Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 57531
Eingetragen
10.1.1995
Branche
Vermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungErbringung von LogistikdienstleistungenGüterbeförderung in der Hochsee- und Küstenschifffahrt
Gegenstand
Reederei-Vertretungen, Frachtagenturen, Non Vessel Operating Cargo Carrier (NVOCC), Befrachtungen, Schiffsmaklerei, Schiffscharterungen, Ferner die Organisation und Vermittlung internationaler Transporte, Projekttransporte, Lagerei, Umschlag, Distributionen sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten, Transportlogistik und Transportberatung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Geschäftsführer
Leonard Slezak
seit 19.9.2022
Geschäftsführer
Jörg Schmidt
seit 26.4.2012
Prokura
Joachim Kröhnke
seit 29.5.2002
Prokura
Jörg Fock
seit 19.4.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Jörg Michael Fock
Apensen
100.000 €
50.00%
Arend Heinrich Fock
Appel
100.000 €
50.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AMA Freight Agency GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

A K T I V A

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 58.047,00 93.529,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 175.464,00 207.717,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.194.890,81 1.124.162,81
2. Beteiligungen 55.237,00 5.624,60
1.250.127,81 1.129.787,41
1.483.638,81 1.431.033,41
B. Umlaufvermögen
I. Unfertige Erzeugnisse und Waren
1. Unfertige Leistungen 459.893,24 871.295,08
2. Waren 6.648,04 5.127,18
466.541,28 876.422,26
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.236.731,37 2.746.178,49
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.866.530,84 352.047,41
3. Forderungen gegen Gesellschafter 372.484,04 726.249,34
4. Sonstige Vermögensgegenstände 228.006,22 726.249,34
3.703.752,47 3.918.569,77
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 679.054,70 574.831,02
4.849.348,45 5.369.823,05
C. Rechnungsabgrenzungsposten 114.825,09 30.297,73
6.447.812,35 6.831.154,19

P A S S I V A

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Bilanzgewinn 1.352.451,20 26.381,48
1.552.451,20 226.381,48
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 398.276,03 788.298,00
2. Sonstige Rückstellungen 718.588,00 739.362,03
1.116.864,03 1.527.660,03
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.331.311,62 4.161.260,16
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 182.376,60 595.287,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.150.419,10 136.347,06
4. Sonstige Verbindlichkeiten 92.289,80 150.018,46
3.756.397,12 5.042.912,68
D. Passive latente Steuern 22.100,00 34.200,00
6.447.812,35 6.831.154,19

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 20.547.016,74 41.884.926,70
2. Erhöhung/ Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen -411.401,84 871.295,08
3. Sonstige betriebliche Erträge 210.884,82 400.637,22
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -13.900.300,15 -36.973.311,26
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.613.489,53 -2.971.182,29
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -580.485,97 -635.059,56
-3.193.975,50 -3.606.241,85
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -90.498,59 -164.389,33
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.298.983,27 -982.933,05
8. Erträge aus Beteiligungen 429.435,23 438.609,51
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 31.835,17 33.152,20
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -25.085,64 -10.571,32
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -601.560,29 -492.994,17
12. Ergebnis nach Steuern 1.697.366,68 1.398.179,73
13. Sonstige Steuern -1.296,96 -1.819,06
14. Jahresüberschuss 1.696.069,72 1.396.360,67
15. Ausschüttungen -370.000,00 -2.720.000,00
16. Ergebnisvortrag 26.381,48 1.350.020,81
17. Bilanzgewinn 1.352.451,20 26.381,40

Anhang zum 31. Dezember 2023

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der AMA Freight Agency GmbH wurde nach den gesetzlichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Soweit Wahlrechte hinsichtlich der Angaben in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung einerseits oder dem Anhang andererseits bestehen, wurden diese Wahlrechte aus Gründen der Übersichtlichkeit grundsätzlich zu Gunsten der Angaben im Anhang ausgeübt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB. Von den größenabhängigen Erleichterungen des § 276 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Bilanzierungsmethoden

Die Bilanzierungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches, der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie der gesellschaftsrechtlichen Verträge erstellt.

Bewertungsmethoden

Die Bewertung erfolgte nach dem Grundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB.

Die weiteren Bewertungsgrundsätze der § 252 ff. HGB wurden ebenfalls berücksichtigt.

Eine Änderung hinsichtlich der Bewertungsmethoden war gegenüber dem Vorjahr nicht zu verzeichnen.

Anlagevermögen

Das abnutzbare Anlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen, das nicht abnutzbare Anlagevermögen zu Anschaffungskosten bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten entsprechend der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände; siehe hierzu die beigefügte Entwicklung des Anlagevermögens.

Für geringwertige Wirtschaftsgüter wurden Abschreibungen gem. § 6 Abs. 2 EStG vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. soweit erforderlich zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Umlaufvermögen

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Leistungen sowie Waren wurden mit den Anschaffungskosten bzw. unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen wurden so bemessen, dass sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung tragen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Währungsumrechnung

Währungsforderungen wurden zum Tageskurs am Bilanzstichtag oder zu einem niedrigeren Kurs angesetzt. Währungsverbindlichkeiten wurden zum Tageskurs am Bilanzstichtag bzw. einem höheren Kurs bewertet.

Angaben zu den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Angaben zur Aktivseite:

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Fristigkeit der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellt sich wie folgt dar:

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
zum 31.12.2023 kleiner als 1 Jahr größer als 1 Jahr
TEUR TEUR TEUR
Summe 3.703,8 3.436,9 266,9

Angaben zur Passivseite:

Eigenkapital/ Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung der AMA Freight Agency GmbH schlägt der Gesellschafterversammlung vor, das nach Vorabausschüttungen verbleibende Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2023 (EUR 1.352.451,20) in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen entfallen auf:

31.12.202
TEUR
Tantiemen 446
Urlaub, Überstunden 130
Jahresabschlusskosten 68
Archivierung 39
Ausstehende Frachtrechnungen 15
Inflationsausgleichprämie 5
Übrige 16
719

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten stellten sich wie folgt dar:

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
zum 31.12.2023 kleiner als 1 Jahr 1 bis 5 Jahre größer als 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Summe 3.756,4 2.606,0 1.150,4 0,0

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen mit TEUR 35 (Vj. TEUR 109) Steuerverbindlichkeiten.

Latente Steuern

Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansatzsätzen von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen, Sachanlagen, Vorräten, Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt.

Die Bewertung der temporären Differenzen und der innerhalb der nächsten fünf Jahre verrechenbaren steuerlichen Verlustvorträge erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden durchschnittlichen kombinierten Steuersatz für Gewerbe- und Körperschaftsteuer in Höhe von insgesamt 32,3 %.

Im Berichtsjahr ergaben sich insgesamt passive latente Steuern aus der unterschiedlichen Bewertung des Sach- und Finanzanlagevermögens in Höhe von TEUR 22, die auf der Passivseite bilanziert wurden.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung:

Umsatzerlöse

Die Erlöse lassen sich wie folgt aufgliedern:

2023
TEUR %
Seefracht 14.361 69,9%
LKW 2.366 11,5%
Luftfracht 612 3,0%
Übrige 3.208 15,6%
20.547 100,0%

Kursgewinne und -verluste aus Währungsumrechnung

Im Geschäftsjahr entfielen TEUR 116 der sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf Kursverluste.

Verzinsung unter verbundenen Unternehmen

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen mit EUR 5.195,01 verbundene Unternehmen sowie mit EUR 21.815,77 Erträge aus der Verzinsung von Gesellschafterdarlehenskonten.

Sonstige Pflichtangaben

Anteilsbesitz

Die AMA war im Geschäftsjahr 2023 an folgenden Unternehmen im Sinne von § 271 Abs. 1 HGB beteiligt:

Name Anteilsbesitz Eigenkapital 2022 Ergebnis 2022
TEUR TEUR
AMA Indonesien 100 % 582 23
AMA China 100 % 1.061 302
AMA Vietnam 100 % - -
AMA Hongkong 100 % 166 1) 166 1)
AMA UK (ruhende Beteiligung) 100 % - -
SCS Hamburg 100 % 651 161
CHS Container (Shanghai) Co., Ltd. 50 % 227 299
CHS Container (Hongkong) Limited 50 % 421 2) 422 2)

1) Abschluss zum 31. März 2022

2) Abschluss zum 31. März 2023

Mitarbeiter

Die Anzahl der Mitarbeiter betrug im Geschäftsjahr 2023 (ohne Geschäftsleitung und Auszubildende) 49 Personen (Vorjahr: 46 Personen).

Geschäftsführung

Geschäftsführer der AMA waren im Geschäftsjahr

 

Herr Jörg Fock, Kaufmann, Apensen,

 

Herr Leonard Slezak, Speditionskaufmann, Bachelor of Science (Shipping, Trade & Transport), Hamburg

Von der Erleichterungsmöglichkeit zur Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.241, hiervon sind TEUR 254 innerhalb eines Jahres fällig. Die Verpflichtungen entfallen im Wesentlichen auf Mietverträge für Büro- und Stellplatzflächen, die eine Laufzeit bis 2030 haben (TEUR 1.096) sowie Verpflichtungen aus Leasingverhältnissen (TEUR 143).

Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Gegenüber den Gesellschaftern bestanden gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG die nachfolgenden Rechte und Pflichten:

Betrag in TEUR
Forderungen 372,5
Verbindlichkeiten 1.150,4

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ergeben.

 

Hamburg, den 10. Oktober 2024

AMA Freight Agency GmbH

Jörg Fock

Leonard Slezak

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 351.063,46 3.890,00 0,00 0,00 354.953,46
II. SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 327.945,33 18.873,59 0,00 35.121,15 311.697,77
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.124.162,81 70.728,00 0,00 0,00 1.194.890,81
2. Beteiligungen 5.624,60 49.612,40 0,00 0,00 55.237,00
1.129.787,41 120.340,40 0,00 0,00 1.250.127,81
1.808.796,20 143.103,99 0,00 35.121,15 1.916.779,04
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 257.534,46 39.372,00 0,00 296.906,46
II. SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 120.228,33 51.126,59 35.121,15 136.233,77
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
377.762,79 90.498,59 35.121,15 433.140,23
RESTBUCHWERTE
31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 58.047,00 93.529,00
II. SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 175.464,00 207.717,00
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.194.890,81 1.124.162,81
2. Beteiligungen 55.237,00 5.624,60
1.250.127,81 1.129.787,41
1.483.638,81 1.431.033,41

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I Wirtschaftsbericht

1. Darstellung zum Geschäftsverlauf

1.1. Tätigkeitsbereich

Die AMA Freight Agency GmbH ("AMA") ist ein in Hamburg ansässiges Logistikunternehmen, das sich auf internationale Speditionsdienste spezialisiert hat. Ursprünglich auf die Schifffahrtsindustrie fokussiert, erweiterte das Unternehmen 1996 seine Aktivitäten auf den Überseehandel und eröffnete Büros in der APAC-Region. Heute operiert AMA weltweit mit Präsenz in zahlreichen Ländern, einschließlich wichtiger Standorte wie Shanghai, Jakarta, Ho Chi Minh City und Kiew.

Das Unternehmen bietet eine Vielzahl von Transportlösungen an, darunter See- und Luftfracht, Straßentransport und Cross Trades. Es ist vor allem im Gefahrengutbereich ein spezialisierter Anbieter von Logistikdienstleistungen. Die Gruppe beschäftigt ca. 200 Mitarbeiter, bleibt trotz ihrer Reichweite ihrer Philosophie als familiengeführtes Unternehmen treu, nachhaltig auf organisches Wachstum zu setzen.

1.2. Wirtschaftliches Umfeld

Für das Jahr 2023 wird das Wirtschaftswachstum in Deutschland von mehreren Faktoren beeinflusst, darunter die anhaltenden Folgen der Energiekrise und die steigenden Zinssätze. Das Statistische Bundesamt hat gemeldet, dass das Wirtschaftswachstum im Jahr 2023 schwächer ausfiel als in den beiden Vorjahren. Das Wachstum betrug 0,4 Prozent, was einen deutlichen Rückgang im Vergleich zu 1,8 Prozent im Jahr 2022 und 2,7 Prozent im Jahr 2021 darstellt. Der private Konsum blieb schwach, Bau- und Unternehmensinvestitionen haben aufgrund höherer Finanzierungskosten nachgelassen, und die heimische Bürokratie- und Kostenbelastung belastete exportierenden Betriebe. Die staatlichen Konsumausgaben haben weiterhin einen unterstützenden Effekt auf das Wachstum, konnten den Rückgang in anderen Sektoren jedoch nicht vollständig kompensieren.

Die Importe fielen um fast 10 %, Exporte hingegen verzeichneten nur einen moderaten Rückgang mit 1,4 %. Das gesamte Handelsvolumen ist also rückläufig, was zum einen auf die sinkenden Import- und Exportpreise zurückzuführen ist, zum anderen aber auch durch ein reduziertes Aufkommen an aus- und eingeführten Waren im Vergleich zum Vorjahr resultiert.

Im Jahresrückblick für 2023 zeigt der Transport-Branchenindex von Timocom eine abgeschwächte, aber dennoch positive Entwicklung in Europa. Die Frachtangebote wuchsen um 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was jedoch deutlich unter dem Wachstum von 18 Prozent im Jahr 2022 liegt. Der zunehmende wirtschaftliche Druck in verschiedenen Branchen führte zu einer gedämpften Erholung der Transport- und Logistikmärkte.

Im Jahr 2023 konnte sich AMA im internationalen Wettbewerb weiterhin beständig behaupten. Das Unternehmen erzielte fortwährende Erfolge, indem es seine Expertise in der Gefahrgutlogistik ausbaute, und neue Märkte wie Vietnam erschloss. Geringere Frachtraten führten zwar zu einem deutlichen Rückgang der Umsatzerlöse, hatten jedoch keinen negativen Einfluss auf die Gewinnmarge. Durch optimierte Einkaufsprozesse konnte das Rohergebnis im Vergleich zum Vorjahr sogar weiter verbessert werden.

Der Rückgang der hauseigenen TEU-Volumina in Höhe von ca. 24 % zum Vorjahr spiegelt den allgemeinen Rückgang in der globalen Nachfrage nach Frachtkapazitäten wider. Dieser Trend, kombiniert mit dem starken Rückgang der Frachtraten im See- und Luftfrachtbereich, sorgte dafür, dass die Umsätze des Unternehmens deutlich zurückgingen. Während die Seefrachtraten im Jahr 2023 aufgrund von Überkapazitäten und gesunkener Nachfrage drastisch gefallen sind (bis zu 70 % im Vergleich zu 2022), waren auch die Luftfrachtraten von einem Rückgang betroffen, da sich das Angebot erholte und die Nachfrage nach allgemeinen Frachttransporten sank.

Trotz des Volumenrückgangs und der niedrigeren Frachtraten blieb die Gewinnmarge stabil, was auf mehrere Optimierungsmaßnahmen zurückzuführen ist. Die verbesserten Einkaufsprozesse, wie etwa eine effizientere Nutzung von günstigeren Seefrachtoptionen und der gezielte Einsatz von Luftfracht nur bei hochmargigen Waren, führten dazu, dass die Kosten gesenkt und der betriebliche Spielraum maximiert werden konnten. Zusätzlich halfen langfristige Lieferverträge, den Vorteil der niedrigeren Frachtraten voll auszuschöpfen, ohne dabei die Flexibilität in der Lieferkette zu verlieren.

Durch diese Maßnahmen konnte das Unternehmen die sinkenden Volumina und Umsätze kompensieren, sodass das Rohergebnis sogar über dem des Vorjahres lag.

Durch gezielte Maßnahmen zur Senkung des Personalaufwands gelang es, die Kosten um rund 10 % zu reduzieren, was die erheblich gestiegenen Ausgaben für Werbung und Reisen ausglich. Das EBIT erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 30 % auf TEUR 1.863. Die Erträge aus den Beteiligungen der Tochtergesellschaften blieben dabei stabil auf dem Niveau des Vorjahres.

2. Darstellung der Lage

2.1. Vermögenslage

31.12.2023 31.12.2022 +/-
TEUR % TEUR % TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 57 0,9 94 1,4 -37 -39,4
Sachanlagen 175 2,7 208 3,0 -33 -15,9
Finanzanlagen 1.250 19,4 1.130 16,5 120 10,6
Langfristig gebundenes Vermögen 1.482 23,0 1.432 20,9 50 3,5
Vorräte 467 7,2 876 12,8 -409 -46,7
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.237 19,2 2.746 40,2 -1.509 -55,0
Forderungen gegen Gesellschafter 372 5,8 94 1,4 278 295,7
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.867 29,0 352 5,2 1.515 430,4
Übrige Aktiva 343 5,3 756 11,1 -413 -54,6
Kurzfristig gebundenes Vermögen 4.286 66,5 4.824 70,7 -538 -11,2
Liquide Mittel 679 10,5 575 8,4 104 18,1
6.447 100,0 6.831 100,0 -384 -5,6
31.12.2023 31.12.2022 +/-
TEUR % TEUR % TEUR %
Eigenkapital 1.552 24,1 226 3,3 1.326 586,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.305 35,8 4.161 60,9 -1.856 -44,6
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.150 17,8 136 2,0 1.014 745,6
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 208 3,2 595 8,7 -387 -
Übrige Passiva 115 1,8 185 2,7 -70 -37,8
Kurzfristiges Fremdkapital 4.895 75,9 6.605 96,7 -1.710 -25,9
6.447 100,0 6.831 100,0 -384 -5,6

Bei der Beurteilung der Eigenkapitalquote ist zu berücksichtigen, dass die Bilanz im Wesentlichen aus Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen besteht. Hierbei handelt es sich wirtschaftlich um durchlaufende Posten.

2.2. Finanzlage

2.2.1. Finanzierungsmaßnahmen

Am 31. Dezember 2023 hatte AMA liquide Mittel im Gesamtwert von TEUR 679 zur Verfügung. Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten bestehen nicht.

Im Berichtsjahr ergaben sich Zahlungsmittelzuflüsse aus operativer Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 610 sowie Liquiditätsabflüsse aus der Investitionstätigkeit in Höhe von - TEUR 143 und aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von - TEUR 363.

2.2.2. Investitionen

Im Berichtsjahr wurden im Wesentlichen Investitionen in Büro- und Geschäftsausstattung und Software durchgeführt. Darüber hinaus wurde die AMA Vietnam mit einer Kapitaleinlage von TEUR 71 gegründet sowie Beteiligungen in Höhe von TEUR 50 erworben. Alle Investitionen wurden aus dem laufenden Cashflow finanziert.

2.3. Ertragslage

Die folgende Aufstellung zeigt die Ertragslage der AMA:

2023 2022 +/-
TEUR % TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 20.547 102,0 41.885 98,0 -21.338 -50,9
Bestandsveränderung -411 -2,0 871 2,0 -1.282 -147,2
Gesamtleistung 20.136 100,0 42.756 100,0 -22.620 -52,9
Materialaufwand -13.900 -69,0 -36.973 -86,5 23.073 -62,4
Personalaufwand -3.194 -15,9 -3.606 -8,4 412 -11,4
Abschreibungen -90 -0,4 -164 -0,4 74 -45,1
Verwaltungsaufwendungen -585 -2,9 -485 -1,1 -100 20,6
Mieten und Instandhaltungen -348 -1,7 -218 -0,5 -130 59,6
Kfz-Kosten -149 -0,7 -140 -0,3 -9 6,4
Vertriebsaufwendungen -94 -0,5 -76 -0,2 -18 23,7
Übrige Betriebserträge 200 1,0 189 0,4 11 5,8
Betriebsaufwand -18.160 -90,1 -41.473 -97,0 23.313 -56,2
Betriebsergebnis 1.976 9,9 1.283 3,0 693 54,0
Finanz-/ Beteiligungsergebnis 436 2,2 461 1,2 -25
Neutrales Ergebnis -114 -0,6 145 0,3 -259
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 2.298 11,5 1.889 4,5 409
Ertragsteuern -602 -3,0 -493 -1,3 -109
Jahresergebnis 1.696 8,5 1.396 3,2 300

Der im Berichtszeitraum 2023 erwirtschaftete Umsatz lässt sich in folgende Bereiche einteilen:

2023
TEUR %
Seefracht 14.361 69,9%
LKW 2.366 11,5%
Luftfracht 612 3,0%
Übrige 3.208 15,6%
20.547 100,0%

Der Materialaufwand (TEUR 13.900) entfällt fast vollumfänglich auf Aufwendungen für bezogene Transportdienstleistungen. Die Materialaufwandsquote beträgt 69,0 %.

Die Personalkosten (TEUR 3.194) entfallen auf einen im Berichtsjahr durchschnittlichen Mitarbeiterbestand von 57 Personen (inkl. Geschäftsführung und Auszubildende, umgerechnet auf Vollzeitkräfte).

II Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

1. Bestandsgefährdende Risiken

Nach Prüfung der gegenwärtigen Risikosituation lassen sich keinerlei Risiken feststellen, die die finanzielle Stabilität oder die Rentabilität nachhaltig gefährden können. Es bestehen keine bestandsgefährdenden Risiken.

Die Entwicklung der Ertragsperspektiven und der Zahlungsfähigkeit werden als positiv beurteilt. Langfristige Vermögensverluste sind nicht erkennbar.

2. Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die AMA hat gemäß den gesetzlichen Anforderungen ein Risikomanagementsystem installiert. Die Risiken werden in einem strukturierten und permanenten Prozess und mit Hilfe eines Risikoinventars identifiziert und bewertet.

Das Risikomanagementsystem wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich fortentwickelt. Es stellt die frühzeitige Erkennung von Entwicklungen sicher, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Des Weiteren führt die interne Revision permanent Prüfungen der Geschäftsabläufe auf Sicherheit und Ordnungsmäßigkeit durch. Dabei werden der Aufdeckung von Schwachstellen und Unregelmäßigkeiten sowie der daraus abgeleiteten Ausarbeitung von Empfehlungen zur Vermeidung besondere Aufmerksamkeiten geschenkt. Dieses System stellt in Verbindung mit detaillierten Planungen und anderen Controlling-Instrumenten eine umfassende Information über die aktuelle Situation des Unternehmens sicher. Somit ist die frühzeitige Erkennung von Chancen und Risiken durch das Risikomanagementsystem sichergestellt.

Die AMA ist bestrebt, frühzeitig rechtliche Risiken zu antizipieren. Die Identifikation dieser Risiken, die Abschätzung ihrer potenziellen Auswirkungen und die Ergreifung eventueller präventiver Maßnahmen sollen dazu beitragen, Verfahrensstreitigkeiten und Haftungsverpflichtungen zu vermeiden. Risiken aus Rechtsverfahren werden durch Rückstellungen in ausreichender Höhe in den Jahresabschlüssen erfasst. Darüber hinaus bestehen keine bestandsgefährdenden Risiken aus offenen Verfahren und Haftungsverpflichtungen.

3. Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko für die AMA wird als niedrig eingestuft. Liquiditätsbedarfe können aus dem laufenden Cashflow bedient werden. Kredite werden planmäßig getilgt.

Wir gehen davon aus, dass die bestehenden Zahlungsverpflichtungen weiterhin fristgerecht erfüllt werden.

4. Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko von Forderungen ist bei AMA weitgehend begrenzt. Jeder Kunde und Partner unterliegt regelmäßigen Untersuchungen zur Ausfallwahrscheinlichkeit, und risikobehaftete Forderungen sind von Beginn an durch eine Versicherung abgesichert

5. Sonstige Risiken

Wir gehen davon aus, dass durch die Rückstellungen alle erkennbaren Risiken in ausreichender Höhe abgedeckt sind. Für eventuelle Schadensfälle und Haftungsrisiken sind hinreichend Versicherungen abgeschlossen.

III. Prognosebericht

Trotz der anhaltenden Konflikte in der Ukraine und der zunehmenden Spannungen im Nahen Osten bleiben die für AMA relevanten Märkte in Europa, Asien und Amerikas im Jahr 2024 stabil und funktionsfähig. In allen Regionen sind die logistischen Infrastrukturen, einschließlich Lieferketten, Transportwege und Lagerkapazitäten, uneingeschränkt verfügbar. Es können keine nennenswerten Beeinträchtigungen der Geschäftstätigkeit festgestellt werden, sodass AMA in diesen Schlüsselregionen weiterhin erfolgreich operieren kann.

Die Geschäftsleitung geht weiterhin davon aus, dass AMA auch in Zukunft positive Ergebnisse erzielen wird. Obwohl Inflation und steigende Energiekosten nach wie vor Druck auf den Markt ausüben, gelingt es AMA durch die Optimierung und Diversifizierung interner Prozesse sowie organisches Wachstum, zuverlässige Lieferketten für den Kundenstamm sicherzustellen. Seit Beginn des Jahres 2024 hat AMA die interne Zusammenarbeit und Geschäftsanbindung innerhalb der eigenen Niederlassungen massiv ausgebaut. Die strategische Fokussierung auf die Gefahrgutlogistik und die verstärkten Aktivitäten in den Schlüsselmärkten haben es dem Unternehmen ermöglicht, den Herausforderungen des Marktes erfolgreich zu begegnen und folglich nachhaltiges Wachstum zu sichern.

 

Hamburg, den 10. Oktober 2024

AMA Freight Agency GmbH

Jörg Fock

Leonard Slezak

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AMA Freight Agency GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AMA Freight Agency GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kiel, 21. Oktober 2024

INTECON GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft SH

Martin Lange
Wirtschaftsprüfer

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