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da
diese in den Konzernabschluss der Evonik Industries AG
einfließen.
4.4 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Es bestehen folgende, nicht in der Bilanz
ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen,
die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung
sind:
Angaben nach § 285 Nr. 3 und Nr. 3a HGB
| in Tausend € |
31.12.2023 |
| Verpflichtungen aus
Miet-, Pacht- und Leasingverträgen |
|
| fällig 2024 |
5.387 |
| fällig 2025 |
5.387 |
| Summe |
10.774 |
| davon gegenüber
verbundenen Unternehmen |
10.774 |
| Verpflichtungen aus
Abschaltleistungsvertrag mit Vestolit GmbH |
|
| fällig 2025 |
845 |
| Summe |
845 |
|
11.619 |
Der Pachtvertrag betrifft
Vermögensgegenstände zum Betrieb des Stromnetzes.
Es handelt sich um einen nicht bilanzierten
Operating-Lease-Vertrag. Risiken können sich aus der
Vertragslaufzeit ergeben, sofern eine vollständige
Nutzung nicht mehr möglich ist. Dafür gibt es
keine Anzeichen.
Zwischen der Firma Vestolit GmbH und der CPM Netz
GmbH besteht seit dem 15. Februar 2021 ein Vertrag
über Abschaltleistung (Strom). Die Firma Vestolit GmbH
erhält für die Bereitschaft zur Bereitstellung
und für die Inanspruchnahme von Abschaltleistungen der
Anlage eine mengenunabhängige Vergütung in
Höhe von netto 845 Tausend € pro Jahr.
4.5 Geschäfte mit nahen stehenden Unternehmen und
Personen 2023
Die Aufstellung enthält sämtliche
wesentliche Geschäfte mit nahen stehenden Unternehmen
und Personen. Für die Bestimmung des Kreises der nahen
stehenden Unternehmen und Personen sind auch nach HGB die
Bestimmungen des IAS 24 maßgeblich.
Die CPM Netz GmbH macht von der in § 285 Nr. 21
HGB beschriebenen Vereinfachungsregel Gebrauch und
unterlässt die Angabe von Geschäften mit und
zwischen mittel- und unmittelbar in 100-prozentigem
Anteilsbesitz der Evonik Industries AG stehenden und in
deren Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.
| in Tausend € |
Art der
Beziehung |
| Art des
Geschäfts |
Assoziierte
Unternehmen |
Sonstige
nahestehende
Unternehmen |
Unternehmen der
öffentlichen Hand |
Gemeinschafts-
unternehmen |
| Zinserträge |
- |
- |
- |
- |
| Erbrachte
Dienstleistungen |
- |
20 |
- |
- |
| Bezogene
Dienstleistungen |
- |
- |
201 |
- |
| Sonstige betrieblichen
Aufwendungen |
- |
- |
- |
- |
| Sonstige betriebliche
Erträge |
- |
- |
- |
- |
4.6 Organe der Gesellschaft
Organmitgliedern wurden keine Vorschüsse oder
Kredite gewährt. Es wurden keine
Haftungsverhältnisse zugunsten von Organmitgliedern
eingegangen.
Mitglieder der Geschäftsführung
Bücker, Jürgen, Haltern am See, angestellt
bei Evonik Operations GmbH, Technology &
Infrastructure, Energy and Utilities; Energy Management,
Regulierungsmanagement Energienetze
Holger Brezski, Fernwald, angestellt bei Evonik
Operations GmbH, Technology & Infrastructure, Energy
and Utilities; Energy Management, Regulierungsmanagement
Energienetze
4.7 Angabe zur Anwendung des Energiewirtschaftsgesetz
(EnWG)
Durch den Betrieb des Stromnetzes im Chemiepark Marl,
ist die die CPM Netz GmbH, Essen, gemäß § 3
Nr. 38 EnWG ein vertikal integriertes
Energieversorgungsunternehmen. Vertikal integrierte
Energieversorgungsunternehmen haben die Rechnungslegungs-
und Offenlegungspflichten gemäß § 6b EnWG
zu beachten.
Es liegen abgabepflichtige Geschäfte im Sinne
des § 6b Abs. 2 EnWG vor. Insbesondere besteht ein
Vertrag über die Erbringung kaufmännischer und
technischer Dienstleistungen mit der Evonik Operations
GmbH, für die im Jahr 2023 ein Entgelt von 10.881
Tausend € (Vorjahr 10.328 Tausend €) berechnet
wurde. Außerdem pachtet die CPM Netz GmbH die Anlagen
des Elektrizitätsverteilungsnetzes von der Evonik
Operations GmbH, Essen. Dafür wurde 2023 ein
Pachtentgelt von 6.372 Tausend € (Vorjahr 6.778
Tausend €) entrichtet.
4.8 Nachtragsbericht
Aufgrund der Endabrechnung der KWKG-Förderung
betreffend das Jahr 2022 wurden im Mai bzw. Juni 2024 3.145
Tausend € für ein vorhandenes Gas- und
Dampfkraftwerk sowie 36.998 Tausend € für zwei
neue Gas- und Dampfkraftwerke an einen
Übertragungsnetzbetreiber zurückgezahlt. Dies
hatte entsprechende Reduzierungen sowohl der
Verbindlichkeiten aus KWKG-Förderung als auch der
Cash-Pool-Forderung zur Folge.
4.9 Einbeziehung in den Konzernabschluss der
Evonik Industries AG
Die CPM Netz GmbH, Essen, wird in den
Konzernabschluss der Evonik Industries AG, Essen,
einbezogen. Die RAG-Stiftung, Essen, stellt den
Konzernabschluss für den größten Kreis und
Evonik Industries AG, Essen, für den kleinsten Kreis
von Unternehmen auf. Beide Konzernabschlüsse werden im
Bundesanzeiger veröffentlicht.
Essen, 13. Juni 2024
CPM
Netz GmbH Die Geschäftsführung
Jürgen
Bücker
Holger
Brezski
Tätigkeitsabschluss
für das Geschäftsjahr 2023 gemäß
§ 6b Absatz 3 Nr. 2 EnWG Elektrizitätsverteilung
Bilanz Elektrizitätsverteilung der CPM Netz GmbH,
Essen, zum 31. Dezember 2023
| in T€ |
31.12.2023 |
31.12.2022 |
| Forderungen aus
Lieferung und Leistung |
6.424 |
458 |
| Forderungen gegen
verbundene Unternehmen |
64.725 |
42.263 |
| Forderungen mit
Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht |
2 |
2 |
|
Kapitalausgleichsposten |
203 |
22 |
| Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
71.354 |
42.745 |
| Flüssige
Mittel |
0 |
0 |
| Umlaufvermögen |
71.354 |
42.745 |
| Summe Aktiva |
71.354 |
42.745 |
| Gezeichnetes
Kapital |
25 |
25 |
|
Kapitalrücklage |
1.000 |
1.000 |
| Eigenkapital |
1.025 |
1.025 |
| sonstige
Rückstellungen |
4.688 |
339 |
| Rückstellungen |
4.688 |
339 |
| Verbindlichkeiten aus
Lieferung und Leistung |
2.415 |
2.209 |
| Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
3.737 |
3.315 |
| sonstige
Verbindlichkeiten |
59.488 |
35.857 |
| Verbindlichkeiten |
65.640 |
41.381 |
| Summe Passiva |
71.354 |
42.745 |
Gewinn-
und Verlustrechnung Elektrizitätsverteilung der CPM
Netz GmbH, Essen, für den Zeitraum vom 1. Januar bis
31. Dezember 2023
| in T€ |
2023 |
2022 |
| Umsatzerlöse |
47.315 |
48.598 |
| Herstellungskosten der
zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten
Leistungen |
-50.668 |
-47.883 |
| Bruttoergebnis vom
Umsatz |
-3.353 |
715 |
| Allgemeine
Verwaltungskosten |
-212 |
-275 |
| sonstige betriebliche
Erträge |
0 |
530 |
| sonstige betriebliche
Aufwendungen |
-4.441 |
-600 |
| Ergebnis der
betrieblichen Tätigkeit |
-8.006 |
370 |
| Finanzergebnis |
1.631 |
294 |
| Ergebnis vor
Gewinnabführung |
-6.375 |
664 |
| Erträge aus
Verlustübernahme /Aufwendungen aufgrund eines
Gewinnabführungsvertrages |
6.375 |
-664 |
| Jahresfehlbetrag /
Jahresüberschuss |
- |
- |
1 Allgemeine Erläuterungen
Im Hinblick auf die Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden, die dem Tätigkeitsabschluss
zugrunde gelegt wurden, verweisen wir auf die Angaben im
Anhang des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 der CPM
Netz GmbH, Essen.
Um den Anforderungen der Regulierungsbehörden
gerecht zu werden und die Vergleichbarkeit zum Vorjahr zu
ermöglichen, wird die Gewinn- und Verlustrechnung nach
dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt und der
Tätigkeitsabschluss in vollen Euro bzw. Tausend €
berichtet.
Seit dem 1. Januar 2019 ist die CPM Netz GmbH der
Pächter des Elektrizitätsverteilungsnetzes am
Standort Marl.
Der Elektrizitätsverteilung werden die
Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Transport von
Elektrizität im Mittel-, und Niederspannungsnetz im
Chemiepark Marl zugeordnet.
2 Ermittlung einzelner Bilanzpositionen
Alle Bilanzpositionen werden im ersten Schritt direkt
den Tätigkeiten zugeordnet. Soweit eine direkte
Zuordnung nicht möglich ist, erfolgt die Zuordnung
mittels Verteilschlüssel. Hierbei werden alle
Positionen, welche die Elektrizitätsverteilung nicht
betreffen, ausgeschlossen. Die verbleibenden Positionen
werden mit einem Schlüssel anteilig der
Elektrizitätsverteilung zugerechnet. Dem
Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung werden
alle Positionen der CPM Netz GmbH abzüglich der
Positionen des Tätigkeitsbereiches
grundzuständiger Messstellenbetrieb zugeordnet. Im
Einzelnen wird auf den Abschluss grundzuständiger
Messstellenbetrieb der CPM Netz GmbH verwiesen.
2.1 Anlagevermögen
Die CPM Netz GmbH hat kein Anlagevermögen.
2.2 Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände des
Tätigkeitsabschlusses Elektrizitätsverteilung
haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die
Forderungen gegen verbunden Unternehmen beinhalten
Finanzforderungen in Höhe von 59.793 T€ (Vorjahr
36.636 T€) und einem Ertrag aus Verlustübernahme
in Höhe von 6.375 T€ (Vorjahr 0 T€).
2.3 Eigenkapital
Die Ausgleichsposition stellt die Überleitung
zwischen den Aktiva und Passiva in der Bilanz dar. Ein
passiver Unterschiedsbetrag wird innerhalb des
Eigenkapitals ausgewiesen, während ein aktiver
Unterschiedsbetrag innerhalb der Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände ausgewiesen wird.
2.4 Verbindlichkeiten
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind insgesamt
KWKG-Zuschläge in Höhe von 59.411 T€
enthalten, wobei 16.718 T€ langfristige
Verbindlichkeiten sind. Alle weiteren Verbindlichkeiten der
Elektrizitätsverteilung haben eine Restlaufzeit von
unter einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen beinhalten unter anderem
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in
Höhe von 3.227 T€ (Vorjahr 2.651 T€).
3 Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung
Alle Erträge und Aufwendungen werden
grundsätzlich mittels Aufträgen, Kostenstellen
und Profitcentern direkt den Tätigkeiten zugeordnet.
Die Erträge und Aufwendungen der gemeinsamen Bereiche
werden durch differenzierte Verteilschlüssel auf die
anderen Tätigkeiten umgelegt.
4 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die im Jahresabschluss aufgeführten sonstigen
finanziellen Verpflichtungen betreffen sämtlich den
Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung.
Essen, 13. Juni 2024
CPM
Netz GmbH Die Geschäftsführung
Jürgen
Bücker
Holger
Brezski
Tätigkeitsabschluss
grundzuständiger Meßstellenbetrieb der CPM Netz
GmbH gemäß § 6b Absatz 3 Nr. 2 EnWG und
nach § 3 Abs. 4 MsbG für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 Bilanz
| in € |
31.12.2023 |
31.12.2022 |
| Forderungen gegen
verbundene Unternehmen |
221.646 |
23.841 |
| Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
221.646 |
23.841 |
| Umlaufvermögen |
221.646 |
23.841 |
| Summe Aktiva |
221.646 |
23.841 |
| Eigenkapital |
0 |
0 |
|
Kapitalausgleichsposten |
203.145 |
21.822 |
| Eigenkapital |
203.145 |
21.822 |
| Rückstellungen |
0 |
0 |
| Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
18.501 |
2.019 |
| Verbindlichkeiten |
18.501 |
2.019 |
| Summe Passiva |
221.646 |
23.841 |
Gewinn- und Verlustrechnung
| in € |
2023 |
2022 |
| Umsatzerlöse |
402 |
420 |
| Herstellungskosten der
zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten
Leistungen |
-222.013 |
-24.226 |
| Bruttoergebnis vom
Umsatz |
-221.611 |
-23.806 |
| Ergebnis vor
Gewinnabführung |
-221.611 |
-23.806 |
| Erträge aus
Verlustübernahme |
222.611 |
23.806 |
| Jahresfehlbetrag |
- |
- |
1 Allgemeine Erläuterungen
Im Hinblick auf die Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden, die dem Tätigkeitsabschluss
zugrunde gelegt wurden, verweisen wir auf die Angaben im
Anhang des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 der CPM
Netz GmbH, Essen.
Um den Anforderungen der Regulierungsbehörden
gerecht zu werden und die Vergleichbarkeit zum Vorjahr zu
ermöglichen, wird die Gewinn- und Verlustrechnung nach
dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt und der
Tätigkeitsabschluss in vollen Euro bzw. Tausend €
berichtet.
Seit dem 01. Januar 2019 ist die CPM Netz GmbH der
Pächter des Elektrizitätsverteilungsnetzes am
Standort Marl.
Der Messtellenbetrieb ist Aufgabe des
grundzuständigen Messstellenbetreibers - hier die CPM
Netz GmbH. Die CPM Netz GmbH ist zuständig für
den Einbau, Betrieb und Wartung der Messstellen.
2 Ermittlung einzelner Bilanzpositionen
Alle Bilanzpositionen werden im ersten Schritt direkt
den Tätigkeiten zugeordnet. Soweit eine direkte
Zuordnung nicht möglich ist, erfolgt die Zuordnung
mittels Verteilschlüssel. Hierbei werden alle
Positionen, die den Messstellenbetrieb nicht betreffen,
ausgeschlossen. Bei den Forderungen aus Lieferung und
Leistung gegen verbundene Unternehmen wird von einem
Zahlungsziel von einem Monat ausgegangen, weshalb hier ein
Zwölftel des Jahresumsatzes angesetzt wird. Analog
wird bei den Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung
bei gleichem Zahlungsziel ein Zwölftel der
Materialkosten zugrunde gelegt.
2.1 Anlagevermögen
CPM Netz GmbH hat kein Anlagevermögen.
2.2 Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände des Messstellenbetriebes
haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die
Forderungen gegen verbunden Unternehmen beinhalten
Forderungen aus Lieferung und Leistung gegen den
Gesellschafter in Höhe von 33,50 € (Vorjahr 35,00
€) und Finanzforderungen aus Verlustübernahme in
Höhe von 221.611 € (Vorjahr 23.806,00 €).
2.3 Eigenkapital
Die Ausgleichsposition stellt die Überleitung
zwischen den Aktiva und Passiva in der Bilanz dar. Ein
passiver Unterschiedsbetrag wird innerhalb des
Eigenkapitals ausgewiesen, während ein aktiver
Unterschiedsbetrag innerhalb der Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände ausgewiesen wird.
2.4 Verbindlichkeiten
Alle Verbindlichkeiten des Messstellenbetriebs haben
eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
beinhalten ausschließlich Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen in Höhe von 18.501,08
€ (Vorjahr 2.018,83 €).
3 Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung
Alle Erträge und Aufwendungen werden
grundsätzlich mittels Aufträgen, Kostenstellen
und Profitcentern direkt den Tätigkeiten zugeordnet.
Die Erträge und Aufwendungen der gemeinsamen Bereiche
werden durch entsprechende Verteilschlüssel auf die
anderen Tätigkeiten umgelegt.
Essen, 13. Juni 2024
CPM
Netz GmbH Die Geschäftsführung
Jürgen
Bücker
Holger
Brezski
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die CPM Netz GmbH, Essen
Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der CPM Netz GmbH,
Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und
der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CPM Netz
GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum
31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens- und Finanzlage der
Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer
Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis zum 31. Dezember 2023 und
|
| ― |
vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen
steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den deutschen
gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
dar.
|
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen
wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen
im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und
führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf
diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher
als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, da dolose Handlungen kollusives
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen
interner Kontrollen beinhalten können.
|
| ― |
gewinnen wir ein
Verständnis von dem für die Prüfung
des Jahresabschlusses relevanten internen
Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu
planen, die unter den gegebenen Umständen
angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme
der Gesellschaft abzugeben.
|
| ― |
beurteilen wir die
Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die
Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern
dargestellten geschätzten Werte und damit
zusammenhängenden Angaben.
|
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes
der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
sowie, auf der Grundlage der erlangten
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung
der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.
Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine
wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir
verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die
dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen
unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis
zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu
führen, dass die Gesellschaft ihre
Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen
kann.
|
| ― |
beurteilen wir Darstellung,
Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung
der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt.
|
| ― |
beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild
von der Lage des Unternehmens.
|
| ― |
führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben
im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender
geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir
dabei insbesondere die den zukunftsorientierten
Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde
gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die
sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten
Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges
Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten
Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen
geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
|
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche
Anforderungen
Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der
Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und
§ 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG
Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre
Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und
§ 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter
Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis
zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus
haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die
Tätigkeiten "Elektrizitätsverteilung" und
"Grundzuständiger Messstellenbetrieb für moderne
Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme" nach §
6b Abs. 3 Satz 1 EnWG sowie § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG -
bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und
der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
sowie den als Anlage beigefügten Angaben zu den
Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der
Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.
| ― |
Nach unserer Beurteilung wurden
die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis
5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur
Führung getrennter Konten in allen wesentlichen
Belangen eingehalten.
|
| ― |
Nach unserer Beurteilung
aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen
Erkenntnisse entsprechen die beigefügten
Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen
Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b
Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs.
4 Satz 2 MsbG.
|
Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der
Pflichten zur Führung getrennter Konten und der
Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit
§ 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW
Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b
Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021))
durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen
Vorschriften und Grundsätzen ist nachfolgend
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den IDW
Qualitätsmanagementstandard: Anforderungen an das
Qualitätsmanagement in der
Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir
sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur
Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b
Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zu dienen.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3
Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur
Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter
sind auch verantwortlich für die Aufstellung der
Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen
Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG
und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie
als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur
Führung getrennter Konten einzuhalten.
Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für
die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im
Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter
für den Jahresabschluss und den Lagebericht"
hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen
Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige
Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Tätigkeit zu vermitteln braucht.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen,
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ob die gesetzlichen Vertreter
ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis
5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur
Führung getrennter Konten in allen wesentlichen
Belangen eingehalten haben und
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ob die
Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen
Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b
Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs.
4 Satz 2 MsbG entsprechen.
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Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in
den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere
Prüfungsurteile zur Einhaltung der
Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und
§ 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG beinhaltet.
Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach
§ 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs.
4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten umfasst
die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den
Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4
EnWG sowie nach § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG sachgerecht und
nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der
Stetigkeit beachtet wurde.
Unsere Verantwortung für die Prüfung der
Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt
"Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"
hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen
Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den
jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der
sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.
Essen, den 13. Juni 2024
KPMG
AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Dr.
Hain, Wirtschaftsprüfer
Köttner,
Wirtschaftsprüferin
Feststellung des
Jahresabschlusses
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 11.
Juli 2024 festgestellt.
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