Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 218675
Eingetragen
21.5.2015
Branche
Geld- und WertdiensteBeteiligungsgesellschaftenKreditinstitute mit Sonderaufgaben
Gegenstand
Erbringung von Zahlungsauslösediensten und Kontoinformationsdiensten nach dem Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz sowie deren Entwicklung und Vertrieb.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Klarna Bank AB (publ)SWE
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Klarna Bank AB (publ)
Sweden
79.140 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SOFORT GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht Geschäftsjahr 2022

Inhaltsverzeichnis

Vorbemerkungen

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1. Geschäftsmodell

1.2. Auslandsaktivitäten

1.3. Forschung und Entwicklung

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.2. Geschäftsverlauf

2.3. Lage des Unternehmens

3. Risiko-, Chancen - und Prognosebericht

3.1. Risikobericht

3.2. Chancenbericht

3.3. Prognosebericht

Vorbemerkungen

Die SOFORT GmbH (kurz: "Sofort" oder "Gesellschaft") ist durch formwechselnde Umwandlung aus der SOFORT AG hervorgegangen, welche mit Gesellschaftsvertrag vom 08.12.2005 gegründet wurde. Der Sitz der Gesellschaft ist München, die Geschäftsanschrift ist Theresienhöhe 12 in 80339 München.

Die Gesellschaft ist zur Aufstellung des Jahresabschlusses und eines Lageberichts nach HGB sowie nach der Verordnung über die Rechnungslegung der Zahlungsinstitute und E-Geld-Institute (RechZahlV) verpflichtet.

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1. Geschäftsmodell

Die Sofort ist eine 100% Tochter der Klarna Germany Holding GmbH, München, welche im Konzernverbund unter der Klarna Holding AB mit Sitz in Schweden angesiedelt ist und somit Teil der Klarna Group ist. Die Sofort bietet Produkte und Dienstleistungen für den sicheren Kauf von Waren und digitalen Gütern im Internet an. Dazu gehört hauptsächlich das Zahlungsverfahren Sofortüberweisung. Im Geschäftsjahr 2022 konnte die Sofortüberweisung in zwölf Ländern genutzt werden: Deutschland, Österreich, Schweiz, Schweden, Finnland, Belgien, Frankreich, Niederlande, Großbritannien, Italien, Spanien, und Polen. Mittel- und langfristig strebt die Gesellschaft an, das Nutzererlebnis für ihre Produkte, insbesondere für den Zahlungsdienst Sofortüberweisung, durch eine noch stärkere Integration in die Klarna-Organisation zu standardisieren und zu vereinfachen, um von den Synergien der Gruppe zu profitieren.

Die Bundesanstalt für Finanzdiensleistungsaufsicht hat der Gesellschaft mit Schreiben vom 19. Juni 2019 die Erlaubnis erteilt, Zahlungsauslösedienste (§ 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 7 ZAG) und Kontoinformationsdienste (§ 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 8 ZAG) zu erbringen. Die Bilanz und die GuV werden dementsprechend nach RechZahlV aufgestellt.

Im Geschäftsjahr 2022 gab es einen Wechsel in der Geschäftsführung. Herr Knut Knut Frängsmyr schied am 1. März 2022 aus und am selben Tag wurde Herr Wilheimus Geerling Klaassen als sein Nachfolger bestellt.

1.2. Auslandsaktivitäten

Die Auslandsaktivitäten im Geschäftsjahr blieben im Wesentlichen unverändert. Am 10. Dezember 2021 wurde im Vorgriff auf einen Lizenzantrag bei der Finanzaufsichtsbehörde im Vereinigten Königreich ("FCA") eine Tochtergesellschaft (SOFORT UK LIMITED) gegründet, da die Gesellschaft aufgrund des Brexit derzeit im Vereinigten Königreich im Rahmen der vorübergehenden Genehmigung (Temporary Permissions Regime) tätig ist. Im Jahr 2022 wurden jedoch noch keine operativen Tätigkeiten auf diese Tochtergesellschaft verlagert, da die FCA den Lizenzantrag der SOFORT UK noch bearbeitet.

Im Vergleich zum Vorjahr verbucht Sofort ein Umsatzwachstum von 3,87% in den EU Staaten (exkl. Deutschland), aber einen Umsatzrückgang von 21.1% in Deutschland und 23,5% in Drittländern.

1.3. Forschung und Entwicklung

Die stetige Weiterentwicklung der eingesetzten Softwaresysteme und die Beobachtung der technologischen Entwicklung des Marktes ist für ein Technologieunternehmen wie die Sofort von großer Bedeutung. Der wichtigste Pfeiler der Innovationskraft ist ein Team hochqualifizierter Mitarbeiter. Die technische Entwicklungsabteilung befindet sich primär im Büro in Gießen. 2022 waren im Durchschnitt 148 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung beschäftigt.

Die technologische Weiterentwicklung ist für Sofort ein zentraler Bestandteil bei zukünftigen Planungsüberlegungen. Wesentlicher Fokus lag in der fortlaufenden Implementierung der Payment Service Directive 2 (PSD2), die europäische Richtlinie zur Regulierung von Zahlungsdiensten, welche im Jahr 2019 in Kraft getreten ist. Die bisherigen Sicherheitsverfahren bei elektronischen Zahlungsverfahren wurden mit der PSD2 erheblich verbessert. Das Gesetz schreibt unter anderem vor, dass eine starke Kundenauthentifizierung, die sogenannte "Zwei-Faktor-Authentifizierung" erfolgen muss, um Online-Banking für die Verbraucher sicherer zu gestalten. Die Banken haben zudem die Verpflichtung, dedizierte PSD2 Schnittstellen zur Verfügung zu stellen, mit denen der Zugriff auf gesetzlich festgelegte Inhalte begrenzt werden kann. Nach Bestätigung der Marktreife und der Erteilung einer Ausnahmegenehmigung durch die nationale Finanzaufsichtsbehörde dürfen Third Party Provider (TPP) nur noch über diese auf Bankdaten zugreifen und Zahlungen auslösen. Sofort, als TPP, bindet diese Schnittstellen dementsprechend an. Zwar wurde im Jahr 2022 die PSD2-Umstellung noch nicht vollständig abgeschlossen, aber Sofort hat bei der überwiegenden Mehrheit der Banken neue PSD2-Schnittstellen integriert, getestet und umgestellt.

Darüber hinaus hat Sofort 2021 seine Sicherheitsanwendungen durch die Implementierung einer Web Application Firewall erweitert, um auf das zunehmende Auftreten von DDoS-Angriffen im E-Commerce-Bereich zu reagieren. Das Regelwerk dieser Firewall wurde seitdem stetig verbessert. Dabei wurde die Mustererkennung erweitert und für unterschiedliche Bereiche der Applikation die Grenzwerte optimiert .

Die Sofort hat ihr Produktportfolio weiter optimiert und bietet nun zusätzliche Funktionen an, unter anderem einen verbesserten Kontenabgleich für Zahlungseingänge oder neue Auszahlungsmöglichkeiten für Händler. Außerdem wurde die Möglichkeit iDeal Zahlungen über Sofort abzuwickeln eingestellt.

Die Sofortüberweisung etabliert sich immer weiter als häufig und gerne genutzte Zahlart innerhalb der Klarna Produkte, wobei die Einnahmen aus den Sofort-Produkten bis zu 6, 6 % der Gesamteinnahmen aus allen Produkten der Klarna-Gruppe betragen. Deswegen wurde eine Initiative gestartet, um die beiden technischen Plattformen besser miteinander zu verbinden, um sowohl dem Endkunden als auch dem Händler eine bessere Nutzererfahrung zu bieten, indem die Infrastruktur von Klarna genutzt wird.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Der E-Commerce-Markt in Deutschland ist im vergangenen Jahr wiederholt stark gewachsen und profitiert weiterhin von dem anhaltenden Trend, dass sich die Einkaufsgewohnheiten der Verbraucher vom stationären Handel zum E-Commerce verlagern. Der B2C-E-Commerce-Umsatz in Deutschland steigt seit 12 Jahren jährlich an, wobei die neuesten verfügbaren Zahlen für das Jahr 2022 einen Gesamtumsatz von 97,4 Milliarden Euro vorhersagen. 1 Fünf Hauptkategorien dominieren die Umsatzentwicklung im E-Commerce in Deutschland im Jahr 2022: Elektronik und Medien (23 Mrd. Euro), Mode (23 Mrd. Euro), Spielwaren und Hobby (18 Mrd. Euro), Möbel und Haushalt (13 Mrd. Euro), Lebensmittel und Drogeriemärkte (12 Mrd. Euro). 2

2.2. Geschäftsverlauf

Die Provisionseinnahmen der Sofort stammen hauptsächlich aus den Gebühren, die den Händlern für jede Transaktion berechnet werden. Im Jahr 2022 sanken die Gesamtprovisionseinnahmen von Sofort sowohl im Inland als auch im Ausland leicht von TEUR 114.229 im Jahr 2021 auf TEUR 109.369 im Jahr 2022 (-4,26%), was auf einen Rückgang der Anzahl der Transaktionen von 181 Millionen im Jahr 2021 auf 164 Millionen im Jahr 2022 (-9,4%) sowie auf einen Rückgang des Zahlungsvolumens von 16.177 Mio. EUR im Jahr 2021 auf 15.277 Mio. EUR im Jahr 2022 (-5,6%) zurückzuführen ist.

Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2022 durchschnittlich 171 Mitarbeiter, was einem Anstieg von 21 % gegenüber 2021 (141 Mitarbeiter) entspricht.

2.3. Lage des Unternehmens

Ertragslage

Im Jahr 2022 erzielte Sofort Provisionserlöse in Höhe von TEUR 109.369 (Vorjahr: TEUR 114.229). Von den Provisionserlösen entfielen TEUR 99.450 oder 91 % auf Zahlungsdienstleistungen (Vorjahr: TEUR 105.083 oder 92 %) und TEUR 9.919 oder 9 % auf sonstige Aktivitäten (Vorjahr: TEUR 9.146 oder 8 %). Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen auf TEUR 634 (Vorjahr: TEUR 567). Dem Rückgang der Provisionserträge folgt auch ein Rückgang der Provisionsaufwendungen aus Zahlungsdiensten in Höhe von TEUR 1.878 (Vorjahr: TEUR 2.977) aufgrund des Rückgangs des Transaktionsvolumens. Daraus ergibt sich für das Jahr 2022 ein Netto-Provisionsergebnis aus Zahlungsdiensten in Höhe von TEUR 97.573 (Vorjahr: TEUR 102.107). Die allgemeinen Verwaltungskosten stiegen um 23,8 % von TEUR 14.194 im Jahr 2021 auf TEUR 17.576 im Jahr 2022, was hauptsächlich auf einen Anstieg der Personalkosten um 18,3 % von TEUR 11.469 im Jahr 2021 auf TEUR 13.564 zurückzuführen ist.

1 Quelle: statista "B2C-e-commerce revenue in Germany from 1999 to 2022" report
2 Einschließlich der Transaktionen von PIS- und AIS-Produkten / Include both transactions of PIS and AIS products

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im Jahr 2022 auf TEUR 174.069 (Vorjahr: TEUR 152.154). Der Anstieg um 14 % ist insbesondere auf die konzerninterne Leistungserbringung und - verrechnung (Verrechnungspreismodell) zurückzuführen, die im Folgenden näher beschrieben wird. Daraus resultiert für das Geschäftsjahr 2022 ein Verlust vor Ergebnisabführung/Verlustübernahme in Höhe von TEUR 80.456 (Vorjahr: TEUR 52.769).

Der Anstieg der konzerninternen Kosten ist das Ergebnis der globalen Expansionsstrategie der Klarna Gruppe und des innerhalb der Gruppe implementierten Verrechnungspreismodells. Sofort ist eine der drei treibenden Gesellschaften der Klarna Gruppe, die gemeinsam die Strategie definieren und die zukünftige Markt- und Produktexpansion der Klarna Gruppe finanzieren. Um die Expansion von Klarna zu optimieren, wurde beschlossen, in erster Linie die Marke Klarna und die Klarna-Plattform zu nutzen, weshalb ein Großteil der Finanzierungskosten von der Klarna Bank AB (publ.) getragen wurde. Aufgrund der starken Position von Sofort und der Entscheidung, gemeinsam in die Expansion von Klarna zu investieren, beteiligt sich Sofort über das Transferpreismodell auch an den Kosten dieser Markt- und Produktexpansion, deren Kosten um 13,2 % auf TEUR 170.517 im Jahr 2022 (Vorjahr: TEUR 150.592) gestiegen sind.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme von Sofort belief sich zum 31. Dezember 2022 auf TEUR 218.728 (Vorjahr: TEUR 220.724). Der Rückgang der Bilanzsumme ist im Wesentlichen auf einen geringeren Bestand an Händlerforderungen zum Ende des Jahres 2022 zurückzuführen.

Das Eigenkapital beträgt zum Stichtag 31. Dezember 2022 TEUR 200.829 (Vorjahr: TEUR 200.829). Das anrechenbare Eigenkapital gemäß § 12 ZAG beträgt zum Stichtag TEUR 200.823. Die Differenz zum bilanziellen Eigenkapital erklärt sich aus den nach ZAG erforderlichen Abzugspositionen für immaterielle Vermögensgegenstände.

Zahlungsauslösedienstleister und Kontoinformationsdienstleister benötigen eine Absicherung im Haftungsfall gemäß § 16 bzw. § 36 ZAG. Die Absicherung erfolgt bei der Sofort durch eine Garantievereinbarung mit der Klarna Bank AB (publ), Stockholm, mit einer Deckungssumme von jährlich TEUR 6.500. Damit ist die regulatorische Mindestdeckungssumme, die für das Geschäftsjahr 2022 TEUR 5.623 betrug, gedeckt.

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages aus dem Jahr 2015 hat die Sofort einen Anspruch auf Ausgleich des erwirtschafteten Jahresfehlbetrags der Muttergesellschaft Klarna Germany Holding GmbH. Die Eigenkapitalquote liegt zum Stichtag bei 91,82% (Vorjahr: 90,99%).

Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich zum 31.12.2022 um 572,9% auf TEUR 16.680 (Vorjahr: TEUR 2.479).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus sonstigen Tätigkeiten verringerten sich auf TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 16.086), was darauf zurückzuführen ist, dass die ausstehenden konzerninternen Verrechnungspreisabgaben nach dem Verrechnungspreismodell zum Stichtag beglichen wurden und die ausstehende Aufrechnung der konzerninternen Verrechnungspreisabgaben zum Jahresende in den Sonstigen Rückstellungen statt in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus sonstigen Tätigkeiten erfasst wurde.

Finanzlage

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente verringerten sich zum 31.12.2022 auf TEUR 17.562 (Vorjahr: TEUR 51.733). Der Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich im Jahr 2022 auf TEUR 63.472 (Vorjahr: Mittelabfluss TEUR 51.461), hauptsächlich aufgrund der Erhöhung der konzerninternen Verrechnungspreise im Jahr 2022. Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit belief sich im Jahr 2022 auf TEUR 29.983 (Vorjahr: Mittelzufluss TEUR 102.701) . Der geringere Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit ist darauf zurückzuführen, dass es im Jahr 2022 keine Gesellschaftereinlage der Klarna Germany Holding GmbH gab (TEUR 59.000 im Jahr 2021).

Die Klarna Bank (publ) hat mit der Deutschen Bank AG einen Vertrag über einen "Zero Balance Cash Pool". Dies bedeutet, dass der Saldo aller mit dem Cash Pool verbundenen Konten am Tagesende gleich Null sein soll. Dabei wird jedes überschüssige Bargeld auf das Hauptkonto der Klarna Bank (publ) überwiesen und jeder negative Barbestand löst eine Transaktion vom Hauptkonto aus. Dadurch entsteht entweder ein Darlehen oder eine Forderung zwischen der Klarna Bank AB (publ) und der Sofort.

Liquidität

Die Sofort hat weder nach KWG noch nach ZAG spezielle aufsichtsrechtliche Anforderungen an die Liquidität zu erfüllen. Gleichwohl orientiert sich die Gesellschaft an den allgemeinen Anforderungen der angemessenen Unternehmenssteuerung gemäß den MaRisk, ist diesen jedoch formell nicht verpflichtet und beurteilt eine sinngemäße Anwendung vor allem auf Basis des Geschäftsmodells. Vor dem Hintergrund, dass die Sofort lediglich Zahlungsauslösedienste und in untergeordnetem Maße Kontoinformationsdienste anbietet, entstehen aus dem Kerngeschäft weder langfristige Forderungen noch langfristige Verbindlichkeiten. Im Ergebnis ist die Vermögenslage der Gesellschaft mit hohen kurzfristigen Forderungen und liquiden Mitteln auf der Aktivseite und niedrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten auf der Passivseite geprägt. Auf der Aktivseite werden insbesondere die (Entgelt-) Forderungen aus dem Produkt Sofortüberweisung für den jeweils aktuellen Abrechnungsmonat ausgewiesen. Die Forderungen sind regelmäßig innerhalb der nächsten 30 Tage fällig. Auf der Passivseite bestehen regelmäßig nur geringe kurzfristige Verbindlichkeiten aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Die Sofort ist dauerhaft und vollständig fristenkongruent aufgestellt. Die Zahlungsfähigkeit ist jederzeit und auch künftig gewährleistet.

3. Risiko-, Chancen - und Prognosebericht

3.1. Risikobericht

Die Risikopolitik der Sofort entspricht dem Bestreben nach nachhaltigem und ertragreichem Wachstum, wobei die Gesellschaft versucht, unangemessene Risiken weitestgehend zu vermeiden und zu steuern. Das Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der Planung und Ausführung der Geschäftsstrategie.

Nachfolgend sind Risiken aufgeführt, die mit den spezifischen Umständen und der Geschäftstätigkeit von Sofort verbunden sind und die eine wesentliche nachteilige Auswirkung auf die Finanzlage, das Betriebsergebnis und den Cashflow haben könnten. Es handelt sich dabei nicht unbedingt um die einzigen Risiken. Vielmehr handelt es sich um die Risiken, die derzeit als wesentlich eingeschätzt werden.

Branchenspezifische Risiken

Die Prognosen für das künftige Wachstum im E-Commerce sind weiterhin positiv. 3 Eine allgemeine konjunkturelle Eintrübung, insbesondere mit den weiteren Entwicklungen rund um die Russland-Ukraine-Krise, ist weniger stark ausgefallen als zu Beginn der Krise erwartet und kann jedoch weiterhin nicht ausgeschlossen werden, was nach wie vor zu einer Verlangsamung des Wachstums im E-Commerce führen und negative Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebniszahlen von Sofort haben könnte.

Ertragsorientierte Risiken

Der Wettbewerb im Bereich der Zahlungsdienste bleibt hoch. Große Wettbewerber wie PayPal, die nun auch in den stationären Handel (Point-of-Sale-Geschäft) einstiegen sind , profitieren - ebenso wie Sofort - von den Skaleneffekten des Zahlungsverkehrs. Eine weitere Konzentration im Zahlungsverkehr scheint wahrscheinlich, insbesondere dürfte es für rein nationale Anbieter schwieriger werden, sich auf dem fragmentierten internationalen Markt in Europa zu behaupten und eine geringere Abhängigkeit von Online-Transaktionen nach dem Ende der Pandemie. Umgekehrt drängen immer noch neue Anbieter auf den Markt. Darüber hinaus können sich aus der Weiterentwicklung des Geschäftsmodells und des Produktportfolios innerhalb der Gruppe auch Ertragsrisiken für das einzelne Unternehmen ergeben, selbst wenn das Management überwiegend positive Ertragschancen sieht.

Finanzrisiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation der Sofort sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Zusätzlich gibt es für Sofort eine Liquiditätsplanung in Form einer rollierenden Cashflow-Prognose zur Liquiditätsteuerung.

Betrugsrisiken

Die Gefahr des Missbrauchs durch Hacker oder Betrüger ist im Internet immer gegeben. Sofort investiert daher weiter, um den aktuell hohen Sicherheitsstandard zu halten. Durch ein gezieltes Betrugsmanagement und eine enge Überwachung der Geschäftsvorfälle werden Betrugsversuche zum Nachteil der Händler frühzeitig erkannt und entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen. Die Auswirkungen auf das Ergebnis sind daher unwesentlich.

3 https://de.statista.com/outlook/dmo/ecommerce/deutschland. Abgerufen am 2. Januar 2023

3.2. Chancenbericht

Die durch die PSD2 beschlossene Regulierung der Zahlungsdienstleistungsbranche wird für die Sofort als Chance gesehen. Die Einführung der zweiten Zahlungsdiensterichtlinie am 14. September 2019 hat die Zusammenarbeit zwischen Banken und Zahlungsdienstleister in einem zunehmend regulierten Umfeld erleichtert. Zudem konnten die Sicherheitsstandards für Bankkunden verbessert werden (z.B. geringeres Betrugsrisiko). Die Komplexität um PSD2 eröffnet außerdem die Möglichkeit im Bereich Online-Zahlungen Wettbewerbsvorteile zu schaffen. Die Sofort ist daher bestrebt, eine bequemere und einfachere Nutzererfahrung zu gestalten, die sich vom Wettbewerb abhebt. Die Integration von neuen Banken via PSD2 API sowohl die Pflege von bestehenden benötigt weniger Aufwand und die Verbindungen zu den Banken sind stabiler.

Die Entwicklung und Einführung neuer Produkte, zum Beispiel der Zahlungsabgleich über Klarna Open Banking und Instant Payouts, wird ebenfalls die Diversifizierung der Umsätze von Sofort ermöglichen.

Weitere Chancen werden in der engen Zusammenarbeit mit der Konzernmutter Klarna Bank AB (publ) gesehen, die komplementäre Produkte zur Sofortüberweisung anbietet. Durch die Hebung der Synergien im Vertrieb, Marketing und Management von Vertriebspartnerschaften ergeben sich entsprechende Umsatzpotenziale. Die Klarna Gruppe und somit auch Sofort überprüfen regelmässig die Strukturen der Gruppe und planen so auch im Jahre 2023 weitere Synergien zu heben.

3.3. Prognosebericht

In den folgenden Prognosen sind Annahmen enthalten, deren Eintritt nicht sicher ist. Sofern eine oder mehrere Annahmen nicht eintreffen, können die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen wesentlich von den dargestellten Prognosen abweichen. Es wird erwartet, dass die Umsätze im Jahr 2023 nur um 0,9 % steigen werden, da Mitte 2023 neue Händler hinzukommen werden. Es wird erwartet, dass der Bruttogewinn im Geschäftsjahr 2023 um 3% steigen wird. Die Haupttreiber sind Erhöhungen der konzerninternen Zahlungsgebühren ("IC") und der IC-Nettofinanzierungen. Sofort erhält IC-Zahlungsgebühren von Konzerngesellschaften für die Nutzung der Produkte von Sofort. Das Wachstum der IC-Zahlungsgebühren wird durch das prognostizierte Volumenwachstum von Klarna im Geschäftsjahr 2023 angetrieben.

Wir prognostizieren einen Rückgang der indirekten Kosten im Jahr 2023 um 37 %, hauptsächlich aufgrund rückläufiger indirekter Arbeitskosten und Währungsgewinne und -verluste. Die Klarna Gruppe und Sofort haben im Jahr 2022 gemeinsam eine Kostensenkungsmaßnahme durchgeführt, bei der 20 % des Personals abgebaut wurden. Folglich werden niedrigere indirekte Arbeitskosten im Geschäftsjahr 2023 erwartet.

Für 2023 wird ein Anstieg des EBT um 10 % prognostiziert. Der Nettogewinn wird jedoch 2023 voraussichtlich gleich Null sein, da die Gewinn- /Verlustabführung zwischen den Unternehmen erhöht wird, um einen Nullgewinn in der Sofort-Einheit zu erreichen.

Konjunktureller Ausblick

Laut einer Studie der Deutschen Bundesbank wird die deutsche Wirtschaft in der ersten Hälfte des Jahres 2023 wahrscheinlich schrumpfen, aber keinen schweren Abschwung erleben. Dies ist auf die anhaltend hohe Inflation infolge der anhaltenden Energiekrise, das schwächere verfügbare Einkommen der Haushalte und die schrumpfenden Staatsausgaben zurückzuführen. In der zweiten Jahreshälfte 2023 wird mit einer allmählichen Erholung gerechnet, da der Druck der Energiepreise infolge der Bemühungen der Regierung um eine Diversifizierung der Energieversorgung nachlässt. Die Inflationsrate wird folglich bis zum Jahresende auf 7,2 % sinken. Insgesamt dürfte das BIP der deutschen Wirtschaft im Jahr 2023 um 0,5 % schrumpfen, sich dann erholen und schließlich 2024 um 1,7 % und 2025 um 1,4 % wachsen. 4

Es gab auch erwartete Unsicherheiten in der Weltwirtschaft, die sich auf die deutschen Wirtschaftsaussichten auswirken. Die unvorhersehbare Entwicklung des Ukraine-Krieges stellt weiterhin ein geopolitisches Risiko dar und birgt potenzielle Störungen für die wirtschaftlichen Aktivitäten in Europa. In der Zwischenzeit werden der Verlauf der Pandemie in China und die Richtung der Null-COVID-Politik wesentliche Auswirkungen auf die globale Lieferkette haben. Sofort wird diese Ereignisse und ihre Auswirkungen auf die Aktivitäten von Sofort genau beobachten.

Branchenspezifischer Ausblick

Der Zahlungsverkehrsmarkt für Firmen- und Geschäftskunden ist weiterhin stark von nationalen Unterschieden sowie technologischen und regulatorischen Entwicklungen geprägt. Aufgrund der besonderen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Zahlungsverkehr und der sich nur langsam ändernden Zahlungsgewohnheiten, insbesondere in den entwickelten Zahlungsverkehrsmärkten wie Deutschland, sind wichtige Veränderungen mittelfristig nicht zu erwarten. Im Jahr 2021 wurde in Deutschland überwiegend der Online-Zahlungsverkehr von den Digital Shoppern genutzt. Traditionelle Bezahlverfahren wie Rechnung, Lastschrift, Kredit- und Debitkarte spielen im bargeldlosen Zahlungsverkehr weiterhin eine große Rolle. Es wird erwartet, dass der Trend zu Online-Zahlungsdiensten gemäß historischer Daten weiter an Fahrt gewinnen wird.

Entwicklung der Gesellschaft

Sofort prüft die Migration des Großteils seines Geschäfts mit bestehenden Händlern auf die Klarna-Plattform, um die Komplexität der Infrastruktur der Gruppe zu verringern, das Produktangebot von Sofort zu straffen und die Marke und das Netzwerk von Klarna weiter zu nutzen. Diese Umstellung könnte Auswirkungen auf die Struktur der Erträge und Aufwendungen, die abgewickelten Volumina, die Aktiva und Passiva sowie das zukünftige Chancen- und Risikoprofil des Unternehmens in den folgenden Geschäftsjahren haben. Im Einklang mit der Entwicklung des vergangenen Jahres, den Wirtschafts- und Branchenaussichten sowie der gezielten technologischen Entwicklung des Unternehmens wird für Sofort ein leichtes Umsatzwachstum erwartet. Sofort ist nach wie vor ein wichtiger Umsatzträger für die Klarna Gruppe und wird dies voraussichtlich auch in naher Zukunft bleiben. Die operative Geschäftsentwicklung der Sofort war im Jahr 2022 zufriedenstellend. Nach dem Abschlussdatum sind keine weiteren wesentlichen Ereignisse eingetreten.

4 Bundesbank "Outlook for the German economy for 2023 to 2025" report

 

München, den 31.03.2023

Felix Würtenberger, Geschäftsführer

Wilhelmus Geerling Klaassen, Geschäftsführer

Jahresbilanz zum 31.12.2022

Der Sofort GmbH, Institutsnummer 4700040-1

Aktivseite

Geschäftsjahr 2022
Euro Euro Euro Euro
1. Barreserve 312.74
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 312.74
2. Forderungen an Kreditinstitute 121,683,624.14
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 17,573,726.42
b) aus sonstigen Tätigkeiten 104,109,897.72
bb) andere Forderungen 104,109,897.72
3. Forderungen an Kunden 9,534,481.15
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 9,534,481.15
davon:
aa) aus Provisionen 9,534,481.15
4. Anteile an verbundenen Unternehmen 345,025.29
b) aus sonstigen Tätigkeiten 345,025.29
darunter:
aa) an Kreditinstituten -
bb) an Finanzdienstleistungsinstituten 345,025.29
cc) an instituten im Sinne des § 1 Absatz 3 des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes -
5. Immaterielle Anlagewerte 5,463.79
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 5,463.79
bb) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5,463.79
6. Sachanlagen 1,190,358.87
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 1,190,358.87
7. Sonstige Vermögensgegenstände 85,740,446.94
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 85,740,446.94
8. Rechnungsabgrenzungsposten 227,755.78
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 227,755.78
b) aus sonstigen Tätigkeiten -
Summe der Aktiva 218,727,468.70
1. Barreserve 374.07
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 374.07
2. Forderungen an Kreditinstitute 153,203,445.48
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 51,732,378.20
b) aus sonstigen Tätigkeiten 101,471,067.28
bb) andere Forderungen 101,471,067.28
3. Forderungen an Kunden 12,268,666.61
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 12,268,666.61
davon:
aa) aus Provisionen 12,268,666.61
4. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.12
b) aus sonstigen Tätigkeiten 1.12
darunter:
aa) an Kreditinstituten -
bb) an Finanzdienstleistungsinstituten 1.12
cc) an instituten im Sinne des § 1 Absatz 3 des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes -
5. Immaterielle Anlagewerte 6,315.29
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 6,315.29
bb) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6,315.29
6. Sachanlagen 1,310,640.36
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 1,310,640.36
7. Sonstige Vermögensgegenstände 53,933,950.37
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 53,933,950.37
8. Rechnungsabgrenzungsposten 240.69
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 240.69
b) aus sonstigen Tätigkeiten -
Summe der Aktiva 220,723,633.99

Passivseite

Geschäftsjahr 2022
Euro Euro Euro
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1,078.53
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld -
aa) täglich fällig -
b) aus sonstigen Tätigkeiten 1,078.53
aa) täglich fällig 1,078.53
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 65,500.38
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 65,500.38
davon: zur Ausführung von Zahlungsvorgängen 65,500.38
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1,152,084.46
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 1,152,084.46
b) aus sonstigen Tätigkeiten -
4. Rückstellungen 16,679,665.33
c) andere Rückstellungen 16,679,665.33
aa) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 1,796,793.33
bb) aus sonstigen Tätigkeiten 14,882,872.00
5. Eigenkapital 200,829,140.00
a) Eingefordertes Kapital 79,140.00
Gezeichnetes Kapital 79,140.00
b) Kapitalrücklage 200,750,000.00
c) Gewinnrücklagen -
d) Bilanzgewinn/Bilanzverlust -
Summe der Passiva 218,727,468.70
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16,086,083.21
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld -
aa) täglich fällig -
b) aus sonstigen Tätigkeiten 16,086,083.21
aa) täglich fällig 16,086,083.21
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 44,576.36
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 44,576.36
davon:
zur Ausführung von Zahlungsvorgängen 44,576.36
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1,285,188.95
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 1,285,188.95
b) aus sonstigen Tätigkeiten -
4. Rückstellungen 2,478,645.47
c) andere Rückstellungen 2,478,645.47
aa) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 1,254,942.47
bb) aus sonstigen Tätigkeiten 1,223,703.00
5. Eigenkapital 200,829,140.00
a) Eingefordertes Kapital 79,140.00
Gezeichnetes Kapital 79,140.00
b) Kapitalrücklage 200,750,000.00
c) Gewinnrücklagen -
d) Bilanzgewinn/Bilanzverlust -
Summe der Passiva 220,723,633.99

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2022 bis 31.12.2022

Geschäftsjahr 2022
Euro Euro Euro Euro Euro
1. Zinserträge 3,361,892.74
b) aus sonstigen Tätigkeiten 3,361,892.74
aa) Kredit- und Geldmarktgeschäften 3,361,892.74
bb) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen -
2. Zinsaufwendungen 380.00
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -
b) aus sonstigen Tätigkeiten 380.00
3. Provisionserträge 109,369,054.01
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 99,450,276.45
b) aus sonstigen Tätigkeiten 9,918,777.56
4. Provisionsaufwendungen 1,877,537.45
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 1,877,537.45
b) aus sonstigen Tätigkeiten -
5. Sonstige betriebliche Erträge 634,066.51
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 598,349.04
b) aus sonstigen Tätigkeiten 35,717.47
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 17,576,263.93
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 17,576,263.93
aa) Personalaufwand 13,564,096.31
aaa) Löhne und Gehälter 11,700,921.79
bbb) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1,863,174.52
darunter:
für Altersversorgung 81,615.16
bb) andere Verwaltungsaufwendungen 4,012,167.62
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 439,182.52
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 439,182.52
b) aus sonstigen Tätigkeiten -
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 174,069,329.30
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 3,552,221.30
b) aus sonstigen Tätigkeiten 170,517,108.00
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft (138,057.01)
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld (138,057.01)
b) aus sonstigen Tätigkeiten -
10. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft -
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -
b) aus sonstigen Tätigkeiten -
11. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit (80,459,622.93)
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 76,741,477.30
b) aus sonstigen Tätigkeiten (157,201,100.23)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (3,169.84)
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld (3,169.84)
b) aus sonstigen Tätigkeiten -
13. Auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne (80,456,453.09)
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 76,744,647.14
b) aus sonstigen Tätigkeiten (157,201,100.23)
14. Bilanzgewinn/Bilanzverlust -
1. Zinserträge 2,779,420.20
b) aus sonstigen Tätigkeiten 2,779,420.20
aa) Kredit- und Geldmarktgeschäften 2,779,420.20
bb) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen -
2. Zinsaufwendungen 244.80
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -
b) aus sonstigen Tätigkeiten 244.80
3. Provisionserträge 114,229,971.96
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 105,083,708.86
b) aus sonstigen Tätigkeiten 9,146,263.10
4. Provisionsaufwendungen 2,976,918.14
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 2,976,918.14
b) aus sonstigen Tätigkeiten -
5. Sonstige betriebliche Erträge 567,146.08
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 538,530.19
b) aus sonstigen Tätigkeiten 28,615.89
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 14,193,917.62
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 14,193,917.62
aa) Personalaufwand 11,468,587.48
aaa) Löhne und Gehälter 9,735,092.97
bbb) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1,733,494.51
darunter:
für Altersversorgung 77,925.02
bb) andere Verwaltungsaufwendungen 2,725,330.14
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 489,471.05
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 489,471.05
b) aus sonstigen Tätigkeiten -
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 152,153,557.68
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 1,561,070.68
b) aus sonstigen Tätigkeiten 150,592,487.00
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 524,003.85
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 524,003.85
b) aus sonstigen Tätigkeiten -
10. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft -
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -
b) aus sonstigen Tätigkeiten -
11. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit (52,761,574.90)
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 85,876,857.71
b) aus sonstigen Tätigkeiten (138,638,432.61)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 7,906.60
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 7,906.60
b) aus sonstigen Tätigkeiten -
13. Auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne (52,769,481.50)
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 85,868,951.11
b) aus sonstigen Tätigkeiten (138,638,432.61)
14. Bilanzgewinn/Bilanzverlust -

ANHANG zum 31. Dezember 2022

SOFORT GmbH, München

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Sofort GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft. Die Sofort GmbH besitzt die Erlaubnis zur Erbringung von bestimmten Zahlungsdiensten nämlich die Erbringung von Kontoinformationsdiensten im Sinne des § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 8 ZAG und Zahlungsauslösediensten im Sinne des § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 7 ZAG.

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt nach den allgemeinen Rechnungslegungsvorschriften des HGB unter besonderer Berücksichtigung der Gliederungsvorschriften gem. RechZahlV, sowie den ergänzenden Vorschriften des HGB für Finanzdienstleistungsinstitute (§§ 340 ff. HGB).

Für die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Formblätter 1 und 2 der RechZahlV verwendet. Zur besseren Übersicht wurde auf den Ausweis von Nullpositionen verzichtet.

Die Unterteilung der verschiedenen Bilanz und GuV-Positionen nach Zahlungsdiensten und sonstigen Tätigkeiten weist die Gesellschaft die folgenden Geschäftstätigkeiten zu: Erbringung von Zahlungsauslösediensten und Kontoinformationsdiensten nach dem Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz sowie deren Entwicklung und Vertrieb (aus Zahlungsdiensten) und alle übrigen Tätigkeiten (sonstige Tätigkeiten).

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: SOFORT GmbH
Firmensitz laut Registergericht: München
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: München
Register-Nr.: B 218675

Angaben zur Vermittlung eines besseren Einblicks in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Mit Wirkung ab dem 01.07.2018 hat die Klarna Gruppe ein neues Verrechnungspreismodell eingeführt. Dieses Modell ist funktionsbasierend und wird als geeignet erachtet, dem Stand vom Juli 2017 der OECD Verrechnungspreisrichtlinien zu entsprechen.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

Die dem Abschluss zu Grunde liegende Buchführung entspricht den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, planmäßig abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Nutzungsdauer bei immateriellen Vermögensgegenständen betragen zwischen 1 und 3 Jahre, Sachanlagen werden über eine Nutzungsdauer zwischen 2 bis 13 Jahren abgeschrieben.

Abnutzbare Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden bei Anschaffungskosten- oder Herstellungskosten bis 800,00 Euro als geringwertige Vermögensgegenstände erfasst und in voller Höhe abgeschrieben.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Die Kassenbestände und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in der Höhe des nach kaufmännischer Vorsicht ermittelten Erfüllungsbetrags. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, wurden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden Zinssatz abgezinst.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstigen Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt.

Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten oder, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung, zum niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Anteile und sonstige Kapitalbeteiligungen an ausländischen verbundenen Unternehmen, die in Fremdwährung erworben wurden, werden zum Wechselkurs des Erwerbszeitpunkts umgerechnet.

Angaben zur Bilanz

AKTIVA

1. Barreserve

Die Barreserve besteht hauptsächlich aus der Kassenbestand.

2. Forderungen an Kreditinstitute

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
Forderungen an Kreditinstitute mit einer Restlaufzeit < 3 Monate 3 Monate - 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR EUR
31.12.2022 121.683.624,14 121.683.624,14 0,00 0,00 0,00
31.12.2021 153.203.445,48 153,203.445,48 0,00 0,00 0,00
davon mit verbundene Unternehmen:
31.12.2022 104.109.897,72
31.12.2021 101.471.067,28

Von den gesamten Forderungen gegenüber Kreditinstituten zum Jahresende lauten TEUR 70,6 auf Nicht-Euro-Währungen.

3. Forderungen an Kunden

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
Forderungen an Kunden mit einer Restlaufzeit < 3 Monate
EUR EUR
31.12.2022 9.534.481,15 9.534.481,15
31.12.2021 12.268.666,61 12.268.666,61
davon mit verbundene Unternehmen:
31.12.2022 0,00
31.12.2021 0,00
davon mit einer Restlaufzeit
Forderungen an Kunden mit einer Restlaufzeit 3-6 Monate 6 Monate 1 Jahr 1 - 5 Jahre - 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
31.12.2022 0,00 0,00 0,00 0,00
31.12.2021 0,00 0,00 0,00 0,00
davon mit verbundene Unternehmen:
31.12.2022
31.12.2021

Anlagespiegel

Anschaffungskosten
01.01.2022 Zugang Abgang 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
Anlagevermögen
4. Anteile an verbundenen Unternehmen
Aktien in SOFORT UK LIMITED 1,12 345.024,10 0 345.025,22
5. Immaterielle Anlagewerte 210.929,33 0 0 210.929,33
aus Zahlungsdiensten und der
a) Ausgabe von E-Geld 210.929,33 0 0 210.929,33
bb) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Recht und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 210.929,33 0 0 210.929,33
6. Sachanlagen 5 3.988.961,33 328.913,44 90.615,88 4.227.258,89
aus Zahlungsdiensten und der
a) Ausgabe von E-Geld 3.988.961,33 328.913,44 90.615,88 4.227.258,89
Gesamt 4.199.891,78 673.937,54 90.615,88 4.783.213,44

5 Alle Möbel, Einrichtungsgegenstände und Ausrüstungen werden für den eigenen Geschäftsbetrieb genutzt

Kumulierte Abschreibungen
kumuliert kumuliert
01.01.2022 Zugang Abgang 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
Anlagevermögen
4. Anteile an verbundenen Unternehmen
Aktien in SOFORT UK LIMITED 0 0 0 0
5. Immaterielle Anlagewerte 204.614,04 851,50 0 205.465,54
aus Zahlungsdiensten und der
a) Ausgabe von E-Geld 204.614,04 851,50 0 205.465,54
bb) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Recht und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 204.614,04 851,50 0 205.465,54
6. Sachanlagen 2.678.320,96 438.331,02 79.751,97 3.036.900,01
aus Zahlungsdiensten und der
a) Ausgabe von E-Geld 2.678.320,96 438.331,02 79.751,97 3.036.900,01
Gesamt 2.882.935,00 439.182,52 79.751,97 3.242.365,55
Restbuchwerte
31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
Anlagevermögen
4. Anteile an verbundenen Unternehmen
Aktien in SOFORT UK LIMITED 345.025,22 1,12
5. Immaterielle Anlagewerte 5.463,79 6.315,29
aus Zahlungsdiensten und der
a) Ausgabe von E-Geld 5.463,79 6.315,29
bb) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Recht und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.463,79 6.315,29
6. Sachanlagen 1.190.358,88 1.310.640,37
aus Zahlungsdiensten und der
a) Ausgabe von E-Geld 1.190.358,88 1.310.640,37
Gesamt 1.540.847,89 1.316.956,78

7. Sonstige Vermögensgegenstände

Bei den sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen gegenüber der Gesellschafterin Klarna Germany Holding GmbH, Kautionen sowie um Forderungen ggü. Personal.

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit < 3 Monate 3 Monate - 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR EUR
31.12.2022 85.740.446,94 3.382.079,99 81.740.206,00 367.706,49 250.454,46
31.12.2021 53.933.950,37 53.208.482,51 291.603,59 183.409,81 250.454,46
davon mit verbundene Unternehmen:
31.12.2022 84.727.742,57
31.12.2021 52.769.481,50

Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die folgenden Rechte und Pflichten TEUR 84.728 (Vorjahr TEUR 52.769).

8. Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen hauptsächlich die jährliche Versicherung.

PASSIVA

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
Verbindlichkeiten geg. Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit < 3 Monate 3 Monate 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR EUR
31.12.2022 1.078,53 1.078,53 0,00 0,00 0,00
31.12.2021 16.086.083,09 16.086.083,09 0,00 0,00 0,00
davon mit verbundene Unternehmen:
31.12.2022 1.078,53
31.12.2021 16.086.083,09

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus sonstigen Tätigkeiten sind von TEUR 16.086 infolge konzerninterner Leistungserbringung und deren Verrechnung auf TEUR 1 verringerten.

2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
Verbindlichkeiten geg. Kunden mit einer Restlaufzeit < 3 Monate
EUR EUR
31.12.2022 65.500,38 65.500,38
31.12.2021 44.576,36 44.576,36
davon mit verbundene Unternehmen:
31.12.2021 0,00
31.12.2020 0,00
davon mit einer Restlaufzeit
Verbindlichkeiten geg. Kunden mit einer Restlaufzeit 3-6 Monate 6 Monate - 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
31.12.2022 0,00 0,00 0,00 0,00
31.12.2021 0,00 0,00 0,00 0,00
davon mit verbundene Unternehmen:
31.12.2021
31.12.2020

3. Sonstige Verbindlichkeiten

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
Sonstige Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit < 3 Monate 3 Monate - 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR EUR
31.12.2022 1.152.084,46 920.468,71 83.067,89 148.547,86 0,00
31.12.2021 1.285.188,95 1.194.581,95 37.493,00 53.114,00 0,00
davon mit verbundene Unternehmen:
31.12.2022 0,00
31.12.2021 0,00

Von den gesamten sonstigen Verbindlichkeiten, die am Jahresende zahlbar sind, lauten TEUR 15,8 auf Nicht-Euro-Währungen. Die sonstige Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten in Höhe von TEUR 571, und Verbindlichkeiten aus Quellensteuer von Arbeitnehmern in Höhe von TEUR 172.

4. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
Personalkosten 147.600,00 91.800,00
Urlaub 144.984,20 321.624,88
Ausstehende Rechnungen 687.442,75 69.738,80
Intercompany Rechnungen 14.882.872,00 1.223.703,00
Restricted Stock Units 564.425,54 440.895,99
Sonstige 252.340,84 330.882,80
16.679.665,33 2.478.645,47

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Kosten für Abschluss- und Prüfung TEUR 101 (Vorjahr: TEUR 164), Aufbewahrung von Unterlagen TEUR 34 (Vorjahr: TEUR 34) und Rechts- und Beratungskosten TEUR 90 (Vorjahr: TEUR 94) enthalten.

5. Eigenkapital

Das Eigenkapital ist im Vergleich zum Vorjahr gleich geblieben.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten nach § 251 HGB.

Die künftigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen belaufen sich auf TEUR 13.597 (Vorjahr: TEUR 11.732). Die Verpflichtungen aus den Verträgen wurden mit der Summe der Beträge ausgewiesen, die bis zum frühesten Kündigungstermin anfallen. Ausgewiesen sind Nominalwerte. Die Verpflichtungen laufen bis zu 7,7 Jahren, für das Jahr 2023 ergibt sich eine Zahlungsverpflichtung von TEUR 2.633 (Vorjahr: 1.872).

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:

Provisionserträge nach geographischen Regionen

Deutschland 20.953.996,72
EU ohne Deutschland 81.118.147,82
Drittländer 7.296.909,47
Gesamt 109.369.054,01

Die Anzahl der ausgeführten Zahlungsvorgänge betrug 164.022.169 (Vorjahr: 181.032.001), wobei das Zahlungsvolumen TEUR 15.276.756 (Vorjahr: TEUR 16.177.204) aus dem Zahlungsauslösedienst betrug.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge bestehen im Wesentlichen aus Vorjahresprovisionserstattungen und Umzugsgeld- sowie Mutterschaftsgeldrückerstattungen in Höhe von TEUR 197, TEUR 177 beziehungsweise TEUR 148.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen im Wirtschaftsjahr 2022 TEUR 174.069. Davon entfallen TEUR 170.517 auf die konzernweiten Verrechnungspreise.

Drittkosten im Zusammenhang mit den Zahlungsdiensten

Die Aufwendungen für Dritte gemäß § 1 Abs. 3 Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz betrugen TEUR 928 (Vorjahr TEUR 912).

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 171 (Vorjahr 141).

Arbeitnehmergruppen 2022 2021
Vertrieb 1 3
Verwaltung 22 24
Entwicklung 148 114
Gesamt 171 141

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Knut Petter Wilhelm Frängsmyr seit 17. Dezember 2020 bis 1. März 2022
Geschäftsführer
Felix Christian Würtenberger seit 31 .Mai 2021
Geschäftsführer
Wilhelmus Geerling Klaassen seit 1. März 2022
Geschäftsführer

Vergütungen der Geschäftsführer

Als Vergütung für die geleisteten Tätigkeiten im Berichtsjahr wurden TEUR 278,9 (Vorjahr: TEUR 233,4) gewährt. Der Betrag enthält Anpassungen aufgrund des konzerninternen Verrechnungspreismodells.

Gewährte Bezüge für frühere Geschäftsführer bzw. deren Hinterbliebene

Früheren Geschäftsführern sowie deren Hinterbliebenen wurden im Berichtsjahr keine Bezüge gewährt (Vorjahr: EUR 0,00). Den im Vorjahr gewährten Bezügen standen keine Gegenleistungen gegenüber.

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Im Geschäftsjahr wurden keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Konditionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen gemäß § 285 Nr. 21 HGB getätigt.

Beteiligungsbesitz

Die Sofort GmbH hält 100% der Anteile an SOFORT UK LIMITED mit Sitz in London, Vereinigtes Königreich. Zum 31. Dezember 2022 beträgt das Eigenkapital von SOFORT UK LIMITED GBP 288.001. Während des Jahres hat SOFORT UK LIMITED keinen Gewinn oder Verlust ausgewiesen.

Konzernzugehörigkeit

Die SOFORT GmbH wird in den Konzernabschluss der Klarna Bank AB, Stockholm (kleinster Konsolidierungskreis) einbezogen, diese wird wiederum in den Konzernabschluss der Klarna Holding AB, Stockholm (größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Die Konzernabschlüsse werden beim schwedischen Firmenregistrierungsamt (Bolagsverket) hinterlegt und beinhalten die von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorare.

Im befreienden Konzernabschluss wurde bezüglich der Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden von deutschem Recht abgewichen. Dieser wurde nach den internationalen Rechnungslegungsstandards und nach schwedischen Recht aufgestellt.

Ergebnisabführungsvertrag

Die SOFORT GmbH ist durch formwechselnde Umwandlung der SOFORT AG mit Sitz in Gauting entstanden. Die Gesellschaft hat vor dem Formwechsel am 10.02.2015 mit der Klarna Germany Holding GmbH mit Sitz in München (Alleingesellschafter) einen Ergebnisabführungsvertrag geschlossen, dem die Hauptversammlung am 05.03.2015 zugestimmt hat. Der Vertrag wurde am 11.03.2015 im Handelsregister eingetragen. Der Ergebnisabführungsvertrag ist auf unbestimmte Zeit abgeschlossen und gilt rückwirkend ab 1.Januar 2015.

Nachtragsbericht

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten, die das Bild, das der Abschluss vermittelt, beeinflussen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

München, den 31. März 2023

Wilhelmus Geerling Klaassen, Geschäftsführer

Felix Würtenberger, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SOFORT GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SOFORT GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SOFORT GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsatze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt ,,Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsachlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund van dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mangel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 26. Mai 2023

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Adam, Wirtschaftsprüfer

Leuchten, Wirtschaftsprüfer

Sonstige Angaben

Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 22. Juni 2023 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

52 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.