Kermi Duschdesign GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Sanitärkeramik
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Klaus-Dieter Dr. Gloe seit 30.3.2017 | Geschäftsführer |
Knut Bartsch seit 23.2.2015 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
AFG International AG | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BerichtigungAufgrund eines technischen Versehens seitens des Bundesanzeiger Verlages ist die Veröffentlichung vom 23.11.2016 fehlerhaft.AFG Schoch GmbHPlattlingKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Konzernbilanz zum 31. Dezember 2015Aktiva
Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung
|
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| Vorjahr | ||
| € | € | |
| 1. Umsatzerlöse | 350.020.939 | 340.062.290 |
| 2. Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | -1.074.509 | -581.543 |
| 3. andere aktivierte Eigenleistungen | 1.566.932 | 1.627.408 |
| 4. sonstige betriebliche Erträge | 5.108.202 | 6.001.666 |
| - davon aus Währungsumrechnungen: € 942.547 (im Vorjahr: € 613.320) | ||
| 355.621.564 | 347.109.821 | |
| 5. Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -160.515.496 | -154.789.512 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -12.809.527 | -13.606.182 |
| 6. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | -84.468.996 | -81.746.294 |
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | -21.248.952 | -19.268.023 |
| - davon für Altersversorgung: € 3.810.783 (im Vorjahr: € 2.436.514) | ||
| 7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -21.438.979 | -23.284.678 |
| 8. sonstige betriebliche Aufwendungen | -49.860.587 | -51.722.554 |
| - davon aus Währungsumrechnungen: €1.384.841 (im Vorjahr: €1.943.250) | ||
| 5.279.027 | 2.692.578 | |
| 9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 402.395 | 416.335 |
| - davon aus verbundenen Unternehmen: €16.312 (im Vorjahr €142.907) | ||
| 10. Abschreibungen auf Finanzanlagen | -2.500.000 | 0 |
| 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -4.487.704 | -7.012.169 |
| - davon an verbundene Unternehmen: € 2.646.365 (im Vorjahr € 5.271.110) | ||
| - davon aus der Aufzinsung der Rückstellung: €1.316.789 (im Vorjahr: €1.326.972) | ||
| 12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -1.306.282 | -3.903.256 |
| 13. Außerordentliche Aufwendungen | -318.182 | -318.182 |
| - davon aus der Bewertungsanpassung BiLMoG: € 318.182 (im Vorjahr € 318.182-) | ||
| 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -1.962.282 | -1.226.934 |
| - davon latente Steuern: € -125.185 (im Vorjahr € -737.958) | ||
| 15. sonstige Steuern | -272.862 | -249.007 |
| 16. Ausgleichzahlungen an Minderheitsgesellschafter | -1.353.000 | -1.353.000 |
| 17. Konzernjahresfehlbetrag | -5.212.608 | -7.050.379 |
A. Allgemeine Angaben
Der Konzernabschluss der deutschen AFG-Gruppe wird auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.
Die Gliederung der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung richtet sich nach den §§ 266 und 275 HGB. Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt.
B. KONSOLIDIERUNGSKREIS
Die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen werden voll konsolidiert.
Folgenden Gesellschaften werden in den Konzernabschluss der AFG Schoch GmbH einbezogen:
| AFG Arbonia-Forster-Deutschland GmbH, Plattling | 80,00 % der Anteile hält die AFG Schoch GmbH |
| AFG Arbonia-Forster-Riesa GmbH, Riesa | 99,92 % der Anteile hält die AFG Arbonia-Forster-Deutschland GmbH |
| Forster Profilsysteme GmbH, Rottweil | 100,00 % der Anteile hält die AFG Arbonia-Forster-Deutschland GmbH |
| Kermi s.r.o., Tschechien | 100,00 % der Anteile hält die Kermi GmbH |
| PZP Heating a.s., Tschechien | 100,00 % der Anteile hält die Kermi GmbH |
| Kermi Sp. z o.o., Polen | 99,99 % der Anteile hält die Kermi GmbH |
| Kermi (UK) Ltd., Großbritannien | 100,00 % der Anteile hält die Kermi GmbH |
| Kermi GmbH, Plattling | 100,00 % der Anteile hält die AFG Arbonia-Forster-Deutschland GmbH |
Mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2015 werden weiterhin die folgenden Gesellschaften in den Konzernabschluss einbezogen:
| WERTBAU GmbH, Langenwetzendorf (früher Blitz 15-132 GmbH, München) | 100,00 % der Anteile hält die AFG Arbonia-Forster-Deutschland GmbH |
| WERTBAU GmbH & Co.KG, Langenwetzendorf | 100,00 % der Anteile hält die WERTBAU GmbH |
| WERTBAU Elemente GmbH, Langenwetzendorf | 100,00 % der Anteile hält die WERTBAU GmbH & Co.KG |
| InnoPaint GmbH, Langenwetzendorf | 100,00 % der Anteile hält die WERTBAU GmbH & Co.KG |
| Wertbau Verwaltungs GmbH, Langenwetzendorf | 100,00 % der Anteile hält die WERTBAU GmbH & Co.KG |
Folgende Gesellschaften nutzen die Befreiungsvorschriften nach § 264 Abs. 3 HGB:
| ― |
AFG Arbonia-Forster-Deutschland GmbH |
| ― |
Kermi GmbH |
| ― |
AFG Arbonia-Forster-Riesa GmbH |
| ― |
Forster Profilsysteme GmbH |
| ― |
WERTBAU GmbH |
Die WERTBAU Elemente GmbH und die Wertbau Verwaltungs GmbH hinterlegen als kleine Gesellschaften die Jahresabschlüsse, die InnoPaint GmbH und die WERTBAU GmbH & Co. KG haben vom Kalenderjahr abweichende Geschäftsjahre.
C. Konsolidierungsmethoden
Bilanzstichtag
Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden mit Ausnahme von zwei Gesellschaften zum Bilanzstichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Für diese Gesellschaften wurden Zwischenabschlüsse erstellt. Der Konzernabschlussstichtag stimmt mit dem Bilanzstichtag der Muttergesellschaft überein.
Einheitliche Bewertung
Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Gesellschaften werden einheitlich nach den unter D. beschriebenen Grundsätzen bilanziert und bewertet.
Umrechnung von Abschlüssen in fremder Währung
Bei den in den jeweiligen Landeswährungen aufgestellten Jahresabschlüsse der Gesellschaften in Tschechien, Polen und Großbritannien werden alle Bilanzpositionen (außer Eigenkapital) einheitlich mit dem Devisenkassamittelkurs, die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittskurs umgerechnet. Die Umrechnung erfolgte mit folgenden Kursen:
| Stichtagskurse 31.12.2015 | Jahresdurchschnittskurse 2015 |
| 1 € = 27,0250 tschechische Kronen | 1 € = 27,2731 tschechische Kronen |
| 1 € = 4,2615 polnische Zloty | 1 € = 4,1810 polnische Zloty |
| 1 € = 0,7350 englisches Pfund | 1 € = 0,7258 englisches Pfund |
Die Differenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals zu den historischen Wechselkursen und die Differenzen, die sich aus der Umrechnung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zu unterschiedlichen Kursen ergeben, werden im Eigenkapital in einer gesonderten Position "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen.
Kapitalkonsolidierung
Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile zum 1. Januar 2011. Dabei werden die Buchwerte der Beteiligungen bei den jeweiligen Muttergesellschaften mit den anteilig erworbenen Eigenkapitalpositionen aufgerechnet. Soweit vorhanden, wurden stille Reserven und Lasten vorweg aufgedeckt und damit das aufzurechnende neubewertete Eigenkapital der Tochtergesellschaften erhöht. Der sich danach ergebende aktivische Unterschiedsbetrag wurde auf der Grundlage der jeweiligen Unternehmenswerte auf die verschiedenen Segmente des Konzerns verteilt. Auf der Grundlage des ermittelten Unternehmenswertes ergab sich für die Bereiche Heiztechnik und Sanitär ein positiver Unterschiedsbetrag, der als Firmenwert angesetzt und über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben wird.
Schuldenkonsolidierung
Bei der Schuldenkonsolidierung wurden die Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gemäß § 303 HGB eliminiert.
Zwischengewinneliminierung
Die in den zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Vermögenswerten enthaltenen Zwischenergebnisse aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr wurden - soweit wesentlich erfolgswirksam eliminiert.
Aufwands- und Ertragskonsolidierung
Aufwendungen und Erträge zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach § 305 HGB eliminiert.
latente Steuern
Der Konzernertragsteueraufwand wurde aus den Einzelabschlüssen abgeleitet. Für temporäre Bewertungsdifferenzen zwischen den Einzelabschlüssen und der Bewertung auf Konzernebene sowie aus Konsolidierungssachverhalten wurden latente Steuern angesetzt.
D. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Erläuterungen zum Konzernabschluss
Die Unternehmen der Wertbau-Gruppe werden mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2015 in den Konzernabschluss einbezogen. Die Auswirkungen auf die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind von geringer Bedeutung. Die Positionen der Bilanz haben sich im Durchschnitt um rd. 10 % erhöht.
1. Firmenwert
Aus der Erstkonsolidierung der AFG Arbonia-Forster-Deutschland GmbH und ihrer Tochtergesellschaften ergab sich zum 1. Januar 2011 für den Bereich Heiztechnik und Sanitär ein Firmenwert von rd. € 90 Mio. Die planmäßigen Abschreibungen dieses Firmenwerts sowie der Werte, die später durch Unternehmenskäufe entstanden sind, werden auf der Grundlage einer voraussichtlichen Nutzungsdauer von 10 Jahren linear berechnet. Die Verteilung auf 10 Jahre erfolgt aufgrund der langfristigen Ausrichtung des Konzernverbunds. Auch bei den Firmenwerten, die sich später durch Unternehmenskäufe ergaben, werden die Abschreibungen auf der Grundlage einer Nutzungsdauer von 10 Jahren berechnet.
2. Anlagevermögen
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung der im Rahmen der Kapitalkonsolidierung aktivierten Unterschiedsbeträge bewertet, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Die Herstellungskosten enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten sowie notwendige produktionsbezogene Gemeinkosten einschließlich der Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen werden mit Sätzen zwischen 2,5% und 20% p. a., im Jahr des Zugangs zeitanteilig, vorgenommen. Die Berechnung der Abschreibung erfolgt grundsätzlich linear, ggf. degressiv, soweit diese Methode bei Zugängen bis 2009 angewendet wurde.
Die Entwicklung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens ist aus dem beigefügten Konzernanlagenspiegel ersichtlich.
3. Umlaufvermögen
Die Bewertung der Vorräte erfolgt mit dem gleitenden Durchschnitt der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren Marktpreis am Bilanzstichtag. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten die notwendigen Gemeinkosten einschließlich Abschreibungen. Das Niederstwertprinzip wird hierbei beachtet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Einzelrisiken bewertet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch einen pauschalen Abschlag Rechnung getragen.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit T€ 1.209 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.
Forderungen und Bankguthaben, die auf fremde Währung lauten, werden mit dem Umrechnungskurs am Tag des Geschäftsvorfalls erfasst. Soweit die Differenz zum Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages von untergeordneter Bedeutung war, wurde auf eine Umbewertung auf diesen Wert verzichtet.
4. aktive latente Steuern
Die aktiven latenten Steuern resultieren aus den nachfolgend dargestellten Sachverhalten. Der Steuersatz ergibt sich aus dem jeweiligen Landesrecht.
| Bemessungsgrundlage | Steuersatz | latente Steuern | |
| € | € | ||
| aktive latente Steuern | |||
| aus konzerneinheitlicher Bewertung | |||
| - Bewertungsdifferenz Anlagevermögen | -2.109.959 | 19,00 % | -400.892 |
| - Bewertungsdifferenz Vorräte | 1.621.421 | 19,00 % | 308.070 |
| - Bewertungsdifferenz Rückstellung | 689.506 | 19,00 % | 131.006 |
| aktive latente Steuer aus steuerlichen Verlustvorträgen | 119.805 | 19,00 % | 22.763 |
| insgesamt | 60.947 |
5. Konzerneigenkapital
Zur Entwicklung des Konzerneigenkapitals verweisen wir auf den beigefügten Konzern-Eigenkapitalspiegel.
Im Konzern-Eigenkapitalspiegel wurde zur besseren Darstellung die Differenz aus der Währungsumrechnung des Eigenkapitals der ausländischen Tochtergesellschaften, die nicht in Euro bilanzieren, in einer gesonderten Position ausgewiesen. Dabei enthält diese Position nur den Anteil, der auf die Konzernmuttergesellschaft entfällt.
Der Anteil der Minderheitsgesellschafter wird angesetzt für die Minderheitsbeteiligung von 20 % an der AFG Arbonia-Forster-Deutschland GmbH. In dieser Position wird sowohl das anteilige Eigenkapital des Minderheitsgesellschafters angesetzt als auch der auf die Minderheit entfallende Anteil an der Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung.
Mit den Minderheitsgesellschaftern der AFG Arbonia-Forster-Deutschland GmbH wurde als Ausgleich für den Gewinnabführungsvertrag mit der Mehrheitsgesellschafterin eine feste Ausgleichszahlung von € 1.353.000 p.a. vereinbart.
6. Rückstellungen
Rückstellungen werden für alle ungewissen Verbindlichkeiten nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet. Dabei sind alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.
Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen sind mit dem Teilwert nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf der Basis eines Zinsfußes von 3,89 % unter Anwendung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck gebildet. Bei der Berechnung wurden ein Gehaltstrend von 1,75 %, ein Rententrend von 1,75 % sowie eine Fluktuation von 2 % angesetzt.
Aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach den Regelungen des BilMoG zum 1. Januar 2010 ergab sich für die Konzernunternehmen im Vergleich zum bisherigen Ansatz per 31.12.2009 eine Bewertungsdifferenz von insgesamt € 4.772.738, für die von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch gemacht und der Aufwand aus der Umstellung linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren verteilt wird. Im Geschäftsjahr 2015 wurde der 6. Teil mit € 318.182 in den außerordentlichen Aufwendungen erfasst. Die buchmäßige Unterdeckung beträgt zum 31. Dezember 2015 noch T€ 2.864.
Die Ermittlung der Rückstellung für Altersteilzeit erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung eines Zinssatzes von 3,89 % p.a. Zum Ansatz kommen gemäß IDW RS HFA 3 sowohl der Erfüllungsrückstand als auch die künftig zu gewährenden Aufstockungsbeträge für diejenigen Arbeitnehmer, die von der Altersteilzeitregelung bereits Gebrauch machen.
Unter den sonstigen Rückstellungen werden folgende Rückstellungen erfasst:
| Zeitausgleich und ausstehender Urlaub | T€ 5.677,3 |
| Garantie | T€ 5.349,4 |
| andere Personalkosten | T€ 4.100,4 |
| Boni, Rabatte, Preisnachlässe | T€ 3.286,4 |
| Altersteilzeit | T€ 2.088,0 |
| andere | T€ 2.575,8 |
| insgesamt | T€ 23.077,3 |
7. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Soweit die Differenz zum Devisenkassamittelkurs von untergeordneter Bedeutung war, wurde auf eine Umbewertung auf diesen Wert verzichtet.
Die Verbindlichkeiten sind sämtlich innerhalb eines Jahres fällig. Konzerninterne Darlehen werden in der Regel jährlich verlängert. Sicherheiten wurden für die Darlehen nicht gewährt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit T€ 4.260 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
8. passive latente Steuern
Aus Konsolidierungssachverhalten resultieren die folgenden latenten Steuern. Die sich aus den Konsolidierungen ergebenden aktiven und passiven latenten Steuern werden saldiert dargestellt. Der Steuersatz entspricht dem der Muttergesellschaft.
| Bemessungsgrundlage | Steuersatz | latente Steuern | |
| € | € | ||
| passive latente Steuern | |||
| - stille Reserven aus der Kapitalkonsolidierung | 27.594.305 | 27,38 % | 7.555.300 |
| aktive latente Steuern | |||
| - Zwischengewinneliminierung Anlagevermögen | -12.604 | 27,38 % | -3.451 |
| - Zwischengewinneliminierung Vorräte | -180.602 | 27,38 % | -49.449 |
| insgesamt | 7.502.400 |
9. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Bestellobligo für Investitionen und Materialeinkauf im Folgejahr (€ 3,6 Mio.) sowie aus Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen (€ 2,1 Mio.).
10. Derivative Finanzinstrumente
Zum Jahresende bestanden keine derivativen Finanzinstrumente.
11. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn und Verlustrechnung
Die Umsatzerlöse wurden mit € 255,5 Mio. im Inland und mit € 94,5 Mio. im Ausland erzielt. Der überwiegende Anteil der Umsatzerlöse stammt aus dem Segment Heizung / Sanitär.
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten als größte Positionen Erträge aus Kursgewinnen (€ 0,9 Mio.), Weiterverrechnung von Personal- und Pkw-Kosten (€ 0,9 Mio.), Erstattungen Mineralölsteuer (€ 0,2 Mio.) und Erträge aus der Kantine (€ 0,6 Mio.).
Von den Abschreibungen von € 23,9 Mio. entfällt ein Betrag von € 10,3 Mio. auf die Firmenwerte. Auf aufgedeckte stille Reserven wurden Abschreibungen von € 1,3 Mio. vorgenommen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen insbesondere Ausgangsfrachten (€ 9,3 Mio.), Werbung (€ 7,1 Mio.), Instandhaltungen (€ 7,1 Mio.) und Mieten (€ 3,4 Mio.).
Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betreffen ein ausgereichtes längerfristiges Darlehen.
In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (€ 2,0 Mio.) sind latente Steuern aus Konsolidierungssachverhalten (€ -0,3 Mio.) und aus der Anpassung an die Konzernrechnungslegung bei ausländischen Tochtergesellschaften (€ 0,1 Mio.) enthalten.
E. Sonstige Pflichtangaben
1. Angaben über die Mitglieder der Geschäftsführung
Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte der Konzernobergesellschaft geführt durch:
Herrn Wolfgang Stuckert, Sternenfels, kaufmännischer Geschäftsführer (bis 26. März 2015)
Herrn Knut Bartsch, Erding, kaufmännischer Geschäftsführer (seit 27. März 2015)
Herrn Dr. Roger Schönborn, Deggendorf, kaufmännischer Geschäftsführer (seit 27. März 2015)
Zugunsten der Geschäftsführer wurden weder Kredite noch andere Haftungsverhältnisse eingegangen. Von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.
2. Angaben nach § 42 Abs. 3 GmbH-Gesetz
Forderungen gegen die Gesellschafterin AFG International AG sind in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit € 7,5 Mio. enthalten.
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind am Bilanzstichtag 2015 Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin AFG International AG mit €118,2 Mio. ausgewiesen.
Im Geschäftsjahr 2015 sind Zinsen in Höhe von € 2,6 Mio. an die Gesellschafter gezahlt worden.
3. Angaben zu den Arbeitnehmern
Die Konzerngesellschaften beschäftigten im Jahresdurchschnitt 2.468 Mitarbeiter (im Vorjahr 2.447 Mitarbeiter). Die Zahlen der Beschäftigten verteilen sich auf folgende Bereiche:
| Arbeiter | 1.785 |
| Angestellte | 683 |
| insgesamt | 2.468 |
4. Angaben zu den Abschlussprüferhonoraren
Für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses belaufen sich im Geschäftsjahr 2015 die Honorare für Mutter- und Tochtergesellschaften auf insgesamt T€ 64,4.
| Abschlussprüfungsleistungen | T€ 36,1 |
| andere Bestätigungsleistungen | T€ 13,1 |
| sonstige Dienstleistungen | T€ 15,2 |
| insgesamt | T€ 64,4 |
5. Konzernzugehörigkeit
Die AFG Schoch GmbH wird in den Konzernabschluss der AFG Arbonia-Forster-Holding AG, Arbon (Schweiz), einbezogen. Der Abschluss wird nach IFRS Bilanzierungsrichtlinien aufgestellt und ist am Sitz der AFG Arbonia-Forster-Holding AG, Arbon (Schweiz), offengelegt.
Plattling, den 31. Mai 2016
Knut Bartsch
Dr. Roger Schönborn
| ANSCHAFFUNGS-/HERSTELLUNGSKOSTEN | ||||
| Stand 01.01.2015 | Währungsdifferenzen | Zugänge | Umbuchungen | |
| € | € | € | € | |
| Anlagevermögen | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Lizenzen | 5.977.047 | 8.280 | 328.771 | 0 |
| 2. Firmenwert | 100.401.504 | 0 | 6.857.050 | 0 |
| 106.378.551 | 8.280 | 7.185.821 | 0 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 137.334.522 | 1.019.068 | 707.354 | 66.792 |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 150.002.522 | 973.169 | 2.714.180 | 5.412.145 |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 30.197.709 | -109.159 | 2.037.441 | 243.416 |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 6.388.899 | 15.163 | 4.170.792 | -5.722.353 |
| 323.923.652 | 1.898.241 | 9.629.767 | 0 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| sonstige Ausleihungen | 4.800.000 | 0 | 0 | 0 |
| 4.800.000 | 0 | 0 | 0 | |
| 435.102.203 | 1.906.521 | 16.815.588 | 0 | |
| ANSCHAFFUNGS-/HERSTELLUNGSKOSTEN | |||
| Zugang Wertbau | Abgänge | Stand 31.12.2015 | |
| € | € | € | |
| Anlagevermögen | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| 1. Lizenzen | 788.046 | 101.830 | 7.000.314 |
| 2. Firmenwert | 0 | 0 | 107.258.554 |
| 788.046 | 101.830 | 114.258.868 | |
| II. Sachanlagen | |||
| 1. Grundstücke und Bauten | 12.172.361 | 23.817 | 151.276.280 |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 20.561.719 | 6.460.506 | 173.203.229 |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 8.001.407 | 2.798.172 | 37.572.642 |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 7.200 | 0 | 4.859.701 |
| 40.742.687 | 9.282.495 | 366.911.852 | |
| III. Finanzanlagen | |||
| sonstige Ausleihungen | 3 | 300.000 | 4.500.003 |
| 3 | 300.000 | 4.500.003 | |
| 41.530.736 | 9.684.325 | 485.670.723 | |
| ABSCHREIBUNGEN | |||
| Stand 01.01.2015 | Währungsdifferenzen | Zugang | |
| € | € | € | |
| Anlagevermögen | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| 1. Lizenzen | 5.246.295 | 7.378 | 370.510 |
| 2. Firmenwert | 39.625.095 | 0 | 10.302.319 |
| 44.871.390 | 7.378 | 10.672.829 | |
| II. Sachanlagen | |||
| 1. Grundstücke und Bauten | 75.147.262 | 385.001 | 4.243.796 |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 130.201.964 | 851.533 | 4.596.623 |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 24.010.195 | 21.885 | 1.925.731 |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 |
| 229.359.421 | 1.258.419 | 10.766.150 | |
| III. Finanzanlagen | |||
| sonstige Ausleihungen | 0 | 0 | 2.500.000 |
| 0 | 0 | 2.500.000 | |
| 274.230.811 | 1.265.797 | 23.938.979 | |
| ABSCHREIBUNGEN | |||
| Zugang Wertbau | Abgang | Stand 31.12.2015 | |
| € | € | € | |
| Anlagevermögen | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| 1. Lizenzen | 652.942 | 101.830 | 6.175.295 |
| 2. Firmenwert | 0 | 0 | 49.927.414 |
| 652.942 | 101.830 | 56.102.709 | |
| II. Sachanlagen | |||
| 1. Grundstücke und Bauten | 2.279.572 | 23.817 | 82.031.814 |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 14.893.266 | 6.451.092 | 144.092.294 |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.624.954 | 2.768.597 | 27.814.168 |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 |
| 21.797.792 | 9.2433.506 | 253.938.276 | |
| III. Finanzanlagen | |||
| sonstige Ausleihungen | 0 | 0 | 2.500.000 |
| 0 | 0 | 2.500.000 | |
| 22.450.734 | 9.345.336 | 312.540.985 | |
| BUCHWERT | ||
| Stand 31.12.2015 | Stand 31.12.2014 | |
| € | € | |
| Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Lizenzen | 825.019 | 730.752 |
| 2. Firmenwert | 57.331.140 | 60.776.409 |
| 58.156.159 | 61.507.161 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten | 69.244.466 | 62.187.260 |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 29.110.935 | 19.800.558 |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 9.758.474 | 6.187.514 |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 4.859.701 | 6.388.899 |
| 112.973.576 | 94.564.231 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| sonstige Ausleihungen | 2.000.003 | 4.800.000 |
| 2.000.003 | 4.800.000 | |
| 173.129.738 | 160.871.392 | |
| Vorjahr | ||
| € | € | |
| I. operativer Bereich | ||
| Konzernjahresergebnis | -5.212.608 | -7.050.379 |
| + Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 23.938.979 | 23.284.678 |
| + Zuführung zu langfristigen Rückstellungen | 6.114.538 | 4.510.751 |
| 24.840.909 | 20.745.050 | |
| + Gewinn aus dem Abgang von Anlagevermögen | 18.549 | 531.465 |
| -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte | -5.224.685 | 721.162 |
| -/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände | -753.382 | 54.798.817 |
| +/- Abnahme/Zunahme der aktiven Rechnungsabgrenzungen | 191.720 | -201.484 |
| - Inanspruchnahme der langfristigen Rückstellungen | -2.262.047 | -2.524.005 |
| +/- Zunahme/Abnahme der kurzfristigen Rückstellungen | 3.624.122 | -2.051.887 |
| +/- Zunahme/Abnahme der kurzfristigen Verbindlichkeiten (ohne Abgang Kaufpreisverbindlichkeit) | 7.903.427 | -10.676.587 |
| + erfolgsneutrale Einstellung in passive latente Steuern | 2.600.100 | 0 |
| -/+ Zinserträge/Zinsaufwendungen | 4.085.309 | 6.595.834 |
| + Ertragsteueraufwand | 1.962.282 | 1.226.934 |
| - Ertragsteuerzahlungen | -1.309.222 | -2.711.177 |
| = Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 35.677.082 | 66.454.122 |
| II. Investitionsbereich | ||
| + Erlöse aus Abgängen aus dem Sachanlagevermögen | 320.440 | 2.537.103 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -28.574.662 | -12.245.057 |
| - Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände | -7.320.925 | -1.892.742 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -3 | 0 |
| + erhaltene Zinsen | 402.395 | 416.335 |
| = Cash Flow aus Investitionstätigkeit | -35.172.755 | -11.184.361 |
| III. Finanzierungsbereich | ||
| + Gewährung Darlehen Konzernverbund | 3.877-451 | 0 |
| - Rückzahlung von Darlehen Konzernverbund | 0 | -48.189.437 |
| - gezahlte Zinsen | -4.487.704 | -7.012.169 |
| = Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | -610.253 | -55.201.606 |
| IV. Wechselkursbedingte Änderungen | -238.094 | -119.873 |
| V. Veränderung finanzielle Mittel | -344.020 | -51.718 |
| VI. Entwicklung des Finanzmittelbestands | ||
| Veränderung der finanziellen Mittel | -344.020 | -51.718 |
| + Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 2.646.898 | 2.698.616 |
| = Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 2.302.878 | 2.646.898 |
| VII. Zusammensetzung des Finanzmittelbestands | ||
| finanzielle Mittel | 3.016.687 | 2.646.898 |
| - kurzfristige Bankverbindlichkeiten | -713.809 | 0 |
| = Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 2.302.878 | 2.646.898 |
| gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | erwirtschaftetes Konzerneigenkapital | |
| € | € | € | |
| Konzernkapital nach Kapitalkonsolidierung | 205.000 | 66.818.611 | -35.358.478 |
| übrige Veränderungen | 0 | 0 | 0 |
| Konzernjahresfehlbetrag | 0 | 0 | -7.650.379 |
| Stand 31.12.2014 | 205.000 | 66.818.611 | -42.408.857 |
| übrige Veränderungen | 0 | 0 | 0 |
| Konzernjahresfehlbetrag | 0 | 0 | -5.212.608 |
| Stand 31.12.2015 | 205.000 | 66.818.611 | -47.621.465 |
| Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung | Eigenkapital | |
| € | € | |
| Konzernkapital nach Kapitalkonsolidierung | -1.289.266 | 30.375.867 |
| übrige Veränderungen | -314.530 | -314.530 |
| Konzernjahresfehlbetrag | 0 | -7.050.379 |
| Stand 31.12.2014 | -1.603.796 | 23-010.958 |
| übrige Veränderungen | 322.104 | 322.104 |
| Konzernjahresfehlbetrag | 0 | -5.212.608 |
| Stand 31.12.2015 | 1.281.691 | 18.120.454 |
| Minderheitsgesellschafter | ||||
| Minderheitenkapital | Ausgleichsposten aus Währungsumrechnung | Eigenkapital | Konzerneigenkapital | |
| € | € | € | € | |
| Konzernkapital nach Kapitalkonsolidierung | 11.651.424 | -322.316 | 11.329.108 | 41.704.975 |
| übrige Veränderungen | 0 | -78.633 | -78.633 | -393.153 |
| Konzernjahresfehlbetrag | 0 | 0 | 0 | -7.050.379 |
| Stand 31.12.2014 | 11.651.424 | -400.949 | 11.250.475 | 34.261.433 |
| übrige Veränderungen | 0 | 80.526 | 80.526 | 402.630 |
| Konzernjahresfehlbetrag | 0 | 0 | 0 | -5.212.608 |
| Stand 31.12.2015 | 11.651.424 | -320.423 | 11.331.001 | 29.451.455 |
1. Grundlagen des Konzerns
1. Geschäftsmodell
Die AFG Schoch GmbH mit Sitz in Plattling ist seit dem 1. Januar 2011 die Landesholding der AFG-Gruppe in Deutschland.
Die in die deutsche Landesholding integrierten Gesellschaften werden den Divisionen Gebäudetechnik (Business Unit Heiztechnik und Business Unit Sanitär), Gebäudesicherheit (Business Unit Profilsysteme) sowie der Division Gebäudehülle zugerechnet.
Folgende Gesellschaften werden in den Konzernabschluss der AFG Schoch GmbH einbezogen:
Produktionsgesellschaften:
Kermi GmbH, Plattling (DE), Kermi s.r.o., Stribro (CZ), PZP Heating a.s., Dobre (CZ), Wertbau GmbH & Co. KG, Langenwetzendorf (DE), Wertbau Elemente GmbH, Langenwetzendorf (DE), und InnoPaint GmbH, Langenwetzendorf (DE).
Vertriebsgesellschaften sind:
AFG Riesa GmbH, Riesa (DE), Kermi Sp.z 0.0., Wroclaw (PL), Kermi Ltd, Corby (GB), und Forster Profilsysteme GmbH, Rottweil (DE).
nicht operativ tätige Gesellschaften:
AFG Arbonia-Forster-Deutschland GmbH, Plattling (DE), AFG Schoch GmbH, Plattling (DE), WERTBAU GmbH, Langenwetzendorf (DE), und Wertbau Verwatungs GmbH, Langenwetzendorf (DE).
Mit dem Kauf des thüringischen Fensterhersteilers Wertbau im Geschäftsjahr 2015 erhielt die AFG dank des deutschlandweiten Vertriebsnetzes mit rund 700 Handelspartnern einen guten Marktzugang zum europäischen Fenstermarkt. Wertbau ist in die Division Gebäudehülle der AFG-Gruppe eingebunden, sie gehört zu den größten europäischen Fensterherstellern.
Die in den Teilkonzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind über die Divisionsstruktur in den Konzern der AFG Arbonia-Forster-Holding AG, Arbon, (nachfolgend auch: AFG-Gruppe) eingegliedert.
Die Division Gebäudetechnik zählt heute zu den führenden Anbietern von Heizkörpern, Gebläsekonvektoren, Deckenstrahlplatten und Duschabtrennungen in Europa. Die Expansion in wachsende Marktsegmente wie Fußboden- und Industrieheizungen sowie Klima-/Lüftungstechnik wird weiter vorangetrieben.
Um die Größenvorteile der Division Gebäudehülle innerhalb der AFG-Gruppe in Europa optimal nutzen zu können, schafft die deutsche AFG-Gruppe mit der Akquisition des thüringischen Fensterherstellers Wertbau das Kompetenzzentrum für Fenster aus Holz und Holz/Aluminium.
Die Division Gebäudesicherheit zählt mit Forster zu den führenden globalen Unternehmen für Stahlprofilsysteme. Die Marktposition von Forster wird durch den neu lancierten Direktvertrieb in Deutschland und einigen europäischen Ländern gestärkt.
Strategisch wird sich die AFG-Gruppe als Gebäudezulieferer für Europa positionieren und sich dabei auf Produkte fokussieren, die dem Marktbedürfnis nach hoher Energieeffizienz nachkommen. Dabei soll die Marktstellung gehalten und wenn möglich weiter ausgebaut werden, insbesondere sollen im Bereich der Energieeffizienz weitere Marktanteile hinzu kommen.
2. Forschung und Entwicklung
In allen Geschäftsbereichen stehen Pflege und Weiterentwicklung der Produktpalette sowie Neuentwicklungen - unter Beachtung individueller Markttrends - an erster Stelle. Für Forschung und Entwicklung waren im Geschäftsjahr insgesamt 47 Mitarbeiter in Vollzeit beschäftigt. Öffentliche Mittel zur Forschungsförderung erhielten die Gesellschaften nicht. Tätigkeitsschwerpunkte waren im Jahr 2015 wie auch in den Vorjahren die laufende Serienbetreuung, die Forschung im Bereich der Grundlagenentwicklung sowie Neuentwicklungen. Für die Entwicklungstätigkeit werden ausschließlich eigene Mitarbeiter eingesetzt.
II. Wirtschaftsbericht
1. wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf
Für die einzelnen Geschäftsbereiche des deutschen Teilkonzerns ergaben sich unterschiedliche Entwicklungen im Laufe des Geschäftsjahres 2015.
Die der Division Gebäudetechnik zugehörigen Gesellschaften des deutschen Teilkonzernabschlusses sind große und hochintegrierte Anbieter der Heizungs- und Sanitärbranche. Das europäische Marktumfeld zeigte 2015 nach Jahren der Krise wieder positive Signale, allerdings auch große Herausforderungen in einzelnen Ländern. Allen voran führte in Russland ein stark gestiegener Wettbewerbsdruck zu sehr schwierigen Marktbedingungen. Grund dafür ist die negative Konjunkturentwicklung, verursacht durch Wirtschaftssanktionen, tiefe Ölpreise und massiv veränderte Wechselkursparitäten. Dieser negativen Entwicklung konnte man sich im Berichtsjahr nicht entziehen. Umso erfreulicher ist die Entwicklung im Heimatmarkt Deutschland, in dem die gute Baukonjunktur und ein stabiles Wirtschaftswachstum Impulse setzten.
Trotz des vorhandenen Bedarfs an Sanitär- und Heizungsprodukten führen die seit Jahren bestehenden Kapazitätsengpässe im Handwerk vor allem in Deutschland zu einer verzögerten Umsetzung von Bauprojekten. Ein anhaltend hoher Wettbewerbsdruck sowie weitere Konzentrationstendenzen auf der Kundenseite kennzeichnen weiterhin das Umfeld. Trotzdem konnte die Marktposition gehalten werden. Stabilisierend wirkte der für die Business Units Heiztechnik und Sanitär sehr wichtige Renovierungsmarkt, der schon seit Langem einen deutlichen Anteil zum Umsatz beiträgt.
Im Bereich der Business Unit Heiztechnik wurden 2015 verschiedene Produkte in den Markt eingeführt und auf der Weltleitmesse ISH in Frankfurt den Kunden präsentiert. Durch die Einführung der Flach-heizköperlinie "Line" und vier Designheizkörpern sowie der Sortimentspflege im Flächentemperierungs-bereich konnte das angestammte Segment der Wärmeübertragung gestärkt werden. Zudem wurde das Wärmesystem ,,x-optimiert" mit Neuprodukten bei Wärmepumpe, -speicher und Regelungstechnik weiter ausgebaut und somit gestärkt. Mit ständigen Prozessoptimierungen, marktgerechten und zukunftsorientierten Produktlösungen und Systemerweiterungen sowie einer Intensivierung der Zielgruppenansprache konnte die Marktdurchdringung weiter forciert werden. Weiterentwicklungen in den Bereichen Wärmeerzeugung und Wärmeübertragung erfüllen vollumfänglich die Prioritätsthemen der AFG - Energieeffizienz, Sicherheit und Wohlbefinden - und stellen damit eine gute Ausgangsbasis für eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung dar.
Wie bereits 2014 verfolgte die Business Unit Sanitär auch 2015 die Strategie, sich als Spezialist für generationsübergreifende, barrierefreie Duschlösungen für Neubau und Renovierung zu positionieren. Mit den auf der ISH präsentierten umfänglichen Renovierungslösungen für den barrierefreien Umbau des Duschbereichs wurden neue Maßstäbe gesetzt. Zudem wurden im Rahmen eines interdisziplinären Forschungsprojekts für Bestandsumbau der Technischen Universität München "Der Raum - Das Bad" die Ergebnisse für generationsgerechte Gestaltungsmöglichkeiten in kleinen Badezimmern präsentiert. Ein besonderes Highlight in diesem Jahr waren die Auszeichnungen von Innovationen mit insgesamt sieben renommierten Designpreisen.
Die der Division Gebäudesicherheit zugehörige Forster Profilsysteme GmbH, Rottweil, konnte den Direktvertrieb in Deutschland erfolgreich ausbauen. Damit wurde die Voraussetzung geschaffen, ab 01.01.2016 den gesamten deutschen Markt mit Profilsystemen zu bedienen.
Mit dem Kauf des thüringischen Fensterherstellers Wertbau, ergänzte die Division Gebäudehülle ihren Produktionsverbund um moderne und kosteneffiziente Produktionskapazitäten und erhielt dank des deutschlandweiten Vertriebsnetzes einen umfassenden Marktzugang.
Der Einfluss der Beschaffungsmärkte auf die Ertragslage der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften wurde im Geschäftsjahr 2015 durch die positive Entwicklung der Weltmarktpreise für Stahl bzw. negativer Entwicklung des dollarnotierten Aluminiumpreises bestimmt.
Die Belegschaft des deutschen Teilkonzerns hat sich im Bereich der den Gesellschaften der Division Gebäudetechnik zuzuordnenden Mitarbeitern um 15 Personen vermindert und bei den übrigen Gesellschaften um 33 Mitarbeitende erhöht. Sie bestand im Jahresdurchschnitt des Geschäftsjahres 2015 aus 2.468 Mitarbeitern (Vorjahr 2.450 Mitarbeiter).
In fast allen Sparten konnten bei den angeschlossenen Gesellschaften durch die im Berichtszeitraum getätigten Investitionen und unter Einbeziehung des betrieblichen Vorschlagswesens die Produktivität aufgrund ständiger Optimierung von Fertigungsabläufen gesteigert werden.
Unter Berücksichtigung der beschriebenen Einflüsse ergibt sich im laufenden Geschäftsjahr ein Konzernjahresfehlbetrag von € 5,2 Mio. (im Vorjahr Fehlbetrag von € 7,1 Mio.).
| ausgewählte Kennzahlen | 2015 | 2014 | 2013 | |
| Gesamtumsatz | in T€ | 350.021 | 340.062 | 339.627 |
| davon Umsatz Ausland | in T€ | 94.522 | 102.317 | 105.058 |
| Exportanteil | in % | 27,0 | 30,1 | 30,9 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | in T€ | -1.306 | -3.903 | 2.097 |
| EBITDA | in T€ | 26.718 | 25-978 | 33.943 |
| EBIT | in T€ | 5.279 | 2.693 | 10.053 |
| Umsatzrendite | in % | -1,5 | -2,1 | -0,6 |
| Eigenkapitalrendite | in % | -17,7 | -20,6 | -5,0 |
| Working Kapital | in T€ | -85.265 | -79.337 | -82.601 |
| Belegschaft | 2.468 | 2.450 | 2.447 |
Da das negative Ergebnis im wesentlichen durch einmalige Sachverhalte verursacht wurde, ist die Geschäftsführung grundsätzlich zufrieden mit dem Geschäftsverlauf im Jahr 2015.
Für die Steuerung des Unternehmens werden vor allem die finanziellen Leistungsindikatoren Gesamtumsatz (zur Beurteilung der Markstellung) und das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zur Beurteilung der Gewinnerzielungsmöglichkeiten heran gezogen.
2. Ertragslage
Der deutsche Teilkonzern erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gesamtumsatz in Höhe von € 350,0 Mio. und konnte damit das Niveau des vergleichbaren Vorjahreszeitraumes (2014 € 340,1 Mio.) sogar etwas erhöhen. Die Umsatzerlöse wurden mit € 255,5 Mio. im Inland und mit € 94,5 Mio. im Ausland erzielt. Der überwiegende Anteil der Umsatzerlöse wurde im Segment Heiztechnik und Sanitär erzielt. Die angespannte Marktsituation wird vor allem daran sichtbar, dass die Kunden bei den Verhandlungen immer stärkere Preisnachlässe fordern.
Höhere Auswirkungen auf die Personalkosten von insgesamt € 2,7 Mio. ergaben sich durch die Erhöhung der Anzahl der Mitarbeiter, die innerjährigen Anpassungen der Löhne und Gehälter, die Bildung einer Rückstellung für personelle Anpassungsmaßnahmen sowie durch die Minderung des Zinssatzes, der bei der Abzinsung der Pensionrückstellung anzuwenden war.
Im Konzernabschluss sind Sonderabschreibungen von insgesamt € 3,3 Mio. (davon € 2,5 Mio. auf Finanzanlagen) enthalten. Weiterhin wurde eine Rückstellung für einmalige Sachverhalte in Höhe von € 2,0 Mio. gebildet.
Geringere Abschreibungen im Geschäftsjahr 2015 resultieren wesentlich durch eine Verminderung der Sonderabschreibungen im Vergleich zum Vorjahr.
Da die Wertbau-Gruppe erst zum 01.10.2015 in den Teilkonzernabschluss einbezogen ist, sind die Auswirkungen auf die Ertragslage im Jahr 2015 von untergeordneter Bedeutung.
3. Finanzlage
Kapitalstruktur
Das Konzerneigenkapital zeigt sich per 31.12.2015 bei € 29,5 Mio. (Vorjahr € 34,3 Mio.). Die Reduzierung im Eigenkapital ergibt sich mit € 0,3 Mio. aus der Währungsumrechnung und in Höhe von € 5,2 Mio. aus dem Jahresergebnis. Die EK-Quote beträgt damit 11,8 % (im Vorjahr 14,8 %). Die Minderung der Quote ergibt sich durch den negativen Fehlbetrag und die Erhöhung der Bilanzsumme um € 18,5 Mio.
Der deutsche Teilkonzern finanziert sich im Wesentlichen über die Gesellschaften des Schweizer Gesamtkonzerns. Die Verbindlichkeiten gegenüber den Konzerngesellschaften in der Schweiz betragen insgesamt 49 % der Bilanzsumme (im Vorjahr 48,5 %)
Investitionen
Der deutsche Teilkonzern hat im abgelaufenen Geschäftsjahr laufende Investitionen in das Anlagevermögen (immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen) durchgeführt, darüber hinaus wurde die Wertbau Gruppe erworben. Die laufenden Investitionen hauptsächlich Rationalisierungen im Bereich der Fertigung und den Ersatz kleinerer Maschinen. Die Finanzierung der Investitionen, die nicht durch Anlagenverkäufe gedeckt wurden, erfolgte aus dem Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit.
Im Bau befindliche Anlagen und geleistete Anzahlungen in Höhe von € 4,9 Mio. betreffen zum größten Teil Investitionen in den Gesellschaften der Division Gebäudetechnik im Bereich Rationalisierung und Erweiterung.
Liquidität
Die Veränderung der liquiden Mittel (2015 und 2014 nach DRS 21) setzt sich wie folgt zusammen:
| 2015 | 2014 | 2013 | ||
| Cashflow aus der operative Geschäftstätigkeit | in Mio. € | 35,6 | 66,5 | 8,1 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | in Mio- € | -35,2 | -11,2 | -2,3 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | in Mio. € | -0,6 | -55,2 | -6,0 |
| Korrektur aus Währungskursänderungen | in Mio. € | -0,2 | -0,1 | 1,1 |
| Veränderung finanzielle Mittel | in Mio. € | -0,3 | -0,1 | 0,9 |
| finanzielle Mittel zum Bilanzstichtag | in Mio. € | 3,0 | 2,6 | 2,7 |
| kurzfristige Bankverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag | in Mio. € | 0,7 | 0,0 | 0,0 |
Die finanziellen Mittel haben sich um € 0,4 Mio. erhöht, gleichzeitig werden abweichend zum Vorjahr laufende Bankverbindlichkeiten von € 0,7 Mio. ausgewiesen. Der geringe Betrag und die unwesentliche Veränderung resultiert vor allem aus der Einbindung in das Cash-Pool-System mit der Schweizer AFG-Gruppe. Die Verbindlichkeit aus dem Cash-Pool gegenüber der AFG International AG beträgt zum Geschäftsjahresende € 8,2 Mio, im Vorjahr € 3,9 Mio. Der Cash Pool mit der AFG Arbonia-Forster-Holding AG beläuft sich zum Jahresende auf eine Forderung in Höhe von € 7,5 Mio, im Vorjahr € 7,7 Mio.
Der Konzern erwirtschaftet aus dem operativen Geschäft einen Cash-Flow in Höhe von € 35,7 Mio. (Vorjahr € 66,5 Mio.)
Den Investitionen im Geschäftsjahr von € 35,6 Mio. stehen Erlöse aus dem Verkauf von Anlagevermögen, vor allem aus der Veräußerung des Anlagevermögens bei der Forster Profilsysteme mit € 0,3 Mio. gegenüber. Außerdem wurden Zinserträge von € 0,4 Mio. vereinnahmt.
Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit ergibt sich durch die Aufstockung (im Vorjahr Tilgung) konzerninterner mittelfristiger Darlehen, die an ausländische Gesellschaften oder für Unternehmensakquisitionen gewährt wurden. Die Zinszahlungen für die Darlehen betrugen im Jahr 2015 € 2,7 Mio.
Bei der Beurteilung der Finanzierung bzw. der Finanzlage unserer Gesellschaften ist vor allem der Konzernverbund und die Einbeziehung in das Cash-Pooling-Verfahren des Schweizer Konzerns zu berücksichtigen, durch den kurzfristige Finanzierungsbedarfe der Gesellschaften durch die Muttergesellschaft bzw. den gesamten Schweizer Konzernverbund ausgeglichen werden. Bisher konnte der Finanzbedarf immer durch die interne Finanzierung gedeckt werden. Unter Berücksichtigung dieses Hintergrundes war die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaften im deutschen Teilkonzern der AFG Schoch GmbH während des Geschäftsjahres 2015 jederzeit gegeben, da die Einbeziehung in den Cash-Pool der AFG -Gruppe in der Schweiz fortbesteht.
4. Vermögenslage
Im Anlagevermögen wird mit € 113,8 Mio. das Sachanlagevermögen einschließlich der betrieblich genutzten Lizenzen ausgewiesen. Daneben ergibt sich aus der Erstkonsolidierung im Jahr 2011 ein Geschäfts- und Firmenwert von € 98,7 Mio, der über eine geplante Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben wird und Ende 2015 noch einen Buchwert von € 57,3 Mio. ausweist. Durch Zukäufe in den Jahren 2015 ergeben sich weitere Firmenwerte von € 6,9 Mio.
Im Bereich des Umlaufvermögens werden die Vorratsbestände mit einem Wert von insgesamt € 45,9 Mio. (Vorjahr € 40,6 Mio.) erfasst. Die Bestandsgruppe der fertigen Erzeugnisse hat einen Anteil von 35 % (Vorjahr 31 %) am Gesamtwert der Vorräte.
Die bilanzierten sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Belastungen ab. Die sich bei der Pensionsrückstellung noch ergebende Deckungslücke, für die zum 1. Januar 2010 von der Möglichkeit der Anpassung über insgesamt 15 Jahre Gebrauch gemacht wurde, beträgt zum Bilanzstichtag € 2,9 Mio. und wird entsprechend über die nächsten 9 Jahre durch jährlich gleich bleibende Zuführungen aufgelöst.
Die Bilanzsumme zeigt sich bei € 249,9 Mio. (Vorjahr € 231,4 Mio,). Die Veränderung der Vermögenspositionen und Schulden resultiert vor allem aus den erstmals in den Teilkonzernabschluss einbezogenen Wertbau-Gesellschaften. Es zeigt sich eine relativ konstante Vermögensstruktur während der letzten Jahre.
III. Nachhaltigkeit
Die AFG bekennt sich mit all ihren Business Units zu einer konsequenten und umfassenden Nachhaltigkeitspolitik. Diese ist einerseits Teil der konzernweiten Strategie und andererseits Teil der operativen Tätigkeiten. Gegenüber Aktionären, Kapitalgebern, Mitarbeitenden, Kunden, Geschäftspartnern, dem Staat, der Gesellschaft und der Umwelt will die AFG mit ihren Gesellschaften Vorbild sein
Die AFG und ihre Divisionen sind sich ihrer ökonomischen, ökologischen und sozialen Verantwortung bewusst. Sie sind überzeugt, dass ethisches Handeln für eine langfristig erfolgreiche Geschäftstätigkeit unabdingbar ist. Der konzernweit gültige Code of Conduct setzt dabei die verbindlichen Leitlinien für die weltweite Tätigkeit aller Mitarbeiter der AFG.
Die Herstellung und die Distribution der AFG Produkte erfolgt energieeffizient durch optimierte Transportwege. Ein Beispiel für Anlageverbesserungen und Prozessoptimierungen ist die umfangreiche Umstrukturierung der gesamten Logistik der Forster Profilsysteme. Diese wurde termingerecht per Ende Dezember 2015 abgeschlossen. Somit konnte der Materialfluss optimiert und auf den neuesten Stand gebracht werden. Die Inbetriebnahme einer neuen ökologischen Waschzone im Bereich der Lackieranlage für Heizkörper stellt ein weiteres Beispiel für neueste und modernste Produktionstechnologien dar. Energiemanagement hat sich dabei als geeignetes Instrument zur Reduktion des Energieverbrauchs und der CO2 Emissionen etabliert.
Kermi GmbH, Plattling, Kermi s.r.o, Stribro und AFG Riesa, Riesa sind DIN EN ISO 9001:2008, DIN EN ISO 14001:2005 sowie DIN EN ISO 50001:2011 zertifiziert. Für die Standorte der Forster Profilsysteme GmbH sind die Zertifizierungen nach DIN EN ISO 9001:2008 und EN ISO 14001:2015 in den nächsten Jahren geplant. Die DIN EN ISO Systeme gewährleisten vor allem die Kontrolle der Einhaltung der gesetzlichen Rahmenvorgaben und die ständige Verbesserung durch die Verfolgung von Programmen.
IV. Nachtragsbericht
Nach dem Schluss des Geschäftsjahres waren keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage zu verzeichnen.
V. Chancen- und Risikobericht
1. Risiko- und Chancenmanagementsystem
Der international tätigen deutschen AFG Schoch - Gruppe bieten sich in allen Geschäftsfeldern aus der unternehmerischen Tätigkeit eine Vielzahl von Chancen, deren Wahrnehmung jedoch untrennbar mit der Übernahme von Risiken verbunden ist.
Ziel des fest installierten Risikomanagements ist die frühzeitige Erfassung, Analyse und Bewertung entwicklungsbeeinträchtigender Risiken, um Pro-Aktiv-Maßnahmen ergreifen zu können. Dabei resultieren die Risikomanagement-Methoden im Wesentlichen aus der Verfolgung von Frühindikatoren der Branchen und der Entwicklung auf den relevanten Rohstoffmärkten. Ein aussagefähiges Controlling in Form von Soll - Ist Analysen ist dabei ein wesentlicher Baustein.
Die Gesellschaften der deutschen AFG Schoch - Gruppe sind den allgemeinen konjunkturellen, wirtschaftlichen und politischen Risiken in den Regionen und Ländern ausgesetzt, in denen sie tätig sind. Durch die geografische Ausrichtung auf die großen Wirtschaftsräume Europa, die ehemaligen GUS-Staaten und Asien ist die Abhängigkeit von Risiken in einzelnen Kundenländern begrenzt.
Absatz- und Umsatzrisiken werden unter anderem durch den gezielten Ausbau bestehender Markt-, Produkt- und Kundensegmente reduziert. Ein straffes Kosten- und Forderungsmanagement sowie Produktinnovationen, Prozessverbesserungen und Qualitätssicherung tragen mit dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaften abzusichern bzw. weiter zu verbessern.
2. wesentliche Einzelrisiken
Mit der Beschaffung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen können sich Risiken in Form unerwarteter Lieferengpässe und/oder Preissteigerungen ergeben. Diese Einkaufsrisiken werden durch die Ermittlung alternativer Lieferquellen, kontinuierliche Lieferantenbewertungen und den Aufbau von angemessenen Sicherheitsbeständen sowie durch ein effizientes Vertragswesen abgefedert.
Preisänderungsrisiken werden insbesondere in der Beschaffung von Rohstoffen für unsere Erzeugnisse gesehen. Diese können jedoch größtenteils durch Preisanpassungen bei unseren Fertigerzeugnissen kompensiert werden.
Potenziellen Produktionsrisiken wird durch hohe technische und sicherheitstechnische Standards entgegengewirkt. Die Verfügbarkeit der Fertigungsanlagen wird durch eine vorbeugende Instandhaltung mit laufenden Kontrollen und zielgerichteten Investitionen sichergestellt.
Mögliche Umweltrisiken werden in den Geschäftsbereichen der Business Unit Heiztechnik und Sanitär durch umweltverträgliche Produktionsverfahren sowie hohe Qualitätsmaßstäbe und viele Maßnahmen zur Qualitätssicherung reduziert.
Zur Begrenzung des Kreditrisikos bei den Forderungen werden so weit wie möglich Kreditversicherungen abgeschlossen oder Vorauszahlungen vereinbart. Aus dem Russlandgeschäft sehen wir zur Zeit keine größeren Risiken.
Risiken aus Zahlungsstromschwankungen sind die Gesellschaften aufgrund der Einbindung in das Cash-Pooling-Verfahren mit der Muttergesellschaft nicht ausgesetzt. Dank einer Kapitalerhöhung im Geschäftsjahr 2015 verfügt die AFG-Gruppe über eine tragfähige finanzielle Basis.
Relevante Tatbestände für entwicklungsbeeinträchtigende Risiken, wie wesentliche Ausfall- und Liquiditätsrisiken aus dem Wegfall eines Kunden oder Einkaufsverbandes oder aus Preisänderungsrisiken auf den Beschaffungsmärkten, sind nicht ersichtlich.
Zum 31.12.2015 waren keine Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Mögliche Risiken bei den Währungen PLN und GBP werden als eher gering eingestuft. Lieferungen an die konzerneigene AFG RUS, Moskau rechnet KERMI mit den in EURO festgelegten Preisen mittels eines vereinbarten Umrechnungskurses in die Währung Russische Rubel um. Der mit den Kunden vereinbarte Änderungsmodus im Falle von Währungsschwankungen wirkt sich risikomindernd aus.
3. wesentliche Chancen
Der deutsche Teilkonzern mit seinen der Konzerndivision Gebäudetechnik zuzuordnenden Gesellschaften sieht wesentliche Chancen im weiteren Ausbau der Exportaktivitäten im europäischen, osteuropäischen und asiatischen Wirtschaftsraum und vor allem in der ständigen Fortentwicklung des Sortiments unter Betrachtung der aktuellen Markttrends. Weiterhin soll auch die Weiterentwicklung der Produktivität durch die Investition in aktuelle Maschinen und Anlagen die Wettbewerbsfähigkeit gewährleisten bzw. verbessern.
Der der Division Gebäudesicherheit zugeordnete Forster Profilsysteme GmbH, Rottweil, verleiht der direkte Kundenkontakt den Schwung, trotz der rückläufigen Bautätigkeit im Nichtwohnbau, nachhaltiges Wachstum im Markt Deutschland zu generieren.
4. Gesamtaussage zur Risiko- und Chancensituation
Die Eintrittswahrscheinlichkeit der beschriebenen Risiken stufen wir generell als gering ein. Nach unseren Erkenntnissen bestehen für den mittelfristigen Planungshorizont von einem Jahr keine bestandsgefährdenden oder wesentlichen Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaften.
Die Chancen und Risiken stehen sich in einem ausgewogenen Verhältnis gegenüber.
Konzernweit ist ein Internes Kontrollsystem eingeführt. IKS-relevante Prozesse sind unter anderem Produktion und Lager, Einkauf und Kreditoren, Verkauf und Debitoren, Investitionen und Instandhaltungen sowie das Personalwesen und die Abschlusserstellung. Die Prozesse unterliegen einer laufenden Überprüfung und Aktualisierung.
VII. Prognosebericht
Strategisches Ziel der operativen Gesellschaften ist es, weiterhin die gute Marktstellung im Inland zu halten und im Ausland konsequent weiter auszubauen.
Mittelfristig erwarten wir weiterhin ein anspruchsvolles Marktumfeld.
Die politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten in den ausländischen Märkten der in den Teilkonzern Abschluss einbezogenen Gesellschaften der Division Gebäudetechnik erschweren eine Vorhersage. Es ist aber davon auszugehen, dass die relevanten Marktbedingungen anhaltend herausfordernd bleiben. Insbesondere die Situation in Russland und den Nachbarländern macht eine flexible Kapazitätsanpassung der Produktion und eine strikte Kostenkontrolle notwendig. Marktseitig ist geplant eine Vielzahl neuer Produkte nachhaltig zu etablieren. Weitere gezielte Investitionen zur Produktivitäts- und Effizienzsteigerung sollen die Marktposition und die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig stärken. Die Gesellschaften profitieren dabei zunehmend von der synergetischen Zusammenarbeit in den Bereichen Heiztechnik und Klima-/Lüftungstechnik und können dadurch die Bedürfnisse der Märkte für Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik besser abdecken. Damit sind die Gesellschaften gut gerüstet, um auch in Zukunft profitabel wachsen zu können.
Die Bedingungen für den Kauf bzw. Renovierung von Wohnungen sind in Deutschland wie auch in den letzten Jahren günstig. Die Zinsen sind auf historisch tiefstem Niveau bei einer anhaltend guten Nachfrage nach unseren Produkten.
Die Akquisition von Wertbau ermöglicht über die kommenden zwei Jahre die Verlagerung der Produktion von Holz- und Holz/Aluminium-Fenster von Altstätten (CH) nach Langenwetzendorf (DE). Mit der Schaffung eines integrierten Produktionsnetzwerks mit einer großen industriellen Fertigung in Langen-wetzendorf wird es der Division Gebäudehülle mittelfristig erlauben, eine optimale Kostenbasis zu schaffen.
Die der Division Gebäudesicherheit zuzuordnende Gesellschaft rechnet auch 2016 mit verschärften wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. In Deutschland ist im Nichtwohnbau grundsätzlich von einem stagnierenden Markt auszugehen. Den Fokus legt die Gesellschaft auf den weiteren Ausbau des Direktvertriebs.
Diese gesamtwirtschaftlichen Aussichten für das kommende Jahr wurden in die Planung für 2016 und in unsere Mittelfristplanung eingearbeitet. Wir rechnen mit einer moderaten Umsatzsteigerung in den einzelnen Geschäftsbereichen bei einer weiterhin negativen Entwicklung der Personalkosten durch die stetige Minderung des Abzinsungszinssatzes bei der Pensionsrückstellung. Für das Geschäftsjahr 2016 erwarten wir durch den Wegfall einmaliger negativer Sachverhalte im Jahr 2015 sowie der positiven Ertragsbeiträge der Wertbau-Gruppe ein nahezu ausgeglichenes Konzernergebnis.
Die im Vorjahr prognostizierte moderate Umsatzsteigerung konnte erreicht werden. Aufgrund eingetretener Sondereffekte in der Größenordnung von etwa € 5,1 Mio €. konnte das geplante ausgeglichene Konzernergebnis für das Geschäftsjahr 2015 nicht realisiert werden.
Plattling, den 31. Mai 2016
Knut Bartsch
Dr. Roger Schönborn
Wir haben den von der AFG Schoch GmbH, Plattling, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.
Wuppertal, den 31. August 2016
RINKE
TREUHAND GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Eberhard Exner, Wirtschaftsprüfer
ppa. Cornelia Friedrich, Wirtschaftsprüfer
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