Vielharmonie GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Anstrichmitteln
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martin Frevert seit 17.5.2019 | Geschäftsführer |
Kurt Ludwig Nübling seit 17.5.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Katja Zink | 44.00% |
| 29.40% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Primavera Life GmbHOy-MittelbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2018 bis zum 30.06.2019Lagebericht zum Geschäftsjahr 2018/2019UNTERNEHMEN Seit der Gründung im Jahre 1986 setzt PRIMAVERA Zeichen und ist seiner Philosophie seither treu geblieben: Respektvoller Umgang mit Mensch und Natur sowie ethisches und verantwortungsvolles Handeln als Grundsteine des Unternehmens. Damit gehört PRIMAVERA zu den Pionieren der Biobranche. "Als Gründer von PRIMAVERA haben wir es uns zur Lebensaufgabe gemacht Naturprodukte erlesener Qualität in verantwortungsvollem Umgang mit der Natur zu entwickeln und ökologisch nachhaltig herzustellen. Hinter all unseren Entscheidungen steht der Gedanke, dass pure und unverfälschte Natur perfekte Balance und Ausgewogenheit schenkt. PRIMAVERA geht daher schonend und respektvoll mit den Ressourcen unserer Erde um." (Ute Leube und Kurt Nübling - Gründer PRIMAVERA) PRIMAVERA setzt sich mit seinem Fokus auf ökologische Produkte und ressourcenschonende Wirtschaftsweise für den Erhalt der Natur ein und stellt höchste Ansprüche an die Qualität und Reinheit aller verwendeten Inhaltsstoffe, an die hohe Natürlichkeit des Anbaus und an eine produktschonende Weiterverarbeitung, die durch umfangreiche eigene Qualitätsrpüfungen sichergestellt werden. Markt und Umfeld Im Kalenderjahr 2018 wuchs die deutsche Wirtschaft um 1,5%1. Besonderen Anteil daran hatte der Anstieg des privaten Konsums, der preisbereinigt um 1,0% anstieg. Auch die Märkte für Aromatherapie- und Naturkosmetikprodukte wachsen stetig weiter, wobei die Märkte eine individuelle Dynamik haben: In dem insgesamt weitgehend gesättigten Markt der Kosmetik zeigt die Natur- und Biokosmetik die stärkste Dynamik mit einem Wachstum von 5,9% im Kalenderjahr 20182. Im ersten Halbjahr 2019 betrug das Wachstum sogar mit knapp 8%3 Für den für PRIMAVERA deutlich wichtigeren Markt der Aromatherapie liegen weniger detaillierte Marktdaten vor. Immerhin verdeutlicht die zunehmende Verfügbarkeit von internationalen Marktstudien die wachsende Bedeutung dieses Markts. So wird für den europäischen Markt ein jährliches Wachstum von 9,5% bis 2024 vorhergesagt, wobei das Wachstum in Deutschland 7,8% betragen soll4. Für das für PRIMAVERA relevante Marktsegment der ätherischen Öle in Bio-Qualität liegen jedoch keine Einzeldaten vor. Bei den Handelspartnern kommt es zu deutlichen Strukturverlagerungen; Handelswege bzw. -partner professionalisieren und konsolidieren sich, wobei auch etablierte Händler durch verändertes Konsumentenverhalten unter Druck geraten. Die Digitalisierung im Handel, sowohl im direkten Kontakt mit dem Kunden, als auch in den dahinter liegenden Prozessen, führt zu großen Veränderungen. PRIMAVERA begegnet diesen sich ändernden und neuen Herausforderungen durch strukturelle Anpassungen im Hinblick auf Kundenorientierung, Marktbearbeitung und Produktneuheiten erfolgreich - ohne Bewährtes zu vernachlässigen. Eine im vergangenen Jahr durchgeführte Zufriedenheitsbefragung unter Handelspartnern hat PRIMAVERA in diesem Zusammenhang wertvolle Erkenntnisse ermöglicht. Sie hat gezeigt, dass PRIMAVERA in zahlreichen Aspekten bereits die Erwartungen der Handelspartner erfüllt, in anderen jedoch noch Verbesserungspotenzial besteht. Diese Punkte hat PRIMAVERA aufgegriffen, um sukzessive die Zufriedenheit unserer Partner weiter zu erhöhen. Zunehmende regulatorische Vorschriften in Deutschland und Europa erhöhen den bürokratischen Aufwand und erschweren die Geschäftsentwicklung im Heimatmarkt. In der Folge richtet sich die Aufmerksamkeit von PRIMAVERA zunehmend auf weitere Märkte außerhalb Europas, wo noch erhebliche Wachstumspotenziale zu erwarten sind. In diesem dynamischen Marktumfeld positioniert sich PRIMAVERA als Qualitätsführer im Bereich ätherischer und pflegender Öle mit deren Anwendung in Aromatherapie und Naturkosmetik. Der Erfolg spiegelt sich in der Stärke der Marke "PRIMAVERA", mehrfach ausgezeichnet als Marke des Jahrhunderts, als eine Marke also, die beispielhaft für eine gesamte Produktkategorie steht. Nachhaltigkeit Nachhaltigkeit ist einer der Gründungsgedanken von PRIMAVERA. Dass PRIMAVERA als produzierendes mittelständisches Unternehmen Maßstäbe zu setzen vermag, zeigt sich nicht zuletzt in der nunmehr bereits dritten Auszeichnung "GREEN BRAND", die alle zwei Jahre verliehen wird. Nachhaltigkeit ist tief verankert in unserem Handeln und unserer Unternehmenskultur. Dementsprechend konzentrieren sich unsere Aktivitäten nicht auf einzelne Bereiche wie z.B. den Anteil an Recycling Material in der Verpackung von einigen wenigen Produkten. Hohe sogenannte Rezyklat-Anteile in Produktverpackungen sind für uns seit Jahrzehnten selbstverständlich, wobei wir auf Umkartons sowieso weitestgehend verzichten. Konsequent auf Nachhaltigkeit setzen wir auch an unserem Firmenstandort in Oy-Mittelberg. Dort arbeiten wir klimafreundlich und ressourcensparend, z.B. durch den Einsatz von gesammelten Regenwasser anstatt wertvollem Trinkwasser. Bereits im Jahr des Baus 2010 wurde uns durch ein Gutachten von Soil & More bestätigt, dass die CO 2-Bindung 500% über dem CO 2-Ausstoß liegt. Durch die kontinuierliche Anpflanzung weiterer Pflanzen und gezielte Maßnahmen für Insekten und Kleintiere steigern wir die Biodiversität von Jahr zu Jahr. Im Geschäftsjahr 2018/ 2019 begannen zudem die Vorbereitungen für ein großes, mehrere Länder umfassendes Entwicklungsprojekt, das ab dem Geschäftsjahr 2019/ 2020 mit Unterstützung der Deutschen Entwicklungsgesellschaft (DEG) durchführen wollen. Dabei stehen biologischer Pflanzenanbau und die Stärkung lokaler Gemeinschaften im Vordergrund. Vertrieb Der vertriebliche Fokus lag im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht allein auf dem deutschen Markt, wo der Umsatz wieder deutlich gesteigert werden konnte, sondern auch auf dem Aufbau von Beziehungen zu strategischen Handelspartnern in ausgewählten Ländern. Sowohl der Shop am Firmensitz in Oy, aber auch der Web-Shop im Internet konnten ihre Umsätze steigern. Der zunehmenden Bedeutung des Online-Handels trug PRIMAVERA im abgelaufenen Jahr u.a. dadurch Rechnung, dass in die Aktualisierung und Modernisierung der Webseite und des eigenen Webshops investiert wurde. Unser Online-Angebot verstehen wir als eine Ergänzung und nicht als Konkurrenz zu unseren Partnern im Fachhandel und bei den Filialisten. Mit dem direkten Zugang zu unseren Kunden steigern wir die Markenbekanntheit und Marktdurchdringung, verbessern unsere Kenntnisse über die Bedürfnisse unserer Kunden und helfen damit auch unseren Handelspartnern. Akademie Die Vermittlung von Grundlagen- und Anwendungswissen im Bereich Aromatherapie und Naturkosmetik war immer schon fester Bestandteil des Unternehmenskonzepts und hat wesentlich zum Erfolg beigetragen. Die PRIMAVERA Akademie hat im letzten Geschäftsjahr über 3.000 Teilnehmer bzw. Teilnehmerinnen geschult. Auch in diesem Jahr konnten wir neuen PRIMAVERA AromaExpertinnen zum Abschluss ihrer Ausbildung gratulieren. Aufgrund des guten Erfolgs hat PRIMAVERA das Angebot, Lerninhalte in Form von Online-Schulungen digital bereitzustellen, ausgeweitet. Forschung und Entwicklung Wie in den vorigen Geschäftsjahren lag der Schwerpunkt der Entwicklungsaktivitäten in der Überarbeitung und Weiterentwicklung bestehender Rezepturen zur Steigerung der Wirksamkeit, zur Anpassung an geänderte gesetzliche Vorgaben und zur Verbesserung der Herstellprozesse. Personal PRIMAVERA beschäftigte zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs 218 (Vorjahr 201) Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Der Personalanstieg ist zu einem großen Teil auf Ferienarbeiter zurückzuführen. PRIMAVERA legt seit Jahren großen Wert auf die Ausbildung junger Menschen und bildet kontinuierlich in mehreren Berufen aus. DARSTELLUNG DER ERTRAGSLAGE Rohergebnis Das Rohergebnis konnte trotz der angespannten Situation auf dem Rohstoffmarkt im Vergleich zum Vorjahr sogar um +10,9% auf 23,7 Mio. EUR gesteigert werden. Die Steigerung ist auf gestiegene Umsätze über viele Kanäle und Produktgruppen hinweg und eine Verbesserung der Rohmarge zurückzuführen. Gesamtkosten Die Gesamtkosten (ohne Materialaufwand, bezogene Leistungen und Zinsaufwendungen) erhöhten sich um +11,9% zum Vorjahr (entsprechend +2,1 Mio. EUR) auf 20,0 Mio. EUR. Wesentliche Kostentreiber waren hier die Personalkosten mit einer Steigerung um +14,7% in Folge des Personalaufwuchses sowie die Übrigen Aufwendungen mit +10,1%. Die Steigerung bei Übrigen Aufwendungen geht u.a. auf zusätzliche Ausgaben im Zusammenhang mit Duftreisen, aufgrund des Umsatzes steigenden Werbekostenzuschüsse und Projektkosten in der Produktentwicklung und -markteinführung zurück. Betriebsergebnis Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte deshalb ein Betriebsergebnis in Höhe von +3,7 Mio. EUR erwirtschaftet werden, welches damit um +0,2 Mio. EUR (entsprechend +5,9%) höher lag, als im Vorjahr. Ergebnis vor Ertragsteuern In Verbindung mit einem verbesserten Finanzergebnis beträgt das Ergebnis vor Ertragsteuern nunmehr 3,5 Mio. EUR. Aufgrund des Gewinnabführungsvertrages mit der Muttergesellschaft Ananda GmbH entfiel auf die PRIMAVERA - wie im Vorjahr - keine Ertragssteuerbelastung. Jahresüberschuss Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung an die Muttergesellschaft beträgt +3,5 Mio. EUR, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr (3,3 Mio. EUR) um +5,5% entspricht. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages wurde der Jahresüberschuss vollständig an die Ananda GmbH abgeführt. DARSTELLUNG DER FINANZLAGE Cash Flow Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit konnte aufgrund des gestiegenen Jahresüberschusses auf 4,05 Mio. EUR (Vorjahr 3,79 Mio. EUR) deutlich verbessert werden. Die Mittelbereitstellung im operativen Bereich sank jedoch auf -0,29 Mio. EUR (Vorjahr +0,26 Mio. EUR). Dies ist insbesondere auf vom Umsatzwachstum verursachte Erhöhung von Vorräten und Kundenverbindlichkeiten zurückzuführen. Die Mittelverwendung im Investitionsbereich verringerte sich auf -0,61 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr (-0,79 Mio. EUR). Die Mittelverwendung im Finanzierungsbereich verringerte sich auf -0,12 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr (-0,15 Mio. EUR). Hauptgrund dafür ist ein zusätzlich aufgenommenes Darlehen. Insgesamt ergab sich eine Abnahme der netto verfügbaren flüssigen Mittel um -1,02 Mio. EUR gegenüber -0,67 Mio. EUR im Vorjahr. Vermögenslage Das bilanzierte Gesamtvermögen von PRIMAVERA erhöhte sich insbesondere durch das um +1,4% gestiegene Umlaufvermögens auf 14,4 Mio. EUR (Vorjahr 14,2 Mio. EUR). Das kurzfristige Fremdkapital erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf +9,22 Mio. EUR (Vorjahr +8,82 Mio. EUR). Das langfristige Fremdkapital verringerte sich auf +1,91 Mio. EUR (Vorjahr +2,13 Mio. EUR). Das Eigenkapital betrug aufgrund des Gewinnabführungsvertrags mit der Ananda GmbH wie im Vorjahr 3,3 Mio. EUR. Das entspricht einer Eigenkapitalquote von 22,7% (Vorjahr 23,0%). CHANCEN UND RISIKEN DER ZUKÜNFTIGEN ENTWICKLUNG Risiko- und Compliancemanagement ist bei PRIMAVERA in allen Geschäftsprozessen integriert. Als Grundlagen der organisatorischen Einbindung des Risikomanagements sind das Qualitätsmanagementsystem inklusive externer Audits, die Einhaltung von "Good Manufacturing Practice (GMP)", die Managementstruktur, das Planungssystem sowie die Berichts- und Informationssysteme anzusehen. Im Rahmen des Risiko- und Chancenmanagements trifft PRIMAVERA Vorkehrungen bei wesentlichen Einzelrisiken:
Einsatz von Finanzinstrumenten PRIMAVERA finanziert sich teilweise durch die Aufnahme von Bankdarlehen. Derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt. Allgemeine Marktrisiken und -chancen Mittels Marktbeobachtungen und Analysen wird das Marktgeschehen im deutschsprachigen Wirtschaftsraum zeitnah erfasst, um frühzeitig auf Marktveränderungen zu reagieren. Dank des Wertewandels in der Gesellschaft hin zu gesünderer Ernährung und natürlicher Pflege des Körpers liegt PRIMAVERA im Trend. Dem zunehmenden Wettbewerb begegnet PRIMAVERA durch konsequente Positionierung als Qualitätsführer und als Referenz im aromatherapeutischen Wissen und der Wissensvermittlung der Aromatherapie. Deutlich wird dies nicht zuletzt durch unsere hohen Aufwände zur Sicherstellung der Produktqualität und das umfangreiche Schulungsprogramm der Akademie. Zusätzliche Kundenpotenziale werden durch Benefitprodukte erschlossen, die ihren Produktnutzen dem Verbraucher einfach und verständlich näher gebracht werden. Beschaffungsrisiken Im Zuge der global gestiegenen Nachfrage nach Bio-Rohstoffen steigt auch für PRIMAVERA das Beschaffungsrisiko wichtiger Rohstoffe. Daher wird die globale Suche nach alternativen Rohstofflieferanten weiter intensiviert. Die aktuellen Bedrohungen des freien Welthandels betrachten wir mit großer Sorge, weil PRIMAVERA für den Bezug vieler Rohstoffe und Materialien auf einen reibungslosen globalen Handel angewiesen ist. In diesem Zusammenhang stellt ein harter Brexit ohne Austrittsabkommen für PRIMAVERA nur ein geringes Risiko dar, da sowohl die Warenbezüge aus Großbritannien, als auch die Absätze nach Großbritannien nur sehr gering sind. Zusammenfassende Beurteilung des aktuellen Gesamtrisikos Die aktuelle Überprüfung der Risikosituation hat ergeben, dass keine für den Fortbestand der Gesellschaft wesentlichen Risiken bestehen und auch aus derzeitiger Sicht für die Zukunft keine grundsätzlichen Risiken zu erkennen sind. PROGNOSEBERICHT FÜR DAS LAUFENDE GESCHÄFTSJAHR 2019/2020 Gemäß der Unternehmensstrategie wird sich PRIMAVERA noch klarer und damit für die Kunden noch besser nachvollziehbar am Markt gegenüber den Wettbewerbern positionieren. Weitere Anwendungen der Aromatherapie werden kontinuierlich entwickelt. Beispiel dafür ist eine Linie von Kinderprodukten, die im Herbst 2019 startete. Zum anderen aber auch durch die konsequente Erschließung weiterer Anwendungsgebiete für die Aromatherapie, im Wesentlichen auf Basis des bereits bestehenden Produktportfolios. Im kommenden Geschäftsjahr erwarten wir erste positive Effekte einiger umfangreicher Initiativen, die im abgelaufenen Geschäftsjahr starteten. Hauptwirkung werden diese jedoch erst in den Folgejahren entfalten. Dies verdeutlicht die langfristige Orientierung des Unternehmens. Durch die steigende Nachfrage am Markt wird die Rohstoffsicherung in PRIMAVERA-Qualität für uns immer wichtiger. Entsprechend unserer Philosophie arbeiten wir an dem Aus- und Aufbau weiterer Anbauprojekte und unterstützen unsere Partner in dem Ausbau Ihrer Flächen und der Modernisierung und Erweiterung z.B. von Destillationsanlagen. Für das kommende Geschäftsjahr erwarten wir ein Umsatzwachstum in der Größenordnung der Vorjahressteigerung. Der Jahresüberschuss (vor Ergebnisabführung) wird deutlich stärker steigen, da zusätzliche Belastungen durch langfristig angelegte Initiativen abnehmen werden.
Oy-Mittelberg, den 12. Februar 2020 Die Geschäftsführung Martin Frevert Kurt Nübling 1 Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 018 vom 15.01.2019 2 Quelle: Naturkosmetik Konzepte Elfriede Dambacher (Hrsg.), Naturkosmetik Jahresreport 2018, Ausgabe für PRIMAVERA LIFE GmbH 3 Quelle: Naturkosmetik Konzepte Elfriede Dambacher (Hrsg.), Naturkosmetik Branchenmonitor 1. HJ 2019, Ausgabe für PRIMAVERA LIFE GmbH 4 Quelle: Data Bridge Market Research, Global Aromatherapy Market - Industry Trends and Forecast to 2024, 2017 BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2018/20191. Allgemeine Angaben Angaben zur Gesellschaft
Angaben zum Jahresabschluss Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018/2019 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Primavera Life GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 HGB in Anspruch. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Die "Davon"-Vermerke zu den Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten werden in Form eines Verbindlichkeitenspiegels dargestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden beibehalten. 2. Bilanzierung und Bewertungsmethoden Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu den aktivierungspflichtigen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Bei beweglichen Anlagegütern wird linear abgeschrieben. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter (GWG) im Wert zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 werden sofort abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 249,99 wurden in analoger Anwendung von § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr sofort als Aufwand erfasst. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2018/2019 waren keine Abschreibungen hierauf vorzunehmen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Wiederbeschaffungskosten. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und einer geminderten Verwertbarkeit ergeben, wird bei der Bewertung grundsätzlich durch entsprechende Abschläge Rechnung getragen. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt nach dem Durchschnittswertverfahren. Unfertige Erzeugnisse und Fertigerzeugnisse wurden mit aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bewertet. Die Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten oder - soweit erforderlich - mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene anteilige Gemeinkosten. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und einer geminderten Verwertbarkeit ergeben, wurde bei der Bewertung durch entsprechende Abschläge Rechnung getragen. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert angesetzt. Im Geschäftsjahr wurden bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Das allgemeine Kreditrisiko sowie zu erwartende Skonti werden durch eine Pauschalwertberichtigung abgedeckt. Liquide Mittel sind zum Nominalwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden vor dem Bilanzstichtag bezahlte Ausgaben ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das gezeichnete Kapital entspricht dem Stammkapital laut Gesellschaftsvertrag sowie dem Handelsregistereintrag und ist in voller Höhe einbezahlt. Die Pensionsrückstellungen wurden unter Berücksichtigung des von der Bundesbank veröffentlichten marktüblichen durchschnittlichen Zinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren von 3,03 % (Vj. 3,57 %) sowie den Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck nach der Projected-Unit-Credit-Methode bewertet. Weitere bewertungsrelevante Faktoren sind übliche Anwartschafts- und Rententrends sowie ein Fluktuationsabschlag. Bei Bemessung der Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verbindlichkeiten angemessen und ausreichend Rechnung getragen. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. 3. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der Anlagepositionen im Geschäftsjahr 2018/2019 ist im folgenden Anlagenspiegel dargestellt. Ausschüttungssperre Es besteht eine Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 S. 2 HGB in Höhe von TEUR 163 (Vj. TEUR 167). Pensionsrückstellungen Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 163 (Vj. TEUR 167). Der aufwandswirksame Unterschiedsbetrag zur Bewertung mit den Heubeck-Richttafeln 2005 G beträgt TEUR 36. Sonstige Rückstellungen Sie werden bzw. wurden im Wesentlichen gebildet für Personalaufwendungen (TEUR 589; Vj. TEUR 533) und Kosten für Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses (TEUR 53; Vj. TEUR 77). Verbindlichkeiten Die Fälligkeiten der Verbindlichkeiten zum Stichtag gliedern sich wie folgt auf:
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 11 durch Sicherungsübereignung gesichert. Darüber hinaus bestehen für die Verbindlichkeiten im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen teilweise die üblichen Eigentumsvorbehalte auf Vorräte und Anlagegegenstände. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen in Höhe von TEUR 6.419 (Vj. TEUR 5.965) auf Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin. Die Fälligkeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich im Vorjahr wie folgt auf:
4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung beinhaltet in folgender Höhe periodenfremde Erfolgsfaktoren:
5. Ergänzende Angaben Art und Zweck der nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte gem. § 285 Nr. 3 HGB Zur Finanzierung von Investitionsvorhaben wurden Leasinggeschäfte (Operating-Leasing), teilweise im Rahmen von so genannten Sale-and-lease-back-Geschäften, getätigt. Die hieraus resultierenden finanziellen Verpflichtungen weisen folgende Fälligkeitsstruktur auf:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB Es bestehen Verpflichtungen aus Miet-, Wartungs- und Erbbauzinsverträgen.
Haftungsverhältnisse Für Verbindlichkeiten der Gesellschafterin bestehen Schuldbeitritte und Garantieverpflichtungen in Höhe von TEUR 9.258 (Vj. TEUR 9.475). Aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage der Gesellschafterin ist diese zur eigenständigen Erfüllung ihrer Verbindlichkeiten in der Lage, sodass mit einer Inanspruchnahme in absehbarer Zeit nicht zu rechnen ist. Geschäftsführung Die Führung der Geschäfte und die Vertretung der Gesellschaft oblag im Geschäftsjahr den Geschäftsführern: Herrn Titus Kaufmann, Mörlenbach, vom 18.06.2015 bis zum 30.04.2019 Herrn Martin Frevert, Bornheim, seit 01.05.2019 Herrn Kurt Ludwig Nübling, Oy-Mittelberg, seit 01.05.2019 Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
In der durchschnittlichen Beschäftigtenzahl sind Teilzeitarbeitskräfte entsprechend ihrer Anzahl enthalten. Bei stundenäquivalenter Berücksichtigung der Teilzeitarbeitskräfte bei der Berechnung der durchschnittlichen Beschäftigtenzahl ergeben sich 194 (Vj. 171) Angestellte. Nachtragsbericht Besondere Vorkommnisse nach Abschluss des Geschäftsjahres, die zu berichten wären, haben sich nicht ergeben.
Oy-Mittelberg, den 12. Februar 2020 Die Geschäftsführer Martin Frevert Kurt Ludwig Nübling Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 31.03.2020 festgestellt. Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gem. §§ 325 ff HGB. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Primavera Life GmbH, Oy-Mittelberg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Primavera Life GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2018 bis zum 30. Juni 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht Primavera Life GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2018 bis zum 30. Juni 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Kempten, den 12. Februar 2020 asr
GmbH
Ernst Schafheitle, Wirtschaftsprüfer Matthew Kiskadden, Wirtschaftsprüfer |
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