TUI Deutschland GmbHLiquidiert

30625 Hannover, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hannover HRB 56512
Eingetragen
22.2.2006
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
das Touristikgeschäft (Reiseveranstalter) und die Durchführung aller damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte überwiegend in oder aus dem Quellmarkt Deutschland. Die Gesellschaft darf auch sonstige Geschäfte betreiben, sofern diese dem Gesellschaftszweck dienlich sind. Sie darf sich ferner an anderen Unternehmen gleicher oder verwandter Art im In- und Ausland beteiligen, sowie solche Unternehmen gründen oder erwerben.

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

TUI Deutschland GmbH

Hannover

Jahresabschluss zum 30. September 2012 und Lagebericht 2011/12

Lagebericht

1. Wirtschaftsbericht

Einleitung

Die Grundlage der Geschäftstätigkeit der TUI Deutschland GmbH ist das Touristikgeschäft und die Durchführung aller damit im Zusammenhang stehender Geschäfte, überwiegend im oder aus dem Quellmarkt Deutschland heraus. Die Gesellschaft hält darüber hinaus Anteile an touristischen verbundenen Unternehmen und Beteiligungen. Unabhängig von den gesellschaftsrechtlichen Verhältnissen nahm die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr die operative Führung der unter dem Quellmarkt Europa Mitte (im Wesentlichen in Deutschland, Österreich/Südosteuropa, Polen und der Schweiz) zusammengefassten TUI-Gesellschaften wahr.

Die Leibniz-Service GmbH, Hannover, ist alleinige Gesellschafterin der TUI Deutschland GmbH und gleichzeitig eine 100%-ige Tochtergesellschaft der TUI Travel plc, London.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Bundesministerium für Wirtschaft stellte im September 2012 fest, dass trotz eines schwierigen weltwirtschaftlichen Umfelds und rezessiven Tendenzen in der Eurozone die deutsche Wirtschaft weiter wächst, wenngleich mit spürbar gedämpfter Dynamik. Das Statistische Bundesamt verzeichnete im zweiten Vierteljahr 2012 bereinigt ein Wachstum um 0,3% Punkte gegenüber dem Vorquartal. In der Industrie und im Bau konnte sich die Produktion im Sommer erholen und profitierte von einer leichten Zunahme der Industrieaufträge. Die Exporte nahmen zwar noch kräftig zu, allerdings deuten Indikatoren auf eine insgesamt sehr moderate Expansion hin. Auf dem Arbeitsmarkt stieg die Beschäftigung im Jahresverlauf weiter an und stützte die Binnennachfrage. Allerdings zeichnen sich auch auf dem Arbeitsmarkt bereits Anzeichen einer schwächeren Konjunktur ab, da die Zuwächse der Beschäftigtenzahlen unter dem Vorjahresniveau liegen. Die Jahresteuerungsrate erhöhte sich laut des Septemberberichtes der Deutschen Bundesbank gemäß nationalem Verbraucherpreisindex von 1,7% auf 2,1%, was im Wesentlichen auf gestiegene Energiekosten zurückzuführen ist.

Die OECD (Organisation for Economic Co-operation and Development) erwartet, dass sich das Wachstum der globalen Wirtschaft verlangsamt und die wichtigsten europäischen Volkswirtschaften in eine Rezession eintreten werden. Dies bestätigte bereits der im dritten Quartal gefallene Welt-Wirtschaftsklimaindex des Ifo (Institut für Wirtschaftsforschung). Das Anhalten der Krise im Euro-Währungsraum wird als eines der größten Risiken für die globale Wirtschaft gesehen. Nach Auffassung der OECD wird zur Stabilisierung dieser Situation weiteres politisches Eingreifen als notwendig erachtet. Eine Prognose für die Entwicklung der Weltwirtschaft hängt daher vor allen Dingen von der Entwicklung des Euro-Raumes ab.

Branchenbericht

Der deutsche Reisebüromarkt verzeichnete beim gebuchten Umsatz im Touristikjahr 2011/12 ein Wachstum von 8%. Zu diesem Anstieg trug insbesondere die Sommersaison mit einem Anstieg von +10% bei. Sowohl die Winter- als auch die Sommersaison waren gekennzeichnet von einem sehr schwankenden Buchungsverhalten der Kunden. Dieses wurde maßgeblich von den Nachrichten über Griechenland sowie die Berichterstattung über den Euro beeinflusst.

Nach der Beruhigung der politischen Lage in Nordafrika stieg das gebuchte Volumen für diese Zielgebiete in der Sommersaison deutlich an, so dass die östliche Mittelstrecke trotz eines spürbaren Einbruchs der Buchungen für Griechenland insgesamt mit einem Wachstum von 10% dem Gesamtmarkt folgen konnte. Auch das gebuchte Umsatzvolumen für das westliche Mittelmeer stieg auf Grund der guten Fluganbindungen und dem ausreichenden Hotelportfolio deutlich gegenüber dem Vorjahr an. Insbesondere aber haben das Kreuzfahrtgeschäft, X-Anbieter sowie das Geschäft auf der Fernstrecke, vor allem über Spezialangebote, den Markt beflügelt. Lediglich die erdgebundenen Zielgebiete verloren an gebuchten Umsatz infolge der schlechten Wetterlage in den Sommermonaten gegenüber dem Vorjahr.

Absatzbereich

Die Reiseerlöse der TUI Deutschland GmbH betrugen 3,51 Mrd. EUR und lagen damit etwa 4% über dem wirtschaftlich vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Die Entwicklung der Reiseerlöse der TUI Deutschland GmbH verlief in den Marktsegmenten, in denen die Gesellschaft tätig ist, leicht unter dem Branchentrend.

Die Zahl der Reiseteilnehmer, gemessen an der Anzahl der Produktvarianten mit Übernachtung und der Anzahl der Teilnehmer mit Beförderung für den Flugeinzelplatz, lag mit 4.807.498 um 1% über dem vergleichbaren Vorjahreswert.

Im Vertrieb wurde das bestehende Provisionsmodell unverändert fortgeführt mit dem Ziel, das weitere Umsatzwachstum abzusichern und weiterhin hohe Transparenz, Berechenbarkeit und Wachstumsanreize zu generieren. Dieses Ziel konnte erfolgreich erreicht werden. Darüber hinaus wurden für die Expedienten umfassende Schulungen zu Destinationen und Buchungssystemen durchgeführt.

Bei der regionalen und lokalen Marktbearbeitung stand die zielgerichtete Ausschöpfung von Marktpotenzialen für die TUI Deutschland GmbH im Vordergrund. Insbesondere die Sicherung der Umsatzzuwächse bei strategischen Vertriebspartnern war erfolgreich.

Der kumulierte Buchungsstand des touristischen Jahres 2011/12 liegt mit 3,45 Mrd. Euro Umsatz 3,3% über dem Geschäftsvolumen des Vorjahres. Hierzu trugen sowohl die Wintersaison mit einem Umsatzplus von +1,7% als auch die Sommersaison mit einem Wachstum von +3,9% gegenüber der Sommersaison des Vorjahres bei. Somit kann von einer positiven Entwicklung über den Jahresverlauf gesprochen werden.

Die Entwicklung der Wintersaison 11/12 war gekennzeichnet durch eine leichte Erholung der nordafrikanischen Zielgebiete und einem starken Wachstum des Umsatzes auf der Fernstrecke.

Trotz der Sondereffekte durch die Nordafrikakrise im Vorjahr konnte das Umsatzvolumen auf den Kanaren (+6,1%) erneut gesteigert werden. Mit einem Umsatzbuchungsplus von +1,3% konnte sich Spanien insgesamt auf Vorjahresniveau halten. Wegen geänderter Fluganbindung und Portfolioveränderungen lag das Buchungsvolumen in Portugal um -6,2% unter dem Vorwinter. In dem Anstieg in den Zielgebieten Ägypten (+5,0%) und Tunesien (+10,1%) zeigten sich die Erholungstendenzen, die jedoch die Umsatzeinbußen des Vorwinters noch nicht ausgleichen konnten.

Während die erdgebundenen Destinationen Deutschland (+3,3%) und Österreich (+4,6%) leicht ihren gebuchten Umsatz steigern konnten, verzeichnete die Schweiz einen Rückgang um -13,0%.

Auf der Fernstrecke entwickelte sich das gebuchte Umsatzvolumen in fast allen Destinationen sehr positiv (Dominikanischen Republik +16,3%, Malediven +9,1%, Mexiko +8,9%). Lediglich Thailand verlor durch anhaltenden Monsunregen und den daraus resultierenden Überflutungen des Landes -6,7% an Buchungsvolumen gegenüber der Vorsaison.

Die Entwicklung der Sommerbuchungen ist gekennzeichnet durch deutliche Einbußen in Griechenland, einer deutlichen Erholung in Nordafrika sowie einem anhaltenden, starken Wachstum auf der Fernstrecke.

Auf der Mittelstrecke konnte Spanien mit -0,1% das sehr hohe Vorjahresniveau halten. Dazu trugen die Balearen mit +1,1% und das spanische Festland mit +1,9% bei. Lediglich die Kanaren lagen beim gebuchten Umsatz mit -2,4% gegenüber dem Vorsommer leicht im Minus. Hervorgerufen durch die EURO-Finanzkrise fiel das Buchungsvolumen in Griechenland um -12,8%. Die Türkei, zunächst unter Vorjahr gestartet, lag am Ende mit +1,6% über dem Buchungsvolumen des Sommers 2011. Eine deutliche Erholung der Nachfrage zeichnete sich für Tunesien (+80,4%) und Ägypten (+20,6%) ab.

Bei den Autoreisen fiel Deutschland als stärkste Destination auf Grund des schlechten Sommerwetters um -6,7% im Buchungsvolumen, während sich für die Fernstrecke die erfreuliche Entwicklung des Winters fortsetzte. Das Buchungsvolumen für die Dominikanische Republik stieg (auch portfoliobedingt) um +5,0% gegenüber dem Vorsommer, das gebuchte Volumen für Mexiko um +21,4%. Die deutlich verbesserte Buchungstechnik durch das neue Reservierungssystem führte zu einem starken Anstieg des Buchungsvolumens in den USA von +63,8%. In Asien konnte für Thailand das Buchungsvolumen fast verdoppelt werden (+96,5%).

Beschaffungsbereich

Wie in den Vorjahren wurden maßgebliche Anteile an Flug- und Hotelkapazitäten bei den verbundenen Unternehmen und Beteiligungsgesellschaften des TUI-Konzerns nachgefragt und eingekauft. Diese Volumina sind weitestgehend auf Grundlage von Rahmen- oder Garantieverträgen mit Exklusivitätsklauseln abgesichert.

Zum aktuellen Bilanzstichtag betragen die an verbundene Unternehmen, Beteiligungsunternehmen sowie Dritte geleisteten touristischen Vorauszahlungen einschließlich aktivierter Zinsansprüche insgesamt 126,4 Mio. EUR und sind um 7,9 Mio. EUR (6,7%) gestiegen. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg der Ausleihungen 16,3 Mio. EUR (111,5%) sowie der Erhöhung der touristischen Vorauszahlungen mit Laufzeiten von über einem Jahr um 8,9 Mio. EUR (76,1%) und um 3,6 Mio. € (9,7%) mit Laufzeiten bis zu einem Jahr. Gegenläufig wirkte sich der Rückgang der unverzinslichen touristischen Vorauszahlungen mit Laufzeiten über einem Jahr um 22,2 Mio. EUR (49,1%) aus.

Insgesamt ist der Anstieg der touristischen Vorauszahlungen auf die geschäftsbedingte Ausweitung des Umsatzvolumens und einem daraus resultierenden erhöhten Bedarf an Hotelkapazitäten zurückzuführen.

Investitionen und Finanzierungsbereich

Im abgelaufenen Geschäftsjahr tätigte die TUI Deutschland GmbH Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen sowie das Finanzanlagevermögen in Höhe von 19,7 Mio. EUR netto (Vorjahr 4,3 Mio. EUR netto). Mit einem Nettoinvestitionsbetrag von 16,9 Mio. EUR ist der Anstieg um 15,4 Mio. EUR im Wesentlichen auf die neu vergebenen touristischen Ausleihungen zurückzuführen, in denen sich die Umsetzung neuer Hotelkonzepte widerspiegelt. Darüber hinaus wurden netto 1,6 Mio. EUR in immaterielle Vermögensgegenstände investiert. Des Weiteren erfolgte der Erwerb von weiteren 26% der Anteile an der Boomerang-Reisen Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Trier, in Höhe von 1,2 Mio. EUR. Die TUI Deutschland GmbH hält nunmehr mit einer Beteiligungsquote von 75% die Mehrheit an dieser Gesellschaft.

Wie im Vorjahr konnten die Investitionen vollständig aus vorhandener Liquidität bzw. aus dem operativen Cashflow finanziert werden. Vor der Gewinnabführung in Höhe von 79,0 Mio. EUR erhöhte sich der Finanzmittelbestand im Vergleich zum Vorjahr um 43,9 Mio. EUR und spiegelt damit die positive Geschäftsentwicklung des Geschäftsjahres wider. Nach der Ergebnisverwendung betrug der Finanzmittelbestand der Gesellschaft (einschließlich des Cash-Pool) zum Bilanzstichtag 708,2 Mio. EUR.

Bilanzstruktur

Die Bilanzsumme ist im Vorjahresvergleich um 41,6 Mio. EUR auf 1.107,0 Mio. EUR angestiegen.

Auf der Aktivseite trugen der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 18,0 Mio. EUR, der sonstigen Ausleihungen um 12,1 Mio. EUR sowie der geleisteten Anzahlungen an Dritte in Höhe von 9,8 Mio. EUR wesentlich zur Erhöhung der Bilanzsumme bei.

Die Buchwerte des Anlagevermögens der TUI Deutschland GmbH beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 112,2 Mio. EUR. Insofern erhöhte sich das Anlagevermögen um 11,5 Mio. EUR, wobei allein 12,1 Mio. EUR auf den Anstieg der sonstigen Ausleihungen entfielen. Gegenläufig entwickelten sich die sonstigen Ausleihungen an verbundene Unternehmen. Diese verringerten sich um 0,5 Mio. EUR.

Innerhalb des Umlaufvermögens sind die sonstigen Vermögensgegenstände um 6,1 Mio. EUR auf 47,4 Mio. EUR gesunken. Dies ist insbesondere auf einen erhöhten Wertberichtigungsbedarf sowie auf einen tilgungsbedingten Rückgang der touristischen Vorauszahlungen mit Laufzeiten von 2 bis 4 Jahren zurückzuführen.

Die Passivseite ist durch die Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 32,2 Mio. EUR sowie des Anstiegs der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 28,2 Mio. EUR geprägt. Dies ist insbesondere auf das geschäftsbedingt gestiegene Umsatzvolumen zurückzuführen.

Des Weiteren ist auf den Anstieg der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 2,1 Mio. EUR hinzuweisen. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen die neu erdienten Pensionsansprüche der Anwärter. Rückläufig entwickelten sich zum Bilanzstichtag u.a. die erhaltenen Anzahlungen auf touristische Leistungen (-14,3 Mio. EUR) sowie die sonstigen Rückstellungen (-5,1 Mio. EUR).

Wesentliche Geschäftsvorfälle

Das im letzten Geschäftsjahr 2010/11 vorbereitete Strategie- und Wachstumsprogramm "GET 2015" wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr durch die Umsetzung der geplanten Aktivitäten im Rahmen der "GET Module" sowie einer geänderten Organisationstruktur weiter vorangetrieben.

Von Oktober bis November 2011 wurde diese neue Organisationsstruktur erarbeitet, im Dezember 2011 wurde über diese neue Organisationsstruktur und den Stellenprofilen in den einzelnen Bereichen informiert. Für die von dieser Reorganisation betroffenen Arbeitnehmer ohne zukünftige Beschäftigungsmöglichkeiten wurde die Option geschaffen, ab dem 01. Januar 2012 in eine Transfergesellschaft einzutreten. Die mit dieser Reorganisation verbundenen Aufwendungen wurden bereits im Geschäftsjahr 2010/11 durch entsprechende bilanzielle Vorsorgen berücksichtigt. Die durch "GET 2015" geänderten Organisationsstrukturen fanden auch ihren Niederschlag in der Reorganisation der Management-Ebenen. Neben der Streichung der Ebene der Geschäftsbereichsleiter wurde die Geschäftsführung mit Wirkung zum 01. Januar 2012 von zwei auf vier Mitglieder erweitert.

Die mit "GET 2015" unter anderem verbundenen Ziele der noch stärkeren Kundenorientierung sowie einer Online-Offensive wurde beispielsweise durch das neue Kundenserviceportal "Meine TUI" Rechnung getragen. In diesem Portal werden alle kundenrelevanten Informationen und Urlaubstipps gebündelt. Ein weiteres "GET Modul" wurde im Rahmen der Implementierung des multimedialen Service "Mein Service" realisiert, mit dem der Kontakt zwischen Gast und Reiseleitung erleichtert sowie eine Möglichkeit zur Vernetzung der Service Professionals geschaffen wird. Die Umsetzung eines neuen Katalogkonzeptes sowie die Weiterentwicklung und Umsetzung differenzierter Hotelkonzepte sind weitere Beispiele für Aktivitäten des abgelaufenen Geschäftsjahres, um die im Rahmen von "GET 2015" gesetzten Ziele zu erreichen.

Neben dem in der Umsetzung befindlichen Strategie- und Wachstumsprogramm "GET 2015", hat die TUI Travel plc den Umbau des Mainstream-Geschäftes angekündigt. Die alte Sektorenstruktur mit der Aufteilung in die Quellmärkte Nord-, Mittel- und Westeuropa und die Funktion der TUI Deutschland GmbH als Führungsgesellschaft für den Quellmarkt Mitte wird damit zum 01.10.2012 aufgelöst und ein zentrales und quellmarktübergreifendes Mainstream-Board eingerichtet. Ziel der neuen Struktur ist es, Synergien zwischen den einzelnen Quellmärkten zu heben.

Als Folge davon hat der bisherige Vorsitzende der Geschäftsführung der TUI Deutschland GmbH Dr. Volker Böttcher sein Amt zum Ende des Geschäftsjahres niederlegt, um in den Aufsichtsrat der Gesellschaft zu wechseln und um darüber hinaus die Verantwortung für das Geschäft in Österreich, Schweiz, Polen sowie für die deutschen Spezialveranstalter zu übernehmen. Mit Umsetzung der neuen Struktur zum 01. Oktober 2012 hat Jan Christan Clemens als neuer Vorsitzender der Geschäftsführung die Verantwortung für dieses Amt übernommen.

In der Führungsverantwortung der TUI Deutschland GmbH sind damit mit Wirkung vom 01. Oktober 2012 das Veranstaltergeschäft der Gesellschaft, der Eigenvertrieb in Deutschland (TUI Leisure Travel GmbH, TUI.com GmbH) sowie das Fluggeschäft in Deutschland (TUIfly GmbH) gebündelt. Zusätzlich zählen noch die der TUI Deutschland GmbH zugeordneten Servicegesellschaften in diesen Verantwortungsbereich.

Personal- und Sozialbericht

Der Personalbestand der Gesellschaft (ohne Geschäftsführer und Auszubildende) betrug zum Geschäftsjahresende am 30.09.2012 1.692 (Vorjahr 1.779) Beschäftigte. Die Reduktion des Personalbestandes um 87 Mitarbeiter ist vor allem auf die Umsetzung von strukturellen und prozessualen Maßnahmen des im letzten Geschäftsjahr verabschiedeten Strategieprogramms "GET 2015" zurückzuführen. Insgesamt stellt sich damit die TUI Deutschland vor allem in den Produktionsprozessen und in den Supporteinheiten für die Zukunft effizienter auf.

Die Krankheitsquote ist mit 4,3 % (Vorjahr 3,4%) im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht angestiegen. Die Veränderung liegt im üblichen Schwankungsbereich.

Der Flächentarifvertrag, der zwischen der DRV-Tarifgemeinschaft und der ver.di verhandelt wird, ist seit dem 01. Oktober 2010 in einem durch die DRV-Tarifgemeinschaft gekündigten Zustand. Die Verhandlungen erweisen sich als herausfordernd, da beide Seiten grundsätzliche Veränderungen im Tarifwerk fordern, diese Forderungen aber nicht deckungsgleich sind. Die Gesellschaft hat daher eine freiwillige Anhebung der monatlichen Entgelte von 2,5% zum 01. April 2012 für die Veranstalterorganisation vorgenommen.

Die Nachwuchssicherung und -ausbildung wurde auf dem hohen Niveau der Vorjahre fortgeführt. Die Zahl der Auszubildenden zum Bilanzstichtag betrug 156. Im August 2012 wurden 51 neue Auszubildende bei der TUI Deutschland GmbH eingestellt. Mit Erfolg haben insgesamt 61 Auszubildende und Bachelor-Studenten im abgelaufenen Geschäftsjahr ihre Ausbildung abgeschlossen. Es wurden wiederum mehrere Leistungsauszeichnungen von den Industrie- und Handelskammern an die ehemaligen Auszubildenden vergeben, insbesondere wurden die erste und zweite Landessiegerin in Nordrhein-Westfalen und die erste Landessiegerin in Niedersachsen im Jahr 2011 gestellt. Eine besondere Ehrung erhielt eine ehemalige Auszubildende, die bundesweit die beste Prüfung abgelegt hat (alle Prüfungsteile wurden mit 100 % Erreichung absolviert) und in einer Feierstunde in Berlin dafür geehrt wurde.

In den Nachwuchsförderprogrammen LUCIE (Lernen im Unternehmen und Chancen durch individuelle Entwicklung) befanden sich zum Stichtag 30.09.2012 insgesamt 31 TeilnehmerInnen, fünf dieser TeilnehmerInnen absolvieren seit dem 01.09.2012 die operativ ausgerichteten Trainee-Programme der TUI Deutschland (für die Bereiche Personal, Controlling sowie Touristik und Vermarktung). Darüber hinaus wurden die Aktivitäten zur Nachwuchsgewinnung durch unterschiedliche Marketingaktionen an Schulen und (Fach-) Hochschulen auch im Rahmen des Employer Brandings intensiviert.

Die Personalentwicklung wurde weiter ausgebaut und weitere Bausteine umgesetzt. Ein vollständiges Talentmanagement wurde aufgesetzt und die Talente der Gesellschaft arbeiten nun in Lerngruppen und Projekten, um ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten weiter auszubauen. Die im letzten Jahr eingeführten Lernkonferenzen wurden erfolgreich weiter geführt. Dabei sind auch Talente anderer Konzerngesellschaften eingeladen teilzunehmen, um das gesellschaftsübergreifende Lernen zu fördern. Derzeit befinden sich 52 Mitarbeiter im Talentpool für People Leader, 10 Mitarbeiter im Pool für Operational Leader und zwei Mitarbeiter sind im Pool für Strategic Leader.

Die Gesellschaft konnte bereits 19 Talente aus dem Programm erfolgreich in Führungsfunktionen übernehmen. Darüber hinaus nahmen 31 Führungskräfte an verschiedenen internationalen Entwicklungsprogrammen der TUI Travel plc teil.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde für den Executive Level ein internationales Assessment Programm implementiert, um ggf. weitere Entwicklungsbedarfe zu identifizieren und entsprechend im PPM (People Performance Management) zu verankern.

Im September wurde mit "Your voice" eine Mitarbeiterbefragung gestartet, die konzernweit für die Gesellschaften der TUI Travel plc ihren Geltungsbereich hat. Die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung werden im nächsten Geschäftsjahr erwartet und daraus abgeleitet auch die Schwerpunkte für die zukünftige Personalentwicklung und -betreuung.

Ertragslage

In einem positiven ökonomischen Umfeld gelang es der TUI Deutschland GmbH die Reiseerlöse zu steigern. Auf Grund einer flexiblen Kapazitätsplanung und -steuerung war es möglich, die Nachfrageschwäche für Griechenland zu kompensieren und die Kundenströme in andere bevorzugte Zielgebiete zu lenken. Die Gesellschaft beendet das Geschäftsjahr 2011/12 erfolgreich mit einer deutlichen Steigerung des positiven operativen Ergebnisses.

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft lagen mit 4.064,8 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2011/12 wesentlich über dem Vorjahreswert in Höhe von 3.855,5 Mio. EUR. Von den Umsatzerlösen entfallen 3.509,3 Mio. EUR auf Reiseerlöse und 555,5 Mio. EUR auf übrige Umsatzerlöse, wie z.B. Flugkontingentabgabe, Erlöse aus Reiseversicherungen, Storno- und Umbuchungsgebühren sowie Mietwagenprovisionen.

Mit der Steigerung der Umsatzerlöse um 5,4% ging eine Steigerung der Aufwendungen für touristische Fremdleistungen um 5,1% gegenüber dem vergleichbaren Wert des Vorjahres einher. Insgesamt konnte im Geschäftsjahr 2011/2012 wiederum eine leichte Margenverbesserung erreicht werden.

In den gegenüber der Vorjahresperiode um 20,1 Mio. EUR gestiegenen sonstigen betrieblichen Erträgen spiegelt sich insbesondere die um 10,6 Mio. EUR gestiegene Vereinnahmung von Werbekostenzuschüssen wider.

Die Aufwendungen für Löhne und Gehälter sowie für soziale Abgaben und Altersversorgung verminderten sich gegenüber dem vergangenen Jahr um 4,2 Mio. EUR (-3,8%). Dies ist vor allem durch den Rückgang der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl um 87 Personen begründet. Das Strategieprogramm GET "2015" zeigt hier die ersten Wirkungen.

Insgesamt konnte das Betriebsergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr um 46,1 Mio. EUR auf 60,5 Mio. EUR erheblich gesteigert werden.

Das Zinsergebnis von insgesamt 5,9 Mio. EUR erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 14,4 Mio. EUR. Dies ist insbesondere auf die im Vorjahr erstmalig vorgenommene risikoorientierte, länderspezifische und laufzeitadäquate Abzinsung von touristischen Vorauszahlungen zurückzuführen. Hierdurch kam es im Vorjahr zu einer einmaligen Belastung des Zinsergebnisses.

Aus Beteiligungen und Ergebnisabführungsverträgen erzielte die TUI Deutschland GmbH ein Ergebnis in Höhe von 16,1 Mio. EUR gegenüber 14,8 Mio. EUR im Vorjahr.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beläuft sich in der Berichtsperiode auf 75,3 Mio. EUR, nach Hinzurechnung der außerordentlichen Erträge von insgesamt 12,4 Mio. EUR resultiert ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 87,7 Mio. EUR.

An die Leibniz-Service GmbH wurde aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags der Gewinn in Höhe von 79,0 Mio. EUR nach Steuern vertragsgemäß abgeführt.

2. Chancen- und Risikobericht

Einleitung

Die Gesellschaft ist in das Risikofrüherkennungs- und -überwachungssystem der TUI AG und TUI Travel plc eingebunden. Das Risikofrüherkennungssystem ist als separates Berichts- und Überwachungssystem mit eigener Aufbau- und Ablauforganisation Bestandteil des unternehmensweiten Risikomanagements. Dessen Aufgabe ist es, durch regelmäßige und fallweise Berichterstattung Risikopotentiale zu erkennen, einheitlich zu bewerten und in einer Gesamtbetrachtung zusammenzufassen. Besondere, den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risiken sind im Rahmen dieser Berichte weder während noch zum Ende des Geschäftsjahres 2011/12 bekannt geworden.

Die Methoden und Systeme, die im Rahmen des Risikomanagements eingesetzt werden, und die zeitliche Intensität der Kontrollen sind auf Art und Umfang der Risiken zugeschnitten. Sie unterliegen einer ständigen Überprüfung und werden auf der Grundlage der dabei gewonnenen Erkenntnisse weiterentwickelt und sich wandelnden geschäftlichen Umfeldern angepasst.

Die Verfahren zur Früherkennung von Existenz gefährdenden Risiken (Enterprise Risk Management - ERM) werden durch TUI Travel Group Audit Services regelmäßig geprüft. Die Prüfungen haben ergeben, dass die Verfahren geeignet sind, existenzgefährdende Risiken abzudecken. Identifizierte Verbesserungspotentiale werden im Rahmen der regelmäßigen Entwicklungen und Anpassungen der Verfahren berücksichtigt.

Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Chancen und Risiken

Das Ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V., München, erwartet, dass die gesamtwirtschaftliche Produktion in der Welt in diesem und im nächsten Kalenderjahr mit 3,2% bzw. 3,6% nur schwach zunehmen wird. Für den Euroraum wird im laufenden Jahr ein weiteres Schrumpfen der Wirtschaftsleistung und für das kommende Jahr eine Stagnation prognostiziert. Die äußerst restriktive Finanzpolitik, die hohe Unsicherheit sowie die massiven Strukturprobleme vieler Mitgliedsländer belasten dabei die Binnennachfrage erheblich. Es wird vermutet, dass die konjunkturelle Asymmetrie zwischen den einzelnen Euroraumländern weiter zunehmen dürfte.

Innerhalb des deutschen Wirtschaftsraumes liegt derzeit noch eine relativ positive Erwartung vor. Für das kommende Jahr wird ein Anstieg des privaten Konsums um 1,5% erwartet, getragen von der anhaltenden Expansion der real verfügbaren Einkommen und der guten Arbeitsmarktlage. Für das reale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2013 wird ein Wachstum in Höhe von 1,3% prognostiziert. Jedoch dämpfen das Auf und Ab an den Finanzmärkten sowie die Sorgen vor einer massiven Konjunkturabschwächung bei wichtigen Handelspartnern die realwirtschaftliche Entwicklung. Die Prognoseunsicherheit ist derzeit extrem hoch. Die Entwicklung der Konjunktur hängt stärker als üblich von politischen Entscheidungen ab, die nur schwer vorhersagbar sind. Die Auswirkungen massiver Umwälzungen, wie etwa ein Ausscheiden von Ländern aus dem Euroraum lassen sich mit statistischen Methoden nicht erfassen.

Für die Tourismusbranche lassen sich gegenwärtig anhand der relativ guten Arbeitsmarktlage entsprechende Kaufkraft und Absatzmöglichkeiten herleiten. Durch die wirtschaftliche Krise in den europäischen Zielgebieten ließ sich im abgelaufenen Jahr eine Verschiebung der Nachfrage hin zu anderen als von der Wirtschaftskrise betroffenen europäischen Regionen beobachten. Abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung der europäischen Wirtschaftskrisenländer mag davon auch in der Zukunft ausgegangen werden. Eine besondere Bedeutung für die Tourismusbranche hat die starke Verknüpfung mit Leistungsträgern in den von der Wirtschaftskrise betroffenen europäischen Zielgebieten. Die wirtschaftliche Entwicklung des jeweiligen Ziellandes kann entsprechende Auswirkungen auf diese Leistungsträger haben.

Chancen und Risiken im Absatzbereich

Auch im Berichtszeitraum hat sich die Entwicklung fortgesetzt, dass stationäre Reisebüros sich Vertriebskooperationen anschließen, um Einkaufsvorteile gegenüber Leistungsträgern und Veranstaltern, aber auch Innovationspotenziale hinsichtlich Technik und Prozessen zu nutzen, die auf Agenturebene nicht umsetzbar wären. Die Konzentration der Reisebüros erhöht die Spielräume der Vertriebsorganisationen gegenüber Veranstaltern. Die Vertriebskooperationen verstärken weiterhin den Aufbau eigener Veranstaltermarken und die direkte Zusammenarbeit mit Destinationen und Hotels in Zielgebieten und beabsichtigen somit am Veranstalter vorbei direkt mit den Leistungsträgern zusammenzuarbeiten. Diese Entwicklung ist eine Reaktion auf den zunehmenden Direktvertrieb der Veranstalter sowie der sinkenden Provisionserlöse für Reisebüros.

Darüber hinaus arbeiten die Vertriebskooperationen vermehrt mit eigenen Midoffice-Systemen, um Hoheit über Steuerung, Vorgangs- und Kundendatenmanagement zu erlangen. Das dahinterliegende Marktvolumen wird aber immer noch als gering geschätzt, die weitere Entwicklung muss aber weiter genau beobachtet werden. Grundsätzlich wird die Entwicklung von Vertriebssystemen mit Fokus auf Preisvergleiche (BISTRO) seitens der Vertriebsorganisationen massiv unterstützt und bedrängt den über IRIS+ gewährleisteten direkten Marktzugang der TUI Deutschland GmbH zum Markt.

Im Berichtszeitraum wurde seitens der Gesellschaft eine neue Organisationsstruktur im Innen- wie Außendienst erfolgreich eingeführt und darüber hinaus diverse strategische Maßnahmen im Vertrieb umgesetzt.

So hat die TUI Deutschland GmbH als erster Veranstalter am deutschen Markt mit "Meine TUI" ein Online-Informationsportal für Endkunden eingeführt, mit dem Endkunden noch stärker an die Gesellschaft gebunden werden und innovative Wege der Informationsübermittlung erfolgreich etabliert werden konnten. Diese Portale wurden auch für weitere Produktmarken entsprechend eingeführt.

Der Vertriebserfolg der Gesellschaft wurde weiter durch mittelständische Unternehmen belastet, die nicht den Kostenstrukturen und Renditeerwartungen des Marktführers unterliegen und diesen Vorteil zur Zahlung höherer Vertriebsprovisionen bzw. aggressiverer Preisbilder nutzen.

Im Online Eigenvertrieb konnte der vermittelte Umsatz analog dem Online-Marktwachstum gesteigert werden. Die Veranstalterportale tui.com und airtours.de sowie das Markenportal robinson.com wurden optimiert und gewinnen mittlerweile an Dynamik. Die eigenen Online-Portale wurden weiter stark professionalisiert. Außerdem wurde auf tui.com eine Experten-Community eingebunden, die eine direkte Verknüpfung der Vertriebskanäle Online mit dem stationären Offline-Vertrieb im Sinne einer Multikanalbearbeitung ermöglicht. Das ist eine einzigartige Innovation auf dem deutschen Touristikmarkt. Der Online Fremdvertrieb legte gegenüber dem Vorjahr deutlich in den vermittelten Umsätzen zu.

Die Expansion des Eigenvertriebs wird weiterhin opportunistisch verfolgt.

Im Vertrieb hat sich das neu eingeführte Provisionsmodell in der Praxis bewährt und damit die Anreize für ein weiteres erfolgreiches Wachstum geschaffen. Dieses Provisionsmodell umfasst alle Marken der TUI Deutschland GmbH sowie darüber hinaus die einiger Spezialisten sowie TUI Cruises.

Zudem hat sich der Expedienten Club mit seinen etwa 28.000 Mitgliedern als sehr gutes Verkaufssteuerungs- und Bindungsinstrument für den Vertrieb entwickelt. Dieser wird in Zukunft noch enger mit dem Online-Informationssystem für den Vertrieb (TUI NewsNet) verzahnt, um die Durchdringung und Informationspenetration noch weiter zu erhöhen. Das stützt wesentlich die Umsatzzuwächse.

Chancen und Risiken im Beschaffungsbereich

Aus dem touristischen Geschäft resultierende Währungsrisiken werden abgesichert. Richtlinien definieren Regeln und Limits für Transaktionen sowie Risikopositionen. Dabei wird der auf den erwarteten Buchungen für zukünftige touristische Saisons basierende Fremdwährungsbedarf, bei allen für die Gesellschaft relevanten Währungen, durch entsprechende Termin- oder Optionsgeschäfte gesichert. Die Planbedarfe an Fremdwährungen werden zu festgelegten Terminen, in der Regel mindestens dreimal pro touristische Saison, überprüft und sofern notwendig angepasst. Entsprechend der betreffenden TUI-Konzernrichtlinie müssen zum Zeitpunkt des Risikoeintritts (Festlegung der Kalkulationskurse für die Katalogproduktion) mindestens 95,0% des risikobehafteten Fremdwährungsexposures gesichert sein. Die wichtigste Fremdwährung ist nach wie vor der US-Dollar für den Bezug von Leistungen aus nicht europäischen Destinationen. Daneben erfolgen größere Absicherungen bezogen auf thailändische Baht sowie auf Dirham der vereinigten arabischen Emirate (VAE).

Die sich aus der Art der Verträge (Langfristigkeit und Festkontingentabnahmen) ergebenden Flug- und Hotelauslastungsrisiken unterliegen in ihrer Beobachtung und Bewertung fest definierten Regeln. Regelmäßige Auslastungsprognosen mit Auslastungs- und Flugrisikostatistiken sind Bestandteil der wöchentlichen und monatlichen Berichterstattung, damit im Risikoeintrittsfall definierte Maßnahmen zur Ergebnissicherung frühzeitig ergriffen werden können.

Mit Abschluss des Chartervertrages zwischen der TUI Deutschland GmbH und der TUIfly GmbH übernahm die Gesellschaft ab der Wintersaison 2009/10 die vollumfängliche wirtschaftliche Verantwortung für die Chancen und Risiken der Vermarktung der Charterkapazität der TUIfly GmbH.

Für aus Hotelverträgen resultierende, erkannte Auslastungsrisiken wird in Höhe der zu erwartenden negativen Produktergebnisse bilanzielle Vorsorge getroffen.

Preiserhöhungen, die aus gestiegenen Einkaufspreisen resultieren und für die Kostenstruktur der Gesellschaft greifen, sind kalkuliert und werden an den Markt weitergegeben, wobei es Einschränkungen bei preisreduzierten Kurzfristangeboten geben kann. Darüber hinaus ergeben sich Risiken aus steigenden Preisforderungen von Hoteliers, die bislang ausschließlich über die Gesellschaft vertrieben werden.

Grundsätzlich werden die Beschaffungsrisiken als beherrschbar eingestuft, jedoch ist die Gesellschaft infolge von anhaltenden Wirtschaftskrisen, insbesondere in Griechenland, einem erhöhten Ausfallrisiko der in diese Zielgebiete geleisteten touristischen Vorauszahlungen ausgesetzt. Diesem wird durch eine länder- und risikospezifische Abzinsung sowie durch Maßnahmen zur Besicherung dieser Vorauszahlungen Rechnung getragen. Ein potenzielles Umsatzrisiko stellen zudem Zielgebiete mit politischen oder klimatischen Instabilitäten wie z.B. Nordafrika oder Süd-Ost-Asien dar. Für diese Regionen ist die Nachfrageentwicklung aufgrund der politischen Lage nur schwer abschätzbar. Eine Normalisierung der Situation ist jedoch bereits erkennbar, so dass auch für diese Zielgebiete wieder von einem Nachfrageanstieg ausgegangen werden kann.

Den Risiken im Sachkostenbereich aus der allgemeinen Preissteigerung wird durch konsequentes Kostencontrolling Rechnung getragen und werden von der Gesellschaft als beherrschbar angesehen.

Chancen und Risiken im Investitions- und Finanzierungsbereich

Für den Investitions- und Finanzierungsbereich werden die Risiken derzeit als sehr gering eingeschätzt. Aufgrund der stabilen und guten Vermögens- und Finanzlage hat die Gesellschaft den finanziellen Handlungsspielraum für Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen in das Anlagevermögen aus der vorhandenen Liquidität heraus.

Chancen und Risiken im Personal- und Sozialbereich

Vor dem Hintergrund der aktuellen Arbeitsmarktlage am Sitz der Gesellschaft ist das Angebot an potentiellen Mitarbeitern für das Unternehmen grundsätzlich als unkritisch anzusehen. Des Weiteren hat sich die konsequente Personal- und Einstellungspolitik in Zusammenarbeit mit der konzerneigenen Zeitarbeitsfirma als strategisch richtig herausgestellt. Die Anpassungen an schwankenden Kapazitätsanforderungen können damit wesentlich leichter erfolgen.

Das Angebot an konzerninternen Bildungs- und Trainingsmaßnahmen sowie externe Schulungen und Seminare sollen das fach- und anwenderspezifische Wissen vertiefen und somit mögliche Risiken weiter reduzieren.

Der Schwerpunkt der Personalentwicklungsarbeit liegt derzeit in einem noch verstärkten Ausbau der Führungskompetenz der Führungskräfte. Auch hierdurch wird neben einer Performanceverbesserung eine Absicherung von Schlüsselfunktionen erreicht.

3. Prognosebericht

Durch die sich fortsetzende Schuldenkrise einiger europäischer Länder erwartet die TUI Deutschland GmbH eine stagnierende Konsumneigung in Deutschland. Im Markt reichlich vorhandene Flug- und Hotelkapazitäten werden in Kombination mit weiter fallenden Markteintrittsbarrieren zu einem weiterhin starken Margendruck führen. Die TUI Deutschland GmbH begegnet dieser Entwicklung mit dem Ausbau von an den Kundenbedürfnissen ausgerichteten differenzierten und exklusiven Hotelangeboten sowie einer direkteren Kundenansprache vor und nach der Reise. Zusätzlich eingeleitete Maßnahmen zur Effizienzsteigerung lassen in den beiden folgenden Geschäftsjahren ein positives operatives Ergebnis erwarten.

Diese Einschätzung wird dadurch untermauert, dass die Gesellschaft in die Wintersaison 12/13 mit einem Buchungsplus von +8,3% gestartet ist. Dieses Wachstum zeigt sich hauptsächlich auf der Fernstrecke sowie bei den erdgebundenen Programmen. Nachholbedarf weisen noch Ägypten und die Türkei auf.

Investitionsplanung

Die Investitionsplanung für das kommende Geschäftsjahr umfasst insbesondere Investitionen für Software sowie für die Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Personalplanung

Der Produktivitätsfortschritt wird im Wesentlichen aus der Umsetzung laufender Projekte aus "GET 2015" erzielt. Die Gesellschaft rechnet auch im neuen Geschäftsjahr mit einem weiter reduzierten Personalbedarf.

Nachtragsbericht

Herr Dr. Volker Böttcher ist mit Ablauf des 30.09.2012 aus der Geschäftsführung der TUI Deutschland GmbH ausgeschieden und mit Wirkung zum 01.10.2012 in den Aufsichtsrat der TUI Deutschland GmbH eingetreten. Herr Jan Christian Clemens ist ab dem 01.10.2012 neues Mitglied in der Geschäftsführung der TUI Deutschland GmbH und hat den Vorsitz übernommen.

 

Hannover, 20. November 2012

Bilanz

Aktiva

  Anhang 30.09.2012
T€
30.09.2011
T€
A. Anlagevermögen (4.1)    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.721 16.241
II. Sachanlagen      
Betriebs- und Geschäftsausstattung   930 839
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen (4.2) 68.545 65.385
2. Sonstige Ausleihungen an verbundene Unternehmen   2.430 2.898
3. Beteiligungen   5.681 7.641
4. Sonstige Ausleihungen   19.879 7.729
    96.535 83.653
    112.186 100.732
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte (4.3)    
1. Hilfs- und Betriebsstoffe   1.139 1.254
2. Leistungen für nicht beendete Reisen   47.100 47.100
3. Vorauszahlungen auf nicht begonnene Reisen   47.907 83.405
4. Erhaltene Anzahlungen auf nicht beendete und nicht begonnene Reisen   -95.007 -130.505
5. Geleistete Anzahlungen   56.630 46.822
    57.769 48.075
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen   43.749 25.722
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen   820.139 817.700
(davon aus Lieferungen und Leistungen T€ ……...; Vorjahr T€ 62.944)      
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht   0 510
(davon aus Lieferungen und Leistungen T€ ……...; Vorjahr T€ 510)      
4. Sonstige Vermögensgegenstände   47.364 53.499
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr T€ ………..; Vorjahr T€ 41.675)      
    911.252 897.431
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   1.186 577
    970.207 946.083
C. Rechnungsabgrenzungsposten (4.5) 24.581 18.570
    1.106.974 1.065.385

Passiva

     
  Anhang 30.09.2012
T€
30.09.2011
T€
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital (4.6) 20.000 20.000
II. Kapitalrücklage (4.7) 16.172 16.172
III. Andere Gewinnrücklagen   40 40
    36.212 36.212
B. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (4.8) 32.887 30.800
2. Steuerrückstellungen   0 0
3. Sonstige Rückstellungen (4.9) 210.544 215.660
    243.431 246.460
C. Verbindlichkeiten (4.10)    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten   0 0
2. Erhaltene Anzahlungen auf touristische Leistungen   378.715 392.845
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   236.835 204.623
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen   203.613 175.414
(davon aus Lieferungen und Leistungen T€ …….; Vorjahr T€ 106.902)      
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht   0 56
(davon aus Lieferungen und Leistungen T€ ...; Vorjahr T€ 56)      
6. Sonstige Verbindlichkeiten   2.498 2.555
(davon aus Steuern T€ ………...; Vorjahr T€ 1.441)      
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit T€ …..; Vorjahr T€ 418)      
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr T€ ………….; Vorjahr T€ 775.491)      
    821.661 775.493
D. Rechnungsabgrenzungsposten   5.670 7.220
    1.106.974 1.065.385

Gewinn- und Verlustrechnung

  Anhang 01.10.2011 bis 30.09.2012
TEUR
01.10.2010 bis 30.09.2011
TEUR
1. Umsatzerlöse (4.11) 4.064.843 3.855.472
2. Veränderung des Bestandes an Leistungen für nicht beendete Reisen (4.12) 7.300 4.200
3. Sonstige betriebliche Erträge (4.13) 97.195 77.117
4. Gesamtleistung   4.169.338 3.936.789
5. Aufwendungen für touristische Fremdleistungen (4.14) 3.336.325 3.173.449
6. Personalaufwand (4.15)    
a) Löhne und Gehälter   88.087 91.137
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung   19.939 21.129
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen- stände des Anlagevermögens und Sachanlagen (4.16) 3.536 3.087
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen (4.17) 660.907 633.521
9. Betriebsergebnis   60.544 14.466
10. Beteiligungsergebnis (4.18) 16.076 14.794
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen (4.19) 7.218 964
12. Zinsergebnis (4.20) 5.911 -8.482
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   75.313 19.814
14. Außerordentliche Erträge   12.382 0
15. Außerordentliche Aufwendungen   0 30.948
16. Außerodentliches Ergebnis (4.21) 12.382 -30.948
17. Steuern (4.22) 8.654 -18
18. Erträge aus Verlustübernahme   0 11.116
19. Aufwendungen aus Gewinnabführung   79.041 0
20. Jahresergebnis   0 0

Anhang

(1) Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der TUI Deutschland GmbH wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Zur besseren Übersichtlichkeit wurden in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Branchenspezifischen Besonderheiten wurde in Abweichung von den allgemeinen Gliederungsgrundsätzen durch die Anpassung von Postenbezeichnungen Rechnung getragen.

Das Geschäftsjahr der TUI Deutschland GmbH umfasst den Zeitraum vom 01. Oktober bis zum 30. September des Folgejahres.

(2) Konzernzugehörigkeit

Alleinige Gesellschafterin der TUI Deutschland GmbH ist die Leibniz-Service GmbH, Hannover. Mit der Leibniz-Service GmbH besteht ein Gewinnabführungsvertrag.

Die Gesellschaft ist in den nach § 315a HGB aufgestellten Konzernabschluss der TUI AG, Berlin und Hannover, einbezogen. Konzernabschluss und Konzernlagebericht der TUI AG werden nach § 325 HGB beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und dort bekannt gemacht. Sie sind im Internet unter www.ebanz.de sowie unter www.unternehmensregister.de unter den Stichworten TUI AG / TUI Aktiengesellschaft erhältlich. Ferner werden sie unter www.tui-group.com/de veröffentlicht.

Darüber hinaus erfolgt eine Einbeziehung in den Konzernabschluss der TUI Travel plc, Crawley (registriert in England und Wales unter der Nummer 6072876). Der Konzernabschluss der TUI Travel plc wird unter www.tuitravelplc.com veröffentlicht.

Die TUI Deutschland GmbH ist gemäß § 291 HGB von der Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes befreit.

(3) Bilanzierung und Bewertung

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die Gliederung des Vorjahres wurden im Geschäftsjahr grundsätzlich beibehalten.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit Ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer von drei bis 10 Jahren abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet, sofern abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen wirtschaftliche Nutzungsdauern zwischen drei und 13 Jahren zugrunde. Dabei kommt die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Zugänge vor 2008 werden mit den steuerlich zulässigen Höchstsätzen degressiv abgeschrieben. Der Wechsel zur linearen Abschreibungsmethode erfolgt, sobald diese zu höheren jährlichen Abschreibungen führt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 150 EUR werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 150 und 1.000 EUR werden als Sammelposten erfasst und linear über fünf Jahre abgeschrieben.

Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sowie der übrigen Finanzanlagen erfolgt zu den Anschaffungskosten. Ausleihungen werden grundsätzlich mit ihrem Barwert bilanziert. Dabei kommen länderspezifische risikoorientierte und laufzeitabhängige Abzinsungssätze zur Anwendung.

Auf Gegenstände des Anlagevermögens werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Im Finanzanlagevermögen erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung auch bei vorübergehender Wertminderung. Sind die Gründe für die Wertminderung ganz oder teilweise entfallen, wird von dem Wertaufholungsgebot Gebrauch gemacht.

Vorräte werden mit den durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. "Leistungen für nicht beendete Reisen" werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Für Hilfs- und Betriebsstoffe von untergeordneter Bedeutung erfolgt der Ansatz zu Festwerten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bzw. mit den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Bei diesen Posten wird allen erkennbaren Einzelrisiken und grundsätzlich dem allgemeinen Kreditrisiko durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen. Ferner werden bei den touristischen Vorauszahlungen die länderspezifischen Risiken durch eine risikoorientierte Abzinsung berücksichtigt.

Vom Wahlrecht zur Bildung von Bewertungseinheiten wurde kein Gebrauch gemacht.

Am Bilanzstichtag werden gesicherte, kurzfristige Währungspositionen grundsätzlich mit dem durchschnittlichen Sicherungskurs der für die betreffende Saison offenen Sicherungsgeschäfte bewertet. Langfristige Währungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Entstehungstag umgerechnet, soweit nicht bei Forderungen ein niedrigerer Stichtagskurs bzw. bei Verbindlichkeiten ein höherer Stichtagskurs zur Anwendung kommt.

Darüber hinaus wird für zum Bilanzstichtag erkennbare Risiken aus Sicherungsgeschäften, soweit diese nicht die bilanzierten gesicherten Währungspositionen betreffen, durch die Bildung einer Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften bilanzielle Vorsorge getroffen.

Rückdeckungsversicherungsansprüche, die zur Absicherung von Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristigen fälligen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen sind, werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den dazugehörenden Verpflichtungen verrechnet.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2005 G) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen sowie ein Karrieretrend werden in den versicherungsmathematischen Berechnungen und Annahmen angemessen berücksichtigt. Dabei wird je nach Zusage von jährlichen Erhöhungen von 2,0% bzw. 2,5% (Vorjahr von 2,0% bzw. 2,5%) bei den Entgelten und von 2,0% jährlich bzw. 6,5% im drei Jahresrhythmus (Vorjahr 1,0% bzw. 6,5% im drei Jahresrhythmus) bei den Renten ausgegangen, unter Annahme einer geschlechtsspezifischen Fluktuationsrate bei den Anwartschaften von 0,0% bis 8,0% p.a. (Vorjahr von 0,0% bis 8,0%). Der angewendete Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beträgt 5,08% p.a.; dieser entspricht dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Im Vorjahr ist ein Zinssatz in Höhe von 5,13% p.a. zur Anwendung gekommen.

Sofern der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherung (Aktivwert) die entsprechende Altersversorgungsverpflichtung übersteigt, wird die korrespondierende Altersversorgungsverpflichtung gem. § 253 Abs. 1 S. 3 HGB in Höhe des Aktivwertes der Rückdeckungsversicherung angesetzt.

Die Ermittlung der Jubiläumsrückstellungen erfolgt mit einem Rechnungszinsfuß von 5,08% p.a. sowie einer geschlechtsspezifischen Fluktuationsrate von 0,0% bis 8,0% p.a. (Vorjahr von 0,0% bis 8,0%). Der für die Ermittlung der Rückstellungen für Vorruhestand zugrunde gelegte Rechnungszinsfuß beträgt 4,01% p.a. (Vorjahr 4,08% p.a.). Die gesetzlich vorgeschriebene Absicherung der Altersteilzeitverpflichtung erfolgt zentral durch die Leibniz-Service GmbH. Die TUI Deutschland GmbH ist daher von dieser Verpflichtung freigestellt und weist dementsprechend ihre Altersteilzeitverpflichtungen unsaldiert aus.

Die übrigen Rückstellungen sind nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bemessen und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung zu erwartender Kosten- und Preissteigerungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Mit den Regelungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) wurde, mit Ausnahme der Rückstellung im Sinne des § 249 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 HGB, ein grundsätzliches Passivierungsverbot für Aufwandsrückstellungen eingeführt. Die TUI Deutschland GmbH hat das Beibehaltungs- und Fortführungswahlrecht für bereits bestehende Aufwandsrückstellungen in Anspruch genommen.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Grundsätzlich werden latente Steuern auf die Unterschiede (temporäre Differenzen) in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf bestehende Verlustvorträge gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern wird vom Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht.

Aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft sind die latenten Steuern dem Organträger zugeordnet. Dementsprechend werden diese temporären Differenzen der Gesellschaft im Abschluss der Leibniz-Service GmbH erfasst.

(4) Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erläuterungen zur Bilanz

(4.1) Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

(4.2) Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind in der Anteilsbesitzliste als gesonderte Anlage zum Anhang aufgeführt.

(4.3) Vorräte

Bei den Vorräten handelt es sich zum einen um Leistungen für nicht beendete Reisen und Vorauszahlungen auf nicht begonnene Reisen, welche sich aus den Rückreiseabgrenzungen in Höhe von 54.400 TEUR (Vorjahr 47.100 TEUR) und Provisionszahlungen an Reisebüros für Abreisen nach dem Bilanzstichtag in Höhe von 40.607 TEUR (Vorjahr 83.405 TEUR) zusammensetzen.

Mit den Leistungen für nicht beendete Reisen und den Vorauszahlungen auf nicht begonnene Reisen in Höhe von insgesamt Brutto 95.006 TEUR (Vorjahr 130.505 TEUR) werden erhaltene Kundenanzahlungen in Höhe von 95.006 TEUR (Vorjahr 130.505 TEUR) verrechnet, insgesamt ergibt sich somit ein Bilanzausweis für Leistungen für nicht beendete Reisen und Vorauszahlungen auf nicht begonnene Reisen von 0 TEUR (Vorjahr 0 TEUR).

Zum anderen handelt es sich um geleistete Anzahlungen an Leistungsträger in Höhe von 56.630 TEUR (Vorjahr 46.822 TEUR). Die Posten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

(4.4) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

  30.09.2012
TEUR
30.09.2011
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr 43.749 25.722
Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr 819.427 817.700
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr 712 510
Sonstige Vermögensgegenstände 47.405 53.499
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (26.516) (41.675)

Die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 18.027 TEUR resultiert im Wesentlichen aus einem geschäftsbedingtem Anstieg der Reiseforderungen und Forderungen gegen Fluggesellschaften.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen die Gesellschafterin aus Cash-Pooling in Höhe von 707.033 TEUR (Vorjahr 742.717 TEUR) enthalten.

Unter den Sonstigen Vermögensgegenständen werden insbesondere touristische Vorauszahlungen, debitorische Kreditoren und Steuererstattungsansprüche ausgewiesen.

(4.5) Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält in Höhe von 20.613 TEUR (Vorjahr 12.594 TEUR) Abgrenzungen für bereits gezahlte Linienflugscheine, sowie 1.221 TEUR (Vorjahr 1.915 TEUR) im Voraus geleistete Mietzahlungen für IT Hardware.

(4.6) Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert 20.000.000 EUR und ist voll eingezahlt.

(4.7) Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält unverändert Einstellungen aus Aufgeldern und Zuzahlungen gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 und 4 HGB.

(4.8) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Zum 30.09.2012 betragen die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 36.309 TEUR (Vorjahr 33.911 TEUR). Darin sind pensionsähnliche Verpflichtungen aus Überbrückungsgeldern in Höhe von 399 TEUR (Vorjahr 462 TEUR) enthalten.

  30.09.2012
TEUR
30.09.2011
TEUR
Bruttoansatz der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 36.309 33.911
Beizulegender Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen 3.381 3.111
Nettoansatz der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 32.928 30.800

Die Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert, die ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen sind. Sie wurden mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen, bis auf einen nicht saldierbaren Betrag in Höhe von 41 TEUR verrechnet. Die Saldierung war in diesem Fall nicht vorzunehmen, da keine Verpfändung an die Anspruchsberechtigten vorliegt.

(4.9) Sonstige Rückstellungen

  30.09.2012
TEUR
30.09.2011
TEUR
Rückstellungen für Personalkosten 19.655 20.904
Touristische Fremdleistungen 72.395 74.779
Provisionsabrechnungen 62.525 56.238
Ausstehende Lieferantenrechnungen 14.764 9.906
Rückstellungen Reiseversicherungen 25.916 20.114
Übrige 15.289 33.718
  210.544 215.659

In den übrigen sonstigen Rückstellungen sind bilanzielle Vorsorgen für Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 6.301 TEUR (Vorjahr 25.604 TEUR) ausgewiesen.

Im Berichtsjahr waren durch Änderung der Bilanzierungsvorschriften des TUI Konzerns zum Ende des Geschäftsjahres Rückstellungen in Höhe von 9.006 TEUR für Leerflüge in das Zielgebiet am Ende der touristischen Saison (sog. empty legs) nicht mehr anzusetzen.

(4.10) Verbindlichkeiten

  30.09.2012
TEUR
30.09.2011
TEUR
Erhaltene Anzahlungen auf touristische Leistungen 378.715 392.845
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 236.714 204.623
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 203.613 175.414
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 121 56
Sonstige Verbindlichkeiten 2.498 2.555
(davon aus Steuern) (1.484) (1.441)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (417) (418)

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von 111.952 TEUR (Vorjahr 106.902 TEUR) und aus Cash-Pooling mit einer Tochtergesellschaft der TUI Deutschland GmbH in Höhe von 90.827 TEUR (Vorjahr 68.512 TEUR) enthalten.

Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(4.11) Umsatzerlöse

Zielgebiete 01.10.2011- 30.09.2012
TEUR
01.10.2010- 30.09.2011
TEUR
Europäische Union 2.680.752 2.574.130
Übriges Europa 16.908 20.543
Nordamerika 91.975 60.751
Lateinamerika 179.137 174.864
Übrige Länder 1.096.071 1.025.184
  4.064.843 3.855.472

(4.12) Veränderungen des Bestandes an Leistungen für nicht beendete Reisen

Die Bestandsveränderungen beziehen sich ausschließlich auf die Rückreiseabgrenzungen für nicht beendete Reisen.

(4.13) Sonstige betriebliche Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen neben den Erträgen aus Rückstellungsauflösungen überwiegend Erträge aus Werbekostenzuschüssen sowie aus der Auflösung von Wertberichtigungen ausgewiesen.

(4.14) Aufwendungen für touristische Fremdleistungen

Hierunter werden Aufwendungen für Unterkunft, Flug, Bahn, Zielgebietstransfer und sonstige touristische Leistungen erfasst.

(4.15) Personalaufwand

01.10.2011- 30.09.2012
TEUR
01.10.2010- 30.09.2011
TEUR
Löhne und Gehälter 88.087 91.137
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 19.939 21.129
(davon für Altersversorgung) (4.763) (5.476)
  108.026 112.266

(4.16) Abschreibungen

Die Abschreibungen entfallen mit 3.226 TEUR (Vorjahr 2.834 TEUR) auf immaterielle Vermögensgegenstände mit einer wirtschaftlichen Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren.

(4.17) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Sie enthalten im Wesentlichen Provisions-, Werbe- und Verwaltungsaufwendungen.

(4.18) Beteiligungsergebnis

01.10.2011- 30.09.2012
TEUR
01.10.2010- 30.09.2011
TEUR
Erträge aus Beteiligungen 2.268 4.896
(davon aus der Ausschüttungen) (1.817) (699)
(davon aus Zuschreibungen) (0) (1.497)
(davon aus Buchgewinnen/-verlusten) (0) (2.700)
(davon aus verbundenen Unternehmen) (451) (3.448)
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 13.808 11.507
(davon aus verbundenen Unternehmen) (13.808) (11.507)
Aufwendungen aus Verlustübernahme 0 1.609
(davon an verbundenen Unternehmen) (0) (1.609)
  16.076 14.794

(4.19) Abschreibungen auf Finanzanlagen

Abschreibungen auf Finanzanlagen entfallen überwiegend mit 7.095 TEUR (Vorjahr 954 TEUR) auf Abzinsungen von unverzinslichen bzw. niedrig verzinslichen sonstige Ausleihungen an Hoteliers.

(4.20) Zinsergebnis

01.10.2011- 30.09.2012
TEUR
01.10.2010- 30.09.2011
TEUR
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.319 660
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge    
(davon aus verbundenen Unternehmen) 17.894 8.368
Zinsen und ähnliche Aufwendungen (5.612) (5.381)
(davon an verbundene Unternehmen) 13.302 17.510
  (560) (848)
  5.911 -8.482

In den Zinsaufwendungen sind Abzinsungsaufwendungen in Höhe von 9.314 TEUR (Vorjahr 13.917 TEUR) enthalten, im Wesentlichen bedingt durch die risikoorientierte, länderspezifische und laufzeitadäquate Abzinsung von touristischen Vorauszahlungen. Die Ermittlung des Abzinsungssatzes erfolgte unter Anwendung der Zinsstrukturkurven der jeweiligen Empfängerländer der Vorauszahlungen.

Des Weiteren sind die Zinskomponenten aus Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, Jubiläums- und Altersteilzeitverpflichtungen im Zinsaufwand ausgewiesen. Die Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie Jubiläums- und Altersteilzeitverpflichtungen betragen 2.246 TEUR (Vorjahr 522 TEUR).

Darüber hinaus werden Aufwendungen/Erträge die aus der Veränderung des Zinssatzes resultieren im Zinsergebnis gezeigt. Andere Ergebniseffekte z.B. aus der Änderung der biometrischen Annahmen (versicherungsmathematische Parameter) werden hingegen im Personalaufwand abgebildet.

(4.21) Außerordentliches Ergebnis

Die außerordentlichen Erträge in Höhe von 12.382 TEUR bestehen ausschließlich aus der Auflösung der Rückstellung für Restrukturierungsaufwendungen. Im Vorjahr enthielt die Position 30.948 TEUR außerordentliche Aufwendungen für Restrukturierung.

(4.22) Steuern

01.10.2011- 30.09.2012
TEUR
01.10.2010- 30.09.2011
TEUR
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6.228 -197
(davon vom Organträger belastet) (6.228) (0)
Sonstige Steuern 2.426 179
  8.654 -18

(4.23) Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

Die periodenfremden Erträge in Höhe von 2.978 TEUR (Vorjahr 11.200 TEUR) betreffen im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen für touristische Leistungsträger. In den periodenfremden Aufwendungen in Höhe von 10.459 TEUR (Vorjahr 10.100 TEUR) sind im Wesentlichen Zuführungen zur Einzelwertberichtigung und zu Rückstellungen enthalten.

(5) Sonstige Angaben

(5.1) Derivative Finanzinstrumente

30.09.2012 Nominalvolumen
TEUR
p ositive Zeitwerte
TEUR
negative Zeitwerte
TEUR
Terminkäufe 750.064 2.611 1.318
Terminverkäufe 44.169 8.265 2.808

Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente basieren auf Optionspreismodellen oder auf Gegenwartswerten abgezinster, zukünftiger Cash-Flows.

Die zugrunde liegenden Währungssicherungskontrakte sind mit der First Choice Finance Company Ltd, Crawley, abgeschlossen worden.

(5.2) Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen Haftungsverhältnisse in Höhe von insgesamt 95TEUR (Vorjahr 306 TEUR) aus der Bestellung von Sicherheiten für Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Garantien für die Abwicklung laufender Geschäfte, davon zugunsten verbundener Unternehmen 95 TEUR (Vorjahr 306 TEUR). Die Inanspruchnahme ist aufgrund der Vergangenheitserfahrung, der guten Bonität und der Einbindung in den Konzernverbund der Begünstigten nicht zu erwarten.

Darüber hinaus besteht für mögliche Verpflichtungen aus den Restrukturierungsmaßnahmen "GET 2015" eine Freistellungserklärung für die TUI Aqtiv GmbH.

(5.3) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

  30.09.2012
TEUR
30.09.2011
TEUR
bis 1 Jahr 1.117.796 1.115.514
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (853.244) (773.115)
über 1 bis 5 Jahre 173.555 179.897
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (63.501) (33.907)
über 5 Jahre 859.129 686.072
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (859.129) (671.527)
  2.150.480 1.981.483
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (1.775.874) (1.478.129)

Sonstige finanzielle Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus abgeschlossenen touristischen Miet-, Pacht-, Dienstleistungs-, Hotel- und Flugcharterverträgen.

(5.4) Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Nahe stehende Unternehmen und Personen sind juristische oder natürliche Personen, die auf die Gesellschaft Einfluss nehmen können oder der Kontrolle oder einem maßgeblichen Einfluss der TUI Deutschland GmbH unterliegen.

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen werden insbesondere mit verbundenen Unternehmen, Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen abgeschlossen. Alle Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen sind auf Grundlage internationaler Preisvergleichsmethoden zu Bedingungen ausgeführt worden, wie sie auch mit konzernfremden Dritten üblich sind.

(5.5) Abschlussprüferhonorare

Die Gesellschaft hat auf die Angabe des von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars gemäß § 285 Nr. 17 HGB verzichtet, da diese Angabe im Konzernabschluss der TUI AG enthalten ist.

(5.6) Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt (ohne Auszubildende)

  01.10.2011 - 30.09.2012 01.10.2010 - 30.09.2011
Gewerbliche Arbeitnehmer 1 1
Angestellte 1.670 1.745
Leitende Angestellte 26 27
  1.697 1.773

In den Kreis der leitenden Angestellten wurden Mitarbeiter der TUI Deutschland GmbH einbezogen, die leitende Funktionen in Tochtergesellschaften ausüben.

(5.7) Geschäftsführung

Dr. Volker Böttcher, Seelze Jurist Vorsitzender bis 30.09.2012
Jan Christian Clemens, Hamburg Betriebswirt Vorsitzender ab 01.10.2012
Henrik Homann, Wedemark Betriebswirt Arbeitsdirektor
Dr. Oliver Dörschuck, Hannover Betriebswirt ab 01.01.2012
Dr. Bernd Schmaul, Delmenhorst Physiker und Betriebswirt ab 01.01.2012

Die Bezüge der Geschäftsführung beliefen sich einschließlich erworbener Ansprüche aus aktienbasierter Vergütung auf 2.917 TEUR. In den Bezügen sind 765 TEUR für erworbene Ansprüche aus aktienbasierter Vergütung enthalten. Im Geschäftsjahr wurden darüber hinaus Ansprüche aus erworbenen aktienbasierten Vergütungen des Vorjahres mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 567 TEUR in 294.125 Aktien der TUI Travel plc gewandelt. Die Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen für ausgeschiedene Geschäftsführer betragen 1.190 TEUR. Die Bezüge ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung betrugen 63 TEUR.

(5.8) Aufsichtsrat

Dr. Michael Frenzel Jurist Vorsitzender des Vorstandes TUI AG Vorsitzender
Petra Gerstenkorn Juristin Mitglied des ver.di Bundesvorstandes Stellvertretende Vorsitzende
Horst Baier Betriebswirt Mitglied des Vorstandes TUI AG  
Dr. Volker Böttcher Jurist Geschäftsführer der Leibniz-Service GmbH, Mitglied des GMB der TUI Travel plc ab 01.10.2012
Wolfgang Bremer Volkswirt Freier Berater, ehemaliger Bereichsleiter TUI A  
Rainer Feuerhake Betriebswirt Freier Berater, ehemaliges Mitglied des Vorstandes TUI AG  
Sonja Brüggemeier Juristin Stellv. Landesbezirksleiterin im ver.di Landesbezirk Niedersachsen-Bremen  
Hamed el Chiaty Betriebswirt Chairman und CEO Travco Group International SAE  
Dr. Peter Engelen Jurist Mitglied des Vorstandes TUI AG bis 31.08.2012
Christian Kuhn Reiseverkehrskaufmann Vorsitzender des Betriebsrates TUI Deutschland GmbH  
Michael Pönipp Hotelkaufmann Stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrates TUI Deutschland GmbH  
Anette Strempel Reiseverkehrskauffrau Vorsitzende des Betriebsrates TUI Vertrieb & Service Gmb  
Christian Zeller Betriebswirt / Volkswirt Prokurist der TUI Deutschland GmbH, CIO CE und Bereichsleiter Spezialtouristik & Luxur  

Für die Tätigkeit als Aufsichtsrat erhielten die Mitglieder des Aufsichtsrates im Berichtsjahr 226 TEUR.

(6) Ergebnisverwendung

Mit der Gesellschafterin Leibniz-Service GmbH besteht ein Gewinnabführungsvertrag. Der Gewinn des Geschäftsjahres wurde vertragsgemäß abgeführt.

 

Hannover, den 20. November 2012

Jan Christian Clemens

Henrik Homann

Dr. Oliver Dörschuck

Dr. Bernd Schmaul

Entwicklung des Anlagevermögens

  Anschaffungskosten
01.10.2011
T€
Zugänge
T€
Umbuchungen
T€
Abgänge
T€
30.09.2012
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 33.937 2.270 0 564 35.643
  33.937 2.270 0 564 35.643
II. Sachanlagen          
Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.522 401 0 0 9.923
  9.522 401 0 0 9.923
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 65.385 0 1.960 0 67.345
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.898 0 0 468 2.430
3. Beteiligungen 8.242 1.200 -1.960 0 7.482
4. Sonstige Ausleihungen 12.295 22.788 0 5.944 29.139
  88.820 23.988 0 6.412 106.396
  132.279 26.659 0 6.976 151.962
  Wertberichtigungen
01.10.2011
T€
Zuschreibung
T€
Zugänge
T€
Umbuchungen
T€
Abgänge
T€
30.09.2012
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.696 0 3.225 0 0 20.922
  17.696 0 3.225 0 0 20.922
II. Sachanlagen            
Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.683 0 310 0 0 8.993
  8.683 0 310 0 0 8.993
III. Finanzanlagen            
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0 0
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0 0
3. Beteiligungen 601 0 0 0 0 601
4. Sonstige Ausleihungen 4.566 0 7.218 0 2.524 9.260
  5.167 0 7.218 0 2.524 9.861
  31.546 0 10.753 0 2.524 39.776
  Buchwerte
30.09.2012
T€
30.09.2011
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.721 15.553
  14.721 15.553
II. Sachanlagen    
Betriebs- und Geschäftsausstattung 930 687
  930 687
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 67.345 65.356
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.430 3.346
3. Beteiligungen 6.881 4.484
4. Sonstige Ausleihungen 19.879 7.701
  96.535 80.887
  112.186 97.127

Anteilsbesitz

lfd. Name und Sitz des Unternehmens Anteil gem. durch- Währung
Nummer   §16 AktG gerechneter  
    unmittelbar
(in %)
mittebar
(in %)
Anteil
(in %)
 
1 Berge & Meer Touristik GmbH, Rengsdorf 2 100,0   100,0 EUR
2 ProTel Verwaltungsgesellschaft für Kommunika-   100,0 100,0 EUR
  tion mbH, Rengsdorf 2        
3 Best4Concept GmbH, Rengsdorf 2   100,0 100,0 EUR
4 FOX-TOURS Reisen GmbH, Rengsdorf 2   100,0 100,0 EUR
5 TUI 4U, Bremen 2 100,0   100,0 EUR
6 TUI 4 U Poland Sp.z.o.o, Warschau   50,0 50,0 PLN
7 TUI Vertrieb & Service GmbH, Hannover 2 100,0   100,0 EUR
8 TUI aqtiv GmbH, Hannover 2 100,0   100,0 EUR
9 TUIfly Vermarktungs GmbH, Hannover 2 100,0   100,0 EUR
10 Schwerin Plus Touristik-Service GmbH, Schwerin 2+4 80,0   80,0 EUR
11 GeBeCo Verwaltungsgesellschaft mbH, Kiel 5 50,2   50,2 EUR
12 Atora GmbH, Nürnberg 4   100,0 50,2 EUR
13 GeBeCo Gesellschaft für internationale Begegnung und Cooperation GmbH & Co. KG, Kiel 50,1   50,1 EUR
14 Creativ-Werbe- und Beratungsges.mbH, Kiel 4   100,0 50,1 EUR
15 IRS Info-Reise-Service, Kiel 4   100,0 50,1 EUR
16 APTC Pty Limited, Sydney 3   100,0 50,1 AUD
17 LATC TURISMO LTDA, Rio de Janeiro 4   100,0 50,1 BRL
18 ATC African Travel Concept Pty.Ltd., Kapstadt 5   49,9 25,0 ZAR
19 Bonitos GmbH & Co. KG, Frankfurt/M. 7 50,0   50,0 EUR
20 Bonitos Verwaltungsgesellschaft mbH Frankfurt/M. 7 50,0   50,0 EUR
21 Boomerang-Reisen Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Trier 6 75,0     EUR
22 BOOMERANG - SOLUTIONS GmbH, Trier 6   95,0 71,3 EUR
23 Boomerang-Reisen GmbH, Trier 6   100,0 75,0 EUR
24 Pacific Tours - Boomerang Reisen AG, Zürich 4   100,0 75,0 CHF
25 TUI Products & Services GmbH & Co. KG i.L., Hamburg 8 49,0   49,0 EUR
26 Raiffeisen-Tours RT-Reisen GmbH, Burghausen 4 25,1   25,1 EUR
lfd. Name und Sitz des Unternehmens Eigen- Jahres- Wechselkurs
Nummer   kapital ergebnis Stichtags- Durch-
    in TLW 1 in TLW 1 kurs schnitts -
          kurs
1 Berge & Meer Touristik GmbH, Rengsdorf 2 2.966 5.123      
2 ProTel Verwaltungsgesellschaft für Kommunikation mbH, Regendorf 2 143 14      
3 Best4Concept GmbH, Rengsdorf 2 27 0      
4 FOX-TOURS Reisen GmbH, Rengsdorf 2 51 244      
5 TUI 4U, Bremen 2 153 5.630      
6 TUI 4 U Poland Sp.z.o.o, Warschau 467 23 4,1038 4,2592  
7 TUI Vertrieb & Service GmbH, Hannover 2 25 602      
8 TUI aqtiv GmbH, Hannover 2 198 149      
9 TUIfly Vermarktungs GmbH, Hannover 2 41 2.244      
10 Schwerin Plus Touristik-Service GmbH, Schwerin 2+4 33 59      
11 GeBeCo Verwaltungsgesellschaft mbH, Kiel 5 25 2      
12 Atora GmbH, Nürnberg 4 4 12      
13 GeBeCo Gesellschaft für internationale Begegnung und Cooperation GmbH & Co. KG, Kiel 4.603 2.093      
14 Creativ-Werbe- und Beratungsges.mbH, Kiel 198 19      
15 IRS Info-Reise-Service, Kiel 4 -257 -48      
16 APTC Pty Limited, Sydney 3 693 40 1,2396 1,2607  
17 LATC TURISMO LTDA, Rio de Janeiro 4 47 -52 2,6232 2,4489  
18 ATC African Travel Concept Pty.Ltd., Kapstadt 5 22.834 3.186 10,7125 10,4594  
19 Bonitos GmbH & Co. KG, Frankfurt/M. 7 1.178 827      
20 Bonitos Verwaltungsgesellschaft mbH Frankfurt/M. 7 35 1      
21 Boomerang-Reisen Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Trier 6 208 182      
22 BOOMERANG - SOLUTIONS GmbH, Trier 6 23 -2      
23 Boomerang-Reisen GmbH, Trier 6 -123 -173      
24 Pacific Tours - Boomerang Reisen AG, Zürich 4 119 34 1,2099 1,2103  
25 TUI Products & Services GmbH & Co. KG i.L., Hamburg 8 134 -9      
26 Raiffeisen-Tours RT-Reisen GmbH, Burghausen 4 4.112 2.636      

1 TLW = in Tausend der jeweiligen Landeswährung

2 Vor Gewinnabführung

3 Jahresabschluss 30.06.2012

4 Jahresabschluss 31.12.2011

5 Jahresabschluss 30.09.2011

6 Rumpfgeschäftsjahr 01.01.-30.09.2012

7 Jahresabschluss 31.12.2010

8 Liquidationszeitraum 02.07.-31.12.2011

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der TUI Deutschland GmbH, Hannover, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2011 bis 30. September 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Hannover, den 23. November 2012

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sven Rosorius, Wirtschaftsprüfer

ppa. Thomas Berger, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Auch im Berichtsjahr wurden vom Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben und Pflichten wahrgenommen.

Der Aufsichtsrat wurde während des Geschäftsjahres vom 01.10.2011 bis zum 30.09.2012 durch mündliche und schriftliche Berichterstattung der Geschäftsführung der TUI Deutschland GmbH sowie in vier regulären Aufsichtsratssitzungen und einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung über die Lage der Gesellschaft und wichtige Fragen der Geschäftsführung unterrichtet.

Der vorliegende Jahresabschluss und Lagebericht der TUI Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr 2011/12 sind im Auftrag des Aufsichtsrates durch PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Den Prüfungsbericht haben wir zustimmend zur Kenntnis genommen.

Auch unsere eigene Prüfung des Jahresabschlusses zum 30. September 2012 (einschließlich des Lageberichtes) hat keine Beanstandungen ergeben. Wir haben den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht gebilligt.

 

Hannover, den 12.12.2012

Der Aufsichtsrat

Dr. Michael Frenzel, Vorsitzender

Der Jahresabschluss wurde am 13.03.2013 festgestellt.

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