Celanese Services Germany GmbH
Am Unisyspark 1, 65843 Sulzbach (Taunus), DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nicole Könecke seit 28.8.2025 | Prokura |
Torsten Kliehm seit 16.4.2019 | Prokura |
Nicole Frenzl seit 19.7.2017 | Prokura |
Stephanie Müller-Broich seit 12.9.2016 | Prokura |
Boris Wentzell seit 12.9.2016 | Prokura |
Michael Oliver Dr. Willms seit 10.9.2015 | Geschäftsführer |
Jens Kurth seit 10.9.2015 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Celanese Worldwide Holdings 3 Corporation | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Celanese Services Germany GmbHKelsterbachJahresabschluss und Lagebericht zum 31. Dezember 2023Celanese Services Germany GmbH, KelsterbachJahresabschluss und Lagebericht zum 31. Dezember 2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung Für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023Celanese Services Germany GmbH, Kelsterbach
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Celanese Services Germany GmbH, KelsterbachAllgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke teilweise im Anhang gemacht. Registerinformation Die Gesellschaft ist unter dem Namen Celanese Services Germany GmbH mit Sitz in Kelsterbach im Handelsregister des Amtsgerichts Darmstadt unter der Nummer HRB 83534 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie abnutzbar sind, entsprechend ihrer Nutzungsdauer, die bis zu 5 Jahren beträgt, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Das Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird nicht in Anspruch genommen. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die Nutzungsdauern der wesentlichen Gruppen sind:
Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Die liquiden Mittel werden mit ihrem Nominalwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der so genannten Projected-Unit-Credit-Methode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,82% (Vj. 1,78%), gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009, verwendet. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 2,20% (Vj. 2,20%), der Gehaltstrend mit 3,00% (Vj. 3,00%) und eine Dynamik der gesetzlichen Rentenversicherung mit 3,00% (Vj. 2,70%) berücksichtigt. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbar langfristig fälligen Verpflichtungen dienen (Deckungsvermögen), werden mit diesen Schulden verrechnet; mit den zugehörigen Zinsaufwendungen und Zinserträgen wird entsprechend verfahren. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, werden im Sinne des § 253 Abs. 2 HGB mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge, werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden auf Ebene der ertragsteuerlichen Organträgerin Celanese Deutschland Holding GmbH verrechnet und entsprechend berücksichtigt. Ein Ansatz auf Ebene der Organgesellschaft erfolgt nicht. Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Die Berichtswährung der Celanese Services Germany GmbH ist der Euro. Die Celanese Services Germany GmbH hat Forderungen und Verbindlichkeiten in anderen Währungen. Diese sind insbesondere der U.S.-Dollar, britischem Pfund und Schweizer Franken, woraus sich Wechselkursrisiken ergeben können. Das Risiko auf gebuchte Positionen ist durch Sicherungsgeschäfte abgedeckt. Die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt imparitätisch, das heißt, negative Marktwerte werden passiviert, positive Marktwerte werden nicht angesetzt. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Finanzanlagen Zum 31. Dezember 2023 bilanziert die Gesellschaft Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen in den Finanzanlagen, sowie ein neues Darlehen an verbundene Unternehmen mit Celanese (Malta) 2 Partnership in Höhe von EUR 272.942.350,06 (Vorjahr: EUR 0,00). Angaben zum Anteilsbesitz
Unmittelbare und mittelbare Anteile der Celanese Services Germany GmbH bei entsprechender Berücksichtigung von § 16 Abs. 2 und 4 AktG; Anteile, die nicht von der Celanese Services Germany GmbH, sondern von einem abhängigen Unternehmen im Sinne des § 16 Abs. 4 AktG gehalten werden, gehen stets in Höhe der vom abhängigen Unternehmen direkt gehaltenen Anteile in die Berechnung ein. Die Angaben sind aus den nach United States Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) erstellten Jahresabschlüssen zum 31. Dezember 2023 entnommen worden. *** Die Angaben sind aus dem nach HGB erstellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 entnommen worden. **** Die Angaben sind aus dem nach HGB (vorläufig) erstellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 entnommen worden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Gewinnabführung für das Geschäftsjahr 2023 gegen die Celanese Sales Germany GmbH, Frankfurt am Main, in Höhe von TEUR 130.639 (Vj. TEUR 108.834). Forderungen gegen die Gesellschafterin Celanese Beteiligungs GmbH bestehen, wie im Vorjahr nicht. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten auch Forderungen aus der Cash-Pool-Vereinbarung mit dem Cash-Pool-Führer Celanese Europe B.V. in Höhe von TEUR 271.423 (Vorjahr: TEUR 137.122). Die verbleibenden Forderungen resultieren im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Steuerforderungen aus Umsatzsteuer sowie Ertragssteuer in Höhe von TEUR 9.092 (Vj. TEUR 18.384). Die Gesellschaft ist Organträgerin für die umsatzsteuerliche Organschaft. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 5.964 (Vj. TEUR 5.964). Die Kapitalrücklagen und anderen Gewinnrücklagen TEUR 976.201 (Vj. TEUR 976.201) bzw. TEUR 92.885 (Vj. TEUR 94.379). Die Kapitalrücklage ist in Höhe von TEUR 40.065 (Vj. TEUR 40.502) für die Ausschüttung gesperrt. Die Ausschüttungssperre setzt sich wie folgt zusammen:
Im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde eine Teilauflösung in Höhe von TEUR 1.494 (Vj. TEUR 1.494) aus anderen Gewinnrücklagen gem. § 272 Abs. 3 Satz 2 HGB beschlossen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden für Anwartschaften und laufende Leistungen aus Altersversorgungszusagen gebildet. Die Rückstellungen für Pensionen sind seit Juni 2004 über den Celanese Pension Trust e. V. teilweise abgesichert. Nach der Verrechnung des Zeitwerts des Deckungsvermögens in Höhe von TEUR 72.126 (Vj. TEUR 64.059) mit den Pensionsverpflichtungen von TEUR 184.216 (Vj. TEUR 177.822) betragen die Pensionsverpflichtungen nun TEUR 112.090 (Vj. TEUR 113.763). Die korrespondierenden Zinserträge betragen für die Pensionsverpflichtung insgesamt TEUR 6.410 (Vj. Zinsaufwand in Höhe von TEUR 15.507). Die aus dem Deckungsvermögen resultierenden Zinserträge in Höhe von TEUR 8.237 wurden mit dem Zinserträge aus der Pensionsverpflichtung verrechnet. Im Vorjahr resultierte ein Zinsaufwand aus dem Deckungsvermögen in Höhe von EUR 9.947 welcher ebenfalls mit dem Zinsaufwand aus Pensionsverpflichtung saldiert wurde. Der Unterschied zwischen dem Zeitwert des Deckungsvermögens und dessen Anschaffungskosten (TEUR 34.638) in Höhe von TEUR 37.488 (Vj. TEUR 29.396) unterliegt nach § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit dem 10-jährigen Durchschnittszins abgezinst. Der durchschnittliche Zinssatz für den Zehnjahreszeitraum wird durch die Deutsche Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 2.577 (Vj. TEUR 11.107) und unterliegt in Übereinstimmung mit dem BMF-Schreiben vom 23. Dezember 2016 im Zusammenhang mit dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag mit der Celanese Deutschland Holding GmbH nicht der Abführungssperre, jedoch der Ausschüttungssperre. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 48.606 (Vj. TEUR 47.395). Infolge der bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft mit der Celanese Deutschland Holding GmbH werden nur Anpassungen von Steuerrückstellungen der Vorperioden durchgeführt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, Umweltverpflichtungen, Zeitrente, sowie Rückstellungen für Mitarbeiterboni. Verbindlichkeiten Aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages mit der Celanese Deutschland Holding GmbH weist die Gesellschaft im Geschäftsjahr gegenüber verbundenen Unternehmen eine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 245.975 (Vj. TEUR 114.987) aus. Darüber hinaus weist die Gesellschaft unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Finanzschulden in Höhe von TEUR 1.331.843 (Vj. TEUR 1.123.188) aus. Diese haben in Höhe von TEUR 287.799 eine Restlaufzeit von einem bis fünf Jahren (Vj. TEUR 700.571), sowie in Höhe von TEUR 1.044.044 (Vj. TEUR 422.617) von über fünf Jahren. Soweit nicht anders angegeben, haben sämtliche Verbindlichkeiten wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Gesellschaft erzielt ausschließlich Umsätze in Deutschland aus konzerninternen Dienstleistungen in Höhe von TEUR 77.358 (Vj. TEUR 80.027). Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus Erträgen aus der Währungsumrechnung TEUR 46.633 (Vj. TEUR 14.294) und aus Veräußerungsgewinnen von Beteiligungen TEUR 121.108. Im Geschäftsjahr 2023 sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen keine wesentlichen periodenfremden Erträge, Erträge außergewöhnlicher Größenordnung und von außergewöhnlicher Bedeutung enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen im Wesentlichen aus Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnung in Höhe von TEUR 47.332 (Vj. TEUR 29.681). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine wesentlichen periodenfremden Aufwendungen, Aufwendungen außergewöhnlicher Größenordnung und von außergewöhnlicher Bedeutung enthalten. Haftungsverhältnisse Im Zuge der Abspaltung hatte die Hoechst GmbH ihre potenziellen Haftungen für Altlasten auf die Celanese GmbH, Kronberg im Taunus (eine Vorgängergesellschaft der Celanese Services Germany GmbH), übertragen. Im Innenverhältnis zur Celanese GmbH hat sich die Hoechst GmbH verpflichtet, für zwei Drittel der entstehenden Aufwendungen aufzukommen, soweit keine durchsetzbaren Freistellungs- oder Ausgleichsansprüche gegen Dritte bestehen. Bei den Freistellungsansprüchen gegen Dritte, die einen Ausgleichsanspruch der Celanese GmbH gegen die Hoechst GmbH in Höhe von zwei Dritteln der Belastung ausschließen, kann es sich auch um Ansprüche gegen zum Celanese-Konzern gehörende Gesellschaften handeln. Soweit solche Ansprüche gegen Tochtergesellschaften der Celanese GmbH bestehen, verbleibt die Belastung im Celanese-Konzern. Im Rahmen des Ausgliederungs- und Übernahmevertrags vom 29. August 2011 wurden die Teile des Vermögens und der Schulden, die im Zusammenhang mit der privat- und öffentlich-rechtlichen Haftung der Celanese GmbH stehen, auf die CCC Environmental Management and Solutions GmbH & Co. KG, Sulzbach (Taunus), übertragen. Entsprechend dem Umwandlungsgesetz haftet die Celanese GmbH für weitere fünf Jahre ab Eintragung der Ausgliederung für fällige Ansprüche Dritter. Am 18. November 2016 hatte die Celanese Services Germany GmbH als Rechtsnachfolger der Celanese GmbH die mit einer Drittpartei bestehende Vereinbarung bzgl. der Nachhaftung bis zum 30. November 2017 verlängert. Im Mai und September 2017 führte eine neue Schätzung bei der Celanese Services GmbH zur Bildung einer Rückstellung in Höhe von TEUR 12.000. Im Geschäftsjahr 2020 wurden den Rückstellungen weitere TEUR 4.010 zugeführt. Im Jahr 2021 hat die Celanese Services Germany GmbH beschlossen, das Kapital der CCC Environmental Management and Solutions GmbH & Co. KG zu erhöhen und den Rückstellungen TEUR 2.000 zu zuführen. Die gebildete Abgrenzung für die Verbindlichkeiten zugunsten der CCC Environmental Management and Solutions GmbH & Co. KG wurde mit der durchgeführten Kapitalerhöhung verrechnet. Die Gesellschaft geht davon aus, dass für die verbleibenden Haftungsrisiken bei der CCC Environmental Management and Solutions GmbH & Co. KG, Sulzbach (Taunus) und der Celanese Services GmbH, Kelsterbach ausreichend Rückstellungen gebildet worden sind. Die Gesellschaft schätzt das Risiko einer darüber hinausgehenden Inanspruchnahme der Celanese GmbH als gering ein. Die Celanese Services Germany GmbH, als Rechtsnachfolger der Celanese GmbH hält ferner Kommanditanteile an verschiedenen InfraServ-Gesellschaften. Für die Kommanditisten bestehen Nachschussverpflichtungen für Altlasten, die aus der Zeit vor der Gründung der InfraServ-Gesellschaften stammen und nicht dem Verursacher zugeordnet werden können. Die zukünftigen Kosten für Umweltschutz und die Beseitigung von Umweltschäden sind insbesondere durch Unsicherheiten hinsichtlich der Gesetzeslage, Verordnungen und Informationen bezüglich einzelner Standorte, schwer abzuschätzen. Aufgrund der bereits bei den InfraServ-Gesellschaften getroffenen bilanziellen Vorsorge sowie deren Kapitalausstattung schätzt die Gesellschaft das Risiko einer Inanspruchnahme als gering ein. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus bereits abgeschlossenen Leasing, Miet- und Pachtverträgen sowie anderen Vertragsverpflichtungen resultieren finanzielle Verpflichtungen von insgesamt TEUR 6.067 (Vj. TEUR 6.070). Derivative Finanzinstrumente Die Gesellschaft ist auf Grund ihrer Tätigkeit mit ausländischen Gesellschaften verschiedenen finanzwirtschaftlichen Risiken in Form von Währungsrisiken ausgesetzt. Diese Risiken werden durch derivative Finanzgeschäfte in Form von Devisentermingeschäften abgesichert, die ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt werden. Zum 31. Dezember 2023 sind Devisentermingeschäfte im Nominalwert von TEUR 85.897 (Vj. TEUR 63.489) offen. Sie dienen der Absicherung von konzerninternen Krediten und Anlagen. Devisentermingeschäfte mit negativen Marktwerten von TEUR 592 (Vj. TEUR 192) sind in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen berücksichtigt. Devisentermingeschäfte mit positiven Marktwerten sind bilanziell nicht abgebildet. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zu Sicherungszwecken verwendet. Zur Sicherung von Währungspositionen aus dem operativen Geschäft dienen hauptsächlich Devisentermingeschäfte. Die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente erfolgte aufgrund von allgemein anerkannten finanzmathematischen Bewertungsmethoden (mark-to-market). Sonstige Angaben Geschäftsführung Dr. Michael Willms, Senior Counsel, Frankfurt am Main Jens Kurth, Director, EU Public Affairs and Advocacy, Wiesbaden Rita Bürger, Dipl. Kauffrau, Frankfurt am Main Gesamtbezüge der Geschäftsführung Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wurde unter der Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Gesamtbezüge der früheren Mitglieder der Geschäftsführung und ihrer Hinterbliebenen Im Geschäftsjahr 2023 betrugen die Gesamtaufwendungen für die früheren Geschäftsführer TEUR 2.072, wovon TEUR 1.339 als Personalaufwand und TEUR 733 als Aufzinsungsaufwand erfasst wurden. Die zum 31. Dezember 2023, für die früheren Mitglieder der Geschäftsführung bestehende Pensionsrückstellungsverpflichtung, beträgt ohne die Verrechnung mit dem Deckungsvermögen TEUR 41.876 (Vj. TEUR 42.599). Mitarbeiter Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl während des Geschäftsjahres beträgt 399 (Vj. 402). Die Mitarbeiterstruktur stellt sich wie folgt dar:
Konzernverhältnisse
Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Prüfungs- und Beratungsgebühren Das berechnete Honorar des Abschlussprüfers betrug für das Geschäftsjahr 2023 TEUR 76 (Vj. TEUR 65) und entfiel ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.
Kelsterbach, den 5. August 2024 Dr. Michael Willms Jens Kurth Rita Bürger Entwicklung des Anlagevermögens für den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023Celanese Services Germany GmbH, Kelsterbach
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Celanese Services Germany GmbH, KelsterbachDie Celanese Services Germany GmbH ist eine Gesellschaft des Celanese-Konzerns mit Sitz in Dallas, Texas, USA. Sie übernimmt innerhalb der Celanese Gruppe Deutschland eine Holdingfunktion, u.a. die Leitung einer Gruppe von Unternehmen, die insbesondere auf den Arbeitsgebieten Chemikalien und Kunststoffe tätig sind. Die Celanese Gruppe hat in der Vergangenheit eine Reorganisation der rechtlichen Gruppenstruktur im Rahmen eines europäischen Business Alignment Projekts durchgeführt und abgeschlossen. Das primäre Ziel dieses Projekts war es, das Geschäft der Celanese Gruppe in einer zentralisierteren und fokussierten Art und Weise zu betreiben ("One Celanese"), die weniger an rechtlichen Einheiten orientiert ist. Die von der Umstrukturierung betroffenen Gesellschaften an verschiedenen europäischen Standorten (inklusive Deutschland) werden zentralisierter und standardisierter geführt, wovon sich die Gruppe eine Rationalisierung der betrieblichen Prozesse und eine Steigerung der Produktivität der einzelnen Geschäftsfelder verspricht. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Der Geschäftsverlauf und auch die Lage der Gesellschaft sind vor allem durch die Umsatzerlöse, die im Wesentlichen aus konzerninternen Dienstleistungen erzielt werden und die Entwicklung der Ergebnisse der Tochtergesellschaften geprägt. Die Celanese Sales Germany GmbH ist die wesentliche Tochtergesellschaft der Celanese Services Germany GmbH. Zwischen den beiden Gesellschaften wurde im Geschäftsjahr 2015 ein Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Die Ergebnisabführung der Celanese Sales Germany GmbH betrug im Geschäftsjahr EUR 76 Mio (Vorjahr: EUR 52 Mio.). Maßgebliche Steuerungsgröße sind die Umsatzerlöse aus konzerninternen Dienstleistungen, die seit den konzerninternen Umstrukturierungen vollständig bei der Gesellschaft gebündelt sind. Vermögenslage Zum 31. Dezember 2023 stellen die Finanzanlagen in Höhe von EUR 2.296,0 Mio. (Vj. EUR 2.186,5 Mio.) sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen von EUR 529,9 Mio. (Vj. EUR 339,3 Mio.) die wesentlichen Vermögensgegenstände der Gesellschaft dar. Ursächlich für den Anstieg der Finanzanlagen um insgesamt EUR 110 Mio. im Vergleich zum Vorjahr ist das neue Darlehen in Höhe von EUR 279,9 Mio. bei Celanese (Malta) 2 Partnership und der gegenläufige Effekt von dem Verkauf der Anteile an dem verbundenen Unternehmen NewCo GmbH an New LP 3 in Höhe von EUR 153,9 Mio. Darüber hinaus weist die Gesellschaft unter den Finanzanlagen Beteiligungen in Höhe von EUR 153,9 Mio. aus. (Vorjahr: EUR 163,4 Mio.). Im Geschäftsjahr wurde auf die Beteiligung an der Korea Engineering Plastics Co. Ltd eine Wertberichtigung in Höhe von EUR 9,5 Mio vorgenommen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 529,9 Mio. (Vorjahr: EUR 339,3 Mio.) beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegen die Celanese Sales Germany GmbH in Höhe von EUR 130,6 Mio. (Vorjahr: EUR 108,8 Mio.) sowie Forderungen resultiert aus der mit dem Cash-Pool-Führer Celanese Europe B.V. abgeschlossenen Cash-Pool-Vereinbarung in Höhe von EUR 271,4 Mio. (Vorjahr: EUR 137,1 Mio. Verbindlichkeit). Die Rückstellungen für Pensionen sanken im Geschäftsjahr auf EUR 112,1 Mio. (Vj. EUR 113,8 Mio.). Die Steuerrückstellungen im Geschäftsjahr betragen EUR 48,6 Mio. (Vj. EUR 47,4 Mio.) und betreffen steuerliche Altrisiken der untergegangenen BCP Holdings GmbH, die die Gesellschaft bedingt durch die Verschmelzung in 2016 übernommen hat. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus Finanzschulden in Höhe von EUR 1.331,8 Mio. (Vj. EUR 1.153,9 Mio.), sowie aus der Gewinnabführung an die Konzerngesellschaft Celanese Deutschland Holding GmbH in Höhe von EUR 246,0 Mio. (Vj. EUR 115,0 Mio.). Ertragslage Die Gesellschaft erzielt im Wesentlichen Umsatzerlöse aus konzerninternen Dienstleistungen (77,4 Mio. Euro, Vorjahr: 80,0 Mio. Euro). Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen EUR 167,7 Mio. (Vj. EUR 67,7 Mio.). Sie resultieren überwiegend aus Gewinn aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 46,6 Mio. (Vj. EUR 14,3 Mio.) und aus dem Verkauf der Anteile an dem verbundenen Unternehmen NewCo Gmbh in Höhe von EUR 121,1 Mio. Der Materialaufwand umfasst insbesondere den Bezug von konzerninternen Dienstleistungen (3,1 Mio. Euro, Vorjahr: 4,4 Mio. Euro) Der Personalaufwand beträgt EUR 61,9 Mio. (Vj. EUR 74,3 Mio.). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus den Aufwendungen für Altersversorgung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich zum Stichtag auf EUR 69,5 Mio. (Vj. EUR 47,1 Mio.) und betreffen insbesondere Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (EUR 47,3 Mio.), Mietaufwendungen (EUR 5,1 Mio.), Aufwendungen für Restrukturierungen (EUR 3,2 Mio.), Aufwendungen für externe Dienstleistungen (EUR 3,3 Mio.) sowie Aufwendungen für Umweltverpflichtungen (EUR 1,0 Mio.). Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens beliefen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 491 (Vj: EUR 0) und resultierten aus der Verzinsung von Ausleihungen des Finanzanlagevermögens. Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen betragen EUR 76,6 Mio. (Vj. EUR 51,6 Mio.). Dies beruht auf dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Celanese Sales Germany GmbH. Die Erträge aus Beteiligungen der Gesellschaft belaufen sich im Geschäftsjahr auf EUR 40,0 Mio. (Vj. EUR 45,3 Mio.) und betreffen Dividendenausschüttungen durch die Beteiligungen an den InfraServ-Gesellschaften sowie an der Korea Engineering Plastics Co. Ltd., Seoul, Südkorea. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen im Geschäftsjahr auf EUR 2,6 Mio., (Vj. EUR 3,6 Mio.). Die Steueraufwendungen resultieren aus ausländischer Quellensteuer, sowie aus weiteren Anpassungen für eine steuerliche Außenprüfung. Das Jahresergebnis beläuft sich auf einen Gewinn von EUR 171,3 Mio. (Vj. Gewinn von EUR 68,2 Mio.). Zusammen mit dem Betrag aus der Teilauflösung aus anderen Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 1.494. (Vj. TEUR 1.494) beträgt der gemäß dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag vollständig an die Celanese Deutschland Holding GmbH abzuführende Gewinn 172,8 Mio. Euro. Finanzlage Das gezeichnete Kapital beträgt gegenüber dem Vorjahr unverändert EUR 6,0 Mio. Nach Übertragung der Anteile an der Nutrinova Netherlands B.V. von der Celanese Beteiligungs GmbH auf die Celanese Service Germany GmbH betragen die Kapitalrücklagen und anderen Gewinnrücklagen TEUR 976.201 (Vorjahr: TEUR 976.201). Aufgrund der Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen ist die Gewinnrücklage um EUR 1,5 Mio. (Vj. EUR 1,5 Mio.) zurückgegangen und beträgt EUR 92,9 Mio. (Vj. EUR 94,4 Mio.). Damit beläuft sich das Eigenkapital zum Ende des Geschäftsjahres auf EUR 1.075,0 Mio. (Vj. EUR 1.076,5 Mio.). Die Eigenkapitalquote liegt bei 37,64% (Vj. 41,89%). Das Unternehmen wurde in das Cash-Management-System der Celanese Europe B.V. integriert. Die Verzinsung von Cash-Pooling-Forderungen und -Verbindlichkeiten erfolgt zu währungsabhängige Zinssätze mit einem Aufschlag von 0,1 % für Forderungen und zuzüglich eines Aufschlags von 0,5 % für Verbindlichkeiten. Zinsen auf Cash-Pool-Guthaben:
Alle Bankkonten des Cash-Poolings werden täglich abgerechnet Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist aufgrund der Einbindung in das Cash-Pooling der Celanese Gruppe ausreichend gesichert. Zum Bilanzstichtag bestehen außerbilanzielle Verpflichtungen in Höhe von EUR 6,1 Mio. aus bereits abgeschlossenen Leasing-, Miet- und Pachtverträgen sowie anderen Vertragsverpflichtungen. Diese sind gegenüber dem Vorjahr konstant geblieben. Gesamtaussage Unter Berücksichtigung der vorgenannten Effekte, wird die Entwicklung der Gesellschaft als positiv betrachtet. Personal Zum 31. Dezember 2023 waren bei der Celanese Services Germany GmbH 399 Mitarbeiter beschäftigt (31 Dezember 2022: 402 Mitarbeiter). Forschung und Entwicklung Der Bereich Forschung und Entwicklung beschäftigt sich konzernweit vor allem mit der Produktneuentwicklung sowie Verbesserung des bestehenden Produktportfolios. Dies ist aufgrund der sich ständig ändernden Anforderungen der Absatzmärkte ein wichtiges Kriterium für den Erfolg der Celanese Gruppe. Risikomanagementsystem Im Zuge der Zentralisierung bestimmter Funktionen und der weiteren Eingliederung der Gesellschaft in die Organisationsstruktur des Mutterunternehmens wurden weite Bereiche des bestehenden Risikomanagementsystems auf die Celanese Corporation übertragen. Unter Beachtung der Erfüllung der Anforderungen nach KonTraG als auch derer für Sarbanes-Oxley bzw. des Enterprise Risk Management nach COSO (Committee of the Sponsoring Organization of the Treadway Commission) wird das Risikomanagementsystem durch Celanese Global Audit aus Dallas überwacht. Die Berichtslinien für das Risikomanagement wurden dabei der neuen Organisationsstruktur angepasst. Die Geschäftsführung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung hat analog § 91 Abs. 2 AktG geeignete Maßnahmen zu treffen, insbesondere ein Überwachungssystem einzurichten, um den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Diese Pflicht wurde von der Gesellschaft durch den Einsatz geeigneter Instrumente sowie durch entsprechende organisatorische Vorkehrungen erfüllt. Damit wird die Geschäftsführung in die Lage versetzt, mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die implementierten Überwachungs-, Steuerungs- und Kontrollinstrumente sowie die dazugehörenden organisatorischen Regelungen der Gesellschaft stellen die Einbindung der Konzerngesellschaften und wesentlicher Beteiligungen in das Risikomanagementsystem der Gesellschaft sicher. Dies erfolgt vor allem durch die einzelnen Risikobeauftragten der Geschäftsbereiche und Corporate-Funktionen. Darüber hinaus wird das in den Konzerngesellschaften und wesentlichen Beteiligungen erforderliche Risikomanagement durch Vorgaben der Celanese Corporation und mit Hilfe von speziellen Leitlinien für die Risikofrüherkennung im Konzern geregelt. Regulatorische, rechtliche, ökologische und steuerliche Risiken Die Nichteinhaltung geltender Gesetze oder Vorschriften und/oder Änderungen geltender Gesetze oder Vorschriften können sich nachteilig auf unser Geschäft und unsere Finanzergebnisse insgesamt auswirken. Wir unterliegen umfangreichen internationalen, nationalen und anderen Gesetzen und Vorschriften. Die Nichteinhaltung dieser Gesetze, einschließlich Kartell-, Antikorruptions- und Sanktionsgesetzen, Regeln, Vorschriften oder Gerichtsentscheidungen, könnte uns Geldbußen, Strafen und anderen Kosten aussetzen. So gab der Celanese-Konzern im Dezember 2019 die Bildung einer Rückstellung im Zusammenhang mit einer wettbewerbsrechtlichen Untersuchung der Europäischen Kommission bekannt, die sich auf bestimmte Ethylenkäufe in der Vergangenheit durch bestimmte Tochtergesellschaften des Unternehmens stützte; anschließend erzielte der Konzern einen endgültigen Vergleich in Bezug auf diese Untersuchung und zahlte diesen Vergleich vollständig. Obwohl wir Richtlinien, Verfahren und Mitarbeiterschulungen eingeführt haben, die die Einhaltung dieser Gesetze, Regeln, Vorschriften und Gerichtsentscheidungen gewährleisten sollen, kann nicht garantiert werden, dass unsere Mitarbeiter, Geschäftspartner und andere Dritte, die in unserem Namen handeln, diese Gesetze, Regeln, Vorschriften und Gerichtsentscheidungen einhalten, was zu Bußgeldern sowie Schadenersatz führen könnte. Das Risiko wird als mittel eingeschätzt. Cybersecurity-Risiken Cybersecurity-Risiken könnten unsere Wettbewerbsposition beeinträchtigen, Betriebsunterbrechungen verursachen, den Wert unserer Investitionen in die Forschung und Entwicklung neuer Produkte und anderer strategischer Initiativen mindern oder sich anderweitig nachteilig auf unser Geschäft oder unsere Betriebsergebnisse auswirken. In dem Maße, in dem sich eine Sicherheitsverletzung auf den Betrieb unserer Produktionsstätten auswirkt, kann es zu Unterbrechungen der Produktion oder des Versands kommen. In dem Maße, in dem eine Sicherheitsverletzung zu einer unangemessenen Offenlegung vertraulicher oder personenbezogener Daten unserer Mitarbeiter, Kunden oder Lieferanten führt, können wir haftbar gemacht werden oder auf dem Markt einen Imageschaden erleiden. Der Celanese-Konzern verfügt über eine Cyber-/Informationssicherheitsversicherung, aber etwaige Verluste können über die Grenzen oder außerhalb der Deckung unserer Police liegen. Obwohl wir versuchen, diese Risiken zu mindern, bleiben wir potenziell anfällig für immer ausgefeiltere Bedrohungen, die erhebliche Auswirkungen auf unser Geschäft haben können. Das Risiko wird als mittel eingeschätzt. Fremdwährungs- und Zinsrisiko / Cash-Pool Die Berichtswährung für die Celanese Services Germany GmbH ist der Euro. Celanese hat Forderungen und Verbindlichkeiten in anderen Währungen als den jeweiligen Berichtswährungen der verschiedenen Tochtergesellschaften, woraus sich Wechselkursrisiken ergeben. Um das mit Devisenkursschwankungen verbundene Risiko zu minimieren, schließt die Celanese Corporation als oberste Konzerngesellschaft aufgrund ihrer zentralisierten Kurssicherungsstrategie Devisentermingeschäfte für alle Gesellschaften im Celanese-Konzern ab. Die Devisentermingeschäfte sind zur Sicherung gebuchter Forderungen und Verbindlichkeiten bestimmt. Die Laufzeit dieser Devisentermingeschäfte beträgt im Allgemeinen weniger als ein Jahr. Durch die globale Kurssicherungsstrategie ist sichergestellt, dass sämtliche Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten abgesichert werden. Das Risiko für die Gesellschaft wird daher als gering eingeschätzt. Ein eigenes Zinsrisikomanagement erfolgt auf Ebene der Celanese Services Germany GmbH nicht, da die Darlehen ausschließlich innerhalb des Celanese-Konzerns aufgenommen und die Zinsen im Rahmen der Konzernfinanzierung festgelegt werden.Das Risiko wird daher als gering eingestuft. Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist aufgrund der Einbindung in das Cash-Pooling der Celanese Europe B.V. ausreichend gesichert. Die Geschäftstätigkeit von Celanese unterliegt allgemeinen wirtschaftlichen und politischen Risiken in den Ländern und Regionen, in denen die Tochtergesellschaften geschäftlich tätig sind. Die Celanese Services Germany GmbH hängt als Holdinggesellschaft insbesondere von der Ertragsentwicklung ihrer wesentlichen Tochtergesellschaften ab. Die Celanese Sales Germany GmbH hat aufgrund ihrer Distributionstätigkeit für die Celanese Europe B.V. eine garantierte Gewinnmarge. Daher wird mit einem Gewinn aus Ergebnisabführung an die Celanese Services Germany GmbH gerechnet. Die Gewinnabführung der Celanese Sales Germany GmbH würde auch den Gewinn der Celanese Production Germany GmbH & Co. KG beinhalten, soweit Gewinne erzielt und Ausschüttungen beschlossen werden. Die Celanese Production Germany GmbH & Co. KG hat gleichfalls eine garantierte Marge in Bezug auf die Produktionskosten nach US GAAP. Celanese plant die Umstrukturierung des Geschäftsmodells im Geschäftsjahr 2025. In diesem Fall würde die Celanese Sales Germany GmbH zu einem Verkaufsdienstleister für die Celanese Performance Solutions Switzerland Sarl werden. Als Dienstleister ist das Unternehmen nicht den potenziellen Mengen- und Preisänderungen des Umsatzes ausgesetzt, da die Produkte von der Schweizer Niederlassung verkauft werden. Als Dienstleister erhält das Unternehmen eine festgelegte Marge auf die anfallenden Kosten. Chancen entstehen bei einer Geschäftsausweitung, die zusätzliche Dienstleistungen erfordert. Die Celanese Production Germany GmbH & Co. KG würde zu einem Lohnhersteller für die Celanese Performance Solutions Switzerland Sarl werden. Als Lohnhersteller ist das Unternehmen nicht den potenziellen Preisänderungen der Rohstoffe ausgesetzt, da diese von der Schweizer Niederlassung gekauft werden. Die Produktionsmengen werden weiterhin von den Verkäufen anderer Celanese-Unternehmen abhängen, die Gewinnmargen werden ebenfalls festgelegt sein, weshalb das oben genannte Risiko weiterhin als gering einzuschätzen ist. Die Umstrukturierung ("Principal Operating Company") hat Chancen und Risiken der Gesellschaft verändert. Zwar haben die betroffenen Vertriebsgesellschaften aufgrund ihrer Distributionstätigkeit für die Celanese Europe BV eine garantierte Gewinnmarge. Im Gegenzug sind jedoch auch die Chancen auf höhere Gewinne im Rahmen der Vereinbarung mit der Celanese Europe B.V begrenzt. Das Risiko wird als gering eingeschätzt Der sichere Betrieb der Anlagen der Celanese-Gruppe unterliegt Risiken im Zusammenhang mit der Herstellung von Chemikalien einschließlich der Lagerung und des Transports von Rohstoffen, Produkten und Abfallstoffen sowie Umweltrisiken. Die Celanese-Gruppe unterhält ausreichenden Versicherungsschutz in Form von branchenüblichen Sach-, Betriebsunterbrechungs- und Haftpflichtversicherungen. Die für das Celanese-Geschäft zutreffenden Umweltschutz-, Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften unterliegen einem ständigen gesetzlichen Wandel, was zu strikteren Vorschriften und damit Kostensteigerungen für Celanese führen könnte. Grundsätzlich sind die zukünftigen Kosten für den Umweltschutz und die Beseitigung von Umweltschäden insbesondere durch Unsicherheiten hinsichtlich der Gesetzeslage, Verordnungen, Vollzugsschärfe und Informationen langfristig schwer abzuschätzen. Das finanzielle Risiko wird als mittel eingeschätzt. Im Zuge der Abspaltung der vormaligen Celanese GmbH von Hoechst wurden bestimmte Umweltschutzverpflichtungen - einschließlich solcher aus früheren Geschäftsaktivitäten des Hoechst-Konzerns an verschiedenen Standorten - ungeachtet der Verantwortung für die Ursachen dieser Umweltschutzverpflichtungen - zwischen der Celanese-Gruppe und der Hoechst AG aufgeteilt. In einigen Fällen könnte dies für die Celanese-Gruppe bedeuten, dass an Drittparteien Entschädigungen und an die Hoechst GmbH (vormals: Hoechst AG) Freistellungszahlungen zu leisten sind, deren Höhe derzeit nicht ermittelt werden kann. Die damalige Celanese GmbH (als Rechtsnachfolger die heutige Celanese Services Germany GmbH) hatte bis zum Geschäftsjahr 2011 hierfür bereits die notwendigen Rückstellungen gebildet. Als übertragender Rechtsträger nach Maßgabe des Ausgliederungs- und Übernahmevertrags vom 29. August 2011 sowie der Zustimmungsbeschlüsse der beteiligten Rechtsträger vom selben Tag hat die Celanese GmbH einen Teil ihres Vermögens als Gesamtheit im Wege der Umwandlung durch Ausgliederung auf die CCC Environmental Management and Solutions GmbH & Co KG (CCC) mit Sitz in Sulzbach (Taunus) übertragen, deren alleiniger Gesellschafter die Celanese Services Germany GmbH ist. Die ausgegliederten Schulden bestehen aus der privat- und öffentlich-rechtlichen Haftung der Celanese Services Germany GmbH (als Rechtsnachfolgerin der Celanese GmbH) für bestimmte Umweltschäden. Diese bestehen aus Freistellungspflichten der Celanese GmbH gegenüber der Hoechst GmbH aus dem Spaltungsvertrag der damaligen Hoechst AG und der Celanese GmbH aus dem Jahr 1999, aus Verpflichtungen der Celanese GmbH, die sich aus der Haftung für Umweltschäden aus bestimmten Verträgen ergeben, die die Celanese GmbH nach 1999 selbst abgeschlossen hat, und aus jeglicher weiteren Umwelthaftung der Celanese GmbH (mit Ausnahme der Umwelthaftung für Altlasten aus Geschäftsbereichen, die Hoechst im Jahr 1996 mit Einbringungsvertrag auf die vormalige Celanese GmbH übertragen hatte, für die aber in bestimmten Fällen Rückfreistellungsansprüche gegen spätere Erwerber von Teilen dieser (von Celanese weiter veräußerten) Geschäftsbereiche bestehen). Die Verpflichtungen wurden in voller Höhe der gebildeten Rückstellungen auf die CCC übertragen. Zugleich übertrug die Celanese GmbH der CCC etwaige Ausgleichsansprüche der Celanese GmbH gegen Dritte sowie die damalige Hoechst AG, nach denen die Hoechst AG verpflichtet ist, die sich aus diesen Verpflichtungen ergebenden Belastungen jeweils zu zwei Dritteln zu tragen, soweit keine durchsetzbaren Freistellungs- oder Ausgleichsansprüche gegenüber Dritten bestehen. Gemäß § 133 des Umwandlungsgesetzes haftete die Celanese Services Germany GmbH weitere fünf Jahre nach Eintragung der Ausgliederung auf die CCC für die Erfüllung der fällig gewordenen Ansprüche. Die Mithaftung endete Ende 2016, soweit nicht mit einzelnen Gläubigern aus besonderen Gründen eine Verlängerung des Mithaftungszeitraums oder vergleichbare Regelungen vereinbart wurden. Mit einer Drittpartei wurde eine Verlängerung der Nachhaftung bis zum 30. November 2017 vereinbart und die Drittpartei hat Anspruch auf eine weitere Verlängerung bis zur abschließenden Klärung der Umweltverantwortlichkeit für einen Industriestandort in Hannover mit der zuständigen Behörde. Anderen wenigen Drittparteien gegenüber haftet Celanese subsidiär für die CCC (Industriestandort Hamburg Wandsbek) bzw. im Rahmen einer Patronatserklärung (PFOA-Wasserverunreinigungen Region Gendorf). Im Mai und September 2017 hatte eine neue Einschätzung zur Erhöhung der verbliebenen Rückstellung auf TEUR 12.000 geführt. Im Geschäftsjahr 2021 wurden aufgrund neuer Erkenntnisse betreffend die Risiken aus Umweltschutzverpflichtungen weitere TEUR 6.121 und im Geschäftsjahr 2022 TEUR 4.010 durch die Gesellschaft zurückgestellt. Celanese hat im Geschäftsjahr 2020 das Eigenkapital der CCC um EUR 20,7 Mio. erhöht, um die Risikoübernahme durch die Celanese Services Germany GmbH entsprechend zu reduzieren und den Fortbestand der CCC zu sichern. Das finanzielle Risiko weiterer Inanspruchnahmen wird als mittel eingeschätzt. Einzelne Tochterunternehmen halten ferner Kommanditanteile an verschiedenen InfraServ-Gesellschaften. Für die Kommanditisten bestehen Nachschussverpflichtungen für Altlasten, die aus der Zeit vor der Gründung der InfraServ-Gesellschaften stammen und nicht dem Verursacher zugeordnet werden können. Es zeichnet sich zwar ab, dass für vorgefundene Verunreinigungen in einem Industriepark erheblicher Sanierungsbedarf besteht, jedoch kann dieser größtenteils Verursachern zugeordnet werden und löst deshalb keine Nachschussverpflichtung aus. Für einen bestimmten Umweltschaden an einem Infraserv-Standort, der als sog. Geschäftsbereichsaltlast anzusehen ist, haftet die Celanese jedoch für die Infraserv Gesellschaft gemäß einer Freistellungsverpflichtung, die 1996 im Rahmen der Einbringung von Produktionsaktivitäten der Hoechst AG in die Celanese eingegangen wurde. Die Haftung für diesen Umweltschaden, dessen Sanierung ca. TEUR 5.000 kostete bzw. kosten wird und wegen dem sich die Celanese voraussichtlich mit Hilfe eines vertraglichen Rückfreistellungsanspruchs gegen den späteren Käufer der von Hoechst eingebrachten Produktionsaktivitäten schadlos halten können wird (Regress), ist nicht auf die CCC ausgegliedert worden. Soweit kein Dritter für die Umweltschäden an den Infraserv-Standorten haften sollte, wird die Sanierung über entsprechende Reduzierung der Kommanditisten-Gewinne finanziert. Das Risiko wird als gering eingeschätzt. Grundsätzlich sind die zukünftigen Kosten für den Umweltschutz und die Beseitigung von Umweltschäden insbesondere durch Unsicherheiten hinsichtlich der Gesetzeslage, Verordnungen, Vollzugsschärfe und Informationen langfristig schwer abzuschätzen. Außerdem haben Schwankungen der Marktrenditen und Zinssätze Einfluss auf die Pensionsvermögen und -rückstellungen der Celanese-Gruppe. Eine ausgeprägte Phase rückläufiger Renditen und Zinssätze könnte spürbare finanzielle Auswirkungen auf die Vermögens- und Finanzlage oder die Zahlungsströme der Celanese-Gruppe in einem Jahr haben. Das Risiko wird als mittel eingeschätzt. Weitere wesentliche Risiken können nach wie vor aus dem Beteiligungsbereich resultieren, sofern nachhaltig schlechte Ergebnisse Wertberichtigungen auf Beteiligungen erfordern. Das Risiko wird als gering eingeschätzt. Der Krieg in der Ukraine stellt derzeit eines der größten Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung in Europa dar. Am 24. Februar 2022 hat Russland die Ukraine angegriffen. Der Westen - unter anderem Deutschland - hat mit massiven Wirtschaftssanktionen gegenüber Russland reagiert. Die Folgen des Krieges sind unter anderem der Anstieg der Energiepreise sowie der Inflationsrate. Zudem stellt sich die Frage nach der ausreichenden Verfügbarkeit von Erdgas. In 2023 war genügend Gas verfügbar. Gleichzeitig sind die Preise im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Hier bleibt ein Restrisiko. Die Unternehmensleitung ist sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt keiner Risiken bewusst, die die Existenz der Celanese Services Germany GmbH gefährden. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet das Unternehmen gegenüber 2023 keine wesentlichen Veränderungen der Umsatzerlöse. Der Einmalertrag aus dem Verkauf von Beteiligungen wird sich in 2024 nicht wiederholen. Bei leicht niedrigeren Beteiligungserträgen sowie stabilen Ergebnissen aus den Ergebnisabführungsverträgen mit den Tochtergesellschaften im Vergleich zu 2023 wird mit einem deutlich niedrigeren Jahresergebnis vor Ergebnisabführung an die Muttergesellschaft in 2024 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 gerechnet. Wir weisen darauf hin, dass bei zukunftsbezogenen Aussagen die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.
Kelsterbach den 5. August 2024 Dr. Michael Willms Jens Kurth Rita Bürger Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Celanese Services Germany GmbH, Kelsterbach Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Celanese Services Germany GmbH, Kelsterbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Celanese Services Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 5. August 2024 KPMG
AG
Wetzel, Wirtschaftsprüfer Kraus, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 wurde am 5. August 2024 festgestellt. |
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