Beiten Burkhardt Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Ganghoferstraße 33, 80339 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 155350
Eingetragen
21.12.2004
Branche
Rechtsanwaltskanzleien und NotariatePatentanwaltskanzleienBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Für eine Rechtsanwaltsgesellschaft gesetzlich und berufsrechtlich zulässigen Tätigkeiten. Tätigkeiten, die mit dem Beruf eines Rechtsanwalts nicht vereinbar sind, insbesondere gewerbliche Tätigketien wie z.B. Handels- und Bankgeschäfte, sind ausgeschlossen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Uwe Wellmann
seit 11.12.2024
Geschäftsführer
Barbara Dr. Mayer
seit 13.5.2024
Geschäftsführer
Martin Josef Fink
seit 13.5.2024
Geschäftsführer
Heinrich Georg Meyer
seit 13.5.2024
Geschäftsführer
Martin Dr. Rappert
seit 9.1.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Stefan Eckert
seit 12.7.2005
Prokura
Guido Dr. Krüger
seit 21.12.2004
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Beiten Burkhardt GbR
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Beiten Burkhardt GbR
Germany
1000000
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Beiten Burkhardt Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

ALLGEMEINE ANGABEN

Der Jahresabschluss der Beiten Burkhardt Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht München unter HRB 155350, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Sitz der Gesellschaft ist München.

Die Gesellschaft unterhielt im Geschäftsjahr neben den deutschen Büros Betriebsstätten in Brüssel, Moskau und Beijing, deren Jahresverkehrszahlen sowie Aktiva und Passiva in die entsprechenden Bilanz- und GuV-Positionen der Gesellschaft miteinbezogen werden.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird unverändert das Gesamtkostenverfahren angewandt. Zur besseren Darstellung in der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das gesetzliche Gliederungsschema um die Posten "In Arbeit befindlichen Aufträge" und "Vergütung für Genussrechtskapital" ergänzt.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgten nach den Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear abgeschrieben. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden über drei bis fünf Jahre abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauern betragen zwischen drei und 15 Jahren.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit erforderlich, wird der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere beizulegende Wert angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden bei Finanzanlagen außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die in Arbeit befindlichen Aufträge werden zu Herstellungskosten unter Einbeziehung anteiliger Gemeinkosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Personalkosten. Notwendige Wertberichtigungen werden vorgenommen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Pauschalwertberichtigung für das allgemeine Ausfallrisiko erfolgt mit 1 % des Nettobetrages der zum Bilanzstichtag offenen und nicht einzelwertberichtigten Forderungen. Forderungen, die älter als zwölf Monate sind, werden zu 100 % wertberichtigt. Forderungen, die älter als sechs Monate sind, werden zu 50 % wertberichtigt.

Liquide Mittel sind mit dem Nominalwert bewertet.

Soweit der Jahresabschluss Posten enthält, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten, wurde die folgende Grundlage zur Fremdwährungsumrechnung angewendet. Vermögensgegenstände und Schulden werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt unter Beachtung des Imparitätsprinzips, sodass zum Abschlussstichtag bestehende Kursverluste aufwandswirksam berücksichtigt werden, Kursgewinne aber nicht.

Von der Möglichkeit, einen aktiven Posten für latente Steuern zu bilden, wurde nicht Gebrauch gemacht. Die aktiven latenten Steuern beruhen auf Differenzen zwischen den Werten in der Handels- und Steuerbilanz zu den Pensionsrückstellungen und Rückstellungen für betriebliche Risiken. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz (in % Jahresergebnis vor Steuern) in Höhe von 32,8 %.

Für die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen gelten die folgenden Bewertungsgrundsätze:

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, für die keine Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen worden sind, werden nach dem versicherungsmathematischen Teilwertverfahren bewertet. Der Rückstellungsbetrag ist unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschafts- bzw. Rentenentwicklung sowie von Fluktuationswahrscheinlichkeiten ermittelt worden (Rententrend 2,5 % p. a., Zinssatz 1,82 % p. a.). Der Zinssatz entspricht dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser wird gemäß der RückAbzinsVO von der Deutschen Bundesbank ermittelt und monatlich bekannt gegeben. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck verwendet. Die Rückstellungen decken alle vertraglich zugesicherten Versorgungsleistungen ab.

Bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, für die Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen worden sind, die an die Pensionsberechtigten verpfändet worden sind, kommen je nach Art der Zusage die folgenden Bewertungsmethoden zur Anwendung:

Bei den bilanziell wie wertpapiergebundene Versorgungszusagen zu behandelnden Zusagen (Altersversorgungszusagen, deren Höhe sich ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsanspruchs bestimmt) werden die Pensionsrückstellungen gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert dieser Wertpapiere angesetzt.

Bei den anderen Zusagen kommt die PUC-Methode zur Anwendung. Der Rückstellungsbetrag ist unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschafts- bzw. Rentenentwicklung sowie von Fluktuationswahrscheinlichkeiten ermittelt worden (Zinssatz 1,82 % p. a.). Dieser Zinssatz entspricht dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser wird gemäß der RückAbzinsVO von der Deutschen Bundesbank ermittelt und monatlich bekannt gegeben. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck verwendet. Die Rückstellungen decken alle vertraglich zugesicherten Versorgungsleistungen ab.

Die Rückdeckungsversicherungen, die an die Pensionsberechtigten verpfändet worden sind, werden als Deckungsvermögen gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den betreffenden Altersversorgungsverpflichtungen verrechnet. Verbleibt nach der Saldierung ein aktivischer Überhang, wird dieser als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in der Bilanz angesetzt.

Die übrigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in angemessener Höhe ab. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden soweit notwendig bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags entsprechend berücksichtigt. Langfristige Rückstellungen wurden mit den von der Deutschen Bundesbank ermittelten Abzinsungssätzen gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Die Erfolgswirkungen einer Änderung des Abzinsungssatzes sind im Finanzergebnis erfasst.

Die Verbindlichkeiten werden zu Erfüllungsbeträgen angesetzt. Schulden wurden zum Ausgleich gegenläufiger Wertänderungen gemäß § 254 HGB mit Finanzinstrumenten zusammengefasst (Bewertungseinheit). In dem Umfang und für den Zeitraum, in dem die gegenläufigen Zahlungsströme sich ausgleichen, wurden die §§ 249 Abs. 1, 252 Abs. 1 Nr. 3 und 4, 253 Abs. 1 Satz 1 und 256a HGB nicht angewendet. Es wurden folgende Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet:

Die Höhe der mit den Mikrohedge Bewertungseinheiten abgesicherten Risiken beträgt TEUR 439. Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung ist durch die Identität aller wesentlichen Bewertungsparameter und Sicherungsgeschäfte sichergestellt. Jedes Einzelgeschäft ist durch ein zeit- und volumengleiches Gegengeschäft abgesichert. Die bilanzielle Abbildung aller erwähnten Bewertungseinheiten erfolgt nach der Einfrierungsmethode.

Mit Laufzeitbeginn 30. Juni 2017 wurde eine Bewertungseinheit in Höhe von insgesamt TEUR 7.500 gebildet. Diese sichert ein Darlehen in gleichlautender Höhe ab und hat ein Enddatum vom 30. Juni 2024.

Risiko Grundgeschäft Sicherungs-Instrument Art der Bewertungseinheit prospektive Effektivität
Variable Art Art Betrag Risiko Betrag
Zins kontrahierter Zahlungsstrom variabel verzinsliches Darlehen 7,5 Mio. EUR Swap 7,5 Mio. EUR Mikrohedge Volumenkongruenz

Mit Laufzeitbeginn 2. Januar 2018 wurde eine weitere Bewertungseinheit in Höhe von insgesamt TEUR 10.000 gebildet. Diese sichert ein Darlehen in gleichlautender Höhe ab und hat ein Enddatum vom 28. Juni 2024.

Risiko Grundgeschäft Sicherungs-Instrument Art der Bewertungseinheit prospektive Effektivität
Variable Art Art Betrag Risiko Betrag
Zins kontrahierter Zahlungsstrom variabel verzinsliches Darlehen 10 Mio. EUR Swap 10 Mio. EUR Mikrohedge Volumenkongruenz

Mit Laufzeitbeginn 15. Oktober 2018 wurde eine weitere Bewertungseinheit in Höhe von insgesamt TEUR 2.500 gebildet. Diese sichert ein Darlehen in gleichlautender Höhe ab und hat ein Enddatum vom 30. Juni 2024.

Risiko Grundgeschäft Sicherungs-Instrument Art der Bewertungseinheit prospektive Effektivität
Variable Art Art Betrag Risiko Betrag
Zins kontrahierter Zahlungsstrom variabel verzinsliches Darlehen 2,5 Mio. EUR Swap 2,5 Mio. EUR Mikrohedge Volumenkongruenz

ANGABEN ZUR BILANZ

Aktiva

Die Veränderungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sind in der Aufstellung "Entwicklung des Anlagevermögens" dargestellt. Als Anschaffungskosten sind die historischen Werte angesetzt.

Die Geschäftsausstattung umfasst hauptsächlich Büromöbel, Umbauten in gemieteten Räumen, EDV-Geräte, Kraftfahrzeuge und sonstige Geschäftsausstattung.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bilanziert.

Bezeichnung Anteil Sitz EK G/V Jahr
EUR EUR
ConsulTrust Treuhandgesellschaft mbH 100 % München 107.767,66 -1.027,23 2023
Beiten Burkhardt Services GmbH 100 % München 132.742,86 20.210,15 2023
Beiten Burkhardt Treuhandgesellschaft mbH 100 % München 77.332,53 6.933,01 2023

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 328 (Vorjahr: TEUR 314) aus sonstigen Vermögensgegenständen und haben eine Restlaufzeit größer 1 Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen ist, wie im Vorjahr, ein Anspruch gegen die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin und Frankfurt a. M., aus der Freistellung von Pensionsverpflichtungen gegenüber anspruchsberechtigten Mitarbeitern in Höhe von TEUR 130 enthalten. Weiterhin werden bei den sonstigen Vermögensgegenständen im Wesentlichen Körperschaft- und Gewerbesteuerrückforderungen ausgewiesen.

Passiva

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert TEUR 511 (DM: 1.000.000) und ist in voller Höhe eingezahlt.

Im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist wie im Vorjahr eine Kapitalrücklage in Höhe von insgesamt TEUR 9.480 ausgewiesen.

Die Gewinnrücklage beträgt TEUR 0 (Vorjahr TEUR 117).

Zum 31. Dezember 2023 bestehen Genussrechte in Höhe von TEUR 2.850 (Vorjahr TEUR 2.800).

Im Geschäftsjahr kam es bei den Genussrechten zu drei Kündigungen in Höhe von TEUR 150 und in Höhe von TEUR 300 zu sechs Neuzeichnungen. Aufgrund der Erfüllung der Kriterien der Nachrangigkeit, der Verlustteilnahme bis zur vollen Höhe, der Erfolgsabhängigkeit der Vergütung und der Längerfristigkeit der Kapitalüberlassung wurde das Genussrechtskapital entsprechend HFA 1/1994 unmittelbar in das Eigenkapital eingestellt. Sämtliche Genussrechte wurden von Partnern gezeichnet. Ordentliche Kündigungen der Genussrechte können nur wie folgt vorgenommen werden:

TEUR 50 nicht vor dem 31. Dezember 2024

TEUR 250 nicht vor dem 31. Dezember 2025

TEUR 100 nicht vor dem 31. Dezember 2026

TEUR 50 nicht vor dem 31. Dezember 2027

TEUR 300 nicht vor dem 31. Dezember 2028

Zu den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen:

Der Unterschiedsbetrag im Sinne des § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt insgesamt TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 85) und ist in dieser Höhe ausschüttungsgesperrt.

Hinsichtlich der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, für die Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen worden sind, die an die Pensionsberechtigten verpfändet worden sind, ist festzuhalten:

Das Deckungsvermögen bestehend aus den verpfändeten Rückdeckungsversicherungen beträgt TEUR 824 (Anschaffungskosten und beizulegender Zeitwert). Der Erfüllungsbetrag der Altersversorgungsverpflichtungen beträgt TEUR 814. Der nach der Verrechnung verbleibende aktive Überhang in Höhe von TEUR 10 wird als Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung in der Bilanz ausgewiesen. Die Erträge aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 24) wurden mit Zinsen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 43) nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Der sich daraus ergebende Saldo in Höhe von TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 19) wird unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Die Steuerrückstellungen betreffen im Wesentlichen mögliche Körperschaftsteuer- sowie Gewerbesteuernachzahlungen für kommende Betriebsprüfung sowie die Rückstellungen die Gewerbesteuer für das Geschäftsjahr 2023.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Rückstellungen für Boni und Tantieme. Zudem werden unter anderem Verpflichtungen im Personalbereich und Berufsgenossenschaftsbeiträge sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen abgebildet. Des Weiteren beinhalten sie Verpflichtungen aus Mietverträgen und Jahresabschlusskosten sowie für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren aus einem endfälligen Darlehen gegenüber der BW Bank in Höhe von TEUR 7.500 mit einer Laufzeit bis 30. Juni 2024. Zudem besteht ein endfälliges Darlehen gegenüber der Commerzbank in Höhe von TEUR 10.000; dieses hat eine Laufzeit bis zum 31. Mai 2027. Im Geschäftsjahr 2018 wurde ein Darlehen in Höhe von TEUR 2.500 mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2024 aufgenommen. Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein weiteres Darlehen in Höhe von 5 Mio. EUR mit Laufzeit bis 31. Mai 2027 abgerufen. Alle Darlehen sind ungesichert. Zudem sind kurzfristige Zinsverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 384 enthalten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern.

Es bestehen, wie im Vorjahr, keine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bzw. sonstige Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die auf dem Gebiet der Rechtsberatung erzielten Umsatzerlöse betragen TEUR 103.068.

Die deutschen Büros und die Betriebsstätten in Brüssel, Moskau und Beijing erwirtschafteten mit deutschen Mandanten einen Umsatz von TEUR 85.826, mit Mandanten aus EU-Ländern einen Umsatz von TEUR 7.284 und mit Mandanten aus Drittländern einen Umsatz von TEUR 9.958.

SONSTIGE ANGABEN

Aufgliederung der durchschnittlichen Arbeitnehmerzahl nach Gruppen:

2023 2022
Fachliche Mitarbeiter einschließlich Rechtsanwälte 289 * 277 *
Verwaltung 251 252
gesamt: 540 529

* darin enthalten sind 10 (Vorjahr 10) Mitglieder der Geschäftsführung

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr betragen TEUR 3.596. Im Vorjahr betrugen die Gesamtbezüge TEUR 3.466.

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Geschäftsführern sind TEUR 1.222 zurückgestellt.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen über insgesamt TEUR 50.415 setzen sich wie folgt zusammen:

Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen: TEUR
Fälligkeit bis zu einem Jahr 10.167
Fälligkeit über einem und bis zu fünf Jahren 32.311
Fälligkeit über fünf Jahre 7.937

Für das Geschäftsjahr 2023 wurde vom Abschlussprüfer ein Gesamthonorar in Höhe von TEUR 47 berechnet. Diese entfallen in voller Höhe auf Abschlussprüfungsleistungen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung im Sinne des § 285 Nr. 33 HGB, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 eingetreten sind und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt wurden, sind nicht bekannt.

Organe

Geschäftsführer der Gesellschaft:

 

RA Dr. Thomas Drosdeck (bis 31. August 2023)

 

RA Dr. Guido Krüger

 

RA Georg Philipp Cotta (bis 19. September 2023)

 

RA Dr. Detlef Koch

 

RA Frank Dieter Opree

 

RA Prof. Dr. Hans-Josef Vogel

 

RA Oliver Schwarz (bis 30. Januar 2024)

 

RA Dr. Jan Heinrich Barth

 

RA Dr. Martin Rappert (seit 18. Dezember 2023)

 

RA Dr. Thomas Barthel (seit 22. Dezember 2023)

 

RA Dr. Christian Ulrich Wolf

 

München, den 31. März 2024

Die Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchung Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.365.026,21 0,00 428.056,15 0,00 936.970,06
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 355.608,75 0,00 20.008,32 0,00 335.600,43
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.986.366,67 545.384,45 2.932.540,38 25.016,82 10.624.227,56
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 35.775,99 0,00 0,00 -25.016,82 10.759,17
13.377.751,41 545.384,45 2.952.548,70 0,00 10.970.587,16
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 151.000,00 0,00 0,00 765,00 151.765,00
14.893.777,62 545.384,45 3.380.604,85 765,00 12.059.322,22
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.333.444,21 13.824,00 428.022,15 919.246,06
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 337.444,75 10.990,00 20.004,32 328.430,43
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.816.800,67 594.213,27 2.932.124,38 8.478.889,56
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
11.154.245,42 605.203,27 2.952.128,70 8.807.319,99
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
12.487.689,63 619.027,27 3.380.150,85 9.726.566,05
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.724,00 31.582,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 7.170,00 18.164,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.145.338,00 2.169.566,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.759,17 35.775,99
2.163.267,17 2.223.505,99
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 151.765,00 151.000,00
2.332.756,17 2.406.087,99

Bilanz

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.724,00 31.582,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 7.170,00 18.164,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.145.338,00 2.169.566,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.759,17 35.775,99
2.163.267,17 2.223.505,99
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 151.765,00 151.000,00
151.765,00 151.000,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. In Arbeit befindliche Aufträge 1.951.190,92 1.780.801,81
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 147.719,00
1.951.190,92 1.928.520,81
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 30.733.385,85 28.471.752,30
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 328.302,98 313.864,09
3. Sonstige Vermögensgegenstände 3.021.448,71 4.068.789,40
34.083.137,54 32.854.405,79
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 15.729.826,85 14.216.325,40
C. Rechnungsabgrenzungsposten 801.742,80 874.330,21
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 10.046,47 0,00
54.908.700,75 52.279.670,20
E. Treuhänderisch übernommene Vermögenswerte 3.742.701,59 7.500.857,99

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 511.291,88 511.291,88
II. Kapitalrücklage 9.479.698,77 9.479.698,77
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 150,14 116.734,21
IV. Gewinnvortrag 0,00 281.974,54
V. Jahresüberschuss 0,00 1.114.027,58
VI. Bilanzgewinn 709.891,60 0,00
VII. Genussrechtskapital 2.850.000,00 2.800.000,00
13.551.032,39 14.303.726,98
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.221.961,00 1.251.109,72
2. Steuerrückstellungen 1.250.576,50 963.660,00
3. Sonstige Rückstellungen 7.061.068,82 7.653.455,55
9.533.606,32 9.868.225,27
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 10.383.699,49 (Vorjahr: EUR 81.026,62)
davon mit einer Restlaufzeit über einem Jahr EUR 15.000.000,00 (Vorjahr: EUR 20.000.000,00) 25.383.699,49 20.081.026,62
2. Erhaltene Anzahlungen
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 162.187,00 (Vorjahr: EUR 146.558,00) 162.187,00 146.558,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.355.975,07 (Vorjahr: EUR 3.187.497,31) 1.355.975,07 3.187.497,31
4. Sonstige Verbindlichkeiten
davon aus Steuern EUR 3.981.082,79 (Vorjahr: EUR 3.418.079,16)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 3.764,87 (Vorjahr: EUR 17.936,89)
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 4.914.155,85 (Vorjahr: EUR 4.692.636,02)
4.922.200,48 4.692.636,02
31.824.062,04 28.107.717,95
54.908.700,75 52.279.670,20
D. Treuhandverbindlichkeiten 3.742.701,59 7.500.857,99

Gewinn- und Verlustrechnung

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 103.081.054,79 97.779.382,41
2. Erhöhung des Bestands an in Arbeit befindlichen Aufträgen 170.389,11 91.561,42
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.327.530,64 2.286.508,88
davon aus der Währungsumrechnung EUR 61.822,46 (Vorjahr: EUR 314.667,12)
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.210.690,14 2.847.284,96
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 65.398.529,71 63.021.516,47
b) Soziale Abgaben 7.935.966,49 7.542.956,96
davon für Altersversorgung EUR 2.050.331,26 (Vorjahr: EUR 1.969.647,92)
73.334.496,20 70.564.473,43
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 619.027,27 791.892,56
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 26.003.869,65 23.423.532,47
davon aus der Währungsumrechnung EUR 153.395,48 (Vorjahr: EUR 206.780,73)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.989,26 -31.804,88
davon von verbundenen Unternehmen EUR 5.591,67 (Vorjahr: EUR 4.198,50)
davon aus negativen Zinsen EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 52.870,70)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 598.015,66 459.498,25
davon aus der Aufzinsung EUR 21.464,81 (Vorjahr: EUR 19.068,00)
10. Vergütung für Genussrechtskapital 146.611,11 143.576,22
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 964.966,38 757.217,88
12. Ergebnis nach Steuern 708.287,39 1.138.172,06
13. Sonstige Steuern 22.142,39 24.144,48
14. Jahresüberschuss 686.145,00 1.114.027,58
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.396.002,12 0,00
16. Ausschüttung 1.299.710,37 0,00
17. Vorabausschüttung 72.545,15 0,00
18. Bilanzgewinn 709.891,60 0,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

1. Rahmenbedingungen

ADVANT Beiten steht für die Kombination aus traditionell geprägter Dauerberatung und regelmäßiger Gewinnung neuer Mandanten im Projektgeschäft. Als traditionell in der Beratung des gehobenen Mittelstands verankert, werden aber ebenso Konzerne beraten, wie auch die öffentliche Hand. Insbesondere die interdisziplinäre Verbindung von juristischen, betriebswirtschaftlichen und steuerlichen Fachkenntnissen zu einem wirtschaftlich orientierten, ganzheitlichen Ansatz zur Beratung aus einer Hand wird mandantenseitig nachgefragt.

Durch interne Partnerernennungen und das Rekrutieren verschiedener Quereinsteiger folgt ADVANT Beiten ihrer Strategie des gezielten Wachstums in ausgewählten Bereichen und trägt durch einen starken Branchen-/Industriefokus der steigenden Nachfrage nach hoch qualifizierter Rechtsberatung in den für die Mandanten wichtigen Gebieten Rechnung.

ADVANT Beiten ist die deutsche Mitgliedskanzlei von ADVANT, einer europäischen Allianz unabhängiger Wirtschaftskanzleien.

2. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren.

Corona-, Gas- und Konjunkturkrise zum Trotz wächst der deutsche Kanzleimarkt weiterhin kräftig, und das seit mittlerweile 13 Jahren in Folge: Die 100 umsatzstärksten Wirtschaftskanzleien in Deutschland haben im vergangenen Geschäftsjahr ihren Umsatz insgesamt um 6,8 Prozent gesteigert. Auch der Umsatz pro Anwältin und Anwalt wächst: Mittlerweile übertreffen ein Dutzend Kanzleien hier den Wert von einer Million Euro. Zusammen kamen die JUVE 100, die Gruppe der 100 umsatzstärksten Kanzleien, auf einen Umsatz von gut 8,9 Milliarden Euro. Sorgen macht vielen Managing Partnern trotz dieser guten Zahlen dabei der nachlassende Schwung bei der Produktivität. Denn der durchschnittliche Umsatz pro Berufsträger (UBT), ein Indikator hierfür, kletterte nur moderat um 1,1 Prozent auf rund 598.000 Euro.

Auch personell wächst der Kanzleimarkt. Nur zwei der zehn Umsatzstärksten haben ihren Personalstand leicht reduziert. In der Summe wuchsen die Teams der JUVE 100 um 5,5 Prozent auf fast 15.000 Anwältinnen und Anwälte.

3. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Im Geschäftsjahr haben sich die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 % bzw. um TEUR 5.302 erhöht. Das Jahresergebnis liegt allerdings mit TEUR 686 im Geschäftsjahr unter dem des Vorjahreswerts (Vorjahr TEUR 1.114). Die Erhöhung der Umsatzerlöse zum Vorjahr erklärt sich u.a. auch dadurch, dass der neu eröffnete Standort Freiburg sich ausgesprochen positiv entwickelt hat und auch dadurch, dass das Großmandat Volkswagen (VW) welches in den Jahren 2018 und 2019 zu einem überproportionalen Wachstum beigetragen hatte, VW seitig mit Wirkung zum 1. Januar 2020 umgestellt wurde. Sämtliche Verfahren, welche nach dem 1. Januar 2020 rechtshängig wurden, sind seit dem Geschäftsjahr 2021 nicht mehr auf Stundensatzbasis, sondern nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz abzurechnen. Die bis dahin rechtshängigen Verfahren werden nach dem bisherigen Vergütungsmodell mit VW abgewickelt. Dieser Effekt führte im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2023 auch und gerade vor dem Hintergrund der diversen zwischenzeitlich ergangenen Entscheidungen des EuGH bzw. deutscher Obergerichte zu einer erhöhten Abwicklung der sich nunmehr herausgebildeten Rechtsauffassung. Ein weiterer Effekt hinsichtlich der Umsatzentwicklungen im Geschäftsjahr 2023 ist in dem Ausscheiden von vier Equity Partnern zum 30. September 2023 und im Eintritt weiterer Seiteneinsteiger zu sehen. Es zeichnet sich zudem ab, dass eine bundesweit ergriffene Initiative zur Überprüfung des Pricings - mithin zur Stundensatzhöhe - zu einem deutlichen Anstieg des durchschnittlichen Stundensatzes im Jahr 2023 geführt hat. In Anbetracht der konjunkturellen Entwicklung und der Marktgegebenheiten ist die Geschäftsführung mit dem Geschäftsverlauf 2023 zufrieden. Die erwarteten Umsatz- und Ergebnisziele konnten im Wesentlichen erreicht werden.

3.1. Ertragslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 konnten Umsatzerlöse, die für uns als Leistungsindikator zur internen Unternehmenssteuerung herangezogen werden, in Höhe von TEUR 103.081 (Vorjahr TEUR 97.779) erzielt werden. Die in 2022 für 2023 getroffenen Annahmen zu den Umsatzerlösen wurden erreicht.

Die durchschnittliche Anzahl der fachlichen Mitarbeiter, einschließlich Rechtsanwälte, ist um 12 gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der Umsatz pro Berufsträger liegt auf dem Vorjahresniveau.

Die Personalaufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.770 bzw. 3,9 % erhöht. Dieser Anstieg ist insbesondere auf eine Erhöhung der Aufwendungen für erfolgsabhängige Vergütungen und auf die Erhöhung der Arbeitnehmer im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich deutlich um TEUR 2.580 auf TEUR 26.004 erhöht. Charakteristisch für den Anstieg sind mitunter die gestiegenen Raumkosten insbesondere aufgrund des neuen Standorts in Freiburg. Weiterhin wurde in den Ausbau der IT-Infrastruktur sowie moderne EDV-Lösungen investiert.

Die Erträge aus Wechselkursveränderungen, die aus der laufenden Bewertung von Fremdwährungspositionen resultieren, haben im Jahr 2023 TEUR 62 (Vorjahr TEUR 315) betragen. Dem stehen entsprechende Aufwendungen in Höhe von TEUR 153 (Vorjahr TEUR 207) gegenüber.

Das Ergebnis nach Steuern ohne Berücksichtigung des Finanzergebnisses beträgt TEUR 1.446 (Vorjahr TEUR 1.773). Insgesamt ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 686 (Vorjahr TEUR 1.114).

3.2. Vermögenslage

Vermögen:

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
VERMÖGEN
Langfristig gebundenes Vermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 18 0,0 32 0,1 -14 -43,8
Sachanlagen 2.163 3,9 2.224 4,2 -61 -2,7
Finanzanlagen 152 0,3 151 0,3 1 0,5
2.333 4,2 2.407 4,6 -74 -3,1
Kurzfristig gebundenes Vermögen
In Arbeit befindliche Aufträge und geleistete Anzahlungen 1.951 3,6 1.929 3,7 23 1,2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 30.733 55,9 28.472 54,4 2.261 7,9
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 328 0,6 314 0,6 15 4,7
Übrige Vermögensgegenstände und andere Aktiva 3.833 7,0 4.943 9,5 -1.110 -22,4
Flüssige Mittel 15.730 28,6 14.216 27,2 1.514 10,6
52.576 95,7 49.873 95,4 2.703 5,4
Gesamtvermögen 54.909 100,0 52.280 100,0 2.629 5,0

Langfristig gebundenes Vermögen:

Das langfristig gebundene Vermögen hat sich im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 74 auf TEUR 2.333 verringert. In diesem Geschäftsjahr übersteigen die Abschreibungen die getätigten Investitionen. Investitionen erfolgten im Geschäftsjahr 2023 insbesondere in die Büroausstattung.

Kurzfristig gebundenes Vermögen:

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 30.733 (Vorjahr TEUR 28.472). Die in Arbeit befindlichen Aufträge und die geleisteten Anzahlungen sind leicht von TEUR 1.929 auf TEUR 1.951 gestiegen.

Die flüssigen Mittel betragen zum Bilanzstichtag TEUR 15.730 (Vorjahr TEUR 14.216).

Kapital:

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
KAPITAL
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 511 0,9 511 1,0 0 0,0
Rücklagen 9.480 17,3 9.596 18,4 -116 -1,2
Gewinnvortrag 0 0,0 282 0,5 -282 -100,0
Jahresüberschuss 0 0,0 1.114 2,1 -1.114 -100,0
Bilanzgewinn 710 1,3 0 0,0 710 100,0
Genussrechtskapital 2.850 5,2 2.800 5,4 50 1,8
13.551 24,7 14.303 27,4 - 752 -5,3
Mittel- und langfristiges Fremdkapital
Pensionsrückstellungen 1.222 2,2 1.251 2,4 -29 -2,3
Steuerrückstellungen 800 1,5 800 1,5 0 0,0
Sonstige Rückstellungen 1.377 2,5 1.377 2,6 0 0,0
Bankverbindlichkeiten 15.000 27,4 20.000 38,3 -5.000 -25,0
18.399 33,6 23.428 44,8 - 5.029 -21,5
Kurzfristiges Fremdkapital
Steuerrückstellungen 451 0,8 164 0,3 287 175,7
Sonstige Rückstellungen 5.684 10,4 6.276 12,0 -592 -9,4
Bankverbindlichkeiten 10.384 18,9 81 0,1 10.303 12.719,8
Erhaltene Anzahlungen 162 0,3 147 0,3 16 10,6
Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten 1.356 2,5 3.187 6,1 -1.831 -57,5
Sonstige Verbindlichkeiten 4.922 9,0 4.693 9,0 230 4,9
22.959 41,9 14.547 27,8 8.412 57,8
Gesamtkapital 54.909 100,0 52.279 100,0 2.630 5,0

Eigenkapital:

Mit einem Jahresüberschuss von TEUR 686 beträgt die Eigenkapitalquote 24,7 % (Vorjahr 27,3 %). Die Eigenkapitalrentabilität (Jahresüberschuss im Verhältnis zum Eigenkapital des Geschäftsjahres) beträgt 5,1 % (Vorjahr 7,8 %).

Mittel- und langfristiges Fremdkapital:

Das mittel- und langfristige Fremdkapital bewegt sich mit TEUR 18.399 unter Vorjahresniveau (Vorjahr TEUR 23.428).

Kurzfristiges Fremdkapital:

Der Anstieg des kurzfristigen Fremdkapitals ist im Wesentlichen durch die in 2024 fällig werdenden Bankverbindlichkeiten begründet.

3.3. Finanzlage

1-12/2023 1-12/2022
TEUR TEUR
1. Periodenergebnis 686 1.114
2. +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 619 792
3. -/+ Abnahme/Zunahme der Rückstellungen -335 -615
4. +/- Abnahme/Zunahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.189 -1.534
5. -/+ Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.586 -1.465
6. -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 0 0
7. +/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 738 635
8. +/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 965 757
9. -/+ Ertragsteuerzahlungen -1.029 -2.782
10. Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -1.131 -3.098
11. - Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 0 0
12. + Einzahlungen aus Abgängen aus dem Sachanlagevermögen 0 0
13. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -545 -402
14. + Erhaltene Zinsen 7 21
15. Cashflow aus der Investitionstätigkeit -538 -381
16. + Einzahlungen in das Genussrechtskapital 300 100
17. - Gewinnausschüttungen -1.372 -2.742
18. + Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 5.000 0
19. - Auszahlung aus Tilgung von Krediten 0 0
20. - Auszahlung aus dem Genussrechtskapital -100 -150
21. - Gezahlte Zinsen -645 -529
22. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 3.183 -3.321
23. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 1.514 -6.800
24. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 14.216 21.016
25. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode 15.730 14.216
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 15.730 14.216
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 15.730 14.216

Auf den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR -1.131 wirken sich neben dem Periodenergebnis von TEUR 686 vor allem die Veränderungen der Rückstellungen, Zunahme der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen, Zinsaufwendungen sowie der Ertragssteueraufwand bzw. die Ertragssteuerzahlungen aus.

Im Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR -538 zeigen sich insbesondere die Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen im Geschäftsjahr 2023.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 3.183 ist hauptsächlich durch die Inanspruchnahme eines Bankdarlehens in Höhe von TEUR 5.000 sowie durch die Gewinnausschüttung in Höhe von TEUR 1.372 geprägt.

Insgesamt ist die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage gut und entspricht unseren Erwartungen.

4. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

Die generelle Chancen- und Risikosituation hat sich zuletzt aufgrund des Krieges in der Ukraine, weiterer geopolitischer Spannungen und damit verbundener Kostensteigerungen und Versorgungsengpässen deutlich verändert.

Um sich gegen diese generellen Risiken zu wappnen, wurde die Mandatsstruktur insgesamt verbreitert und die Abhängigkeit von Großmandaten reduziert.

Basierend auf den vorliegenden Auftragseingängen des Jahres 2024 und der gestiegenen Auslastung der Berufsträger sieht sich die Geschäftsführung für 2024 grundsätzlich gut gewappnet. Durch den Aufbau der weiteren Niederlassung in Freiburg und das durchgeführte Pricing-Projekt ist trotz der gegenläufigen Entwicklungen auf Grund dem Ukraine-Krieg mit einem leichten Wachstum der Umsatzerlöse und einem leicht steigenden Jahresergebnis der Gesellschaft im Vergleich zum Vorjahr auszugehen. Es bleibt abzuwarten, ob nach den nunmehr vorliegenden obergerichtlichen Entscheidungen die Anzahl der sog. VW-Verfahren wieder ansteigen wird. Die Gesellschaft verstärkt sich in strategisch wichtigen Bereichen und erwartet durch die Aufnahme weiterer Aktivitäten innerhalb der europäischen Allianz ein höhere Visibilität insbesondere auf den internationalen Märkten. Größere Zahlungsausfälle - durch Auswirkungen auf die deutsche Industrie - sind nicht zu verzeichnen. Vor dem Hintergrund der nach wie vor sehr befriedigenden Liquiditätssituation werden die finanziellen Auswirkungen auf unser Unternehmen nicht als negativ beurteilt.

Die aufgrund des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs vorliegenden üblichen Risiken sind branchenüblich durch Haftpflichtversicherungen abgedeckt.

Unser laufend aktualisiertes Management-Informationssystem ermöglicht es uns, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Die Integration neuer Mitarbeiter und die Fortbildung der bereits tätigen Mitarbeiter ist Herausforderung und Chance zugleich. Angesichts des demografischen Wandels in Deutschland sehen wir grundsätzlich eine Herausforderung für unser Unternehmen. Diese besteht unter anderem darin, den Bedarf an qualifiziertem Nachwuchs zu decken und unsere Mitarbeiter langfristig an unser Unternehmen zu binden. Dies ist notwendig, um unsere fachliche Kompetenz sicherzustellen und unsere Unternehmensziele nachhaltig zu erreichen. Daher rekrutieren wir Partnernachwuchs regelmäßig aus den eigenen Reihen. Die Aus- und Weiterbildung ist essenzieller Teil unserer Personalarbeit. Überdies haben wir mit AD- VANCE ein Programm mit speziellen Schulungselementen zur Vorbereitung der Rolle als Equity Partner erfolgreich implementiert.

IT-Risiken

Die zunehmende Vernetzung und Digitalisierung birgt für Unternehmen verschiedene IT-Risiken. Dazu gehören beispielsweise Datenschutzverletzungen, Cyberangriffe, Datenverluste und technische Ausfälle.

Um unsere IT-Systeme und insbesondere Mandantendaten vor potentiellen Risiken zu schützen haben wir umfassende Maßnahmen eingeleitet:

Investitionen in IT-Sicherheit

Schulung der Mitarbeiter durch entsprechende Testprogramme, Fortbildungen und Online-Angebote.

Durch eine konservative methodische Forderungsbewertung und das breite Mandantenportfolio ist ein zusätzliches Ausfallrisiko bei Debitoren als eher gering einzuschätzen. Die Umsätze werden größtenteils in Euro fakturiert, ein wesentliches Fremdwährungsrisiko besteht daher aktuell nicht.

Die jederzeitige Zahlungsfähigkeit wird durch das zentrale Liquiditätsmanagement, den Darlehen in Höhe von insg. TEUR 25.000 und einer zusätzlichen Kontokorrentlinie sichergestellt. Die Darlehen sind teilweise variabel verzinst. Als Sicherungsinstrument wurden Zinssicherungsgeschäfte in gleicher Höhe abgeschlossen. Diese zwei Geschäfte sind zum Ausgleich gegenläufiger Wertänderungen oder Zahlungsströme aus dem Eintritt vergleichbarer Risiken zusammengefasst worden (Bewertungseinheit). Es wird auf die Angaben im Anhang zur Bildung einer Bewertungseinheit gemäß § 254 HGB verwiesen.

Wir weisen hinsichtlich der zukunftsbezogenen Aussagen darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.

5. Zweigniederlassungen

Im Geschäftsjahr bestanden die folgenden Zweigniederlassungen:

 

Berlin

 

Düsseldorf

 

Frankfurt am Main

 

Freiburg

 

Hamburg

 

Moskau

 

Beijing

 

Brüssel

6. Organe

Geschäftsführer der Gesellschaft:

RA Dr. Thomas Drosdeck (bis 31. August 2023)

RA Dr. Guido Krüger

RA Georg Philipp Cotta (bis 19. September 2023)

RA Dr. Detlef Koch

RA Frank Dieter Opree

RA Prof. Dr. Hans-Josef Vogel

RA Oliver Schwarz (bis 30. Januar 2024)

RA Dr. Jan Heinrich Barth

RA Dr. Martin Rappert (seit 18. Dezember 2023)

RA Dr. Thomas Barthel (seit 22. Dezember 2023)

RA Dr. Christian Ulrich Wolf

 

München, den 31. März 2024

Die Geschäftsführung

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Beiten Burkhardt Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, München

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Beiten Burkhardt Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, München - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Beiten Burkhardt Rechtsanwaltsgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 5. Juni 2024

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