Haltermann Carless Deutschland GmbH

Schlengendeich 17, 21107 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 118570
Vorher
Humlet OpCo GmbHHaltermann GmbH
Eingetragen
7.6.2011
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
die Produktion, die Veredelung, der Vertrieb von chemischen Produkten sowie der Erwerb, das Halten sowie die Veräußerung von Beteiligungen an anderen Unternehmen ausschließlich im eigenen Namen und auf eigene Rechnung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Fabian Werner
seit 26.11.2025
Prokura
René Tessmann
seit 26.11.2025
Prokura
Arne Dr. Hoppe
seit 10.2.2025
Geschäftsführer
Peter Friesenhahn
seit 5.2.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert93.75% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
INTERNATIONAL CHEMICAL INVESTORS S.E.LUX
93.75%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.000.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Haltermann Carless Deutschland GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Rumpfgeschäftsjahr vom 01.08.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August 2023 bis zum 31. Dezember 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

Gegenstand der Haltermann Carless Deutschland GmbH (im Folgenden auch "HC DE" oder "Gesellschaft") ist die Produktion, die Veredelung und der Vertrieb von chemischen Produkten. In den letzten Jahren hat sich die Gesellschaft zunehmend der Vision verschrieben, von fossilen auf nachhaltige Rohwarenquellen umzustellen.

Die Haltermann Carless Deutschland GmbH ist ein traditionsreiches Unternehmen, welches 1898 gegründet wurde und auf dem Gebiet der hochreinen aliphatischen Kohlenwasserstoffe und Spezialitäten führend ist. Das Produktportfolio umfasst Druckfarbenöle, hochreine Kohlenwasserstoffe, Treibmittel auf Kohlenwasserstoffbasis sowie Sonder-, Prüf- und Referenzkraftstoffe.

An den Produktionsstandorten in Hamburg und Speyer werden komplexe Test- und Spezialkraftstoffe sowie diverse Lösemittel auf Basis kurz- bis mittelkettiger Kohlenwasserstoffe in eng definierten Spezifikationen kundenspezifisch hergestellt. Zudem ist das Unternehmen einer der führenden Zulieferer von hochreinen n-, iso- und Cyclopentanen, die als Treibmittel bei der Produktion von Polystyrol- und Polyurethanschäumen dienen.

Der vorliegende Abschluss umfasst das Rumpfgeschäftsjahr 1. August 2023 bis 31. Dezember 2023. Die Vergleichszahlen des Vorjahres beinhalten die ersten sieben Monate Jahres 2023 und wurden nicht angepasst. Daher sind die Zahlen, insbesondere in der Ertragslage, nur bedingt vergleichbar. Es wurde daher der Vergleich zwischen den Kalenderjahren 2022 und 2023 ergänzt und im Anhang erläutert.

2. Wirtschaftsbericht und Geschäftsverlauf

Zum 01.09.2023 hat die International Chemical Investors Group (ICIG) die gesamte HCS Gruppe gekauft. In diesem Zuge wurde das Betriebsgrundstück in Speyer an die Konzernschwestergesellschaft International Chemical Investors RE I GmbH, Frankfurt am Main, verkauft. Über das Grundstück hat die Gesellschaft einen Pachtvertrag über zwanzig Jahre geschlossen. Im Zuge der Akquisition wurden auch die bestehenden Bankenfinanzierungen der HCS Holding GmbH, Hamburg, und der HCS Group GmbH, Hamburg, für die die Gesellschaft gesamtschuldnerisch haftete, zum Teil zurückgezahlt. Für den verbleibenden Teil in der HCS Holding GmbH, Hamburg, wurde seitens der Gläubiger ein qualifizierter Rangrücktritt erklärt. Der in der HCS Group GmbH, Hamburg, verbleibende Teil wurde durch ein Darlehen im neuen Konzernverbund ersetzt. Die Finanzierung der Gesellschaft ist unverändert durch Darlehen innerhalb der HCS Gruppe sichergestellt, da diese nicht innerhalb eines Jahres fällig werden.

Das Jahr 2023 stand global und insbesondere in Europa im Zeichen der weitreichenden Nachwirkungen des Kriegs in der Ukraine, der daraus resultierenden hohen Energiekosten sowie der stark anziehenden Inflation und eines signifikant erhöhten Zinsniveaus. All diese Faktoren belasteten speziell die chemische Industrie in Deutschland und Europa stark und damit auch die wirtschaftlichen Aussichten speziell im Bereich der industriellen Anwendungen.

Dies drückte sich auch in den Ergebnissen der HC DE aus: nach einem äußerst starken Jahr 2022 schwächte sich die Nachfrage in einigen Bereichen stark ab und blieb über den Zeitraum 2023 auf einem deutlich reduzierten Niveau. Gleichzeitig führte die Entspannung in den Lieferketten und die Rezession bei Kunden zu einem fortwährenden Bestandsabbau.

Die im Vorjahresbericht erwartete Prognose entsprach nicht dem Geschäftsverlauf der Berichtsperiode. Der für das Kalenderjahr 2023 mit TEUR 261.375 geplante Umsatz wurde mit TEUR 194.342 um 67.033 TEUR nicht erreicht. Dadurch konnten statt dem für das Kalenderjahr 2023 mit TEUR 20.202 geplante EBITDA nur TEUR 14.908 erreicht werden, TEUR 5.294 weniger als erwartet. Die wesentlichen Gründe lagen außerhalb des Einflussbereichs und der Vorhersagbarkeit des Unternehmens und sind in Kapitel 2, Wirtschaftsbericht und Geschäftsverlauf, für die einzelnen Geschäftsbereiche dargelegt. Zusammenfassend haben die beschriebenen Entwicklungen zu weniger Volumen und einem anderen Produktmix geführt.

Erschwerend kam hinzu, dass das vergleichsweise hohe Zinsniveau und die stark gestiegenen Kosten für Baumaterialien zu einem starken Einbruch im Bausektor führten, was speziell das in 2021 und 2022 stark gewachsene Geschäft mit Pentanen als Treibmittel für Isoliermaterialien in 2023 signifikant beeinträchtigte. Die wirtschaftliche Schwäche von China, niedrigere lokale Nachfrage und wieder intakte Lieferketten sorgten für zusätzlichen Druck auf bestimmte Geschäftsbereiche, speziell für Sektoren mit Endkunden in industriellen Anwendungen, der Zwischenprodukte und der Basischemie.

Die Auswirkungen der Energiekrise auf die HC DE hielten sich durch aktives Krisenmanagement in Grenzen: Die Energieversorgung der HC DE ist weiterhin durch Verträge für das gesamte Jahr 2025 abgesichert und durch die Mehrlieferantenstrategie für Rohstoffe führten die Sanktionen zu keinen operativen Einschränkungen. Bereits frühzeitig wurden Kostensteigerungen an Kunden weitergegeben.

Die einzelnen Geschäftsbereiche haben sich unterschiedlich entwickelt. Die Business Unit (BU) Mobility zeigte weiterhin eine starke Performance im Bereich der umweltschonenden Zwei- und Viertaktkraftstoffe (Small Engine Fuels - SEF) mit starkem Export vor allem in die USA und der Entwicklung erneuerbarer Formulierungen mit zertifizierter CO 2 Bilanz. Erfreulicherweise konnte ein leichtes Wachstum im Bereich der Emissionskraftstoffe erzielt werden, was unter anderem aus einer erhöhten Produktion der Automobilindustrie resultierte. Auch der Bereich der Test- und Referenzkraftstoffe hat sich in 2023 verbessert, was die anhaltende Entwicklungsarbeit im Bereich der Verbrennungsmotoren trotz ansteigendem Trend zur Elektromobilität unterstreicht. Die Verschiebung von Diesel hin zu Otto-Kraftstoff und Testkraftstoffen für die Hybridtechnologie setzt sich fort.

Die BU Life Science mit wesentlichen Anwendungen im Bereich Pharma erfreut sich generell einer soliden Nachfrage. Das Geschäft mit hochreinen Lösemitteln für die Pharmaindustrie wurde in 2023 jedoch stark von deutlich reduzierter Verfügbarkeit der Rohware eines Schlüssellieferanten beeinträchtigt. Daher musste HC DE in hohem Maße Fertigprodukte vom Markt einkaufen, um die Kundenanforderungen zu bedienen. Dies führte zu einer zeitweisen Verschlechterung der Marge im Rumpfgeschäftsjahr in der BU Life Science.

Die geringere Nachfrage für die Herstellung von COVID Impfstoff konnte nicht vollständig kompensiert werden, aber Bedarfe haben sich auf hohem Niveau stabilisiert. Ende des Jahres 2022 konnte die HC DE die Erstbefüllung einer neuen World-Scale Anlage der Firma Lyondell Basell zur Herstellung von tertiärem Butylalkohol und Propylenoxid in den USA mit Lösungsmittel realisieren. Durch das Erfordernis einer kontinuierlichen Nachführung von Lösungsmittel zum Ausgleich von Lösungsmittelverlusten im Prozess ("make up") profitiert HC DE von einem dauerhaft höheren Verkaufsvolumen an Lyondell Basell und kontinuierlichen Exportgeschäft nach USA.

Die BU Industrial wurde stark von der Schwäche im Baugewerbe, im Bereich der Haushaltsgeräte, Druckfarben und anderer industrieller Anwendungen getroffen. Daneben führte ein Sondereffekt auf der Rohstoffseite zu deutlich niedrigeren Margen im Pentane Geschäft. HC DE hatte in 2022 einen Mehrjahresvertrag mit einem neuen Rohwarenlieferanten abgeschlossen, um die Rohstoffkostenbasis deutlich zu verbessern und die bislang wenig diversifizierte Rohstoffversorgung mit einem signifikanten neuen Volumen und deutlich niedrigeren Logistikkosten zu verstärken. Aufgrund von zwei hintereinander folgenden Bränden in der petrochemischen Anlage des Produzenten konnte dieser die zugesagten Liefermengen nicht einhalten und war bis Dezember 2023 nicht lieferfähig. Um Kundenverpflichtungen im profitablen Pentane-Geschäft einhalten zu können war HC DE gezwungen, wesentlich teureren Rohstoff aus dem Mittleren Osten zuzukaufen bzw. Fertigprodukte vom Markt zu kaufen, was sich stark negativ in den Margen niederschlug.

Die Anfang 2022 noch sehr starke Nachfrage nach n-/ und iso-Pentanmischungen als Treibmittel für Isolierschäume in der Bauindustrie ließ in der zweiten Jahreshälfte 2022 konjunkturbedingt deutlich nach und blieb auch 2023 durchgehend auf einem deutlich niedrigeren Niveau. HC DE konnte im Bereich des vor allem als Treibmittel in Isolierschäumen für Kühlschränke eingesetzte Cyclopentans die starke Marktposition behaupten und festigen, und ist durch die zusätzliche Kapazität aus der neuen Hydrieranlage zum globalen Marktführer aufgestiegen. Strategisch ist dies hoch relevant, da der Markt in den USA zunehmend wächst, und die technisch hochwertige Alternative der HFOs (Fluorierte Olefine) durch die Nähe zu PFAS stark unter Druck geraten ist. Aufgrund der unterschiedlichen Rohstoffströme (Shale Gas statt Erdöl) kann in Nordamerika jedoch kein Cyclopentan produziert werden.

Das Streben nach Verbesserungen bleibt eine strategische Säule der HC DE. Geschäftsprozesse wurden weiter digitalisiert und es wurde beispielsweise die Konsolidierungssoftware Tagetik eingeführt, in der fortan Einzelabschlüsse, Kennzahlen und Kommentare an den Investor ICIG berichtet werden.

Insgesamt wird die Gesamtentwicklung im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August bis zum 31. Dezember 2023 als herausfordernd eingeschätzt.

3. Ertragslage

01.08.2023 bis 31.12.2023
TEUR
01.01.2023 bis 31.07.2023
TEUR
2023
TEUR
2022
TEUR
Umsatzerlöse 75.475 118.867 194.342 266.875
Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -5.322 2.186 -3.136 12.503
Andere aktivierte Eigenleistungen 0 0 0 336
Sonstige betriebliche Erträge 10.831 1.273 12.104 3.916
80.984 122.326 203.310 283.630
Materialaufwand -46.050 -87.998 -134.048 -207.109
Personalaufwand -8.168 -11.449 -19.617 -20.928
Abschreibungen -4.911 -6.741 -11.652 -10.979
Sonstige betriebliche Aufwendungen -15.350 -19.387 -34.737 -34.676
-74.479 -125.575 -200.054 -273.692
Betriebsergebnis 6.505 -3.249 3.256 9.938
Finanzaufwendungen abzgl. Finanzerträge -4.180 -7.649 -11.829 -12.680
Sonstige Steuern -28 -98 -126 -34
Ergebnisabführung/Verlustübernahme -2.297 10.996 8.699 2.776
Jahresüberschuss 0 0 0 0

Die Nettoumsätze der Gesellschaft betrugen im Berichtsjahr TEUR 75.475 (Vj. TEUR 118.867) und setzen sich wie folgt zusammen:

01.08.2023 bis 31.12.2023
TEUR
01.01.2023 bis 31.07.2023
TEUR
2023
TEUR
2022
TEUR
Energy 0 2.001 2.001 3.519
Industrial 40.801 67.684 108.485 171.382
Life Science 15.120 20.393 35.513 42.985
Mobility 18.864 28.778 47.642 48.805
Other 690 11 701 183
75.475 118.867 194.342 266.874

Der Materialaufwand betrug im Rumpfgeschäftsjahr 2023 TEUR 46.050 (Vj. TEUR 87.998). Im Rumpfgeschäftsjahr 2023 sowie im Kalenderjahresvergleich zwischen 2023 und 2022 korrespondiert der Rückgang überproportional mit dem Rückgang der Umsatzerlöse und ist vor allem durch Preis- als auch Mengeneffekte begründet. Preiseffekte auf Grund gestiegener Rohstoffnotierungen und Sondereffekte wie bei Pentanen und Mitteldestillate haben hierbei eine deutliche Rolle gespielt. Die Veränderung der Gewinnspanne der Umsatzerlöse nach Abzug der Materialaufwendungen resultiert aus einer Mischung von verschiedenen Faktoren. Hier sind neben dem Wertschöpfungspotential der eingekauften Rohwaren insbesondere auch der Produktmix und die Geschwindigkeit von Rohstoffpreisänderungen zu nennen. Gründe dafür sind unter anderem der Einbruch im Bausektor und der daraus resultierende Verkauf von Pentanen. Ein weiterer Grund war das Geschäft mit hochreinen Lösemitteln für die Pharmaindustrie aufgrund von reduzierter Verfügbarkeit der Rohware eines Schlüssellieferanten.

Die Rohertragsquote der Gesellschaft lag im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August 2023 bis 31. Dezember 2023 bei 46,29 % und zeigt einen deutlichen Anstieg gegenüber der Vorperiode (28,88 %). Begründet ist der Anstieg im Wesentlichen mit dem Verkauf des Grundstücks des Werksgeländes in Speyer an die Konzernschwestergesellschaft ICI RE I GmbH. Das Grundstück wird seit dem Verkauf von der Gesellschaft gepachtet. Die daraus resultierenden finanziellen Verpflichtungen sind im Anhang erläutert. Die gleiche Entwicklung und Begründung ergibt sich im Kalenderjahresvergleich zwischen 2023 und 2022.

Die Personalkosten blieben unter Berücksichtigung des verkürzten Zeitraums für das Rumpfgeschäftsjahr im Vergleich zur Vorperiode weitestgehend unverändert.

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen unter Berücksichtigung des verkürzten Zeitraums im Vergleich zur Vorperiode resultiert vor allem aus gesunkenen Kosten für Ausgangsfrachten und externen Dienstleistungen.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Das EBITDA von TEUR 11.416 (Vj. TEUR 3.492) dient als wesentliche Steuerungsgröße des Unternehmens und ergibt sich aus dem Betriebsergebnis von TEUR 6.505 (Vj. TEUR -3.249) zzgl. der Abschreibungen von TEUR 4.911 (Vj. TEUR 6.741). Grund für den deutlichen Anstieg des EBITDAs ist der bereits erwähnte Verkauf des Grundstücks des Werksgeländes in Speyer an die Konzernschwestergesellschaft ICI RE I GmbH.

Bei einer Betrachtung der beiden Kalenderjahre 2023 und 2022 hat sich das EBITDA um TEUR 6.009 auf TEUR 14.908 reduziert (KJ 2022 TEUR 20.917).

Der Jahresüberschuss für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August 2023 bis 31. Dezember ist aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit der HCS Group GmbH wie auch im Vorjahr TEUR 0.

5. Vermögens- und Finanzlage

31.12.2023 31.07.2023
TEUR % TEUR %
Vermögen
Anlagevermögen 120.334 64,9 129.430 64,8
Vorräte 45.079 24,3 51.343 25,7
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 12.850 6,9 14.970 7,5
Flüssige Mittel 6.569 3,5 3.290 1,6
Rechnungsabgrenzungsposten 543 0,3 582 0,3
185.375 100,0 199.615 100,0
Kapital
Eigenkapital 5.000 2,7 5.000 2,5
Rückstellungen 25.811 13,9 26.672 13,4
Verbindlichkeiten 154.564 83,4 167.943 84,1
185.375 100,0 199.615 100,0

Das Vermögen der Gesellschaft besteht zu 64,9 % (Vj. 64,8 %) aus langfristigen und zu 35,1 % (Vj. 35,2 %) aus kurzfristigen Vermögensgegenständen. Das Anlagevermögen besteht im Wesentlichen aus materiellem Anlagevermögen in Form von technischen Anlagen und Maschinen und sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung. Der Rückgang im Anlagevermögen resultiert aus dem Verkauf des Betriebsgrundstücks in Speyer an die Konzernschwestergesellschaft. Um Kunden weiterhin bedienen zu können, hat die Gesellschaft vor dem geplanten Werksstillstand zum 31.07.2024 das Vorratsvermögen aufgebaut. In den Monaten bis zum Abschlussstichtag wurden die Bestände sukzessive abgebaut. Der Rückgang der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände ist im Wesentlichen auf den Verbrauch der vorausgezahlten Versicherungsprämie und die Verrechnung von Zahlungsverpflichtung und sonstigen Forderungen aus Energiegeschäften zurückzuführen.

Die Gesellschaft weist aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit ihrer Gesellschafterin, der HCS Group GmbH, ein konstantes Eigenkapital von TEUR 5.000 (Vj. TEUR 5.000) aus. Die Eigenkapitalquote beträgt rd. 2,7 % (Vj. 2,5 %).

Der kurzfristige Liquiditätsbedarf der Gesellschaft ist durch liquide Mittel in Höhe von TEUR 6.569 (Vj. TEUR 3.290) und Darlehen mit verbundenen Unternehmen sichergestellt. Die Darlehen mit verbundenen Unternehmen haben eine unbefristete Laufzeit und werden mit 7,07 % verzinst.

Der Aufbau der Vorräte für den geplanten Werksstillstand hat auch die Verbindlichkeiten ansteigen lassen. Ein Großteil der Vorräte waren zum Stichtag 31.07.2023 noch nicht bezahlt. Zum 31.12.2023 haben sich Vorräte und Verbindlichkeiten wieder normalisiert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen blieben nahezu unverändert. Der Anstieg resultiert aus der Umgliederung der Leasingverbindlichkeiten TEUR 6.522 (Vj. TEUR 6.831), die in der Vorperiode in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen wurden.

6. Umwelt, Gesundheit, Sicherheit und Qualität

Die Gesellschaft folgt den Leitlinien des Responsible Care Programm. Zusätzlich bekennt die Gesellschaft sich zu den Leitlinien zur Nachhaltigkeit ("Chemie 3 ") des VCI. Das Umweltmanagementsystem ist an allen Produktionsstandorten der Gesellschaft gemäß ISO 14001 zertifiziert. Die Produkte unterliegen der EU-Chemikalienverordnung REACH (Registration, Evaluation and Authorisation of Chemicals), die seit dem 1. Juni 2007 Gültigkeit hat.

Die Gesellschaft hat als Teil der HCS-Gruppe eine Nachhaltigkeitsstrategie verabschiedet und messbare Ziele auf Basis der nachhaltigen Entwicklungsziele der UN (UN SDGs) formuliert, um Emissionen zu senken und das Produktportfolio konsequent in Richtung nachhaltiger Produkte umzustellen.

Die Treibhausgasemissionen werden an den Produktionsstandorten nach den Richtlinien des EU Emissionshandels (EU ETS) gemessen. Auch Energieverbräuche werden kontinuierlich gemessen und durch gezielte Verbesserungsprojekte optimiert. Die Stromversorgung der Produktionsstandorte wurde auf zertifizierte erneuerbare Quellen umgestellt und dadurch die sogenannten "Scope 2" Emissionen reduziert.

Im Jahr 2019 konnte die Gesellschaft als Teil der HCS-Gruppe zum ersten Mal eine Bewertung der Stufe "Gold" des Verbandes Ecovadis erringen. Hiermit wurden die vielseitigen und nachhaltigen Verbesserungsmaßnahmen in Bezug auf alle Belange der Nachhaltigkeit gewürdigt. Im August 2023 wurde die Bewertung der Stufe "Gold" erneut an HCS durch Ecovadis vergeben. Laut der Ecovadis liegt HCS in den oberen 2 % und damit weiterhin deutlich oberhalb des Durchschnitts in der chemischen Industrie.

Seit 2022 sind die beiden Produktionsstandorte Speyer und Hamburg gemäß ISCC Plus zertifiziert und bieten nun zertifizierte Massenbilanzprodukte für verschiedene Industrien an. Seit 2023 sind beide Standorte auch gemäß ISCC EU zertifiziert und bieten zertifizierte Biogene Produkte an.

Die Produktionsanlagen der Gesellschaft mit den Standorten Speyer und Hamburg zeichnen sich durch vielfältig redundant ausgelegte technische Sicherheitseinrichtungen und dem speziell geschulten Personal aus.

Die Produktionsstandorte der Gesellschaft sind anforderungsgerecht nach den internationalen Normen ISO 9001:2015, ISO 14001:2015 und seit 2015 nach ISO 50001:2011 bzw. dem Nachfolger ISO 50001:2018 zertifiziert.

Das Labor am Standort Hamburg-Wilhelmsburg ist entsprechend DIN EN ISO/IEC 17025:2018 akkreditiert. Die Labore an den Standorten Speyer und Hamburg verfügen über eine breite Palette von Analysen und Tests nach deutschen und internationalen Standards (DIN, EN, ISO, ASTM). Unter dem neuen gruppenweiten ISO-Zertifikat wurden alle anstehenden Audits ohne Beanstandungen bestanden.

7. Risiken- und Chancenbericht

Ein systematisches Risikomanagementsystem sichert den Bestand der Gesellschaft, indem es Einzelrisiken angemessen erfasst, analysiert und steuert sowie Chancen identifiziert und Maßnahmen ergreift, um diese wahrzunehmen.

Die Gesellschaft ist einer Reihe von Risiken ausgesetzt. Diese Risiken ergeben sich unmittelbar aus aktivem unternehmerischem Handeln. Die Bereitschaft, Risiken einzugehen, ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, die bestehenden unternehmerischen Chancen wahrnehmen zu können. Das Management von Risiken ist daher eine fortwährende Aufgabe und deshalb ein wichtiges Instrument der Unternehmensführung der Gesellschaft.

Durch eine Optimierung und Strukturierung des Prozesses der Informationsgewinnung und

-übermittlung schafft die Gesellschaft eine solide Basis, um die Risiken sicher einschätzen zu können. Grundsätzlich wird das allgemeine Risiko als moderat eingeschätzt.

Im Falle eintretender Krisensituationen ist es wichtig für die Gesellschaft, umfassend vorbereitet zu sein. Aus diesem Grund verfügt das Unternehmen über ein Krisenmanagementsystem. In einem Krisenfall greifen die vorhandenen Notfallkonzepte und Krisenmanagementstrukturen, abhängig vom Umfang der Auswirkungen. Dabei werden situationsbezogen Partner, Lieferanten sowie Städte, Gemeinden und benachbarte Unternehmen einbezogen.

Die Gesellschaft überprüft regelmäßig die Notfallsysteme und Krisenmanagementstrukturen und übt die Abläufe mit Mitarbeitern, Kontraktoren, Behörden und lokalen Einsatzkräften. Im November 2022 wurden entsprechende Übungen an den Produktionsstandorten und in der Zentrale in Frankfurt durchgeführt und alle Mitglieder der Krisenstäbe wurden erneut geschult.

Auch 2023 hat die Gesellschaft die Einrichtung und Überprüfung interner Kontrollen weiter verbessert und über die Einzelgesellschaften standardisiert. Dabei wurde die Dokumentation der Kontrollen für die identifizierten Risiken innerhalb der Geschäftsprozesse kontinuierlich verbessert und mittels Audits unabhängig geprüft. Im Fokus für 2023 stand weiterhin der Prozess der Liquiditätsplanung. Die Geschäftsführung erhält regelmäßige Berichte über die Geschäftsentwicklung und Liquidität sowie die wesentlichen Prozesse innerhalb der Gruppe. Diese werden von der Geschäftsführung in regelmäßigen Berichten dem Beirat der Muttergesellschaft zusammengefasst und vorgestellt.

Für das darauf folgende Geschäftsjahr 2024 rechnen wir mit einer Fortsetzung der gesamtwirtschaftlichen Erholung. Die gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten bleiben jedoch hoch. Darüber hinaus könnten ein anhaltend knappes Angebot an Energie und Rohstoffen und daraus resultierende hohe Preise die Inflationsraten weiter steigen lassen. Dies könnte weiterhin die Produktion energieintensiver Produkte und die Endnachfrage der Konsumenten dämpfen.

Die unmittelbaren Auswirkungen des Nahost-Konflikts zwischen der Terrororganisation Hamas und Israel auf die Gesellschaft werden unverändert als sehr gering beurteiltes. In Bezug auf den Rohwareneinkauf bezieht die Gesellschaft unverändert keine Produkte direkt aus Russland oder der Ukraine. Rohwaren werden von einer Vielzahl von internationalen Lieferanten eingekauft. Die Gesellschaft ist in der Lage gleichwertige Rohstoffe bei alternativen Lieferanten einzukaufen. Grundsätzlich stellt die Gesellschaft über einen professionellen Sanktionsmonitor, dessen Daten täglich aktualisiert und mit den Lieferanten- und Kundendaten abgeglichen werden, sicher, dass Sanktionen jederzeit eingehalten werden.

In Bezug auf Risiken und Chancen für das Unternehmen lassen sich die folgenden Aussagen treffen:

Die Geschäftsbereiche der Gesellschaft beliefern eine große Anzahl an diversen Industrien; dies verhindert eine einseitige Exposition gegenüber einzelnen Zielmärkten. Der Geschäftsbereich Life Science beliefert mit dem Pharma- sowie dem Agrarsektor krisenresistente Industrien. Ein Großteil der Aktivitäten des Geschäftsbereichs Mobility hängt nicht von der Anzahl der verkauften Einheiten ab, sondern ist getrieben von Forschung und Entwicklung und somit nicht direkt von einem Nachfragerückgang betroffen.

Chancen sieht die HCS-Gruppe im globalen Trend zu nachhaltigeren Lösungen im Sinne des Klimaschutzes. Bereits im Jahre 2010 hat die damalige Dow Haltermann Products, Hamburg, angefangen, Produkte wie Basis- und Druckfarbenöle auf Basis von Biodiesel der finnischen Firma Neste, Espoo, Finnland zu entwickeln. Eine exklusive Lieferbeziehung mit dem amerikanischen Biotechnologieunternehmen Gevo, Englewood, Colorado, USA, besteht seit dem Jahre 2019 und gibt der HCS-Gruppe Zugang zu stark nachgefragten Isoparaffinen auf nachwachsender Basis. Diese finden sowohl im Kosmetikbereich als auch als Mischkomponente in Kraftstoffen Anwendung. Im Jahr 2020 wurden erstmals Small Engine Fuels mit Bioanteil aus der Produktion der HCS-Gruppe von Kunden in den Markt eingeführt. Die Umstellung der Automobilindustrie auf mehr und mehr Hybridantriebe einerseits sowie die steigende Verfügbarkeit sogenannter e-Fuels mit geringerer CO 2 Bilanz andererseits treiben signifikante Forschungsvorhaben, welche zu einer unverändert starken Nachfrage an kundenspezifischen Testkraftstoffen führen und den Rückgang in der Entwicklung von Dieselmotoren größtenteils kompensieren. So wurde im Jahr 2022 erstmals die Versorgung von Rennserien über 100% erneuerbares Benzin gewonnen, was in 2023 stark weiter ausgebaut werden konnte. Im Bereich der Treibmittel für Dämmstoffe haben wir als erstes Unternehmen massenbilanzbasierte nachhaltige Pentane in den Markt eingeführt. Zudem konnten für den für die Gesellschaft neuen Endmarkt der Kosmetikanwendungen erstmals großtechnische Mengen an erneuerbaren Isoparaffinen kommerzialisiert werden und eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit mit einem wichtigen Großunternehmen geschlossen werden.

Zusätzliche Chancen ergeben sich aus der kombinierten Expertise der Gruppe in den Bereichen Isolierflüssigkeiten und Mobility: So konnte ein Basisöl auf nachwachsender Basis entwickelt und bemustert werden, welches zur Kühlung und Isolierung in Elektrofahrzeugen eingesetzt wird. Dieselbe Technologiebasis findet bei der Kühlung von Server-Farmen stationäre Anwendung.

Für die Umstellung des Produktportfolios auf erneuerbare Lösungen beweist sich die neue Hydrieranlage am Produktionsstandort in Speyer als sehr wertvoll; die dadurch gewonnene Fähigkeit, flexibel eine große Bandbreite an Rohwaren aufarbeiten und nutzbar machen zu können, stellt eine weitere große Chance dar.

Um auf etwaige Schwankungen bei Versorgung und Nachfrage allzeit entschieden und schnell reagieren zu können, hat die Gesellschaft, die zu Beginn der Corona-Krise erhöhte Frequenz der Planungsprozesse beibehalten. Regelmäßig findet eine Abstimmung über die aktuelle Situation und angemessene Maßnahmen mit dem Beirat der Muttergesellschaft statt.

Zusammenfassend bleiben die wesentlichen Geschäftsrisiken für das kommende Jahr somit unverändert und ergeben sich zum einen aus der Entwicklung der Rohstoff- und Energiepreise sowie der Entwicklung der Währungen, insbesondere der Euro/Dollar/Britischem Pfund-Relation.

7.1 Finanzwirtschaftliche Risiken

Grundsätzlich werden von der Gesellschaft finanzwirtschaftliche und operative Risiken unterschieden. Zu den finanzwirtschaftlichen Risiken zählt die Geschäftsführung das Ertrags-, das Liquiditäts-, das Refinanzierungs-, das Zins- und das Währungsrisiko sowie risikobehaftete Geschäfte.

Ein strukturiertes Berichtswesen auf allen Unternehmensebenen stellt sicher, dass dem Management alle entscheidungsrelevanten Tatsachen zeitnah zur Verfügung stehen.

Zu den unternehmensspezifischen Ertragsrisiken zählt die Gesellschaft insbesondere die hohen Fixkosten durch Abschreibung und Instandhaltung für das Anlagevermögen. Das Risiko wird als moderat eingeschätzt. Durch ein standardisiertes, regelmäßig angepasstes Berichtswesen wird die aktuelle Sachlage regelmäßig analysiert und bewertet. So werden grundsätzlich mindestens monatlich die Ist- und Ziel-Größen gegenübergestellt und die Abweichungen analysiert, damit gegebenenfalls Maßnahmen eingeleitet werden können. Zeichnen sich außerhalb der regelmäßigen Berichtszeiträume Risiken oder Fehlentwicklungen ab, wird hierüber sofort gesondert berichtet und entschieden.

Die Gesellschaft hat zum Abschlussstichtag eine Forderung gegen verbundene Unternehmen in US-Dollar. Eine explizite Absicherung dies Fremdwährungsrisikos findet aktuell nicht statt. Die Forderung besteht mit einer Konzernschwestergesellschaft wodurch für den Konzern kein Risiko besteht.

Liquiditätsrisiken entstehen durch die regelmäßigen Investitionen in die anlagenintensiven Werke Speyer und Hamburg. Das Risiko wird ebenfalls als moderat eingeschätzt. Es erfolgen regelmäßig Berichte an das Konzernrechnungswesen. Auf Konzernebene wird auch das Cash-Management durch Beschaffung und Bereitstellung von liquiden Mitteln durch eigene Ressourcen und freie Kreditlinien gesteuert.

Die Gesellschaft ist ausschließlich über den HCS Teilkonzern finanziert, weshalb das Zinsrisiko nur konzernintern besteht. Wir sehen daher kein nennenswertes Risiko. Risikobehaftete Geschäfte spielen bei der Gesellschaft nur eine untergeordnete Rolle.

7.2 Operative Risiken

Die operativen Risiken setzen sich aus dem Marktrisiko, dem regulatorischen Risiko, dem Human-Resources-Risiko, dem Beschaffungsrisiko, dem Lieferrisiko, dem Betriebsrisiko und rechtlichen Risiken zusammen. Der verantwortungsvolle Umgang mit diesen Risiken erfolgt durch regelmäßige und strukturierte Erfassung, Analyse und Bewertung aller relevanten Daten und Informationen sowie insbesondere durch regelmäßige Monitoring- und Planungsprozesse.

Marktveränderungen und Trends werden durch Marktstudien, Messebesuche und regelmäßige Kundenbesuche durch Mitarbeiter der Gesellschaft frühzeitig erkannt.

Veränderungen in den Energiemärkten werden durch kontrahierte Beratungsunternehmen kontinuierlich beobachtet und in der Einkaufsstrategie für Strom und Gas berücksichtigt. Die Einkaufsverträge der Gesellschaft sichern die Versorgung für das Jahr 2024 und erlauben eine Risikominimierung durch das Fixieren verschiedener Tranchen an den Terminmärkten. Um die Resilienz des Unternehmens zu stärken, wurde die Möglichkeit, statt Erdgas auch Heizöl zur Prozesswärmeerzeugung nutzen zu können für den Standort Speyer geschaffen.

Die Gewinnung, Bindung und Motivation von qualifizierten Mitarbeitern ist ein zentraler Erfolgsfaktor der Gesellschaft. Die langfristige Personalplanung wird daher unter anderem durch Vergütungsmodelle mit variablen Bestandteilen und regelmäßigen Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen gesichert. Auch in 2023 wurden die Anstrengungen im Personalbereich fortgesetzt, um die Altersstruktur zu verbessern und das Know-How zu verbreitern. Die Gesellschaft hat über einen Dienstleister ein "Employee Assistance Program" eingeführt, um die Belegschaft besser im Falle von psychischen Problemen zu unterstützen. Diese Maßnahmen sollen zu einer Reduzierung von potenziellen Risiken aufgrund von alters- oder marktwirtschaftlich bedingten Personalveränderungen führen.

Den Lieferrisiken wird durch eine langfristige System- und Personaleinsatzplanung sowie durch die Bereithaltung von Back-up-Systemen begegnet. Das Betriebsrisiko wird durch den Abschluss von Versicherungen, den Einsatz von qualifiziertem Personal und durch die regelmäßige Überprüfung und Optimierung der Abläufe und IT-Systeme minimiert.

Rechtliche Risiken können sich aus Klagen ergeben. Die entsprechenden Verfahren werden mit Unterstützung durch erfahrene externe Anwälte begleitet., die die externen juristischen Ressourcen koordiniert. Ab 2024 kann die HC DE auf rechtliche Unterstützung bei einer Konzernschwestergesellschaft zurückgreifen.

Die Gesellschaft schützt ihre Mitarbeiter, Standorte, Anlagen und das Know-How des Konzerns gegen Eingriffe von Dritten. Dazu gehört beispielsweise auch die Auseinandersetzung mit dem Thema Cybersicherheit. Die Gruppe hat hierzu im Jahr 2022 eine neue Stelle "Cyber Security & IT Compliance Manager" erfolgreich besetzt und mit der Stelle "Chief Information Security Officer" (CISO) zusammengeführt. Damit verfügt das Unternehmen zusammen mit dem IT-Dienstleister und dem Cyberversicherer jederzeit über Zugriff auf interne und externe Cyberexperten, um einen Schutz rund um die Uhr zu gewährleisten. Zudem fördert die Gesellschaft die Sensibilisierung aller Mitarbeiter für den Schutz interner Informationen und unternehmenseigenen Know-Hows weltweit. Jährlich werden entsprechende verpflichtende Schulungen sowie regelmäßige simulierte Phishing-Kampagnen durchgeführt, um das Risikobewusstsein der Mitarbeiter weiter zu stärken. Weiterhin wurden verbindliche Anforderungen zum Informationsschutz festgelegt. Darüber hinaus wurden die Anstrengungen über regelmäßige Fremdaudits und Penetration Tests weiter verstärkt.

Das auf die spezifische Situation der Gesellschaft und ihrer Verbundgesellschaften ausgerichtete Risikomanagement kann nicht losgelöst von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung agieren. Daher wird auch die allgemeine konjunkturelle Entwicklung vor allem in Europa sehr genau beobachtet.

Die Gesamtrisikosituation in der Gesellschaft ist weiterhin begrenzt und überschaubar. Es liegen keine bestandsgefährdenden Risiken vor. Auch für die Zukunft sind keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar, sodass der Fortbestand des Unternehmens gesichert ist.

Aus den oben genannten Risiken ergeben sich im Wesentlichen gleichlautende Chancen.

Die weitere Entwicklung des Unternehmens ist in den folgenden Jahren insbesondere von der Auslastung und Entwicklung des Standorts Speyer geprägt. Die Investitionstätigkeit bleibt im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August bis zum 31. Dezember 2023 durch eine Kombination aus Investitionen in Infrastruktur und Wachstumsprojekte auf einem sehr hohen Niveau und unterstreicht die operative Umsetzung der Mittelfriststrategie des Unternehmens.

8. Prognosebericht

Die Ungewissheit in Bezug auf die wirtschaftliche Lage, speziell der europäischen chemischen Industrie, erschweren eine zuverlässige Prognose des Geschäftsverlaufs für das Jahr 2024. Das Wirtschaftswachstum wird nach Ansicht führender Wirtschaftsforschungsinstitute und Konsortien voraussichtlich noch deutlich von den Herausforderungen mit Blick auf Marktnachfrage, das kritische Zinsniveau, und nach wie vor hoher Bestände bei den Endkunden beeinflusst bleiben.

Für 2024 geht das Unternehmen von einem Basisniveau von $85/bbl der Sorte Brent bei einem weiterhin volatilen Ölpreis aus. Das Unternehmen erwartet, dass die Abnehmerindustrien trotz der nach wie vor angespannten konjunkturellen Lage stabil bleiben werden und dass die Geschäftsbereiche durch Umsetzung ihrer Strategien auch in diesem Umfeld weiter Wachstum generieren werden. Die BU Mobility wird zusätzliche Chancen im Bereich nachhaltiger Kraftstofflösungen erschließen und bestehendes Geschäft in diesem Bereich konsequent ausbauen. Der Anstieg im US Geschäft auf Basis von Produkten der HC DE wird sich deutlich positiv in der Gesamtmarge auswirken. Die BU Life Science wird das internationale Wachstum der Vorjahre vor allem in Nord- und Südamerika weiter fortsetzen und auch in Europa kurze Lieferwege zum Kunden für Wachstum nutzen. Wir konnten stark im Bereich der hochreinen Kohlenwasserstoffe für katalytische Prozessanwendungen wachsen und damit das Geschäft neben Pharma- und Elektronikanwendungen weiter differenzieren. Die BU Industrial wird die Möglichkeiten im Zusammenhang mit den aus der Hydrieranlage resultierenden neuen Produkten weiter konsequent nutzen, und konnte erstmalig auch erneuerbare Produkte für Anwendungen in der EV Batteriekühlung, Serverkühlung, Abwasserbehandlung und Aluminiumverarbeitung herstellen.

Die in den letzten Jahren gestarteten Projekte und Verstärkung von Aktivitäten in Japan mit Produkten der HC DE werden weiter verstärkt, um die Globalisierung des Unternehmens weiter voranzutreiben. Insbesondere in den Bereichen Mobility und Life Science sieht die HCS-Gruppe Chancen.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie Anwendungstechnik bleiben konstant. Der Fokus im kommenden Jahr wird auf die Expansion der Vertriebs- und Servicefunktionen gesetzt. Eine steigende Bedeutung kommt den Initiativen im Bereich nachhaltiger Lösungen auf Basis nachwachsender Rohstoffe sowie der Umsetzung der ganzheitlichen Nachhaltigkeitsstrategie zu.

Die Rohstoffversorgung des Konzerns wird auch in 2024, wie in den Vorjahren, weiter verbessert. Dies resultiert im Wesentlichen aus der ausgebauten Palette der verfügbaren Rohstoffquellen (Pentane, hochreine Lösungsmittel, erneuerbare Rohwaren) aber auch den technischen Fähigkeiten des Konzerns, wie z.B. der Hydrierung. Dies wird sich auch künftig in einer erweiterten beziehungsweise dynamischen Angebotspalette und Produktionsflexibilität ausdrücken. Nach der erfolgreichen Umsetzung der Strategie der letzten Jahre wird das Geschaffene als Basis für den weiteren internationalen, dabei selektiven, Ausbau der Anlagen, Serviceleistungen und Produkte genutzt. Die unterschiedlichen, aufeinander abgestimmten Maßnahmen führen auch künftig zur positiven Entwicklung der HC DE.

Im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August bis zum 31. Dezember 2023 wurden Umsätze i.H.v. rund EUR 75 Mio. erzielt. Für 2024 wird ein Umsatz von EUR 203 Mio. erwartet. Im Vergleich zum vorherigen Kalenderjahr ist das ein leichter Anstieg um EUR 9 Mio. Im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August bis zum 31. Dezember 2023 wurde ein EBITDA i.H.v. rund EUR 11 Mio. erzielt. Für 2024 wird ein EBITDA i.H.v. rund EUR 18 Mio. erwartet. Im Vergleich zum vorherigen Kalenderjahr ist das ein Anstieg um EUR 3,1 Mio.

 

Hamburg, 31. Oktober 2024

Die Geschäftsführung

Peter Friesenhahn

Dr. Harald Dialer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.07.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltliche erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 677.165,00 592.702,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.989.098,00 11.163.849,43
2. Technische Anlagen und Maschinen 97.860.371,00 99.499.335,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.389.207,00 14.426.849,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.383.407,10 3.712.614,99
119.622.083,10 128.802.648,42
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 34.647,95 34.647,95
120.333.896,05 129.429.998,37
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 14.642.694,88 15.557.083,61
2. Unfertige Erzeugnisse 9.326.467,39 11.872.706,09
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 21.110.154,14 23.885.535,84
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 27.248,74
45.079.316,41 51.342.574,28
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.661.571,99 2.317.827,71
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.227.365,64 7.722.232,20
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.961.038,81 4.930.510,50
davon aus Steuern: EUR 8.589,41 (Vorjahr: EUR 8.486,24)
12.849.976,44 14.970.570,41
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 6.568.774,47 3.289.719,29
64.498.067,32 69.602.863,98
C. Rechnungsabgrenzungsposten 542.875,34 582.036,31
185.374.838,71 199.614.898,66

Passiva

31.12.2023
EUR
31.07.2023
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 4.000.000,00 4.000.000,00
5.000.000,00 5.000.000,00
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 22.443.698,00 22.711.309,00
2. Sonstige Rückstellungen 3.367.415,36 3.960.338,38
25.811.113,36 26.671.647,38
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 25.304.315,80 18.415.221,22
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 127.733.869,52 140.136.600,16
davon gegenüber Gesellschafter: EUR 127.375.673,60 (Vorjahr: EUR 131.802.150,74)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.525.540,03 9.391.429,90
davon aus Steuern EUR 858.528,57 (Vorjahr: EUR 1.071.236,59)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 485.724 (Vorjahr: EUR 481.371,67)
154.563.725,35 167.943.251,28
185.374.838,71 199.614.898,66

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Gesamtschuldnerische Haftung für Bürgschaften gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von maximal TEUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 294.121)

Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August bis 31. Dezember 2023

Haltermann Carless Deutschland GmbH, Hamburg

Eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB 118570

01.08.2023 - 31.12.2023
EUR
01.01.2023 - 31.07.2023
EUR
1. Umsatzerlöse 75.475.135,93 118.866.611,37
2. Verminderung / Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -5.321.620,40 2.185.974,79
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 0,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 10.830.985,71 1.272.589,42
davon Erträge aus der Währungsumrechnung: EUR 401.422,17 (Vorperiode: EUR 477.203,95; Vorjahr 2022: EUR 1.586.038,02)
80.984.501,24 122.325.175,58
5. Materialaufwand -46.049.698,55 -87.998.187,93
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -7.009.213,67 -9.847.029,26
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.158.782,90 -1.602.620,54
davon für Altersversorgung EUR 351.490,08 (Vorperiode: EUR 674.082,93; Vorjahr 2022: EUR 1.265.327,53)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -4.911.094,94 -6.740.750,41
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -15.349.746,57 -19.386.680,23
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 720.988,39 (Vorperiode: EUR 722.793,67; Vorjahr 2022: EUR 1.324.678,35)
-74.478.536,63 -125.575.268,37
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 870.431,99
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vorperiode: EUR 870.431,99; Vorjahr 2022: EUR 1.462.809,46)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -4.174.027,45 -8.518.806,54
davon an verbundene Unternehmen: EUR 3.634.520,28 (Vorperiode: EUR 7.693.181,92; Vorjahr 2022: EUR 12.601.529,14)
davon Aufwendungen aus der Abzinsung: EUR 279.299,00 (Vorperiode: EUR 150.693,00; Vorjahr 2022: EUR 729.023,00)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -5.503,58 0,00
-4.179.531,03 -7.648.374,55
12. Ergebnis nach Steuern und vor Ergebnisabführung 2.326.433,58 -10.898.467,34
13. Sonstige Steuern -28.225,95 -98.028,92
14. Aufwendungen aus Gewinnabführung (Vorperiode: Erträge aus Verlustübernahme) -2.298.207,63 10.996.496,26
15. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Gewinn- und Verlustrechnung für das fiktive Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022*

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 194.341.747,30 266.874.811,46
2. Verminderung / Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -3.135.645,61 12.503.371,92
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 336.194,60
4. Sonstige betriebliche Erträge 12.103.575,13 3.916.441,21
davon Erträge aus der Währungsumrechnung: EUR 878.626,12 (Vorjahr 2022: EUR 1.586.038,02)
203.309.676,82 283.630.819,19
5. Materialaufwand -134.047.886,48 -207.108.621,20
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -16.856.242,93 -16.025.699,52
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.761.403,44 -4.903.275,11
davon für Altersversorgung EUR 1.025.573,01 (Vorjahr 2022: EUR 1.265.327,53)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -11.651.845,35 -10.979.396,30
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -34.736.426,80 -34.676.127,94
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 1.443.782,10 (Vorjahr 2022: EUR 1.324.678,35)
-200.053.805,00 -273.693.120,07
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 870.431,99 1.462.809,46
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 870.431,99 (Vorjahr 2022: EUR 1.462.809,46)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -12.692.833,99 -14.143.004,76
davon an verbundene Unternehmen: EUR 11.327.702,20 (Vorjahr 2022: EUR 12.601.529,14)
davon Aufwendungen aus der Abzinsung: EUR 429.992,00 (Vorjahr 2022: EUR 729.023,00)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -5.503,58 0,00
-11.827.905,58 -12.680.195,30
12. Ergebnis nach Steuern und vor Ergebnisabführung -8.572.033,76 -2.742.496,18
13. Sonstige Steuern -126.254,87 -33.902,75
14. Erträge aus Verlustübernahme 8.698.288,63 2.776.398,93
15. Jahresüberschuss 0,00 0,00

* Die Werte für das fiktive Geschäftsjahr 2023 umfassen die in der voranstehenden GuV angegebenen beiden Rumpfgeschäftsjahre.

Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August bis zum 31. Dezember 2023

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Registerinformationen und Geschäftsjahr

Die Gesellschaft ist unter der Firma Haltermann Carless Deutschland GmbH mit Sitz in Hamburg im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter der Nummer HRB 118570 eingetragen.

Der vorliegende Abschluss umfasst das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August bis zum 31. Dezember 2023. Die Vergleichsperiode beinhalten den 01. Januar bis zum 31. Juli 2023. Daher sind die Zahlen, insbesondere in der Gewinn- und Verlustrechnung, nur bedingt vergleichbar. Es wurde daher der Vergleich zwischen den Kalenderjahren 2022 und 2023 ergänzt und erläutert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke teilweise im Anhang gemacht.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert. Auf den Ansatz selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird gemäß § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB verzichtet.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Zinsen für Fremdkapital gemäß § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB wurden nicht aktiviert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Sämtliche Anlagengüter werden nach der linearen Methode abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs sofort als Aufwand erfasst worden. Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert zwischen 250,01 EUR bis 800,00 EUR sind im Jahr der des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Innerhalb der Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Abschreibungen erfolgen nur bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Zinsen für Fremdkapital gemäß § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB wurden nicht aktiviert.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte an Kreditinstitute in vollem Umfang sicherungsübereignet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge in Höhe von 1% (Vj. 1%) berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind, sofern vorliegend, abgezinst.

Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

In den aktiven bzw. passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen bzw. Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, ausgewiesen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Verwendung der "Richttafeln Heubeck 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,82 % p.a. (Vj. 1,81 % p.a.) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,50 % p.a. (Vj. 2,50 % p.a.) und erwartete Rentensteigerungen mit 2,25 % p.a. (Vj. 2,25 % p.a.) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde, wie auch im Vorjahr mit Standardfluktuationen, pauschal gemäß § 6a EStG, berücksichtigt. Die Anzahl an Kündigungen blieb auf dem Niveau der Vorjahre. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den korrespondierenden Rückstellungen verrechnet. Dieser Betrag ist zur Ausschüttung gesperrt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Gesellschaft ist Organgesellschaft der Organträgerinnen der HCS Group GmbH, Hamburg (seit dem 1. August 2023, vorher die HCS Holding GmbH, Hamburg). Die latenten Steuern für die Gesellschaft werden auf Ebene der jeweiligen Organträgerin erfasst.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Während der Berichtsperiode wurde das Grundstück des Werksgeländes in Speyer an die Konzernschwestergesellschaft ICI RE I GmbH verkauft. Der Verkaufspreis lag bei 19,9 Mio. Euro. Bei einem Buchwert von 9,3 Mio. Euro wurde ein sonstiger betrieblicher Ertrag von 10,6 Mio. Euro generiert. Das Grundstück wird seit dem Verkauf von der Gesellschaft für TEUR 1.246 p.a. gepachtet.

Für entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte wird eine Nutzungsdauer zwischen einem und 10 Jahren zugrunde gelegt.

Die Nutzungsdauer von Gebäuden beträgt zwischen einem und 25 Jahren, von technischen Anlagen und Maschinen zwischen einem und 33 Jahren, sowie von Betriebs- und Geschäftsausstattung ebenfalls zwischen einem und 33 Jahren.

Angaben zum Anteilsbesitz

Beteiligung
%
Eigenkapital
in TEUR
Ergebnis
in TEUR
Inland
VME Vereinigung mittelständischer Entsorgungsbetriebe der Sonderabfallentsorgung Rheinland-Pfalz GmbH, Heßheim 11,1 % 336 1 -91

1 Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten wie im Vorjahr keine Forderungen gegen Gesellschafter. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 7.168 (Vj. TEUR 7.722) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 59 (Vj. TEUR 0). Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert TEUR 1.000; es wird von der HCS Group GmbH, Hamburg, gehalten.

In die Kapitalrücklage ist ein Betrag in Höhe von TEUR 4.000 (Vorjahr: TEUR 4.000) als andere Zuzahlung gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB eingezahlt worden.

Mit der Gesellschafterin HCS Group GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt TEUR 342 (VJ. TEUR 937).

Der Zeitwert des Deckungsvermögens sowie der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden betrug TEUR 33 (Vj. TEUR 33). Die Anschaffungskosten belaufen sich auf TEUR 32 (Vj. TEUR 32). Im Geschäftsjahr wurden keine Aufwendungen und Erträge verrechnet.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich aus ausstehende Lieferantenrechnungen (TEUR 1.419), Verpflichtungen mit Kundenbezug (TEUR 1.236) und Verpflichtungen mit Personalbezug (TEUR 712) zusammen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

über 1 Jahr
bis 1 Jahr
TEUR
TEUR davon über 5 Jahre
TEUR
Summe
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31.12.2023 19.551 5.753 2.033 25.304
Vorjahr 18.415 0 0 18.415
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 31.12.2023 358 127.376 0 127.734
Vorjahr 12.761 127.376 0 140.137
Sonstige Verbindlichkeiten 31.12.2023 1.526 0 1.526
Vorjahr 3.311 6.080 2.474 9.391
Summe 31.12.2023 21.435 5.753 2.033 154.564
Summe Vorjahr 34.487 133.456 2.474 167.943

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Verbindlichkeiten nicht gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 358 (Vorjahr: TEUR 635) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr und in Höhe von TEUR 127.376 (Vorjahr: TEUR 139.502) aus der Finanzierungstätigkeit.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Regionale Aufgliederung der Umsatzerlöse

01.08.2023 bis 31.12.2023 01.01.2023 bis 31.07.2023 * 2023 2022 *
TEUR % TEUR % TEUR TEUR
Inland 27.035 36 38.767 0,33 65.802 89.564
Übrige EU-Länder 25.623 30 41.533 0,32 67.156 81.763
Nicht EU-Länder * 22.817 34 38.567 0,35 61.384 95.547
75.475 100 118.867 100 194.342 266.874

* Neue Definition der Gliederung von Umsätzen für die Vorperiode. Zukünftig erfolgt die Gliederung nach dem Land des Firmensitzes des Kunden und nicht mehr nach dem endgültigen Warenempfängerland.

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen

01.08.2023 bis 31.12.2023 01.01.2023 bis 31.07.2023 2023 2022
TEUR % TEUR % TEUR TEUR
Energy 0 0 2.001 2 2.001 3.519
Industrial 40.801 54 67.684 57 108.485 171.382
Life Science 15.120 20 20.393 17 35.513 42.985
Mobility 18.864 25 28.778 24 47.642 48.805
Other 690 1 11 0 701 183
75.475 100 118.867 100 194.342 266.874

Sonstige betriebliche Erträge

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 10.831 (Vj. TEUR 1.273) handelt es sich im Wesentlichen um den Verkauf von Sachanlagen an eine Konzerngesellschaft im Zuge des Verkaufs der HCS-Gruppe (TEUR 10.637).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 15.350 (Vj. TEUR 19.387) handelt sich im Wesentlichen um Frachtkosten (TEUR 3.397, Vj. TEUR 5.997), Aufwendungen für in Anspruch genommene externe Dienstleistungen (TEUR 2.543, Vj. TEUR 4.043), Miet- und Leasingaufwendungen (TEUR 3.095, Vj. TEUR 2.513), Aufwendungen für IT-Dienstleistungen und Lizenzen (TEUR 1.021, Vj. TEUR 1.493), Aufwendungen für den regelmäßigen Werkstillstand in Speyer (TEUR 1.557, Vj. TEUR 0) und Aufwendungen für Versicherungen (TEUR 742, Vj. TEUR 1.059).

Im Berichtszeitraum sind keine wesentlichen periodenfremden Aufwendungen oder Erträge erfasst.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Die Gesamtschuldnerische Haftung für Bürgschaften gegenüber verbundenen Unternehmen besteht seit dem 31. August 2023 nicht mehr. Im Vorjahr betrug die Haftung TEUR 294.121. Grund ist die Refinanzierung des neuen Investors.

Außerbilanzielle Geschäfte

Forfaitierung Zweck Zur Beschaffung liquider Mittel zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit werden laufend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft.
Risiken keine
Vorteile Die Liquiditätsplanung wird verbessert.
Finanzielle Auswirkungen Zum Stichtag war ein Forderungsbestand im Nominalwert von TEUR 10.226 verkauft (VJ. TEUR 15.120).
Operating-Leasing Zweck Zur Optimierung der Planungssicherheit und zur Stärkung der Eigenkapitalquote schließt die Gesellschaft Operating Leasing-Verträge ab. Insbesondere in der Logistik wird mit Operating-Leasing Verträgen die bedarfsgerechte Verfügbarkeit von Transportmitteln gewährleistet.
Risiken Keine
Vorteile Die Liquiditätsplanung und die Eigenkapitalquote werden verbessert.
Finanzielle Auswirkungen Im Geschäftsjahr wurden Miet- und Leasingaufwendungen in Höhe von TEUR 3.095 (VJ. TEUR 2.513) erfasst. Für die Aufwendungen zukünftiger Jahre wird auf die Angabe in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen verwiesen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den Haftungsverhältnissen und außerbilanziellen Geschäften bestehen in Höhe von TEUR 99.728 sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:

Laufzeitende TEUR
Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen 2024 2.532
Miete / Leasing sonstige 2024 3.786
Miete / Leasing sonstige 2025 83
Miete / Leasing sonstige 2026 30
Miete / Leasing sonstige 2027 741
Miete / Leasing sonstige 2029 5.221
Miete / Leasing sonstige 2031 6.942
Miete / Leasing sonstige 2034 14.234
Miete Werksgelände Speyer 2043 24.913
Miete Werksgelände Hamburg 2043 41.246
Summe 99.728

Im Vorjahr hatte die Gesellschaft Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 17.004 und aus dem Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen TEUR 5.045. Grund für den Anstieg ist im Wesentlichen der Verkauf und die Anmietung der Werksgrundstücke Speyer.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Als nahestehende Personen wurden die Geschäftsführung und deren Familienangehörige definiert. Die Bezüge der Geschäftsführung sind im Abschnitt zu den "Gesamtbezügen der Geschäftsführung" erläutert.

Geschäftsführung

 

Herr Henrik Krüpper, Geschäftsführer (CEO), Wiesbaden, Deutschland (bis 31. August 2023).

 

Herr Peter Stubbe, Geschäftsführer (CFO), Oppenheim, Deutschland (bis 31. Januar 2024)

 

Herr Dr. Harald Dialer, Geschäftsführer (CCO), München, Deutschland

 

Herr Peter Friesenhahn, Geschäftsführer (CEO), Langenfeld, Deutschland (seit 1. Januar 2024)

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer betrugen im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August 2023 bis zum 31. Dezember 2023 insgesamt TEUR 0 (Vj. TEUR 0), die Vergütung der Geschäftsführer erfolgte in anderen Konzerngesellschaften.

Gesamtbezüge und Rückstellungen für Pensionen und Anwartschaften ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung

Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung sowie ihre Hinterbliebenen wurden im Geschäftsjahr keine Bezüge ausgezahlt und es sind auch keine Pensionsrückstellungen für diese Personengruppe gebildet.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Rumpfgeschäftsjahres 2023 beschäftigten Mitarbeiter:

01.08.2023 bis 31.12.2023 01.01.2023 bis 31.07.2023
Produktion 158 156
Verwaltung 58 56
216 212
Auszubildende 5 4
221 216

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der ICI Group GmbH einbezogen, der entsprechend den Vorschriften der IAS/IFRS des IASB aufgestellt wird. Kleinster und größter Konsolidierungskreis im Konzern ist die ICI Group GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht. Die Gesellschaft hat die HR-Nummer B 54940 Frankfurt/Main.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Rumpfgeschäftsjahr 2023 berechnete Honorar des Abschlussprüfers braucht nicht angegeben zu werden, da es in die Angaben im Konzernabschluss der HCS Group GmbH einbezogen wird.

Nachtragsbericht

Herr Peter Friesenhahn übernimmt seit dem 1. Januar 2024 die Rolle des CEO der Gesellschaft.

Herr Peter Stubbe (CFO) hat mit Wirkung zum 31. Januar 2024 das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen.

 

Hamburg, den 31. Oktober 2024

Geschäftsführung

Peter Friesenhahn

Dr. Harald Dialer

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. August bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.08.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.455.841,47 137.689,07 0,00 32.201,01 8.625.731,55
8.455.841,47 137.689,07 0,00 32.201,01 8.625.731,55
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.269.794,35 224.049,10 10.017.265,17 0,00 3.476.578,28
2. Technische Anlagen und Maschinen 131.741.211,64 1.991.117,14 0,00 246.426,27 133.978.755,05
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.963.509,28 739.418,21 8.696,49 36.431,14 22.730.662,14
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.712.614,99 1.985.850,53 0,00 -315.058,42 5.383.407,10
170.687.130,26 4.940.434,98 10.025.961,66 -32.201,01 165.569.402,57
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 34.647,95 0,00 0,00 0,00 34.647,95
34.647,95 0,00 0,00 0,00 34.647,95
179.177.619,68 5.078.124,05 10.025.961,66 0,00 174.229.782,07
Kumulierte Abschreibungen
01.08.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.863.139,47 85.427,08 0,00 0,00 7.948.566,55
7.863.139,47 85.427,08 0,00 0,00 7.948.566,55
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.105.944,92 135.669,10 754.133,74 0,00 1.487.480,28
2. Technische Anlagen und Maschinen 32.241.876,64 3.876.507,41 0,00 0,00 36.118.384,05
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.536.660,28 813.491,35 8.696,49 0,00 8.341.455,14
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
41.884.481,84 4.825.667,86 762.830,23 0,00 45.947.319,47
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
49.747.621,31 4.911.094,94 762.830,23 0,00 53.895.886,02
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.07.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 677.165,00 592.702,00
677.165,00 592.702,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.989.098,00 11.163.849,43
2. Technische Anlagen und Maschinen 97.860.371,00 99.499.335,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.389.207,00 14.426.849,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.383.407,10 3.712.614,99
119.622.083,10 128.802.648,42
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 34.647,95 34.647,95
34.647,95 34.647,95
120.333.896,05 129.429.998,37

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Haltermann Carless Deutschland GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Haltermann Carless Deutschland GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Haltermann Carless Deutschland GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 31. Oktober 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Matthias Böhm, Wirtschaftsprüfer

ppa. David Schubert, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 29.11.2024 festgestellt.

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