Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 274765
Vorher
SCUR-Alpha 1471 GmbH
Eingetragen
31.3.2022
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Erbringen von Servicedienstleistungen an die Alleingesellschafterin Grammarly, Inc. (ein Softwareunternehmen mit Sitz in den USA), einschließlich Forschung und Entwicklung, Vertrieb und Marketing, Kundenbetreuung sowie allgemeine und administrative Aufgaben. Der Gegenstand des Unternehmens umfasst keine erlaubnispflichtigen Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Kasi Rae Schulz
seit 2.12.2025
Prokura
Geschäftsführer
Andriy Derevyanko
seit 17.11.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Superhuman Platform Inc.USA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Superhuman Platform Inc.
United States
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Grammarly Germany GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

3. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir den nachfolgend wiedergegebenen Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Grammarly Germany GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Grammarly Germany GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Grammarly Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Grammarly Germany GmbH für das vorherige, am 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr, die Grundlage für die Vergleichsangaben im Jahresabschluss und Lagebericht zum 31. Dezember 2024 sind, wurden nicht geprüft.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 23. Dezember 2025

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ulf Kellerhoff, Wirtschaftsprüfer

Stefanie Weisner, Wirtschaftsprüferin

Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin.

6. Schlussbemerkungen

Verantwortliche Prüfungspartner im Sinne der Berufssatzung WP/vBP sind Frau WPin Stefanie Weisner - als für die Auftragsdurchführung vorrangig verantwortlich - und Herr WP Ulf Kellerhoff als weiterer verantwortlicher Prüfungspartner.

Diesen Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der Grammarly Germany GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 haben wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n. F. (10.2021)) erstattet.

Der von uns erteilte Bestätigungsvermerk ist in Abschnitt 3 dieses Berichts wiedergegeben.

 

Berlin, den 23. Dezember 2025

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ulf Kellerhoff, Wirtschaftsprüfer

Stefanie Weisner, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 31. Dezember 2024

AKTIVA

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31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 306.510,00 627.623,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.409,00 10.409,00
316.919,00 638.032,00
Summe Anlagevermögen 316.919,00 638.032,00
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 16.530.469,98 28.420.749,01
2. Sonstige Vermögensgegenstände 810.552,38 835.819,66
17.341.022,36 29.256.568,67
II. Guthaben bei Kreditinstituten 529.795,35 1.341.930,47
Summe Umlaufvermögen 17.870.817,71 30.598.499,14
C. Rechnungsabgrenzungsposten 506.679,24 229.705,42
18.694.415,95 31.466.236,56

PASSIVA

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31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 1.269.326,36 657.208,16
III. Jahresüberschuss 1.667.823,34 612.118,20
Summe Eigenkapital 2.962.149,70 1.294.326,36
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 521.915,74 333.722,95
2. Sonstige Rückstellungen 6.243.540,98 3.343.697,72
6.765.456,72 3.677.420,67
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.191,53 781.845,43
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 14.191,53 (EUR 781.845,43)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen 8.952.618,00 25.487.918,57
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 8.952.618,00 ( EUR 25.487.918,57)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 224.725,53
- davon aus Steuern EUR 0,00 (EUR 224.725,53)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 0,00 (EUR 224.725,53)
8.966.809,53 26.494.489,53
18.694.415,95 31.466.236,56

Gewinn- und Verlustrechnung zum 31. Dezember 2024

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31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 33.410.634,61 23.728.347,60
2. Sonstige betriebliche Erträge 38.535,43 54.094,55
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 14.297,95 (EUR 18.271,10)
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -14.690.818,14 -9.149.643,30
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.395.319,65 -1.578.086,85
-17.086.137,79 -10.727.730,15
4. Abschreibungen auf Sachanlagen -669.735,25 -542.148,99
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -13.282.432,18 -11.622.274,31
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 23.975,49 (EUR 156.497,27)
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 22.765,41 13.103,50
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -22,62 -373,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -765.784,27 -290.901,00
9. Ergebnis nach Steuern 1.667.823,34 612.118,20
10. Jahresüberschuss 1.667.823,34 612.118,20

Anhang für das Geschäftsjahr 2024

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Registerangaben

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Firma: Grammarly Germany GmbH
Sitz: München
Registergericht: Amtsgericht München
Nummer: HRB 274765

Sonstige allgemeine Angaben

Die Grammarly Germany GmbH ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt unter der Prämisse der Unternehmensfortführung.

Die Gesellschaft nimmt teilweise die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, werden weitestgehend im Anhang aufgeführt.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Sachanlagen sind mit ihren Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibung bewertet. Die Abschreibung auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgt grundsätzlich zeitanteilig.

Anschaffungskosten von geringwertigen abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, die selbständig nutzbar sind, werden im Geschäftsjahr der Anschaffung in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 800,00 nicht übersteigen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert angesetzt.

Die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennwert bilanziert.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind mit den Beträgen angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind, und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe ihres voraussichtlichen Erfüllungsbetrages.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagenvermögens im Geschäftsjahr 2024 ist auf Seite 5 des Anhangs (Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2024) ersichtlich.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 16.530.469,98 (Vorjahr: EUR 28.420.749,01) betreffen ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Gesellschafterin Grammarly, Inc., San Francisco / USA.

Langfristige Währungskursforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassenmittelkurs am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip).

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 810.552,38 (Vorjahr: EUR 835.819,66) enthalten Steuererstattungsansprüche aus Umsatzsteuer des laufenden Jahres und des Vorjahrs in Höhe von EUR 190.053,27 (Vorjahr: EUR 184.512,13 für 2023) und aus Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag 2023 in Höhe von EUR 22.870,48 (Vorjahr: EUR 3.457,39).

Bankguthaben bestehen bei der Citibank AG in Höhe von EUR 487.342,86 (Vorjahr: EUR 1.053.496,39) sowie bei der Bank of America in Höhe von EUR 42.452,49 (Vorjahr: EUR 0,00) und ein Treuhandkonto EUR 0,00 (Vorjahr: 288.434,08).

Die Steuerrückstellungen gliedern sich zum Bilanzstichtag wie folgt:

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Gewerbesteuerrückstellung EUR 301.348,00 (Vorjahr: EUR 166.083,00)
Körperschaftsteuerrückstellungen EUR 220.567,74 (Vorjahr: EUR 167.638,85)

In den sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 6.243.540,98 (Vorjahr: EUR 3.343.697,72) sind insbesondere Rückstellungen für vertragliche Risiken in Höhe von EUR 5.058.883,69 (Vorjahr: EUR 2.669.732,75), Rückstellungen für Bonuszahlungen in Höhe von EUR 470.283,65 (Vorjahr: EUR 0,00), Urlaubsrückstellungen in Höhe von EUR 354.903,24 (Vorjahr: EUR 383.602,65), Rückstellungen für Sabbaticals in Höhe von EUR 204.050,48 (Vorjahr: EUR 145.109,19), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von EUR 141.674,07 (Vorjahr: EUR 72.928,13) enthalten.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 8.952.618,00 (Vorjahr: EUR 25.487.918,57) enthalten wie im Vorjahr in voller Höhe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Gesellschafterin Grammarly, Inc., San Francisco / USA.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Der Personalaufwand in Höhe von EUR 17.086.137,79 (Vorjahr: EUR 10.727.730,15) im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB betrifft maßgeblich Gehälter in Höhe von EUR 13.140.031,17 (Vorjahr: EUR 8.128.640,16), Boni für Reallocation in Höhe von EUR 232.704,99 (Vorjahr: EUR 235.453,00), gesetzliche Sozialaufwendungen in Höhe von EUR 1.658.299,13 (Vorjahr: EUR 1.112.635,00) sowie freiwillige soziale Aufwendungen in Höhe von EUR 654.369,20 (Vorjahr: EUR 434.619,35).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von EUR 13.282.432,18 (Vorjahr: EUR 11.622.274,31) setzen sich im Wesentlichen aus Honoraren für Fremdarbeiten in Höhe von EUR 6.733.097,94 (Vorjahr: EUR 5.485.984,09), Zuführungen zu Rückstellungen aus vertraglichen Risiken in Höhe von EUR 2.353.072,84 (Vorjahr: EUR 2.669.732,75) sowie aus Mietaufwendungen in Höhe von EUR 2.026.832,29 (Vorjahr: EUR 1.183.145,10) zusammen.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2024 waren durchschnittlich 105 Mitarbeiter (Vorjahr: 82 Mitarbeiter) beschäftigt. Dabei handelt es sich vollumfänglich um Angestellte.

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Derevyanko, Andriy, Berlin, Kaufmann

Moore, Robin Frank Aaron, San Francisco / USA, Kaufmann (bis 11. April 2024)

Donaldson, Brady, Oakland, CA / USA, Kaufmann (bis 6. August 2025)

Miller, Jennifer Tetenbaum, Mountain View, CA / USA (ab 6. August 2025)

Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird nach §§ 290 ff. HGB in den Konzernabschluss der Grammarly Inc., San Francisco / USA, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird nicht offengelegt.

Gewinnverwendung

Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.667.823,34 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Ereignisse nach dem Stichtag

Mit Gesellschafterbeschluss vom 6. August 2025 wurde Herr Brady Donaldson als Geschäftsführer abberufen. Frau Jennifer Tetenbaum Miller wurde mit Wirkung zum selben Datum zur Geschäftsführerin bestellt.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 29. November 2024 wurde festgelegt, dass das Geschäftsjahr künftig vom 1. Februar bis zum 31. Januar des Folgejahres dauert. Der Zeitraum vom 1. Januar 2025 bis zum 31. Januar 2025 ist ein Rumpfgeschäftsjahr.

Im Kalenderjahr 2025 hat die Gesellschafterin, Grammarly, Inc., die Unternehmen Coda Project, LLC, San Francisco, USA, sowie Superhuman Labs LLC, San Francisco, USA, erworben. Darüber hinaus hat die Gesellschafterin Grammarly, Inc. mit Wirkung zum 24. Oktober 2025 ihre Firmierung in Superhuman Platform Inc., San Francisco, USA, geändert.

Infolge dieser Akquisitionen ist mit einem Anstieg der Mitarbeiterzahl insbesondere in den Bereichen Engineering, Produktmanagement und Entwicklung bei der Grammarly Germany zu rechnen. Zudem werden künftig in erhöhtem Umfang Dienstleistungen für die Konzernobergesellschaft erbracht.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

München, den 23. Dezember 2025

Andriy Derevyanko

Jennifer Tetenbaum Miller

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

1. Grundlagen des Unternehmens

a) Geschäftsmodell und Organisation

Die Grammarly Germany GmbH ist Teil der globalen Grammarly-Gruppe, deren Muttergesellschaft, Grammarly, Inc., ein US-amerikanisches Technologieunternehmen mit Hauptsitz in San Francisco ist. Die Gruppe unterhält zudem Niederlassungen in New York, Seattle, Vancouver, Berlin, Kiew, Krakau und Warschau.

Als deutsche Tochtergesellschaft erbringt die Grammarly Germany GmbH Forschungs- und Entwicklungsleistungen (F&E), allgemeine Verwaltungsunterstützung, Kundendienst und Marketingaktivitäten für die Muttergesellschaft.

Das Geschäftsmodell der Gruppe basiert auf einer cloudbasierten Kl-Kommunikations- und Produktivitätsplattform, die über Abonnementmodelle für Privat- und Geschäftskunden angeboten wird. Die Umsätze werden durch monatliche, vierteljährliche, jährliche und mehrjährige Abonnementverträge generiert. Die Grammarly Germany GmbH agiert als interner Dienstleister innerhalb der Gruppe und wird für die erbrachten Leistungen nach dem Cost-Plus-Prinzip vergütet, entsprechend den etablierten Verrechnungspreisgrundsätzen.

Im Berichtsjahr wuchs und konsolidierte sich die Engineering-, Product- und Design- Abteilung (EPD) in Deutschland weiter und nutzte dabei das Talentangebot in Berlin. Die Grammarly Germany GmbH trägt keine Produktentwicklungs- oder Marktrisiken, da alle strategischen Ausrichtungen und die Produktverantwortung bei der Muttergesellschaft verbleiben. Die Risiken im Zusammenhang mit Produktstrategie, Marktdynamik und regulatorischer Vorschriften trägt ausschließlich die Grammarly, Inc.

b) Ziele und Strategien

Die kurz- und mittelfristigen Ziele des Unternehmens bestehen darin, die Präsenz auf dem deutschen Talentmarkt schrittweise auszubauen, insbesondere durch die Stärkung der Engineering-, Produkt- und Design-Teams. Im Berichtsjahr wurde die strategische Maßnahme umgesetzt, die EPD-Teammitglieder am Standort Berlin zu konzentrieren und das „Return To Office“-Programm einzuführen, um Zusammenarbeit, Kommunikation, Produktivität und Innovationsgeschwindigkeit zu verbessern.

Die Rekrutierung neuer Teammitglieder konzentriert sich auf einen Umkreis von 80 km um Berlin und ist außerhalb Berlins nur in Ausnahmefällen möglich. Das Ziel ist auf Kurs, da die Anzahl der Teammitglieder in den EPD-Teams im Berichtsjahr um 38,3 % gestiegen ist, getrieben durch Neueinstellungen in Berlin und Umgebung.

c) Steuerungssystem und Leistungsindikatoren

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind die Personalaufwendungen und die Gesamtaufwendungen, die alle in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Aufwendungen umfassen. Bedeutsamster nicht-finanzieller Leistungsindikator der Gesellschaft ist die Anzahl der Mitarbeiter.

Die Leistung der Grammarly Germany GmbH fließt in die Leistungsindikatoren der Gruppe ein. Im Berichtsjahr gab es keine wesentlichen Veränderungen der Kennzahlen im Vergleich zum Vorjahr und zum Plan.

d) Forschung und Entwicklung

Die Grammarly Germany GmbH erbringt F&E-Leistungen für die Muttergesellschaft Grammarly, Inc. auf vertraglicher Basis. Strategische Prioritäten, Produktvision und Roadmap werden von Grammarly, Inc. festgelegt, während die Grammarly Germany GmbH für die Umsetzung der F&E-Strategie und die Lieferung technischer Lösungen verantwortlich ist.

Im Jahr 2024 beschäftigte das Unternehmen durchschnittlich 83 Vollzeitmitarbeiter und arbeitete mit 29 externen Auftragnehmern zusammen, die alle in F&E-Aktivitäten eingebunden waren. Die gesamten F&E-Aufwendungen beliefen sich auf EUR 22,7 Mio. (Vorjahr: EUR 15,4 Mio.).

Die Teamarbeit konzentrierte sich auf die Weiterentwicklung des Produktökosystems von Grammarly, insbesondere durch die Entwicklung neuer Komponenten, Funktionen und Infrastrukturen - vor allem in den Bereichen generative KI, Cloud-Plattform-Integration und skalierbare Backend-Services.

2. Wirtschaftsbericht

a) Allgemeine wirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Das Geschäftsjahr war geprägt von moderater Inflation, schwankenden Zinssätzen und regional unterschiedlich starken Wachstumsraten. Die restriktive Geldpolitik der Zentralbanken führte zu einer vorsichtigeren Investitionstätigkeit der Unternehmen, während die Arbeitsmärkte in den Industrieländern stabil blieben.

Im Technologiesektor - insbesondere im Bereich Software-as-a-Service (SaaS) und künstliche Intelligenz (KI) - stieg die Nachfrage nach digitalen und KI-basierten Lösungen weiterhin stark an. Der rasante Fortschritt und die Verbreitung generativer KI-Technologien markierten einen bedeutenden strukturellen Wandel in der Branche, der erhebliche neue Chancen schuf, aber auch Herausforderungen für etablierte Unternehmen mit sich brachte. Viele traditionelle Anbieter sahen sich zunehmendem Wettbewerbsdruck durch KI-native Marktteilnehmer mit disruptiven Geschäftsmodellen und beschleunigten Innovationszyklen ausgesetzt.

Infolgedessen verstärkten etablierte Technologieunternehmen ihren Fokus auf Kl-Integration und Prozessautomatisierung, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Diese Dynamik führte zu einem verschärften Wettbewerb, erhöhtem Preisdruck und längeren Entscheidungszyklen bei Unternehmenskunden.

Die dargestellten Informationen basieren auf Analysen der OECD, internationaler Wirtschaftsinstitutionen und relevanter Branchenstudien.

b) Geschäftsverlauf

Im Berichtsjahr hat das Unternehmen seine Struktur gestrafft, indem die Engineering-, Produkt- und Design-Teams am Standort Berlin zusammengeführt wurden. Im Rahmen des globalen „Return to Office“-Programms von Grammarly wechselten die Mitarbeitenden zu einem hybriden Arbeitsmodell, das die Zusammenarbeit, Kommunikation und Innovation stärken soll. Diese Veränderungen wurden von Anpassungen interner Arbeitsabläufe begleitet, die zu höherer Effizienz und besserer Abstimmung beitrugen.

Die Geschäftsentwicklung blieb insgesamt stabil, ohne wesentliche Abweichungen vom operativen Plan oder vom Vorjahr. Die Grammarly Germany GmbH erbrachte weiterhin ausschließlich F&E- und unterstützende Dienstleistungen für die Muttergesellschaft auf Basis bestehender Verträge.

c) Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Vermögenslage

Die Bilanzsumme sank von TEUR 31.466 (2023) auf TEUR 18.694 (2024), was einem Rückgang von 40,59 % entspricht und hauptsächlich auf die Reduzierung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 11.890 zurückzuführen ist, da ab 2024 ein neues Verrechnungsverfahren für Forderungen und Verbindlichkeiten eingeführt wurde.

Das Eigenkapital stieg von TEUR 1.294 (2023) auf TEUR 2.962 (2024), ein Anstieg um 128,86 %. Der starke Anstieg spiegelt die gestiegenen Aufwendungen wider, insbesondere für zusätzliches Personal zur Unterstützung der Muttergesellschaft, was zu höheren Umsatzerlösen durch den Cost-Plus-Aufschlag und zu einem Anstieg des Unternehmensergebnisses führte.

Durch den Anstieg des Eigenkapitals und die Verrechnung der Forderungen und Verbindlichkeiten verbesserte sich die Eigenkapitalquote von 4,11 % (2023) auf 15,85 % (2024).

Das Anlagevermögen sank von TEUR 638 (2023) auf TEUR 317 (2024), ein Rückgang um 50,3 %. Die Reduzierung ist auf geringere Investitionen im Jahr 2024 zurückzuführen, da das Unternehmen 2023 in das Berliner Büro umzog und die erforderliche Ausstattung, Möbel und bauliche Verbesserungen anschaffte.

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(in Tsd. €, sofern nicht anders angegeben) 2023 2024 Veränderung
Anlagevermögen 638 317 (50,30 %)
Bilanzsumme 31.466 18.694 (40,59 %)
Eigenkapital 1.294 2.962 +128,86 %
Eigenkapitalquote 4,11 % 15,85 % +11,73PP
Anlagenintensität 2,03 % 1,70 % -0,33 PP

Ertragslage

Der Umsatz stieg von TEUR 23.728 (2023) auf TEUR 33.411 (2024), ein Wachstum von 40,8 %.

Das starke Umsatzwachstum ist auf höhere Aufwendungen zurückzuführen, die aufgrund der vertraglichen Regelungen mit dem einzigen Kunden, der Gesellschafterin, zu entsprechend höheren Umsatzerlösen führen. Insbesondere der Anstieg der Personalaufwendungen von TEUR 10.278. auf TEUR 17.086. und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 11.622 auf TEUR 13.282, insgesamt TEUR 8.019 bzw. 35,88 %, führten zu einem entsprechenden Umsatzanstieg. Dies ist auf die Erhöhung des Personalbestands und der damit verbundenen Kosten zur Ausweitung der Entwicklungsleistungen für die Muttergesellschaft zurückzuführen. Die Umsätze werden nach dem implementierten Cost- Plus-Modell ermittelt, das die entstandenen Aufwendungen zuzüglich eines entsprechenden Aufschlags vergütet.

Die Personalaufwendungen stiegen von TEUR 10.728 (2023) auf TEUR 17.086 (2024), ein Anstieg um 59,27 %. Der Anstieg spiegelt die Erweiterung des Teams zur Deckung der gestiegenen F&E-Aktivitäten wider. Das Unternehmen investiert gezielt in qualifizierte Mitarbeitende, um seine Innovationskraft zu sichern und die Anforderungen der Kunden zu erfüllen.

Zur Erfüllung der Aufgaben für den Hauptkunden, die Muttergesellschaft, wurden die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, insbesondere für Berater und damit verbundene Kosten, von TEUR 11.622 (2023) auf TEUR 13.282 (2024) erhöht, ein Anstieg um 14,28 %. Der Anstieg der Aufwendungen führte zu einem entsprechenden Umsatzanstieg nach dem Cost-Plus-Modell, was zu einem Anstieg des Jahresüberschusses von TEUR 612 (2023) auf TEUR 1.668 (2024) führte, ein Plus von 172,47%. Das EBIT stieg ebenfalls deutlich von TEUR 890 auf TEUR 2.411, ein absoluter Anstieg um TEUR 1.521 (170,80 %). Die EBIT- Marge verbesserte sich von 3,75 % auf 7,22 %, was eine gesteigerte operative Effizienz und einen höheren Deckungsbeitrag widerspiegelt. Diese positive Entwicklung unterstreicht die Fähigkeit des Unternehmens, Kostendisziplin zu wahren und das Geschäft erfolgreich zu skalieren.

Finanzlage

Das Eigenkapital beträgt 15,85 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 4,11 %). Die langfristigen Vermögenswerte sind zu 934,67 % durch Eigenkapital gedeckt (Vorjahr: 202,86 %). Die Kapitalstruktur des Unternehmens hat sich damit gegenüber dem Vorjahr deutlich gestärkt, da die wichtigsten Anlagegüter 2023 angeschafft wurden. Im Jahr 2024 stieg der Gewinnvortrag und der Jahresüberschuss gegenüber 2023 deutlich (+93,14% bzw. +172,47 %). Zudem wurde ab 2024 die Verrechnung der Forderungen und Verbindlichkeiten mit verbundenen Unternehmen eingeführt, was die Bilanzsumme um 40,59 % reduzierte. Das Unternehmen agiert hauptsächlich als Produktentwickler für die US-Muttergesellschaft und benötigt nur geringe Investitionen, die sich im Wesentlichen auf Büroausstattung und Arbeitsplätze für die Mitarbeitenden beschränken.

Dank monatlicher Vorauszahlungen und vierteljährlicher Abgleiche zwischen Rechnungen und Kundenvorauszahlungen ist das Unternehmen stets in der Lage, seinen Verpflichtungen nachzukommen. Die Verträge mit der Muttergesellschaft als einzigem Kunden stellen sicher, dass das Unternehmen regelmäßige Zahlungen und eine Vergütung erhält, die die Aufwendungen übersteigt.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

a) Prognosebericht

Die Prognose für das Geschäftsjahr 2025 basiert auf den strategischen Zielen der Gruppe, den aktuellen makroökonomischen Bedingungen und Analysen der OECD und der Branche, wie sie in der internen Planung und im Verrechnungspreisbericht dokumentiert sind.

Es wird erwartet, dass das starke Wachstumspotenzial im Bereich KI-basierter SaaS-Lösungen auf dem deutschen und europäischen Markt anhält. Die Nachfrage nach digitalen Kommunikations- und Produktivitätslösungen bleibt insbesondere im Unternehmenssektor robust, da Organisationen weiterhin KI zur Effizienz- und Kollaborationssteigerung einsetzen.

Nach den Übernahmen von Coda Project, LLC und Superhuman Labs LLC hat die Gruppe mit der Integration eines breiteren Produktportfolios begonnen, das einen kollaborativen Arbeitsbereich, einen Kl-basierten E-Mail-Client und den etablierten Schreibassistenten zu einer einheitlichen Plattform vereint. Diese Integration erweitert den adressierbaren Markt und soll zusätzliche Cross-Selling- und Umsatzpotenziale schaffen, wenn das kombinierte Produktökosystem reift.

Im Oktober 2025 firmierte die Muttergesellschaft als Superhuman um, vereinte Grammarly, Coda und Superhuman Mail unter einer Marke und führte Superhuman Go ein - einen kontextsensitiven Kl-Assistenten, der in den bestehenden Tools der Nutzer arbeitet. Diese Transformation ist vor allem eine strategische und markenarchitektonische Maßnahme, die die Entwicklung der Gruppe zu einer Kl-nativen Produktivitätsplattform unterstreicht und die mittelfristigen Wachstumsannahmen im Plan 2025 unterstützt.

Zur Umsetzung dieser Strategie plant die Gruppe, die EPD-Kapazitäten in Berlin weiter auszubauen. Der anhaltende Mangel an qualifizierten IT- und F&E-Fachkräften in Deutschland und Europa dürfte den Kostendruck pro Mitarbeiter weiter erhöhen. Sowohl der geplante Personalaufbau als auch das daraus resultierende Kostenwachstum sind bereits im Budget 2025 berücksichtigt.

Das Vergütungsmodell für die Grammarly Germany GmbH bleibt gegenüber dem Vorjahr unverändert. Das Unternehmen erhält weiterhin eine Cost-Plus-Vergütung für seine Leistungen an die Muttergesellschaft. Die Verrechnungspreise werden gemäß OECD- Richtlinien dokumentiert und entsprechen den internationalen Anforderungen. Die Prognose für Umsatz und Ergebnis basiert daher auf den geplanten Kosten zuzüglich des vereinbarten Aufschlags. Für das kommende Jahr werden keine wesentlichen steuerlichen Risiken oder Anpassungen der Verrechnungspreise erwartet.

Die bedeutsamsten finanziellen und nicht-finanziellen Leistungsindikatoren (KPIs) werden im Geschäftsjahr 2025/2026 voraussichtlich moderat steigen. Alle Prognosen und Budgets werden auf Gruppenebene erstellt, wobei etwa 14,2 % der Gesamtzahlen auf die deutsche Gesellschaft entfallen. Die ursprüngliche Prognose wurde im September 2025 aktualisiert, um die tatsächliche Entwicklung von Januar bis September 2025 zu berücksichtigen. Durch den Abbau von externen Beratern und gleichzeitigen Neueinstellungen wird ein Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und ein Anstieg des Personalaufwands erwartet.

Wir gehen von einer Fortsetzung dieser Entwicklung auch im Geschäftsjahr 2026/2027 aus.

b) Chancen- und Risikobericht

Wesentliche Chancen

Die Integration neuer Produkte und der Ausbau des EPD-Teams erschließen zusätzliches Innovationspotenzial und stärken die Position der Gruppe im Bereich Kl-gestützter Produktivitätslösungen. Kontinuierliche Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie die Konzentration von Fachwissen am Standort Berlin gelten als Schlüsselfaktoren für den Erfolg der deutschen Gesellschaft. Die Erhöhung der Personalkosten führt nach dem Cost-Plus- Modell zu einem entsprechenden Umsatzanstieg.

Wesentliche Risiken

Der Hauptkunde, die Muttergesellschaft, trägt die Wettbewerbs-, Technologie- und makroökonomischen Risiken.

Die wichtigsten Risiken der Grammarly Germany GmbH sind:

Personalrisiken: Enger Arbeitsmarkt für hochqualifizierte F&E-Fachkräfte, mögliche Schwierigkeiten bei der Gewinnung und Bindung von Talenten.

Regulatorische Risiken: Änderungen im internationalen Steuerrecht, im Personal- und sonstigen Recht sowie in den Verrechnungspreisvorschriften.

Um Personalrisiken zu begegnen, recherchiert die Gesellschaft den Arbeitsmarkt regelmäßig und arbeitet mit Recruitern zusammen, um geeignete Kandidaten zu finden. Potenzielle Bewerber werden einer umfassenden Evaluierung unterzogen. Regulatorischen Risiken wird durch Einsatz von externen Experten und regelmäßige Überwachung von Änderungen begegnet.

Risikomanagement und Kontrolle

Das gruppenweite Risikomanagementsystem ist darauf ausgelegt, alle wesentlichen Risiken frühzeitig zu erkennen und durch geeignete Maßnahmen zu steuern. Die Einhaltung der OECD-Verrechnungspreisrichtlinien wird regelmäßig von internen und externen Experten überprüft. Die Diversifizierung des Produktportfolios und die internationale Aufstellung der Gruppe tragen zur Risikominderung bei.

Gesamtrisikoposition

Die Gesamtrisikoposition der Grammarly Germany GmbH bleibt überschaubar. Die Risiken wurden umfassend analysiert und werden durch das gruppenweite Risikomanagementsystem aktiv gesteuert. Das Unternehmen ist in der Lage, flexibel auf Veränderungen im Markt- und Regulierungsumfeld zu reagieren.

Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem für die Nachbearbeitung

Interne Kontroll- und Risikomanagementsysteme sind auf Gruppenebene etabliert. Das Unternehmen führt jährlich eine formale Risikobewertung unter Leitung des Senior Managements durch, begleitet von einer laufenden Überwachung während des gesamten Jahres. Dieser Prozess erfolgt in Zusammenarbeit zwischen den Bereichen Finanzen, Recht, Compliance, Sicherheit und Betrieb.

Der Vorstand der Muttergesellschaft überwacht die Bewertung über den Prüfungsausschuss und erhält regelmäßige Berichte zu neuen Risiken, regulatorischen Entwicklungen und internen Kontrollthemen.

Die internen Kontrollen sind darauf ausgelegt, die Genauigkeit und Vollständigkeit der Finanzberichterstattung sicherzustellen, Vermögenswerte zu schützen und die Einhaltung von Vorschriften zu fördern. Die Kontrollen folgen dem Vier-Augen-Prinzip mit klaren Zuständigkeitsregelungen, regelmäßigen Überprüfungen und kontinuierlicher Verbesserung.

Recht und Compliance: Das Group Legal Team überwacht Entwicklungen im Bereich Datenschutz, Cybersicherheit und Kl-Regulierung und führt regelmäßige Compliance-Schulungen für Mitarbeitende durch.

Ausgabenprüfung: Alle Ausgaben werden vor der Buchung geprüft und genehmigt.

Controlling:

Monatliche und quartalsweise Ergebnisse werden mit Budgets und Vorperioden abgeglichen und überprüft.

Eine jährliche Überprüfung der Unterlagen stellt sicher, dass alle wesentlichen Sachverhalte ordnungsgemäß erfasst sind.

Steuerkontrollen: Steuererklärungen und Rückstellungen werden von externen Beratern erstellt und von den Buchhaltungs- und Steuerteams der Muttergesellschaft geprüft.

IT-Kontrolle: Benutzerzugriffsrechte und Genehmigungshierarchien verhindern unautorisierte Transaktionen.

Betrugs- und Compliance-Risiken werden durch präventive und aufdeckende Kontrollen gemanagt, darunter Funktionstrennung, Abstimmungen, Abweichungsanalysen sowie eine ethische Unternehmenskultur, die durch den Verhaltenskodex und Hinweisgebersysteme unterstützt wird.

Insgesamt verzeichnet die Grammarly Germany GmbH einen stetigen Umsatzanstieg, getrieben durch die Erweiterung des Personals zur Unterstützung der Dienstleistungen für die Muttergesellschaft.

 

München, 23. Dezember 2025

Andriy Derevyanko

Jennifer Tetenbaum Miller

Der Jahresabschluss wurde am 23.12.2025 durch die Gesellschafterversammlung festgestellt.

Der Jahresabschluss wurde am 23.12.2025 von den Geschäftsführern Andry Derevyanko und Jennifer Tetenbaum Miller unterzeichnet.

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