SCHOTT Solar GmbHLiquidiert

Stammdaten

Register
Amtsgericht Aschaffenburg HRB 5606
Vorher
RWE Solar GmbHRWE SCHOTT Solar GmbH
Eingetragen
29.6.1994
Branche
Herstellung von Solarzellen und SolarmodulenHerstellung von SolarwärmekollektorenGroßhandel mit Photovoltaikmodulen
Gegenstand
Forschung und Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Komponenten, Produkten und Systemen auf dem Gebiet erneuerbarer Energien, insbesondere Sonnenenergie, und der damit verbundenen Anlagentechnik sowie Ingenieurleistungen. Daneben kann die Gesellschaft auch zusätzliche industrielle und kommerzielle Aktivitäten mit Produkten durchführen, die für Anwendungen unter Nutzung von Sonnenenergie eingesetzt werden können.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Frank Lenzen
seit 1.4.2008
Prokura
Geschäftsführer
Prokura
Geschäftsführer
Michael Schmidt
seit 6.4.2005
Prokura
Klaus Bendlage
seit 12.2.2003
Prokura
Prokura
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
SCHOTT AGEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
SCHOTT AG
Germany
50.000.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

SCHOTT Solar GmbH
(bis 29. November 2005: RWE SCHOTT Solar GmbH)

Alzenau

Jahresabschluss zum 30. September 2006

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2005/2006



Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft zeigte im abgelaufenen Geschäftsjahr eine positive konjunkturelle Entwicklung. Dämpfend wirkte aber auch in diesem Jahr der Rekordanstieg beim Erdölpreis.

Auch die deutsche Wirtschaft zeigte sich gut in Schwung, sowohl was die Binnenkonjunktur als auch das Exportgeschäft betrifft. Die hohen Erdölpreise verhinderten eine noch positivere Entwicklung.

Bis zum Jahr 2030 erwartet die Internationale Energie-Agentur (IEA) einen Anstieg des weltweiten Energieverbrauchs um knapp 60%. Die Reichweiten der Reserven an fossilen und nuklearen Energieträgern werden sich deshalb entsprechend verkürzen und die Preise eher erhöhen.

Im Gegensatz zu den fossil-nuklearen Energieträgern stehen erneuerbare Energiequellen zeitlich unbegrenzt (nach menschlichen Maßstäben) zur Verfügung, weil sie sich direkt oder indirekt aus der Energie der Sonne speisen. Sie lassen sich auch in einem Umfang nutzen, der den Weltenergiebedarf bei weitem übersteigt. Das alle Energieträger überragende Potenzial bietet dabei die direkte Nutzung der Sonnenstrahlung durch solarthermische Kraftwerke sowie Photovoltaikanlagen.

Der Photovoltaikmarkt wird auch in 2006 weiter wachsen. So wird voraussichtlich die weltweite Produktion auf ca. 1,4 GW gesteigert und die Umsätze werden sich auf ca. USD9 Mrd. erhöhen.

Gesellschaftsrechtliche Rahmenbedingungen

Die SCHOTT AG, Mainz, hat mit Wirkung zum 1.Oktober 2005 den 50-Prozent-Anteil der RWE Solutions AG, Neu-Isenburg, an der damaligen RWE SCHOTT Solar GmbH, Alzenau, erworben. Damit wird der Mainzer Technologiekonzern alleiniger Gesellschafter des seit 2002 bestehenden Joint-Ventures. Das Unternehmen firmiert seitdem unter "SCHOTT Solar GmbH" und hat weiterhin seinen Sitz in Alzenau.

Geschäftsverlauf

Die Entwicklung der Photovoltaikbranche war im Berichtszeitraum von einer weiterhin sehr starken Nachfrage geprägt. Die Investitionsbereitschaft der privaten Nutzer von Solarenergie ist seit der Novellierung des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) weiterhin ungebremst. Die Photovoltaikbranche wächst stetig und verzeichnete auch im Berichtsjahr wieder Zuwächse von ca. 20%.

Auch die SCHOTT Solar profitierte von der allgemein starken Nachfrage. So konnte der Umsatz gegenüber dem Vorjahr von EUR274 Mio auf EUR357 Mio um 30% gesteigert werden.

Der weltweit größte Photovoltaikmarkt in Deutschland wächst weiter auf hohem Niveau mit vergleichbar moderaten 10 bis 15%.

Auf Grund neu eingeführter Fördersysteme in Spanien, Italien, Griechenland, Frankreich, Südkorea und den USA wachsen diese zum Teil noch jungen Märkte überproportional stark mit 30% und mehr.

Die SCHOTT Solar GmbH partizipiert an allen Märkten von dieser Entwicklung und baut bestehende Vertriebsstrukturen kontinuierlich aus.

Die weltweit hohe Nachfrage und die verhältnismäßig gute Auslastung der Produktions-kapazitäten haben zu einer relativ stabilen Preisentwicklung geführt, so dass die gestiegenen Beschaffungspreise für Silizium über angemessene Preissteigerungen unserer Produkte ausgeglichen werden konnten. Das Wachstum könnte sich so fortsetzen, wenn hochreines Silizium in ausreichender Menge verfügbar wäre.

Es muss noch in den nächsten zwei Jahren davon ausgegangen werden, dass die Nachfrage der Photovoltaikbranche nach veredeltem hochreinen Silizium das Angebot übersteigt. Diese Verknappung hat uns schon getroffen und führte zu Versorgungsengpässen, die im nächsten Geschäftsjahr vorübergehend zu einer rückläufigen Geschäftsentwicklung führen werden.

Basierend auf drei Silizium- und acht Wafer-Lieferverträgen in nennenswerter Höhe zu Festpreisen und Reichweiten teilweise bis zum Jahr 2018, sieht sich die Gesellschaft ab dem Geschäftsjahr 2008 in einer sehr guten Ausgangslage, um ihre Position im Markt dann weiter auszubauen.

Wie im letzten Jahr bereits avisiert, haben wir im Zuge der Weiterentwicklung unserer Unternehmensstrategie zu Beginn des abgelaufenen Geschäftsjahr 2005/2006 das Geschäftsgebiet Automotive aufgegeben und uns von unseren Aktivitäten zur Fertigung monokristalliner Solarzellen am Standort Heilbronn getrennt. Die SOLARWATT Cells GmbH, Bad Homburg v.d.Höhe, übernahm mit Wirkung vom 11.Oktober 2005 die Solarzellen-Fertigung der SCHOTT Solar GmbH, Alzenau, am Standort Heilbronn. Die in Form eines "Asset Deals" strukturierte Transaktion umfasste die Übernahme bestimmter Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sowie aller am Standort beschäftigen 64 Mitarbeiter und maßgeblichen Kunden- und Lieferantenbeziehungen.

Ertragslage

Die SCHOTT Solar GmbH blickt für das Geschäftsjahr 2005/2006 auf ein deutlich gestärktes Geschäftsvolumen zurück. Sowohl Auftragseingang (EUR354 Mio) als auch Umsatz (EUR357 Mio) konnten gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum (EUR299 Mio zw. EUR274 Mio) deutlich gesteigert werden.

Die Umsatzerlöse erhöhten sich von EUR274 Mio in 2004/2005 auf EUR357 Mio in 2005/2006, wobei zu beachten ist, dass in diesem Umsatz Erlöse für Zellen für eigene Module in Höhe von rund EUR101 Mio enthalten sind. Hiervon sind als Innenumsatz EUR61 Mio der SCHOTT Solar CR, s.r.o. in Tschechien und EUR1,3 Mio der SCHOTT Solar, Inc. in den USA zuzuordnen (beides 100%ige Tochtergesellschaften der GmbH). Die Exportquote beträgt 32%. In Megawatt ausgedrückt konnten mehr als 100 MW im Geschäftsjahr 2005/2006 gegenüber ca. 80 MW im Vorjahr abgesetzt werden.

Der Auftragsbestand der SCHOTT Solar GmbH betrug am 30.September 2006 EUR60 Mio.

Die Ausbeute der Produktion lag an allen Standorten im oder sogar über dem Plan. Allerdings konnten auf Grund der dramatisch gestiegenen Siliziumpreise die geplanten Herstellkosten nicht ganz erreicht werden. Grund ist die schwierige Lage auf dem Silizium- und Wafermarkt, die eine Vollauslastung der Produktionskapazitäten verhinderte.

Die Fertigung am Standort Putzbrunn (Dünnschichtfertigung) läuft stabil.

Höhere Fertigungskapazitäten am Standort Alzenau, die jedoch nicht voll ausgelastet werden konnten, ein nahezu stabiles Preisniveau auf dem Absatzmarkt sowie relativ gesunkene Gemeinkosten haben insgesamt zu einer deutlichen Verbesserung des betrieblichen Ergebnisses (Ergebnis vor Steuern, bereinigt um die Abschreibung auf Finanzanlagen) um EUR9,9 Mio auf EUR17,5 Mio gegenüber EUR 7,6 Mio im Vorjahr geführt.

Insgesamt erzielte die SCHOTT Solar GmbH einen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR-13,6 Mio (i.Vj. einen Jahresüberschuss von EUR6,4 Mio).

Das Jahresergebnis wurde in wesentlichem Umfang negativ beeinflusst durch die vorgenommene Abschreibung auf die Beteiligung an dem US-amerikanischen Tochterunternehmen SCHOTT Solar, Inc. um EUR28,4 Mio auf den Erinnerungswert. Nachdem die SCHOTT Solar, Inc. bereits in den Vorjahren erhebliche Verluste erlitten hatte, wird nunmehr auf Grund der eingeschränkten Siliziumverfügbarkeit die Option ins Auge gefasst, den Betrieb des Tochterunternehmens stillzulegen oder zu veräußern.

Durch die vorzeitige Stilllegung der Zelllinien 1 und 2 wurde eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von EUR2,8 Mio realisiert.

Die Geschäftsführung beurteilt den Geschäftsverlauf bezogen auf das operative Ergebnis als sehr günstig und betrachtet die wirtschaftliche Lage als zufriedenstellend.

Vermögenslage

Die SCHOTT Solar GmbH hat zur Unterstützung der weiteren Wachstumspläne im Geschäftsjahr 2005/2006 vor allem am neuen Standort Jena in die Dünnschichttechnologie investiert (rund EUR16,2 Mio). Das Gesamtprojektvolumen über einen Zeitraum von zwei Jahren beläuft sich auf ca. EUR70 Mio.

Trotz steigender Kapazitäten und damit einhergehender Umsatzzuwächse liegt das Working Capital (Saldo aus kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vorräten und kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) im Berichtsjahr mit rd. EUR56 Mio lediglich um EUR6 Mio über dem Vorjahresniveau. Hierzu haben im Wesentlichen ein weiter verbessertes Forderungsmanagement, die stabile wirtschaftliche Situation der Kunden, optimierte Abläufe zwischen Vertrieb und Produktion sowie eine verbesserte Logistikkette beigetragen.

Maßgeblichen Einfluss auf die Bilanzsumme und die Eigenkapitalquote hatte die Abschreibung des Beteiligungsbuchwertes an der SCHOTT Solar, Inc. (EUR28,4 Mio). Die Eigenkapitalquote ist dadurch von 22% im Vorjahr auf 19% in diesem Geschäftjahr gesunken. Ohne diese Maßnahme wäre die Eigenkapitalquote auf rund 31% gestiegen (Die Bilanzsumme ist bei der Ermittlung der Quote um den Sonderposten für Investitionszuwendungen gekürzt worden).

Als weitere wesentliche Veränderungen sind der Verkauf der Automotive-Aktivitäten am Standort Heilbronn sowie die geleisteten Anzahlungen (rd. EUR23 Mio) an die Silizium- und Waferlieferanten zu nennen.

Personal- und Sozialbereich

Die Beschäftigtenzahl der SCHOTT Solar GmbH ist gegenüber dem Vorjahr um 85 Mitarbeiter gefallen, davon entfallen auf den Verkauf der Automotive Aktivitäten in Heilbronn 64 Mitarbeiter.

Darüber hinaus führte die Stilllegung der Zelllinie 2 zu einer weiteren Reduzierung der Beschäftigtenzahl um 24 Mitarbeiter. Neu hinzugekommen sind acht Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung.

Alle anderen Veränderungen betreffen normale Personalfluktuationen in unterschiedlichen Bereichen.

Erstmals hat die SCHOTT Solar GmbH auch mit acht Auszubildenden entsprechende Verträge geschlossen, wobei anzumerken ist, dass auch in früheren Jahren junge Menschen bei uns im Rahmen von Dienstleistungsverträgen ausgebildet wurden.

Auf Geschäftsführungsebene hat es einen Wechsel von Herrn Dr. Hain zu Herrn Dr. Heming zum 1.Oktober 2006 gegeben.

Investitionen

Insgesamt beläuft sich im Berichtsjahr das Investitionsvolumen auf EUR21,5 Mio, hiervon entfallen EUR21,4 Mio auf Sach- und EUR0,1 Mio auf Finanzanlagen.

Die Investitionen entfallen im Wesentlichen mit EUR16,2 Mio auf den Aufbau der Produktion für Dünnschicht-Solarmodule in Jena sowie mit EUR1,9 Mio auf die Restinvestitionen der Zellfertigung (Z4/Z5) in Alzenau und mit EUR1,7 Mio auf Investitionen im Bereich der Entwicklung ebenfalls am Standort Alzenau.

Finanzierung und Finanzlage

Nachdem im ersten Geschäftsjahr des Joint Ventures die Gesellschafter eine Stärkung der Eigenkapitalbasis in Höhe von ca. EUR65 Mio durchführten und gleichzeitig eine langfristige Fremdfinanzierung in Höhe von EUR70 Mio mit der European Investment Bank (EiB) umgesetzt werden konnte, hat die SCHOTT Solar GmbH das Wachstum im Geschäftsjahr 2005/2006 aus eigenen Mitteln finanzieren können. Eine wesentliche Verbesserung der Eigenfinanzierung wurde durch die Übernahme unserer Darlehensforderungen gegen unsere Tochtergesellschaften in Höhe von rund EUR48 Mio durch die SCHOTT AG erreicht.

Ein nennenswerter Liquiditätsabfluss in Höhe von rd. EUR23 Mio geht auf Anzahlungen langfristiger Silizium- und Waferlieferverträge zurück (die Abnahmeverpflichtung insgesamt bis zum Jahr 2018 beträgt EUR430,6 Mio). Zur Kompensation dieses Liquiditätsabflusses ist es der SCHOTT Solar GmbH erstmalig gelungen, auch Kundenanzahlungen in Höhe von rund EUR8 Mio zu erhalten.

Zu einer Optimierung des Cash Flows haben geringere Forderungsbestände und insbesondere aber ein gegenüber den Vorjahren stark verbessertes betriebliches Ergebnis beigetragen.

Obwohl die SCHOTT Solar-Gruppe im Geschäftsjahr 2005/2006 insgesamt Investitionen in Höhe von rd. EUR22,4 Mio getätigt hat, bedurfte es gegenüber früheren Jahren keiner weiteren finanziellen Mittel seitens des Gesellschafters.

Die liquiden Mittel betragen zum 30.September 2006 EUR0,5 Mio.

Die in Auftrag gegebenen Investitionen mit einem Bestellobligo von EUR40,4 Mio werden aus dem laufenden Geschäft und dem Konzernverbund finanziert.

Die jährlichen Leasingraten für Gebäude und Maschinen betragen rund EUR6,8 Mio.

Die wesentlichen Rückstellungen betreffen Pensionen (EUR9,1 Mio), sonstiger Personalbereich (EUR5,2 Mio), Garantie (EUR3,5 Mio) und Steuern (EUR3,8 Mio).

Beteiligungen

Bei der amerikanischen Beteiligungsgesellschaft SCHOTT Solar, Inc., Billerica MA., wurden die mit dem Joint Venture begonnenen Restrukturierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen fortgesetzt. Ältere, den hohen technischen Ansprüchen nicht mehr entsprechende Anlagen, wurden auf den niedrigen beizulegenden Wert abgeschrieben.

Im September 2004 wurde am Standort Valasske Mezirici in der Tschechei eine neue 100%ige Tochtergesellschaft der SCHOTT Solar GmbH gegründet. Die neue Einheit trägt den Firmennamen " SCHOTT Solar CR, s.r.o." und wird die durch den Gesellschafter entschiedenen weiteren Ausbaupläne im Modulbereich unterstützen. Im April und Mai 2005 wurden zwei Modullinien aufgestellt und in Betrieb genommen. Beide Linien laufen seitdem problemlos.

Am 22.Oktober 2003 wurde durch die SCHOTT Solar GmbH zusammen mit der Pfalzwerke Projektbeteiligungsgesellschaft mbH, Ludwigshafen, die Pfalzsolar GmbH mit Sitz in Neustadt an der Weinstraße gegründet. Beide Gesellschafter halten je 50% der Geschäftsanteile an der Pfalzsolar GmbH.

Das Geschäftsziel der neuen Gesellschaft sieht die Planung, den Bau, die Finanzierung und den Betrieb von Photovoltaikanlagen vor. Die Gesellschaft hat im Vorjahr in Sembach eine 1 MW-Anlageerrichtet und an die Betreibergesellschaft übergeben. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine weiteren Projekte realisiert.

Das Geschäftjahr der Pfalzsolar GmbH entspricht dem Kalenderjahr. Es wird für das Geschäftsjahr 2006 mit einem positiven Ergebnis gerechnet.

Forschung und Entwicklung

Die Ressourcen für Forschung und Entwicklung wurden in Verbindung mit den Investitionsprojekten an allen Standorten auf die Einführung und Optimierung von neuen kostengünstigen Produktionsverfahren zur Erhöhung des Outputs und des Wirkungsgrades eingesetzt.

Die Entwicklungsschwerpunkte lagen bei:

der Weiterentwicklung der bestehenden EFG-Technologie sowie der Entwicklung neuer Verfahren mit deutlich gesteigerter Produktivität (Multigen),

dem Aufbau neuartiger Verfahren und Prozesse zukünftiger Zelllinien für dünne Solarzellen mit hohen Wirkungsgraden,

dem Ausbau zuverlässiger Verschaltungs- und Verkapselungstechnik für neuartige großformatige und dünne Solarzellen und einer fortgeschrittenen Modultechnologie,
der Entwicklung von Hochleistungszellen aus großflächigem multikristallinen Siliziumscheiben mit monokristallinem Erscheinungsbild ("Multi goes Mono"),
der Entwicklung von Solarzellen mit "neutralem Erscheinungsbild" durch rückseitige Kontaktierung,
der Entwicklung fortschrittlicher Si-Dünnschicht für großflächige PV-Module.

Die Entwicklungsprojekte wurden teilweise durch Bundes-, Landes- und EU-Mittel gefördert. Insgesamt beläuft sich der Entwicklungsaufwand im abgelaufenen Geschäftsjahr auf knapp EUR11 Mio für die SCHOTT Solar GmbH und liegt damit auf Vorjahresniveau.

Risikomanagement

Die SCHOTT Solar GmbH ist in das Risikomanagementsystem ihres Mutterunternehmens SCHOTT AG eingebunden. Der Schwerpunkt im Bereich Risikomanagement lag z.B. in der weiteren Optimierung des in den Vorjahren implementierten AG-weit einheitlichen Risikomanagementprozesses für alle Funktionen.

Die implementierten Überwachungs-, Steuerungs- und Kontrollinstrumente sowie die dazugehörenden organisatorischen Regelungen der Gesellschaft stellen die Einbindung in das Risikomanagement der SCHOTT AG sicher. Dies erfolgt vor allem durch die Risikobeauftragten der Business Units und Funktionen.

Darüber hinaus wird das erforderliche Risikomanagement durch das Handbuch des SCHOTT Risikomanagement Systems (Version 2.0) im SCHOTT-Konzern geregelt.

Neben einer strategischen Langfristplanung ist eine Mittelfristplanung mit Budgetansatz der laufenden Geschäftsjahre Hauptbestandteil des Berichtssystems. Der SCHOTT-Konzern praktiziert ein monatliches Berichtswesen mit Plan/Ist-Vergleichen und detaillierten zahlenmäßigen und qualifizierten Abweichungsanalysen.

Die SCHOTT Solar GmbH ist durch ihre internationale Struktur Devisenkurs- und Zinsänderungen ausgesetzt. Zur Absicherung dieser Risiken, insbesondere aus Finanzforderungen gegen Tochterunternehmen und zur Absicherung der langfristigen Finanzierung der Gesellschaft, werden bei Währungsrisiken Devisentermingeschäfte und bei Zinsänderungsrisiken Zinsswaps eingesetzt.

Risiken, welche die Existenz unserer Gesellschaft gefährden, sind derzeit nicht bekannt oder erkennbar.

Jedoch sei hier auf drei grundsätzliche Angebots- und Nachfragerisiken des Photovoltaikmarktes hingewiesen:

1. Die Gesellschaft bezieht Silizium und Wafer, aus denen dann die Solarzellen hergestellt werden. Auch wenn Silizium in Form von Quarzsand auf der Erde praktisch unbegrenzt vorhanden ist, stellt sich der Markt für Wafer und veredeltem hochreinen Silizium als Verkäufermarkt dar. Die wenigen Anbieter stehen auf Grund der hohen Nachfrage nach diesen Gütern vor erheblichen Erweiterungsinvestitionen, die, wenn auch bereits entschieden, sich aber noch nicht in der Produktionsphase befinden. Es muss davon ausgegangen werden, dass die Nachfrage der Photovoltaikbranche in den nächsten zwei Jahren das Angebot dieser Produkte übersteigt. Diese Verknappung hat uns schon getroffen und führte zu Versorgungsengpässen und Linienstillständen und ist auch in 2007 verstärkt zu erwarten. Es ist außerdem damit zu rechnen, dass die Bezugspreise für Silizium und Wafer zunächst steigen werden. Daher versuchen sich neue Hersteller am Markt zu etablieren.

Die SCHOTT Solar GmbH hat bestimmte Liefermengen vertraglich abgesichert und wird dieses weiterhin verstärken, so dass keine wesentlichen negativen Einflüsse auf die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zu erwarten sind. Eine vorübergehende Ausnahme bildet das nächste Geschäftsjahr 2006/2007.

2. Der Wettbewerb im Photovoltaikmarkt könnte sich weiter intensivieren, insbesondere wenn das prognostizierte starke Marktwachstum nicht eintritt. Zusammenschlüsse, der Eintritt neuer, größerer Wettbewerber oder eine Marktkonsolidierung könnten sich negativ auf die Marktanteile und Absatzpreise bei SCHOTT Solar GmbH und ihrer Tochtergesellschaften auswirken.

Der Markteintritt neuer Wettbewerber ist auf Grund des mittlerweile sehr hohen Kapitalbedarfs zur Erzielung signifikanter Marktanteile eher als gering einzuschätzen. Eine Marktkonsolidierung könnte auch Chancen für unsere Gesellschaft mit sich bringen.

Für 2007 ist weiterhin von einer starken Nachfrage auszugehen, allerdings muss 2007 mit sinkenden Preisen gerechnet werden, da zum einen die deutsche Einspeisevergütung um 5% gesenkt wird und gleichzeitig mit steigenden Modulimporten aus Low-Cost Ländern gerechnet werden muss.

3. Das deutsche Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) garantiert eine kostendeckende Vergütung für die Einspeisung von Solarstrom. Mit dieser Vergütungsregelung konnten langfristig kalkulierbare wirtschaftliche Rahmenbedingungen für Investoren und Nutzer geschaffen werden.

Im zweiten Halbjahr 2007 steht dieses Gesetz zur turnusmäßigen Revision durch den Gesetzgeber an. Dabei kann es bei ungünstiger politischer Verhältnislage zu Verschlechterungen der bestehenden Rahmenbedingungen kommen.

In der Folge könnte der Absatz in Deutschland ungünstig beeinflusst werden. Wir schätzen das Risiko einer Verschlechterung der Konditionen im EEG eher gering ein, da es in der derzeitigen Bundesregierung keine Mehrheit gegen das EEG gibt.

SCHOTT AG und SCHOTT Solar GmbH sind gemeinsam mit gezielten Lobbyaktivitäten für den Erhalt des bestehenden Einspeisegesetzes aktiv.

Marktentwicklung und Ausblick

Die Chancen der zukünftigen Entwicklung werden im voraussichtlich starken Wachstum gesehen. Der weltweite Markt für Photovoltaik ist in den Jahren 1998 bis 2005 mengenmäßig durchschnittlich mit über 40% pro Jahr gewachsen und erreichte 2005 ca. 1.400 MW installierte Leistung. Für die Kalenderjahre 2006 und 2007 wird mit einem weltweiten Marktwachstum von jeweils 10 bis 20% gerechnet. Diese Verlangsamung ist nach unseren Erkenntnissen auf das zu geringe Angebot an hochreinem Silizium zurückzuführen. Für die Jahre ab 2008 gehen wir von einem jährlichen Wachstum von über 30% p. a. aus, da dann die gerade begonnene erste Stufe der Ausbauten der Silizium-Hersteller zu einer Entspannung am Markt führen wird.

SCHOTT Solar GmbH ist es im Berichtsjahr gelungen, sich am stark umkämpften Silizium-Markt als Kunde zu etablieren. Es konnten langfristige Lieferverträge mit Silizium- und Waferherstellern abgeschlossen werden.

Basierend auf drei Silizium- und acht Wafer-Lieferverträgen in nennenswerter Höhe mit einer Reichweite bis teilweise zum Jahr 2018, sieht sich die Gesellschaft in einer guten Ausgangslage, um ihre Position im Markt zu festigen bzw. noch weiter auszubauen.

Für diese Silizium- und Wafer-Lieferverträge im Gesamtumfang von EUR430,6 Mio sind Anzahlungen in Höhe von rd. EUR23 Mio geleistet worden (rd. 5% der Gesamtabnahmeverpflichtung). Zur Kompensation dieses Liquiditätsabflusses ist es der SCHOTT Solar GmbH erstmalig gelungen, auch Kundenanzahlungen für Mehrjahres-Verträge zu akquirieren.

Für 2007 ist weiterhin von einer starken Nachfrage auszugehen, allerdings müssen in 2007 sinkende Preise antizipiert werden, da zum einen die deutsche Einspeisevergütung um 5% gesenkt wird und gleichzeitig mit steigenden Modulimporten aus Low-Cost Ländern gerechnet werden muss.

Die auch zukünftig zu erwartende starke Nachfrage wird die SCHOTT Solar GmbH im nächsten Geschäftsjahr 2006/2007 vorübergehend nicht mit steigenden Umsatzzahlen begegnen können (Umsatzrückgang 45%), weil die Beschaffungsprobleme eine ausreichende Produktion von PV-Modulen nicht zulässt. Für die Jahre ab 2008 ist wieder mit deutlich steigender Marktpräsenz zu rechnen (Umsatzanstieg für 2008 gegenüber 2006 von 70%).

Für das laufende Geschäftsjahr 2006/2007 rechnet die SCHOTT Solar GmbH mit einem negativen Jahresergebnis, während für das nächste Geschäftsjahr 2007/2008 wieder mit einem positiven Jahresergebnis gerechnet wird.

Die konjunkturelle Erholung in den drei Photovoltaik-Hauptmärkten Japan, Deutschland und USA ist die Basis für diesen positiven Ausblick. Weitere Fördermaßnahmen in bisher weniger entwickelten Regionen --insbesondere Fernost-- die Ausweitung eines EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) innerhalb Europas mit den Vorreitern Spanien, Italien, Griechenland und Frankreich sowie das politische Bekenntnis in Deutschland zum EEG tragen zu der spezifischen starken Wachstumserwartung des Geschäftsfeldes Photovoltaik bei.

Die SCHOTT Solar GmbH wird sowohl in Deutschland als auch über die Tochtergesellschaft SCHOTT Solar CR, s.r.o. in Tschechien die Produktionsstandorte für Solaranlagen weiter ausbauen und mit der Marktentwicklung mithalten. In der SmartSolarFab, der modernsten voll integrierten Photovoltaik Fertigungsanlage der Welt am Firmensitz im bayerischen Alzenau, entstand mit der Linie 5 eine zusätzliche Zelllinie. Die Nennkapazität der Zellenfertigung beträgt dann am Standort Alzenau insgesamt 115 MW/a.

Die weiteren Ausbaupläne der Produktion und Entwicklungsmaßnahmen der Ausbeutesteigerungen bilden das Fundament zur mittelfristigen Erzielung einer Kostenführerschaft und der Ergebnisverbesserung.

Im laufenden Geschäftsjahr 2006/2007 wurde die Option ins Auge gefasst, die Fertigung des Tochterunternehmens SCHOTT Solar, Inc. in Billerica, USA, zu veräußern oder zu schließen. Nennenswerte Auswirkungen auf die Lage der SCHOTT Solar GmbH ergeben sich hieraus nicht.

Zur Unterstützung der weiteren Wachstumspläne hat die SCHOTT Solar GmbH am neuen Standort Jena in die Dünnschichttechnologie investiert (EUR16,2 Mio in 2006) Das Gesamtprojektvolumen über einen Zeitraum von zwei Jahren beläuft sich auf ca. EUR70 Mio.

 

Alzenau, den 24.November 2006

SCHOTT Solar GmbH

Dr. Martin Heming Geschäftsführung



Bilanz zum 30. September 2006



A k t i v a

Anhang

30.9.2006

30.9.2005

TEUR

TEUR

A.

Anlagevermögen

(3)

I.

Immaterielle Vermögensgegenstände

347

473

II.

Sachanlagen

63.182

63.858

III.

Finanzanlagen

(4)

6.005

34.375

69.534

98.706

B.

Umlaufvermögen

I.

Vorräte

(5)

55.010

52.479

II.

Forderungen und sonstige

Vermögensgegenstände

(6)

45.627

61.709

III.

Flüssige Mittel

(7)

468

36

101.105

114.224

C.

Rechnungsabgrenzungsposten

(8)

314

1.878

170.953

214.808

P a s s i v a

Anhang

30.9.2006

30.9.2005

TEUR

TEUR

A.

Eigenkapital

I.

Gezeichnetes Kapital

(9)

5.113

5.113

II.

Kapitalrücklage

73.230

73.230

III.

Bilanzverlust

-47.182

-33.609

31.161

44.734

B.

Sonderposten für Investitionszuwendungen

zum Anlagevermögen

(10)

6.929

9.820

C.

Rückstellungen

1.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche

Verpflichtungen

(11)

9.059

8.870

2.

Steuerrückstellungen

(12)

3.753

1.240

3.

Sonstige Rückstellungen

(13)

15.763

16.105

28.575

26.215

D.

Verbindlichkeiten

1.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

(14)

74.149

74.833

2.

Übrige Verbindlichkeiten

(15)

30.139

59.206

104.288

134.039

170.953

214.808

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2005 bis 30. September 2006



Anhang

2005/2006

2004/2005

TEUR

TEUR

1.

Umsatzerlöse

(17)

357.311

274.266

2.

Erhöhung (i. Vj. Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen

959

-7.571

3.

Andere aktivierte Eigenleistungen

114

0

4.

Sonstige betriebliche Erträge

(18)

17.018

15.497

5.

Materialaufwand

(19)

-284.272

-203.955

6.

Personalaufwand

(20)

-30.470

-34.487

7.

Abschreibungen auf immaterielle Vermögens-
gegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen

(21)

-15.606

-11.624

8.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

(22)

-24.018

-21.373

9.

Abschreibungen auf Finanzanlagen

(23)

-28.420

0

10.

Zinsergebnis

(24)

-3.518

-3.131

11.

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

-10.902

7.622

12.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

-2.512

-1.240

13.

Sonstige Steuern

(25)

-159

-26

14.

Jahresfehlbetrag (i. Vj.Jahresüberschuss)

-13.573

6.356

15.

Verlustvortrag

-33.609

-39.965

16.

Bilanzverlust

-47.182

-33.609

Anhang für das Geschäftsjahr 2005/2006



Grundlagen des Jahresabschlusses

(1) Bilanzierung und Bewertung

Der Jahresabschluss der SCHOTT Solar GmbH wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften unter Beachtung der von den Gesellschaftern vorgegebenen Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien sowie unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu erhöhen, wurden in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einige Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten sowie anteilige Gemeinkosten und anteilige Abschreibungen des Fertigungsbereiches einbezogen. Die abnutzbaren Sachanlagen werden entsprechend der branchenüblichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Zusätzlich werden Abschreibungen nach steuerlichen Vorschriften vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Abgang gezeigt.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert höher ist als der Wert, der den Anlagegegenständen am Abschluss-Stichtag beizulegen ist.

Die Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Verzinsliche Ausleihungen sind zum Nominalwert bilanziert. Unverzinslich gewährte Arbeitgeberdarlehen werden mit dem Nominalwert angesetzt.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips und des Prinzips der verlustfreien Bewertung. Die Herstellungskosten umfassen die Einzelkosten, die direkt zurechenbaren Fertigungsgemeinkosten, anteilige Abschreibungen des Fertigungsbereiches sowie anteilige Materialgemeinkosten. Niedrigere beizulegende Werte zum Stichtag werden mit Hilfe der EDV ermittelt; hierbei werden insbesondere auf Grund der Umschlagshäufigkeit der Bestände Reichweitenabwertungen vorgenommen.

Den im Forderungsbestand und in den übrigen Vermögensgegenständen liegenden besonderen Risiken wird durch die Bildung von Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko wird außerdem durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die Pensionsrückstellungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt und nach dem Teilwertverfahren gemäß §6a EStG bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken Rechnung tragen.

Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

(2) Währungsumrechnung

Die Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Anschaffungskurs bzw. nach dem Niederstwertprinzip (Höchstwert im Falle der Verbindlichkeiten) am Bilanzstichtag und bei Deckung durch Termingeschäfte mit dem Sicherungskurs bewertet.

Erläuterungen zur Bilanz

(3) Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlageposten ist in der "Entwicklung des Anlagevermögens" als Anlage zum Anhang dargestellt.

(4) Angaben zum Anteilsbesitz

a) Name und Sitz der Gesellschaft

Anteil am Kapital

Eigen-

kapital

Jahresergebnis

2006

30.9.2006

Buchwert

30.9.2005

Buchwert

in%

TEUR

TEUR

TEUR

TEUR

Pfalzsolar GmbH,1
Neustadt an der Weinstraße

50

59

-1 1

25

25

Langfristige Ausleihung

399

330

SCHOTT Solar CR, s.r.o.,
Valasske Mezirici, Tschechien

100

17.619

10.544

5.487

5.487

SCHOTT Solar, Inc., Billerica, USA

100

-14.642

-17.597

0

28.420

5.911

34.262

1 Abschluss zum 31.Dezember 2005

(5) Vorräte

30.9.2006

30.9.2005

TEUR

TEUR

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

15.048

21.615

Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen

7.338

9.714

Fertige Erzeugnisse und Waren

17.575

18.835

Geleistete Anzahlungen

23.299

2.324

63.260

52.488

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen

-8.250

-9

55.010

52.479

Die Bewertung der Vorräte erfolgt nach einer im SCHOTT-Konzern angewendeten maschinellen Methode, wobei als Bewertungsparameter die Umschlagshäufigkeit zu Grunde gelegt wird.

(6) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

davon mit einer Restlaufzeit

bis zu einem Jahr

über einem Jahr

Gesamtbetrag
30.9.2006

Gesamtbetrag
30.9.2005

TEUR

TEUR

TEUR

TEUR

Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen

11.312

0

11.312

10.156

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

32.350

0

32.350

49.238

Sonstige Vermögensgegenstände

1.965

0

1.965

2.315

45.627

0

45.627

61.709

davon Forderungen gegen Gesellschafter

31.734

0

31.734

0

(7) Flüssige Mittel

Es handelt sich um Guthaben bei Kreditinstituten sowie um Kassen- und Scheckbestände.

(8) Rechnungsabgrenzungsposten

Abgegrenzt wurden das bereits im Juni 2006 ausgezahlte Urlaubsgeld (TEUR79), die für das aufgenommene IKB Bank-Darlehen gezahlten KfW-Abzüge (TEUR75), bereits gezahlte Versicherungsprämien (TEUR137) sowie bereits gezahlte IT-Service-Leistungen (TEUR23).

(9) Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Stammkapital beträgt EUR5,113 Mio.

(10) Sonderposten für Investitionszuwendungen zum Anlagevermögen

Als Sonderposten werden Zuwendungen für die Solarzellenfertigungsanlage sowie für die neue Solarfabrik SF60 ausgewiesen; siehe hierzu auch Textziffer 4.

(11) Pensionsrückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen sind mit dem Teilwert unter Ansatz eines Rechnungszinsfußes von 6% p. a. bewertet. Zu Grunde gelegt sind die "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck.

(12) Steuerrückstellungen

Auf Grund des positiven steuerlichen Jahresergebnisses und der Mindestbesteuerung ist eine Rückstellung für Körperschaft- und Gewerbesteuer gebildet worden.

(13) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten u. a. Beträge für ausstehende Kosten, Arbeitnehmerjubiläen und Altersteilzeit sowie für Preisprüfungsrisiko, Gewährleistungen und andere Risiken.

(14) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Es handelt sich mit EUR4,1 Mio um drei langfristige Finanzierungsdarlehen, die im Zeitraum 1998 bis 2002 bei der IKB Deutsche Industriebank aufgenommen wurden.

Daneben wurde im Dezember 2002 ein Darlehen über EUR70 Mio bei der Commerzbank, Essen, aufgenommen.

(15) Verbindlichkeiten

davon mit einer Restlaufzeit

bis zu
einem Jahr

von einem
bis zu fünf
Jahren

Gesamtbetrag
30.9.2006

Gesamtbetrag
30.9.2005

TEUR

TEUR

TEUR

TEUR

Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten

2.054


72.095


74.149


74.833

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

10.729

0

10.729

12.362

Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen

4.123

0

4.123

5.014

Verbindlichkeiten gegenüber Unter-nehmen mit denen ein Beteili-gungsverhältnis besteht

0

0

0

39.554

Sonstige Verbindlichkeiten

2.184

13.103

15.287

2.276

- davon aus Steuern

(313)

0

(313)

(1.064)

- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit

0

0

0

(742)

19.090

85.198

104.288

134.039

davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter

2.203

2.203

19.798

(16) Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen

Die Verpflichtungen belaufen sich auf TEUR6.888 p. a. und werden in den nächsten Jahren in gleicher Höhe anfallen. Der Gesamtbetrag der Verpflichtungen beläuft sich auf TEUR97.024; davon bestehen TEUR16.155 gegenüber verbundenen Unternehmen.

Bestellobligo

Das Bestellobligo aus genehmigten Investitionen beträgt TEUR40.392; davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR0.

Verpflichtung aus langfristigen Abnahmeverträgen

Die Verpflichtungen aus langfristigen Abnahmeverträgen betragen zum 30.September 2006 TEUR430.575.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(17) Umsatzerlöse

2006

2005

TEUR

TEUR

Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen

Terrestrik

346.973

245.748

OEM - Automotive

0

18.443

Dünnschicht

10.338

10.075

357.311

274.266

Aufgliederung nach Regionen

Bundesrepublik Deutschland

242.168

222.827

EU-Staaten

84.359

31.977

Übriges Europa

1.310

658

Japan

11.316

4.239

Amerika

1.601

3.685

Restliche Welt

16.557

10.880

357.311

274.266

Unter den Umsatzerlösen werden sowohl Umsätze in Höhe von EUR61 Mio aus der Lieferung von Zellen an die Tochtergesellschaften ausgewiesen, als auch Umsätze in Höhe von EUR103 Mio aus dem Verkauf von Modulen gezeigt, die aus diesen Zellen von den Tochtergesellschaften gefertigt wurden und als Handelswaren von den Tochtergesellschaften bezogen wurden.

(18) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten insbesondere Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens (TEUR2.891), erstattungsfähige Forschungs- und Entwicklungskosten an öffentliche Auftraggeber (TEUR4.354) sowie periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Gemeinkosten (TEUR3.041), Buchgewinnen aus Anlagenabgängen (TEUR2.148) und Erträgen aus bereits abgeschriebenen Forderungen (TEUR73).

(19) Materialaufwand

2006

2005

TEUR

TEUR

Aufwendungen für Roh-, Hilfs- u. Betriebsstoffe und für bezogene Waren

280.024

194.121

Aufwendungen für bezogene Leistungen

4.248

9.834

284.272

203.955

(20) Personalaufwand/Mitarbeiter 

2006

2005

TEUR

TEUR

Löhne und Gehälter

24.494

28.343

Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung

4.476

4.742

Aufwendungen für Altersversorgung

1.500

1.402

30.470

34.487

Mitarbeiter
im Jahresdurchschnitt

Gewerbliche Arbeitnehmer

344

375

Angestellte

160

170

Auszubildende

1

0

505

545

(21) Abschreibungen auf Sachanlagen 

Die Zellfertigungslinien 1 und 2 wurden in Höhe von TEUR2.790 im Geschäftsjahr einschließlich Infrastruktur außerplanmäßig voll abgeschrieben, weil die hier gefertigten Zellformate in Zukunft nicht mehr gefertigt werden.

(22) Sonstige betriebliche Aufwendungen 

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind u. a. Kosten für Dienstleistungen, Kosten für Fremdkräfte, Bildung von sonstigen Rückstellungen, Instandhaltungskosten, Vorsorge für dubiose Forderungen, Mieten und Pachten, Ausgangsfrachten, Reisekosten sowie periodenfremder Aufwand für Verluste aus Anlagenabgängen (TEUR20) ausgewiesen.

(23) Abschreibungen auf Finanzanlagen

Auf Grund der in den letzten Jahren aufgelaufenen Verluste unserer Tochter SCHOTT Solar Inc., Billerica, wurde eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von EUR28,4 Mio auf den Beteiligungsbuchwert vorgenommen

(24) Zinsergebnis

2006

2005

TEUR

TEUR

Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

21

19

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

1.224

2.224

- davon aus verbundenen Unternehmen

1.178

2.094

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

-4.763

-5.374

-3.518

-3.131

(25) Sonstige Steuern

In den sonstigen Steuern ist nachgezahlte Grundsteuer für die Jahre 2003 bis 2005 in Höhe von TEUR96 enthalten (periodenfremder Aufwand).

(26) Derivative Finanzinstrumente

Die SCHOTT Solar GmbH ist durch die langfristige Finanzierung Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Zur Absicherung dieses Risikos wird ein Zinsswap eingesetzt. Der Vertrag besteht mit der SCHOTT AG, Mainz. Die Bewertung der Zinsswaps erfolgte auf der Grundlage von allgemein anerkannten finanzmathematischen Bewertungsmethoden.

Buchwert
30.9.2006

Marktwert
30.9.2006

Nominalwert des
Grundgeschäftes
30.9.2006

TEUR

TEUR

TEUR

Zinsswap

0

-764

70.000

(27) Konzernabschluss

Der für die Gesellschaft befreiende Konzernabschluss für den kleinsten und zugleich größten Kreis von Unternehmen wird zum 30.September 2006 von der SCHOTT AG, Mainz, erstellt und veröffentlicht. Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt beim Handelsregister des Amtsgerichts Mainz (HRB8555)

(28) Sonstige Angaben

Der Aufsichtsrat der SCHOTT Solar GmbH bestand im Geschäftsjahr 2005/2006 aus folgenden Herren:

Dr.-Ing. Hans-Joachim Konz, Vorsitzender (Generalbevollmächtigter und Mitglied der Konzernleitung der SCHOTT AG)

Thomas Schöning (Vice President Corporate Controlling and Accounting der SCHOTT AG)

Berthold Martin (Betriebsratsvorsitzender der SCHOTT Solar GmbH)

Die Aufsichtsratsmitglieder haben für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2005/2006 keine Bezüge erhalten.

Die Geschäftsführung der SCHOTT Solar GmbH bestand im Geschäftsjahr 2005/2006 aus:

Dr. Johannes Hain, Johannesberg, Dipl.-Ingenieur
--vom 1.Februar bis 30.September 2006--

Dr. Winfried Hoffmann,Hanau, Dipl.-Physiker
--bis 31. Januar 2006--

Alexander Berg, Wiesbaden, Dipl.-Ingenieur
--bis 31. Januar 2006--

Michael Harre, Offenbach, Dipl.-Betriebswirt
--bis 31. Januar 2006--

Heiner Zinnkann, Altenstadt, Dipl.-Kaufmann
--bis 31. Januar 2006--

Seit 1.Oktober 2006 ist Dr. Martin Heming, Jena, Dipl.-Chemiker, zum Geschäftsführer bestellt.

Im Berichtsjahr betrugen die gewährten Bezüge für die Geschäftsführung TEUR153.

 

Alzenau, den 24. November 2006

SCHOTT Solar GmbH

Dr. Martin Heming Geschäftsführung



Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2005/2006

Anschaffungs- und Herstellungskosten

1.10.2005

Zugänge

Umbuchungen

Abgänge

30.9.2006

EUR

EUR

EUR

EUR

EUR

I.

Immaterielle Vermögensgegenstände

1.

Gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen
Rechten und Werten

1.892.747,18

0,00

0,00

0,00

1.892.747,18

2.

Software

852.828,64

32.197,81

20.970,00

25.840,93

880.155,52

2.745.575,82

32.197,81

20.970,00

25.840,93

2.772.902,70

II.

Sachanlagen

1.

Grundstücke und Bauten

14.702.374,53

34.767,96

6.950,00

9.949,08

14.734.143,41

2.

Technische Anlagen und Maschinen

86.064.623,39

2.689.857,48

3.322.352,74

10.244.375,93

81.832.457,68

3.

Betriebs- und Geschäftsausstattung

5.899.781,25

541.198,04

171.117,50

503.793,12

6.108.303,67

4.

Geleistete Anzahlungen und

Anlagen im Bau

3.612.658,69

18.152.838,82

-3.521.390,24

0,00

18.244.107,27

110.279.437,86

21.418.662,30

-20.970,00

10.758.118,13

120.919.012,03

III.

Finanzanlagen

1.

Anteile an verbundenen
Unternehmen

33.906.587,97

0,00

0,00

0,00

33.906.587,97

2.

Beteiligungen

25.000,00

0,00

0,00

0,00

25.000,00

3.

Ausleihungen an Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungs-
verhältnis besteht

330.000,00

69.187,50

0,00

0,00

399.187,50

4.

Sonstige Ausleihungen

113.148,94

0,00

0,00

18.537,48

94.611,46

34.374.736,91

69.187,50

0,00

18.537,48

34.425.386,93

147.399.750,59

21.520.047,61

0,00

10.802.496,54

158.117.301,66

Kumulierte Abschreibungen

Buchwerte

Abschreibungen

des

1.10.2005

Geschäftsjahres

Abgänge

30.9.2006

30.9.2006

30.9.2005

EUR

EUR

EUR

EUR

EUR

EUR

I.

Immaterielle Vermögensgegenstände

1.

Gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen
Rechten und Werten

1.890.367,63

2.379,55

0,00

1.892.747,18

0,00

2.379,55

2.

Software

382.262,96

176.450,54

-25.275,79

533.437,71

346.717,81

470.565,68

2.272.630,59

178.830,09

-25.275,79

2.426.184,89

346.717,81

472.945,23

II.

Sachanlagen

1.

Grundstücke und Bauten

11.010.870,77

2.174.782,33

-4.104,81

13.181.548,29

1.552.595,12

3.691.503,76

2.

Technische Anlagen und Maschinen

32.246.400,49

12.374.742,30

-3.679.636,51

40.941.506,28

40.890.951,40

53.818.222,90

3.

Betriebs- und Geschäftsausstattung

3.164.093,27

877.703,29

-428.054,16

3.613.742,40

2.494.561,27

2.735.687,98

4.

Geleistete Anzahlungen und

Anlagen im Bau

0,00

0,00

0,00

0,00

18.244.107,27

3.612.658,69

46.421.364,53

15.427.227,92

-4.111.795,48

57.736.796,97

63.182.215,06

63.858.073,33

III.

Finanzanlagen

1.

Anteile an verbundenen
Unternehmen

0,00

28.419.889,93

0,00

28.419.889,93

5.486.698,04

33.906.587,97

2.

Beteiligungen

0,00

0,00

0,00

0,00

25.000,00

25.000,00

3.

Ausleihungen an Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungs-
verhältnis besteht

0,00

0,00

0,00

0,00

399.187,50

330.000,00

4.

Sonstige Ausleihungen

0,00

0,00

0,00

0,00

94.611,46

113.148,94

0,00

28.419.889,93

0,00

28.419.889,93

6.005.497,00

34.374.736,91

48.693.995,12

44.025.947,94

-4.137.071,27

88.582.871,79

69.534.429,87

98.705.755,47

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers



Wir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SCHOTT Solar GmbH (bis 29.November 2005: RWE SCHOTT Solar GmbH), Alzenau, für das Geschäftsjahr vom 1.Oktober 2005 bis 30.September 2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender
Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SCHOTT Solar GmbH (bis 29.November 2005: RWE SCHOTT Solar GmbH). Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Frankfurt am Main, den 24.November 2006

KPMGDeutscheTreuhand-Gesellschaft
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wagenseil Wirtschaftsprüfer
Euler Wirtschaftsprüfer



Niederschrift über den Beschluss der Gesellschafterversammlung



der SCHOTT Solar GmbH, Alzenau

(eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Aschaffenburg unter HRB 5606)

Die SCHOTT AG, Mainz (eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts
Mainz unter HRB 8555), beschließt als alleinige Gesellschafterin der SCHOTT Solar GmbH hiermit unter Verzicht auf alle gesetzlichen Form- und Fristvorschriften über die Einberufung und Abhaltung einer Gesellschafterversammlung folgendes:

1. Feststellung des Jahresabschlusses zum 30.09.2006

Der von der KPMG Deutsche Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt/Main, geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2005/2006 wird festgestellt.

Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2005/2006 beträgt €13.573.285,31. Der Verlustvortrag des Geschäftsjahres 2004/2005 beträgt €33.608.672,87.

2. Entlastung der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2005/2006

Der Geschäftsführung wird für das Geschäftsjahr 2005/2006 Entlastung erteilt.

3. Entlastung des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2005/2006

Den Mitgliedern des Aufsichtsrates wird für Ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2005/2006 Entlastung erteilt.

4. Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2006/2007

Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2006/2007 wird die KPMG Deutsche Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt/Main, bestellt.

 

Mainz, den 30. März 2007

SCHOTT AG

ppa. Günther Wolf
ppa. Rainer Weidt



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