Paket- und Expressdienste
DPD Deutschland GmbH
Wailandtstraße 1, 63741 Aschaffenburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marcel Klosta seit 19.3.2026 | Geschäftsführer |
Carina Flitsch seit 31.7.2025 | Prokura |
Klaus Billetter seit 19.12.2024 | Geschäftsführer |
Carolin Melanie Bouwer seit 19.12.2024 | Geschäftsführer |
Karsten Dr. Schwarz seit 12.8.2024 | Geschäftsführer |
Heiko Hogreve seit 6.9.2021 | Prokura |
Sebastian Willibald Schug seit 3.7.2019 | Prokura |
Michael Knaupe seit 5.2.2019 | Prokura |
Hannsjochen Knölker seit 7.3.2017 | Prokura |
Thorsten Mendel seit 24.1.2011 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
GeoPost S.A. (Société Anonyme) | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
Vertriebsgesellschaft DPD GmbHAufgelöst | 100.00% |
DELICom DPD GmbHAufgelöst | 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DPD Deutschland GmbHAschaffenburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Inhaltsverzeichnis A. Angaben zum Jahresabschluss B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze a. Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände b. Finanzanlagen c. Vorräte d. Forderungen und sonstige Aktiva e. Rückstellungen f. Verbindlichkeiten g. Währungsumrechnungen C. Erläuterungen zur Bilanz a. Anlagevermögen b. Anteile an verbundenen Unternehmen c. Vorräte d. Forderungen und sonstige Aktiva e. Eigenkapital f. Rückstellungen g. Verbindlichkeiten D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung a. Umsatzerlöse b. Sonstige betriebliche Erträge c. Personalaufwand d. Abschreibungen e. Sonstige betriebliche Aufwendungen E. Sonstige Angaben a. Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen b. Organe i) Geschäftsführung ii) Aufsichtsrat c. Arbeitnehmer d. Honorar an den Abschlussprüfer e. Konzernverhältnisse f. Angaben zum Mindeststeuergesetz g. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag A. Angaben zum Jahresabschluss Die DPD Deutschland GmbH (im Folgenden auch "DPD Deutschland" oder die "Gesellschaft") mit Sitz in Aschaffenburg ist eingetragen in das Handelsregister des Amtsgerichts Aschaffenburg HRB 8887. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB Abs. 3 HGB. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches insbesondere gemäß der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. a. Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen bzw. bei selbst erstellten Gegenständen zu Herstellungskosten bewertet, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Hierbei wurden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: Die selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände werden über eine Nutzungsdauer von 3 Jahren linear abgeschrieben. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden über eine Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren linear abgeschrieben. Die voraussichtliche Nutzungsdauer der Geschäfts- oder Firmenwerte basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten des Geschäfts- oder Firmenwerts. Im Rahmen der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Anwachsung der DPD Systemlogistik GmbH & Co. KG zum 10. November 2015 und der DPD Zeitfracht GmbH & Co. KG zum 1. Juli 2017 wurden insbesondere Kundenstämme, die Infrastruktur sowie das ́know how ́ (Mitarbeiter, Prozesse) übernommen. Die Ertragspotentiale dieser Komponenten werden voraussichtlich über einen Zeitraum von 10 Jahren ausgeschöpft. Die Nutzungsdauern des Sachanlagevermögens betragen zwischen 2 und 15 Jahren. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt die Bewertung zum niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 3 S. 5 HGB. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von € 250 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe als Aufwand erfasst. Für Gegenstände mit einem Anschaffungswert von mehr als € 250 bis € 1.000 wird ein Sammelposten gebildet, der grundsätzlich über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben wird. Die geleisteten Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und auf Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten sowie die Anlagen im Bau mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert. b. Finanzanlagen Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten abzüglich Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung angesetzt. c. Vorräte Der Bestand an Waren und Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wurde zu Anschaffungskosten bilanziert und nach dem strengen Niederstwertprinzip nach § 253 Abs. 4 HGB mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet. Die geleisteten Anzahlungen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei der Bewertung der unfertigen Leistungen (noch nicht zugestellte Pakete) wird ausgehend vom Absatzpreis unter Abzug einer Marge die retrograde Bewertung gem. § 253 Abs. 4 HGB angewandt. d. Forderungen und sonstige Aktiva Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Risikobehafteten offenen Posten ist durch die Bildung von angemessenen Wertberichtigungen Rechnung getragen. Der Bestand an liquiden Mitteln wird mit Nominalwerten bewertet. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wird nach § 250 HGB ermittelt. Die DPD Deutschland GmbH ist Organgesellschaft i. S. d. § 14 Abs. 1 S. 1 i. V. m. § 17 Abs. 1 S. 1 KStG. Organträgerin ist die GeoPost International Management & Development Holding GmbH. Etwaige latente Steuern auf temporäre Differenzen i. S. d. § 274 HGB sind beim Organträger abgebildet. e. Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grund-sätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Es wird ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre von 1,83 % bei der Bewertung zugrunde gelegt. Der durchschnittliche Zinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre beträgt 1,75 %, somit ergibt sich ein Unterschiedsbetrag von € 94.254,00 (Vj. € 429.147,00) nach § 253 Abs. 6 HGB, der ausschüttungs- aber nicht abführungsgesperrt ist. Künftige Gehaltssteigerungen wurden mit 2,5 % und der künftige Rententrend mit 2,5 % angenommen. Bei den langfristigen Personalrückstellungen wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbare Risiken. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger, kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr abgezinst. f. Verbindlichkeiten Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag. g. Währungsumrechnungen Die Währungsumrechnung erfolgt gemäß § 256 a HGB zum Stichtag mit dem Devisenkassamittelkurs. Bei einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr findet gemäß § 256 a S.2 HGB das Realisationsprinzip keine Anwendung. C. Erläuterungen zur Bilanz a. Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens wird gesondert im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Im Anlagevermögen befinden sich selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände gem. § 248 Abs. 2 HGB in Höhe von 0 T€ (Vj. 964 T€). b. Anteile an verbundenen Unternehmen Die DPD Deutschland ist an den folgenden Gesellschaften unmittelbar oder mittelbar mit 20 % oder mehr i. S. d. § 285 Nr. 11 HGB i. V. m. § 271 Abs. 1 HGB beteiligt.
*) Aufgrund eines
Ergebnisabführungsvertrags
c. Vorräte Bei den unfertigen Leistungen in Höhe von T€ 2.397 (Vj. T€ 1.796) handelt es sich um in Auslieferung befindliche Pakete unter Berücksichtigung der Einkaufspreise nach Abzug einer Marge. Der Bestand an Waren wird in Höhe von T€ 6.904 (Vj. T€ 6.899) ausgewiesen. d. Forderungen und sonstige Aktiva Die ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 22.127 (Vj. T€ 11.439) resultieren im Wesentlichen aus der konzerninternen Cash-Pool Finanzierung in Höhe von T€ 11.658 (Vj. T€ 5.870), dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von T€ 9.475 (Vj. T€ 3.779) und Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von T€ 994 (Vj. T€ 1.811). Bei den Forderungen gegen Gesellschafter von T€ 148.206 (Vj. T€ 97.181) handelt es sich im Wesentlichen um die Verlustübernahme gemäß Ergebnisabführungsvertrag. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen wird das Deckungsvermögen ausgewiesen, das mit dem Erfüllungsbetrag der Zeitwertkonten gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert wird. Das Deckungsvermögen beträgt zum Stichtag T€ 10.267 (Vj. T€ 8.991), welches dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen und im Rahmen eines Kapitalisierungsproduktes verzinslich angelegt wird. Der Erfüllungsbetrag der Zeitwertkonten beläuft sich auf T€ 10.267 (Vj. T€ 8.991). Die Aufwendungen und Erträge aus dem Deckungsvermögen und den Verpflichtungen wurden im Personalaufwand entsprechend verrechnet. e. Eigenkapital Die Gliederung und Entwicklung des Eigenkapitals der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:
Das negative Jahresergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von T€ 140.677 wird aufgrund des am 24. November 2008 geschlossenen und am 3. Juli 2014 geänderten Ergebnisabführungsvertrages i. S. d. § 291 Abs. 1 S. 1 Alt. 2 AktG mit der Organträgerin GeoPost International Management & Development Holding GmbH, Aschaffenburg, zum 31. Dezember 2023 durch diese übernommen. f. Rückstellungen Zum 31. Dezember 2023 sind für Pensionsverpflichtungen T€ 7.383 (Vj. T€ 7.460) zurückgestellt worden. Das Deckungsvermögen, das zur Erfüllung von Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern aus Pensionsverpflichtungen sowie anderen langfristigen Verpflichtungen dient, wird gemäß des Verrechnungsgebotes des § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit den entsprechenden Verpflichtungen verrechnet. Für die Pensionsverpflichtung ergibt sich insoweit ein Erfüllungsbetrag von T€ 7.387 (Vj. T€ 7.464), dem ein Planvermögen mit einem beizulegenden Zeitwert von T€ 4 (Vj. T€ 4) gegenübersteht. Die Pensionsverpflichtungen sind über eine Rückdeckungsversicherung abgesichert. Daraus resultiert ein Erfüllungsbetragsüberhang von T€ 7.383. Die Veränderung im Rahmen der Pensionsverpflichtung beträgt für das Kalenderjahr 2023 T€ -77. Die Aufwendungen und Erträge aus dem Deckungsvermögen und der Zinsanteil aus den Pensionsverpflichtungen und ähnlichen Verpflichtungen wurden ebenfalls entsprechend § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Insgesamt sind T€ 208 (Vj. T€ 478) Ertrag aus der Reduzierung zu Pensionsverpflichtungen und ähnlichen Verpflichtungen im Personalaufwand und Zinsen von T€ 131 (Vj. T€ 125) aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung im Zinsaufwand enthalten. Die sonstigen Rückstellungen sind passiviert mit T€ 26.850 (Vj. T€ 27.468) für Personalaufwendungen, mit T€ 20.172 (Vj. T€ 15.642) für ausstehende Rechnungen, mit T€ 33.235 (Vj. T€ 4.792) für Restrukturierungsaufwendungen, mit T€ 3.296 (Vj. T€ 3.266) für Objektrisiken und mit T€ 18.042 (Vj. T€ 15.186) für übrige Sachverhalte. g. Verbindlichkeiten
Pfandrechte und ähnliche Rechte sind nicht als Sicherheit gegeben. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung a. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Geographische Aufteilung Umsatzerlöse
Die Darstellung der Aufteilung der Umsatzerlöse nach geographischen Märkten erfolgt nach dem Bestimmungsort des Paketes bzw. bei Paketen aus dem Ausland nach dem Herkunftsland. b. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von insgesamt T€ 43.202 (Vj. T€ 23.803) beinhalten mit T€ 24.669 (Vj. T€ 6.906) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und weitere periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 724 (Vj T€ 505). c. Personalaufwand In dem Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 828 (Vj. T€ 1.196) enthalten. d. Abschreibungen Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen betreffen planmäßige Abschreibungen in Höhe von insgesamt T€ 45.155 (Vj. T€ 42.050). e. Sonstige betriebliche Aufwendungen Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen handelt es sich überwiegend um Gebäudekosten, Verwaltungs- und Betriebskosten, Aufwand aus Leasing, Aufwendungen für Güterschäden, EDV-Kosten sowie um Konzernumlagen. Die periodenfremden sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen T€ 159 (Vorjahr T€ 298). Die Haftungsverhältnisse resultieren im Wesentlichen aus Zoll- und Mietbürgschaften. Die Bürgschaften belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf insgesamt T€ 3.619 (Vj. T€ 3.361). Darüber hinaus besteht eine gesamtschuldnerische Mithaftung gegenüber Kreditinstituten für Verbindlichkeiten der Konzernunternehmen, beschränkt auf das nicht zur Erhaltung des Stammkapitals erforderliche Vermögen. Zugunsten der iloxx GmbH wurde eine betragsmäßig auf T€ 1.040 begrenzte und aufschiebend bedingte Freistellungserklärung für bestimmte Risiken erteilt. Das Risiko einer Inanspruchnahme ist aus den oben genannten Haftungsverhältnissen aufgrund der Möglichkeiten der Finanzierung der verbundenen Unternehmen aus dem Cash-Pool und der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dieser Unternehmen als sehr gering zu bewerten. E. Sonstige Angaben a. Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen Zum 31.12.2023 betreffen die in der Bilanz nicht enthaltenden wesentlichen Geschäfte gemäß § 285 Nr.3 HGB Verpflichtungen aus Leasingverträgen. Die Gegenstände wurden aufgrund von vorteilhafteren Finanzierungsmöglichkeiten nicht angeschafft, sondern geleast. Die Risiken betreffen den tatsächlichen Abfluss liquider Mittel. Die Vorteile sind die Nutzung des Vertragsgegenstandes. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB beinhalten regelmäßige Zahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen. Die Miet- und Leasingverpflichtungen betragen am 31. Dezember 2023 T€ 370.668 und haben Restlaufzeiten, die sich wie folgt darstellen:
Die Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber der DPD Immobilien GmbH & Co. KG aufgrund von langfristigen Mietverträgen. b. Organe i) Geschäftsführung Die Geschäftsführung wurde im Berichtsjahr von folgenden Personen wahrgenommen:
Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2023 haben T€ 1.387 betragen. ii) Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat hat am 13. Juni 2023 sowie am 09. November 2023 eine ordentliche Sitzung abgehalten. Am 12. Mai 2023, 27. Juli 2023 und 26.02.2024 fanden drei außerordentliche Sitzungen statt. Im Geschäftsjahr 2023 gehörten folgende Personen dem Aufsichtsrat an: Anteilseignervertreter:
Arbeitnehmervertreter:
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2023 haben T€ 61 betragen. c. Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte während des Geschäftsjahres 2023 insgesamt durchschnittlich 9.007 Mitarbeiter. Des Weiteren beschäftigt die Gesellschaft durchschnittlich 196 Auszubildende.
d. Honorar an den Abschlussprüfer Gemäß § 285 Nr.17 HGB beträgt das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 T€ 180 für die Abschlussprüfungsleistungen. e. Konzernverhältnisse Alleingesellschafterin ist die GeoPost International Management & Development Holding GmbH, Aschaffenburg; Konzernmutter ist die La Poste S.A., Paris/Frankreich. Einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen erstellt nur die La Poste S.A., Paris/Frankreich, als oberstes Mutterunternehmen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss des französischen Konzerns La Poste S.A., Paris/Frankreich, einbezogen, welcher unter www.infogreffe.fr (L'Information Légale Sur Les Entreprises) bekannt gemacht wird. Da der Abschluss der La Poste S.A., Paris/Frankreich, in englischer Sprache offengelegt wird, ist die DPD Deutschland GmbH zur Erstellung eines eigenen Teilkonzernabschlusses zum 31. Dezember 2023 nicht verpflichtet. Der Konzernabschluss wird gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie in der EU anzuwenden sind. f. Angaben zum Mindeststeuergesetz Zum Bilanzstichtag wurden die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung ("Pillar 2"; Richtlinie (EU) 2022/2523 des Rates zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung und weiterer Begleitmaßnahmen) mit dem Mindeststeuergesetz in deutsches Recht überführt und sind ab dem 1. Januar 2024 anwendbar. Als Bestandteil des französischen Konzerns La Poste S.A., Paris / Frankreich, fällt die DPD Deutschland GmbH über ihre Organträgerin GeoPost International Management & Development Holding GmbH ab dem 1. Januar 2024 in den Anwendungsbereich des deutschen Mindeststeuergesetzes, weshalb sich zum Berichtsstichtag 31. Dezember 2023 kein tatsächlicher Steueraufwand nach diesem Gesetz ergab. Auf Grund der gegenwärtigen Ergebnissituation in Deutschland sind kurzfristig keine Auswirkungen zu erwarten, jedoch ist bedingt durch die Komplexität der Regelungen sowie der in vielen Ländern noch nicht endgültig abgeschlossenen Gesetzgebungsverfahren, eine abschließende Würdigung zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht möglich. g. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind im Übrigen keine Vorgänge eingetreten, die für die Gesellschaft von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen könnten.
Aschaffenburg, den 29.03.2024 DPD Deutschland GmbH gez. Björn Scheel gez. Dirk Müller gez. Anke Förster gez. Prof. Dr. Andreas Thams gez. Günter Pfaff Entwicklung des Anlagevermögens
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Inhaltsverzeichnis 1 EINFÜHRENDE ANGABEN 2 GESCHÄFTS- UND RAHMENBEDINGUNGEN 2.1 GESELLSCHAFTSRECHTLICHE VERHÄLTNISSE 2.2 PRODUKTE 2.3 ENTWICKLUNG VON BRANCHE UND GESAMTWIRTSCHAFT 2.4 INVESTITIONEN 2.5 BESCHAFFUNG 2.6 FINANZIERUNG 2.7 PERSONAL 2.8 ZWEIGNIEDERLASSUNGEN 2.9 (NICHT-)FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN 3 WIRTSCHAFTSBERICHT DER GESELLSCHAFT 3.1 WIRTSCHAFTLICHE LAGE DER GESELLSCHAFT 3.2 VERMÖGENSLAGE 3.3 FINANZLAGE 3.4 ERTRAGSLAGE 4 CHANCEN- UND RISIKOBERICHT 4.1 DARSTELLUNG DES RISIKOMANAGEMENTS 4.2 RISIKEN MIT BESONDEREM EINFLUSS AUF DIE UNTERNEHMENSLAGE 4.3 CHANCEN DER ZUKÜNFTIGEN ENTWICKLUNG 5 PROGNOSEBERICHT 6 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG 1 Einführende Angaben Der nachfolgende Lagebericht für die DPD Deutschland GmbH (im Folgenden auch "DPD Deutschland", "DPD" oder "die Gesellschaft") für das Geschäftsjahr 2023 wurde gemäß den gesetzlichen Vorschriften der §§ 289, 289f HGB erstellt. 2 Geschäfts- und Rahmenbedingungen 2.1 Gesellschaftsrechtliche Verhältnisse Die Gesellschaft wird unter der Nummer HRB 8887 im Handelsregister des Amtsgerichts Aschaffenburg geführt. Die DPD Deutschland ist über die GeoPost S.A., Paris in den Konzernverbund der LaPoste, Paris eingebunden. Am 31. Dezember 2023 waren Geschäftsführer der Gesellschaft Herr Björn Scheel (CEO), Herr Dirk Müller, Herr Prof. Dr. Andreas Thams, Frau Anke Förster und Herr Günter Pfaff. 2.2 Produkte Gegenstand und Zweck der Gesellschaft ist der Betrieb eines Paketdienstes sowie die Erbringung aller damit in Zusammenhang stehenden Transportlogistik- und Distributionsgeschäfte und Dienstleistungen. Die DPD Deutschland GmbH hält Anteile an diversen Gesellschaften (u. a. DPD Service GmbH mit Sitz in Aschaffenburg, iloxx GmbH mit Sitz in Nürnberg; ParcelLock GmbH mit Sitz in Hamburg). Zum 21. April 2023 wurde die Gesellschaft ParcelLock GmbH, gemäß Beschluss vom 28. Januar 2022, im Handelsregister gelöscht. Der operative Geschäftsbetrieb der DPD Service GmbH wurde zum 31.12.2023 eingestellt. Sie bleibt als Tochtergesellschaft der DPD Deutschland GmbH weiterhin bestehen und wird Fahrzeugüberlassungen übernehmen und als Auffanggesellschaft für Fahrer insolventer Systempartner fungieren. 2.3 Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Gesamtwirtschaftliche Lage 2023 in Deutschland Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um -0,3% niedriger als im Vorjahr. 1 Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023, wie schon im Vorjahr, geprägt von Krisen, wie dem Krieg in der Ukraine und zuletzt dem Nahost-Konflikt mit den Folgen hoher Energiepreise, verschärften Material- und Lieferengpässen (Störung funktionierender Lieferketten) sowie einer stark gestiegenen Inflationsrate, einem niedrigen Konsumklimaindex 2 und einem hohen Fachkräftemangel. Die hohe Inflationsrate war wie schon im Vorjahr maßgeblich verantwortlich für die o. g. Energiepreisentwicklung, sowie die hohen Nahrungsmittelpreise. Nachdem bereits im Jahr 2022 die Inflationsrate in Deutschland auf ungewöhnlich hohe 6,9% 3 anstieg, verbesserte sich die Inflationsrate im Jahr 2023 auf 5,9%. Die Erzeugerpreise sind im Dezember 2023 um 8,6 % im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken. 4 Die Kurier-, Express- und Paketdienste leiden immer noch unter dieser Entwicklung, weil die Einkaufspreise in dem besonders wettbewerbsintensiven Umfeld der KEP-Branche nur schwerlich an die Kunden weitergegeben werden können und die KEP-Branche als energieintensive Branche besonders von Strom-, Gas- und Dieselpreisen abhängig ist. Generell kann die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Verlauf des Jahres 2023 nicht als positiv bezeichnet werden. Im Jahr 2023 betrug die Arbeitslosenquote durchschnittlich rund 5,7 %, im Vorjahr lag sie noch bei 5,3% 5. Entwicklung der Branche Der Markt für die KEP in Deutschland ist kein funktionierender Wettbewerbsmarkt. Der frühere Monopolist, die Deutsche Post AG/DHL (DP AG), kann auf diesem mit Marktanteilen von deutlich über 40 Prozent unabhängig von ihren Wettbewerbern agieren. Eine wirksame Verhaltenskontrolle durch den Wettbewerb ist nicht möglich. Privilegien allein zugunsten der DP AG, wie die Mehrwertsteuerbefreiung für Postdienstleistungen der DHL im Rahmen des Universaldienstes, haben aus unserer Sicht ihre Existenzberechtigung im KEP-Markt verloren, da alle Dienstleister zusammen die postalische Grundversorgung gewährleisten. Zudem wird das Unternehmen durch den Bundesanteil von 16,5% der Aktien (gehalten über die KfW Bankengruppe) und durch kontraproduktive Privilegien des Postrechts geschützt. 6 Der Konsumklimaindex hat nach dem Beginn des Ukraine-Krieges in Kombination mit den stark steigenden Lebenshaltungskosten, insbesondere für Energie, signifikant abgenommen. Diese Entwicklung hat sich im Jahr 2023 deutlich verbessert. Der Konsumklimaindex lag im Dezember bei -27,6 wohingegen er im Vorjahresmonat bei -40,1 lag. Dennoch blieb das für die Branche wichtige Weihnachtsgeschäft hinter den Erwartungen zurück. Grund hierfür waren vor allen Dingen Bestandskunden, die aufgrund der negativen wirtschaftlichen Lage weniger Versandvolumen aufwiesen als üblich. Als zusätzlichen Grund für fehlende Paketmengen im DPD-System lässt sich der steigende Wettbewerbsdruck anführen, der aus geringeren Paketvolumen resultierte, die auf dem Gesamtmarkt auch für unsere Wettbewerber verfügbar waren. Trotz alldem haben die aktuellen Krisen und die Lieferkettenproblematik mit all ihren Begleiterscheinungen gezeigt, wie notwendig die KEP Dienstleistungen für die gesamtwirtschaftlichen Lieferketten sind. Die KEP-Branche ist unerlässlich, wenn es um die sichere Versorgung geht. Das gilt für Krankenhäuser, produzierende Unternehmen aber auch für Endverbraucher und die Wirtschaft insgesamt. Alles in allem hat die gesamte Branche insbesondere im Jahr 2023 unter zurückgehenden Paketvolumina und hohem Konkurrenzdruck gelitten. Neben diesem negativen Effekt hatte die Branche aber auch mit erheblichen Mehrbelastungen finanzieller und organisatorischer Art zu kämpfen. Erhöhte Kosten aufgrund der gestiegenen Energiepreise, Mindestlohnanhebungen und nicht ausgelastete Kapazitäten durch gesunkene Paketvolumina und dadurch bedingte operativ notwendige Anpassungen führten zu nennenswerten Mehrkosten. Gleichwohl mussten die Leistungsfähigkeit, die Qualität und Paketlaufzeiten des DPD-Systems auf dem für die Kunden gewohnten Niveau gehalten werden und die Servicequalität musste ebenfalls erhalten bzw. sogar gesteigert werden. Forschung und Entwicklung Die Produkte, Prozesse und Systeme werden stetig mit internen Ressourcen weiterentwickelt und optimiert, jedoch werden keine internen Entwicklungskosten aktiviert. 2.4 Investitionen Im Jahr 2023 investierte DPD wiederum in sein Netzwerk und in die Modernisierung der Paketdepots sowie in den Aufbau eines eigenen Wechselbrückenpools. Das gesamte Investitionsvolumen belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf 68,2 Mio. Euro (im Vorjahr 51,2 Mio. Euro), das in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände investiert wurde. Zusätzlich wurden Vermögensgegenstände in Höhe von 13,4 Mio. Euro (im Vorjahr 12,4 Mio. Euro) durch Miet- und Leasingverträge finanziert. Am Abschlussstichtag bestanden Verpflichtungen für ausstehende Investitionen von 9,7 Mio. Euro (VJ 16,6 Mio. Euro). Die Fortführung der strategischen Ausrichtung wurde auch im Jahr 2023 weiter vorangetrieben. In diesem Jahr konzentrierten sich die Investitionen in die Modernisierung und Sicherung der Bestandsanlagen, Aufbau eines eigenen Wechselbrückenpools sowie die Optimierung netzwerkrelevanter Standorte. Außerdem wurde ein Schwerpunkt bei den Investitionen auf den nachhaltigen und klimafreundlichen Geschäftsbetrieb gelegt. 2.5 Beschaffung Die erbrachten Transportleistungen werden überwiegend von externen Systempartnern (selbständigen Nahverkehrspartnern und Spediteuren) abgewickelt. Allerdings ist die Verfügbarkeit von Fahrern für die Systempartner auf dem hart umkämpften Arbeitsmarkt zunehmend schwierig. 2.6 Finanzierung Im Jahr 2023 war die Finanzierung des deutschen Teilkonzerns zu jeder Zeit durch den Cashpool der GeoPost Gruppe gesichert. Gleichzeitig gab es im gesamten Geschäftsjahr keine externen Darlehen. Langfristige Darlehen bestanden ausschließlich innerhalb des Konzerns mit der Konzern-Muttergesellschaft GeoPost S.A., die über eine solide Liquiditätsausstattung verfügt. Im Jahr 2023 wurde planmäßig die Tilgungsrate i.H.v. 25,0 Mio Euro, entsprechend dem Annuitätendarlehen von 2018 zwischen der DPD Deutschland GmbH und der GeoPost S.A., gezahlt. Mit der Vertragsanpassung vom 22.12.2023 wurde die Kündigungsmöglichkeit der Cashpool-Vereinbarung mit der GeoPost S.A. dahingehend angepasst, dass ab dem 01.01.2024 eine Kündigungsfrist von 27 Monaten eingehalten werden muss. Hiermit hat die Konzern-Muttergesellschaft GeoPost S.A die Liquidität und die Finanzierung mittelfristig sichergestellt. 2.7 Personal Die Mitarbeiter werden als das wichtigste Kapital der Gesellschaft gesehen und damit sind diese nach Einschätzung der Unternehmensführung als ein wesentlicher Erfolgsfaktor für das Unternehmen einzustufen. Weiterbildung und langfristige Bindung von Mitarbeitern sind deshalb auch vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung ein Schwerpunkt unserer Personalpolitik. Somit wurden die Mitarbeiterbindungsprogramme (z.B. Company Bike, ITLeasing4me, digitale Bibliothek, Unfallversicherung über dem gesetzlichen Rahmen, Mitarbeiterunterstützungsprogramm, Rahmenverträge) fortgeführt. Weiterhin wurde ein Schwerpunkt auf das Thema Mitarbeitergewinnung gelegt, da ein sinkendes Arbeitskräfteangebot erwartet wird. Hierbei wurde nochmals die Zusammenarbeit mit Indeed und der Bundesagentur für Arbeit gestärkt. Die Personalarbeit im Berichtsjahr war durch die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns sowie den Verhandlungen zum FIT Programm mit der Arbeitnehmervertretung geprägt. 2.8 Zweigniederlassungen Die DPD Deutschland GmbH hat ihre Unternehmenszentrale in Aschaffenburg, zwei weitere Verwaltungsniederlassungen in Koblenz und Hamburg sowie ein Sales Service Center (SSC) in Nürnberg. Des Weiteren gibt es bundesweit zum 31.12.2023 77 Depots, 6 HUBs und rd. 7.850 Pickup Paket-shops. 2.9 (Nicht-)finanzielle Leistungsindikatoren Die DPD Deutschland GmbH wird grundsätzlich anhand der erzielten Umsatzerlöse sowie dem EBIT vor Management Fees (nach IFRS) gesteuert. Darüber hinaus wird die Paketmenge als nichtfinanzieller Leistungsindikator zur Steuerung herangezogen. Hier wird unterschieden nach realisierten Paketmengen gegliedert nach Vertriebskanälen und Produkten. Des Weiteren existieren umfangreiche Datenbanken zur Bewertung der operativen Kosten mit Hilfe standardisierter Kennzahlen (KPI) und zur Beurteilung der Qualität unseres Paketgeschäfts und zusätzlich die Möglichkeit einer kundenindividuellen Bewertung der Kundenrentabilität. 3 Wirtschaftsbericht der Gesellschaft 3.1 Wirtschaftliche Lage der Gesellschaft Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft kann in diesem Geschäftsjahr nicht als zufriedenstellend bezeichnet werden. Die Prognosen aus dem Vorjahr mit einer konstanten Paketmenge sowie einer Steigerung von Umsatzerlösen und EBIT vor Management Fees konnte nicht erreicht werden. Dies ist im Wesentlichen auf einen anhaltenden Mengenrückgang bei der Paketmenge bei gleichzeitig gestiegenen inflationsbedingten Kosten sowie außerordentlichen Restrukturierungsmaßnahmen zurückzuführen. In diesem Jahr wurden erhebliche Mehrbelastungen durch die allgemeine Inflation verzeichnet. Diese Mehrkosten in Kombination mit reduzierten Paketmengen im DPD-System führten im Wesentlichen zu einem Verlust, der trotz ambitionierter Gegenmaßnahmen des Managements nicht aufgefangen werden konnte. Wie oben bereits erwähnt, belastete die weiterhin schrumpfende Paketmenge auch im Jahr 2023 unser Geschäftsergebnis. Aus den unter Gliederungspunkt 2.3 genannten negativen Einflussfaktoren auf unser Geschäft ergibt sich für 2023 eine negative Mengenentwicklung in Höhe von -10,4%. Sowohl die transportierte nationale als auch die internationale Ausgangs-Paketmenge liegt deutlich unter dem Vorjahr 2022, wodurch auch die ambitionierten Budgetziele nicht erreicht werden konnten. Insgesamt betrachtet wurde die Budgetmenge um 11,3% verfehlt. Insgesamt ist die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 unter Bezugnahme auf die gesamtwirtschaftliche Situation und der beschriebenen Geschäftsentwicklung als nicht zufriedenstellend zu bezeichnen. 3.2 Vermögenslage Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 63.952 auf T€ 707.630 gestiegen. Der Anteil des Anlagevermögens an den gesamten Aktiva, hat sich zum Bilanzstichtag auf 46,9 % (Vorjahr 48,2 %) vermindert. Das kurzfristige Vermögen ohne liquide Mittel ist um 12,8 % gestiegen. Die Erhöhung der Bilanzsumme resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Forderungen im Verbundbereich. Den Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von T€ 68.073 stehen Abschreibungen in Höhe von T€ 45.155 und Abgänge zu Nettobuchwerten in Höhe von T€ 1.737 gegenüber. In den Zugängen zum Sachanlagevermögen sind insbesondere Anzahlungen für Technische Anlagen und Maschinen und andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung enthalten. Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen hat sich stichtagsbedingt um T€ 25.425 (12,4%) vermindert. Die Forderungen im Verbundbereich von T€ 170.332 sind gegenüber dem Vorjahr besonders aufgrund erhöhter Forderungen aus der Verlustübernahme gestiegen. Die Verlustübernahme aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages ist mit T€ 140.677 enthalten. Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme von 13,2 % auf 12,0 % nur unwesentlich vermindert. Der Verlust für das Jahr 2023 wurde aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages von der GeoPost International Management & Development Holding GmbH übernommen. Die langfristigen Rückstellungen beinhalten die Rückstellungen für Pensionen und Jubiläen. Die Pensionsrückstellungen sind um T€ 77 auf T€ 7.383 gegenüber dem Vorjahr von T€ 7.460 gesunken. Ursächlich hierfür sind vor allem Zinseffekte aus gestiegenen Marktzinsen. Die kurzfristigen Rückstellungen haben sich um T€ 14.419 gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung von Rückstellungen für Personal um T€ 27.825, hier wurde eine Rückstellung für Restrukturierungsmaßnahmen eingestellt und der Inanspruchnahme von T€ 4.700 und Auflösung von T€ 16.113 der außerplanmäßigen Risikorückstellung für vorzeitige Vertragsauflösung aus dem Vorjahr. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit T€ 90.106 um T€ 12.933 niedriger als im Vorjahr. Die Verbindlichkeiten im Verbundbereich haben sich besonders aufgrund höherer Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling um T€ 61.166 auf T€ 408.738 erhöht. Diese setzen sich im Wesentlichen aus Darlehens- und Cash-Pool-Verbindlichkeiten zusammen. 3.3 Finanzlage Im Geschäftsjahr betrug der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit vor Verlustübernahme T€ -79.315, der sich im Wesentlichen durch das negative Periodenergebnis gegenüber dem Vorjahr um T€ 57.636 verminderte. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug T€ 65.849 und erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr hauptsächlich aufgrund der Investitionen in das Sachanlagevermögen um T€ 16.899. Beim Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit verzeichneten wir einen Mittelzufluss in Höhe von T€ 61.699, der im Wesentlichen aus der Verlustübernahme durch den Gesellschafter in Höhe von T€ 94.471 stammt. Insgesamt führte die Entwicklung der Cashflows zu einer Minderung der Finanzmittel (Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von T€ 143, Cash-Pool-Verbindlichkeiten von T€ 153.791 und jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten von T€ 6) der Gesellschaft um T€ 83.466. Hinsichtlich der Finanzierung verweisen wir auf Abschnitt 2.6. 3.4 Ertragslage Das Jahresergebnis 2023 (vor Verlustübernahme) in Höhe von T€ - 140.677 hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 46.206 verschlechtert. Der Umsatz ist gegenüber dem Vorjahr um T€ 114.909 auf T€ 2.254.131 gesunken. Dabei ist der internationale Anteil von T€ 740.878 im Jahr 2022 auf T€ 749.517 gestiegen. Der Umsatzrückgang beruht auf einer negativen Mengenentwicklung, die in Höhe von 370,7 Mio. gegenüber dem Vorjahr von 412,7 Mio. um 41,9 Mio. Pakete zurückgegangen ist. Der Anteil der internationalen Paketmenge betrug 64,7 Mio. bzw. 17 % an der gesamten Paketmenge. Die externe Paketmenge betrug dabei rund 363,6 Mio. Das Betriebsergebnis, bestehend aus den Umsatzerlösen, der Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen und dem sonstigen betrieblichen Ertrag abzüglich der Abschreibung, dem Material-, Personal- und dem sonstigen betrieblichen Aufwand hat sich um T€ 44.036 gegenüber dem Vorjahr verschlechtert. Ein Hauptgrund hierfür ist der Rückgang der Paketmenge, der gestiegene Kostendruck für die Transportleistungen und der Sondereffekt aus der Rückstellung für Restrukturierungsmaßnahmen. Der Materialaufwand hat sich um 3,4 % verringert. Die Materialaufwandsquote hat sich um 1,1 Prozentpunkte verschlechtert (Materialaufwandsquote 76,2 %, Vorjahr 75,1 %). Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr absolut um T€ 34.598 (9,1%) gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Bildung einer Rückstellung für Restrukturierungsmaßnahmen. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (umgerechnet auf Vollzeitäquivalent) hat sich von 7.823 im Vorjahr um 481 auf 7.342 im Geschäftsjahr verringert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um T€ 27.376 gesunken, dies resultiert auf die Reduzierung von Sponsoringmaßnahmen. Durch den Ergebnisabführungsvertrag mit der GeoPost International Management & Development Holding GmbH besteht für die DPD Deutschland GmbH als Organgesellschaft eine ertragsteuerliche Organschaft. Die Ertragsbesteuerung für das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 findet somit auf Ebene der Organträgerin, GeoPost International Management & Development Holding GmbH, statt. 4 Chancen- und Risikobericht 4.1 Darstellung des Risikomanagements Das Risikomanagementsystem der deutschen GeoPost Gruppe ist eingegliedert in die Governance und Compliance Strukturen sowie Anti-Fraud Vorgaben des Konzerns der GeoPost S.A. Es besteht aus einer Vielzahl von Bausteinen, die in die gesamte Aufbau- und Ablauforganisation der DPD eingebettet sind. Damit ist das Risikomanagementsystem integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Zu den Bausteinen des Risikomanagementsystems zählen im Wesentlichen konzernweite Richtlinien (Internal Control Handbook, Neukonzeptionierung in 2021 zusammen mit GeoPost S.A., Einsatz ab Mitte 2022), ergänzt durch Arbeitsanweisungen, Engagement Rules und regelmäßige Audits des Mutterkonzernes und Berichtssysteme (z. B. ein jährlicher Risikobericht an die Konzernmutter), der deutschlandweit einheitliche Strategie-, Planungs- und Controllingprozess, die Tätigkeit der internen Revision sowie die gesonderte konzernweite Risikoberichterstattung. Zusätzlich existiert ein "DPD Code of Conduct". Dieses Regelwerk ist unsere verbindliche Grundlage für das tägliche Miteinander im Arbeitsalltag und gibt Antworten auf Fragen zu Themen wie Interessenkonflikte, Zuwendungen, Auftreten in der Öffentlichkeit und Sicherheit oder Antidiskriminierung. Das Konzern-Risikomanagementsystem zielt darauf ab, die Unternehmensleitung in die Lage zu versetzen, frühzeitig Risiken zu erkennen, um rechtzeitig gegensteuern zu können. Die konzernweiten Planungs-, Steuerungs- und Berichtsprozesse werden kontinuierlich auf Effektivität und Effizienz überprüft. Darüber hinaus erfolgt eine regelmäßige Überprüfung der Wirksamkeit des Risikomanagements durch die Revision der Konzernmutter. Im Zuge der geschäftlichen Aktivitäten ist DPD einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Diese Risiken werden unter Berücksichtigung eventueller Gegenmaßnahmen, anhand ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer monetären Auswirkungen auf das EBIT (nach IFRS) in drei verschiedene Kategorien (gering, mittel und hoch) eingeteilt. Die Einstufung der Risiken anhand der Kategorien "gering", "mittel" und "hoch" ergibt sich aus einer Kombination von Eintrittswahrscheinlichkeiten (unwahrscheinlich = < 40 %, möglich = > 40 % bis 60 %, wahrscheinlich = > 60 % bis 100 %) sowie möglichen Auswirkungen auf das EBIT (nach IFRS), wobei für die Schadenshöhen Bandbreiten gelten (gering = unerhebliche negative Auswirkungen, mittel = mäßige negative Auswirkungen, hoch = wesentliche negative Auswirkungen). Dargestellt in einer Matrix ergeben sich neun mögliche Kombinationsmöglichkeiten, aus denen im Ergebnis die Risikoeinschätzung abgeleitet wird, die danach auf "hoch", "mittel", "gering" lautet. 4.2 Risiken mit besonderem Einfluss auf die Unternehmenslage Marktrisiken Die Mengenentwicklung auf dem deutschen KEP-Markt ist in weiten Teilen sehr abhängig vom Internethandel, der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, der wirtschaftlichen Lage unserer Bestandskunden sowie vom Konkurrenzdruck auf dem KEP-Markt (Stichwort: Neukundengewinnung). Unter den Gliederungspunkten 2.3 und 3.1. ist bereits erläutert, warum die Paketmengen im Geschäftsjahr weitaus stärker zurückgegangen sind als es erwartet wurde und wie es auf Grundlage von historischen Erfahrungswerten unter normalen Rahmenbedingungen zu erwarten gewesen wäre. Zusätzlich ist davon auszugehen, dass sich bei gleichbleibenden oder sinkenden Paketmengen auf dem KEP-Markt die Wettbewerbsintensität und der Preisdruck verstärkt und die Fixkostenstrukturen des Systems nicht schnell genug auf die neue Mengensituation angepasst werden können. Auch Amazon ist in diesem Zusammenhang zu nennen. Der Kunde setzt auch in diesem Jahr verstärkt auf seine eigene Zustellinfrastruktur. Diese Mengenabnahme führt schon heute zu einem spürbar verschärften Konkurrenzdruck. Marktrisiken werden derzeit als hoch eingestuft. Risiko behördlicher Auflagen für innerstädtischen Verkehr Der innerstädtische Verkehr in größeren Städten und Ballungsräumen wird weiterhin zunehmend durch behördliche Auflagen und Verbote belegt. Diese verfolgen verschiedene Zielsetzungen, deren Gewichtung gegeneinander von Stadt zu Stadt verschieden sein kann. Dabei bleibt weiterhin das Ziel der Erhöhung der Lebensqualität in diesen städtischen Bereichen, woraus sich verschiedene Handlungsstränge ergeben; beispielsweise Emissionsreduzierung, Lärmreduzierung oder allgemein eine Verkehrsreduzierung bis hin zur Verkehrsberuhigung einzelner Gebiete. Als Hauptverursacher für derlei Emissionen wird allgemein der Straßenverkehr gesehen, weswegen in einzelnen Städten bereits für Straßen abschnittsweise bis hin zu gebietsweisen Fahrverboten für einzelne Antriebsarten und Fahrzeugkategorien mit definierten Emissionsklassen verhängt wurden. Die Bedeutung des innerstädtischen Lieferverkehrs als Teil der städtischen Infrastruktur wird dabei wahrgenommen, weshalb bislang meist Ausnahmen für Lieferverkehre eingeräumt wurden. Dennoch besteht die klare Erwartungshaltung an die KEP-Branche und damit auch an DPD, die Zustellflotte nach und nach auf emissionsfreie und kleinere Lieferfahrzeuge umzustellen, woran zunehmend auch die Einfahrtserlaubnis für regulierte Bereiche geknüpft ist. Elektromobilität, Mikrodepots und Lastenfahrräder sind nachhaltige Konzepte, um dieser neuen Entwicklung zu begegnen. Behördliche Auflagen werden derzeit noch als mittleres Risiko eingestuft. Risiko IT-Sicherheit Auch in Zukunft werden erhöhte Anstrengungen erforderlich sein, einen dauerhaft hohen Grad an IT-Sicherheit zu gewährleisten, um das Risiko von Cyber-Angriffen zu minimieren. Auch in diesem Jahr wurde das Niveau der IT-Sicherheit innerhalb des DPD-Systems weiter erhöht und wird weiterhin mit einer hohen Priorität verfolgt. Cyber-Angriffe stellen nach unserer Einschätzung einen mittleren Risikofaktor für das DPD-System dar. Risiko des Ausfalls von Forderungen im Kundenbereich Durch die komplexen Abhängigkeiten von wirtschaftlichen und rechtlichen Erfordernissen, die von den Kunden in der heutigen Zeit bewältigt werden müssen, besteht weiterhin ein erhöhtes Risiko von Forderungsverlusten. Diesen Herausforderungen nimmt sich die Abteilung Forderungsmanagement durch Weiterentwicklungen von Maßnahmen zur Minimierung des Ausfallrisikos an. Das Forderungsmanagement wurde weitestgehend zentralisiert, was dazu führt, die tendenziell bestehenden Risiken noch besser überwachen zu können und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. In der Vergangenheit konnten bereits messbare Erfolge bei der Reduzierung der Forderungsverluste verzeichnet werden. Der Bewertungsmaßstab von 2,5% im Rahmen einer gesteigerten Risikovorsorge wurde beibehalten. Aufgrund der gegenläufigen Maßnahmen wird das Risiko als mittel eingestuft. Risiken im Bereich der Transportunternehmer Der andauernde Wandel des Marktes hin zu einer B2C-Dominanz führt zu Kostensteigerungen auf Seiten der Systempartner, wenngleich der Anteil an B2C-Paketen im DPD-System im Jahr 2023 weiterhin leicht abnahm. Des Weiteren ist die Verfügbarkeit von Fahrern für die Systempartner auf dem hart umkämpften Arbeitsmarkt als zunehmend schwierig zu bewerten. Mit einem langfristigen Programm für Zusteller und Systempartner will DPD angemessene Arbeits- und Rahmenbedingungen auch in der Zukunft sicherstellen. Das Risiko, nicht im notwendigen Umfang auf Transportunternehmer zurückgreifen und die gesetzten Wachstumsziele erreichen zu können, wird daher als mittel eingestuft. Die angekündigte Novelle des Postgesetzes wird hierzu ein mittleres Risiko darstellen. Die Risiken der Insolvenz von Transportunternehmern und des Preis- und Wettbewerbsdrucks stellen nach unserer Einschätzung ein mittleres Risiko (möglicher Eintritt und mittlere Schadenshöhe) dar. Diesen Risiken wird durch das gute DPD Netz und eine starke Präsenz am Markt begegnet. Zur Reduzierung der Ausfallrisiken durch Transportunternehmer ist ein Bonitätsmonitoring etabliert. Das Ausfallrisiko von Transportunternehmern wird derzeit als mittel eingestuft. Risiko aus der Energie- und Ölpreisentwicklung Im Jahr 2023 zeigte der Ölpreis eine ausgeprägte Volatilität und lag zum Jahresende um 9,5% unter dem Vorjahresniveau. Nach einem Preis von ca. 91 $/Barrel im September 2023 fiel der Ölpreis trotz Energiekrise und Ukraine-Krieg bis auf 71 $/Barrel Anfang Dezember. 7 Es wird davon ausgegangen, dass die Preisentwicklung des Ölpreises auch im Jahr 2024 starken Schwankungen unterliegen wird. Im Hinblick auf die globale Krisenlage, zeigt die aktuelle Situation praktisch eine Nichtprognostizierbarkeit des Ölpreises. Zusätzlich besteht bei unerwarteten Ölpreissteigerungen immer die Möglichkeit, diese Preissteigerungen im Rahmen unseres Energiepreiszuschlages an unsere Kunden weiterzugeben, so dass selbst bei einem steigenden Dieselpreis, das wirtschaftliche Risiko als eher gering einzuschätzen ist, solange der Markt diese Erhöhungen des Energiepreisindex noch akzeptiert. Somit ist nur ein geringes Risiko durch die Rohölpreisabhängigkeit für das Jahr 2024 zu erwarten. Allerdings entstand im Jahr 2023 ein neues großes Risiko durch die anhaltend hohen Strom- und Gaspreise. In Bezug auf die Gaspreise hatte DPD diese vertraglich bis Ende 2022 fixiert, so dass hier im Geschäftsjahr eine knappe Verdoppelung der Kosten zu verzeichnen waren. Beim Strom konnte durch den direkten Einkauf am Leipziger Spotmarkt die erwartete negative Entwicklung vermieden werden. Für das Jahr 2024 rechnen wir mit ähnlichen Stromkosten wie 2023. Die Erwartungen für 2024 sind in der indexbasierten Methode der Berechnung des Energiezuschlags inkludiert. Somit ist aus der Kombination der oben genannten Faktoren ein mittleres Risko anzusetzen, wenn eventuell steigende Energiezuschläge vom Markt akzeptiert werden. Durch hohen Konkurrenzdruck könnte es aber sein, dass sich steigende Energiezuschläge nicht vollumfänglich auf dem Markt durchsetzen lassen. In diesem Falle wäre das Energiekostenrisiko für das Jahr 2024 als mittel einzuschätzen. Risiken aus dem Fachkräftemangel Als eine besondere Stärke kann der enorme KEP-Erfahrungsschatz durch lange Betriebszugehörigkeiten und die hohe Loyalität der Mitarbeiter angesehen werden. Mit Stand Dezember 2023 betrug die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit 10,0 Jahre. Dennoch wird es zunehmend schwieriger, geeignete Fachkräfte bei Bedarf zeitnah und mit der gewünschten Qualifikation zu rekrutieren. Eine niedrige Arbeitslosenquote, der Wechsel zu einem anderen Arbeitnehmermarkt und direkte Konkurrenz der Arbeitgeber untereinander spielen bei diesem Themenkomplex eine zunehmende Rolle, insbesondere im Bereich der Fahrer. Belegt wird dieses Risiko durch die Altersstruktur der Beschäftigten. Mit Stand von Dezember 2023 waren 29,4% aller Beschäftigten älter als 51 Jahre.Dieser Umstand muss daher mittelfristig in der Personalplanung berücksichtigt werden. Zusätzlich bleibt abzuwarten, ob die demographische Entwicklung in Deutschland und der damit verbundene Wegfall von Erwerbspersonen weiteren Wettbewerb im Arbeitsmarkt bringen werden. DPD antwortet auf diese Entwicklung mit dem verstärkten Engagement in der Berufsaus- und Weiterbildung, z. B. mit der unternehmensinternen DPD Akademie für Mitarbeiter. Die Risiken aus dem Fachkräftemangel werden insbesondere in Verbindung mit den eingeleiteten Maßnahmen als mittel eingeschätzt. Umweltrisiken Der CO 2 neutrale Paketversand gehört seit Jahren zu den Standarddienstleitungen - ohne Mehrkosten für die Kunden. Darüber hinaus werden ständig Konzepte zum Umweltschutz weiterentwickelt. Die Gesellschaft zeigt ein klares Engagement und unternimmt Schritte, um Lösungen zu großen Herausforderungen wie beispielsweise dem Klimawandel zu entwickeln. Umweltrisiken bestehen im Rahmen der originären Tätigkeit eines Logistikunternehmens, werden jedoch stetig überwacht und unterliegen strengen regulatorischen Auflagen und Kontrollen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird als eher gering eingeschätzt und damit die Risikoeinstufung insgesamt. Risiken aus Schadensfällen Die aus Haftungs- und Schadensfällen resultierenden möglichen Folgen für DPD wurden durch den Abschluss entsprechender Versicherungsverträge deutlich begrenzt oder zum Teil ganz ausgeschlossen. Der Umfang dieser Versicherungen wird laufend überprüft und gegebenenfalls angepasst. Die Wahrscheinlichkeit, im Rahmen von Haftungs- und Schadensfällen in Anspruch genommen zu werden, ist daher als gering einzuschätzen und damit die Risikoeinstufung insgesamt. Risiken aus langfristigen Mietverträgen Die Gesellschaft übt ihre operative Tätigkeit überwiegend in langfristig gemieteten oder geleasten Standorten aus. Einige Standorte befinden sich im Eigentum der Gesellschaft. Die Langfristigkeit der Mietverträge sichert einerseits die Beständigkeit des flächendeckenden Depotnetzwerkes, andererseits birgt diese eine Minderung an Flexibilität in der Standortverlagerung. Insbesondere bei rückläufigen Paketmengen fehlt hierdurch die Flexibilität für die kurz bzw. mittelfristige Anpassung der Depotkapazitäten an die aktuelle Geschäftslage. Das Risiko, aufgrund der langfristigen Vertragsbindung bei steigenden Paktmengen nicht flexibel genug auf geänderte Rahmenbedingungen reagieren zu können, wird aufgrund der geplanten Neubaumaßnahmen als gering eingeschätzt. Zusätzlich investiert die Gesellschaft in Zukunft verstärkt in Minidepots, die als Zustellbasis für Innenstädte dienen, an denen wenn möglich Lastenräder oder Elektrofahrzeuge zum Einsatz kommen. Diese Minidepots zahlen also auch auf das Thema der Umweltrisiken und auf das Thema Innenstadtverkehr ein. Auslaufende Mietverträge werden derzeit in der Regel dazu genutzt, den alten Standort zu verlassen und neue, moderne und der derzeitigen Technik entsprechende Depots in Betrieb zu nehmen. Risiken aus Mindestlohn, Tariferhöhungen und steigenden Inflationserwartungen Die Risiken aus der bereits bekannten Mindestlohnerhöhung wurden im Budget 2023 für eigenes Personal und Fremdarbeitskräfte bereits berücksichtigt. Ein zusätzliches Risiko stellen die derzeit über den Erwartungen liegenden Tarifabschlüsse der Gewerkschaften aufgrund der höheren Inflationsrate dar. Schwierig einzuschätzen ist derzeit, inwieweit sich ein weiterer Kostendruck durch unsere Systempartner, Spediteure und Fremdarbeitsfirmen ergeben wird. Am Ende wird eine wichtige Fragestellung sein, wie sich die Branche in Hinblick auf Preiserhöhungen verhalten wird und das generell steigende Preisniveau an die Kunden weitergegeben werden kann. Eine abschließende Einschätzung dieses Risikos lässt sich derzeit nicht treffen. Das Risiko wird als gering eingeschätzt. Zusammenfassung der Risikolage Im Rahmen der Bewertung derzeitiger Risikopositionen haben die Risiken im Bereich der Transportunternehmer im Hinblick auf die Eintrittswahrscheinlichkeit und betragsmäßige Höhe weiterhin die größte Bedeutung. Ein weiterer Hauptfaktor bei den Risiken besteht in der zukünftigen Entwicklung des Gesamtmarktes unter den unter Gliederungspunkt 2.3 aufgeführten multiplen Krisen und dem dann wiedereinsetzenden Verteilungskampf nach Marktanteilen aller Wettbewerber in Verbindung mit den Aktivitäten von Amazon im Rahmen seiner eigenen Zustellorganisation. Diese Faktoren sind gegenwärtig nicht verlässlich einschätzbar. 4.3 Chancen der zukünftigen Entwicklung Die aktuelle Strategie fokussiert sich hinsichtlich der zurückgehenden Paketmenge auf die Anpassung der Investitionsplanung und des Netzwerkkonzepts sowie auf die fortlaufende Optimierung der Depotprozesse und der operativen Depottätigkeit durch konsequente Personaleinsatzplanung. Zusätzlich liegt der Schwerpunkt der Strategie auf der Optimierung des Kundenservices und auf der Forcierung der OOH-Strategie (Out of Home). Die Innovationen sollen durch kontinuierliche Verbesserungen des Kundenerlebnisses sowie gezielte Anpassungen des Produktportfolios weiter ausgebaut werden. Hier ist die Etablierung einer grünen Strategie und die Ausweitung des digitalen Marketings als Schlüsselbaustein der zukünftigen Entwicklung unseres Unternehmens zu sehen. Weitere operative Optimierungsmaßnahmen und ständige Kostenoptimierung sind im Hinblick auf die für 2024 erwartete negative Entwicklung der Paketmengen erforderlich. Die Standardisierung der Zahlenbasis und Vereinfachung der Systemlandschaft wird durch Restrukturierungsmaßnahmen die weitergehende Straffung der Prozesse und Verantwortlichkeiten zwischen Zentrale und Depotlandschaft maßgeblich unterstützen. Auch in organisatorischer Hinsicht wird die Gesellschaft sich auf die zukünftigen Herausforderungen einstellen. Mit der Anpassung der Zuordnung verschiedener Fachbereiche und Organisationseinheiten zu den Geschäftsbereichen (CEO, CFO, CSO, COO und CHRLO) geht das Unternehmen den nächsten Schritt der Restrukturierung. Dies umfasst die Zusammenführung von Unternehmensbereichen, die Auflösung von Organisationseinheiten, die Restrukturierung von Fachbereichen und das Thema Personalabbau. Durch die Reorganisation des Managements sollen Kompetenzen weiterentwickelt werden, so dass zukünftig noch schneller und wirksamer auf Veränderungen im Marktumfeld reagiert werden kann. Gleichzeitig wird die neue Struktur eine noch bessere Verzahnung und Harmonisierung zwischen Operativen einerseits und dem Kundenservice andererseits sicherstellen. Im Fokus steht im Folgejahr wieder eine Preiserhöhung zur Kompensation der operativen Mehrkosten sowie eine konsequente Verbesserung der Prozesshygiene. Hier soll eine noch stärkere Fokussierung auf die wesentlichen Kosten- und Qualitätstreiber zur nachhaltigen Stärkung des Kerngeschäftes erreicht werden. Nachdem DPD bereits seit Jahren die klimaneutrale Versendung forciert, soll nun konsequent auch aktiv an Emissionsvermeidung gearbeitet werden. Damit bleibt das Thema Nachhaltigkeit eine stetige Kerninitiative. Konkret zählen neben einem Ausbau der emissionsfreien Citylogistik-Aktivitäten und der zunehmenden Umstellung auf eine E-Flotte auch zahlreiche Aktivitäten auf der Produkt- und Kommunikationsebene. Zusätzlich wurden und werden zahlreiche Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern unserer Standorte montiert. In Summe wollen wir in diesem Bereich die Marktführerschaft übernehmen und die grüne Logistik als wesentlichen Baustein unserer DNA verankern. Insgesamt sind die oben beschriebenen Chancen aus unserer Sicht nach wie vor als positiv zu bewerten. 5 Prognosebericht Das in Gliederungspunkt 2.3 beschriebene anspruchsvolle Marktumfeld wird sich auch im Jahr 2024 kaum bessern. Eine Prognose ist schwierig, es wird davon ausgegangen, dass sich die gesamtwirtschaftliche Situation auf dem Niveau des letzten Jahres stabilisiert. Das Kostenniveau bleibt hoch, auch wenn die Inflationsrate deutlich niedriger sein wird als 2023. Die Entwicklung des Mindestlohns hat einen wesentlichen Einfluss auf die Produktionskosten von DPD. Das bedeutet auch, dass der Konkurrenzdruck in der KEP-Branche hoch bleibt. Daher wird das Unternehmen in den nächsten Jahren ein umfangreiches Transformationsprogramm umsetzen. Dazu gehört die Vereinfachung und Verschlankung der über Jahre gewachsenen Betriebsstrukturen. Fokus wird das Logistik-Netzwerk sein, das Programm umfasst aber alle Bereiche und Ebenen der Organisation. Es werden bis zu 1.400 Stellen betroffen sein. Für diese Maßnahmen wurde im Geschäftsjahr 2023 eine Rückstellung gebildet. Ein Teil der Maßnahmen wird kurzfristig Kosteneinspareffekte erzielen, während der Umbau des Netzwerks mit erheblichen Investitionen verbunden ist, die erst mittelfristig wirksam werden. Das Gesamtvolumen wird leicht unter dem Vorjahresniveau liegen. Die Preiserhöhung wird aufgrund des hochkompetitiven Umfelds moderat ausfallen und gleichen im Wesentlichen die Kostensteigerungen aus. Positive Preiseffekte sollen durch die Fokussierung auf ertragreichere Marktsegmente erzielt werden, insbesondere B2B- und internationales Geschäft sowie Out-of-Home-Lösungen (Paketshops, Packstationen). Spezielle Kostensteigerungseffekte, z. B. die Erhöhung der LKW-Maut im Dezember 2023, werden über Zuschläge an die Kunden weitergegeben. Insgesamt wird der Umsatz gegenüber 2023 leicht ansteigen. Investitionen in verbesserte Kundentools, Customer Service, Qualität und Nachhaltigkeit tragen zu einer Bindung bestehender und Gewinnung von Neukunden bei. Insgesamt rechnen wir mit einer starken Verbesserung des EBIT vor Management Fees (nach IFRS) und des handelsrechtlichen Ergebnisses im Vergleich zu 2023. Die Kosten im Zusammenhang mit den Restrukturierungsmaßnahmen sind durch Rückstellung im GJ 2023 gedeckt und beeinflussen daher die zukünftigen Ergebnisse nicht. Die Entwicklung nach dem Bilanzstichtag bestätigt, dass die ergriffenen Maßnahmen greifen. Positive Effekte ergeben sich auf der Vertriebsseite durch Verlagerung des Geschäfts auf deckungsbeitragsstärkere Kundensegmente. Die Kosten sowohl im operativen Bereich als auch in den indirekten Funktionen sind geringer als geplant. 6 Erklärung zur Unternehmensführung Nach dem "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" (FüPoG I) sowie dem "Gesetz zur Ergänzung und Änderung der Regelungen für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" (FüPoG II) ist der Aufsichtsrat der DPD verpflichtet, Zielgrößen für den Aufsichtsrat sowie die Geschäftsführung festzulegen. Ebenso ist die Geschäftsführung der DPD verpflichtet, für die beiden obersten Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung Zielgrößen festzulegen. Der Aufsichtsrat hat am 21. März 2022 mit schriftlichem Beschluss für die Geschäftsführung eine Quote von 0 % (null Personen) und für den Aufsichtsrat eine Quote von 25 % (vier Personen) festgelegt. Als Termin für die angestrebte Erreichung der Quote für die Geschäftsführung wurde der 20. März 2027 und für den Aufsichtsrat der 15. Dezember 2025 festgelegt. Beide Ziele sind bereits jetzt erreicht. Die Zielgröße von 0% in der Geschäftsführung begründet sich damit, dass im aktuellen Prozess zur Auswahl und Bestellung der zu ersetzenden Geschäftsführer zwar Frauen bevorzugt berücksichtigt werden, aber eine bestimme Quote aufgrund der Bewerbersituation nicht garantiert werden kann. Der Frauenanteil in der Geschäftsführung beträgt zum 31.12.2023 17% und der Frauenanteil im Aufsichtsrat beträgt zum 31.12.2023 25%. Die Zielgröße für die Geschäftsführung wurde übertroffen und für den Aufsichtsrat erreicht. Die Geschäftsführung der DPD hat am 21. März 2022 für die beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung Zielquoten wie folgt festgelegt, die bis zum 31. März 2022 erreicht werden sollen:
Da die jeweilige Zielgröße dem aktuell erreichten Anteil entspricht, ist das Ziel im Zeitpunkt der Fassung dieses Beschlusses zunächst erreicht.
Aschaffenburg, den 29.03.2024 DPD Deutschland GmbH Björn Scheel Dirk Müller Anke Förster Prof. Dr. Andreas Thams Günter Pfaff Fußnotenverzeichnis:
1 Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschland bis
2023 | Statista; abgerufen am 19.01.2024
4 Entwicklung der Erzeugerpreise gewerblicher
Produkte 2022/2023 | Statista; abgerufen am 19.01.2024
5 Arbeitslosenquote Deutschland bis 2023 |
Statista; abgerufen am 19.01.2024
6
https://group.dhl.com/de/investoren/aktie/aktionaersstruktur.html;
abgerufen am 05.03.2024
7 Quelle: https://www.etoro.com/markets/oil
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die DPD Deutschland GmbH, Aschaffenburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der DPD Deutschland GmbH, Aschaffenburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DPDDeutschland GmbH, Aschaffenburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lagebericht geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angabe zur Frauenquote), die in Abschnitt "6. Erklärung zur Unternehmensführung (Angaben zur Frauenquote)" des Lageberichts enthalten ist. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Münster, den 10. Mai 2024 HLB
SCHUMACHER GMBH
Beil, Wirtschaftsprüfer Morgenstern, Wirtschaftsprüfer
Aschaffenburg, 15.08.2024 Karsten Schwarz pour GeoPost International Management & Development Holding GmbH Auszug aus der Niederschrift der ordentlichen Aufsichtsratssitzung der DPD Deutschland GmbH vom 20. Juni 2024TOP 3 Erörterung und Prüfung des Jahresabschlusses 2023 Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss 2023 der Gesellschaft geprüft und erhebt keine Einwendungen. Damit billigt der Aufsichtsrat den Jahresabschluss der Gesellschaft und nimmt zur Kenntnis, dass die formelle Feststellung des Jahresabschlusses durch die Gesellschafterversammlung erfolgt.
Aschaffenburg, den 20. Juni 2024 gez. Justin Pegg, Vorsitzender des Aufsichtsrats gez. Jürgen Ries, Protokollführer |
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