manroland Goss web systems GmbH

Alois-Senefelder-Allee 1, 86153 Augsburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 32609
Vorher
manroland web systems NewCo GmbH
Eingetragen
11.6.2018
Branche
Herstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von Maschinen für die Papiererzeugung und -verarbeitungHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Gegenstand
Herstellung von Maschinen und Apparaten aller Art, insbesondere für die Druckerei-Industrie und verwandte Gewerbe, sowie von ähnlichen Erzeugnissen, Handel mit solchen Erzeugnissen und mit Verbrauchsmaterialien, Erbringung damit zusammenhängender technischer und industrieller Serviceleistungen, Betreiben eines B2B-Online-Marktplatzes sowie das Halten und Verwalten von Gesellschaften und Beteiligungen in den vorgenannten Feldern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Dominik Boisen
seit 1.6.2022
Prokura
Franz Kriechbaum
seit 3.7.2019
Geschäftsführer
Frank Kreisel
seit 25.7.2018
Prokura
Konrad Bollenbach
seit 25.7.2018
Prokura
Daniel Dr. Raffler
seit 11.6.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
51.00%
Goss GmbH
49.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.500 €
51.00%
Goss GmbH
Germany
24.500 €
49.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

manroland Goss web systems GmbH

Augsburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.930.566,00 5.405.188,00
2. Geleistete Anzahlungen 957.300,93 821.326,02
5.887.866,93 6.226.514,02
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 18.581,00 31.236,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.132.446,89 877.973,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 797.340,92 647.037,14
1.948.368,81 1.556.246,14
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 63.237.581,30 53.897.581,30
2. Beteiligungen 38.898,07 38.765,97
63.276.479,37 53.936.347,27
71.112.715,11 61.719.107,43
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.854.146,85 6.533.405,12
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 88.747.723,03 61.911.915,86
3. Erhaltene Anzahlungen -92.749.192,54 -72.577.054,56
4. Geleistete Anzahlungen 5.068.405,79 4.131.733,58
7.921.083,13 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.231.731,10 17.082.814,77
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 23.578.565,46 24.710.480,90
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.986.641,73 1.031.922,26
35.796.938,29 42.825.217,93
III. Guthaben bei Kreditinstituten 625.703,14 574.816,71
44.343.724,56 43.400.034,64
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 217.000,97 228.830,80
115.673.440,64 105.347.972,87

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklage 78.860.332,43 78.860.332,43
III. Verlustvortrag -46.967.905,04 -42.785.354,78
IV. Jahresüberschuss (i.Vj. Jahresfehlbetrag) 2.353.473,65 -4.182.550,26
34.295.901,04 31.942.427,39
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 0.00 271.007,21
2. Sonstige Rückstellungen 20.723.554,25 16.842.236,38
20.723.554,25 17.113.243,59
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 18.224.000,98
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.762.051,19 6.743.760,45
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 6.762.051,19 (Vj.: € 6.743.760,45) -
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 52.533.226,63 29.075.802,61
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 52.533.226,63 (Vj.: € 29.075.802,61) -
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.358.707,53 2.248.737,85
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 1.358.707,53 (Vj.: € 2.248.737,85) -
- davon aus Steuern: € 470.662,45 (Vj.: € 1.509.336,08) -
60.653.985,35 56.292.301,89
115.673.440,64 105.347.972,87

Gewinn- und Verlustrechnung

2023 Vorjahr
1. Umsatzerlöse 149.632.627,09 115.934.931,71
2. Erhöhung (Vj.: Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 26.835.807,17 28.132.375,21
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 133.541,32
4. Sonstige betriebliche Erträge 15.237.553,35 6.504.880,79
- davon aus Währungsumrechnung: € 2.242.145,48 (Vj.: € 5.568.957,57) -
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 66.238.275,21 52.661.599,44
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 37.668.312,68 31.276.305,06
103.906.587,89 83.937.904,50
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 46.483.490,10 42.246.817,56
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 9.785.015,93 8.994.367,64
56.268.506,03 51.241.185,20
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.227.524,82 1.354.182,49
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 24.690.271,51 20.000.529,44
- davon aus Währungsumrechnung: € 2.839.457,61 (Vj.: € 3.732.648,33) -
9. Erträge aus Beteiligungen 3.394.793,82 3.183.811,34
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 3.394.793,82 (Vj.: € 3.183.811,34) -
10. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages erhaltene Gewinne 91.465,13 340.906,97
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.805.283,72 1.696.779,63
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 1.803.280,99 (Vj.: € 1.683.646,44) -
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen 2.602.000,00 0,00
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.340.897,67 3.066.997,09
- davon an verbundene Unternehmen: € 3.709.220,25 (Vj.: € 2.730.537,20) -
- davon aus Aufzinsung: € 27.426,00 (Vj.: € 2.351,00) -
14. Ergebnis vor Steuern 2.961.742,36 -3.673.571,75
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 600.762,71 503.743,51
16. Ergebnis nach Ertragsteuern 2.360.979,65 -4.177.315,26
17. Sonstige Steuern 7.506,00 5.235,00
18. Jahresüberschuss (i.Vj. Jahresfehlbetrag) 2.353.473,65 -4.182.550,26

HRB 32609 beim Amtsgericht Augsburg

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Allgemeine Grundlagen

Die manroland Goss web systems GmbH, Augsburg, ein weltweit tätiger Hersteller von Zeitungs- und Illustrationsmaschinen, ist eine Tochter der manroland web systems Holding GmbH, Lübeck, welche 51 % ihrer Anteile hält. Diese wiederum ist eine 100 %-tige Tochter des international agierenden Mischkonzerns L. Possehl & Co. mbH mit Hauptsitz in Lübeck. Die verbleibenden 49 % der Anteile gehören der Goss GmbH, Frankfurt am Main, welche ihrerseits eine 100 %-tige Tochter der American Industrial Partners LLC, einem Private Equity Unternehmen aus New York, Vereinigte Staaten von Amerika, ist.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 der manroland Goss web systems GmbH, Augsburg, ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die manroland Goss web systems GmbH, Augsburg, wird in den befreienden Konzernabschluss (kleinster und größter Kreis) der L. Possehl & Co. mit beschränkter Haftung, Lübeck, einbezogen, welcher im Unternehmensregister bekannt gemacht wird und befreiende Wirkung nach § 291 HGB für die Gesellschaft hat.

Die Gesellschaft weist gemäß § 267 Abs. 3 HGB die Größenkriterien einer großen Kapitalgesellschaft auf.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über ihre betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen und rechtlichen Eigentums zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und wird - sofern abnutzbar - um planmäßige lineare und gegebenenfalls bei dauerhafter Wertminderung auch außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Die vorgenommenen Abschreibungen orientieren sich an den Höchstsätzen steuerlicher Abschreibungstabellen.

Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen umfassen die direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie anteilige Gemeinkosten der Fertigung einschließlich der fertigungsbedingten Abschreibungen. Reparaturkosten und Zinsen auf Fremdkapital werden als laufender Aufwand erfasst.

Selbstständig nutzbare, bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- und Herstellungskosten bis 250,00 € im Zugangsjahr als Aufwand erfasst. Bei Anschaffungs- und Herstellungskosten zwischen 250,00 € und 1.000 € wird die lineare Abschreibungsmethode über eine Abschreibungsdauer von fünf Jahren angewendet.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden mit Anschaffungskosten oder bei Vorliegen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Bestehen die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr, erfolgt eine Wertaufholung auf den aktuellen beizulegenden Zeitwert bis maximal auf die ursprünglichen Anschaffungskosten.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren realisierbaren Tageswerten bewertet. Bestandteile der Herstellungskosten sind neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die fertigungsbedingten Abschreibungen soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, sowie zur verlustfreien Bewertung von angearbeiteten Aufträgen werden ausreichende Wertberichtigungen vorgenommen. Erhaltene Anzahlungen wurden mit dem Rückzahlungsbetrag (ohne Umsatzsteuer) von den Vorräten offen abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Wertberichtigungen werden vorgenommen auf Forderungen, deren Ausfall droht und auf Forderungen aus Ländern mit Transferrisiken. Unverzinsliche und niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr werden abgezinst. Das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch pauschale Wertberichtigungen in Höhe von 1 % auf den Forderungsbestand berücksichtigt, die grundsätzlich auf branchenüblichen Erfahrungswerten beruhen. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennbetrag (ohne Umsatzsteuer) ausgewiesen.

Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert angesetzt.

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, werden auf der Aktivseite als Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, werden auf der Passivseite als Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen in Höhe der allgemeinen Inflationsrate bilanziert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem ihrer Restlaufzeit entsprechendem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre, wie er von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben wird, abgezinst. Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck bewertet. Bei der Bewertung wurde ein Abzinsungssatz in Höhe von 0,33% zu Grunde gelegt und es wurde von einer Dynamik der anrechenbaren Beträge in Höhe von 2,50 % ausgegangen. Die Erfolgswirkungen aus Änderungen des Abzinsungssatzes werden im Finanzergebnis erfasst.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten und kursgesichert sind, werden zum Sicherungskurs bewertet. Die übrigen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden nach den Grundsätzen des § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären Differenzen zwischen handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge, deren Verrechnung in den nächsten fünf Jahren wahrscheinlich ist, werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastungen oder Steuerentlastungen mit unternehmensindividuellen Ertragssteuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet. Die aus unterschiedlichen Wertansätzen beim Anlagevermögen und den Altersteilzeitrückstellungen sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen resultierende aktive Steuerlatenz wurde mit einem Steuersatz von 32,30% berechnet und in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 HGB nicht bilanziert.

Erläuterungen zur Bilanz

Zur Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens einschließlich der darauf entfallenden Abschreibungen verweisen wir auf den beigefügten Anlagenspiegel (Anlage 1 zum Anhang).

Aufgrund der positiven Entwicklung der manroland Goss web systems International LLC konnte die in 2019 vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung auf den Beteiligungsbuchwert teilweise zurückgenommen werden. Es erfolgte eine Zuschreibung in Höhe von TEUR 11.942.

Bei der grapho metronic Mess- und Regeltechnik ergab eine Überprüfung des Beteiligungsbuchwertes, dass eine dauerhafte Wertminderung vorliegt. Es erfolgte daher eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 2.602 auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert.

Ansonsten wurden ausschließlich planmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die gesonderte Aufstellung des Anteilsbesitzes mit den in § 285 Nr. 11 HGB verlangten Angaben ist dem Anhang als Anlage 2 beigefügt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben in Höhe von 300 Tsd. € (Vorjahr: 347 Tsd. €) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von 5.300 Tsd. € (Vorjahr: 2.549 Tsd. €) aus Lieferungen und Leistungen. In Höhe von 18.279 Tsd. € (Vorjahr: 22.161 Tsd. €) liegen sonstige Forderungen vor. Im Vorjahr bestanden Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 8 Tsd. €.

Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden saldiert ausgewiesen, soweit diese nach den gesetzlichen Vorschriften aufrechenbar sind.

Die sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen gebildet für geschäftsbezogene Verpflichtungen, wie Garantie- und Gewährleistungsverpflichtungen in Höhe von 2.612 Tsd. € (Vorjahr: 2.411 Tsd. €), noch zu erbringende Leistungen in Bezug auf abgerechnete Aufträge in Höhe von 7.789 Tsd. € (Vorjahr: 6.193 Tsd. €) sowie für Gleitzeit und Resturlaub in Höhe von 2.046 Tsd. € (Vorjahr: 1.690 Tsd. €) und für Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern zu künftigen Zahlungen aus Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 3.714 Tsd. € (Vorjahr: 2.024 Tsd. €).

Die Rückstellung für Gewährleistungsverpflichtungen wurde mit ihrem Barwert angesetzt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von 6.753 Tsd. € (Vorjahr: 10.705 Tsd. €) aus Lieferungen und Leistungen.

Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von 45.751 Tsd. € (Vorjahr: 18.370 Tsd. €) aus dem Finanzverkehr, davon gegenüber dem Gesellschafter L. Possehl & Co. mit beschränkter Haftung, Lübeck, in Höhe von 37.429 Tsd. € (Vorjahr: 14.908 Tsd. €).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Nach Regionen stellen sich die Umsatzerlöse wie folgt dar:

Tsd. € 2023 2022
Bundesrepublik Deutschland 30.683 25.495
Europa (ohne Deutschland) 37.436 55.939
Amerika 57.167 13.846
Asien 17.646 13.535
Übrige Regionen 6.701 7.120
Gesamt 149.633 115.935

Nach Produktgruppen teilen sich die Umsatzerlöse wie folgt auf:

Tsd. € 2023 2022
Zeitungsmaschinen 7.015 22.258
Illustrationsmaschinen 60.517 5.800
Sonderdruck 2.104 1.570
Service 76.622 83.970
Übrige 3.375 2.337
Gesamt 149.633 115.935

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Berichtsjahr außergewöhnliche und periodenfremde Erträge aus Zuschreibungen auf das Finanzanlagevermögen in Höhe von 11.942 Tsd. € (Vorjahr 0 Tsd. €) enthalten, des Weiteren fielen periodenfremde Erträge in Höhe von 476 Tsd. € (Vorjahr: 480 Tsd. €) an. Davon entfallen Erträge in Höhe von 228 Tsd. € (Vorjahr 202 Tsd. €) auf die Auflösung von Rückstellungen, Erträge in Höhe von 68 Tsd. € (Vorjahr: 73 Tsd. €) auf die Auflösung von debitorischen und kreditorischen Posten sowie Erträge in Höhe von 180 Tsd. € (Vorjahr: 379Tsd. €) auf die Auflösung von nicht mehr erforderlichen Wertberichtigungen.

Der Personalaufwand beinhaltet im Geschäftsjahr 2023 Erstattungen der Agentur für Arbeit aus der Inanspruchnahme der Kurzarbeitergeldregelungen in Höhe von 0 Tsd. € (Vorjahr: 1.952 Tsd. €).

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen erfolgten vollständig außerplanmäßig aufgrund vorliegender dauerhafter Wertminderungen.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten aperiodischen Aufwand für Kapitalertragssteuer & Solidaritätszuschlag in Höhe von 393 Tsd. € sowie für Gewerbesteuer in Höhe von 133 Tsd. €.

Sonstige Angaben zum Jahresabschluss

Haftungsverhältnisse

Es bestehen für verbundene Unternehmen Verpflichtungen in Höhe von 510 Tsd. € aus Garantien ggü. Versicherungen und Banken und Verpflichtungen aus Bürgschaften in Höhe 60 Tsd. € aus der Anmietung von Geschäftsräumen.

Auf Basis einer kontinuierlichen Analyse der Risikosituation der eingegangenen Haftungsverhältnisse und unter Beachtung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse geht die manroland Goss web systems GmbH, Augsburg, derzeit davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zu Grunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können.

Die manroland Goss web systems GmbH, Augsburg, schätzt daher bei den aufgeführten Haftungsverhältnissen das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen. Die künftigen Zahlungen bis zum Ablauf der Mindestlaufzeit der Verträge haben folgende Fälligkeiten:

Tsd. € 31.12.2023 31.12.2022
Fällig innerhalb eines Jahres 3.789 3.590
Fällig nach mehr als einem Jahr bis fünf Jahren 3.663 542
Fällig nach mehr als fünf Jahren 79 115
Gesamt 7.531 4.247

Ein Bestellobligo für Investitionen besteht in Höhe von 553 Tsd. €. Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen beläuft sich auf 6.527 Tsd. € (Vorjahr: 3.132 Tsd. €).

Derivative Finanzinstrumente

Die manroland Goss web systems GmbH, Augsburg, ist international tätig und in Folge dessen auch Währungsrisiken ausgesetzt, die daraus resultieren, dass zukünftige Geschäftstransaktionen oder bilanzierte Vermögensgegenstände und Schulden auf eine Fremdwährung lauten. Die Gesellschaft sichert ab einem Mindestbetrag grundsätzlich alle fest kontrahierten Kundenaufträge in Fremdwährung vollumfänglich ab. Als Sicherungsinstrumente werden sowohl Devisentermingeschäfte als auch Devisenoptionsgeschäfte eingesetzt.

In einzelnen Fällen werden auch mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen abgesichert. Es handelt sich hierbei um Fremdwährungsein- und -auszahlungen aus dem operativen Geschäft. Mit den Sicherungsmaßnahmen wird das Ziel verfolgt, die Ergebnisvolatilität aus den Fremdwährungsein- und -auszahlungen (bzw. aus deren Bewertung) in Bezug auf das Währungsrisiko zu reduzieren.

Die Devisentermingeschäfte bilden zusammen mit den Grundgeschäften gemäß § 254 HGB eine Bewertungseinheit und werden daher nicht bilanziert. Es wird die Einfrierungsmethode gewählt. Soweit sich aus der Verrechnung (Kompensation) der Wertänderungen von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument, die sich auf das abgesicherte Risiko beziehen, ein Verlustüberhang ergibt, wird dieser entsprechend IDW RS HFA 35 durch Bildung einer Drohverlustrückstellung erfolgswirksam berücksichtigt. Zum Bilanzstichtag ergab sich kein Verlustüberhang. Bewertungsgewinne werden erst zum Zeitpunkt ihrer Realisierung ertragswirksam erfasst.

Es handelte sich bei der Art der Bewertungseinheiten um Mikro-Hedges.

In allen Fällen war die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen gegeben, da die wesentlichen risikobestimmenden Parameter zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft (Währungsidentität und Fälligkeitsidentität) übereinstimmten. Die Ermittlung der Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen im Hinblick auf das abgesicherte Risiko am Abschlussstichtag erfolgte anhand der Critical Terms Match- Methode.

Zum 31. Dezember 2023 bestehen Devisentermingeschäfte in Höhe von 5.385 Tsd. € mit einem in Summe insgesamt positiven Marktwert in Höhe von 135 Tsd. €. Die Devisentermingeschäfte und die abgesicherten operativen Geschäfte werden alle innerhalb eines Jahres fällig.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres, die einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zur Folge gehabt hätten, haben sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres im Sinne des § 285 Nr. 33 HGB nicht ergeben.

Sonstige Angaben

Im Jahresdurchschnitt waren 589 Mitarbeiter (ohne Auszubildende und ohne Geschäftsführer) beschäftigt. Davon entfallen auf gewerbliche Mitarbeiter 162 und auf Angestellte 427.

Auf die Anhangsangabe gemäß § 285 Nr. 17 HGB über das Abschlussprüferhonorar wird verzichtet, weil die Angaben in dem die Gesellschaft einbeziehenden Konzernabschluss der L. Possehl & Co. mit beschränkter Haftung, Lübeck, enthalten sind.

Vorschlag über die Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 2.353.473,65 € auf neue Rechnung vorzutragen.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat gemäß § 1 Abs. 1 Drittelbeteiligungsgesetz der Gesellschaft besteht aus folgenden Mitgliedern:

Dr. Joachim Brenk (Vorsitzender des Aufsichtsrates, Vorstandsvorsitzender L. Possehl & Co. mbH, Lübeck)

Per Uwe Josefsson (Managing Director Projet System AB, Ronneby, Schweden)

Sascha Hübner (Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates, Arbeitnehmervertreter der manroland Goss web systems GmbH, Augsburg)

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 keine Bezüge erhalten.

Geschäftsführung

Franz Kriechbaum, Chief Executive Officer (CEO) München

Der Geschäftsführer ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

 

Augsburg, den 25. Juli 2024

manroland Goss web systems GmbH, Augsburg

Die Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 1.1.2023 Zugänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.314.451,53 792.697,54 364.457,07 16.471.606,14
2. Geleistete Anzahlungen 821.326,02 500.431,98 -364.457,07 957.300,93
16.135.777,55 1.293.129,52 0,00 17.428.907,07
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 646.858,31 0,00 0,00 646.858,31
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.781.882,11 837.567,10 6.619.449,21
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 647.037,14 150.303,78 797.340,92
7.075.777,56 987.870,88 0,00 8.063.648,44
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 79.001.377,81 0,00 0,00 79.001.377,81
2. Beteiligungen 38.765,97 132,10 0,00 38.898,07
79.040.143,78 132,10 0,00 79.040.275,88
102.251.698,89 2.281.132,50 0,00 104.532.831,39
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2023 Zugänge Zuschreibungen Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.909.263,53 1.631.776,61 0,00 11.541.040,14
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
9.909.263,53 1.631.776,61 0,00 11.541.040,14
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 615.622,31 12.655,00 0,00 628.277,31
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.903.909,11 583.093,21 0,00 5.487.002,32
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
5.519.531,42 595.748,21 0,00 6.115.279,63
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.103.796,51 2.602.000,00 11.942.000,00 15.763.796,51
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
25.103.796,51 2.602.000,00 11.942.000,00 15.763.796,51
40.532.591,46 4.829.524,82 11.942.000,00 33.420.116,28
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.930.566,00 5.405.188,00
2. Geleistete Anzahlungen 957.300,93 821.326,02
5.887.866,93 6.226.514,02
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 18.581,00 31.236,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.132.446,89 877.973,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 797.340,92 647.037,14
1.948.368,81 1.556.246,14
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 63.237.581,30 53.897.581,30
2. Beteiligungen 38.898,07 38.765,97
63.276.479,37 53.936.347,27
71.112.715,11 61.719.107,43

Beteiligungsübersicht

Sitz des Unternehmens Beteiligungsquote Währung Nennkapital Eigenkapital 31.12.2023 Jahresergebnis 31.12.2023
in LW ('000) ** ('000) ** ('000)
Unmittelbare Beteiligungen
grapho metronic Mess- und Regeltechnik GmbH München / Deutschland 100 % EUR 25,00 325,85 € EAV
manroland Goss web systems Australasia Pty Ltd. Chullora / Australien 100 % AUD 100,00 2.570,65 € 838,90 €
manroland Goss web systems (India) Private Ltd. Noida / Indien 100 % * INR 2.700,00 1.169,60 € 69,57 €
manroland Goss web printing equipment (Beijing) Co. Ltd. Beijing / China 100 % CNY 3.241,66 - 118,67 € - 162,40 €
manroland Goss web systems France S.A.S. Creil / Frankreich 100 % EUR 50,00 1.967,05 € 1.481,39 €
manroland Goss web systems (UK) Ltd. Maidenhead / Grossbritannien 100 % GBP 55,00 1.217,35 € 779,10 €
manroland web systems Southern Africa Pty. Ltd. Cape Town / Südafrika 100 % ZAR 0,10 2,00 € - €
manroland IP GmbH Offenbach am Main / Deutschland 50 % EUR 12,50 14,71 € 0,02 €
manroland Goss web systems International LLC Exeter / Vereinigte Staaten von Amerika 100 % USD - - € - €
Goss Holding UK Ltd. Preston / Grossbritannien 100 % GBP - € - €
GWS International B.V. Nieuwkuijk / Niederlande 100 % EUR 20,00 2.200,54 € 515,45 €
manroland web systems Canada Inc. Vaughan / Kanada 100 % CAD 0,11 373,85 € 29,10 €
Mittelbare Beteiligung
manroland Goss web systems Americas, LLC Exeter / Vereinigte Staaten von Amerika 100 % USD 11.234,42 11.037,57 € 8.202,79 €
manroland Goss web systems UK Solutions Ltd. Preston / Grossbritannien 100 % GBP 24.892,47 605,46 € - 1.025,87 €
manroland Goss web systems Japan Corp. Ltd. Sayama-shi, Saitama / Japan 100 % JPY 1.029.609,00 1.944,93 € - 783,89 €
manroland Goss web systems Singapore Pte. Ltd. Singapur 100 % SGD 100,00 297,02 € 4,49 €

* Die rechnerische Höhe der Beteiligungsquote beträgt 99,9996296 %.
** Bei Fremdwährungsabschlüssen wird das Eigenkapital zum Stichtagskurs und das Jahresergebnis mit dem Durchschnittskurs umgerechnet.

EAV = Ergebnisabführungsvertrag

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

a. Geschäftstätigkeit

Die Geschäftstätigkeit der manroland Goss web systems GmbH, Augsburg, gliedert sich in vier Geschäftsbereiche.

Der Bereich System Solution umfasst die Entwicklung, Montage und den Vertrieb von komplexen, technisch hoch entwickelten Rollendrucksystemen, die nach dem Offsetverfahren produzieren sowie deren Anpassung auf kundenspezifische Bedürfnisse. Außerdem wurden Gesamtsysteme für den flexiblen Verpackungsdruck erfolgreich weiterentwickelt und sind ein weiterer Bestandteil unseres Produktportfolios, welches künftig einen größeren Stellenwert einnehmen wird. Die mechanische Fertigung für unsere Produkte erfolgt überwiegend bei unserer Schwestergesellschaft manroland web produktionsgesellschaft mbH, Augsburg. Umzüge und damit verbundene Überholungen existierender Druckanlagen vervollständigen das Marktangebot.

Das Servicegeschäft umfasst drei Geschäftsbereiche:

Dazu zählt der Bereich Part Solution. Er beinhaltet die Ersatz- und Verschleißteilversorgung sowie unsere Handelsplattform "Market-X". Auf dieser bieten wir auch erweiterte Dienstleistungen an. Eine automatisierte produktübergreifende Teileidentifikationssoftware ermöglicht es, ein größeres Spektrum abzubilden und größere Kundengruppen zu erreichen.

Der Bereich Service Solution deckt all unsere Aktivitäten im Bereich der transaktionsbasierten Dienstleistungen wie Reparaturen, Revisionen, Service- und Wartungsverträge sowie den reaktiven als auch den proaktiven Online Support ab.

Im Bereich Engineered Solution vermarkten wir unser Angebot an Upgrades, Retrofits und Rekonfigurationen. Dabei beschränken wir uns nicht nur auf Angebote für unsere eigene installierte Basis, sondern bieten diese Leistungen auch für Wettbewerbsprodukte an.

Im Bereich der Rollendrucksysteme werden maßgeschneiderte Anlagen für den Zeitungs- und Illustrationsdruck hergestellt und vertrieben. Die Zeitungsdrucksysteme decken die Produktion sämtlicher Auflagenhöhen in unterschiedlichen Formaten in den mittleren und oberen Leistungsklassen ab. Die Illustrationsdruckmaschinen in verschiedenen Formaten und Leistungsklassen ermöglichen den Qualitätsdruck und die Falzweiterverarbeitung von Prospekten, Beilagen, Katalogen und Zeitschriften sowie Büchern. Im Bereich des hochautomatisierten Rollenoffsetdruckes für Zeitung und Illustration hat die manroland Goss web systems GmbH, Augsburg, nach unseren Schätzungen wieder einen hohen Marktanteil erreicht. Dieser ist im Vergleich zum Vorjahr (74%) erfreulicherweise auf dem sehr hohen Niveau stabil geblieben. Nach der Pandemie 2022 war das Vergabevolumen deutlich höher als im abgelaufenen Jahr 2023, so dass das wieder erreichte hohe Niveau im Marktanteil besonders hoch einzuschätzen ist. Für den flexiblen und kartonbasierten Verpackungsdruck werden Gesamtlösungen aus mehreren bewährten Druckverfahren in Verbindung mit unserer eigenen Automatisierungsstrategie vertrieben. In diesem interessanten Wachstumssegment konnten 2023 weitere Erfolge erzielt und Auftragseingänge verbucht werden.

Die manroland Goss web systems GmbH, Augsburg, hat am 31. Dezember 2023 ihr fünftes vollständiges Geschäftsjahr abgeschlossen. Sie gehört seit dem Merger mit der Goss-Gruppe vom 20. August 2018 zu 51 % über die manroland web systems Holding GmbH, Lübeck, der Possehl-Gruppe, einem international aufgestellten Mischkonzern mit Hauptsitz in Lübeck und zu 49 % über die Goss GmbH, Frankfurt am Main, der American Industrial Partners LLC, einem Private Equity Unternehmen aus New York, Vereinigte Staaten von Amerika.

Die manroland Goss web systems GmbH, Augsburg, unterhielt in 2023 seinen Hauptstandort in Augsburg. Das internationale Vertriebs- und Servicenetz der manroland Goss web systems-Gruppe besteht aus einer eigenen Marktorganisation und Beteiligungen sowie externen Vertriebs- und Servicepartnern.

b. Forschung und Entwicklung

Der zunehmende Wettbewerbsdruck der Druckereien stellt deren Wirtschaftlichkeit weiterhin täglich vor neue Herausforderungen. Dementsprechend fokussieren wir unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf die aktuellen Anforderungen unserer Kunden. Hierbei steht die Automatisierung des Workflows ebenso im Vordergrund, wie die Reduzierung der Lebenszykluskosten. Für das von uns angestrebte Wachstum im Markt der Druckmaschinen für den flexiblen und kartonbasierten Verpackungsdruck entwickeln wir die anwendungsorientierte Systemintegration aller Komponenten zielgerichtet weiter, um damit den entscheidenden Vorteil gegenüber den bereits am Markt bestehenden Wettbewerbslösungen anbieten zu können. Dabei kann auf eine, in unserem Unternehmen bereits vorhandene, umfassende Wissensbasis über die diversen Drucklösungen zurückgegriffen werden. Die bewährten Komponenten unserer Partner werden durch uns in Bezug auf die aktuellen Marktanforderungen im flexiblen und kartonbasierten Verpackungsdruck technisch optimiert.

Im Bereich unserer Serviceleistungen haben wir unser Engagement zur Entwicklung und Erprobung von innovativen Dienstleistungs- bzw. Pressupdateprodukten weiter verstärkt. Für die optimale Versorgung mit Ersatz- und Verschleißteilen haben wir im Rahmen unserer E-Commerce-Strategie die Funktionalität unseres Online-Stores erhöht und den Umfang der Angebote erweitert. Das im Unternehmen vorhandene Know-how über Steuerungs- und Antriebstechnik wollen wir nicht nur für Update-Produkte der eigenen installierten Basis nutzen, sondern auch verstärkt für Retrofit-Lösungen an Druckmaschinen anderer Hersteller. Langfristig vereinbarte und somit auch planbare Wartung an den Druckmaschinen soll in Zukunft die Bindung zu unseren Kunden erhöhen. Dafür entwickeln wir die Voraussetzungen zur gezielten Datenerfassung und -auswertung, um so wettbewerbsfähige Wartungslösungen anbieten zu können.

Bei den Rollendruckmaschinen fokussieren wir uns weiterhin auf die Optimierung von Maschinenleistung und Verfügbarkeit bei gleichzeitiger Senkung der Betriebskosten. Die Ausrichtung liegt auf Funktionsoptimierung und Durchgängigkeit. Dies erlaubt einen nachhaltigen Komponentenmix unter den Baureihen, mit denen wir innovative Produktionsperformance beim Kunden realisieren wollen und uns Effizienzsteigerungen in der Abwicklung von Maschinenprojekten erschließen möchten. Aus diesem Grund heraus haben wir uns entschieden, das Komponentenprogramm zu straffen, ohne dass dadurch die Produktionsmöglichkeiten unserer Kunden eingeschränkt werden.

Nach dem Merger mit der Goss-Gruppe stand auch im Geschäftsjahr 2023 die weitere Produktprogrammoptimierung im Fokus. Die jeweils besten Lösungen sowohl im Zeitungs- als auch im Illustrationsportfolio stellen die Basis für die Stabilisierung unserer Marktanteile auf hohem Niveau dar.

Zur Sicherstellung der ständig steigenden Wettbewerbsfähigkeit im gesamten Produktportfolio investieren wir auch weiterhin bis zu vier Prozent, bezogen auf unseren Umsatz, in unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren es 5,4 Mio. € nach 3,3 Mio. € im Vorjahr. Durchschnittlich 45 Mitarbeiter waren an den Projekten beschäftigt. Durch die Fokussierung auf den Entwicklungsbereich wollen wir unsere Entwicklungsressourcen systematisch auf diesem Niveau halten.

Eine aktive Patentstrategie sichert unsere Innovationen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten 12 neue Patente und 5 neue Gebrauchsmuster, also insgesamt 17 neue Schutzrechte (Vorjahr 11), sowie zwei neue Markenanmeldungen ausgearbeitet und eingereicht werden (Vorjahr 0).

c. Personal

Im Durchschnitt des Geschäftsjahres waren in der manroland Goss web systems GmbH, Augsburg, 589 Mitarbeiter (Stammpersonal) gegenüber 576 im Vorjahr tätig. Es sind Personalaufwendungen von 56,3 Mio. € (Vorjahr 51,2 Mio. €) entstanden. Die aktuelle Personalaufwandsquote beträgt ca. 31,9 % der Gesamtleistung nach 35,5% im Vorjahr.

Um auch weiterhin das hohe Qualifikationsniveau im Unternehmen sicherstellen zu können, setzen wir weiterhin auf die eigene Berufsausbildung. Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 22 Auszubildende beschäftigt (Vorjahr 23).

d. Angaben gemäß § 289f Abs. 4 HGB

Für den Anteil von Frauen im Aufsichtsrat der manroland Goss web systems GmbH ist unverändert eine Zielgröße von 0 % festgelegt, da derzeit keine Nachbesetzungen anstehen. Langfristig wird eine Quote von einem Drittel angestrebt.

Die Geschäftsführung der manroland Goss web systems GmbH besteht lediglich aus einer Person. Es wird auch weiterhin keine Frau als Zielgröße festgelegt, da aktuell keine Neubestellungen oder Erweiterungen der Geschäftsführung vorgesehen sind.

In den nächsten 5-10 Jahren wollen wir eine Frauenquote in den ersten beiden Führungsebenen von mindestens 20 % erreichen (Stand zum Bilanzstichtag: 10,8 %). Geschäftsführung und Personalbereich sind sehr darum bemüht, für freiwerdende Stellen auf der ersten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung mindestens eine Frau in die engere Auswahl zu nehmen. Das Gleiche gilt für die zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung.

II. Wirtschaftsbericht

a. Rahmenbedingungen

Die klassische, in der Regel offset-basierte Druckindustrie, als eine der sehr konjunkturabhängigen Branchen, stand im Jahr 2023 weiterhin unter dem Einfluss des Ukrainekriegs und anderer Konflikte sowie weiterer Risiken an den Beschaffungsmärkten, konnte aber teilweise von dem in manchen Teilen der Welt spürbaren Steigerung der Wirtschaftsleistung profitieren. Gleichbleibende und teilweise immer noch rückläufige Werbeausgaben in den Printmedien, schwankende und rückläufige Kapazitätsauslastungen der Druckereien, weitere Konsolidierungsprozesse in der Branche und eine für die Druckbranche zögerliche Kreditpolitik der Banken haben auf Kundenseite weiterhin zu einer grundsätzlichen Investitionszurückhaltung geführt, die jedoch von einigen zukunftsweisenden Projekten durchbrochen wurde. Neben den konjunkturellen Rahmenbedingungen waren die Hersteller moderner Drucksysteme auch weiterhin mit strukturellen Veränderungen - beispielsweise sich änderndem Medienverhalten oder wachsendem Einfluss des Digitaldrucks - konfrontiert. Trotzdem galt die Aufmerksamkeit in 2023 vorrangig der Stabilisierung und Konsolidierung des inzwischen sehr hohen Marktanteils, weiterer Prozessoptimierung und der Fokussierung auf weniger zyklische Geschäftsbereiche, wie beispielsweise das Service- und Dienstleistungsgeschäft, sowie dem Einstieg in den Markt für papierbasierende Verpackungen.

Die Weltwirtschaft ist im abgelaufenen Geschäftsjahr nach gegenwärtiger Expertenschätzung 1 um 3,0 % gewachsen. Dabei ist diese positive Entwicklung leider nicht allen Industrie-Nationen, sondern vermehrt in den USA, China und weiteren wichtigen Schwellenländern zu beobachten. Im Gegensatz zu den Pandemiejahren, in denen die Wachstumsraten relativ gleichmäßig verteilt waren, führten die Auswirkungen des Ukraine Konflikts, weitere Spannungen und wirtschaftspolitische Weichenstellungen dazu, dass sich die Wachstumsraten der einzelnen Volkswirtschaften wieder deutlicher unterscheiden. Die Länder im Euroraum entwickelten sich mit 0,4 % Wachstum deutlich langsamer als die USA (+2,4%) und China (+5,2%). Besonders in unseren wichtigen Märkten in Zentral- und Westeuropa war teilweise ein Rückgang im BIP zu verzeichnen.

1 (Angaben zu BIP aus: Deutsche Bank Research Ausblick 2024 Das Jahr der Ernüchterung - vom 13. Dezember 2023)

Das stark export- und werbeabhängige Geschäft mit Druckmaschinen und allen damit verbundenen Aftermarket-Aktivitäten hatte im Berichtsjahr signifikante Zuwächse beim Auftragseingang und Auftragsbestand zu verzeichnen. Der Wettbewerb um Kundenaufträge war vor dem Hintergrund der Auslastung von Kapazitäten jedoch weiterhin intensiv. Die Preisqualität und die damit einhergehenden Margen konnten jedoch durch Konsolidierungseffekte auf der Anbieterseite stabil gehalten bzw. gesteigert werden. Im Rückblick scheint die im vergangenen Jahr prognostizierte Bodenbildung, bezogen auf den Auftragseingang, zwar für unser Unternehmen, aber nicht für den Gesamtmarkt bestätigt worden zu sein. Wir konnten uns im Markt der hochautomatisierten Druckanlagen mit einem Anteil von geschätzten 100 % an den Vergaben sehr gut behaupten.

b. Geschäftsverlauf

Die manroland Goss web systems GmbH, Augsburg, bewegt sich auch weiterhin in einem kompetitiven Marktumfeld. Dabei ist es uns gelungen, die Marktführerschaft zu verteidigen und unseren Marktanteil bei nunmehr erreichten geschätzten 100%, in dem für uns erreichbaren Teil des Marktes für Hochleistungs-Rollenoffset-Anlagen, nochmals auszubauen. In unserer mittelfristigen Erwartung gehen wir weiterhin nicht davon aus, dass sich das Marktvolumen für Rollenoffsetdrucksysteme spürbar erholen wird. Wir rechnen weiterhin eher mit einer grundsätzlich verhaltenen Marktentwicklung, bei der es sicherlich temporär zu Nachfrageschüben kommen kann.

Insgesamt war das Geschäftsjahr 2023 geprägt von der weiteren erfolgreichen Integration der Goss Unternehmen in die gemeinsame Gruppe, verbunden mit der Harmonisierung der Geschäftsprozesse und -strukturen, was erhebliche Anstrengungen erforderte.

Auch aufgrund der anhaltend schwierigen allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der Einschränkungen durch den Ukraine-Krieg konnten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr den geplanten Umsatz in Höhe von 174,2 Mio. € nicht erreichen. Vier Maschinenabnahmen mussten in das folgende Geschäftsjahr verschoben werden. Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 2023 149,6 Mio. €, was trotz der Verschiebungen im Vergleich zum Vorjahr eine deutliche Ausweitung von 33,7 Mio. € bedeutet.

Die geplante Bandbreite für das EBT in einem Korridor um die Gewinnschwelle wurde mit einem EBT von -9,9 Mio. € deutlich verfehlt. Das Ergebnis wurde dabei auch durch Aufwendungen für einen geplanten Wechsel in der Eigentümerstruktur des Unternehmens belastet.

Unsere wirtschaftliche Lage und die Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 kann vor dem Hintergrund der allgemeinen schlechten wirtschaftlichen Lage auch wegen der deutlichen Ausweitung des Umsatzvolumens als insgesamt noch zufriedenstellend bezeichnet werden. Die finanzielle Lage des Unternehmens ist insbesondere durch die Einbindung in die L.Possehl Gruppe unverändert solide.

Die Unternehmensstrukturen werden auch nach dem Merger mit der Goss-Gruppe weiterhin im Bereich der Fixkosten optimiert, um kurz- bis mittelfristig marktgerechte Renditen erzielen zu können. Einhergehen muss diese Optimierung mit einer Erhöhung der Produktivität im Unternehmen. Dieses soll besonders durch Prozessoptimierung mit konsequentem Ressourcenmanagement entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Unternehmen erreicht werden. Um die Prozessoptimierung systemseitig abzusichern und damit nachhaltig Kostenoptimierung zu erreichen, haben wir KPI-Modelle im Einsatz, über deren wöchentliche Entwicklung anschließend mit Shareholdern und Führungskräften diskutiert wird.

c. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Das Anlagevermögen von insgesamt 71,1 Mio. € (Vorjahr 61,7 Mio. €) machte zum Bilanzstichtag 61,5 % (Vorjahr 58,6 %) der Bilanzsumme aus. Es war in Summe zu ca. 48,2 % (Vorjahr 51,8 %) durch Eigenkapital gedeckt. Das Investitionsvolumen betrug 2,3 Mio. € nach 2,5 Mio. € im Vorjahr. Die größten Einzelmaßnahmen waren hierbei die Erweiterung der IT-Infrastruktur sowie die Einführung eines neuen CAD-Konstruktionssystems. Die Finanzierung der Investitionen erfolgte durch Inanspruchnahme des revolvierenden L. Possehl-Kreditrahmens.

Wesentlicher Posten des Anlagevermögens sind die Finanzanlagen. Die Wertansätze der Beteiligungen wurden zum Jahresende überprüft; aufgrund der positiven wirtschaftlichen Entwicklungen der Tochterunternehmen in den USA war eine Wertaufholung möglich. Gleichzeitig ergab sich das Erfordernis einer Wertberichtigung für eine Tochtergesellschaft in Deutschland. Diese Maßnahmen führten zu einer Erhöhung des Finanzanlagevermögens gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 9,3 Mio. €.

Die Summe unserer Vorräte ist über 92,1% durch Anzahlungen von Kunden gedeckt (Vorjahr 100,0 %) und betragen daher saldiert 7,9 Mio. € nach 0 Mio. € im Vorjahr. Bedingt durch Fortschritte für Projekte in USA, Korea und Zentral- und Westeuropa konnten erfreulich hohe Anzahlungsquoten realisiert werden. Trotzdem ist eine partielle Working-Capital-Finanzierung über den revolvierenden Kredit der Konzernmuttergesellschaft L. Possehl notwendig. Die gesamten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 10,2 Mio. € entsprechen bei unserem Geschäftsvolumen den optimierten Zahlungszielen und sanken trotz des erweiterten Umsatzes im aktuellen Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr um 6,9 Mio.€ (Vorjahr 17,1 Mio. €). Die Forderungen an verbundene Unternehmen belaufen sich auf 23,6 Mio. € nach 24,7 Mio. € im Vorjahr. Der größte Teil dieser Forderungen steht im Zusammenhang mit der Bereitstellung der Finanzierung des operativen Geschäftsbetriebes für unsere Tochtergesellschaften.

Unsere Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 29,6 % (Vorjahr 30,3 %).

Die sonstigen Rückstellungen sind zum Bilanzstichtag mit 20,7 Mio. € (Vorjahr 16,8 Mio. €) dotiert. Die wesentlichen Bestandteile der Rückstellungen beziehen sich auf ausstehende Kosten für abgerechnete Projekte, Gewährleistungsverpflichtungen sowie diverse Personalthemen, wie ausstehender Urlaub, Mitarbeiterzeitkonten, Altersteilzeitregelungen und variable Vergütungsbestandteile.

Im Geschäftsjahr 2022 wurde der Gesellschaft unter Anrechnung auf den Gesamtkreditrahmen eine weitere Betriebsmittelkreditlinie gewährt. Das Volumen betrug 5,0 Mio. € am Ende des Geschäftsjahres (5,0 Mio. € im Vorjahr). Wie schon zum Bilanzstichtag des Vorjahres erfolgte zum Ende dieses Geschäftsjahres keine Inanspruchnahme.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verbleiben weiterhin auf einem niedrigen, dem Geschäftsverlauf angemessenen Niveau von 6,8 Mio. €, nach 6,7 Mio. € im Vorjahr. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf 52,5 Mio. € (Vorjahr 29,1 Mio. €). Davon entfallen 71,2 % (Vorjahr 51,2 %) auf die Ausnutzung der von L. Possehl bereitgestellten Kreditlinie. Die sonstigen Verbindlichkeiten erreichen mit 1,4 Mio. € nach 2,2 Mio. € im Vorjahr ein unterproportionales Niveau.

Finanzlage

Durch die von der Konzernmuttergesellschaft L. Possehl zur Verfügung gestellten Linien von jeweils 50 Mio. € für den revolvierenden Kredit sowie die Absicherung der Avale ist die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens gesichert. Die Kreditlinie in Höhe von 50 Mio. € war zum Jahresende mit 37,4 Mio. € in Anspruch genommen (Vorjahr 14,9 Mio. €). Die Avallinie in Höhe von 50 Mio. € war zum Jahresende mit 47,8 Mio. € in Anspruch genommen (Vorjahr 49,8 Mio. €) Die Kundenanzahlungen deckten zudem den Bestand an angearbeiteten Aufträgen am Ende des Geschäftsjahres zu fast 100 Prozent ab.

Die Geschäftsführung geht in der Planung für die kommenden Jahre davon aus, dass durch den operativen Cashflow der Gesellschaft die laufende Finanzierung des Geschäftsbetriebes und notwendige Investitionen abgedeckt werden können.

Das Fremdwährungsmanagement wird auch für die Tochtergesellschaften zentral durch das kaufmännische Management bei der manroland Goss web systems GmbH, Augsburg, geführt. Während die operativen Einheiten für die Erfassung und Beantragung von Sicherungen verantwortlich sind, werden alle Kontrakte über Währungsderivate durch die manroland Goss web systems GmbH, Augsburg, mit Banken abgeschlossen. Spekulative Aufnahmen oder Anlagen in Finanzmitteln in Fremdwährungen erfolgen nicht.

Währungssicherungen nehmen wir im Wesentlichen für die Vertriebsregionen Nordamerika, Großbritannien, Japan und Australien vor.

Ertragslage

Die manroland Goss web systems GmbH, Augsburg, hat das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahres- überschuss von 2,4 Mio. € abgeschlossen (im Vorjahr Jahresfehlbetrag -4,2 Mio. €). In diesem Betrag sind Gewinnausschüttungen aus den Tochtergesellschaften und Zuschreibungen bei den Finanzanlagen in Höhe von 15,3 Mio. € (Vorjahr 3,2 Mio. €) sowie Abschreibungen auf Finanzanlagen mit 2,6 Mio € enthalten. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages mit einer Tochtergesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2023 ein Ertrag in Höhe von 0,1 Mio. € ausgewiesen. Im Vorjahr wurde ein Ertrag in von Höhe 0,3 Mio. € aus dem EAV verbucht.

Der Hauptgrund für die deutliche bilanzielle Ergebnissteigerung bei der manroland Goss web systems GmbH, Augsburg, gegenüber dem Vorjahr ist in den gestiegenen Dividendeneinnahmen und Wertkorrekturen der Finanzanlagen zu sehen. Die erheblich gestiegenen Material- und Personalkosten und die deutliche Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten nur teilweise durch die erhöhte Gesamtleistung gedämpft werden. Somit ist die insgesamt positive Ergebnisentwicklung stark auf Einmaleffekte zurückzuführen.

Die Umsätze im Geschäftsjahr 2023 lagen bei 149,6 Mio. € (Vorjahr 115,9 Mio. €) und damit auch unter den Planungen. Die Gesamtleistung konnte nach 144,2 Mio. € im Vorjahr im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich auf 176,5 Mio. € gesteigert werden.

Der Exportanteil des Umsatzes erreichte 79,5 % (Vorjahr 78,0 %). Die europäischen Länder verzeichneten dabei eine Umsatzreduzierung durch weniger Maschinenprojekte auf 37,4 Mio. € nach 55,9 Mio. € im Vorjahr. Die Umsätze in Amerika stiegen bedingt durch ein größeres Neumaschinengeschäft nach 13,8 Mio. € im Vorjahr auf 57,2 Mio. €. In den übrigen Regionen sind die Erlöse aufgrund eines größeren Neumaschineprojektes mit 24,3 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (20,7 Mio. €) um 17 % gestiegen.

Das Servicegeschäft hat sich im Berichtszeitraum durch die zu Geschäftsjahresbeginn anhaltenden Problemen in den Lieferketten und den Folgen der Kriegsereignisse nicht so wie geplant entwickelt. Im Vergleich zum Vorjahr sank das Umsatzvolumen um 7,4 Mio. € auf 76,6 Mio. €. Trotz des Rückgangs, welcher auf die geringere Anzahl an Großprojekten zurückzuführen ist, ist es uns gelungen, strategisch wichtige Aufträge im Bereich Engineered Solutions Maschinenumzüge zu akquirieren und abzuwickeln. Gestützt durch die Erweiterung unserer E-Commerce-Aktivitäten und die aktive Betreuung der europäischen, asiatischen und australischen GOSS-Kunden war es möglich, diese Zuwächse zu erreichen. Wir sehen weiterhin in unserer Servicestrategie sowohl an eigenen, wie auch an Anlagen der Wettbewerber, zukünftig ein Wachstumspotenzial mit entsprechender Margenqualität.

Im Neumaschinengeschäft konnte bedingt durch den im Geschäftsjahr 2022 substanziell gestiegenen Auftragseingang deutlich erhöhtes Volumen verumsatzt werden. Nach 29,6 Mio. € im Vorjahr wurde im Berichtsjahr ein Umsatz von 69,6 Mio. € erreicht. Trotz nicht vollständig vorhergesehene Nachlaufkosten aus Umsätzen des Vorjahres und aus den Kostenentwicklungen der neuen Produktreihen, die sich belastend auf das laufende Ergebnis auswirkten, konnte das Deckungsbeitragsniveau mit erreichten 11,8 % wieder an die durchschnittliche Ertragskraft aus der Vergangenheit anknüpfen. Die im Vorjahr ausgewiesene negative Marge (-0,7 %) stellte somit eine einmalige Ausnahme dar.

Im Bereich der Übrigen Geschäfte wurden Umsätze in Höhe von 3,4 Mio. € (Vorjahr 2,3 Mio. €) verbucht. Hierunter fallen Shared Service Verrechnungen zu Schwesterunternehmen am Standort Augsburg, wie auch Berechnungen von allgemeinen Dienstleistungen an Tochtergesellschaften und Materialverkäufe.

Ein großer Teil der Fremdwährungsumsätze und -forderungen ist durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente weitgehend von der kurzfristigen Entwicklung der Wechselkurse abgesichert. Die nicht gesicherten Fremdwährungsgeschäfte werden fortlaufend überwacht.

Der Materialeinsatz und die Aufwendungen für bezogene Leistungen betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr bedingt durch das höhere Geschäftsvolumen 103,9 Mio. € (Vorjahr 83,9 Mio. €). Die Materialeinsatzquote beläuft sich auf ca. 58,2 % der Gesamtleistung (Vorjahr 58,9 %). Die Veränderung ist durch die Steigerung der Gesamtleistung, den veränderten Produktmix sowie allgemeinen Kostensteigerungen begründet.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im Geschäftsjahr 2023 deutlich aufgrund der hier ausgewiesenen Zuschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von rd. 11,9 Mio. €.

Der Personalaufwand betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 56,3 Mio. € nach 51,2 Mio. € im Vorjahr. Für Restrukturierung und Altersteilzeit sind Aufwände in Höhe von 1,5 Mio. € (Vorjahr 1,3 Mio. €) enthalten. Die substantielle Erhöhung der Personalaufwände resultieren aus der erheblichen Steigerung der Geschäftstätigkeit, den tarifvertraglich geschuldeten Erhöhungen und dem vollständigen Verzicht auf Kurzarbeitsregelungen, die im Vorjahr noch in einem Zeitraum von sieben Monaten dämpfend auf die Kosten gewirkt hatten.

Das operative Ergebnis vor Steuern ohne Beteiligungsergebnisse und -bewertungen beträgt im Geschäftsjahr 2023 -9,9 Mio. € nach -7,2 Mio. € im Vorjahr.

Die globalen Auswirkungen der Pandemie haben sich ebenfalls auf die Ergebnisse der Tochtergesellschaften und Beteiligungen innerhalb der manroland Goss web systems-Gruppe ausgewirkt. Trotzdem konnte in einigen Regionen der Welt eine spürbare Erholung der Geschäftstätigkeit und der erzielten Ergebnisse verzeichnet werden. Die Beteiligungen und Tochtergesellschaften erwirtschafteten im abgelaufenen Geschäftsjahr ein operatives Ergebnis (EBT) in Höhe von 11,3 Mio. € nach 11,5 Mio. € im Vorjahr.

Auftragslage

Der Auftragseingang der manroland Goss web systems GmbH, Augsburg, belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 116,0 Mio. € nach 214,0 Mio. € im Vorjahr und ist durch die temporär gesunkene Nachfrage nach Neumaschinen begründet. Der Auftragsbestand für Rollendruckmaschinen und langlaufende Serviceaufträge folgt der Entwicklung im Auftragseingang und sank dementsprechend von 166,3 Mio. € zum letzten Bilanzstichtag am 31. Dezember 2022 auf nunmehr 132,7 Mio. € zum 31. Dezember 2023.

d. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren stellen für unser Unternehmen der Umsatz sowie das EBIT dar. Beide Leistungsindikatoren lassen sich unmittelbar aus der Gewinn- und Verlustrechnung ableiten. Bei der Berechnung des EBIT werden die Erträge bzw. Verluste aus den Beteiligungen nicht berücksichtigt.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde somit bei einem Umsatz von 149,6 Mio. € ein EBIT in Höhe von -7,3 Mio. € erzielt.

Für die interne Steuerung unseres Unternehmens setzen wir gezielt daraus abgeleitete Kennzahlen, wie Umsatz je Mitarbeiter, Umsatz- und Kapitalrendite, Eigenkapitalquote und den Cashflow, ein.

Die Renditen berechnen wir mit dem Ergebnis vor Steuern ohne Beteiligungsergebnisse und -bewertungen (EBT, -9,9 Mio. € zum 31. Dezember 2023) im Verhältnis zu den Umsatzerlösen bzw. zum Kapital, den Cashflow berechnen wir aus der Summe von Jahresergebnis, Ab- und Zuschreibungen, Investitionen und den Veränderungen der Rückstellungen sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Der Umsatz je Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) beträgt 254 T€. Das bedeutet eine erhebliche Steigerung gegenüber den im Vorjahr erreichten 201 T€. Die Umsatzrendite beträgt -6,6 % nach -6,2 % im Vorjahr. Die Eigenkapitalrendite beträgt -28,8 %, nachdem im Vorjahr noch -22,5 % ausgewiesen werden konnte. Die Gesamtkapitalrendite sank auf -8,5 % (Vorjahr -6,8 %). Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf -22,5 % nach 30,3 % am Ende des vergangenen Geschäftsjahres.

Der Cashflow errechnet sich auf 4,0 Mio. € nach -5,5 Mio. € im Vorjahr. Die Entwicklung des Cashflows ist hauptsächlich mit den anziehenden Umsätzen im abgelaufenen Geschäftsjahr verbunden. Im kommenden Jahr erwarten wir beim Cashflow eine schwierige Entwicklung in der Größenordnung von bis zu -8,0 Mio. €.

III. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

a. Risikobericht

Risikomanagement

Die weiter anhaltenden Herausforderungen in der Globalisierung sowohl im Absatz- als auch im Beschaffungsmarkt, die Anforderungen des Marktes nach rasch verfügbaren Innovationen, akzeptablen Lieferzeiten und Unterstützung bei betriebswirtschaftlichen Lösungen sowie die Führung eigener, weltweit agierender Vertriebs- und Servicegesellschaften bringen Risiken und Chancen mit sich.

Beim Erkennen von Risiken stützen wir uns auf vorhandene Managementinstrumente. Ähnlich wie unser Qualitätsmanagementsystem begreifen wir Risikomanagement als integrierten Prozess, der neben der Risikobeherrschung auch auf die Erschließung von Chancen ausgerichtet ist.

Bei der Planung von Umsätzen, Kosten und Ergebnissen aller Unternehmenseinheiten werden operative Risiken intensiv diskutiert und angemessen berücksichtigt. Besonderes Augenmerk legen wir auf die erfolgreiche Abwicklung von Maschinen- und Servicegroßprojekten. Vertrieb und Produktmanagement beobachten und analysieren kontinuierlich die Märkte sowie das Wettbewerbsverhalten unserer Mitbewerber.

Die Erfassung der strategischen Risiken stellen wir im Rahmen der strategischen Planung mit den Führungskräften und Gesellschaftern sicher. Die strategischen Risiken bestehen insbesondere in der künftigen Entwicklung neuer Verfahren und den daraus resultierenden Maschinen- und Servicelösungen. Der damit verknüpfte Eintritt in neue Geschäftsfelder ist zwangsläufig mit höheren Risiken als im angestammten Geschäft versehen. Dabei beobachten wir auch die Auswirkungen der zunehmenden Digitalisierung und Verbreitung der webbasierten Informations- und Wissenstransfers auf die Nachfrage nach Printprodukten. Diesen Einflüssen begegnen wir mit absoluter Kundenorientierung, technologischen Partnerschaften insbesondere mit Systemlieferanten und einem fundierten Produkt- und Entwicklungsprojektmanagement. Das Chancen- und Risikomanagement ist integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse.

Im Zuge der jährlichen, rollierenden, strategischen Planungsprozesse suchen wir ständig Potenziale, deren Erschließung in das operative Geschäft der Führungskräfte integriert wird. In einer Unternehmensstrategie schreiben wir die zukünftige Ausrichtung und die daraus resultierenden Handlungsschwerpunkte fest, stimmen alle unsere Führungskräfte darauf ein, bilden diese Schwerpunkte in unserem "Strategie Haus" ab und halten die zielorientierte, rasche und konsequente Umsetzung regelmäßig nach.

Allgemeine Geschäfts- und Branchenrisiken

Neben den allgemein gültigen Geschäfts- und Branchenrisiken stellt der Krieg in der Ukraine und damit alle einhergehenden Unsicherheiten ein erhebliches Risiko für den weiteren Geschäftsverlauf dar. Dies gilt für alle Bereiche der Wertschöpfungskette. Nach Auskunft unserer Kunden haben die anhaltenden Volumenrückgänge um bis zu 25 % eine erhebliche Auswirkung auf das operative Servicegeschäft, das auch leicht unter unseren ambitionierten Steigerungsprognosen im Volumen gegenüber dem Vorjahr liegen kann. Das Geschäft mit neuen Maschinen kann wegen der langen Durchlaufzeiten mittelfristig ebenso beeinflusst werden, wenn die kriegerischen Auseinandersetzungen im Osten Europas, Spannungen im asiatischen Bereich und andere Einflüsse an den Beschaffungsmärkten den Strukturwandel hin zu digitalen Medien weiter beschleunigt. Für das kommende Geschäftsjahr ist dieses Risiko durch den bereits existierenden Auftragsbestand jedoch zu vernachlässigen.

Die langfristigen Folgen des Russland / Ukraine Konfliktes können noch nicht abgeschätzt werden. Das bis zum Ausbruch des Konfliktes abgewickelte Geschäftsvolumen betrug in beiden Ländern lediglich ca. 0,2 Mio. € p.a. und ist seither komplett eingestellt. Dieses Risiko kann als beherrschbar eingeschätzt werden. Weit größeren Einfluss auf unsere Geschäftsentwicklung und die unserer Kunden im Illustrationsdruck kann das Risiko der Störung der fossilen Energielieferungen aus Osteuropa und weitere Probleme in der Stabilität der Lieferketten durch Produktionsausfälle und Logistikprobleme haben.

Für die manroland Goss web systems GmbH, Augsburg, sind als besondere unternehmerische Risiken der immer noch teilweise vorhandene Margendruck aufgrund von Überkapazitäten in gewissen Maschinensegmenten auf Seiten der Anwender als auch strukturelle Veränderungen durch elektronische Medien zu nennen. Aufgrund der hohen Konjunkturabhängigkeit können die Auftragseingänge und damit auch im weiteren Zeitverlauf die Umsätze und infolgedessen das Ergebnis kurzfristig merklichen Schwankungen unterliegen. Kompensierende Kostenreduktionen werden durch frühzeitige und vorausschauende Kapazitätsentzugsmaßnahmen als auch Einsparprogramme vorgenommen.

Das Nachfragerisiko, welches aufgrund der bestehenden Überkapazitäten bei den Anwendern fortdauernde Preiskämpfe und Druck auf die Margen zur Folge hat, hält weiterhin an.

Risiken im Bereich der Rollenoffsetdruckmaschinen ergeben sich zusätzlich aus der langfristigen Auftragsfertigung. Diese Aufträge weisen grundsätzlich Konstruktions-, Kalkulations- und Projektmanagementrisiken auf. Bei verspäteter oder mangelhafter Fertigstellung können Nacharbeitskosten und ggf. Vertragsstrafen anfallen. Effektiv organisiertes Projektmanagement sowie Steuerung und Begrenzung vertraglicher Risiken dienen als Instrumente des Risikomanagements.

Aufgrund der immer noch spürbaren Unsicherheit über die weitere Marktentwicklung in der Druckindustrie, ist ein Anhalten der niedrigen Investitionsbereitschaft sowie Konzentrationsprozesse bei mittelständischen Kunden zu verzeichnen. Eine mittelfristige Fortdauer der Kaufzurückhaltung, die auch einmal von temporären Nachfrageschüben unterbrochen wird, kann nicht ausgeschlossen werden. Zudem können sich auch weiter verstärkte Auswirkungen auf die Solvenz der Kunden ergeben.

Insbesondere im Geschäft mit Zeitungsmaschinen besteht neben den konjunkturellen Risiken weiterhin das Risiko der Substitution des Mediums Zeitung durch elektronische Medien, wie z. B. das Internet.

Im Rahmen unserer operativen Tätigkeit unterliegen wir auch Risiken im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten, die aus mangelhafter Lieferung, Produkthaftung oder Patentkonflikten resultieren können. Für derzeit anhängige Rechtsstreitigkeiten bilden wir Rückstellungen, soweit es wahrscheinlich ist, dass eine entsprechende Verpflichtung entsteht.

Daneben stellt auch die weitere Integration der Unternehmen der Goss-Gruppe für die Gesellschaft nicht nur Chancen, sondern auch Risiken dar. Kunden könnten bei Projektvergaben verstärkt die verbliebenen Wettbewerber in Betracht ziehen und uns zu wirtschaftlichen Zugeständnissen drängen, damit unsere Vormachtstellung nicht weiter ausgebaut wird. Durch die Straffung unserer Serviceorganisationen werden die verfügbaren Kapazitäten optimiert. Dadurch besteht das Risiko, dass durch ehemalige Mitarbeiter lokal weiterer Wettbewerb entsteht.

Zur Beherrschung der Risiken aus Kundenfinanzierungen haben wir ein Kreditrisikomanagementsystem eingerichtet.

Währungsrisiken

Die manroland Goss web systems GmbH, Augsburg, ist international tätig und in Folge dessen auch Währungsrisiken ausgesetzt, die daraus resultieren, dass zukünftige Geschäftstransaktionen oder bilanzierte Vermögensgegenstände und Schulden auf eine Fremdwährung lauten. Die Gesellschaft sichert grundsätzlich alle fest kontrahierten Kundenaufträge für Druckmaschinen in Fremdwährung ab. Als Sicherungsinstrumente werden Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte eingesetzt.

Die manroland Goss web systems GmbH, Augsburg, sichert in einzelnen Fällen auch mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen ab. Es handelt sich hier um Absicherungen hochwahrscheinlicher Fremdwährungsein- und -auszahlungen aus dem operativen Geschäft. Mit den Sicherungsmaßnahmen wird das Ziel verfolgt, die Ergebnisvolatilität aus den Fremdwährungseinnahmen und -auszahlungen (bzw. aus deren Bewertung) in Bezug auf das Devisenrisiko zu reduzieren.

Die Devisentermingeschäfte bilden zusammen mit den Grundgeschäften regelmäßig eine Bewertungseinheit (Mikro-Hedge) und werden daher nicht bilanziert. Es wird die Einfrierungsmethode gewählt. Die Ermittlung der Wirksamkeit (Währungs-, Betrags- und Fristenidentität) der Sicherungsbeziehungen im Hinblick auf das abgesicherte Risiko am Abschlussstichtag erfolgt anhand der Critical Terms Match- Methode.

Liquiditätsrisiken

Wir verfügen über vielseitige Instrumente, mit denen wir die finanzielle Entwicklung der Gesellschaft laufend überwachen. Einen besonderen Fokus legen wir auf die Optimierung des Working Capital. Mit den weiter verbesserten Prozessen und einer operativen Liquiditätsplanung wird der zu erwartende Verlauf, rollierend über sechs Monate, permanent ermittelt und im Fall von negativen Abweichungen, mit entsprechenden Steuerungsmaßnahmen im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten, reagiert.

Sofern weiterhin Exporte in Länder vorgenommen werden, in denen gesetzliche Devisenrestriktionen bestehen, wird zumindest kurzfristig eine substanzielle Working Capital Finanzierung notwendig werden.

Gesamtbewertung der Risiken

Aus heutiger Sicht sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden können.

b. Chancenbericht

Die größte Chance für eine zukünftige erfolgreiche Entwicklung unseres Unternehmens sehen wir in der Nutzung der bestehenden Potenziale, die sich durch das Zusammengehen mit Goss ergeben.

Chancen sehen wir weiterhin in der kontinuierlichen Entwicklung unseres Servicegeschäftes, das deutlich weniger auf die konjunkturelle Volatilität reagiert. Mit klar strukturierten Produktkonzepten für Automatisierungslösungen, die industriell betriebene Instandhaltung und Wartung und E-Commerce sowie dezidiert aufgestellten, qualifizierten Organisationseinheiten, wollen wir zusätzliche Potenziale in diesem margenträchtigen Segment erschließen und den Umsatz in der gesamten Gruppe nachhaltig in einer Größenordnung von über 150 Mio. € stabilisieren. Dazu müssen wir uns weiter als Gesamtdienstleister entwickeln und neue Partner im Dienstleistungsgeschäft strategisch einbinden.

Um unser Ziel, einen Marktanteil im Neumaschinengeschäft von mehr als 50 % nachhaltig zu erreichen und stabilisieren zu können, möchten wir Lücken im Portfolio gezielt schließen, aber gleichzeitig die Variantenvielfalt einschränken.

Der im Geschäftsjahr 2016 vollzogene Einstieg in den Markt der Druckmaschinen für flexible Verpackungen soll perspektivisch den Marktrückgang im klassischen Rollenoffset kompensieren. Im Rahmen der Weiterentwicklung dieser Maschinenplattform ist es inzwischen möglich, andere Substrate wie Papier und Pappe zu verarbeiten. Die dadurch erweiterte Anwendungspalette soll zusätzliche Wachstumspotenziale ermöglichen.

Die Führungsstruktur und -kultur wurde in der gesamten manroland Goss-Gruppe den veränderten internationalen Strukturen angepasst und im Verlauf des Geschäftsjahres, insbesondere in den Bereichen Operations und Vertrieb, durch Konzentrationsprozesse in Asien und Amerika optimiert.

Für die Maschinenproduktion verfolgen wir den Grundsatz, dass Mittelbindungen erst dann erfolgen dürfen, wenn Projekte vertraglich fixiert sind und die Finanzierung sichergestellt ist. Dadurch werden die Bestände an unfertigen Erzeugnissen auf das notwendige Volumen optimiert.

c. Prognosebericht

Für das kommende Jahr wird weiterhin mit einer großen Unsicherheit in den Prognosen aufgrund der Auswirkungen des Russland / Ukraine - Konfliktes gerechnet. Erst wenn es zu einer nachhaltigen Eindämmung der kriegerischen Handlungen in Osteuropa und zu einer Normalisierung an Rohstoff- und Energiemärkten kommt, kann die Konjunktur wieder nachhaltig anspringen und zu substanziellen Wachstumsraten im Bereich von 2 % bis 3 % p.a. zurückkommen.

Die extremen konjunkturellen Entwicklungen der weltweiten Volkswirtschaften und die politischen Rahmenbedingungen sowie Unsicherheiten beeinflussen den Werbe-, Anzeigen- und Verpackungsmarkt und damit das Druckvolumen sowie die Nachfrage nach Druckmaschinen.

Wir sehen in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2024 eine weitere Konsolidierung der Anzahl zur Entscheidung gekommener Projekte und damit eine leichte Verlangsamung in der Dynamik der Nachfrage nach Druckmaschinen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022. Die Entwicklung wird besonders durch Investitionen in Zeitungsanlagen und Buchdruckmaschinen gestützt. Die weitere Entwicklung über das zweite Halbjahr hinaus birgt jedoch noch große Unsicherheiten in der Prognose der Nachfrage. Unsere Kunden sind nach unseren bisherigen Erkenntnissen weiterhin über ihre zukünftige Geschäftsentwicklung verunsichert und halten sich demzufolge bei reinen Ersatzinvestitionen tendenziell zurück. Positive Anzeichen am Markt sehen wir weiterhin für Investitionen, bei denen sich für unsere Kunden nachhaltige Absenkungen der Stückkosten und Chancen durch Unternehmenskonsolidierungen ergeben. Insgesamt sind die Unternehmen der Druckindustrie mit Schwierigkeiten konfrontiert, Investitionsvorhaben zu finanzieren. Die Stakeholder unserer Kunden verhalten sich weiterhin grundsätzlich zurückhaltend.

Neben der Marktbearbeitung für unser Neumaschinengeschäft setzen wir unsere Aktivitäten zum weiteren Ausbau des Geschäfts mit Dienstleistungen, Ersatzteilen, Pressupdates konsequent fort. Der zunehmenden Gewichtung dieser Geschäftsfelder haben wir auch durch organisatorische und personelle Veränderungen Rechnung getragen.

Aufgrund des unserer Auffassung nach bestehenden Nachfrageniveaus nach Rollenoffsetdruckmaschinen und unserer Erwartung, dass sich das Marktvolumen auch zukünftig verhalten entwickeln wird, setzt unsere erneut optimierte Organisation in erster Linie auf die Ausweitung aller wirtschaftlich sinnvollen Serviceaktivitäten rund um den Druckprozess, verbunden mit einer stetigen Optimierung der Strukturkosten. Damit werden wir auch nach 2023 die bisher erreichte Absenkung des Break Even Point konsequent vorantreiben.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir einen deutlichen Rückgang der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 27 Mio. € auf ca. 123 Mio. €. Der erwartete Umsatz resultiert vor allem aus dem für 2024 zur Abrechnung vorgesehenen Auftragsbestand im Rollenmaschinen- und Umzugsgeschäft, der terminlich zum großen Teil wie geplant abgerechnet werden kann. Die Gesamtleistung dürfte ca. 22 Mio. € über dem Niveau der erwarteten Umsätze liegen. Im kurzfristigeren Servicegeschäft sehen wir eine Stabilisierung auf einem Niveau, das in etwa auf dem Vor- Covid-19-Niveau liegen sollte. Das Ergebnis 2024 (EBT) wird sich infolge des abrechnungsbedingt geringeren Umsatzvolumens deutlich eintrüben und sich in einem Korridor zwischen minus zwei und minus vier Mio. € bewegen. In der gesamten manroland Goss web systems Gruppe gehen wir im Geschäftsjahr 2024 hingegen von einem positiven EBIT in einer Bandbreite von 7,5 - 9,5 Mio. € aus.

Die Auswirkungen des länger anhaltenden Ukraine Konfliktes und der weiteren aufgetretenen weltweiten Spannungen auf den zukünftigen Geschäftsverlauf können derzeit nicht verlässlich prognostiziert werden. Über einen längeren Zeitraum andauernde Beeinträchtigungen von Lieferketten und damit auch der eigenen Fertigung können sicherlich das Ergebnis und die Liquidität unseres Unternehmens spürbar negativ beeinflussen.

Die Beurteilung und Erläuterung der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken erfolgt nach bestem Wissen und Gewissen unter Zugrundelegung der aktuell zur Verfügung stehenden Erkenntnisse über Branchenaussichten, zukünftigen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen und Entwicklungstrends sowie deren wesentlichen Einflussfaktoren. Diese Aussichten, Rahmenbedingungen und Trends können sich naturgemäß in Zukunft verändern, ohne dass dies bereits vorhersehbar ist. Insgesamt können daher die tatsächliche Entwicklung der Gesellschaft und deren Ergebnisse wesentlich von den Prognosen abweichen.

 

Augsburg, den 25. Juli 2024

manroland Goss web systems GmbH

Franz Kriechbaum

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die manroland Goss web systems GmbH, Augsburg

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der manroland Goss web systems GmbH, Augsburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der manroland Goss web systems GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 haben wir im Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

SONSTIGE INFORMATIONEN

Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 31. Juli 2024

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Braunschläger, Wirtschaftsprüfer

Uthoff, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2023 fand eine Sitzung des Aufsichtsrats statt. Gegenstand der Beratungen waren schwerpunktmäßig der Jahresabschluss sowie der Lagebericht, die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Unternehmens einschließlich dessen Tochtergesellschaften sowie wesentliche Investitionsentscheidungen. Darüber hinaus wurden Fragestellungen rund um den geplanten Gesellschafterwechsel (Unternehmensverkauf) beraten. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand auch außerhalb der Sitzungen in einem regelmäßigen Austausch mit der Geschäftsführung.

Die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 nach den deutschen handelsrechtlichen Grundsätzen (HGB) geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Abschlussunterlagen und der Prüfungsbericht lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor und wurden in der Bilanzsitzung am 05.11.2024 behandelt.

Der Aufsichtsrat stimmt den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Nach dem abschließenden Ergebnis der eigenen Prüfung des Aufsichtsrats sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 gebilligt. Er empfiehlt den Gesellschaftern, den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festzustellen.

 

Augsburg, den 5. November 2024

Für den Aufsichtsrat

Dr. Joachim Brenk, Vorsitzender

Feststellung des Jahresabschlusses und Ergebnisverwendung

Unsere alleinigen Gesellschafter, die manroland web systems Holding GmbH, Lübeck, und die Goss GmbH, Frankfurt a.M., haben in der Gesellschafterversammlung vom 6. November 2024 den Jahresabschluss festgestellt und beschlossen, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2.353.473,65 mit dem Verlustvortrag von EUR -46.967.905,04 zu verrechnen und den verbleibenden Betrag von EUR - 44.614.431,39 auf neue Rechnung vorzutragen.

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