Großhandel mit Textilien
Thomas Cook Vertriebs GmbHLiquidiert
Thomas-Cook-Platz 1, 61440 Oberursel (Taunus), DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Kloß seit 13.6.2008 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Thomas Cook Vertriebs GmbHOberursel (Taunus)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2014 bis zum 30.09.2015Lagebericht1. Geschäft und Rahmenbedingungen1.1. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres Künftige strategische Schwerpunkte - Einführung von NUMO (New Operating Model) Mit der Einführung von NUMO soll eine verstärkte Konzentration auf das Kerngeschäft von Thomas Cook erzielt werden. Im Zuge dessen sollen die Produktionsabläufe weiter harmonisiert und Veranstalteraktivitäten quellmarktübergreifend vereinheitlicht und teilweise zusammengefasst werden (OTO - One Tour Operator). Vorbild hierfür sind die gruppenweit gemeinschaftlich agierenden Thomas Cook Airlines. Künftig soll das Veranstaltergeschäft stärker von Querschnittsfunktionen gesteuert werden und die Märkte sollen Teile ihrer Verantwortung abgeben. Die verschiedenen Funktionen sollen dabei nicht geographisch zentralisiert werden, sondern die Teams über die lokalen Grenzen hinweg zusammen-arbeiten ("Hubs"). Die Einführung des neuen Veranstaltermodells soll neben der stärkeren Fokussierung auf eigene und Partnerhotels, bekannt als "Differentiated Holidays", ergänzt um ein breites Zusatzsortiment ("Complementary Products"), auch zu einer stärkeren Harmonisierung des Langstrecken- und Premiumprodukts über alle Märkte hinweg führen. Kostensenkung Im Rahmen der wirtschaftlichen Überprüfung wurde wegen negativer Ergebnisprognosen die Schließung von zwei Filialen (Hamburg Flughafen Öger-Schalter und Thomas Cook Reise-büro Dortmund Flughafen) im Geschäftsjahr 2014/2015 beschlossen und umgesetzt. Personelle Veränderung in der Geschäftsführung Zum 1. April 2015 wurde Herr Dr. Carsten Seeliger als Geschäftsführer der Thomas Cook Vertriebs GmbH (TCV) bestellt und folgt damit Herrn Mark Ryan nach, der zu diesem Zeitpunkt als Geschäftsführer ausscheidet. Ertragsorientierte Verkaufssteuerung Die besonders ausgewogene und ertragsorientierte Verkaufssteuerung des Zusatz-veranstalter-Portfolios führte wie bereits im Vorjahr zu einer sehr guten Ausschöpfung der Staffel- und Superprovisionen. Tunesien Anschlag, Griechenland Krise und politische Entwicklungen in der Türkei Der Anschlag von Sousse in Tunesien, bei welchem 38 Touristen durch einen Anhänger der islamistischen Terrormiliz IS getötet worden sind, und die damit verbundenen Reaktionen in den europäischen Ländern führte im Geschäftsjahr 2014/15 konzernweit zu Ergebnisverlusten in zweistelliger Millionenhöhe. Mehr als 15.000 vornehmlich britische und belgische Gäste mussten aus dem Land ausgeflogen werden und Thomas Cook bot seinen Kunden auch in Deutschland kostenlose Stornierungen oder Umbuchungen an. Daher hat das Zielgebiet durch diesen Vorfall für potentielle Gäste deutlich an Attraktivität verloren. Auch die Griechenland-Krise führte zur Verunsicherung bei potentiellen Kunden. Die Berichterstattung über ein mögliches Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone und der Wiedereinführung der Drachme, sowie die Darstellung Deutschlands im Zusammenhang mit dieser Krise in den griechischen Medien, schreckte viele Urlauber ab und führte kurzfristig zu Buchungsausfällen. Einen kurzfristigen Einfluss auf das Buchungsverhalten der türkischen Ziele im Jahres-verlauf hatten auch die Entwicklungen an der türkisch-syrischen Grenze sowie die damit im Zusammenhang stehenden Anschläge durch die PKK auf Ziele in der Türkei. Dennoch verlief das Lastminute Geschäft letztlich sehr gut. Jedoch zeigen sich erneut Auswirkungen auf das Geschäftsjahr 2015/16. 1.2. Wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland "Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem verhaltenen Aufschwung" so die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrem Herbstgutachten 2015. Die Ökonomen sagen für das Jahr 2015 ein konjunkturelles Wachstum von 1,8 Prozent voraus und korrigieren damit ihre Wachstumsprognose von ursprünglich 2,1 Prozent nach unten. Die meisten Impulse kommen von der positiven Inlandskonjunktur, da die Verbraucher dank Rekordbeschäftigung ihre Konsumausgaben in diesem und im nächsten Jahr deutlich um knapp 2 Prozent steigern dürften. Der Flüchtlingszustrom führt laut den Instituten dazu, dass die Zahl der Arbeitslosen im kommenden Jahr erstmals seit 2013 wieder zunimmt - und zwar um rund 75.000 auf knapp 2,9 Millionen. Dies entspricht einem Anstieg der Arbeitslosenquote von 6,4 Prozent auf 6,5 Prozent. 1.3. Entwicklung der Tourismusbranche Die deutsche Reisebranche blickt auf ein sehr zufriedenstellendes Jahr zurück, auch wenn zum Teil schwierige politische Situationen in manchen Zielgebieten sowie der hohe Dollarkurs die Branche vor große Herausforderungen stellte. Gemäß den Berechnungen des Branchenverbandes deutscher Reiseveranstalter (DRV) konnten Anbieter ihren Gesamtumsatz zwischen 3,0 bis 4,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern, wodurch der Branchenumsatz auf die Bestmarke von 27 Mrd. EUR kletterte (Vorjahr 25,8 Mrd. EUR). Leicht gestiegen ist die Zahl der Gäste, die mit Reiseveranstaltern in den Urlaub verreisten - und zwar um fast 1,0 Prozent. Damit bewegt sich die Nachfrage für den organisierten Urlaub mit Reiseveranstaltern weiterhin auf einem hohen Niveau. Auf der DRV-Jahrestagung 2015 wurde hervorgehoben, dass sich die Entwicklung von Tourismusströmen und damit die Nachfrage immer schwerer vorhersehen lässt. Politische Umbrüche, Naturkatastrophen oder Anschläge haben Auswirkungen auf die Entscheidung potentieller Gäste. Dementsprechend haben sich die einzelnen Segmente der Touristik in den vergangenen zwölf Monaten unterschiedlich entwickelt. Die Bilanz des Reisejahres zeigt, dass dies ein Fernreisejahr war - der Anteil ferner Traumziele in der Touristik steigt demnach von 7,6 auf fast 8,0 Prozent. Gleichzeitig konnte eine Umsatzsteigerung in diesem Bereich von 5,0 Prozent gegenüber Vorjahr erzielt werden. Zu den Gewinnern zählen hierbei allen voran Kuba mit einem Umsatzplus von 25,0 Prozent, sowie die Dominikanische Republik und Mexiko, wie die Auswertungen des Marktforschungsunternehmens GfK zeigen. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate (plus 15,0 Prozent), USA (plus 11 Prozent) sowie Asien - und hier insbesondere Thailand - konnten an Beliebtheit zulegen. Als Grund wird hier der günstige Preis von Pauschalreiseangeboten gesehen, da sich die Veranstalter frühzeitig beim Einkauf der Hotel- und Flugkontingente gegen Währungsschwankungen absichern konnten. Zuwächse gab es jedoch auch im Bereich der klassischen Badeziele (Mittelstrecke) rund um das Mittelmeer mit einem Umsatzplus von 3,0 Prozent. Spitzenreiter hier ist Portugal mit einem Umsatzplus von 14,0 Prozent und auch die Türkei legt mit 4,0 Prozent sowie Ägypten im zweistelligen Prozentbereich zu. Weniger Gäste als im Vorjahr gab es, aus den einleitend beschrieben Gründen (Kapitel 1.1 Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres) in Tunesien. Ebenso von einem Gästerückgang betroffen sind die Kanaren und die südlich der Sahara gelegenen Länder Afrikas, wobei hier jedoch bereits eine Erholung vom Ebola-Effekt erkennbar ist. Die sogenannten erdgebundenen Reisen (Anreise mit Auto, Bus oder Bahn) schneiden auf Vorjahresniveau ab. Eine ungebrochen hohe Nachfrage mit leichtem Zuwachs ergibt sich dabei für Deutschland, während die angrenzenden Länder einen leichten Rückgang verzeichnen. Städtereisen dagegen bleiben für ganz Europa gefragt. Der Anteil des Hochsee- und Fluss-Kreuzfahrtmarktes am Gesamtumsatz des Veranstaltermarktes wächst ungebrochen und liegt nun bei rund 13,0 Prozent. Im Berichtsjahr konnten Reisen dieser Art ein hohes einstelliges Umsatzplus verzeichnen, so erste Hochrechnungen des DRV-Ausschusses für Statistik und Marktforschung. Insbesondere das Kreuzfahrt-Segment ist ein dynamischer Markt mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten. Die Buchungen für die Wintersaison 2015/16 sind bisher gut angelaufen. Zum jetzigen Zeitpunkt liegt der Umsatzzuwachs gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt im mittleren einstelligen Prozentbereich. Für eine verlässliche Prognose für das Gesamtjahr 2016 ist es jedoch noch zu früh. Fest steht schon mal, dass sich an der Tendenz der Mittelmeerländer als gefragteste Reiseziele in den Sommermonaten, nichts ändern wird. Der touristische Umsatz des deutschen stationären Reisevertriebs ist im Zeitraum von Januar bis November 2015 laut dem ta.ts-Reisebürospiegel um rund 2,5 Prozent gestiegen. Der ta.ts-Reisebürospiegel beruht auf der Geschäftsentwicklung von rund 2.400 Reisebüros und dürfte damit in etwa den Gesamtmarkt repräsentativ darstellen. 1.4. Marktposition Die TCV liegt mit einem Anteil von weniger als 1 Prozent des touristischen Gesamtumsatzes im unteren Bereich der stationären Vertriebsketten in Deutschland. Im abgelaufenen Geschäftsjahr reduzierte sich die Anzahl der von der Gesellschaft betriebenen eigenen Reisebüros um zwei und liegt bei 71 am Geschäftsjahresende. 1.5. Geschäftsverlauf der Thomas Cook Vertriebs GmbH Der Umsatz der vermittelten Reisen (Reiseumsatz) im touristischen Jahr - November 2014 bis Oktober 2015 - stieg auf 145,6 Mio. EUR. Das entspricht einem Reiseumsatzwachstum vom 2,3 Mio. EUR zum Vorjahr. Zusätzlich konnten auch die Versicherungsverkäufe um 1,1 Prozent zum Vorjahr gesteigert werden. Trotz gestiegener Reiseumsätze sind im abgelaufenen Geschäftsjahr rückläufige Umsatzerlöse (0,2 Prozent) zu verzeichnen. Dieser Rückgang ist auf eine geringere Durchschnittsprovision zurückzuführen. 2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage2.1. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um 179 TEUR auf 8.974 TEUR gesunken, im Wesentlichen verursacht durch den Rückgang der Buchwerte des Anlagevermögens in Höhe von 134 TEUR und einem Rückgang der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 70 TEUR. Auf der Passivseite haben sich die Rückstellungen um 435 TEUR verringert; gegenläufig haben sich die Verbindlichkeiten um 256 TEUR erhöht. Der Rückgang der Buchwerte des Anlagevermögens um 134 TEUR auf 5.740 TEUR resultiert aus den planmäßigen Abschreibungen des Geschäftsjahres, welche die Investitionen übersteigen. Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 217 TEUR auf 673 TEUR ergibt sich u. a. aus im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen Forderungs-abgrenzungen gegenüber touristischen Leistungsträgern. Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmenum 117 TEUR auf1.315 TEUR resultiert im Wesentlichen aus der höheren Gewinnabführung des Geschäftsjahres von der NUW aufgrund des Beherrschungs- und Gewinn-abführungs-vertrages. Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen 1.085 TEUR (Vorjahr 1.054 TEUR) und bestehen im Wesentlichen aus debitorischen Kreditoren in Höhe von 725 TEUR (Vorjahr 728 TEUR). Die Rückstellungen vermindern sich um 435 TEUR auf 2.803 TEUR verursacht u.a. durch den Rückgang der Abfindungsrückstellungen von 474 TEUR auf 10 TEUR. Sie beinhalten hauptsächlich personalbezogene Rückstellungen in Höhe von 1.858 TEUR (Vorjahr 2.319 TEUR) und Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 796 TEUR (Vorjahr 762 TEUR). Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 135 TEUR auf 1.219 TEUR ergibt sich aus niedrigeren erhaltenen Anzahlungen von Kunden. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind von 1.947 TEUR im Vorjahr auf 2.256 TEUR gestiegen. Dieser Effekt resultiert hauptsächlich aus der Saldierung der Verbindlichkeit aus der Gewinnabführung in Höhe von 183 TEUR an die Thomas Cook Touristik GmbH (TCT) aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages (Vorjahr Forderung aus Verlustübernahme 545 TEUR) mit Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Cash Pool Verbindlichkeiten. Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen 1.136 TEUR (Vorjahr 1.054 TEUR) und beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten für Provisionsvorauszahlungen gegenüber Veranstaltern, Verbindlichkeiten aufgrund von ausgegebenen Geschenkgutscheinen, Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer und kreditorische Debitoren. 2.2. Finanzlage Der negative Finanzmittelfonds der Gesellschaft besteht neben liquiden Mitteln in Höhe von 138 TEUR aus Cash Pool Verbindlichkeiten und beträgt zum Bilanzstichtag 1.038 TEUR (Vorjahr negativer Finanzmittelfonds 640 TEUR). Die Investitionen des Geschäftsjahres von 285 TEUR wurden vollständig durch Abschreibungen (348 TEUR) finanziert. Das Anlagevermögen ist zum 30. September 2015 zu rund 41 Prozent (Vorjahr 40 Prozent) durch Eigenkapital und Pensionsrückstellungen finanziert. Aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der TCT und der unterjährigen Finanzierung anfallender Verluste im Rahmen des Cash Poolings durch die TCT hängt die Liquidität der TCV unmittelbar von der Liquidität der TCT ab, die wiederum in die Konzernfinanzierung der Thomas Cook Group eingebunden ist. Gemäß § 6 Abs. 4 des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages kann die TCV Vorschüsse auf einen an sie für das Geschäftsjahr voraussichtlich zu vergütenden Jahresfehlbetrag verlangen, soweit sie solche Vorschüsse mit Rücksicht auf ihre Liquidität benötigt. Im Übrigen wird auf die Ausführungen im Abschnitt Chancen- und Risikobericht verwiesen. 2.3. Ertragslage Die Umsatzerlöse der Gesellschaft beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 18.196 TEUR und sind damit geringfügig um 35 TEUR (0,2 Prozent) gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die genannten Umsätze bestehen fast ausschließlich aus Provisionserlösen für vermittelte Reisen. Der Umsatzrückgang resultiert aus einer geringeren Durchschnittsprovision. Als Steuerungskennzahl wird der mit IFRS-Werten ermittelte Gross Profit verwendet. Dieser beträgt im Geschäftsjahr 2014/15 für die TCV 16.954 TEUR (Vorjahr 16.775 TEUR). Der mit HGB-Werten ermittelte Rohertrag in Höhe von 18.196 TEUR, der den Umsatzerlösen entspricht, weicht um 1.242 TEUR vom Gross Profit gemäß IFRS ab, primär aufgrund der im Gross Profit enthaltenen Provisionsweitergabe an den Airport Service. Im Vorjahr wurde eine Steigerung des Gross Profits von 3 bis 5 Prozent prognostiziert. Die effektive Gross Profit Steigerung liegt bei 1,1 Prozent. Grund hierfür sind die Krisen im Mittelmeerraum - v. a. in der Türkei, Tunesien, Ägypten und Griechenland - weshalb Gäste auf Destinationen mit geringeren Margen ausweichen mussten und außerdem Preisabschläge in Kauf genommen wurden, um diese Gäste als Kunden zu halten. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 7.601 TEUR und sind damit um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr (7.562 TEUR) gestiegen. Die Steigerung der sonstigen betrieblichen Erträge resultierte im Wesentlichen aus der Auflösung wertberichtigter Forderungen und zum anderen aus gestiegenen Erträgen aus der Umlage von Personalaufwendungen. Die Personalaufwendungen der TCV betragen im abgelaufenen Geschäftsjahr 14.586 TEUR und konnten im Vergleich zum Vorjahr um 364 TEUR (2,4 Prozent) gesenkt werden. Die Anzahl der Mitarbeiter ist aufgrund der Vertragsumstellung sowie der Übernahme der Mitarbeiter aus der NUW in die TCV im vergangenen Geschäftsjahr auf 302 Vollbeschäftigte gestiegen und blieb im Geschäftsjahr 2014/15 nahezu unverändert. Die trotz der unveränderten Anzahl an Mitarbeitern geringeren Personalaufwendungen resultieren aus geringeren Abfindungszahlungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind entgegen dem Vorjahr um 0,4 Prozent gestiegen. Die Ursache der Kostensteigerung von 11.624 TEUR auf 11.671 TEUR lässt sich durch erhöhte Instandhaltungskosten sowie aufgestockte Werbekosten erklären. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt 183 TEUR (Vorjahr negatives Ergebnis 545 TEUR). Zusammenfassend kann man sagen, dass trotz der leicht sinkenden Umsätze dennoch eine Ergebnisverbesserung vorliegt. Dies ist begründet durch gestiegene sonstige betriebliche Erträge und gesunkene Personalkosten sowie durch die Gewinnübernahme von der NUW in Höhe von 1.045 TEUR (Vorjahr 632 TEUR). Als Steuerkennzahl des Unternehmens wird das nach IFRS ermitteltes EBIT vor Sondereffekten verwendet, welches im Geschäftsjahr 2014/2015 negativ in Höhe von 877 TEUR (Vorjahr 658 TEUR) ausfällt. Der Rückgang resultiert aus den bereits dargestellten betrieblichen Aufwendungen, welche sich im Wesentlichen aus erhöhten Instandhaltungen ergeben. Das vergleichbare HGB-Ergebnis weist im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Verlust in Höhe von 808 TEUR (Vorjahr Verlust 1.123 TEUR) auf. Der Unterschied zu IFRS ist im Wesentlichen auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Abfindungen zurückzuführen. Nach IFRS werden diese als Sondereffekte behandelt. Im Vorjahr wurde ein negatives EBIT vor Sondereffekten im mittleren sechsstelligen Bereich prognostiziert. Effektiv liegt das negative EBIT vor Sondereffekten bei 877 TEUR. Die Verschlechterung des EBIT vor Sondereffekten ist vom Rückgang des Gross Profits getrieben. Es wird auf die vorgenannten Ausführungen zum Gross Profit verwiesen. 3. NachtragsberichtEreignisse nach dem Bilanzstichtag, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft gehabt hätten, haben nicht stattgefunden. 4. Umwelt- und Sozialengagement sowie Mitarbeiterbelange und KundenzufriedenheitUmweltengagement Thomas Cook ist Mitglied in der Nachhaltigkeitsinitiative Futouris e.V., die weltweit gemeinnützige Projekte in den drei Bereichen soziokulturelle Verantwortung, Umwelt- & Klimaschutz und Erhalt der biologischen Vielfalt fördert. Nachdem in den vergangenen Jahren bereits Projekte in Kuba und in Kambodscha unterstützt wurden, hat Thomas Cook im März 2014 das neue Futouris-Projekt "Wertvolles Wasser" auf Rhodos gestartet. Ziel des Projektes ist es, durch den Aufbau eines optimierten Wassermanagements den Wasserverbrauch in unseren Konzepthotels sowie den wichtigsten Partnerhotels nachhaltig zu reduzieren. Der Thomas Cook-Konzern hat weiterhin den globalen Ethikkodex für den Tourismus der Welttourismusorganisation (UNWTO) unterzeichnet. Der Kodex besteht aus zehn Grundsätzen, die Handlungsempfehlungen für ein respekt- und verantwortungsvolles Verhalten gegenüber den eigenen Mitarbeitern, den Menschen in den Gastländern sowie gegenüber Natur- und Kulturerbe beinhalten. Mitarbeiterbelange Die TCV - als integraler Bestandteil des Thomas Cook Konzerns - sowie alle seine Mitarbeiter richten ihr Handeln an der Vision des Konzerns aus: "To be the world's best loved holiday company, delighting our customers, staff and shareholders". Im Bewusstsein, verantwortlich für die schönsten Tage unserer Kunden zu sein, unternehmen wir alle Anstrengungen für ein optimales Urlaubserlebnis unserer Kunden. Diese Vision wird durch fünf Unternehmenswerte näher konkretisiert, die die Leitlinien für die tägliche Arbeit bilden:
Diese Unternehmenswerte wurden im Jahr 2013 vor dem Hintergrund der strategischen Neuausrichtung neu definiert. Sie wurden von den Top 100 Führungskräften, dem Thomas Cook Leadership Council / Thomas Cook Group formuliert und durchgängig im Unternehmen kommuniziert. Seitdem sind sie Bestandteile der täglichen Prozesse, der Geschäftsführungsvorlagen, der Mitarbeitergespräche und Leistungsbeurteilungen sowie der Auswahl von neuen Kollegen. Sie sollen den Mitarbeitern auf diese Weise Orientierungspunkt und Richtlinie für das Arbeiten bei Thomas Cook sein. Zur Bewertung der Mitarbeiterzufriedenheit wurde im September 2015 erneut eine konzernweite Mitarbeiterumfrage durchgeführt. Die Fragen sind konzernweit einheitlich, so dass segmentübergreifende Vergleiche sowie das Erkennen von "Best Practices" ermöglicht werden. Die Beteiligungsquote dieser Online-Befragung für das Segment Zentraleuropa steigerte sich nochmal gegenüber dem Vorjahr auf 78 Prozent. Der Gesamtzufriedenheitsindex (Core-Index) des Segments Zentraleuropa ist von 71 Prozent im Vorjahr auf 74 Prozent gestiegen. Die Ergebnisse wurden im November veröffentlicht und bis Januar 2016 im Detail analysiert sowie mit den Teams aufgearbeitet, diskutiert und Handlungsfelder abgeleitet. Um die Mitarbeiter bestmöglich entwickeln und einsetzen zu können, ist ein online Mitarbeiterbeurteilungs-Tool - MyPAD (Management Perfomance Development) - im Einsatz. MyPAD stellt eine zeitgemäße Möglichkeit zur Erfassung und Bewertung von Leistungen, Zielerreichungen und damit zur Potentialdiagnose sowie zu einer leistungsgerechten Entlohnung dar. Des Weiteren werden über MyPAD die Entwicklungsziele aller Mitarbeiter sowie die individuelle Weiterentwicklungsplanung dokumentiert. In dem Bestreben, dass Mitarbeiter der Thomas Cook Group im Rahmen ihrer Mitarbeitergespräche wertvolle und individuelle Entwicklungspläne erhalten, wurde die Führungskultur bei Thomas Cook weiterentwickelt, indem alle Führungskräfte in Grundlagen des Coachings geschult wurden. Hierfür wurden gruppenweit Workshops mit allen Führungskräften zum Thema "Leaders as a Coach" durchgeführt. Thomas Cook ist bewusst, dass Führungskräfte, die ihr Führungshandwerk beherrschen, ein zentrales Element für den Unternehmenserfolg sind. Daher nahmen auch im Berichtsjahr gruppenweit eine Reihe von oberen Führungskräften am Executive Development Programm teil. Im Rahmen dieses Programms erhalten die Führungskräfte eine Standortbestimmung orientiert an den konzernweiten Leadership Behaviours und ausgehend von den Ergebnissen individuell angepasste weiterführende Entwicklungsmaßnahmen. Um Talente gruppenweit sichtbar zu machen und eine stringente Nachfolgeplanung auch segmentübergreifend zu ermöglichen, wurde das gruppenweite Talentmanagement über-arbeitet und vereinheitlicht. Talente sollen in der Thomas Cook Group bestmöglich gefördert und in ihrer Weiterentwicklung unterstützt werden. Hierfür wurde auch im Berichtsjahr erneut das gruppenweite Talentprogramm "Navigator" durchgeführt. Kundenzufriedenheit Mit dem Ziel, die Kundenzufriedenheit stetig zu verbessern, wird kontinuierlich eine online Kundenzufriedenheitsstudie durchgeführt, bei der gereiste Gäste detailliert nach Kundenbeziehung, Image- und Leistungsmerkmalen, Kundenkontaktpunkten und Kundendialog befragt werden. Daneben werden weitere Informationen aus einer Benchmark Studie des renommierten Marktforschungsinstitutes tns bezogen, die jährlich veröffentlicht wird und die die Möglichkeit bietet, sich mit den Wettbewerbern im Veranstaltermarkt zu vergleichen. 5. Chancen- und Risikobericht5.1. Allgemeines zum Chancen- und Risikomanagementsystem Beim Verfolgen seiner unternehmerischen Pläne und Zielsetzungen ist das Geschäft von Thomas Cook Risiken, Unsicherheiten, aber auch Chancen ausgesetzt. Die Thomas Cook Group hat aus diesem Grund ein Chancen- und Risikomanagementsystem etabliert, welches gruppenweit einheitlich angewendet wird. Dieses Chancen- und Risikomanagementsystem umfasst die Identifikation von Chancen und Risiken, die Etablierung eines internen Kontrollsystems, um die Risiken zu steuern sowie eine entsprechende Berichterstattung. Die TC AG und ihre Tochtergesellschaft TCV sind in das Risiko-Monitoring der Thomas Cook Group eingebunden. Die Zielsetzung des Chancen- und Risikomanagementsystem der Thomas Cook Group geht über reine Compliance hinaus - vielmehr soll es einen Mehrwert und Wettbewerbsvorteil schaffen, indem Chancen optimiert und Risiken minimiert werden. Es dient v.a. dazu den Fortbestand des Unternehmens und damit die Arbeitsplätze der Mitarbeiter und die Interessen aller weiteren Stakeholder langfristig zu sichern. Auf Gruppenebene ist die Risiko-Management Struktur wie folgt aufgebaut: Die Chancen und Risiken werden mittels eines Top-down/Bottom-up-Ansatzes identifiziert, bewertet und gesteuert. Um die Sichtweise der Segmente in die Chancen- und Risikobetrachtung einzubringen, werden quartalsweise Risikoeinschätzungen vorgenommen und in sogenannten Segment-Risk-Committees diskutiert und die Ergebnisse an die Risk Matters Group übermittelt (Bottom-up). Das Risk & Disclosure Committee überprüft das Chancen- und Risikoprofil der Gruppe fortlaufend und schlägt Strategien vor. Die Konzernführungsebene leistet hier ebenso ihren Beitrag wie eine zur Transformation ins Leben gerufene Expertengruppe (TMO). Das vom Tagesgeschäft unabhängige Audit Committee überwacht im Auftrag des Board of Directors die Wirksamkeit und Effektivität der internen Kontrollen (Top-down). Aus diesem Prozess wurde eine sogenannten "Heatmap" für das Segment Kontinental-europa abgeleitet, welchem die TC AG und ihre Tochtergesellschaft TCV angehören. In Quadranten sind die Schlüsselrisiken mit Eintrittswahrscheinlichkeit und Ausmaß eingeordnet. Sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit als auch das Ausmaß lassen sich in die Stufen "hoch", "mittel" und "gering" einteilen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit bemisst sich nach der erwarteten Häufigkeit (bspw. ein Ereignis tritt nur alle 1 - 10 Jahre auf) und Wahrscheinlichkeit (zwischen 1 - 100 Prozent). Das Ausmaß bemisst sich einerseits nach der betragsmäßigen Höhe, aber auch nach dem Gewicht eines möglichen Reputations-schadens oder regulatorischen Risikos. Die Heatmap ist Basis für das Risikoregister, in welchem die Schlüsselrisiken sowohl brutto, als auch netto, sowie entsprechende Gegenmaßnahmen und eine Risikozahl, welche das Gesamtausmaß widerspiegelt, enthalten sind. Die Risiken auf der Heatmap unterteilen sich in die Kategorien Rechtsrisiken, Transformationsrisiken, finanzielle und operative Risiken. Die im Lagebericht dargestellten Risiken folgen einer Nettobetrachtung. 5.2. Chancenbericht Transformation Die bereits in den letzten Jahren begonnene Transformation der Thomas Cook Group wird auch in den nächsten Jahren unter dem Namen NUMO fortgesetzt werden, was einen positiven Effekt auf den deutschen Markt und somit die TCV haben wird. Die Transformation berührt alle Bereiche des Unternehmens, u. a. das Hotel und Airline Yield Management, die IT, Finanzen, Marketing und Personal. Dabei sollen durch die Bündelung von bisher dezentral organisierten Funktionen an einer Stelle im Konzern die Möglichkeiten geschaffen werden Kosten zu reduzieren, doppelte Tätigkeiten zu vermeiden, Synergien zu heben und effektiver zu arbeiten. Des Weiteren sollen Investitionen in die IT zur Standardisierung unserer Systeme beitragen und eine konsistente IT Plattform schaffen, die es uns ermöglicht die besten Preise und Yields in allen Märkten zu erzielen. Sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit als auch das Ausmaß werden als hoch beurteilt. Konzepthotels Mit der weiteren Expansion unserer Konzepthotels (u.a. Sentido, Smartline, Sunconnect) bis 2018, die ein exklusives Produkt unseres Portfolios darstellen, sollen den Kunden Hotels mit sehr guter Qualität bzw. einem ausgezeichneten Preis-/Leistungsverhältnis angeboten werden. Sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit als auch das Ausmaß werden als hoch beurteilt. Ausbau des Longtail-Geschäfts Mit dem konzernweiten Ausbau des Longtail-Geschäfts soll mittels einer einfachen und schnellen systembasierten Produktion ein breites Hotelangebot zur Verfügung stehen. Dies erfolgt durch die Anbindung von Hotelketten und Bettenbanken. In der Vergangenheit konzentrierte man sich hauptsächlich auf die "Top Seller" ("Fattail"), da mit einer geringeren Anzahl an Produkten ein hoher Umsatz erzielt wurde. Da das Hotelangebot im Gesamt-markt jedoch viel größer ist, sollen mit neuer Technik auch die vielen Nischen des Longtails genutzt werden, die man bisher nicht im Angebot hatte. Dieses erweiterte Angebot an den Kunden führt zu höheren Erlösen. Eintrittswahrscheinlichkeit und Ausmaß werden hier als mittel beurteilt. Neue Markenstrategie Seit dem 1. Oktober 2015 tritt auch die Marke Neckermann unter dem Sunny Heart auf und fügt sich somit stärker in das Gesamtunternehmensbild der Thomas Cook Gruppe ein. Um überall wiedererkennbar zu sein, wird das Herz die Kunden unserer beiden Hauptmarken Thomas Cook und Neckermann auf ihrer kompletten Reise begleiten - bei der Buchung, an Bord der Flugzeuge, während des Aufenthalts und auf dem Weg nach Hause. Es wird ihre Auswahl erleichtern, indem es für Sicherheit und Flexibilität steht und sie daran erinnert, dass sie in guten Händen sind. Sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit, dass unser neuer Markenauftritt verstärkt wahrgenommen wird, als auch das Ausmaß werden als mittel beurteilt. Stärkere Fokussierung auf kundenorientiertes Handeln Anfang 2014 wurde das "A Million Hearts" Programm als ein Handlungspunkt aus der Mitarbeiterbefragung 2013 abgeleitet. Der Schwerpunkt dieses Programms liegt daher auch in der Mitarbeitereinbindung und v.a. Kundenorientierung. Der Name "A Million Hearts" symbolisiert, dass alle Mitarbeiter der Thomas Cook Gruppe daran arbeiten sollen den Kunden noch stärker in den Mittelpunkt ihres Handelns zu stellen, um ihm ein optimales Reiseerlebnis bieten zu können. Dieses Programm wird nun unter dem Namen "Customer at our heart" weitergeführt. Es wurden im Detail vier Bereiche definiert, in welchen Thomas Cook nach Verbesserung streben möchte: Kundenerfahrung, Digitalisierung des Geschäfts, Verbesserung interner Prozesse und Führungskultur. Innerhalb eines jeden Bereichs gibt es Maßnahmen, die zur Erreichung der Ziele beitragen wie - in Bezug auf die Kundenorientierung - z.B. verstärkte Nutzung von Kundenzufriedenheitsumfragen, Investition einer Stunde pro Woche und Mitarbeiter auf dieses Thema, direkter Kundenkontakt aller Führungskräfte in Call Centern, Reisebüros etc. Diese Maßnahme wird als Chance gesehen, unsere Produkte stets auf die Bedürfnisse der Kunden zuzuschneiden und am Markt als innovatives und kundenorientiertes Unternehmen wahrgenommen zu werden. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird hier als mittel, das Ausmaß als hoch beurteilt. 5.3. Risikobericht Rechtsrisiko Das Management von Rechtsrisiken erfolgt durch die interne Rechtsabteilung. Die TCV ist gegenwärtig an keinem Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt, welches einen wesentlichen Einfluss auf die finanzielle Situation des Unternehmens haben könnte. Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Rechtsrisikos und das Ausmaß werden als gering eingestuft. Transformationsrisiken Als börsennotiertes Unternehmen unterliegt Thomas Cook einem starken Druck, die an den Markt kommunizierten Zielsetzungen zu erreichen. Dabei konkurriert das Unternehmen auch mit inhabergeführten Veranstaltern, die in ihrer Preisgestaltung wesentlich flexibler sind bzw. geht die Tendenz dahin, dass immer mehr Hotels und Airlines über eigene Seiten an den Markt gehen, um ihr Produkt preisgünstig anbieten zu können (Direktvertrieb). Am Markt ist auch erkennbar, dass die gegenwärtigen Marktteilnehmer versuchen, im stagnierenden Pauschalreisemarkt Anteile von Wettbewerbern zu gewinnen und dies teilweise auch öffentlich kommunizieren. Dies führt zu erhöhtem Margendruck. Die Margen werden vom Produktmanagement täglich überprüft und mit historischen Daten vom Vorjahr bzw. Plandaten abgeglichen, um entsprechend margensensitive Hebel betätigen zu können. In Anbetracht der Konkurrenzsituation ist auch Kosteneffizienz unerlässlich. Die Eintrittswahrscheinlichkeit sowie das Ausmaß des Risikos werden als hoch eingestuft. Geschäftsstrategische Entscheidungen zur Positionierung oder unerwartete Veränderungen der Markt- und Umweltbedingungen können sich negativ auf die Ertragslage auswirken - dieses Risiko wird als strategisches Risiko bezeichnet. In der jüngsten Vergangenheit ist die Tendenz erkennbar, dass neue Wettbewerber in den Markt drängen, welche ihre Stärken wie bspw. bestehende Infrastruktur und Kundenstamm ausnutzen, um ein für sie neues Geschäftsfeld zu erkunden. Zu nennen sind an dieser Stelle "Google Hotel Finder" oder das Hotelangebot über "Amazon" in den USA. Zur Steuerung dieses Risikos werden aus-gewählte Steuerungskennzahlen und die Umsätze wöchentlich überwacht. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird hier als mittel, das Ausmaß als hoch eingestuft. Operative Risiken Da einige der wichtigen touristischen Zielgebiete in Regionen mit politisch und/oder religiös motiviertem Terror liegen, ist der Thomas Cook Konzern diesen Risiken ebenfalls ausgesetzt. Risiken mit vergleichbarer Auswirkung auf das touristische Geschäft sind Naturkatastrophen, Epidemien oder andere Ereignisse höherer Gewalt. Bedingt durch diese Risiken können die Gästezahlen in den betroffenen Destinationen zurückgehen. Außerdem haben die Risiken häufig auch höhere Kosten zur Folge - etwa wenn Urlauber aus Katastrophengebieten in ihre Heimatländer zurückgeholt werden müssen. In das Thomas Cook Geschäftsmodell ist ein gewisses Maß an Flexibilität eingebaut, welches es ermöglicht, den Gästen im Katastrophenfall eine Ausweichdestination anzubieten. Die geopolitische und meteorologische Situation in den Zielmärkten wird zudem proaktiv überwacht. Die Eintrittswahrscheinlichkeit einer politischen oder Umweltkatastrophe wird als hoch eingeschätzt, das Schadensausmaß wird dagegen als mittel eingestuft. Prominente Beispiele im zu berichtenden Geschäftsjahr sind die einleitend erwähnten Krisen in Tunesien und Griechenland (Kapitel 1.1. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres). Dem bestehenden Risiko von Betriebsstörungen jedweder Art wird durch entsprechende Maßnahmen Rechnung getragen. Die identifizierten Schwachstellen bei den bereits existierenden Backup-Lösungen sind inzwischen vollständig beseitigt und es konnten mittlerweile auch für alle wesentlichen Systeme in den beiden Rechenzentren in Kelsterbach und Essen Backup-Systeme implementiert werden. Grundsätzlich besteht ein latentes Risiko von Systemausfällen, die sich negativ auf das operative Geschäft auswirken können. Dieses Risiko wird in einem Lenkungsausschuss, welchem auch Dr. Peter Fankhauser angehört, überwacht und gemanagt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird hier - ebenso wie das Schadensausmaß - als mittel eingestuft. Finanzielle Risiken Bedingt durch das Buchungs- und damit Anzahlungsverhalten sind traditionell die Wintermonate durch eine niedrige Liquidität gekennzeichnet. Aus diesem Grund kommt dem Liquiditätsmanagement weiterhin eine starke Bedeutung zu. Die TC AG und ihre Tochtergesellschaft TCV sind in das Berichtswesen des kurz- und langfristigen Cashforecasts des Thomas Cook-Konzerns eingebunden, in dem die Liquiditätssituation überwacht und der zukünftige Liquiditätsbedarf prognostiziert wird. In diesem Zusammenhang werden regelmäßig Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Liquidität, insbesondere des Working Capitals diskutiert und umgesetzt. Der kurzfristige Cashforecast umfasst eine wochenweise Planung für die nächsten sechs Monate und wird rollierend erstellt. Der langfristige Cashforecast erfolgt im Rahmen der jährlichen Budgetplanung und umfasst die drei Folgejahre. Zwischen den Budgetplanungen erfolgen unterjährige Aktualisierungen in Form von Hochrechnungen. Aufgrund der Einbindung in den Cash Pool der Thomas Cook Gruppe ist die TCV dabei direkt von der Liquiditätssituation des Konzerns abhängig. Die kurzfristige Liquiditätshochrechnung der Gruppe sieht für die kommenden sechs Monate und auch für das nächste Geschäftsjahr einen ausreichenden finanziellen Headroom vor. Auf Basis der neuen Finanzierungsstruktur wie auch der aktuell vor-liegenden Prognoserechnungen der TCG erachtet die Geschäftsführung die zukünftige Zahlungsfähigkeit des Thomas Cook-Konzerns und damit auch der TCV für sichergestellt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos wird als gering bewertet, das Ausmaß dagegen mit hoch. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand stellt keines der oben genannten Risiken eine Bestandsgefährdung des Konzerns und damit der TCV dar. 6. PrognoseberichtDas Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung geht in seiner Herbstprognose für das Jahr 2016 von einem Wachstum von 1,8 Prozent für die Gesamtwirtschaft aus. Die Terroranschläge von Paris sowie die Reaktionen auf mögliche Gefährdungslagen in Hannover und Brüssel und die entsprechende Berichterstattung haben zu einer Verunsicherung bei den Konsumenten geführt. Auch die geopolitischen Entwicklungen in der Türkei beeinflussen derzeit das Buchungsverhalten. Für die Tourismusbranche wird dennoch auch weiterhin mit einem moderaten Zuwachs gerechnet. Für das kommende Geschäftsjahr 2015/16 erwartet Thomas Cook weiterhin ein schwieriges Wettbewerbsumfeld mit preisaggressiven Mitbewerbern. Für die meisten Kunden wird der Reisepreis auch in Zukunft das entscheidende Auswahlkriterium bleiben. Die hohe Preissensibilität und begrenzte Reisebudgets veranlassen den Kunden bei Reisepreiserhöhungen vermehrt zur Buchung von preisgünstigeren Reisen. Ein Umsatzanstieg ist und bleibt weiterhin erklärtes Ziel der TCV. In 2014/15 konnte bereits in 7 Reisebüros das neue, innovative Konzept eingeführt werden. Mit diesem Store-Concept bietet sich die Chance, in attraktiven Lagen den selektiven Ausbau des Filialnetzes wieder aufzunehmen. Hiermit werden zum einen die Marktposition, Profitabilität und Zukunftsfähigkeit des Thomas Cook Eigenvertriebs gestärkt, zum anderen werden Hausmarkenumsätze abgesichert und die Sichtbarkeit und Bekanntheit der Marke Thomas Cook ausgebaut. Für 2015/16 ist zudem die Neueröffnung von zwei neuen Reisebüros an attraktiven Standorten, dem Ruhr Park in Bochum sowie im LUV Center in Lübeck-Dänischburg vorgesehen. Es wird erwartet, dass die positiven Effekte aus den in den Vorjahren umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen insbesondere aus dem Projekt "Kette auf Schwarz" sowie des innovativen Reisebürokonzeptes in 2015/16 weiterhin zum operativen Ergebnis beitragen. Für das Geschäftsjahr 2015/16 wird gestützt auf die positive Entwicklung der Buchungseingänge ein Umsatzanstieg von rund 3 Prozent und ein Anstieg des Gross Profits zwischen 4 und 5 Prozent geplant. Insgesamt wird trotz steigender Personalkosten sowie veränderter interner Umlageschlüssel ein positives EBIT vor Sondereffekten im unteren 6-stelligen Bereich erwartet.
Oberursel (Taunus), den 11. Januar 2016 Dr. Carsten Seeliger Thomas Kloss Zukunftsbezogene Aussagen Dieser Lagebericht enthält Aussagen und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der TCV beziehen. Diese Prognosen stellen Einschätzungen dar, die auf Basis aller zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die den Prognosen zu Grunde liegenden Annahmen nicht eintreffen oder Risiken - wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt we rden - eintreten, so können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss der Thomas Cook Vertriebs GmbH (TCV) für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis 30. September 2015 wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches in der aktuellen Fassung erstellt. Alleinige Gesellschafterin ist die Thomas Cook Touristik GmbH, Oberursel, (TCT) mit der die TCV einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen hat. Im abgelaufenen Geschäftsjahr war unverändert zum Vorjahr ein großer Teil der von der TCV eingesetzten Mitarbeiter bei der Thomas Cook AG, Oberursel (Taunus), (TC AG) angestellt. Der Ausweis der von der TC AG in Rechnung gestellten Kosten erfolgte bei der TCV unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Ein großer Teil der TCV-Mitarbeiter wird für den Betrieb des Reisebürogeschäfts der Tochtergesellschaft NeckermannUrlaubswelt GmbH (NUW) eingesetzt. Der Ausweis der von der TCV an die NUW weiterbelasteten Kosten erfolgt bei der TCV unter den sonstigen betrieblichen Erträgen. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden grundsätzlich unverändert angewandt. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenImmaterielle Vermögensgegenstände Unter den immateriellen Vermögensgegenständen werden die erworbenen Kundenstämme von zwei Reisebüros und entgeltlich erworbene Software und Lizenzen ausgewiesen. Die Software und Lizenzen werden über drei Jahre linear abgeschrieben. Die lineare Abschreibung der Kundenstämme erfolgt über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von fünf Jahren. Sachanlagen Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen. Die planmäßigen linearen Abschreibungen erfolgen über drei bis fünfzehn Jahren. Geringwertige Anlagegüter mit einem Wert zwischen 150 EUR und 1.000 EUR werden gemäß § 6 Abs. 2a EStG in einem Pool erfasst und über fünf Jahre linear abgeschrieben. Finanzanlagen Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und die flüssigen Mittel werden grundsätzlich zu Nennwerten (Anschaffungskosten) bilanziert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind erkennbare Risiken durch angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt (niedrigere beizulegende Werte). Rechnungsabgrenzungsposten Auszahlungen für Aufwendungen, die erst das folgende Geschäftsjahr betreffen, werden unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten zeitanteilig abgegrenzt. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird in Höhe des eingetragenen Stammkapitals ausgewiesen. Rückstellungen für Pensionen Die Rückstellungen für Pensionen werden nach der Projekt Unit Credit - Methode (PUC-Methode) unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze unter Zugrundelegung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Pensionsrückstellungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen pauschalen durchschnittlichen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB). Es wird ein Zinsfuß von 4,05 Prozent p.a. (Vorjahr 4,73 Prozent p.a.) verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen werden in Höhe von 2,5 Prozent p.a. (Vorjahr 2,5 Prozent p.a.) berücksichtigt. Es wird eine Fluktuationsrate von 5 Prozent p.a. (Vorjahr 5 Prozent p.a.) angenommen. Die berücksichtigte Rentendynamik beträgt 1,75 Prozent p.a. (Vorjahr 2 Prozent p.a.). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Steuern Grundsätzlich sind latente Steuern für zeitliche Unterschiede zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen sowie auf steuerliche Verlustvorträge zu ermitteln. Aufgrund der mit der TC AG bestehenden Organschaft werden die sich ergebenden Steuern beim Organträger erfasst. III. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und VerlustrechnungAnlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel zu ersehen. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Zwischen der TCV und dem Tochterunternehmen NUW besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres nach dem Bilanzstichtag fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 1.315 TEUR (Vorjahr 1.198 TEUR) ergeben sich aus der Gewinnabführung der NUW in Höhe von 1.045 TEUR (Vorjahr 632 TEUR) und im Übrigen aus saldierten Forderungen und Verbindlichkeiten aus dem laufenden Lieferungs- und Leistungsverkehr. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird zu 100 Prozent von der TCT gehalten. Der Jahresüberschuss von 183 TEUR (im Vorjahr ein Fehlbetrag von 545 TEUR) wird aufgrund des mit der TCT bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an diese abgeführt. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten:
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit 897 TEUR (Vorjahr 1.739 TEUR) den laufenden Lieferungs- und Leistungsverkehr. Im Ausweisbetrag sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin von 1.881 TEUR (Vorjahr 866 TEUR) enthalten. Davon entfallen 1.176 TEUR (Vorjahr 753 TEUR) auf Cash Pool Verbindlichkeiten und 183 TEUR (im Vorjahr eine Verlustübernahme von 545 TEUR) auf Verbindlichkeiten aus der Gewinnabführung. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden ausschließlich im Inland erzielt und teilen sich wie nachfolgend aufgeführt auf:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit insgesamt 6.851 TEUR (Vorjahr 6.568 TEUR) weiterbelastete Personalkosten an die NUW und mit 444 TEUR (Vorjahr 596 TEUR) periodenfremde Erträge, die hauptsächlich aus der Auflösung von Rückstellungen (330 TEUR) und der Ausbuchung von verjährten Gutscheinen (72 TEUR) resultieren. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten mit 3.433 TEUR (Vorjahr 3.422 TEUR) weiterbelastete Personalkosten und mit insgesamt 210 TEUR (Vorjahr 108 TEUR) periodenfremde Aufwendungen. Die periodenfremden Aufwendungen des Geschäftsjahres entfallen hauptsächlich auf Kosten des Vorjahres für von der TCT abgestelltes Personal. Zinsergebnis Im Zinsergebnis ist der Aufwand aus der Aufzinsung von Pensions- und Altersteilzeitrückstellungen in Höhe von 33 TEUR (Vorjahr 37 TEUR) enthalten. Erträge aus Gewinnabführungsvertrag Die Gewinnabführung der NUW beträgt 1.045 TEUR (Vorjahr 632 TEUR). Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften und sonstige finanziellen Verpflichtungen Aus mittel- bis langfristigen Dienstleistungs- und Mietverträgen bestanden am Bilanzstichtag die nachfolgend aufgeführten sonstigen finanziellen Verpflichtungen:
Die Vereinbarungen wurden mit dem Zweck geschlossen, eine langfristige Kapitalbindung zu vermeiden. IV. Ergänzende AngabenBeschäftigte Im Jahresdurchschnitt wurden von der Gesellschaft 382 (Vorjahr 377) Angestellte direkt beschäftigt. Ein Teil der von der Gesellschaft eingesetzten Mitarbeiter ist bei der TC AG angestellt. Geschäftsführung
Die Geschäftsführer sind bei der TC AG angestellt. Managementleistungen werden durch die TC AG in Form einer Pauschale in Rechnung gestellt und unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Somit entfallen die Angaben nach § 285 Nr. 9 HGB. Konzernverbund Die TCV ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der TCT. Die TCV wird in den Konzernabschluss der Thomas Cook Group plc, London (Großbritannien), zum 30. September 2015 einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen entsprechend den Vorschriften der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufstellt. Gemäß § 293 HGB wurde kein Teilkonzernabschluss aufgestellt. Der Konzernabschluss der Thomas Cook Group plc wird beim Companies House in Großbritannien (www.companieshouse.gov.uk) eingereicht werden und auch dort erhältlich sein. Die deutsche Übersetzung dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt werden.
Oberursel (Taunus), den 11. Januar 2016 Dr. Carsten Seeliger Thomas Kloss Entwicklung des Anlagevermögens
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Thomas Cook Vertriebs GmbH, Oberursel (Taunus), für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis 30. September 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, den 11. Januar 2016 PricewaterhouseCoopers
Brigitte Dreßel, Wirtschaftsprüfer ppa. Hans-Jörg Müller, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 30. September 2015 wurde am 15. März 2016 festgestellt. |
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