IMM Photonics GmbH
Selbe AdresseHerstellung von magnetischen und optischen Datenträgern
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Milan Cisar seit 4.8.2025 | Geschäftsführer |
Hiroaki Kiba seit 13.5.2025 | Geschäftsführer |
Sascha Kunzmann seit 27.9.2022 | Geschäftsführer |
Miriam Hudson seit 27.9.2022 | Prokura |
Wilfried Baumann seit 1.4.2020 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ALPS ALPINE EUROPE GmbHUnterschleißheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ALPS ALPINE EUROPE GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ALPS ALPINE EUROPE GmbH, Unterschleißheim - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ALPS ALPINE EUROPE GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 19. Februar 2025 EY
GmbH & Co. KG
Stummer-Jovanovic, Wirtschaftsprüfer Köberle, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. März 2024Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023/2024
Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024I. Angewandte Aufstellungsgrundsätze Der Jahresabschluss zum 31.03.2024 wird gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Zur Erhöhung der Klarheit der Darstellung werden die nach den gesetzlichen Vorschriften zu Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke, teilweise im Anhang aufgeführt. Im Nachgang zu Umwandlungsvorgängen in Vorjahren wurden im Geschäftsjahr Anpassungen hinsichtlich des Ausweises von einzelnen Positionen im Sachanlagevermögen sowie bei den immateriellen Vermögensgegenständen vorgenommen. Die Vorjahreszahlen wurden in der Bilanz und im Anlagespiegel entsprechend angepasst. II. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB255899 im Handelsregister München eingetragen. III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Aktiva Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wird in Anlehnung an steuerliche Tabellen abgeschrieben. Bei allen beweglichen Anlagegütern wird die Abschreibung pro-rata temporis berechnet. Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 800 werden in voller Höhe im Jahr des Zugangs abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Der niedrigere Wert wird nicht beibehalten, wenn die Gründe für die Wertberichtigung nicht mehr bestehen. Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten (inkl. Anschaffungsnebenkosten) bzw. dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der notwendigen Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen berücksichtigt werden. Waren werden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und / oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Nennwerten. Erkennbaren Einzelrisiken wird durch entsprechende Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Durch das geringe Ausfallrisiko der Automobilhersteller ist eine Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos durch eine Pauschalwertberichtigung nicht erforderlich. Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten bilanziert. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag, die vor dem Bilanzstichtag gezahlt wurden. Passiva Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Eine Pensionsrückstellung wurde für die Mitarbeiter der italienischen Betriebsstätte gebildet. Die Dotierung der Rückstellung basiert auf den zu erwartenden Zahlungen beim Renteneintritt aufgrund des Gehalts und betrieblicher Zugehörigkeit des Mitarbeiters. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verpflichtungen ab und werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum notwendigen Erfüllungsbetrag (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Langfristige Rückstellungen werden entsprechend der Regelungen des § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Für die Ermittlung latenter Steuern, aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge, werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Bestehen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen temporäre Differenzen, werden darauf latente Steuern errechnet. Diese ergeben sich vorrangig aus Wechselkursunterschieden. Darüber hinaus sind auch Verlustvorträge in Höhe der innerhalb der nächsten 5 Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung bei der Berechnung aktiver latenter Steuern zu berücksichtigen. Die sich daraus per Saldo ergebende aktive latente Steuer in Höhe von TEUR 1.360 (Vorjahr: TEUR 1.831) wurde in Ausübung des Wahlrechts nicht angesetzt. Der für die Berechnung verwendete Steuersatz beträgt 30,85 %. Für den Fall eines Aktivüberhangs unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts die Aktivierung latenter Steuern. Während des Geschäftsjahres erfolgt die Fremdwährungsumrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung zum Wechselkurs des jeweiligen Transaktionstages. Zum Bilanzstichtag werden kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährung zum Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags umgerechnet. Die im Anhang angegebenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung umfassen sowohl die realisierten als auch die unrealisierten Währungsdifferenzen. Die Bücher der Betriebsstätten in Milton Keynes und Göteborg werden in britischen Pfund respektive in schwedischen Kronen geführt. Die Bilanzkonten werden zum Stichtagsmittelkurs, die Konten der Gewinn- und Verlustrechnung zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. IV. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 115.031 (Vj. TEUR 101.234) enthalten in Höhe von TEUR 112.988 (Vj. TEUR 88.136) Forderungen aus dem Cash-Pooling sowie weitere Forderungen gegen den Gesellschafter in Höhe von TEUR 1 (Vj. TEUR 8.490). Sämtliche Forderungen haben - wie im Vorjahr - Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 84) sonstige Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Umsatzsteuererstattungsansprüche in Höhe von TEUR 5.790 (Vj. TEUR 7.935). Darüber hinaus sind debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 984 (Vj. TEUR 104) und Erstattungsansprüche gegenüber Dritten in Höhe von TEUR 2.179 (Vj. TEUR 2.873) enthalten. Im Vorjahr waren noch in den sonstigen Vermögensgegenständen Erstattungsansprüche für Gewerbe- und Körperschaftsteuer für die Betriebsstätte in München in Höhe von TEUR 2.012 und in Göteborg in Höhe von TEUR 1.948 enthalten. 3. Eigenkapital Das Eigenkapital hat sich wie folgt entwickelt:
Eine Ausschüttung in Höhe von TEUR 12.449 zur Zahlung im September 2024 wurde am 25. März 2024 beschlossen. 4. Pensionsrückstellungen Die Rückstellung für Pensionen in Höhe von TEUR 347 (Vj. TEUR 333) betrifft ausschließlich die Mitarbeiter der italienischen Betriebsstätte. Die Leistungsverpflichtungen aus Pensionszusagen werden unter Zugrundelegung gesetzlicher Vorschriften in Italien gebildet. Die Anwartschaften hängen von dem Gehalt ab. Zukünftig erwartete Gehaltssteigerungen sowie Inflation werden bei der Ermittlung des Barwerts der erdienten Anwartschaft berücksichtigt. 5. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden insbesondere für Preisreduzierungen mit OEM Kunden in Höhe von TEUR 6.689 (Vj. TEUR 10.154) gebildet. Darüber hinaus wurden Rückstellungen für Garantie- und Kulanzaufwendungen in Höhe von TEUR 28.300 (Vj. TEUR 35.031) gebildet. Die restlichen Rückstellungen betreffen überwiegend personalbedingte Verpflichtungen in Höhe von TEUR 6.422 (Vj. TEUR 7.490) sowie ausstehende Rechnungen. 6. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten bis zu einem Jahr.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf TEUR 261.090 (Vj. TEUR 275.893). Davon entfallen TEUR 253.055 (Vj. TEUR 268.587) auf Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter. Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter setzen sich wie folgt zusammen: In Höhe von TEUR 186.692 (Vj. TEUR 191.811) bestehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 53.914 (Vj. TEUR 64.260) bestehen Verbindlichkeiten aus dem Cashpooling sowie Dividendenverpflichtung in Höhe von TEUR 12.449. Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert. 7. Außerbilanzielle Geschäfte, Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Miet-, Leasing-, Lizenz- und Wartungsverträgen entstehen der Gesellschaft bis längstens 2028 Zahlungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 19.815 (Vj. TEUR 14.223). Davon sind fällig: Innerhalb eines Jahres TEUR 3.478 (Vj. TEUR 4.192), 1-5 Jahre TEUR 9.455 (Vj. TEUR 7.593), >5 Jahre TEUR 6.881 (Vj. TEUR 2.438). Die Mietverpflichtungen betreffen im Wesentlichen angemietete Geschäftsräume, die Leasingverpflichtungen hauptsächlich Kraftfahrzeuge und die Lizenzverpflichtungen im Wesentlichen Vereinbarungen mit der japanischen Muttergesellschaft und einem externen Dienstleister in Zusammenhang mit der Nutzung des SAP ERP-Systems. V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Umsatz nach Tätigkeitsbereich
Geographisch bestimmte Märkte
2. Materialaufwand Der Materialaufwand TEUR 1.045.744 (Vj. TEUR 938.535) besteht im Wesentlichen aus Aufwendungen für bezogene Waren. Sie beliefen sich auf TEUR 1.045.615 (Vj. TEUR 938.250). 3. Personalaufwand Der Personalaufwand beläuft sich auf TEUR 56.075 (Vj. TEUR 54.032) und besteht aus Aufwendungen für Löhne und Gehälter in Höhe von TEUR 46.638 (Vj. TEUR 45.121) und sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützungsleistungen in Höhe von TEUR 9.437 (Vj. TEUR 8.911). 4. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 76.102 (Vj. TEUR 59.856) sowie die Auflösung von Rückstellungen (periodenfremd) in Höhe von TEUR 5.429 (Vj. TEUR 8.081) und Gewinn aus dem Verkauf des Grundstücks und Fabrik in Dortmund in Höhe von TEUR 9.861 (außergewöhnlicher Ertrag). 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 74.539 (Vj. TEUR 64.146). Garantiekosten in Höhe von TEUR 4.229 (Vj. TEUR 8.462), Mietaufwendungen in Höhe von TEUR 12.306 (Vj. TEUR 9.821) sowie Beratungs- und Projektkosten in Höhe von TEUR 8.318 (Vj. TEUR 13.724) sind auch darin enthalten. 6. Zinsen und ähnliche Erträge / Zinsen und ähnlichen Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinserträge aus dem Cash-Pooling / Darlehen in Höhe von TEUR 4.083 (Vj. TEUR 900) sowie aus der Abzinsung der langfristigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 73 (Vj: Aufwand TEUR 29) und aus Umsatzsteuererstattungen in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 303) enthalten. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen für das von der Muttergesellschaft gegebene Darlehen / Pooling in Höhe von TEUR 2.047 (Vj. TEUR 376) enthalten. 7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten Steueraufwendungen aus Körperschafts- und Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 6.001 (Vj. TEUR 1.875). VI. Sonstige Angaben Geschäftsführung Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:
Nur zwei der Geschäftsführer erhielten Bezüge von der Gesellschaft. Bezüglich der Angaben gem. § 285 Nr. 9a HGB wird von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Mitarbeiter Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 614 (Vj. 658). Die Mitarbeitergruppe setzen sich wie folgt zusammen:
Die Mitarbeiteranzahl zum Ende des Geschäftsjahres betrug 571 (Vj. 645).
Haftungsverhältnisse Es bestehen keine Haftungsverhältnisse im Sinne des §251 HGB. Honorar des Abschlussprüfers Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 546. Es setzt sich wie folgt zusammen:
Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. Konzernzugehörigkeit Alleinige Gesellschafterin ist die ALPS ALPINE Co. Ltd., Tokio/Japan. Die Gesellschafterin stellt für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss auf, in den der Jahresabschluss der ALPS ALPINE EUROPE GmbH einbezogen wird. Der Konzernabschluss wird in Japan veröffentlicht und ist beim Local Finance Bureau am Sitz der Gesellschafterin bzw. deren Internetseite (https://www.alpsalpine.com) erhältlich. Nachtragsbericht Es ergaben sich keine wesentlichen Ereignisse nach dem Stichtag.
Unterschleißheim, den 19.02.2025 ALPS ALPINE EUROPE GmbH Wilfried Baumann, Geschäftsführer Yasushi Motokawa, Geschäftsführer Masami Aihara, Geschäftsführer Sascha Kunzmann, Geschäftsführer Anlagenspiegel zum 31. März 2024
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/24A. Grundlagen der Gesellschaft I. Geschäftstätigkeit der ALPS ALPINE EUROPE GmbH Die Geschäftstätigkeit der ALPS ALPINE EUROPE GmbH als Vertriebsgesellschaft ist geprägt durch das OEM (Original Equipment Manufacturer) -Geschäft mit Fahrzeug-, Display-, Lenk- und Bedienungssystemen für PKW. Im Non-Automotive Bereich besteht das Geschäft aus Consumer Modulen und Systemen in den Produktsegmenten Sensorik, Konnektivität, Drucker und Tracking mit OEM und Tier1 Kunden. Es werden Betriebsstätten in Göteborg/Schweden, Milton Keynes/Großbritannien, Paris/Frankreich und Mailand/Italien unterhalten. Die Gesellschaft verfügt außerdem in Deutschland über drei Niederlassungen in München, Düsseldorf und Stuttgart. Per Beschluss der Geschäftsleitung wurde die Produktionsstätte in Dortmund zum Dezember 2023 geschlossen. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 255899 im Handelsregister München eingetragen. II. Forschung und Entwicklung Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden vom Department SBD (Strategic Business Development) und der Abteilung Engineering in Kooperation mit der japanischen Muttergesellschaft bzw. in deren Auftrag wahrgenommen. In der primären Funktion als Vertriebsgesellschaft übernimmt das Unternehmen über das Engineering die Schnittstelle zwischen der Produktentwicklung und den Kundenanforderungen und partizipiert so an der kundengerechten Produktgestaltung. Die Abteilung SBD arbeitet an der Entwicklung eines ausgeglichenen Produkt- bzw. Marktportfolios, um so die Abhängigkeit vom Automotive Markt zu verringern. Der Schwerpunkt dieser Aktivitäten liegt auf der mittel- bis langfristigen Erschließung neuer Geschäftsfelder und Kunden durch lokale Entwicklung neuer Produkte bzw. Technologietransfer in neue Applikationsfelder. In Stuttgart werden ferner Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Auftrag der Konzernmutter durchgeführt und vergütet. III. Steuerungssystem Um strategische Ziele besser setzen und erreichen zu können, verwendet die ALPS ALPINE EUROPE GmbH konkrete Leistungsindikatoren. Zentrale Ziele der betriebs-wirtschaftlichen Steuerung sind ein nachhaltiges Wachstum, Wertsteigerung für die Kapitalgeber, die Sicherung von Arbeitsplätzen sowie die unternehmerische Eigenständigkeit. a) Finanzielle Leistungsindikatoren Basis für die Steuerung der ALPS ALPINE EUROPE GmbH sind die jährliche Budgetplanung und die mittelfristige Drei-Jahres-Planung des Umsatzes. Daran ausgerichtet werden die kurzfristigen operativen Entscheidungen getroffen, sowie die mittel- und langfristigen strategischen Ausrichtungen entschieden. Im Vordergrund stehen Absatzzahlen, Produktprogramme und Auslastungen der Ressourcen. Zusätzlich werden Investitionen in Innovationen sowie deren Umsetzung in Produkte betrachtet. Zielvorgaben mit verbindlichen Zahlen werden vereinbart, bezogen auf Kostenstellen und Produktgruppen, entsprechend den Umsatzerlösen bzw. der Kostenverursachung. Abweichungen zum geplanten Budget werden monatlich im Führungskreis nachgehalten und mit Gegenmaßnahmen belegt. Der bedeutsamste finanzielle Leistungsindikator für die Steuerung der ALPS ALPINE EUROPE GmbH als Vertriebsgesellschaft sind die Umsatzerlöse als Ausdruck des Absatzerfolges. b) Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Für die ALPS ALPINE EUROPE GmbH als Vertriebsorganisation ist Kundenbindung/-zufriedenheit von hoher Bedeutung und die Basis für zukünftige Produkt-Nominierungen der Automobilhersteller. Die Steuerung der Gesellschaft findet jedoch nicht über nichtfinanzielle Leistungsindikatoren statt. Daten zur Kundenzufriedenheit werden nicht erhoben, sondern richten sich nach individuellen Einstufungen in Bewertungsportalen der Kunden. Die zuständigen Verkaufsabteilungen erhalten so Rückmeldungen zu Kriterien wie Liefertreue und Produktqualität. Regelmäßige Verleihung von Produkt- bzw. Innovations-Awards seitens der OEMs stellen wichtige Indikatoren für richtungsweisende Trends dar, aufgrund der Bedeutung von Innovationen für die Produktsegmente in den Bereichen CASE (Connected, Autonomous, Shared & Subscribed, Electrification) und IoT (Internet of Things). B. Wirtschaftsbericht I. Gesamtwirtschaftliche Betrachtung Das Statistische Bundesamt gibt bekannt, dass die Inflationsrate im Jahr 2023 im Durchschnitt um 5,9% gegenüber 2022 gestiegen ist. Obwohl die Inflationsrate im Jahr 2023 unter der historisch rekordverdächtigen Inflationsrate des Jahres 2022 liegt, beeinflusst der Krieg in der Ukraine auch im Jahr 2023 die Preisentwicklung in der Wirtschaft. 1
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https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html
Um die Energieinflation abzumildern, wurden Entlastungsmaßnahmen eingeführt. Maßnahmen wie das Deutschlandticket haben den öffentlichen Nahverkehr attraktiver gemacht. Wie das Bundesministerium für Digitales und Verkehr mitteilt, hat diese Maßnahme dazu geführt, dass die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs im Juni 2023 um 25% höher war als im April 2023, bevor die Entlastungsmaßnahme eingeführt wurde. 2 Trotz der Entlastungsmaßnahmen stiegen die Energiepreise im Jahr 2023 um 5,3%, und die Energiepreise für Haushalte stiegen um 14,0%, darunter Erdgas um 14,7% und Strom um 12,7% mehr als im Jahr zuvor. Die Kaufkraft der Konsumenten wurde auch durch die Verteuerung von Lebensmitteln um 12,4%, von Kraftfahrzeugen um 6,3% beeinflusst. 3
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https://bmdv.bund.de/DE/Themen/Mobilitaet/OEPNV/Deutschlandticket/deutschlandticket.html
3
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html
Das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 lag um 0,3% niedriger als im Jahr 2022. Die Bruttowertschöpfung wächst in der Automobilindustrie und im Dienstleistungssektor, wobei der Informations- und Kommunikationssektor das höchste preisbereinigte Wachstum von 2,6% verzeichnet. Die Bruttowertschöpfung im produzierenden Sektor ist rückläufig, die meisten Dienstleistungsbereiche stützen die Wirtschaft. 4
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https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html
Im Jahr 2023 steigt die öffentliche Verschuldung Deutschlands im Vergleich zu 2022 um 62 Milliarden Euro und beträgt damit 2.620 Milliarden Euro. 5 Nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes schließen die Staatshaushalte im Jahr 2023 mit einem Finanzierungsdefizit von 82,7 Milliarden Euro ab, das sind rund 14 Milliarden Euro weniger als im Jahr 2022 (96,9 Milliarden Euro). Die größte Veränderung ist in der Verringerung des Finanzierungsdefizits des Bundes zu sehen. So leistete der Bund im Jahr 2023 umfangreiche Zahlungen für die Gas- und Strompreisobergrenze. Auf der anderen Seite wurden die meisten Ausgaben für die Bekämpfung der Corona-Pandemie sowie die Transfers des Bundes an die Länder und Sozialversicherungen reduziert. Die anhaltende finanzielle Belastung durch die große Zahl von Geflüchteten führte zu erhöhten Ausgaben der Gemeinden, die ebenso wie der Bund und die Länder das Jahr 2023 mit einem Defizit abschlossen. 6
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https://www.bundesbank.de/de/presse/pressenotizen/deutsche-staatsschulden-928466
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https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html
II. Entwicklung der Automobilindustrie Obwohl die Folgen des Krieges in der Ukraine noch immer spürbar sind, ist Deutschland um seine globale Führungsrolle im Bereich der Produkt- und Prozessinnovation bestrebt. Die deutsche Automobilindustrie ist mit einem Umsatz von 564 Milliarden Euro und 780.000 Beschäftigten der größte Produktionssektor in Deutschland. Im Jahr 2023 werden 4,1 Millionen neue Pkw in Deutschland produziert, während im Ausland rund 10 Millionen Pkw deutscher Konzernmarken hergestellt werden. Vom Gesamtumsatz der Automobilindustrie entfallen auf die Fahrzeug- und Motorenhersteller mehr als drei Viertel (458 Mrd. Euro) des Gesamtumsatzes der Automobilbranche. 7 In den vergangenen Jahren war der Markt mit der Corona-Pandemie, dem Krieg in der Ukraine und der damit verbundenen Unterbrechung der Lieferketten sowie mit den Kräften des Marktes und der Globalisierung konfrontiert, weshalb die deutsche Automobilindustrie versucht, sich vor den damit verbundenen Risiken zu schützen, indem sie in Bereiche wie die Produktion von Batteriezellen einsteigt. Um die Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, zielt die Elektrifizierung darauf ab, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern und Emissionen zu reduzieren, die das Klima und die Gesundheit beeinträchtigen. So steht sie im Einklang mit den Klimaschutzzielen, bis 2030 15 Millionen vollelektrische Autos in Deutschland zu erreichen. 8 Die verbesserte Versorgungslage der Automobilindustrie führt zu einer höheren Verfügbarkeit von Fahrzeugen. So wurden im ersten Halbjahr 2023 6,6 Millionen Fahrzeuge auf dem europäischen Markt neu zugelassen. 9 Das Statistische Bundesamt hat berichtet, dass der Export von Elektroautos wächst, d.h. im Jahr 2023 wurden etwa 786.000 Autos exportiert, (im Wert von 36,0 Milliarden Euro) was einem Anteil von 58% mehr als im Vorjahr entspricht. Die Niederlande (15,6%), das Vereinigte Königreich (13,4%) und Belgien (12,4%) haben den größten Anteil am Kauf von Elektroautos. Auf der anderen Seite sind die Vereinigten Staaten von Amerika (13,4%), das Vereinigte Königreich (11,2%) und China (9,9%) die größten Abnehmerländer von Verbrennungsmotoren, die es Deutschland ermöglichen, im Jahr 2023 insgesamt 1,7 Millionen Autos im Gesamtwert von 65,3 Milliarden Euro zu exportieren. 10
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https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/05/PD24_N020_46_51.html
Bezogen auf die gesamte Autoproduktion produziert die deutsche Automobilindustrie im Jahr 2023 973.000 Elektroautos und 2,4 Millionen Verbrennungsmotoren, das sind 59,9% mehr produzierte Elektroautos bzw. 7,9% Verbrennungsmotoren. 11 Nach China, den USA, Japan und Indien ist Deutschland die fünftgrößte Automobilproduktionsnation. Zu der hohen Exportquote kommen noch Handelsbarrieren, an denen das Bundeswirtschaftsministerium mit dem Ziel der globalen Marktöffnung und des fairen Marktzugangs arbeitet. Zur Widerstandsfähigkeit der deutschen Wirtschaft trägt auch die Diversifizierung von Lieferketten und Rohstoffen bei, bei der die Bundesregierung die Unternehmen ebenfalls unterstützt. 12
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https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/05/PD24_N020_46_51.html
"Die Bundesregierung vertritt die Interessen des Wirtschaftsstandorts Deutschland in den Verhandlungen von multilateralen, plurilateralen, regionalen und bilateralen Freihandelsinitiativen der EU, zum Beispiel mit Japan, den Mercosur-Staaten oder Mexiko. Neben der Weiterentwicklung offener Märkte ist es wichtig, wettbewerbsverzerrende Handels- und Subventionspraktiken des Auslands abzuwehren und die handelspolitischen Schutzinstrumente der Welthandelsorganisation und der EU regelmäßig zu modernisieren. Durch Anti-Dumping-Maßnahmen und gemeinsame europäische Regeln für staatlich gelenkte Direktinvestitionen sollen europäische Unternehmen und Industriestandorte wirksamer gegen unfaire Wettbewerbssituationen geschützt werden." 13 Geplant ist, zwischen 2024 und 2028 mehr als 280 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung (F&E) zu investieren, zum Beispiel in die Optimierung der entstehenden Wertschöpfungskette, in die Weiterentwicklung neuer Antriebstechnologien für die Elektromobilität und in das breite Thema Batterieforschung, das nicht nur die Automobilindustrie antreibt und neue Arbeitsplätze ermöglicht. 14 III. Entwicklung im Non-Automotive Bereich (Home & Mobile Market und der Logistikbranche) Laut einer Prognose des Digitalverbands Bitkom vom September 2023 wird der Umsatz mit Apps für Smartphones und Tablets rund 2,20 Milliarden Euro betragen, ein Rückgang von 20% im Vergleich zum Jahr 2022. Hinzu kommt, dass verglichen mit der Zeit vor Corona 37% mehr Umsatz erwirtschaftet wird. Im Vor-Corona-Zeitraum 2021 wird ein Rekordumsatz von 3,06 Milliarden Euro mit dem Download und Verkauf von Apps auf dem deutschen Markt erzielt. Der größte Teil des Umsatzes (72 %) wird mit Zusatzinhalten oder Inhalten erzielt, die von vielen Apps kostenpflichtig zur Verfügung gestellt werden, 23% des Gesamtumsatzes werden mit Werbung innerhalb von Apps erzielt, während Apps, die vollständig kostenpflichtig sind, nur 5% des Gesamtumsatzes mit Apps ausmachen. 15 "Die Anzahl der Mobilfunkanschlüsse in Deutschland wächst weiter und beläuft sich am Ende des Jahres 2023 auf rund 185 Millionen, das sind rund 16 Millionen mehr als im Vorjahr. Die Zahlen beziehen sich auf Sim-Karten und Beinhalten sowohl Mobilfunkverträge als auch Prepaid-Anschlüsse und SIM-Karten, die für die automatische Kommunikation zwischen Maschinen (M2M) genutzt werden." 16 Mehr als 3 Millionen Arbeitskräfte sind in der Logistik beschäftigt und nach der Automobilindustrie und dem Handel ist die Logistik der drittstärkste Wirtschaftsbereich in Deutschland. 17 Der größte Teil des Logistikmarktes in Deutschland wird durch Transportdienstleistungen abgedeckt, wobei die Logistikunternehmen neben dem Transport auch in den Bereichen Spedition, Lagerei, Umschlag und Verpackung tätig sind. 18 Im Bereich Logistik werden im Jahr 2023 rund 327 Milliarden Euro erwirtschaftet, was einem Wachstum von 2,5% gegenüber 2022 entspricht. Die gute geografische Lage in Europa, die gute Infrastruktur und die Logistiktechnologie sichern Deutschland eine internationale Wettbewerbsfähigkeit in Industrie und Außenhandel, die es Unternehmen nach wie vor ermöglicht, in Deutschland zu produzieren und Waren in die ganze Welt zu exportieren. 19
17
https://www.bvl.de/service/zahlen-daten-fakten/umsatz-und-beschaeftigung
19
https://www.bvl.de/service/zahlen-daten-fakten/umsatz-und-beschaeftigung
Ein neuer Megatrend für 2023 ist künstliche Intelligenz wie ChatGPT, LLama-2 oder Google Bard. Diese KI-getriebe Systeme sollen in der Lage sein die Kundenanfragen in Echtzeit zu beantworten, Transportprobleme frühzeitig zu identifizieren und große Mengen an Transportdaten zu analysieren, um die besten Transportrouten zu finden. Diese Sprachmodelle haben ein großes Potenzial die Transportlogistik effizienter zu gestalten. 20. Die Logistik entwickelt sich von Jahr zu Jahr weiter, und laut der Verkehrsprognose des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) wird erwartet, dass der Straßengüterverkehr bis 2051 um 54% und der Schienenverkehr um 33% gegenüber 2019 zunehmen wird. 21
21
https://bmdv.bund.de/SharedDocs/DE/Artikel/DG/logistik-innovationen-mpact.html
Eine solche Entwicklung erfordert auch Investitionen in die Infrastruktur und Unterstützung der Politik. So will das BMDV mit seinem Innovationsprogramm Logistik 2030 die Infrastruktur intelligenter, effizienter und sicherer machen. "Im Sinne einer "Digitale Supply Chain" sollen Datenschnittstellen entstehen, über die sich Behörden und Unternehmen datenschutzkonform austauschen können. Die Automatisierung der Logistik - nicht zuletzt auf Basis Künstlicher Intelligenz (KI) - soll die Effizienz von Planungs-, Prognose- und Managementprozessen verbessern." 22
22
https://bmdv.bund.de/SharedDocs/DE/Artikel/DG/logistik-innovationen-mpact.html
IV. Geschäftsverlauf Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/2024 erzielte die ALPS ALPINE EUROPE GmbH einen Umsatz von EUR 1.146,5 Mio. und lag damit um 9,1% über dem Vorjahresumsatz von EUR 1.050,9 Mio. Durch die zuvor hierfür eingeführten Maßnahmen und die partielle Erholung auf dem Halbleitermarkt konnte die Liefertreue und der Service gegenüber den Kunden erfolgreich erhalten werden. Aus dem Tätigkeitsbereich stellt sich der Umsatz wie folgt dar:
Den größten Einfluss auf den Umsatzanstieg hatte der Bereich Display, der um EUR 105 Mio. bzw. 38,3% höher als im Vorjahr lag. Während zugleich der Bereich elektronischer Systemlösungen für Automobilanwendungen um 20,8% auf EUR 408 Mio. anstieg, musste das Infotainment einen Rückgang von 28,6% oder EUR 73 Mio. und der Bereich sonstiger Umsätze Einbußen von EUR 3,7 Mio. auf EUR 0,6 Mio. vorweisen. Trotz insgesamt gestiegenen Umsatzes wurde der budgetierte Betrag von EUR 1.197 Mio. knapp verfehlt. Als Hauptursachen für die Umsatzerhöhung sind, neben der Erholung nach der Halbleiterkrise, die angestiegenen Produktionskapazitäten des Automobilsektors aufgrund der gestiegenen Mobilitätsnachfrage nach den Spätfolgen der COVID-19-Pandemie zu nennen. Das Andauern des Ukraine-Konfliktes und die Folgen verhängter Sanktionen gegen Russland behindern eine weitere wirtschaftliche Erholung durch Blockaden wichtiger Absatz- und Beschaffungsmärkte, jedoch konnte die Gesellschaft mit großen Anstrengungen im Auftragsabschluss und der Akquise sowie der Fokussierung auf neue Technologien richtungsweisende Geschäftsbeziehungen mit Umsatzpotenzial aufbauen. V. Ertragslage im Geschäftsjahr 2023/2024 Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um EUR 95,6 Mio. gestiegen (+9,1%). Die Zunahme resultiert im Wesentlichen aus dem Nachfrageanstieg von OEM-Kunden aufgrund anwachsender Fahrzeugproduktionen der europäischen Automobilhersteller nach Abklingen der Spätfolgen der Corona-Pandemie und einer teilweisen Erholung von Material- und Logistikengpässen durch die voranschreitende Behebung des Halbleitermangels und den Kapazitätsaufbau der weltweiten Chipproduktion. Durch den Umsatzanstieg aus dem besseren Produktmix und das positive Ergebnis aus Währungsdifferenzen in Höhe von EUR 1,6 Mio. (im Vorjahr: EUR -4,3 Mio.) konnte die Gesellschaft geschäftsbedingt gestiegene Fixkosten gegenüber dem Vorjahr (sonstige betriebliche Aufwendungen EUR +4 Mio. und Personalkosten EUR +2 Mio.) kompensieren und einen Jahresüberschuss von EUR 13,2 Mio. erwirtschaften. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen um 31,2% von EUR 73,7 Mio. auf EUR 96,7 Mio. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 3,3% auf EUR 123 Mio. verminderte allerdings den positiven Effekt auf das sonstige betriebliche Ergebnis. Die Betriebsergebnisrendite (Betriebsergebnis vom Umsatzerlös, wobei sich das Betriebsergebnis aus dem Jahresüberschuss abzüglich Währungsdifferenzen zusammensetzt) beträgt 1,01%. Dies entspricht einer minimalen Verschlechterung von 0,08 %-Punkten im Vergleich zur positiven Vorjahresrendite. Die wesentlichen Einflüsse bei den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen ergaben sich im Währungsbereich. In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von EUR 96,7 Mio. (Vorjahr: EUR 73,7 Mio.) ist ein Währungsgewinn von EUR 76,1 Mio. (Vorjahr: EUR 59,9 Mio.) enthalten. Auf der Aufwandsseite sind dies EUR 74,5 Mio. (Vorjahr: EUR 64,1 Mio.) als Teil sonstiger betrieblicher Aufwendungen von EUR 123,1 Mio. (Vorjahr: EUR 119,1 Mio.). Per Saldo ergab sich ein Ertragsüberhang aus Währungskursveränderungen von EUR 1,6 Mio. (Vorjahr: Aufwandsüberhang von EUR -4,3 Mio.). Die Entwicklung der Fremdwährungserträge und -aufwendungen ist im Wesentlichen auf die Abschwächung des Euro gegenüber dem US Dollar sowie eine Stagnation des japanischen Yen im Geschäftsjahr 2023/2024 zurückzuführen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern beläuft sich auf EUR 17,2 Mio. und liegt damit EUR 8,9 Mio. über dem Wert des Vorjahres. Aufgrund des somit erzielten Ergebnisses ist der Steueraufwand auf EUR 6 Mio. gestiegen. Die Lage auf dem Halbleitermarkt hat sich entspannt, sodass die Produktionskapazitäten ausgeschöpft werden konnten, auch wenn gestiegene sonstige Aufwendungen die operative Ergebniserwartung trübten. Die Automobilbranche war bestrebt die Produktionsmenge auf Vorkrisenniveau zu erreichen. Damit einhergehend ergab sich eine erhöhte Nachfrage bei deren Zulieferern. Nicht zuletzt aufgrund der Kosteneinsparungsmaßnahmen, konnte ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen von EUR 17,2 Mio. erreicht werden. Das budgetierte Ergebnis vor Zinsen und Steuern von EUR 37,5 Mio. wurde, hauptsächlich bedingt durch das Nichterfüllung des Umsatzzieles in Zusammenhang mit erhöhten Materialkosten um EUR 20,3 Mio. nicht erreicht. Die Gesellschaft schließt das Geschäftsjahr 2023/2024 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 13,2 Mio. ab. VI. Vermögens- und Finanzlage, Investitionen Die Bilanzsumme der Gesellschaft ist im Geschäftsjahr um 0,5% kaum gesunken. Das Vermögen ist, wie bei einer Vertriebsgesellschaft üblich, im Wesentlichen kurzfristig gebunden, es besteht nämlich zu 99,1% insbesondere aus Vorräten, Forderungen und liquiden Mitteln. Langfristig gebunden zu 0,9% ist nur das Anlagevermögen, welches hauptsächlich wegen der Schließung und anschließendem Verkauf des Standorts Dortmund zurückgegangen ist. Das Umlaufvermögen ist im Vergleich zum Vorjahr von EUR 496,8 Mio. auf EUR 495,7 Mio. gesunken. Die Kundenforderungen sind um insgesamt EUR 25,7 Mio. angestiegen, gleichzeitig erhöhten sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um EUR 13,8 Mio. vor allem im Bereich Cash Pooling. Ferner sind die sonstigen Vermögensgegenstände um EUR 7,3 Mio. gesunken, aufgrund der Reduzierung von Forderungen aus Körperschafts-, Gewerbe- und Umsatzsteuern. Die flüssigen Mittel sanken um EUR 72,2 Mio. hauptsächlich aufgrund von gestiegenen Vorratsbeständen und Forderungen, u.a. aufgrund ausgereichter Finanzierungen an verbundene Produktionsgesellschaften sowie Rückzahlung von einem Darlehen an die Muttergesellschaft. Die Verbindlichkeiten im Verbundbereich sanken um 5,4% von EUR 275,9 Mio. auf EUR 261,1 Mio. Davon bestehen EUR 253,1 Mio. aus Ansprüchen der Konzernmutter, welche der Hauptlieferant der Gesellschaft ist. Die Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 18,3 Mio. von EUR 69,1 Mio. auf EUR 50,8 Mio. gesunken. Hier sind Rückstellungen gegen OEM-Kunden, insbesondere für Preisverhandlungen um EUR 3,5 Mio. von EUR 10,2 Mio. auf EUR 6,7 Mio. zurückgegangen. Garantie- und Kulanzrückstellungen verringerten sich von EUR 35,0 Mio. auf EUR 28,3 Mio. Zudem sind die Rückstellungen aus Personal- und sonstige Verpflichtungen um EUR 1,1 Mio. von EUR 7,5 Mio. auf EUR 6,4 Mio. zurückgegangen. Dagegen wirkte die ergebnisbedingte Erhöhung der Steuerrückstellungen um EUR 1,8 Mio. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft hat sich von 28,0% auf 28,3% geringfügig erhöht. Der Nettocashflow aus der operativen Tätigkeit beträgt EUR -37,3 Mio. Das erzielte Ergebnis von EUR 13,2 Mio. konnte die Zunahme im Bereich Forderungen (EUR 32,3 Mio.) und Vorräte (EUR 10,8 Mio.) nicht kompensieren. Die Zahlungsströme aus den Cash-Pool-Forderungen und -verbindlichkeiten werden dem Cash flow aus der operativen Tätigkeit zugeordnet. DRS 21 findet diesbezüglich keine Anwendung. Der Nettocashflow aus Investitionstätigkeit (EUR -0,7 Mio.) beinhaltet u.a. Investitionen in Höhe von EUR 2,0 Mio., hauptsächlich im Bereich Betriebs- und Geschäftsausstattung, sowie Abgänge in Höhe von EUR 1,3 Mio. Die Abgänge betrafen im Wesentlichen die Schließung der Produktion in Dortmund, woraus ein Gewinn von EUR 9,9 Mio. erzielt wurde. Es wurde beschlossen eine Dividende für das Geschäftsjahr in Höhe von EUR 12,4 Mio. auszuzahlen. Dieser Betrag ist schon in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten. So ergab sich insgesamt eine Verminderung des Finanzmittelfonds (Posten "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten" abzüglich Posten "Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten") um EUR 72,2 Mio. von EUR 72,8 Mio. auf EUR 0,6 Mio. Ferner ist die Gesellschaft in das konzernweite Cash-Pooling eingebunden, um allfällige Liquiditätsbedarfe zu sichern. VII. GesamtaussageHinsichtlich der derzeitigen, signifikanten Veränderungen in der Automobilindustrie, im Zuge des Technologiewandels hin zu CASE (Connectivity, Autonomous, Sharing/ Subscription & Electrification), als auch angesichts des Einsetzens der sogenannten 4. Industriellen Revolution, sieht das Wirtschaftsumfeld einer turbulenten Zeit des Wandels entgegen. Obwohl die Marktsituation, die in den letzten Jahren durch die Materialknappheit geprägt wurde, erste Anzeichen der Erholung aufweist, erlebt das Wirtschaftsumfeld eine unsichere Zeit. Der Ukraine Krieg, der bereits seit fast drei Jahren andauert, führt weiterhin zu erhöhten Rohstoff- und Energiepreisen sowie drohenden Lieferengpässen. 23 Als Ergebnis, werden die Produktionsmengen der Kunden immer wieder kurzfristig reduziert und angepasst. Auch globale Phänomene wie steigende Inflationsraten und Energiekosten dürften sich in Zukunft sicher weiter negativ auf Verkaufszahlen im Automobilsektor und das Verbrauchervertrauen auswirken. Unter diesen Umständen für die europäische und globale Wirtschaft, werden die Umsatzziele der folgenden Jahre voraussichtlich ebenfalls angepasst werden müssen. Daher ist die Geschäftsentwicklung im Bereich Automotive insgesamt als ungünstig zu bewerten. Positiv anzumerken sind vielversprechende Projekte mit verschieden internationalen Logistik Anbietern für IoT-basierte Asset Tracking Anwendungen, welche ein signifikantes Wachstum in diesem neuen Geschäftsfeld erwarten lassen. Die Zusammenarbeit mit dem neuen globalen Distributions-Partner TTI lässt eine Erholung der Umsätze des Distributionssektors wahrscheinlich erscheinen und trägt somit zur weiteren Steigerung des Non-Automotive Geschäfts bei. Die Verschmelzung mit den ALPINE-Gesellschaften in den Vorjahren seit 2020, ermöglicht darüber hinaus eine produktseitige Diversifizierung in beide Richtungen, die die Abhängigkeit von einzelnen Produktsegmenten verringert und im Rahmen der Integration deutliche Kosteneinsparungspotenziale birgt. Dies reduziert die Abhängigkeit der ALPS ALPINE EUROPE GmbH vom bisherigen hauptsächlich komponentenbasierten Automotive Geschäft und ist als günstig einzuschätzen. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht I. Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2024/2025 als auch für zukünftige Geschäftsjahre erwarten wir, dass der im Geschäftsjahr 2020/2021 abgeschlossene Merger Synergie-Effekte erzeugen wird, die der Maximierung unserer Geschäftschancen dienen werden. Die ALPS ALPINE EUROPE GmbH wird in Zukunft die Geschäftsbeziehungen zu ausgewählten OEM und Tier1 Kunden aufrechterhalten und das Kundenspektrum durch Produktentwicklungen in neuen Technologie- und Marktsegmenten erweitern. Bei Auftragsverhandlungen bestehen Angebotsmöglichkeiten integrierter Produktlösungen und aus dem um die Bereiche Audio-, Navigations-, Entertainment- und Ladesysteme vergrößertem Produktportfolio und der Überschneidungen im Kundenportfolio ergeben sich Vorteile durch mögliche Quersubventionierungen. Dies alles wird die Position der Gesellschaft stärken. Für das Geschäftsjahr bis März 2025 wird ein Umsatz von EUR 1,0 Mrd. und aufgrund von Transferpreisvereinbarungen mit der Muttergesellschaft das operative Ergebnis (EBIT vor Währungsdifferenzen und Sondereffekte (z.B. Restrukturierungskosten) im Bereich bis zu EUR 34,9 Mio. als Ziel angestrebt. Für das Geschäftsjahr 2025/2026 wird ein Rückgang der Umsatzerlöse und ein analoger Rückgang des operativen Ergebnisses im hohen einstelligen Prozentbereich erwartet. Das vorgesehene Budgetziel ist erheblich abhängig davon, wie schnell die Wirtschaft und Kundennachfrage sich erholen Als Schwerpunkt wird weiterhin auf die Identifizierung von Synergie-Effekten aus der Verschmelzung und die Realisierung durch System- und Prozessintegration gesetzt, die im Jahr 2023 stattfand. II. Erläuterungen zu den Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Chancen- und Risikomanagement bei ALPS ALPINE EUROPE GmbH Die ALPS ALPINE EUROPE GmbH sieht sich mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert, die sowohl aus globalen Marktveränderungen als auch aus branchenspezifischen Entwicklungen resultieren. Ein zentrales Element zur Bewältigung dieser Risiken ist das etablierte Planungs-, Berichts- und Controllingsystem, das Abweichungen frühzeitig erkennt und notwendige Korrekturmaßnahmen einleitet. Eine kontinuierliche Überprüfung der Risikolandschaft, unterstützt durch interne Revision und Compliance-Maßnahmen, bildet die Grundlage für eine nachhaltige Steuerung. Aktuelle Risiken und Herausforderungen Der seit dem Auslaufen der staatlichen Förderungen nach 2022 anhaltend schwache Markt für Elektrofahrzeuge stellt das Hauptrisiko bzgl. einer konsistenten Geschäftsplanung dar. Die milliardenschweren Investitionen, verbunden mit stagnierenden Absätzen, veranlassen den europäischen Automobilmarkt zur Korrektur der Absatzprognosen. Aktuell sehen wir für die kurzfristige weitere Geschäftsentwicklung eine Reduzierung der Kundenstückzahlen im Bereich von 5-7%. Die post-Covid-Jahre, geprägt von Bauteilmangel vor allem im Halbleiter-Segment, einer allgemeine Hochpreisphase, auch in der internationalen Materialbeschaffung aus den Lieferketten, scheint vorüber zu sein. In dieser Phase konnten die Automobilhersteller aufgrund ihrer starken Marktposition besonders hohe Umsatzrenditen erzielen, basierend auf stark erhöhten Verkaufspreisen bei gleichzeitig nicht in vollem Maß übernommenen gestiegenen Beschaffungskosten. Durchschnittlich wurden nur rund 70% der tatsächlich erhöhten Materialkosten an die Zulieferindustrie entschädigt. Diese Phase neigte sich im Jahr 2023 zu Ende und unsere internationalen Automobilkunden treffen kurzfristige Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung, Einstellung von Baureihen, Verzögerung von Neuvergaben, Übertragung von Projektkosten und -personal an die Zulieferindustrie, Schließung von Produktionsstätten zur Reduzierung der Überkapazitäten. Es ist zu erwarten, dass neben diesen hausgemachten Risiken mittel- bis langfristig zwei weitere Themenkomplexe auf die europäischen Kunden zukommen werden. Zunächst lässt sich erkennen, dass der chinesische Markt, für die meisten europäischen Premium-Hersteller der jeweils größte Absatzmarkt, sich für ihren und unseren Erfolg, stark abkühlen wird. Der herrschende Preiskampf, das Überangebot an (neuen) Herstellern am Markt, sowie der aufkommende Stolz der chinesischen Käufer auf ihre eigenen Marken und Hersteller im Land (New Chinese Premium) lassen eine mittel- bis langfristig um bis zu 25% reduzierte Absatzmenge bei den europäischen Automobilherstellern erwarten. Damit einher gehen kurzfristige Änderungen in der Produktplanung, übereilte Produktanpassungen, um den Kundengeschmack vermeintlich besser zu treffen, sowie schnellere Wechsel von Baureihen mit damit einhergehenden kürzeren Abschreibungsfristen. Dies berücksichtigt noch keinen potenziell aggressiveren Vertrieb jener neuen chinesischen Marken auf dem europäischen Kontinent hier vor-Ort, sowie ggf. Verwerfungen im Nachgang zu potenziellen Schutzzöllen, europäische Produktionsstätten von chinesischen Anbietern, etc. Die kurzfristigen Gegenmaßnahmen für ALPS ALPINE EUROPE GmbH sind unter anderem korrigierte Verkaufspreise zur Kompensation reduzierter Abnahmemengen sowie strikte Kostenkontrolle. Mittelfristig bleibt jedoch die Reduzierung der Abhängigkeit des europäischen Geschäfts von den Erfolgen der Automobilindustrie erste strategische Priorität. Der eingeschlagene Weg, auf Basis der Kernkompetenzen im Entwicklungsbereich, insbesondere Sensorik und Kommunikation, neue Geschäftsfelder im industriellen, Logistik- sowie Micromobility-Bereich zu erschließen, wird unvermindert fortgeführt. Neue Geschäftsmodelle eröffnen Chancen zu Subskription-basierten, wiederkehrendem Geschäft. Bereits heute ist eine von vier verkauften Asset-Trackinglösungen an einen mehrjährigen Servicevertrag gekoppelt. Insgesamt sind die größten Risiken für die Geschäftsentwicklung nach wie vor die hohe Abhängigkeit von wenigen Großabnehmern im Premium-Automobilbereich sowie die anhaltenden Unsicherheiten durch wirtschaftliche und geopolitische Ereignisse und steigende Energiekosten. Technologische Entwicklungen, wie der Wandel von mechanischen Schaltern hin zu Sensoriklösungen, stellen zusätzliche Herausforderungen dar, die als Chance ausgebaut werden müssen. Die globale Marktvolatilität, insbesondere im Hinblick auf Währungsrelationen und Lieferkettenengpässe, bleibt ein zentraler Faktor. Die Materialversorgung sowie steigende Inflation und Energiekosten erhöhen die Komplexität weiter. Der zunehmende Wettbewerb im Automobilsektor, gepaart mit Cyberbedrohungen und potenziellen Betriebsunterbrechungen, erfordert von der ALPS ALPINE EUROPE GmbH ein hohes Maß an Flexibilität und Reaktionsfähigkeit. Chancen und strategische Ausrichtung Trotz dieser Herausforderungen sieht die ALPS ALPINE EUROPE GmbH zahlreiche Chancen. Die Synergien aus der Verschmelzung der früheren ALPS und ALPINE Tochtergesellschaften fördern eine stärkere Integration und Effizienz, insbesondere in den Bereichen Produktentwicklung und Vertrieb. Bereits realisierte Kosteneinsparungen und die verbesserte Zusammenarbeit zwischen den Entwicklungsabteilungen schaffen eine stabile Grundlage für weiteres Wachstum. Neue Geschäftsmodelle erlauben neue Kalkulationsschemata und Vertriebserfolge. Strategisch bleibt die Reduzierung der Abhängigkeit vom Automobilsektor oberstes Ziel. Die Erschließung neuer Geschäftsfelder, etwa in der Logistik und Micromobility wie E-Bike, wird konsequent vorangetrieben. Innovative Geschäftsmodelle, wie abonnementbasierte Services, stärken die Marktposition. Finanzielle Stabilität und Zukunftsaussichten Die Sicherstellung der finanziellen Stabilität bleibt ein zentraler Fokus. Die Gesellschaft überwacht ihre Liquidität kontinuierlich und setzt auf ein strenges Forderungsmanagement. Die ALPS ALPINE EUROPE GmbH ist entschlossen, aus den aktuellen Krisen zu lernen und sich durch eine Kombination aus Effizienz, Innovation und Diversifikation für die Zukunft zu wappnen. Mit einer strategischen Balance zwischen Risiken und Chancen sieht sich das Unternehmen gut positioniert, um den Anforderungen eines sich wandelnden Marktes erfolgreich zu begegnen.
Unterschleißheim, den 19.02.2025 ALPS ALPINE EUROPE GmbH Wilfried Baumann, Geschäftsführer Yasushi Motokawa, Geschäftsführer Masami Aihara, Geschäftsführer Sascha Kunzmann, Geschäftsführer |
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