VR Unternehmerkapital GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Matthias Kreft seit 12.2.2026 | Vorstandsmitglied |
Ralf-Alexander Pauls seit 15.1.2026 | Prokura |
Wolfgang Janssen Bohlen seit 11.8.2025 | Prokura |
Torsten Krieger seit 30.4.2025 | Vorstandsmitglied |
Bernhard Conradi seit 6.9.2024 | Prokura |
Sven Johanns seit 6.10.2023 | Prokura |
Kerstin Nolte seit 10.8.2023 | Prokura |
Jan Zurek seit 8.2.2022 | Prokura |
Tilmann Gerhards seit 3.11.2021 | Vorstandsmitglied |
Udo Wilhelm Josef Unteregge seit 19.11.2019 | Prokura |
Ulrich Uwe Stark seit 5.11.2019 | Prokura |
Moritz Kaestner seit 16.4.2019 | Prokura |
Andreas Steinle seit 9.12.2016 | Prokura |
Ekkehard Striegel seit 23.11.2016 | Prokura |
Andreas Holz seit 19.10.2016 | Vorstandsmitglied |
Anke Rose seit 9.1.2015 | Prokura |
Jan Seidel seit 9.1.2015 | Prokura |
Frank Gänsler seit 9.1.2015 | Prokura |
Markus Kirchschlager seit 6.7.2012 | Prokura |
Christof Wilms seit 15.6.2010 | Prokura |
André Keitz seit 18.8.2008 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Reisebank AGFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Lagebericht 2024Inhaltsverzeichnis 1. Grundlagen der Gesellschaft 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 2.2. Geschäftsverlauf 2.3. Ertragslage 2.4. Vermögenslage 2.5. Finanzlage 3. Personalbericht 4. Risikobericht 4.1. Zielsetzung 4.2. Strategie- und Kapitalplanungsprozess 4.3. Neue Produkte und Prozess- und Strukturänderungen 4.4. Risikoinventur 4.5. Risikotragfähigkeit 4.6. Risikokomitee und sonstige wesentliche Funktionen des IKS 4.7. Wesentliche Risikoarten 4.8. Berichterstattung 5. Chancenbericht 5.1. Gesamtbank 5.2. Retail 5.3. Verbund 5.4. Firmenkunden und Drittbanken 5.5. Zusammengefasste Chancenlage 6. Prognosebericht 6.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 6.2. Unternehmensprognose 1. Grundlagen der GesellschaftDie Reisebank AG ist verbundenes Unternehmen gem. § 271 Abs. 2 HGB Kreditinstitut und unmittelbares Tochterunternehmen der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main, (im Folgenden DZ BANK) und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Es besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der DZ BANK. Die Gliederung der Geschäftsfelder stellt sich wie folgt dar:
Das Produktangebot basiert im Wesentlichen auf folgenden Produkten und Services:
Die Reisebank ist Handelsbuchinstitut. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft befand sich auch im Jahr 2024 weiterhin in einer Phase der Stagnation und war sowohl von konjunkturellen als auch von strukturellen Problemen belastet. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2024 nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,2 Prozent niedriger als im Vorjahr, was die fehlende Dynamik der Wirtschaft verdeutlicht. Zu den Hauptursachen dieser Entwicklung gehörte der tiefgreifende strukturelle Wandel, dem die deutsche Wirtschaft ausgesetzt war. Hierzu zählen die Herausforderungen der Dekarbonisierung, der digitale Wandel, der demografische Umbruch sowie der verstärkte internationale Wettbewerb. Diese Veränderungen erforderten umfangreiche Anpassungsprozesse, die die langfristigen Wachstumsperspektiven dämpfen. Unsicherheiten über zukünftige wirtschaftliche Rahmenbedingungen, kombiniert mit hohen Energiekosten, sorgten insbesondere im verarbeitenden Gewerbe und im Baugewerbe für einen Rückgang der Wertschöpfung und eine geringere Investitionsbereitschaft. Zum Jahresende zog zwar die Konsumbereitschaft auf privater wie auf staatlicher Seite an, dennoch konnte dies die Zurückhaltung im gewerblichen Sektor nur bedingt kompensieren. Positiv hervorzuheben war der Rückgang der Inflationsrate auf durchschnittlich 2,2 Prozent im Jahr 2024. Diese Entwicklung führte zu einer leichten Entlastung der Verbraucher und stärkte deren Kaufkraft. 2.1.1. Wirtschaft Die deutsche Wirtschaft trat im Jahr 2024 im fünften Jahr in Folge auf der Stelle. Haupttreiber der Stagnation war die schlechte Auftragslage der Unternehmen und damit die fehlende Güternachfrage. Die Energiepreise sind nach der Energiekrise zwar deutlich zurückgegangen, haben sich aber auf hohem Niveau stabilisiert. Während sich die Volkswirtschaften weltweit allmählich erholen und die Nachfrage anzieht,, profitierte die exportorientierte deutsche Industrie davon nur wenig. Der ifo-Geschäftsklimaindex sank Ende des Jahres auf 84,7 Punkte. Das ist der niedrigste Wert seit Mai 2020. Der Rückgang war insbesondere auf die pessimistischeren Erwartungen zurückzuführen. So befindet sich die Industriekonjunktur weiterhin im Abschwung. Vorsichtig positive Signale gab es aus anderen Bereichen: Zuwächse ergaben sich zum Jahresende neben öffentlichen Dienstleistern, Erziehung und Gesundheit auch bei den konsumnahen Dienstleistungsbereichen (Gastgewerbe, Handel). 2.1.2. Arbeitsmarkt Die wirtschaftliche Schwäche prägt nach wie vor die Entwicklung am Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,3 Prozentpunkte auf 6,0 Prozent im Jahr 2024, was hauptsächlich auf den Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität zurückzuführen war. Damit waren 2,79 Millionen Menschen arbeitslos. Dennoch blieb die Gesamtzahl der Erwerbstätigen mit etwa 46,08 Millionen Personen nahezu konstant, was die Robustheit des Arbeitsmarkts in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld unterstreicht. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung hat zugenommen: von Juni 2023 auf Juni 2024 um 128.000 auf 34,84 Millionen. Der Trend, dass die gemeldete Nachfrage nach neuen Mitarbeitern nachlässt, ist seit zwei Jahren unverändert vorhanden und setzte sich fort. Mit einem jahresdurchschnittlichen Bestand von 694.000 gemeldeten Arbeitsstellen lag die Arbeitskräftenachfrage 2024 um 67.000 niedriger als im Jahr 2023. Auch die Stellenzugänge, die ein besserer Indikator für die aktuelle Einstellungsbereitschaft der Betriebe sind, gingen aufgrund der schwachen Konjunktur weiter zurück. In Summe wurden im Jahr 2024 mit 1.500.000 Stellen 132.000 weniger gemeldet als im Jahr 2023 und damit der niedrigste Wert seit 25 Jahren. Zudem wurde Kurzarbeit von Betrieben stärker in Anspruch genommen. Nach einer ersten Schätzung der Bundesagentur für Arbeit betrug die Kurzarbeiterzahl im Jahr 2024 durchschnittlich rund 320.000 - nach 241.000 im Jahr 2023. 2.1.3. Tourismus Die deutschen und die ausländischen Touristen zeigten sich 2024 wieder reisefreudiger: Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland stieg gegenüber Januar bis November 2023 um 1,1 Prozent auf 386,4 Millionen. Bei den Gästen aus dem Ausland gab es im gleichen Zeitraum ein noch deutlicheres Plus von 5,4 Prozent auf 78,9 Millionen. Damit lag die Zahl der Übernachtungen höher als vor der Corona-Pandemie. Viele Menschen haben zwar nach der Inflationswelle ihren Konsum eingeschränkt, bei Urlauben zeigen sich die Bundesbürger aber derzeit gegenüber anderen Branchen ausgabefreudig. Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) zieht eine positive Bilanz für den Deutschland-Tourismus und verzeichnet steigende internationale Besucherzahlen sowie wachsende Einnahmen. Von den ausländischen Gästen seien in den ersten acht Monaten des Jahres 78 Prozent aus Europa und 22 Prozent aus Übersee gekommen. 2.1.4. Edelmetalle Der Markt für Edelmetalle und insbesondere das Gold stand im Jahr 2024 stark im Fokus von Anlegern, Zentralbanken und Märkten, die durch makroökonomische Unsicherheiten geprägt waren. Gold zeigte sich als der klare Gewinner des Jahres, da es als sicherer Hafen in einem von Unsicherheiten und geopolitischen Spannungen geprägten Umfeld weiterhin stark nachgefragt wurde. Der Preis für eine Feinunze Gold stieg im Laufe des Jahres in Euro um rund 34 Prozent und übertraf unterjährig gleich 30-mal das bisherige Allzeithoch, zuletzt am 22. November 2024 bei einem Schlusskurs von 2.607,99 Euro. Die Entwicklung des Goldmarkts wurde maßgeblich durch die anhaltende Inflation, geopolitische Spannungen und eine vorsichtige Zentralbankpolitik beeinflusst. Während die Inflation in den USA und Europa zwar leicht nachließ, blieb sie dennoch hoch genug, um Anleger zu Gold als Schutz vor Kaufkraftverlust greifen zu lassen. Gleichzeitig steigerte die Zinswende und die Ankündigung weiterer Zinssenkungen die Attraktivität von Gold, da niedrigere Zinsen die Opportunitätskosten von Gold senken. Ein weiterer wichtiger Faktor war die massive Goldnachfrage durch Zentralbanken. Länder wie China, Indien und Russland kauften im Jahr 2024 unverändert große Mengen an Gold, um sich gegenüber dem weiterhin starken US-Dollar abzusichern. So erwartet der World Gold Council, dass auch das Jahr 2024 in puncto Zuwachs des Zentralbankengoldes ein Rekordjahr wird, nachdem schon in den ersten drei Quartalen ein Plus von 693 Tonnen zu verzeichnen war. Diese Käufe hatten einen erheblichen Einfluss auf den Markt und trieben die Preise in die Höhe. 2.2. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2024 war unter den gegebenen Marktbedingungen herausfordernd und verlief nicht nach Plan, der Jahresüberschuss vor Gewinnabführung in Höhe von Mio EUR 0,2 lag stark unter den erwarteten Mio EUR 8,0. Das geplante Provisions-/Handelsergebnis wurde spürbar unterschritten. Zwar stiegen die Provisionen für Edelmetalle kräftig ggü. dem Vorjahr, der erzielte Zuwachs lag aber deutlich unter den Erwartungen. Die Provisionen aus dem Sortengeschäft sind im Vergleich zum Vorjahr konstant, demzufolge konnte das geplante Wachstum nicht realisiert werden. Im Segment Bankautomaten folgte die Reisebank dem Markttrend des Bargeldrückgangs. Die gesunkenen Provisionen im Bankautomatengeschäft lagen im Vergleich zum Plan stark unter den Erwartungen. Neben den beiden finanziellen Leistungsindikatoren Jahresüberschuss vor Gewinnabführung und Provisionsergebnis ist als dritter Indikator die Summe aus Personalaufwand und anderen Verwaltungsaufwendungen festgelegt. Dieser finanzielle Leistungsindikator lag geringfügig über dem Planwert. Das sonstige betriebliche Ergebnis lag über den Erwartungen. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren sind nicht definiert. Das Institut betrieb zum Stichtag innerhalb von Deutschland 80 Geschäftsstellen (Vorjahr 85). Die Reisebank verfügt zum Stichtag über insgesamt 329 eigene Geldausgabeautomaten (Vorjahr 333), davon 20 als mobile Geräte sowie 23 Cash Recycler. 2.3. Ertragslage Das Geschäftsjahr 2024 schloss mit einem Jahresüberschuss vor Gewinnabführung in Höhe von Mio EUR 0,2 (Vorjahr Mio EUR 8,0) ab. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem leicht gesunkenen Provisionsergebnis und leicht höheren Verwaltungsaufwendungen ggü. dem Vorjahr, sowie einer Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken in Höhe von Mio. EUR 4,0 (Vorjahr 0). Somit wurde das geplante Ergebnis in Höhe von Mio. EUR 8,0 nicht erreicht Die Zinsaufwendungen sind um TEUR 207 auf TEUR 1.118 angestiegen. Dieser Anstieg basiert auf höheren Aufwendungen für täglich fällige Verbindlichkeiten gegenüber der DZ BANK aufgrund gestiegenen Volumens bei täglichen fälligen Geldern. Die Provisionserträge in Höhe von Mio. EUR 102,8 befinden sich auf Vorjahresniveau (Mio. EUR 102,2). Während die Erträge aus Edelmetallgeschäften um Mio. EUR 3,5 angestiegen sind, sanken die Erträge aus Geldautomaten und Cash Management in Summe um Mio. EUR 2,3 und die Erträge der Reisebank Master Card um Mio. EUR 0,9. Die Provisionsaufwendungen erhöhten sich aufgrund von gestiegenen Umsätzen im Edelmetallgeschäft im Vergleich zum Vorjahr um Mio EUR 2,6 auf Mio EUR 17,4. Die Personalaufwendungen stiegen aufgrund der leicht höheren durchschnittlichen Mitarbeiterzahl und Gehaltsanpassungen um TEUR 1.087 auf TEUR 33.704 Die Anderen Verwaltungsaufwendungen inklusive der Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen sind um TEUR 1.986 auf TEUR 52.233 gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere Beratungskosten zurückzuführen. Die Sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im Geschäftsjahr 2024 um TEUR 3.605 auf TEUR 7.680. Der Anstieg resultiert aus einer Ausgleichszahlung in Höhe von TEUR 5.000 aufgrund der Aufhebungs- und Migrationsvereinbarung zur Sorten- und Edelmetallabwicklung. Der Anstieg der Sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 236 auf TEUR 3.184 ist im Wesentlichen auf erhöhte Aufwendungen aus aperiodischen Sachverhalten zurückzuführen. Die Außerordentlichen Erträge sind um TEUR 3.604 auf TEUR 0 gesunken. Im Vorjahr waren hier Erträge aus der Auflösung von Rückstellung für die Restrukturierung des Filialnetzes enthalten. Die Außerordentlichen Aufwendungen sind um TEUR 107 auf TEUR 24 gesunken und resultieren aus gesunkenen Aufwendungen für Restrukturierungen. Die Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken betrug Mio EUR 4,0 (Vorjahr 0). Das Jahresergebnis vor Gewinnabführung ist im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 8.000 auf TEUR 237 gesunken und somit wurde der Planwert nicht erreicht. Im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wird das Jahresergebnis an die Muttergesellschaft DZ BANK abgeführt. Die Ertragslage ist geordnet. 2.4. Vermögenslage Der Rückgang der Bilanzsumme um TEUR 10.955 auf TEUR 136.487 resultiert vor allem aus niedrigeren Kassenbeständen, sowie gesunkenen sonstigen Verbindlichkeiten. Die Barreserve setzt sich aus den Sorten- und Euro-Beständen der Geschäftsstellen in Höhe von TEUR 22.312 (Vorjahr TEUR 28.750) und den Beständen in den Geldausgabeautomaten in Höhe von TEUR 35.750 (Vorjahr TEUR 43.078) zusammen. Die Forderungen an Kreditinstitute erhöhten sich um TEUR 6.288 auf TEUR 32.115 und bestehen im Wesentlichen aus Forderungen an die DZ BANK (Treuhandkonto) und an die Deutsche Bank wegen der dort geführten Sortenbestände. Im Aktivischen Handelsbestand sind ausschließlich die Edelmetallbestände in Höhe von TEUR 16.703 (Vorjahr TEUR 18.047) enthalten. Der Rückgang der Bestände resultiert insbesondere aus dem Verkauf von Goldbeständen zum Jahresende aufgrund des gestiegenen Goldpreises. Die Immateriellen Anlagewerte haben sich um TEUR 1.066 auf TEUR 4.487 erhöht. Der Anstieg resultiert aus Anzahlungen für Projekte im Rahmen des IT-Bebauungsplans. Die Sonstigen Vermögensgegenstände verminderten sich um TEUR 4.907 auf TEUR 4.924, was insbesondere auf geringere Forderungen aus Geldautomatenverfügungen zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich um TEUR 920 auf TEUR 58.063 erhöht. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf die im Vorjahr unter diesem Posten ausgewiesene Verbindlichkeit aus der Gewinnabführung gegenüber der DZ BANK zurückzuführen. Im Passivischen Handelsbestand sind die Sicherungspositionen für Goldbestände in Höhe von TEUR 15.499 (Vorjahrswert TEUR 15.627) aufgrund leicht niedrigerer Edelmetallbestände, ausgewiesen. Die Sonstigen Verbindlichkeiten haben sich um TEUR 14.102 auf TEUR 11.416 verringert. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf geringere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden, aufgrund der Kündigung der Prepaid Reisebank Master Card zum 30.09.2024 zurückzuführen. Der Passive Rechnungsabgrenzungsposten reduziert sich um TEUR 500 auf 0 TEUR nachdem im Geschäftsjahr 2024 der Signing Bonus von Western Union ertragswirksam aufgelöst wurde. Die Rückstellungen verminderten sich um TEUR 1.548 auf TEUR 11.839. Der Rückgang betrifft insbesondere gesunkene Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen (TEUR -733) sowie für Miete und Pacht (TEUR -950). Der Fonds für allgemeine Bankrisiken erhöhte sich um 4.165 TEUR auf 20.165 TEUR. Darin enthalten ist ein Sonderposten nach § 340 e Abs. 4 HGB von TEUR 165. Das Eigenkapital der Reisebank beträgt unverändert TEUR 19.267. Das gezeichnete Kapital setzt sich in Höhe von TEUR 5.113 aus 10.000 Stück Namensaktien im Nennwert von je EUR 511,29, der Kapitalrücklage über TEUR 13.643 sowie der gesetzlichen Rücklage in Höhe von TEUR 511 zusammen. Die Vermögenslage ist geordnet. 2.5. Finanzlage Die Bank kann zur Refinanzierung jederzeit auf Refinanzierungslinien bei der DZ BANK zurückgreifen. Zum 31. Dezember 2024 besteht eine EUR-Kontokorrentaufnahme der Reisebank bei der DZ BANK in Höhe von Mio EUR 10,4 (Vorjahr Mio EUR 17,7). Weiterhin sind zwei Schuldscheindarlehen über insgesamt Mio EUR 30 mit einer vereinbarten Laufzeit bis zum Jahre 2028 begeben. Der niedrigere Refinanzierungsbedarf ist im Wesentlichen auf niedrigere Kassenbestände zurückzuführen. Die nach der Capital Requirements Regulation (CRR) der EU-Verordnung Nr. 575/2013 CRR einzuhaltende kurzfristige Liquiditätsquote Liquidity Coverage Ratio (LCR) betrug, bei einer einzuhaltenden Mindestquote von 100 % zum 31. Dezember 2024 425,53 % (Vorjahr 347,11 %). Die nach der CRR verbindlich einzuhaltende Mindestquote von 100 %, strukturelle Liquiditätsquote Net Stable Funding Ratio (NSFR) betrug zum 31. Dezember 2024 155,55 % (Vorjahr 156,85 %). Die Bankaufsichtsrechtlichen Eigenmittel nach § 10 KWG betrugen zum 31. Dezember 2024 TEUR 30.119 (Vorjahr TEUR 31.059) und setzen sich unverändert ausschließlich aus dem harten Kernkapital zusammen. Der mit Bankaufsichtsrechtlichen Eigenmitteln zu unterlegende Gesamtrisikobetrag betrug TEUR 126.913 (Vorjahr TEUR 127.180). Dies ergibt eine Gesamtkennziffer von 23,73 % (Vorjahr 24,42 %). Die regulatorischen Mindestquoten (Gesamtkapitalquote von 8,00 %, Kernkapitalquote von 6,00 % und Harte Kernkapitalquote von 4,50 %) sowie der Kapitalerhaltungspuffer in Höhe von 2,5 % und der antizyklische Kapitalpuffer von 0,75 % wurden eingehalten. Die regulatorische Verschuldungsquote (Leverage Ratio) beträgt zum Stichtag 31. Dezember 2024 22,62 % (Vorjahr 19,51 %). Die Quote für belastete Vermögenswerte (Asset Encumbrance) beträgt per 31. Dezember 2024 6,45 % (Vorjahr 11,08 %). Bei der Reisebank gelten als belastete Vermögenswerte das bei der DZ BANK geführte Treuhandkonto, in Höhe von TEUR 8.862, welches zur Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen nach den §§ 17 und 18 ZAG dient. Die Zahlungsfähigkeit der Reisebank war zu jedem Zeitpunkt gegeben. Die Liquiditätsmindestquoten wurden während des Geschäftsjahres zu keinem Zeitpunkt unterschritten. Die Finanzlage ist geordnet. 3. PersonalberichtDie Bank hat die aufsichtsrechtlichen Anforderungen im Sinne der Institutsvergütungsverordnung (InstitutsVergV) umgesetzt. Die Bank beschäftigte einschließlich Vorstand und Auszubildende zum Jahresende 2024 523 Mitarbeiter*innen (Vorjahr 525). Diese sind in der Zentrale in Frankfurt am Main und in den Geschäftsstellen tätig. Nichtfinanzielle Erklärung Das Unternehmen ist von der Pflicht zur Erweiterung des Lageberichts um eine nichtfinanzielle Erklärung befreit, da es in den im Einklang mit dem § 289b Abs.2 HGB aufgestellten Konzernlagebericht der DZ BANK AG mit Sitz in Frankfurt am Main einbezogen ist. Der befreiende Konzernlagebericht ist in deutscher Sprache als Teil des Geschäftsberichts 2024 der DZ BANK AG veröffentlicht und auf der folgenden Internetseite abrufbar: www.dzbank.de/berichte. Der Prüfungsvermerk über den Nachhaltigkeitsbericht des befreienden Konzernlageberichts ist dort ebenfalls abrufbar. Erklärung zur Unternehmensführung Im Rahmen des Gesetzes zur Ergänzung und Änderung der Regelungen für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst wurden in der Reisebank folgende Zielgrößen für den Frauenanteil festgelegt: Der Aufsichtsrat hat die Frauenquote bis 31. Dezember 2026 für den Vorstand mit 33,3 % und für den Aufsichtsrat mit 16,7 % festgelegt. Für die erste und zweite Führungsebene hat der Vorstand für die Bank bis 31. Dezember 2026 eine Zielgröße von jeweils 30,0 % definiert. 4. Risikobericht4.1. Zielsetzung Der Gesamtvorstand legt die Risikostrategie fest und trägt die Verantwortung für die Einrichtung eines angemessenen Risikosteuerungs- und -controllingverfahrens (Risikomanagement). Das Risikosteuerungs- und -controllingverfahren hat das Ziel, maßgebliche Risikoarten und die damit verbundenen Konzentrationen zu identifizieren, analysieren, bewerten, begrenzen und geeignete Instrumente zur Steuerung, Kontrolle und Berichterstattung bereitzustellen. Die Risikosteuerungs- und -controllingverfahren sowie die entsprechenden Verantwortlichkeiten und Kompetenzen sind im Risikohandbuch geregelt. Die Unternehmensziele der Bank und die geplanten Maßnahmen zur Sicherung des langfristigen Unternehmenserfolges sind in der Geschäftsstrategie beschrieben. 4.2. Strategie- und Kapitalplanungsprozess Die Gesamtstrategie wird vom Vorstand auf Basis der geschäftspolitischen Ausgangssituation, der Risikotragfähigkeit, der Mitarbeiterkapazitäten sowie der technisch-organisatorischen Ausstattung entwickelt, mindestens jährlich überprüft und ggf. angepasst. Sie wird dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gegeben und mit diesem erörtert. Die Risikostrategie der Reisebank leitet sich aus der Gesamtstrategie ab. Die Reisebank geht Risiken aktiv nur ein, soweit sie transparent, kontrollierbar und, sofern möglich und sinnvoll, limitierbar sowie mit dem Risikoappetit und der Risikotragfähigkeit vereinbar sind. Alle identifizierten und für die Reisebank relevanten Risiken unterliegen jeweils definierten Risikosteuerungs- und -controllingverfahren. Diese sehen auch einzelrisikospezifische Risikostrategien zur Vermeidung, Verminderung und Begrenzung vor. Die Reisebank verfügt über eine mittelfristige Kapital- und Liquiditätsplanung, welche aktuell die Jahre 2025 bis 2030 abbildet. Darin werden die strategischen Ziele und wirtschaftlichen Veränderungen berücksichtigt. Die Berechnung der Kapital- und Liquiditätsplanung stützt sich auf den Zahlen der operativen Planung und des Businessplans. Die Kapitalplanung als Teil der Risikotragfähigkeit gemäß MaRisk ist eine etablierte Sicht mit Blick auf die Fortführung des Instituts, bei der regulatorische Größen im Fokus stehen. Der Kapitalplanungsprozess ist fester Bestandteil der mittelfristigen Planung und stellt das Instrument zur Überprüfung der normativen Risikotragfähigkeit und damit der Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells auf Basis der strategischen Ausrichtung dar. Schwerpunkt der Kapitalplanung aus der normativen Perspektive ist die Einhaltung der Kapitalanforderungen gemäß CRR, SREP, die kombinierten Kapitalpufferanforderungen sowie die Eigenmittelzielkennziffer. Die Liquiditätsplanung dient der Sicherstellung einer angemessenen Liquiditätsausstattung. Des Weiteren wird überprüft, ob die aufsichtsrechtlich geforderten Liquiditätsquoten eingehalten werden. Werden Liquiditätslücken oder eine Unterschreitung der aufsichtsrechtlichen Liquiditätsquoten festgestellt, werden Maßnahmen zur Beschließung durch den Vorstand aufgezeigt. Der Kapital- und Liquiditätsplanungsprozess ist zeitlich und organisatorisch in den Strategieprozess der Reisebank integriert. Der Kapitalplanungsprozess wird mit der Aktualisierung der Geschäftsstrategie angestoßen. 4.3. Neue Produkte und Prozess- und Strukturänderungen 4.3.1. Aktivitäten in neuen Produkten, Geschäftsarten oder auf neuen Märkten Vor der Aufnahme von neuen Geschäftsaktivitäten in neuen Produkten, Geschäftsarten oder auf neuen Märkten (einschließlich neuer Vertriebswege) analysiert die Reisebank mögliche Auswirkungen auf das Gesamtrisikoprofil. Hierbei werden das Risikocontrolling sowie die Beauftragten für Revision und Compliance einbezogen. Die Revisionsbeauftragte ist gemäß Revisionshandbuch der DZ BANK für die Weitergabe von Informationen an die Interne Revision verantwortlich. Die Mitwirkung des Risikocontrollings beginnt bei der Entscheidung, ob es sich um ein neues Produkt, eine neue Geschäftsart oder einen neuen Markt im Sinne der MaRisk handelt. Zur Entscheidung, ob es sich um ein neues Produkt, eine neue Geschäftsart oder einen neuen Markt im Sinne der MaRisk handelt, wird unter der Verantwortung des Risikoeigners ein Konzept inklusive Risikopotenzialeinschätzung ausgearbeitet und schriftlich fixiert. Das Ergebnis der Analyse des Risikogehalts dieser neuen Geschäfte und die sich daraus ergebenden Auswirkungen auf das Risikomanagement müssen Grundlage des Konzeptes sein. In dem Konzept sind alle wesentlichen, mit der Geschäftsaufnahme verbundenen personellen, organisatorischen, IT-relevanten, bilanz- und steuerrechtlichen sowie sonstigen rechtlichen Konsequenzen von wesentlicher Bedeutung darzustellen. In die Erstellung des Konzeptes werden alle später in die Arbeitsabläufe eingebundenen Stellen eingeschaltet. Im Rahmen ihrer Aufgaben wird auch der Revisionsbeauftragte bzw. die Interne Revision beteiligt. Liegt ein neues Produkt vor, wird die Einführung über einen laufenden und durch die betroffenen Organisationseinheiten zu votierenden Prozess, inklusive separater Test- und Pilotphase, durchgeführt. Die Koordination der erforderlichen Maßnahmen erfolgt durch den NPP-Koordinator. 4.3.2. Änderungen betrieblicher Prozesse oder Strukturen Die Reisebank analysiert vor wesentlichen Veränderungen in der Aufbau- und Ablauforganisation sowie in den IT-Systemen die Auswirkungen der geplanten Veränderungen auf die Kontrollverfahren und die Kontrollintensität. Die Analyse soll vor allem mögliche Kontrollschwächen, ausgelöst durch Prozess- oder Strukturänderungen, aufdecken und entsprechend verhindern. In die Analysen sind die später in die Arbeitsabläufe eingebundenen Organisationseinheiten eingebunden. Die Funktionen Risikocontrolling und Compliance sowie die Interne Revision werden im Rahmen Ihrer Aufgaben frühzeitig im Analyseprozess beteiligt. 4.4. Risikoinventur Die Reisebank führt in Übereinstimmung mit MaRisk AT 2.2. Tz. 2 jährlich nach Abschluss des Strategieprozesses, in der Regel zu Beginn des 2. Halbjahres des Betrachtungsjahres, eine Risikoinventur durch. Ziel ist die jährliche qualitative und quantitative Betrachtung aller für die Reisebank relevanten Risiken, eine Prüfung auf Wirksamkeit der eingesetzten Prozesse und Instrumente sowie die Festlegung, ob eine Wesentlichkeit vorliegt und die Quantifizierung der aufgezeigten Risiken in der Risikotragfähigkeit notwendig und möglich ist. Nachhaltigkeitsrisiken in Form einer ESG-Risikotreiberanalyse sind seit dem Jahr 2024 wichtiger Teil der Risikoinventur. Die Identifizierung und Analyse unterschiedlicher Risiken, wie ökologische, soziale und Governance-Risiken, ist grundlegend für die Umsetzung der langfristigen ESG-Strategie der Reisebank und der Ermittlung des Gesamtrisikoprofils. Diese Risiken können sich sowohl auf die operative Effizienz als auch auf die Reputation und langfristige Rentabilität der Reisebank auswirken. Durch die systematische Erfassung und Bewertung dieser Risiken kann die Reisebank frühzeitig auf Herausforderungen reagieren und präventive Maßnahmen ergreifen, um potenzielle negative Auswirkungen zu minimieren. Nachhaltigkeitsrisiken sind dabei keine eigenständige Risikokategorie, sondern wirken auf die anderen Risikoarten. Im Rahmen der jährlichen ESG-Risikotreiberanalyse wurde keine wesentliche Wirkung eines ESG-Risikotreibers auf andere Risikoarten festgestellt. 4.5. Risikotragfähigkeit Die Risikotragfähigkeit wird monatlich auf Basis der ökonomischen Perspektive berechnet. Zur Ermittlung der Risikodeckungsmassenauslastung wird der Risikokapitalbedarf der Risikodeckungsmasse (RDM) gegenübergestellt und dadurch die Risikokennziffer ermittelt. Zur Risikoabdeckung wird die RDM in Form vom regulatorischen Kernkapital verwendet, welches bilanziell vom HGB-Abschluss abgeleitet wird. Die RDM besteht aus gezeichnetem Eigenkapital, Gewinnrücklagen, Kapitalrücklagen, Fonds für allgemeine Bankrisiken und wird um die Abzugsposition immaterielle Vermögenswerte reduziert. Stille Reserven und Lasten liegen vor dem Hintergrund der Geschäftstätigkeiten der Reisebank in der Bilanz nicht vor. Vor diesem Hintergrund ist das regulatorische Kernkapital nicht um stille Reserven sowie Lasten zu bereinigen. Ein unterjähriger Verlust reduziert die RDM. Zum Jahresende wird im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung der aufgelaufene Gewinn oder Verlust des Geschäftsjahres aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags nicht berücksichtigt. In der Risikotragfähigkeit werden alle in der Risikoinventur als wesentlich eingestuften Risiken quantifiziert. Dies betrifft das Marktpreisrisiko, das Adressenausfallrisiko und das operationelle Risiko. Das Konzentrationsrisiko, welches unter das Sonstige Risiko fällt, wird über die Quantifizierungsmethoden des Marktpreisrisikos, Adressenausfallrisikos und operationellen Risikos mit eingepreist. Das Geschäftsrisiko und das Risiko aus der Subsidiärhaftung für Betriebsrenten wurden als wesentlich eingestuft und mit einem eigenen Risikomodell in die Risikotragfähigkeit aufgenommen. Im Rahmen der Quantifizierung der Risiken wird vor dem Hintergrund der ökonomischen Perspektive ein einheitliches Konfidenzniveau von 99,9 % berücksichtigt. Die Reisebank rechnet neben dem Normal-Case zwei adverse Risikoszenarien (Negative- und Worst-Case) innerhalb der Risikotragfähigkeit. Die Messung des Risikokapitalbedarfs wird durch reverse und inverse Stresstests ergänzt. Die Risikodeckungsmasse betrug zum Jahresende TEUR 30.151 (Vorjahr TEUR 31.093). Der Risikodeckungsmasse stand ein ökonomischer Risikokapitalbedarf in Höhe von TEUR 19.473 (Vorjahr TEUR 19.622) gegenüber.
Die ökonomische Risikokennzahl wird aus dem Verhältnis RKB zu RDM ermittelt und entspricht damit der Auslastung der RDM. Infolge des Anstiegs des RKB hat sich die ökonomische Risikokennzahl im Vergleich zum Vorjahr auf 65 % erhöht. 4.6. Risikokomitee und sonstige wesentliche Funktionen des IKS 4.6.1. Risikokomitee Risikokomiteesitzungen sind ein fester Bestandteil der internen Risikosteuerungsprozesse der Reisebank und finden turnusmäßig monatlich statt. Das Risikokomitee dient der Besprechung von bzw. Beratung über Risiken und ggf. Ableitung von Steuerungsmaßnahmen. Das Risikokomitee setzt sich inhaltlich mit den nachfolgenden Risikokategorien auseinander:
Das Risikokomitee besteht aus dem Gesamtvorstand und den Bereichsleitern Finanzen, Operations, Geschäftssteuerung, Service & Compliance sowie dem Teamleiter des Handels. Bei Bedarf nehmen die Bereichsleiter der Marktbereiche Retail, Verbund und Produkte & Marketing teil. Neben der Beschreibung und Beurteilung der Risikosituation werden im Bedarfsfall Beschlüsse zur Risikoreduktion getroffen. Maßnahmen werden unter Beachtung der Trennung von Markt- und Marktfolge votiert. 4.6.2. Risikocontrolling Das Risikocontrolling ist an allen wichtigen risikopolitischen Entscheidungen des Gesamtvorstandes beteiligt und unterstützt den Vorstand in allen risikopolitischen Fragen. Als Instrumente der Risikofrüherkennung werden in der Organisationseinheit Risikocontrolling u.a. die Abfrage und Überwachung von Risikoindikatoren, das Self Assessment und die Risikopotenzialeinschätzungen eingesetzt. Weitere Kernaufgaben sind die laufende Überwachung der Risikosituation der Gesellschaft, Sicherstellung der Risikotragfähigkeit unter Berücksichtigung der Ergebnisse aus den Sensitivitätsanalysen und den Stresstests sowie, gemeinsam mit der Abteilung Controlling, die Durchführung der Kapital- und der Liquiditätsplanung. 4.6.3. Compliancebeauftragter Der Leiter der Stabsstelle Compliance und Geldwäscheprävention nimmt die Funktion des Compliancebeauftragten der Reisebank wahr. Der Compliancebeauftragte ist als Stabsstelle direkt dem Vorstandsressort Steuerung & Produktion unterstellt. Als Compliancebeauftragter gemäß MaRisk AT 4.4.2 hat er auf die Implementierung wirksamer Verfahren zur Einhaltung der für das Institut wesentlichen rechtlichen Regelungen und Vorgaben und entsprechender Kontrollen hinzuwirken sowie die Geschäftsleitung hinsichtlich der Einhaltung dieser rechtlichen Regelungen und Vorgaben zu unterstützen und zu beraten. 4.6.4. Geldwäschebeauftragter Als Geldwäschebeauftragter ist der Leiter der Stabsstelle Compliance und Geldwäscheprävention benannt und direkt dem Vorstandsressort Steuerung & Produktion unterstellt. In der Funktion des Geldwäschebeauftragten gemäß § 7 GwG ist er Ansprechpartner für Vorstand und Mitarbeiter der Bank und berät zum Umgang mit Risiken der Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und strafbarer Handlungen (§ 25h KWG) und zur Durchführung von Sicherungsmaßnahmen gegen diese Risiken. Zusätzlich ist er Ansprechpartner für die Strafverfolgungsbehörden, für die für Aufklärung, Verhütung und Beseitigung von Gefahren zuständigen Behörden, für die Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen und für die Aufsichtsbehörde in Bezug auf die Einhaltung der einschlägigen Vorschriften. 4.6.5. Informationssicherheitsbeauftragter Der Informationssicherheitsbeauftragte ist als Stabsstelle der Organisationseinheit "Bankweites IKS" zugeordnet und unterhält eine direkte Berichtslinie an den Vorstand. Der Informationssicherheitsbeauftragte berichtet über den allgemeinen Status zur Informationssicherheit und in sicherheitskritischen Einzelfällen umgehend an den Gesamtvorstand. Der Informationssicherheitsbeauftragte ist mit der Umsetzung und Steuerung von allen Maßnahmen der Informations- inkl. der IT-Sicherheit beauftragt. Primäres Ziel seiner Tätigkeit ist es, den Schutz der informationsverarbeitenden und -lagernden (technischen oder nicht-technischen) Systeme und die Einhaltung der Schutzziele Vertraulichkeit und Authentizität, Verfügbarkeit sowie Integrität zu gewährleisten. 4.6.6. Datenschutzbeauftragter Die Funktion des Datenschutzbeauftragten ist an die DZ BANK ausgelagert. Die Koordination zwischen Reisebank und dem externen Datenschutzbeauftragten wird durch den Datenschutzkoordinator der Reisebank durchgeführt. Der Datenschutzbeauftragte ist insbesondere für die Überwachung und Unterstützung der Einhaltung aller datenschutzrechtlichen Vorschriften zuständig. 4.6.7. Interne Revision und Revisionsbeauftragte Die Funktion der Internen Revision ist an die DZ BANK ausgelagert. Die von der Reisebank als Revisionsbeauftragte benannte Mitarbeiterin fungiert als Bindeglied zwischen der Internen Revision der DZ BANK und dem Vorstand. Die Revisionsbeauftragte ist als Stabsstelle unmittelbar dem Vorstandsressort Steuerung & Produktion unterstellt. Die Revisionsbeauftragte ist bei Änderungen des internen Kontrollsystems, der Aufbau- und Ablauforganisation, der Kompetenzregelungen und IT-Systeme sowie über aktuelle Projektentscheidungen bzw. Neueinrichtungen von Task Forces und ähnlichem einzubinden. Die Interne Revision wird hierbei über die Revisionsbeauftrage entsprechend informiert. Bei der Durchsetzung und regelmäßigen Prüfung des Risikomanagementprozesses und der Kontrollverfahren der Reisebank spielt die Interne Revision eine wichtige und unabhängige Rolle. Die Prüfungsplanung wird eigenverantwortlich und risikoorientiert gestaltet, mit dem Revisionsbeauftragten abgestimmt und vom Vorstand genehmigt. Die Interne Revision der DZ BANK berichtet über die Revisionsbeauftragte an den Vorstand der Reisebank. 4.6.8. Internes Kontrollsystem Das Interne Kontrollsystems (IKS) wird für alle Geschäftsfelder laufend überwacht und gegebenenfalls angepasst, um potenzielle Risiken zu minimieren. Im Vorjahr wurde die Organisationseinheit "Bankweites IKS" (b-IKS) eingerichtet und zum Juli 2024 mit einer Leitungsfunktion besetzt. Der Aufbau des b-IKS erfolgt im Rahmen eines Projektes. Die organisatorischen und prozessualen Voraussetzungen wurden geschaffen. Mit der Aufnahme der wesentlichen nicht-finanziellen Risiken sowie der Schlüsselkontrollen der Reisebank wurde begonnen. Die vollständige Aufnahme aller Schlüsselkontrollen sowie die erstmalige vollumfängliche Berichterstattung hinsichtlich der Kontrollgüte ist gemäß der im Projekt-Lenkungsausschuss verabschiedeten Projektplanung für das erste Quartal 2026 geplant. In regelmäßigen Abständen tagt der Arbeitskreis Optimierung IKS, der Prozesse anhand ausgewählter Themenbereiche untersucht und hieraus Optimierungen und Risikoreduktionen im Institut ableitet und beschließt. Der Arbeitskreis wird durch den Bereichsleiter Service & Compliance koordiniert und besteht u.a. aus dem Revisionsbeauftragten, dem Compliancebeauftragten, Mitarbeitern der Organisationseinheiten Risikocontrolling, Operations und Produktmanagement sowie einzelnen Vertriebs- und Gebietsleitern und Fachbereichs Mitarbeiter. Darüber hinaus besteht der Lenkungskreis Sachverhaltsaufklärung, zu dessen Kernaufgaben die Analyse zunächst unklarer Sachverhalte, die zu einem Schaden für die Bank geführt haben oder zukünftig führen könnten, gehört. Nach Abschluss der Recherchetätigkeiten werden durch den Lenkungskreis geeignete Maßnahmen für die zukünftige Vermeidung vergleichbarer Sachverhalte veranlasst. 4.7. Wesentliche Risikoarten Die Reisebank hat das Marktpreisrisiko, das Adressausfallrisiko, das operationelle Risiko, das Geschäftsrisiko und die Subsidiärhaftung für Betriebsrenten als wesentlich eingestuft. 4.7.1. Marktpreisrisiko Das Marktpreisrisiko besteht bei der Reisebank aus Kursänderungs- und Rohwarenrisiken und drückt die Gefahr möglicher ökonomischer Verluste aus, die durch Kursschwankungen auf die Sorten- und Edelmetallbestände entstehen können. Die Sortenbestände werden im Anlagebuch geführt, Edelmetalle im Handelsbuch. Die Reisebank akzeptiert Kursänderungs- und Rohwarenrisiken aus Geschäften in einem Umfang, der für die Aufrechterhaltung des eigentlichen Geschäftszwecks notwendig ist. Prinzipiell gelten für das Marktpreisrisiko die Maximen der weitgehenden Risikoreduzierung und der Begrenzung offener Positionen. Die Limitierung des Kursänderungs- und Rohwarenrisikos erfolgt über festgelegte Volumenlimite für die 25 bestandsstärksten Sorten und die Edelmetalle Gold, Silber, Platin und Palladium. Alle weiteren Sorten werden über ein Gesamtlimit für "Sonstige Sorten" limitiert. Die aktive Risikosteuerung gemäß der Sicherungsstrategie besteht im Abschluss von Sicherungsgeschäften, bis zu einem definierten Maximalvolumen sowie in der ständigen Beobachtung des Marktes und dessen Risiko- und Chancenentwicklungen. Ziel der Risikosteuerung ist die Reduzierung des Kursänderungs- und Rohwarenrisikos. Die Risikoüberwachung erfolgt zum einen laufend durch den Risikoeigner und zum anderen marktunabhängig täglich nachgelagert durch die Handelskontrolle im Rahmen der Überwachung der Volumenslimite und der Marktgerechtigkeitsprüfung. Zur Ermittlung des ökonomischen Risikokapitalbedarfs wird ein Value-at-Risk-Modell auf Basis eines Varianz-Kovarianz-Ansatzes verwendet. Des Weiteren beinhaltet das Marktpreisrisiko das Zinsänderungsrisiko im Anlagebuch. Vor dem Hintergrund des Geschäftszwecks und der erteilten Erlaubnisse besitzt die Reisebank keine zinstragenden Aktiva. Das Zinsänderungsrisiko resultiert ausschließlich aus der Refinanzierung und Zinssicherung über die Konzernmutter DZ BANK. In den Kosten der Refinanzierung spiegelt sich damit im Wesentlichen der Erfolg oder Misserfolg des Zinsrisikomanagements wider. Zur Begrenzung von Zinsänderungsrisiken wurden am 6. März 2018 und am 11. Dezember 2018 zwei festverzinsliche Schuldscheindarlehen über EUR 20 Mio. und EUR 10 Mio. mit einer Laufzeit von je zehn Jahren abgeschlossen. Jede Refinanzierungs- und Zinssicherungsaktivität muss vom Vorstand und/oder Aufsichtsrat genehmigt werden. Das Zinsänderungsrisiko wird über festgelegte Schwellenwerte in Bezug auf den ökonomischen Kapitalbedarf limitiert. Für die Reisebank sind insbesondere die GuV-Auswirkungen einer möglichen Zinsverschiebung in Bezug auf die Refinanzierungspositionen der Passivseite von zentraler Bedeutung. Barwertige Veränderung der Aktiva bzw. Passiva sind aufgrund der HGB-Bilanzierung sowie der gewählten Refinanzierungsgeschäfte von nachrangiger Bedeutung und werden im für den bilanzorientierten Ansatz relevanten Maße betrachtet. Vor diesem Hintergrund wird ein GuV-Modell zur Ermittlung des ökonomischen Risikokapitalbedarfs verwendet, welches das Delta zwischen dem erwarteten Zinsaufwand und dem unerwarteten Zinsaufwand auf Basis eines Zinsschocks berücksichtigt. 4.7.2. Adressenausfallrisiko Das Adressenausfallrisiko bezeichnet die Gefahr, dass ein Kreditnehmer die ihm gewährten Kredite nicht oder nicht vollständig vertragsgemäß zurückzahlen kann oder will. Als Kredit sind alle Geschäfte nach Maßgabe des § 19 (1) KWG (Bilanzaktiva und außerbilanzielle Geschäfte mit Adressenausfallrisiken) zu verstehen. Es handelt sich somit um alle Bilanzaktiva und außerbilanzielle Geschäfte, bei denen eine Forderung besteht und/oder die Gegenseite des Geschäftes (die "Adresse") ihre Verpflichtungen noch nicht erfüllt hat und das Risiko besteht diese überhaupt nicht oder nicht vollständig zu erfüllen. Die Reisebank unterscheidet im Adressenausfallrisiko zwischen dem Kontrahenten- und Kreditrisiko. Das Kontrahentenrisiko entsteht, wenn die Reisebank bei Sorten-, Edelmetall- und Devisengeschäften in Vorleistung tritt. Teil des Kontrahentenrisikos ist das Wiedereindeckungsrisiko. Dieses fällt an, wenn Sorten und Edelmetalle aus geschlossenen Ankaufsgeschäften nicht geliefert werden und die Reisebank sich am Markt neu eindecken muss. Zusätzlich subsumiert die Reisebank alle Forderungen, die über eine Einzellimitierung eindeutig einem Geschäftspartner zuzuordnen sind, unter das Kontrahentenrisiko. Die Reisebank akzeptiert das Kontrahentenrisiko in einem limitierten Umfang, der für die Aufrechterhaltung des eigentlichen Geschäftszwecks notwendig ist. Prinzipiell gilt für das Kontrahentenrisiko die Maxime der weitgehenden Risikoreduzierung. Die Limitierung erfolgt auf Basis von einzelnen Kontrahentenlimiten, welche von der Bonität des Geschäftspartners abhängig sind. Des Weiteren werden Kontrahentenrisiken nur im kurzfristigen Laufzeitband, in der Regel täglich fällig und höchstens bis sieben Tage, eingegangen. Die Einhaltung der Kontrahentenlimite wird systemseitig sichergestellt. Überziehungen bestehender Kontrahentenlimite sind erst nach kompetenzgerechter Freigabe durch den Risikoeigner möglich. Das Kreditrisiko umfasst mögliche Wertverluste aus Forderungen mit Adressenausfallrisiko. Bei der Reisebank resultieren diese aus Forderungen an Unternehmen und sonstige Vermögensgegenstände, sofern sie einem Adressenausfallrisiko unterliegen. Mögliche Forderungsausfälle gegenüber Wertedienstleistern werden hierbei durch die DZ BANK im Rahmen eines Sicherheits- und Haftungskonzeptes gedeckt. Risiken, die sich aus abgeschlossenen und im Voraus bezahlten Dienstleistungs-, Wartungs-, Miet- und Lizenzverträgen (Aktiven Rechnungsabgrenzungen) ergeben können, werden ab einer Wesentlichkeitsgrenze von TEUR 50 im Rahmen einer Bonitätsprüfung im Risikokomitee limitiert und gesteuert. Der ökonomische Risikokapitalbedarf für das Adressenausfallrisiko wird auf Basis der Gordy-Formel, welche institutsspezifisch an die Erfordernisse der Reisebank angepasst wurde, ermittelt. Die Ausfallwahrscheinlichkeiten werden im Rahmen eines Limitvergabeprozesses auf Basis von externen Ratings hergeleitet. Positionen, die nicht über die Gordy-Formel quantifiziert werden können, da die Einzeladresse nicht eineindeutig festgelegt werden kann, werden unter dem Kreditrisiko als Teil des Adressenausfallrisikos subsumiert. Der ökonomische Risikokapitalbedarf wird für diese Positionen deckungsgleich zur Säule I über den Kreditrisikostandardansatz (KSA) als Auffangposition ermittelt. 4.7.3. Operationelles Risiko Als Operationelle Risiken definiert die Reisebank die Gefahr von Verlusten, die in Folge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren und Systemen, Menschen oder in Folge externer Ereignisse auftreten. Insgesamt besteht das Operationelle Risiko aus den Ereigniskategorien
Die oben aufgeführten Ereigniskategorien beinhalten das Rechts-, Reputations- und Auslagerungsrisiko als Querschnittsmenge. Das Rechtsrisiko ist definiert als das Risiko von Verlusten aufgrund der Verletzung oder fehlerhafter Anwendung geltender rechtlicher Bestimmungen. Hierzu zählt insbesondere das Risiko hoheitlichen Sanktionen unterworfen zu werden, Schadensersatz leisten zu müssen oder das vertragliche Ansprüche nicht entstehen, nachträglich wegfallen oder anderweitig aus rechtlichen Gründen nicht geltend gemacht werden können. Das Reputationsrisiko ist das Risiko eines Verlustes aus Ereignissen, die das Vertrauen in das Unternehmen der Reisebank oder in die angebotenen Produkte und Dienstleistungen insbesondere bei Kunden (inkl. Volksbanken Raiffeisenbanken), Anteilseigner, Mitarbeiter*innen (auf dem Arbeitsmarkt), in der Öffentlichkeit und bei der Aufsicht beschädigen. Die Reisebank ist ein nicht börsennotiertes und nicht kapitalmarktorientiertes Institut. Die Reputation der Reisebank hat keine Auswirkung auf das identifizierte Marktpreis- und Adressenausfallrisiko. Auch die Liquiditätssituation und / oder die Liquiditätskosten sind losgelöst von der Reputation der Reisebank, da die Refinanzierung vollständig über die Konzernmuttergesellschaft DZ BANK erfolgt. Aufgrund der Anteilseignerstruktur (DZ BANK ist 100 % Eigner) ist kein nennenswertes Reputationsrisiko gegenüber dem Anteilseigner zu erkennen. Reputationsrisiken können in der Reisebank vor allem im Zusammenhang mit Operationellen Risiken entstehen. Als Auslagerung definiert die Reisebank, wenn ein anderes Unternehmen mit der Wahrnehmung solcher Aktivitäten und Prozesse im Zusammenhang mit der Durchführung von Bankgeschäften, Finanzdienstleistungen oder sonstigen institutstypischen Dienstleistungen beauftragt wird, die ansonsten vom Institut selbst erbracht werden würden. Die Wesentlichkeit einer solchen Auslagerung ist von den Auslagerungsrisiken abhängig, was im Rahmen einer Risikoanalyse überprüft und festgelegt wird. Als Auslagerungsrisiken definiert die Reisebank insbesondere eine sinkende Leistungs- und / oder Servicequalität, den Verlust der organisatorischen Kompetenz, Vertragsrisiken (bspw. Nichterfüllung der vertraglichen Pflichten), angemessene Eignung / Kompetenz des Auslagerungsunternehmens, Weiterverlagerungen oder die Nichterfüllung von (IT)-Sicherungsanforderungen. Die Ermittlung des ökonomischen Risikokapitalbedarfs der Operationellen Risiken erfolgt deckungsgleich zur Säule I und auf Basis der von der BaFin genehmigten Berechnungsmethode. Für die Berechnung werden die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen, die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen des Vorjahres herangezogen. Die Verwendung des Säule I-Wertes in der Säule II wird jährlich auf Basis einer Risikopotenzialeinschätzung aus ökonomischer Sicht validiert. Hierzu wurde ein institutsspezifisches Validierungsmodell entwickelt. Das Modell verwendet in der Vergangenheit eingetretene interne Verlustfälle auf Basis eines Konfidenzintervalls von 99,9 % und ergänzt diese um eine Prognose (Experteneinschätzung) zur zukünftigen Entwicklung von Verlustfällen. Das ermittelte Risikopotenzial wird um das Risikopotenzial, welches für seltene Schäden zusätzlich ermittelt wurde, ergänzt und zur Validierung mit dem Säule I-Wert verglichen. Überschreitet der Säule I-Wert das ermittelte ökonomische Risikopotenzial, wird der Säule I-Wert in der Säule II verwendet. Die Steuerung der Operationellen Risiken erfolgt durch den Risikoeigner. Regelmäßig werden durch das Risikocontrolling hierfür Auswertungen und Analysen von Risikoindikatoren und der Schadensfalldatenbank durchgeführt. Die Ergebnisse hieraus fließen in den Risikomonatsbericht ein. Risikopotentialeinschätzungen sowie Self Assessments runden die Steuerung ab. Zusätzlich besteht ein qualitativer Steuerungsprozess für Rechts-, Reputations- und Auslagerungsrisiken. 4.7.4. Geschäftsrisiko Das Geschäftsrisiko bezeichnet das Risiko eines Verlustes aus Ergebnisschwankungen, die sich bei gegebener Geschäftsstrategie ergeben können und nicht durch andere Risikoarten abgedeckt sind. Insbesondere umfasst dies das Risiko, dass aufgrund von Veränderungen wesentlicher Rahmenbedingungen (z.B. Wirtschafts- und Produktumfeld, Kundenverhalten) den Verlusten rein operativ nicht begegnet werden kann. Es wurde ein Risikomodell zur Quantifizierung des ökonomischen Geschäftsrisikos auf Basis eines Konfidenzniveaus von 99,9% implementiert und Prozesse entwickelt, die das Geschäftsrisiko steuern und die rechtzeitige Maßnahmenergreifung, bspw. zur Risikovermeidung oder -abwälzung, sicherstellen. Durch regelmäßige Beobachtung und rechtzeitiges Erkennen von relevanten Entwicklungen und Trends werden Geschäftsrisiken reduziert. Für die Überwachung des betriebswirtschaftlichen Ergebnisses sowie des Planungsprozesses ist die Abteilung Controlling zuständig. 4.7.5. Sonstige Risiken Risiko aus Subsidiärhaftung für Betriebsrenten Risiken aus der Subsidiärhaftung bestehen aufgrund der von der Reisebank den Mitarbeitern angebotenen Betriebsrenten. Das Betriebsrentengesetz (§ 1 BetrAVG) sieht eine Subsidiärhaftung des Arbeitgebers vor, sodass die Reisebank im Falle einer Zahlungsunfähigkeit oder Insolvenz des Rentengebers gegenüber Ihren Mitarbeitern haftet. Daher betrachtet die Reisebank die Rentengeber als Gegenpartei und verwendet zur Quantifizierung des Risikos aus Subsidiärhaftung für Betriebsrenten die angepasste Methode zur Berechnung des Adressenausfallrisikos. Seit dem Jahr 2023 wird der Risikobetrag mit einem eigenem Risikomodell ermittelt. Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur wird das Risiko anhand der Barwerte der Rentenansprüche zum jeweiligen Stichtag mittels der bereits im Adressenausfallrisiko angepassten Gordy-Formel quantifiziert. 4.8. Berichterstattung Im Rahmen des Risikomonatsberichts berichtet das Risikocontrolling direkt an den Gesamtvorstand. Mit dem Risikomonatsbericht soll sich der Vorstand ein umfassendes Bild über die Risikolage der Reisebank verschaffen, um Maßnahmen zur Risikovermeidung beschließen zu können. Der Risikomonatsbericht berichtet über alle als wesentlich eingestuften Risikoarten und enthält das Ergebnis der aktuellen Risikotragfähigkeitsberechnung. Des Weiteren wird der Vorstand über den aktuellen Stand bzw. das Ergebnis der Limitsteuerung und die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Kennziffern (z.B. Eigenmittelunterlegung und Liquiditätslage) informiert. Vierteljährlich berichtet der Vorstand im Rahmen eines Risikoberichts an den Aufsichtsrat. In diesem Risikobericht, welcher auf dem Risikomonatsbericht basiert, werden die wesentlichen Risiken sowie die Ergebnisse aus der Risikotragfähigkeitsberechnung dargestellt. Jährlich erhält der Vorstand einen Bericht zur Kapital- und Liquiditätsplanung. Hinzu kommen die Jahresberichte des Compliance- und Geldwäschebeauftragten sowie der Internen Revision. Des Weiteren besteht bei Schadensfällen, die eine Schadenshöhe von TEUR 100 überschreiten, die Pflicht zur Ad-hoc-Berichterstattung an Vorstand, Aufsichtsrat und Bankenaufsicht. 5. Chancenbericht5.1. Gesamtbank In den kommenden Jahren gehen wir von anhaltend herausfordernden Marktentwicklungen im Reise- und Edelmetallsegment aus und erwarten, dass sich auf dieser Basis das Kerngeschäft in den Bereichen Sorten, Edelmetallen und Bankautomaten vorerst nur moderat entwickeln wird. Ein global steigendes Reiseverhalten als Einflussfaktor auf das Sortengeschäft, geopolitische Unsicherheiten mit Bezug auf eine anhaltende Edelmetallnachfrage sowie eine sinkende Bargeldnutzung und den damit verbundenen Rückzug von Wettbewerbern aus dem Bargeldmarkt haben wir bei der Marktbeobachtung fokussiert betrachtet. Diese Aspekte wurden im Rahmen eines Strategieprojekts bei der Ableitung von Chancen und Risiken sowie der Bildung von Annahmen zum Markt- und Wettbewerbsumfeld berücksichtigt. Das Chancenmanagement ist in den jährlichen Geschäftsstrategieprozess eingebunden. Basis dafür sind makroökonomische Prognosen, Trends und Veränderungen im Marktumfeld. Die Berichterstattung über die Chancen der künftigen Geschäftsentwicklung erfolgt im Rahmen der Geschäftsstrategie. Bei der Kommunikation der Geschäftsstrategien werden die Mitarbeiter über die identifizierten Chancenpotenziale informiert. Die strategische Ausrichtung folgt der Vision, langfristig den Erfolg der Volksbanken Raiffeisenbanken als Kompetenzcenter der Genossenschaftlichen FinanzGruppe bei der Versorgung unserer Kunden mit Bargeld, Sorten und Edelmetallen zu sichern. Strategische Initiativen und Programme werden aus Sicht der Reisebank im Rahmen von vier Bebauungsplänen vorangetrieben:
5.2. Retail Im Geschäftsfeld Retail liegt ein Schwerpunkt auf dem konsequenten Ausbau der Online-Marketing und E-Commerce Aktivitäten. Durch die Fortsetzung des zielgruppenadäquaten Re-Designs, den ergänzenden Ausbau der Automatisierung und zielgerichtete Werbeaktionen sollen die geplanten Ziele erreicht werden. Des Weiteren wird der Einsatz geeigneter SB-Geräte ausgebaut, um manuelle Standardtransaktionen wie z.B. die Auszahlung von Hauptwährungen am Schalter auf unsere SB-Automaten zu überführen. Durch eine weitere Digitalisierung und Automatisierung der Prozesse können Kundenströme umgeleitet und Filialen entlasten werden. Daraus ergeben sich Potentiale für Effizienzgewinne, auch durch die Zusammenlegung und Schließung von Filialen. Im Rahmen unser Omnikanal Strategie werden der stationäre Vertrieb und der Online B2C Shop gezielt auf das Kerngeschäft Sorten und Edelmetall ausgerichtet. Die Reduzierung von Nebenaktivitäten wie z.B. die Beendigung der Reisebank Master Card als Zahlungsmittel in diesem Jahr, wird sich fortsetzen, um die Ressourcen im Kerngeschäft zu bündeln. Das Bankautomatennetz wird durch den kontinuierlichen Austausch von Geldautomaten weiter verbessert. 5.3. Verbund Im Geschäftsfeld Verbund werden die Kunden der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken betreut. Edelmetalle, Sorten und Cash Management (Betrieb von Geldautomaten) werden über die Vertriebswege Handel, MailOrder (E-Banking) und die Online-Shops angeboten. Ziel ist eine deutlich tiefere Integration in den genossenschaftlichen Verbund, da eine intensivere Zusammenarbeit mit den Volksbanken Raiffeisenbanken im Kerngeschäft Sorten, Bankautomaten und vor allem bei den Edelmetallen nachhaltige Wachstumschancen bietet, die durch gezielte Maßnahmen realisiert werden können. Fokus bei den Vertriebsaktivitäten ist der Ausbau und die Intensivierung der Zusammenarbeit mit unseren Partnerbanken. Attraktive Wachstumschancen ergeben sich aus den digitalisierten Bestellprozessen auf den Online-Plattformen, unterstützt durch maßgeschneiderte Kampagnen und digitale Vertriebsunterstützung. Mit dem geplanten Ausbau der IT-Prozesse in die Systemlandschaft der Partnerbanken sichern wir uns eine enge, prozessuale Bindung an die Partnerbanken und setzen damit wesentliche Anforderungen der Partnerbanken in Bezug auf Ankaufsprozesse, Verkaufsunterstützung und Geschäftssteuerung um. Weiteres Wachstumspotential sehen wir im Ausbau des Cash Managements in der Genossenschaftlichen Finanzgruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Der stetige Rückgang von Bargeldnutzung führt dazu, dass Banken nach neuen Lösungen suchen, um diesen Service weiterhin wirtschaftlich anbieten zu können. Hier ist die Reisebank bereits in Gesprächen für eine gemeinsame Zusammenarbeit rund um die Bargeldversorgung der Volksbanken Raiffeisenbanken. In diesem Zusammenhang wird in einem Gemeinschaftsprojekt mit der Atruvia und der Ratiodata ein Servicemodell für die Volksbanken Raiffeisenbanken entwickelt. 5.4. Firmenkunden und Drittbanken Im Geschäftsfeld Firmenkunden und Drittbanken werden Edelmetalle und Sorten über die Vertriebswege Handel und Internet, sowie der Betrieb von Geldautomaten (Cash Management) angeboten. Wie schon bei dem Geschäftsfeld Verbund dargestellt, sehen wir im Ausbau des Cash Managements weiteres Wachstumspotential, durch Gewinnung zusätzlicher Marktanteile für den Fremdbetrieb als Fullservice-Dienstleister. Nach einer marktbedingten Konsolidierung, die wir aktuell durch eine Verkleinerung der SB-Netze bei vielen Banken beobachten, ist im weiteren Zeitverlauf mit einer Übertragung der verbleibenden SB-Systemlandschaft auf dafür spezialisierte Dienstleister zu rechnen. 5.5. Zusammengefasste Chancenlage Die Chancen der voraussichtlichen Entwicklung stehen in einem angemessenen Verhältnis zu den eingegangenen Risiken. 6. Prognosebericht6.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 6.1.1. Wirtschaft Für das Jahr 2025 sind die Wirtschaftsweisen nur verhalten optimistisch und erwarten ein Wachstum von 0,4 Prozent. Damit hat der Sachverständigenrat (SVR) seine Prognose aus dem Frühjahr halbiert. Hintergrund für die Stagnation sind anhaltende konjunkturelle und strukturelle Probleme. Auch die Konjunkturexperten von KfW-Research liegen mit einer Prognose von 0,5 Prozent Wachstum auf dem Niveau der Stagnationsprognose des SVR. Außerdem sorgten pessimistischen Erwartungen der Unternehmen und geopolitische Unwägbarkeiten durch die neue US-Regierung ausgelöst, für wirtschaftliche Unsicherheit und Zurückhaltung. So ist auch der Wirtschaftskurs der Bundesrepublik durch die Neuwahlen vorerst ungewiss. Die Ansicht der genannten Experten teilen auch die anderen Research-Institute: So gehen nahezu alle Wirtschaftsprognosen von einem Wachstum von 0,0 (IfW Kiel) bis maximal 1,1 Prozent aus (ifo). 6.1.2. Tourismus Die deutsche Tourismus-Branche schaut zuversichtlich auf das Jahr 2025. So erwartet der Deutsche Reiseverband (DRV) für die Mittelstreckenziele rund um das Mittelmeer eine weiterhin steigende Nachfrage. Fernreisen und Kreuzfahrten blieben auf einem stabil hohen Nachfrage-Niveau. Zudem zeichnet sich ab, dass im Winter insbesondere Flugreisen in Richtung Kanarische Inseln, Türkei und Ägypten stärker gebucht würden, erklärte der Verband. Auch die Prognose für den Sommer 2025 wird mit Zuversicht betrachtet: Die Mehrheit der Bevölkerung scheine auf das Reisen nicht verzichten zu wollen. So liegt die Zahl der Frühbuchungen für Pauschal- oder Bausteinreise eines Reiseveranstalters höher als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. Damit setzt sich der Trend zum Frühbuchen vor allem für den Sommerurlaub fort. Nach Angaben des Dachverbands der Fluggesellschaften (IATA) sollen die Passagierzahlen im Jahr 2025 steigen: Erstmals dürften weltweit mehr als fünf Milliarden Menschen fliegen. Dies wären 6,7 Prozent mehr als in diesem Jahr. 6.1.3. Bargeldversorgung Trotz eines kontinuierlich sinkenden Nutzungsgrades von 59 auf 52 Prozent, ist Bargeld nach wie vor das bevorzugte Zahlungsmittel nach Anzahl der Transaktionen im Euroraum. Auch in Deutschland ist Bargeld im Jahr 2024 unverändert das am häufigsten genutzte Zahlungsmittel. Über die Hälfte der Transaktionen in Deutschland werden bar bezahlt. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Bankautomaten in Deutschland kontinuierlich. So soll sich die Zahl der Automaten bei den Sparkassen und Volksbanken Raiffeisenbanken seit 2018 um rund 8.000 Automaten reduziert haben. Laut einer Bundesbank-Studie empfinden die Menschen folglich den Zugang zu Bargeld als zunehmend schwieriger. Der Anteil der Befragten, die es als ziemlich schwierig oder sehr schwierig erachteten, zu einem Geldautomaten oder Bankschalter zu gelangen, stieg gegenüber 2021 von 6 Prozent auf 15 Prozent. Dies war sowohl in der Stadt als auch auf dem Land feststellbar. Gleichzeitig nutzen immer mehr Menschen die Möglichkeit, an der Supermarktkasse Geld abzuheben. 2023 soll die Zahl der Bargeldauszahlungen bereits bei 12,3 Milliarden Euro gelegen haben. Dieser Service wird von Lebensmitteleinzelhändlern, Drogerien und Baumärkten angeboten. Neben den Risiken bietet die Bargeldversorgung Chancen für einzelne Banken, denn einerseits sinkt die Attraktivität für Wettbewerber durch einen schrumpfenden Bargeldmarkt. Andererseits ergeben sich nach dem Rückzug von Wettbewerbern Chancen für die verbleibenden Banken, das Geschäft gewinnbringend zu betreiben. Des Weiteren bleibt nach der Auffassung der Bundesbank Bargeld auch in Zukunft ein allgemein verfügbares und akzeptiertes Zahlungs- und Wertaufbewahrungsmittel. Dazu passt, dass inzwischen auch diejenigen europäischen Länder, die in der Vergangenheit stark auf die Digitalisierung der Zahlungssysteme gesetzt haben, wie zum Beispiel die Niederlande oder die skandinavischen Länder, inzwischen ihren Bürgern empfehlen, grundsätzlich Bargeld zu Hause vorzuhalten. Für den Fall von Cyberangriffen oder IT-Störungen, wenn Automaten oder Bargeldauszahlungen in Supermärkten sowie Kartenzahlungen nicht möglich sein sollten, ist eine Bargeldreserve von Vorteil. 6.1.4. Edelmetalle Die Research-Experten der DZ BANK haben in ihrer Jahresprognose dem Goldmarkt unverändert gute Aussichten eingeräumt. Auch wenn Gold im Jahr 2024 schon einen Wertzuwachs von 34 Prozent (in Euro) verzeichnete, dürfte der Kurs im Jahr 2025 weiter steigen. Der Research-Bericht gibt ein Preisziel von 2.900 US-Dollar für die Jahresmitte 2025 und ein Kursziel für die Unze von 3.100 Dollar zum Jahresende an. Hintergrund für die Perspektive ist die Erwartung zur Zinsentwicklung an den Märkten sowie die Einführung von US-Zöllen, die durch die neue US-Regierung und geopolitische Unsicherheiten und beeinflusst sind. Nachdem auch Zentralbanken in der jüngsten Umfrage des World Gold Councils mehrheitlich ihre Absicht erklärt haben, weiterhin Gold zukaufen zu wollen, gibt es gute Gründe für einen Kursanstieg im Jahr 2025. So wollen sich mehr Zentralbanken in den kommenden fünf Jahren von Dollarreserven trennen und umgekehrt die Goldreserven in Summe erhöhen. Der Anteil der Zentralbanken, die angaben, ihre Goldbestände in den kommenden 12 Monaten erhöhen zu wollen, stieg dabei auf ein neues Hoch (29 Prozent, in 2023: 24 Prozent). Als Hauptgründe wurden das Zinsniveau, der Inflationsschutz und geopolitische Unwägbarkeiten genannt. Daneben haben auch die Bundesbürger trotz hoher Kurse eine unverändert hohe Affinität zu Gold und es gibt eine hohe Bereitschaft, Gold zu behalten beziehungsweise sogar nachzukaufen, wie die jüngste, repräsentative Reisebank-Goldstudie gezeigt hat. Eine Untersuchung des World Gold Council über Motivationen und Beweggründe von deutschen Gold-Investoren, die im Oktober 2024 veröffentlicht wurde, bestätigt die Ergebnisse der Reisebank-Goldstudie. Auch das WGC hält fest, dass deutsche Investoren eine unverändert hohe Bereitschaft haben, Gold nachkaufen zu wollen, weil sie Gold als Inflationsschutz und zur Risikodiversifikation im Portfolio schätzen. 6.2. Unternehmensprognose Dieser Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf der aktuellen Prognose des Managements zur künftigen Entwicklung unseres Unternehmens beruhen. Der Ausblick basiert auf Einschätzungen, die wir anhand aller uns zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieses Berichts verfügbaren Informationen getroffen haben. In der Prognose der künftigen Entwicklung geht das Management davon aus, dass die aufgezeigten Chancen genutzt werden können. Diese Aussagen unterliegen auch Risiken und Unsicherheiten, die außerhalb der Kontrollmöglichkeiten des Unternehmens liegen. Die Reisebank hat seit Jahren einen Großteil der Sorten- und Edelmetallabwicklung an die Deutsche Bank AG ausgelagert. Im Frühjahr 2024 wurde mit der Deutsche Bank AG vereinbart, den Auslagerungsvertrag zum 30.11.2025 zu beenden. Die Reisebank wird im Jahr 2025 sukzessive die Sorten- und Edelmetallabwicklung bis spätestens 30.11.2025 in Eigenregie übernehmen. Die damit verbundenen Projekt- und Betriebskosten wurden in der Planung für das Jahr 2025 berücksichtigt. Im Jahr 2025 planen wir mit dem Beginn von Anpassungen im Geschäftsmodell. Dabei wird ein Schwerpunkt sein, die Ressourcen auf das Kerngeschäft Sorten, Edelmetall und Bankautomaten zu bündeln und zahlreiche Nebenaktivitäten zu depriorisieren. Zudem wird sich die Reisebank auf eine deutlich stärkere Integration in den genossenschaftlichen Verbund fokussieren, die Automatisierung des Sortengeschäfts in den Filialen steigern und damit das Filialnetz entlasten sowie die Anzahl der Filialen überprüfen. Der bereits begonnene Ausbau des Online-Geschäfts wird im Jahr 2025 fortgesetzt. Verbunden mit den Maßnahmen zur Anpassung des Geschäftsmodells, ist eine Fokussierung auf Effizienzkontrolle sowie die Anpassungen von Kostenstrukturen. Deutliche Investitionen in die Modernisierung der IT-Landschaft, ein Ausbau des Vertriebs sowie Projektkosten für die Übernahme der Sorten- und Edelmetallabwicklung in Eigenregie sind in der Kostenplanung 2025 berücksichtigt. Weitere Investitionen in das Geschäftsmodell über das Jahr 2025 hinaus sind in den Planungen für die Jahre 2026 und 2027 enthalten. Für das Jahr 2025 erwarten wir, auch aufgrund der Investitionen in das Geschäftsmodell, einen nahezu konstanten Jahresüberschuss vor Gewinnabführung in Höhe von Mio. EUR 0,1. Im Vergleich zum Vorjahr planen wir ein leicht höheres Provisionsergebnis sowie einen deutlichen Anstieg im Personalaufwand und in den anderen Verwaltungsaufwendungen. Die Planung für das Jahr 2025 beinhaltet auch einen positiven Effekt aus dem sonstigen betrieblichen Ergebnis.
Frankfurt am Main, den 24. Februar 2025 Reisebank AG Der Vorstand Andreas Holz, Vorsitzender Dr. Tilmann Gerhards Bilanz zum 31. Dezember 2024Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024
Anhang 2024Inhaltsverzeichnis Inhalt 1 Vorbemerkungen 2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 3 Erläuterungen zu den Posten der Bilanz 4 Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung 5 Sonstige Angaben 5.1 Bilanzposten in fremder Währung 5.2 Zahlungsvolumen und Zahlungsvorgänge 5.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen 5.4 Mindestbesteuerung 5.5 Gesamtbezüge Vorstand/Aufsichtsrat 5.6 Abschlussprüferhonorar 5.7 Außerbilanzielle Geschäfte 6 Nachtragsbericht 7 Mitarbeiter / Organe der Gesellschaft 7.1 Mitarbeiter 7.2 Organe der Gesellschaft 7.2.1 Vorstand 7.2.2 Aufsichtsrat 8 Konzernabschluss 1 VorbemerkungenDie Reisebank AG, Frankfurt am Main, (Reisebank) ist im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 41672 eingetragen. Als unmittelbares Tochterunternehmen gehört die Reisebank zur DZ BANK und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Es besteht eine ertragssteuerliche und umsatzsteuerliche Organschaft mit der DZ BANK. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind bestimmte Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung und in der Bilanz zusammengefasst und durch zusätzliche Angaben im Anhang ergänzt. Es wird kaufmännisch gerundet. Hierdurch können sich bei der Bildung von Summen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben. 2 Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDer Jahresabschluss der Reisebank ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG) sowie nach der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt und ergänzt um die Angaben nach der Verordnung über die Rechnungslegung der Zahlungsinstitute (RechZahlV). In der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden Positionen entsprechend den Formblättern nach RechZahlV ausgewiesen. Dabei wurde die Gewinn- und Verlustrechnung in Staffelform erstellt. Gemäß RechZahlV werden die Positionen in "aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von e-Geld" und "aus Sonstigen Tätigkeiten" aufgeteilt. Nicht eindeutig zuordenbare Positionen werden über einen Verteilungsschlüssel auf die Positionen "aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von e-Geld" und "aus Sonstigen Tätigkeiten" aufgeteilt. Der Verteilungsschlüssel ermittelt sich aus dem Verhältnis von Transaktionszahlen aus Geschäften, die dem ZAG unterliegen, und den gesamten Transaktionszahlen des Geschäftsjahres. Die Barreserve wird mit dem Nennbetrag angesetzt. Die in der Barreserve ausgewiesenen Sortenbestände werden mit den zum 30. Dezember 2024 gültigen Interbanken-Ankaufskursen umgerechnet. Die Forderungen an Kreditinstitute werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Die im Aktivischen Handelsbestand ausgewiesenen Edelmetallbestände werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert resultiert aus dem niedrigeren Geldkurs zum Tagesende des letzten Handelstages des Geschäftsjahres, also vom 30. Dezember 2024. Der im aktivischen Handelsbestand berücksichtigte Risikoabschlag wird als Value-at-Risk über das ökonomische Risikomodell bei einer Haltedauer von 10 Handelstagen ermittelt. Das ökonomische Risikomodell basiert auf einem Varianz-Kovarianz-Ansatz bei einem Konfidenzniveau von 99,9 % und einem Beobachtungszeitraum von fünf Jahren. Die Sachanlagen und immateriellen Anlagewerte sind zu Anschaffungskosten, grundsätzlich vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßige Abschreibung erfolgt über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert bilanziert. Darüber hinaus ist Software bilanziert, die über eine Nutzungsdauer von 3 Jahren linear abgeschrieben wird. Geringwertige Anlagegüter bis EUR 800 Anschaffungskosten (netto) werden im Zugangsjahr sofort abgeschrieben. Die Sonstigen Vermögensgegenstände werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Der Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wird in Höhe des Nennwerts bilanziert. Sämtliche Fremdwährungspositionen der Aktiv- und Passivseite, sofern es sich nicht um die Sortenbestände handelt, wurden am 31. Dezember 2024 zu den Devisenkassamittelkursen (Euro Foreign Exchange Reference Rates) bewertet. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Sonstige Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen ausgewiesen. Im Passivischen Handelsbestand werden Verbindlichkeiten aus Sicherungsgeschäften des aktivischen Handelsbestands (Gold) bilanziert und nach § 340e HGB zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert resultiert aus dem höheren Briefkurs zum Tagesende des letzten Handelstages des Geschäftsjahres 30. Dezember 2024. Der Passive Rechnungsabgrenzungsposten wird in Höhe des Nennwerts ausgewiesen. Die Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages für ungewissen Verbindlichkeiten oder drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt, abgezinst und entsprechend mit dem Barwert ausgewiesen. Die Rückstellungsberechnung für in den Anderen Rückstellungen enthaltene Jubiläumszahlungen erfolgt auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck mit einem Rechnungszins von 1,96 % (VJ: 1,76%) und einem Gehaltstrend von 2,30 % (VJ: 2,30 %). In den Anderen Rückstellungen sind Rückstellungen für Altersteilzeit auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck mit einem Rechenzins von 1,49 % (VJ: 1,04) sowie einer Gehaltsdynamik von 2,30 % (VJ: 2,30 %) gebildet worden. In den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden Verpflichtungen gegenüber dem BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes a.G. auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck im Jahresabschluss ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt nach dem Barwertverfahren. Dabei werden zukünftige Rentensteigerungen von 2,30 % (VJ: 2,30 %) und ein Pensionierungsalter von 65 Jahren berücksichtigt. Als Abzinsungssatz wird der von der Deutschen Bundesbank gem. § 253 Abs. 2 HGB veröffentlichte durchschnittliche Marktzins der vergangenen zehn Jahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren von 1,90 % (VJ 1,83 %) verwendet. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen durchschnittlichen Marktzinses im Vergleich zum zehnjährigen beläuft sich auf TEUR - 13. Das Deckungsvermögen wird mit den zugehörigen Altersversorgungsverpflichtungen verrechnet. 3 Erläuterungen zu den Posten der BilanzDie Barreserve setzt sich im Wesentlichen aus den Sorten- und Euro-Beständen der Geschäftsstellen in Höhe von TEUR 22.312 und den Euro-Beständen in den Geldausgabeautomaten in Höhe von TEUR 35.750 zusammen. Im Posten Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von TEUR 15.075 sind im Wesentlichen täglich fällige Forderungen an das verbundene Unternehmen DZ BANK aus einem offenem Treuhandverhältnis im Sinne der §§ 17 und 18 ZAG in Höhe von TEUR 8.862 sowie Forderungen gegenüber der Deutschen Bank AG aus Sortenbeständen bilanziert. Im Aktivischen Handelsbestand werden ausschließlich angekaufte physische Edelmetalle in Höhe von TEUR 16.703 bilanziert, darin ist ein Risikoabschlag von TEUR 193 berücksichtigt. Die immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen haben sich wie folgt entwickelt:
In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Forderungen gegenüber den Werteversorgern (TEUR 1.470) und Forderungen aus autorisierten Bargeldverfügungen an Geldausgabeautomaten (TEUR 1.600) ausgewiesen. Im Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 4.994 sind im Wesentlichen Vorauszahlungen für Mietverträge in Höhe von TEUR 2.856 enthalten. Diese werden entsprechend der Vertragslaufzeit bis Ende 2030 linear aufgelöst. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 58.063 teilen sich in täglich fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 27.831 und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (TEUR 30.232) auf. Die täglich fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen insbesondere gegenüber der Muttergesellschaft DZ BANK in Höhe von TEUR 27.433 sowie gegenüber der Pax-Bank in Höhe von TEUR 145. Hierbei werden im Gegensatz zum Vorjahr Forderungen an Kreditinstitute nicht mehr mit täglich fälligen Bankverbindlichkeiten saldiert. Die Beträge sind daher nur eingeschränkt vergleichbar. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist resultieren aus zwei bei der Muttergesellschaft DZ BANK aufgenommenen Schuldscheindarlehen in Höhe von TEUR 30.000 mit einer Laufzeit bis zum Jahr 2028 sowie den daraus zum 31. Dezember 2024 gebuchten Zinsabgrenzungen über TEUR 232. In den sonstigen Verbindlichkeiten wird der abzuführende Gewinn an die Muttergesellschaft DZ Bank bilanziert (TEUR 237). Im Geschäftsjahr 2023 wurde dieser in Höhe von TEUR 8.000 noch in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gezeigt. Im Passivischen Handelsbestand werden ausschließlich Verbindlichkeiten aus Sicherungsgeschäften der eigenen Goldbestände des Aktivischen Handelsbestands (TEUR 15.499) ausgewiesen. In den Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 11.416 sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber den Inhabern der Reisebank MasterCard (TEUR 3.429) enthalten. Zudem sind in dem Posten Verbindlichkeiten für Steuern (TEUR 817) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 1.000) enthalten. Die Rückstellungen in Höhe von TEUR 11.839 setzen sich aus den Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie den anderen Rückstellungen zusammen. In dem Posten Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind Rückstellungen gegenüber dem BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes a.G. über TEUR 1.035 bilanziert. Das Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 39 wurde mit den zugehörigen Altersversorgungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 39 verrechnet. Im Geschäftsjahr sind keine korrespondierenden Erträge und Aufwendungen angefallen. Die Anderen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 4.041 sowie Verpflichtungen aus dem Personalbereich in Höhe von TEUR 3.130 (Ansprüche aus Mehrarbeitsstunden, Urlaubsguthaben und weiteren Verpflichtungen des Personalbereiches). Des Weiteren werden in dem Posten noch die Ansammlungsrückstellungen (TEUR 2.719) und die Rückstellung für Restrukturierung von TEUR 226 bilanziert, die summiert den Rückstellungen für den Rückbau von Gesellschaften entsprechen (TEUR 2.945). Der Fonds für allgemeine Bankrisiken beträgt TEUR 20.165. Im Geschäftsjahr wurde eine Zuführung in den Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gem. § 340g Abs. 1 HGB in Höhe von TEUR 4.000 gebildet, sowie im Rahmen von § 340e Abs. 4 in Höhe von TEUR 165. Das Eigenkapital der Reisebank beträgt unverändert TEUR 19.267. Das gezeichnete Kapital in Höhe von TEUR 5.113 ist in 10.000 Stück Namensaktien im Nennwert von je EUR 511,29 eingeteilt. Die Kapitalrücklage ist mit TEUR 13.643 und die Gewinnrücklage mit TEUR 511 dotiert. 4 Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und VerlustrechnungDie Provisionserträge in Höhe von TEUR 102.814 resultieren im Wesentlichen aus Provisionen aus dem Sortengeschäft (TEUR 46.974), dem Geldausgabeautomatengeschäft (TEUR 12.950) und dem Edelmetallgeschäft (TEUR 30.408). Die Provisionsaufwendungen in Höhe von TEUR 17.418 bestehen im Wesentlichen aus Vermittlungsprovisionen für Sorten- und Edelmetallgeschäfte (TEUR 8.722). Der Nettoertrag des Handelsbestands beträgt TEUR 1.489 und ist im Wesentlichen auf die Bewertungseffekte der Edelmetallbestände, der Sicherung des Bestandes sowie auf die Zinsen aus der Sicherung zurückzuführen. Zudem ist eine Zuführung in den Fonds für allgemeine Bankrisiken gem. § 340e Abs. 4 in Höhe von TEUR 165 in dem Posten berücksichtigt. Die Sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 7.680 enthalten im Wesentlichen Erträge aus einer vorzeitigen Vertragsauflösung (TEUR 5.000) und die Auflösungen von Rückstellungen (TEUR 1.363). Die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 82.285 sind im Wesentlichen auf Personalkosten (TEUR 33.704), Raumkosten (TEUR 16.690), Externe DV-Unterstützung (TEUR 7.119), Beratungskosten (TEUR 4.649) und transaktionsabhängige Kosten bei der Abwicklung von Sorten- und Edelmetallgeschäften (TEUR 3.973) zurückzuführen. Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen in Höhe von TEUR 3.651 resultieren aus den planmäßigen Abschreibungen von immateriellen Anlagewerten (TEUR 629) und Sachanlagen (TEUR 3.022). Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.184 resultieren aus Rückbauverpflichtungen (TEUR 304) und der Fremdwährungsumrechnung der Sortenbestände in Höhe von TEUR 979. Zudem sind in den SBA periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.300 gebucht, welche mit TEUR 636 im Wesentlichen auf Nachzahlungen für Miete und Nebenkosten aus dem Geschäftsjahr 2023 zurückzuführen sind. Im Geschäftsjahr wurde eine Zuführung in den Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gem. § 340g Abs. 1 HGB in Höhe von TEUR 4.000 geleistet, um so die erhöhte allgemeine Risikolage zu berücksichtigen. 5 Sonstige Angaben5.1 Bilanzposten in fremder Währung Die Bilanz enthält auf fremde Währungen lautende Vermögensgegenstände im Gegenwert von TEUR 19.179 sowie auf fremde Währungen lautende Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 8.630. 5.2 Zahlungsvolumen und Zahlungsvorgänge Im Geschäftsjahr 2024 wurden gemäß § 29 Absatz 4 RechZahlV Umsätze in Höhe von Mio. EUR 3.703 (Zahlungsvolumen) und Transaktionen in Höhe von 1,0 Mio. (Zahlungsvorgänge) getätigt. 5.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Für das Geschäftsjahr 2025 belaufen sich die sonstigen finanziellen Verpflichtungen auf TEUR 11.002 (Vorjahr TEUR 12.385). Der Betrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen für die Jahre ab 2025 beläuft sich auf TEUR 50.970 (Vorjahr TEUR 64.016). Es handelt sich im Wesentlichen um Verpflichtungen aus Leasing-, Miet- und Pachtverträgen. Die Miet- und Pachtverpflichtungen betreffen im Wesentlichen Raumkosten. 5.4 Mindestbesteuerung Die Reisebank ist Teil der DZ BANK Gruppe. Die DZ BANK Gruppe fällt in den Geltungsbereich der erlassenen oder materiellrechtlich umgesetzten Rechtsvorschriften zur globalen Mindestbesteuerung (Global Anti-Base Erosion Rules Pillar Two (GloBE-Vorschriften zur weltweiten Bekämpfung der Gewinnverkürzung und Gewinnverlagerung zweite Säule)). In Deutschland erfolgte die Umsetzung im Rahmen des Gesetzes zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2022/2523 des Rates zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung durch das Mindeststeuergesetz. Das Gesetz trat für das am 1. Januar 2024 beginnende Geschäftsjahr in Kraft. Die Reisebank ist Teil der Mindeststeuergruppe gemäß § 3 Abs. 1 MinStG mit der DZ BANK AG als oberste Muttergesellschaft und Gruppenträger. Der Gruppenträger schuldet die Mindeststeuer nach dem MinStG und hat den Mindeststeuer-Bericht sowie die entsprechende Steuererklärung im Inland abzugeben. Für das Geschäftsjahr ergab sich für die DZ BANK Gruppe nach dem Mindeststeuergesetz und ausländischen Mindeststeuergesetzen kein tatsächlicher Steueraufwand oder Steuerertrag. 5.5 Gesamtbezüge Vorstand/Aufsichtsrat Im Geschäftsjahr beliefen sich die Gesamtbezüge des Vorstands der Reisebank auf TEUR 849. In den Gesamtbezügen des laufenden Jahres ist der dem Vorstand für das jeweilige Geschäftsjahr gewährte Gesamtbonus enthalten. Den Mitgliedern des Aufsichtsrates wurden im Geschäftsjahr 2024 Gesamtbezüge i.H.v. TEUR 43 gewährt. 5.6 Abschlussprüferhonorar Angaben im Sinne des § 285 Nr. 17 HGB werden im Konzernabschluss der DZ BANK ausgewiesen. 5.7 Außerbilanzielle Geschäfte Die Reisebank kann jederzeit auf ein Konsignationsdepot für Edelmetalle der Heraeus Precious Metals GmbH & Co. KG, Hanau zugreifen. Der Bestand betrug zum Ende des Geschäftsjahres 2024 TEUR 8.628. Die Bank unterhält des Weiteren ein Konsignationsdepot für Edelmetalle bei der Umicore AG & Co.KG, Hanau-Wolfgang, mit einem Bestand von TEUR 2.213. Diese Konsignationslager dienen dazu, Versorgungsengpässe zu überbrücken. Risiken hieraus sind keine erkennbar. 6 NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2024 sind nicht eingetreten. 7 Mitarbeiter / Organe der Gesellschaft7.1 Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Reisebank 528 Mitarbeiter (Vorjahr 523) inklusive Aushilfen. Hiervon waren 292 Vollzeit- und 236 Teilzeitbeschäftigte. 7.2 Organe der Gesellschaft 7.2.1 Vorstand
7.2.2 Aufsichtsrat Bis einschl. Februar 2024:
Aufsichtsrat per 1. März 2024:
8 KonzernabschlussDie Reisebank wird in den Konzernabschluss der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank einbezogen. Der Konzernabschluss der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank wird beim elektronischen Unternehmensregister hinterlegt.
Frankfurt am Main, den 24. Februar 2025 Reisebank AG Der Vorstand Andreas Holz, Vorsitzender Dr. Tilmann Gerhards BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Reisebank AG, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Reisebank AG, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Reisebank AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 24. Februar 2025 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Nadine Heyken, Wirtschaftsprüfer ppa. Nils Kern, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrates an die HauptversammlungDas Geschäftsjahr 2024 war unter den gegebenen Marktbedingungen herausfordernd und verlief nicht nach Plan. Das Ergebnis in Höhe von Mio EUR 0,2 lag unter den erwarteten Mio EUR 8,0. Zwar war der Edelmetallumsatz deutlich höher als im Vorjahr, der erzielte Zuwachs lag aber unter den Erwartungen. Die Provisionen aus dem Sortengeschäft waren nahezu konstant ggü. dem Vorjahr, aber leicht unter dem Plan. Im Segment Bankautomaten folgte die Reisebank dem Markttrend des Bargeldrückgangs. Die geplanten Zuwächse konnten nicht erreicht werden. Aufsichtsratstätigkeiten im Geschäftsjahr Der Aufsichtsrat der Reisebank AG (Reisebank) ist auch im Geschäftsjahr 2024 seinen gesetzlichen und satzungsmäßigen Pflichten entsprechend nachgekommen und hat seine Aufgaben gewissenhaft wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens kontinuierlich beraten und überwacht. Maßstab für diese Überwachung waren die Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit, strategische Bedeutung und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsleitung durch den Vorstand. Wesentliche Grundlage für die Erfüllung der gesetzlichen Überwachungsaufgabe waren die schriftlichen und mündlichen Berichte des Vorstands. Der Vorstand berichtete regelmäßig und zeitnah über die Unternehmensstrategie, die Planung, die Geschäftsentwicklung, die Risikosituation, das Risiko-Management, die Compliance und etwaige Abweichungen der Geschäftsentwicklung von der ursprünglichen Planung. Der Aufsichtsrat hatte stets ausreichend Gelegenheit, sich mit den Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen sowie Anregungen einzubringen. Alle Geschäftsvorfälle, die nach dem Gesetz über das Kreditwesen, Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz und nach der Satzung zustimmungspflichtig sind, wurden dem Aufsichtsrat zur Prüfung und Zustimmung vorgelegt. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, eingebunden. Genehmigungen von Beschlussvorlagen des Vorstandes erfolgten nach Prüfung zugehöriger Unterlagen auf Plausibilität sowie Erörterung mit dem Vorstand. Zwischen den Sitzungen wurden Entscheidungen des Aufsichtsrats per Umlaufbeschluss gefasst. Der Aufsichtsrat hat sich u. a. in fünf Aufsichtsratssitzungen mit der laufenden Geschäftsentwicklung, möglichen Optimierungen sowie der strategischen Neuausrichtung der Reisebank beschäftigt. Zudem wurde das strategische Zielbild der Reisebank mit Vorstand, Aufsichtsrat und externer Unterstützung unter Berücksichtigung von Marktbedingungen, Trends, Best-Practices-Ansätzen sowie der Positionierung innerhalb der Genossenschaftlichen Finanzgruppe konkretisiert. Dieser Prozess wird im Jahr 2025 fortgesetzt. Anteilseigner- und Arbeitnehmervertreter haben über die Tagesordnungspunkte der Aufsichtsratssitzungen in Vorgesprächen beraten. Der Aufsichtsrat hat sich am 01. März 2024 mit den Ergebnissen der Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts zum 31. Dezember 2023 durch die PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt (PwC), beschäftigt und in diesem Zusammenhang einen Beschluss zur Billigung des Jahresabschlusses gefasst. Zudem hat sich der Aufsichtsrat mit der Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2024 beschäftigt. Aus diesem Anlass hat der Aufsichtsrat der Hauptversammlung die Bestellung der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Friedrich-Ebert-Anlage 35-37, 60327 Frankfurt am Main als Prüfer empfohlen. Derzeit bestehen folgende Ausschüsse:
Der Risiko- und Prüfungsausschuss sowie der Präsidial- und Strategieausschuss haben sich im Jahr 2024 in jeweils vier Sitzungen im Vorfeld bzw. in Vorbereitung zu den Aufsichtsratssitzungen mit den definierten Themenschwerpunkten ausführlich auseinandergesetzt und entsprechende Beschlussanträge und Hinweise in die Sitzungen des Gesamtgremiums eingebracht. Insofern Mitglieder zur Teilnahme an der Sitzung verhindert waren, wirkten diese durch Stimmbotschaften an den Beschlussfassungen mit. Der Risiko- und Prüfungsausschuss hat sich des Weiteren u. a. mit dem/den
beschäftigt. Der Präsidial- und Strategieausschuss hat sich u.a. mit der:
beschäftigt. Auch außerhalb der oben genannten Sitzungen fand zwischen Aufsichtsrat und Vorstand ein laufender Informationsaustausch statt. Regelmäßig berichtete der Vorstand unter anderem über Chancen und Risiken, den Geschäftsverlauf, Finanzkennzahlen mittels monatlichen Reports und Ergebnisrechnungen über die aktuelle Geschäftslage an den Aufsichtsrat. Im abgelaufenen Geschäftsjahr traten keine Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern auf, die dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen gewesen wären. Dem Aufsichtsrat stehen angemessene personelle und finanzielle Ressourcen zur Verfügung, um seinen Mitgliedern die Einführung in ihr Amt zu erleichtern und die Fortbildung zu ermöglichen, die zur Aufrechterhaltung der erforderlichen Sachkunde notwendig ist. Der Jahresabschluss 2024 ist durch die von der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer bestellte PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft und mit Datum 24. Februar 2025 mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Das Geschäftsjahr 2024 schloss mit einem Jahresüberschuss in Höhe von Mio EUR 0,2 ab, welcher entsprechend dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag an die DZ BANK abgeführt wurde. An dieser Stelle richtet der Aufsichtsratsvorsitzende, stellvertretend für den Aufsichtsrat, insbesondere im Hinblick auf die besonderen Herausforderungen und Veränderungen des vergangenen Jahres, seinen Dank für die im Jahr 2024 erbrachten Leistungen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Reisebank sowie an den Vorstand und das Managementteam. Mit großem Einsatz und Engagement wurden die strategischen Maßnahmen auf die geänderten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, im Sinne der zukunftsgerichteten Entwicklung der Reisebank, angepasst. In den Folgejahren wird der gemeinsame Dialog zwischen Aufsichtsrat und dem Vorstand weiter fortgesetzt.
Frankfurt am Main, im Februar 2025 Der Aufsichtsrat Gregor Roth, Vorsitzender Der Jahresabschluss zum 31.12.2024 wurde am 26.02.2025 festgestellt. |
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Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Herstellung von Schleifkörpern und Schleifmitteln auf Unterlage
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Großhandel mit Werkzeugmaschinen
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Verbriefungszweckgesellschaften a. n. g.
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Beteiligungsgesellschaften
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
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Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Institute für Factoring-Geschäfte
Beteiligungsgesellschaften
Praxen von Steuerberaterinnen und -beratern, Steuerbevollmächtigten sowie steuerberatende Berufsausübungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Postsekundärer, nicht tertiärer Unterricht in Schulen des Gesundheitswesens
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Vermittlung von Arbeitskräften
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen