Stammdaten

Register
Amtsgericht Paderborn HRB 3730
Eingetragen
20.12.2000
Branche
Großhandel mit Tapeten und Bodenbelägen (ohne Teppiche)Großhandel mit FlachglasEinzelhandel mit Vorhängen, Teppichen, Fußbodenbelägen und Tapeten
Gegenstand
Vertrieb von Linoleum, verwandten Bodenbelägen und Zubehör.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
René Auerbach
seit 3.3.2025
Prokura
Geschäftsführer
Alexander Diedam
seit 20.11.2017
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
500.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
0.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Forbo Flooring GmbH

Paderborn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 71.817,18 0,00 0,00 71.817,18
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 458.988,42 83.114,55 25.891,98 516.210,99
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 16.200.000,00 0,00 16.200.000,00
530.805,60 16.283.114,55 25.891,98 16.788.028,17
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 68.031,01 840,04 0,00 68.871,05
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 331.371,39 62.502,25 25.777,17 368.096,47
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
399.402,40 63.342,29 25.777,17 436.967,52
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 2.946,13 3.786,17
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 148.114,52 127.617,03
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 16.200.000,00 0,00
16.351.060,65 131.403,20

Lagebericht 2023

1. Vorbemerkung

Forbo Flooring GmbH, Paderborn, fungiert als Vertriebsgesellschaft innerhalb des Geschäftsbereichs Flooring Systems des Forbo Konzerns mit Sitz in Baar, Schweiz. Der Abschluss der Forbo Flooring GmbH wird in den Konzernabschluss der Forbo Holding AG, CH-Baar, einbezogen. Aus vorgenanntem Grund erstellt die Gesellschaft zusätzlich einen Abschluss in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS). Die Führung der Gesellschaft erfolgt auf Basis von Kennzahlen, die im IFRS Abschluss ermittelt werden.

Forbo Beteiligungen GmbH mit Sitz in Hannover ist 100% Gesellschafter der Forbo Flooring GmbH.

Veränderungen bei den Beteiligungen haben sich im Geschäftsjahr nicht ergeben.

Die Aufstellung des Lageberichts erfolgt unter Anwendung von DRS 20.

2. Grundlagen

Geschäftsmodell

Forbo Flooring GmbH, Paderborn, ist Anbieter von elastischen und textilen Bodenbelägen und Partner für Architekten, Bauherren, Planer und Raumgestalter sowie für den Handel zur Realisierung von Bodenbelagslösungen. Das Sortiment umfasst Bodenbeläge aus Linoleum, Vinyl und Textil.

Die Gesellschaft beliefert die Märkte in Deutschland und Österreich. In Österreich ist eine Schwestergesellschaft mit der Vermittlung der Geschäfte betraut. Die konzerninterne Verantwortung für die Führung dieser Gesellschaft trägt das Managementteam in Paderborn.

Ziele & Strategien

Ziel der Gesellschaft ist es, eine stärkere Marktdurchdringung und damit verbundene Umsatzzuwächse durch die Erweiterung des Kundenportfolios und verstärkte Kundennähe und -bindungsmaßahmen zu erreichen. Ergänzend werden Aktivitäten zum Ausbau des Umsatzes im privat finanzierten Objektbereich forciert.

Wichtiger Bestandteil der Strategie ist die noch zielgerichtetere Vorqualifizierung von Objekten und Anbahnung von Terminen bei Entscheidungsträgern entlang der Wertschöpfungskette. Eingeleitete Digitalisierungsstrategien werden unterstützend wirken.

Ziel ist es, ein nachhaltiges strategisches Wachstum zu erreichen.

Steuerungssysteme

Bedeutsame Leistungsindikatoren für die operative Steuerung des Erfolgs der Forbo Flooring GmbH als Vertriebsgesellschaft sind die Umsatzerlöse nach IFRS und die Entwicklung der operativen Kosten im Verhältnis zum Umsatz. Die Umsatzerlöse nach HGB und nach IFRS unterscheiden sich aufgrund der Erweiterung der Umsatzerlösdefinition nach § 277 Abs. 1 HGB seit 2016. Die Umsatzerlöse nach HGB enthalten Erträge, die nach IFRS in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen werden.

Haupteinflussfaktoren für Umsatzwachstum sind die Volumenentwicklung, die Entwicklung der Verkaufspreise und der Sortimentsmix.

Diese Faktoren und die Entwicklung der operativen Kosten sind Bestandteil des umfangreichen monatlichen Reportings. Detaillierte monatliche Umsatz-, Deckungsbeitrags- und Kostenberichte liefern steuerungsrelevante Informationen im Vergleich zu Planungen und Vorjahr. Die Erkenntnisse aus der Analyse der ermittelten Daten bilden die Grundlage für das Controlling, das Marketing und den Vertrieb. Monatlich erstellte Gewinn- und Verlustrechnungen und Bilanzen werden der Planung gegenübergestellt und analysiert.

Die vorhandenen Analyse- und Steuerungsinstrumente werden regelmäßig auf Anpassungsbedarf untersucht, damit die Geschäftsleitung geeignete Instrumente zur Messung des Erreichungsgrads der angestrebten Ziele erhält. Ziel dabei ist, auch unterjährig zeitnah hinreichend detaillierte Überwachungsmöglichkeiten der Ertrags-, Vermögens- und Finanzziele zu gewährleisten.

3. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaftsleistung ist im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken. Die Verbraucherpreise stiegen um 5,9 %. Ungünstige Finanzierungsbedingungen für Bauprojekte bremsten die Baukonjunktur.

Bedingt durch schwache Umsätze im Wohnungsbau (real -11,5 %) und rückläufige Umsätze im Wirtschaftsbau (-0,9 %) und Öffentlichem Bau (real -1,6 %) sind die Gesamtumsätze im Baugewerbe in 2023 um 5,2 % zurückgegangen. Die deutsche Bauindustrie litt erneut unter den teils sehr ungünstigen Rahmenbedingungen, zu denen die gestiegenen Zinssätze, der signifikante Anstieg der Baukosten seit 2021 (mehr als 35 % in drei Jahren), die Folgen des allgemeinen Preisschocks und die schwache wirtschaftliche Entwicklung gehörten. Im Jahr 2023 gingen die Wohnungsbaugenehmigungen um 27 % zurück. Der FEB (Fachverband der Hersteller elastischer Bodenbeläge e.V.) berichtete von einem Absatzrückgang in Höhe von -14,2 % in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr.

Geschäftsverlauf

Umsatzentwicklung

Aufgrund der konjunkturellen Rahmenbedingungen im Jahr 2023, insbesondere durch fehlende Impulse aus dem Wohnungsbau und den Segmenten Gesundheitswesen und Altenpflege, entwickelten sich die Umsätze der Gesellschaft rückläufig (-9,0 %) zum Vorjahr.

Da die Führung der Gesellschaft innerhalb des Konzerns auf Basis des IFRS-Abschlusses stattfindet, erfolgt die Darstellung der Umsatzentwicklung und operativen Kosten an dieser Stelle auf IFRS-Basis.

Die Entwicklung stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

Markt Kennzahl 2023 2022 +/-z. VJ
Netto-Umsatz absolut (T€) 88.658 98.221 -9,7%
Operat. Kosten in % v. Ums. 1) -16,5% -15,0% -1,5 Pp

1) nach Erlösschmälerungen

Die operativen Kosten im Verhältnis zum Umsatz stiegen um 1,5 Prozentpunkte. Obwohl die Einsparungen aus der Anpassung der Mitarbeiterstruktur einen positiven Effekt hatten, konnten diese die inflationsbedingt gestiegenen Kosten in anderen Bereichen nicht vollständig ausgleichen. Zudem konnten Preiserhöhungen aufgrund einer geringeren Nachfrage nicht in dem erforderlichen Umfang durchgesetzt werden. Weiterhin wurden im Vergleich zum Vorjahr höhere Investitionen in Marketing sowie in Trainingsprogramme zur Qualifizierung der Mitarbeiter getätigt.

Ertragslage

Das Rohergebnis verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 8,6 % auf T€ 22.537 (VJ T€ 24.651).

Die Personalaufwendungen reduzierten sich um 14,0 % auf T€ 9.679 (VJ T€ 11.261). Die Veränderung ergab sich im Wesentlichen durch einen verringerten Pensionsaufwand und der Anpassung der Personalstruktur auf die veränderten Umfeldbedingungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um 2,9 % auf T€ 10.690. Als Haupttreiber sind hier niedrigere Frachtkosten in Höhe von T€ 7.075 (VJ T€ 7.503) anzuführen. Aufgrund der vorteilhaften Zinsentwicklung ergaben sich Erträge in Höhe von T€ 734 (VJ T€ 77).

Der Zinsaufwand betrug T€ 308 (VJ T€ 261) und resultierte im Wesentlichen aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen.

Das Ergebnis nach Steuern ist um 17,0 % auf T€ 2.532 gestiegen.

Finanzlage

Der Cash-Flow stellt sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:

2023 2022
T€ T€
Jahresergebnis vor Ergebnisabführung 2.532 2.165
Abschreibungen (nach Verrechnung mit Zuschreibungen) 64 34
Veränderungen langfristiger Rückstellungen 467 2.161
Cash-Flow 3.063 4.360

Der Cash-Pool verringerte sich in 2023 auf T€ 8.229 (VJ T€ 29.251) vornehmlich aufgrund einer Ausleihe i.H.v. T€ 16.200 an die Forbo Management SA.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 16,6 % auf T€ 28.355 verringert. Insgesamt ist dies auf niedrigere Forderungen (T€ 8.388, VJ T€ 29.251) als auch Verbindlichkeiten (T€ 6.028, VJ T€ 11.766) gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen. Die Forderungen reduzierten sich primär aufgrund der getätigten Ausleihe an die Forbo Management SA. Die Verbindlichkeiten reduzierten sich aufgrund geringerer Außenstände gegenüber der Forbo Flooring B.V., Assendelft und Forbo Novilon B.V., Coevorden in den Niederlanden. Die Eigenkapitalquote erhöht sich aufgrund der verringerten Bilanzsumme und des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags von 1,9 % im Jahr 2022 auf 2,3 % im Jahr 2023.

Personal- und Sozialbereich

Die Beschäftigtenzahl bewegte sich 2023 auf einem Durchschnittsniveau von 102 Mitarbeitern inklusive 4 Auszubildende. Dies sind im Durchschnitt 5 Mitarbeiter weniger als noch im Jahr 2022.

Die Forbo Flooring GmbH ist eine reine Vertriebsgesellschaft mit einer bewussten Gewichtung auf die Vertriebsmannschaft. Daneben gibt es die Abteilungen Vertriebsinnendienst, Marketing und Finanz & Administration.

Für Mitarbeiter im Innendienst und in den Servicebereichen besteht eine Gleitzeitordnung.

Es besteht eine betriebliche Pensionsregelung, die seit 2009 für Neuzugänge geschlossen ist.

4. Prognosebericht

Laut Prognosen des ifo Institutes dürfte das Bruttoinlandsprodukt im Basisszenario im Jahr 2024 um 0,4 % steigen. Für das Jahr 2025 wird ein Wachstum in Höhe von 1,5 % erwartet.

Für das Jahr 2024 ist mit weiterhin rückläufigen Umsätzen im Bauhauptgewerbe aufgrund geringerer Nachfrage zu rechnen. Das relativ hohe Zinsniveau und die nach wie vor hohen Baukosten werden die Baukonjunktur erneut dämpfen. Die Anzahl der Baugenehmigungen wird im Jahr 2024 erneut im zweistelligen Prozentbereich zurückgehen und die Anzahl der Bauunternehmen mit Behinderungen durch Auftragsmangel wird sich gegenüber dem Vorjahr erhöhen. Alles in allem geht das DIW im Jahr 2024 von einem Rückgang der Umsätze im Bauhauptgewerbe um -4 % aus. Die größten Einbußen werden der Wohnungsbau (-12 %) und der Öffentliche Bau (-0,5 %) verzeichnen. Der Wirtschaftsbau wird sich leicht positiv (+1,5 %) gegenüber dem Vorjahr entwickeln.

Aufgrund des für das Jahr 2024 prognostizierten herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds wird der Fokus der Unternehmung darauf liegen, die definierten Strategieprogramme weiterzuverfolgen und konsequent umzusetzen und damit Marktanteile auszubauen. Ein straffes Kostenmanagement wird die Ertragslage bei zu erwartenden Umsatzrückgängen stützen. Neue Marktsegmente sollen durch ein attraktives, qualitativ hochwertiges und vielfältiges Produktsortiment erschlossen werden. Ferner gilt es, das Kundenportfolio auszuweiten, Kunden im Handel zurückzugewinnen und bestehende Synergiepotentiale durch Cross-Selling über die verschiedenen Produktgruppen hinweg stärker zu nutzen. Damit wird es möglich sein, auch innerhalb schwieriger Rahmenbedingungen die Marktposition der Unternehmung zu bestätigen.

Die Führung der Gesellschaft erfolgt auf Basis von Kennzahlen, die im IFRS-Abschluss ermittelt werden. Unterschiede in den spezifischen Bewertungsansätzen HGB und IFRS verhalten sich in den Betrachtungsperioden in ähnlicher Weise. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir mit folgenden Planzahlen:

Markt Kennzahl Plan 2024 2023 2022 +/-z. VJ
Netto-Umsatz absolut (T€) 81.259 88.658 98.221 -9.7%
Operat. Kosten in % v. Ums. 1) -17,5% -16,5% -15,0% -1,5 Pp

1) nach Erlösschmälerungen

5. Chancen- und Risikobericht

Chancen ergeben sich in folgenden Bereichen:

Wachsender Markt für nachhaltige Materialien (Hoch)

Erfüllung gesetzlicher Anforderungen (mittel)

Kreislaufwirtschaft und Rücknahmeprogramme (hoch)

Neue Kollektionen (hoch)

Chancen durch Digitalisierung (mittel)

Der zunehmende Bedarf an nachhaltigen und umweltfreundlichen Produkten eröffnet uns die Möglichkeit, unsere Marktposition durch unsere nachhaltigen Produkte, insbesondere durch klimapositive Linoleum Bodenbeläge, weiter auszubauen.

Die steigenden Anforderungen an Umweltstandards, wie beispielsweise durch die EU-Taxonomie, eröffnen uns die Möglichkeit, uns als Vorreiter für nachhaltige Bodenbeläge zu positionieren. Zertifikate wie Blauer Engel oder EPD können uns helfen, unsere Marktposition bei öffentlichen Ausschreibungen und ökologisch ausgerichteten Bauprojekten zu stärken.

Mit der Entwicklung eines Rücknahme- und Recyclingprogramms für Altbeläge können wir uns als nachhaltiger Anbieter weiter etablieren.

Des Weiteren werden Wachstumsimpulse aufgrund der Einführung neuer Kollektionen im Bereich Linoleum Uni, Flotex und STEP-Sicherheitsbeläge erwartet.

Eine stärkere Kundennähe und -zufriedenheit wird zum einen durch die konsequente Weiterentwicklung der Kompetenzen unserer regionalen Vertriebsmitarbeiter angestrebt und zum anderen durch die Weiterverfolgung der B2B Webshop-Aktivitäten und der Digitalisierung von Vertriebsprozessen vorangetrieben.

Weitere Impulse ergeben sich aus der intensiven Akquise im privat finanzierten Objektbau. Die zielgerichtetere Vorqualifizierung von Objekten und Anbahnung von Terminen bei Entscheidungsträgern entlang der Wertschöpfungskette werden den Geschäftsverlauf stärken.

Risiken ergeben sich vor allem in folgenden Bereichen:

Risiko der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung (hohes Risiko)

Risiko des Forderungsausfalls (niedriges Risiko)

Risiko veränderter technischer Anforderungen (niedriges Risiko)

Risiko durch Personalfluktuation im Vertrieb (niedriges Risiko)

Risiken im IT-Bereich (mittleres Risiko)

Um den Risiken der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung und den Konjunkturrisiken entgegenzuwirken, werden die Vertriebsaktivitäten im Jahr 2024 darauf ausgelegt sein, die Markposition im Bereich elastischer Bodenbeläge zu behaupten. Unterstützend wird die im Jahr 2023 eingeführte Kollektion Marmoleum Cocoa sein, welche in puncto Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft punktet. Basierend auf einer Materialmischung aus überwiegend schnell nachwachsenden Rohstoffen werden neben Verlegeresten zusätzlich auch langjährig genutzte Linoleumbodenbeläge recycelt und erstmalig bei der Produktion von Marmoleum Cocoa wiederverwendet.

Das Risiko des Forderungsausfalls wird durch eine Warenkreditversicherung und durch stringente Prozesse im Debitorenmanagement begrenzt.

Das Risiko veränderter technischer Anforderungen wird begrenzt durch die Teilnahme von Mitarbeitern an Arbeitskreisen des DIN und an Normungsausschüssen.

Das Risiko der Personalfluktuation im Vertrieb wird begrenzt durch ein CRM-System zur Verfolgung von Bauprojekten und Kundenaktivitäten. Dies ermöglicht eine weitgehend personenunabhängige Informationsspeicherung.

Den Risiken von Cyberangriffen von außen (über E-Mail, Websites etc.) wird mit einer Vielzahl von Maßnahmen begegnet, die auf Konzernebene koordiniert werden. Dazu gehören u.a. regelmäßige Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeiter.

 

Paderborn, 31. Oktober 2024

Geschäftsführung

Heinz-Peter Alois Schulte

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 2.946,13 3.786,17
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 148.114,52 127.617,03
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 16.200.000,00 0,00
16.351.060,65 131.403,20
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Handelswaren 45.904,00 42.801,03
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.675.454,51 3.478.448,52
2. Forderungen gegen verbundene
Unternehmen 8.388.011,75 29.251.026,33
3. Sonstige Vermögensgegenstände 755.285,59 11.818.751,85 939.767,13 33.669.241,98
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 926,74 937,38
11.865.582,59 33.712.980,39
C. Rechnungsabgrenzungsposten 138.163,02 160.055,43
28.354.806,26 34.004.439,02

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 150.000,00 150.000,00
650.000,00 650.000,00
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 16.684.032,00 16.217.435,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.382.193,51 1.476.852,31
18.066.225,51 17.694.287,31
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.707.064,55 1.783.596,99
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.027.756,30 11.766.058,95
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.903.759,90 2.110.495,77
- davon aus Steuern EUR 153.885,02 (i. Vj. EUR 153.148,50) -
9.638.580,75 15.660.151,71
28.354.806,26 34.004.439,02

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 90.065.535,25 99.006.087,68
2. Sonstige betriebliche Erträge 165.676,98 142.179,66
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 62.518.770,90 68.858.987,23
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.175.041,84 67.693.812,74 5.638.172,28 74.497.159,51
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.505.394,41 7.576.812,48
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 2.173.404,90 9.678.799,31 3.684.042,20 11.260.854,68
- davon für Altersversorgung EUR 481.904,18 (i. Vj. EUR 2.240.295,82) -
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 63.342,29 33.970,61
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 10.690.061,48 11.007.000,89
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 734.877,81 76.824,08
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 307.690,43 261.243,00
9. Ergebnis nach Steuern 2.532.383,79 2.164.862,73
10. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne 2.532.383,79 2.164.862,73
11. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Forbo Flooring GmbH, Paderborn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Forbo Flooring GmbH, Paderborn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Forbo Flooring GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, den 17. Dezember 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Benson, Wirtschaftsprüfer

Kaiser, Wirtschaftsprüferin

Anhang 2023

Gesellschaft

Forbo Flooring GmbH

Steubenstraße 27

33100 Paderborn

Deutschland

Registriert beim Amtsgericht Paderborn unter der Nummer HRB 3730

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.

Die Pflichtangaben werden ebenfalls im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit in den Anhang übernommen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und werden, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen linear vermindert. Die Bestimmung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern (zulässige Höchstsätze) erfolgt in Anlehnung an die von der Finanzverwaltung veröffentlichten Afa-Tabellen.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig und linear.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von 250,00 € werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und der Abgang im Jahr nach Zugang unterstellt. Für geringwertige Wirtschaftsgüter bis 1.000 € wird ein Sammelposten (§ 6 Abs. 2a EStG) gebildet, der auf 5 Jahre abgeschrieben wird. Ausleihungen im Rahmen der Finanzanlagen sind gemäß den Vorschriften des § 253 Abs. 1 HGB zu Anschaffungskosten angesetzt. Dabei entsprechen die Anschaffungskosten dem Nennbetrag der gewährten Darlehen.

Die Vorräte sind gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) nach dem Anschaffungskostenprinzip bewertet. Die Bewertung erfolgte auf Grundlage einer Einzelfallbeurteilung unter Anwendung des Niederstwertprinzips. Sämtliche erkennbaren Risiken, insbesondere aus einer überdurchschnittlichen Lagerdauer, eingeschränkten Verwertbarkeit oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten, wurden durch angemessene Wertminderungen berücksichtigt.

Die Vorräte sind, abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten, frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel sind zum Nominalwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten erhält vor dem Bilanzstichtag geleistete Zahlungen, die Leistungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag betreffen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie Jubiläen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der HEUBECK-Richttafeln 2018 G der Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln, bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,3 % (Vorjahr: 3,25 %) und Rentensteigerungen von jährlich 2,3 % (Vorjahr: 2,25 %) zugrunde gelegt sowie eine gleichmäßig fallende Fluktuation in Höhe von 9 % (Vorjahr: 9 %) (Alter 20) bis 0 % (Alter 50) p.a. unterstellt. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB zwischen den Wertansätzen bei Verwendung des Zinssatzes auf Basis eines 10-Jahres-Durchschnitts und Verwendung eines Zinssatzes auf Basis eines 7-Jahres-Durchschnitts beträgt T€ 283 (Vj. T€ 1.254). Dieser unterliegt nach § 253 Abs. 6 HGB grundsätzlich einer Ausschüttungssperre. Im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages wurde der vollständige Gewinn abgeführt. Für die Rückstellung für Jubiläen wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser Zinssatz beträgt 1,74 % (i. Vj. 1,44 %).

Den nach der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC) unter Berücksichtigung der HEUBECK-Richttafeln 2018 G der Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln, ermittelten Rückstellungen für Altersteilzeit liegt ein Rechnungszins von 1,03 % (i. Vj. 0,64 %) zugrunde. Die Gehaltsdynamik ist mit 3,30 % (i. Vj. 3,25 %) in die Berechnung eingeflossen.

Die Altersversorgungsverpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung von Garantieleistungen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags gebildet. Anhand einer Analyse der Garantiefälle der vergangenen Geschäftsjahre ergibt sich eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Nach der formalen Betrachtungsweise ist die Gesellschaft als Organgesellschaft nicht Steuerschuldnerin, d.h. die tatsächlichen und latenten Steuern der Organgesellschaft sind vollständig in dem Jahresabschluss der Organträgerin auszuweisen, da sie allein die Besteuerungsfolgen trifft. Dementsprechend werden temporäre Differenzen der Organgesellschaft im Abschluss nicht erfasst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

In Höhe von T€ 16.200 besteht eine Ausleihung an die Forbo Management SA in Baar (Schweiz).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von T€ 159 (Vorjahr: T€ 124) aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Des Weiteren sind Forderungen aus Cash-Pooling von T€ 8.229 (Vorjahr: T€ 29.127) enthalten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 755 (Vorjahr: T€ 940) resultieren im Wesentlichen aus abziehbaren Vorsteuerbeträgen und dem Aktivwert einer Rückversicherung.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von T€ 138 (Vorjahr: T€ 160) resultiert aus geleisteten Vorauszahlungen für diverse Einzelposten.

Rückstellungspflichtige Verpflichtungen für Pensionen und Lebensarbeitszeitkonten bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 16.684. Die Verpflichtungen für Lebensarbeitszeitkonten wurden mit Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Als Deckungsvermögen (Zeitwert: T€ 2.136) wurden zweckexklusive, verpfändete und insolvenzgeschützte Rückdeckungsversicherungen klassifiziert. Die Verpflichtungen verteilen sich auf angesparte Guthaben aus Arbeitszeit und Entgelt (T€ 1.882) und Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung (T€ 254).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Personalrückstellungen (T€ 793; Vorjahr: T€ 941) und Gewährleistungsansprüche (T€ 248; Vorjahr: T€ 174) gebildet.

Zum Bilanzstichtag bestehen Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen in Höhe von T€ 336, welche sich aus ungewissen Verbindlichkeiten (T€ 126) und dem Erfüllungsrückstand (T€ 210) zusammensetzen. Diese Verpflichtungen wurden gegen die Wertguthaben der Mitarbeiter saldiert (T€ 183), die zur Deckung dieser Ansprüche angesammelt wurden. Nach Verrechnung des Deckungsvermögens mit den Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen ergibt sich ein passiver Verpflichtungsüberhang von T€ 153.

Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von T€ 3.496 (Vorjahr: T€ 7.461) aus Lieferungen und Leistungen.

Gegenüber der Alleingesellschafterin bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 2.532 (VJ T€ 4.306). Davon resultieren Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 2.532 (VJ T€ 2.165) aus dem Ergebnisabführungsvertrag.

Die Sonstigen Verbindlichkeiten i.H.v. T€ 1.904 (VJ T€ 2.110) resultieren mehrheitlich (T€ 1.580, VJ T€ 1.796) aus Rückvergütungsvereinbarungen.

Haftungsverhältnisse

Zum Stichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat Leasing-, Dienstleistungs- und Nutzungsverträge abgeschlossen, deren Kündigungstermine im Wesentlichen zwischen 2024 und 2026 liegen.

Infolge der am Bilanzstichtag bestehenden Verträge summieren sich die in den Folgejahren zu zahlende Beträge wie folgt:

2024 2025 2026 Gesamt
T€ T€ T€ T€
Management und Trademark License Fee 2.903 2.942 2.982 8.828
Miete 182 187 187 555
Kfz-Leasing 527 396 278 1.201
3.612 3.525 3.447 10.584

Die Management- und Trademark License Fee Verträge dienen der Zentralisierung der Rechteverwaltung und einzelner Servicebereiche und betreffen zu zahlende Beträge gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die Verträge zum Kfz-Leasing dienen einem vereinfachten Handling bei der Verwaltung des Fuhrparks.

Außerbilanzielle Geschäfte

Außerbilanzielle Geschäfte wurden 2023 nicht getätigt.

Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse sanken auf T€ 90.066 (Vorjahr: T€ 99.006). Hierin sind Erträge aus der Konzerngruppe in Höhe von T€ 825 (Vorjahr: T€ 508) enthalten. 8,5 % der Umsatzerlöse entfielen auf Österreich (VJ 7,9 %). Die weiteren Umsatzerlöse wurden im Wesentlichen auf dem deutschen Markt erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge (T€ 166. VJ T€ 142) enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 70. Diese resultierten im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Erträgen aus Zahlungseingängen auf ausgebuchte Forderungen bzw. wertberichtigte Forderungen.

Aufwendungen für bezogene Leistungen

Im Materialaufwand ergeben sich T€ 4.612 (Vorjahr: T€ 4.859) aus Aufwendungen aus der Konzerngruppe.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten wie im Vorjahr keine periodenfremden Aufwendungen.

Zinsergebnis

Unter den Zinsaufwendungen sind T€ 308 (Vorjahr: T€ 261) aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen enthalten. Erträge und Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen lagen nicht vor.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen (§ 285 Nr. 17 Buchst. a) HGB) für den Jahresabschluss 2023 beträgt T€ 30 (Vorjahr: T€ 28). Weitere Leistungen wurden nicht erbracht.

Sonstige Angaben

Organe

Geschäftsführung

Heinz-Peter Alois Schulte, Iserlohn, Geschäftsführer

Martin Thewes, Delbrück, Geschäftsführer (bis 21. Dezember 2023)

Geschäftsführerbezüge

Bei der Angabe der Geschäftsführerbezüge wird von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2023 2022
Administration 16,8 17,5
Vertrieb & Marketing 85,5 89,3
102,3 106,8
Davon Auszubildende 4 5

Konzernverhältnisse

Von der Erstellung des Teilkonzernabschlusses hat das unterste Mutterunternehmen Forbo Beteiligungen GmbH, Hannover, bisher abgesehen. Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss nach den Internationalen Financial Reporting Standards (IFRS) aufstellt, ist die Forbo Holding AG, Baar/Schweiz. Deren Konzernabschluss wird anlässlich der Generalversammlung in Zürich/Schweiz veröffentlicht und ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

 

Paderborn, 31. Oktober 2024

Geschäftsführung

Heinz-Peter Alois Schulte

Nachrichten & Medien

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