Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 73654
Vorher
Stütz & Cie Kapital AktiengesellschaftKMS Asset Management AG
Eingetragen
6.11.2002
Branche
Institute für Factoring-GeschäfteManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenFinanzierungs-Conduits
Gegenstand
Der Gegenstand des Unternehmens sind Finanzdienstleistungen im Sinne des § 1Abs. 1 a Satz 2 Nr. 1, 1a, 2, 3, 9, 10 und Nr. 11 KWG, nämlich a) die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten (Anlagevermittlung), b) die Abgabe von persönlichen Empfehlungen an Kunden oder deren Vertreter, die sich auf Geschäfte mit bestimmten Finanzinstrumenten beziehen, sofern die Empfehlung auf die Prüfung der persönlichen Umstände des Anlegers gestützt oder als für ihn geeignet dargestellt wird und nicht ausschließlich über Informationsverbreitungskanäle oder für die Öffentlichkeit bekanntgegeben wird (Anlageberatung), c) die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung), d) die Verwaltung einzelner in FinanzInstrurnenten angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraurn (Finanzportfoüoverwaltung), e) der laufende Ankauf von Forderungen auf der Grundlage von Rahmenverträgen mit oder ohne Rückgriff (Factoring), f) der Abschluss von Finanzierungsleasingverträgen als Leasinggeber und die Verwaltung von Objektgesellschaften im Sinne des § 2 Abs. G Satz 1 Nr. 17 KWG (Finanzierungsleasing), g) die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten für eine Gemeinschaft von Anlegern, die natürliche Personen sind, mit Entscheidungsspielraum bei der Auswahl der Finanzinstrumente, sofern dies ein Schwerpunkt des angebotenen Produktes ist und zu dem Zweck erfolgt, dass diese Anleger an der Wertentwicklung der erworbenen Finanzinstrumente teilnehmen (Anlageverwaltung).Darüber hinaus ist Gegenstand des Unternehmens: h) die Verwaltung eigenen Vermögens, i) die Beteiligung an Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Jürgen Huth
seit 23.6.2021
Vorstandsmitglied
Uwe Artur Rieken
seit 29.8.2013
Vorsitzender des Vorstands

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FAROS Fiduciary Management AG

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1 Grundlagen des Instituts

1.1 Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell basiert auf mehreren Säulen und ist somit diversifiziert. Im Fiduciary Management handelt es sich um die Übernahme der kompletten oder teilweisen Managementfunktion eines institutionellen Investors. Mandatiert ist FAROS z.B. bei der Vermögensgesellschaft einer kirchlichen Einrichtung, die über keine eigenen personellen Ressourcen verfügen und welches sukzessive im Anlagevolumen steigt. Aufgrund der anhaltend schwierigen Marktverfassung im Niedrigzinsumfeld sowie aufgrund gestiegener regulatorischer Anforderungen gehen wir davon aus, dass unser Angebot weiterhin eine entsprechende Marktakzeptanz findet. Mehrere konkrete Angebotsnachfragen und die Entwicklung im europäischen Ausland (Niederlande, Großbritannien) belegen das. Darüber hinaus ist die Nachfrage nach individueller Anlageberatung weiterhin hoch.

Die Stabilität des Geschäftsmodells wird verstärkt durch die weitere, autark agierende Beratungseinheit der FAROS Consulting GmbH & Co. KG. Aus dem in dieser Gesellschaft erbrachten Projektgeschäft können potenziell Managementmandate an die FAROS Fiduciary Management AG zugeführt werden.

1.2 Ziele und Strategien

Zielkunden sind mittelgroße Investoren (50 MEU bis 1 Mrd. EURO Anlagevolumen) wie Pensionskassen, Versorgungswerke, Unternehmen, öffentlich-rechtliche Institutionen, Kirchen und Stiftungen. Zunehmend kommen wir auch mit Family Offices in Kontakt, die Interesse an den Dienstleistungen zeigen.

Aus strategischer Sicht sind Ergänzungen von komplementären Geschäftsmodellen denkbar. Ggfs. ergeben sich Kooperationen z.B. aus dem Bereich der Administrationsplattformen für Kapitalanleger oder aus dem Markt der BAV-Berater.

1.3 Steuerungssystem

Das Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit (EBIT; Earnings before interest and tax) und die Gesamterlöse (Umsatz) stellen als Summe der Geschäftsentwicklung in den einzelnen Geschäftssegmenten die zentralen Steuerungsgrößen dar. Da unser Beratungshaus weitgehend unabhängig von Fremdkapital arbeitet und die Kapitalintensität niedrig ist, können wir uns auf diese Steuerungsgrößen konzentrieren. Um unser Ziel, eine Steigerung des Unternehmenswertes, zu erreichen, sind ein profitables Wachstum und eine nachhaltige Ergebnisentwicklung notwendig. Dies geschieht, indem langjährige Kundenbeziehungen aufgebaut und mehrjährige Verträge abgeschlossen werden.

Weitere wichtige Kennziffern sind der Umsatz pro Kunde und das betreute Vermögen (Assets under Management). Hinzu kommt die Anzahl der Kunden.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die wirtschaftlichen Aktivitäten von FAROS haben in erster Linie Bezug zu den Kapitalmärkten, da das Geschäftsmodell die Beratung und das Management großer institutioneller Vermögen betrifft. Insofern ist der Blick auf die Marktverfassung auch entscheidend für den Grad der Aktivitäten der Gesellschaft.

Kapitalmarktrückblick

Nach den Schocks der Pandemie und der Ukraine-Invasion durch Russland im Februar 2022 war 2023 ein Jahr der wirtschaftlichen Stabilisierung auf niedrigem Niveau. Angesichts der Inflation und der Gegenreaktion der restriktiven Geldpolitik hätte es auch ein Rezessionsjahr werden können.

Die amerikanische Zentralbank Fed erhöhte die Zinsen von März 2022 bis Juli 2023 um insgesamt 5,25 %, die Inflationsdynamik ließ nach und die Weltwirtschaft stabilisierte sich. Die Kerninflation in den USA (PCE) sank von ihrem Höchststand von 5,6 % im ersten Quartal 2023 auf 3,2 % im vierten Quartal. Die Kerninflation im Euroraum ging auf 3,4% zurück. Der Rückgang der Inflation in der zweiten Jahreshälfte auch nach dem Ende der Zinserhöhungen im Herbst 2023 mündete in die Erwartung einer nachhaltigen Zinswende im Jahr 2024. Die Märkte nahmen diesen Perspektivwechsel schnell auf, was insbesondere im vierten Quartal für eine positive Jahresentwicklung sorgte. Die Aktienmärkte erlebten zum Jahresende 2023 eine spektakuläre Rallye. Im November und Dezember stiegen die Indizes in EUR in Europa um 5 % (Dax +7,8 %), in Nordamerika sogar um 10 %. Entscheidenden Antrieb erhielten die Aktienmärkte von der Zinswende, die im November mit der Veröffentlichung entsprechender Prognosen seitens der amerikanischen Notenbank ausgelöst wurde.

Die Prognosen für die Welt-Wachstumserwartungen wurden für 2024 und 2025 aufgrund der positiveren Aussichten in den USA etwas angehoben, während die Erwartungswerte für Europa und insbesondere Deutschland nach unten korrigiert wurden. Nach einem Jahr der wirtschaftlichen Stabilisierung wird für das Jahr 2024 eine nachhaltige Zinswende erwartet. Die gesamtwirtschaftlichen Verwerfungen in Folge des Krieges in der Ukraine und des Nahost-Konfliktes beeinflussen sehr wesentlich das aktuelle Marktgeschehen und entsprechende Kursveränderungen.

Altersversorgungsmarkt

Wenngleich sich die Dienstleistungen von FAROS nicht auf Altersversorgungseinrichtungen beschränken, stellt dieser Markt ein großes Potenzial dar. Hintergrund ist die stark fragmentierte Landschaft und die im internationalen Vergleich geringe Kapitalvermögensgröße der Institutionen. Einrichtungen bis zum Anlagevolumen von 1 Mrd. leiden zunehmend unter den regulatorischen Anforderungen und haben in Teilen geringes Fachwissen zur Beurteilung komplexer Kapitalanlageprodukte. Vor dem Hintergrund der gestiegenen Inflation, des ansteigenden Zinsumfeldes und der Regulatorik steigen bei institutionellen Investoren die Beratungsbedarfe und ein entsprechendes Wachstumspotenzial.

Geschäftsverlauf

Das Berichtsjahr war nach den Schocks der Pandemie und der Ukraine-Invasion ein Jahr der wirtschaftlichen Stabilisierung. In der zweiten Jahreshälfte setzte ein Rückgang der Inflation ein und mündete in die Erwartung einer nachhaltigen Zinswende im Jahr 2024. Die Märkte nahmen diesen Perspektivwechsel schnell auf, was für eine erfreuliche Jahresentwicklung sorgte. Insbesondere im vierten Quartal hat sich der Kapitalmarkt sehr positiv entwickelt, sodass für das Jahr 2023 bei zwei Kunden eine erfolgsabhängige Vergütung angefallen ist.

Die gesamtwirtschaftlichen Verwerfungen in Folge des Krieges in der Ukraine und des Nahost-Konfliktes beeinflussen sehr wesentlich das aktuelle Marktgeschehen und entsprechende Kursveränderungen. Kurzfristig hatten die Verwerfungen keine Auswirkungen auf das operative Geschäft von FAROS. Die mittelfristigen Auswirkungen der Kriege und des veränderten Zins- und Inflationsniveaus sind noch immer schwer einzuschätzen.

Durch negative Auswirkungen der geopolitischen Situation auf den Kapitalmarkt ergeben sich tendenziell zwar schwächere Umsätze im Management institutioneller Vermögen, aber Beratungsleistungen und Projektgeschäfte werden dadurch gestärkt.

Grundsätzlich sind die Beratungsbedarfe vor dem Hintergrund der steigenden Inflation, des ansteigenden Zinsumfeldes und der komplexen Regulatorik größer und sichtbarer bei unseren Kunden, den institutionellen Investoren, sodass wir für 2024 eine gute wirtschaftliche Ertragslage erwarten. Die Anfragen und Geschäftsaktivitäten haben sich deutlich erholt und durch aktive Akquisitions- und Vertriebstätigkeiten sind wir zuversichtlich, zusätzliche Kundenprojekte zu akquirieren und Wachstum zu realisieren.

2.2 Lage

2.2.1 Ertragslage

Die Provisionserträge betrugen TEU 1.447 gegenüber dem Vorjahr mit TEU 1.054. Provisionsaufwendungen gab es nicht. Der Jahresüberschuss lag bei TEU 22.

2.2.2 Finanzlage

Das Eigenkapital betrug am Bilanzstichtag TEU 1.188.

Die Rückstellungen lagen bei TEU 192 (Vorjahr: TEU 187).

Die Sonstigen Verbindlichkeiten beliefen sich auf TEU 134 (Vorjahr: TEU 101).

Zum 31. Dezember 2023 weist die FFM AG täglich fällige Bankguthaben von TEU 265 aus, davon TEU 0 in Fremdwährung. Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag somit über ausreichende Liquidität.

Das in 2021 aufgenommene Darlehen zur Liquiditätssicherung in Höhe von TEU 500 valutiert zum 31.12.23 mit TEU 141. Die Mittel sind in festverzinslichen Wertpapieren angelegt.

2.2.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt TEU 1.655 (TEU 1.695 im Vorjahr).

Die Forderungen an Kunden lagen bei TEU 740 (Vorjahr: TEU 240)

3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Nach den Wirrungen der Corona Pandemie und der Ukraine-Invasion konnten wir im Laufe des Jahres 2023 wieder eine stärkere Nachfrage nach unseren Services und Dienstleistungen feststellen und das setzt sich auch in 2024 fort. Unsere Zielgruppen - deutsche und österreichische institutionelle - Investoren sind vor dem Hintergrund der steigenden Inflation und des ansteigenden Zinsumfeldes verunsichert und Beratungsbedarfe werden sichtbarer. Gleichzeitig ist die personelle Ausstattung der Investoren und das vorhandene Know-how z.B. im Umgang mit neuen Anlageformen der Private Markets kaum bzw. nicht vorhanden, sodass verstärkt auf externe Hilfe zurückgegriffen wird. Dies beflügelt unser Geschäftsmodell und lässt uns optimistisch in die Zukunft blicken.

Unsere Kunden können aufgrund ihrer rechtlichen Situation (KÖR, Pensionskassen etc.) in der Regel nicht insolvent werden und die Vertragsbeziehungen sind traditionell sehr stabil. Beraterwechsel sind eher unüblich.

Der Vorstand der FAROS erwartet einen insgesamt positiven Geschäftsverlauf für das Jahr 2024. Aufgrund der kriegerischen Auseinandersetzung in der Ukraine und im Nahen Osten sind die weltwirtschaftlichen Auswirkungen derzeit kaum zu prognostizieren. Wir erwarten eine Seitwärtsbewegung an den Finanzmärkten, aber bei FAROS ein positives Ergebnis und weiteres Wachstum.

3.2 Risikobericht

Der Vorstand legt auf die Überwachung der Risiken großen Wert. Im Einzelnen sind die möglichen Risiken sowie getroffenen Maßnahmen kurz erläutert:

Markt- und Adressausfallrisiken

Die FFM AG ist im Verhältnis zu Ihren Kunden im Wesentlichen für fremde Rechnung tätig. Sie übernimmt grundsätzlich kein Marktrisiko für getätigte oder empfohlene Anlagen. In Einzelfällen sieht die Vergütungsstruktur eine sogenannte "performanceabhängige" Komponente vor. Hierbei wird eine zusätzliche Zahlung an die FFM AG fällig, wenn bestimmte, vorher vereinbarte Renditeziele übertroffen werden. In keinem Fall kann dieser Vergütungsbaustein allerdings zu einer (nachträglichen) Reduzierung des Basisentgeltes führen.

FAROS arbeitet ausschließlich für professionelle Anleger aus der institutionellen Kapitalanlagewelt wie z.B. Pensionskassen, Stiftungen, Versicherungen, die ihrerseits selbst reguliert werden. Somit bestehen zum einen keine Ausfallrisiken und zum anderen ist unsere Haftung deutlich eingeschränkt bzw. ausgeschlossen.

Abwicklungsrisiken

Im Rahmen des täglichen Geschäftsbetriebes gibt es generelle Abwicklungsrisiken. Wertpapiertransaktionen werden zum Großteil über eigene Ordersysteme der Kapitalanlagegesellschaften abgewickelt, die einem hohen Sicherheitsstandard entsprechen und laufend überwacht werden. Daneben gilt innerhalb der FFM AG das Vier-Augen-Prinzip.

Liquiditätsrisiken

Die Gesellschaft unterliegt im täglichen Geschäftsbetrieb den allgemeinen Liquiditätsrisiken. Die vorhandene Liquidität ist ausreichend und wird durch den Vorstand laufend überwacht. Die zusätzliche Liquidität durch die zinsgünstigen Darlehen wurde operativ in 2023 teilweise benötigt.

Personelle Risiken

Das Team von Faros Fiduciary Management ist dem Geschäftsumfang angemessen und wurde durch die Einstellung von Jens Kummer wesentlich verstärkt. Dieser soll plangemäß später eine Vorstandsrolle einnehmen. Eine zweckmäßige Vertretungsregelung ist gewährleistet.

Technisch operative Risiken

Die Geschäfts- und Büroausstattung entspricht dem Geschäftsumfang. Es besteht eine Bürogemeinschaft mit der seit Jahren etablierten Gesellschaft FAROS Consulting GmbH & Co KG. Die Sicherstellung der IT-Prozesse und der Back-Up-Systeme erfolgt über einen externen Dienstleister. Die IT-mäßige Trennung der Geschäfts- und Kundenverwaltung ist gewährleistet.

Die Anforderungen gem. MaRisk an die Risikotragfähigkeit wurden erfüllt. Das Risikodeckungspotenzial war für das gesamte Kalenderjahr ausreichend.

3.3 Chancenbericht

Der Fokus liegt im Jahr 2024 auf die Mandatsbetreuung der bestehenden Verbindungen sowie dem konsequenten Ausbau und der Akquisition neuer Mandate.

Chancen sehen wir insbesondere im weiteren Ausbau fiduziarischer Dienstleistungen im Segment der illiquiden Anlageprodukte und ausgelöst durch die erhöhten regulatorischen Anforderungen an Pensionskassen auch im Bereich der Übernahme von Controlling- und Managementfunktionen.

Eigentümer, Vorstand und Aufsichtsrat stehen geschlossen hinter dem Geschäftsmodell der FFM AG und unterstützen weiterhin mit Ihrem Netzwerk die erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens.

 

Frankfurt am Main, im März 2024

Der Vorstand

Uwe Rieken

Jürgen Huth

BILANZ zum 31. Dezember 2023

FAROS Fiduciary Management AG, Frankfurt am Main

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute Hier Text eingeben
a) täglich fällig 264.776,48 996.375,94
2. Forderungen an Kunden 740.314,47 239.669,26
3. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Anleihen und Schuldverschreibungen
aa) von anderen Emittenten 56.378,49 57.978,49
56.378,49 57.978,49
4. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 9.263,40 9.263,40
5. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3,00 3,00
6. Sachanlagen 173.640,00 112.872,00
7. Sonstige Vermögensgegenstände 372.020,06 209.946,59
8. Rechnungsabgrenzungsposten 38.840,52 68.903,95
1.655.236,42 1.695.012,63

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 141.681,00 241.677,00
2. Sonstige Verbindlichkeiten 133.991,69 100.994,12
3. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 117.175,15 117.175,15
b) andere Rückstellungen 74.789,00 191.964,15 69.910,00
4. Eigenkapital
a) Eingefordertes Kapital Gezeichnetes Kapital 97.650,00 97.650,00
b) Kapitalrücklage 273.525,41 273.525,41
c) Gewinnrücklagen
ca) gesetzliche Rücklagen 433,68 433,68
d) Bilanzgewinn 815.990,49 793.647,27
1.187.599,58 1.165.256,36
1.655.236,42 1.695.012,63

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

FAROS Fiduciary Management AG, Frankfurt am Main

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit - und Geldmarktgeschäften 4.829,88 5.504,48
2. Zinsaufwendungen 4.229,94 4.703,88
599,94 800,60
3. Provisionserträge 1.446.695,53 1.053.760,82
4. Sonstige betriebliche Erträge 73.068,48 188.145,69
5. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 792.013,09 506.601,02
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 124.862,37 916.875,46 82.117,95
b) andere Verwaltungsaufwendungen 533.248,76 639.925,80
1.450.124,22- 1.228.644,77-
6. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen 24.800,04 18.726,03
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.600,00 14.083,81
8. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 10.942,00
9. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 43.839,69 7.805,50-
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 21.392,47 14.777,84-
11. Ergebnis nach Steuern 22.447,22 6.972,34
12. Sonstige Steuern 104,00 116,00
13. Jahresüberschuss 22.343,22 6.856,34
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 793.647,27 1.286.790,93
15. Ausschüttung 0,00 500.000,00
16. Bilanzgewinn 815.990,49 793.647,27

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der FAROS Fiduciary Management AG wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BiIRUG) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des AktG beachtet.

Die Aufstellung erfolgte unter Beachtung der Vorschriften der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) vom 11. Dezember 1998, zuletzt geändert durch Artikel 25 Absatz 6 des Gesetzes vom 7. August 2021.

Die Firma der Gesellschaft lautet FAROS Fiduciary Management AG. Sie hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist unter der Nummer HRB 73654 beim Amtsgericht Frankfurt am Main ins Handelsregister eingetragen.

Es sind gem. § 340 a Abs. 1 HGB die für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften anzuwenden.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Dritten Buches des HGB aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Das Formblatt für die Gliederung des Jahresabschlusses für Finanzdienstleistungsinstitute in der Fassung vom 7. August 2021 wurde beachtet.

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen, Grundstücksrechte nicht mit Grundstückslasten verrechnet worden.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Die liquiden Mittel wurden zum Nominalwert bewertet.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände entsprechend linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt und bewertet. Soweit erforderlich wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Abzug gebotener Wertberichtigungen angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos bei Forderungen an Kunden wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% auf den nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungsbestand gebildet.

Die Bewertung der Vermögensgegenstände wurde nach den Vorschriften des § 340e HGB vorgenommen.

Die Rechnungsabgrenzungsposten für transitorische Ausgaben sind nach den handelsrechtlichen Vorschriften gebildet worden.

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr 2021 betreffenden und zum Bilanzstichtag noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Im Jahresabschluss sind zum Bilanzstichtag keine Posten enthalten, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung gelautet haben.

III. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Die Gesellschaft hat ihre Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von 264.776,48 EUR (Vorjahr: 996.375,94 EUR) bei einem inländischen Institut mit täglicher Fälligkeit angelegt.

Die Forderungen an Kunden wurden zum Nominalwert bewertet. Sie bestehen in Höhe von 57.394,50 EUR gegen einen Kunden in Österreich und in Höhe von 687.494,97 EUR gegen zehn Kunden im Inland. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos bei Forderungen an Kunden wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 4.575,00 EUR auf den nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungsbestand gebildet. Die Forderungen an Kunden sind innerhalb von drei Monaten fällig.

Der Gesamtbetrag der Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt 173.643,00 EUR (Vorjahr: 112.875,00 EUR).

Unter den Finanzanlagen sind Anleihen und festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von 67.241,89 EUR (Vorjahr: 67.241,89 EUR) ausgewiesen.

Bei den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 372.020,06 EUR (Vorjahr: 209.946,59 EUR) handelt es sich im Wesentlichen um Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuerrückforderungen i.H.v. 359.661,11 EUR, Kautionen i.H.v. 12.187,95 EUR, sowie um Umsatzsteuerforderungen i.H.v. 171,00 EUR.

Die Steuerrückstellungen enthalten Körperschaftsteuer- und Solidaritätszuschlagrückstellungen in Höhe von 45.446,15 EUR, sowie Gewerbesteuerrückstellungen in Höhe von 71.729,00 EUR.

Die anderen Rückstellungen beinhalten Rückstellung für Abschluss- und Prüfungskosten i.H.v. 20.700,00 EUR (Vorjahr: 20.700,00 EUR), Aufsichtsratsvergütung 30.000,00 EUR (Vorjahr: 30.000,00 EUR), Aufbewahrung 5.000,00 EUR (Vorjahr: 5.000,00 EUR), ausstehenden Urlaub 16.789,00 EUR (Vorjahr: 3.910,00 EUR), sowie sonstige Rückstellungen i.H.v. 2.300,00 EUR (Vorjahr: 10.300,00 EUR).

Das Gezeichnete Kapital der Gesellschaft von 97.650,00 EUR (Vorjahr: 97.650,00 EUR), eingeteilt in 9.765 nennwertlose, auf den Namen lautende Stückaktien, war zum Bilanzstichtag vollständig eingezahlt. Die Aktien können nur mit Zustimmung der Gesellschaft übertragen werden.

Durch den Jahresüberschuss in Höhe von 22.343,22 EUR (Vorjahr: 6.856,34 EUR) ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 815.990,49 EUR (Vorjahr: 793.647,27 EUR).

Sonstige Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB bestehen am Abschlussstichtag nicht.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind binnen Jahresfrist fällig.

IV. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Provisionserträge der Gesellschaft in Höhe von 1.446.695,53 EUR (Vorjahr: 1.053.760,82 EUR) betreffen Provisionen aus Finanzportfolioverwaltung gegenüber inländischen und österreichischen Kunden. Im aktuellen Jahr sind Performance-Fees in Höhe von 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren aus Sachbezügen für Kfz-Nutzung i.H.v. 23.386,77 EUR (Vorjahr: 13.064,69 EUR), Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen i.H.v. 10.110,96 EUR (Vorjahr: 156.086,43 EUR), Erstattungen für Lohnfortzahlungen für Arbeitnehmer i.H.v. 6.855,75 EUR (Vorjahr: 3.465,59 EUR), sowie sonstigen Erträgen in Höhe von 32.715,00 EUR (Vorjahr: 15.528,98 EUR).

Die anderen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 533.248,76 EUR (Vorjahr: 639.925,80 EUR) beinhalten im Wesentlichen Leistungen für bezogene Beratungsleistungen (200.027,04 EUR) nicht abziehbare Vorsteuer (42.654,79 EUR), Abschluss- und Prüfungskosten (16.700,00 EUR), Werbe- und Reisekosten (34.892,03 EUR) Versicherungen und Beiträge (28.938,44 EUR), Fahrzeugkosten (70.346,92 EUR), sonstige Verwaltungsaufwendungen (2.000,00 EUR), Aufwendungen für Lizenzen und Konzessionen (56.476,65 EUR), sowie Aufsichtsratsvergütung (35.000,00 EUR).

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 21.392,47 EUR betreffen in Höhe von 21.392,47 EUR das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und in Höhe von 0,00 EUR Steuererstattungen für Vorjahre.

V. Sonstige Angaben

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden durchschnittlich zehn Arbeitnehmer beschäftigt:

davon zwei Vorstände

davon acht Angestellte

Das als Aufwand erfasste Prüfungshonorar entfällt zu 9.000,00 EUR auf die Abschlussprüfungsleistungen und zu 3.000,00 EUR auf andere Bestätigungsleistungen.

Geschäfte mit nahestehenden Personen i.S.v. § 285 Nr. 21 HGB lagen im Berichtsjahr nicht vor.

Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats lag im Jahr 2023 bei 35.000,00 EUR.

Zum Vorstand im Geschäftsjahr 2023 bestellt waren Herr Uwe Rieken, Vorstandsvorsitzender, Friedberg, zuständig für Strategie, Kundenbetreuung, Produktentwicklung, Marketing und Portfoliomanagement und Herr Jürgen Huth, Vorstand, Frankfurt am Main, zuständig für Rechnungswesen, Innenrevision, Risikomanagement, Controlling, Compliance und Risikoüberwachung. Die Vorstände sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Zum Aufsichtsrat waren im Geschäftsjahr 2023 bestellt:

Dr. Stefan Bernhard-Eckel, Notar und Rechtsanwalt, Bad Homburg (Aufsichtsratsvorsitzender)

Dr. Peter Doetsch, Selbständiger Rechtsanwalt, Wiesbaden (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender)

Georg Geenen, Vorstand, Karlsruhe (bis Mai 2023)

Joachim Fröhlich, Bankvorstand, Kassel (bis Mai 2023)

Paul Wessling, Vorstand, Rommerskirchen

Andreas Keune, Vorstand, Frankfurt am Main

Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn in Höhe von 817.079,49 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

Bilanzgewinn zum 01.01.2023 793.647,27 EUR
Gewinnausschüttung in 2023 0,00 EUR
Jahresüberschuss 2023 + 22.343,22 EUR
Bilanzgewinn zum 31.12.2023 815.990,49 EUR

Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der vom Vorstand vorgeschlagenen Gewinnverwendung aufgestellt.

Unterschrift des Vorstands

 

Frankfurt am Main, den 25. März 2024

Uwe Rieken, Vorstand

Jürgen Huth, Vorstand

BERICHT des Aufsichtsrates

der FAROS Fiduciary Management AG

an die Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2023 (§ 171 II AktG) vom 13.05.2024

Der Aufsichtsrat hat sich während des Geschäftsjahres laufend anhand schriftlicher und mündlicher Berichte des Vorstands über die Lageentwicklung und Geschäftspolitik der Gesellschaft unterrichtet. Wesentliche Angelegenheiten, insbesondere alle Geschäftsvorgänge, die nach Gesetz oder Satzung der Beratung mit dem Aufsichtsrat bedürfen, wurden in den regelmäßig stattfindenden Aufsichtsratssitzungen mit dem Vorstand, ebenso wie die aktuellen Risikoberichte, eingehend erörtert.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde von der Kanzlei Rausch Albert Bathon GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss mit dem Wirtschaftsprüfer Thomas Bathon erörtert und besprochen.

Der Jahresüberschuss betrug 22.343,22 €. Sämtliche Abschlussunterlagen und der Vorschlag des Vorstands den Bilanzgewinn zum 31.12.2023 in Höhe von 815.990,49 € auf neue Rechnung vorzutragen, haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Sie wurden von dem Aufsichtsrat geprüft und im Beisein des Wirtschaftsprüfers erörtert. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Wirtschaftsprüfer angeschlossen und im Rahmen seiner eigenen Prüfungen festgestellt, dass Einwendungen nicht zu erheben sind.

In seiner Sitzung am 13.05.2024 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss 2023 der FAROS Fiduciary Management AG gebilligt und damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und allen Mitarbeitern der Gesellschaft für ihren Einsatz im vergangenen Geschäftsjahr seinen Dank aus.

 

Frankfurt am Main, den 13.05.2024

Dr. Stefan Bernhard-Eckel, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Wir haben dem Jahresabschluss und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 der FAROS Fiduciary Management AG, Frankfurt am Main, den folgenden unter dem 7. Mai 2024 unterzeichneten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"An die FAROS Fiduciary Management AG, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der FAROS Fiduciary Management AG, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FAROS Fiduciary Management AG, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen. für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

Schlussbemerkung und Unterzeichnung des Prüfungsberichts

Den vorstehenden Bericht über unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 der FAROS Fiduciary Management AG, Frankfurt am Main, erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den deutschen Grunds- ätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen (IDW PS 450 n.F. - 10.2021).

 

Aschaffenburg, den 7. Mai 2024

Rausch Albert Bathon GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thomas Bathon, MBAL, Wirtschaftsprüfer

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

FAROS Fiduciary Management AG, Frankfurt am Main

Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs- Herstellungskosten 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.433,62 0,00 0,00 0,00 2.433,62
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 2.433,62 0,00 0,00 0,00 2.433,62
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 223.531,97 85.568,04 0,00 0,00 309.100,01
Summe Sachanlagen 223.531,97 85.568,04 0,00 0,00 309.100,01
III. Finanzanlagen
1. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 67.241,89 0,00 0,00 0,00 67.241,89
Summe Sachanlagen 67.241,89 0,00 0,00 0,00 67.241,89
Summe Anlagevermögen 293.207,48 85.568,04 0,00 0,00 378.775,52
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023 Abschreibungen Geschäftsjahr Abgänge Umbuchungen kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.430,62 0,00 0,00 0,00 2.430,62
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 2.430,62 0,00 0,00 0,00 2.430,62
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 110.659,97 24.800,04 0,00 0,00 135.460,01
Summe Sachanlagen 110.659,97 24.800,04 0,00 0,00 135.460,01
III. Finanzanlagen
1. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 0,00 1.600,00 0,00 0,00 1.600,00
Summe Sachanlagen 0,00 1.600,00 0,00 0,00 1.600,00
Summe Anlagevermögen 113.090,59 26.400,04 0,00 0,00 139.490,63
Zuschreibungen Geschäftsjahr Buchwert 31.12.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 3,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 3,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 173.640,00
Summe Sachanlagen 0,00 173.640,00
III. Finanzanlagen
1. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 0,00 65.641,89
Summe Sachanlagen 0,00 65.641,89
Summe Anlagevermögen 0,00 239.284,89

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