Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Oeynhausen HRB 6288
Vorher
Westfalia Speditionsgesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
29.4.1983
Branche
Vermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungErbringung von LogistikdienstleistungenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Die Durchführung und die Vermittlung von Speditionsleistungen und alle damit in Verbindung stehenden Geschäfte und Dienstleistungen, die Frachtvermittlung, die Transportberatung, die Reisevermittlung sowie der Kauf, Verkauf, Handel und die Vermietung von Mehrwegverpackungen und Fahrzeugen aller Art und damit in Verbindung stehende Service-Dienstleistungen sowie die Bereitstellung und Durchführung von logistischen Dienstleistungen und Systemen. Die Gesellschaft kann auch die persönliche Haftung und/oder die Geschäftsführung anderer Gesellschaften übernehmen. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die dem Gegenstand des Unternehmens dienen. Sie kann auch andere Unternehmen gründen oder erwerben. Sie kann Zweigunternehmen und Tochtergesellschaften im In- und Ausland errichten oder sich daran beteiligen.

Historie

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Management

NameRolle
Dirk Schröder
seit 13.4.2016
Geschäftsführer
Ronald Pohlmann
seit 31.1.2012
Prokura
Rodolphe Lapillonne
seit 19.11.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Konzern- und Jahresabschlüsse

WESTFALIA intralog GmbH

Herford

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

INHALTSVERZEICHNIS

Bestätigungsvermerk

1. Bilanz zum 31. Dezember 2019

2. Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2019

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2019

4. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die WESTFALIA intralog GmbH, Herford

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der WESTFALIA intralog GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WESTFALIA intralog GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 10. März 2020

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Jean-Marc Fournier, Wirtschaftsprüfer

Dr. Klaus Singer, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2019

Aktiva

31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 109.768,00 170.964,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 505.616,00 517.362,00
615.384,00 688.326,00
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.904.532,31 3.613.774,72
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.041.764,43 2.697.814,53
3. sonstige Vermögensgegenstände 28.905,32 9.460,07
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 18.475,96 106.035,28
6.993.678,02 6.427.084,60
C. Rechnungsabgrenzungsposten 26.002,44 58.513,15
7.635.064,46 7.173.923,75

Passiva

31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Gewinnvortrag 1.784.388,44 1.784.388,44
1.810.388,44 1.810.388,44
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 23.294,00 23.294,00
2. sonstige Rückstellungen 1.798.337,01 1.708.512,00
1.821.631,01 1.731.806,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.189.156,38 2.838.071,25
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 3.189.156,38 (Vj. EUR 2.838.071,25)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 573.520,53 599.931,90
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 573.520,53 (Vj. EUR 599.931,90)
- davon gegenüber Gesellschafterin: EUR 362.792,31 (Vj. EUR 578.518,55)
3. sonstige Verbindlichkeiten 240.368,10 193.726,16
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 240.368,10 (Vj. EUR 193.726,16)
- davon aus Steuern EUR 225.467,06 (Vj. EUR 179.793,74)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 13.764,28 (Vj. EUR 12.487,81)
4.003.045,01 3.631.729,31
7.635.064,46 7.173.923,75

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2019

2019 2018
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 43.295.993,95 39.482.840,95
2. sonstige betriebliche Erträge 213.153,26 351.442,19
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 134,18 (Vj. EUR 46,01)
43.509.147,21 39.834.283,14
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -807.030,91 -575.904,69
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -34.533.978,86 -31.387.314,48
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.686.236,34 -3.599.146,89
b) Soziale Abgaben -792.942,53 -746.338,05
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -211.538,46 -218.223,62
6. sonstige betriebliche Aufwendungen -3.234.986,22 -2.845.307,46
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 3.645,16 (Vj. EUR 6.177,32)
-43.266.713,32 -39.372.235,19
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 398,83 25,04
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -33.814,34 -18.680,99
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 33.814,34 (Vj. EUR 18.680,99)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -23.308,84
10. Ergebnis nach Steuern 209.018,38 420.083,16
11. sonstige Steuern -2.116,07 -2.548,00
12. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn -206.902,31 -417.535,16
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2019

ALLGEMEINE HINWEISE

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in der Bünder Str. 85, 32051 Herford und ist im Amtsgericht Bad Oeynhausen unter der Nummer HRB 6288 registriert.

Der Jahresabschluss wird in EURO aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten im Anhang gemacht.

Die Gesellschaft hat mit Beschluss vom 11. Dezember 2007 einen Ergebnisabführungsvertrag mit der Plastic Omnium Urban Systems GmbH, Herford, als herrschendem Unternehmen, geschlossen. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 19. Dezember 2007. Mit Vertrag und Gesellschafterbeschluss vom 29. August 2016 hat die Plastic Omnium Urban Systems GmbH ihr Vermögen mit Wirkung zum 1. Januar 2016 auf die SULO Deutschland GmbH, Herford, übertragen (Verschmelzung durch Aufnahme). Der Ergebnisabführungsvertrag ist im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf die SULO Deutschland GmbH, Herford, übergegangen.

Abzuführen ist, vorbehaltlich der Bildung oder Auflösung von freien Rücklagen, der ohne die Gewinnabführung entstehende Jahresüberschuss, vermindert um einen etwaigen Verlustvortrag aus dem Vorjahr. Mit Änderungsvereinbarung zum Gewinnabführungsvertrag vom 16. Dezember 2014 ist die Muttergesellschaft zur Verlustübernahme verpflichtet.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt. Bei Anlagegütern, die bis zum 31. Dezember 2007 und im Jahr 2009 zugegangen sind, wurde die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Zur linearen Methode wird in dem Jahr übergegangen, in dem die lineare Methode erstmals zu höheren Jahresabschreibungsbeträgen führt. Anlagegüter, die im Jahr 2008 und ab dem 1.Januar 2010 erworben wurden, werden linear abgeschrieben.

Für geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Sie werden über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben; solche mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 250,00 werden mit der Anschaffung als Aufwand gebucht.

Abschreibungen für Anlagegüter, die bis einschließlich 31. Dezember 2009 zugegangen sind, werden im Einzelnen wie folgt vorgenommen:

Anlageposition Abschreibungsmethode Nutzungsdauer
Software Linear 4 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Linear und degressiv 3 bis 20 Jahre

Abschreibungen für Anlagegüter, die ab dem 1. Januar 2010 zugegangen sind, werden im Einzelnen wie folgt vorgenommen:

Anlageposition Abschreibungsmethode Nutzungsdauer
Software Linear 3 bis 5 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Linear 4 bis 10 Jahre

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden ggf. abgezinst.

Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich mit dem von der Deutschen Bundesbank bekanntgegebenen Zinssatz abgezinst. Als Zinssatz wird grundsätzlich der durchschnittliche laufzeitadäquate Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern wurden aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags auf Ebene der Gesellschaft nicht bilanziert. Latente Steuern werden grundsätzlich auf Ebene des Organträgers abgebildet.

Fremdwährungsforderungen und -Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

ANGABEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anhangsanlage) dargestellt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Unter den Forderungen sind, wie im Vorjahr, keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.042 (Vorjahr: TEUR 1.718).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.798 (Vorjahr: TEUR 1.709) enthalten im Wesentlichen Beträge für ausstehende Rechnungen von Subunternehmern TEUR 1.397 (Vorjahr: TEUR 1.291), für Personal TEUR 81 (Vorjahr: TEUR 168), für Resturlaub und Überstunden TEUR 106 (Vorjahr: TEUR 87), für Berufsgenossenschaftsbeiträge TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 45) und für ausstehende Rechnungen von sonstigen Lieferanten TEUR 94 (Vorjahr: TEUR 64).

Verbindlichkeiten

Durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesicherte Verbindlichkeiten bestehen wie im Vorjahr nicht.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 574 (Vorjahr: TEUR 600) handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 306 (Vorjahr: TEUR 182), wovon TEUR 156 (Vorjahr: TEUR 161) auf den Gesellschafter entfallen. Weiterhin bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages in Höhe von TEUR 207 (Vorjahr: TEUR 418).

Aufgliederung der Umsatzerlöse

2019 2018
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse
- Inland 30.498 70,44 28.691 72,67
- Ausland 12.798 29,56 10.792 27,33
43.296 100,00 39.483 100,00
- Speditionsumsätze 39.930 92,23 36.406 92,21
- Sonstige Umsätze 3.366 7,77 3.077 7,79
43.296 100,00 39.483 100,00

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 103 (Vorjahr: TEUR 259), die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 93 (Vorjahr: TEUR 234) resultieren.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.235 (Vorjahr: TEUR 2.845) enthalten im Wesentlichen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 1.740 (Vorjahr: TEUR 1.555), sowie Miet- und Leasingaufwendungen in Höhe von TEUR 1.206 (Vorjahr: TEUR 1.045).

SONSTIGE ANGABEN

Aufgliederung der Arbeitnehmerzahl

Im Berichtsjahr 2019 wurden ohne Auszubildende durchschnittlich beschäftigt:

Angaben in Vollzeitäquivalente (VZÄ)

Gewerblich Beschäftigte 35
Angestellte 45
80

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Leasing- und ähnlichen Dauerschuldverhältnissen:

TEUR
2020 1.122
2021 673
2022 450
2023 485
2024 und später 189
2.919

Hierin sind sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 280 enthalten. Diese resultieren aus unbefristeten Mietverträgen.

Aus Liquiditätsgründen erfolgt lediglich eine Anmietung der entsprechenden Vermögensgegenstände. Besondere Risiken hieraus bestehen nicht.

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestanden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse.

Außerbilanzielle Geschäfte

Es bestehen keine außerbilanziellen Geschäfte, die nach § 285 Nr. 3 HGB berichtspflichtig wären.

Mitglieder der Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr an:

Herr Dirk Schröder, Herford, Kaufmann, operativer Geschäftsführer

Herr Michel Kempinski, Paris/Frankreich, Kaufmann, Divisionsgeschäftsführer (bis 05.11.2019)

Herr Florent Lépine, Paris/Frankreich, Kaufmann, Geschäftsführer (bis 04.09.2019)

Peter Kamps, Lübeck, Kaufmann, Geschäftsführer (seit 04.09.2019)

Da nur ein Geschäftsführer im Geschäftsjahr Geschäftsführerbezüge von der Gesellschaft erhalten hat, wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft steht im 100 % Besitz der SULO Deutschland GmbH, Herford, die wiederum zu 100 % im Besitz der German Hygee GmbH, Herford, steht.

Die SULO S.A.S., Paris, Frankreich stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf, in den die WESTFALIA intralog GmbH, Herford, einbezogen wird. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft auf Anfrage erhältlich.

Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen

Im Geschäftsjahr 2019 wurden keine Geschäfte zu marktunüblichen Bedingungen mit nahestehenden Personen getätigt.

Honorare des Abschlussprüfers

Auf die Angabe des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar wird gemäß der Befreiung § 288 Abs. 2 S. 2 i.V.m. § 285 Nr. 17 HGB verzichtet.

Ergebnisverwendung

Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2019 beträgt TEUR 207 und wird entsprechend dem am 11. Dezember 2007 geschlossenen Ergebnisabführungsvertrag an die SULO Deutschland GmbH, Herford, abgeführt.

Nachtragsbericht

Als wesentliches Ereignis nach dem Bilanzstichtag ist der Virus SARS-CoV-2 zu nennen. Die Auswirkungen der Virusepidemie (Pandemie) werden den Jahresabschluss 2020 der Westfalia intralog GmbH betreffen. Potenzielle finanzielle Auswirkungen durch den Virus SARS-CoV-2 können zum jetzigen Zeitpunkt nicht verlässlich geschätzt werden.

 

Herford, den 10. März 2020

Die Geschäftsführung

Dirk Schröder

Peter Kamps

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2019

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2019 Zugänge Abgänge 31.12.2019
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 727.712,31 0,00 0,00 727.712,31
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.815.564,54 138.596,46 158.188,18 3.795.972,82
4.543.276,85 138.596,46 158.188,18 4.523.685,13
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2019 Zugänge Abgänge 31.12.2019
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 556.748,31 61.196,00 0,00 617.944,31
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.298.202,54 150.342,46 158.188,18 3.290.356,82
3.854.950,85 211.538,46 158.188,18 3.908.301,13
Buchwerte
31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 109.768,00 170.964,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 505.616,00 517.362,00
615.384,00 688.326,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019

WESTFALIA intralog GmbH, Herford

1. Grundlagen des Unternehmens

Die WESTFALIA intralog GmbH, mit Sitz in Herford, ist ein Unternehmen der SULO Gruppe, gehalten von einem Konsortium aus Latour Capital und BPI France, Paris, Frankreich, und erbringt neben reinen Speditionsleistungen noch weiterführende Logistikdienstleistungen für verbundene Unternehmen und Kunden außerhalb der Unternehmensgruppe. Zu diesen Logistikdienstleistungen gehören zum Beispiel die Versandlogistik, Lagerlogistik, Beschaffungslogistik, Transportlogistik und die Kontraktlogistik.

Die WESTFALIA intralog GmbH steht unverändert zu 100% im Besitz der SULO Deutschland GmbH, Herford, die wiederum zu 100 % im Besitz der Germany Hygee GmbH, Herford, steht.

Die Gesellschaft hat einen Ergebnisabführungsvertrag mit der SULO Deutschland GmbH, Herford.

2. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

2.1. Wirtschaftliche Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr in Europa

Die Wirtschaftsentwicklung in Europa ist, wie bekannt, in den einzelnen Ländern nach wie vor sehr unterschiedlich. Die Nachfrage nach Logistikdienstleistungen im Jahr 2019 lässt sich mit dem Jahr 2018 vergleichen, ist weiterhin hoch, hat aber in Teilbereichen 2019 leicht abgenommen. Saisonale Schwankungen und branchenbedingte Schwankungen haben in 2019 weiterhin einen zum Vorjahr vergleichbaren Einfluss auf Umsatz und Kosten.

2.2. Entwicklung der Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr

Die Transportbranche ist durch einen sehr kurzfristigen Auftragsbestand geprägt. Eine Konjunktur-Beruhigung oder -Belebung ist somit ohne Verzögerung spürbar. Die Nachfrage nach Logistikdienstleistungen war im vergangenen Jahr weitestgehend stabil.

Auch die Branchenentwicklung im Jahr 2019 entspricht den Vorjahren. Im Gegensatz zu den vorangegangenen Jahren war im Laufe des Jahres eine leichte Entspannung in Bezug auf die Verfügbarkeit von Laderaum im Markt zu verzeichnen, was auf eine Konjunktur-Beruhigung in einigen Branchen schließen lässt.

2.3. Entwicklung der Westfalia intralog GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr

Als finanzielle Leistungsindikatoren zur internen Steuerung verwendet die Gesellschaft die realisierten Umsatzerlöse und das EBIT.

Aufgrund dessen, dass die Aktivitäten der WESTFALIA intralog GmbH sich im Wesentlichen auf das Inland und innerhalb Europas auf Transportdienstleistungen ab Deutschland konzentrieren, war die Auslastung mit der im Vorjahr vergleichbar.

Zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2019 hat die WESTFALIA intralog GmbH Umsatzerlöse in Höhe von 43,3 Mio. € erwirtschaftet und lag damit mit 3,8 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres und 1,4 Mio. € über der Prognose. Grund hierfür waren im Wesentlichen, wie bereits beschrieben, die branchenbedingten Schwankungen und eine Erweiterung des selbst disponierten Subunternehmer-Fuhrparks. Den größten Anteil des Umsatzes mit Dritten erzielte die WESTFALIA intralog GmbH mit einem Großkunden durch Erbringung von Kontrakt- und Transportleistungen von ca. 17 Mio. €.

2.3.1. Beschaffung

Die Beschaffungsseite gestaltete sich auf einigen Destinationen in Europa weiterhin schwierig. Grund sind die saisonal beeinflussten Kapazitäten und dass nicht immer eine paarige Auslastung bei den Transporten gegeben ist.

2.3.2. Investitionen

Die Investitionen im Jahr 2019 lagen bei 0,1 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €). Im Wesentlichen wurden neue Wechselbrücken erworben.

2.3.3. Personal

Die Anzahl der gewerblichen Stamm-Mitarbeiter in Vollzeitäquivalenten (VZÄ) beträgt 35 im Mittel des Wirtschaftsjahres zum 31. Dezember 2019 im Vergleich zu einem Vorjahresdurchschnitt von 37 Mitarbeitern.

Die Anzahl der Gehaltsempfänger liegt mit 45 Mitarbeitern etwas unter dem Vorjahresniveau (46). Die Anzahl der Auszubildenden liegt mit 5 Auszubildenden weiterhin auf hohem Niveau.

In der Betriebsstätte in Belgien waren im Schnitt 6 gewerbliche (Vorjahr 6) und 4 (Vorjahr 2) angestellte Mitarbeiter tätig.

Die Quote für den Krankenstand zeigte sich mit 5,8 % bei gewerblichen Mitarbeitern und 3,4 % bei angestellten Mitarbeitern gegenüber dem Vorjahr auf leicht höherem Niveau.

Der Bedarf an Aus- und Weiterbildung wird im Rahmen von externen Seminaren und Inhouse-Schulungen sowohl durch eigene Mitarbeiter, als auch mit externen Trainern abgebildet.

3. Lage des Unternehmens - Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

3.1. Vermögenslage

Das Gesamtvermögen der WESTFALIA intralog GmbH liegt zum Ende des Geschäftsjahres bei 7,6 Mio. € leicht über Vorjahresniveau (7,2 Mio. €). Zum Bilanzstichtag werden 100 % des Sachanlagevermögens durch Eigenkapital finanziert.

Die WESTFALIA intralog GmbH führt ihr Jahresergebnis aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages mit der SULO Deutschland GmbH in Herford ab. Die Eigenkapitalquote liegt mit rund 23,7 % unter dem Vorjahreswert von 25,2 %, da die Bilanzsumme leicht gestiegen ist.

3.2. Finanzlage

Im Berichtsjahr wurden keine Finanzierungsmaßnahmen eingeleitet. Die Gesellschaft finanziert sich konzernintern und weist zum Bilanzstichtag keine Kreditverbindlichkeiten aus. Die Finanzierung der Gesellschaft ist damit aus Sicht der Geschäftsführung auch in der Zukunft sichergestellt.

Der Free Cash-Flow zeigte gegenüber dem Vorjahr eine rückläufige Entwicklung. Hauptgrund ist der deutliche Anstieg der Forderungen zum Bilanzstichtag.

3.3. Ertragslage

Die Umsatzerlöse konnten mit 43,3 Mio. € um 3,8 Mio. € deutlich gegenüber dem Vorjahr (39,5 Mio. €) gesteigert werden. Das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung des abgelaufenen Geschäftsjahres weist einen Überschuss von rund 0,2 Mio. € aus und liegt damit unter dem Niveau des Vorjahres (0,4 Mio. €). Somit wurde das angestrebte Ziel für das Jahr 2019 nicht erreicht.

Die Westfalia verwendet das EBIT als zentrale Kennzahl und eine interne Steuerungsgröße, um das operative Geschäft zu steuern und um die Entwicklung über mehrere Berichtsperioden beurteilen und vergleichen zu können.

Das EBIT für das abgelaufene Geschäftsjahr liegt bei rund 0,2 Mio. € und damit unter dem Vorjahreswert (0,5 Mio. €) allerdings auch unter den Erwartungen für das Jahr 2019.

4. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

4.1 Voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht)

Wesentliches Ziel unserer Strategie ist die Weiterentwicklung und kontinuierliche Verbesserung der Dienstleistung bei optimaler Abstimmung auf den jeweiligen Kundenbedarf. Qualitativ hochwertige Lösungen für unsere Kunden sollen unter der Fokussierung auf unsere Stärken im Bereich der Versandlogistik eine Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb ermöglichen.

Die Entwicklung der Ertragslage im kommenden Jahr 2020 wird in hohem Maße von der Nachfragesituation nach Logistikdienstleistungen abhängen.

Die Auswirkungen der Virusepidemie (Pandemie) SARS-CoV-2 sind allgegenwärtig. Branchenexperten gehen bereits heute von einem Umsatzrückgang aus. Branchenanalysen betrachten üblicherweise die Gesamtbranche, gehen aber nicht auf die wirtschaftliche Entwicklung einzelner Unternehmen ein. Inwiefern unsere Gesellschaft betroffen sein wird und wie sich die Auswirkungen der aktuellen Pandemie auf unser Jahresergebnis auswirken werden, können wir zum aktuellen Zeitpunkt nicht abschließend ermessen. Im Vergleich zum ersten Vorjahresquartal liegt der Umsatz etwa 10 % unter dem Vorjahresniveau. In der vor der Pandemie aufgestellten Planung wurde für das Geschäftsjahr 2020 von einem konstanten Umsatz von 43,3 Mio. € und einem EBIT von 1,5 Mio. € ausgegangen.

4.2. Wesentliche Chancen der zukünftigen Entwicklung

Es besteht Potenzial durch eine gute Positionierung vom chancenreichen Markt zu profitieren. Wesentliche Erfolgsfaktoren aus unserer Sicht sind dabei Kontinuität, ein hohes Maß an Zuverlässigkeit und Qualität sowie die Zugehörigkeit zu einer international agierenden Unternehmensgruppe.

4.3. Wesentliche Risiken der zukünftigen Entwicklung

4.3.1. Risikomanagement

Entsprechend den gruppenweit angewendeten Prinzipien einer frühzeitigen und systematischen Identifikation von Risiken in allen Bereichen der Geschäftstätigkeit ordnet die WESTFALIA intralog GmbH die Verantwortung für das Management von Risiken den jeweiligen Funktionsbereichen, in Person den jeweiligen Fachverantwortlichen, zu.

Zielsetzung ist es dabei, die Möglichkeit zur Vermeidung von Risiken im Vorfeld weitgehend auszuschöpfen sowie geeignete Gegensteuerungsmaßnahmen zeitnah einleiten zu können und negative Auswirkungen somit zu minimieren.

Die Fachverantwortlichen sind innerhalb ihres Verantwortungsbereiches für die Identifikation, Bewertung, Steuerung und Kommunikation von Risiken verantwortlich.

4.3.2. Risiken

Die besonderen Risiken unserer Branche liegen sowohl kurz- als auch mittelfristig in den Bereichen:

Erhöhung der Kraftstoffpreise durch mögliche Umweltabgaben

Erhöhung der Straßengebühren (Maut) in Europa

Fahrermangel und hohe zusätzliche Kosten im Bereich der Fahrerlöhne

Fachkräftemangel im Bereich der Administration

Investitionsbereitschaft

Als neues Risiko für die Gesellschaft ist der Virus SARS-CoV-2 zu nennen. Die Auswirkungen der Virusepidemie (Pandemie) werden die Jahresabschlüsse 2020f betreffen. Das wirtschaftliche und soziale Umfeld, in dem sich unsere Gesellschaft aktuell bewegt, ist dynamisch und ohne jegliches historische Vorbild. Der weitere Fortgang der Pandemie ist seriös derzeit nicht vorhersehbar. Die Finanz- und Ertragslage und die damit verbundenen KPIs können negativ betroffen werden.

 

Herford, 10. März 2020

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