Herstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Temafa Maschinenfabrik GmbH
An der Zinkhütte 8, 51469 Bergisch Gladbach, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Kirsten Schröder seit 11.8.2022 | Prokura |
Jörg Dr. Morgner seit 2.7.2009 | Geschäftsführer |
Riko Langen-Orgeig seit 2.7.2009 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
14 Gesellschafter
GmbH-Struktur
1 von 14 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Temafa Maschinenfabrik GmbHBergisch GladbachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31.12.2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01 bis 31.12.2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Temafa Maschinenfabrik GmbH, Bergisch-Gladbach1. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Temafa Maschinenfabrik GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs für Kapitalgesellschaften, den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung sowie den Regelungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach den Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 1.1 Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
2. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Abweichungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Verhältnis zum Vorjahr liegen nicht vor. Über die angewandten Methoden berichten wir wie folgt: 2.1 Anlagevermögen Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, entsprechend seiner Nutzugsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten der aktivierten Eigenleistungen werden Einzelkosten und die aktivierungspflichtigen Gemeinkosten eingerechnet. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst worden. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von EUR 250,01 bis EUR 800,00 werden als Zugang aktiviert und sofort im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. 2.2 Umlaufvermögen Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Es wird ein genereller Altersabschlag wegen fehlender Gängigkeit vorgenommen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. In die Herstellungskosten werden Einzelkosten und aktivierungspflichtige Gemeinkosten einbezogen. Die Fertigungseinzelkosten basieren auf einer Plankostenrechnung, die restlichen Bestandteile auf einer Ist-Kostenrechnung. In den in "fertigen Anlagen" enthaltenen Anlagen, die am Bilanzstichtag bereits an Kunden ausgeliefert, von diesen aber noch nicht abgenommen waren, werden Verwaltungsgemeinkosten entsprechend dem Wahlrecht des § 255 Abs. 2 Satz 4 HGB einbezogen. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Bei zweifelhaften Forderungen werden angemessene Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch Bildung einer entsprechenden Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nominalwert ausgewiesen. 2.3 Rechnungsabgrenzungsposten Ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten wird für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag gebildet, soweit dieser Aufwand eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellt. 2.4 Latente Steuern Aktive latente Steuern werden aufgrund der Inanspruchnahme des Wahlrechts nach § 274 HGB nicht bilanziert. 2.5 Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der "Projected-Unit-Credit-Method" ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Als Abzinsungsfaktor wurde der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,82% angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für den Eintritt vorliegen. Die Urlaubs- und Mehrarbeitsrückstellungen sind nach den Grundsätzen zur Bewertung von Geldleistungsverpflichtungen datiert. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins abgezinst, der sich im Falle der Rückstellungen für Pensionen aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und im Falle sonstiger Rückstellungen aus den vergangenen sieben Geschäftsjahre ergibt. 2.6 Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. 2.7 Haftungsverhältnisse Die Haftungsverhältnisse entsprechen den am Bilanzstichtag eingegangenen Verpflichtungen. 3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz 3.1 Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Geschäftsjahresabschreibung ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abschreibung ausgewiesen. Es erfolgt kein Abgang. Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2023Temafa Maschinenfabrik GmbH, Bergisch-Gladbach
3.2 Umlaufvermögen Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind - wie im Vorjahr - innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 618) resultieren vollständig aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Forderungen gegen nahestehende Unternehmen, die unter handelsrechtlichen Gesichtspunkten nicht als verbundene Unternehmen oder beteiligtes Unternehmen gelten, werden ab diesem Geschäftsjahr unter den Forderungen aus Lieferung und Leistung ausgewiesen (TEUR 2.260; Vorjahr: TEUR 616) Die Faktura an Kunden erfolgt ausschließlich in Euro, so dass Angaben zur Währungsumrechnung entfallen. 3.3 Rückstellungen Die Pensionsrückstellungen für die Anwartschaften aktiver Mitarbeiter werden mit dem versicherungsmathematischen Barwert der erdienten Anwartschaften unter Berücksichtigung des Rententrends berechnet. Die Pensionsrückstellungen für fällige Renten werden nach dem versicherungsmathematischen Barwert der fälligen Renten einschließlich Witwenrentenanwartschaft unter Berücksichtigung des Rententrends berechnet. Es wird mit dem Zinssatz nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung für eine Restlaufzeit von 15 Jahren gerechnet. Der Zinssatz im Dezember 2023 beträgt nach der Veröffentlichung der Deutschen Bundesbank bei 10-jähriger Durchschnittsbildung 1,82 % und bei 7-jähriger Durchschnittsbildung 1,74 %. Die Differenz der Pensionsrückstellung aus dem 7- und dem 10-Jahresdurchschnitt des Zinssatzes (Gewinn aus Zinssatzänderung) unterliegt der Ausschüttungssperre. Die Höhe der Ausschüttungssperre beträgt EUR 12.072,00. 3.5 Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten (Vorjahreswert in Klammer):
Als Sicherheiten gegenüber Kreditinstituten wurden Grundpfandrechte gewährt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen den Liefer- und Leistungsverkehr. 3.6 Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3 HGB Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3 HGB bestehen gegenüber fremden Dritten in Höhe von insgesamt TEUR 324 und ergeben sich aus Miet- und Leasingverträgen. Davon sind TEUR 145 kurzfristig und der Rest mittelfristig. 4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 4.1 Außergewöhnliche Erträge Im Geschäftsjahr 2023 wurden außergewöhnliche Erträge in Höhe von TEUR 333 realisiert, die im Wesentlichen auf die Auflösung von Rückstellungen bzw. überfälligen Verbindlichkeiten beruhen. 4.2 Zinsaufwand Für die Aufzinsung von Rückstellungen wurden im Geschäftsjahr TEUR 37 aufgewendet. 5. Sonstige Pflichtangaben 5.1 Namen der Geschäftsführer Geschäftsführer der Temafa war in 2023: Herr Dr. Jörg Morgner, Kürten Auf die Angabe der Bezüge für aktuelle Organmitglieder und ehemalige Organmitglieder als auch auf die Angabe der Rentenzahlungen an ehemalige Organmitglieder wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 5.2 Angaben zur Belegschaft gem. § 285 Nr. 7 HGB
5.3 Vorschlag zur Ergebnisverwendung und EigenkapitalDie Geschäftsführung schlägt die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss beträgt Euro 142.978,88 und wird auf neue Rechnung vorgetragen. Der testierte Bilanzgewinn des Vorjahres wurde zur Angleichung an die Finanzbuchhaltung um 9 Cent angepasst. 5.4 Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Schluss des Geschäftsjahrs nicht ergeben.
Bergisch-Gladbach, den 31. Mai 2024 Dr. Jörg Morgner Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 derTemafa Maschinenfabrik GmbHDarstellung des Unternehmens Die Temafa Maschinenfabrik GmbH mit Sitz in Bergisch-Gladbach ist ein zukunftsorientiertes, namhaftes und zugleich traditionsreiches Familienunternehmen, welches bereits in der 3. Generation besteht. Als Hersteller des kompletten Produktionsprogramms von der Ballenöffnung, Fasermischung und der Gewinnung von Naturfasern aus nachwachsenden Rohstoffen stellt sich das Unternehmen den Herausforderungen und Chancen, die der Markt mit seinen stetig wechselnden Anforderungen im internationalen Bereich fordert. A. Konjunkturelle Lage 2023 Weltwirtschaftliches Umfeld Die weltwirtschaftliche Entwicklung in 2023 war im Vergleich der letzten drei Jahrzehnte mit einem Wachstum von 3,1 % wachstumsschwach. Unter den größten Volkswirtschaften lag das Wachstum in den USA bei 2,5 % und im Euro-Raum bei lediglich + 0,5 %. Wie bereits im Jahr 2022 sind die negativen Auswirkungen des Ukraine-Krieges deutlich im Euro-Raum zu spüren; hinzu kamen die gestiegenen Finanzierungskosten, die den privaten Konsum und Investitionen der Unternehmen zurückgehalten haben. Das Bruttoinlandsprodukt in China ist in 2023 im Vergleich zum Vorjahr um ca. 5,2 % angestiegen. Deutschland verzeichnete hingegen einen Rückgang um -0,3 %. Globaler Maschinenbau Relativ hohe Auftragsbestände führten im Maschinenbau dazu, dass die rückläufigen Auftragseingänge nicht zu einem Einbruch der Umsätze führten. Erst im zweiten Halbjahr entwickelte sich der preisbereinigte Umsatz meist negativ. Nach Schätzung der VDMA-Volkswirte stagnierte der preisbereinigte Maschinenumsatz weltweit in Jahr 2023. Innerhalb der größten Maschinenbaustandorte verzeichneten Indien (+10 %), das Vereinigte Königreich (+5 %) und China (+2 %) Zuwächse, hingegen die USA mit real -3 %, der Euro-Raum mit -1 % und Japan mit -7 % Rückgänge. Deutsche Konjunktur Steigende Zinsen, erhöhte Preise und eine geringe Nachfrage im In- und Ausland führten zu einer schwächeren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag 2023 um 0,3 % niedriger. Im produzierenden Gewerbe ist die Wirtschaftsleistung um 2 % zurückgegangen, das Verarbeitende Gewerbe verzeichnete ebenfalls einen Rückgang (- 0,4 %). Eine schwache inländische Nachfrage in 2023 machten sich auch bei den Importen bemerkbar, welche preisbereinigt um 3,0 % sanken. Die Exporte sanken preisbereinigt um 1,8 %. Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Gemäß den vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes ist die Produktion im deutschen Maschinen- und Anlagenbau im Vergleich zum Vorjahr real um 0,7 % gesunken. Zu Beginn des Jahres profitierte der Maschinen- und Anlagenbau von hohen Auftragsbeständen, die jedoch durch eine schwache Auftragseingangslage im Verlauf des Jahres weiter abgesunken sind. Die Probleme in der Materialbeschaffung haben sich in diesem Jahr weitestgehend aufgelöst. Durch die im Durchschnitt gestiegenen Preise für Produkte des Maschinen- und Anlagenbaus hat sich laut VDMA die Umsatzstatistik um nominal 9,4 % erhöht und erreichte damit ein Niveau von 237 Mrd. EUR (Vorjahr ca. 217Mrd. EUR). Die Exporte im deutschen Maschinen - und Anlagenbau sind von ca. 178 Mrd. EUR (2022) auf ca. 190 Mrd. EUR in 2023 gestiegen. Dahingegen sind die Importe mit 86,2 Mrd. EUR auf Vorjahresniveau geblieben. B. Konjunkturelle Aussichten 2024 Weltwirtschaft Der internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert für das Jahr 2024 ein Wachstum der Weltwirtschaft um ca. 3,1 %. Der US-amerikanischen und der japanischen Wirtschaft wird ein vermindertes Wachstum prognostiziert. Gleiches gilt für den Euro-Raum (+0,9 %) und die deutsche Wirtschaft (+0,5 %). Im Vergleich zum Vorjahr werden voraussichtlich China (+4,6 %) und Indien (+6,5 %) schwächer wachsen. Lediglich im mittleren Osten sowie in Zentralasien und der Subsahara-Afrika Region erwartet der IWF ein stärkeres Wachstum des Bruttoinlandsproduktes im Vergleich zum Vorjahr. Gründe für die schwache Dynamik sind unter anderen der Nahostkonflikt, der andauernde Krieg in der Ukraine, die ansteigende Inflation und Wachstumsverlangsamung in China. Globaler Maschinenbau VDMA-Volkswirte erwarten erneut eine Stagnation des preisbereinigten Weltmaschinenumsatzes für das Jahr 2024. Im asiatischen Raum wird hingegen ein Wachstum prognostiziert, welches Indien mit einem Zuwachs von 5 % anführt. Japan und Süd-Korea wird ein geringer Zuwachs von 1 % prognostiziert, welche beide im vergangenen Jahr hohe Rückgänge verzeichnet haben. China wird mit einem Wachstum von 2 % ein schwacher Zuwachs prognostiziert. Aktuell geht man für 2024 von einem realen Umsatzrückgang von jeweils 2 % aus. Deutsche Konjunktur Das ifo Institut rechnet für das Jahr 2024 mit einem geringen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 0,2 %. Mit einem weiteren Zuwachs der Zinsen ist nicht zu rechnen, sodass auch die Inflation im Laufe des Jahres weiter zurückgehen wird. Laut dem ifo Institut wird mit einer Inflationsrate von 2,2 % für 2024 gerechnet und liegt marginal über dem mittelfristigen Inflationsziel der EZB von 2 %. Deutscher Maschinen- und Anlagenbau In 2024 rechnen VDMA-Volkswirte mit einem realen Rückgang der Produktion von 4 %. Diese Prognose ist jedoch abhängig von nicht abschätzbaren Einflussfaktoren, welche die weltwirtschaftliche Entwicklung stark beeinflussen können. Laut dem ifo Institut hat sich die Schwäche im Auftragseingang zum Ende des vergangenen Jahres abgemildert und das Geschäftsklima im Maschinenbau stabilisiert. Darstellung der Lage 1. Vermögenslage Im Geschäftsjahr 2023 hat sich die Bilanzsumme von bisher TEUR 9.396 um TEUR 941 auf TEUR 8.454 verringert. Diese Entwicklung ist maßgeblich auf die Reduzierung des Anlagevermögens und des Vorratsvermögens um insgesamt TEUR 1.956 zurückzuführen. Demgegenüber haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Sonstige Vermögensgegenstände und die Liquiden Mittel um TEUR 1.623 erhöht. Die Reduzierung des Anlagevermögens von bisher TEUR 1.713 auf TEUR 1.374 resultiert im Wesentlichen aus planmäßigen Abschreibungen von TEUR 267,2. Die Passivseite ist im Wesentlichen durch die Reduzierung der Rückstellungen und der Verbindlichkeiten - insbesondere der erhaltenen Anzahlungen - um insgesamt TEUR 1.084 gekennzeichnet. Aufgrund des positiven Jahresergebnisses 2023 hat sich das Eigenkapital entsprechend erhöht. Die Eigenkapitalquote beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 51,2 % (Vorjahr 44,5 %). 2. Finanzlage Liquidität und Zahlungsfähigkeit waren im gesamten Geschäftsjahr 2023 sichergestellt. Bestehende Zins- und Tilgungsverpflichtungen wurden stets pünktlich erfüllt. Die liquiden Mittel in Höhe von TEUR 2.600 sind wesentlich höher als die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 168. Lieferantenrechnungen wurden, wie schon in den Vorjahren, generell unter Ausnutzung eingeräumter Skonti beglichen. Die Gesellschaft ist stets vorfinanziert. 3. Investitionen Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2023 TEUR 5,6 investiert. Die Investitionen entfielen insbesondere auf die Neubeschaffung und Ersatzbeschaffung von Betriebs- und Geschäftsausstattungen und GWG. 4. Personalbereich Die durchschnittliche Anzahl ständiger Mitarbeiter ohne Geschäftsführer und Auszubildende hat sich im Verlauf des Geschäftsjahres von 75 Mitarbeitern im Vorjahr auf 71 Mitarbeitende reduziert. 5. Ertragslage und Auftragsentwicklung Im Vorjahreslagebericht wurde für das Geschäftsjahr 2023 von einem im Vergleich mit 2022 geringerem Umsatz ausgegangen. Dieser Umsatzrückgang - von TEUR 11.865 auf TEUR 9.625 - ist eingetreten. Durch Kostenreduzierungen und Sondereffekte wurde ein positives Jahresergebnis - TEUR 143 gegenüber TEUR 58 - erzielt. Wir hatten einen Jahresfehlbetrag prognostiziert. Der Rohertrag (Umsatz plus Bestandsveränderung minus Wareneinsatz) im Geschäftsjahr 2023 beläuft sich auf TEUR 5.445 und liegt damit um rd. TEUR 236 unter dem des Vorjahres von TEUR 5.682. Der Anteil der Materialaufwendungen im Verhältnis zur Gesamtleistung hat sich gegenüber dem Vorjahr um rd. 17,8 %-Punkte reduziert. Der Personalaufwand reduzierte sich von TEUR 4.197 um rd. TEUR 357 auf TEUR 3.840. Die Personalaufwandsquote zum Bilanzstichtag beläuft sich somit auf rd. 43,1 % (Vorjahr 34,7 %). Die Abschreibungen lagen mit TEUR 267 unter dem Wert des Vorjahres von TEUR 301 und bilden das vorsichtige Investitionsverhalten der Gesellschaft ab. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um rd. TEUR 328 auf TEUR 1.674, insbesondere aufgrund höherer Montage- und Messekosten. Das Ergebnis nach Ertragsteuern erhöhte sich auf TEUR 143 und lag damit rd. TEUR 85 über dem Ergebnis im Vorjahr. Die Auftragseingänge für 2024 sind unter dem Niveau des Vorjahres, ebenso die Verkäufe. Im Mai 2024 lag der Auftragseingang leicht unter dem geplanten Jahresumsatz. 6. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft Der Geschäftsverlauf in 2023 gestaltete sich für die Temafa Maschinenfabrik GmbH insgesamt schwierig, entwickelte sich aber im Wesentlichen mit der Branche. Die Geschäftsführung bewertet das Geschäftsjahr als zufriedenstellend. Chancen- und Risikobericht Nachdem die unmittelbaren Auswirkungen der Corona-Pandemie nur noch wenig spürbar waren, stellte uns die Invasion russischer Truppen im Februar 2022 in die Ukraine vor neue Herausforderungen. Die weiterhin angespannte Lage in der Ukraine und den umliegenden Regionen sowie die weltweiten Konfliktherde führten zu einer weiterhin bestehenden Unsicherheit in der Nachfrage nach den Produkten der Temafa. Kunden könnten Investitionen verschieben oder zurückhalten, was zu einem Rückgang der Aufträge und des Umsatzes führt und führen kann. Zum Zeitpunkt des Ausbruchs des Angriffskrieges bestanden nur unwesentliche Geschäftsbeziehungen mit Russland und der Ukraine. Insofern ist Temafa von den bestehenden Sanktionsmaßnahmen nicht unmittelbar betroffen. Es bestehen weiterhin Lieferengpässe, insbesondere bei den für unsere Anlagen und Maschinen wichtigen Elektrokomponenten. Durch Kooperationen in den Bereichen Recycling und Nachwachsende Rohstoffe versprechen wir uns zusätzlichen Umsatz in den nächsten Jahren. Durch die Investition in die Fertigungstiefe ist Temafa in der Lage eine große Wertschöpfung im Haus zu halten und nur in geringem Umfang Leistungen einzukaufen. Hierdurch steigt die Rentabilität und Flexibilität der Firma. Zudem reduziert sich die Abhängigkeit von Unterlieferanten. Der Exportanteil von Temafa liegt bei ca. 86,7 %, weshalb die Weltkonjunktur einen sehr wichtigen Index für den Exporterfolg auch von Temafa darstellt. Somit sind Risiken, wie die weltweiten Konfliktherde, die das Exportgeschäft bedrohen, immer auch Risiken für Temafa. Im Personalbereich ist festzustellen, dass die Besetzung von offenen Positionen weiterhin schwierig ist, insbesondere auch bei Auszubildenden. Die Hausforderung besteht darin, neue qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten. Dies muss durch ein angenehmes Arbeitsumfeld, neue Sozialleistungen und durch angemessene Lohnerhöhungen geschehen. Die Ausbildung ist ein wichtiges Instrument um eigenen Nachwuchs zu entwickeln und dem Mangel an Bewerbern entgegen zu wirken. Die Ausbildungsquote liegt derzeit bei rd. 4,2% (Stand April 2024). Währungsrisiken existieren nicht und Zinsrisiken nur in überschaubarem Umfang. Soweit wie möglich werden Risiken durch den Abschluss von Versicherungen abgesichert, um ihre finanziellen Folgen zu minimieren. Bestandsgefährdende Risiken werden als gering eingeschätzt. Prognosebericht In das Jahr 2024 sind wir mit einer geringeren Auftragslage und Auslastung gestartet. Auf Grund des hohen Exportanteils überträgt sich die gesunkene Nachfrage der Weltwirtschaft auch auf Temafa. Seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 und die anschließenden weltweiten Konfliktherde hat sich die Stimmung am Markt nicht wieder verbessert. Es besteht Unsicherheit bei unseren Kunden und Lieferanten durch die Konflikte. Die aktuellen Prognosen haben hohe Schätzunsicherheiten, weshalb es uns in diesem Jahr sehr schwer fällt, unsere Geschäftsentwicklung vorauszusagen. Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt bei unseren Kunden immer mehr an Bedeutung. Das Interesse an Maschinen für die Verarbeitung nachwachsender Rohstoffe, wie z. B. Hanf, ist nach wie vor spürbar. Der Trend nach Gesamtanlagen ist auch in 2024 ungebrochen, so dass die Lieferung von Gesamtanlagen einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für den Umsatz ist. Die hohe Qualität der Anlagen der Dilo-Gruppe führt zu wiederkehrenden Geschäftsabschlüssen. Die größten Risiken stellen die Verzögerungen bei der Lieferung von Elektroteilen und Preissteigerungen dar. Wenn wir die Anlagen nicht termingerecht fertigstellen können und an unsere Kunden ausliefern, drohen Pönale und geplante Umsätze könnten im laufenden Jahr nicht realisiert werden. Aufgrund der in Vorjahren durchgeführten Instandhaltungsprojekte besteht aktuell kein Investitionsstau und die Kosten für Instandhaltungen können auch in 2024 auf ein Minimum reduziert werden. Aus heutiger Sicht gehen wir von einem leicht geringeren Umsatz als in 2023 aus. Wir rechnen mit einem leicht positiven Ergebnis - auf leicht niedrigerem Vorjahresniveau - in 2024.
Bergisch-Gladbach, den 31. Mai 2024 Dr. Jörg Morgner In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers:An die Temafa Maschinenfabrik GmbH, Bergisch Gladbach PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Temafa Maschinenfabrik GmbH, Bergisch Gladbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Temafa Maschinenfabrik GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Hinweis auf einen sonstigen SachverhaltDer Jahresabschluss und Lagebericht der Temafa Maschinenfabrik GmbH für das vorherige, am 31.12.2022 endende Geschäftsjahr wurden von einem anderen Abschlussprüfer geprüft, der mit Datum vom 10.06.2023 nicht modifizierte Prüfungsurteile zu diesem Jahresabschluss und diesem Lagebericht abgegeben hat. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Baden-Baden, den 31.05.2024 Wissler
& Protzen GmbH
Matthias Protzen, Wirtschaftsprüfer Marco Schmidt, Wirtschaftsprüfer Feststellung des Jahresabschlusses: Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 28.06.2024 festgestellt. |
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