MJ Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Parnia Ahmadi Simab seit 7.10.2021 | Prokura |
Keihan Dr. Ahmadi-Simab seit 16.8.2013 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Keihan Ahmadi Simab | 49.90% |
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.10% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MEDIZINICUM GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021der Firma Medizinicum GmbH1. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die MEDIZINICUM GmbH hat ihren Sitz in Hamburg und ist in das Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB 128644 eingetragen. Die MEDIZINICUM GmbH ist eine Arztpraxis mit angeschlossener Klinik (gem. § 30 GewO). Sie verfügt über eine Tochtergesellschaft (Klinikum Stephansplatz GmbH) und ist Betreiberin eines überörtlichen MVZ, spezialisiert auf Diagnostik und Therapie in über 20 medizinischen Fachgebieten für Innere Medizin (u.a. Rheumatologie, Pneumologie, Gastroenterologie, Kardiologie, Endokrinologie, Radiologie, Orthopädie, Urologie, Labordiagnostik, etc.), Augenheilkunde und mit einer angeschlossenen Radiologie. Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb von Arztpraxen, des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) "Meine Ärzte", von Nebeneinrichtungen und Nebenbetrieben, die Kooperationen im heilberuflichen Umfeld sowie die Aus- und Weiterbildung medizinischer und anderer medizinnaher Berufe. Dabei stellt die MEDIZINICUM GmbH ein optimales sektorübergreifendes Therapie- und Diagnostikangebot zur Verfügung, das in dieser Form in Norddeutschland einzigartig ist. Die enge und langjährige Kooperation mit Fachärzten ist dabei eine wesentliche Säule zur Versorgung der Patienten. Den überwiegend regionalen Patienten wird eine nachhaltige Versorgung angeboten und auch Patienten aus der angrenzenden Metropolregion Hamburg und internationale Patienten nutzen diese Möglichkeit. Die Abrechnungen ambulanter Leistungen ergeben sich aus den Regelungen des einheitlichen Bewertungsmaßstabs (EBM 2000plus i.V. m. SGB V) im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung, der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) für privatärztliche und individuelle Gesundheitsleistungen, der UV-GOÄ im Rahmen der Behandlung von Berufskrankheiten und Arbeitsunfällen sowie individuellen Verträgen mit Kooperationspartnern wie bspw. Laboren. Im Rahmen dieses Aufgabenbereiches war die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2021 wirtschaftlich tätig. Die Tätigkeit der Gesellschaft ist entsprechend ihres Gesellschaftszwecks auf Gewinnerzielung ausgerichtet. Nur so kann eine langfristige Substanz- und Vermögenserhaltung gewährleistet, Arbeitsplätze für unser qualifiziertes Fachpersonal gesichert und gemehrt sowie hochwertige und moderne Patientenversorgung garantiert werden. 1.2. Ziele und Strategien Ziel der MEDIZINICUM GmbH ist die Verfolgung des Unternehmensgegenstandes durch Erbringung und Sicherstellung der medizinischen Versorgung an den Orten der Betriebsstätten sowie der jeweils angrenzenden Regionen. Die Sicherstellung erstreckt sich im ambulanten Sektor auf die ausgewiesenen medizinischen Fachrichtungen und Schwerpunkte. Die Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der ambulanten Medizin erfordern einen zunehmend leistungsorientierten Ausbau medizinischer Schwerpunkte und Spezialisierung in medizinischen Kernbereichen. Die kontinuierliche nachfragebasierte Leistungssteigerung, die nachhaltige Nutzung von Synergie- und Wachstumspotenzialen im Gesundheitsbereich durch die Stärkung der Kooperationen und des medizinischen Versorgungszentrums, soll die positive Entwicklung der MEDIZINICUM GmbH sicherstellen. 1.3. Steuerungssystem Das Berichtswesen umfasst neben dem Finanz- und Erlöscontrolling das Rechnungswesen als unverzichtbares zentrales Steuerungsinstrument. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Im Vergleich zum vorangegangenen Krisenjahr 2020, in dem die Produktion im Zuge der Corona-Pandemie teilweise massiv eingeschränkt worden war, hat sich die Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 in fast allen Wirtschaftsbereichen erhöht. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2021 von 44,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren etwa genauso viele Erwerbstätige wie im Vorjahr. Allerdings arbeiteten viele Erwerbstätige nun in anderen Wirtschaftsbereichen oder anderen Beschäftigungsverhältnissen als zuvor. Die staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2021 nach vorläufigen Berechnungen mit einem Finanzierungsdefizit von 153,9 Milliarden Euro. Das war noch etwas mehr als im Jahr 2020 mit 145,2 Milliarden Euro und das zweithöchste Defizit seit der deutschen Vereinigung. Das Defizit des Bundes stieg beträchtlich und war im Jahr 2021 mit 155,3 Milliarden Euro sogar noch etwas höher als das Defizit des Staates insgesamt. (Pressemitteilung Nr. 020 vom 14. Januar 2022 vom statistischen Bundesamt) Die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lage hat auf die Geschäftstätigkeit indirekten Einfluss, da diese in nicht unerheblichem Maße das Zahlungs- und Verhandlungsverhalten der Krankenkassen als unsere wesentlichen Kostenträger beeinflusst. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Gesundheitswirtschaft ist in den letzten zehn Jahren mit Ausnahme des Pandemiejahres 2020 beständig gewachsen. 2021 erbrachte sie 391,8 Milliarden Euro an Wertschöpfung. Das entspricht 12,1 Prozent der Bruttowertschöpfung in Deutschland. Gerechnet auf einen Tag sind das mehr als 1 Milliarde Euro Bruttowertschöpfung. Im Coronajahr 2021 hat sich die Gesundheitswirtschaft erfreulicherweise wieder erholt. Die Bruttowertschöpfung ist um 19,3 Milliarden Euro im Vergleich zu 2020 gewachsen. Damit trug die Gesundheitswirtschaft mit fast 11 Prozent zum gesamtdeutschen Wachstum in 2021 bei. Die industrielle Gesundheitswirtschaft ist um 7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gewachsen. Beim Außenhandel waren es +12,8 Prozent beim Export und +16,5 Prozent beim Import. Die Gesundheitswirtschaft beschäftigt 7,7 Millionen Erwerbstätige und somit jeden 6. Erwerbstätigen in Deutschland. Mehr als 60 Prozent der Erwerbstätigen der Gesundheitswirtschaft sind in der medizinischen Versorgung tätig. Seit 2012 wurden dort mehr als 800.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. (Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz: Gesundheitswirtschaft 2021) 2.2. Geschäftsverlauf Die MEDIZINICUM GmbH wurde am 16.08.2013 gegründet. Mit Verschmelzungsvertrag vom 04.12.2020 wurden die Radiologie Am Stephansplatz Verwaltung GmbH, Hamburg, und die Praxisklinikum Stephansplatz, Dr. Ahmadi-Simab GmbH, Hamburg, zum 01.01.2020 auf die MEDIZINICUM GmbH verschmolzen. In Folge der Verschmelzung ist die Radiologie Am Stephansplatz GmbH & Co. KG, Hamburg, der MEDIZINICUM GmbH angewachsen. Das Leistungsspektrum der MEDIZINICUM GmbH umfasst nun über 25 verschiedene Fachbereiche ambulanter medizinischer Dienstleistungen. Der Fokus liegt dabei auf der Diagnostik und Therapie in den Schwerpunktbereichen: • Rheumatologie • Kardiologie & Pulmologie • Gastroenterologie (insb. Endoskopie) • Orthopädie • Urologie Kardiologie und Endoskopie wurden 2021 ausgeweitet. Das diagnostische Angebot wird durch ein internes Labor, eine weitreichende Anzahl an medizintechnischen Geräten und eine radiologische Fachabteilung ergänzt. Auch im Geschäftsjahr 2021 wurde der operative Praxisbetrieb besonders durch die Corona-Pandemie geprägt. Der bereits 2020 von der Geschäftsleitung in Zusammenarbeit mit einer internen Corona-Arbeitsgruppe etablierte Maßnahmenplan, konnte eine Ausbreitung des Corona-Virus im Unternehmen verhindern und damit die Leistungsfähigkeit der Organisation gewährleisten. Die Lieferketten werden weiterhin systematisch beobachtet, so dass es zu keinen Lieferengpässen kommt. Eine Anpassung des Maßnahmenplans an die aktuellen Entwicklungen erfolgt unverändert kurzfristig. Die negativen Folgen der Pandemie konnten hierdurch erfolgreich eingeschränkt werden, so dass der Umsatz von 12.214.656,23 EUR auf 13.986.174,57 EUR um 14,5 % gesteigert werden konnte. Das vertragskassenärztliche Leistungsangebot wurde räumlich und personell ausgebaut, wodurch die Einnahmensdiversifikation kontinuierlich erhöht wurde. Unverändert ist es Ziel der Gesellschaft, das Geschäft in Hamburg und Hamburger Umfeld durch Gründung und/oder Zukauf weiterer Praxen zu erweitern und im Anschluss auch auf Bundesebene auszudehnen. Geeignete Standorte hierzu werden fortlaufend sondiert. 2.3. Lage der Gesellschaft Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft ist stabil. 2.3.1. Ertragslage Die Ertragslage ist positiv. Sie weist für das Geschäftsjahr 2021 ein Jahresüberschuss von 1.437.932,34 EUR (Vj. 1.008.224,31 EUR), bei Umsatzerlösen von EUR 13.986.174,57 EUR (Vj. 12.214.656,23 EUR) aus. Daraus ergibt sich eine Umsatzrentabilität von 10,3 % (Vj. 8,3 %). Die Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt auf die wichtigsten Bereiche:
Im Zuge der Coronamaßnahmen wurde die Optimierung des Unternehmens durch verschiedene operative Maßnahmen im digitalen Bereich vorangetrieben, welche die nachhaltige Ertragskraft verbessern (u.a. Onlineterminkalender, digitale Impfwarteliste etc.). Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 95.626,59 EUR (Vj. 158.140,46) haben sich reduziert. Im Wesentlichen ist das auf den Rückgang der im Vorjahr ausgebuchten verjährten Verbindlichkeiten (90.857,19 EUR) zurückzuführen. Der Materialaufwand ist von 1.722.735,11 EUR auf 2.071.514,77 EUR gestiegen. Durch den vermehrten Einsatz von nicht angestellten ärztlichen Honorarkräften erhöhten sich die Aufwendungen für bezogene Leistungen um 248.120,33 EUR auf 1.422.606,89 EUR. Das Rohergebnis (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) beläuft sich auf 11.914.659,80 EUR nach 10.491.921,12 EUR im Vorjahr. Die Personalaufwendungen erhöhten sich um 952.283,75 EUR im Wesentlichen auf Grund der Erhöhung der Arbeitnehmeranzahl. Abschreibungen sind von 722.639,81 EUR auf 862.933,63 EUR gestiegen. Die bereinigten sonstigen betrieblichen Aufwendungen (ohne Laborkosten) sind um 278.842,87 EUR auf 2.993.486,08 EUR zurückgegangen. Der Posten beinhaltet im Wesentlichen Raumkosten, Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen, Abrechnungsgebühren und Miete für bewegliche Vermögensgegenstände. Nach Berücksichtigung des Zinsergebnisses (-127.822,97EUR), der sonstigen Steuern (338,00 EUR) und den Ertragsteuern (781.617,00 EUR) verbleibt ein gegenüber dem Vorjahr gestiegener Jahresüberschuss in Höhe von 1.437.932,34 EUR (Vj. 1.008.224,31 EUR). 2.3.2. Finanzlage Das Eigenkapital hat sich aufgrund des Jahresergebnisses nach Berücksichtigung der Vorabausschüttung (757.932,34 EUR) und der Einzahlung der im Vorjahr ausstehenden Einlagen (12.500,00 EUR) von 2.783.395,47 EUR auf 3.553.827,81 EUR erhöht. Die Eigenkapitalquote hat sich von 26,9 % auf 33,5 % erhöht. Das langfristige Vermögen ist mit 87,9 % durch unser Eigenkapital und durch langfristiges Kapital gedeckt. Die kurzfristigen Forderungen und Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeite um 57,3 %. 2.3.3. Vermögenslage Der Rückgang der Immateriellen Vermögensgegenstände von 984.458,00 EUR auf 744.907,00 EUR resultiert insbesondere aus der planmäßigen Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte der im Vorjahr erworbenen Arzt-Praxen. Die Sachanlagen haben sich um 402.881,45 EUR auf 1.298.656,06 EUR reduziert. Die Finanzanlagen sind unverändert und betreffen die 100 %ige Tochtergesellschaft Klinikum Stephansplatz GmbH, Hamburg. Das Working Capital (Umlaufvermögen abzüglich kurzfristiges Fremdkapital) veränderte sich von 2.940.886,08 EUR auf 3.338.840,28 EUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind um 468.689,50 EUR auf 2.871.031,15 EUR gesunken. Der Ausweis der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.579.187,87 EUR betrifft im Wesentlichen das Verrechnungskonto sowie Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Klinikum Stephansplatz GmbH, Hamburg. 2.4. Finanzielle Leistungsindikatoren Für unsere interne Unternehmenssteuerung stützen wir uns insbesondere auf die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis. Die im Vorjahr prognostizierte deutliche Erhöhung der Umsatzerlöse um ca. 15% ist eingetreten. Weiterhin wurde eine leichte Erhöhung des Jahresergebnisses angenommen. Mit einem deutlichen Anstieg des Jahresergebnisses vor Vorabausschüttung auf 4.200.878,95 EUR, (Vj. 1.008.224,31) konnte die Prognose übertroffen werden. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Prognosebericht Um die nachhaltige Entwicklung unseres Hauses zu unterstützen, wird weiterhin eine auskömmliche Auslastung und bedarfsgerechte Ausrichtung angestrebt. Die Inbetriebnahme neuer Betriebsstätten in 2022 (Neuer Wall) und 2023 wurde 2021 erfolgreich vorbereitet. Unterstützt wird dieses durch den kontinuierlichen Ausbau der kassenärztlichen Leistungen im MVZ-Meine Ärzte sowie des Leistungsangebots im privatärztlichen Bereich. Nach 2020 ergaben sich für unser Unternehmen durch die Corona-Krise auch 2021 Auswirkungen auf die laufende Geschäftstätigkeit. Der Gesetzgeber und die Kassenärztliche Vereinigung haben im Wege des sog. Rettungsschirms umfangreiche Maßnahmen umgesetzt, von denen wir profitieren konnten. Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung unseres Hauses trotz der schwereren Rahmenbedingungen weiterhin als positiv. Die Nachfrage nach unseren spezialisierten und bedarfsgerecht abgestimmten ambulanten Angeboten im Großraum Hamburg sehen wir für die nächsten Jahre als kontinuierlich wachsend. Wir rechnen für die kommenden Jahre mit einem Anstieg der Patientenfallzahlen und Umsatzwachstum. Aus heutiger Sicht stellen der Wegfall des privatärztlichen Versicherungswesens, das Budgetierungsverhalten der Kassenärztlichen Vereinigung sowie die Entwicklung am Arbeitsmarkt für Fachpersonal Risiken dar. Für das Geschäftsjahr 2022 gehen wir von höheren Umsatzerlösen (ca. 5%) und einem leicht erhöhten Jahresergebnis aus. 3.2. Risikobericht Risikomanagementsystem Das Risikomanagementsystem beruht zurzeit auf den Strukturen des internen Qualitätsmanagementsystems aus Aufbauorganisation sowie Prozessen und Kontrollen (Ablauforganisation). Gleiches gilt für das Berichtswesen im Bereich Hygienemanagement und dem damit verbundenen Medizincontrolling. Es wird daran gearbeitet weitere Risiken der finanziellen Indikatoren, durch den Aufbau eines kennzahlenbasierten Reporting-Systems rechtzeitig zu erkennen und gegensteuern zu können. Branchenrisiken und leistungswirtschaftliche Risiken Für medizinische Unternehmen bestehen weiterhin große Unsicherheiten über die Weiterentwicklung der ordnungspolitischen Rahmenbedingungen. Im Bereich des Gesundheitswesens wird von der Schwierigkeit der Gewinnung von Nachwuchskräften und der Besetzung offener Stellen berichtet. Für uns zeigt sich dies auch weiterhin zunehmend im Bereich der Funktionskräfte. Durch intensive Personalarbeit und frequentierte Stellengesuche können derzeit noch ausreichend nichtärztliche Kräfte für unser Haus gewonnen werden. Auch kurzfristig frei gewordene Stellen konnten bislang weitgehend zeitnah besetzt werden. Auch in 2021 haben wir systematisch Qualitätsindikatoren kontinuierlich überprüft. Insgesamt waren die Werte unseres Hauses als gut anzusehen und konnten stetig weiter verbessert werden. In Fortführung der bisherigen Aktivitäten wurden in den einzelnen Geschäftsbereichen systematisch Projekte eingeleitet, um die Patientensicherheit im ambulanten Alltag entsprechend neuesten Erkenntnissen umzusetzen und kontinuierlich weiterzuentwickeln. 3.3. Chancenbericht Im Geschäftsjahr 2021 entwickelte sich die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen der MEDIZINICUM GmbH steigend zum Vorjahr. Durch weitere Schaffung und intensive Nutzung unserer Möglichkeiten, die höhere morbiditätsbedingte Nachfrage im Bereich inneren Medizin abbilden zu können, kann mit steigenden Fallzahlen gerechnet werden. Aufgrund unserer Bekanntheit und unserer am Markt wahrgenommenen hohen Fachkompetenz sehen wir uns in der Lage, auch zukünftig hinreichend qualifiziertes Fachpersonal für uns gewinnen zu können. Insgesamt sind weitere Investitionsmaßnahmen zur Verbesserung des Prozesses der interdisziplinären Leistungserbringung, aber auch zur Erweiterung des Leistungsangebotes geplant. Die Erweiterung unseres Angebotes in Hamburg ist für unser Unternehmen für die Zukunft maßgeblich. Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. 4. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen kurzfristige Geldanlagen, Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Finanzierung unserer Leistungen erfolgt durch Darlehen von Kreditinstituten. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Aufgrund der gegenwärtig stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko beurteilen wir vorab unseren Liquiditätsbedarf und stimmen diesen mit unserer Einsatzplanung ab. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken stehen wir im engen Kontakt mit unseren Kostenträgern.
Hamburg, den 03. Februar 2023 gez. Dr. med. Keihan Ahmadi-Simab, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2021Medizinicum GmbH, HamburgA. Allgemeine Angaben Angaben zur Identifikation der Gesellschaft: - Firma: Medizinicum GmbH - Sitz: Hamburg - Registergericht: Hamburg, HRB 128644 Der vorliegende Jahresabschluss erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) und den Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie den einschlägigen Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagespiegel, Verbindlichkeitenspiegel). Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung in der Bilanz wurden die Vermerke zu den Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die Vermerke zu den Verbindlichkeiten anstatt in die Bilanz in den Anhang aufgenommen. Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Abweichend vom Vorjahresabschluss wurden Laborkosten dem Posten Materialaufwand zugeordnet. Im Vorjahr erfolgte der Ausweis der Laborkosten unter sonstige betriebliche Aufwendungen. Diese beiden GuV-Posten sind somit nicht mit dem Vorjahrewert vergleichbar. Ein Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Die Gesellschaft nimmt die für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Angabenerleichterungen der §§ 276 und 288 HGB in Anspruch. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die zu Anschaffungskosten aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände werden linear pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer (grundsätzlich gemäß steuerrechtlichen Abschreibungstabellen), planmäßig linear abgeschrieben. Entgeltlich erworbene Geschäfts- und Firmenwerte, deren voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann, wurden über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger Abschreibungen (grundsätzlich gemäß steuerlichen Abschreibungstabellen), angesetzt. Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben. Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu € 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Anschaffungskosten der Zugänge an beweglichen geringwertigen Anlagegegenständen früherer Jahre mit Anschaffungskosten im Einzelnen von mehr als € 250,00 bis € 1.000,00 werden in den Sammelposten nach § 6 Abs. 2a EStG einbezogen und im Jahr des Zugangs und den folgenden vier Jahren linear aufgelöst. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten einschließlich aktivierungspflichtiger Anschaffungsnebenkosten bilanziert. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und -preisminderungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen, dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen worden. Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt. Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt. Die Steuerrückstellungen sowie die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Rückstellungsbeträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert. C. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel zu entnehmen.
Finanzanlagen Die Gesellschaft hält eine Beteiligung in Höhe von 100 % an der Klinikum Stephansplatz GmbH mit Sitz in Hamburg. Das Eigenkapital der Tochtergesellschaft beträgt am 31.12.2021 T€ 1.730, das Jahresergebnis 2021 T€ 215. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen oder sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestanden nicht (Vj. € 0,00). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von € 152.800,83 (Vj. € 143.467,52) betreffen Forderungen aus dem Leistungsverkehr. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Forderungen gegen Gesellschafter von € 47.680,88 (Vj. € 0) ausgewiesen. Eigenkapital Das Stammkapital von € 25.000,00 ist mit dem Nennbetrag angesetzt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Vergütungen von Honorarärzten, Bonus- und Urlaubsverpflichtungen, Berufsgenossenschafts-Beiträge, Schwerbehindertenabgabe, Gebühren für Abrechnungen und die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses. Verbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeit Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von € 2.391.971,54 durch Sicherungsabtretung von Forderungen gegenüber der KVHH besichert, sowie in Höhe von € 479.059,61 durch Sicherungsübereignung besichert. D. Sonstige Angaben Geschäftsführung Die Geschäftsführung wird von dem Facharzt für Innere Medizin, Rheumatologie, Klinische Immunologie und Gastroenterologie Herrn Dr. med Keihan Ahmadi-Simab (Ausgeübter Beruf: Geschäftsführer) ausgeübt. Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Berichterstattung der Organbezüge verzichtet. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt T€ 1.012 jährlich und steht in Zusammenhang mit Mietzahlungen. Darin enthalten sind Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen von T€ 1.012. Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer gem. § 267 Abs. 5 HGB beträgt im Berichtsjahr 97. Davon sind 30 Ärzte und 67 nicht ärztliche Mitarbeiter. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der teilweisen Gewinnverwendung aufgestellt. Das Geschäftsjahr zum 31.12.2021 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von € 1.438.270,34 ab. Mit Beschluss vom 20. Mai 2021 ist eine Vorabausschüttung in Höhe von € 680.000,00 erfolgt. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von € 3.520.878,95 vorzutragen. sonstige BerichtsbestandteileMedizinicum GmbH , Hamburg Unterzeichnung des Jahresabschlusses gem. § 245 HGB
Hamburg, den 03. Februar 2023 gez. Dr. Keihan Ahmadi Simab, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 23.02.2023 festgestellt. BestätigungsvermerkIn dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse die größenabhängigen Erleichterungen (nach § 327 Nr.1 HGB) zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Medizinicum GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Medizinicum GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Medizinicum GmbH, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Fürth, den 10. Februar 2023 Dr.
Schwarz - Harrer - vom Ende GmbH
gez. Dr. Walter Schwarz, Wirtschaftsprüfer gez. Christian vom Ende, Wirtschaftsprüfer |
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