gnosa architektur GmbH
Selbe AdresseArchitekturbüros für Orts-, Regional- und Landesplanung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jürgen Lehmberg seit 12.11.2020 | Prokura |
Nadine Schröder seit 12.11.2020 | Prokura |
Stephan Dr. Zinzen seit 12.11.2020 | Prokura |
Saskia Heinze seit 12.11.2020 | Prokura |
Wolfgang Hubertus Heinze seit 28.6.2005 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
AqVida GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die AqVida GmbH, Hamburg, mit Produktionsstätte in 23942 Dassow (im Folgenden: AqVida) entwickelt, produziert und vertreibt generische Onkologie-Präparate. Die Entwicklung und Zulassung der Produkte stellen einen wichtigen Teil der Wertschöpfung dar. Die Produkte und Zulassungen werden an pharmazeutische Unternehmen lizenziert, die die Produkte dann für einen Zeitraum von 5 Jahren exklusiv von der AqVida beziehen. In der Praxis laufen diese Lieferbeziehungen länger, da ein Wechsel des Herstellers für unsere Kunden aufwändig, kosten- und zeitintensiv ist. AqVida geht über die reine generische Entwicklung von Onkologie-Produkten hinaus und setzt stark auf die Optimierung dieser Produkte sowie die Verbesserung des Anwendungsgebietes und der Nutzungsbedingungen. So werden beispielsweise neue, anhand des Therapieschemas optimierte Wirkstärken entwickelt, oder statt eines gefriergetrockneten Produktes wird eine Lösung entwickelt, die dann in der Nutzung wesentliche Vorteile hat und in der Produktion günstiger ist. Dies gibt unseren Produkten häufig eine Alleinstellung, die mehr wiegt als ein günstiger Preis. Zudem forscht AqVida nach Möglichkeiten die Dossierungen der einzelnen Produkte auf Patientenebene individuell zu optimieren und Fortschrittswerte während der Behandlung besser zu analysieren. Die Produkte werden teilweise bei Lohnherstellern, zum großen Teil jedoch in der eigenen Produktionsanlage in Dassow in Nordwestmecklenburg hergestellt. Bei der Planung und Ausführung der Produktionsanlage wurde der Fokus auf die Flexibilität und Effizienz bei kleinen Chargen gelegt. Mit der nahezu formatfreien Abfülllinie, die maßgeblich selbst entwickelt wurde, sind die Rüstzeiten gering und die Verluste pro Charge minimal. Diese Vorzüge machen die Produktionsanlage auch für Kunden interessant, die Produkte im Lohn herstellen lassen wollen. Neben der Belieferung von pharmazeutischen Unternehmen vertreibt die AqVida die Produkte auch unter eigener Marke in Deutschland sowie im außereuropäischen Ausland. Die AqVida versteht sich hier als Partner der Onkologen und Apotheker. Wir bieten über das Produkt hinaus diverse weitere Leistungen an. Neben aktiver Unterstützung des Wissensaustausches halten wir Vorträge auf Kongressen und helfen beim Aufbau der Infrastruktur zur aseptischen Zubereitung der Infusionen für die Patienten. Hierdurch setzt sich die AqVida deutlich von dem generischen Wettbewerb ab, der in der Regel lediglich über das Argument: "Das gleiche aber billiger" verkauft. 2. Entwicklung Die AqVida GmbH, Hamburg, hat 2023 TEUR 655 in die Entwicklung neuer Produkte investiert (Vorjahr: TEUR 594). AqVida ist in vielen Ländern bei Onkologen und Apothekern eine bekannte Marke, die für Qualität und Liefersicherheit steht. Diese Marke wurde auch in 2023 weiter auf- und ausgebaut. Dazu beigetragen haben unter anderem eine Veranstaltung mit 70 Onkologen im Rahmen des ESMO Kongresses in Madrid oder die Ausrichtung eines Onkologiekongresses in Erbil im Irak mit mehr als 90 Teilnehmern. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Wirtschaftsleistung hat in Deutschland im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 % abgenommen. Als große Hemmnisse für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland nennt der Bericht unter anderem übermäßige Bürokratie, Fach- und Arbeitskräftemangel und zu wenige private und öffentliche Investitionen. Der Markt für generische Medikamente in Deutschland belief sich alleine im Apothekengeschäft im Jahr 2023 auf Mrd. EUR 13,3 (Vorjahr: Mrd. EUR 12,79) mit weiterhin wachsender Tendenz. 2023 waren 82 % aller in Deutschland verschriebenen Arzneimittel Generika, was einem weiteren Anstieg um 1 % entspricht. Insbesondere in der Krebstherapie sind die Einsparpotenziale durch den Einsatz von Generika von großer Wichtigkeit für die Kostenträger. Die AqVida ist hier in dem deutschen Markt sehr gut aufgestellt und hat sowohl bei den Standardprodukten als auch bei neuen Substanzen einen hohen Marktanteil, zum Teil mit eigener Marke, zum großen Teil aber auch über Lizenzkunden. Dennoch ist in Deutschland ein deutlicher Preisdruck zu verspüren und einige Unternehmen bieten zu teilweise ruinösen Preisen an. Die AqVida geht diese aggressiven Preise nicht mit, und hat weiterhin Umsatzeinbußen hinnehmen müssen, allerdings bei kontinuierlich steigendem Gewinn. Neue Produkte, die in Kürze aus dem Patent laufen, sind ein wichtiges Element, um dem gegenzusteuern, aber auch hier beschleunigt sich der Preisverfall. Der politische Wille zur Stärkung der Unabhängigkeit in der EU (siehe ALBVVG im Kapitel Chancen und Risiken), die Alleinstellung in den Produkten und die Therapieoptimierung durch patientenindividuelle Dosierungen können hier zum Gegensteuern mittelfristig die Marktposition der AqVida sichern. Global verzeichnen generische Krebsmedikamente ebenfalls ein erhebliches Wachstum. Insbesondere in Schwellenländern erkranken zunehmend mehr Menschen an Krebs. 70 % der tödlichen Krebserkrankungen treten mittlerweile in Entwicklungsländern auf. Da in diesen Ländern die Originalpräparate häufig nicht leistbar sind, andererseits aber häufig keine klaren Kriterien zur Sicherung der Qualität implementiert sind, wird ein Produkt "made in Germany" immer als eine sichere und vertrauenswürdige Alternative gesehen. Daher werden in Entwicklungsländern und Schwellenländern teilweise höhere Preise gezahlt als in Deutschland. Die AqVida ist in einigen Ländern gut vertreten und investiert in anderen Ländern in Zulassungen für den Aufbau des Marktes. In 2023 wurden Produkte z.B. in Äthiopien und den Vereinigten Arabischen Emiraten eingeführt und es wurden größere Ausschreibungen gewonnen, die sich in den Umsätzen in 2024 niederschlagen werden. Die Produktionskapazitäten für Onkologie Produkte sind nach wie vor knapp, wenngleich nicht mehr in dem Maße, wie vor einigen Jahren. Produktionskapazitäten werden vor allen Dingen in Asien aus und aufgebaut. In Deutschland und Europa produzieren einige Hersteller mit sehr alten Maschinen und Technologien. Die AqVida ist mit der modernen Produktionsanlage und der hohen Flexibilität sehr gut aufgestellt. 2. Geschäftsverlauf und Lage Der Umsatz ist im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Grund hierfür sind Ausschreibungen, bei denen die AqVida preislich nicht mehr konkurrieren wollte, sowie verzögerte Abrufe von Aufträgen. Zudem wurden in 2023 keine neuen Produkte eingeführt und die Preise für kürzlich eingeführte Produkte sind gesunken. Der Umsatzrückgang hatte keinen großen Effekt auf den Gewinn. Die Preisstrategie und Positionierung als Qualitätsanbieter zahlt sich hier langfristig aus. Für ein neues Präparat, welches 2024 aus dem Patent läuft, konnte die AqVida diverse europäische Zulassungen erlangen und dieses Produkt wurde an vier große Generikaunternehmen auslizenziert. Weiterhin setzt AqVida durch die internationale Ausrichtung auf eine breite Streuung. Zusätzlich sind für weitere Entwicklungen und Zulassungsverfahren im In- und Ausland im Jahresverlauf 2023 erhebliche Vorleistungen erbracht worden, die sich erst im Folgejahr in den Zahlen wiederfinden werden. Stabile wiederkehrende Geschäfte aufgrund der hohen Markenbekanntheit in Exportmärkten konnten ausgeweitet werden und bildeten somit auch im Jahr 2023 wieder einen wichtigen Anteil des planbaren Geschäftes. Ausschreibungen sind weniger planbar und haben im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr abgenommen, wodurch die Umsätze und Absätze mit den Standardprodukten deutlich zurückgegangen sind a) Ertragslage
Durch die konsequente Positionierung als Qualitätsanbieter und die erfolgreiche Ausweitung des Stammgeschäfts im In- und Ausland hat AqVida das operative Ergebnis (EBITDA) trotz bewusst in Kauf genommener Umsatzeinbußen auf einem starken Niveau halten können. Auch künftig wird sich AqVida als Qualitätsanbieters positionieren und sich dem Preisverfall, insbesondere im deutschen Markt, nicht hingeben. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 909 angestiegen. Ursächlich hierfür ist die Herabsetzung der Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 460) sowie Erträge aus der Strom- und Gaspreisbremse (TEUR 259). Im Vorjahr war AqVida durch Finanzinstrumente vor dem Anstieg der Energiepreise durch den Ukrainekonflikt geschützt. Dieser Anstieg der Energiepreise hat sich im Geschäftsjahr 2023 bemerkbar gemacht. Die Kosten für Wasser und Energie (TEUR 850), auch abzüglich der erhaltenen Strom- und Gaspreisbremsen (TEUR 259), in 2023 sind im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 327) um über 80 % gestiegen. Das macht einen Anteil an den gesamten sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 6,2 % (Vorjahr 2,4 %) aus. Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 12 % gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen auf Neueinstellungen, insbesondere im kaufmännischen Bereich, sowie auf Erhöhungen von Löhnen und Gehältern, um der Arbeitsmarktsituation auf dem deutschen Markt gerecht zu werden. Auch wurden im produktiven/gewerblichen Bereich neue Mitarbeiter eingestellt, um die Erweiterung der Produktionsanlage in 2024 und 2025 optimal ausnutzen zu können. b) Finanzlage Die um den Sonderposten für Investitionen erweiterte Eigenkapitalquote hat sich erheblich verbessert und liegt nun bei 46,4 % (Vorjahr 29,9 %). Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zur Finanzierung der Produktionsanlage konnten im Jahresverlauf planmäßig getilgt werden. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr insbesondere in die Produktentwicklung investiert. Die Aufwendungen in diesem Bereich beliefen sich auf TEUR 655. Diese Investitionen sind für die langfristigen Erfolge der Gesellschaft von hoher Bedeutung. Zudem laufen viele Entwicklungsprojekte beim Tochterunternehmen benaVida GmbH, Dassow, an, an der die AqVida GmbH zu 50 % beteiligt ist. c) Vermögenslage
Die Bilanzsumme ist zum Stichtag 31. Dezember 2023 um TEUR 6.119 niedriger als im Vorjahr. Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen ist im Vergleich zum Vorjahr um fast die Hälfte gesunken. Dies ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass im Vorjahr zum Jahresende eine große Ausschreibung bedient wurde (TEUR 10.000). Der Lagerbestand ist auf gleichem Niveau wie im Vorjahr. Die immateriellen Vermögenswerte liegen mit TEUR 1.711 (Vorjahr: TEUR 1.337) über dem Vorjahresniveau und zeigen die verstärkten Aufwendungen in die Entwicklung neuer Produkte. Auch das Tochterunternehmen Benavida weist einen starken Fokus auf Forschung und Entwicklung auf. Bei den Finanzanlagen ist die Beteiligung an einem ausländischen Unternehmen zum Einstieg in den US-Markt zu erwähnen. Das um den Sonderposten für Investitionszuschüsse erweiterte Eigenkapital ist im Vergleich zum Vorjahr um 28,4 % gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen durch den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres begründet. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse ist um 5,1% gesunken. In 2024 wird mit weiteren Investitionszuschüssen gerechnet. Im Geschäftsjahr wurden keine weiteren Finanzierungen gegenüber Kreditinstituten aufgenommen, wodurch die langfristigen Verbindlichkeiten durch Tilgungen gesunken sind. Auch kurzfristige Verbindlichkeiten aus Leistungen und Lieferungen wurden abgebaut. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf: • Umsatzentwicklung, • Ertragsentwicklung, • Lizenzverträge, • Anzahl produzierter Vials und • Investitionen. Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz, Umsatzrendite und Anzahl der neuen Lizenzverträge heran. Die neuen Lizenzverträge sind insbesondere für die mittelfristige Steuerung interessant, da hier frühestens nach 6 - 18 Monaten Umsätze mit dem Kunden generiert werden können. Die Anzahl der produzierten Vials erlaubt es zum einen, die Stückkosten durch Umlage der Gesamtkosten zu ermitteln, zum anderen gibt sie aber auch einen Anhaltspunkt bezüglich der Auslastung und des noch möglichen Wachstums. 4. Gesamtaussage Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als sehr gut ein. AqVida kann auf den soliden Grundlagen aufbauen, die in den Vorjahren und dem Berichtszeitraum bei der Produktentwicklung, Zulassungsarbeit und Vermarktung erarbeitet wurde. Durch die Coronapandemie gab es Verzögerungen in der Fertigstellung der neuen Anlage von unserem Zulieferer aus Südkorea. Diese Situation konnte Ende 2023 behoben werden, so dass wir durch dieses Produkt weiteren Umsatzzuwachs erwarten. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch Forderungen, liquide Mittel und das Warenlager gedeckt. III. Prognosebericht Die Branchenentwicklung wird durch weitere Konsolidierung der Wettbewerber gekennzeichnet sein. Der Preisdruck im deutschen Markt dürfte für Generika ein Ende erreicht haben, da es hierdurch immer wieder zu Lieferengpässen kommt, was bei den Einkaufsgemeinschaften neben dem Preis auch zunehmend zum Einkaufskriterium gemacht wird. Die steigenden Standards in der Herstellung und in den regulatorischen Anforderungen dürften zu einer weiteren Bereinigung führen. Die Produktionskapazitäten werden nach wie vor hauptsächlich in China und Indien erweitert. Die neuen Kapazitäten in Europa reichen nicht, um die Nachfrage und das Wegfallen einiger Produktionsstätten zu kompensieren. Weiterhin decken viele Unternehmen nur einen Teil der Wertschöpfung ab und betreiben beispielsweise lediglich Entwicklungen, lediglich Produktion oder lediglich Vermarktung. Diese Spezialisierung scheint vorerst Trend zu bleiben. Unser Konzept der vollen Integration von Entwicklung über Herstellung bis zur Vermarktung wird uns auch in Zukunft deutlich von den Wettbewerbern unterscheiden. Hierdurch sind wir nah am Markt und können neue Ideen und Anforderungen direkt in der Produktentwicklung umsetzen. Zudem sind wir ein für die Branche innovatives und flexibles Unternehmen. Somit werden wir auch in Zukunft immer durch Liefersicherheit punkten können und werden hierdurch auch überdurchschnittliche Preise erzielen können. Diese Flexibilität ist sowohl im Team, als auch technologisch in der Linie fest etabliert und ein wichtiger Wettbewerbsvorteil. Die neuen, intelligenten Entwicklungen bilden langfristig eine gute Basis für unser Wachstum und ermöglichen es AqVida auch künftig, Preise über dem Marktdurchschnitt zu generieren. Zudem hat die AqVida eine Containerlösung zur sicheren Zubereitung patientenindividueller Chemo-Infusionen unter Reinraumbedingungen entwickelt. Über diesen Compounding-Container ist eine Alleinstellung und Erschließung neuer Absatzwege möglich. Der Mitarbeitereinsatz und die Identifikation mit dem Unternehmen ist außergewöhnlich und die Grundlage dafür, dass wir am Markt auch so wahrgenommen werden. Zu der aseptischen Zubereitung von Zytostatika mit Dosisoptimierung wurde eine Studie in Zusammenarbeit mit der Universität Hamburg gestartet. Auch hier erwarten wir positive Auswirkungen auf die Wahrnehmung des Unternehmens und den Absatz unserer Produkte. In den kommenden drei Jahren erwarten wir ein Wachstum von mindestens 10 % pro Jahr; die Umsatzrendite und der Cashflow werden sich proportional verbessern. Neben den Produkten ist der CompoundingContainer und die vielen internationalen Zulassungsverfahren Grundlage für diesen optimistischen Ausblick. Wir erwarten auch weiterhin eine positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Durch diverse neue Produktentwicklungen, sowie den Eintritt in den US-Markt werden wir in Dassow die Kapazitäten erweitern müssen. Geplant ist eine Aufstockung des Bürogebäudes, eine Vergrößerung des Labors und eine erhebliche Vergrößerung der Lagerfläche im Jahr 2024 und 2025. Die entsprechenden Genehmigungen liegen vor, der Bau wurde allerdings verzögert gestartet. Grund hierfür waren die Verfügbarkeiten von Baufirmen. Die Finanzierung dieser Erweiterung kann zu großen Teilen aus dem eigenen Cash-Flow erfolgen. IV. Chancen- und Risikobericht Krebserkrankungen spielen national und international eine wichtige Rolle für alle Gesundheitssysteme und in den meisten Ländern gehört Krebs zu den häufigsten Todesursachen. Wir bewegen uns also grundsätzlich in einem wachsenden und nicht fluktuierenden Markt. Die Eintrittsbarrieren für Hersteller sind technologisch und wegen der langen Zulassungsverfahren sehr hoch, so dass sich im Konkurrenzumfeld selten kurzfristige Änderungen ergeben. Mit einer funktionierenden Produktionsanlage in Deutschland eröffnen sich hier sehr große Chancen. Negativ ist zu bewerten, dass der Preisdruck auf generische Produkte mitunter erheblich ist und die Preise teilweise keine wirtschaftliche Produktion möglich machen. Es besteht das Risiko, dass dieser Preisdruck weiterhin bestehen bleibt. Dies kann zu einem Umsatzrückgang und geringerer Profitabilität führen. Unser Unternehmen sieht sich vor diesem Risiko in zweierlei Hinsicht gesichert. Zum einen sind unsere Absatzmärkte mittlerweile sehr ausgewogen, so dass ein Rückgang in einigen Märkten durch Wachstum in anderen kompensiert werden kann. Zum anderen werden neben dem Preis andere Kriterien wichtig. Hier ist die AqVida im Vergleich zur Konkurrenz sehr gut aufgestellt. Die Herstellung in Deutschland ist mittlerweile ein konkret formuliertes politisches Ziel und die Zuverlässigkeit und Qualität wird neben dem Preis ein wichtigeres Kriterium. Hier ist unser Unternehmen hervorragend aufgestellt. Unsere positive Grundhaltung wird noch unterstrichen durch das Gesetz zur Bekämpfung von Lieferengpässen bei patentfreien Arzneimitteln und zur Verbesserung der Versorgung mit Kinderarzneimitteln kurz: ALBVVG, entworfen vom Bundesministerium für Gesundheit und soll die Versorgungssicherheit von Arzneimitteln kurz und langfristig stärken. Generische Arzneimittel sind ein essenzieller Bestandteil der medizinischen Versorgung. Nach Abschluss des Gesetzesverfahren soll das BfArM mehr Informationsrechte erhalten und ein Frühwarnsystem für Lieferengpässe wird installiert. Weiterhin besteht das Risiko, dass wir Ausschreibungen im Ausland verlieren. Dieses Risiko versuchen wir zu minimieren, indem wir an möglichst vielen Ausschreibungen teilnehmen. Auch das wachsende Portfolio wird hier neue Chancen eröffnen. Die Vermarktung des bestehenden Portfolios und der neuen Produkte wird der Gesellschaft weiterhin große Chancen im In und Ausland eröffnen. Die Vorwärtsintegration mit dem Compounding-Container hat erheblichen Einfluss auf die Wahrnehmung des Unternehmens und die langfristige Positionierung im internationalen Markt. Die steigende Anzahl der gezeichneten Lizenzverträge mit diversen führenden Generikaunternehmen gibt uns eine hohe Sicherheit, dass wir das geplante Wachstum realisieren können. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine AngabenDie AqVida GmbH mit Sitz in Hamburg sowie ihrer Produktionsstätte in Dassow ist beim Amtsgericht Hamburg unter der Nummer HRB 94083 registriert. Die Gesellschaft ist nach den Größenkriterien des § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Im Vorjahr lagen bei der Gesellschaft erstmals die Größenmerkmale einer großen Gesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB vor. Diese Größenklassen wurden im Berichtszeitraum 2023 nicht erreicht, weshalb die Rechtsfolgen gemäß § 267 Abs. 4 Satz 1 HGB nicht in Kraft treten. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Dritten Buches des HGB sowie der ergänzenden Bestimmungen des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgte nach den handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 264 ff. HGB. Die größenabhängigen Erleichterungen für die Aufstellung des Jahresabschlusses gemäß §§ 276 Satz 1 und 288 Abs. 2 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen angesetzt und bewertet worden. Die der Abschreibungsberechnung zugrunde gelegten linearen Abschreibungssätze berücksichtigen grundsätzlich die auch steuerlich anerkannten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern. Geringwertige Anlagegüter im Einzelwert zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 wurden im Anschaffungsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Die Gesellschaft erhält Investitionszuschüsse vom Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin, die in den "Sonderposten für Investitionszuschüsse" eingestellt worden sind. Der Sonderposten wird linear entsprechend der durchschnittlichen Nutzungsdauern der geförderten Vermögensgegenstände erfolgswirksam aufgelöst. Das Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gem. § 248 Abs. 2 HGB wird in Anspruch genommen. Sie werden gem. § 255 Abs. 2a HGB mit den bei deren Entwicklung anfallenden Herstellungskosten bewertet. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war (§ 253 Abs. 4 HGB). Zuschreibungen gemäß § 253 Abs. 5 HGB werden vorgenommen, sofern die Gründe für die Abwertung nicht mehr bestehen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert angesetzt. Dem allgemeinen Zins- und Beitreibungsrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Soweit erforderlich, wurden für ausfallbedrohte Forderungen angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet. Die Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit den Nominalbeträgen angesetzt, die Kassenbestände mit dem Nennwert. Das als gezeichnetes Kapital ausgewiesene Stammkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag EUR 50.000,00. Das Kapital ist vollständig eingezahlt. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht. Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden, welche auf fremde Währung lauten, erfolgt zu dem am Entstehungstag maßgeblichen Devisenkassamittelkurs. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr erfolgt gem. § 256a HGB am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs, wobei die § 253 Abs. 1 S. 1 und § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB nicht berücksichtigt werden. III. Erläuterungen zur BilanzDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres auf Seite 8 des Anhangs im beigefügten Anlagespiegel dargestellt. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert. Der Gesamtbetrag der Entwicklungskosten beträgt im Geschäftsjahr TEUR 655. Davon entfallen TEUR 655 auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Die Entwicklungskosten werden linear und zeitanteilig über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben. Die Gesellschaft ist an folgenden Gesellschaften beteiligt:
* Jahresabschluss 30. Juni 2022 ** Jahresabschluss 31. Dezember 2022 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen in Höhe von TEUR 103 (Vorjahr: TEUR 79). Zum Abschlussstichtag bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von TEUR 1.278, die aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände (TEUR 1.683) sowie abzüglich der gebildeten passiven latenten Steuer (TEUR 405) resultieren. In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Patentrechtsverletzungen (TEUR 3.854), Provisionsansprüche (TEUR 1.317), Schadenersatzleistungen (TEUR 749), ausstehende Rechnungen (TEUR 160) sowie Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 476) enthalten. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten (ohne erhaltene Anzahlungen) stellen sich wie folgt dar:
Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte (Buchgrundschuld, Sicherungsübereignung der Produktionsanlage, Verpfändung Bankguthaben) gesichert sind, beträgt TEUR 2.325 (Vorjahr: TEUR 2.770) und bezieht sich auf die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 255 (Vorjahr: TEUR 255) enthalten. Die passiven latenten Steuern betragen im Geschäftsjahr TEUR 405 (Vorjahr: aktive latente Steuer TEUR 80). Den latenten Steuern liegt ein Steuersatz von 29,55 % zugrunde. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge werden in Höhe von TEUR 315 (Vorjahr: TEUR 290) Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 909 angestiegen. Ursächlich hierfür ist die Herabsetzung der Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 460) sowie Erträge aus der Strom- und Gaspreisbremse (TEUR 259). V. Sonstige Angabena) Geschäftsführung Geschäftsführer ist Herr Wolfgang Heinze, Kaufmann, Hamburg. Er ist als Geschäftsführer von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. b) Personal Im Geschäftsjahr 2023 beschäftigte die Gesellschaft gemäß § 257 Abs. 5 HGB im Durchschnitt 87 (Vorjahr: 81) Mitarbeiter. Hiervon waren 32 kaufmännisch und 55 gewerblich beschäftigt. c) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Am Bilanzstichtag bestehen Eventualverbindlichkeiten in Form einer Avalbürgschaft in Höhe von TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 33). Als Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen ergibt sich ein Betrag von TEUR 231 p.a. Hiervon entfallen auf TEUR 129 auf Leasingverpflichtungen sowie TEUR 102 auf langfristige Mietverträge. d) Derivative Finanzinstrumente Die Gesellschaft hat das Zinsrisiko eines langfristigen Darlehens mittels Zinsswap abgesichert (Bewertungseinheit). Das Volumen des Zinsswaps orientiert sich an der Höhe der zugrundeliegenden Darlehensvaluta und beträgt TEUR 242; der Marktwert beträgt TEUR 6. Die gegenläufigen Wertveränderungen oder Zahlungsströme aus dem Grund- und Sicherungsgeschäft werden sich durch Ein- bzw. Auszahlungen aus dem Zinssatzswap laufend voraussichtlich bis 2025 ausgleichen. VI. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Geschäftsführer schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 3.201.762,80 auf neue Rechnung vorzutragen. sonstige Berichtsbestandteile
Hamburg, den 10. Juni 2024 AqVida GmbH, Hamburg gez. Wolfgang Heinze Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 30.07.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die AqVida GmbH, Hamburg Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Wir haben den Jahresabschluss der AqVida GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AqVida GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Kiel, den 18. Juni 2024 tricon GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Knud Oelerking, Wirtschaftsprüfer Hendrik Heuser, Wirtschaftsprüfer |
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