Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 98826
Vorher
Sema GmbHAtos Holding GmbHAtos Worldline Holding GmbHWorldline Holding GmbH
Eingetragen
21.8.1969
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Gegenstand
Erbringung von Leistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie, vorwiegend Beratung, Entwicklung, Handel mit und Betrieb von Software-Produkten, sowie die Umsetzung von Projekten in diesem Bereich. Ferner kann die Gesellschaft Zahlungsinstituten und anderen Unternehmen Betriebsmittel, wie zum Beispiel Terminals, vermieten und verkaufen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Susanne Denker
seit 18.12.2025
Geschäftsführer
Daniela Vogt
seit 25.5.2021
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Worldline Luxembourg SALUX
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Worldline Luxembourg SA
Luxembourg
28.100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Worldline Germany GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software-Lizenzen und Belieferungsrechte 0,00 5.147.562,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 811.400,10
0,00 5.958.962,10
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 7.025.889,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 71.850.844,00 45.218.498,00
71.850.844,00 58.203.349,10
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 0,00 45.775,77
2. Waren 0,00 119.145,00
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 6.488.876,59
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 756.710,00 3.666.905,13
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.178.939,82 835.370,34
1.935.649,82 10.991.152,06
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 95.870.847,38 84.107.132,24
97.806.497,20 95.263.205,07
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 2.818.516,11
169.657.341,20 156.285.070,28

Passiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 28.100.000,00 28.100.000,00
II. Kapitalrücklage 74.842.775,45 74.842.775,45
III. Gewinnrücklagen 432.041,64 432.041,64
IV. Gewinnvortrag 5.294.350,64 13.492.622,34
V. Jahresüberschuss 30.173.241,54 16.801.728,30
138.842.409,27 133.669.167,73
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.030.689,00 10.274.451,00
2. Steuerrückstellungen 1.733.908,12 225.000,00
3. Sonstige Rückstellungen 21.000,00 6.857.972,10
5.785.597,12 17.357.423,10
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 514.785,20
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 2.838.891,35
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 2.838.891,35)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 25.029.334,81 521.320,85
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 25.029.334,81 (Vorjahr: EUR 521.320,85)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 901.137,13
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 901.137,13)
davon aus Steuern: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 623.921,23)
25.029.334,81 4.776.134,53
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 482.344,92
169.657.341,20 156.285.070,28

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 0,00 64.055.919,17
2. Verminderung des Bestandes an unfertigen Leistungen 0,00 11.159,17
3. Sonstige betriebliche Erträge 19.086.534,58 495.660,95
davon aus der Währungsumrechnung: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 5.826,28)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 0,00 2.378.767,42
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 0,00 11.437.151,83
5. Personalaufwand
a) Gehälter 0,00 26.147.313,02
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 284.640,39 5.360.207,49
davon für Altersvorsorgeng: EUR -284.640,39 (Vorjahr: EUR 3.193.925,20)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 811.400,10 3.203.893,31
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 44.031,39 14.671.784,22
davon aus der Währungsumrechnung: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 17.580,03)
8. Erträge aus Beteiligungen 11.095.798,30 15.754.288,75
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 11.095.798,30 (Vorjahr: EUR 15.754.288,75)
9. Zinsen und ähnliche Erträge 2.615.100,67 204.396,47
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 443.367,69 435.763,75
davon aus Aufzinzung: EUR 432.014,00 (Vorjahr: EUR 426.855,31)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.602.686,94 414.697,83
12. Ergebnis nach Steuern 30.180.587,82 16.449.527,30
13. Sonstige Steuern 7.346,28 352.201,00
14. Jahresüberschuss 30.173.241,54 16.801.728,30

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1. ALLGEMEINES

Die Worldline Germany GmbH hat ihren Sitz in Frankfurt und wird im Registergericht Frankfurt am Main unter der Handelsregister Nr. HRB 98826 geführt. Die Gesellschaft erfüllt zum 31. Dezember 2023 die Kriterien einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 i.V.m. Abs. 4 Satz 1 HGB.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2023 hat die Worldline Germany GmbH alle für den operativen Geschäftsbetrieb relevanten Vermögenswerte, Kunden- und Lieferantenverträge sowie Mitarbeiter der Gesellschaft an die equensWorldline SE Utrecht, Niederlande übertragen. In diesem Zusammenhang erfolgte eine Änderung der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft hin zu einer Holdinggesellschaft.

Die Bilanzierung und Bewertung wurde nach den allgemeinen Vorschriften der §§ 242 bis 256a HGB unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 bis 289 HGB) vorgenommen.

2. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird nach § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB planmäßig linear über 10 Jahre abgeschrieben, da die voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann. Außerplanmäßige Abschreibungen werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Die Finanzanlagen werden zu den fortgeführten Anschaffungskosten bzw. bei dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert am jeweiligen Abschlussstichtag bewertet. Das Wahlrecht bei nicht dauernder Wertminderung wird dergestalt ausgeübt, dass in diesen Fällen keine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen wird.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nominalwert angesetzt.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Zur Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden versicherungsmathematische Gutachten der Willis Towers Watson GmbH, München, zugrunde gelegt. Die Gutachten basieren auf folgenden Bewertungsverfahren und grundlegenden Annahmen:

Bewertungsmethode: Projected-Unit-Credit-Methode (PUC)
Biometrie: Richttafeln Heubeck 2018 G
Rechnungszins: 1,82 % zum 31.12.2023 (10-Jahres-Durchschnitt)
1,74 % zum 31.12.2023 (7-Jahres-Durchschnitt)
1,78 % zum 31.12.2022 (10-Jahres-Durchschnitt)
Dynamik der anrechenbaren Bezüge: 2,5 %
Anpassung der laufenden Renten: 2,1 %

Fluktuationswahrscheinlichkeiten wurden gestaffelt berücksichtigt. Die Effekte aus der Veränderung des Rechnungszinssatzes werden im Finanzergebnis erfasst.

Im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sind die Pensionsrückstellungen weiterhin mit dem 10-Jahres-Durchschnittszins ermittelt worden. Somit wurde ein Zinssatz von 1,82 % anstelle eines 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes von 1,74 % verwendet. Der Differenzbetrag zu der 7-Jahres-Betrachtung beträgt TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 746) und ist zur Ausschüttung gesperrt.

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), die auf eine Rückstellung für Pensionen entfallen, wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte betragen TEUR 804, der Zeitwert der Vermögenswerte beläuft sich auf TEUR 400.

Nach Verrechnung mit dem Deckungsvermögen ergibt sich ein Rückstellungsbetrag in Höhe von TEUR 4.031. Insgesamt werden unter den Zinsaufwendungen somit Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 432 (Vorjahr: TEUR 427) ausgewiesen.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Vom Abzinsungswahlrecht für kurzfristige Rückstellungen wurde kein Gebrauch gemacht.

Sämtliche Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern resultieren aus unterschiedlichen handels- und steuerbilanziellen Ansätzen im Bereich der Bilanzierung von Pensionsrückstellungen sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Die temporären Differenzen werden mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz von 32 % bewertet. Bei der Berechnung der latenten Steuern wird das Temporary-Konzept angewendet. In Ausübung des Aktivierungswahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde auf die Aktivierung verzichtet.

3. VERGLEICHBARKEIT MIT DEM VORJAHR

Folgende nachfolgend beschriebene Beträge der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung sind aufgrund der Übertragung des operativen Geschäftsbetriebs auf die equensWorldline SE Utrecht, Niederlande nicht mit dem Vorjahr vergleichbar:

Immaterielle Vermögensgegenstände

Sachanlagen

Vorräte

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Sonstige Rückstellungen

Verbindlichkeiten

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Umsatzerlöse

Sonstige betriebliche Erträge

Materialaufwand

Personalaufwand

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Sonstige betriebliche Aufwendungen

4. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

ANLAGEVERMÖGEN

Es wird auf die gesonderte Anlage zum Anhang (Anlagenspiegel) verwiesen, in der die Entwicklung des Anlagevermögens dargestellt ist.

Übersicht Anteile an verbundenen Unternehmen:

Gesellschaft: Eigenkapital 2023 Anteil am Eigenkapital Ergebnis 2023
TEUR TEUR
equensWorldline SE, Utrecht 920.598 17,82 % 6.807
Worldline Austria GmbH, Wien 9.973 100,00 % 474

FORDERUNGEN

a) Mitzugehörigkeit zu anderen Posten

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 757 (Vorjahr: TEUR 0) aus internen Weiterbelastungen im Rahmen der Übertragung des operativen Geschäftsbetriebs. Es sind keine Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (Vorjahr: TEUR 3.667) enthalten.

Darin sind (wie im Vorjahr) keine Forderungen gegen den Gesellschafter enthalten.

b) Restlaufzeiten

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN

Die Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 4.031 (Vorjahr: TEUR 10.274) umfassen die direkten vertraglichen Versorgungsansprüche der Pensionäre sowie der bereits ausgeschiedenen ehemaligen Mitarbeiter mit einer unverfallbaren Anwartschaft.

STEUERRÜCKSTELLUNGEN

Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 1.734 (Vorjahr: TEUR 225) betreffen Rückstellungen für die Geschäftsjahre 2022 und 2023, die bisher noch nicht veranlagt wurden.

SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten folgende Positionen:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Rückstellung für ausstehende Rechnungen 21 3.834
Bonusrückstellungen 0 1.515
Urlaubs- und Gleitzeitrückstellungen 0 1.174
Gewährleistungsrückstellung und Rückstellungen für drohende Risiken aus Projekten 0 240
Sonstige Rückstellungen für Personal 0 95
Summe 21 6.858

VERBINDLICHKEITEN

a) Mitzugehörigkeit zu anderen Posten

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 25.000 (Vorjahr: TEUR 0) aus einer Gewinnausschüttung enthalten. Zudem sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 1.351) enthalten.

b) Restlaufzeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

5. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

UMSATZERLÖSE

Mit Wirkung zum 1. Januar 2023 hat die Worldline Germany GmbH ihren operativen Geschäftsbetrieb an die equensWorldline SE Utrecht, Niederlande übertragen und seither somit keine Umsatzerlöse mehr erzielt.

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung in Höhe von TEUR 19.019 (Vorjahr: TEURO) aus der Übertragung des operativen Geschäftsbetriebs auf die equensWorldline SE Utrecht, Niederlande sowie periodenfremde Erträge von TEUR 68 (Vorjahr: TEUR 329) aus der Auflösung von Rückstellungen.

ABSCHREIBUNGEN AUF IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE DES ANLAGEVERMÖGENS UND SACHANLAGEN

Die Abschreibungen in Höhe von TEUR 811 (Vorjahr: TEUR 3.204) enthalten in voller Höhe außerordentliche Aufwendungen aus der außerplanmäßigen Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes (Vorjahr: TEUR 0).

BETEILIGUNGSERTRÄGE

Die Beteiligungserträge entfallen auf Ausschüttungen der equensWorldline SE Utrecht, Niederlande.

SONSTIGE ZINSEN UND ÄHNLICHE ERTRÄGE

Die Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten im Wesentlichen Zinserträge aus Cash-Pooling in Höhe von TEUR 2.609 (Vorjahr: TEUR 204).

STEUERN

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 377 (Vorjahr: TEUR 30) enthalten. Aus der Anwendung des MinStG ergeben sich für das Geschäftsjahr 2023 keine steuerlichen Auswirkungen.

6. SONSTIGE ANGABEN

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Die Worldline Germany GmbH ist in das konzernweite Cash-Pooling über die ING AG, Frankfurt am Main, und die Bank Mendes Gans N.V., Amsterdam, Niederlande, eingebunden und haftet gesamtschuldnerisch für hieraus entstehende Verbindlichkeiten. Aufgrund des positiven Gesamtsaldos des Worldline-Cash-Pools gegenüber der Bank Mendes Gans N.V., Amsterdam, Niederlande, zum Stichtag ist kein Risiko einer Inanspruchnahme ersichtlich.

MITARBEITER

Während des Geschäftsjahres vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 hat die Gesellschaft keine Mitarbeiter mehr beschäftigt (Vorjahr: im Durchschnitt 323).

KONZERNABSCHLUSS

Die Gesellschaft steht mit der Worldline SA, Luxemburg (Luxemburg), und deren verbundenen Unternehmen in einem Konzernverhältnis. Die Gesellschaft gehört dem Vollkonsolidierungskreis der Worldline SA, Luxemburg, an. Sie stellt einen befreienden Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach internationaler Rechnungslegung auf. Der wird beim dortigen Handelsregister unter der Register-Nr. 2000 2235 278 hinterlegt.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Worldline SA, Bezons (Frankreich), einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Konzernunternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist auf der Homepage des Konzerns abrufbar unter:

https://investors.worldline.com/en/home/results-reports/results-archives.html

ORGANE DER GESELLSCHAFT

Der Geschäftsführung gehörten im Berichtszeitraum an:

Benjamin Raclot, Wiesbaden, Hauptberuflicher Geschäftsführer der Worldline Germany GmbH

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

WESENTLICHE EREIGNISSE NACH ENDE DES GESCHÄFTSJAHRES

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens nehmen könnten, haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ereignet.

VORSCHLAG ZUR ERGEBNISVERWENDUNG

Wir schlagen vor, den zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Jahresüberschuss in voller Höhe an den Gesellschafter auszuschütten.

 

Frankfurt am Main, den 5. Juli 2024

Benjamin Raclot, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Bruttobuchwerte
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software-Lizenzen und Belieferungsrechte 7.500.115,78 0,00 7.500.115,78 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.318.285,82 0,00 2.318.285,82 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
9.818.401,60 0,00 9.818.401,60 0,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.081.359,06 0,00 9.081.359,06 0,00
9.081.359,06 0,00 9.081.359,06 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 45.218.498,00 26.632.346,00 0,00 71.850.844,00
45.218.498,00 26.632.346,00 0,00 71.850.844,00
64.118.258,66 26.632.346,00 18.899.760,66 71.850.844,00
kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software-Lizenzen und Belieferungsrechte 2.352.553,78 0,00 2.352.553,78 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.506.885,72 811.400,10 2.318.285,82 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3.859.439,50 811.400,10 4.670.839,60 0,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.055.470,06 0,00 2.055.470,06 0,00
2.055.470,06 0,00 2.055.470,06 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
5.914.909,56 811.400,10 6.726.309,66 0,00
Nettobuchwerte
Stand am 31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software-Lizenzen und Belieferungsrechte 0,00 5.147.562,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 811.400,10
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
0,00 5.958.962,10
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 7.025.889,00
0,00 7.025.889,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 71.850.844,00 45.218.498,00
71.850.844,00 45.218.498,00
71.850.844,00 58.203.349,10

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Gliederung

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

2. Ertragslage

3. Finanzlage

4. Vermögenslage

5. Chancen und Risiken

6. Prognosebericht

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

1.1 Tätigkeitsbereich

Die Worldline-Gruppe (im Folgenden Worldline) ist eine führende europäische Gruppe im Bereich der Zahlungsverkehrs- und Transaktionsdienste. Worldline bietet ihren Kunden die Services der neuen Generation, mit denen Unternehmen ihren Endkunden innovative und reibungslos funktionierende Lösungen bereitstellen können. Auf Basis der über 40-jährigen Erfahrung im B2B2C-Umfeld unterstützt Worldline Unternehmen aller Branchen und Größenordnungen und hilft ihnen in einer sich kontinuierlich weiterentwickelnden Marktlandschaft.

Mit Einbringungsvertrag vom 29. Dezember 2022 hat die Worldline Germany GmbH mit rechtlicher und wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2023 alle für den operativen Geschäftsbetrieb relevanten Vermögenswerte, Kunden- und Lieferantenverträge sowie Mitarbeiter der Gesellschaft in die equensWorldline SE Utrecht, Niederlande (eWL SE) nach § 20 Abs. 1 UmwStG eingebracht. Die Einbringung erfolgte gegen die Gewährung neuer Anteile an der eWL SE. Dadurch erhöhte sich die Beteiligung der Worldline Germany an der eWL SE von 17,07 % auf 17,82 %. Hierdurch erfolgte eine Änderung der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft hin zu einer Holdinggesellschaft zur Verwaltung der Beteiligungen.

1.2 Branchen- und gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Worldline Germany GmbH führt als Verwaltungsholding keinen eigenen operativen Geschäftsbetrieb mehr. Haupteinnahmequellen sind folglich die von den Tochtergesellschaften erhaltenen Gewinnausschüttungen, vor allem von der equensWorldline SE Utrecht, Niederlande sowie die Zinseinnahmen.

Innerhalb der Worldline Gruppe ist die equensWorldline SE Utrecht, Niederlande in der Global Business Line Financial Services tätig und konzentriert sich auf die Bereitstellung moderner digitaler Zahlungslösungen. Die Zahlungsverkehrsbranche befindet sich aktuell in einem Wandel, der hauptsächlich durch neue Technologien sowie ein sich schnell änderndes Umfeld an Wettbewerbern, Kundenerwartungen und Regulierungen vorangetrieben wird. Das Jahr 2023 wurde weltweit wieder einmal zu einem Jahr der großen Herausforderungen. Die Invasion in der Ukraine, Handelskriege, Unterbrechungen der Lieferketten und der Klimawandel führten zu wachsenden geopolitischen Spannungen. Die Energiekrise verstärkte den Pessimismus der Verbraucher und viele Regionen der Welt erreichten eine Inflation wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Viele Zahlungsverkehrsunternehmen waren stark von den Veränderungen dieser makroökonomischen Bedingungen und den Erwartungen der Anleger betroffen. Die equensWorldline SE Utrecht, Niederlande wird weiterhin intensiv in neue und innovative Lösungen investieren, um den Kunden Dienstleistungen, Produkte und Lösungen anbieten, um Zahlungen nahtlos, sicher und effizient zu tätigen und zu empfangen.

Nach einer Phase niedriger und sogar negativer Leitzinsen hob die Europäische Zentralbank ab dem 2. Halbjahr 2022 die Leitzinsen nach mehr als sechs Jahren erstmals wieder stetig an. Mit den Zinsschritten aus dem Jahr 2023 erreichte der wichtigste Leitzins der Europäischen Zentralbank Ende Dezember 2023 ein Niveau von 4,5 %.

2. Ertragslage

2.1 Überblick

Die Ertragslage setzt sich wie folgt zusammen:

2023 2022 Veränderung 2023 - 2022
TEUR TEUR TEUR %
Umsatzerlöse 0 64.056 -64.056 -100,0
Veränderung des Bestands an unfertigen Leistungen 0 -11 11 100,0
Gesamtleistung 0 64.045 -64.045 -100,0
Aufwendungen für bezogene Waren 0 -2.379 2.379 100,0
Aufwendungen für bezogene Leistungen 0 -11.437 11.437 100,0
Rohertrag 0 50.229 -50.229 -100,0
Sonstige betriebliche Erträge 19.087 496 18.591 3.750,7
Personalaufwand 285 -31.508 31.792 100,9
Abschreibungen -811 -3.204 2.393 74,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen -44 -14.672 14.628 99,7
Betriebliche Aufwendungen -571 -49.383 48.812 98,8
Betriebsergebnis 18.516 1.341 17.175 1.280,4
Zinsergebnis 2.172 -231 2.403 1.038,7
Erträge aus Beteiligungen 11.096 15.754 -4.658 -29,6
Ergebnis aus normaler Geschäftstätigkeit 31.783 16.864 14.919 88,5
Ertragsteuern / sonstige Steuern -1.610 -62 -1.548 -2.476,2
Jahresüberschuss 30.173 16.802 13.372 79,6

2.2 Sonstige betriebliche Erträge und Kostenentwicklung

2.2.1 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge in Höhe von TEUR 19.019 aus der Übertragung des Geschäftsbetriebs an die equensWorldline SE Utrecht, Niederlande (Vorjahr: TEUR 0) sowie aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 68 (Vorjahr: TEUR 329).

2.2.2 Abschreibungen

Die Abschreibungen entfallen in voller Höhe auf die außerplanmäßige Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes von TEUR 811 (Vorjahr: TEUR 0).

2.3.3 Erträge aus Beteiligungen

Der Posten enthält in Höhe von TEUR 11.096 (Vorjahr: TEUR 15.754) den Betrag aus der Gewinnausschüttung der equensWorldline SE Utrecht, Niederlande.

2.3.4 Zinsergebnis

Aufgrund der gestiegenen Zinsentwicklung ist das Zinsergebnis vor allem durch die Zinserträge aus Cash-Pooling in Höhe von TEUR 2.609 (Vorjahr: TEUR 204) geprägt. Ab September 2022 wurden seit der Phase niedriger und sogar negativer Leitzinsen erstmals wieder positive Zinserträge aus dem Cash-Pooling erwirtschaftet. Im Laufe des Jahres 2023 stiegen die Zinsen weiter an, was zu einem deutlichen Anstieg der Zinserträge im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr geführt hat.

2.3.5 Jahresüberschuss

Der Jahresüberschuss der Gesellschaft beträgt TEUR 30.173 und liegt damit um TEUR 13.372 über dem Vorjahresergebnis sowie dem prognostiziertem Niveau. Ursächlich hierfür ist vor allem der Ertrag aus der Übertragung des Geschäftsbetriebs an die equensWorldline SE Utrecht, Niederlande sowie die gestiegenen Zinserträge. Ein gegenläufiger Effekt resultiert aus der im Vergleich zum Vorjahr geringeren Gewinnausschüttung der equensWorldline SE Utrecht, Niederlande.

3. Finanzlage

Das Unternehmen war im Geschäftsjahr 2023 und ist jederzeit in der Lage, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Der Finanzmittelfonds besteht aus den flüssigen Mitteln (Guthaben bei Kreditinstituten):

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Flüssige Mittel 95.871 84.107
Finanzmittelfonds 95.871 84.107

Der Cashflow aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR -3.363 (Vorjahr: TEUR 5.989). Im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 erzielte die Gesellschaft einen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 15.127 (Vorjahr: TEUR 5.025).

Investitionen

Die Investitionen in das Anlagevermögen betrugen TEUR 26.632 (Vorjahr: TEUR 9.817); diese entfielen vollständig auf den Zugang der Anteile an der equensWorldline SE Utrecht, Niederlande, siehe hierzu Ausführungen im Abschnitt 1.1.

Wesentliche Investitionsverpflichtungen und begonnene Investitionsvorhaben bestanden zum Abschlussstichtag nicht.

4. Vermögenslage

Die Vermögenslage stellt sich wie folgt dar:

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Vermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 0 5.959 -5.959
Sachanlagen 0 7.026 -7.026
Finanzanlagen 71.851 45.218 26.632
Langfristig gebundenes Vermögen 71.851 58.203 13.647
Vorräte 0 165 -165
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 6.489 -6.489
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 757 3.667 -2.910
Sonstige Vermögensgegenstände 1.179 835 344
Flüssige Mittel 95.871 84.107 11.764
Rechnungsabgrenzungsposten 0 2.819 -2.819
Kurz- bis mittelfristig gebundenes Vermögen 97.806 98.082 -275
Gesamtvermögen 169.657 156.285 13.372
31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Kapital
Eigenkapital 138.842 133.669 5.173
Pensionsrückstellung 4.031 10.274 -6.244
Langfristige Finanzierung 142.873 143.944 -1.071
Steuer- und sonstige Rückstellungen 1.755 7.083 -5.328
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 515 -515
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 2.839 -2.839
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 25.029 521 24.508
Sonstige Verbindlichkeiten 0 901 -901
Rechnungsabgrenzungsposten 0 482 -482
Kurz- und mittelfristige Finanzierung 26.784 12.341 14.443
Gesamtkapital 169.657 156.285 13.372

Der Anstieg der Finanzanlagen um TEUR 26.632 ist auf den Einbringungsvorgang zurückzuführen. Die Beteiligung der Worldline Germany GmbH an der equensWorldline SE Utrecht, Niederlande erhöhte sich dadurch von 17,07 % auf 17,82 %.

Der Anstieg der Guthaben bei Kreditinstituten resultiert im Wesentlichen aus dem positiven Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR 11.096.

Die Veränderung des Eigenkapitals ist auf den Jahresüberschuss von TEUR 31.602 zurückzuführen sowie gegenläufig die Ausschüttung an die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 25.000. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 81,8 % (Vorjahr: 85,5 %).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind vor allem durch die Gewinnausschüttung an die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 25.000 geprägt.

Der starke Rückgang der Pensionsrückstellungen um TEUR 6.244 ist bedingt durch die Übertragung aller Mitarbeiter auf die equensWorldline SE Utrecht, Niederlande zum 1. Januar 2023. In diesem Zusammenhang sind auch die bestehenden Pensionsansprüche der jeweiligen Mitarbeiter auf die equensWorldline SE Utrecht, Niederlande übergegangen. Die verbleibenden Pensionsrückstellungen umfassen die direkten vertraglichen Versorgungsansprüche der Pensionäre sowie der bereits ausgeschiedenen ehemaligen Mitarbeiter mit einer unverfallbaren Anwartschaft.

Der Rückgang der übrigen Positionen steht im Zusammenhang mit dem Übergang der operativen Geschäftstätigkeit auf die equensWorldline SE Utrecht, Niederlande zum 1. Januar 2023.

Gesamtaussage zur Lage

Durch die Änderung der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft hin zu einer Holdinggesellschaft ist die Vermögens- und Finanzlage der Worldline Germany GmbH seit dem Geschäftsjahr 2023 im Kern von ihren Tochtergesellschaften geprägt. Die Geschäftsführung beurteilt die Lage der Gesellschaft im derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Kontext als positiv.

5. Chancen und Risiken

Sämtliche operative Chancen und Risiken sind im Zuge der Übertragung des operativen Geschäftsbetriebs mit Wirkung zum 1. Januar 2023 auf die equensWorldline SE Utrecht, Niederlande übergegangen.

Da die Worldline Germany GmbH derzeit eine Holdingfunktion inne hat, lassen sich Chancen und Risiken unmittelbar auf die Performance der Beteiligungen sowie die Entwicklung des Zinsniveaus zurückführen.

Bezüglich der generellen Überwachung von Risiken ist die Gesellschaft in das Risk-Management- System der Worldline-Gruppe eingebunden. Über die Vermögens- und Ertragssituation wird laufend an die Gruppe berichtet.

Die Worldline Germany GmbH ist in das konzernweite Cash-Pooling über die ING AG, Frankfurt am Main, und die Bank Mendes Gans N.V., Amsterdam, Niederlande, eingebunden und haftet gesamtschuldnerisch für hieraus entstehende Verbindlichkeiten. Zum Stichtag ist kein Risiko einer Inanspruchnahme ersichtlich.

Es besteht das Risiko, dass bei weiterhin volatilen Marktzinssätzen der Zinssatz für die Rückstellungen für Pensionen, der derzeit 1,82 % beträgt, angepasst werden muss. Eine Reduktion des Rechnungszinssatzes kann zu einer Erhöhung der Pensionsrückstellungen führen.

Bestandsgefährdende Risiken sowie weitere wesentliche Risiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft negativ beeinflussen könnten, werden auch im Jahr 2024 nicht gesehen.

6. Prognosebericht

Auf Grund der zum 1. Januar 2023 durchgeführten Übertragung zentraler Funktionen auf die equensWorldline SE Utrecht, Niederlande und der damit in Zusammenhang stehenden Änderung der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft hin zu einer Holdinggesellschaft wird die Worldline Germany GmbH auch im Geschäftsjahr 2024 keine Umsatzerlöse mehr erzielen. Die Geschäftsführung rechnet mit einem geringeren Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2024, der vor allem von der Ausschüttung der equensWorldline SE Utrecht, Niederlande sowie von den Zinserträgen abhängig ist.

 

Frankfurt am Main, den 5. Juli 2024

Benjamin Raclot, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Worldline Germany GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Worldline Germany GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Worldline Germany GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 5. Juli 2024

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ronald Rulfs, Wirtschaftsprüfer

Jens Geweke, Wirtschaftsprüfer

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