Tätigkeiten von Werbeagenturen
DyStar Colours Distribution GmbH
Am Prime-Parc 10, 65479 Raunheim, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Yu Ling seit 28.10.2019 | Geschäftsführer |
Yalin Xu seit 5.3.2013 | Geschäftsführer |
Eric Hopmann seit 1.7.2010 | Geschäftsführer |
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DyStar Colours Distribution GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 20231. Einführung DyStar Die DyStar Colours Distribution GmbH, Frankfurt am Main (im Folgenden "DyStar Distribution"), befindet sich im 100%igen Besitz der DyStar Global Holdings (Singapore) Pte. Ltd. (im Folgenden "DyStar Global Holdings"), die ihrerseits eine mehrheitliche Tochtergesellschaft der börsennotierten Zhejiang Longsheng Group Co.Ltd., mit Sitz in Daoxu, Shangyu, China (im Folgenden "Longsheng"), ist. Die chinesische Zhejiang Longsheng-Gruppe ist ein bedeutender Textilfarbstoffhersteller in China. Ferner ist die Kiri Industries Ltd mit Sitz in Ahmedabad (Indien) an der DyStar Global Holdings beteiligt. 2. Geschäftsmodell Die Geschäftsaktivitäten der DyStar Distribution fokussieren sich auf den Vertrieb von Farbstoffen, Hilfsmitteln, Druckprodukten und anderen Chemikalien für die europäischen Märkte sowie die Produktion von Indigo-Produkten am Standort Ludwigshafen für den globalen Markt. Innerhalb der DyStar-Gruppe ist die DyStar Distribution verantwortlich für den Vertrieb auf den europäischen Märkten. In den anderen Regionen der Welt geschieht der Absatz zumeist über die dortigen Tochter- bzw. Schwestergesellschaften. Die DyStar Distribution tätigt einen Großteil ihres Geschäfts daher mit verbundenen Unternehmen. Die DyStar Distribution unterhielt im Jahr 2023 Standorte in Raunheim, Ludwigshafen am Rhein und Köln. Des Weiteren hält die DyStar Distribution - historisch bedingt - die Anteile an DyStar- Gesellschaften in Europa, Asien und Lateinamerika. Es wird auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes zum Stichtag im Anhang verwiesen. 3. Wirtschaftsbericht 3.1. Allgemeine Wirtschaftslage 2023 war das Fortschreiben des unbefriedigenden letzten Quartals 2022. [1] Zwar sind, mit Ausnahme des Krieges in Palästina, keine neuen negativen Faktoren aufgetreten, allerdings haben Kriege, Energiekrise, [2] Inflation und geopolitische Spannungen ihre Wirkung weiter ausgebreitet. Die Erwartungshaltung für 2023 war von Anfang an gedämpft. Es hat sich bestätigt, dass der Krieg in der Ukraine keine schnelle Lösung gefunden hat. Ab Oktober 2023 hat sich die geopolitische Lage durch den Krieg im Gaza-Streifen weiter verschlechtert. Die Energiekosten sind im Laufe des Jahres von ihren Höchstwerten von 2022 gesunken. Sie verbleiben aber auf einem wesentlich höheren Niveau als vor der Covid-Pandemie und dem Ukrainekrieg. Dies belastet erheblich energieintensive Produktionen, wie beispielsweise die Chemische Industrie. Zu Details wird auf Tz 3.2. des Lageberichts verwiesen. [3] Die Bekämpfung der Inflation mit steigenden Zinsen hat Wirkung gezeigt. Im November 2022 war die Inflationsrate im Euroraum nahe ihrem Höchstwert über 10%; der Vergleichswert für November 2023 liegt bei 2,4% (mit einem weitgehend technisch bedingten Anstieg auf über 3% im Dezember) [4] . Der Jahresdurchschnittswert für 2023 lag in Deutschland jedoch immer noch bei fast 6%. Die steigenden Lebenshaltungskosten erzeugen Unmut und haben als weitere Konsequenzen die Einschränkung des Konsums [5] einerseits und andrerseits eine höhere Sparquote. Letztere ist in Deutschland zwar von den Covid-Pandemie bedingten Spitzen wieder gefallen, liegt aber mit 11,3% nach wie vor rund 2% über den Werten von 2015 bis 2018. [6] Kriege und schwindender Wohlstand verschärfen geopolitische Spannungen bis hin zu Handelskrieg-ähnlichem Verhalten. Des Weiteren führen Klimaänderungen zu häufigeren Extremereignissen, die ebenfalls die Bevölkerung und die Staatskassen belasten und somit zu einem schwachen Konsum beitragen. [7] Die genannten übergreifenden Themen bewirken neben den direkten Auswirkungen auf den Konsum, der das Geschäft antreibt, auch Anpassungseffekte: der abrupte Konsumrückgang in der zweiten Jahreshälfte 2022 hat zu Überbevorratung entlang der gesamten textilen Produktionskette geführt. [8] Dies wiederum hatte den Effekt, dass neben geringeren Aufträgen unserer Kunden, sowie deren Kunden (Distribution), im Jahr 2023 die gesamte Lieferkette vorrangig mit dem Abbau der überfüllten Läger beschäftigt war. Der Abbau der Läger ist derzeit noch nicht vollständig abgeschlossen. Zum zweiten hat die geringere Nachfrage erwartungsgemäß das Preisniveau negativ beeinflusst. 3.2. Segmentspezifische Geschäfts- und Marktentwicklung Die hohen Energiekosten haben insbesondere die Indigo-Produktion der DyStar Colours Distribution in Ludwigshafen stark belastet. Die geringere Nachfrage sowie die hohen Energiekosten hatten bereits Ende 2022 zu Kurzarbeit am Standort Ludwigshafen geführt. Im Laufe des ersten Quartals 2023 ist die Produktion zeitweise wieder aufgenommen worden, war aber aufgrund der Energiekosten nicht mehr profitabel. [9] Somit wurde aufgrund der geänderten Marktbedingungen im Laufe des zweiten Quartals entschieden, die Indigo-Produktion am Standort Ludwigshafen einzustellen. In diesem Kontext hat die DyStar Colours Distribution im Jahr 2023 einen Umsatz von 136.939 TEUR erzielt, was einem Rückgang von 57.704 TEUR gegenüber 2022 entspricht. Es sind rd. 38.316 TEUR weniger Indigo-Umsatz 2023 im Vergleich zu 2022 zu verzeichnen. Das angesetzte Budget von 211.087 TEUR wurde somit nicht erreicht. Das erste Quartal lag noch im Budget; die Ergebnisse der Folgequartale sind demgegenüber zunehmend schlechter ausgefallen. Dabei war der Rückgang der Mengen rund doppelt so hoch wie der wertmäßige Rückgang. Dies ist zum Teil durch den Produktmix bedingt, Preisrückgänge konnten aber vorerst im Rahmen gehalten werden. Insgesamt betrug der Verlust 12.781 TEUR (2022: 10.847 TEUR Jahresüberschuss). Der Verlust i.H.v. 12.781 TEUR rührt im Wesentlichen aus der Umstrukturierung und damit verbundenen Kosten und Rückstellungen für die Schließung des Standortes Ludwigshafen. Zu Details wird auf Tz. 3.1, 3.2, 4.2 und 4.3 verwiesen. Im Jahr 2023 wurden rd. 48% (2022: 57 %) des Umsatzes mit Fertigerzeugnissen und Handelswaren in den Bereichen Textilfarbstoffe und nicht-textile Produkte an verbundene Gesellschaften fakturiert. Der restliche Umsatz wurde wie im Vorjahr überwiegend mit Dritten in europäischen Märkten erzielt. Wie oben dargestellt, ist das Jahr 2023 weniger erfolgreich verlaufen als geplant. Dabei ist das Jahresendergebnis erheblich durch Restrukturierungskosten belastet. Das Segment Fashion, dem im weitesten Sinne auch das Denim-Geschäft, d.h. der Vertrieb von Indigo, zuzurechnen ist, hat ein schlechtes Jahr verzeichnet. [10] Die Kauflust der Verbraucher ist eindeutig durch das unsichere, negativ geprägte Umfeld gehemmt. [11] Konsumenten haben Ausgaben überwiegend in den Bereichen wie Tourismus oder die Eventbranche getätigt, die während der Corona-Pandemie starken Einschränkungen unterlagen. Unsere Kunden sind ebenfalls einer hohen Unsicherheit ausgesetzt. [12] Die wegen der hohen Lagerbestände [13] ohnehin geringeren Aufträge der Retailer an unsere Kunden sind noch kurzfristiger geworden, da kaum noch Planung erfolgt und nur die Artikel bestellt werden, die gerade gefragt sind und deren Läger bereits abgebaut wurden. Dieser Trend zeichnet sich auch für den Anfang von 2024 ab. Im Gegenzug zum Modebereich ist das Geschäft in der Automobilbranche für den Großteil von 2023 positiv verlaufen. [14] Die Versorgungslage der fehlenden Teile hat sich entspannt. Allerdings ist der bessere Verlauf in erster Linie der Aufarbeitung der Lieferrückstände in der Automobilindustrie zu verdanken und nicht einem grundsätzlich besseren Auftragseingang. Bereits im vierten Quartal 2023 gab es punktuell Anzeichen, dass dieser Trend im Jahr 2024 abflauen könnte. Die Nachfrage im Bereich Arbeitsbekleidung hat sich im Jahr 2023 progressiv verschlechtert. Die Einschränkungen in der Produktverfügbarkeit sind weitestgehend behoben worden. Mit sinkender Nachfrage hat dieses Segment allerdings einen spürbaren Preisverfall erlitten. Die regionale Entwicklung innerhalb Europas spiegelt die Verteilung der Produktionen auf die unterschiedlichen Segmente wider: im Wesentlichen wird der überwiegende Teil der Modeartikel in Südeuropa gefärbt. Während in der ersten Hälfte 2022 das Geschäft in Südeuropa, getrieben von Modeartikeln, gut gelaufen war, hat sich über das gesamte Jahr 2023 die schlechte Auftragslage ausgedehnt, die wir schon in der zweiten Hälfte 2022 beobachten konnten. Deutschland, Frankreich, Benelux, UK und Teile von Osteuropa sind eher im Bereich der technischen Textilien tätig. Dieses Geschäft war im Jahr 2022 weitestgehend stabil, nicht jedoch so 2023, wo in fast allen Ländern der Umsatz rückläufig war. [15] Das Bild auf Produktgruppenebene ist im Jahr 2023 analog der Geschäftsentwicklung in den Ländern. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen alle Produktgruppen leichte bis stärkere Rückgänge. Einzige Ausnahme sind "Services", unter die die Beratung und Unterstützung von Retailern, aber auch Färbereien fallen. Dieses Geschäft wird eher durch regulatorische Aspekte getrieben als durch die Menge der Aufträge. Die Weiterverfolgung von Nachhaltigkeitsstrategien seitens der Brands und Retailer hat sich gegen Ende 2022 angesichts des steigenden Kostendrucks und sinkender Nachfrage abgeschwächt. Im Gegensatz zu den Produktionen hat es sich offensichtlich nur um eine vorübergehende schwache Phase gehandelt. Die Geschäftsentwicklung im Segment Papier war infolge der anhaltenden hohen Energiekosten verhalten. [16] In verschiedenen Ländern haben Papiermühlen Kurzarbeit genutzt. Der Digitaldruck entwickelte sich in Europa 2023 rückläufig im Vergleich zu 2022. Der Digitaldruck hat sich mit der weiterhin großen Unsicherheit bei den Verbrauchern, einer immer noch erhöhten Inflationsrate, weiterhin hohen Energiepreisen und gestiegenen Löhnen weiterhin nicht erholen können. Diese Konsumrückhaltung der Verbraucher zeigte sich im Bereich Fashion, wo nach wie vor deutlich weniger Druckaufträge im Markt platziert wurden als vor der Pandemie im Jahr 2019. Aber auch Heimtextilien und Teppichdruck zeigten weiterhin eine schwächere Nachfrage, auch begründet in der rückläufigen Auftragslage der Bauindustrie. [17] Der konventionelle Druck (Druck mit Rotations- und Flachfilmdruckschablonen) sowie die konventionellen Applikationstechniken mit Pigmenten waren 2023 ebenfalls durch eine etwas schwächere Nachfrage gegenüber 2022 geprägt. Brands und Retailer, aber auch Textilveredler konzentrierten sich weiter auf mögliche Pigmentanwendungen, insbesondere im Hinblick auf Nachhaltigkeitsstrategien und die damit verbundene Kostenreduzierung. Aufgrund der weiterhin angespannten geo-politischen Gegebenheiten wurden in Europa nach wie vor sehr wenig Investitionen in zusätzliche Kapazitäten getätigt, und auch der Austausch älterer Digitaldruckmaschinen wurde verzögert. Es ist zu erwarten, dass die Marktsituation 2024 unverändert auf diesem niedrigen Nachfrageniveau bleiben wird. 3.3. Produktion Aufgrund der stark gestiegenen Energiekosten im Jahr 2022 wurde bereits im 2. Halbjahr 2022 die Indigo-Produktion reduziert. Im April 2023 wurde entschieden, die Indigo- Synthese im Jahr 2023 einzustellen. [18] Demgegenüber produzierte die Anlage zur Herstellung von Natriumamid-Schuppen oder -Pulver im Jahr 2023 mit sehr hoher Auslastung. Die geplante Jahresmenge und der zusätzliche Aufbau von einem Sicherheitsbestand konnten realisiert werden. Die Natriumamid-Produktion wird noch bis Ende 2024 erfolgen. 3.4. Beschaffung Im Gegensatz zu den vorhergehenden Jahren, entspannte sich die Beschaffungssituation für die Farbstoffe im Jahr 2023. Durch weltweit fallende Bedarfe kam es zu Überkapazitäten sowohl an Produkten als auch an Transportkapazitäten. Nach den starken Teuerungen, infolge des Ukrainekrieges, im Jahr 2022, fielen die Beschaffungspreise für die Handelswaren im Bereich der Textil-Hilfsstoffe zum Teil sehr stark ab. [19] Rohstoffpreise für Stahl, Holz und auch Kunststoffe gaben im Laufe des Jahres nach, sodass sich auch der Bereich Verpackungen vergünstigte. 3.5. Forschung und Entwicklung Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden für die gesamte DyStar- Gruppe erbracht. Wie in den Vorjahren lagen die Schwerpunkte der Forschungsaktivitäten der DyStar Colours Distribution GmbH bei Reaktivfarbstoffen zum Färben von Cellulosefasern sowie bei Dispersionsfarbstoffen zum Färben von Polyesterfasern. Außerdem wurden Projekte für neue Farbstoffe zum Färben von Polyamid und Wolle und für den Textildruckbereich durchgeführt. Der Schwerpunkt der Forschung für neue Produkte in diesen Segmenten lag im Bereich ökologisch verbesserter Produkte und von solchen mit außerordentlich hohen anwendungstechnischen Echtheitswerten, wie Licht- und Waschechtheit. Auf höchste Werte für Heißlichtechtheit wurde bei neuen Dispersionsfarbstoffen für die Verwendung zum Färben von Polyester für den Automobilbereich geachtet. Ferner wurden für neue Farbstoffmischungen Zusammensetzungen erarbeitet. Es wurden wiederum neue Dispersionsfarbstoffe in den Markt eingeführt. Bei der Verfahrensentwicklung lagen die Schwerpunkte im Bereich von Unterstützungsleistungen der Forschung bei der Entwicklung neuer Farbstoffe sowie zur Produktionsaufnahme verschiedener neuer Textilfarbstoffe und Zwischenprodukte für Farbstoffe. Auch im Bereich der Textilhilfsmittel ist das Jahr 2023 geprägt von neuen ökologischen Anforderungen. Nachwachsende Rohstoffe rücken immer mehr in den Fokus. Erste Produkte, bei denen erdölbasierte Rohstoffe durch nachwachsende Rohstoffe ersetzt wurden, sind derzeit in der anwendungstechnischen Prüfung. Bei der Gesellschaft waren im Jahr 2023 im Bereich Forschung und Entwicklung 21 (Vorjahr: 22) Mitarbeiter tätig. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Geschäftsjahr 7.873TEUR (2022 6.675 TEUR). 3.6. Personal- und Sozialbereich Die DyStar Colours Distribution beschäftigte 2023 durchschnittlich 197 (Vorjahr: 226) Mitarbeitende an den Standorten Raunheim, Köln und Ludwigshafen am Rhein. Mit dem Gesamtbetriebsrat wurden Vereinbarungen für 2023 über eine Bonuszahlung für außertarifliche Mitarbeiter und eine Erfolgsbeteiligung für Tarifmitarbeiter abgeschlossen. Außerdem wurden für die aktuelle Schließung unseres Produktionsstandortes in Ludwigshafen ein Interessenausgleich und ein Sozialplan verhandelt und abgeschlossen. Insgesamt wurden in 2023 sechs neue Mitarbeiter/innen eingestellt. Im Rahmen der Nachfolgeplanung kann die Einarbeitungszeit bei Schlüsselpositionen erneut bedarfsgerecht verlängert werden, um einen ausreichenden Wissenstransfer sicherzustellen. 4. Darstellung der Lage 4.1. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 4.1.1. Finanzielle Leistungsindikatoren Zu den bedeutendsten finanziellen Leistungsindikatoren, die zur Steuerung der Gesellschaft verwendet werden, gehören, neben der Umsatzentwicklung und dem Jahresergebnis, auch das EBIT (Jahresergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern) sowie das EBITDA (Jahresergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen). 4.1.2. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Zur Steuerung der Gesellschaft werden neben den finanziellen Leistungsindikatoren auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren verwendet. Ein wesentlicher nichtfinanzieller Leistungsindikator ist die verkaufte Menge an Textilfarbstoffen und Hilfsmitteln. 4.2. Umsatz und Ertragslage
Der Umsatz der DyStar Distribution lag im Jahr 2023 mit 136.939 TEUR unter dem Umsatz des Vorjahres (194.643 TEUR). Davon wurden mit Textilfarbstoffen und Textilhilfsmitteln (inkl. Nebengeschäften) 126.483 TEUR (2022: 181.079 TEUR) sowie durch Lizenzgebühren 10.456 TEUR (2022: 13.564 TEUR) erzielt. Details zum Geschäftsverlauf sind in Tz. 3.1. aufgeführt. [20] Zu den Umsätzen nach Regionen wird auf den Anhang Tz. C.1 Umsatzerlöse verwiesen. Die verkaufte Menge an Textilfarbstoffen und Hilfsmitteln betrug in 2023 14.698 t und liegt damit rd. 11.656 t unter dem Vorjahr (2022: 26.354 t). Das Bruttoergebnis vom Umsatz lag im Jahr 2023 bei 31,6% und somit über dem des Vorjahres (2022: 27,6 %). Die Summe der Vertriebs-, Verwaltungs- und Forschungskosten, der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen ist gegenüber dem Vorjahr um 19.611 TEUR gestiegen. Hauptgrund sind die um 19.765 TEUR höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen aufgrund der Schließung des Produktionsstandortes Ludwigshafen. Das weiterhin positive Finanzergebnis ist gegenüber dem Vorjahr um 151 TEUR gesunken. Hauptgrund sind die niedrigeren Zinserträge. Der Jahresverlust im Geschäftsjahr betrug -12.781 TEUR und liegt somit um 23.628 TEUR unter dem Vorjahr. Hauptgrund sind die Aufwendungen aufgrund der Schließung des Standortes Ludwigshafen. Die Aufwendungen beinhalten sowohl Personalkosten (8.902 TEUR) als auch Kosten für die Chemiefreimachung des Standortes (10.258 TEUR). Das EBIT lag im Geschäftsjahr 2023 bei -13.339 TEUR und somit unter dem Niveau von 2022 (16.644 TEUR). Das EBITDA betrug in 2023 TEUR -11.088 (Vorjahr 17.378 TEUR) und lag somit ebenfalls unter dem geplanten EBITDA von rund 6,3 Mio Euro. 4.3. Vermögenslage
Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 13.181 TEUR verringert. Auf der Aktivseite sind die Vorräte gegenüber dem Vorjahr um 26.681 TEUR gesunken. Die Verringerung entfällt im Wesentlichen auf Fertigerzeugnisse und Waren. Demgegenüber sind die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände im Jahr 2023 um 7.919 TEUR gestiegen. Hauptgrund hierfür sind höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögensgegenstände. Die Rückstellungen lagen am Jahresende bei 24.587 TEUR (2022: 12.983 TEUR) und beinhalten wie im Vorjahr Rückstellungen für personalbedingte Sachverhalte, Rückstellungen für noch nicht in Rechnung gestellte Lieferungen und Leistungen sowie eine Steuerrückstellung. Die höheren Rückstellungen beruhen im Wesentlichen auf Rückstellungen für die Schließung des Werks Ludwigshafen. In den Rückstellungen für die Schließung des Standortes Ludwigshafen sind sowohl Personal-Rückstellungen i.H.v. 3.919 TEUR als auch Rückstellungen für die Chemiefreimachung i.H.v. 10.258 TEUR enthalten. Die Verbindlichkeiten lagen am Jahresende bei 12.129 TEUR (2022: 24.133 TEUR) und beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten sind um 12.004 TEUR gesunken. Hauptgrund ist eine Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Im Jahr 2023 betrug der Jahresverlust -12.781 TEUR (2022: Gewinn 10.847 TEUR). Das Eigenkapital verringerte sich somit gegenüber dem Vorjahr von 94.853 TEUR auf 82.072 TEUR. Die Eigenkapitalquote betrug zum Stichtag 69,1% und liegt somit leicht unter der Eigenkapitalquote von 2022 (71,9%). 4.4. Finanzlage Im Jahr 2023 wurden keine neuen Kreditverbindlichkeiten aufgenommen. Die Gesellschaft hat eine Avallinie über 720 TEUR, welche mit 342,3 TEUR in Anspruch genommen ist. Der Cashflow aus operativer Tätigkeit war im Jahr 2023 positiv und betrug 7.931 TEUR (Vorjahr 622 TEUR). Hauptgrund sind Veränderungen der Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, im Vergleich zum Vorjahr. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist im Geschäftsjahr minimal mit -3 TEUR (Vorjahr-1 TEUR). Im Jahr 2023 wurde insgesamt ein positiver Cashflow i.H.v. 7.432 TEUR (Vorjahr 98 TEUR) erzielt. 4.5. Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft Im Jahr 2023 hat die DyStar Distribution ein negatives Ergebnis erzielt. Das Ergebnis ist mit -12.781 TEUR negativ und liegt weit unter den 10.847 TEUR des Vorjahres. Der Cashflow war positiv. Die Vorräte sind im Vergleich zum Vorjahr erheblich gesunken. Hauptgrund für das schlechtere Ergebnis sind die Kosten für die Schließung des Standortes Ludwigshafen. 5. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung 5.1. Risikomanagement Zur Überwachung und Kontrolle von Risiken hat die DyStar Distribution verschiedene Instrumente installiert. Die interne Revision, die organisatorisch bei der DyStar Singapore Pte. Ltd., Singapur, angesiedelt ist, deckt in ihrer weltweiten Revisionstätigkeit auch die risikorelevanten Geschäftsbereiche und -Prozesse der DyStar Distribution ab und berichtet die Ergebnisse unabhängig an die Konzernführung. Die DyStar-Gruppe ist nach dem Qualitätsmanagementstandard ISO 9001:2015 weltweit zertifiziert. Das Zertifikat ist bis 2024 gültig. Klar strukturierte und eindeutig dokumentierte Prozesse im Rahmen des Qualitätsmanagements sorgen aus Sicht der Geschäftsführung für Transparenz und dienen der Risikovorbeugung. Weltweite interne Audits und Revisionen sowie Prüfungen durch externe Auditoren stellen die Zertifizierung sicher. Mit dem Abschluss von Industrieversicherungen zur Absicherung der sich aus der Geschäftstätigkeit ergebenden Haftungs- und Schadensrisiken wird sichergestellt, dass sich die im Unternehmen verbleibenden Risiken in wirtschaftlich tragbaren Grenzen halten bzw. ausgeschlossen werden. Der Versicherungsschutz wird laufend überprüft und bei Bedarf angepasst. Mögliche rechtliche Risiken aufgrund der Geschäftstätigkeit und aufgrund von unternehmerischen Entscheidungen werden sowohl durch eigene Experten als auch durch Hinzuziehung externer rechtlicher Berater abgesichert. Durch Festlegung und Kommunikation von Verhaltensregeln für alle DyStar-Mitarbeiter (Code of Conduct) soll ein nach gesetzlichen und ethischen Maßstäben orientiertes Handeln sichergestellt werden. Aufgrund der Corona-Pandemie hat die Gesellschaft interne Richtlinien im Umgang mit dem Corona-Virus erlassen (z.B. Business Continuity Plan inkl. Besucherformulare). Die DyStar-Gruppe hat sich in einer unterschriebenen und veröffentlichten Erklärung zum sozialen Verhalten (Social Accountability Declaration) dazu verpflichtet, die Anforderungen der International Labor Organization ILO / SA 8000 zum Schutz und Umgang mit den Mitarbeitern weltweit einzuhalten. 5.2. Rechtliche, wirtschaftliche und sonstige Chancen und Risiken Im Rahmen des regelmäßigen Strategieprozesses werden mögliche Chancen und Risiken, die sich für die langfristige Geschäftstätigkeit ergeben, identifiziert, bewertet und mit der laufenden Entwicklung abgeglichen. Risiken und Chancen werden hierunter nach der Reihenfolge ihrer Bedeutung für DyStar Distribution angegeben. Risiken Die Risiken werden vor Risikobegrenzungsmaßnahmen dargestellt und wurden entsprechend ihrem Ausmaß wie folgt gewichtet: 5.2.1. Sinkende Nachfrage aufgrund eines rückläufigen Konsumverhaltens Die letztes Jahr geäußerte Vermutung, 2023 könnte ein durch eine schwache Nachfrage gekennzeichnetes Jahr werden, hat sich bestätigt. Für 2024 zeichnet sich keine sichtbare Verbesserung ab. [21] Die Erwartungshaltung bei unseren Kunden ist gedämpft, der Auftragseingang nach wie vor schwach. [22] Der inflationäre Druck ist zwar geringer als in den beiden Vorjahren, aber nach wie vor vorhanden. [23] Es ist zu erwarten, dass die Ergebnisse unter dem Durchschnitt der letzten Jahre sein werden. 5.2.2. Energie und Gaspreise Die Energiekosten sind im Vergleich zu den Vorjahren zwar gesunken. Für eine Entwarnung ist es dennoch zu früh: trotz gesunkener Preise sind letztere nach wie vor weit über dem Niveau von 2019 oder davor; Kriege und geopolitische Spannungen sorgen weiterhin für Ungewissheit und höhere Volatilität; die Migration zu klimaneutralen Lösungen ist noch am Anfang und wird in der Übergangsphase tendenziell zu höheren Energiekosten beitragen. [24] Sinkende industrielle Produktion kann vorübergehend auch dazu beigetragen, die Preisentwicklung zu beruhigen. Sollte die Nachfrage nach Energien infolge höheren Outputs wieder steigen, bleibt abzuwarten, was geschieht. Durch die progressive Abschaltung des Indigobetriebs trifft uns das Energiekostenthema weniger, die Auswirkungen auf die Produktionen unserer Kunden bleiben, sowie auch der höhere Preis für die privaten Haushalte. 5.2.3. Geopolitische Spannungen Ein Ende des Krieges in der Ukraine ist derzeit nicht in Sicht. Seit Oktober ist zusätzlich der Krieg in Palästina ausgebrochen. Spannungen im Nahen Osten nehmen seitdem weiter zu. Eine Auswirkung ist der Beschuss von Containerschiffen im Roten Meer, mit Auswirkung auf Transportkosten, Lieferzeiten, Verfügbarkeit, im schlimmsten Fall Verlust der Ware. Die Risiken für 2023 und 2024 sind somit gestiegen. 5.2.4. Angespannte Beschaffungsmärkte Im Jahr 2023 haben die Spannungen auf den Beschaffungsmärkten nachgelassen. [25] Zwar sind einzelne Produkte nach wie vor knapp oder nur verspätet lieferbar, das Gesamtbild ist jedoch besser als in den letzten Jahren. Dazu hat auch die geringere Nachfrage beigetragen. Allerdings verbleiben Risiken: auf allen Stationen entlang der textilen Kette werden derzeit Läger weiter abgebaut; sollte das Geschäft ruckartig anziehen, werden neue Lieferengpässe auftreten. Eine vergleichbare Situation war bereits im Frühjahr 2021 zu beobachten. Aus heutiger Sicht scheint es unwahrscheinlich, dass eine Verbesserung der Nachfrage bereits im Jahr 2024 eintritt. Damit wäre das Problem allerdings nur verschoben. Mittelfristig werden die regulatorischen Kontrollen und Eingriffe seitens der Regierungen in den großen Beschaffungsmärkten China und Indien bei Umweltschutz und Betriebssicherheit bleiben. Die resultierenden Auflagen können nach wie vor zu Schließungen von Betrieben, Reduzierung der Produktionskapazität sowie zu einer weiteren Erhöhung der Kosten führen. Chancen 5.2.5. Erweiterung der Produktionskapazitäten Um in einigen Bereichen weiteren Engpässen vorzubeugen, hat DyStar Produktionskapazitäten und Rückwärtsintegration in einigen Anlagen angestoßen. In diese Richtung wird weitergearbeitet. Die Präsenz von Dystar auf den Beschaffungsmärkten bleibt ein wichtiger Wettbewerbsvorteil, da sie ein zeitnahes Risikomanagement erlaubt, wie etwa beim Aufbau von strategischen Lagerbeständen. 5.2.6. Globale Organisation Dank einer globalen Organisation sowie eines aus Sicht der Geschäftsführung effizienten Risikomanagements wird sichergestellt, auf negative Entwicklungen, wie beispielsweise auf den Beschaffungsmärkten, zeitnah zu reagieren. Dadurch können Lagerbestände aufgebaut werden, mit der Absicht, negativen Entwicklungen entgegenzuwirken und ausreichend Zeit für die Anpassung der Verkaufspreise zu schaffen. 5.2.7. Neue Globalisierung und technologische sowie ökologische Trends Höhere Inflationsraten und hohe Staatsverschuldung werden in den kommenden Jahren die Wirtschaftsentwicklung und das Konsumverhalten weiter beeinflussen. Die Globalisierung steht unter Druck, hat aber Aussicht auf neue Dynamik. Seit 2020 haben die angesprochenen logistischen Probleme und die zunehmende Unsicherheit im internationalen Warenaustausch dazu geführt, dass Aufträge, die in der Vergangenheit nach Asien gingen, zum Teil wieder an Europa und/oder Europa-nahe Länder vergeben wurden. Mittelfristig bleiben die Chancen für weiteres Wachstum in mehreren Bereichen bestehen: Im Digitaldruck ergeben sich Chancen aufgrund der weiter fortschreitenden Digitalisierung in der Textilindustrie. Wachsendes Umweltbewusstsein der Verbraucher, aber auch eine höhere wirtschaftliche Belastung der Textilveredler durch die CO 2 Steuer in der konventionellen Veredlung von Textilien können z.T. durch Umstellung auf digitale Verfahren vermieden werden. Der Bereich "Papier" hat im Jahr 2023 stagniert aufgrund der hohen Energiekosten. Seit dem vierten Quartal gibt es eine leichte Verbesserung. Projekte, die in der Zwischenzeit nicht bearbeitet wurden, konnten wieder aufgenommen werden. Im Bereich Farbstoffe für Homecare sind bereits Ende 2023 größere Aufträge für das Jahr 2024 eingegangen, sodass der Umsatz in diesem Segment mit Sicherheit wieder wachsen wird. Der Trend zu nachhaltigen Produkten gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. DyStar trägt dieser Entwicklung durch verschiedene Maßnahmen im Bereich Ökologie Rechnung. Zu den Details verweisen wir auf Tz. 3.5 des Lageberichts. 6. Voraussichtliche Entwicklung 2023 hat der Textilbranche keine Verbesserung des Umfeldes gebracht. Die Lage ist eher noch kritischer und ungewisser geworden. Die Energiepreise haben sich auf hohem Niveau stabilisiert [26] , das geopolitische Klima hat sich nochmals nachhaltig verschlechtert. Diese Risikofaktoren werden uns auch 2024 begleiten. [27] Trotz alledem gab es im Jahr 2023 auch positive Entwicklungen. Materialknappheiten [28] und Logistikprobleme haben sich entspannt; Covid rückt noch weiter in den Hintergrund und ist in einigen Regionen eigentlich kein Thema mehr. Für die DyStar Colours Distribution GmbH ist das Jahr 2023 ohne die Berücksichtigung der Schließungskosten relativ gut verlaufen, allerdings unter den Erwartungen. Nach wie vor wird im Jahr 2024 das angestammte, traditionelle Geschäft mit Textilfarbstoffen den Großteil des Umsatzes ausmachen. Die neueren Geschäftsfelder Textil-Hilfsmittel, Digitaldruck, Papier und Consumer Products werden weiter ausgebaut. Es bleibt das strategische Ziel, diese Bereiche mittel- bis langfristig zu weiteren Standbeinen in anderen Branchen zu machen. Der Hauptfokus der DyStar bei Textilhilfsmitteln wird in den Bereichen technische Textilien, Färbereihilfsmittel und in Papierhilfsmitteln liegen. Des Weiteren werden neue Konzepte/Lösungen für Nachhaltigkeit, Ökologie und Einsparungen (Kosten, Zeit und Wasserverbrauch) entwickelt. Dies wird dazu beitragen, dass die Kunden weiterhin DyStar als zuverlässigen und innovativen Partner wählen. Die Hauptziele für textile Hilfsmittel in Europa für das Jahr 2024 sind die Entwicklung neuer Potenziale in Segmenten, welche weniger Fashion-orientiert sind - zum Beispiel Baugewerbe, technische Textilien, medizinische Textilien oder im Bereich Automotiv. Für den Digitaldruck kündigt sich ein schwieriges Jahr an: Kostensteigerungen haben die Druckereien im Bereich der Rohstoffe, Energie etc. bereits 2023 belastet. [29] Die Modetrends sind im Jahr 2024 nicht Druckerei-freundlich. Das allgemeine wirtschaftliche Umfeld deutet zusätzlich zu den Modeeffekten auf geringere Nachfrage hin. Beim konventionellen Druck (Druck mit Rotations- und Flachfilmdruckschablonen) sowie den konventionellen Pigmentapplikationen wird sich der Trend zu Pigmentanwendungen fortsetzen. Dies wird sich auch auf weitere Investitionen in neue Maschinen und Prozesse im Jahr 2024 auswirken. Aufgrund der äußerst angespannten Situation sieht die Planung der DyStar Distribution für das Jahr 2024 mit 11,6 Mio Tonnen Absatzmenge und mit 110 Mio. EUR einen niedrigeren Umsatz als in 2023 vor. Im Hinblick auf das EBIT bzw. EBITDA erwartet die Gesellschaft rund 2,2 Mio. bzw. rund 3,6 Mio EUR. Für das Jahresergebnis wird für das Jahr 2024 ein Ergebnis i.H.v. 1,5 Mio EUR erwartet. Die Finanzierung der laufenden Geschäftsaktivitäten soll aus dem operativen Cash-Flow erfolgen.
1 Vgl. auch textil + mode, Konjunktur 12.2023.
Frankfurt am Main, den 28. März 2024 DyStar Colours Distribution GmbH Die Geschäftsführung Yalin Xu Yu Ling Yao Jianfang Sureshkumar Savajibhai Gondalia Eric Hopmann Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
A. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss Der vorliegende Jahresabschluss der DyStar Colours Distribution GmbH ("DyStar Distribution") entspricht in Ansatz, Ausweis und Bewertung den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung und wurde gemäß §§ 242 ff. und gemäß §§ 264 ff. HGB und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 3 HGB. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Umsatzkostenverfahren gewählt. Die Forschungskosten wurden in die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung aufgenommen. 1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Soweit nicht anders angegeben, erfolgen alle Angaben im Anhang in TEUR. Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen. Immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Das Anlagevermögen wird wie folgt abgeschrieben:
Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis 250 EUR werden im Zeitpunkt des Zugangs voll abgeschrieben. Entfallen die Gründe für Wertminderung in den Folgejahren, erfolgt eine Zuschreibung bis zur Höhe der Anschaffungskosten. Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit ihren Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag bewertet, sofern von einer dauernden Wertminderung auszugehen ist. Die sonstigen Ausleihungen werden zum Nennwert oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten unter Berücksichtigung der gleitenden Durchschnittsmethode bewertet. Als Verbrauchsfolgeverfahren wird das Prinzip "First in - First out" (FiFo-Verfahren) angewendet. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten oder dem niedrigeren Preis am Absatzmarkt bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Material- und Fertigungseinzelkosten, Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen, soweit sie durch die Fertigung veranlasst sind. Beim Ansatz der Herstellungskosten sind anteilige Verwaltungs- und Sozialaufwendungen nicht einbezogen worden. Es wurden keine Zinsen für Fremdkapital in die Herstellungskosten einbezogen. Die Handelswaren werden zu Anschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren Werten nach den Verhältnissen am Absatzmarkt, unter Berücksichtigung der Einsatzmöglichkeit der Bestände, bewertet. Die Methodik der Wertberichtigungen des Vorratsvermögen entspricht dem des Vorjahres. Im Wesentlichen wird eine Aufteilung des Vorratsvermögen in zwei Bereiche vorgenommen. Die Aufteilung erfolgt in produktionsbezogenes und verkaufsbezogenes Vorratsvermögen. Basierend auf dem Haltbarkeitsdatum und dem jeweiligen Verbrauchsstand des Vorrates, werden für die beiden Bereiche getrennte Abwertungsstaffelungen für die Wertberichtigung hinzugezogen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit dem Nennwert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, wurden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben / Einnahmen zum Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit diese Aufwand bzw. Ertrag nach dem Abschlussstichtag darstellen. Rechnungsabgrenzungspostenbeträge mit einem größeren Umfang sind gemäß § 268 Abs. 4 Satz 2 HGB zu erläutern. Die Pensionsrückstellungen wurden auf Basis der Projected-Unit-Credit-Methode, eines Anwartschaftsbarwertverfahrens, ermittelt. Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit einem Rechnungszins gemäß der Vorgabe der Deutschen Bundesbank von 1,83 % p.a. (10-jähriger Durchschnitt) auf Basis einer Restlaufzeit von 15 Jahren unter Berücksichtigung einer Rentendynamik von 1,5 % p.a. bei Mitarbeitern mit einem Eintritt vor 01.01.1999, ansonsten 1,00 % p.a., der Heubeck-Richttafeln 2018 G sowie alters- und geschlechtsabhängiger Austrittshäufigkeiten. Für die steuerliche Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Teilwertverfahren nach § 6a EStG als Basis genommen. Die sonstigen Rückstellungen inkl. der Steuerrückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sofern es sich um Risiken handelt, die zu Zahlungen später als nach einem Jahr führen, wurden Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt, ferner wurde eine Abzinsung vorgenommen. Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Für Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sind grundsätzlich latente Steuern anzusetzen. Für die Gesellschaft ergeben sich unterschiedliche Bewertungsansätze zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz für die Forderungen und Verbindlichkeiten aufgrund unrealisierter Wechselkursdifferenzen. Hieraus resultieren passive latente Steuern. Aktive latente Steuern resultieren aus temporären Differenzen beim Ansatz der Rückstellungen für Pensionen, Rückbauverpflichtungen sowie im Wesentlichen aus dem Verlustvortrag. Für die Berechnung der latenten Steuern wurden für die Gewerbesteuer ein Steuersatz von 14,63 % und für die Körperschaftsteuer ein Steuersatz von 15,83 % angesetzt. Ergeben sich nach der Verrechnung Überhänge von aktiven latenten Steuern, erfolgt hierfür in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Ansatz. 2. Währungsumrechnungen Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung, deren Fälligkeit unter einem Jahr liegt, werden nach § 256a HGB mit dem Stichtagskurs am 31. Dezember 2023 bewertet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt die Umrechnung unter Beachtung der §§ 253 Abs. 1 Satz 1 und 252 Abs. 1 Nr. 4, 2. Halbsatz HGB. B. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Das Anlagevermögen der DyStar Distribution betrug zum 31. Dezember 2023 14.086 TEUR (Vorjahr: 15.822 TEUR). Im Jahresverlauf wurden Zugänge i.H.v. 515 TEUR und Abgänge i.H.v. 80 TEUR gebucht. Im Geschäftsjahr wurden Abschreibungen i.H.v. 2.251 TEUR gebucht. Hierin enthalten waren 1.199 TEUR außerplanmäßige Abschreibungen für Produktionsbetriebe. Die Entwicklung des Anlagevermögens im Zeitverlauf 2023 ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Die folgende Tabelle zeigt den Anteilsbesitz zum Bilanzstichtag:
* Die Werte ergeben sich aus den nach International Financial Reporting Standards (IFRS)- aufgestellten Meldedaten der Gesellschaften zum Konzernabschluss der DyStar Global Holdings (Singapore) Pte. Ltd. ("DyStar Global Holdings") für das Jahr 2023. 2. Umlaufvermögen Vorräte Zum Bilanzstichtag wurden folgende Vorräte bilanziert:
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Zum 31. Dezember 2023 wurden 60.183 TEUR (Vorjahr: 52.264 TEUR) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände bilanziert. Diese setzen sich wie folgt zusammen:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Zum Bilanzstichtag wurde ein Betrag von 54.120 TEUR (Vorjahr: 50.645 TEUR) bilanziert. Zur Abdeckung von bekannten Risiken wurden Wertberichtigungen auf Forderungen i.H.v. 1.291 TEUR (Vorjahr: 1.791 TEUR) gebildet. Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind wie im Vorjahr vor Ablauf eines Jahres fällig. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Zum Bilanzstichtag bestanden keine Forderungen gegen verbundene Unternehmen (Vorjahr: 6 TEUR). Sonstige Vermögensgegenstände Zum Bilanzstichtag wurden 6.063 TEUR (Vorjahr: 1.613 TEUR) als sonstige Vermögensgegenstände ausgewiesen. Darin enthalten waren im Wesentlichen Forderungen aus einer Hinterlegung auf einem Anderkonto bei einem Notar i.H.v. 4.007 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) und Forderungen an das Finanzamt i.H.v. 1.826 TEUR (Vorjahr: 1.299 TEUR). Die Restlaufzeiten der sonstigen Vermögensgegenstände liegen sämtlich unter einem Jahr. Flüssige Mittel Die Bank- und Kassenbestände zum Jahresende betrugen 10.138 TEUR (Vorjahr: 2.705 TEUR). 3. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Zum Bilanzstichtag wurde ein Betrag i.H.v. 20 TEUR (Vorjahr: 134 TEUR) bilanziert. 4. Eigenkapital Das Eigenkapital setzt sich wie folgt zusammen:
Der Bilanzgewinn setzt sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
5. Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen Für Pensionsrückstellungen wurden zum Bilanzstichtag 385 TEUR (Vorjahr: 389 TEUR) bilanziert. Gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ergibt sich ein Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden Rechnungszinses mit einer siebenjährigen Durchschnittsbildung (1,75 %) und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden Rechnungszinses mit einer zehnjährigen Durchschnittsbildung (1,83 %) i.H.v. 5 TEUR. Der Unterschiedsbetrag ist ausschüttungsgesperrt. Zinsaufwendungen und -erträge aus der Rückstellungsbewertung werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Steuerrückstellungen Zum Bilanzstichtag wies die Gesellschaft Steuerrückstellungen i.H.v. 2.074 TEUR (Vorjahr: 4.858 TEUR) aus. Sonstige Rückstellungen Zum Bilanzstichtag wurden hier 22.128 TEUR (Vorjahr: 7.736 TEUR) ausgewiesen. In den sonstigen Rückstellungen sind Personalrückstellungen i.H.v. 5.254 TEUR (Vorjahr: 2.646 TEUR) enthalten, die sich aus Restrukturierungsrückstellungen für Abfindungen und Rechtskosten i.H.v. 3.919 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR), Rückstellungen für Boni für leitende und außertarifliche Mitarbeiter i.H.v. 929 TEUR (Vorjahr: 2.061 TEUR), für Resturlaub und Gleitzeitguthaben i.H.v. 170 TEUR (Vorjahr: 350 TEUR), für Berufsgenossenschaftsbeiträge i.H.v. 126 TEUR (Vorjahr: 145 TEUR) sowie für Erfindervergütungen i.H.v. 110 TEUR (Vorjahr: 90 TEUR) zusammensetzten. Weitere sonstige Rückstellungen i.H.v. 16.875 TEUR (Vorjahr: 5.090 TEUR) wurden bilanziert, die sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Schließungskosten i.H.v. 10.258 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR), für den Liefer- und Leistungsverkehr i.H.v. 3.250 TEUR (Vorjahr: 2.868 TEUR), für Rückbauverpflichtungen i.H.v. 2.000 TEUR (Vorjahr: 1.592 TEUR), für Drohverluste i.H.v. 1.030 TEUR (Vorjahr 0 TEUR), sowie Rückstellungen für Boni und Provisionen für Kunden i.H.v. 171 TEUR (Vorjahr: 201 TEUR) zusammensetzten. 6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr sämtlich innerhalb eines Jahres fällig. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. 10.580 TEUR (Vorjahr: 23.199 TEUR) resultierten im Wesentlichen aus dem Bezug von Rohstoffen, Handelswaren sowie Dienstleistungen. In diesen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen i.H.v. 6.477 TEUR (Vorjahr: 16.130 TEUR) enthalten. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Zum 31. Dezember 2023 bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen i.H.v. 390 TEUR (Vorjahr: 403 TEUR). Diese beinhalten im Wesentlichen eine Verbindlichkeit i.H.v. 337 TEUR (Vorjahr: 350 TEUR) gegenüber der Zhejiang Longsheng Group Co. Ltd., Daoxu, Shangyu, China, für die Besicherung von Darlehen. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten i.H.v. 1.159 TEUR (Vorjahr: 532 TEUR) beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten für Lohn- und Kirchensteuern i.H.v. 804 TEUR (Vorjahr: 248 TEUR), Umsatzsteuerverbindlichkeiten i.H.v. 236 TEUR (Vorjahr: 139 TEUR) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit i.H.v. 61 TEUR (Vorjahr: 73 TEUR). C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Aufteilung der Umsatzerlöse stellte sich wie folgt dar:
Der Umsatz verteilte sich regional wie folgt:
2. Personalaufwand Der Personalaufwand belief sich im Berichtsjahr auf 26.130 TEUR (Vorjahr: 21.952 TEUR) und setzte sich aus Aufwendungen für Löhne und Gehälter i.H.v. 23.253 TEUR (Vorjahr: 18.832 TEUR) und Aufwendungen für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung i.H.v. 2.878 TEUR (Vorjahr: 3.120 TEUR) zusammen. Von letzteren betreffen 8 TEUR (Vorjahr: 8 TEUR) Erträge für Altersversorgung. Im Personalaufwand für das Geschäftsjahr 2023 sind Aufwendungen für Abfindungen in Höhe von 6.919 TEUR enthalten. Diese stellen, ebenso wie übrige Restrukturierungskosten des Geschäftsjahres, Aufwendungen außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung dar. 3. Materialaufwand Der Materialaufwand belief sich im Jahr 2023 auf 51.332 TEUR (Vorjahr: 84.906 TEUR) und gliederte sich wie folgt:
4. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge des Jahres 2023 betrugen 2.228 TEUR (Vorjahr: 3.747 TEUR). Dieser Betrag enthielt folgende wesentliche Komponenten:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge i.H.v. 1.100 TEUR (Vorjahr: 1.937 TEUR) enthalten. 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen i.H.v. 23.170 TEUR im Berichtsjahr (Vorjahr: 2.804 TEUR) beinhalteten folgende wesentliche Komponenten:
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen i.H.v. 740 TEUR (Vorjahr: 62 TEUR) enthalten. 6. Finanzergebnis Das Finanzergebnis setzte sich wie folgt zusammen (+ = Erträge, - = Aufwendungen):
Das Finanzergebnis beinhaltet als wesentliche Komponente periodenfremde Zinserträge i.H.v. 15 TEUR und Zinsaufwendungen aus Darlehen von verbundenen Unternehmen i.H.v. 3 TEUR (Vorjahr: 1 TEUR). Des Weiteren ist im Finanzergebnis ein Zinsertrag i.H.v. 5 TEUR (Vorjahr: -17 TEUR) enthalten, der sich aus der Aufzinsung verzinslicher Rückstellungen im Personalbereich und Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen ergab. 7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Steuerertrag des Jahres 2023 betrug 541 TEUR (Vorjahr: Aufwand von 5.965 TEUR) und resultiert aus einer Auflösung von Steuerrückstellungen i.H.v. 857 TEUR und aus einbehaltener Quellensteuer auf Lizenzerlöse im Ausland i.H.v. 316 TEUR. D. Sonstiges 1. Kapitalverhältnisse Das voll eingezahlte eingelegte Kapital beträgt EUR 25.000. Die Geschäftsanteile wurden im Jahr 2023 ausschließlich von der DyStar Global Holdings (Singapore) Pte. Ltd., Singapur, gehalten. 2. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. 3. Mutterunternehmen Der Jahresabschluss wird in den IFRS-Konzernabschluss der DyStar Global Holdings einbezogen (kleinster Kreis von Unternehmen). Die DyStar Global Holdings befindet sich zu 62,43% im Besitz der Senda International Capital Limited, Hong Kong/Volksrepublik China, einer Tochter der Zhejiang Longsheng Group Co. Ltd., Daoxu, Shangyu/Volksrepublik China ("Longsheng"), und zu 37,57% im Besitz der Kiri Industries Ltd., Ahmedabad/Indien. Der Konzernabschluss ist unter folgender Adresse erhältlich: DyStar Global Holdings (Singapore) Pte. Ltd. 80 Robinson Road 02-00 Singapore 068898 Die DyStar Global Holdings wird in den Konzernabschluss der Zhejiang Longsheng Group Co. Ltd. (größter Kreis von Unternehmen) einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft in Daoxu, Shangyu/Volksrepublik China, erhältlich. 4. Geschäftsführung Der Geschäftsführung der Gesellschaft gehörten im Geschäftsjahr 2023 an: Yalin Xu, wohnhaft in Singapur (Board Director, DyStar Global Holdings sowie Vice President, Longsheng) Yu Ling, wohnhaft in Shanghai / VR China (Senior Manager Group Accounting; Longsheng) Yao Jianfang, wohnhaft in Shaoxing / VR China (Board Secretary, Longsheng) Sureshkumar Savajibhai Gondalia, wohnhaft in Ahmedabad / Indien (Company Secretary, Kiri Industries Ltd.) Eric Hopmann, wohnhaft in Kronberg / Deutschland (General Manager / Group Chief Commercial Officer, DyStar Colours Distribution GmbH) Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans im Jahr 2023 wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur ein Geschäftsführer Bezüge durch die Gesellschaft bezieht. Die Pensionsansprüche der ehemaligen Mitglieder der Geschäftsführung betragen 7 TEUR (Vorjahr: 7 TEUR). 5. Arbeitnehmer Im Jahr 2023 beschäftigte die Gesellschaft im Durchschnitt 197 (Vorjahr: 226) Arbeitnehmer. Darunter befanden sich 48 gewerbliche Mitarbeiter und 149 Angestellte (Vorjahr: 71 gewerbliche Mitarbeiter, 155 Angestellte) die sich auf folgende Bereiche aufgeteilt haben:
6. Abschlussprüferhonorar Für das Geschäftsjahr 2023 beträgt das Honorar für die Prüfung des Jahresabschlusses der Gesellschaft 160 TEUR (Vorjahr: 155 TEUR). a) Abschlussprüfungsleistungen i.H.v. 139 TEUR b) Steuerberatungsleistungen i.H.v. 21 TEUR 7. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse. 8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen 5.643 TEUR (Vorjahr: 10.326 TEUR). Die Aufgliederung nach Fristigkeiten ist wie folgt:
9. Devisentermingeschäfte Zum Bilanzstichtag bestanden keine offenen Devisentermingeschäfte.
Frankfurt am Main, den 28. März 2024 DyStar Colours Distribution GmbH Die Geschäftsführung Yalin Xu Yu Ling Yao Jianfang Sureshkumar Savajibhai Gondalia Eric Hopmann Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die DyStar Colours Distribution GmbH, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der DyStar Colours Distribution GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DyStar Colours Distribution GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von demUnternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 28. März 2024 KPMG
AG
Böhm, Wirtschaftsprüferin Göbell, Wirtschaftsprüfer |
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