Die Länderbahn GmbH DLB
Selbe AdresseBetrieb von Verkehrswegen für Schienenfahrzeuge
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Claudia Huber seit 28.5.2013 | Prokura |
Gerhard Heinrich Knöbel seit 5.3.2009 | Vorstandsmitglied |
Klaus Haseneder seit 13.3.2008 | Prokura |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Regentalbahn AktiengesellschaftViechtachKonzernabschluss zum 31. Dezember 2011Konzernlagebericht1. Wirtschaftliches UmfeldDie Geschäftsentwicklung ist weitgehend von der Entwicklung der deutschen Wirtschaft abhängig, die im Jahr 2011 wieder kräftig gewachsen ist. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war um 3,0 % höher als im Vorjahr. Damit setzte sich der konjunkturelle Aufholprozess der deutschen Wirtschaft auch im zweiten Jahr nach der Wirtschaftskrise fort. Im Jahresverlauf 2011 wurde auch das Vorkrisenniveau beim preisbereinigten BIP wieder überschritten. Der wirtschaftliche Aufschwung fand dabei hauptsächlich in der ersten Jahreshälfte statt. Im Jahr 2009 hatte Deutschland die stärkste Rezession der Nachkriegszeit mit einem historischen Rückgang des BIP von - 5,1 % erlebt; das Jahr 2010 war durch einen rasanten Aufschwung gekennzeichnet gewesen (+ 3,7 %). In 2011 erreichten Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung den jeweils niedrigsten Stand seit 1991 und die Erwerbstätigkeit den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung. In den ersten Monaten des Jahres 2012 dürfte der Arbeitsmarkt noch von nachwirkenden Effekten des jüngsten starken Aufschwungs profitieren. In den folgenden Monaten sind von keinen nachhaltigen Verbesserungen auf Grund wieder steigender Arbeitskosten, die die Nachfrage nach Arbeitskräften dämpft, auszugehen. Die verfügbaren Einkommen legten nominal deutlich zu. Aufgrund der höheren Inflation sind sie real um knapp 1 % gestiegen. Die privaten Konsumausgaben wurden ausgeweitet, unter anderem infolge stark gestiegener Pkw-Käufe. Infolge des starken Anstiegs der Rohölpreise verteuerten sich die Preise für Kraftstoffe erneut kräftig. Dies führte zu einer nahezu unveränderten Mobilität und der Öffentliche Verkehr büßte seine Attraktivität nur gering ein. Zudem wurde unsere Entwicklung in 2011 durch externe Faktoren beeinflusst. Hierzu zählt unter anderem die winterliche Witterung zu Jahresanfang, die zu temporären Steigerungen unserer Verkehrsleistung führte. Gegenläufig führte der harte Winter zu Angebotseinschränkungen und erheblichen Unfallschäden, woraus zusätzliche Umsatz- und Ergebnisbelastungen resultierten. Ein weiteres bestimmendes Merkmal ist die Entwicklung der Bevölkerungsstruktur in den bedienten Räumen. Einerseits herrscht in den ländlichen Räumen eine Stagnation bei der Einwohnerentwicklung, andererseits nimmt die Einwohnerzahl umso stärker zu, je näher Städte wie Regensburg oder München liegen. So wird der strukturbedingte Nachfragerückgang in ländlichen Räumen zumindest teilweise durch steigende Nachfrage in den Ballungsräumen kompensiert. Hinzu kommt, dass schnelle und die ländlichen Räume mit Städten verbindende Verkehre stärker nachgefragt werden als in früheren Jahren, was durch lange Reiseweiten ebenfalls zu einer Nachfragesteigerung führt. Die langen Streiks führten in 2011 zu einem spürbaren Dämpfer dieser Entwicklung. Im öffentlichen Straßenpersonenverkehr blieb die Nachfrage wie bereits in den vorangegangenen Jahren hinter dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums zurück. Der motorisierte Individualverkehr stieg nach einem starken Wachstum zu Beginn des Jahres moderat an. Hierbei standen den positiveren Impulsen aus der Konjunktur und den wieder kräftig gestiegenen Pkw-Neuzulassungen, die mit rund 11 % erneut zweistellig gestiegenen Kraftstoffpreise gegenüber, wobei sich der Preis für Dieselkraftstoff überdurchschnittlich verteuerte. Bei einem insgesamt steigenden Mobilitätsverhalten (Personenkilometer) und stabilen Bevölkerungszahlen im Bediengebiet der RAG ist auch weiterhin ein moderates Wachstum zu erwarten. Allgemein ist für das Jahr 2012 von einem leicht positiven Trend sowohl für den schienengebundenen Personen- wie auch Güterverkehr auszugehen. Das regulatorische Umfeld für den Schienenverkehr war in 2011 im Wesentlichen durch folgende Punkte beeinflusst:
Am 25. Februar 2011 wurde die Arriva Deutschland-Gruppe an ein Konsortium aus Ferrovie dello Stato Italiane (51%) sowie Cube Transport S.C.A. (49%) verkauft. Der Kauf erfolgte durch die FS 2 MOVE GmbH, ein gemeinsames Unternehmen der beiden Eigentümer. Mit Beschluss vom 21. März 2011 wurde die Arriva Deutschland GmbH in die NETINERA Deutschland GmbH umbenannt. Im Berichtsjahr wurde die NETINERA Deutschland GmbH rückwirkend zum 1. Januar 2011 auf die FS 2 MOVE GmbH verschmolzen und wieder in NETINERA Deutschland GmbH umbenannt. 2. Geschäftsverlauf und Lage des KonzernsDie Regentalbahn Aktiengesellschaft (RAG), Viechtach, erbringt für ihre Tochterunternehmen verschiedene Arten von Dienstleistungen. Hierbei handelt es sich insbesondere um die Überlassung von Personal, die Vermietung und Verpachtung von Liegenschaften, insbesondere Betriebsgebäuden, Grundflächen und Bahnanlagen sowie die Erbringung von Managementleistungen und kaufmännische Verwaltungsleistungen. TochterunternehmenÜber ihre Eisenbahnverkehrsunternehmen RBG und VBG bzw. indirekt über die BLB betreibt die RAG Schienenpersonennahverkehr (SPNV). Die Instandsetzung der Schienen- und Straßenfahrzeuge übernimmt die Tochtergesellschaft RFG. Regental Bahnbetriebs-GmbH (RBG)Die RBG betreibt zwar auf der Strecke Lam - Kötzting SPNV auf eigener Infrastruktur, wichtigstes Betätigungsfeld ist aber nach wie vor der Leistungsbereich "SPNV für Dritte", der gemessen an den Umsatzerlösen einem Leistungsanteil von 85,9 % entspricht. Im Wesentlichen werden hierbei Subunternehmerleistungen für die DB Regio AG auf der Wald- und Oberpfalzbahn erbracht. Von Dezember 2006 bis Mitte Juni 2011 war die RBG ebenfalls als Subunternehmer auf den Strecken Hof-Neuenmarkt/Wirsberg-Lichtenfels und Münchberg-Helmbrechts für die DB Regio AG im Einsatz. Für die RBG wiederum war die VBG als Subunternehmer tätig und erbrachte im Geschäftsjahr 2011 Beförderungsleistungen von ca. 95.000 Zugkm. Das Jahresergebnis (vor Gewinnabführung) des Geschäftsjahres 2011 lag leicht über dem geplanten Budgetwert. Berchtesgadener Land Bahn GmbH (BLB)Die Leistungen der BLB begannen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2009, haben ein Volumen von ca. 505.000 Zugkm jährlich und eine Vertragslaufzeit von 12 Jahren. Die Regental Bahnbetriebs-GmbH und der Kooperationspartner Salzburg AG sind mit jeweils 50% an der BLB beteiligt. Die im Laufe des Gründungsjahres 2009 entstandenen Vorlaufkosten sowie die oben dargestellten Anlaufschwierigkeiten führten zu einer buchmässigen Überschuldung der BLB. Die Gesellschafter wurden im Rahmen einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung darüber informiert. Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft ist aus heutiger Sicht überwiegend wahrscheinlich. Die Erlöse entwickelten sich seit Aufnahme des Regelbetriebs im März 2010 und der Durchbindung nach Salzburg sehr positiv. Das Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2011 lag auf Grund periodenfremder Aufwendungen sowie zusätzlicher Ausbildungskosten für Triebfahrzeugführer und Zugbegleiter deutlich unter dem geplanten Budgetwert. Vogtlandbahn-GmbH (VBG)Die VBG betreibt Schienenpersonennahverkehr in den Ländern Sachsen, Thüringen und Bayern. Die Triebwagen der VBG fahren im Zuge der grenznahen Zusammenarbeit auch in die Tschechische Republik. Dieser grenzüberschreitende, tschechische Verkehr wird von den tschechischen Eisenbahnverkehrsunternehmen Ceske Drahy (CD) und Viamont verantwortet. Die VBG verfügt über keine eigene Schieneninfrastruktur, sondern mietet für die zu erbringenden Verkehrsleistungen Trassen, Anlagen und Stationen von der Deutschen Bahn AG an. Die Ausschreibung für die in 2012 auslaufenden Verkehre im Vogtlandnetz konnte in 2010 gewonnen werden. Die Laufzeit dieses Vertrages endet im Dezember 2027. Im Berichtsjahr wurde zudem die Leistungserbringung in der Übergangszeit von Mai bis Dezember 2012 an die VBG vergeben. Im Juni 2005 startete die VBG in einem grundsätzlich eigenwirtschaftlich orientierten Angebot den sogenannten Vogtlandexpress (VEX). Dieser wird seit 2011 als Kombination aus Zug und Bus betrieben. Auf der Strecke Plauen/Zwickau nach Berlin wurden im Jahr 2011 insgesamt ca. 69.000 Zugkm erbracht. Im Dezember 2006 startete die VBG mit der Erbringung einer neuen Verkehrsleistung als Subunternehmer der RBG auf den Strecken Hof - Neuenmarkt/Wirsberg - Lichtenfels und Münchberg - Helmbrechts. Dieser Vertrag endete im Juni 2011. Seit dem Fahrplanwechsel am 09.12.2007 werden Verkehrsleistungen für den Alex zwischen München - Regensburg - Hof/Furth im Wald (Alex Nord), sowie München und Oberstdorf/Lindau (Alex Süd) erbracht. Die Verträge laufen über die Dauer von 10 Jahren. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2009 wurden zum Alex die Neuverkehre Nürnberg - Prag und Zusatzverkehre Regensburg - München ohne Anlaufschwierigkeiten aufgenommen. Dies ergibt insgesamt ein jährliches Volumen von ca. 3.865.000 Zugkm. Da jedoch mit dem Alex Nord über die gesamte Laufzeit gesehen kein positives Ergebnis erzielt werden kann, wurde im Jahresabschluss 2010 hierfür eine entsprechende Drohverlustrückstellung gebildet und im Geschäftsjahr 2011 nochmals angepasst. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2010 hat auf den Strecken Zittau - Liberec, Zittau - Varnsdorf - Seifhennersdorf, Zittau - Varnsdorf - Rybniste der "Trilex" seine Verkehrsleistungen aufgenommen. Bis Dezember 2020 werden hier jährlich ca. 660.000 Zugkm erbracht. Das Geschäftsjahr 2011 blieb beim Jahresergebnis (vor Verlustübernahme) weit unter dem geplanten Budgetwert. Dies ist im Wesentlichen mit den Auswirkungen von Streiks, dem Dieselpreis und der Anpassung der Drohverlustrückstellung begründet. Regental Fahrzeugwerkstätten-GmbH (RFG)Die RFG erbringt insbesondere gegenüber verbundenen Unternehmen neben Instandhaltungsleistungen verschiedene Formen von Serviceleistungen. Diese umfassen die Betreuung von Fahrkartenautomaten und das damit verbundene Zahlgeschäft, den Verkauf von Treib- und Schmierstoffen sowie Reinigungsarbeiten. Bezogen auf den Gesamtumsatz beträgt der Verbundumsatz 95,6 %. Die RFG unterhält für die RBG und nahezu für die vollständige VBG den gesamten Fahrzeugpark. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Schienenfahrzeuge, die in den Betriebswerkstätten Viechtach, Neumark und Schwandorf gewartet und repariert werden. In diesem Zusammenhang führt die RFG wie in der Vergangenheit alle notwendigen Instandsetzungs- und Unterhaltsaufgaben sowie die gesetzlichen Untersuchungen (Haupt- und Bremsrevisionen), Fristen, Verschleiß- und Unfallreparaturen durch, die bei Schienenfahrzeugen vorgeschrieben und für den störungsfreien Betrieb erforderlich sind. Das Drittgeschäft stieg im Wesentlichen auf Grund der Rekontraktierung von Teilen des langfristigen Instandhaltungsauftrags mit MRCE Dispolok für die Loks der Verkehrsleistung Alex um T€ 400 (+77,8 %). Das Jahresergebnis (vor Ergebnisabführung) des Geschäftsjahres 2011 lag deutlich über dem geplanten Budgetwert. Der Personalbestand des Konzerns beträgt im Jahresdurchschnitt 617 (Vj. 587) und setzt sich wie folgt zusammen:
Am 08. Dezember 2006 schloss die Regentalbahn AG mit der NETINERA Deutschland GmbH (ehem. Arriva Deutschland GmbH) einen Ergebnisabführungsvertrag, mit Wirkung ab 01. Januar 2006. Daraus ergibt sich eine ertragsteuerliche Organschaft, so dass ab dem Geschäftsjahr 2006 keine Steuern vom Einkommen und vom Ertrag mehr angefallen sind. Entwicklung der Konzerngeschäftsergebnisse:
Der Konzern erwirtschaftete Erträge in Höhe von 135.163 T€ (+1,1 %). Die Umsätze stammen größtenteils von der RBG und VBG. Nach Kundengruppen bezogen stellen der Zweckverband öffentlicher Personennahverkehr Vogtland (ZVV), die Bayer. Eisenbahngesellschaft mbH (BEG) sowie die Deutsche Bahn AG die drei dominierenden Hauptkunden des Konzerns dar. Deren Anteil am Konzernumsatz ist auf 84,4 % (Vj. 86,7 %) im Geschäftsjahr 2011 gesunken. Das Jahresergebnis vor Verlustübernahme beträgt im Geschäftsjahr -587 T€ und ist im Wesentlichen mit den Auswirkungen von Streiks und der Anpassung der Drohverlustrückstellung begründet. Entwicklungen von Erträgen und Aufwendungen:
Die Erträge ergeben sich zu 93,0 % aus den Umsatzerlösen. Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen 5,7 % der Gesamterträge. Der Anstieg der Umsatzerlöse ist wesentlich beeinflusst durch die ganzjährig erbrachten Leistungen des im Dezember 2010 gestarteten Trilex-Verkehrs. Dem entgegen wirkten wiederum durch Streiks verursachte Umsatzeinbußen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen wird die Gegenposition für den konzernintern angefallenen Material-/ Personalaufwand zur Durchführung schwerer Instandhaltung an Schienenfahrzeugen verbucht, für die in der Vergangenheit eine Aufwandsrückstellung gebildet worden war. Da eine exakte Korrektur des Aufwandes nicht möglich ist, wird die Korrektur über die sonstigen betrieblichen Erträge vorgenommen (vgl. Kommentar ADS, 6. A., § 275, Tz. 78). Hier ergab sich gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang, demzufolge ein entsprechender Rückgang in den sonstigen betrieblichen Erträgen. Auf Grund der oben genannten erhöhten Verkehrsleistung sind auch die Positionen Materialaufwand und Personalaufwand angestiegen, wobei dies beim Materialaufwand im Wesentlichen die Treibstoff- und Infrastrukturkosten betraf. Wegen Baustellen und Streik sind außerdem die Aufwendungen für Schienenersatzverkehr angestiegen. Die Abschreibungen haben sich gegenüber dem Vorjahr reduziert, da im Geschäftsjahr 2010 Sonderabschreibungen für Schienenfahrzeuge enthalten waren. Der Anteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen am Gesamtaufwand war im Vorjahreszeitraum außergewöhnlich hoch, da hier die Bildung der Drohverlustrückstellung für den Verkehrsvertrag "Alex Nord" enthalten war. Im Geschäftsjahr 2011 ist die Anpassungsbuchung zu dieser Rückstellung enthalten. Die Veränderung der sonstigen Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr liegt im Wesentlichen an gestiegenen Zinsaufwendungen. FinanzlageDie für den RAG-Konzern bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren spiegeln sich in folgenden Kennzahlen wider:
Die Liquidität war im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund des bestehenden Cash-Poolings mit der NETINERA Deutschland GmbH jederzeit gewährleistet. Vermögenslage KonzernDie Bilanzsumme reduzierte sich um 6,2 % und beträgt 76.342 T€. Die in 2007 aktivierten Aufwendungen für Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs reduzierten sich im aktuellen Geschäftsjahr um die jährliche Abschreibung und sind somit nun vollständig abgeschrieben. Im Anlagevermögen waren insbesondere Zugänge für die Anzahlung von Triebfahrzeugen für die gewonnene Ausschreibung im Vogtlandnetz zu verzeichnen. Aufgrund der Abschreibungen ergab sich insgesamt ein Rückgang um 2.580 T€ (-5,0 %). Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrifft im Wesentlichen ausstehende Zahlungen für Verkehrsentgelte und Fahrgeldeinnahmen. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind im Wesentlichen angestiegen, da Zahlungseingänge für Ausgleichsleistungen SGB IX nicht mehr vor dem Bilanzstichtag realisiert werden konnten. Zuführungen bei den sonstigen Rückstellungen in Höhe von 8.908 T€ wurden insbesondere für die schwere Instandhaltung von geleasten Schienenfahrzeugen, Anpassung der Drohverlustrückstellung Alex Nord, und ausstehende Rechnungen verbucht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich aufgrund planmäßiger Tilgung. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich die Gesellschafterin NETINERA Deutschland GmbH, Viechtach. Dies beinhaltet Darlehensverbindlichkeiten inkl. Zinsen, saldiert mit der Verlustübernahme 2011 sowie Steuerforderungen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Des Weiteren wurde auch die Forderung aus Cash-Pooling verrechnet, weshalb sich gegenüber dem Vorjahr eine Reduzierung der Verbindlichkeit ergab. Das Cash-Pooling mit der NETINERA Deutschland GmbH wurde im Mai des Geschäftsjahres 2011 in Betrieb genommen und umfasst die Geschäftskonten bei der Commerzbank. Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen hauptsächlich Ausgleichsleistungen SGB IX, die an die Bayerische Eisenbahngesellschaft mbH weitergeleitet werden müssen. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist auf die für 2011 gebuchte Verbindlichkeit zurückzuführen. Dies wurde jedoch zum Teil kompensiert durch den Rückgang verschiedener anderer Positionen. 3. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren im KonzernDie durchschnittliche Mitarbeiterzahl ist von 587 im Vorjahr auf 617 in 2011 leicht angestiegen. Das Durchschnittsalter der Beschäftigten betrug im Geschäftsjahr 41,8 Jahre. Die Fluktuationsrate im Regentalbahn AG-Konzern sank auf 1,0 % und ist damit unter dem Vorjahreswert von 2,6 %. Die Krankheitsquote blieb mit 5,5 % über dem Vorjahresniveau von 4,0 %. 4. NachtragsberichtAnfang 2012 hat die RAG den Zuschlag für das "Dieselnetz Südwest" Los 2 erhalten. Dies betrifft Regional-Express und Regional-Bahn Linien von Frankfurt nach Saarbrücken sowie von (Koblenz und) Mainz nach Kaiserslautern mit einem Gesamtvolumen von 6,7 Mio Zug-km pro Jahr. Weitere Vorgänge mit besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten sind, liegen nicht vor. 5. RisikoberichtMit unseren Geschäftsaktivitäten sind neben Chancen auch Risiken verbunden. Die RAG verfügt, wie auch die anderen Tochterunternehmen seit 2002 über ein systematisches Risikomanagementsystem. Zielsetzung dieses Systems ist die frühzeitige systematische Identifikation von unternehmerischen Risiken, deren Bewertung sowie die Einleitung geeigneter Steuerungsmaßnahmen. Hierbei werden strategische, absatzspezifische, leistungs- und prozessorientierte sowie finanzwirtschaftliche Risiken beleuchtet. Es erfolgt eine periodische Berichterstattung. Risiken liegen einerseits in der Finanzierung des öffentlichen Nahverkehrs, die im Wesentlichen durch die vom Bund an die Länder bereitgestellten Regionalisierungsmittel erfolgt und die Grundlage für die Bestellungen von Verkehren bei den Verkehrsunternehmen bilden. Die Geschäftstätigkeit basiert auf einem vernetzten, komplexen Produktionssystem, das bei Betriebsstörungen und den daraus resultierenden Einschränkungen in der Pünktlichkeit und Qualität zu einem Risiko in der Form von Pönalen durch die Bestellorganisationen auf Grund von Zugausfällen oder einer nicht ausreichend hohen Pünktlichkeit führen kann. Weitere Risiken bestehen in den in der Höhe nicht präzise antizipierbaren Aufwendungen für die Instandhaltung von Zugmaterial, insbesondere dann, wenn es - wie beim ALEX neu-Verkehr - gebraucht ist, sowie in der technischen Verfügbarkeit dieses Gebrauchtwagenmaterials. Chancen sind im Gewinn zukünftiger Ausschreibungen zu sehen, an denen die RAG und ihre Tochtergesellschaften teilnehmen werden. Es wird davon ausgegangen, dass das Ausschreibungsvolumen noch weiter wachsen wird, da gerade aufgrund der schlechteren Finanzausstattung der öffentlichen Hand der Ausschreibungsdruck und damit die Chance auf Übernahme weiterer Verkehre steigt. Wie oben bereits erwähnt beträgt der Anteil der BEG, des ZVV und der DB AG mittlerweile 84,4 % am Konzernumsatz. Nach wie vor bestehen in dieser Kundenstruktur insofern gewisse Risiken, als all diese Kunden direkt oder indirekt von der Entwicklung der für den SPNV zur Verfügung gestellten öffentlichen Mittel abhängen. Einer sorgfältigen und intensiven Kundenpflege für bestehende Verkehrsverträge sowie für die Akquisition weiterer Verkehrsleistungen kommt auch zukünftig eine ganz entscheidende Bedeutung zu. Zugleich besteht das Ziel, weitere Leistungen im SPNV außerhalb von Nebenbahnen zu gewinnen. Eine große Anzahl von Ausschreibungen von Verkehrsleistungen durch Aufgabenträger bieten hierzu Chancen. Die Tochtergesellschaft VBG liegt im Hinblick auf die Angemessenheit der sogenannten Regionalfaktoren weiterhin in einer grundlegenden Auseinandersetzung mit der DB Netz AG. Die Aussichten einer Einigung mit der DB Netz AG werden als positiv bewertet, nachdem die Bundesnetzagentur die Regionalfaktoren für unwirksam erklärt hat. In 2012 besteht die Möglichkeit, dass mit Beeinträchtigung des Schienenverkehrs durch Streiks im Rahmen der Tarifverhandlungen mit der GDL zu rechnen ist. Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar. 6. PrognoseberichtNach den vorliegenden Einschätzungen der Regierung werden sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen in Deutschland für 2012 um 0,6 Prozent auf Grund der Binnennachfrage leicht verbessern. Für das Jahr 2013 wird von einer leicht höheren Wachstumsprognose ausgegangen. Damit werde das Wachstumstempo aber "merklich geringer" sein als im Jahr 2011. Aus den genannten Gründen wird für das Jahr 2012 mit einer voraussichtlichen Steigerung der Erträge und einer Verbesserung des Konzernergebnisses gerechnet. Ursachen liegen in der erwarteten höheren Anzahl von Reisenden, der Tariferhöhung der Deutschen Bahn AG für Beförderungsleistungen, des Streikwegfalls sowie der geplanten teilweisen Auflösung der Drohverlustrückstellung Alex Nord und einer leichten Reduzierung der Aufwendungen. Einen entscheidenden Einfluss auf die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft werden neben dem wahrscheinlichen Anstieg der Bezugskosten für Energie und Trasse sowie der Personalkosten auch der Ergebnisbeitrag des Alex sowie eine mögliche Veränderung der Regionalisierungsmittel ausüben. Die in 2012 voraussichtlich weiter steigenden Energiepreise und die seit Anfang 2007 vorgeschriebene Beimischung von Bio-Kraftstoffen, die zu einer Verteuerung der Kraftstoffpreise führen, könnten zu einem zukünftigen Anstieg der Fahrgastzahlen in Ballungsräumen und damit zur Stützung des Betriebsergebnisses beitragen. Es ist zu erwarten, dass einerseits die Gefahr von Mittelkürzungen für vorhandene Verkehre steigt, andererseits der Druck auf die Aufgabenträger zur Ausschreibung von Verkehrsleistungen zunimmt und sich damit neue Chancen zur Übernahme von Verkehren eröffnen können. Dies zeigt sich in einer Welle von Ausschreibung, die derzeit laufen bzw. angekündigt wurden. Ein konstant hohes Jahresergebnis ist nur dann möglich, wenn im Rahmen des anhaltenden Wettbewerbs um Bestellerverträge eine deutliche Verbesserung der Betriebsabläufe und damit der Kostenstruktur erreicht wird. Außerdem ist es erforderlich die Vertriebsaktivitäten zu steigern sowie durch Realisierung von Synergieeffekten im Overhead auch mit den Schwesterunternehmen des NETINERA - Konzerns und durch eine verstärkte Kooperation mit anderen Anbietern Kosteneffizienzen und -optimierungen zu erzielen. Andererseits sollte die weitere Geschäftsentwicklung primär auf die eigenen Stärken abstellen und strategisch ausgerichtet sein. Schließlich ist die Möglichkeit zu prüfen noch stärker als bisher das Augenmerk auf die Generierung von Drittgeschäft im Bereich der Werkstätten zu legen. Erste Erwartungen bezüglich der weiteren EntwicklungIn Übereinstimmung mit dem Deutschen Rechnungslegungsstandard (DRS) 15 geben wir eine Einschätzung auch für die dem laufenden Konzerngeschäftsjahr folgenden beiden Jahre ab. Allerdings bestehen derzeit noch erhebliche Prognoseunsicherheiten bezüglich der hierfür zu erwartenden Markt-, Wettbewerbs- und Umfeldbedingungen. Wir rechnen für die Folgejahre auf Grund des Wiedergewinns des Vogtlandnetzes mit niedrigerer Marge, welche durch operative Verbesserungen bei anderen Bestandsverkehren voraussichtlich nicht ausgeglichen werden können, mit einem leichten Rückgang sowohl des Konzernumsatzes als auch des Konzernergebnisses (vor Drohverlustrückstellung).
Viechtach, den 27. Juni 2012 Der Vorstand Gerhard Knöbel KonzernbilanzAktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzernanhang1. Allgemeine AngabenDer Konzernabschluss der Regentalbahn Aktiengesellschaft, Viechtach, ist nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB und des AktG sowie den branchenspezifischen Vorschriften für Verkehrsunternehmen aufgestellt. Einbezogen sind die Abschlüsse von vier inländischen Tochtergesellschaften. Im Kreis der vollkonsolidierten Unternehmen sind alle Unternehmen enthalten, auf die die Muttergesellschaft, Regentalbahn Aktiengesellschaft, einen beherrschenden Einfluss ausübt. Die vollkonsolidierten Gesellschaften Regentalbahn AG, Regental Bahnbetriebs-GmbH, Regental Fahrzeugwerkstätten-GmbH und Vogtlandbahn-GmbH nehmen die Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB hinsichtlich der Aufstellung eines Lageberichts (§ 289 HGB) und des Verzichts auf Offenlegungspflichten (§ 325 HGB) in Anspruch. Darüber hinaus wird die Berchtesgadener Land Bahn GmbH, Freilassing (BLB) quotal gem. § 310 HGB in den Konzernabschluss einbezogen. Dem Konzernabschluss liegt die in § 297 Abs. 3 Satz 1 HGB niedergelegte Einheitstheorie zu Grunde. Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Sie sind alle auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Buchwertmethode. Anstelle der Beteiligungsbuchwerte werden in der Konzernbilanz die Vermögensgegenstände und Schulden der Tochtergesellschaften angesetzt. Die Anschaffungskosten der Beteiligung werden mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochtergesellschaften zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung verrechnet. Aktive Unterschiedsbeträge sind im Rahmen der Kapitalkonsolidierung nicht entstanden. Passive Unterschiedschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden ihrem bilanziellen Charakter entsprechend den Rücklagen des Konzerns zugeordnet. Im Rahmen der quotalen Konsolidierung der BLB werden diese Konsolidierungsmaßnahmen anteilig, auf die Beteiligungsquote bezogen, durchgeführt. Weitere Konsolidierungen betreffen die Aufrechnung der Forderungen und Verbindlichkeiten sowie die anzugebenden Haftungsverhältnisse gegenüber bzw. zugunsten einbezogener Unternehmen. Konzerninterne Umsätze und sonstige Ertragsposten werden gegen die entsprechenden konzerninternen Aufwendungen verrechnet. Auf die Eliminierung der Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen wird verzichtet, da sie von untergeordneter Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind. Die Regentalbahn Aktiengesellschaft (RAG) hat am 08. Dezember 2006 rückwirkend ab 01. Januar 2006 mit der NETINERA Deutschland GmbH (ehemals: Arriva Deutschland GmbH) einen Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Daraus ergibt sich eine ertragssteuerliche Organschaft, so dass bei der RAG ab dem Geschäftsjahr 2006 keine Steuern vom Einkommen/Ertrag mehr anfallen. Außerhalb des üblichen Lieferungs- und Leistungsverkehrs haben einbezogene Konzernunternehmen keine Gegenstände von anderen konsolidierten Unternehmen erworben, so dass eine weitere Zwischengewinneliminierung entfällt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. 2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften des Handelsgesetzbuches. Die bisherigen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert fortgeführt, soweit im Folgenden nicht gesondert erläutert. Die immateriellen Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten i.S.d. § 255 Abs. 1 HGB abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 HGB bewertet. Die Abschreibungssätze orientieren sich an den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern. Die Nutzungsdauern der wesentlichen Gruppen der Vermögensgegenstände sind nachfolgender Tabelle zu entnehmen:
Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden entsprechende außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- und Herstellungskosten mehr als 150,00 EUR und weniger als 1.000,00 EUR betragen, wurde gemäß § 6 Abs. 2a EstG ein Sammelposten gebildet, der über 5 Jahre linear aufgelöst wird. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips aktiviert. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten entsprechend ihrem Fertigungsstand. Die fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten wurden neben den Materialeinzelkosten auch die notwendigen Materialgemeinkosten, Fertigungsgemeinkosten, Fertigungseinzelkosten sowie Sondereinzelkosten der Fertigung und der Wertverzehr von Anlagevermögen, soweit er durch die Herstellung des Wirtschaftsgutes veranlasst ist, sowie angemessene Verwaltungsgemeinkosten herangezogen. Zinsen für Fremdkapital sind in den Herstellungskosten nicht enthalten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren Wert zum Bilanzstichtag ausgewiesen. Erkennbaren Risiken wird durch Einzelwertberichtigungen begegnet; dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch Bildung von Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Soweit die Aufrechnungsgrundlage i.S.d. § 387 BGB gegeben war, wurden Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen miteinander verrechnet. Flüssige Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt. Im Geschäftsjahr 2011 wurde ein Cash-Pooling mit der NETINERA Deutschland GmbH eingerichtet. Die NETINERA Deutschland GmbH ist die aufnehmende Gesellschaft. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Auszahlungen für Zeiträume nach dem Abschlussstichtag und wurden zu Nennwerten bilanziert. Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken sowie ungewisse Verpflichtungen, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Es wurde vom Beibehaltungswahlrecht gemäß Art 67 Abs. 1 S. 2 EGHGB Gebrauch gemacht. In die Bewertung wurden entsprechende Kosten- und Preissteigerungen einbezogen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2011 veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden mit der "projected unit credit-Methode" nach versicherungsmathematischen Grundsätzen und unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005G von Prof. Dr. Klaus Heubeck berechnet. Der Bewertung der Pensionsverpflichtungen lagen Gutachten der Institut Prof. Dr. E. Neuburger & Partner GmbH, München, sowie der Mercer Deutschland GmbH zugrunde (Rechnungszins jeweils 5,14 % p.a.). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden Rentensteigerungen von jährlich 1,5% unterstellt. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 5,14% p.a. sowie eines Gehaltstrendes von 2,5 % und auf der Grundlage der Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Soweit die Aufrechnungsgrundlage i.S.d. § 387 BGB gegeben war, wurden Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen miteinander verrechnet. Passive Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Auszahlungen für Zeiträume nach dem Abschlussstichtag. Sie werden zu Nennwerten bilanziert. Forderungen bzw. Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Anschaffungskurs angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Aus der Fremdwährungsbewertung resultierende Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen. Die Umsatz realisierung erfolgt zum Zeitpunkt der Leistungserbringung bzw. zum Zeitpunkt der Lieferung. 3. Erläuterungen zur BilanzAktiva Anlagevermögen Die Aufgliederung des Anlagevermögens geht aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel hervor, der Bestandteil dieses Anhangs ist. Vorräte Es wurden Wertberichtigungen zur Berücksichtigung des Niederstwertprinzips in Höhe von 57 T€ (im Vorjahr: 50 T€) gebildet. Forderungen Die Forderungen setzen sich zusammen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (T€ 6.579; Vj. T€ 3.831) und Forderungen gegen verbundene Unternehmen (T€ 6; Vj. T€ 27). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen IT-Umlage. Die Forderungen sind vollständig innerhalb eines Jahres fällig. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von insgesamt T€ 12.417 (Vorjahr: T€ 11.027) betreffen im Wesentlichen Ausgleichsleistungen SGB IX (T€ 4.426), Instandhaltungs-Sicherheitsleistungen für Leasing-Lokomotiven (T€ 1.054), Fahrgeldein-nahmen (T€ 918), die Rückforderung von Regionalfaktoren (T€ 2.913) und Umsatz- sowie Körperschaftsteuer (T€ 1.998). Zur Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips wurden für die sonstigen Vermögensgegenstände Wertberichtigungen in Höhe von T€ 3.357 gebildet. Diese Bildung erfolgte bereits in den Vorjahren. Laufzeiten:
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Dieser Posten beinhaltet im Wesentlichen Wartungs- und Serviceverträge sowie Versicherungsbeiträge. Passiva Eigenkapital Das Gezeichnete Kapital beträgt unverändert T€ 2.444 und ist in 23.892 Stückaktien aufgeteilt. Im Konzern belaufen sich die anderen Gewinnrücklagen auf T€ 17.897 (Vj. T€ 17.897). Hierin enthalten sind passive Unterschiedsbeträge in Höhe von T€ 1.026 im Rahmen der Vollkonsolidierung nach der Buchwertmethode. Der Bilanzgewinn aus Jahresüberschuss und Gewinnvortrag hat sich wie folgt entwickelt:
Die Regentalbahn AG hat am 08.12.2006 mit Wirkung ab 01.01.2006 einen Ergebnisabführungsvertrag mit der Arriva Deutschland GmbH (jetzt NETINERA Deutschland GmbH) geschlossen. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
Zur Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden 6 Triebwagen sicherungsübereignet. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit T€ 4.392 (Vorjahr: T€ 14.604) die Gesellschafterin NETINERA Deutschland GmbH, Viechtach. Dies beinhaltet mit T€ 23.314 (Vorjahr: 22.739 T€) Darlehensverbindlichkeiten inkl. Zinsen, saldiert mit der Verlustübernahme 2011 in Höhe von T€ 466 (Vorjahr: 9.540 T€) sowie Steuerforderungen in Höhe von T€ 82 (Vorjahr: 241), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit T€ 7 (Vorjahr: 14 T€) und Forderungen aus Cash-Pooling mit T€ 18.367 (Vorjahr: 0 T€). Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt T€ 3.574 (Vorjahr: T€ 3.360) betreffen im Wesentlichen mit T€ 2.953 Ausgleichsleistungen SGB IX und mit T€ 304 Verbindlichkeiten für Löhne/Gehälter/Sozialabgaben/Lohn- und Kirchensteuer. Passive Rechnung s abgrenzungsposten Der Posten beinhaltet ausschließlich eine Zahlung der Bahnversicherungsanstalt für den Monat Januar 2012. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen:
Die Umsatzerlöse fielen im Wesentlichen im Inland an. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 2.577 (Vorjahr: T€ 1.938) enthalten. Wesentliche Einzelposten sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 763), Erträge aus Anlageverkäufen (T€ 761), Fahrgeldeinnahmen (T€ 607) und die Ausbuchung von Restverbindlichkeiten für Trassenkosten (T€ 154). Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 1.696 (Vorjahr: T€ 2.513) enthalten. Wesentliche Einzelposten sind die Ausbuchung von Forderungen für Verkehrsentgelten/Fahrgeldeinnahmen (T€ 588), Beiträge Berufsgenossenschaft (T€ 71), Stromsteuer (T€ 57), Jahresabrechnung der Verkehrsgemeinschaft Landkreis Cham (T€ 45), Korrektur der Forderung für Ausgleichs-leistungen SGB IX (T€ 42), Leistungsabrechnungen der Salzburg AG (T€ 49) und die Ausbuchung der Buchwerte für Anlageabgänge (T€ 566). Zinsen und ähnliche Erträge Von den Zinsen und ähnlichen Erträgen in Höhe von T€ 1.181 (Vorjahr: T€ 60) betreffen mit T€ 483 (Vorjahr: T€ 0) verbundene Unternehmen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von insgesamt T€ 1.026 (Vorjahr: T€ 921) betreffen mit T€ 632 (Vorjahr: T€ 454) verbundene Unternehmen. Außerordentliche Erträge und Aufwendungen Im Vorjahr wurden Aufwendungen in Höhe von T€ 20 aus Umstellungseffekten aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilMoG gezeigt. 5. Sonstige PflichtangabenAußerbilanzielle Geschäfte Leasingverträge Schienenfahrzeuge:
Verkehrsverträge:
Zweck der oben aufgeführten Verträge ist die Durchführung von Schienenpersonen-verkehr. Die Verträge stehen unmittelbar in Zusammenhang, da die Fahrzeuge aus den Leasingverträgen im Rahmen der Verkehrsverträge eingesetzt werden. Eine Quantifizierung der Risiken und Chancen ist nicht möglich. Risiken liegen einerseits in der Finanzierung des öffentlichen Nahverkehrs, die im Wesentlichen durch die vom Bund an die Länder bereitgestellten Regionalisierungsmittel erfolgt und die Grundlage für die Bestellungen von Verkehren bei den Verkehrsunternehmen bilden. Die Geschäftstätigkeit basiert auf einem vernetzten, komplexen Produktionssystem das bei Betriebsstörungen und den daraus resultierenden Einschränkungen in der Pünktlichkeit zu einem Risiko in Form von Pönalen durch die Bestellerorganisationen auf Grund von Zugausfällen oder einer nicht ausreichend hohen Pünktlichkeit führen kann. Chancen sind im Gewinn zukünftiger Ausschreibungen zu sehen. Es wird davon ausgegangen, dass das Verkehrsvolumen noch weiter wachsen wird, da gerade aufgrund der schlechteren Finanzausstattung der öffentlichen Hand der Ausschreibungsdruck und damit die Chance auf Übernahme weiterer Verkehre steigt. Die wesentliche Chance/Risiko liegt bei Nettoverträgen in der Einnahmenentwicklung (Personenkilometer x durchschnittlicher Erlössatz). Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse bestanden zum Bilanzstichtag keine. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Am Abschlussstichtag lagen folgende finanzielle Verpflichtungen vor:
Anzahl der Mitarbeiter im Konzern (Jahresdurchschnitt)
Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) der Berchtesgadener Land Bahn GmbH (Joint Venture mit Salzburg AG; Einbeziehung in den RAG-Konzernabschluss zu 50%)
Honorar des AbschlussprüfersGemäß § 285 Nr. 17 HGB gliedert sich das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2011 berechnete Gesamthonorar wie folgt auf:
Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Marktunübliche wesentliche Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen bestanden im Geschäftsjahr nicht. Organe der Gesellschaft und GesamtbezügeGeschäftsführung
Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung gemäß § 285 Nr. 9 a, b HGB wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Aufsichtsrat
Die Aufsichtsratsbezüge betrugen im Berichtsjahr T€ 3 (Vorjahr: T€ 4). Die Regentalbahn AG ist an folgenden Unternehmen mit mehr als 20 % beteiligt:
1) Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Regentalbahn AG, Viechtach RBG: Regental Bahnbetriebs-GmbH, Viechtach BLB: Berchtesgadener Land Bahn GmbH, Freilassing (Joint Venture mit der Salzburg AG; Gründung im Mai 2009; Erstkonsolidierung im RAG-Konzern zum 31.12.2009 mit 50%) VBG: Vogtlandbahn GmbH, Neumark RFG: Regental Fahrzeugwerkstätten-GmbH, Viechtach KonzernkreisDie Regentalbahn AG, Viechtach stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Für den größten Kreis von Unternehmen stellt die NETINERA Deutschland GmbH den Konzernabschluss auf. Der Konzernabschluss der NETINERA Deutschland GmbH wird nach § 325 HGB beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und bekannt gemacht. Es besteht ein Gewinnabführungsvertrag mit der NETINERA Deutschland GmbH, Viechtach.
Viechtach, den 27. Juni 2012 Vorstand Gerhard Knöbel Entwicklung des Konzernanlagevermögens
Konzern-Kapitalflussrechnung
Konzerneigenkapitalspiegel
Bericht des AufsichtsratsDer Vorstand hat den Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2011 regelmäßig schriftlich und mündlich über die Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie über wesentliche Geschäftsvorfälle unterrichtet. Aufgrund dieser Berichte und erteilter Auskünfte hat der Aufsichtsrat, der im Geschäftsjahr 2011 zu drei Sitzungen zusammentrat und vier Beschlussfassungen im schriftlichen Umlaufverfahren durchführte, die Geschäftsführung überwacht. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 über das Geschäftsjahr 2011 wurde durch den Abschlussprüfer, die PriceWaterhouseCoopers AG (PWC), Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft; die Prüfung ergab keine Beanstandungen. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk liegt vor. Mit dem Ergebnis dieser Prüfung ist der Aufsichtsrat einverstanden. Der Aufsichtsrat hat seinerseits den Jahresabschluss geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt daher den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, der damit festgestellt ist. Dem Vorstand und den Betriebsangehörigen spricht der Aufsichtsrat seinen Dank aus.
Berlin, September 2012 Der Aufsichtsrat Vorsitzender Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der Regentalbahn AG, Viechtach, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 27. Juni 2012 PricewaterhouseCoopers
Holger Graßnick, Wirtschaftsprüfer ppa. Thomas Gillitzer, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde am 17.09.2012 festgestellt. |
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