Vesuvius Mülheim GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und Gießmaschinen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Anna Drobna-Garścia seit 28.11.2024 | Prokura |
Ola Szajwaj seit 11.9.2024 | Prokura |
Fabricio Camponez Salazar seit 22.7.2024 | Geschäftsführer |
Bart Louwagie seit 24.5.2024 | Geschäftsführer |
Carsten Sowa seit 18.12.2023 | Prokura |
Ewald Haeder seit 18.12.2023 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Vesuvius Europe GmbHBorkenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022I Grundlagen der Gesellschaft1. Geschäftsmodell der GesellschaftZum 01. Januar 2021 fand innerhalb der deutschen Vesuvius-Gruppe eine Reorganisation statt. Unter dem Dach der neuen Gesellschaft Vesuvius Europe GmbH & Co. KG wurden die Vertriebsaktivitäten der deutschen Gruppe für die Bereiche Advanced Refractories und Flow Control durch einen gesellschaftsrechtlich bindenden Einbringungsvertrag eingebracht. Der Geschäftsbereich Flow Control beliefert Stahlwerke in Deutschland und Osteuropa mit Produkten und Services zur Kontrolle, Regulierung und Optimierung des Stahlflusses im Stranggussprozess. Der Geschäftsbereich Advanced Refractories beliefert Stahlwerke in Deutschland und Osteuropa sowie Vesuvius-Konzerngesellschaften mit feuerfesten Produkten und stellt die dazugehörigen Dienstleistungen bereit. Die Vesuvius-Gruppe ist globaler Lieferant der Stahl- und Gießereiindustrie für kundenorientierte Produkte, Dienstleistungen und Technologien für den Bereich industrieller Hochtemperaturanwendungen. Wir entwickeln innovative und maßgeschneiderte Lösungen, die oft in extrem anspruchsvollen industriellen Umgebungen eingesetzt werden und die es unseren Kunden ermöglichen sollen, ihre Fertigungsprozesse zu verbessern, die Produktqualität zu steigern und den Energieverbrauch zu senken. Zusätzlich zu unseren industriellen Verbrauchsmaterialien erbringen wir auch zunehmend artverwandte technische Dienstleistungen einschließlich der Datenerfassung und -messung. Die Vesuvius-Gruppe ist global aufgestellt und verfügt über eine weltweite Präsenz. Wir bedienen unsere Kunden durch ein Netzwerk von Produktionsstätten und integrieren unsere Branchenexperten, die von unseren globalen Technologiezentren unterstützt werden, in den Betrieb unserer Kunden. Unsere Kernkompetenzen sind nach unserer Einschätzung unsere Markt - und Technologieführerschaft, enge Kundenbeziehungen und die Präsenz in den Schwellenländern, die ein Wachstum in unseren Zielmärkten fördert. Unser oberstes Ziel ist es, für unsere Kunden einen messbaren Mehrwert und für unsere Aktionäre eine nachhaltige Rendite auf ihre Kapitalanlage zu generieren sowie unseren Mitarbeitern einen sicheren, entwicklungsfähigen Arbeitsplatz bei angemessener Entlohnung zu bieten. Der Umsatz und das Ergebnis konnten wie prognostiziert im Vergleich zum Vorjahr leicht gesteigert werden. 2. SteuerungssystemeDie Vesuvius-Gruppe ist in globalen Business Units (Foundry, Fused Silica, Advanced Refractories, Flow Control) organisiert, die jeweils eigenständig ergebnis- und cashflow-verantwortlich sind. Die Business Units sind darüber hinaus in regionale und lokale Verantwortungsbereiche gegliedert. Daneben gibt es BU-übergreifende funktionsbezogene Verantwortungsbereiche. Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, nach denen wir das Geschäft der Vesuvius Europe GmbH & Co. KG steuern, sind die Umsatzerlöse sowie das operative Ergebnis. Die wesentlichen nicht-finanziellen Indikatoren, die aber nicht unmittelbar der Unternehmenssteuerung dienen, sind der Ausbau der Marktanteile, die Steigerung der Kundenzufriedenheit sowie die Einhaltung ökologischer Standards. Als Vertreiber von Verbrauchsgütern für die Stahlindustrie orientieren wir uns an dem zielgerichteten Kundenbedarf. 3. Forschung und EntwicklungUnser oberster Anspruch bleibt es, unseren Kunden innovative Produkte mit hohem technischem Know-how anzubieten, die bei den Kunden auf der einen Seite zur Erfüllung der eigenen hohen Ansprüche beitragen und auf der anderen Seite zu erheblichen Kosteneinsparungen führen. Durch die enge Zusammenarbeit mit den F&E Bereichen der Gruppe (die Gesellschaft betreibt selbst kein F&E), unter der Federführung der Foseco International Ltd., Tamworth/UK, der Vesuvius Group S.A. in Ghlin/Belgien und der Vesuvius Crucible Company, Wilmington/USA, können wir technologische Neuerungen, Verfahren und Produkte unseren Kunden zeitnah anbieten und auf Kundenwünsche eingehen. II Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenWeltkonjunkturWeltDie Informationen zu den gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen stammen aus dem Lagebericht vom Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie (BDG). Die Weltkonjunktur hat sich im Verlauf des Jahres 2022 unter dem Eindruck hoher Energiepreise und großer Unsicherheit deutlich abgeschwächt. Bremsend wirkt inzwischen auch die Geldpolitik, die angesichts eines auf breiter Front hohen Inflationsdrucks ausgesprochen rasch gestrafft wird. Die Produktion blieb bis in den Herbst hinein insgesamt zwar weiter aufwärtsgerichtet, wobei Impulse von nachlassenden Lieferengpässen und der weiter fortschreitenden Normalisierung der Aktivität in den von der Corona-Pandemie besonders getroffenen Wirtschaftsbereichen ausgingen. Zum Jahresende hin hat sich die wirtschaftliche Dynamik aber wohl nochmals merklich verringert. Vor allem die großen fortgeschrittenen Volkswirtschaften stehen derzeit trotz erheblicher fiskalischer Stützungsmaßnahmen vor einer Phase schwacher Konjunktur. Gleichzeitig bleiben die Probleme für die chinesische Wirtschaft groß. Während die Weltproduktion (gemessen auf Basis von Kaufkraftparitäten) mit 3,2 Prozent im Jahr 2022 um 0,3 Prozentpunkte stärker zugelegt haben dürfte als im September prognostiziert, wird für das Jahr 2023 ein Anstieg um nur 2,2 Prozent erwartet. Für das Jahr 2024 hat sich unsere Erwartung mit 3,2 Prozent nach Angeben der Insitute leicht reduziert, vor allem weil eine Erholung der US-Konjunktur erst für den späteren Verlauf des Jahres 2024 erwartet wird. Die Inflation dürfte derzeit zwar ihren Höhepunkt überschritten haben und im Prognosezeitraum dank niedrigerer Rohstoffpreise und abnehmender konjunktureller Anspannungen deutlich zurückgehen. Der zugrunde liegende Preisauftrieb dürfte aber allenfalls gegen Ende des Prognosezeitraum wieder auf akzeptable Werte sinken. Aktuelle Indikatoren zeigen eine insgesamt schwache Entwicklung des globalen Umfeldes. Der Welthandel nahm zu Jahresbeginn 2023 wieder etwas zu. Der weltweite Abschwung im verarbeitenden Gewerbe zeigte Anfang 2023 Anzeichen einer Abschwächung, wie die jüngsten Einkaufsmanager-Umfragen zeigen. Sowohl der Rückgang der Produktion als auch der Auftragseingänge verlangsamte sich, während die Beschäftigung leicht zunahm. EuroraumDas preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt schrumpft im Winterhalbjahr 2022/2023, bevor es sich im weiteren Verlauf leicht erholt. Das Jahreswachstum fällt 2023 mit 0,6% gering aus, und wird sich erst im Folgejahr erhöhen (+1,7%). Auf der Angebotsseite schränken Engpässe bei der Versorgung mit Energie, Rohstoffen und Vorprodukten und die damit verbundenen hohen Kosten die Produktion ein, insbesondere in energieintensiven Wirtschaftsbereichen. Auf der Nachfrageseite schmälert vor allem die hohe Inflation die Realeinkommen und dämpft trotz erheblicher Unterstützung durch die Fiskalpolitik den Konsum der privaten Haushalte, während die Verlangsamung des Exportmarktwachstums und die steigenden Zinssätze die privaten Investitionen belasten. Da die öffentlichen Investitionen im Jahr 2023 stark zunehmen und die Inflation aufgrund der sich stabilisierenden Rohstoffpreise allmählich zurückgeht, dürften das Wachstum der Realeinkommen und die Wirtschaftstätigkeit im Quartalsverlauf in den Jahren 2023 und 2024 anziehen. Der Aufschwung könnte jedoch bescheiden bleiben, da die Stützungsmaßnahmen im Rahmen der Energiekrise trotz der nach wie vor außergewöhnlich hohen Energiepreise langsam auslaufen und die Auswirkungen der höheren Realzinsen auf die Wirtschaftstätigkeit stärker zum Tragen kommen. DeutschlandNach ersten vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes legte das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2022 um 1,9 % zu. Damit befand sich die deutsche Wirtschaft trotz des Krieges in der Ukraine und der damit zusammenhängenden Energiepreiskrise auf Wachstumskurs. Gründe für den vergleichsweise positiven Verlauf waren vor allem Nachholeffekte beim privaten Konsum und der Produktion nach dem Corona-Einbruch sowie im Jahresverlauf nachlassende Lieferengpässe. Dennoch dürften die zunehmend bei den Verbrauchern ankommenden Preissteigerungen infolge der damit verbundenen Kaufkraftverluste die Aussichten für den privaten Konsum noch dämpfen. Auch wenn die Industrie im Durchschnitt bislang vergleichsweise gut mit den gestiegenen Energiepreisen klarkommt, sind die Auswirkungen der Energiepreiskrise insbesondere in den energieintensiven Bereichen sichtbar. So lag die Produktion in der besonders betroffenen chemischen Industrie im November rund 20 % unter dem durchschnittlichen Niveau des Jahres 2021. Zusätzlich sorgten die unsicheren wirtschaftlichen Perspektiven und steigende Zinsen dafür, dass viele Investitionsprojekte zunächst zurückgestellt wurden. Insbesondere am Bau verlief die Entwicklung im letzten Vierteljahr schwach, weil die Finanzierung deutlich teurer geworden ist. Die Lage in der Industrie stellt sich zuletzt aber günstiger dar. So stabilisierte sich die Industrieproduktion nach einem schwachen Start ins vierte Quartal im November wieder. Das ifo Geschäftsklima hat sich im Dezember weiter aufgehellt, auch weil sich in den kommenden Monaten die Materialengpässe weiter abbauen dürften. Ebenso haben die Beschlüsse der Bundesregierung zur Gas- und Strompreisbremse dazu beigetragen, dass sich die Stimmung in den Unternehmen, aber auch bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern weiter verbessert hat. Der Ausblick auf die Industriekonjunktur im ersten Quartal des neuen Jahres bleibt aber angesichts einer weiterhin schwachen Nachfrage verhalten. Die Weltwirtschaft hat sich zuletzt wieder abgekühlt, was die heimische Industrie in Form deutlich nachlassender Aufträge aus dem Ausland zu spüren bekommt. Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe sind im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr saisonbereinigt um 4,9 % gesunken. Erst im vierten Quartal konnte der seit Februar anhaltende Negativtrend erstmalig wieder gebrochen werden. Die Nachfrage beim Verarbeitenden Gewerbe hat sich somit zum Jahresende 2022 wieder etwas stabilisiert. Die Auftragsdaten in der Industrie deuten darauf hin, ebenso wie die Verbesserung des Geschäftsklimas in den letzten Monaten, dass die wirtschaftliche Abschwächung im Winterhalbjahr milder ausfallen dürfte. StahlindustrieDie Weltstahlorganisation Worldsteel meldet für das Jahr 2022 eine globale Rohstahlproduktion (geschätzte Nachfrage) von 1.832 Mio. t. Dies entspricht einem Minus von 4,3 %. Die Produzenten in der EU meldeten ein rückläufiges Niveau von 136,7 Mio. t Rohstahl (- 10,5 %). Auf Deutschland entfielen knapp 36,8 Mio. t (-8,4 %). Im gleichen Zeitraum nahm die Rohstahlproduktion in Asien gegenüber dem Vergleichsjahr 2021 um 2,3 % auf 1 351 Mio. t ab. Insgesamt entfallen ca. 55 % der globalen Stahlfertigung auf China. Die nordamerikanischen Rohstahlproduzenten im Vergleichszeitraum 2022 mit 111,4 Mio. t das Volumen des Vorjahres nicht halten (-5,5 %). Allein die USA wiesen einen Fertigungsrückgang von 5,9 % auf 80,7 Mio. t aus. In den CIS-Ländern wurden schätzungsweise gut 85,2 Mio. t Rohstahl hergestellt. Damit wurde das Niveau des Vorjahres um 20,2 % unterschritten. Die Stahlproduktion von 36 Millionen Tonnen in Deutschland in 2022 zeigte einen deutlichen Rückgang (-9%) im Vergleich zum Vorjahr und ist wie bereits in den Jahren 2019 und 2020 unter die 40 Millionen Tonnen Marke gerutscht. Der Einbruch der Jahresproduktion 2022 ist insbesondere auf die beiden letzten Quartale zurückzuführen in denen die Stahlerzeugung in Deutschland unter das Niveau der Corona Krise gefallen ist. Die Ursachen hierfür sind im Krieg in der Ukraine, in der Energiekrise, in der Inflation und in fortgesetzten Lieferkettenproblemen zu sehen. GießereienGeprägt von Herausforderungen bei Produktionsplanung, welche durch Corona-bedingten Störungen der internationalen Handelswege und teils erhebliche Preisexplosionen durch den Krieg in der Ukraine auch im Jahr 2022 anhalten, haben die Eisen- und Stahlgießereien im Jahr 2022 einen Produktionsrückgang von 1,2 % auf 3,119 Mio. t verzeichnet. Die NE-Metallgießereien registrierten demgegenüber einen Rückgang von 1,8 % mit einer Tonnage von 0,792 Mio. t. Die Gießerei-Industrie erwirtschaftete im Jahr 2022 7,618 Mrd. Euro Umsatz auf der FE-Seite sowie 6,203 Mrd. Euro auf der NE-Metallseite. Insgesamt verbuchten die Gießereien ein Umsatzwachstum von 19,0 %. Die Kapazitätsauslastung lag im Durchschnitt (Wertermittlung Anfang des Quartals) Mitte des Jahres 2022 bei 88,9 % und damit rein rechnerisch über dem Durchschnittsniveau des Jahres 2021 von 86,8 %. 2. Geschäftsverlauf2.1 UmsatzDer Umsatz der Vesuvius Europe GmbH & Co. KG erreichte im Jahr 2022 142,6 Mio. € und lag damit 10,6 Mio € über dem Vorjahr. Die Business Unit Flow Control erzielte einen Umsatz von 97 Mio. €. Damit lag der Geschäftsbereich mit -7 % unter der Budgetvorgabe. Vom Gesamtumsatz entfielen 90 Mio. € auf das Direktgeschäft, -7 % zur Budgetvorgabe und 7 Mio. € auf Konzernumsätze, -12 % zum Budget. Die Produktgruppen Fluxes +1,5 % konnte über Budget abschließen, Viso lag mit -16,5% unter dem Budget. In der Business Unit Advanced Refractories lag der Umsatz des Geschäftsjahres 2022 bei 45,6 Mio. € und damit rund 18 % unter dem Budgetumsatz. Gerade im Direktgeschäft wurden mit 25,7 Mio. € die Budgetvorgaben nur zu 79,8% erreicht. Die Umsätze mit Konzerngesellschaften lagen mit 19,9 Mio. €, mit 14 % unter dem Budget. 2.2 Umwelt und ArbeitsschutzFür die Vesuvius Europe GmbH & Co. KG, als ein Teil der Vesuvius-Gruppe, stellen das Sicherheits- und Umweltmanagement sowie die stete Weiterentwicklung der Sicherheitskultur zentrale Elemente der unternehmerischen Verantwortung dar. Um der nachhaltigen Strategie unserer Unternehmensgruppe gerecht zu werden, ist ein kontinuierlicher Prozess zur Verbesserung der Arbeitssicherheit sowie des Umwelt- und Gesundheitsschutzes für unsere Mitarbeiter erforderlich. Für alle Standorte gelten dabei dieselben anspruchsvollen Standards. Arbeitssicherheit, Umweltschutz und Gesundheitsmanagement sind fester Bestandteil unseres täglichen Handelns. Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, haben wir in 2022 an der weiteren Umsetzung von HSE-Konzernstandards gearbeitet. Diese wurden im Rahmen von Group HSE Audits auch in 2022 auditiert. Die Ergebnisse bilden dann die Grundlage für die Performance im nächsten Jahr. 2.3 QualitätsmanagementWir arbeiten in einem sehr anspruchsvollen Produktionsumfeld und liefern Produkte, Systeme und Dienstleistungen, die für unsere Kunden unternehmenskritisch sind. Damit sind die Qualität und Zuverlässigkeit unserer Produkte von größter Bedeutung. Unser Ziel ist es, über unsere globalen Qualitätsmanagement-Programme einschließlich strenger Qualitätskontrolle, Überwachung der Produktion und Berichterstattung unsere hohen Qualitätsstandards abzusichern. Zudem verfügen unsere erfahrenen technischen Produktmanager über die erforderlichen Kenntnisse in der Anwendung unserer Produkte und Technologien. Das Qualitätsmanagementsystem der Vesuvius-Gruppe ist an allen deutschen Standorten nach ISO 9001:2015 zertifiziert. 2.4 ArbeitnehmerbelangeNachdem die Corona-Krise im Griff war, begann am 24. Februar 2022 die russische Invasion in der Ukraine. Dies führte zu enormer Unsicherheit in der Wirtschaft und zu hohen Preissteigerungen bei der Energie- und Stromversorgung, welche wiederum Auswirkungen auf die Stahlindustrie hatten und weiterhin haben wird. Das hatte auch Auswirkungen auf die Bestellungen unserer Kunden und somit Auslastungen des Werks inkl. der Beschäftigung der Mitarbeiter. Durch die Flexibilität der Mitarbeiter und der guten Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat sind wir froh keine Kurzarbeit am Standort Borken im Jahr 2022 beantragen zu müssen. Unsere Mitarbeiter sind das wichtigste Gut, welche mit Ihrem Wissen und Handeln die Zukunft gestalten. Wir möchten unseren Mitarbeitern, trotz der politischen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten, eine Perspektive bieten und entwickeln Talente intern weiter sowie stellen neue Talente ein. Zudem wurde, neben der neuen Personalleitung Deutschland auch ein Werkspersonalleiter eingestellt, um dem Personalwesen mehr Gewicht zu geben und auf die Belage eingehen zu können. Zudem hat der neue Werksleiter eine neue Führungsebene im Werk eingeführt, um die Themen und Führung, Effizienz und Weiterentwicklung zu steigern. Der Personalstand der Vesuvius Europe GmbH & Co. KG lag im Dezember 2022 bei 45 Beschäftigen. 3. Lage3.1 ErtragslageDie Ertragslage unserer Gesellschaft stellt sich nach betriebswirtschaftlichen Aspekten abweichend zur Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt dar:
Zur Umsatzentwicklung verweisen wir auf den Gliederungspunkt II 2.1. Der Materialanteil bezogen auf die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung und aktivierter Eigenleistungen) ist von 81,1 % auf 78,1 % gesunken. Die Personalaufwandsquote ist im Vergleich zum Vorjahr von 4,8 % auf 3,7 % gesunken. Die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist im Berichtsjahr höher, und liegt bei 18,7 % (im Vorjahr 13,8%). Die sonstigen betriebliche Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Instandhaltung und Reparaturen, Fahrzeugkosten, Intercompany Weiterbelastungen und Management Gebühren. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Wesentlichen Erträge aus der Weiterbelastung von Kosten des konzerninternen Managements, sowie europäischer und globaler Funktionen. Des Weiteren werden Fremdwährungsgewinne Erträge aus Währungsumrechnung ausgewiesen TEUR 869,8 (Vorjahr: TEUR 156,3) welche im Vergleich zum Vorjahr den wesentlichen Anstieg ausmachten. Das negative Finanzergebnis resultiert aus Zinsaufwendungen. 3.2 VermögenslageDer Bestand an Waren dient der Sicherstellung der Lieferfähigkeit. Die Forderungen unterliegen einer durchschnittlichen Laufzeit von 64 Tagen (DSO). 3.3 FinanzlageKapitalstrukturDas Eigenkapital wurde durch die Gesellschafter komplett geleistet. Die Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen die für Mitarbeiterkosten, Gewährleistungen und fehlende Rechnungen. InvestitionenDie Investitionen für Sachanlagen und Immaterielle Vermögensgegenstände beliefen sich im Geschäftsjahr 2022 auf 0,4 Mio €. LiquiditätDas Ziel des Finanzmanagements ist die jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der einzelnen Konzerngesellschaften und die effiziente Verteilung der im Konzern vorhandenen Liquiditätsüberschüsse, um Finanzierungsvorteile nutzen zu können. Im Bedarfsfall steht die Kreditlinie unserer Mutter-bzw. Konzernobergesellschaft für Kredite und Avale zur Verfügung. Die Finanzierung des Mittelbedarfs erfolgte im Geschäftsjahr 2022 durch Kredit der Konzernobergesellschaft (4,2 Mio EURO). Durch die Einbindung in den konzernweiten Cash Pool wird die Finanzierung der Gesellschaft auf über den Prognosezeitraum Mitte 2024 hinaus als gesichert angesehen. 3.4 Gesamtaussage zur Lage der GesellschaftDas Geschäftsjahr 2022 war geprägt durch schwieriges Marktumfeld, welches durch den Beginn des Krieges in der Ukraine und durch steigende Energie-, Material- und Transportkosten begleitet war. Insgesamt sehen wir die Geschäftsentwicklung als zufriedenstellend an. Zur Entwicklung der Ertragslage verweisen wir auf den Gliederungspunkt II 3.1. III Prognose-, Chancen- und Risikobericht1. PrognoseberichtDie Vesuvius Europe GmbH & Co. KG ist ein Teil der Vesuvius Gruppe und unterliegt damit den gleichen Marktgeschehen wie die zuliefernden Produktionsgesellschaften der Gruppe. Wir gehen davon aus, dass wesentliche Rohmaterialien schwieriger zu beschaffen sind und auch Logistikkosten deutlich teurer werden. Es ist geplant die Verteuerungen bei den Herstellungs- und Materialkosten in Form von Preiserhöhungen an die Kunden weiterzugeben. Bei der aktuellen Ertragslage der Kunden ist noch nicht absehbar, wie erfolgreich wir mit diesem Vorhaben sind. Und es ist fraglich, ob wird dadurch Marktanteilsverluste an dem Wettbewerb in Kauf nehmen müssen. Unsere Prognosen gehen von einer leichten Steigerung im Umsatz und des Ergebnisses gegenüber dem Vorjahr aus. Die Liquidität wird über den Prognosezeitraum als gesichert angesehen. Die nicht-finanziellen Ziele für 2023 haben wir wie folgt definiert:
2. Chancen der künftigen EntwicklungUnsere Prognosen können durch eine Reihe von Faktoren beeinflusst werden, deren tatsächliche Ausprägungen positiv von unseren in den Planungen zugrunde gelegten Annahmen abweichen können. Durch die Konzentration der Vertriebstätigkeiten der Vesuvius Gruppe auf die Vesuvius Europe GmbH & Co. KG können die vorhandenen Ressourcen gezielter auf die Kunden und die Märkte gerichtet werden, so dass wir schneller auf Veränderungen reagieren können. In der verstärkten Kundenansprache werden Potentiale schneller verstanden und gehoben. Chancen bestehen weiterhin in der Einführung von SAP als neuem ERP-Programm, welches JDE in November 2022 ersetzt hat. Es wird erwartet, dass nach einer entsprechenden Einarbeitungszeit Effizienzsteigerungen und Vereinfachungen in allen administrativen Bereichen erzielt werden können, dass Berichtswesen verbessert werden kann und dass weitere Verbesserungen in der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und Anforderungen erzielt werden können. 3. Risiken der künftigen EntwicklungDie Vesuvius Gruppe und die Vesuvius Europe GmbH & Co. KG haben ein Risikomanagement System implementiert, in welchem laufend Risiken und Chancen aufgenommen und bewertet werden. Den Risiken werden, wenn möglich, Maßnahmen zu deren Vermeidung oder Minimierung gegenübergestellt. Neben besonderen Einflüssen aus dem Ukraine-Konflikt sind positive wie auch negative Planabweichungen denkbar, die sich aus dem allgemeinen wirtschaftlichen und politischen Umfeld, allgemeinen Branchenrisiken und besonderen Unternehmensrisiken ergeben können. Einkaufsseitig besteht weiterhin das Risiko eingeschränkter Verfügbarkeit wichtiger Rohstoffe, sowie steigender Kosten für einige strategische Rohstoffe. Um diese Risiken zu minimieren, versuchen wir möglichst für alle Rohstoffe mehr als einen Lieferanten vorzuhalten, um keine Abhängigkeiten zu schaffen. Vesuvius verfolgt zwar das Ziel der Working Capital Optimierung, bei Rohstoffknappheit wäre aber auch kurzfristig ein Lageraufbau denkbar. Den Unternehmensrisiken, welche sich aus der Geschäftstätigkeit der Vesuvius Europe GmbH & Co. KG ergeben, begegnen wir durch geeignete Versicherungen (z.B. Betriebsunterbrechungsversicherung) und die Einrichtung von Prozessen zur Risikoerfassung und -minimierung in allen Geschäftsbereichen. Unsere Produktionsanlagen sind in Brandabschnitte eingeteilt, um im Brandfall die Zerstörungen zu begrenzen. Umweltrisiken sind für Vesuvius zwar nicht wesentlich, die Einhaltung der Vorschriften wird aber trotzdem durch regelmäßige externe Audits überprüft. Angriffe auf unsere IT stellen in der heutigen Zeit ein wesentliches Risiko dar, das nur mit neuester Technik und qualifiziertem eigenen Personal abgewehrt werden kann. Die Gewinnung von Fachkräften in allen Unternehmensbereichen stellt aktuell eine der wesentlichen Herausforderungen unternehmerischen Handelns dar. Vesuvius bietet deswegen verschiedene Programme zur frühen Bindung von Berufsanfängern an und steigert die Attraktivität seiner Standorte durch verschiedene Maßnahmen und Aktionen für die Mitarbeiter. Für das Geschäftsjahr 2023 könnten unabhängig der vorgenannten Risiken durch den Ukraine-Konflikt sowohl produktionsbedingte Risiken wie z. B. Produktionsunterbrechungen aufgrund von Lieferengpässen, behördlichen Einschränkungen durch Infektionsfälle innerhalb der eigenen Produktion als auch Absatzrisiken entstehen. Für das Geschäftsjahr 2023 können sich durch den Ukraine-Russland-Konflikt Auswirkungen zum einen auf der Umsatzseite ergeben, da Exporte nach Russland seit Beginn des Krieges eingestellt wurden und die Umsätze in der Ukraine ebenfalls stark rückläufig sind. Zum anderen besteht durch die Unwägbarkeiten des weiteren Verlaufs in Zusammenhang mit den Gasimporten ein erhöhtes Risiko steigender Energiepreise bzw. einer Energieknappheit. Dies betrifft auch die Endkunden der Vesuvius Gruppe. Dies könnte zu Produktionsrückgängen bzw. -ausfällen auf der Kundenseite führen und für uns ein Absatzrisiko darstellen. IV Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von FinanzinstrumentenAus dem Einkauf von Vorräten und Kundenzahlungen resultierende Fremdwährungsrisiken werden regelmäßig durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Das Hedging wird unternehmensintern betrieben. Sicherungsgeschäfte, die für die Beurteilung der Geschäftstätigkeit von erheblicher Bedeutung sind, bestanden am Bilanzstichtag nicht. Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen, die für die Beurteilung der Lage oder der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft von Belang sind, bestehen nach unserer Einschätzung am Bilanzstichtag nicht.
Mülheim an der Ruhr, den 04. August 2023 Vesuvius Europe GmbH & Co. KG Geschäftsführung Jesko Hoffmann André Lacerda Jérôme Baudouin Rafael Navazo Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine HinweiseDie Vesuvius Europe GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in Mülheim an der Ruhr und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Duisburg (HRA 12851). Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB aufgestellt. Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagenspiegel). Die Gesellschaft hat nach Ihrer Gründung in 2020, zum 01. Januar 2021 Geschäftsanteile der Vesuvius GmbH, Borken übernommen. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft zum Bilanzstichtag eine große Personenhandelsgesellschaft im Sinne des § 264a Abs. 1 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Das Gliederungsschema wurde dabei um die Zwischensummen Gesamtleistung, Rohergebnis, Betriebsergebnis, Finanzergebnis und Ergebnis vor Steuern erweitert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grund wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz ebenfalls an dieser Stelle gemacht. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer betriebswirtschaftlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Selbst erstellte immaterielle Vermögengegenstände werden nicht aktiviert. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern linear abgeschrieben. Diese Nutzungsdauern betragen für technische Anlagen und Maschinen sowie für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 12 Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 250,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter zwischen EUR 250,01 und EUR 1.000,00 wurden in Anlehnung an die steuerlichen Vorschriften zu einem Sammelposten zusammengefasst, der über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben wird. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen bei Vorliegen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Erkennbare Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit sowie anderen Gründen ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Liquide Mittel (Guthaben bei Kreditinstituten) sind zum Nennwert bilanziert. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nominalwert ausgewiesen. Das Eigenkapital wird zum Nennbetrag bilanziert. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) auf Basis der Heubeck-Richttafeln 2018 G ermittelt. Dabei wurde von einem Gehaltstrend von 3,1 % (Vorjahr: 2,75 %), Rententrends von 1,0 % - 3,1 % (Vorjahr: 1,0 % - 2,0 %) sowie Fluktuationsraten von 0 % - 8 % (Vorjahr 0 % - 8 %) ausgegangen. Der von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebene Zinssatz für 10 Jahre beträgt 1,78 %, der bekannt gegebene Zinssatz für 7 Jahre beträgt 1,44 %. Inventurstichtag der Pensionsverpflichtungen ist der 31.12.2022. Zum Inventurstichtag wurde für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen ein für den 31.12.2022 prognostizierter Zinssatz von 1,79 % verwendet (im Vorjahr betrug der Rechnungszins 1,87 %). Der sich im Gegensatz dazu aus der Verwendung der prognostizierten Zinssätze ergebende Unterschiedsbetrag ist unwesentlich. Bei einer Anwendung eines durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre i.H.v. 1,45 % (Vorjahr 1,35 %) zum 31. Dezember 2022 ergibt sich gemäß § 253 Abs. 6 HGB ein Unterschieds- und damit ausschüttungsgesperrter Betrag von TEUR 262,1 (Vorjahr: TEUR 359,2). Auf Grund der geänderten Bewertung der laufenden Pensionen oder Anwartschaften auf Pensionen war zum 1. Januar 2010 (Umstellungsstichtag) eine Zuführung zur Pensionsrückstellung erforderlich. Diese betrug insgesamt TEUR 210. Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB erlaubt, diese Zuführung entweder sofort in vollem Umfang oder aber in gleich hohen Teilbeträgen bis zum 31. Dezember 2024 zuzuführen. Darüber hinaus ist auch eine schnellere Ansammlung möglich. Die Gesellschaft hat entschieden, den Betrag entsprechend Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB bis zum 31. Dezember 2024 in jedem Geschäftsjahr zu mindestens einem Fünfzehntel anzusammeln. Im Geschäftsjahr wird ein Betrag in Höhe von TEUR 14 zugeführt. Die nicht gebildete Rückstellung beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 28 (Vorjahr: TEUR 42). Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle Risiken für ungewisse Verpflichtungen in der Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen werden pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Für Altersteilzeitverpflichtungen werden entsprechend der Vorgabe des IDW neben dem Erfüllungsrückstand aus Lohn und Gehalt auch die zukünftigen Aufstockungsbeträge (bewertet mit dem Barwert) zurückgestellt. Dabei sind wir von einem Gehaltstrend von 3,1 % (Vorjahr 2,75 %) ausgegangen. Der zugrunde gelegte Rechnungszins beläuft sich zum 31. Dezember 2022 auf 1,45 % (Vorjahr: 1,35%). Der von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebene Zinssatz für 7 Jahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren beträgt 1,44 %. Inventurstichtag der Altersteilzeitverpflichtungen ist der 31.12.2022. Zum Inventurstichtag wurde für die Bewertung der Altersteilzeitverpflichtungen ein für den 31.12.2022 prognostizierter Zinssatz von 1,45 % verwendet (im Vorjahr betrug der Rechnungszins 1,35 %). Der sich im Gegensatz dazu aus der Verwendung der prognostizierten Zinssätze ergebende Unterschiedsbetrag ist unwesentlich. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Die Jubiläumsrückstellungen werden versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Dabei sind wir von einem Gehaltstrend von 3,10 % (Vorjahr: 2,75 %) sowie Fluktuationsraten von 0 % - 8 % (Vorjahr: 0 % - 8 %) (Standardwerten) ausgegangen. Der zugrunde gelegte Rechnungszins beläuft sich zum 31. Dezember 2022 auf 1,45 % (Vorjahr: 1,35 %). Der von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebene Zinssatz für 7 Jahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren beträgt 1,44 %. Inventurstichtag der Altersteilzeitverpflichtungen ist der 31.12.2022. Zum Inventurstichtag wurde für die Bewertung der Jubiläumsverpflichtung ein für den 31.12.2022 prognostizierter Zinssatz von 1,45 % verwendet (im Vorjahr betrug der Rechnungszins 1,35 %). Der sich im Gegensatz dazu aus der Verwendung der prognostizierten Zinssätze ergebende Unterschiedsbetrag ist unwesentlich. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr sowie liquide Mittel wurden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. ErtragsteuerDa die Vesuvius Mülheim GmbH & Co. KG ihren Kommanditanteil treuhänderisch für die Komplementärin Vesuvius GmbH hält, liegt aus ertragsteuerlicher Sicht nur ein Anteilseigner an der Vesuvius Mülheim GmbH & Co. KG vor und mangels Mitunternehmerschaft ist die Vesuvius Mülheim GmbH & Co. KG aus ertragsteuerlicher nicht existent. Aus ertragsteuerlicher Sicht ist die Vesuvius Mülheim GmbH & Co. KG ein Teil der Vesuvius GmbH und auf Ebene der Vesuvius Mülheim GmbH & Co. KG werden weder laufende Steuern noch latente Steuern ausgewiesen. Der Steuerausweis erfolgt auf Ebene der Vesuvius Holding Deutschland GmbH welche ertragsteuerliche Organträgerin im Verhältnis zur Vesuvius GmbH ist. III. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögenAufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ergeben sich aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel. Forderungen gegen verbundene UnternehmenDie Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren wie im Vorjahr sämtlich aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind innerhalb eines Jahres fällig. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeAlle weiteren Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. EigenkapitalErgebnisverwendungDer Bilanzgewinn wird entsprechend der gesellschaftsvertraglichen Bestimmungen auf neue Rechnung vorgetragen. KapitalanteilePersönlich haftende Gesellschafterin ist die Vesuvius GmbH mit Sitz in Borken. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 10.825.000,00. Die Komplementärin ist mit EUR 9.990,00 (99,9 %) am Festkapital der Vesuvius Europe GmbH & Co KG beteiligt. Im Vorjahresabschluss erfolgte eine Anpassung der Eigenkapitaldarstellung entsprechend der gesellschaftsrechtlichen Bestimmungen. Am Bilanzstichtag bestanden Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 1.427,7. RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen besehen hauptsachlich aus Posten für Garantien und Gewährleistungsaufwendungen TEUR 1.166,7 (Vorjahr: TEUR 208,0). VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beziehen sich auf ein Reverse-Factoring. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr sämtlich aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 1.179,5 (Vorjahr: TEUR 1.106,2). Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie gesamten finanziellen Verpflichtungen betragen TEUR 309 (Vorjahr: TEUR 259). Aus genehmigten Investitionen im Sachanlagevermögen besteht ein Bestellobligo in Höhe von TEUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0,00). Aus der langfristigen Anmietung von Betriebs- und Geschäftsausstattungen, Leasingverträgen für Fahrzeuge und Flurfördermaschinen und laufenden Service-Verträgen bestehen Verpflichtungen in einer Gesamthöhe von TEUR 309 (Vorjahr: TEUR 259), wovon TEUR 184 (Vorjahr: TEUR 136) innerhalb eines Jahres, TEUR 126 (Vorjahr: TEUR 124) nach einem bis fünf Jahre sowie TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) nach fünf Jahren fällig sind. Termingeschäfte und derivative FinanzinstrumenteUm sich gegen evtl. Währungsschwankungen abzusichern, hat die Gesellschaft Kurssicherungsgeschäfte in US-Währung abgeschlossen. In der nachfolgenden Übersicht sind die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Derivatgeschäfte des Nichthandelsbestands, die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelt waren, dargestellt (§285 Nr. 19 HGB).
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse
Sonstige betriebliche ErträgeIn den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 112,4 (Vorjahr: TEUR 170,0) enthalten, die aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten außerdem mit TEUR 2.291 (Vorjahr: TEUR 1.157) Weiterbelastung in der Gruppe und TEUR 869,8 (Vorjahr: TEUR 156,3) Erträge aus Währungsumrechnung. Sonstige betriebliche AufwendungenIn den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 0,0 (Vorjahr: 0,0) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 14,0) Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB (Aufstockung der Pensionsrückstellung). Aus der Währungsumrechnung ergaben sich Aufwendungen in Höhe von TEUR 530,1 (Vorjahr: TEUR 208,6). FinanzergebnisDer Zinsaufwand enthält TEUR 97,9 (Vorjahr: TEUR 56,8) aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen. V. Sonstige AngabenGeschäftsführungDie Geschäftsführung der Gesellschaft wird von der persönlich haftendenden Gesellschafterin, der Vesuvius GmbH, Borken (HRB 5324) übernommen. Als Geschäftsführer fungieren die gesetzlichen Vertreter der Vesuvius GmbH:
MitarbeiterIm Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 44 Angestellte (Vorjahr: 45) beschäftigt. Die Geschäftsführung ist bei dieser Berechnung der Gesamtzahl der Mitarbeiter nicht zu berücksichtigen (§ 285 Nr. 7 HGB). Honorar des AbschlussprüfersFür die für das Geschäftsjahr 2022 erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers (PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) wurden folgende Honorare abgerechnet:
Angaben zum Konzernabschluss/MutterunternehmenDie Gesellschaft ist Konzernunternehmen der Vesuvius plc. mit Sitz in London, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss, der als befreiender Konzernabschluss nach § 291 HGB gilt, ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. Die Vesuvius plc., London/Großbritannien, stellt den befreienden Konzernabschluss und Konzernlagebericht i. S. d. § 291 Abs. 1 HGB auf. Der befreiende Konzernabschluss der Vesuvius plc. wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Die deutsche Übersetzung des Konzernabschlusses der Vesuvius plc., London/Großbritannien, wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Jahresabschluss der Vesuvius Europe GmbH & Co. KG wird in den Konzernabschluss der Vesuvius plc., London/Großbritannien, einbezogen, der am Sitz dieser Gesellschaft erhältlich ist. NachtragsberichtAm 6. Februar 2023 gab der Vesuvius Konzern bekannt, dass er einen Cybersicherheitsvorfall erlitten hat. Um die Bedrohung einzudämmen, hat Vesuvius freiwillig und vorsorglich entschieden einige Systeme abzuschalten. Während dieser Zeit haben unsere Standorte manuelle Verfahren und Arbeiten eingeleitet, um die Produktion, den Versand und die Rechnungsstellung aufrechtzuerhalten, wodurch die Unterbrechung minimiert wurde. Die anfängliche Phase der Störung hat nur kurze Zeit angedauert und alle Standorte und wichtigen Systeme waren kurzfristig wieder betriebsbereit. Es gab keine Auswirkungen auf die gemeldeten Finanzergebnisse für das am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr. Wir gehen davon aus, dass die Auswirkungen auf die Finanzergebnisse 2023 nicht wesentlich sein werden. Im Jahr 2023 wird die Restrukturierung stattfinden. Das Ziel ist das Stahl- und Gießereigeschäft zu trennen und die Vertriebsfunktionen für den Geschäftsbereich "Eisen und Stahl" zu bündeln. Des Weiteren sollen eine klare Trennung und transparente Struktur der einzelnen Business Units geschaffen werden. Zukünftig sollen die einzelnen Geschäftsbereiche daher als drei eigenständige Schwestergesellschaften in der Rechtsform der GmbH geführt werden. Ertragsteuerlich soll dabei die bereits bestehende Organschaft mit der Vesuvius Holding Deutschland GmbH fortgeführt werden, indem auch die beiden abgespalteten Teilbetriebe in den beiden neuen GmbH's Ergebnisabführungsvertrage mit der Vesuvius Holding Deutschland GmbH abschließen.
Mülheim an der Ruhr, den 04. August 2023 Vesuvius Europe GmbH & Co. KG Geschäftsführung Jesko Hoffmann André Lacerda Jérôme Baudouin Rafael Navazo AnlagenspiegelEntwicklung des Anlagevermögens 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Vesuvius Europe GmbH & Co. KG, Mülheim an der RuhrPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Vesuvius Europe GmbH & Co. KG, Mülheim an der Ruhr, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Vesuvius Europe GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, den 4. August 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Michael Herting, Wirtschaftsprüfer ppa. Holger Brauner, Wirtschaftsprüfer |
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