Grimm AG
Selbe AdresseHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Grimm GmbHGosheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Wir sind ein High-Tech-Unternehmen der zerspanenden Industrie und erstellen und vertreiben hochpräzise Wellen, Verzahnungsteile, Radkombinationen und Baugruppen für verschiedene Branchen und Produkte. Durch die erworbene Erfahrung in den Fertigungsbereichen Zahnen und Schleifen haben wir uns ein Spezialwissen erarbeitet, so dass wir Partner in vielen speziellen Anforderungen unserer Kunden geworden sind. Wir beraten unsere Kunden von der ersten Zeichnung über das Erstmuster bis zum endgültigen Serienanlauf mit besonderer Sorgfalt. Und setzen dabei ein Produktions-Know-how in Aktion, das auf über 80 Jahren Erfahrung aufbaut, denn in unserem familiengeführten Unternehmen beschäftigen wir uns nunmehr in der zweiten Generation mit der gesamten Produktionskette der Metallbearbeitung. Dabei ist nicht nur komplexes Produktionswissen entstanden, sondern auch eine eigene Fertigungsphilosophie, die der Qualität und den Fertigungskosten zugutekommt. Unser Ziel: das technologisch und wirtschaftlich optimierte Produkt. 2. Forschung und Entwicklung Basis unserer guten Marktpositionierung ist unsere Forschung und Entwicklung. Ziel unserer Aktivitäten ist die Verbesserung und Fortentwicklung unserer vorhandenen Produktlinien ebenso wie die Erarbeitung neuartiger Produktlösungen. Unsere Anstrengungen ermöglichen es uns auch in schwierigen Zeiten, neue Marktsegmente zu erschließen und neue Kunden zu gewinnen. Zudem ist die Qualitätssicherung eines unserer unternehmerischen Grundanliegen. Die Zertifizierung nach ISO/TS 16949:2009 und DIN EN ISO 14001:2009 ist gegenüber unseren Kunden ein weiterer Beleg, dass wir auf Grund unserer qualitäts- und umweltorientierten Organisation ein zuverlässiger Partner sind. Nur durch das konsequente Umsetzen und Anwenden unseres Qualitätsmanagementsystems können wir die steigenden Qualitätsansprüche unserer Kunden erfüllen. Hohe Investitionen mit dem Ziel "produzierte Qualität statt nachträglich ermittelter Qualität" haben uns nicht nur zu einem gefragten Produzenten für anspruchsvollste Produkte auf unserem Gebiet gemacht, sondern zudem zu einem gesunden Unternehmen, das die Kraft hat, auch in Zukunft innovativ an der Spitze mitzuhalten. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Erholung nach der globalen Wirtschaftskrise 2009 setzte sich nach einer kleinen Abkühlung in 2012 in 2013 wieder verstärkt fort. Auf Grund der positiven wirtschaftlichen Entwicklung ist das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland in 2013 gegenüber dem Vorjahr um 0,4 % gestiegen. Die deutsche Drehteileindustrie konnte 2013 an der positiven Entwicklung der deutschen Wirtschaft partizipieren und gegenüber dem Vorjahr ein Wachstum verzeichnen. Aufträge aus der Automobilindustrie und der Maschinenbauindustrie waren die Basis für das Wachstum in 2013. 2. Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2013 konnten wir unsere Planung, auch auf Grund der positiven Entwicklung der deutschen Wirtschaft realisieren. Wir erreichten bzw. übertrafen unsere Planansätze. Daraus resultierend erhöhte sich das Rohergebnis um 10,9 % auf TEUR 11.748. Das Geschäftsjahr 2013 schlossen wir mit einem Jahresüberschuss (Geschäftsergebnis) in Höhe von TEUR 424 ab, was gegenüber dem Vorjahr eine Erhöhung um TEUR 413 bedeutet. Das in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhöhte sich um TEUR 414 auf TEUR 422 in 2013. 3. Lage a. Ertragslage Der Materialaufwand reduzierte sich um rund TEUR 214 auf TEUR 4.338 (-4,7 %). Diese Reduzierung konnte trotz einer Erhöhung des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen bewirkt werden. Sie wurde durch geminderte Einkaufsvolumina und Preisreduzierungen verursacht. Die Materialquote einschließlich bezogener Leistungen hat sich von 30,1 % auf 27,0 % reduziert. Der Personalaufwand erhöhte sich um TEUR 418 auf TEUR 7.080 (+6,3 %). Die Abschreibungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 17. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von TEUR 2.848 auf TEUR 3.147 erhöht, was einem Anstieg von 10,5 % entspricht. Dies wurde durch die erhöhten Strom- und Heizkosten, erhöhte Aufwendungen im Bereich Schleiferei, weiterhin gestiegene Leasing- und Messeaufwendungen und der unverändert hohen Instandhaltungskosten für Gebäude verursacht. Das Beteiligungs- und Finanzergebnis, das im Wesentlichen durch Zinsaufwendungen für langfristige Bankverbindlichkeiten bestimmt wird, belastet das Jahresergebnis mit TEUR -374 (Vj. TEUR -369). b. Finanzlage Kapitalstruktur und Finanzlage haben sich gegenüber dem Vorjahr auf Grund des Jahresüberschusses verändert. Der Anteil an der Bilanzsumme beträgt nun 13,8 % gegenüber 9,2 % im Vorjahr. Auf die Rückstellungen, die sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert haben, entfallen 6,7 % (Vj. 6,5 %) der Bilanzsumme, auf die Verbindlichkeiten 79,4 % (Vj. 84,3 %). Die Verbindlichkeiten, die im Vorjahresvergleich um TEUR 369 abgenommen haben, werden bestimmt durch die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von rund TEUR 5.828 (Vj. TEUR 6.267); hinsichtlich der Fristigkeiten, der in der Regel mit Festzinsvereinbarungen unterlegten Kredite, verweisen wir auf unsere Ausführungen im Anhang. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden regelmäßig innerhalb der vorgegebenen Zahlungsfristen beglichen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich zum Vorjahr um TEUR 742 auf TEUR 892 verschlechtert. Die Finanzlage ist nach wie vor als gesichert zu bezeichnen. Ziel unseres Finanzmanagements ist es vorrangig, Forderungen innerhalb der gesetzten Zahlungsziele zu vereinnahmen und Verbindlichkeiten jedweder Art innerhalb der Zahlungsfristen zu begleichen. c. Vermögenslage Die Vermögenslage und die Vermögensstruktur der Gesellschaft haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Auf das Anlagevermögen entfallen mit TEUR 2.424 (Vj. TEUR 2.706), auf die Vorräte mit TEUR 4.004 (Vj. 3.642) und auf die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit TEUR 2.406 (Vj. TEUR 2.412) jeweils etwa ein Drittel der Bilanzsumme. Die Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von ca. TEUR 442, denen Abschreibungen in Höhe von rund TEUR 723 gegenüberstanden, führten zu einer leichten Reduzierung des Sachanlagevermögens. Im Vorratsvermögen haben wir den Bestand an unfertigen Erzeugnissen erhöht (TEUR 199), was auf eine weiter angestiegene Produktion zusätzlich zu der Umsatzsteigerung zurückzuführen ist. Gleichzeitig haben wir in nur geringem Maße neue Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe eingekauft, sodass sich insgesamt eine leichte Erhöhung der Vorräte von TEUR 362 ergibt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind sowohl im In- als auch im Ausland stabil geblieben. Zu unserer Freude können wir keine Forderungsausfälle oder erhöhten Wertberichtigungsbedarf verzeichnen. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Im Geschäftsjahr 2013 waren durchschnittlich 135 Mitarbeiter beschäftigt. Wir setzten auf kompetente, gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter, weshalb die Ausbildung unseres eigenen Nachwuchses einen hohen Stellenwert im Unternehmen genießt. Das Fundament für den Erfolg unseres Unternehmens bilden die engagierten und hochqualifizierten Menschen, die hier zusammen arbeiten. Sie gestalten unsere Produkte, unser Unternehmen und unsere Märkte. Sie kommunizieren mit unseren Kunden und Lieferanten, beobachten und beurteilen unsere Märkte und entwickeln Ideen für zukünftige Erfolge. Wir fördern eine zukunftsorientierte Weiterbildung und bieten viele Möglichkeiten für die berufliche Qualifizierung. Der Umsatz pro Mitarbeiter beträgt TEUR 117 und ist um TEUR 4 gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Die Umsatzrendite ist im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls gestiegen und beträgt im Geschäftsjahr 2,7 % (Vj. 0,1 %). Diese Kennzahlen zeigen alle einen Anstieg, der im Wesentlichen auf die Umsatz- und wo möglich auf Preissteigerungen zurückzuführen ist. Sie sind gegenüber dem Geschäftsjahr 2012 alle in einem positiven, steigenden Bereich und zufrieden stellend. III. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. IV. Prognosebericht Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts hat sich die Lage gegenüber dem Geschäftsjahr 2013 weiterhin leicht verbessert. Die im ersten Quartal 2014 erzielten Umsätze stimmen uns positiv, im Gesamtjahr 2014 ein gegenüber 2013 positiveres Ergebnis zu erreichen. Allerdings hängt dies stark davon ab, ob die derzeitige starke Nachfrage nachhaltig ist. V. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken Ziel unseres Risikomanagement ist es, die Gesellschaft gegen finanzielle Risiken abzusichern und dadurch das finanzielle Gleichgewicht nachhaltig zu stärken. Wir versuchen, sich im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit bietende Chancen optimal auszunutzen und daraus resultierende Risiken zu minimieren. Nach überstandener Finanzwirtschaftskrise stellt sich weiterhin die Frage, inwieweit die eingesetzte starke Nachfrage nachhaltig ist und vor allem auch wie sich die starke Nachfrage auf die Rohstoffpreise auswirken wird. Wir rechnen im Jahr 2014 weiterhin mit einem gegenüber 2013 erhöhten Umsatz, es besteht aber das Risiko, dass dieser durch die erhöhten Rohstoffpreise, aber in erster Linie durch die erhöhten Personalkosten zumindest teilweise wieder aufgezehrt wird. Auch müssen wir unbedingt darauf achten, dass unsere Fertigungstermine in realisierbaren Größen liegen. Der Markt erwartet immer kürzere und flexiblere Lieferzeiten. Hierin liegen aber auch unsere Chancen. Ertragsorientierte Risiken Wir sind als Zulieferer unter anderem im Automotive-Bereich mit einer Umsatzgröße von rund 25 % tätig. Nur zwei Hauptkunden haben die Umsatzgrenze von 15 % erreicht. Sämtliche anderen Kunden bewegen sich in einer vernünftigen Umsatzgröße, so dass hier die Chancen und Risiken ausgewogen sind. Die Risiken werden als beherrschbar angesehen. Auf der Beschaffungsseite greifen wir auf solide und qualitätsbewusste Partner zurück, mit denen wir jeweils eine langfristige Zusammenarbeit anstreben. Finanzwirtschaftliche Risiken Die Liquiditätslage ist befriedigend; es sind keine Engpässe zu erwarten. Im Bereich der Fremdfinanzierung bestehen langjährige Beziehungen zu unseren Hausbanken; wir sind bestrebt, die eingegangen Verbindlichkeiten mit Festzinsvereinbarungen zu unterlegen. Soweit wir Sicherungsgeschäfte im Bereich der Zinssicherung abschließen (im Einzelnen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Anhang) gehen wir keine Geschäfte ein, die den Umfang des Grundgeschäfts übersteigen. Unsere Anlagepolitik ist konservativ. Wesentliche Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen sind derzeit nicht zu sehen. 2. Chancenbericht Uns zeichnet insbesondere eine hohe Fertigungstiefe aus, so dass wir die Komplettbearbeitung aus einer Hand - mit Drehtechnik, Verzahnungstechnik, Schleiftechnik und Montage im eigenen Unternehmen anbieten können. Zudem ergänzen auditierte und in unserem direkten Umfeld angesiedelte Partner für Oberflächenveredelung und Wärmebehandlung unser Leistungsspektrum. Diese Synergieeffekte fördern Flexibilität und Qualität - damit wir in jeder Phase des Produktionsablaufs unserem Firmennamen gerecht werden können: Grimm Präzision. Präzision in der Zerspanung, im Termin und im Kundenkontakt. Die Grimm GmbH arbeitet mit ihren Kunden intensiv bei der Entwicklung von funktionellen Wellen, Verzahnungsteilen und Baugruppen zusammen. Diese konstruktive Zusammenarbeit mit unseren Abnehmern bereits in der Entwicklungsphase eines Produkts ist für uns von strategischer Bedeutung. Unser erklärtes Ziel ist es, dass unsere Kunden wichtige Partner für uns und auch wir wichtige Partner für unsere Kunden sind, sodass wir nicht kurzfristig ersetzt werden können. Die immer höher werdenden Ansprüche unserer Kunden können wir nur durch stetige Weiterentwicklung unserer Produktionsverfahren sowie der Produktionsprozesse erfüllen. Insbesondere durch diese Forderungen bietet sich für uns die Chance einer zukunftsorientierten und gesunden Unternehmensentwicklung. Wir sind überzeugt, dass wir mit unserer Strategie auf dem richtigen Weg sind, um unser Unternehmen in eine erfolgreiche Zukunft zu führen. 3. Gesamtaussage Der Auftragseingang hat sich im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2014 auf einem sehr konstanten Niveau entwickelt. Auf Grund des hohen Auftragsbestandes und der konstanten Entwicklung des Auftragseinganges, bei einer gleichzeitig verstärkten Abruftätigkeit unserer Kunden streben wir im Jahr 2014 eine weitere Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr an. Durch die Umsatzsteigerung 2013 hat der Druck auf das Ergebnis nachgelassen. Die allgemeinen Kosten- und Abgabenerhöhungen bedeuten weiterhin enorme Kraftanstrengungen für unser Unternehmen. Dies auch vor dem Hintergrund, dass Preissteigerungen für bestehende Produkte am Markt nur bedingt erzielt werden können. Auf Grund der Globalisierung und der Marktsituation werden teilweise auch weitere Preisreduzierungen gefordert. Zusammenfassend hat sich die Ergebnissituation gegenüber 2012 verbessert und es konnte im Jahr 2013 ein zufriedenstellendes, aber weiter zu verbesserndes Ergebnis erwirtschaftet werden. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichtes hat sich die wirtschaftliche Situation im Unternehmen weiter verbessert, sodass wir davon ausgehen im Jahr 2014 ein nochmals besseres Ergebnis zu erreichen. Bestandsgefährdende Risiken sind momentan nicht festzustellen. Dennoch können solche Risiken niemals vollständig ausgeschlossen werden. VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen eingesetzten Finanzinstrumenten rechnen wir Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Hinsichtlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verfügen wir über ein effizientes Mahnwesen; Forderungsausfälle in wesentlichem Umfang sind die Ausnahme. Verbindlichkeiten werden grundsätzlich innerhalb der gesetzten Zahlungsfristen beglichen. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jedes nennenswerte Handelsgeschäft ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, wird diesen bilanziell durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung über die Bonität unserer Kunden. VII. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.
Gosheim, 11. Juli 2014 Grimm GmbH Geschäftsführung Helmut Grimm Eugen Braunschweiger Rüdiger Fritz BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Allgemeine Angaben Der vorliegende Jahresabschluss der Grimm GmbH wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze übernommen werden. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze maßgebend: I. Anlagevermögen Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare (zeitanteilige) Abschreibungen (bemessen nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer) bewertet. Die Nutzungsdauern betragen zwischen drei und fünf Jahren. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare (zeitanteilige) Abschreibungen vermindert (Nutzungsdauern zwischen 3 und 10 Jahre). Sofern die Voraussetzungen vorliegen, wird die lineare Abschreibung um einen Schichtfaktor ergänzt. Geringwertige Anlagegüter mit einem Wert von EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 werden in einen Sammelposten eingestellt, welcher über 5 Jahre abgeschrieben wird. Für Werkzeuge wurde ein Festwert gebildet. II. Vorräte Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden entsprechend der Fertigungsart und des Fertigungsstands zu Herstellungskosten bewertet, die neben den jeweiligen Fertigungs- und Materialeinzelkosten auch notwendige Gemeinkostenbestandteile umfassen; Zinsen für Fremdkapital werden nicht berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Die Vorräte unterliegen handelsüblichen Eigentumsvorbehalten und sind ansonsten frei von Rechten Dritter. III. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenständesind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst. IV. Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2005G von Klaus Heubeck verwendet. Im Berichtsjahr wird ein von der deutschen Bundesbank vorgegebener Marktzinssatz von 4,88 % (Vj. 5,04 %) bei der Bewertung zugrunde gelegt. Rentenanpassungen sind unverändert mit 1,75 % eingerechnet. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages, der ggf. nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt wurde. Langfristige Rückstellungen wurden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. V. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. VI. Währungsumrechnung Auf fremde Währungen lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Stichtagskurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren (bei Aktivposten) oder höher lagen (bei Passivposten). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in lokale Währung waren im Geschäftsjahr keine zu verzeichnen. C. Erläuterungen zur Bilanz I. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt. Auf den Sammelposten für geringwertige Wirtschaftsgüter entfallen kumulierte Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 87 (Vj. TEUR 111) sowie kumulierte Abschreibungen von TEUR 40 (Vj. TEUR 68). Im Geschäftsjahr werden Abschreibungen in Höhe von TEUR 17 (Vj. TEUR 22) verrechnet. II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Vorbehaltlich des gesonderten Ausweises sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 946 (Vj. TEUR 873) unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Positionen mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 72 (Vj. TEUR 88). III. Rechnungsabgrenzungsposten Hierin enthalten ist ein Disagio in Höhe von TEUR 21 (Vj. TEUR 33). IV. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Beiträge zur Berufsgenossenschaft, Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern, Abschluss- und Prüfungskosten sowie Gewährleistungsverpflichtungen. V. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Verbindlichkeitenspiegel in TEUR
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignungen von technischen Anlagen und Maschinen besichert. Im Vorjahr waren Wechseldiskontkredite in Höhe von TEUR 500 enthalten. VI. Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft ist unbeschränkt haftende Gesellschafterin bei der Alois Grimm GmbH & Co. KG, Gosheim. Sie hat keine Einlage geleistet, die Aufstellung eines Konzernabschlusses unterbleibt nach § 293 HGB. Die jeweiligen Verpflichtungen können von der betreffenden Gesellschaft nach unseren Erkenntnissen in allen Fällen erfüllt werden; mit einer Inanspruchnahme ist deshalb nicht zu rechnen. Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. VII. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen langfristige Pacht- und Mietverträge mit verbundenen Unternehmen für Sachanlagevermögen. Im Geschäftsjahr wurden hierfür TEUR 360 aufgewendet. In künftigen Jahren ist mit Aufwendungen in ähnlicher Höhe zu rechnen. Des Weiteren bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 348. Die Leasingverträge enden zwischen 2014 und 2019. Der Einsatz von Operating- Leasingverträgen trägt zur Verringerung der Kapitalbindung bei und belässt das Investitionsrisiko beim Leasinggeber. VIII. Derivative Finanzinstrumente Bei den derivativen Finanzinstrumenten handelt sich um ein Zinsabsicherungsgeschäft für ein Darlehen in Form eines Zinsswaps mit einer Laufzeit bis zum 30. März 2014 und einem Gesamtvolumen von TEUR 1.000. Zum Stichtag lag der beizulegende Zeitwert der Zinsswaps bei TEUR -6 (Vj. TEUR -39); der Zeitwert wurde anhand allgemeiner Bewertungsmodelle ermittelt. Auf Grund der Struktur der vertraglichen Vereinbarungen werden Kredite und Zinsswaps als synthetische Festsatzkredite eingestuft, die rechtsgeschäftlich in variabel verzinste Kredite und Fixsatz-Payer-Swaps aufgeteilt sind, weshalb auf die Dotierung einer Rückstellung für drohende Verluste verzichtet wurde. Die im Geschäftsjahr 2013 aus den Swapgeschäften resultierenden Aufwendungen dienen ausschließlich der Modifizierung der Zinsausstattung der jeweiligen Grundgeschäfte. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung I. Personalaufwand Die Personalaufwendungen enthalten in Höhe von TEUR 20 (Vj. TEUR 28) Aufwendungen für Altersversorgung. II. Erträge aus Beteiligungen Bei den Erträgen aus Beteiligungen in Höhe von TEUR 8 (Vj. TEUR 8) handelt es sich um Erträge von verbundenen Unternehmen. III. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die Position enthält im Vorjahr Zinsen aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2. IV. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Position enthält aus der Abzinsung von Rückstellungen resultierende Aufwendungen in Höhe von TEUR 19 (Vj. TEUR 20). E. Sonstige Angaben I. Beirat Zu Beiratsmitgliedern sind bestellt: Herr Helmut Grimm, Techniker, Vorsitzender Herr Franz Gehring, Werkzeugmachermeister Herr Ulrich Schlenker, Diplom-Kaufmann II. Mitglieder der Geschäftsführung Zu allein vertretungsberechtigten Geschäftsführern sind bestellt: Helmut Grimm, Techniker Eugen Braunschweiger, Dipl. Ingenieur (FH) Rüdiger Fritz, Maschinenbautechniker III. Gesamtbezüge der Geschäftsführung sowie des Beirats Die Gesellschaft macht von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. IV. Mitarbeiter
V. Gewinnverwendungsvorschlag Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 423.721,15 wird unter Berücksichtigung des bestehenden Gewinnvortrags von EUR 337.897,18 auf neue Rechnung vorgetragen.
Gosheim, 11. Juli 2014 Grimm GmbH Geschäftsführung Helmut Grimm Eugen Braunschweiger Rüdiger Fritz Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 09.12.2014 festgestellt. In dem zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Grimm GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Villingen-Schwenningen, 11. Juli 2014 Wirtschaftsrevision
Süd GmbH
Hilpert, Wirtschaftsprüfer Wedam, Wirtschaftsprüferin |
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