UBH Baden GmbHLiquidiert

12529 Schönefeld, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Cottbus HRB 15517
Eingetragen
31.8.2012
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
ist die Beteiligung an anderen Unternehmen und die Verwaltung des eigenen Vermögens. Zur Verwaltung eigenen Vermögens gehört auch die Verwaltung von Wertpapieren, Finanzanlagen, Immobilien und Beteiligungen. Ferner ist Gegenstand der Gesellschaft der Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Vermögensbeteiligungen sowie die Tätigkeit als geschäftsleitende Holding. Ausgenommen sind die Durchführung von Bankgeschäften, die Tätigkeit als Wirtschaftsprüfer, Rechts- und Steuerberater sowie jedweder Tätigkeit, die einer öffentlichrechtlichen Genehmigung bedarf

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Susanne Dr. Frieß
seit 29.6.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

UBH Holding GmbH

Schönefeld (vormals: Zossen)

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Inhaltsverzeichnis

Konzernlagebericht 2020

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020

Konzernkapitalflussrechnung 2020

Entwicklung des Konzerneigenkapitals 2020

Konzernanhang 2020

Bestätigungsvermerk

Konzernlagebericht 2020

1. Konzern und Geschäftstätigkeit

Die UBH Holding GmbH, Zossen, bildet mit ihren Tochtergesellschaften einen Konzern. Die Muttergesellschaft beschäftigt sich mit dem Halten und Verwalten von Beteiligungen und deren Finanzierung.

Mit mehreren inländischen Gesellschaften bestehen unmittelbare und mittelbare Ergebnisabführungsverträge bzw. Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge.

Zum Konzern führen wir folgendes aus:

In den Konzernabschluss der UBH Holding sind zum Bilanzstichtag insgesamt 81 Gesellschaften (im Vorjahr 30 Gesellschaften) durch Vollkonsolidierung und drei assoziierte Unternehmen einbezogen.

Hinsichtlich der Veränderungen verweisen wir auf unsere Darstellungen im Konzernanhang dieses Berichtes.

Eine Vergleichbarkeit mit dem Vorjahreskonzernabschluss, insbesondere der Vermögenslage, ist nicht oder sehr eingeschränkt möglich.

2. Wirtschaftsbericht

I. Geschäftsverlauf

Die operativen Geschäftsbereiche Herstellung und Vertrieb von industriellen Gütern (Spezialfahrzeuge und Kunststoffe), Vermietung und Verpachtung (inkl. Leasing) konnten an die Vorjahresumsätze nicht anknüpfen. Grund hierfür waren insbesondere Einschränkungen durch die seit März 2020 herrschende SARS-COV-2 Pandemie. Es kam zu Nachfragerückgängen in allen Bereichen.

Wir haben einen Rückgang in Umsatz und Ergebnis bei unseren gewerblich tätigen Gesellschaften zu verzeichnen. Durch die Nutzung von Kurzarbeitergeldregelungen konnte der teilweise Stillstand der Produktionen in den Ergebnisauswirkungen eingedämmt werden.

II. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Aufgrund des Zugangs von 50 Gesellschaften der VEM Beteiligungen zum 31.12.2020, und somit ohne Gewinn- und Verlustrechnung für das Berichtsjahr, und dem Einbeziehungswechsel der ehemaligen assoziierten Unternehmen (insbesondere Spohn Cement Beteiligungen und VEM Beteiligungen) ebenfalls zum 31.12.2020 ist die Ertragslage weitestgehend vergleichbar mit dem Vorjahr.

Die Ertragslage des Konzerns ist bis Ende Dezember strukturell kaum beeinflusst. Analysen, insbesondere im Vorjahresvergleich, sind möglich.

Die Vermögens- und Finanzlage ist massiv von den umfangreichen Konsolidierungskreiserweiterungen (53 Zugänge) beeinflusst. Ein Vorjahresvergleich ist nicht möglich.

1. Ertragslage

Umsatz

Die Struktur der operativen Gesellschaften ist im Berichtszeitraum unverändert. Es kam nur punktuell zu Veränderungen.

Die Gesellschaften des Konzerns erzielen primär ihren Umsatz mit der Herstellung und dem Vertrieb von Spezialfahrzeugen für die Präparation von Skipisten (PistenBully) und Stränden (BeachTech) sowie mit der Herstellung, Veredelung und dem Vertrieb von Kunststofferzeugnissen.

In erheblich geringerem Umfang werden Umsätze aus der Vermietung und Verpachtung eigener Immobilien und sonstige Umsätze (z.B. aus Dienstleistungen) generiert.

Der Konzernumsatz ist im Berichtsjahr um 15,4 Mio. Euro auf 349,5 Mio. Euro gesunken.

Der Umsatz mit Industriegütern beträgt 344,3 Mio. Euro und konnte im Vorjahresvergleich (360,4 Mio. Euro) erstmals seit Jahren nicht gesteigert werden.

Im Bereich sonstige Umsätze ist der Umsatz im Vorjahresvergleich um 0,7 Mio. Euro auf 5,2 Mio. Euro gestiegen.

Der Anteil des Auslandsumsatzes, gemessen am Konzerngesamtumsatz, beläuft sich auf 84% (i.Vj; 82%).

Ergebnis

Das Ergebnis des Konzerns (Konzernjahresfehlbetrag) hat sich, gemessen an der Vorperiode (Konzerngeschäftsjahr 2019) erheblich verringert. Nach einem Konzernjahresüberschuss im Vorjahr von 194,9 Mio. Euro reduzierte sich das Ergebnis auf-318,8 Mio. Euro im Konzerngeschäftsjahr 2020. Dies entspricht im Wesentlichen der im Vorjahr abgegebenen Prognose.

Der Konzern rohertrag (Konzernumsatz zzgl. Bestandsveränderung und aktivierte Eigenleistungen abzgl. Materialaufwand) ist um 6,2 Mio. Euro auf 152,1 Mio. Euro gestiegen.

Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) beträgt -304,7 Mio. Euro und hat sich im Vergleich zum Vorjahr (216,0 Mio. Euro) um -520,7 Mio. Euro verschlechtert.

Positiv hat sich lediglich der Rohertrag aus den operativen Geschäften (+6,2 Mio. Euro) entwickelt.

Besonders negativ hat sich das Ergebnis aus Beteiligungen insbesondere das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen entwickelt. Dieses ist um -521,1 Mio. Euro gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um -4,3 Mio. Euro, die sonstigen betrieblichen Erträge um -1,2 Mio. Euro, die Abschreibungen (inkl. Finanzanlagen) um - 0,3 Mio. Euro und die Personalaufwendungen um -0,1 Mio. Euro verschlechtert.

Grund für die Verluste aus assoziierten Unternehmen sind erhebliche ertragswirksame Wertberichtigungen im Konzernabschluss der HeidelbergCement AG, welche mittelbar als Beteiligung über verschiedene Konzerngesellschaften gehalten werden.

Das Zinsergebnis (Saldo aus Zinsaufwendungen und Zinserträgen) beträgt -5,1 Mio. Euro und hat sich im Vergleich zum Vorjahr (-0,6 Mio. Euro) um -4,5 Mio. Euro verschlechtert. Die Verschlechterung resultiert einerseits aus gestiegenen verzinslichen Verbindlichkeiten und andererseits aus Zinsen für Steuernachzahlungen.

Die Steuern betreffen überwiegend Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Im Vorjahresvergleich ergibt sich eine Verringerung von 11,6 Mio. Euro. Grund für die Entlastung sind der Wegfall hoher periodenfremder Zahlungen bzw. Abgrenzungen aus dem Vorjahr

Ausgewiesen wird neben Ertragssteueraufwand für die laufende Periode und Erträge/ Aufwendungen aus Rückerstattungen und Rückforderungen für Vorjahre auch Aufwendungen aus latenten Steuern in Höhe von 3,0 Mio. Euro (Vorjahr 2,3 Euro Aufwand).

2. Vermögenslage

Die Vermögenslage des Konzerns ist durch die Konsolidierungskreiserweiterungen erheblich beeinflusst.

Die Bilanzsumme hat sich von 2.308,3 Mio. Euro um 1.798,5 Mio. Euro auf 4.106,8 Mio, Euro erhöht.

Der Anstieg der Bilanzsumme ist signifikant von der Erhöhung des Anlagevermögens und des Eigenkapitais geprägt.

Der Aufbau der Aktiva resultiert insbesondere aus der Veränderung des Anlagevermögens in Höhe von 1.195,5 Mio. Euro.

Während sich die Sachanlagen (+203,7 Mio. Euro) und die Finanzanlagen (+994,0 Mio. Euro) erhöht haben, verringerten sich wiederum die Immateriellen Vermögsnsgegenstände (-2,2 Mio. Euro, u.a. planmäßige Abschreibung von Geschäfts- und Firmenwerten -3,4 Mio. Euro). Die Zuwächse sind überwiegend den Zugängen zum Konsolidierungskreis zuzuordnen. In den Sachanlagen betrifft dies überwiegend Grundstücke und Gebäude, da viele der zugegangenen Gesellschaften im Vermietungsgeschäft tätig sind. Die Steigerung in den Finanzanlagen betrifft im Wesentlichen die assoziierten Unternehmen (+797,7 Mio. Euro). Die im Vorjahr hier assoziierten Gesellschaften VEM Beteiligungen GmbH und Spohn Gement GmbH wurden entassoziiert und sind nun selbst vollkonsolidierte Gesellschaften. Die im Vorjahr mittelbar in den assoziierten Beteiligungen berücksichtigte HeidelbergCement AG ist nun selbst zur assoziierten Beteiligung geworden. Weiterhin sind Sonstigen Beteiligungen um 196,2 Mio. Euro angestiegen.

Das Umlaufvermögen ist ebenfalls erheblich gestiegen (+578,3 Mio. Euro). Grund für den Anstieg sind hohe Darlehensforderungen, die insbesondere aus dem Zugang der VEM Beteiligungen- Gesellschaften stammen. Diesen Darlehensforderungen sind über 90% des Zuwachses bilanzpositionsübergreifend im Umlaufvermögen zuzurechnen.

Die Liquiden Mittel erhöhten sich um 46,3 Mio. Euro, wobei 51,3 Mio. Euro konsolidierungskreisbedingte Zugänge sind.

Bei den sonstigen Aktiva haben sich die Aktiven Latenten Steuern um 25,0 Mio. Euro erhöht, wovon 30,7 Mio. Euro auf die Erweiterung des Konsolidierungskreises entfallen.

Die langfristigen Aktiva belaufen sich auf 77,3% der Bilanzsumme (Vorjahr 85,8%). Dieser Effekt beruht auf dem überproportionalen Zugang der Darlehensforderungen an der Gesamterhöhung der Aktiva.

Innerhalb der Passiva haben sich das Eigenkapital um 1.630,7 Mio. Euro, die Rückstellungen um 11,5 Mio. Euro und die Verbindlichkeiten um 157,5 Mio. Euro erhöht.

Die Eigenkapitalquote erhöhte sich am Bilanzstichtag leicht von 90,0% im Vorjahr auf 90,3%. Dieser Effekt beruht darauf, dass einerseits die zugegangene Struktur (VEM Beteiligungen) ebenfalls in der Eigenkapitalquote vergleichbar der der UBH Holding ist und andererseits die Verluste des Geschäftsjahres zahlungsunwirksame Abgänge aus Assoziierung in gleicher Höhe die Finanzanlagen reduziert hat. Der Verschiebung innerhalb des Eigenkapitals zugunsten der Nicht beherrschende Anteile resultiert aus Minderheitenanteilen an VEM Vermögensverwaltung und VEM Beteiligungen. Die Nicht beherrschenden Anteile sind überwiegend der Firmengruppe Merckle, aber nicht der UBH Holding zuzurechnen.

Der Anstieg der Verbindlichkeiten betrifft zinstragende Bankverbindlichkeiten und Kaufpreisverbindlichkeiten (168 Mio. Euro) für übernommene Finanzanlagen. Letztere sind konsolidierungskreisbedingte Zugänge.

3. Finanzlage

Die vollkonsolidierten Gesellschaften des UBH Konzerns haben Bankkreditverbindlichkeiten in Höhe von 110,4 Mio. Euro (i.Vj.: 84,9 Mio. Euro), was rund 2,7% (i.Vj. 3,7%) der Passiva bzw. 32,9% (i.Vj.: 47,7%) der Verbindlichkeiten entspricht.

Wie aus der Konzernkapitalflussrechnung hervorgeht, hat die Gesellschaft einen Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit von -14,6 Mio. Euro. Dies entspricht in etwa der Veränderung der Rückstellungen.

Im Investitionsbereich ergibt sich eine Unterdeckung von -4,3 Mio, Euro, da es einen Investitionsüberhang gibt.

Der Mittelverbrauch aus der laufenden Geschäftstätigkeit und Investitionen ins Sach- und Finanzanlagenvermögen wird aus der moderaten Aufnahme von Finanzkrediten (14,1 Mio. Euro) nahezu ausgeglichen.

Die liquiden Mittel haben sich u.a. wegen 51,3 Mio. Euro konsolidierungskreisbedingter Zugänge erhöht.

Wir verweisen auch auf die Konzernkapitalflussrechnung auf Seite 20 dieses Geschäftsberichtes.

III. Wirtschafts- und Prognosebericht

Nachtragsbericht

Nach dem Abschluss des Konzerngeschäftsjahres 2020 und bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses (Juli 2021) ergaben sich nachfolgende Änderungen im Konzernverbund der UBH Holding:

Die Beteiligung an der PH Pharma Holding GmbH wurde vollständig veräußert.

Der Anteil an der Beteiligung VEMOS 1 Beteiligungen GmbH wurde aufgestockt. Die Gesellschaften des Konzerns UBH Holding halten nunmehr insgesamt 62,97%. Die Gesellschaft geht somit dem Konsolidierungskreis zu.

Die VEM Vermögensverwaltung hat zum 30.06.2021 insgesamt 15 von ihr unmittelbar und mittelbar gehaltene Gesellschaften mit überwiegend immobilen Vermögen an Gesellschaften des Konzerns der PH Vermögensverwaltung transferiert. Die Gesellschaften gehören nicht mehr zum Konzern der UBH Holding.

Für die Konzernobergesellschaft UBH Holding GmbH wurde die im Juni 2020 beschlossene Kapitalherabsetzung von 20,0 Mio. Euro durchgeführt.

Die SARS-COV-2 Pandemie hatte zum Bilanzstichtag den Höhepunkt der sogenannten "2. Welle". Nach einer "3. Welle" zu Beginn des 2. Quartals 2021 sinken die Inzidenzahlen bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses (Juli 2021) deutlich.

Die operativen Gesellschaften mit Produktion und Vertrieb dieser Waren haben mit Umsatzrückgängen zu kämpfen.

Bisher sind uns keine wesentlichen Beeinträchtigungen unserer Geschäftskunden bzw. auf den Geschäftsbetrieb unserer Beteiligungen bekannt geworden. Der Geschäftsbetrieb der Gesellschaften des Konzerns läuft stabil. Trotzdem ist nicht auszuschließen, dass es auch noch zu Ausfällen kommt.

Wir sehen keine existenzgefährdenden Tatsachen für das Gesamtunternehmen bzw. einzelner Tochtergesellschaften.

Über die einzelnen Geschäftsbereiche berichten wir wie folgt:

Bereich Fertigung von industriellen Gütern

Herstellung und Vertrieb von Spezialfahrzeugen

Der weltweite Markt für Pistenpräparierfahrzeuge erstreckt sich auf Europa mit rund zwei Dritteln des Gesamtmarktes. Die wichtigsten Absatzmärkte in Europa sind Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich und Skandinavien. Ein Drittel des Weltmarktvolumens umfasst als wesentliche weitere Absatzgebiete Nordamerika, Asien (v.a. Japan und China) und Russland.

Der Absatzmarkt für Strandreinigungsgeräte stellt sich anders dar. Das Marktvolumen entfällt zu einem Drittel auf Europa, zu einem Viertel die USA und der Rest auf übrige Regionen. Dieser kommunal geprägte Markt wird nach wie vor von Investitionszurückhaltung beherrscht. Die Haushalte der Kommunen sind in nahezu allen Ländern angespannt und streng budgetiert.

Der Absatz hat durch die Spannungen im Golf Gebiet einen Dämpfer erhalten. Das globale Marktvolumen ist auf einem niedrigeren Niveau als im Vorjahr. Durch den Zukauf der Fahrzeuge des nordamerikanischen Herstellers Cherrington, konnte im laufenden Geschäftsjahr der Marktanteil gehalten werden. Die Produktpalette von Cherrington ergänzt die BeachTech Produkte sehr gut.

Bedingt durch das Hauptsegment (PistenBully) verläuft das operative Geschäft der Kässbohrer Geländefahrzeug Gruppe nicht linear innerhalb des Geschäftsjahres, sondern ist gekennzeichnet durch hohe Umsätze in den Herbst- und Wintermonaten und einer eher umsatzschwachen Phase im Frühjahr und Sommer. Ein Umstand der positiv gewirkt hat, denn mit dem Beginn der SARS-COV-2 Pandemie war das Wintergeschäft 2019/2020 schon weitestgehend abgeschlossen. Die Umsatzziele wurden überwiegend aber nicht ganz erreicht.

Die Kässbohrer Gruppe hat in diesem Geschäftsjahr einen soliden Umsatz erzielt, welcher zwar leicht unter Vorjahr lag aber positiv zum Konzernergebnis beigetragen hat.

Aufgrund der globalen COVID-19-Pandemie und der damit verbundenen unsicheren Entwicklung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen geht die Geschäftsleitung für das Geschäftsjahr 2020/21 davon aus, dass das globale Marktvolumen im für die KGFAG maßgeblichen Geschäftsbereich PistenBully deutlich unterhalb des insgesamt noch befriedigenden Marktvolumens des Geschäftsjahrs 2019/20 liegen wird.

Bereits das Geschäftsjahr 2019/20 konnte aufgrund des COVID-19-Ausbruchs und des darauffolgenden vorzeitigen Abbruchs der Wintersaison auf der Nordhalbkugel bzw. des vollständigen Ausfalls der Wintersaison auf der Südhalbkugel die ursprünglichen Erwartungen nicht vollumfänglich erfüllen.

Unter regionalen Gesichtspunkten dürften Bergbahnen und Skigebiete in der Schweiz, in Skandinavien, in den USA und in Asien aufgrund des in diesen Gebieten anderen "Corona-Regimes" zunächst weniger stark von Umsatz- und Ergebniseinbrüchen als die Skigebiete in den mitteleuropäischen EU-Ländern betroffen sein. Dennoch ist auch außerhalb der EU nicht mit einem normalen oder gar starken Saisonverlauf zu rechnen.

Daher darf nicht davon ausgegangen werden, dass etwaige Umsatz- und Ergebnisverluste innerhalb der EU im Nicht-EU-Ausland (über-) kompensiert werden können. Dem stehen schon die massiv eingeschränkten Reisemöglichkeiten der Touristen entgegen. Demzufolge wird im Geschäftsbereich PistenBully voraussichtlich auch keine wesentliche Reallokation geplanter Planmengen von schwächeren in stärkere Absatzmärkte zu erwarten sein. Zudem muss in Anbetracht der schwierigen wirtschaftlichen Situation vieler Kunden damit gerechnet werden, dass bereits erteilte Aufträge wieder storniert werden.

Durch die Verschiebung der Saisoneröffnung auf den Januar 2021 entging den europäischen Kunden das traditionell starke Geschäft über Weihnachten und Neujahr. Die damit verbundenen Umsatz- und Ergebniseinbrüche dürften massive Auswirkungen auf die Investitionsbereitschaft der Bergbahnen und Skigebiete im Geschäftsjahr 2021/22 haben. Darüber ist nach der kurzen Wintersaison 2020/21 ein erhöhtes Risiko von Liquiditätsengpässen und Überschuldungen auf Kundenseite, die mittelfristig zu deutlich geringem Marktvolumen führen, nicht auszuschließen.

Im Geschäftsbereich BeachTech hat Kässbohrer trotz der momentan anhaltenden Schließung vieler Strände und dem aus der Einschränkung des Flugverkehrs resultierenden zum Erliegen gekommenen Badetourismus keine Anhaltspunkte, die Planung für das Geschäftsjahr 2020/21 in Frage zu stellen. Zu einen wird in den Märkten, in denen Strandreinigungsfahrzeuge verkauft werden, der Inlandstourismus durch die Corona-Hilfen sogar begünstigt; zum anderen zeichnet sich erstmals Bewegung bei den Kooperationsbemühungen mit NGOs ab.

Der Geschäftsbereich PowerBully wird auch im Geschäftsjahr 2020/21 erneut von der Investitionsbereitschaft der Kunden in Nordamerika sowie Russland abhängig sein. Nachdem bereits erste Aufträge eingegangen sind und zudem stetig steigendes Kundeninteresse an Speziallösungen im Bereich Pipelinewartung und Brandbekämpfung nebst der Ankündigung entsprechender Ausschreibungen zu beobachten ist, die Geschäftsleitung zuversichtlich, dass der Geschäftsbereich seine Umsatz- und Ergebnisziele erreichen kann.

Zusammenfassend geht die Geschäftsleitung sowohl von einem deutlich unter Vorjahr liegendem Umsatz als auch einem deutlich unter Vorjahr liegenden positiven Ergebnis für das Geschäftsjahr 2020/21 aus.

Herstellung, Veredelung und Vertrieb von Kunststofferzeugnissen

In diesem Teilbereich sind unverändert vier Gesellschaften tätig. Sie produzieren auf der Basis unterschiedlicher Technologien Kunststoffprodukte sowohl zum Endverbrauch als auch in erheblich größerem Umfang Semiprodukte zur Weiterverarbeitung. Der Umsatz war im Vorjahresvergleich deutlich rückläufig. Der Ergebnisbeitrag zum Konzern war in sehr geringem Umfang positiv.

Die Geschäftsleitungen der UBH Holding und der Tochtergesellschaften gehen davon aus, dass unsere Kunststoffaktivitäten auch in 2021 massiv von den konjunkturellen Folgen der SARS-COV-2 Pandemie betroffen sein werden, Es wird zu Umsatz- und Ergebniseinbußen kommen. Auch ein negativer Ergebnisbeitrag zum Konzernergebnis ist nicht unwahrscheinlich.

Bereich Grundstücks- und Immobilienverwaltung / Vermietung und Filmlizenzen sowie Dienstleistungen

Im Bereich Grundstücks- und Immobilienverwaltung/Vermietung und Verpachtung waren bisher zwei Gesellschaften tätig. Nach dem Zugang VEM Beteiligungen sind weitere 21 Gesellschaften zugegangen, welche eigene Immobilien bewirtschaften, vermieten und verwalten. Das immobile Vermögen ist von 33,3 Mio. Euro auf 219,3 Mio. Euro gestiegen. Allerdings hat die VEM Vermögensverwaltung zum 30.06.2021 insgesamt 15 von ihr unmittelbar und mittelbar gehaltene Gesellschaften mit überwiegend immobilen Vermögen an Gesellschaften des Konzerns der PH Vermögensverwaltung, welche den größten Kreis dieses Konzerns aufstellt, transferiert. Die Gesellschaften gehören also ab dem 01.07.2021 nicht mehr zum Konzern der UBH Holding.

Der Mietumsatz am Konzern Umsatz war nur gering, wird sich aber im Folgejahr deutlich erhöhen, da die zum 30.06.2021 abgegangenen Vermietungsgesellschaften nur einen Teil der Umsätze generieren. Für den Konzern erwarten wir einen positiven Ergebnisbeitrag.

Zu diesem Segment gehört auch die MFP Semi-Pro GmbH & Co. KG welche Filmlizenzen vergibt. Am 31.12.2020 ist eine weitere Gesellschaft hinzugekommen, welche Filmlizenzen vergibt. Der währungsbereinigte Umsatz ist aufgrund des Geschäftsmodells konstant und wird sich deshalb durch den Zugang deutlich erhöhen. Im Ergebnis erwarten wir auch hier eine deutliche Steigerung und wiederum einen positiven Ergebnisbeitrag zum Konzernergebnis.

Einige Konzerngesellschaften erbringen Dienstleistungen. Der Ergebnisbeitrag aus dem operativen Ergebnis zum Konzern der UBH Holding ist positiv.

Die TROIKA Verwaltungsgesellschaft mbH & Co, Vermietungs KG i.L. sowie die TRAVERSE Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG i.L. haben bis einschließlich 2016 langfristig eigene angeschaffte Diesellokomotiven an ein großes amerikanisches Logistikunternehmen verleast. Beide haben zum 14.12.2016 planmäßig ihr Leasinggeschäft beendet und die Leasinggegenstände an die Leasingnehmer veräußert. Für beide Gesellschaften wurde im März 2017 die Auflösung beschlossen. Die Abwicklung wurde in Eigenregie durchgeführt. Die Löschung im Handelsregister erfolgte in beiden Fällen am 23.11.2020.

Für die im Bereich der Vermietung und Verpachtung, Dienstleistungen sowie Lizenzvergabe (Filmlizenzen) tätigen Konzerngesellschaften erwarten wir für 2021 ein insgesamt positives Ergebnis über dem Niveau des Berichtsjahres.

Bereich Vermögensverwaltung

In diesem Bereich waren bis zum 31.12.2020 neben der Konzernobergesellschaft die meisten Konzerngesellschaften tätig.

Dieses Geschäftssegment betrifft beträchtliche Vermögensbestandteile an assoziierungspflichtigen und sonstigen Beteiligungen. Im Ergebnis des UBH Konzerns 2020 ist die Assoziierung der Spohn Cement Beteiligungen und der VEM Beteiligungen enthalten. Beide werden nach Umstrukturierungen am 31.12.2020 selbst zu konsolidierten Unternehmen.

Der Ergebnisbeitrag zum Konzernjahresüberschuss ist gemessen an den unternehmerischen Aktivitäten des Konzerns beträchtlich und beruht indirekt auf dem unternehmerischen Erfolg der gehaltenen Beteiligungen. Im Berichtsjahr sind hier Verluste aus Assoziierung in Höhe von 336,8 Mio. Euro aufgelaufen. Sie hängen überwiegend direkt mit der Verlustsituation 2020 bei HeidelbergCement AG zusammen. Die HeidelbergCement hat pandemiebedingt (SARS-COV-2) erhebliche außerplanmäßige Wertberichtigungen -2.693,7 Mio. Euro auf Firmenwerte und -803,0 Mio. Euro auf sonstige immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen vornehmen müssen, welche zu hohen Verlusten von -2.139,2 Mio. Euro (Konzernanteil) geführt haben. Die Eigenkapitalveränderung beträgt im Vorjahresvergleich -3.716,4 Mio. Euro (Konzernanteil). Neben den ergebniswirksamen Verlusten haben auch ergebnisneutrale Währungsverluste in Höhe von -1.259,5 Mio. Euro zu dieser negativen Entwicklung beigetragen.

Der buchmäßige Bestand der Finanzanlagen des Konzerns hat sich zum Stichtag umstrukturierungsbedingt deutlich von 1.917,1 Mio. Euro auf 2.911,1 Mio. Euro erhöht. Der Bestand an Beteiligungen und Wertpapieren des Anlagevermögens ist unverändert hoch und entspricht in etwa 70,9% (Vorjahr 83,1%) der gesamten Aktiva.

Neben den Zugängen im Finanzanlagevermögen ist auch der Bereich der Firmengruppenfinanzierung stark angestiegen. Insbesondere durch den Zugang der VEM Beteiligungen und deren Tochtergesellschaften ist der Bestand an verzinslichen Darlehensforderungen von 56,7 Mio. Euro auf 579,9 Mio. Euro gestiegen.

Wir erwarten für das Konzerngeschäftsjahr aus diesem Bereich nach den Verlusten im Berichtsjahr ein deutlich besseres positives Ergebnis.

IV. Forschung und Entwicklung

Die operativ tätigen Gesellschaften des UBH Konzerns betreiben in unterschiedlichem Umfang Forschung und Entwicklung.

Dies betrifft insbesondere den Bereich Spezialfahrzeuge (Kässbohrer). Die Gesellschaft ist im Bereich Bau von Fahrzeugen für den Pisten- und Off-Road-Bereich in unterschiedlichen Geländen und unter extremen Einsatzbedingungen weltweit Technologie- und Innovationsführer bei Pistenfahrzeugen und Strandreinigungsgeräten. Die Entwicklungsaktivitäten sind laufend auf die Optimierung der aktuellen Produktpalette ausgerichtet. Der Anspruch auf die weltweite Markt- und Technologieführerschaft wird mit den hohen Entwicklungsaufwendungen untermauert. Bei Entwicklungsprojekten von neuen Fahrzeuggenerationen stellt sich Kässbohrer selbst die Anforderung, ihre Produktpalette mit sparsamen, umweltfreundlichen und nachhaltigen Technologien auszustatten, die die Emissionen der Fahrzeuge verringern können.

Zentrale Entwicklungsaktivitäten erfolgen am Standort Laupheim (70 Mitarbeiter), Sie werden von externen Dienstleistern unterstützt, um flexibel und zeitnah auf alle Erfordernisse reagieren zu können.

V. Chancen und Risiken künftiger Entwicklung sowie Ausblick

Für den Bereich der Vermögensverwaltung (Beteiligungen, Wertpapiere) führen wir folgendes aus:

Dieser Bereich unterlag im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr strukturell großen Änderungen. Die VEM Beteiligungen, welche bis 2018 vollkonsolidiert und im Vorjahr assoziiert wurde, war hierzugeordnet. Sie ist nun selbst im Konsolidierungskreis. Die 50 Gesellschaften dieser Gruppe beschäftigen sich überwiegend mit Vermögensverwaltung, der Erbringung von Dienstleistungen und der Bewirtschaftung von Immobilien.

Das Ergebnis des UBH Konzerns ist im höchsten Maße davon abhängig wie sich der Konzern der HeidelbergCement AG entwickelt.

Die UBH Holding hält über ihre konsolidierten Beteiligungen, die vermögensverwaltend tätig sind, mittelbar Beteiligungen an Gesellschaften, die direkt oder indirekt Aktien an der HeidelbergCement AG besitzen.

Eine Verschlechterung des Börsenumfeldes birgt generell das Risiko, dass Wertpapiere oder Beteiligungen wertberichtigt werden müssen oder nur mit Kursabschlägen veräußert werden können; existentielle Risiken gehen hiervon aber nicht aus.

Das Konzernergebnis ist aber nicht direkt abhängig vom schwankenden Börsenwert des im DAX geführten Unternehmens, sondern von den konjunkturellen Einflüssen auf das global operierende Unternehmen. Hier gibt es je nach Region unterschiedliche Chancen und Risiken, auf welche die HeidelbergCement AG in ihrem Konzernabschluss zum 31.12.2020 eingeht.

Hinsichtlich dieser ausführlich beschriebenen Chancen und Risiken verweisen wir auf den Konzernabschluss der HeidelbergCement AG, welcher im Bundesanzeiger veröffentlicht wird, sowie auf die Quartalsberichte, welche neben den Jahresabschlüssen im unternehmenseigenen Internetauftritt publiziert werden.

Die HeidelbergCement geht davon aus, dass das wirtschaftliche Umfeld in den wichtigsten Märkten der Gesellschaft trotz zahlreicher politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten weiter stabil ist.

Anders ist es mit der derzeit weltweiten Corona-Pandemie. Hier gibt es täglich wechselnde Situationen in einer Vielzahl regionaler Märkte, auf die kurzfristig reagiert werden muss.

Für die übrigen Vermögenswerte (nicht assoziierte Beteiligungen, Wertpapiere) rechnen wir nicht mit signifikanten Ergebniseinflüssen und sehen auch keine Risiken für den Konzern.

Temporäre Auswirkungen sind durch internationale Entwicklungen an den Börsen allerdings niemals auszuschließen.

Aufgrund der Art der pflichtgemäßen Einbeziehung (meist Assoziierung) wirken sich diese direkt im Ergebnis und im Eigenkapital aus.

Wegen der derzeitigen wirtschaftlichen Entwicklung durch die Corona-Pandemie sind unterschiedlichste Szenarien möglich. Die Erkenntnisse aus kurz- und mittelfristigen Vorschauen und der Szenarien auf das Gesamtjahr 2021 und darüber hinaus sind als unsicher einzustufen.

Die Vergabe von Darlehen erfolgt nahezu ausschließlich an nahestehende Unternehmen der Merckle Firmengruppe. Die Aktivitäten dieser Gesellschaften werden durch das gruppeninterne Monitoring ständig überprüft. Risikobehaftete Geschäfte werden nicht getätigt. Wir sehen hierin kein bestandsgefährdendes Risiko für den UBH Konzern.

Wir erwarten aus den Erkenntnissen von heute für das Konzerngeschäftsjahr aus diesem Bereich nach den Verlusten im Berichtsjahr ein deutlich besseres positives Ergebnis.

Für den Bereich der Herstellung und den Vertrieb von Spezialfahrzeugen (Kässbohrer) bestehen unterschiedliche Chancen und Risiken.

Kässbohrer versteht sich als Innovations- und Technologieführer in ihrem Marktsegment weltweit. Aufgrund der starken Wettbewerbsstellung und des kundenorientierten Produktportfolios bestehen grundsätzlich gute Chancen, die positive Unternehmensentwicklung der Vergangenheit weiter fortzusetzen. Das hervorragende Zusammenwirken von Produktpalette, Kundenstamm, Mitarbeitern und Geschäftspartnern ist ein starker Garant dafür, dass Chancen genutzt und Risiken positiv bewältigt werden können.

Die Gesellschaft ist als international aufgestelltes Unternehmen im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Übergeordnetes unternehmerisches Ziel ist die Erreichung einer nachhaltig positiven Unternehmensentwicklung. Die sich ergebenden Chancen und Risiken zu erkennen, zu analysieren, zu bewerten und auf Basis dieser Erkenntnisse geeignete Maßnahmen einzuleiten, ist das Ziel eines wirksamen Risikomanagementsystems.

Kässbohrer verfügt bereits seit mehreren Jahren in ihren Unternehmen über ein zentralisiertes Risikomanagementsystem, das die gesetzlichen Anforderungen zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) erfüllt.

Das Risikomanagementsystem in der Kässbohrer-Gruppe ist ein integraler Bestandteil vorhandener Managementsysteme. Zu nennen sind das IT-gestützte Management-Informationssystem, ein formalisiertes Reportingsystem, regelmäßige konzernweite Management- und Controllermeetings, mehrmals im Jahr stattfindende Strategierunden sowie mindestens zweiwöchig stattfindende operative Abstimmrunden der Geschäftsleitung. Darüber hinaus wird die Geschäftsleitung durch standardisierte Monatsberichte fortlaufend über die aktuelle Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die operative Performance und die Budgettreue der einzelnen Fachbereiche sowie die Entwicklung auf den Absatzmärkten und der Wettbewerbssituation informiert.

Detaillierte Kenntnisse des Weltmarktes aufgrund langjähriger Kontakte zu Kunden, Lieferanten und anderen Teilnehmern des Marktumfeldes sind elementare Bestandteile des aktiven Risikomanagementsystems. Im Rahmen der jährlichen Budgeterstellung wird auch ein Worst-Case-Szenario entwickelt, um negative Entwicklungen rechtzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen einzuleiten, um diesen kurz- bis mittelfristig entgegenwirken zu können. Wie für mittelständische Unternehmen typisch, gewährleisten kurze und direkte Kommunikationswege ohne falsch verstandene und oft kontraproduktive Formalisierung die frühzeitige und regelmäßige Weitergabe von Erkenntnissen über den Eintritt von bestandsgefährdenden Risiken sowie von für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens relevanten Ereignissen.

Das Produktportfolio von Kässbohrer ist maßgeblich bestimmt durch den PistenBully. Deshalb ist die Entwicklung eng verknüpft mit den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der gegebenen Marktsituation im Wintertourismus.

Die Entwicklung einer Wintersaison ist vom Zusammenwirken mehrerer Faktoren abhängig: Zeitpunkt und Ausmaß der Schneefälle, Saisondauer, Anzahl der Sonnentage und wirtschaftliche Rahmenbedingungen in den einzelnen Absatzgebieten. Abhängig vom Verlauf des vorangegangenen Winters beeinflussen auch unterschiedliche länderspezifische Aspekte die Investitionstätigkeit einer Skigebietsgesellschaft, die sich wiederum positiv oder negativ auf das Marktvolumen des Pistenfahrzeugmarktes auswirken.

Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt eine deutliche Marktsättigung. So liegt das weltweite Marktvolumen für Pistenpräparierfahrzeuge rund 24 % unter dem Höchststand von 2006/07. Kurzfristig können infolge ungünstiger Wintersportbedingungen oder konjunktureller Negativfaktoren auch Jahre mit einer Schwankungshöhe im Marktvolumen von bis zu minus 20% entstehen. Gegenüber dem Vorjahr liegt das weltweite Marktvolumen 2020/21 theoretisch auf gleichem Niveau, wird aufgrund der globalen COVID-19-Pandemie allerdings durch den Kunden b.a.w. nicht im vollen Umfang adressiert.

Auf dem Markt für Pistenfahrzeuge und verbundene Dienstleistungen hat sich faktisch ein Duopol gebildet. Beide Wettbewerber agieren weltweit, teilen sich den Markt und sprechen mit nahezu substituierbaren Produkten den gleichen, begrenzten Kundenkreis an. Die hohe Markttransparenz in diesem Nischenmarkt erhöht die Wettbewerbstransparenz beim Kunden und damit die Preissensitivität.

Des Weiteren hängt das Marktrisiko vor allem im Geschäftsbereich PistenBully aufgrund der globalen Erwärmung langfristig direkt vom Umwelt- und Klimarisiko ab. Zahlreiche internationale Studien und Prognosen gehen von zum Teil unterschiedlichen Klimaentwicklungen und deren Auswirkungen aus. Eine negative Klimaentwicklung ist auf unsere Geschäftstätigkeit langfristig als gravierend einzustufen. Zur besseren Einschätzung des Umwelt- und Klimarisikos werden in unregelmäßigen Abständen durch qualifizierte, externe Dienstleister geeignete Gutachten eingeholt. Die Ergebnisse fließen anschließend in die Mehrjahresplanung bzw. das Worst-Case-Szenario ein.

Zudem bestehen Marktrisiken immer dann, wenn Kommunen und die öffentliche Hand für Investitionen zuständig sind. Hier werden aufgrund des finanziellen Drucks und der EU-Vorschriften praktisch nahezu alle relevanten Investitionen zunehmend durch Ausschreibungen vergeben. Insbesondere bei Anschaffungen von Loipenfahrzeugen und Strandreinigungsgeräten ist ausschließlich der Angebotspreis das relevante Kriterium, ohne dabei die Vorteile von Technik, Qualität oder Servicepräsenz in Relation zu setzen. Daher besteht das inhärente Risiko, Ausschreibungen zu verlieren.

Ein weiteres Marktrisiko im Risikoportfolio ist das Marktrisiko auf der Beschaffungsseite. Durch die geringe Fertigungstiefe in der Produktion ist die Abhängigkeit insbesondere von den Single-Source-Lieferanten gegeben. Im Geschäftsjahr 2019/20 wurden umfassende Maßnahmen eingeleitet und abgeschlossen, um dieses Risiko besser zu überwachen und seine Eintrittswahrscheinlichkeit zu minimieren.

Weitere Risiken bestehen in rechtlichen, politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Strenge Regularien in nationalen und internationalen Normen- und Gesetzesvorgaben führen zu einem zunehmenden Risiko bei den Herstellern. Diese Risiken werden durch die enge Orientierung an Gesetzesvorgaben abgefedert. Das Risiko an sich ist Bestandteil des Risikoportfolios und unterliegt dem aktiven Risikomanagement.

Durch die stetig zunehmenden nationalen und internationalen Regulierungen im freien Warenverkehr sowie in der Außenwirtschaft- und Exportkontrolle und die daraus resultierende Komplexität können Risiken entstehen, die das Unternehmen in seiner wirtschaftlichen Aktivität beeinträchtigen können. Wir arbeiten hier eng mit nationalen und internationalen Kontrollbehörden zusammen und haben intern ein entsprechendes Freigabe- und Kontrollsystem entwickelt, um diese Risiken deutlich zu minimieren. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird als gering, das Schadenspotential für den Konzern als vorübergehend ertrags-, aber nicht als bestandsgefährdend eingestuft.

Das Unternehmen übernimmt mit der Entwicklung im Bereich PistenBully Produktrisiken, die üblicherweise mit neuen technischen Lösungen und innovativen Neuerungen einhergehen. Jede Produktentwicklung erfolgt-trotz sorgfältiger vorheriger Prüfung der Marktchancen - grundsätzlich unter Unsicherheit über die endgültige Akzeptanz am Markt und den richtigen Einführungszeitpunkt. Auch im Pistenfahrzeugmarkt spielt neben ansprechendem Design und höchster Funktionalität das optimale Preis-/Leistungsverhältnis als aus Kundensicht relevantes Entscheidungskriterium eine stetig zunehmende Rolle. Die Geschäftsleitung schätzt die Risiken, denen die aktuellen Entwicklungsaktivitäten unterliegen, gegenüber der Chance, die technologische Marktführerschaft der KGFAG zu schützen, als durchweg angemessen ein.

Das Technologie- und Produktrisiko wird als spezifisches Risiko abhängig von Markt und Produkt sowie im Zeitverlauf unterschiedlich beurteilt. Es ist Bestandteil des unternehmensweiten Risikomanagements und unterliegt strenger und regelmäßiger Beobachtung.

Die Geschäftsleitung sieht innerhalb des unternehmensinternen Risikomanagements das ertragsgefährdende Schadens- und Eintrittspotential des Technologie- und Produktrisikos insgesamt als gering an. Einer konsequenten Überwachung bedürfen lediglich die externen Lieferantenrisiken, um die unterbrechungsfreie Versorgung der Produktion mit fremdbezogenen Komponenten sicherzustellen. In den Vorjahren eingeleitet Maßnahmen zur Erhöhung der Liefertreue haben sich im Berichtszeitraum als wirksam erwiesen.

Ein weiteres Risikopotential sind die IT-Risiken. Durch die zunehmende Komplexität der IT können Risiken aus Systemausfällen, Daten- und Informationsverlust und unter Umständen aus weiter zunehmenden Anforderungen an Datenschutzbestimmungen entstehen. Das Unternehmen hat hier weitreichende Investitionen in die Erfüllung der Vorgaben sowie den Austausch der Infrastruktur durch neue und aktuelle Hard- und Software getätigt. Wir sehen das ertragsgefährdende Schadens- und Eintrittspotential als gering an.

Finanzrisiken können dann entstehen, wenn zwei bis drei schlechte Geschäftsjahre aufeinander folgen, z. B. durch schlechte wirtschaftliche Rahmenbedingungen oder durch extremen Schneemangel. Das Unternehmen hat hierfür strategische Maßnahmenpläne entwickelt, um auf eine solche Entwicklung kurzfristig vorbereiten zu können. Ein entsprechendes Worst-Case-Szenario wird jährlich im Rahmen der Aktualisierung der Mehrjahresplanung simuliert.

Das Unternehmen unterliegt durch die in USD abgerechnet© Geschäftstätigkeit auf dem nordamerikanischen Kontinent, die über die amerikanische Tochtergesellschaft abgewickelt wird, einem nicht unwesentlichen Währungsrisiko. Eine unvorteilhafte Kursentwicklung des EUR kann spürbaren Einfluss auf den Unternehmenserfolg haben. Allerdings können die Produktion des PistenBully Scout in USA und der Effekt aus Strukturkostenanpassungen unserer nordamerikanischen Organisation in gewissem Maße ausgleichend wirken.

Die Kursentwicklung wird laufend beobachtet und bewertet. In Abstimmung mit dem Aufsichtsrat hat der Vorstand der Kässbohrer AG ein Prozedere zur Absicherung gegen USD-Schwankungen entwickelt. Um dem Währungsrisiko aus Lieferungen und Leistungen in die USA zu begegnen, werden in einem eng begrenzten Rahmen derivative Finanzinstrumente eingesetzt Dennoch können aus einer nachteiligen Entwicklung des Kursverhältnisses empfindliche Auswirkungen auf die Ertragslage resultieren. Umgekehrt können aus einer positiven Währungsrelation unmittelbar Währungsgewinne erzielt werden.

In deutlich geringerem Ausmaß unterliegt Kässbohrer auch einem CHF-Währungsrisiko, das durch die in CHF abgerechnete Tätigkeit der schweizerischen Tochtergesellschaft auf dem schweizerischen Binnenmarkt entsteht. Durch den Wegfall der bisher auf CHF basierenden Leasingrate für den Stammsitz in Laupheim entsteht im Geschäftsjahr 2020/21 erstmalig die Notwendigkeit, zur Absicherung des Währungsrisikos in einem eng begrenzten Rahmen derivative Finanzinstrumente einzusetzen.

Kässbohrer ist akut und mittelfristig Finanzterungs- und Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Dies betrifft vornehmlich die Pensionsrückstellungen und die zinstragenden Finanzverbindlichkeiten. Insgesamt sind Finanzierungsstruktur und damit auch Risikoprofil im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert. Durch die im Vorjahr umgesetzten Maßnahmen wurde das Finanzergebnis optimiert und eine gesunde Eigenkapitalrelation geschaffen, die eine solide Basis für künftige Investitions- und Wachstumsentscheidungen darstellt.

Nach Auffassung der Geschäftsleitung können die genannten Risiken Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Das Absatzmarktrisiko der Kässbohrer AG ist das einzige Risiko, das sowohl in Eintritts" Wahrscheinlichkeit als auch Schadenspotential ein stark ertragsgefährdendes Unterneh- mensrisiko darstellt. Ein hohes Umwelt- und Klimarisiko hat dabei langfristige Auswirkungen auf den Gesamtmarkt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos ist aus heutiger Sicht zwischenzeitlich höher einzustufen als in der Vergangenheit.

Darüber hinaus sehen wir keine weiteren Risiken, die den Fortbestand der Produktion von Pistenbully bzw. der anderen Spezialfahrzeuge gefährden könnten. Insbesondere im Falle des Eintritts der latent vorhandenen finanzwirtschaftlichen Risiken wird zu gegebener Zeit in angemessener Weise reagiert.

Die Geschäftsleitung kommt insgesamt zu dem Schluss, dass das in diesem Segment verankerte Risikomanagementsystem das frühzeitige Erkennen und Reagieren auf bestehende und neu auftretende Risiken und Chancen in ausreichendem Maße sicherstellt.

Für die Herstellung und Veredelung den Vertrieb von Kunststofferzeugnissen stellen sich die Risiken wie folgt dar.

Zu den Kunden unserer Firmengruppe zählen in einem erheblichen Maße die Automobilindustrie bzw. die Trailerhersteller, welche ihrerseits in den zurückliegenden Jahren starke konjunkturelle Schwankungen zu verzeichnen hatten. Diese Konjunkturschwankungen erreichen dann auch sehr schnell die Zulieferer.

Bei der Belieferung von Basiskunststoffen gibt es weltweit sehr wenig Lieferanten, Bei einer möglichen Störung in der Belieferung wären auch sehr wahrscheinlich unsere Gesellschaften betroffen» Diese Lieferengpässe sind schon spürbar und werden sich voraussichtlich im Folgejahr verstärken. Derzeit kündigen sich in ausgewählten Rohmaterialien Preissteigerungen an. Hinzu kommt, dass in der derzeitigen Situation (Corona-Pandemie) die Lieferketten teilweise gestört sind. Diese Beschaffungsrisiken sind als erheblich einzustufen.

Derzeit sind bei unseren Hauptkunden im Automotive-Bereich sowie im Trailer-Bereich keine Umsatzsteigerungen zu sehen, unsere Kunden betrachten die anhaltende Krisensituation (politisch und pandemisch-wirtschaftlich) mit Sorge. In diesem gleichbleibenden Geschäftsfeld kommt es durch einen Verdrängungswettbewerb zu einer Margenreduzierung.

Ein weiteres Risiko sehen wir in der hohen Händlerdichte in Deutschland. Hier herrscht ein großer Preisdruck. Das Weiterreichen der erhöhten Materialkosten wird sich schwierig gestalten.

Ein weiteres Risiko stellt die derzeit europaweite Abkehr von bestimmten Kunststoffprodukten dar. In vielen Bereichen wurden schon die Produktion und der Vertrieb zum 01.07.2021 verboten. Teile unseres Produktportfolios sind hiervon betroffen.

Auch der mittlerweile vollzogene Austritt von Großbritannien aus der Europäischen Union (Brexit) und der daraus resultierende Austritt Großbritanniens aus dem europäischen Binnenmarkt zum Ende des Jahres 2021 betreffen Teile unseres langjährigen Kundenstamms. Hieraus wird es Einbußen für unsere Gesellschaften geben.

Die europaweite Diskussion um die Nutzung von Kunststoffprodukten birgt aber auch Chancen.

Als Chance sehen wir zukünftig mehr höherwertige Spezialoprodukte nach Kundenwunsch zu fertigen, von denen wir uns verbesserte Margen erhoffen.

Im Bereich der Kunststoffherstellung sind durch Investitionen neue Strukturen geschaffen worden. Hiervon versprechen wir uns positive Effekte für das Jahr 2021 und darüber hinaus.

Als Chance sehen wir weiterhin die neue Vertriebsstrategie unseres Distributionspartners. Hinzu kommt die Erweiterung des Distributionsprogramms auf alle Polyolefin-Typen, womit wir ein breiteres Produktportfolio anbieten können.

Aufgrund der derzeitigen wirtschaftlichen Situationen in den verschiedenen europäischen Staaten, ist eine Vorhersage schwierig bis unseriös, Im abgelaufenen Konzerngeschäftsjahr hatten wir einen deutlichen Umsatzrückgang. Der Ergebnisbeitrag war eine sogenannte "Schwarze Null". Wir gehen davon aus, dass unsere Kunststoffaktivitäten für 2021 keinen oder sehr wahrscheinlich negativen Beitrag zum Konzernergebnis leisten werden.

Für den Bereich der führen wir folgendes aus:

Die in 2020 aufkommende und noch immer das gesamte gesellschaftliche Leben beeinflussende SARS-COV-2 Pandemie ist nicht ganz spurlos an unserem Vermietungsgeschäft vorbeigegangen. Während viele unserer Mieter nahezu problemlos und ohne Auswirkungen auf unsere Mieteinnahmen durch die Krise kamen bzw. kommen, gibt es Bereiche mit Problemen.

Dies betrifft z.B. alle Mieter, weiche mit Sport- und Freizeitangeboten Dienstleistungen erbringen. Sie waren aufgrund behördlicher Eindämmungsmaßnahmen (Corona-Schutzverordnungen) im Frühjahr (März bis Mai/Juni 2020) und seit November 2020 teilweise bis heute (Juli 2021) geschlossen oder erheblich eingeschränkt. Besonders betroffen sind Anbieter, die vom Publikumsverkehr abhängig sind.

Sie konnten nur eingeschränkt und unregelmäßig ihren Mietverpflichtungen nachkommen. Es kam auch in sehr geringen Umfang zu Ausfällen z.B. durch Insolvenzen.

Mit einigen Mietern haben wir Finanzierungsvereinbarungen getroffen, wie sie aufgelaufene Rückstände abbauen können. Im notwendigen Umfang haben wir trotz der Vereinbarungen Einzelwertberichtigungen gebildet.

Wir gehen davon aus, dass durch diese Maßnahmen (Finanzierungsvereinbarungen und Einzelwertberichtigungen) das Risiko für die Zukunft unseres Vermietungsgeschäftes eingedämmt ist.

Wir sehen aber weiterhin auch Chancen in allen unseren Mietbereichen. Für die derzeit arg betroffenen Sport- und Freizeitbereiche gehen wir von einem Nachholeffekt nach den Lockerungen der Corona-Schutzverordnungen aus. Auch kleinteiliges produzierendes Gewerbe und vor allem Logistik ist immer auf der Suche nach geeigneten Flächen. Diese Flächen mieterfreundlich nach deren Vorstellungen zu entwickeln, ist ein Kernbestandteil unserer Akquisitionsmaßnahmen.

Als ein Risiko für unsere Vermietungsstrategie (Entwicklung der Mietobjekte als maßgeschneiderter Standort für den Mieter) entwickeln sich aber aktuell die Baupreise. Insbesondere für kurzfristige Umbauten, aber auch für ungeplante Instandhaltungen ist dies ein Kostenrisiko. Unsere Bauabteilung beobachtet diese Entwicklungen und setzt alle Maßnahmen baulicher Art in ein Kosten-Nutzenverhältnis des betreffenden Mietbereiches.

Generell werden fortlaufend Maßnahmen zur Risikofrüherkennung getroffen, vor allem durch eine laufende Beobachtung des Grundstücks- und Immobilienmarktes sowie einem Forderungsmanagement.

Strategische Neuausrichtungen sind zurzeit nicht notwendig.

Schwerpunkt der Verkaufsstrategie ist bereits seit den Vorjahren die Veräußerung abgelegener Immobilienstandorte. Wir konzentrieren uns weiterhin auf definierte Kerngebiete (Dresden, Leipzig, Ulm, Freiburg, Wernigerode).

Für diesen Unternehmensbereich sind keine bestandsgefährdenden Risiken bekannt geworden.

Für den Bereich der Filmlizenzen gibt es keine Risiken.

Hier werden ab 2021 zwei Gesellschaften tätig sein.

Für beide Filmgesellschaften wurde bereits im Vorjahr unter Ausnutzung des niedrigen Zinsniveaus eine Umschuldung von externer zu interner Finanzierung vorgenommen. Somit ist das bis dahin bestehende Währungsrisiko beseitigt Die von den Gesellschaften erzielten Lizenzeinnahmen werden ein positives Ergebnis und einen positiven Cash-Flow erzielen.

Für die geschäftsbesorgung und Finanzierung sehen wir ebenfalls kein signifikantes Risiko.

Mehrere Gesellschaften des UBH Holding Konzerns erbringen Dienstleistungen (Geschäftsbesorgung) für nahestehende Unternehmen und finanzieren diese zumindest teilweise.

Die seit 31.12.2020 zum Konzern gehörende VEM Vermögensverwaltung ist seit 2011 Poolführer aufgrund einer Cash-Management-Vereinbarung, bei der die Überschüsse (Guthaben) einzelner Unternehmen gesammelt und an Gesellschaften mit Finanzierungsbedarf weitergegeben werden. Hier wird der Finanzstatus permanent überprüft und bei dauerhaftem Schuldensaldo Darlehensvereinbarungen getroffen.

Beurteilung der Gesamtrisiko- und -chancensituation durch die Unternehmensleitung

Die Beurteilung der Gesamtrisikosituation des Konzerns ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikokomplexe beziehungsweise Einzelrisiken. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Risiken insgesamt in etwa stabil geblieben.

In der Summe sind der Geschäftsleitung keine Risiken bekannt, die eigenständig oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Vom Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses 2020 hat sich die Risikosituation unseres Konzerns nicht wesentlich verändert. Das Unternehmen verfügt über eine solide finanzielle Basis und die Liquiditätssituation ist komfortabel.

Die Geschäftsleitung ist sich bewusst, dass die hier dargestellten Chancen und Risiken für die Geschäftstätigkeit auf gegenwärtigen Einschätzungen beruhen, die sich möglicherweise in der Zukunft als nicht richtig erweisen. Die beschriebenen Maßnahmen tragen wesentlich dazu bei, dass die UBH Holding die Chancen zur Weiterentwicklung des Unternehmens nutzen kann, ohne die Risiken dabei aus den Augen zu verlieren.

Die UBH Holding sieht sich mit dem integrierten Produktportfolio seiner gewerblichen Beteiligungen, deren Positionen in Wachstumsmärkten und ihrer Kostenstruktur gut gerüstet, um sich eventuell realisierende Risiken zu bewältigen und von den sich bietenden Chancen zu profitieren.

Insgesamt erwarten wir für alle Geschäftsbereiche im Konzern für das Geschäftsjahr 2021 einen deutlich sinkenden Umsatz. Weiterhin erwarten wir aber abweichend von der Umsatzentwicklung ein deutlich verbessertes, positives Konzernergebnis für 2021. Nach unserer Auffassung und jetzigen Erkenntnissen ist die Fortführung der Gesellschaften des UBH Konzerns nicht gefährdet.

 

Schönefeld 31. August 2021

Dr. Susanne Frieß

Konzernbilanz zum 31.12.2020

AKTIVA

31.12.2020 31.12.2020 Vorjahr 31.12.2019
Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 623 513
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.154 4.563
3. Geleistete Anzahlungen 123 0
2.900 5.076
II. Sachanlagen
1, Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 219.323 33.274
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.152 9.477
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.973 7.156
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 20.496 7.366
260.944 57.273
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 2.668.438 1.870.697
2. Sonstige Beteiligungen 242.061 45.832
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 596 585
4. Sonstige Ausleihungen 5 0
2.911.100 1.917.114
3.174.944 1.979.463
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 68.681 68.568
2. Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 8.098 9.468
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 109.349 110.392
4. Geleistete Anzahlungen 1.285 1.419
5. Erhaltene Anzahlungen -2.683 -6.810
184.730 183.037
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 51.598 48.529
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 244.082 27.975
3. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 270.150 1.379
4. Sonstige Vermögensgegenstände 82.864 40.552
648.694 118.435
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 61.093 14.759
894.517 316.231
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.729 1.966
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 35.566 10.588
4.106.756 2.308.248

PASSIVA

31.12.2020 31.12.2020 Vorjahr 31.12.2019
Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 157.997 157.997
II. Kapitalrücklage 23.824 23.824
III. Andere Gewinnrücklagen 682.924 682.924
IV. Konzernbilanzgewinn 764.054 859.729
V. Währungsausgleichsposten 2.265 3.802
VI. Nicht beherrschende Anteile 2.076.641 348.746
3.707.705 2.077.022
B. UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER KAPITALKONSOLIDIERUNG 0 2.040
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 17.456 7.486
2. Steuerrückstellungen 12.230 14.981
3. Sonstige Rückstellungen 32.122 27.811
61.808 50.278
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 110.429 84.942
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 19.440 23.434
3. Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel 122 126
4, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 130 0
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 21 0
6. Sonstige Verbindlichkeiten 205.609 69.718
335.751 178.220
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.492 688
4.106.756 2.308.248

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2020

2020 2020 Vorjahr 2019
Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro
1 Umsatzerlöse 349.474 364.896
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 736 16.019
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 796 975
4, Sonstige betriebliche Erträge 9.162 10.322
5. Materialaufwand:
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -176.769 -214.135
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -22.131 -21.837
-198.900 -235.972
6. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter -53.251 -53.392
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -11.914 -11.708
-65.165 -65.100
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -9.641 -9.493
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -51.671 -47.405
9. Erträge aus Beteiligungen 20 0
10. Ergebnis aus assoziierten Unternehmen -336.851 184.291
11. Erträge aus anderen Wertpapieren 25 26
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.143 2.745
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen -2.683 -2.521
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -6.256 -3.302
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -8.587 -20.282
16. Ergebnis nach Steuern -318.398 195.199
17. Sonstige Steuern -387 -312
18. Konzernjahresfehlbetrag (Vj. Konzernjahresüberschuss) -318.785 194.887
19. Konzerngewinnvortrag 859.729 653.199
20. Neutrales Ergebnis aus Assoziierung -180.847 105.775
21. Veränderungen im Konsolidierungskreis 342.433 18
22. Zuführung zu anderen Gewinnrücklagen 0 -60.000
23. Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Konzernergebnis
a) Verlustanteile 61.622 334
b) Gewinnanteile -98 -34.484
61.524 -34.150
24. Konzernbilanzgewinn 764.054 859.729

Konzernkapitalflussrechnung 2020

2020 2019
Tsd. Euro Tsd. Euro
Operativer Bereich
1, Konzernjahresfehlbetrag(-) / Konzernjahresüberschuss(+) -318.785 194.887
2. Abschreibungen(+) / Zuschreibungen(-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 12.324 12.007
3. Zunahme(+) / Abnahme(-) Rückstellungen -14.647 15.605
4. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen(+) und Erträge(-) 336.988 -183.895
5. Gewinn(-) / Verlust(+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 233 -1.865
6. Zunahme(-) / Abnahme(+) der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva 135.734 12.330
7. Zunahme(+) / Abnahme(-) der Verbindlichkeiten sowie anderer Passiva -166.435 27.112
8. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -14.588 76.181
Investitionstätigkeit
9. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens / immateriellen Anlagevermögens 3.691 1.977
10. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen / immaterielle Anlagevermögen -21.986 -29.151
11. Einzahlungen aus der Liquidation von konsolidierten Unternehmen 73 0
12. Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen -15.253 0
13. Einzahlungen aus Abgängen des Finanzanlagevermögens 29.147 2.405
14. Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0 -31.303
15. Cash Flow aus Investitionstätigkeit -4.328 -56.072
Finanzierungstätigkeit
16. Einzahlungen der Gesellschafter ins Eigenkapital 0 135
17. Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter -89 -214
18. Ein(+) / Aus(-)zahlung aus der Aufnahme von Finanzkrediten 14.074 -12.109
17. Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit 13.985 -12.188
18. Zahlungswirksame Veränderung der Liquiden Mittel -4.931 7.921
19. Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 14.759 6.838
20. Konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 51.265 0
21. Finanzmittelbestand am Ende der Periode 61.093 14.759

Entwicklung des Konzerneigenkapitals 2020

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Erwirtschaftetes Eigenkapital Übriges Konzernergebnis
Tsd.Euro Tsd.Euro Tsd.Euro Tsd.Euro
01.01.2019 157.997 23.824 1.386.841 -108.278
Kapitalveränderung 0 0 0 0
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 0 18
Assoziierung neutrale Positionen 0 0 0 105.775
Währungsumrechnungsposten 0 0 0 1.362
Gezahlte Dividenden 0 0 0 0
Konzernjahresergebnis 0 0 160.737 0
31.12.2019 157.997 23.824 1.547.578 -1.123
Eigenkapital des Mutterunternehmens Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Tsd.Euro Tsd.Euro Tsd.Euro
01.01.2019 1.460.384 286.153 1.746.537
Kapitalveränderung 0 135 135
Veränderungen im Konsolidierungskreis 18 -18 0
Assoziierung neutrale Positionen 105.775 28.540 134.315
Währungsumrechnungsposten 1.362 0 1.362
Gezahlte Dividenden 0 -214 -214
Konzernjahresergebnis 160.737 34.150 194.887
31.12.2019 1.728.276 348.746 2.077.022
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Erwirtschaftetes Eigenkapital Übriges Konzernergebnis
Tsd.Euro Tsd.Euro Tsd.Euro Tsd.Euro
01.01.2020 157.997 23.824 1.547.578 -1.123
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 0 94.530
Assoziierung neutrale Positionen 0 0 0 -180.847
Quotenänderungen 0 0 0 247.904
Währungsumrechnungsposten 0 0 0 -1.538
Gezahlte Dividenden 0 0 0 0
Konzernjahresergebnis 0 0 -257.261 0
31.12.2020 157.997 23.824 1.290.317 158.926
Eigenkapital des Mutterunternehmens Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Tsd. Euro Tsd.Euro Tsd.Euro
01.01.2020 1.728.276 348.746 2.077.022
Veränderungen im Konsolidierungskreis 54.530 2.075.782 2.170.312
Assoziierung neutrale Positionen -180.847 -38.370 -219.217
Quotenänderungen 247.904 -247.904 0
Währungsumrechnungsposten -1.538 0 -1.538
Gezahlte Dividenden 0 -89 -89
Konzernjahresergebnis -257.261 -61.524 -318.785
31.12.2020 1.631.064 2.076.641 3.707.705

Konzernanhang 2020

Allgemeine Angaben

Die Konzernobergesellschaft UBH Holding GmbH, Zossen (im folgendem auch als UBH oder Gesellschaft bezeichnet) hat ihre Geschäftsanschrift von 15806 Zossen, Kirchstraße 1, nach 12529 Schönefeld, Mittelstraße 5/5a verlegt und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Potsdam unter der Registernummer HRB 22687 P.

Der Konzernjahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2020 wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB (freiwillig) aufgestellt und geprüft.

Die UBH Holding GmbH gehört nach umfangreichen Umstrukturierungen oberhalb der Gesellschaft zum Konzern PH Vermögensverwaltung GmbH, Schönefeld.

Diese stellt einen Konzern für den höchsten Konsolidierungskreis auf. Wir verweisen auf die Ausführungen unter Sonstige Angaben am Ende des Konzernanhangs.

Abgrenzung des Konsolidierungskreises

Der Konzern umfasst folgende verbundene Unternehmen. In den Konzernabschluss werden alle 81 Gesellschaften (im Vorjahr: 30) einbezogen.

Nr. Konsolidierungskreis Gesellschaft Sitz Kapitalanteil %
in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen:
1. UBH Holding GmbH Zossen 100%
2. UBH Baden GmbH Schönefeld 100%
3. UBH Freiburg GmbH Schönefeld 100%
4. UBH Immobilien GmbH Schönefeld 100%
5. UBH Leasing GmbH Schönefeld 100%
6. UBH Spohn GmbH Schönefeld 100%
7. LuMe Vermögensverwaltung GmbH Ulm 100%
8. Kässbohrer Geländefahrzeug Aktiengesellschaft Laupheim 100%
9. Kässbohrer All Terrain Vehicles Inc. Reno/ USA 100%
10. Kässbohrer Austria GmbH Kuchl/ Österreich 100%
11. Kässbohrer Composites GmbH Micheldorf/ Österreich 100%
12. Kässbohrer E.S.E. S.A. Tours-en-Savoie/ Frankreich 100%
13. Kässbohrer Italia S.R.L. Bozen/ Italien 100%
14. Kässbohrer Schweiz AG Altdorf/ Schweiz 100%
15. SNOWsat SARL Meylan/ Frankreich 100%
16. Ratrac GmbH Laupheim 100%
17. ROSATA Grundstücks- Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Kässbohrer KG Laupheim 100%
18. Mertec Holding GmbH Schönefeld 100%
19. Spohn Cement Beteiligungen GmbH Zossen 73,14%
20. Pio Kunststoffe GmbH Freiburg 100%
21. PIOFLEX Kunststoff in Form GmbH Denzlingen 100%
22. PIOFLEX France S.A.R.L. Logelbach/ Frankreich 100%
23. PIOFLEX Verwaltungs GmbH Schönefeld 100%
24. TRANS-SERVICE Beteiligungsgesellschaft mbH Schönefeld 100%
25. Vieser-Zimmermann GmbH & Co KG Schönefeld 100%
26. MFP Semi-Pro GmbH & Co. KG Schönefeld 100%
27. MFP Semi-Pro Verwaltungs GmbH Schönefeld 100%
28. Spohn Kunststoffe GmbH Freiburg im Breisgau 100%
29. Spohn u. Knoell Gesellschaft mit beschränkter Haftung Freiburg im Breisgau 94,90%
30. Gebrüder Spohn G.m.b.H Freiburg im Breisgau 94,99%
31. Piwa GmbH Schönefeld 100%
32. VEM Beteiligungen GmbH Zossen 79,52%
33. VEM Leho GmbH Schönefeld 100%
34. LH Leder Service Holding GmbH Schönefeld 100%
35. LH Leder Holding VV GmbH Schönefeld 68,71%
36. Merckle Service GmbH Ulm 100%
37. VEM Sub GmbH Schönefeld 100%
38. LaDar 3 GmbH Schönefeld 100%
39. VEM Filia GmbH Schönefeld 100%
40. VEM Vermögensverwaltung GmbH Schönefeld 61,02%
41. SW Verwaltung GmbH Schönefeld 100%
42. EMW Verwaltung GmbH Schönefeld 100%
43. KHK Verwaltung GmbH Schönefeld 100%
44. PULMOTEC GmbH Ulm 100%
45. MFPV Film GmbH Schönefeld 100%
46. MI 3 Film GmbH Schönefeld 100%
47. Immopact Beteiligungen GmbH Schönefeld 100%
48. Asma Immobilien GmbH & Co KG Schönefeld 100%
49. VEM Vermögensbeteiligung GmbH Schönefeld 100%
50. SW Spohn GmbH Schönefeld 100%
51. EMW Spohn GmbH Schönefeld 100%
52. TF Spohn 1 GmbH Schönefeld 100%
53. VEM Immobilien GmbH Zossen 100%
54. VEMOS 2 Beteiligungen GmbH Schönefeld 73,61%
55. VEM Spohn GmbH Zossen 100%
56. VEM Spohn Holding GmbH Zossen 75,60%
57. VEMOS 2 Holding GmbH Schönefeld 74,18%
58. Immopact Universelle Werke GmbH Zossen 100%
59. Maximmo GmbH Zossen 100%
60. Immopact Verwaltung GmbH Zossen 100%
61. WL6 Immobilien GmbH Zossen 100%
62. MeTo Beteiligungen GmbH Schönefeld 100%
63. Immopact Zwickau GmbH Schönefeld 100%
64. Immopact Leipzig GmbH Zossen 100%
65. Immopact Zschortauer 105 GmbH Schönefeld 100%
66. Immopact Ulm GmbH Schönefeld 100%
67. IMMOPACT Immobilien GmbH Dresden 100%
68. Immopact Wernigerode GmbH & Co KG Schönefeld 100%
69. Immopact Dresden GmbH & Co KG Schönefeld 100%
70. Immopact Sidonlen GmbH & Co KG Schönefeld 100%
71. VEM Holding GmbH Schönefeld 100%
72. Immopact Universelle Ulm GmbH Zossen 100%
73. Merlum GmbH Schönefeld 100%
74. Immopact BVO GmbH Zossen 100%
75. Immopact GVZ Immoblien GmbH Schönefeld 100%
76. Immopact Holding GmbH Ulm 50,10%
77. Immopact GEB GmbH Zossen 100%
78 ASC 4 GmbH Schönefeld 100%
79. KL Holding GmbH Schönefeld 76,92%
80. Kötitzer Ledertuch- und Wachstuch-Werke GmbH Schönefeld 100%
81. AGM Anlagen GmbH Schönefeld 100%
Assoziierte Unternehmen
82. HeidelbergCement AG Heidelberg 26,73%
83. Chemische Fabrik Knoell GmbH & Co KG Freiburg im Breisgau 20,31%
84. Pharma Beteiligungsgesellschaft mbH Schönefeld 24,50%

Der in der oben angeführten Konsolidierungskreisliste angegebene handelsrechtliche Sitz entspricht dem Stand vom 31.08.2021. Wir arbeiten derzeit an der Ummeldung des handelsrechtlichen Sitzes für 14 Gesellschaften von Zossen nach Schönefeld und der damit verbundenen Eintragung ins Handelsregister des Registergerichts Cottbus.

Veränderungen im Konsolidierungskreis

Im Konzerngeschäftsjahr 2020 gab es im Konsolidierungskreis gab es erhebliche Änderungen. Der Konsolidierungskreis hat sich um 51 Gesellschaften erhöht.

53 Zugängen stehen 2 Abgänge gegenüber.

Zugänge:

Im Wege von Umstrukturierungen sind insgesamt 50 Gesellschaften der VEM Beteiligungen GmbH, Zossen (vgl, Aufstellung Konsolidierungskreis Nr. 32 bis 81) zugegangen. Der finale Zugang erfolgte am 31.12.2020.

Di VEM Beteiligungen (insgesamt 50 Gesellschaften) bildet einen eigenen Konzern welcher die Größenklassen des § 293 Nr. 1 und 2 HGB unterschreitet. Die Gesellschaft ist am 31.12.2020 im Rahmen von Umstrukturierungen zum Konzern zugegangen. Die VEM Beteiligungen wurde in den Vorjahren und bis zum 31.12.2020 auf der Basis eines freiwilligen Konzernabschlusses im Konzernabschluss in der Struktur des Zugangs (50 Gesellschaften) UBH Holding assoziiert.

Im Konzernabschluss der UBH Holding sind somit nur die Bilanzwerte (Vermögen und Schulden) enthalten. Die Gesellschaften haben im abgelaufenen Kalenderjahr mit jahresdurchschnittlich 70 Mitarbeitern einen Umsatz von 31,1 Mio. Euro mit Vermietung, Dienstleistungen und Filmfonds erwirtschaftet.

Im Zuge interner Neustrukturierung hat die UBH Holding GmbH die Mertec Holding GmbH, Schönefeld, erworben. Sie wurde als neue Zwischenholding installiert.

Im Berichtszeitraum hat die Kässbohrer Geländefahrzeug AG Tochtergesellschaft Ratrac GmbH 79,80% an der ROSATA Grundstücks- Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Kässbohrer KG, Laupheim, erworben. Die restlichen Anteile besitzen Tochtergesellschaften der zugegangenen VEM Beteiligungen.

Weiterhin wurde die bis zum Vorjahresabschluss als assoziierte Gesellschaft bilanzierte Spohn Cement Beteiligungen GmbH zum verbundenen Unternehmen. Die Gesellschaft wurde in Vorjahren und bis zum 31.12.2020 in den Konzernabschluss UBH Holding assoziiert.

Im Zuge der Anwachsung des Teilkonzerns VEM Beteiligungen, welche mittelbar ebenfalls Anteile an Spohn Cement Beteiligungen hält, wurde die Gesellschaft zum verbundenen Unternehmen.

Abgänge:

Die beiden Gesellschaften TROIKA Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG i.L. und TRAVERSE Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG i.L. wurden im Geschäftsjahr vollständig liquidiert.

Im März 2017 wurde beschlossen, die Gesellschaften aufzulösen. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte im März 2017. Die Abwicklung wurde in Eigenregie durchgeführt. Die Löschung im Handelsregister erfolgte in beiden Fällen am 23.11.2020.

Eine Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist in der Konzernbilanz nicht und in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung überwiegend möglich.

Konsolidierungsgrundsätze

Allgemein

Die im Konzernabschluss der UBH Holding GmbH des Vorjahres angewandten Konsolidierungsgrundsätze sind beibehalten worden.

Die Abschlüsse aller konsolidierten Gesellschaften wurden in Euro aufgestellt bzw. in Euro umgerechnet.

Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Unternehmen wurden einheitlich in Anwendung der §§ 297 ff. HGB i, V. m. §§ 252 ff. HGB bewertet.

Abschlussstichtage (§ 299 HGB)

Die LuMe Vermögensverwaltung GmbH und die Kässbohrer Geländefahrzeug Aktiengesellschaft nebst ihrer neun Tochtergesellschaften haben als Abschlussstichtag den 30.09.2020.

Für die LuMe Vermögensverwaltung GmbH wurde für Konsolidierungszwecke ein freiwilliger Zwischenabschluss auf den 31.12.2020 erstellt, welcher dem Konzerngeschäftsjahr entspricht.

Für die Kässbohrer Geländefahrzeug Aktiengesellschaft, welche mit ihren neun Tochtergesellschaften einen eigenen Teilkonzern bildet, wurde ein freiwilliger Konzernabschluss auf den 30.09.2020 erstellt, geprüft und testiert. Die Einbeziehung der Kässbohrer Geländefahrzeug Aktiengesellschaft in den Konzern der UBH Holding GmbH erfolgt in Anwendung des § 299 Abs. 2 HGB zum 30.09.2020. Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde der Zeitraum vom 01.10.2019 bis 30.09.2020 berücksichtigt. Diese Vorgehensweise entspricht den Vorjahren.

Für alle anderen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen entspricht der Stichtag der Einzelabschlüsse jeweils dem Stichtag des Konzernabschlusses.

Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung der bis 2009 einbezogenen Gesellschaften erfolgte nach der Buchwertmethode. Die in der Vergangenheit entstandenen Unterschiedsbeträge wurden teilweise abgeschrieben bzw. ertragswirksam aufgelöst und teilweise gemäß § 309 Abs.1 HGB mit Gewinnrücklagen verrechnet. Diese Bilanzierung wurde fortgeführt.

Für die seit 2010 erstmalig konsolidierten Gesellschaften wurden entstandene Unterschiedsbeträge nach der Neubewertungsmethode soweit möglich auf stille Reserven verteilt bzw. als Geschäfts- oder Firmenwert unter den immateriellen Vermögensgegenständen erfasst.

Als Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wurde für die Mertec Holding GmbH der 01.04.2020, für die ROSATA Grundstücks- Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Kässbohrer KG der 31.08.2020 und für die 50 Gesellschaften der VEM Beteiligungen GmbH und die Spohn Cement Beteiligungen GmbH der 31.12.2020 gewählt.

Die Entkonsolidierung der TROIKA Verwaltungsgesellschaft mbH & Co, Vermietungs KG I.L. und TRAVERSE Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG i.L. erfolgte am 01.01.2020.

Assoziierung

Die in den Vorjahren und bis zum 31.12.2020 assoziierte VEM Beteiligungen GmbH (ursprüngliche Quote 47,89%) wurde am 31.12.2020 zum verbundenen Unternehmen und somit am 31.12.2020 entassoziiert. Die kumulierten Assoziierungswerte werden in die Kapitalkonsolidierung übernommen, die ergebniswirksamen Assoziierungen des Berichtszeitraum sind Bestandteil der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung.

Die ebenfalls in den Vorjahren und bis zum 31.12.2020 assoziierte Spohn Cement Beteiligungen GmbH (ursprüngliche Quote 40,89%) wurde am 31.12.2020 zum verbundenen Unternehmen und somit am 31.12.2020 entassoziiert. Die kumulierten Assoziierungswerte werden in die Kapitalkonsolidierung übernommen, die ergebniswirksamen Assoziierungen des Berichtszeitraum sind Bestandteil der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung.

Die Assoziierung der Chemische Fabrik Knoell GmbH & Co KG, Freiburg, wird seit dem Konzerngeschäftsjahr 2012 vorgenommen. Die Konzernobergesellschaft ist über ihre Tochtergesellschaft UBH Freiburg GmbH zu 20,32% beteiligt. Der nach Verrechnung zwischen Beteiligungsbuchwert und dem anteiligen Kapital des Einzelabschlusses der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Erstassoziierung resultierende passivische Unterschiedsbetrag (Restwert am Stichtag 0,5 Mio. Euro) wird, soweit auf abnutzbare Vermögensgegenstände entfallend, beginnend ab dem Konzerngeschäftsjahr 2012 über die gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer von 20 Jahren aufgelöst.

Die Spohn Cement Beteiligungen GmbH hält am Bilanzstichtag 26,73% an der HeidelbergCement AG. Die Erstassoziierung erfolgt zum 31.12.2020. Das assoziierte Eigenkapital basiert auf dem nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss von Heidelberg Cement. Aus der Aufrechnung zwischen den Anschaffungskosten und dem korrespondierenden Eigenkapital ergibt sich ein passiver Unterschiedsbetrag von 881 Mio. Euro (darin enthalten 330 Mio. Euro Firmenwert) welcher auf die anteiligen nicht monetären Bestandteile aufgeteilt wird und beginnend ab dem Folgejahr anteilig dem Wertverzehr aufgelöst wird.

Weiterhin sind im Zuge der VEM Beteiligungen Einbeziehung 24,50% an der Pharma Beteiligungsgesellschaft mbH, Zossen, zugegangen. Die bereits bestehende Assoziierung wird im UBH Konzern fortgeführt. Es gibt keine Unterschiedsbeträge.

Nicht beherrschende Anteile Die nicht beherrschenden Anteile bemessen sich grundsätzlich am Eigenkapital der jeweiligen Einzelgesellschaft unter Berücksichtigung der einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Zwischengewinneliminierung

Die im Vorratsbestand aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen entstandenen Zwischenergebnisse werden erfolgswirksam eliminiert.

Innerhalb der VEM Beteiligungen sind Zwischengewinne für zwischen den Konzernunternehmen veräußerten Gegenständen des Sachanlagevermögens (Grundstücke, Gebäude und Betriebsausstattung) entstanden. Hier wurden die Buchgewinne und Buchverluste unter Abzug der Abschreibungen auf die verkauften Gegenstände und der Fortführung der ursprünglichen Abschreibung auf die historischen Anschaffungskosten bereinigt. Am Stichtag beträgt der eliminierte Zwischengewinh innerhalb der Sachanlagen (abzüglich latenter Steuern) 7,1 Mio. Euro. In der Konzern- Gewinn- und Verlustverrechnung des Berichtszeitraums sind keine Beträge enthalten.

Auf die Eliminierung sonstiger unwesentlicher Zwischengewinne (in der Regel kleiner 1 Tsd. Euro) wurde, wie in den Vorjahren, wegen Geringfügigkeit verzichtet.

Aufwands- und Ertragskonsolidierung sowie Vermögens- und Schuldenkonsolidierung

Es wurden konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften eliminiert.

In der Schuldenkonsolidierung kommt es zu einer Ausnahme. Aufgrund des zeitlichen Unterschieds aus der Einbeziehung der LuMe Vermögensverwaltung GmbH (31.12.) und der Kässbohrer Geländefahrzeug Aktiengesellschaft (30.09.) kommt es zu einem Aufrechnungsunterschied von Darlehen zur Unternehmensfinanzierung (12,8 Mio. Euro; i.Vj: 28,0 Mio. Euro). Die finanziellen Mittel werden zur Gruppenfinanzierung der Kässbohrer-Gesellschaften eingesetzt. Eine Fortschreibung dieses Unterschiedsbetrages, das heißt die Feststellung der Verwendung dieser finanziellen Mittel, ist nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand möglich und deshalb unterblieben. Der Betrag wird als Forderung an verbundene Unternehmen ausgewiesen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die im Vorjahreskonzernabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind beibehalten worden.

Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB wurden angewandt, bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) beibehalten. Die Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden im Rahmen der Konzernvorschriften (§§ 290 bis 314 HGB) erweitert.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Die assoziierten Unternehmen werden nach der Equitymethode gemäß § 312 HGB bewertet.

Das übrige Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Stichtag bewertet. Soweit erforderlich, wurden Zuschreibungen aus Wertaufholungen gemäß § 253 (5) HGB vorgenommen.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die Anschaffungskosten werden nach der gleitenden Durchschnittspreismethode ermittelt.

In einzelnen Fällen von geringer Bedeutung kommen Festwerte zum Ansatz.

Wertabschläge für erkennbare Risiken aufgrund langer Lagerdauer und Überbestand sowie verminderter technischer Verwertbarkeit werden in angemessenem Umfang vorgenommen.

Unfertige und Fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt, die neben den direkten Material- und Fertigungskosten in angemessenem Umfang Material- und Fertigungsgemeinkosten enthalten. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Vertriebskosten werden in die Herstellungskosten nicht mit einbezogen. Wertabschläge für erkennbare Risiken aufgrund langer Lagerdauer und Überbestand sowie verminderter technischer Verwertbarkeit werden in angemessenem Umfang vorgenommen.

Handelswaren und Gebrauchtfahrzeuge werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren voraussichtlichen Verkaufserlös unter Berücksichtigung der noch anfallenden Kosten bewertet.

Die Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuern ausgewiesen. Erhaltene Anzahlungen werden von den Vorräten offen abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit den Nominalbeträgen oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt; für das allgemeine Kreditrisiko wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Längerfristige unverzinsliche Forderungen werden zum Barwert bewertet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben, die vor dem Abschlussstichtag angefallen sind und Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen, ausgewiesen.

Die aktiven latenten Steuern betreffen bestehende Unterschiede zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden. Diese resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen Abschreibungsmethoden bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens und aus handelsrechtlich gebildeten Rückstellungen. Weiterhin werden nutzbare steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die sich aus den Unterschieden ergebende Steuerbe- und -entlastung wurde miteinander saldiert. Die verwendeten Steuersätze richten sich nach dem individuellen Steuersatz der Konzerngesellschaft und liegen zwischen 24,23% und 33%.

Die Rückstellungen sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken abzudecken.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Auf der Passivseite werden als Rechnungsabgrenzungsposten Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

Grundsätze der Währungsumrechnung

In den Einzelabschlüssen werden kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag unter Beachtung der historischen Anschaffungskosten als Wertobergrenze bewertet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag unter Berücksichtigung des Höchstwertprinzips bewertet.

Die Währungsumrechnung im Konzern erfolgt nach der modifizierten Stichtagskursmethode.

Die Umrechnung der Bilanzposten der in Fremdwährung valutierten Einzelabschlüsse in Euro erfolgt - mit Ausnahme des Eigenkapitals - mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Das Eigenkapital wird mit historischen Kursen umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen der ausländischen Tochtergesellschaften werden mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres in Euro umgerechnet.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Aktiva

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Konzernanlagevermögens ist aus der Darstellung im Konzernanlagegitter in der Anlage 1 zum Anhang ersichtlich.

Immaterielle Vermögensgegenstände

In der Position entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten werden im Wesentlichen Software und Markenrechte ausgewiesen.

Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode über einen Zeitraum von 3 bis 15 Jahren.

Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmerwert ergibt sich aus Unterschiedsbeträgen aus der Kapitalkonsolidierung.

Sie betreffen

einen Unterschiedsbetrag innerhalb des konsolidierten Teilkonzerns Kässbohrer (Buchwert Stichtag: 2,0 Mio. Euro; Abschreibung: 0,2 Mio. Euro) welche über 10 Jahre planmäßig abgeschrieben werden und

ein aus dem Teilkonzern VEM Beteiligungen übernommener Unterschiedsbetrag aus dem Erwerb der Immopact GVZ Immobilien GmbH (Buchwert Stichtag 150 Tsd. Euro). Die Abschreibung erfolgt planmäßig über 5 Jahre. Aufgrund des Zugangs am 31.12.2020 sind keine Abschreibungen im Konzernabschluss enthalten.

Der Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung der Kässbohrer Geländefahrzeug Aktiengesellschaft wurde im Berichtszeitraum planmäßig auf Null abgeschrieben. Die Abschreibung für das Geschäftsjahr beträgt 3,2 Mio. Euro.

Sachanlagen

Als Sachanlagen werden neben Bauten auf eigenen Grundstücken und unbebauten Grundstücken im Wesentlichen Maschinen und Ausrüstungen, Betriebseinrichtungen, Büromaschinen sowie Fahrzeuge ausgewiesen.

Die Abschreibungen betragen je nach Nutzungsdauer 25 bis 50 Jahre für Gebäude und bauliche Anlagen sowie zwischen 3 und 10 Jahren für bewegliche Anlagegüter.

Assoziierte Beteiligungen

Als assoziierte Unternehmen werden die Beteiligungen an insgesamt drei (i.Vj: drei) Unternehmen ausgewiesen. Der Buchwert hat sich um 797,7 Mio. Euro erhöht. Hierbei sind zwei große Gesellschaften zu konsolidierten geworden und zwei Gesellschaften, welche im Vorjahr Beteiligungen von assoziierten Beteiligungen waren, sind selbst neu hinzugekommen. Größter Einzelposten stellt die Beteiligung an HeidelbergCement AG dar.

Aus der Assoziierung des Berichtszeitraums resultierten (saldiert) -336,9 Mio. Euro aufwandswirksame und -219,2 Mio. Euro erfolgsneutrale Abgänge. Unter den erfolgsneutralen Veränderungen ist ein Betrag von 53 Tsd. Euro zahlungswirksamer Abgänge.

Sonstige Beteiligungen

Unter den Beteiligungen werden die Buchwerte für insgesamt zehn (i.Vj: vier) Unternehmen ausgewiesen. Sieben der zehn Beteiligungen sind am 31.12.2020 zugegangen. Im Berichtszeitraum gab es einen Abgang.

Wertpapiere des Anlagevermögens

Das Wertpapiervermögen besteht im Wesentlichen aus Aktien. Aufgrund gefallener Kurswerte erfolgten Abschreibungen von 3,2 Tsd. Euro.

Umlaufvermögen

Vorräte

Das Vorratsvermögen betrifft neben Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Unfertigen Erzeugnissen die Bestände an Fertigen Erzeugnissen und Waren sowie geleistete und erhaltene Anzahlungen. Es wird nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Bei eingeschränkter Verwertbarkeit werden Abschläge in ausreichendem Umfang vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter Berücksichtigung von Ausfall- und Zinsrisiken um entsprechende Einzel- und Pauschalwertberichtigungen gekürzt ausgewiesen. Fremdwährungsforderungen werden zum niedrigeren Stichtagskurs bewertet.

Die Forderungen an verbundene Unternehmen bestehen gegenüber Gesellschaften des PH Vermögensverwaltung Konzerns, in welchen die UBH Holding seit diesem Jahr einbezogen wird. Sie betreffen überwiegend kurzfristige Darlehen und Cash Pool Forderungen sowie in ganz geringem Umfang aus Lieferungen und Leistungen. An Gesellschafter bestehen Forderungen Cash-Pool und Lieferungen und Leistungen in Höhe von 70 Tsd. Euro (i.V: 0 Euro).

Als Forderung gegen verbundene Unternehmen werden weiterhin (12,8 Mio. Euro; i.Vj: 28,0 Mio. Euro) Forderungen an Gesellschaften der Kässbohrer Geländefahrzeug AG ausgewiesen. Wie bereits unter den Konsolidierungsgrundsätzen innerhalb dieses Konzernanhangs angegeben, gibt es einen zeitlichen Unterschied zwischen dem Konzerngeschäftsjahr der meisten Tochtergesellschaften (31.12.2020) und dem selbstständig bilanzierenden hier einbezogenen Teilkonzern Kässbohrer AG (30.09.2020).

Der unter Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, ausgewiesene Wert betrifft zum Bilanzstichtag kurzfristige Darlehen und im geringen Umfang Gesellschafterkonten. Sie bestehen überwiegend, wie im Vorjahr, gegenüber assoziierten Unternehmen.

Unter der Position sonstige Vermögensgegenstände werden insbesondere Darlehen an befreundete Unternehmen sowie Steuererstattungsansprüche ausgewiesen.

Unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben 3.629 Tsd. Euro (i.Vj: 3.804 Tsd. Euro) und unter den Sonstigen Vermögensgegenständen haben 498 Tsd. Euro (i.Vj: 666 Tsd. Euro) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr. Alle anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Die flüssigen Mittel betreffen Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände.

Rechnungsabgrenzungsposten

In den Rechnungsabgrenzungsposten werden Aufwendungen abgegrenzt, die Zeiträumen nach dem Stichtag zuzurechnen sind.

In diesem Posten sind auch Disagien in Höhe von 6 Tsd. Euro (i.Vj: 0 Euro) ausgewiesen. Die Auflösung erfolgt planmäßig.

Latente Steuern

Die Latenten Steuern betreffen im Wesentlichen Unterschiedsbeträge aus Handels- und Steuerbilanz, Zinsvorträge sowie nutzbare steuerliche Verlustvorträge und ergebniswirksame Konsolidierungen. Vom Wahlrecht der Saldierung von aktiven und passiven Latenten Steuern ist Gebrauch gemacht worden.

Die Latenten Steuern in Höhe von 35,6 Mio. Euro (i.Vj: 10,6 Mio. Euro) betreffen im Wesentlichen Unterschiedsbeträge aus Handels- und Steuerbilanz (4,9 Mio. Euro Aktiva), nutzbare Verlustvorträge (29,1 Mio. Euro Aktiva) sowie aus ergebniswirksamen Konsolidierungen (1,6 Mio. Euro Aktiva).

Die Unterschiede Handels- und Steuerbilanz betreffen insbesondere steuerlich nicht abzugsfähige Abwertungen im Anlagevermögen, Vorräten und Forderungen/ Sonstigen Vermögensgegenständen sowie Rückstellungen. Die latenten Steuern auf Konsolidierungen sind entsprechend § 306 HGB gebildet.

Die angewandten Steuersätze richten sich nach dem jeweiligen Sitz der Gesellschaft. Im Inland variiert dies nach dem jeweiligen Hebesatz in der Gewerbeertragsteuer. Die angewandten effektiven Steuersätze liegen zwischen 24,23% und 33%.

Passiva

Eigenkapital

Zur Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf die Darstellung im Konzerneigenkapitalspiegel.

Als Gezeichnetes Kapital wird das Stammkapital der Konzernobergesellschaft ausgewiesen. Das Gezeichnete Kapital beträgt unverändert 158,0 Mio. Euro.

Die bilanzierte Kapitalrücklage wurde nach den Regelungen des § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB gebildet.

Die anderen Gewinnrücklagen werden unverändert mit 682,9 Mio. Euro bilanziert. Sie beinhalten die in der Konzernobergesellschaft dotierten Gewinne.

Der Konzernbilanzgewinn berücksichtigt den Konzerngewinnvortrag von 859,7 Mio. Euro, den Konzernjahresfehlbetrag des Geschäftsjahres (-318,8 Mio. Euro) abzüglich des Anteils der konzernfremden Gesellschafter am Konzerngewinn (61,5 Mio. Euro).

Aus dem Zugang von 53 Gesellschaften und den Folgewirkungen wie z.B. den Quotenänderungen der nicht beherrschenden Anteile ergaben sich Zugänge in Höhe von 342,4 Mio. Euro.

Weiterhin wurden ergebnisneutrale eigenkapitalverringernde Bestandteile aus ergebnisneutralen Eigenkapitalveränderungen von Assoziierungen -180,8 Mio. Euro erfasst.

Die Nicht beherrschenden Anteile betreffen den Anteil konzernfremder Gesellschafter am Eigenkapital. Diese haben sich die Vollkonsolidierung der VEM Beteiligungen-Gruppe und der Spohn Cement Beteiligungen GmbH um 1.727,9 Mio. Euro erhöht.

Passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung

Der in Vorjahren entstandene Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung (19,9 Mio. Euro) wird über die Laufzeit der Abschreibung der in der Neubewertung aktivierten Sachanlagen zeitanteilig aufgelöst. Der anteilige Auflösungsbetrag für den Berichtszeitraum beträgt 2,0 Mio. Euro. Der passive Unterschiedsbetrag ist somit zum Bilanzstichtag vollständig aufgelöst.

Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen sind unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens bewertet. Den nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Heubeck ermittelten Rückstellungen liegen im Berichtsjahr die folgenden Bewertungsparameter zugrunde: Abzinsungsfaktor (zum jeweiligen Bilanzstichtag) 2,42% (30.09.20) / 2,30% (31.12.20) (i.Vj: 2,82% / 2,71%), Gehaltstrend 1,75% (i.Vj: 2%), Rententrend 1,75% (i.Vj: 2%) und Fluktuationsrate 0% (i.Vj: 1%).

Der Gesamtbetrag, der gemäß § 253 Abs. 6 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 1.772 Tsd. Euro.

Die Steuerrückstellungen betreffen im Wesentlichen Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer. Diese beinhalten auch die voraussichtlichen Steuern auf das Ergebnis des Geschäftsjahres.

Sonstige Rückstellungen wurden für Personalkosten, Retouren und Gewährleistungen, Rechnungsnachlauf und andere zu berücksichtigende Wagnisse gebildet.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten:

Die unter der Position Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesenen Darlehensverbindlichkeiten betreffen langfristige Kredite und kurzfristige Kontokorrentkredite.

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden in Höhe von 21,6 Mio, Euro (i.Vj. 15,7 Mio. Euro) Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem und weniger als fünf Jahren ausgewiesen. Weiterhin haben 23,8 Mio. Euro (i.Vj. 25,0 Mio. Euro) der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten eine Laufzeit von mehr als fünf Jahren. Alle anderen Verbindlichkeiten haben Restlaufzeiten von weniger als einem Jahr.

Von den Bankverbindlichkeiten sind 2,5 Mio. Euro durch Anlagevermögen besichert.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen:

Es werden offene Liefer- und Leistungsverpflichtungen passiviert. Die Laufzeit beträgt mit 19,2 Mio, Euro (i.Vj: 23,4 Mio. Euro) weniger als ein Jahr. Ein Teil der Sicherheits- und Gewährleistungseinbehalte in Höhe von 0,2 Mio. Euro (i.Vj. 0 Euro) haben eine Laufzeit von mehr als einem Jahr.

Wechselverbindlichkeiten:

Der Ausweis betrifft ein Darlehen. Die Laufzeit beträgt wie im Vorjahr weniger als ein Jahr.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen:

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind gegenüber Gesellschaften des PH Vermögensverwaltung Konzerns, in welchen die UBH Holding seit diesem Jahr einbezogen wird. Sie betreffen nahezu ausschließlich kurzfristige Darlehen und Cash Pool Verbindlichkeiten. Die Laufzeit beträgt weniger als ein Jahr.

Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht:

Der Ausweis betrifft ein Darlehen. Die Laufzeit beträgt weniger als ein Jahr.

Sonstige Verbindlichkeiten:

Als sonstige Verbindlichkeiten werden hauptsächlich Darlehen, Mitarbeiterverbindlichkeiten, Zinsabgrenzungen sowie noch abzuführende Steuern (3,7 Mio. Euro; i.Vj. 1,6 Mio. Euro) und Sozialabgaben (0,4 Mio. Euro; i.Vj. 0,8 Mio. Euro) ausgewiesen.

Von den übrigen Verbindlichkeiten (172,3 Mio. Euro, i.Vj: 1,9 Mio. Euro) betreffen 168,0 Mio. Euro noch nicht bezahlte Kaufpreise für am 31.12.2020 übernommene Finanzanlagen im Bereich der VEM Beteiligungen.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten sind abgegrenzte Mietzahlungen und sonstige Einnahmen ausgewiesen, die den Zeitraum nach dem Bilanzstichtag betreffen.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Außenumsatzerlöse nach Eliminierung der Innenumsätze betragen insgesamt 349,5 Mio. Euro.

2020 2019
Mio. EUR Mio. EUR
Aufgliederung nach Geschäftsbereichen:
Herstellung und Vertrieb von Industriegütern 344,3 360,4
Vermietung, Dienstleistung sowie Sonstiges 5,2 4,5
349,5 364,9
Aufgliederung nach Regionen:
Inland 54,8 66,8
Ausland 294,7 298,1
349,5 364,9

Von den inländischen Dienstleistungserlösen betreffen 32 Tsd. Euro Umsatzerlöse gegenüber verbundenen Unternehmen. Diese gehören zu den Gesellschaften der PH Vermögensverwaltung GmbH, die den größten Konsolidierungskreis aufstellt.

Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen

Die Bestände an unfertigen und fertigen Erzeugnissen erhöhten sich um 0,7 Mio, Euro (i.Vj. 16,0 Mio. Euro).

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren aus periodenfremden Erträgen (aus der Veräußerung von Sach- und Finanzanlagen, aus der Auflösung des passivischen Unterschiedsbetrages aus der Kapitalkonsolidierung, der Zuschreibung auf Sach- und Finanzanlagen, der Auflösung von Sonstigen Rückstellungen, der Herabsetzung von Wertberichtigungen im Umlaufvermögen, u.ä.) in Höhe von 4,7 Mio. Euro (i.Vj. 5,4 Mio. Euro). Weitere 2,4 Mio. Euro (i.Vj. 4,4 Mio. Euro) betreffen Erträge aus Währungsumrechnungen.

Materialaufwand

Der Materialaufwand betrifft den Einsatz von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, bezogene Waren sowie bezogene Leistungen.

Personalaufwand

Die Personalaufwendungen enthalten Löhne, Gehälter, Prämien und Tantiemen und Sozialabgaben. Die Aufwendungen für die Altersversorgung betragen insgesamt 1,3 Mio. Euro (i.Vj. 1,3 Mio. Euro).

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlage

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen beinhalten planmäßige Abschreibungen auf Software, Geschäfts- und Firmenwerte sowie Sachanlagen. Der in den Abschreibungen enthaltene Wert für Geschäfts- oder Firmenwerte beläuft sich auf 3,4 Mio. Euro (i.Vj. 4,9 Mio. Euro).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen auf Werbung und Vertrieb, auf Verwaltungsaufwendungen, auf Betriebsaufwendungen, auf Garantieaufwendungen sowie auf Mieten und Leasing, Außerdem werden Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 6,7 Mio. Euro (i.Vj. 2,4 Mio. Euro) ausgewiesen. Wesentliche perio- denfremde Aufwendungen sind nicht angefallen.

Erträge aus assoziierten Beteiligungen

Hier ausgewiesen werden jeweils das anteilige Jahresergebnis 2020 und die zeitanteiligen Beträge aus planmäßiger Auflösung von passivischen Unterschiedsbeträgen und anteiligen planmäßigen Abschreibungen von Geschäfts- oder Firmenwerten.

Finanzergebnis

Mio. Euro
Erträge aus Beteiligungen 0,0
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,0
Zinsen und ähnliche Erträge 1,1
Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens - 2,7
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 6,3
- 7,9

Die Erträge aus Beteiligungen betreffen 20 Tsd. Euro aus der Ausschüttung der KL Holding.

Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens (25 Tsd. Euro) betreffen hauptsächlich Dividenden und Zinserträge für festverzinsliche Wertpapiere.

Die Zinserträge konnten im Wesentlichen durch die Vergabe von Darlehen erzielt werden. Hiervon sind 0,1 Mio. Euro (i.Vj. 0 Euro) von verbundenen Unternehmen.

Auf Beteiligungen (Beteiligungsquote kleiner 20%) sind Abschreibungen in Höhe von 2,7 Mio. Euro vorgenommen worden.

Die Zinsaufwendungen betreffen im Wesentlichen Bankkontokorrente, Bankkredite sowie sonstige Darlehen und Steuernachzahlungen, Davon sind 0 Euro (i.Vj. 0,1 Mio. Euro) von verbundenen Unternehmen.

Hierin enthalten sind weiterhin Aufwendungen aus der Abzinsung von langfristigen Forderungen und aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von 71 Tsd. Euro (i.Vj. 1.051 Tsd. Euro).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Unter der Position Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden insbesondere Aufwendungen für die voraussichtliche Steuerbelastung des Berichtsjahres sowie abgegrenzte Nachzahlungen/Erstattungen für Vorjahre (netto 3,1 Mio. Euro Ertrag) ausgewiesen. Weiterhin sind hier latente Steuern in Höhe von 3,0 Mio. Euro aufwandswirksam (i.Vj. 2,3 Mio. Euro aufwandswirksam) erfasst.

Sonstige Steuern

Die Sonstigen Steuern betreffen überwiegend Grundsteuer und Kfz-Steuer.

Erklärung nach § 299 Abs. 3 HGB zum Geschäftsverlauf der Kässbohrer Geländefahrzeug Aktiengesellschaft nach dem 30.09.2020 bis zum Abschlussstichtag des Konzernabschlusses der UBH Holding GmbH (31.12.2020)

Die Kässbohrer Geländefahrzeug Aktiengesellschaft bildet mit ihren neun Tochtergesellschaften einen eigenen Teilkonzern. Abschlussstichtag aller zehn Gesellschaften ist der 30.09.2020. Sie stellt einen eigenen Konzernabschluss auf und macht von der Befreiungsmöglichkeit des § 291 HGB Gebrauch.

Für die Kässbohrer Geländefahrzeug Aktiengesellschaft wurde zum Zwecke der Einbeziehung ein freiwilliger Konzernabschluss auf den 30.09.2020 erstellt und geprüft. Die Einbeziehung der Kässbohrer Geländefahrzeug Aktiengesellschaft in den Konzern der UBH Holding GmbH erfolgt in Anwendung des § 299 Abs. 2 HGB zum 30.09.2020. Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde der Zeitraum vom 01.10.2019 bis 30.09.2020 berücksichtigt.

Zwischen dem Abschlussstichtag der Kässbohrer Geländefahrzeug Aktiengesellschaft (30.09.2020) und dem Abschlussstichtag des UBH Holding Konzerns (31.12.2020) sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingetreten, die in der Konzernbilanz oder in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zu berücksichtigen oder im Konzernanhang anzugeben wären.

Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren 344 Angestellte (Vorjahr: 368) und 407 gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr: 349) beschäftigt.

Hierin nicht enthalten sind die Mitarbeiter des am 31.12.2020 zugegangen Teilkonzerns VEM Beteiligungen. Die Gesellschaften der VEM Beteiligungen beschäftigen im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 70 Angestellte.

Geschäftsführer

Dr. Susanne Frieß, Zossen (Rechtsanwältin)

Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestehen Eventualverbindlichkeiten aus Anzahlungs-, Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsgarantien in Höhe von 5,2 Mio. Euro (Vorjahr 4,9 Mio. Euro). Von einer Inanspruchnahme wird zum gegenwärtigen Zeitpunkt aufgrund laufender Einhaltungsüberwachung nicht ausgegangen. Weitere Haftungsverhältnisse bestehen nicht.

Angaben nach § 314 Abs.1 Nr. 2a HGB

Die Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen u.ä. betragen insgesamt 23,3 Mio. Euro (Vorjahr 26,2 Mio. Euro). Hiervon entfallen für den Zeitraum bis zu einem Jahr 9,6 Mio. Euro (Vorjahr 14,7 Mio. Euro), auf den Zeitraum von zwei bis fünf Jahren 11,9 Mio. Euro (Vorjahr 9,7 Mio. Euro) und für den Zeitraum von mehr als fünf Jahren 1,8 Mio. Euro (Vorjahr 1,8 Mio. Euro). Weitere nennenswerte sonstige Verpflichtungen bestehen nicht.

Derivative Finanzinstrumente/ Bewertungseinheiten

Die Gesellschaft (hier Teilkonzern Kässbohrer Stichtag 30.09.2020) setzt derivative Finanzinstrumente zur Absicherung gegen die Wechselkursentwicklung des US-Dollars ein.

Es bestehen zum Bilanzstichtag 4 Devisentermingeschäfte über den Verkauf von US-Dollar mit einer Laufzeit bis längstens Januar 2021, die ein Gesamtvolumen von insgesamt 13,0 Mio. USD haben. Die Stillen Reserven betragen zum Stichtag 0,4 Mio. Euro.

Anteilsbesitz

Die Gesellschaften des Konzerns halten insgesamt an:

- HeidelbergCement Aktiengesellschaft, Heidelberg 26,73%
- GbR Zielstattstraße, Schönefeld, 35,00%
- Pharma Beteiligungsgesellschaft mbH, Zossen 24,50%
- medatixx Immobilienverwaltung GmbH & Co KG, Eltville, 20,24%
- Chemische Fabrik Knoell GmbH & Co KG, Freiburg 20,31%
- VEMOS 1 Beteiligungen GmbH, Zossen 35,14%.

Die Gesellschaften GbR Zielstattstraße, Schönefeld, medatixx Immobilienverwaltung GmbH & Co KG, Eltville, und VEMOS 1 Beteiligungen GmbH, Schönefeld, werden nicht assoziiert, da sie von untergeordneter Bedeutung sind.

Der Konzern hält an weiteren sieben Gesellschaften Anteile, deren Beteiligungsquote unter 20% liegt.

Angaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB

Das für das Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses beträgt 83 Tsd. Euro.

Gewinnverwendung des Mutterunternehmens

Der Jahresüberschuss von 3,9 Mio. Euro wird auf neue Rechnung vorgetragen. Zusammen mit dem Gewinnvortrag 2,5 Mio. Euro ergibt sich ein Bilanzgewinn von 6,4 Mio. Euro.

Konzernzugehörigkeit (§ 313 Abs. 2 Nr. 7 und 8 HGB)

Die UBH Holding GmbH gehört mit ihren 80 unmittelbaren bzw. mittelbaren Tochtergesellschaften zum Konzern der PH Vermögensverwaltung GmbH, Schönefeld (Registergericht Cottbus HRB 15665 CB). Diese wird ihren Konzernabschluss im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlichen.

Angaben nach § 264 Abs, 3 Nr. 4 und § 264 b Nr. 3 HGB

Mit den Gesellschaften

 

Pio Kunststoffe GmbH,

 

Gebrüder Spohn G.m.b.H.,

 

UBH Leasing GmbH,

 

PIOFLEX Kunststoff in Form GmbH,

 

UBH Baden GmbH,

 

Spohn Kunststoffe GmbH,

 

Spohn & Knoell Gesellschaft mit beschränkter Haftung,

 

Mertec Holding GmbH,

 

UBH Immobilien GmbH und

 

UBH Freiburg GmbH

ist die UBH Holding GmbH, Zossen, durch Ergebnisabführungsverträge gemäß § 264 Abs. 3 Nr. 2 HGB verbunden.

Weiterhin hat die Konzernobergesellschaft gegenüber der

 

LuMe Vermögensverwaltung GmbH

eine Patronatserklärung abgegeben, welche ihrerseits mit der

 

Kässbohrer Geländefahrzeug Aktiengesellschaft

und diese wiederum mit der

 

Ratrac GmbH

durch einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag gemäß § 264 Abs. 3 Nr. 2 HGB verbunden ist.

Alle diese Gesellschaften sind in den Konzernabschluss entsprechend § 264 Abs. 3 Nr. 3 HGS einbezogen (vgl. Abgrenzung Konsolidierungskreis). Es haben alle Gesellschafter gemäß § 264 Abs. 3 Nr. 1 HGB zugestimmt. Somit haben die Gesellschaften von den Erleichterungen des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht.

Des Weiteren machen die Gesellschaften

 

Vieser-Zimmermann GmbH & Co KG,

 

MFP Sems-Pro GmbH & Co. KG,

 

Asma Immobilien GmbH & Co KG,

 

Immopact Dresden GmbH & Co KG,

 

Immopact Sidonien GmbH & Co KG und

 

Immopact Wernigerode GmbH & Co KG

 

ROSATA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Kässbohrer KG

von den Erleichterungen des § 264b HGB Gebrauch. Sie sind alle in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Gesellschaften verzichten auf die Aufstellung eines Jahresabschlusses nach den Regelungen der §§ 264 ff. HGB. Sie werden im Rahmen des § 317 Abs. 3 HGB durch den Wirtschaftsprüfer der Konzernobergesellschaft mit geprüft. Sie verzichten weiterhin auf eine eigene Prüfung und die Offenlegung.

Die UBH Holding GmbH, Zossen, wird ihren Konzernabschluss entsprechend den Regelungen des § 264 Abs. 3 Nr. 4 HGB bzw. § 264b Nr. 3 HGB in Verbindung mit § 325 HGB im Bundesanzeiger veröffentlichen.

Weiterhin wollen wir an dieser Stelle darauf aufmerksam machen, dass die VEM Vermögensverwaltung GmbH aufgrund der freiwilligen Veröffentlichung des Konzernabschlusses für den kleinsten Kreis diverse Gesellschaften gemäß den Regelungen § 264 HGB von der Offenlegung befreit.

Die Gesellschaften

 

SW Verwaltung GmbH,

 

EMW Verwaltung GmbH,

 

KHK Verwaltung GmbH,

 

MFPV Film GmbH,

 

MI 3 Film GmbH,

 

SW Spohn GmbH,

 

EMW Spohn GmbH,

 

TF Spohn 1 GmbH,

 

VEM Vermögensbeteiligung GmbH,

 

VEM Immobilien GmbH,

 

VEM Holding GmbH,

 

MeTo Beteiligungen GmbH und die Maximmo GmbH

sind jeweils durch einen Ergebnisabführungsvertrag bzw. Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag (Maximmo) verbunden.

Weiterhin hat die VEM Vermögensverwaltung gegenüber der

 

PULMOTEC GmbH,

 

Immopact Verwaltung GmbH,

 

Immopact Beteiligungen GmbH,

 

VEMOS 2 Beteiligungen GmbH,

 

VEMOS 2 Holding GmbH,

 

VEM Spohn GmbH,

 

VEM Spohn Holding GmbH,

 

Immopact Universelle Werke GmbH,

 

WL6 Immobilien GmbH,

 

Immopact Universelle Ulm GmbH,

 

Merlum GmbH,

 

Immopact BVO GmbH,

 

ASC 4 GmbH und

 

IMMOPACT Immobilien GmbH

jeweils eine Patronatserklärung abgegeben.

Die Gesellschaften

 

Immopact Zwickau GmbH,

 

Immopact Leipzig GmbH,

 

Immopact Zschortauer 105 GmbH,

 

Immopact Ulm GmbH und

 

Immopact GVZ Immobilien GmbH

sind durch Ergebnisabführungsverträge mit der Immopact Beteiligungen GmbH verbunden, welche ihrerseits eine Patronatserklärung der VEM Vermögensverwaltung GmbH erhalten hat.

Nachtragsbericht (§ 314 Abs. 1 Nr. 25 HGB)

Nach dem Abschluss des Konzerngeschäftsjahres 2020 und bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses (Juli 2021) ergaben sich nachfolgende Änderungen im Konzernverbund der UBH Holding:

Die Beteiligung an der PH Pharma Holding GmbH wurde vollständig veräußert.

Der Anteil an der Beteiligung VEMOS 1 Beteiligungen GmbH wurde aufgestockt. Die Gesellschaften des Konzerns UBH Holding halten nunmehr insgesamt 62,97%. Die Gesellschaft geht somit dem Konsolidierungskreis zu.

Die VEM Vermögensverwaltung hat zum 30.06.2021 insgesamt 15 von ihr unmittelbar und mittelbar gehaltene Gesellschaften mit überwiegend immobilen Vermögen an Gesellschaften des Konzerns der PH Vermögensverwaltung transferiert. Die Gesellschaften gehören nicht mehr zum Konzern der UBH Holding.

Für die Konzernobergesellschaft UBH Holding GmbH wurde die im Juni 2020 beschlossene Kapitalherabsetzung von 20,0 Mio. Euro durchgeführt.

Die SARS-COV-2 Pandemie hatte zum Bilanzstichtag den Höhepunkt der sogenannten "2. Welle". Nach einer "3. Welle" zu Beginn des 2. Quartals 2021 sinken die Inzidenzahlen bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses (Juli 2021) deutlich.

Die operativen Gesellschaften mit Produktion und Vertrieb dieser Waren haben mit Umsatzrückgängen zu kämpfen.

Bisher sind uns keine wesentlichen Beeinträchtigungen unserer Geschäftskunden bzw. auf den Geschäftsbetrieb unserer Beteiligungen bekannt geworden. Der Geschäftsbetrieb der Gesellschaften des Konzerns läuft stabil. Trotzdem ist nicht auszuschließen, dass es auch noch zu Ausfällen kommt.

Nach unserer Auffassung und jetzigen Erkenntnissen ist die Fortführung der Gruppe nicht gefährdet.

Im Einzelnen verweisen wir auf unsere Darstellungen im Konzernlagebericht unter der Rubrik Wirtschafts- und Prognosebericht.

 

Schönefeld, den 31. August 2021

Dr. Susanne Frieß

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.2020 (alle Werte in Tsd. Euro)

Immaterielle Vermögensgegenstände Summe Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte, sowie Lizenzen an solchen Werten und Rechten Geschäfts- oder Firmenwert Geleistete Anzahlungen
Historische Anschaffungskosten
Vortrag 292.929 31.066 261.863 0
Zugang zum Konsolidierungskreis 888 669 219 0
Währungsumrechnung -41 6 -47 0
Zugänge 1.149 192 834 123
Abgänge -118 -118 0 0
Anschaffungskosten 294.807 31.815 262.869 123
Kumulierte Abschreibungen
Vortrag -287.853 -30.553 -257.300 0
Zugang zum Konsolidierungskreis -595 -526 -69 0
Währungsumrechnung 42 -5 47 0
Zugänge -3.619 -226 -3.393 0
Abgänge 118 118 0 0
Abschreibungen -291.907 -31.192 -260,715 0
Buchwert am 31.12.2020 2.900 623 2.154 123
Buchwert Vortrag 5.076 513 4.563 0
Sachanlagen Summe Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
Historische Anschaffungskosten
Vortrag 120.510 55.653 35.837 21.654 7.366
Zugang zum Konsolidierungskreis 270.826 256.208 1.944 1.665 11.009
Währungsumrechnung -958 -750 -64 -166 22
Zugänge 20.837 3.777 3.137 3.222 10.701
Umbuchungen 0 6.870 45 1.274 -8.189
Abgänge -4.709 -1.799 -656 -1.841 -413
Anschaffungskosten 406.506 319.959 40.243 25.808 20.496
Kumulierte Abschreibungen
Vortrag -63.237 -22,379 -26.360 -14.498 0
Zugang zum Konsolidierungskreis -79.074 -77.108 -859 -1.107 0
Währungsumrechnung 277 109 46 122 0
Zugänge -6.022 -1.371 -2.569 -2.082 0
Abgänge 2.494 113 651 1.730 0
Abschreibungen -145.562 -100.636 -29.091 -15.835 0
Buchwert am 31.12.2020 260.944 219.323 11.152 9.973 20.496
Buchwert Vortrag 57.273 33.274 9.477 7.156 7.366
Finanzanlagen Summe Beteiligungen an assoziierten Unternehmen Sonstige Beteiligungen Wertpapiere des Anlagevermögens Sonstige Ausleihungen
Vortrag 1.923.698 1.870.697 52.337 664 0
Zugang zum Konsolidierungskreis 3.933.460 3.685.707 247.565 183 5
Zugänge 47 47 0 0 0
Umbuchungen 0 -13.317 13.317 0 0
Abgänge -2.906.091 -2.874.696 -31.304 -91 0
Anschaffungskosten 2.951.114 2.668.438 281.915 756 5
Kumulierte Abschreibungen
Vortrag -6.584 0 -6.505 -79 0
Zugang zum Konsolidierungskreis -31.343 0 -31.265 -78 0
Zugänge -2.683 0 -2.680 -3 0
Abgänge 596 0 596 0 0
Abschreibungen -40.014 0 -39.854 -160 0
Buchwert am 31.12.2020 2.911.100 2.668.438 242.061 596 5
Buchwert Vortrag 1.917.114 1.870.697 45.832 585 0

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die UBH Holding GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der UBH Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der UBH Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2020 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Ulm (Donau), den 13. September 2021

HORNTREUHAND GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Prof. Dr. Brigitte Zürn, Wirtschaftsprüfer

ppa. Armin Geiselhart, Wirtschaftsprüfer

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