Stammdaten

Register
Amtsgericht Dortmund HRB 26916
Eingetragen
27.10.2014
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von Dienstleistungen von Psychotherapeutinnen und -therapeuten, klinischen und Gesundheitspsychologinnen und -psychologen, ohne ärztliche TherapienErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
die Entwickung sowie der Vertrieb von Softwarelösungen sowie die Erbringung von nicht genehmigungspflichtigen Beratungsdienstleistungen im Bereich der Gesundheit sowie der Persönlichkeitsentwicklung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Dagenbach
seit 25.7.2025
Geschäftsführer
Kurt Arif Ackermann
seit 25.7.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

15.76% identifiziert84.23% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
M***** K*******7NXT GmbH+3
15.76%

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
7NXT Luxco S.á r.l.LUX
75.23%
Simon Fiduciaria S.p.AITA
6.66%
2.34%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
30.120 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

7Mind GmbH

Dortmund

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

Die 7Mind GmbH, Dortmund, (im Folgenden "7Mind" oder "Gesellschaft") betreibt unter den Marken 7Mind und 7Sleep jeweils eine mobile App, die Online-Meditationstraining bzw. Online-Schlaftraining anbietet. Seit der Gründung im Jahr 2014 ist es das Ziel, Angebote zu schaffen, mit denen jede Person Meditieren lernen und Achtsamkeit in den Alltag integrieren kann sowie besseren Schlaf findet. Meditation und Achtsamkeit mit der 7Mind-App reduziert nachweislich Stress und sorgt für mehr Zufriedenheit (1) - ortsunabhängig.

Das Geschäftsmodell basiert auf dem Vertrieb von Abonnements an Individualpersonen und Unternehmen. Zudem bestehen Kooperationen mit Krankenkassen. Die Abos können für unterschiedlich lange Zeiträume, z. B. für einen Monat oder ein Jahr, gekauft werden. Die App wird weltweit über die App-Stores (bspw. Google Playstore oder Applestore) und auf der 7Mind-Website vertrieben.

7Mind ist in Berlin ansässig und gehörte von Januar 2020 bis Dezember 2023 zum Konzernverbund der Südwestdeutsche Medien Holding GmbH (im Folgenden "SWMH") mit Sitz in Stuttgart. Seit Dezember 2023 gehört die Gesellschaft zum Konzernverbund der 7NXT GmbH (im Folgenden "7NXT") mit Sitz in Berlin.

Die Gesellschaft verfolgt das Ziel, neue digitale Gesundheitsangebote zu entwickeln, international zu expandieren und damit den Bekanntheitsgrad der 7Mind-Marken gezielt zu erhöhen. Zusätzlich sollen bestehende Kernmärkte noch intensiver ausgebaut werden, indem neben der Erweiterung des Produktportfolios bestehende Partnerschaften und Vertriebswege ausgebaut werden.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

In Deutschland war die gesamtwirtschaftliche Lage im Kalenderjahr 2023 von den anhaltenden Folgen des Ukrainekriegs und in diesem Zusammenhang erhöhten Energiepreisen belastet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist laut dem Statistischen Bundesamt (2) in Deutschland 2023 um 0,3% gesunken. Die Wirtschaftsleistung im produzierenden Gewerbe ging insgesamt deutlich zurück. Entscheidend dafür waren eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung sowie erschwerte Finanzierungskonditionen durch deutlich gestiegene Zinsen. Zusätzlich sanken staatliche und private Konsumausgaben. Im Vergleich stieg im Vorjahr das BIP noch um 1,9%. Die Entwicklung im gesamten Euroraum war etwas besser als in Deutschland - hier wuchs das BIP im Jahr 2023 leicht um 0,5% gegenüber dem Vorjahr (3). Insgesamt verschlechterten sich die grundlegenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Berichtszeitraum aufgrund der großen Herausforderungen durch die anhaltend hohe Inflation und in weiterer Folge des anhaltend wirtschaftlich belastenden hohen Zinsniveaus. Ein Abbauen der geopolitischen Spannungen aufgrund des Ukrainekriegs in Europa ist ebenfalls weiterhin nicht absehbar.

Die gesamtwirtschaftliche Situation für mobile Meditationstrainings hat sich laut der Statista GmbH (4) im Jahr 2023 weiterhin vorteilhaft gestaltet. Der Markt für Meditations-Apps erlebt aufgrund der zunehmenden Beliebtheit von Meditation und Achtsamkeitsübungen ein starkes Wachstum. Die Bereitschaft, für digitale Achtsamkeits- und Meditationsinhalte zu bezahlen, hat in den letzten Jahren stark zugenommen, und ortsunabhängige, technologiegetriebene Formate haben mehr an Bedeutung gewonnen. Dieser Trend wurde durch die COVID-19-Pandemie weiter beschleunigt und verfestigt und hält unseres Erachtens nachhaltend an. Darüber hinaus hat die verstärkte Akzeptanz von Gesundheits-Apps in Verbindung mit Audioinhalten zu einer wachsenden Nachfrage geführt. Meditations-Apps bieten eine bequeme Lösung, da sie den Nutzern ermöglichen, jederzeit und überall auf geführte Meditationen und Achtsamkeitsübungen zuzugreifen. Wir rechnen fest damit, dass 7Mind von diesem Trend weiterhin langfristig profitieren wird. Im Geschäftsjahr 2023 hat sich die Verbraucherstimmung aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren, aber trotz allem anhaltend hohen Inflation verbessert. Trotzdem ist das Konsumklima weiterhin anhaltend negativ im Vergleich zu dem Zeitraum vor dem Anstieg der Verbraucherpreise Anfang 2022 (5). Die sich leicht verbessernde Verbraucherstimmung hatte unseres Erachtens einen positiven Effekt auf die Entwicklung des Umsatzwachstums vor allem bei selbst zahlenden Individualpersonen im Vergleich zum Vorjahr.

2.2 Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 hat sich für die Gesellschaft positiv entwickelt. Dabei lag der wesentliche Fokus weiterhin auf der Weiterentwicklung der 7Mind-App, dem Ausbau bestehender Partnerschaften mit Firmen- und Krankenkassenkunden sowie der Neuentwicklung der 7Sleep-App, die im Oktober 2023 auf den Markt gebracht wurde. Im Geschäftsjahr 2023 lag der Schwerpunkt innerhalb der 7Mind-App auf der Weiterentwicklung des Produkts, um Anforderungen durch Kooperationspartner zu erfüllen sowie das Angebot an Präventionskursen zu erweitern. Neben den bereits bestehenden Kursen zu achtsamkeitsbasiertem Stressmanagement ("ABSM"), Resilienz im Umgang mit Stress sowie progressiver Muskelentspannung kam Anfang 2023 der Kurs zu erholsamem Schlaf hinzu.

Im Geschäftsjahr 2023 ist das Umsatzwachstum mit 9,8% im Vergleich zum Vorjahreswert von 14,6% geringer ausgefallen. Dies ist vor allem dadurch zu erklären, dass die gesamtwirtschaftliche Lage 2023 in Deutschland weiterhin sehr angespannt ist. Das Konsumklima für Privatverbraucher ist weiterhin leicht negativ (6). Die Akquise von Firmenkunden gestaltet sich schwierig. Ebenso unterliegen Krankenkassen einem weiterhin hohen Kostendruck, vor allem getrieben durch Mehrausgaben im Zusammenhang mit der weiterhin anhaltenden Alterung der Bevölkerung. Die Gesellschaft konnte daher nicht wie geplant in Neukundenakquise durch Marketingaktivitäten investieren und verzeichnete ein geringeres Umsatzwachstum als im Vorjahr, das jedoch deutlich über dem BIP-Wachstum in Deutschland und dem Euroraum lag. Durch den Fokus auf den Ausbau bestehender Partnerschaften mit Firmen- und Krankenkassenkunden konnte 7Mind den negativen Effekt aus dem schwächer als geplanten Endkundengeschäft teilweise kompensieren, was per Saldo zu einem Anstieg des Gesamtumsatzes führte. Ein Haupttreiber des Umsatzwachstums waren neuartige Lizenzierungsmodelle, in denen großen, reichweitenstarken Medienpartnern entgeltliche Audioinhalte zur Verfügung gestellt wurden.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Umsatzerlöse von TEUR 11.375 (Vorjahr: TEUR 10.363) realisiert. Dies entspricht einer Planverfehlung um 7,8%.

Dem stehen geringere Marketingaufwendungen im Vergleich zum Plan gegenüber (-33,6%). Die Marketingaktivitäten wurden zum Plan sowie zum Vorjahr deutlich reduziert, da aufgrund einiger Prozessverbesserungen und des Verschiebens des Fokus auf bestimmte Produktkategorien mit wesentlich mehr Effizienz profitables Umsatzwachstum realisiert wurde.

Das Unternehmen hat das Geschäftsjahr 2023 mit einem Betriebsergebnis (TEUR 3.360) deutlich über dem Vorjahr (TEUR 2.870) beendet. Bereinigt um Beträge außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung im Zusammenhang mit Beratungsdienstleistungen aufgrund des Gesellschafterwechsels beträgt das Betriebsergebnis TEUR 4.220. Dies entspricht einer Steigerung zum Vorjahr um 47,0%, jedoch einer Planverfehlung von 7,1%. Zusätzlich weist die Gesellschaft mit TEUR 3.905 (Vorjahr: TEUR 5.438) zum Bilanzstichtag weiterhin einen hohen Bestand an liquiden Mitteln aus.

Insgesamt ergibt sich für die Geschäftsführung trotz des Verfehlens unserer ambitionierten Planungen eine positive Beurteilung des Geschäftsjahres. Es wurde adäquat auf das schwierige Marktumfeld im Berichtszeitraum reagiert, und ein deutliches Umsatz- sowie Betriebsergebniswachstum im Vergleich zum Vorjahr realisiert. Aus Sicht von 7Mind wurde signifikant in die Verbesserung des Produkts und der Kooperationspartnerschaften investiert, was einen positiven Effekt auf die nachfolgenden Geschäftsjahre haben sollte. Nach diesem herausfordernden Jahr sieht die Geschäftsführung in dem neuen strategischen Gesellschafter, der 7NXT GmbH, Potenzial für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft. 7Mind ist überzeugt, dass dadurch zukünftig bedeutende Synergiepotenziale gehoben werden können.

2.3 Gesamtlage des Unternehmens

2.3.1 Ertragslage

Die wesentlichen Ergebnisquellen sind der Verkauf von Abonnements an Privatkunden und Unternehmen sowie Kooperationen mit Krankenkassen.

Die Umsatzerlöse konnten im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 10.363 auf TEUR 11.375 gesteigert werden. Das Umsatzwachstum von 9,8% ist im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 Prozentpunkte geringer ausgefallen. Die Umsatzsteigerung resultierte vor allem aus dem Ausbau der Krankenkassenkooperationen und neuen Lizenzierungsmodellen für Audioinhalte an große, reichweitenstarke Medienpartner (beides zusammengefasst als B2B-Umsätze mit 20,3% Umsatzwachstum zum Vorjahr), während die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Abonnements an Privatkunden leicht rückläufig waren (-2,3% zum Vorjahr). Die Umsatzanteile gliederten sich in Abo-Erlöse (69,0%) sowie Non-Abo-Erlöse (31,0%). Der Großteil der Umsätze wurde in Deutschland (78,4%) erzielt. Dahinter folgten das EU-Ausland (13,3%) sowie Drittländer außerhalb der EU (8,3%).

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 888 auf TEUR 834 verringert. Diese Reduktion um 6,0% resultierte vorwiegend aus verringerten Kommissionen für App-Vertriebsplattformen (Google und Apple) durch weniger verkaufte Abonnements an Privatkunden und einer Verschiebung von Verkäufen von App-Vertriebsplattformen auf günstigere Web-Vertriebsplattformen, die niedrigere Gebühren pro Transaktion aufrufen.

Der Personalaufwand ist aufgrund von allgemein gestiegenen Gehaltskosten für die bestehende Belegschaft sowie erhöhten Tantiemezahlungen um 11,6% auf TEUR 4.311 (Vorjahr: TEUR 3.863) gestiegen. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter ist mit 56 Mitarbeitern gleich geblieben. Es gab keine wesentlichen strategischen Veränderungen, die Auswirkungen auf die Organisationsstruktur oder -größe hatten.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen erhöhten sich leicht von TEUR 28 auf TEUR 30. Die Sachanlagen beinhalteten im Wesentlichen IT-Hardware für Mitarbeiter sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Erhöhung ist vor allem auf Neuanschaffungen von IT-Hardware zurückzuführen. Zudem sind neue Mitarbeiter angehalten, bereits angeschaffte und von ausscheidenden Mitarbeitern zurückgegebene Dienstgeräte zu nutzen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassten insbesondere Aufwendungen für Marketing, Softwarelizenzen sowie Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen. Diese erhöhten sich um 7,8% auf TEUR 2.954 (Vorjahr: TEUR 2.742). Die Ausgaben für Marketing waren dabei rückläufig; dies ist auf die verstärkte Effizienz im Bereich digitales Performance-Marketing und das Einsparen von Werbebudgets im Zusammenhang mit der sich verschlechternden Verbraucherstimmung zurückzuführen. Aufwendungen für Softwarelizenzen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr. Dies resultierte aus dem verstärkten Einsatz von Drittanbieterlösungen im Zusammenhang mit der Modernisierung der technologischen Infrastruktur. Ausgaben für Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen haben sich im Vergleich zum Vorjahr vor allem aufgrund von einmaligen Honoraren im Zusammenhang mit der im Geschäftsjahr 2023 ausgelaufenen Beratertätigkeit der aus der operativen Geschäftsführung ausgeschiedenen Gründer stark erhöht.

Im Geschäftsjahr 2023 steigerte sich das Finanzergebnis von TEUR 25 im Vorjahr auf TEUR 159. Dies ist auf den starken Anstieg der Zinsen auf Einlagen zurückzuführen. Überschüssige liquide Mittel wurden der Konzernmutter im Rahmen einer Cash-Pooling-Vereinbarung zur Verfügung gestellt. Aufgrund des Gesellschafterwechsels zum Jahresende wurde das Cash-Pooling aufgelöst.

Der Jahresüberschuss nach Steuern beträgt im Geschäftsjahr 2023 TEUR 2.455 und liegt um 21,7 % über dem Vorjahr. Das operative Betriebsergebnis konnte von TEUR 2.870 auf TEUR 3.360 gesteigert werden.

2.3.2 Finanzlage

Das Unternehmen verfügte zum 31. Dezember 2023 weiterhin über ausreichend Liquidität, um die laufende Geschäftstätigkeit und zukünftiges Wachstum zu finanzieren. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wiesen zum Bilanzstichtag einen Bestand von TEUR 3.905 (Vorjahr: TEUR 368) auf. Im Vorjahr waren außerdem TEUR 5.070 im Cash-Pooling mit der bisherigen Gesellschafterin angelegt, die in die Liquiditätsbetrachtung einzubeziehen waren. Dem steht zum 31. Dezember 2023 ein mehrjähriges Darlehen an die 7NXT in Höhe von TEUR 3.300 gegenüber. Trotz der Darlehensausreichung und der Gewinnausschüttung von TEUR 2.017 an den Altgesellschafter SWMH im Juni 2023 hat sich der Bestand an liquiden Mitteln nur um TEUR 1.533 reduziert.

2.3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 25,2% erhöht und betrug TEUR 10.453 (Vorjahr: TEUR 8.348). Darin enthalten sind Sachanlagen mit TEUR 12 (Vorjahr: 17 TEUR) sowie erstmalig Finanzanlagen mit TEUR 3.300 im Zusammenhang mit einem Darlehen an die neue Gesellschafterin 7NXT GmbH. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 1.225 (Vorjahr: TEUR 2.065) und betrafen vor allem Forderungen gegen Krankenkassen. Die liquiden Mittel betrugen zum 31. Dezember 2023 TEUR 3.905 (Vorjahr: TEUR 5.438, unter Berücksichtigung des o.g. Cash-Pooling-Guthabens von TEUR 5.070).

Das Eigenkapital betrug TEUR 3.795 (Vorjahr: TEUR 2.654) und wies neben dem gezeichneten Kapital eine erhöhte Kapitalrücklage von TEUR 1.305 (Vorjahr: TEUR 602) aus. Die Erhöhung der Kapitalrücklage resultierte aus der Einzahlung des Altgesellschafters als Ausgleich für ergebniswirksame einmalige erfolgsabhängige Beraterhonorare der Gründer. Zusätzlich wies die Gesellschaft einen unveränderten Gewinnvortrag von TEUR 4 aus. Im Geschäftsjahr 2023 hat die Gesellschaft einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.455 (Vorjahr: TEUR 2.017) erwirtschaftet. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 199 (Vorjahr: TEUR 361) betreffen insbesondere im Vergleich zum Vorjahr gesunkene Tantieme-, Bonus- und Urlaubsrückstellungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 963 (Vorjahr: TEUR 49). Der hohe Anstieg ergab sich vorwiegend aus dem o.g. noch nicht bezahlten Beraterhonorar für die Gründer. Die Sonstigen Verbindlichkeiten umfassten hauptsächlich Verbindlichkeiten aus Steuern und betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 1.715 (Vorjahr: TEUR 1.236). Die Passiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 3.781 im Zusammenhang mit den Umsatzerlösen aus Abonnements-Verkäufen stellten 36,2% der Bilanzsumme dar und haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 6,6% verringert (Vorjahr: TEUR 4.048).

2.3.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Geschäftsführung orientiert sich insbesondere an den Umsatzerlösen und dem operativen Betriebsergebnis (d.h. "EBIT" - definiert als Saldo der GuV-Posten 1. bis 6.) als wichtigste finanzielle Leistungsindikatoren.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

In ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2023 erwartet die Bundesregierung für das Kalenderjahr 2024 eine leichte Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 0,2%. Die gesamtwirtschaftliche Situation für digitale Gesundheitsangebote wird nach Einschätzung der Geschäftsführung aufgrund der angespannten Konsumentenstimmung im Zusammenhang mit der anhaltend hohen Inflation und den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine weiterhin angespannt bleiben. Die Geschäftsführung geht für das Geschäftsjahr 2024 davon aus, dass der Markt für mobile Meditationsinhalte nur moderat wachsen wird, jedoch deutlich über dem gesamtwirtschaftlichen Wachstum. Dies wird ebenfalls durch Marktforschung (7) bestätigt (+3,9% zum Vorjahr). Es wird davon ausgegangen, dass die Zahlungsbereitschaft der Kunden aufgrund des hohen Wettbewerbs durch Konkurrenzangebote und gesteigerter Lebenshaltungskosten stagniert. Die Geschäftsführung plant daher nur mit moderatem Umsatzwachstum im Jahr 2024 aus dem Privatkundensegment. Das Umsatzwachstum soll vorwiegend aus dem weiteren Ausbau von Firmenkunden- und Krankenkassenkooperationen entstehen. Die Ertragslage und der Bestand an liquiden Mitteln werden dabei weiterhin kontrolliert, um ertrags- und finanzwirtschaftliche Risiken steuern zu können. Für das Geschäftsjahr 2024 plant die Gesellschaft, im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 eine deutliche Umsatzsteigerung in Höhe von 23,6% zu erzielen. Diese Umsatzsteigerung soll wie bereits im Geschäftsjahr 2023 vorwiegend durch den Ausbau bestehender Firmen- und Krankenkassenpartnerschaften ermöglicht werden. Um die positive Entwicklung des Unternehmens über das Geschäftsjahr 2024 hinaus zu unterstützen, soll in die Entwicklung neuer Produkte investiert werden. Die Geschäftsführung plant, im Geschäftsjahr 2024 eine neue App für Privatkunden an den Markt zu bringen und diese ebenfalls über den Vertrieb an Firmen- und Krankenkassenkunden zu monetarisieren. Der Personalaufbau zur Unterstützung der von der Geschäftsführung veranlassten Strategie ist im Wesentlichen bereits im Geschäftsjahr 2022 abgeschlossen und durch den erfolgreichen Launch der eigenständigen 7Sleep-App im Herbst 2023 bestätigt worden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, insbesondere für App-Store- und Zahlungsprovisionen, Marketing sowie Softwarelizenzen, werden sich proportional zum Umsatzwachstum erhöhen. Trotz der erhöhten Kosten rechnet die Geschäftsführung für das kommende Geschäftsjahr mit einem deutlich überproportional steigenden operativen Betriebsergebnis um 57,8%, resultierend aus dem Wegfall von Einmaleffekten des Geschäftsjahres 2023 sowie Skaleneffekten im Vertrieb der bestehenden und neu entwickelten Gesundheits-Apps.

Die geplanten Wachstumsmaßnahmen wie die Weiterentwicklung des Produktportfolios sowie die Intensivierung der Geschäftstätigkeit in bestehenden sowie neuen Märkten können durch die bestehende Liquidität finanziert werden.

3.2 Risikobericht

Über die monatlichen Controlling-Reporte, die alle wesentlichen unternehmerischen Risikodimensionen adressieren, ist gewährleistet, dass im Rahmen eines systematisch verankerten Prozesses Risiken auf Geschäftsleitungsebene frühzeitig identifiziert werden und bei Bedarf rechtzeitig gegengesteuert werden kann.

Bei digitalen Geschäftsmodellen ergeben sich Risiken aus geringerer Neukundengewinnung und dem Verlust bestehender Kunden. Damit im Zusammenhang stehen auch die Veränderungen bzgl. des Nutzer-Verhaltens, der Marketingkosten und der Effektivität des Marketings. Durch detaillierte Analyse und Auswertung von historischen Daten ist es 7Mind einerseits möglich, zukünftiges Nutzer-Verhalten und Effekte verschiedener unternehmerischer Entscheidungen und Ereignisse einzuschätzen. Andererseits werden die Auswirkungen getroffener Entscheidungen und Aktionen zeitnah mitverfolgt. Dies ermöglicht es, sowohl etwaige Risiken angemessen einstufen zu können als auch bei Bedarf direkt Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Darüber hinaus werden bei allen Veränderungen, Erneuerungen und Maßnahmen zunächst Tests durchgeführt, um die tatsächlichen Auswirkungen zu simulieren und langfristig die für die Gesellschaft effektivste Maßnahme zu wählen. Die hauptsächlich digitale Präsenz von 7Mind erlaubt kurzfristige Roll-backs von Anpassungen im Produkt und in den Marketingkanälen, sofern sich diese vorherigen Anpassungen trotz Tests und positiven Indikationen als nicht erfolgreich erweisen sollten.Zudem könnte die Wettbewerbsintensität infolge der niedrigen Markteintrittsbarriere weiter zunehmen. Steigender Wettbewerb könnte zu geringeren Preisen oder zu einem Verlust von Marktanteilen und damit einhergehend zu Umsatz- und Ergebnisrisiken führen. Die Geschäftsführung verfolgt die Entwicklungen am Markt sehr genau, um rechtzeitig auf neue Gegebenheiten und Wettbewerber reagieren und branchenspezifische Risiken minimieren zu können. Als wesentliche Wettbewerber können nach unserer Einschätzung derzeit "Headspace" und "Calm" eingestuft werden.

Diese Unternehmen bieten ähnliche Produkte an und dominieren den globalen Markt für Meditations-Apps. Insgesamt weist 7Mind durch Kooperationen mit Krankenkassen und Firmenkunden sowie diverse lokale Zertifizierungen verglichen mit den Wettbewerbern komparative Wettbewerbsvorteile im deutschen Markt auf. Zudem zählt die 7Mind-App zu den beiden einzigen von insgesamt 20 teilnehmenden Apps, die im Test der Stiftung Warentest (Ausgabe 08/2021) mit der Bewertung "gut" überzeugen konnten. Durch den weiteren Markenaufbau sowie kontinuierliche Investitionen in effizientere Kundenansprache und eine stetige Produktentwicklung wird dieses Risiko abgeschwächt.

Die genannten Risiken werden als beherrschbar eingestuft.

Da unsere Produkte unter anderem über die App-Stores (Google Playstore und Applestore) vertrieben werden, resultiert ein Risiko aus zukünftig höheren App-Store Gebühren. Zudem bestehen Risiken aufgrund steigender Werbepreise bei Social Media-Plattformen. Das genannte Risiko wird als beherrschbar eingestuft. Die finanzielle Auswirkung der genannten Risiken wird als mittel eingestuft. Die Eintrittswahrscheinlichkeit als gering, sodass die Geschäftsführung die Gesamtrisiken als beherrschbar einstuft.

Grundsätzlich besteht das Risiko, dass Forderungen ausfallen können. Die Geschäftsführung schätzt das Ausfallrisiko bei einer niedrigen Eintrittswahrscheinlichkeit als sehr gering ein, da Forderungen im Wesentlichen aus Umsätzen mit wenigen, großen Krankenkassen sowie den bereits erwähnten App-Store-Anbietern resultieren.

Aufgrund der stabilen Liquiditätslage des Unternehmens sowie der Zugehörigkeit zum 7NXT-Konzernverbund werden Liquiditätsrisiken, einschließlich aus Zahlungsstromschwankungen resultierenden, als sehr gering eingestuft.

Die Mitarbeiterbeschaffung in Deutschland gestaltet sich aufgrund des anhaltenden Fachkräftemangels als eine zunehmend große Herausforderung. Insbesondere für technisch spezialisierte Berufsgruppen werden qualifizierte Fachkräfte verstärkt gesucht. Um diesem Engpass entgegenzuwirken, hat sich das "Employer-of-Record"-Modell als eine effektive Mitigierungsstrategie für die Gesellschaft erwiesen. Durch dieses Modell können Fachkräfte, auch aus dem Ausland, rekrutiert werden. Dadurch wird die Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft gestärkt.

Als digital native Gesellschaft mit ausschließlich digitalen Geschäftsmodellen besteht ein zunehmendes Risiko im Bereich der Cybersicherheit. Durch die gesetzliche Verpflichtung zur Bestellung eines Datenschutzbeauftragten sowie die Implementierung technischer und organisatorischer Maßnahmen, die auf einer zentralen digitalen Dokumentationsplattform dokumentiert sind, werden diese Risiken weitestgehend minimiert. Durch agile Prozessschritte auf dieser Plattform können potenzielle Risiken leicht identifiziert und behoben sowie die Einhaltung von Datenschutzbestimmungen sichergestellt werden.

Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

3.3 Chancenbericht

Das Unternehmen ist überzeugt, dass es eine strategisch sehr gute Position im Wachstumsmarkt für mobile Meditationsinhalte besetzt, und sieht sich gut aufgestellt, um weiterhin erfolgreich am Markt zu wachsen. Insbesondere in dem Ausbau des Produktportfolios, der Internationalität und der damit verbundenen Erschließung neuer Märkte und Kundengruppen ergeben sich sehr gute Potenziale. Meditationsinhalte werden im Markt immer stärker nachgefragt8; die Bereitschaft, über Technologie jederzeit und überall meditieren zu können, ist im Mainstream der Zielgruppe angekommen. Diese Faktoren erhöhen unseres Erachtens die Chancen auf eine erhöhte Zahlungsbereitschaft im Markt des technologiebasierten, mobilen und selbstbestimmten Meditierens in Verbindung mit Audio-Inhalten. Des Weiteren arbeitet 7Mind fortlaufend an Ideen für neue digitale Gesundheitsangebote. Wir sind überzeugt, dass der Ausbau des Angebotskataloges eine große Chance der Weiterentwicklung für die Gesellschaft beinhaltet, um bestehende Kunden länger zu binden und neue Kunden zu gewinnen. Damit einhergehend rechnet die Gesellschaft mit einer weiteren Verbesserung der finanziellen Leistungsindikatoren, die einen positiven Effekt auf den Unternehmenswert haben werden.

 

Berlin, den 5. April 2024

Thomas Hoefer

Mohamed Youssef

Anna Rosenbaum

1 https://journal.medicine.berlinexchange.de/pub/psfkp6co/release/2

2 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html

3 https://ec.europa.eu/eurostat/documents/2995521/18404141/2-30012024-AP-DE.pdf/6a7c7ff2-9350-8661- aea5-618d237639e5

4 https://de.statista.com/outlook/dmo/digital-health/digital-fitness-well-being/gesundheits-wellness- coaching/meditations-apps/weltweit?currency=eur

5 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2425/umfrage/gfk-konsumklima-index/

6 https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/jahreswirtschafsbericht-2024-2261242

7 https://www.statista.com/outlook/dmo/digital-health/digital-fitness-well-being/health-wellness-coaching/meditation-apps/germany?currency=USD&locale=en#revenue

8 https://de.statista.com/outlook/dmo/digital-health/digital-fitness-well-being/gesundheits-wellness-coaching/meditations-apps/weltweit?currency=eur

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.311.609,00 17.044,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1,00 1,00
II. Sachanlagen 11.608,00 17.043,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.608,00 17.043,00
III. Finanzanlagen 3.300.000,00
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.300.000,00
B. Umlaufvermögen 6.938.620,04 8.221.545,17
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.033.684,39 7.853.781,43
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.464,38 5.069.518,63
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.027.220,01 2.784.262,80
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.904.935,65 367.763,74
C. Rechnungsabgrenzungsposten 203.147,97 109.198,78
Summe Aktiva 10.453.377,01 8.347.787,95

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.794.789,96 2.653.611,23
I. Gezeichnetes Kapital 30.120,00 30.120,00
II. Kapitalrücklage 1.305.380,00 602.380,00
III. Gewinnvortrag 4.297,29 4.297,29
IV. Jahresüberschuss 2.454.992,67 2.016.813,94
B. Rückstellungen 199.110,24 361.153,96
C. Verbindlichkeiten 2.678.122,10 1.284.901,96
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 42,33
2. sonstige Verbindlichkeiten 2.678.122,10 1.284.859,63
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.781.354,71 4.048.120,80
Summe Passiva 10.453.377,01 8.347.787,95

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 10.655.942,98 9.502.778,26
2. Personalaufwand 4.311.489,60 3.863.118,98
a) Löhne und Gehälter 3.759.683,47 3.279.654,44
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 551.806,13 583.464,54
davon für Altersversorgung 1.261,00 792,00
3. Abschreibungen 29.880,39 27.896,51
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 29.880,39 27.896,51
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.954.210,42 2.741.595,16
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 6.464,38
davon aus verbundenen Unternehmen 6.464,38
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 152.435,77 25.203,99
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 289,74 246,96
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.063.980,31 878.310,70
9. Ergebnis nach Steuern 2.454.992,67 2.016.813,94
10. Jahresüberschuss 2.454.992,67 2.016.813,94

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Die 7Mind GmbH, Dortmund, (im Folgenden auch "7Mind" oder "Gesellschaft") ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Dortmund unter der Nummer HRB 26916 eingetragen. Geschäftsanschrift der Gesellschaft war seit 2021 Neue Schönhauser Straße 19, 10437 Berlin und ist ab dem 19. März 2024 Ritterstraße 12, 10969 Berlin.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Gesellschaften wurden in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches gemäß §§ 242 bis 256a HGB unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 bis 288 HGB) und § 42 GmbHG erstellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen auf Zugänge des Anlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer (3 bis 13 Jahre). Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250 werden nicht aktiviert, sondern im sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst. Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von EUR 250 bis EUR 800 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Vom Wahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB zum Ansatz selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens macht die Gesellschaft keinen Gebrauch.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Gegebenenfalls werden notwendige Einzelwertberichtigungen gebildet.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Die in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthaltenen Abgrenzungen entsprechen den zeitanteiligen Vorleistungen.

Das gezeichnete Kapital entspricht dem Gesellschaftsvertrag und der Eintragung im Handelsregister, die Kapitalrücklage und der Gewinnvortrag den Gesellschafterbeschlüssen.

Die Steuerrückstellungen betreffen die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden im Zeitpunkt ihres Entstehens mit dem Wechselkurs von diesem Tag umgerechnet. Am Bilanzstichtag werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden zusätzlich das Realisationsprinzip und das Anschaffungskostenprinzip beachtet.

Die in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthaltenen Abgrenzungen entsprechen den zeitanteiligen Einnahmen vor dem Bilanzstichtag und im Falle der Abonnements ratierlich über die Laufzeit aufgelöst.

Für Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten werden, soweit sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, latente Steuern ermittelt. Latente Steuern werden verrechnet bilanziert. Gemäß dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird auf einen Ausweis des sich u.U. ergebenden Überhangs von aktiven latenten Steuern verzichtet.

3. Angaben zur Bilanz

AKTIVA

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Die Ausleihungen entfallen vollständig auf den Gesellschafter.

Umlaufvermögen

Forderungen gegen verbundene Unternehmen stellen in Höhe von EUR 6.464,38 (Vj.: EUR 0,00) gleichzeitig Forderungen gegen Gesellschafter dar.

Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr betragen im Geschäftsjahr TEUR 108 (Vorjahr: TEUR 1). Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

PASSIVA

Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Tantiemen und Boni TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 100), Urlaubsrückstellungen TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 98) sowie Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 80). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr existieren wie im Vorjahr nicht.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 1.708.469,88 (Vorjahr: EUR 1.228.271,95) sowie im Rahmen sozialer Sicherheit in Höhe von EUR 6.465,53 (Vorjahr: EUR 7.916,62).

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Personalaufwand

Aufwendungen für ausländische Leiharbeitnehmer:innen, die arbeitsrechtlich den eigenen Mitarbeitenden gleichgestellt sind, werden im Personalaufwand erfasst.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge aus verbundenen Unternehmen sind zum Bilanzstichtag in Höhe von EUR 150.373,27 (Vj.: EUR 25.203,99) sowie Zinsen und ähnliche Aufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 211,74 (Vj.: EUR 246,96) auszuweisen.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer nach § 267 (5) HGB

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 56 (Vorjahr: 56) Arbeitnehmer:innen (davon Vollzeit: 30 und Teilzeit: 26) bei der Gesellschaft beschäftigt. Die ermittelte Mitarbeiterzahl enthält sechs den eigenen Mitarbeitenden arbeitsrechtlich gleichgestellte ausländische Leiharbeitnehmer:innen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 780 (Vorjahr: TEUR 441). Darin sind Miet-, Versicherungs- und Dienstleistungsverträge mit den folgenden Beträgen und Fälligkeiten enthalten:

In TEUR 2024 2025 - 2028
Mietverträge 143 24
Davon gegenüber verbundenen Unternehmen 120 24
Versicherungen 8 0
Dienstleistungsverträge 629 26
Davon gegenüber verbundenen Unternehmen 480 0
Gesamtsumme 780 50

Beträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung nach § 285 Nr. 31 HGB

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahres 2023 enthalten Aufwendungen für einmalige erfolgsabhängige Beraterhonorare der Gründer in Höhe von TEUR 860. Dies mit dem Hintergrund, dass die Gründer maßgeblich an der Verlängerung und Ausweitung der B2B-Verträge beteiligt waren.

Geschäftsführer

Die Geschäfte der Gesellschaft wurden bzw. werden wahrgenommen durch:

- Herrn Mohamed Youssef: Produkt, Administration

- Herrn Thomas Höfer: Marketing & Vertrieb

- Frau Anna Rosenbaum (ab dem 1. Januar 2023): Content

Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der 7NXT GmbH, Berlin, (Amtsgericht Charlottenburg HRB 202767) einbezogen. Die 7NXT GmbH, Berlin, erstellt einen befreienden Konzernabschluss und Konzernlagebericht für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen, die der das Unternehmensregister führenden Stelle elektronisch zur Einstellung in das Unternehmensregister übermittelt werden.

Nachtragsbericht

Der Geschäftsführung sind keine Vorgänge besonderer Bedeutung im Sinne von § 285 Nr. 33 HGB nach Abschluss des Geschäftsjahres bekannt.

Honorar des Abschlussprüfers

Als Honorar des Abschlussprüfers Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, wurden im Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von TEUR 30 erfasst, die ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen betrafen.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 von EUR 2.454.992,67 mitsamt dem Gewinnvortrag von EUR 4.297,29 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Berlin, den 5. April 2024

Thomas Hoefer

Mohamed Youssef

Anna Rosenbaum

Vorstehende Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang sind eine verkürzte Fassung des aufgestellten Jahresabschlusses.

Anlagenspiegel

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
1.Jan
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.Dez
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 125.491,87 0,00 0,00 0,00 125.491,87
Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 187.588,57 13.401,37 0,00 0,00 200.989,94
Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 3.300.000,00 0,00 0,00 3.300.000,00
313.080,44 3.313.401,37 0,00 0,00 3.626.481,81
kumulierte Abschreibungen
1.Jan
EUR
Zugänge
EUR
Zuschreibungen
EUR
Abgänge
EUR
31.Dez
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 125.490,87 0,00 0,00 0,00 125.490,87
Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 170.545,57 18.836,37 0,00 0,00 189.381,94
Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
296.036,44 18.836,37 0,00 0,00 314.872,81
Buchwerte
1.Jan
EUR
31.Dez
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1,00 1,00
Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.043,00 11.608,00
Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 3.300.000,00
17.044,00 3.311.609,00

sonstige Berichtsbestandteile

Ergebnisverwendung:

Gemäß Gesellschafterbeschluss vom 21.03.2025 wird der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 von EUR 2.454.992,67 mitsamt dem Gewinnvortrag von EUR 4.297,29 auf neue Rechnung vorgetragen.

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 21.03.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht. Bei der Offenlegung des Jahresabschlusses wurde von den größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB Gebrauch gemacht.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die 7Mind GmbH, Dortmund

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der 7Mind GmbH, Dortmund, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der 7Mind GmbH, Dortmund, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 5. April 2024

SüdTreu Süddeutsche Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Anton Schreitt, Wirtschaftsprüfer

Alexander Bogenhauser, Wirtschaftsprüfer

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