PLANSEE Composite Materials GmbHLiquidiert

86983 Lechbruck am See, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Kempten HRB 3572
Vorher
Plansee Beteiligungen Verwaltungs-G.m.b.H.Sinterstahl GmbHPCP GmbH
Eingetragen
22.2.1989
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-Metallhalbzeug
Gegenstand
Der Vertrieb und die Herstellung pulvermetallurgischer und verwandter Erzeugnisse, sowie der Handel mit einschlägigen Waren. Des Weiteren sind Gegenstand der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen an Produktions- und Vertriebsunternehmen im Bereich der Metallverarbeitung sowie die Erbringung von Finanzdienstleistungen ausschließlich für die Unternehmen der Plansee-Gruppe (somit ausschließlich für Mutter-, Tochteroder Schwesterunternehmen, entsprechend § 2 Abs. 6 Nr. 5 KWG).

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PLANSEE Composite Materials GmbH

Lechbruck am See

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2021 bis zum 28.02.2022

Lagebericht zum 28. Februar 2022

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die PLANSEE Composite Materials GmbH ("Gesellschaft" oder "PCM") befasst sich mit der Entwicklung, der industriellen Herstellung, der Veredelung, dem Vertrieb und Handel von Produkten aus Hochleistungswerkstoffen mit Schwerpunkt Verbundwerkstoffen und daraus gefertigten Komponenten.

Die Gesellschaft ist in den Konzern der Plansee Holding AG, Österreich, integriert. Über das weltweite Vertriebsnetzwerk der Plansee SE ist die Gesellschaft in 23 Ländern vertreten.

2. Forschung und Entwicklung

Die standorteigene Entwicklungsgruppe der PLANSEE Composite Materials GmbH optimiert und entwickelt Produkte und Fertigungsverfahren in enger Abstimmung mit Kunden und den Entwicklungsabteilungen der Geschäftsbereiche "Tungsten Heavy Alloys" und "Coating", als auch mit der Zentralabteilung "Innovation Services" der Plansee SE.

Die Aufwendungen für Innovationen betrugen im Geschäftsjahr 2021/22 3,5% (i.Vj. 3,1%) des Umsatzes und sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

3. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind die Umsatzerlöse, der Rohertrag sowie das Ergebnis vor Steuern und das Jahresergebnis. Als nicht-finanzieller Leistungsindikator hat die Gesellschaft die durchschnittliche Mitarbeiterzahl festgelegt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das abgelaufene Geschäftsjahr 2021/22 war neben vieler regionaler Krisen, Preissteigerungen und Handelskonflikte von der Corona-Pandemie geprägt, welches sich auf sämtliche Bereiche des täglichen Lebens in Deutschland ausgewirkt hat. Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ist im Kalenderjahr 2021 trotz anhaltender Pandemie und Lieferengpässen gestiegen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist 2021 lt. Statistischem Bundesamt (destatis.de) um 2,7% gegenüber 2020 gestiegen. Die Verbraucherpreise sind während des Kalenderjahres 2021 wegen der hohen Energiepreise im Februar 2022 um 5,1% gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Für die EU-27 betrug die Inflationsrate 2021 lt. dem Business-data-Portal statista.com +2,9%.

Die Produktion im Produzierenden Gewerbe ohne Energie und Baugewerbe war im Kalenderjahr 2021 laut Angaben des Statistischen Bundesamtes preis- und kalenderbereinigt +1,8% höher als im Jahr 2020. Der Umsatz der im Bergbau und Verarbeitenden Gewerbe tätigen Industriebetriebe war im Februar 2022 preis- und kalenderbereinigt um 4,2% höher als im Vorjahr. Der Auftragseingang des verarbeitenden Gewerbes ist im Februar 2022 gegenüber dem kalenderbereinigten Vorjahrsmonat in Deutschland um +2,9% gestiegen.

Die Arbeitskosten im verarbeitenden Gewerbe pro geleisteter Arbeitsstunde sind im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,4% gestiegen. Damit liegt Deutschland leicht unter dem Durchschnitt der EU-27.

Die Weltwirtschaft wuchs laut IWF im Jahr 2021 um 6,1%. Während das Wachstum in der Eurozone 5,3% betrug, ist die Wirtschaft in China um 8,1% gewachsen.

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft befindet sich in Nischen, sodass keine zuverlässigen Marktdaten verfügbar sind. Für die PLANSEE Composite Materials GmbH als einem der weltweit führenden Anbieter für Wolfram-Verbundwerkstoffprodukte wurde im Geschäftsjahr 2021/22 trotz der Corona-Pandemie der bestehende Aufwärtstrend fortgesetzt.

Die ab März 2020 aufgetretene Corona-Pandemie hatte jedoch signifikante Auswirkungen auf das Geschäft der PCM im Geschäftsjahr 2021/22. Im Geschäftsjahr 2021/22 ist die Notierung für APT, der Rohstoff für Wolframpulver, welcher in USD notiert, stark gestiegen. Zusammen mit dem im Vergleichszeitraum deutlich gesunkenen EUR/USD-Wechselkurs kam es zu einer signifikanten Verteuerung der Rohstoffe in Euro. Die Energiepreissteigerung im zweiten Geschäftshalbjahr hat die Produktionskosten zusätzlich massiv verteuert.

2. Geschäftsverlauf

Die Geschäftsführung erwartete für das Geschäftsjahr 2021/22 im Vergleich zum Vorjahr ein leicht steigendes Umsatz- und Ertragsniveau. Auf Grund der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung und der Veränderung des Produktmix konnten die Umsatzerwartungen übertroffen werden (+6,4% ggü. Prognose). Durch Produktivitätssteigerung und Kostenanpassungen konnten die Allgemeinkosten aufgefangen werden, wodurch sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2021/22 ebenfalls verbessert hat (+44,1% ggü. Prognose).

Die wesentlichen Leistungsindikatoren der Gesellschaft stellen sich zusammengefasst wie folgt dar:

2021/2022 2020/2021
Umsatzerlöse TEUR 67.792 64.698
Rohertrag TEUR 36.877 33.092
Ergebnis vor Steuern TEUR 10.300 7.024
Jahresergebnis TEUR 7.401 5.046
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl   233 229

Das abgelaufene Geschäftsjahr 2021/22 zeigte trotz der Covid-19 Pandemie gegenüber der Vorperiode eine steigende industrielle Nachfrage. Insgesamt war der Umsatz der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021/22 um 4,8% und die Gesamtleistung um 7,3% höher als in der Vorperiode.

Die Nachfrage in den belieferten Branchen war durch die Covid-19 Pandemie sehr unterschiedlich. Während die Nachfrage für die Anwendungen für Automobil, Medizintechnik und Öl & Gas deutlich gestiegen ist, hat sich der Aufwärtstrend bei Elektronik abgeflacht. Einen deutlichen Abwärtstrend gab es bei Luft- und Raumfahrt sowie Maschinenbau.

Durch die stark schwankende Rohstoffnotierung wurde seitens der Kunden starker Preisdruck ausgeübt, der in hohem Maße durch chinesische Konkurrenten verstärkt wurde und sich auf den Rohertrag und das Jahresergebnis ausgewirkt hat. Innerhalb Chinas wird Wolframrohstoff deutlich billiger verkauft und dessen Ausfuhr mit Aufschlägen belegt. Zusätzlich unterstützt die chinesische Industriepolitik den Export von Wolframprodukten höherer Wertschöpfungsstufen durch Mehrwertsteuerrückerstattungen. Viele chinesische Anbieter sind inzwischen in der Lage, komplexe, hochpräzise Teile in der von den westlichen Kunden geforderten Qualität herzustellen.

Durch die Rückwärtsintegration der Plansee-Gruppe und das langjährige professionelle Lieferantenmanagement konnte die Versorgungssicherheit immer gewährleistet werden.

Andere, für die das Unternehmen wichtige Rohstoffe waren Aluminium, Titan, Kupfer, Chrom oder Nickel. Die Rohstoffpreisentwicklung des Geschäftsjahres 2021/22 zeigte sich in einer signifikanten Preissteigerung aller relevanten Rohstoffe.

2021/22 wurden die Investitionen im Hinblick auf Digitalisierung und den Ausbau der Bearbeitungstechnologie weitergeführt. Außerdem wurde die kontinuierliche Modernisierung vorangetrieben, um weiterhin wirtschaftlich, energieeffizient und umweltverträglich an einem deutschen Standort produzieren zu können.

Um auf Änderungen im Marktumfeld schnell reagieren zu können, erfolgte die Budgetfreigabe für die Gesellschaft weiterhin quartalsweise.

In Anbetracht des dynamischen Marktes in der Covid-19 Pandemie, der verschärften Wettbewerbssituation und des rohstoffbedingten Preisdruckes beurteilt die Geschäftsführung den Geschäftsverlauf des Geschäftsjahres 2021/22 insgesamt als zufriedenstellend.

3. Lage

3.1. Ertragslage

Der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2021/22 lag um +12,2% über Budget und +20,9% über Vorjahr 2020/2021. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich im Geschäftsjahr 2021/22 entsprechend der Umsatz auf 67.792 TEUR (+4,8% gegenüber Vorjahr). Einschließlich der Bestandsveränderungen und aktivierten Eigenleistungen lag die Gesamtleistung 2021/22 bei 68.258 TEUR (+7,3% gegenüber Vorjahr). Die bedeutendsten Absatzmärkte sind mit einem Umsatzanteil von 30,6% (i.Vj. 28,1%) Deutschland, gefolgt von der europäischen Union (ohne Deutschland) von 27,6% (i.Vj. 39,7%) und Asien/naher Osten mit 23,1% (i.Vj. 22,7%). Der Materialaufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr absolut (+881 TEUR; +2,9%) und verringerte sich relativ zur Gesamtleistung (46,1%; i.Vj. 48,0%), so dass im Geschäftsjahr 2021/22 ein absolut höherer Rohertrag als im Vorjahr (+3.786 TEUR; +11,4%) erzielt wurde. Auch relativ zur Gesamtleistung ist dieser gestiegen (53,9%; i.Vj. 52,0%).

Kostensenkungen ergaben sich im Geschäftsjahr 2021/22 bei Aufwendungen für Verwaltung u.ä. (-69 TEUR; -2,8%), bei den Aufwendungen für Betrieb (-317 TEUR; -9,7%) und bei den Abschreibungen (-119 TEUR; -4,1%), während es zu Kostensteigerungen bei Personalaufwendungen (+1.203 TEUR; +7,5%) und Aufwendungen für Vertrieb (+195 TEUR; +10,4%) kam. Als Ergebnis aus dem Anstieg des Rohertrags (+12,3%) und trotz den insgesamt gestiegenen betrieblichen Aufwendungen hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2021/22 ein um +46,5% (+3.276 TEUR) gegenüber dem Vorjahr gesteigertes Betriebsergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 10.320 TEUR (i.Vj. 7.043 TEUR) erzielt, das damit 15,1% (i.Vj. 11,1%) der Gesamtleistung betrug.

Das Finanzergebnis der Gesellschaft insgesamt betrug im Geschäftsjahr 2021/22 -153 TEUR (i.Vj. -153 TEUR) und bestand wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Zinsaufwendungen. Das Ergebnis vor Steuern der Gesellschaft betrug im Geschäftsjahr 2021/22 10.301 TEUR nach 7.024 TEUR (i.Vj. +46,5%).

Unter Einbezug der Ertragsteuern (2.900 TEUR; i.Vj. 1.978 TEUR) ergab sich im Geschäftsjahr 2021/22 ein Jahresüberschuss von 7.401 TEUR (i.Vj. 5.046 TEUR; +46,7%).

Die Umsatzrentabilität betrug im Geschäftsjahr 2021/22 10,9% (i.Vj. 7,8%) und die Gesamtkapitalrendite 17,0% (i.Vj. 12,5%).

3.2. Finanzlage

Die PLANSEE Composite Materials GmbH ist in das Cash-Pooling des Plansee-Konzerns einbezogen. Am Bilanzstichtag wurden 751 TEUR (i.Vj. 31 TEUR) an liquiden Mitteln ausgewiesen. Zum Geschäftsjahresende 2021/22 bestand aus dem Cash-Pooling eine Forderung gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 9.339 TEUR (i.Vj. 7.444 TEUR).

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit verringerte sich im Geschäftsjahr 2021/22 auf 7.527 TEUR (i.Vj. 9.728 TEUR). Einen positiven Beitrag zum laufenden Cashflow hatten im Wesentlichen der Jahresüberschuss, die Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens, die Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der Rückstellungen, wohingegen die Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der verbundenen Unternehmen und der sonstigen Vermögensgegenstände den laufenden Cashflow verminderte. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2021/22 -2.807 TEUR (i.Vj. -5.736 TEUR) und resultierte hauptsächlich aus Investitionen in Sachanlagen (-1.183 TEUR; i.Vj. -1.018 TEUR) sowie aus Mitteln im Rahmen des Cash-Poolings (-1.895 TEUR; i.Vj. -4.723 TEUR). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (-4.000 TEUR; i.Vj. -4.000 TEUR) betraf im Geschäftsjahr 2021/22 wie im Vorjahr eine Gewinnausschüttung an die Alleingesellschafterin (-4.000 TEUR; i.Vj. -4.000 TEUR).

Die Gesellschaft finanzierte sich zum 28.02.2022 im Wesentlichen durch Eigenkapital (29.266 TEUR; i.Vj. 25.865 TEUR), durch Rückstellungen (9.631 TEUR; i.Vj. 7.938 TEUR), durch Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (5.956 TEUR; i.Vj. 3.897 TEUR) und durch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (1.427 TEUR; i.Vj. 2.941 TEUR). Die Eigenkapitalquote zum 28.02.2022 beträgt 62,9% (i.Vj. 61,4%); die Fremdkapitalquote beträgt 37,1% (i.Vj. 38,6%).

Die Investitionen waren im Geschäftsjahr 2021/22 höher als im Vorjahr und sind dem Anlagespiegel zu entnehmen (1.135 TEUR; i.Vj. 1.021 TEUR).

Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2021/22 wie im Vorjahr jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

3.3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 28. Februar 2022 stieg im Vergleich zum Vorjahresstichtag um +4.462 TEUR auf 46.559 TEUR (+10,6%) an. Beim Vermögen sank im Geschäftsjahr 2021/22 das langfristig gebundene Vermögen um -1.770 TEUR, während das kurz- bis mittelfristig gebundene Vermögen um +6.228 TEUR gestiegen ist. Beim Kapital ist das langfristig zur Verfügung stehende Kapital um +141 TEUR gestiegen und das kurz- und mittelfristige Kapital um +915 TEUR gestiegen. Damit waren zum 28. Februar 2022 nicht nur das langfristige Vermögen, sondern auch wesentliche Teile des kurz- bis mittelfristigen Vermögens langfristig finanziert.

Das Anlagevermögen sank zum Bilanzstichtag 28. Februar 2022 aufgrund der im Vergleich zu den Abschreibungen geringeren Investitionen auf 12.103 TEUR (-1.769 TEUR gegenüber Vorjahr). Die Anlagendeckung durch Eigenkapital betrug zum Bilanzstichtag 241,8% (i.Vj. 186,5%). Das Umlaufvermögen stieg zum 28. Februar 2022 gegenüber dem Vorjahr um +22,2% auf 34.238 TEUR, im Wesentlichen aufgrund gestiegener Vorräte (+3.076 TEUR), gesunkener Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (-60 TEUR), gestiegener Forderungen gegen verbundene Unternehmen (+2.421 TEUR) sowie gestiegener sonstiger Vermögensgegenstände (+71 TEUR).

Die Vorräte waren weiterhin der größte Aktivposten und betrugen zum 28. Februar 2022 39,7% der Bilanzsumme (i.Vj. 36,6%).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind sämtlich innerhalb eines Jahres zur Zahlung fällig. Diese ist aufgrund von Forderungsverkäufen im Rahmen eines gruppenweiten Factoring-Programms (5.100 TEUR i. Vj. 4.387 TEUR) vermindert.

Die Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag 28. Februar 2022 betrugen 7.655 TEUR (i.Vj. 8.288 TEUR); davon bestanden erhaltene Anzahlungen in Höhe von 126 TEUR (i. Vj. 89 TEUR) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 5.956 TEUR, welche auf Grund des umsatzstarken 4. Quartals deutlich über dem Vorjahr lagen. (i.Vj. 3.892 TEUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sanken auf Grund des geringeren Umsatzes im Geschäftsjahr 2021/22 auf 1.427 TEUR (i.Vj. 2.941 TEUR). Die sonstigen Verbindlichkeiten sanken wegen der geringeren Verbindlichkeiten aus Steuern im Geschäftsjahr 2021/22 auf 146 TEUR (i.Vj. 1.365 TEUR). Bankverbindlichkeiten lagen zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr nicht vor. Die Netto-Forderung gegen Unternehmen des Plansee-Konzerns betrug zum 28. Februar 2022 11.130 TEUR (i.Vj. Netto-Forderungen 6.849 TEUR); der Anstieg beruht im Wesentlichen auf den gestiegenen Forderungen im Rahmen des Cash-Poolings und den Finanzforderungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind sämtlich innerhalb eines Jahres fällig.

Insgesamt wurden zum 28. Februar 2022 Rückstellungen in Höhe von 9.631 TEUR (i.Vj. 7.938 TEUR) gebildet, davon für Pensionen 4.840 TEUR (i.Vj. 4.702 TEUR), Steuern 1.007 TEUR (i.Vj. 66 TEUR) sowie sonstige Rückstellungen 3.784 TEUR (i.Vj. 3.171 TEUR). Die Pensionsrückstellung erhöhten sich aufgrund der Personal- und Zinsentwicklung (+138 TEUR), die sonstigen Rückstellungen nahmen zu (+614 TEUR) und die Rückstellungen für Steuern stiegen (+941 TEUR) aufgrund geringerer Vorauszahlungen.

Das Eigenkapital betrug zum 28. Februar 2022 29.266 TEUR (i.Vj. 25.865 TEUR); es erhöhte sich im Geschäftsjahr 2021/22 um den erzielten Jahresüberschuss (7.401 TEUR) und verminderte sich um die vorgenommene Gewinnausschüttung (-4.000 TEUR). Die Eigenkapitalquote betrug zum 28. Februar 2022 62,9% (i.Vj. 61,4%); der Anstieg beruht auf dem zur Bilanzsumme überproportional gestiegenen Eigenkapital (Jahresüberschuss und Anstieg der Gewinnrücklagen).

Insgesamt war die Gesellschaft zum 28. Februar 2022 wie im Vorjahr durch eine positive und stabile Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gekennzeichnet.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Die wirtschaftliche Entwicklung wird auch im Geschäftsjahr 2022/23 maßgeblich durch den weiteren Verlauf der Covid-19-Pandemie sowie durch den Krieg in der Ukraine beeinflusst, weswegen die Prognoseaussagen weitaus unsicherer als in der Vergangenheit sind.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung:

Die Konjunkturprognosen für Deutschland für das Jahr 2022 der verschiedenen Institutionen wiesen zum Jahresbeginn 2022 eine Bandbreite für das BIP-Wachstum (im Vergleich zum Vorjahr) von +3,0% bis +3,6 % (statista 17.2.2022) auf, die Europäische Kommission hat im Februar ein BIP Wachstum von 3,6% prognostiziert und diese im März auf 3,0% (statista 17.3.2022) gesenkt. Für die Weltwirtschaft erwartet der IWF ein BIP-Wachstum in 2022 von +3,6% und für die Euro-Zone von +2,8 % (IWF Prognose 19.04.2022)

Für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft gilt:

Die Geschäftsleitung rechnet nach Überwindung der Corona-Krisen sowie des Russland/Ukraine-Kriegs und der damit einhergehenden Umstände mit einer positiven Marktentwicklung, wobei globale Unsicherheiten, wie z.B. die steigende Inflation sowie die steigende Staatsverschuldung durch notwendige Konjunkturprogramme der europäischen Länder und die nachlassende asiatische Wirtschaftskraft weiterhin unverändert bestehen. Die Rohstoffpreise werden weiterhin als hoch volatil erwartet.

Für das Geschäftsjahr 2022/23 wird unter Berücksichtigung der beschriebenen Unsicherheiten sowie dem anhaltenden Preisdruck von einer volatilen Geschäftsentwicklung mit kurzfristigen Bedarfsänderungen ausgegangen, die sich in Form von rückläufigen Umsatzerlösen (-4,1% ggü. Vj), einem geringeren Rohertrag (-5,9% ggü. Vj) und einem niedrigeren Ergebnis (-15,8% ggü. Vj) sowie Jahresüberschuss (-15,6% ggü. Vj) zeigen werden. Die Mitarbeiterzahl soll konstant gehalten werden.

Auf Grund der politischen Rahmenbedingungen und der wirtschaftlichen Unsicherheiten erwartet die Geschäftsführung für das kommende Geschäftsjahr 2022/23 somit einen rückläufigen Umsatz und ein geringeres Jahresergebnis. Bestands- oder entwicklungsgefährdende Tatsachen werden nicht gesehen.

2. Risikobericht

Die Geschäftsbereiche der Plansee SE überarbeiten jährlich ihre Mittelfriststrategien. Daraus leitet der Standort seine Geschäftspolitik und die Unternehmensausrichtung ab.

Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit einer Vielzahl von unternehmerischen Chancen und Risiken ausgesetzt. Der verantwortungsvolle Umgang sowie die bewusste Steuerung dieser Gefahren sind Ziele der Unternehmensführung. Geschäftsspezifische Bedrohungen werden methodisch, systematisch und regelmäßig nach einem von der Plansee-Gruppe weltweit angewendeten Risikomanagement-Leitfaden überprüft und Maßnahmen zu deren Minimierung festgelegt. Bei der PLANSEE Composite Materials GmbH konnte im abgelaufenen Jahr durch Umsetzung solcher Maßnahmen das verbleibende Risiko weiter gesenkt werden. Dennoch müssen einige Risiken mittel- bis langfristig betrachtet werden.

Markt- und Geschäftsrisiken

Das traditionelle, weltweite Wettbewerbsumfeld in der Nischenbranche hat sich in der westlichen Welt kaum verändert. Obwohl kleinere westliche Mitbewerber durch den chinesischen Wettbewerbsdruck im Sektor der Refraktär Metalle zunehmend unter Druck geraten, ist deren Zahl konstant geblieben. Die chinesischen Hersteller verstärken jedoch weiter die Eroberung internationaler Märkte. Auf Grund der aktuellen Wirtschaftspolitik der USA ist insbesondere in Europa mit einem verstärkten chinesischen Wettbewerbsdruck zu rechnen. Von westlichen Kunden wird zudem verlangt, dass nur Wolframrohstoff verwendet wird, der aus konfliktfreien Gebieten stammt. Die Gesellschaft ist in der glücklichen Lage, dass sie bereits heute ihr Wolfram von Herstellern bezieht, die eine Zertifizierung nach EICC/CFSP aufweisen können. Das Eintrittsrisiko einer Marktverdrängung durch Konkurrenzunternehmen aus dem In- und Ausland wird aufgrund der ergriffenen Maßnahmen der Gesellschaft als gering, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als mittel erachtet.

Ein weiteres Risiko sieht die Gesellschaft in zyklisch wiederkehrenden, rezessiven konjunkturellen Entwicklungen der Gesamtwirtschaft. Direkt und indirekt (über die Produkte unserer deutschen Kunden) exportiert die Gesellschaft mehr als 80% ihrer Produkte. Daher bestimmen nicht nur die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland den Geschäftsverlauf, sondern auch die Entwicklung der Weltwirtschaft und der globale Wettbewerb.

Die Nachhaltigkeit der Stabilisierung der Weltwirtschaft ist nach wie vor als nicht gesichert zu betrachten, welches sich insbesondere durch die aktuelle Corona-Krise und durch den Krieg in der Ukraine zeigt. Die Geschäftsleitung rechnet in diesem Zusammenhang mit einer volatilen Nachfrageentwicklung, die sich nachteilig für die Gesellschaft auswirken kann. Diesem Risiko trägt die Gesellschaft durch Notfallpläne Rechnung. Ein besonderes Augenmerk liegt daher auf der situationsbezogenen Ausgewogenheit von Neuinvestitionen, Mitarbeiterplanungen und Anpassungen in der Supply Chain, bezogen auf den prognostizierten Geschäftsverlauf sowie weiteren Bestrebungen zur Flexibilisierung von Fixkosten. Ferner wird ein zunehmender Trend zum Aufbau von protektionistischen Handelsbarrieren beobachtet. Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos wird unter den aktuellen Umständen als mittel, die Auswirkungen als mittel bewertet.

Produkt- und Qualitätsrisiko

Die Risiken der Produktion sind in einem möglichen Qualitätsverlust der Erzeugnisse zu sehen. Diese Risiken werden über ein voll entwickeltes Qualitätsmanagement weitestgehend ausgeschaltet und werden somit als gering eingeschätzt. Die Gesellschaft ist über verschiedene Qualitätsstandards zertifiziert und unterzieht sich in diesem Zusammenhang regelmäßig stattfindenden Qualitätsprüfungen. Ein Eintritt dieses Risikos hätte einen hohen Schaden für die Gesellschaft.

Produktions- und Beschaffungsrisiken

In der gesamten Plansee-Gruppe werden Abhängigkeiten bei der Rohstoffversorgung durch Lieferungen aus Russland geprüft. Soweit festgestellt werden konnte, sind ausreichend Rohstoffbestände vorhanden und alternative Lieferanten für die Fertigung qualifiziert.

Das größte Risiko wird bei einer Unterbrechung der Gasversorgung in der EU gesehen. Die gruppeneigene Wasserstofferzeugung erfolgt weitgehend durch Steamreforming von Erdgas. Diesbezüglich werden gemeinsam mit den Gasversorgern Szenarien ausgearbeitet, um die Versorgung der Produktionsstätten sicher zu stellen. Aktuell ist keine Knappheit für die PLANSEE Composite Materials erkennbar. Weiters ist die Gesellschaft Beschaffungsrisiken ausgesetzt, welche einerseits in Form von Lieferengpässen bzw. der Volatilität bei den Beschaffungspreisen bestehen. Durch Lieferengpässe könnte die Gesellschaft nicht mehr in der Lage sein, Produkte an ihre Kunden zu liefern bzw. nur zu deutlich höheren Preisen. Diesen Beschaffungsrisiken begegnet die Gesellschaft durch enge Zusammenarbeit mit dem Strategischen Einkauf der Unternehmensgruppe und der Nutzung des geschlossenen Beschaffungskreislaufs der Plansee-Gruppe, der das Recycling von Wolframrückläufen gewährleistet.

Aufgrund der Rahmenbedingungen wird die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos und die Auswirkung mittel geschätzt.

Währungsrisiko

Den sich aus unserem operativen Geschäft ergebenden Währungs- und Liquiditätsrisiken begegnet die Gesellschaft durch aktives Treasury-Management innerhalb der Plansee Group Functions GmbH, wie bspw. Währungsabsicherungen bei Fremdwährungsgeschäften. Allerdings wird das Geschäft durch die raschen und auch von Experten kaum vorausgesehenen Schwankungen der Wechselkurse sowohl beim Einkauf von Rohstoffen, die in Dollar notiert werden, als auch bei Verkäufen außerhalb der EU tagtäglich beeinflusst. Derivative Finanzinstrumente werden nur nach Einzelfallbetrachtung abgeschlossen und lagen zum Bilanzstichtag nicht vor.

Aufgrund der getroffenen Maßnahmen wird das Währungsrisiko als niedrig mit mittlerer Auswirkung eingestuft.

Ausfallrisiko

Die Forderungen bestehen gegenüber einer Vielzahl von Einzelkunden, sodass keine große Abhängigkeit von einzelnen Kunden besteht. Innerhalb des Debitorenmanagements (Prüfung der Liquidität, Vergabe von Kreditlimits und mehrstufiges Mahnwesen) wurden Richtlinien zur Freigabe von Kundenaufträge definiert. Für die Gesellschaft besteht ein Ausfallrisiko (Kreditrisiko) dahingehend, dass der Wertansatz der Vermögenswerte beeinträchtigt werden könnte, wenn die Geschäftspartner ihren Verpflichtungen nicht bzw. nicht in voller Höhe nachkommen. Bei Überschreiten einer bestimmten Kreditlinie wird das Ausfallrisiko über eine Kreditversicherung versichert.

Aufgrund der Richtlinien und Organisationsstruktur wird das Risiko von Forderungsausfällen als niedrig eingestuft mit geringen Auswirkungen.

Liquiditätsrisiko

Die Finanzierung der Gesellschaft wird über das Treasury der Plansee-Gruppe abgewickelt. Dem Unternehmen steht immer ausreichend Liquidität über ein Cashpool-Konto zur Verfügung. Die Gesellschaft ist jederzeit in der Lage, ihren Verpflichtungen nachzukommen.

Aufgrund der zentralen Finanzierung wird das Risiko mangelnder Liquidität als niedrig mit geringer Auswirkung eingestuft.

IT-Risiko

Der Krieg in der Ukraine ist begleitet von massiven Cyberattacken auf kritische Infrastruktur, mittlerweile auch außerhalb der Ukraine. Die Plansee IT-Security ist in enger interner und externer Abstimmung, um die Netzwerke an allen Standorten zu schützen.

Aktuell steht die Unternehmensgruppe in ständigem Kontakt mit Kunden, Lieferanten, Logistikpartnern und staatlichen Einrichtungen. Die Plansee Produktionsnetzwerke sind aktuell voll operativ mit stabilen Versorgungsketten. Eine Cyber-Attacke innerhalb des Unternehmens ist bisher nicht aufgetreten.

Die PLANSEE Composite Materials GmbH ist voll ins SAP-System und in andere IT-Software-Systemen der Plansee Gruppe eingebunden und von deren Systemsicherheit abhängig.

Aufgrund der Maßnahmen wird das Risiko von erfolgreichen Cyberattacken auf die IT-Infrastruktur als niedrig eingeschätzt mit geringen Auswirkungen.

3. Chancenbericht

Die Unternehmensgruppe arbeitet intensiv an Effizienzsteigerungsprogrammen, welche die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft steigern sollen. In diesem Zusammenhang wurden Servicegesellschaften gegründet, die zentral Dienstleistungen in den Bereichen Personalbeschaffung, -abrechnung und -entwicklung, Finanzbuchhaltung, IT und Controlling von Vertriebs- und Produktionsgesellschaften übernommen haben. In diesen Bereichen wird im Rahmen eines b2g-Projekts unter anderem die Digitalisierung und Automation vorangetrieben.

Weitere Chancen sieht die Gesellschaft in der Entwicklung neuer und innovativer Produkte, die zu neuen Absatzmärkten und einer erhöhten Nachfrage führen können. Durch die hohe Qualität unserer Produkte sehen wir eine Chance gegenüber Wettbewerbern und die Möglichkeit, Kunden langfristig an uns zu binden.

 

Lechbruck, den 3. Juni 2022

Die Geschäftsführung

Mathias Simon Hochstrasser, Geschäftsführer

Bilanz zum 28. Februar 2022

Aktivseite

EUR EUR Vorjahr
EUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte      
    11.217,00 12.470,00
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, gundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.449.332,00   3.619.896,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.826.165,00   5.743.086,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.591.156,00   3.197.920,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.224.936,36   1.298.888,96
    12.091.589,36 13.859.790,96
    12.102.806,36 13.872.260,96
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.164.975,97   4.392.391,53
2. Unfertige Erzeugnisse 5.126.947,92   4.465.820,58
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 6.190.925,48   6.548.916,54
    18.482.849,37 15.407.128,65
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.594.198,63   1.999.934,84
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 12.556.702,77   9.789.887,25
3. Sonstige Vermögensgegenstände 853.540,94   782.292,27
    15.004.442,34 12.572.114,36
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   750.725,43 31.078,86
    34.238.017,14 28.010.321,87
C. Rechnungsabgrenzungsposten   217.864,32 218.808,46
    46.558.687,82 42.101.391,29

Passivseite

     
EUR EUR Vorjahr
EUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital   520.000,00 520.000,00
II. Gewinnrücklagen      
Andere Gewinnrücklagen   21.344.765,70 20.298.903,39
III. Jahresüberschuss   7.401.065,86 5.045.862,31
    29.265.831,56 25.864.765,70
B. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.839.817,00   4.701.698,00
2. Steuerrückstellungen 1.006.726,20   65.538,11
3. Sonstige Rückstellungen 3.784.466,00   3.170.506,00
    9.631.009,20 7.937.742,11
C. Verbindlichkeiten      
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 126.030,18   89.448,30
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.956.249,14   3.897.005,88
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.426.751,24   2.940.819,48
4. Sonstige Verbindlichkeiten 146.456,10   1.365.262,80
- davon aus Steuern: EUR 123.279,17 (i. Vj. EUR 1.349.746,91)      
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 199,10 (i.Vj. EUR 773,66)      
    7.655.486,66 8.292.536,46
D. Rechnungsabgrenzungsposten   6.360,40 6.347,02
    46.558.687,82 42.101.391,29

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. März 2021 bis 28. Februar 2022

EUR EUR Vorjahr
EUR
1. Umsatzerlöse   67.791.603,45 64.698.458,88
2. Erhöhung (i.Vj. Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   344.067,17 -1.113.313,67
3. Andere aktivierte Eigenleistungen   122.179,93 8.470,00
4. Sonstige betriebliche Erträge      
- Erträge aus der Währungsumrechnung 914.514,30   709.351,78
- übrige 830.765,04   588.431,01
    1.745.279,34 1.297.782,79
    70.003.129,89 64.891.398,00
5. Materialaufwand:      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 24.447.436,35   23.872.265,66
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.989.284,85   6.629.227,36
    31.436.721,20 30.501.493,02
6. Personalaufwand:      
a) Löhne und Gehälter 14.383.069,49   13.149.532,38
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.806.008,07   2.836.901,06
- davon für Altersversorgung EUR 245.099,01 (i.Vj. EUR 393.217,27)   17.189.077,56 15.986.433,44
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.768.635,72   2.887.571,44
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen      
- Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 578.173,11   699.901,11
- übrige 7.557.825,95   7.619.763,56
    8.135.999,06 8.319.664,67
    10.472.696,35 7.196.235,43
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 407,46   4.565,01
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 407,46 (i.Vj. EUR 4.525,01)      
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen      
- davon an verbundene Unternehmen EUR 40.942,55 (i.Vj. EUR 35.147,36)      
- Aufwendungen aus der Abzinsung 104.638,00   115.732,00
- übrige 48.844,93   42.234,36
  153.482,93   157.966,36
    153.075,47 -153.401,35
    10.319.620,88 7.042.834,08
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   2.899.893,86 1.978.476,07
12. Ergebnis nach Steuern   7.419.727,02 5.064.358,01
13. Sonstige Steuern   18.661,16 18.495,70
14. Jahresüberschuss   7.401.065,86 5.045.862,31

Anhang zum 28. Februar 2022

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeines

Der Jahresabschluss der PLANSEE Composite Materials GmbH ("Gesellschaft"), Amtsgericht Kempten HRB 3572, wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) in EUR erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei Jahre zugrunde gelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum z. B. aufgrund der Laufzeit eines Patents ergibt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. In die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen einbezogen. Die Nutzungsdauer beträgt bei Gebäuden 25 bis 33 Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen 5 bis 10 Jahre, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre. Für geringwertige Anlagegüter wendet die Gesellschaft analog die Regelung des § 6 Abs. 2 EStG an. Dementsprechend werden geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in früheren Geschäftsjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen.

Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet und werden mit der jeweils zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Zu Einzelheiten wird auf die Ausführungen unter den Angaben zur Bilanz verwiesen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen. Auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden in Abhängigkeit von der errechneten Reichweite gestaffelte Abschläge zwischen 15 % und 90 % vorgenommen. Bei fertigen Erzeugnissen und Waren werden Reichweitenabschläge von 50 % bzw. 90 % vorgenommen.

Forderungen werden zum Nennbetrag beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung von 1,5 % (i.Vj. 1,5 %) zu Forderungen Rechnung getragen.

Flüssige Mittel sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten bewertet.

Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern für eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird nicht ausgeübt. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt zu einem Steuersatz in Höhe von 27,0 % (i.Vj. 27,0 %).

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen wird auf die Ausführungen unter den Angaben zur Bilanz verwiesen.

Die Jubiläumsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Methoden auf Basis eines Zinsfußes von 1,35 % unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck berechnet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins.

Die übrigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. Erfüllungsbetrag bewertet.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt.

II. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.594 (i.Vj. TEUR 2.000) wurde eine Pauschalwertberichtigung iHv TEUR 94 (i.Vj. 86 TEUR) gebildet. Die Forderungen sind allesamt innerhalb eines Jahres fällig.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen weist ein Betrag von TEUR 470 (i.Vj. TEUR 490) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 1.013 (i.Vj. TEUR 872) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 11.543 (i.Vj. TEUR 8.918) Forderungen aus dem Cash-Pooling.

Eigenkapital

Aus den Gewinnrücklagen hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr eine Dividende in Höhe von TEUR 4.000 augeschüttet. Der Jahresüberschuss zum 28. Februar 2021 wurde in Höhe von EUR 5.045.862,31 in die Gewinnrücklagen eingestellt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Als versicherungsmathematisches Berechnungsverfahren wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit-Methode) angewandt. Folgende Annahmen wurden der Berechnung zugrundegelegt:

28.2.2022
Zinssatz (gemäß Vereinfachungsregel § 253 Abs. 2 S. 2 HGB) 1,82 %
Erwartete Lohn- und Gehaltsteigerungen 2,5 %
Erwartete Rentensteigerungen 2,0 %
Fluktuation 3,5 %
Zugrunde gelegte Sterbetafeln Heubeck 2018 G

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und demjenigen aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 390. In dieser Höhe besteht eine Ausschüttungssperre.

Latente Steuern

Die latenten Steuern beruhen auf Differenzen zwischen dem handelsrechtlichen und dem steuerrechtlichen Wertansätzen bei den folgenden Vermögensgegenständen und Schulden sowie auf steuerlichen Verlustvorträgen:

Basis für aktive latente Steuern:

Sachanlagen

Pensionsrückstellungen

Rückstellungen für drohende Verluste

Jubiläumsrückstellung

Fremdwährungsbewertung von Verbindlichkeiten

Basis für passive latente Steuern:

Fremdwährungsbewertung von Forderungen

Bei der Bewertung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 27 % zugrunde gelegt (i.Vj. 27 %). Aufgrund des Aktivüberhangs an latenten Steuern wurde das Wahlrecht zur Aktivierung nicht ausgeübt.

Sonstige Rückstellungen

28.02.2022 28.02.2021
1. Sonstige Rückstellungen mit nicht unerheblichem Umfang 3.560 2.872
davon für Mitarbeiterprämien, Tantiemen 1.388 1.028
davon für Gewährleistung und Reklamationen 625 448
davon für Urlaubsverpflichtungen 348 430
davon für Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld 220 228
davon für Jübiläumsverpflichtungen 249 246
davon für Abfindungen und Freistellungsgehälter 430 210
davon für unterlassene Instandhaltung 132 179
davon für Gleitzeitverpflichtungen 168 103
2. Sonstige Rückstellungen mit unerheblichem Umfang 224 299
Summe Sonstige Rückstellungen 3.784 3.171

Verbindlichkeiten

Die Angaben zu den Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgender Tabelle:

Restlaufzeit Gesamtbetrag davon durch Pfandrechte und ähnli- Art u. Form der
bis zu 1 Jahr
EUR
mehr als 1 Jahr bis zu 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
28.2.2022
EUR
che Rechte gesichert
EUR
Sicherheit
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 126.030,18 0,00 0,00 126.030,18    
  (i.Vj. TEUR 89) (i.Vj. TEUR -) (i.Vj. TEUR -) (i.Vj. TEUR 89)    
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.956.249,14 0,00 0,00 5.956.249,14   Übliche Eigentumsvorbehalte
  (i.Vj. TEUR 3.897) (i.Vj. TEUR -) (i.Vj. TEUR -) (i.Vj. TEUR 3.897)    
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.426.751,24 0,00 0,00 1.426.751,24    
  (i.Vj. TEUR 2.941) (i.Vj. TEUR -) (i.Vj. TEUR -) (i.Vj. TEUR 2.941)    
Sonstige Verbindlichkeiten 146.456,10 0,00 0,00 146.456,10    
  (i.Vj. TEUR 1.365) (i.Vj. TEUR -) (i.Vj. TEUR -) (i.Vj. TEUR 1.365)    
  7.655.486,66 0,00 0,00 7.655.486,66    
  (i.Vj. TEUR 8.293) (i.Vj. TEUR -) (i.Vj. TEUR -) (i.Vj. TEUR 8.293)    

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 140 (i.Vj. TEUR 259) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 1.287 (i.Vj. TEUR 2.679) übrige Verbindlichkeiten.

2. Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

TEUR
Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen  
Eigene Erzeugnisse 61.044
Erlöse aus Rohstoffen/Abfällen 2.455
Handelswaren 3.139
Dienstleistungen/Lohnveredelungen 884
sonstiges 270
  67.792
TEUR
Aufgliederung nach geographisch bestimmten Märkten  
Asien, Naher Osten 15.644
Europäische Union (außer Deutschland) 18.717
Deutschland 20.733
Nordamerika 7.188
übriges Europa 5.294
Südamerika 191
Australien 25
  67.792

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten mit TEUR 407 Erträge, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind; sie resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 310) und Anlageabgängen (TEUR 96).

III. Sonstige Angaben

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

In Bezug auf die zum Bilanzstichtag bestehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat das Unternehmen einen Factoringvertrag mit einem verbundenen Unternehmen abgeschlossen und dadurch Forderungen zum Zweck der Verbesserung der im Rahmen des Cash Poolings bestehenden Liquidität sowie der Minimierung des Ausfallrisikos verkauft. Durch das Factoring verbesserte sich der im Rahmen des Cash Poolings bestehende Saldo gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 5.209) und es ergaben sich geringfügige Auswirkungen auf die Zinsaufwendungen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen Verpflichtungen aus Miet-, Leasing-, Wartungs- und Dienstleistungsverträgen in Höhe von TEUR 1.071, wovon innerhalb eines Jahres TEUR 314 fällig sind. Der Restbetrag in Höhe von TEUR 757 ist innerhalb der darauf folgenden vier Jahre fällig. Darüberhinaus bestehen Verpflichtungen in Form von Bestellobligos für Investitionsvorhaben in Höhe von TEUR 102.

Abschlussprüferhonorar

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2021/2022 berechnete Gesamthonorar beträgt für

TEUR
die Abschlussprüfungsleistungen 47
  47

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung

 

Herr Mathias Simon Hochstrasser, Alleingeschäftsführer der PLANSEE Composite Materials GmbH

Verwaltungsrat

 

Herr Mag. Ulrich Lausecker, Geschäftsführender Direktor der Plansee SE, Reutte/Tirol, Österreich, Vorsitzender;

 

Herr Dr. Frank Müller, Geschäftsführer der Plansee Powertech AG, Seon, Schweiz.

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Für frühere Mitglieder der Geschäftsführung bzw. deren Hinterbliebene sind Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 240 bilanziert; die Gesamtbezüge dieser Personengruppe im Geschäftsjahr 2021/2022 betrugen TEUR 23.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden im Durchschnitt 233 Arbeitnehmer in folgenden Gruppen beschäftigt:

2021/2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 162
Angestellte 71
  233

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt dem Verwaltungsrat vor, vom Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 7.401 eine Dividende in Höhe von TEUR 6.000 zum 01.08.2022 an die Gesellschafterin auszuschütten und den Rest in Höhe von TEUR 1.401 in die Rücklagen einzustellen.

Nachtragsbericht

Vorgängen von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ergeben.

Konzernabschluss, Mutterunternehmen

Die PLANSEE Composite Materials GmbH, Lechbruck am See, wird in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft des Plansee-Konzerns, der Plansee Holding AG, Reutte/Tirol, Österreich, einbezogen (größter und kleinster Kreis von Unternehmen). Der Konzernabschluss ist am Sitz der Plansee Holding AG erhältlich.

 

Lechbruck, den 3. Juni 2022

Die Geschäftsführung

Mathias Simon Hochstrasser, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- oder Herstellkosten
Stand 01.03.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 28.02.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 496.778,53 9.168,00 0,00 0,00 505.946,53
  496.778,53 9.168,00 0,00 0,00 505.946,53
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.626.366,44       9.626.366,44
2. Technische Anlagen und Maschinen 34.442.069,26 81.441,23 1.157.951,48 919.411,08 34.284.970,09
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.195.560,23 168.975,02 0,00 29.846,02 11.394.381,27
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.298.888,96 875.304,50 0,00 -949.257,10 1.224.936,36
  56.562.884,89 1.125.720,75 1.157.951,48 0,00 56.530.654,16
  57.059.663,42 1.134.888,75 1.157.951,48 0,00 57.036.600,69
Abschreibungen
Stand 01.03.2021 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge Stand 28.02.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 484.308,53 10.421,00 0,00 494.729,53
  484.308,53 10.421,00 0,00 494.729,53
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.006.470,44 170.564,00   6.177.034,44
2. Technische Anlagen und Maschinen 28.698.983,26 1.782.065,68 1.022.243,85 29.458.805,09
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.997.640,23 805.585,04 0,00 8.803.225,27
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  42.703.093,93 2.758.214,72 1.022.243,85 44.439.064,80
  43.187.402,46 2.768.635,72 1.022.243,85 44.933.794,33
Buchwerte
Stand 28.02.2022 Stand 28.02.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 11.217,00 12.470,00
  11.217,00 12.470,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.449.332,00 3.619.896,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.826.165,00 5.743.086,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.591.156,00 3.197.920,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.224.936,36 1.298.888,96
  12.091.589,36 13.859.790,96
  12.102.806,36 13.872.260,96

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die PLANSEE Composite Materials GmbH, Lechbruck am See

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PLANSEE Composite Materials GmbH, Lechbruck am See, - bestehend aus der Bilanz zum 28. Februar 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. März 2021 bis zum 28. Februar 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PLANSEE Composite Materials GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. März 2021 bis zum 28. Februar 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 28. Februar 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. März 2021 bis zum 28. Februar 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 3. Juni 2022

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Holger Lutz, Wirtschaftsprüfer

ppa. Patrick Konhäuser, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 28. Februar 2022 wurde am 1. August 2022 festgestellt.

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