Herstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Nexans Deutschland GmbH
Wohlenbergstraße 15, 30179 Hannover, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sven Paier seit 17.7.2025 | Geschäftsführer |
Frank Matzerath seit 17.7.2025 | Geschäftsführer |
Ralf Egerer seit 17.4.2024 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Nexans Participations S.A. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Nexans Deutschland GmbHHannoverJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022
ANHANG für das Geschäftsjahr 2022ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (1) Vorbemerkungen Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft. Sitz der Nexans Deutschland GmbH (ND) ist Hannover. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 60648 im Register des Amtsgerichts Hannover eingetragen. Der Jahresabschluss des Geschäftsjahres ist nach den Vorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt worden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung hat die Gesellschaft das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Wertangaben der Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgen in Euro. Die Davon-Vermerke zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung werden im Rahmen der nachfolgenden Erläuterungen ausgewiesen; Vorjahresbeträge werden angegeben. Im Geschäftsjahr 2022 wurde das Grundstück in Hannover zu einem Buchgewinn von 50 MEUR verkauft, was das Ergebnis des Geschäftsjahres 2022 erheblich beeinflusst hat. Ein Investor hat das Areal erworben. Er plant eine vollständige Neubebauung. Im Rahmen des Verkaufes ist vereinbart worden, für die am Standort verbliebenen Bereiche Subsea and Land Systems (SLS) und Superconductors neue Räumlichkeiten zu schaffen. Bis zur Fertigstellung (voraussichtlich im 2. Halbjahr 2024) verbleiben die Bereiche in Teilen der vorhandenen Bestandsgebäude. Für das Geschäftsjahr 2023 erwartet die Gesellschaft ein negatives Ergebnis von rund 10 MEUR, was insbesondere durch geringere Effekte aus den Ergebnisabführungen der Tochtergesellschaften resultieren wird. Auch das EBITDA 2023 wird sich gegenüber dem Vorjahr verschlechtern. Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein positives Ergebnis erwartet. Zur Deckung des sich aus der in Vorjahren begonnenen Restrukturierung ergebenden zusätzlichen Liquiditätsbedarfes und zur Sicherstellung des Fortführens der Unternehmenstätigkeit hat die Gesellschaft ein Nachrangdarlehen in Höhe von 125 MEUR von der Nexans Financial and Trading Services S.A., Paris, erhalten. Die im Rahmen des Projektes "Electrify the Future" geplanten Verkäufe von Tochtergesellschaften, die nicht zum Kerngeschäft der Nexans Gruppe gehören, werden vom Konzern weiterverfolgt. Betroffen sind davon der Industriebereich mit der Tochtergesellschaft Nexans Industries Solutions GmbH sowie die Nexans autoelectric GmbH mit ihren Beteiligungen. Durch den Verkauf würden stille Reserven aufgedeckt werden, die zu einer deutlichen Verbesserung der Eigenkapitalsituation der Gesellschaft führen würden. Der vorliegende Jahresabschluss wurde demzufolge unter Fortführungsgesichtspunkten aufgestellt. Im Geschäftsjahr 2021 erfolgte eine Fehlerkorrektur von Beständen in laufender Rechnung für das Großprojekt Dolwin6 in Höhe von 28,0 MEUR aus Vorjahren (2019: 8,8 MEUR, 2020: 19,2 MEUR). Dies hatte einen positiven Ergebniseffekt auf das Jahresergebnis 2021 (Erhöhung des Vorratsvermögens und Bestandsveränderung). (2) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit gegen Entgelt erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und linear über den Zeitraum der Nutzung (3 bzw. 5 Jahre) planmäßig abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und um planmäßige und - soweit erforderlich - um außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Fremdkapitalzinsen werden in die Herstellungskosten nicht einbezogen. Im Jahr 2022 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Bei Gebäuden wird die Abschreibung teils linear, teils degressiv vorgenommen. Die Abschreibungen auf Gebäude erfolgen bei den Zugängen bis 1991 nach der linearen, bei Zugängen bis 1994 nach der degressiven Methode und bei nach 1994 fertig gestellten Objekten nach der linearen Methode. Technische Anlagen, Maschinen, andere Anlagen sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung, die bis zum 31.12.2007 angeschafft worden sind, werden auf Basis von unterschiedlichen Nutzungsdauern degressiv abgeschrieben. Es erfolgt der Übergang auf die lineare Abschreibung, sobald diese im Vergleich zur degressiven Methode zu höheren Werten führt. Neuanschaffungen ab dem 01.01.2008 werden nach der linearen Methode abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 800 EUR werden als GWGs erfasst und den Abschreibungen zugeführt. Zugänge werden im Geschäftsjahr pro rata temporis ab dem Monat des Zugangs anteilig abgeschrieben. Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten oder mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert bewertet. Bei der Bewertung des Vorratsvermögens wurden Materialbeistellungen von Kunden als Fremdwaren vom aufgenommenen Bestand abgesetzt. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten unter Zugrundelegung einer normalen Kapazitätsauslastung bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne, Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie allgemeine Gemeinkosten, die nach den handelsrechtlichen Vorschriften aktivierungspflichtig sind. Hierbei wird der Grundsatz der verlustfreien Bewertung beachtet. Allen erkennbaren Risiken aus Lagerdauer sowie vergleichsweise geringerer Verwertbarkeit wird durch angemessene Bewertungsabschläge sowie durch Bildung von Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Verkaufsgeschäften Rechnung getragen. Fremdkapitalzinsen werden in die Herstellungskosten nicht einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie liquide Mittel werden mit dem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen zum 31.12.2022 werden zukünftig erwartete Gehaltssteigerungen in Höhe von 3,5 % und Rentensteigerungen in Höhe von 2,3 % berücksichtigt. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung zum 31.12.2022 beträgt 1,79 %. Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen 10 Geschäftsjahre abzuzinsen. Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Heubeck 2018 G) ermittelt. Bei der Berechnung der Altersteilzeitrückstellungen zum 31.12.2022 werden zukünftig erwartete Gehaltssteigerungen in Höhe von 3,5 % berücksichtigt. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Altersteilzeitverpflichtung zum 31.12.2022 beträgt 0,52 %. Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis der Mitteilung durch den Versicherer mit dem jeweiligen Aktivwert zum Bilanzstichtag bewertet. Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Heubeck 2018 G) ermittelt. Bei der Berechnung der Jubiläumsrückstellungen zum 31.12.2022 werden zukünftig erwartete Gehaltssteigerungen in Höhe von 3,5 % berücksichtigt. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Jubiläumsverpflichtung zum 31.12.2022 beträgt 1,45 %. Verpflichtungen aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen (Altersteilzeit) werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Sonstige Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind kurzfristig fällig und werden am Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs bewertet. Einzelkurssicherungsmaßnahmen werden im Rahmen von Devisentermingeschäften vorgenommen. Bei den Devisentermingeschäften handelt es sich grundsätzlich um geschlossene Positionen. (3) Immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten erworbene Software und gewerbliche Schutzrechte. (4) Sachanlagen und Finanzanlagen Die Entwicklungen der Sachanlagen, der immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Finanzanlagen sind nachfolgend dargestellt. Anlagenspiegel 2022
(5) Vorräte
Die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen erhöhten sich um rund 20 MEUR, von 113.352 TEUR auf 133.654 TEUR im Vergleich zum Vorjahr. (6) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus Finanzgeschäften mit der Nexans Financial Trading Services, der Elektrokontakt GmbH, Floß, der Nexans Power Accessoires Germany GmbH, Hof, und der Nexans Industrial Solutions GmbH. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Unter dem Posten sonstige Vermögensgegenstände werden Forderungen erfasst, die nicht im Zusammenhang mit dem üblichen Lieferungs- und Leistungsverkehr stehen. Das Wertguthaben aus Altersteilzeitverpflichtungen von TEUR 1.187 (Vorjahr: TEUR 1.036), sowie die Forderung aus dem Rückdeckungsanspruch bei der Allianz (deferred compensation) in Höhe von TEUR 3.455 (Vorjahr: TEUR 3.149) werden mit den dazugehörigen Rückstellungen verrechnet. (7) Gezeichnetes Kapital / Kapitalrücklage Das gezeichnete Kapital der Nexans Deutschland GmbH (ND) sowie die Kapitalrücklage blieben im Geschäftsjahr 2022 unverändert. Alleinige Gesellschafterin ist die Nexans Participations S.A., Paris, Frankreich. (8) Bilanzverlust Der Bilanzverlust des Vorjahres (TEUR 233.480) wurde gemäß Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 21. März 2023 auf neue Rechnung vorgetragen. Der Bilanzverlust per 31. Dezember 2022 beträgt TEUR 190.916. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust wie folgt zu verwenden: Der Bilanzverlust wird in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen. (9) Rückstellungen Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Verpflichtungszuwachs im Geschäftsjahr 2022 wurde in voller Höhe zugeführt. Der zurückgestellte Betrag entspricht der Verpflichtung gemäß versicherungsmathematischem Gutachten. Aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG zum 01. Januar 2010 (BilMoG-Eröffnungsbilanz) ergab sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum alten Ansatz zum 31. Dezember 2009 von TEUR 46.765. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2022 wurden TEUR 3.118 als außerordentliche Aufwendungen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Die Forderung aus dem Rückdeckungsanspruch bei der Allianz (deferred compensation) wurde mit der dazugehörigen Rückstellung verrechnet.
Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen zum Bilanzstichtag beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 13.924 (Vorjahr: TEUR 2.114) sowie Rückstellungen für geplante Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von TEUR 7.413 (Vorjahr: TEUR 12.870), darin sind enthalten Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.116. Des Weiteren bestehen Verpflichtungen für Jubiläumszuwendungen in Höhe von TEUR 162 (Vorjahr: TEUR 206), Gewährleistungen und Drohverluste in Höhe von TEUR 3.132 (Vorjahr: TEUR 1.180), Berufsgenossenschaftsbeiträge in Höhe von TEUR 102 (Vorjahr: TEUR 102), sonstige Rückstellungen für Personal TEUR 579 (Vorjahr: TEUR 971). Das vorhandene Wertguthaben für Altersteilzeitverpflichtungen bei der Commerzbank in Höhe von TEUR 1.187 (Vorjahr: TEUR 1.188) wurde mit den Altersteilzeitverpflichtungen verrechnet. Der Erfüllungsbetrag der Altersteilzeitverpflichtungen beträgt zum 31.12.2022 TEUR 2.022 (Vorjahr: TEUR 2.462). (10) Verbindlichkeiten
Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 142.072 (Vorjahr: TEUR 160.809). Davon betreffen TEUR 125.000 das Darlehen mit einer Laufzeit bis Ende 2024 mit Rangrücktritt zur Absicherung der Liquiditätslage. Es wurde ein weiteres kurzfristiges Darlehen in Höhe von TEUR 10.000 im Rahmen des Cashpoolings gewährt. In den sonstigen Verbindlichkeiten werden, neben den Verpflichtungen gegenüber der Belegschaft, Verpflichtungen außerhalb des Lieferungs- und Leistungsverkehrs sowie kreditorische Debitoren erfasst. Es bestehen zum Bilanzstichtag keine durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesicherten Verbindlichkeiten. (11) Haftungsverhältnisse Es bestanden zum Bilanzstichtag folgende Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB i.V.m. § 268 Abs. 7 HGB:
Bei den oben genannten Haftungsverhältnissen liegen zum aktuellen Zeitpunkt keine Anhaltspunkte für eine Inanspruchnahme vor. (12) Angaben zu außerbilanziellen Verpflichtungen ND hat Operating-Lease-Verträge über die Anmietung und Nutzung von PKW und Druckern abgeschlossen. Das rechtliche und wirtschaftliche Eigentum wird hierbei nicht ND zugerechnet, sondern liegt bei den jeweiligen Vermietern, so dass ND daraus weder eine Finanzmittelbindung bei Zugang noch ein Vermarktungsrisiko nach Rückgabe erwächst. (13) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
(14) Derivative Finanzinstrumente Bei den währungsbezogenen Geschäften handelt es sich um Kauf-Devisentermingeschäfte in Höhe von TUSD 13.175. Diese Devisentermingeschäfte beziehen sich auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und haben zum 31.12.2022 einen zum abgesicherten Kurs umgerechneten Zeitwert in Höhe von TEUR 12.352. Es handelt sich bei den zugrunde liegenden Geschäften um geschlossene Positionen. Der Kontrahent im Derivategeschäft per 31.12.2022 ist ausschließlich Nexans Services S.A., Brüssel, Belgien. (15) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten verteilen sich wie folgt:
Nach Tätigkeitsbereichen ergibt sich folgende Aufgliederung der Umsatzerlöse:
Die Umsatzerlöse werden entsprechend der Definition des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG erfasst. Der Posten Übrige enthält im Wesentlichen Erlöse aus Material- und Schrottverkäufen. (16) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge bestehen im Wesentlichen aus dem Verkauf von Anlagevermögen inklusive des Grundstücks in Hannover (TEUR 49.987) und der Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen (TEUR 4.270; Vorjahr: TEUR 2.003). Weiterhin sind enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 1.557; Vorjahr: TEUR 12) und Erträge aus der Währungsumrechnung TEUR 1.241 (Vorjahr: TEUR 32). (17) Personalaufwand Der Posten beinhaltet Aufwendungen für Löhne und Gehälter sowie soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge und Unterstützung. Die Zahlung an Pensionäre im Geschäftsjahr 2022 belief sich auf 11,9 MEUR. Die Gesellschaft hat zum 1. Januar 2021 den überwiegenden Teile der bei ihr beschäftigten Mitarbeiter auf andere Konzerngesellschaften übertragen. Der Großteil der Pensionsverpflichtungen (für bereits ausgeschiedene Mitarbeiter) ist bei der Gesellschaft verblieben, so dass die Effekte aus der Auflösung und dem Verbrauch der unverhältnismäßig hohen Pensionsverpflichtungen u.U. einen positiven Sozialaufwand bewirken. Wie in den Vorjahren wird der in den Pensions-, Jubiläums-, Sterbegeld- und Altersteilzeitaufwendungen enthaltene Zinsanteil in dem Posten Zinsaufwendungen (TEUR 3.916; Vorjahr: TEUR 9.822) ausgewiesen. (18) Sonstige betriebliche Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden Miet-, Pacht- und Leasingkosten, Transport-, Versandkosten und Zölle, Gewährleistungs- und Instandhaltungsaufwendungen, Aufwendungen für Forschung und Entwicklung einschließlich Personalkosten und Nexans-Umlage, Provisionsaufwendungen und die übrigen nicht gesondert ausgewiesenen Aufwendungen erfasst; ferner ist unter dieser Position die Bildung von Rückstellungen ausgewiesen. Des Weiteren beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen außerordentliche Aufwendungen für die Anpassung von Pensionsrückstellungen gemäß BilMoG (TEUR 3.118), Beratungskosten (TEUR 1.624), Konzernumlagen und interne Weiterbelastung (TEUR 846) sowie laufende Strukturkosten (TEUR 690). (19) Beteiligungsergebnis
(20) Zinsergebnis
In den Zinsaufwendungen ist der Zinsanteil aus der Aufzinsung der Pensions-, Jubiläums-, Sterbegeld- und Altersteilzeitaufwendungen mit TEUR 3.916 (Vorjahr: TEUR 9.822). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Wertansatz der Pensionsrückstellungen mit einem 10-Jahresdurchschnittszinssatz und einem 7-Jahresdurchschnittszinsatz beträgt TEUR 5.066. (21) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag / sonstige Steuern / latente Steuern In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind Aufwendungen für Vorperioden von TEUR 4.590 sowie laufende Körperschaftsteuer in Höhe von TEUR 3.267 und Gewerbeertragsteuer in Höhe von TEUR 3.287 enthalten. Passive latente Steuern aus der von den handelsrechtlichen Vorschriften abweichenden steuerlichen Bewertung von Verbindlichkeiten wurden mit aktiven latenten Steuern aus temporären Differenzen, insbesondere aus dem Bereich Rückstellungen, verrechnet. Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen - insbesondere auf steuerliche Verlustvorträge - werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. Hierbei sind auch latente Steuern aus temporären Differenzen einzelner Organgesellschaften berücksichtigt. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt grundsätzlich auf Basis eines gemischten Steuersatzes in Höhe von 30,88 % (Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Solidaritätszuschlag). (22) Sonstige Angaben Ausschüttungsgesperrte Beträge Zum Abschlussstichtag unterliegen TEUR 174 einer Ausschüttungssperre aus der Zeitbewertung des Deckungsvermögens für Altersteilzeit bei der Commerzbank sowie TEUR 5.066 aus dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Wertansatz der Pensionsrückstellungen mit einem 10-Jahresdurchschnittszinssatz und einem 7-Jahresdurchschnittszinsatz. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
Den Geschäftsführungs- und Kontrollorganen gehörten im Berichtszeitraum folgende Personen an: Mitglieder der Geschäftsführung Hagen Frankenberger, M.A. (Master of Arts) Human Resources Management, Mönchengladbach, (ab 01.08.2022 bis 15.03.2024) Christian Sperling, Diplomkaufmann, Lauenau (ab 15.03.2024) Georg Poensgen, Rechtsanwalt, Düsseldorf (ab 15.03.2024) Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung laut §285 Nr. 9a HGB wird gemäß §286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die ehemaligen Geschäftsführungsorgane erhielten Pensionszahlungen in Höhe von TEUR 333. Die Pensionsverpflichtungen für frühere Organmitglieder und ihre Hinterbliebenen betrug TEUR 6.513. Mitglieder des Aufsichtsrates Julien Hueber, Paris, Vorsitzender Executive VP Industry Solutions & Projects BG Nexans (China) Wire and Cables Emmanuel Savary, Paris Controlling Director Europe Nexans S.A. Martin Weick, Hannover Vorsitzender des Betriebsrates des Werkes Hannover der Nexans Deutschland GmbH Günter Schwamberger, Bärnau/ Thanhausen IT-/ SD Support der Nexans autoelectric GmbH Denis Seigneur (01.08.2022 bis 15.07.2023) VP Human Resources & Communication ISP BG Maria Lorente Fraguas (ab 14.10.2022) Senior Corporate VP CHRO & CSR Nexans France Bob de Kruijf, Paris (bis 06.01.2022) General Manager Industrial Solutions Projects Europe Nexans S.A. David Dragone (bis 14.10.2022) Senior Corporate VP CHRO CSR & Communication Nexans S.A. Hagen Frankenberger (vom 10.01.2022 bis 01.08.2022) Country Manager & HR Germany / HR Efficiency & Talent Management Julie Audat (ab 15.07.2023) Finance Director PCABU Nexans France Die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrates der ND betrug für das Geschäftsjahr TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 7). Kredite an Aufsichtsratsmitglieder wurden nicht gewährt. Nachtragsbericht Es gibt folgende berichtspflichtige Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Abschluss des Geschäftsjahres eingetreten und gemäß § 285 Nr. 33 HGB im Anhang darzustellen sind: Die Aginode Germany GmbH (vormals: Nexans Advanced Solutions Network GmbH) wurde mit Wirkung zum 31. Oktober 2023 an einen Investor veräußert. Mit Ablauf des 15. März 2024 hat Hagen Frankenberger sein Amt als Geschäftsführer niedergelegt. Mit Gesellschafterbeschluss vom 29. Februar 2024 wurden Christian Sperling und Georg Poensgen mit Wirkung zum 15. März 2024 als neue Geschäftsführung bestellt. Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers Wir verzichten gemäß § 285 Nr. 17 HGB auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars, weil dieses im deutschen Teilkonzernabschluss der Nexans Deutschland GmbH enthalten ist. Konsolidierungskreis Das Mutterunternehmen mit dem größten Konsolidierungskreis ist: Nexans S.A., Paris. Der Konzernabschluss wird beim Tribunal de Commerce de Paris, 1 Quai de la Corse, Paris 4, hinterlegt. Darüber hinaus erstellt die Nexans Deutschland GmbH einen Teilkonzernabschluss, welcher im amtlichen Teil des Unternehmensregisters elektronisch veröffentlicht wird.
Hannover, 30. Mai 2024 Nexans Deutschland GmbH Die Geschäftsführung gez. Christian Sperling gez. Georg Poensgen AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZES der Nexans Deutschland Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Hannover (in Tausend Landeswährung) 1. Unmittelbarer Anteilsbesitz
1) Ergebnis vor Gewinnabführung /
Verlustübernahme
Die Gesellschaft hat teilweise von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 HGB bei den verbundenen Unternehmen Gebrauch gemacht, die im Einzelnen nicht genannt werden. 2. Sonstige Beteiligungen und mittelbarer Anteilsbesitz
Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022I. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Im Rahmen der Umsetzung der Konzernstrategie "Electrify the Future" hat der Nexans Konzern beschlossen, die Bereiche Industry & Solutions Projects (ISP) und Telecom in separate Gesellschaften auszugliedern. Mittelfristig sollen diese Gesellschaften an einen Investor verkauft werden. Bei der Nexans Deutschland GmbH waren davon die Aktivitäten ISP in den Werken Mönchengladbach und Nürnberg sowie der Bereich Advanced Networking Solutions (Telecom) am Standort Mönchengladbach betroffen. Die Ausgliederung der Bereiche wurde im Geschäftsjahr 2021 beurkundet und in das Handelsregister eingetragen. Gemäß Ausgliederungsverträgen erfolgte die Ausgliederung mit Rückwirkung zum 01.01.2021. Der Bereich Industry & Solutions Projects (ISP) wurde auf die Nexans Superconductors GmbH (nunmehr umfirmiert in Nexans Industrial Solutions GmbH) ausgegliedert, die Telecom Aktivitäten auf die Nexans Advanced Networking Solutions GmbH, nunmehr firmierend als Aginode Germany GmbH. Die Aginode Germany GmbH wurde mit Wirkung zum 31.10.2023 an einen Investor veräußert. Das Bundeskartellamt hat auf Basis des Beschlusses des Amtsgerichts Bonn Durchsuchungen der Geschäftsräume der Gesellschaft und Tochtergesellschaften durchgeführt. Grund der Durchsuchung ist der Verdacht wettbewerbsbeschränkender Koordinierung beim Vertrieb von Kabeln und Leitungen aus Kupfer, Aluminium und Blei. Von dem Verfahren sind offenkundig auch andere Kabelhersteller betroffen. Die Untersuchungen dauern noch an. Wir sehen momentan keinen Anlass zur Bildung von Rückstellungen. Alleiniger Gesellschafter beider Gesellschaften ist die Nexans Deutschland GmbH. Zwischen der Nexans Deutschland GmbH und den oben genannten Gesellschaften bestanden zum 31.12.2022 Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge. Die Geschäftstätigkeit und das Lieferungs- und Leistungsprogramm der Gesellschaft umfasst die Aktivitäten der Bereiche Generation & Transmission mit dem Handel von Energiekabeln sowie der Projektierung und Installationen von Energiekabelprojekten, die Bereiche Cryogenic and Superconducting mit der Herstellung von supraleitenden Kabeln und Cryotechnik, sowie den Bereich Machines & Automation mit dem Spezialmaschinenbau. Das Geschäftsergebnis wurde wesentlich durch den Verkauf des Werksgeländes in Hannover an einen Investor geprägt. Die verbliebenen Tätigkeiten werden auf dem bisherigen Werksgelände zunächst in den Bestandsgebäuden fortgeführt. Im Jahr 2024 ist der Umzug in einen angemieteten Neubau auf dem Werksgelände mit dem Investor vereinbart worden. In Zukunft strebt die Gesellschaft ein ausgeglichenes Ergebnis aus der verbliebenen Geschäftstätigkeit an. Aufgrund des geringen Eigengeschäftes wird dieses im Wesentlichen durch die erwarteten Ergebnisabführungen der Tochtergesellschaften aus den Bereichen Automotive, Power Accessories sowie Industry & Solutions Projects erwirtschaftet. Im Geschäftsjahr 2023 wurde das Dolwin6 Projekt abgerechnet. Entsprechend wird der Umsatz deutlich über 130 MEUR liegen. Durch geringere Ergebnisabführungen als erwartet sowie Aufwendungen aus der Abrechnung aus Dolwin6 wird das Geschäftsergebnis 2023 aber negativ sein. Infolge der Zinswende erwartet die Gesellschaft in den nächsten Jahren eine deutliche Entlastung aus der Zinsbelastung bei den Pensionsverpflichtungen. Die Nexans Deutschland GmbH ist ein mittelbares Tochterunternehmen der an der französischen Wertpapierbörse notierten Gesellschaft Nexans S.A., Paris/Frankreich. Die Anzahl der Mitarbeiter der Gesellschaft reduzierte sich im Durchschnitt von 128 im Jahr 2021 auf 101 im Jahr 2022. Die weitere Reduzierung resultiert im Wesentlichen aus Personalabbaumaßnahmen infolge der im Geschäftsjahr 2019 beschlossenen Restrukturierung. Der Nettoaufwand der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung belief sich auf 0,1 MEUR (Vorjahr: 0,3 MEUR). Der Aufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund des rückläufigen Geschäftes bei Generation & Transmission reduziert. II. Wirtschaftsbericht 1. Ertragslage Der Umsatz zu aktuellen Metallpreisen belief sich im Jahr 2022 auf 16,4 MEUR (Vorjahr: 62,6 MEUR). Der Rückgang ist auf die durch die Werkschließung Hannover rückläufigen Aktivitäten im Bereich Generation & Transmission zurückzuführen. Der Anteil der Exportumsätze hat sich durch das sehr exportorientierte verbliebene Geschäft des Bereichs Superconductors gegenüber dem Vorjahr auf 40,5% deutlich erhöht (Vorjahr: 13,7%). Auf Basis der IFRS Zahlen waren Umsatz und Ergebnis des Bereiches Generation & Transmission unter Berücksichtigung der "percentage of completion" Methode von der Abwicklung des Großprojektes Dolwin6 geprägt. Der Umsatz und das Ergebnis lagen erwartungsgemäß unter den Vorjahreswerten. Der Umsatz und EBITDA im Bereich Superconductors lag aufgrund von Projektverschiebungen deutlich unter den Budgeterwartungen. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich auf insgesamt 57,9 MEUR (Vorjahr: 18,8 MEUR). Wesentlichen Anteil haben dabei der Verkauf des Grundstückes in Hannover sowie Verkäufe von Maschinen und Anlagen zu einem Preis von insgesamt 67,7 MEUR. Demgegenüber wurden Abgänge aus dem Anlagevermögen in Höhe von 17,7 MEUR berücksichtigt. Daneben sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen noch Erträge aus der Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen (4,3 MEUR) sowie Erträge aus Wechselkurseffekten in Höhe von 1,2 MEUR enthalten. Der Anteil des Materialaufwandes am Umsatz und Bestandsveränderungen von fertigen und unfertigen Erzeugnissen belief sich auf 82,6% (Vorjahr: 46,7%). Im Vorjahr wurden Nachaktivierungen von Beständen für das Dolwin6 Projekt vorgenommen. Diese haben zu einer deutlichen Reduzierung des anteiligen Materialaufwandes geführt. Daher sind die Zahlen nicht vergleichbar. In Geschäftsjahres 2020 lag der Anteil des Materialaufwandes bei 81,3% und damit auf dem Niveau des Berichtsjahres. Der Personalaufwand belief sich auf 7,0 MEUR (Vorjahr: 1,4 MEUR). Neben einer deutlich geringeren Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen weist die Gesellschaft einen Ertrag aus der Auflösung von Pensionsverpflichtungen in Höhe von 2,3 MEUR (Vorjahr: 3,9 MEUR) aus. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf 13,9 MEUR (Vorjahr: 11,6 MEUR). In den betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen für die Anpassung Bil- MoG (3,1 MEUR), Gewährleistungsrückstellungen (2,3 MEUR), Beratungskosten (1,6 MEUR), Umlagen (0,8 MEUR), Energie (1,1 MEUR) und Mieten (0,8 MEUR) enthalten. Die Erträge aus Beteiligungen und aus Gewinnabführungsverträgen reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr auf 20,1 MEUR (Vorjahr: 32,0 MEUR). Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus einer geringeren Ergebnisabführung der Autoelectric. Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge beliefen sich auf 1,9 MEUR und lagen über dem Vorjahr (1,5 MEUR). Im Geschäftsjahr 2022 gab es keine Aufwendungen für Verlustübernahmen (Vorjahr: 2,7 MEUR). Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beliefen sich auf 10,2 MEUR (Vorjahr: 16,9 MEUR). Der Zinsaufwand für Pensionsverpflichtungen und Verpflichtungen für Jubiläumsrückstellungen reduzierte sich von 9,8 MEUR auf 3,9 MEUR. Zudem reduzierten sich die Zinsen für die konzerninterne Finanzierung von 7,0 MEUR auf 6,3 MEUR. Dabei entfallen 5,6 MEUR auf Zinsaufwendungen für das vom Nexans Konzern gewährte Nachrangdarlehen in Höhe von 125 MEUR. Dieses hat die Gesellschaft zur Sicherung der Liquidität und Finanzierung der Restrukturierungskosten im Dezember 2019 eingeräumt bekommen. Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung und des positiven Ergebnisses vor Steuern hat die Gesellschaft Steuerrückstellungen in Höhe von 11,1 MEUR gebildet. Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf 42,7 MEUR (Vorjahr: 57,3 MEUR). Der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2022 betrug 42,6 MEUR (Vorjahr: 57,1 MEUR). Wesentliche Einflüsse durch Inflations- oder Wechselkurse waren nicht gegeben. 2. Finanzlage Die Nexans Deutschland GmbH ist in das "Cash Pooling" System der Nexans Gruppe eingebunden. Die Finanzierung erfolgt seit dem Geschäftsjahr 2019 über die Nexans Financial and Trading Services S.A., Paris. Zur Deckung des sich aus der Restrukturierung ergebenden zusätzlichen Liquiditätsbedarfes hat die Gesellschaft im Dezember 2019 ein Nachrangdarlehen in Höhe von 125 MEUR von der Nexans Finance Trading Service S.A. erhalten. Damit verfügt die Nexans Deutschland GmbH über eine gesicherte Liquiditätsbasis. Zur Reduzierung von Währungsrisiken aus Fremdwährungsforderungen schließt die Gesellschaft bei Bedarf Termingeschäfte ab. Zudem bestehen mit mehreren Großbanken Rahmenverträge zur Bereitstellung von Avalen. 3. Vermögenslage Gegenüber dem Vorjahr reduzierte sich die Bilanzsumme auf 356,0 MEUR (Vorjahr: 364,3 MEUR). Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen reduzierten sich auf 3,7 MEUR (Vorjahr: 15,9 MEUR) aufgrund der Veräußerung des Betriebsgrundstückes in Hannover sowie weiterer Anlagenverkäufe infolge der Werksschließung. Die Finanzanlagen veränderten sich nicht und beliefen sich auf 95,8 MEUR (Vorjahr: 95,8 MEUR). Die Vorräte vor Ausweis der erhaltenen und der geleisteten Anzahlungen erhöhten sich um 20,3 MEUR auf 133,6 MEUR (Vorjahr: 113,3 MEUR) und beinhalten im Wesentlichen die angearbeiteten Aufträge für die Projekte Dolwin6 und Legden. Die erhaltenen Anzahlungen beliefen sich auf 129,9 MEUR (Vorjahr: 112,8 MEUR). Die geleisteten Anzahlungen beliefen sich auf 0,3 MEUR. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beliefen sich auf 180,9 MEUR (Vorjahr: 136,7 MEUR). Während sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 7,3 MEUR verringerten (Vorjahr: 9,3 MEUR), erhöhten sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 43,7 MEUR auf 168,8 MEUR (Vorjahr: 125,1 MEUR). Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf erhöhte Forderungen aus dem Konzernverrechnungskonto aufgrund des Cashpoolings zurückzuführen. Dieses erhöhte sich insbesondere aufgrund der erhaltenen Zahlungen für das Grundstück in Hannover. Die Sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich um 2,5 MEUR auf 4,7 MEUR. Die Rückstellungen erhöhten sich um 17,2 MEUR auf 180,0 MEUR (Vorjahr: 162,8 MEUR). Während sich die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 1,8 MEUR auf 142,9 MEUR verringerten (Vorjahr: 144,7 MEUR), erhöhten sich die Steuerrückstellungen um 11,2 MEUR sowie die sonstigen Rückstellungen um 7,8 MEUR auf 25,9 MEUR (Vorjahr: 18,1 MEUR). Die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen erhöhten sich um 11,8 MEUR und die Rückstellungen für Drohverluste um 2,0 MEUR. Diese Erhöhung ist im Wesentlichen auf die Projekte im Bereich Generation & Transmission zurückzuführen. Demgegenüber verringerten sich die Rückstellungen für Restrukturierungen um 5,5 MEUR. Insgesamt haben sich die Verbindlichkeiten im Vergleich zum Vorjahr auf 175,9 MEUR reduziert (Vorjahr: 199,8 MEUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen reduzierten sich um 28,1 MEUR auf 164,1 MEUR. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Rückführung des kurzfristigen Konzerndarlehens bei der Nexans Service zurückzuführen. Demgegenüber erhöhten sich die sonstigen Verbindlichkeiten um 5,2 MEUR auf 9,1 MEUR. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich auf 2,7 MEUR (Vorjahr: 3,6 MEUR). Wesentliche Einflüsse durch Inflations- oder Wechselkurse waren nicht gegeben. Die Vermögenslage hat sich insgesamt deutlich verbessert. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren, die zur internen Steuerung der Gesellschaft herangezogen werden, dienen die Entwicklung des EBITDA in Prozent vom Umsatz zu Standard- Metallwerten sowie das OWC (OWC = Operating Working Capital, betriebsnotwendiges Kapital) in Prozent vom Umsatz zu aktuellen Metallwerten basierend auf IFRS-Kennzahlen. Die Kennzahlen entwickelten sich unter Berücksichtigung der verbliebenen Bereiche Superconductors und Geberation & Transmission wie folgt: EBITDA in % = -2,0% (Vorjahr: 0,3%) und OWC in % = -28,8% (Vorjahr: -10,9%). Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind die Einhaltung des "Nexans Code of Ethics and Business Conduct", zu dem jeder Mitarbeiter verpflichtet wird. Zudem wird innerhalb der Nexans Gruppe eine jährliche Compliance-Woche durchgeführt. In dieser sind für einen definierten Mitarbeiterkreis verpflichtende Schulungen zu den Themen Arbeitnehmerbelange, Achtung der Menschenrechte, sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung durchzuführen. Ein weiterer Fokus liegt bei uns auf der Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter. Weitere Leitlinien sind für uns die Chancengleichheit, die Achtung der Menschenrechte und die stete Schulung und Weiterbildung unserer Mitarbeiter. III. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem Die Gesellschaft setzt ein intensives Kontroll- und Risikomanagementsystem ein. Das Risikomanagementsystem ist in einer separaten Verfahrensanweisung der Gesellschaft geregelt. In den Rahmenbedingungen wird auf die Risikosensibilisierung, die Kommunikationsstruktur sowie Kompetenzen und Aufgabenbeschreibungen eingegangen. Der Risikomanagementprozess beschreibt die Generierung risikorelevanter Informationen, die Risikoidentifikation und Definition, Frühwarnindikatoren für unternehmensrelevante Risiken, die Indikatoranalyse, Risikobewertung und -klassifizierung, Risikosteuerung, die Risikobeauftragten sowie die Beschreibung der Risiken in den relevanten ad hoc Berichten sowie im Halbjahresbericht im Zusammenhang für börsenrelevante Vorkommnisse, der an unsere Muttergesellschaft weitergleitet wird. Die Rechnungslegungsprozesse werden in einer umfangreichen Dokumentation beschrieben. Neben entsprechenden Kontierungsvorschriften ist der Ablauf der Arbeiten in Prozessbeschreibungen definiert. Der Abschluss wird vom Controlling und der Finanzbuchhaltung parallel erstellt, um mögliche Abweichungen zu identifizieren. Im Rahmen des Kontrollprozesses wird insbesondere auch auf die Einhaltung des Vier-Augen- Prinzips geachtet. Dieses ist in einer separaten Verfahrensanweisung geregelt und wird laufend aktualisiert. Die Zugriffsrechte für das eingesetzte EDV-System sind ebenfalls klar definiert. Zusätzlich finden durch die Revisionsabteilung der Muttergesellschaft regelmäßige Audits statt. Die sich hieraus ergebenden Verbesserungsmaßnahmen werden von der Gesellschaft nachverfolgt und umgesetzt. Zudem wird insbesondere auf die Einhaltung der Compliance Regularien geachtet. Hierfür werden verbindliche Schulungen und E-Learnings eingesetzt und definierte Mitarbeitergruppen werden zur Einhaltung dieser Regeln schriftlich verpflichtet. IV. Chancen- und Risikobericht Die gesetzlichen Anforderungen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr durch regelmäßige Informationen des Managements erfüllt worden. Als Bestandteil des Monatsberichtes wurden für sämtliche operativen und zentralen Bereiche spezielle Risikoberichte erstellt, die bei Strategie-, Planungs- und Budgetierungsprozessen Berücksichtigung finden. Für das Geschäftsjahr 2023 und 2024 wurden die auf Basis des heutigen Kenntnisstandes erkennbaren Risiken und Chancen in der Planung berücksichtigt. Chancen Die durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen, Kapazitätsanpassungen und Anpassungen der Infrastruktur werden zu einer Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft beitragen. Die Einbindung der Gesellschaft in den Nexans Konzern und das damit verbundene Netzwerk ermöglichen den Zugriff auf Entwicklungsleistungen innerhalb der Gruppe und stellen für die Gesellschaft ein deutliches Chancenpotential dar. Bei einer positiven Entwicklung des Gesamtmarktes ergäben sich hieraus grundsätzlich auch weitere positive Entwicklungsmöglichkeiten. Risiken Zu den Risiken im Vertriebsbereich zählt hauptsächlich die Verschärfung des Wettbewerbs auf den europäischen und internationalen Märkten. Große Kunden im Bereich der Energietechnik sind von den Auswirkungen der Energiewende (u.a. Ausstieg aus der Kernenergie und fossilen Kraftwerken) betroffen. Dieser Kundenkreis ist zur Reduzierung von Ausgaben gezwungen, was mittelfristig zu Rückgängen bei Investitionen führen kann. Bei der Abwicklung von Projekten ergeben sich insbesondere Risiken bei nicht termingerechter Erfüllung (insbesondere aufgrund von Pönalen) sowie technische Risiken bei Neuentwicklungen. Hiervon ist insbesondere der Bereich Generation & Transmission betroffen, wobei der Bereich nach Abschluss der Projekte Dolwin6 und Legden keine Neuprojekte mehr abwickeln wird. Das Projekt Dolwin6 wurde im Geschäftsjahr 2023 abgeschlossen. Der Projektabschluss für das Legden-Projekt ist für 2024 vorgesehen. Weiterhin bestehen große Abhängigkeiten von Vorlieferanten, bei denen es aufgrund der ansteigenden Auftragslage zu Kapazitätsengpässen kommen kann. Eine zunehmende Verschlechterung der konjunkturellen Entwicklung mit entsprechenden Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation unserer Kunden aufgrund der Unsicherheiten an den Finanz- und Realmärkten würde zu einer weiteren Erhöhung der Risiken führen. Insbesondere eine Verknappung der Rohstoffe mit entsprechenden Auswirkungen auf Lieferungen und Preise zählt hierzu. Daraus resultierende negative Auswirkungen auf das Nachfrageverhalten und damit auch auf Umsatz und Ergebnis können nicht abschließend beurteilt werden. Die Gesellschaft ist indirekt über die Autoelectric Gruppe vom Ukraine-Krieg mit Produktionsstandorten in der Ukraine betroffen. Durch den Aufbau von Fertigungskapazitäten an anderen Standorten werden diese Fertigungskapazitäten abgesichert. Inwieweit der anhaltende Krieg zu negativen Effekten führt, kann abschließend nicht abgeschätzt werden. Ein erhebliches Risiko stellen die Rohstoffverfügbarkeit und die diesbezügliche Preisentwicklung dar. Das Beschaffungsrisiko betrifft insbesondere Isolier- und Mantelmaterialien für die Kabelfertigung (wie z.B. Polyethylene oder Fluorpolymere) mit teilweiser Abhängigkeit vom Rohölpreis und dessen Beeinflussung durch mögliche weltpolitische Entwicklungen. Ein Preisrisiko besteht zudem in vielen indirekten Bereichen (wie z.B. bei Holz- und Stahlpreisen). Bei einer weiteren Verknappung von Transportkapazitäten ist mit erhöhtem Transportaufwand zu rechnen. Die aufgrund der Ukrainekrise angestiegenen Energiekosten belasten das Unternehmen, wobei der Anteil an den Gesamtkosten aufgrund der Aufgabe der Produktion von Hochspannungskabeln am Standort Hannover stark rückläufig war und damit keinen merklichen Einfluss auf das Ergebnis der Gesellschaft hatte. Die vorstehend genannten Risiken basieren auf Annahmen und Schätzungen des heutigen Kenntnisstandes. Neue Markterkenntnisse und daraus resultierende Veränderungen fließen kontinuierlich in die Bewertung ein. Soweit wirtschaftlich sinnvoll, erfolgt eine Übertragung ausgewählter Risiken auf Versicherungsunternehmen. Neben den gängigen Versicherungen für Betriebsunterbrechung, Feuer etc., werden mögliche Kreditausfälle über eine Kreditversicherung abgesichert. Metallpreisrisiken (Kupfer, Aluminium) werden bei Bedarf über Termingeschäfte abgesichert. Der Abschluss der Verträge erfolgt ausschließlich auf der Basis vorhandener Aufträge bzw. durch konkrete Planungen unterlegter Geschäfte. Zur Reduzierung von Währungsrisiken aus Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Sämtliche Geschäfte dieser Art sind in sich geschlossen. Im Hinblick auf ein striktes Risikomanagement werden Derivate nur zur Reduzierung von Risiken in Verbindung mit dem operativen Geschäft abgeschlossen. V. Prognosebericht Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 basierend auf standardisierten Kupfer- und Aluminiumwerten auf Basis der IFRS-Zahlen einen Umsatzrückgang von 14,1% gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Dieser ist im Wesentlichen auf die Restrukturierung und Beendigung der Aktivitäten von Generation & Transmission zurückzuführen. Demgegenüber hat die Gesellschaft für die Bereiche Cryogenic and Superconducting, Cryotechnik sowie Machines & Automation Umsatzsteigerungen von 77,4% erzielen können. Der Umsatz nach HGB wird sich wegen der Abrechnung des Dolwin6 Projektes deutlich erhöhen und auf rund 130,6 MEUR belaufen. Der finanzielle Leistungsfaktor EBITDA in Prozent vom Umsatz zu Standard-Metallwerten hat sich nach IFRS für 2023 gegenüber 2022 auf 9,7% erhöht (2022: -2,0%). Das OWC hat sich aufgrund der Projektabrechnung Dolwin6 auf 20,3% erhöht (Vorjahr: -28,8%). Insgesamt erwartet die Gesellschaft wegen geringerer Ergebnisabführungen ein negatives HGB- Ergebnis für 2023 von rund 10 MEUR. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet das Ifo Institut in seinem Konjunkturausblick ein Nullwachstum des Bruttoinlandsprodukts. Für 2024 erwartet die Gesellschaft ein leicht positives Geschäftsergebnis, wobei dieses im Wesentlichen von den Ergebnisabführungen der Tochtergesellschaften abhängt. Mit Ausnahme der Schlussabrechnung des Legden Projektes werden die Umsätze im Wesentlichen nur noch von dem Bereich Superconductors realisiert werden. Diese werden ca. 23% höher als im Vorjahr erwartet, aber mit insgesamt ca. 16 MEUR auf einem niedrigen Volumen verbleiben. Für den verbliebenen operativen Bereich Superconductors wird sich der finanzielle Leistungsfaktor EBITDA für 2024 in Prozent zum Umsatz zu Standardmetallwerten auf 20,2% erhöhen (Vorjahr: 9,7%). Das OWC in Prozent vom Umsatz zu aktuellen Metallwerten wird sich aufgrund erhaltener Anzahlungen auf 0% reduzieren (Vorjahr: 20,3%). Die im Rahmen des Projektes "Electrify the Future" geplanten Verkäufe von Tochtergesellschaften, die nicht zu dem Kerngeschäft der Nexans Gruppe gehören, werden vom Konzern weiterverfolgt. Betroffen sind davon der Industriebereich mit der Tochtergesellschaft Nexans Industrial Solutions GmbH sowie die Nexans autoelectric GmbH mit ihren Beteiligungen. Durch den Verkauf würden stille Reserven aufgedeckt werden, die zu einer deutlichen Verbesserung der Eigenkapitalsituation der Gesellschaft führen würden. VI. Versicherung des gesetzlichen Vertreters Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Abschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Hannover, 30.05.2024 gez. Christian Sperling, Geschäftsführer gez. Georg Poensgen, Geschäftsführer Erklärung über die Festlegung gemäß § 289f Abs. 4 S. 1 HGB über Zielgrößen für den Frauenanteil und Fristen für deren Erreichung Ein Fokus unserer Personalstrategie ist es, qualifizierte Frauen zu gewinnen und zu fördern. Der Gesellschafter hat am 21. Dezember 2021 für die Geschäftsführung eine Zielgröße von null Frauen und für den Aufsichtsrat von einer Frau (bei einer Besetzung des Aufsichtsrats mit 6 Mitgliedern), beides mit Umsetzungsfrist bis zum 31. Dezember 2026, beschlossen. Mit Wirkung zum 14. Oktober 2022 wurde Frau Maria Lorente Fraguas in den Aufsichtsrat bestellt. Damit wurde die festgelegte Zielgröße für den Aufsichtsrat erreicht. Mit Wirkung zum 15. Juli 2023 wurde Frau Julie Audat in den Aufsichtsrat bestellt. Die Geschäftsführung hat bis zum Ende des Jahres 2025 für die erste Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung eine Zielgröße von einer Frau und für die zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung eine Zielgröße von zwei Frauen festgelegt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Nexans Deutschland GmbH, Hannover Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Nexans Deutschland GmbH, Hannover, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Nexans Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts - Restrukturierungsprogramm Wir machen auf die Ausführungen in Abschnitt 1 - Vorbemerkungen - des Anhangs sowie in Kapitel I. Geschäfts- und Rahmenbedingungen und V. Prognosebericht im Lagebericht aufmerksam, in welchen die Geschäftsführung zur Überschuldung sowie den in Vorjahren eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen Stellung nimmt. Das negative Eigenkapital beträgt zum Stichtag 71,5 MEUR (Vorjahr: 114,1 MEUR). Zur Deckung des sich aus der Restrukturierung ergebenden Liquiditätsbedarfes hat die Gesellschaft ein Nachrangdarlehen von der Nexans Financial and Trading Services S.A. in Höhe von 125 MEUR erhalten. Für das Geschäftsjahr 2023 wird die Gesellschaft ausweislich des vorläufigen Jahresabschlusses einen Jahresfehlbetrag von rund 10 MEUR erzielen. Die Gesellschaft deckt bestehenden Liquiditätsbedarf durch Mittel aus der mit der Nexans Financial and Trading Services S.A. geschlossenen Cashpool-Vereinbarung. Für die Geschäftsjahre ab 2024 plant die Gesellschaft positive Jahresergebnisse (inkl. der Effekte aus Ergebnisabführung), die infolge der Restrukturierungsmaßnahmen, der sodann erfolgten Abwicklung der verlustbringenden Aufträge im Bereich Langfristfertigung, der geplanten Effizienzsteigerungen und Kapazitätsanpassungen erzielt werden sollen. Weiterhin werden im Rahmen des Projektes "Electrify the Future" geplante Verkäufe von Tochtergesellschaften, die nicht zu dem Kerngeschäft der Nexans Gruppe gehören, weiterverfolgt. Betroffen sind davon der Industriebereich mit der Tochtergesellschaft Nexans Industries Solutions GmbH sowie die Nexans autoelectric GmbH mit ihren Beteiligungen. Durch den Verkauf würden stille Reserven aufgedeckt werden, die zu einer deutlichen Verbesserung der Eigenkapitalsituation der Gesellschaft führen würden. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile:
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir hierzu weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen:
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 10. Juni 2024 Forvis
Mazars GmbH & Co. KG
gez. Pierre Zapp, Wirtschaftsprüfer gez. Regine Hoffmann, Wirtschaftsprüferin HRB 60648Feststellung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 der Nexans Deutschland GmbH wurde in der Gesellschafterversammlung vom 8. November 2024 festgestellt. KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022AKTIVA
PASSIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022(Vorjahr zum Vergleich)
Konzern-Kapitalflussrechnung 2022
Entwicklung des Konzerneigenkapitals für 2022
KONZERNANHANG für das Geschäftsjahr 2022ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ UND ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (1) Vorbemerkungen Die nachstehenden Erläuterungen betreffen den Konzernabschluss der Nexans Deutschland GmbH (ND) mit Sitz in Hannover. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 60648 im Register des Amtsgerichts Hannover eingetragen. Im Rahmen der Umsetzung der Konzernstrategie "Electrify the Future" hat der Nexans Konzern die Bereiche Industry & Solutions Projects (ISP) und Telecom zum 1. Januar 2021 in separate Gesellschaften ausgegliedert. Mittelfristig sollen diese Gesellschaften an einen Investor verkauft werden; die Aginode Germany GmbH (ehemals Nexans Advanced Networking Solutions GmbH) wurde bereits im Geschäftsjahr 2023 veräußert. Bei der Nexans Deutschland GmbH sind davon die Aktivitäten ISP in den Werken Mönchengladbach und Nürnberg sowie aus dem Bereich Telecom der Bereich Advanced Networking Solutions am Standort Mönchengladbach betroffen. Ab dem Geschäftsjahr 2023 plant der Konzern positive Jahresergebnisse durch erhöhte Effekte aus den Ergebnisabführungen der Tochtergesellschaften und geplante Effizienzsteigerung und Kapazitätsanpassungen. Der vorliegende Konzernabschluss wurde demzufolge unter Fortführungsgesichtspunkten aufgestellt. Zur Deckung des sich aus der Restrukturierung ergebenden zusätzlichen Liquiditätsbedarfes und zur Sicherstellung des Fortführens der Unternehmenstätigkeit hat die Gesellschaft ein Nachrangdarlehen in Höhe von 125 MEUR von der Nexans Financial Trading Services S.A. erhalten. Im Geschäftsjahr 2022 wurde das Grundstück in Hannover zu einem Buchgewinn von rund 50 MEUR verkauft, was das Ergebnis des Geschäftsjahres 2022 erheblich beeinflusst hat. Ein Investor hat das Areal erworben. Er plant eine vollständige Neubebauung. Im Rahmen des Verkaufes ist vereinbart worden, für die am Standort verbliebenen Bereiche SLS und Superconductors neue Räumlichkeiten zu schaffen. Bis zur Fertigstellung (voraussichtlich im 2. Halbjahr 2024) verbleiben die Bereiche in Teilen der vorhandenen Bestandsgebäude. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Wertangaben erfolgen in TEUR. (2) Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss sind neben der Muttergesellschaft 6 (Vorjahr: 7) inländische und 13 (Vorjahr: 12) ausländische Gesellschaften einbezogen, an denen die ND unmittelbar oder mittelbar Mehrheitsbeteiligungen hält. Mit Verschmelzungsvertrag des Notars Dr. Markus Kessel mit Amtssitz in Mönchengladbach-Rheydt vom 22. August 2022 (Urkundenrolle Nummer 2337/2022 K) wurde die Nexans Logistik GmbH rückwirkend zum 1. Januar 2022 auf die Nexans Industrial Solutions GmbH verschmolzen. Die ACT Assemblage Cable Tunisie (ACT) wurde zum 31. Dezember 2022 erstkonsolidiert. Hieraus resultiert im Konzernabschluss ein Anstieg des Anlagevermögens von 1.898 TEUR, des Umlaufvermögens von 1.878 TEUR und der Verbindlichkeiten von TEUR 560. Die vorgenannte Gesellschaft hat in 2022 Umsatzerlöse von 367 TEUR zum Konzern beigesteuert. Einige Tochterunternehmen und assoziierte Unternehmen von untergeordneter Bedeutung wurden nicht konsolidiert. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind in einer Aufstellung enthalten, die als Anlage zum Anhang beigefügt ist. In einigen Fällen wurde von der Schutzklausel gemäß § 313 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. (3) Konsolidierungsmethoden Die Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften sind zum Bilanzstichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Gesellschaften werden einheitlich nach den unter (4) beschriebenen Grundsätzen bilanziert und bewertet. Sofern die in den Jahresabschlüssen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von diesen Grundsätzen abweichen, werden bei den wesentlichen Abweichungen Anpassungen vorgenommen. Die Kapitalkonsolidierung und die Bewertung nach der Equity-Methode werden in Form der Buchwertmethode durchgeführt, sofern die Gesellschaften bis 2009 in den Konsolidierungskreis der ND aufgenommen worden sind. Dieser Methode entsprechend wurden die zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung gültigen Buchwerte der Beteiligungen gegen das anteilige Eigenkapital saldiert. Ab 2010 erstmalig in den Konzernabschluss einbezogene Gesellschaften werden gemäß § 301 HGB nach der Neubewertungsmethode berücksichtigt. Demnach wird zunächst das Eigenkapital des erstmalig zu konsolidierenden Tochterunternehmens zu Zeitwerten neu bewertet und im Anschluss anteilig mit dem Beteiligungsbuchwert verrechnet. Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Ausleihungen, Forderungen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen zwischen den einbezogenen Gesellschaften werden eliminiert. Es erfolgt keine Eliminierung von Zwischenergebnissen, da diese für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind. (4) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände Immaterielle Vermögensgegenstände umfassen Patente, Software, Lizenzen und ähnliche Rechte. Die immateriellen Vermögensgegenstände mit begrenzter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten bilanziert und abhängig von ihrer geschätzten Nutzungsdauer (3 bis 5 Jahre) planmäßig linear abgeschrieben. Die Forschungs- und Entwicklungskosten werden gemäß § 248 Abs. 2 HGB ergebniswirksam erfasst. In den Aufwendungen sind MEUR 34,2 (Vorjahr: MEUR 30,6) für Forschung und Entwicklung enthalten. Sachanlagen Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Das Sachanlagevermögen wird grundsätzlich linear abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Abschreibungssätze richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der jeweiligen Anlagengruppe. Die im Rahmen der Erstkonsolidierung offengelegten Reserven von Gebäuden werden über 15 Jahre abgeschrieben; die lineare Abschreibung der technischen Anlagen und Maschinen richtet sich nach der Restnutzungsdauer der jeweiligen Anlagen. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgten im Geschäftsjahr nicht. Finanzanlagen Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, bei denen die ND einen maßgeblichen Einfluss auf deren Geschäfts- und Finanzpolitik ausüben kann (im Wesentlichen durch mittel- oder unmittelbare Stimmrechtsanteile von 20 % bis 50 %). Ein assoziiertes Unternehmen wird in den Konzernabschluss nach der Equity-Methode einbezogen, vier weitere assoziierte Unternehmen werden wegen Unwesentlichkeit nicht einbezogen. Der Buchwert der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung (Stimmanteil 36,63 %) wird um das anteilige Eigenkapital dieser Gesellschaft fortgeschrieben. Finanzielle Verpflichtungen gegenüber diesem Unternehmen bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Die übrigen Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zu niedrigeren Werten bewertet. Ausleihungen werden zu Anschaffungskosten angesetzt, erkennbaren Risiken wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Vorräte Bei der Ermittlung der Vorräte wurden die Materialbereitstellungen von Kunden als Fremdwaren vom aufgenommenen Bestand abgesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen werden, soweit zulässig, gemäß § 268 Absatz 5 HGB offen von dem Posten "Vorräte" gekürzt. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen bzw. beizulegenden Werten nach § 253 Absatz 4 HGB. Die NE(Nicht-Eisen)-Metallbestände an Kupfer, Blei und Aluminium werden grundsätzlich gemäß der gewichteten Durchschnittskursmethode (WAC-Methode) sowie unter Berücksichtigung eines niedrigeren Marktpreises bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Fertigungskosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten des Produktionsbereiches sowie anteilige Abschreibungen auf das Anlagevermögen einbezogen. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde beachtet. Fremdkapitalzinsen werden in die Herstellungskosten nicht einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie liquide Mittel und Rechnungsabgrenzungsposten Die Bewertung der Forderungen, der sonstigen Vermögensgegenstände, der liquiden Mittel sowie des Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt zum Nennwert. Forderungen mit erkennbaren Einzelrisiken werden wertberichtigt. Darüber hinaus werden für das allgemeine Kreditrisiko, Skontoabzüge und Nebenkosten Pauschalwertberichtigungen vorgenommen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen zum 31.12.2022 werden zukünftig erwartete Gehaltssteigerungen in Höhe von 3,5 % und Rentensteigerungen in Höhe von 2,3 % berücksichtigt. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung zum 31.12.2022 beträgt 1,79 %. Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen 10 Geschäftsjahre abzuzinsen. Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Heubeck 2018 G) ermittelt. Bei der Berechnung der Altersteilzeitrückstellungen zum 31.12.2022 wurden zukünftig erwartete Gehaltssteigerungen in Höhe von 3,5 % berücksichtigt. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Altersteilzeitverpflichtung zum 31.12.2022 beträgt 0,52 %. Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis der Mitteilung durch den Versicherer mit dem jeweiligen Aktivwert zum Bilanzstichtag bewertet. Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (Altersteilzeit) werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen Rückstellungen für Steuern, ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sowie Restrukturierungsaufwendungen werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme angesetzt. Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Heubeck 2018 G) ermittelt. Bei der Berechnung der Jubiläumsrückstellungen zum 31.12.2022 wurden zukünftig erwartete Gehaltssteigerungen in Höhe von 3,5 % berücksichtigt. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Jubiläumsverpflichtung zum 31.12.2022 beträgt 1,45 %. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern Latente Steuern werden für temporäre Bewertungsdifferenzen zwischen der Handels- und Steuerbilanz der Einzelabschlüsse, Anpassungen an die konzerneinheitliche Bewertung sowie auf Verlustvorträge gebildet. Das Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird dahingehend ausgeübt, dass über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen im Konzernabschluss nicht bilanziert werden. Passive latente Steuern aus der Anpassung an die konzerneinheitliche Bewertung werden, soweit möglich, in den Saldierungsbereich einbezogen. Darüber hinaus werden latente Steuern im Rahmen von Konsolidierungsmaßnahmen gem. § 306 HGB berücksichtigt. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem individuellen Steuersatz. Bei der Berechnung der latenten Steuern der deutschen Gesellschaften wird daher grundsätzlich ein gemischter Steuersatz aus Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer von 30,88 % herangezogen. (5) Steuerliche Bilanzierungseinflüsse Im Konzernabschluss werden die von inländischen Gesellschaften in Anspruch genommenen steuerlich zulässigen Abschreibungen eliminiert. Die künftigen Steuerbelastungen daraus verteilen sich über mehrere Jahre und sind von untergeordneter Bedeutung. (6) Währungsumrechnung Fremdwährungspositionen werden am Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs bewertet. Einzelkurssicherungsmaßnahmen werden im Rahmen von Devisentermingeschäften vorgenommen. Bei Devisentermingeschäften handelt es sich grundsätzlich um geschlossene Positionen. Bilanzpositionen ausländischer Konzerngesellschaften werden erfolgsneutral zu Stichtagskursen, Aufwands- und Ertragspositionen ergebniswirksam zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Eigenkapital wird zum historischen Kurs der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss umgerechnet. Erläuterungen zur Bilanz (7) Immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten erworbene Software und gewerbliche Schutzrechte. (8) Sachanlagen und Finanzanlagen Die Entwicklung der Sachanlagen, der immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Finanzanlagen sind dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Finanzanlagen betreffen überwiegend Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen sowie eine at-Equity bewertete Gesellschaft. ENTWICKLUNG DES KONZERN-ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2022
(9) Vorräte
(10) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferung und Leistungen in Höhe von TEUR 96.023 (Vorjahr TEUR 88.053) haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 80.462 (Vorjahr TEUR 40.355) haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die übrigen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:
Die Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Mietkautionen und Aktivwerte für Rückdeckungsversicherungen enthalten (TEUR 1.442), die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben. Forderungen gegen die Gesellschafterin bestehen in Höhe von TEUR 1.157 (Vorjahr: TEUR 2.607). Unter dem Posten "Sonstige Vermögensgegenstände" werden Forderungen erfasst, die nicht im Zusammenhang mit dem üblichen Lieferungs- und Leistungsverkehr stehen. Sie enthalten überwiegend Rückdeckungsansprüche gegen Versicherungsunternehmen, Steuerforderungen sowie debitorische Kreditoren. (11) Rechnungsabgrenzungsposten Bei den Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich im Wesentlichen um bereits geleistete Gebühren sowie Zahlungen für Wartungsverträge. (12) Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital der ND blieb im Geschäftsjahr 2022 unverändert. Alleinige Gesellschafterin ist die Nexans Participations S.A., Frankreich. (13) Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage enthält überwiegend Aufgelder aus Sacheinlagen in die ND im Zusammenhang mit Kapitalerhöhungen nach teilweiser Verrechnung mit dem Unterschiedsbetrag aus der Erstkonsolidierung zum 01.01.1993. Der in Vorjahren von der Kapitalrücklage abgesetzte Geschäfts- oder Firmenwert wird in Höhe von TEUR -6.497 in einer gesonderten Eigenkapitalposition (V.) ausgewiesen. (14) Anteile anderer Gesellschafter Diese Position enthält Minderheitenanteile am Eigenkapital bei der Nexans Power Accessories Polska z.o.o. (15) Rückstellungen Den Pensionsrückstellungen wurde der Verpflichtungszuwachs im Geschäftsjahr 2022 in voller Höhe zugeführt. Der zurückgestellte Betrag entspricht der Verpflichtung gemäß versicherungsmathematischem Gutachten. Die Forderungen aus den Rückdeckungsansprüchen bei der Allianz (deferred compensation) wurden mit den dazugehörigen Rückstellungen verrechnet.
Die Rückstellungen erhöhten sich um rund 30 MEUR auf 276.528 TEUR (Vorjahr: 246.402 TEUR). Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf die Bildung der Rückstellungen für fehlende Eingangsrechnungen (TEUR 24.045; Vorjahr: TEUR 9.850), drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (TEUR 38.149; Vorjahr TEUR 29.545) und Steuerrückstellungen (12.075 TEUR; Vorjahr: 800 TEUR) zurückzuführen. Das vorhandene Wertguthaben für Altersteilzeitverpflichtungen bei der Commerzbank in Höhe von TEUR 1.610 (Vorjahr: TEUR 1.258) wurde mit den Altersteilzeitverpflichtungen verrechnet. Der Gesamtbetrag der Altersteilzeitverpflichtungen beträgt vor der Saldierung mit dem Wertguthaben zum 31.12.2022 TEUR 2.908 (Vorjahr: TEUR 3.098). (16) Verbindlichkeiten Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber einem Kreditinstitut, die auf Grundlage eines Reverse-Factoring-Vertrags vorfinanziert wurden. Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin bestehen in Höhe von TEUR 793 (Vorjahr TEUR 3.809). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 168.831 (Vorjahr TEUR 195.887) resultieren im Wesentlichen aus einer Verbindlichkeit gegenüber der Nexans Financial and Trading Services S.A. Davon betreffen TEUR 125.000 das Darlehen mit einer Laufzeit bis Ende 2024 mit Rangrücktritt zur Absicherung der Liquiditätslage. Es wurde ein weiteres kurzfristiges Darlehen in Höhe von TEUR 10.000 im Rahmen des Cashpoolings gewährt. Im Vorjahr wurden die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (TEUR 59) nicht gesondert ausgewiesen, sondern als Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gezeigt. (17) Haftungsverhältnisse Es bestanden zum Bilanzstichtag folgende Haftungsverhältnisse:
Bei den oben genannten Haftungsverhältnissen liegen zum aktuellen Zeitpunkt keine Anhaltspunkte für eine Inanspruchnahme vor. (18) Angaben zu außerbilanziellen Verpflichtungen Im ND-Konzern bestehen Operating-Lease-Verträge im Wesentlichen über die Anmietung und Nutzung von Gabelstaplern, PKW und Werkzeugmaschinen. Das rechtliche und wirtschaftliche Eigentum wird hierbei nicht der ND zugerechnet, sondern liegt bei den jeweiligen Vermietern, sodass der ND daraus weder eine Finanzmittelbindung bei Zugang noch ein Vermarktungsrisiko nach Rückgabe erwächst. Mit ausgewählten Kunden werden zum Zweck der Absatzförderung Konsignationslager unterhalten, die wirtschaftlich und rechtlich der ND zugerechnet werden. Auf dem Gebiet der Materialbeschaffung unterhalten einige Lieferanten Rohstoffkonsignationslager, die aufgrund der permanenten Warenverfügbarkeit sowie der Berechnung und Zahlung nach Warenentnahme zur Bestands- und Liquiditätsoptimierung genutzt werden. (19) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
(20) Derivative Finanzinstrumente Zum 31.12.2022 bestanden an der London Metal Exchange offene Kontrakte für Aluminium und Kupfer. Die offenen Aluminiumkontrakte Kauf für 25 Tonnen haben einen Nominalwert von TEUR 59, die offenen Kupferkontrakte Kauf für 4.325 Tonnen haben einen Nominalwert von TEUR 33.652. Weiter gibt es offene Aluminiumkontrakte Verkauf von 25 Tonnen, welche einen Nominalwert von TEUR 202 haben. Der Zeitwert der Sicherungsgeschäfte Kauf beträgt TEUR 55 für Aluminium und TEUR 33.722 für Kupfer. Der Zeitwert der Sicherungsgeschäfte für Aluminium Verkauf beträgt TEUR 196 (NDI). Bei diesen Geschäften handelt es sich ausschließlich um Sicherungsgeschäfte. Bei den währungsbezogenen Geschäften handelt es sich um Verkaufs-Devisentermingeschäfte in Höhe von TUSD 13.175. Diese Devisentermingeschäfte beziehen sich auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und haben zum 31.12.2022 einen zum abgesicherten Kurs umgerechneten Zeitwert in Höhe von TEUR 12.352. Zum anderen bestehen Kauf-Devisentermingeschäfte in Höhe von TUSD 102 und TDKK 177. Diese Devisentermingeschäfte beziehen sich auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und haben zum 31.12.2022 einen zum abgesicherten Kurs umgerechneten Zeitwert in Höhe von TEUR 126. Es handelt sich bei den zugrunde liegenden Geschäften um geschlossene Positionen. Der Kontrahent im Derivategeschäft per 31.12.2022 ist ausschließlich Nexans Services S.A., Brüssel, Belgien. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und sonstige Angaben (21) Umsatzerlöse
(22) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge bestehen im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 10.620; Vorjahr TEUR 7.239) und aus dem Abgang von Anlagevermögen TEUR 50.362 (Vorjahr TEUR 6.114). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind weiterhin Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1.581 (Vorjahr TEUR 379) sowie periodenfremde Erträge aus der Auflösung der Strukturrückstellung (TEUR 900; Vorjahr: TEUR 20) enthalten. (23) Sonstige betriebliche Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden im Wesentlichen Aufwendungen aus Transport, Instandhaltung, Umlagen des Nexans-Konzerns, Miete, Pacht und Leasing, Reisekosten, Provisionen sowie Gewährleistungen erfasst. In den Aufwendungen sind MEUR 34,2 (Vorjahr: MEUR 30,6) für Forschung und Entwicklung enthalten sowie außerordentliche Aufwendungen für die Anpassung von Pensionsrückstellungen gemäß BilMoG (TEUR 3.226) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind weiterhin Aufwendungen aus Währungsumrechnungen TEUR 3.469 (Vorjahr TEUR 1.041) enthalten. (24) Beteiligungsergebnis
(25) Zinsergebnis
In den Zinsaufwendungen ist ein Zinsanteil aus der Aufzinsung der Pensions-, Jubiläums-, Sterbegeldverpflichtungen und Altersteilzeitaufwendungen mit TEUR 4.493 (Vorjahr: TEUR 11.214) enthalten. (26) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag / sonstige Steuern / latente Steuern Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten im Wesentlichen die Bildung von Rückstellungen für Körperschaft- und Gewerbesteuer des laufenden Geschäftsjahres. Die sonstigen Steuern in Höhe von TEUR 918 (Vorjahr: TEUR 874) beinhalten im Wesentlichen die Grundsteuer des Geschäftsjahres. Der tatsächliche Steueraufwand weicht im Wesentlichen auf Grund von nicht abziehbaren Aufwendungen, gewerbesteuerlichen Korrekturen, sowie der Nichtaktivierung von latenten Steuern vom erwarteten Steueraufwand ab. Passive latente Steuern aus der von den handelsrechtlichen Vorschriften abweichenden steuerlichen Bewertung von Verbindlichkeiten wurden auf Ebene der Einzelgesellschaften mit aktiven latenten Steuern aus temporären Differenzen, insbesondere aus dem Bereich Rückstellungen, verrechnet. Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen - insbesondere auf steuerliche Verlustvorträge - werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt grundsätzlich auf Basis eines gemischten Steuersatzes in Höhe von 30,88 % (Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Solidaritätszuschlag). Passive latente Steuern aus der Anpassung an die konzerneinheitliche Bewertung wurden, soweit möglich, in den Saldierungsbereich einbezogen. Latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen i. S. d. § 306 HGB sind nicht zu bilden. Aufgrund der Saldierung mit aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge werden passive latente Steuern aus der Anpassung an die konzerneinheitliche Bewertung im Konzern nicht angesetzt. (27) Ausschüttungsgesperrte Beträge Zum Abschlussstichtag unterliegen TEUR 1.609 für die Gesellschaften Nexans Deutschland GmbH, Nexans Industrial Solution GmbH und Nexans Advanced Networking Solutions GmbH einer Ausschüttungssperre aus der Zeitbewertung des Deckungsvermögens für Altersteilzeit bei der Commerzbank sowie TEUR 6.186 für die oben genannten Gesellschaften, sowie die Elektrokontakt GmbH, Metrofunkkabel-Union GmbH und die Nexans autoelectric GmbH (Vorjahr: TEUR 9.582) aus dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Wertansatz der Pensionsrückstellungen mit einem 10-Jahresdurchschnittszinssatz und einem 7-Jahresdurchschnittszinssatz. (28) Personal Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl in den einbezogenen Gesellschaften:
(29) Honorare und Dienstleistungen der Abschlussprüfer Das vom Konzernabschlussprüfer berechnete Gesamthonorar für das Geschäftsjahr 2022 beträgt TEUR 353 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen für die Konzernabschlussprüfung, für die Prüfung von Jahresabschlüssen konsolidierter Gesellschaften sowie andere Abschlussprüfungsleistungen. (30) Inanspruchnahme des § 264 Abs. 3 HGB Die in den Konzernabschluss der Nexans Deutschland GmbH einbezogenen unmittelbaren Tochterunternehmen Nexans autoelectric GmbH, Floß, und Elektrokontakt GmbH, Floß, nehmen die im Einzelnen in § 264 Abs. 3 HGB eingeräumten Befreiungsmöglichkeiten teilweise in Anspruch. (31) Nachtragsbericht Berichtspflichtige Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Abschluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und die gemäß § 285 Nr. 33 HGB bzw. § 314 Abs. 1 Nr. 25 HGB im Anhang zu berichten wären, liegen wie folgt vor: Mit Wirkung zum 31.10.2023 wurde die Nexans Advanced Networking Solutions GmbH (jetzt Aginode Germany GmbH) veräußert. Mit Ablauf des 15. März 2024 hat Hagen Frankenberger sein Amt als Geschäftsführer niedergelegt. Mit Gesellschafterbeschluss vom 29. Februar 2024 wurden Christian Sperling und Georg Poensgen mit Wirkung zum 15. März 2024 als neue Geschäftsführung bestellt. (32) Mitglieder der Geschäftsführung Herbert Moers, Korschenbroich, bis 31.07.2022 Hagen Frankenberger, M.A. (Master of Arts) Human Resources Management, Mönchengladbach, (ab 01.08.2022 bis 15.03.2024) Christian Sperling, Diplomkaufmann, Lauenau (ab 15.03.2024) Georg Poensgen, Rechtsanwalt, Düsseldorf (ab 15.03.2024) Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung laut § 285 Nr. 9 HGB wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die ehemaligen Geschäftsführungsorgane erhielten Pensionszahlungen in Höhe von TEUR 333. Die Pensionsverpflichtungen für frühere Organmitglieder und ihre Hinterbliebenen betrug TEUR 6.513. (33) Mitglieder des Aufsichtsrates Julien Hueber, Paris, Vorsitzender Executive VP Industry Solutions & Projects BG Nexans (China) Wire and Cables Emmanuel Savary, Paris Controlling Director Europe Nexans S.A. Martin Weick, Hannover Vorsitzender des Betriebsrates des Werkes Hannover der Nexans Deutschland GmbH Günter Schwamberger, Bärnau/ Thanhausen IT-/ SD Support der Nexans autoelectric GmbH Denis Seigneur (01.08.2022 bis 15.07.2023) VP Human Resources & Communication ISP BG Maria Lorente Fraguas (ab 14.10.2022) Senior Corporate VP CHRO & CSR Nexans France Bob de Kruijf, Paris (bis 06.01.2022) General Manager Industrial Solutions Projects Europe Nexans S.A. David Dragone (bis 14.10.2022) Senior Corporate VP CHRO CSR & Communication Nexans S.A. Hagen Frankenberger (vom 10.01.2022 bis 01.08.2022) Country Manager & HR Germany / HR Efficiency & Talent Management Julie Audat (ab 15.07.2023) Finance Director PCABU Nexans France (34) Bezüge des Aufsichtsrats und der Geschäftsführung/gewährte Kredite Die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrates der ND betrug für das Geschäftsjahr TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 7). Kredite an Aufsichtsratsmitglieder wurden nicht gewährt. (35) Konzernabschluss Der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den die ND und ihre Tochterunternehmen einbezogen sind, wird von Nexans S.A., Paris, Frankreich, erstellt und beim Tribunal de Commerce de Paris, 1 Quai de la Corse, Paris 4, hinterlegt.
Hannover, 30. September 2024 Nexans Deutschland GmbH Die Geschäftsführung gez. Christian Sperling gez. Georg Poensgen AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZES der Nexans Deutschland Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Hannover (in Tausend Landeswährung) 1. In den Konzernabschluss gemäß § 290 Abs. 1 HGB einbezogene Gesellschaften
1) Ergebnis vor Gewinnabführung /
Verlustübernahme
Die Gesellschaft hat teilweise von der Schutzklausel nach § 313 Abs. 3 HGB bei den verbundenen Unternehmen Gebrauch gemacht, die im Einzelnen nicht genannt werden. 2. In den Konzernabschluss gemäß § 312 Abs. 1 Satz 1 HGB einbezogene Gesellschaft
In der Konzernbilanz erfolgt der Ausweis unter dem Posten Beteiligungen mit dem Betrag, der dem anteiligen Eigenkapital der Gesellschaft entspricht (TEUR 3.283; Vorjahr: TEUR 3.283). 3. In den Konzernabschluss gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht einbezogene Gesellschaften
Von der Schutzklausel des § 313 Abs. 3 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht. Umsatzerlöse und Bilanzsumme aller nicht einbezogenen Gesellschaften entsprechen in der Summe jeweils rund 5 % der jeweiligen Konzernwerte. 4. In den Konzernabschluss gemäß § 311 Abs. 2 HGB nicht einbezogene Gesellschaften
Von der Schutzklausel des § 313 Abs. 3 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht. Das anteilige Eigenkapital aller nicht einbezogenen assoziierten Unternehmen entspricht in der Summe weniger als 12 % des Konzerneigenkapitals. Konzernlagebericht für 2022I. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Die Nexans Deutschland Gruppe deckt ein umfassendes Liefer- und Leistungsprogramm für Energiekabel, Energieleiter, Drähte, Kabelzubehör und Installationen für die Marktsegmente Infrastruktur, Industrietechnik, Gebäudetechnik und Automotive ab. Hierzu zählen im Wesentlichen:
Die Nexans Deutschland Gruppe ist ein Teilkonzern der französischen Nexans S.A. Gruppe, deren Muttergesellschaft an der französischen Wertpapierbörse notiert ist. Der konsolidierte Abschluss der deutschen Nexans Gruppe umfasst neben der Nexans Deutschland GmbH 6 inländische und 13 ausländische Gesellschaften. Der Geschäftsführung der Nexans Deutschland GmbH obliegt die Leitung des deutschen Teil-Konzerns. Den einzelnen Gesellschaften stehen Geschäftsführer vor, die für die operativen Tätigkeiten verantwortlich sind. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Teil-Konzern erhöhte sich von 12.411 im Geschäftsjahr 2021 auf 13.762 im Geschäftsjahr 2022. Die Erhöhung der Mitarbeiterzahl ist vorwiegend in den ausländischen Gesellschaften zu verzeichnen. Im Bereich Forschung und Entwicklung sind insbesondere die Aktivitäten im Bereich Automotive sowie Entwicklungsaktivitäten im Zusammenhang mit supraleitenden Kabeln hervorzuheben. Dar- über hinaus hat der deutsche Konzern weltweit Zugriff auf die Entwicklungsergebnisse der Gruppe. Der Gesamtbetrag für Aufwendungen für Forschung und Entwicklung erhöhte sich auf 34,2 MEUR (Vorjahr: 30,6 MEUR), vorrangig im Bereich Automotive. Im Rahmen der Umsetzung der Konzernstrategie "Electrify the Future" wurden die Bereiche Industry & Solutions Projects (ISP) und Telecom von dem Mutterunternehmen in separate Gesellschaften ausgegliedert. Bei der Nexans Deutschland GmbH waren davon die Aktivitäten ISP in den Werken Mönchengladbach und Nürnberg sowie aus dem Bereich Telecom der Bereich Advanced Networking Solutions am Standort Mönchengladbach betroffen. Die Aginode Germany GmbH (vormals Nexans Advanced Networking Solutions GmbH) wurde mit Wirkung zum 31.10.2023 an einen Investor veräußert. Die in 2019 begonnenen Restrukturierungsmaßnahmen wurden weitestgehend abgeschlossen bzw. beinhalten im Wesentlichen Nachlaufkosten. Das Geschäftsergebnis wurde wesentlich durch den Verkauf des Werksgeländes in Hannover an einen Investor geprägt. Die in Hannover verbliebenen Tätigkeiten wurden auf dem Werksgelände zunächst in den nunmehr angemieteten Bestandsgebäuden fortgeführt. Im September 2024 wird der Umzug in den angemieteten Neubau auf dem ehemaligen Werksgelände abgeschlossen sein. In Zukunft strebt der Konzern ein ausgeglichenes Ergebnis aus der verbliebenen Geschäftstätigkeit an und wird die ab 2023 budgetierten positiven Konzernergebnisse in den Bereichen Automotive, Industry Solutions Projects sowie Utilities & Operators NPAG erwirtschaften. Langfristig ist weiterhin geplant, Tochtergesellschaften zu veräußern. II. Wirtschaftsbericht 1. Ertragslage Der Umsatz zu aktuellen Metallpreisen belief sich im Jahr 2022 auf 1.060,0 MEUR (Vorjahr: 929,0 MEUR) und ist maßgeblich auf erhöhte Volumina im Bereich Automotive zurückzuführen. Die im Vorjahr geplante Umsatzsteigerung von rund 4 % wurde hierdurch mit 14 % deutlich übertroffen. Der durchschnittliche Wert für Kupfer (LME Cash Settlement) belief sich 2022 auf 8.814,82 USD/ Tonne und lag damit unter dem Vorjahreswert von 9.314,74 USD/Tonne. Der Durchschnittswert für Aluminium (LME Cash Settlement) erhöhte sich auf 2.706,79 USD/Tonne (Vorjahr: 2.475,49 USD/ Tonne). Die Entwicklungen in den einzelnen Bereichen und Segmenten während des Berichtsjahres stellen sich wie folgt dar: Der Umsatz des Bereichs ISP (Industry Solution Projects), Mönchengladbach, lag aufgrund von Produktionsengpässen unter dem Budget und dem Vorjahr. Durch Kostenreduzierungen konnte ein Teil des Volumenrückganges kompensiert werden. Insgesamt lag das EBITDA aber leicht unter dem Budget und Vorjahr. Die Auftragsvorlage ist weiter gestiegen und insgesamt auf einem hohen Niveau. Die Umsätze der ISP (Industry Solution Projects), Nürnberg haben sich insbesondere im Bereich Automatisation deutlich gegenüber dem Budget und dem Vorjahr erhöht. Durch die Volumenerhöhung konnten die erhöhten Rohstoffpreise kompensiert werden, so dass das EBITDA im Rahmen der Budgeterwartung und deutlich über dem Vorjahr lag. Der Bereich G&T (Generation & Transmission) war - wie auch in den Vorjahren - durch die Restabwicklung des Großprojektes Dolwin6 geprägt. Unter Berücksichtigung der "percentage of completion" lag das Betriebsergebnis im Rahmen der Erwartungen. Fehlende Aufträge und Lieferkettenprobleme belasteten den Bereich Superconductor und führten zu einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisrückgang gegenüber dem Budget. Ungeachtet der Belastungen durch die Ukrainekrise lagen die Umsätze der BG Autoelectric deutlich über dem Budget und Vorjahr. Das EBITDA lag aufgrund von Rohstoffpreiserhöhungen und Kostenbelastungen wegen des Aufbaus zweier neuer Fertigungsstätten leicht unter dem Vorjahr und deutlich unter dem Budget. Im Bereich Utilities & Operators NPAG konnten Preiserhöhungen zur Kompensation der Rohstoffpreiserhöhungen durchgesetzt werden. Der Umsatz erhöhte sich damit gegenüber Budget und Vorjahr deutlich. Das EBITDA lag insgesamt auf dem budgetierten Niveau und leicht über dem Vorjahr. Der Anteil des Materialaufwandes am Umsatz und Bestandsveränderungen von fertigen und unfertigen Erzeugnissen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 3,3 % auf 67,9 % und ist im Wesentlichen auf die Rohstoffpreiserhöhungen und eine geringere Aktivierung von fertigen und unfertigen Erzeugnissen als im Vorjahr zurückzuführen. Der Personalaufwand hat sich im Geschäftsjahr 2022 insgesamt um 27,82 MEUR auf 208,8 MEUR erhöht. Neben der deutlich gestiegenen Mitarbeiteranzahl auf durchschnittlich 13.762 Mitarbeiter (Vorjahr: 12.411) haben sich die Löhne und Gehälter aufgrund von Gehaltserhöhungen auf 176,8 MEUR erhöht (Vorjahr: 154,6 MEUR). Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung erhöhten sich um 5,6 MEUR auf 32,0 MEUR (Vorjahr: 26,4 MEUR). Die Abschreibungen haben sich im Geschäftsjahr 2022 um 1,9 MEUR auf 22,9 MEUR erhöht (Vorjahr: 21,0 MEUR). Die Investitionen für Sachanlagen beliefen sich auf 31,7 MEUR (Vorjahr: 32,8 MEUR) und waren im Wesentlichen auf Investitionen bei der BG Autoelectric zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 28,0 MEUR auf 69,1 MEUR (Vorjahr: 41,0 MEUR). Wesentlichen Anteil hat dabei der Verkauf des Grundstückes in Hannover sowie Verkäufe von Maschinen und Anlagen zu einem Veräußerungspreis von insgesamt 67,7 MEUR. Demgegenüber wurden Abgänge aus dem Anlagevermögen in Höhe von 17,7 MEUR berücksichtigt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 6,1 MEUR auf 107,7 MEUR (Vorjahr: 101,6 MEUR). Das Beteiligungsergebnis reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr auf 4,0 MEUR (Vorjahr: 6,9 MEUR). Zinsen und ähnliche Aufwendungen reduzierten sich um 7,0 MEUR auf 11,5 MEUR (Vorjahr: 18,5 MEUR). Der Zinsaufwand für Pensionsverpflichtungen und Verpflichtungen für Jubiläumsrückstellungen reduzierte sich um 6,7 MEUR auf 4,5 MEUR. Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf 56,5 MEUR (Vorjahr: 67,7 MEUR). Der Jahresüberschuss betrug 55,5 MEUR (Vorjahr: Jahresüberschuss von 66,9 MEUR). Die Veränderungen des Ergebnisses aus Währungsumrechnungen beliefen sich auf 1,4 MEUR (Vorjahr: -2,2 MEUR). 2. Finanzlage Die Gesellschaften des Teilkonzerns sind weitgehend in das "Cash Pooling" System der Nexans Gruppe eingebunden. Die Finanzierung erfolgt seit dem Geschäftsjahr 2019 über die Nexans Financial and Trading Services S.A. Zur Deckung des sich aus der Restrukturierung ergebenden zusätzlichen Liquiditätsbedarfes hat die Nexans Deutschland GmbH ein Darlehen mit Rangrücktritt in Höhe von 125 MEUR von der Nexans Financial and Trading Services S.A. erhalten. Es ist geplant, dieses auf Ebene der Nexans Deutschland GmbH mit einem geringeren Darlehensvolumen für die nachfolgenden Geschäftsjahre zu verlängern. Die Liquidität des deutschen Teilkonzerns ist damit gesichert. Zur Reduzierung von Währungsrisiken aus Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie zur Absicherung von NE-Metallen, die auf einem Grundgeschäft basieren, werden Termingeschäfte abgeschlossen. 3. Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 42,4 MEUR auf 575,8 MEUR (Vorjahr: 533,4 MEUR). Das Anlagevermögen belief sich auf 193,4 MEUR und hat sich gegenüber dem Vorjahr um 5,2 MEUR reduziert (Vorjahr: 198,6 MEUR). Das Umlaufvermögen erhöhte sich um 83,2 MEUR auf 370,0 MEUR (Vorjahr: 286,8 MEUR). Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf das erhöhte Geschäftsvolumen zurückzuführen. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf erhöhte Forderungen aus dem Konzernverrechnungskonto aufgrund des Cashpoolings zurückzuführen, welches sich insbesondere aufgrund der erhaltenen Zahlungen für das Grundstück in Hannover erhöhte. Die Guthaben bei Kreditinstituten erhöhten sich um 2,7 MEUR auf 12,8 MEUR. Die Rückstellungen erhöhten sich um 30,1 MEUR auf 276,5 MEUR (Vorjahr: 246,4 MEUR). Während sich die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen auf 161,5 MEUR beliefen und sich nur geringfügig gegenüber dem Vorjahr reduzierten (Vorjahr: 161,7 MEUR), erhöhten sich die sonstigen Rückstellungen um 19,0 MEUR. Reduzierungen bei den Restrukturierungrückstellungen in Höhe von 7,1 MEUR standen erhöhte Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (Anstieg um 14,1 MEUR), Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (Anstieg um 8,6 MEUR), sowie Rückstellungen für Bonifikationen (Anstieg um 1,1 MEUR) gegenüber. Die Steuerrückstellungen beliefen sich auf 12,1 MEUR (Vorjahr: 0,8 MEUR) und resultieren weitgehend aus dem positiven steuerlichen Ergebnis der Nexans Deutschland GmbH. Die Verbindlichkeiten beliefen sich auf 279,0 MEUR (Vorjahr: 284,7 MEUR). Während sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 16,3 MEUR auf 93,5 MEUR erhöhten (Vorjahr: 77,1 MEUR), reduzierten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf 168,8 MEUR (Vorjahr: 195,9 MEUR) aufgrund des reduzierten Finanzierungsbedarfes gegenüber der Nexans Financial and Trading Services S.A. Die Vermögenslage des Konzerns sowie auch die wesentlichen Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung waren nicht von relevanten Wechselkurs- oder Inflationseinflüssen betroffen. Neben dem oben erwähnten Darlehen mit Rangrücktritt bestehen im Konzern keine wesentlichen nicht genutzten Kreditlinien. Die Vermögenslage hat sich insgesamt verbessert. Das Eigenkapital belief sich auf 20,3 MEUR (Vorjahr: nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von 36,6 MEUR). 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren, die zur internen Steuerung der Gesellschaft herangezogen werden, dienen die Entwicklung des EBITDA in Prozent vom Umsatz zu Standard-Metallwerten sowie das OWC (OWC = Operating Working Capital, betriebsnotwendiges Kapital) in Prozent vom Umsatz zu aktuellen Metallwerten basierend auf IFRS-Kennzahlen. Gegenüber dem Vorjahr reduzierte sich das EBITDA um einen Prozentpunkt auf 7,4 %. Der Ertrag aus dem Verkauf des Werksgeländes ist nicht in das EBITDA eingegangen. Das OWC reduzierte sich um 1,1 Prozentpunkte und lag im Geschäftsjahr 2022 bei 9,4 %. Gegenüber der Vorjahresprognose hat sich das EBITDA um 1,8 Prozentpunkte im Wesentlichen aufgrund gestiegener Kostenbelastungen wegen des Aufbaus zweier neuer Fertigungsstätten zur Absicherung der Fertigungsstätten in der Ukraine sowie einer Reduzierung der Deckungsbeiträge bei steigenden Umsätzen im Automotive Bereich. Das OWC verringerte sich gegenüber der Vorjahresplanung um 1,0 Prozentpunkte aufgrund gestiegener erhaltener Anzahlungen bei reduziertem Umsatzvolumen im Bereich G&T. Bei den nichtfinanziellen Leistungsfaktoren liegt ein besonderer Schwerpunkt bei der Vermeidung von Arbeitsunfällen. Auftretende Arbeitsunfälle werden umgehend bewertet und entsprechende Korrekturmaßnahmen eingeleitet. Die Messung erfolgt dabei auf Werksebene. Weitere nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind die Einhaltung des "Nexans Code of Ethics and Business Conduct", zu der jeder Mitarbeiter verpflichtet wird. Zudem wird innerhalb der Nexans Gruppe eine jährliche Compliance-Woche durchgeführt. In dieser sind für einen definierten Mitarbeiterkreis verpflichtende Schulungen zu den Themen Arbeitnehmerbelange, Achtung der Menschenrechte, sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung und Einhaltung der wettbewerbsrechtlichen Vorschriften durchzuführen. Ein weiterer Fokus liegt bei uns auf der Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter. Weitere Leitlinien sind für uns die Chancengleichheit, die Achtung der Menschenrechte und die stete Schulung und Weiterbildung unserer Mitarbeiter. III. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem Die Gesellschaft setzt ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem ein. Das Risikomanagementsystem ist in einer separaten Verfahrensanweisung der Gesellschaft geregelt. In den Rahmenbedingungen wird auf die Risikosensibilisierung, die Kommunikationsstruktur sowie Kompetenzen und Aufgabenbeschreibungen eingegangen. Der Risikomanagementprozess beschreibt die Generierung risikorelevanter Informationen, die Risikoidentifikation und -definition, Frühwarnindikatoren für unternehmensrelevante Risiken, eine Indikatoranalyse, Risikobewertung und Risikoklassifizierung, Risikosteuerung, Risikobeauftragte sowie die Beschreibung der Risiken in den relevanten ad hoc Berichten sowie im Jahresbericht für die französische Börsenaufsicht. Dieser wird an unsere Muttergesellschaft weitergeleitet. Die Rechnungslegungsprozesse werden in einer umfangreichen Dokumentation beschrieben. Neben entsprechenden Kontierungsvorschriften ist der Ablauf der Arbeiten in Prozessbeschreibungen definiert. Der Abschluss wird vom Controlling und der Finanzbuchhaltung parallel erstellt, um mögliche Abweichungen zu identifizieren. Im Rahmen des Kontrollprozesses wird insbesondere auch auf die Einhaltung des Vier-Augen-Prinzips geachtet. Dieses ist in einer separaten Verfahrensanweisung geregelt. Zusätzlich finden durch die Revisionsabteilung der Muttergesellschaft regelmäßige Audits statt. Die sich hieraus ergebenden Verbesserungsmaßnahmen werden von den einzelnen Konzerngesellschaften nachverfolgt und umgesetzt. Zudem wird insbesondere auch auf die Einhaltung der Compliance Regularien geachtet. Hierfür werden verbindliche Schulungen und E-Learnings eingesetzt und definierte Mitarbeitergruppen werden auf die Einhaltung der Regeln schriftlich verpflichtet. IV. Chancen- und Risikobericht Die Anforderungen hinsichtlich des Risikofrüherkennungssystems sind im abgelaufenen Geschäftsjahr durch regelmäßige Informationen des Managements erfüllt worden. Als Bestandteil des Monatsberichtes wurden für sämtliche operativen und zentralen Bereiche spezielle Risikoberichte erstellt, die bei Strategie-, Planungs- und Budgetierungsprozessen Berücksichtigung finden. Für das Geschäftsjahr 2023 wurden die Risiken und Chancen in der Planung berücksichtigt. Chancen Die Restrukturierungsmaßnahmen und Kapazitätsanpassungen werden zu einer Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft beitragen. Hieraus können sich insbesondere bei der Auftragsakquise positive Effekte ergeben. Insbesondere die Schließung des Werkes Hannover führt zu einer deutlichen Reduzierung der Fixkostenbelastung. Die Einbindung der Gesellschaft in den Nexans Konzern und das damit verbundene Netzwerk ermöglichen Zugriff auf Entwicklungsleistungen innerhalb der Gruppe und stellen für die Gesellschaft ein deutliches Chancenpotential dar. Bei einer positiven Entwicklung des Gesamtmarktes ergäben sich hieraus grundsätzlich auch weitere positive Entwicklungsmöglichkeiten. Risiken Die Untersuchungen aufgrund des Verdachtes wettbewerbsbeschränkender Koordinierungen beim Vertrieb von Kabeln und Leitungen aus Kupfer, Aluminium und Blei dauern noch an. Wir sehen aktuell keine Veranlassung für die Bildung von Rückstellungen. Zu den Risiken im Vertriebsbereich zählt hauptsächlich die Verschärfung des Wettbewerbs auf den deutschen und internationalen Märkten, insbesondere bei Energiekabeln und Standardleitungen. Große Kunden im Bereich der Energietechnik sind von den Auswirkungen der Energiewende (Ausstieg aus der Kernenergie) betroffen. Dieser Kundenkreis ist zur Reduzierung von Ausgaben gezwungen, was mittelfristig zu Rückgängen von Investitionen führen kann. Aus der Abwicklung von Großprojekten bestehen insbesondere Risiken bei nicht termingerechter Bereitstellung der Lieferungen und Leistungen aufgrund von vereinbarten Pönalen sowie technische Risiken bei der Produktion neuer Kabeldesigns. Hiervon ist insbesondere der Bereich Generation & Transmission betroffen, wobei der Bereich nach Abschluss der Projekte Dolwin6 und Legden keine Neuprojekte mehr abwickeln wird. Das Projekt Dolwin6 wurde im Geschäftsjahr 2023 abgeschlossen. Der Projektabschluss für das Legden-Projekt ist für 2024 vorgesehen. Weiterhin bestehen große Abhängigkeiten von Vorlieferanten, bei denen es aufgrund der ansteigenden Auftragslage zu Kapazitätsengpässen kommen kann. Eine zunehmende Verschlechterung der konjunkturellen Entwicklung mit entsprechenden Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation unserer Kunden aufgrund der Unsicherheiten an den Finanz- und Realmärkten würde zu einer weiteren Erhöhung der Risiken führen. Insbesondere eine Verknappung der Rohstoffe mit entsprechenden Auswirkungen auf Lieferungen und Preise zählt hierzu. Daraus resultierende negative Auswirkungen auf das Nachfrageverhalten und damit auch auf Umsatz und Ergebnis können nicht abschließend beurteilt werden. Im Umweltbereich bestehen bekannte Risiken auf den Grundstücken des ehemaligen Werkes in Duisburg aufgrund von Bodenbelastungen. Hierfür wurden Rückstellungen bereits in Vorjahren gebildet. Im Hinblick auf die Schließung und Veräußerung des Standortes Hannover wurden im Rahmen der Restrukturierungsrückstellung Kosten für den Abbruch und die Entsorgung von möglichen Altlasten berücksichtigt. Nach dem Verkauf im Geschäftsjahr 2022 wurden die Rückstellungen ertragswirksam aufgelöst, da mit keiner Inanspruchnahme mehr gerechnet wird. Ein erhebliches Risiko stellen die Rohstoffverfügbarkeit und die diesbezügliche Preisentwicklung dar. Das Beschaffungsrisiko betrifft insbesondere Isolier- und Mantelmaterialien für die Kabelfertigung (wie z.B. Polyethylene oder Fluorpolymere) mit teilweiser Abhängigkeit vom Rohölpreis und dessen Beeinflussung durch mögliche weltpolitische Entwicklungen. Ein Preisrisiko besteht zudem in vielen indirekten Bereichen (wie z.B. bei Holz- und Stahlpreisen). Bei einer weiteren Verknappung von Transportkapazitäten ist mit erhöhtem Transportaufwand zu rechnen. Der Konzern ist direkt über die Autoelectric Gruppe vom Ukraine-Krieg mit Produktionsstandorten in der Ukraine betroffen. Durch den Aufbau von Fertigungskapazitäten an anderen Standorten werden diese Fertigungskapazitäten abgesichert. Inwieweit eine Ausweitung des Krieges zu negativen Effekten führt, kann abschließend nicht abgeschätzt werden. Zudem wird der Bereich negativ durch die verhaltenen Aussichten und die Nachfrageschwäche im Automobilsektor beeinflusst. Die aufgrund der Ukrainekrise angestiegenen Energiekosten werden die künftigen Ergebnisse negativ belasten. Es kann nicht sicher abgeschätzt werden, ob diese Kostenerhöhungen zeitnah im Markt weitergegeben werden können. Bei Rohstoffpreisminderungen besteht umgekehrt die Gefahr, dass diese von Wettbewerbern als Rabatte genutzt werden, mit entsprechenden Auswirkungen auf das Geschäft. Beides würde das Ergebnis beeinträchtigen. Die vorstehend genannten Risiken basieren auf dem heutigen Kenntnisstand. Neue Markterkenntnisse und daraus resultierende Veränderungen fließen kontinuierlich in die Bewertung ein. Soweit wirtschaftlich sinnvoll, erfolgt eine Übertragung ausgewählter Risiken auf Versicherungsunternehmen. Im Rahmen der Geschäftstätigkeit Kabelproduktion und -vertrieb bestehen Währungsrisiken und Preisrisiken hinsichtlich Terminierung und Erwerb von Kupfer und Aluminium als Produktionsmaterial sowie hinsichtlich des anschließenden Verkaufs in den Endprodukten. Da Preisrisiken nicht vollständig an den Markt weitergegeben werden können, verbleibt ein Restrisiko im Unternehmen. Zu dessen Begrenzung werden Termingeschäfte abgeschlossen. Der Abschluss der Verträge erfolgt ausschließlich auf der Basis vorhandener Aufträge bzw. durch konkrete Planungen unterlegter Geschäfte. Zur Reduzierung von Währungsrisiken aus Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Sämtliche Geschäfte dieser Art sind in sich geschlossen. Im Hinblick auf ein striktes Risikomanagement werden Derivate nur zur Reduzierung von Risiken in Verbindung mit dem operativen Geschäft abgeschlossen. V. Prognosebericht Der Teilkonzern hat im Geschäftsjahr 2023 - basierend auf standardisierten Kupfer- und Aluminiumwerten - auf Basis der IFRS-Zahlen eine Umsatzsteigerung von 12,4 % gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Diese ist im Wesentlichen auf Volumensteigerungen im Bereich Automotive zurückzuführen. Im laufenden Geschäftsjahr sehen wir in diesem Bereich eine merkliche Abkühlung. Die budgetierten Umsätze erscheinen vor diesem Hintergrund als zu optimistisch und werden voraussichtlich nicht erreicht. Erwartungsgemäß reduzierten sich die Umsätze bei der Muttergesellschaft aufgrund der Werkschließung in Hannover. Der Umsatz nach HGB wird sich wegen der Abrechnung des Dolwin6 Projektes deutlich erhöhen. Das EBITDA hat sich gegenüber 2022 um 0,7 Prozentpunkte bei gleichzeitiger absoluter Verbesserung des Ergebnisses des Bereiches Automotive reduziert. Demgegenüber hat sich das OWC aufgrund von Projektabrechnungen und damit der Verrechnung von erhaltenen Anzahlungen im Bereich G&T um 1,4 Prozentpunkte erhöht. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet der Teilkonzern weiter steigende Umsatzvolumen und eine deutliche Erhöhung des EBITDA um über 2 %. Das OWC wird sich auf dem Niveau des Vorjahres bewegen. Inwieweit diese Erwartungen vor dem Hintergrund der Nachfrageschwächen insbesondere im Automotivsektor realisierbar sind, kann nicht abschließend abgeschätzt werden. Die im Rahmen des Projektes "Electrify the Future" geplanten Verkäufe von Tochtergesellschaften, die nicht zum Kerngeschäft der Nexans Gruppe gehören, werden vom Konzern weiterverfolgt. V. Versicherung der gesetzlichen Vertreter Wir versichern nach bestem Wissen, dass der Abschluss gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt, im Lagebericht sowohl der Geschäftsverlauf - einschließlich des Geschäftsergebnisses - als auch die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein der tatsächlichen Situation entsprechendes Bild wiedergegeben wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft korrekt beschrieben sind.
Hannover, den 30. September 2024 Die Geschäftsführung gez. Christian Sperling gez. Georg Poensgen Erklärung über die Festlegung gemäß § 289f Abs. 4 S. 1 HGB über Zielgrößen für den Frauenanteil und Fristen für deren Erreichung Ein Fokus unserer Personalstrategie ist es, qualifizierte Frauen zu gewinnen und zu fördern. Der Gesellschafter hat am 21. Dezember 2021 für die Geschäftsführung eine Zielgröße von null Frauen und für den Aufsichtsrat von einer Frau (bei einer Besetzung des Aufsichtsrats mit 6 Mitgliedern), beides mit Umsetzungsfrist bis zum 31. Dezember 2026, beschlossen. Mit Wirkung zum 14. Oktober 2022 wurde Frau Maria Lorente Fraguas in den Aufsichtsrat bestellt. Damit ist die festgelegte Zielgröße für den Aufsichtsrat erreicht. Mit Wirkung zum 15. Juli 2023 wurde Frau Julie Audat in den Aufsichtsrat bestellt. Die Geschäftsführung hat bis zum Ende des Jahres 2025 für die erste Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung eine Zielgröße von einer Frau und für die zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung eine Zielgröße von zwei Frauen festgelegt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Nexans Deutschland GmbH, Hannover Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Nexans Deutschland GmbH, Hannover, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzern- Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Nexans Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die in einem gesonderten Abschnitt des Konzernlageberichts enthaltene Versicherung der gesetzlichen Vertreter sowie die in einer Anlage zum Konzernlagebericht enthaltene Erklärung über die Festlegungen gemäß § 289f Abs. 4 S. 1 HGB über Zielgrößen für den Frauenanteil und Fristen für deren Erreichung haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß §322 Abs.3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir hierzu weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen:
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 30. September 2024 Forvis
Mazars GmbH & Co. KG
gez. Pierre Zapp, Wirtschaftsprüfer gez. Regine Hoffmann, Wirtschaftsprüferin HRB 60648Billigung des Konzernabschlusses Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 der Nexans Deutschland GmbH wurde in der Gesellschafterversammlung vom 8. November 2024 gebilligt. |
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