RE DEPOSIT Services GmbH
Selbe AdresseReparatur und Instandhaltung von elektronischen und optischen Geräten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sven Jaekel seit 29.9.2025 | Geschäftsführer |
Roy Pohlemann seit 4.4.2025 | Geschäftsführer |
Alexandra Hörcher seit 4.4.2025 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Diebold Nixdorf Technology GmbHPaderbornJahresabschluss 2020 nach HGBBilanz zum 31. Dezember 2020Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020
Anhang für das Geschäftsjahr 2020Gesellschaftsrechtliche Grundlagen
Allgemeine AngabenDie Diebold Nixdorf Technology GmbH (im Folgenden auch kurz "DN Technology", "DNT" oder "Gesellschaft"), Paderborn, ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der WINCOR NIXDORF International GmbH, Paderborn, mit der ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht. Die Diebold Nixdorf Holding Germany GmbH, Paderborn, ist die alleinige Gesellschafterin der WINCOR NIXDORF International GmbH. Die Diebold Nixdorf Technology GmbH ist Organgesellschaft einer ertrag- und umsatzsteuerlichen Organschaft mit der Diebold Nixdorf Holding Germany GmbH. Die Gesellschaft hat eine Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2021 unter Berücksichtigung von Einflüssen aus der derzeitigen Corona-Pandemie aufgestellt. Vor dem Hintergrund dieser Planung geht die Gesellschaft bei der Bewertung der im Jahresabschluss ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 der Diebold Nixdorf Technology GmbH, Paderborn, ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs.2 HGB und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Alle Angaben erfolgen, soweit nicht anders angegeben, in EUR. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeAnlagevermögenEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über die jeweilige Nutzungsdauer nach der linearen Methode abgeschrieben Die Abschreibungsdauer für immaterielle Vermögensgegenstände beträgt längstens fünf Jahre. Zugänge im laufenden Geschäftsjahr werden nach Maßgabe des Zugangsmonats und unter Anwendung der pro rata temporis Regel abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung von immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens und Sachanlagen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Sachanlagen beinhalten andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung. Sie werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen nach der linearen Methode bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie angemessene Teile der Abschreibungen auf Fertigungsanlagen und Verwaltungskosten. Fremdkapitalkosten werden nicht berücksichtigt. Die Abschreibungsdauer beträgt höchstens fünfzehn Jahre, wobei auch Zugänge bei den Sachanlagen unter Anwendung der pro rata temporis Regel abgeschrieben werden. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten von weniger als EUR 250,00 netto schreiben wir im Zugangsjahr in voller Höhe ab. Für Sachanlagen mit einem Anschaffungswert zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 sind Sammelstammsätze angelegt worden, die über drei bis fünf Jahre abgeschrieben werden. UmlaufvermögenIn den Vorräten sind die unverrechneten Lieferungen und Leistungen und geleisteten Anzahlungen zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten verlustfrei bewertet. Die unverrechneten Lieferungen und Leistungen beinhalten neben bezogenen Consultingleistungen im Wesentlichen eigene Personal- und Sachkosten. Die in den Vorräten enthaltenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind jeweils einzeln zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, die den steuerlichen Mindestbestandteilen entsprechen. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennbetrag bzw. zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag bzw. Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Abschreibungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls gebildet. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschluss-Stichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Aufgrund des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der WINCOR NIXDORF International GmbH, Paderborn, werden keine latenten Steuern bilanziert. EigenkapitalDas gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. RückstellungenDie Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend der "projected unit credit method" (PUC-Methode) mit einem Zinssatz von 2,31 % (i. Vj. 2,71 %), einer Gehaltsdynamik von 2,50 % (i. Vj. 3,00 %) und einer Rentendynamik von 1,50 % (i. Vj. 1,75 %). Bei der Bewertung werden wie im Vorjahr die Heubeck-Sterbetafeln von 2018G zugrunde gelegt. Gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB wurde bei der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen der durchschnittliche Marktzinssatz verwendet, der sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ergibt. Bis zum 30. September 2015 war demgegenüber der durchschnittliche Marktzinssatz zu verwenden, der sich aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergeben hatte. Der sich aus diesen unterschiedlichen Zeiträumen ergebende Unterschiedsbetrag beträgt zum 31. Dezember 2020 EUR 13.296 (i. Vj. EUR 17.557) und ist gemäß § 253 Abs. 6 HGB zur Ausschüttung gesperrt. Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Gewährleistungsrückstellungen spiegeln im Wesentlichen die geschätzten zukünftigen Kosten zur Erfüllung vertraglicher Anforderungen bezüglich verkaufter Waren wider. Bei den sonstigen Rückstellungen werden zukünftige Kosten- und Preissteigerungen berücksichtigt, soweit ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. WährungsumrechnungGeschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Langfristige Fremdwährungsforderungen bzw. -Verbindlichkeiten werden zum Devisenmittelkurs bei Entstehung umgerechnet und am Abschluss-Stichtag zum niedrigeren bzw. zum höheren Stichtagskurswert unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Erträge und AufwendungenUmsatzerlöse werden ausgewiesen, wenn die Lieferungen oder Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist. Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Lieferungen und Leistungen umfassen die Kosten der umgesetzten Erzeugnisse sowie die Einstandskosten der verkauften Handelswaren. Die Forschungs- und Entwicklungskosten beinhalten die Sach- und Personalkosten der Entwicklungsbereiche. Die Vertriebskosten enthalten neben den Kosten der Vertriebsabteilungen und des Außendienstes die Kosten der Werbung und der Logistik. In den Verwaltungskosten werden die Personal- und Sachkosten der Leitungs- und Verwaltungsstellen ausgewiesen. Die Gesellschaft hat zum 1. Januar 2020 die Zuordnung von Aufwendungen zu Funktionskosten angepasst. Dies ist zum Zweck der Vereinheitlichung im Konzern und einer weiteren Erhöhung der Klarheit erfolgt. Dadurch ist jedoch die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr beeinträchtigt. Sofern bereits im Geschäftsjahr 2019 eine Anpassung der Konzernbilanzierungsrichtlinien vorgenommen worden wäre, hätten sich die Verwaltungskosten um etwa TEUR 196 erhöht und die Vertriebskosten sich in gleichem Umfang verringert. SteuernAlle Verpflichtungen oder Ansprüche, die im Geschäftsjahr entstanden sind, sind nach den für die Gesellschaft maßgeblichen Steuervorschriften berücksichtigt. Die Gesellschaft ist für ertragsteuerliche und umsatzsteuerliche Zwecke Organgesellschaft der Diebold Nixdorf Holding Germany GmbH, Paderborn. Es ergeben sich insoweit keine im Geschäftsjahr zu berücksichtigenden Erstattungsansprüche oder Nachzahlungsverpflichtungen aus Steuern. Erläuterungen zur Bilanz1. AnlagevermögenDie Veränderungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 sind im Anlagespiegel dargestellt, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist. In den Abschreibungen des abgelaufenen Geschäftsjahres sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen enthalten. 2. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von EUR 5.704.342,63 (i. Vj. EUR 28.610,92) die Gesellschafterin WINCOR NIXDORF International GmbH und in Höhe von EUR 742.248,23 (i. Vj. EUR 1.441.020,79) die Diebold Nixdorf Deutschland GmbH, Paderborn. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. 3. RückstellungenMit den sonstigen Rückstellungen wurde Vorsorge für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen getroffen. Diese beziehen sich vor allem auf Drohende Verluste aus Einkaufskontrakten in Höhe von EUR 765.328,28 (Vj. EUR 204.724,87) und Aufwendungen für Gewährleistungen EUR 100.00,00 (Vj. EUR 491.700,00). 4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenDie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen UnternehmenDie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben mit EUR 9.284.961,61 (i. Vj. EUR 2.755.123,29) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Davon bestehen gegenüber der Gesellschafterin, WINCOR NIXDORF International GmbH, Paderborn, Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 0,00 (i. Vj. EUR 2.367.120,88). Der wesentliche Teil der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrifft die Diebold Self Service Solutions Limited Liability Company, Schweiz, mit EUR 9.173.809,63 (i. Vj. EUR 0,00). 6. Sonstige VerbindlichkeitenSämtliche sonstige Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungAbschlussgliederungDie Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB. 7. UmsatzerlöseIm Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 wurden Umsatzerlöse in Höhe von EUR 12.985.721,13 (i. Vj. EUR 27.579.652,70) erzielt. Die Umsätze des abgelaufenen Geschäftsjahres betreffen im Wesentlichen Umsätze mit verbundenen Unternehmen. Lediglich Umsätze in Höhe von EUR 233.452,83 (i. Vj. EUR 94.478,71) betreffen Kunden außerhalb des Verbundes. Diese wurden innerhalb von Deutschland realisiert. 8. ZinsergebnisIm Zinsergebnis sind im Wesentlichen Zinsaufwendungen für Darlehen von der Diebold Self Service Solutions Limited Liability Company, Schweiz, einem verbundenen Unternehmen, enthalten.
Sonstige AngabenMaterialaufwand
Personalaufwand
Die Nutzung von Kurzarbeit in Folge der COVID-19-Pandemie führte zu Erstattungen von Kurzarbeitergeld von der Bundesagentur für Arbeit, die im Personalaufwand in allen Funktionsbereichen kostenreduzierend in Höhe von insgesamt EUR 166.354,48 (inkl. EUR 79.651,92 Sozialversicherungsbeiträge) enthalten sind. WährungsumrechnungIm Berichtsjahr werden die Kursgewinne und Kursverluste aus der Währungsrechnung gemäß § 277 Abs. 5 Satz 2 HGB vollständig in den Umsatzkosten gezeigt. Auf einen Ausweis gemäß § 277 Abs. 5 Satz 2 HGB in den sonstigen betrieblichen Erträgen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurde verzichtet. In den Umsatzkosten sind Erträge in Höhe von EUR 9.533,62 (i. Vj. EUR 9.906,51) und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 1.970,98 (i. Vj. EUR 10.483,82) enthalten. MitarbeiterIm Durchschnitt des Berichtsjahres wurden 111 (i. Vj. 118) Mitarbeiter beschäftigt. Diese waren in folgenden Funktionen tätig:
Sonstige finanzielle VerpflichtungenVerpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie aus Bestellobligo für Anlagevermögenbestehen in folgender Höhe:
Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenAls nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne des § 285 Nr. 21 HGB kommen neben den verbundenen Unternehmen die Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in Betracht. Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen resultieren aus dem betriebsüblichen Liefer- und Leistungsverkehr. Die Leistungsbeziehungen werden zu marktüblichen Konditionen abgerechnet. Daneben werden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen oder Personen getätigt. Angaben zu Organen der GesellschaftDie Mitglieder der Geschäftsführung sind:
Auf den Ausweis der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. KonzernzugehörigkeitDie Diebold Nixdorf Technology GmbH, Paderborn, ist eine 100%-iges Tochterunternehmen der WINCOR NIXDORF International GmbH, Paderborn. Die Gesellschaft wird über die Muttergesellschaft in den Konzernabschluss der Diebold Nixdorf Incorporated mit Sitz in North Canton, Ohio/USA, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 einbezogen. Der Konzernabschluss wird auf den Internetseiten der Diebold Nixdorf Incorporated sowie im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Konzernabschluss der Diebold Nixdorf Incorporated stellt den kleinsten und den größten Konsolidierungskreis dar. NachtragsberichtBerichtspflichtige Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, lagen nicht vor.
Paderborn, den 25. Juni 2021 Diebold Nixdorf Technology GmbH Dr. Ulrich Näher, Geschäftsführer Erik Trumpp, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020
LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020.1. Grundlagen des Unternehmens.1.1. Struktur und Geschäftstätigkeit.Überblick.Führender Anbieter von Leergutrücknahmelösungen (Reverse Vending Solutions, RVS).Die Diebold Nixdorf Technology GmbH (im Folgenden auch kurz "DN Technology", "DNT" oder "Gesellschaft") ist ein Unternehmen des Diebold Nixdorf Konzerns und ein führender Anbieter von Leergutrücknahmelösungen (Reverse Vending Solutions, RVS). Der Unternehmenssitz der DN Technology befindet sich in Paderborn, wobei die operative Tätigkeit der Gesellschaft über eine Betriebsstätte in Ilmenau / Thüringen erfolgt. Der Standort in Ilmenau bildet das globale Kompetenzzentrum für Reverse Vending Solutions (Leergutrücknahmelösungen innerhalb von Diebold Nixdorf und vereint die Bereiche Entwicklung, Produktion, Vertrieb, Service, Training, Administration und Produkt - Management unter einem Dach. Das Leistungsspektrum umfasst neben einer modularen und äußerst flexiblen Hardware eine innovative Softwareplattform sowie eine breite Palette an Services von der Installation über den Support im Tagesgeschäft bis zur zertifizierten Entsorgung und Neuinstallation. Rechtliche Unternehmensstruktur.Die Diebold Nixdorf Technology GmbH wird im Handelsregister Paderborn unter der Registernummer HRB 3523 geführt. Der Unternehmenssitz ist am Heinz-Nixdorf-Ring 1, in 33106 Paderborn. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Direkte Muttergesellschaft der DN Technology ist die WINCOR NIXDORF International GmbH. Zwischen der Diebold Nixdorf Technology GmbH und der WINCOR NIXDORF International GmbH wurde am 26. September 2000 ein Ergebnisabführungsvertrag mit Wirkung zum 26. September 2000 geschlossen. Die Diebold Nixdorf Holding Germany GmbH, Paderborn, ist die alleinige Gesellschafterin der WINCOR NIXDORF International GmbH. Die Diebold Nixdorf Technology GmbH ist Organgesellschaft einer ertrag- und umsatzsteuerlichen Organschaft mit der Diebold Nixdorf Holding Germany GmbH. Die Berichtsgesellschaft wird über die WINCOR NIXDORF International GmbH, Paderborn, in den Konzernabschluss der Diebold Nixdorf Incorporated mit Sitz in North Canton, Ohio/USA, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 einbezogen. Der Konzernabschluss wird auf den Internetseiten der Diebold Nixdorf Incorporated veröffentlicht. Geschäftsführung.Die DN Technology wird von einer zweiköpfigen, einzelvertretungsberechtigten Geschäftsführung geleitet. Der Geschäftsführung gehören Dr. Ulrich Näher und Erik Trumpp an. Die Geschäftsführung leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung und führt die Geschäfte auf Basis der gesetzlichen Vorschriften und des Gesellschaftsvertrags der DN Technology GmbH. Im Mittelpunkt aller Entscheidungen und Handlungen steht dabei die Wahrung der Unternehmensinteressen. Geschäftsmodell.Integrierte Leergutrücknahmelösungen. Das Geschäftsmodell der DN Technology zielt darauf ab, unseren Kunden integrierte Lösungen sowohl für Hardware als auch für Dienstleistungen im Bereich Leergutrücknahme anzubieten. Unsere Produkte werden unter der Marke Revendo vertrieben. Unser kürzlich erneuertes Portfolio bietet umfassende End-to-End-Lösungen auf dem Markt zu einem attraktiven Preis. Der Kundenstamm besteht überwiegend aus großen führenden europäischen Einzelhändlern. Der Hauptmarkt ist aktuell Deutschland, der zugleich den weltweit größten und technologisch führenden Markt darstellt. Wir haben als Teil von Diebold Nixdorf insgesamt eine traditionell starke Position im Retail - Segment. Durch die jüngst verabschiedeten Europäischen Direktiven zum Recycling von Flaschen aus Polyethylenterephthalat (PET) befindet sich die DNT in einem attraktiven Wachstumsmarkt mit Möglichkeiten zum Einstieg in neue internationale Pfandsysteme vor allem in Europa. Für die Realisierung einer Recyclingquote von 77% bis 2025 und 90% bis 2029 hat sich die Einführung eines Pfandsystems wie in Deutschland oder den Nordics unter Einbeziehung des Lebensmitteleinzelhandels als Best Practice erwiesen. Leistungsangebot.Angebot erstreckt sich von Hardware- über Software- bis zu Service-Leistungen. Basierend auf der Konzernstrategie hat die DN Technology GmbH eine erfolgreiche Marktstrategie erarbeitet und implementiert. Sie beruht auf den drei Säulen Portfolio, Connected und Wachstum. Das Portfolio besteht aus hochgradig flexibel kombinierbaren Standardmodulen, aus denen für Kunden optimal auf ihren Bedarf zugeschnittene Lösungen konzipiert und umgesetzt werden. Dabei finden die Anforderungen eines erfolgreichen PET-Kreislaufs aus Sicht des Handels besondere Berücksichtigung. Der ständige Austausch mit den auf diesem Gebiet führenden Unternehmen und ein dediziertes Entwicklungsteam stellen eine kontinuierliche Optimierung der Lösungen im Hinblick auf die Marktanforderungen sicher. Die Verbindung aller elektronischen Systeme im Hinblick auf den Kunden und sein Einkaufserlebnis bestimmen die Ausprägung der Strategiesäule Connected. Dabei sollen nicht nur intelligente und kundenspezifische Angebote ermöglicht werden, sondern auch höchste IT-Sicherheitsstandards jederzeit eingehalten werden. Das nachhaltige Wachstum des RVS Geschäfts als aktiver Beitrag zum erfolgreichen Recycling von PET und damit zum Umweltschutz ist ebenfalls ein zentraler Baustein unserer Strategie. Neben bestehenden und neuen Kunden in unserem Deutschen Heimatmarkt eröffnen insbesondere die neuen Pfandmärkte, die im Zuge der Europäischen Direktive entstehen, bedeutsames Potential. 1.2. Mitarbeiter.Im Durchschnitt des Berichtsjahres wurden 111 (i. Vj. 118) Mitarbeiter beschäftigt. Diese waren in folgenden Funktionen tätig:
1.3. Forschung und Entwicklung.Ziel der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ist es, den Wert der Produkte und Lösungen für Kunden und Partner zu erhöhen. An der Seite der Kunden und Partner mit besonderen Leistungen zu überzeugen, bestimmt zu wesentlichen Teilen den Erfolg sowie die Zukunftsfähigkeit der DN Technology GmbH. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Diebold Nixdorf Technology unterstützen die in der Strategie beschriebenen Ziele und Schwerpunkte. Projektseitig lassen sie sich in die drei Bereiche Innovationen für das Portfolio, allgemeine Maintenance und kontinuierliche Verbesserung (sowohl hinsichtlich Qualität als auch Herstell- und Unterhaltskosten sowie Serviceability) unterteilen. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sind in einem eigenständigen Bereich innerhalb des globalen Kompetenzzentrums in Ilmenau zusammengefasst. Hierbei handelt es sich überwiegend um erfahrene und hochqualifizierte interne Spezialisten. Projektbezogen kommt es sowohl zu temporären als auch dauerhaften Kooperationen mit Kunden oder anderen F&E Abteilungen des Konzerns. Der Schwerpunkt liegt in den Bereichen Anlagenbau, Optik, Transport- und Kompaktiertechnik, Software sowie Elektronik und Firmware. Der Bezug von F&E-Leistungen wird wie oben beschrieben nach Bedarf durch externe Experten ergänzt. Die Bedarfe richten sich nach Projektgröße und inhaltlicher Ausrichtung. Aufgrund der hohen Spezialisierung und der bislang eher begrenzten Absatzmärkte kommt es zu einer im Konzernvergleich überdurchschnittlich hohen F&E Quote. Im Geschäftsjahr 2020 waren im Bereich Forschung und Entwicklung (im Folgenden: F&E) 23 Mitarbeiter beschäftigt (i. Vj.: 28). Die Gesellschaft investierte im Berichtsjahr originär insgesamt EUR 2.119.424,00 (GJ 2019: EUR 2.891.319,91) in F&E-Aktivitäten (vor Aktivierung und Abschreibungen). Die F&E-Quote betrug somit 16,3 % (GJ 2019: 10,5 %). 2. Wirtschaftsbericht.2.1. Wirtschafts- und Branchenumfeld.Entwicklung der Gesamtwirtschaft.Ein Jahr nach dem Beginn der COVID-19-Pandemie gibt die kumulierte Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen weiterhin Anlass zur Sorge für die Gesamtwirtschaft, auch wenn die zunehmende Impfstoffabdeckung bereits Hoffnung erkennen lässt (Quelle: IMF, World Economic Outlook, April 2021). In diesem Zusammehang betont der Internationale Währungsfonds, dass die globalen Wirtschaftsaussichten immer noch von hoher Unsicherheit geprägt sind. In Summe hatte die Ausbreitung des Coronavirus massive Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, die Entwicklung der Aktienmärkte sowie das öffentliche Leben im Allgemeinen. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat die weltweite Konjunktur im Kalenderjahr 2020 deutlich an Fahrt verloren. Der IWF stellt in Summe ein Schrumpfen des weltweiten Bruttoinlandsprodukts von 3,3% für das abgeschlossene Kalenderjahr 2020 fest. Innerhalb der Industrienationen hat der IWF für die Euroländer im April 2021 einen Rückgang von durchschnittlich 6,6 % ermittelt. Im Vergleich zur gesamten Eurozone hat der IWF für Deutschland ein etwas geringerers Schrumpfen gemeldet. Demnach sei hier im Jahr 2020 ein Rückgang der Wirtschaftsleistung in Höhe von 4,9 % zu verzeichnen. Für die USA zeigt der Fonds in seinen Berechnungen ein Rückgang von 3,5 % im Jahr 2020 an. Innerhalb der Schwellen- und Entwicklungsländer sind deutliche Rückgänge in der Wirtschaftsleistung für Indien (-8,0 %) sowie für Lateinamerika (-7,0 %) zu verzeichnen. Der IWF zeigt für Russland einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts für das Kalenderjahr 2020 von 3,1 % auf. Einzig und allein für China geht der IWF von einem leichten Wachstum in Höhe von 2,3 % aus. Entwicklung des Branchenumfelds.Nachdem die weltweiten Ausgaben für Informationstechnologie (IT) im Handel sich im Kalenderjahr 2020 gegenüber dem Jahr 2019 im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie kurzfristig leicht reduziert haben, steigen die weltweiten Ausgaben wieder langfristig an. So berichtet das Marktforschungsunternehmen Pierre Audoin Consultants (PAC) auf Basis einer Studie vom Mai 2021. Den Angaben zufolge sollten sich die weltweiten Ausgaben für Handelsunternehmen im Verlauf von 2020 auf 2023 um 5,3% p.a. durch Investitionen in die IT erhöhen. In absoluten Werten sollten die Investitionen laut PAC bei Handelsunternehmen auf 202,0 Mrd. Euro im Jahr 2023 steigen. Das Hardware-Geschäft ist nur zu geringen Anteilen am Wachstum beteiligt. Deutlich stärker wächst das Geschäft mit Software- sowie softwarenahen Dienstleistungen (sog. Software as a Service). Die Begründung hierfür dürfte in der Auswirkung einer immer weiter fortschreitenden Digitalisierung sowie Automatisierung liegen. Ebenfalls erwarten die Marktforscher, dass das Geschäft mit Outsourcing weiter zulegt. Die dabei im Retail prognostizierten deutlichen Wachstumsraten sind unserer Einschätzung zufolge auf den hohen Kostendruck und die Bestrebungen zurückzuführen, sich durch die Ausgliederung von Leistungen auf externe Partner von Fixkosten zu entlasten. WELTWEITE IT-AUSGABEN IM RETAIL SEKTOR. In Mrd €
Quelle PAC, Mai 2021; Retail: Das Branchenumfeld für Reverse Vending Solutions hat sich im Betrachtungszeitraum nicht wesentlich verändert. Hauptabnehmer sind die namhaften Lebensmitteleinzelhändler, sog. Food-Retailer, und der Getränkeeinzelhandel. Der Hauptmarkt der Diebold Nixdorf Technology GmbH liegt in Deutschland. Die Wettbewerbssituation im Reverse Vending Markt in Deutschland verbleibt relativ stabil mit einer hohen Marktkonzentration. Das ist auch dadurch verursacht, dass es sich um einen regulierten Markt mit strengen Systemvorgaben handelt. Der deutsche Markt ist ein gesättigter Markt - Filialneubauten ersetzen häufig bestehende Filialen von Einzelhandelsketten. Daher handelt es sich beim Kauf von Leergutrücknahmelösungen im Wesentlichen um Ersatz- oder Erweiterungsinvestitionen. Alle Hauptanbieter bieten mittlerweilen einen hohen technischen Standard, auch getrieben durch verschärfte Vorgaben zur Betrugsverhinderung. Dies führt zu einem verstärkten Wettbewerb und damit verbundenen Preiskämpfen. Neben dem Austausch von Altsystemen, welche zu unterschiedlichen Zeitpunkten - je nach individueller Nutzungsdauer und dem jeweiligen kundenspezifischen Rücknahmevolumen innerhalb des Lebenszyklus des Systems erfolgen, ist ein weiterer Treiber für Ersatzinvestitionen die Änderung von Vorgaben durch den Regulator, der Deutschen Pfandsystem GmbH. 2.2. Finanzielle Leistungsindikatoren.Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung der DN Technology GmbH und Grundlage von Managemententscheidungen sind die Umsatzerlöse sowie das operative Ergebnis, kurz "EBITA". Eine Überleitung zum EBITA, ausgehend vom Jahresergebnis, ist in der Erläuterung zur Ertragslage enthalten. Als ergänzende finanzielle Kennzahlen werden neben dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auch das Working Capital sowie die Bruttomarge, Forschungs- und Entwicklungskosten und die Vertriebs- und Verwaltungskosten betrachtet. Die EBITA-Rendite stellt dabei eine weitere ergänzende finanzielle Kennzahl zur Kontrolle und Steuerung des operativen Geschäfts dar. Die ergänzenden finanziellen Kennzahlen gehören selbst jedoch nicht zu den bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren. 2.3. Geschäftsverlauf der DN Technology GmbH.ErtragslageDer Umsatz lag im Geschäftsjahr 2020 mit EUR 12.985.721,13 stark unter dem Niveau des Vorjahres (Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 mit einem Umsatz in Höhe von EUR 27.579.652,70). Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen ("Umsatzkosten") verringerten sich gegenüber dem Vergleichszeitraum um EUR 10.677.330,57 auf EUR 14.547.002,31. Im Geschäftsjahr 2019 beliefen sich die Herstellungskosten auf EUR 25.224.332,88. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen die Abnahme der allgemeinen Geschäftstätigkeit. Die Herstellungskostenquote beträgt rund 112,0% bezogen auf die Umsatzerlöse (i. Vj. 91,5 %). In den Herstellungskosten sind Erträge in Höhe von EUR 9.533,62 (i. Vj. EUR 9.906,51) und Aufwendungen in Höhe von EUR 1.970,98 aus der Währungsumrechnung (i. Vj. EUR 10.483,82) enthalten. Das Bruttoergebnis (Summe aus Umsatzerlöse abzgl. Umsatzkosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen) hat sich von EUR 2.355.319,82 auf EUR -1.561.281,18 verringert, was zugleich eine Veränderung der Bruttomarge (Verhältnis des Bruttoergebnis zum Umsatz in Prozent) von 8,5 % auf -12,0 % zur Folge hatte. Die Forschungs- und Entwicklungskosten beliefen sich auf EUR 2.119.424,00 (i. Vj. EUR 2.891.319,91), was einer F&E-Quote von 16,3 % entspricht (i. Vj. 10,5 %). Diese Quote spiegelt die weiterhin hohe Bedeutung des F&E-Bereiches für die Gesellschaft wider. Die Vertriebskosten betrugen im Geschäftsjahr 2020 EUR 523.475,70 (i. Vj. EUR 585.355,50). Dies entspricht einer Quote von 4,0 % (i. Vj. 2,1 %). Die Abnahme um EUR 61.879,80 ist sowohl durch die Abnahme der allgemeinen Geschäftstätigkeit als auch durch den Abbau von Vertriebskapazitäten begründet. Die Verwaltungskosten beliefen sich im gleichen Zeitraum auf EUR 931.462,13 (i. Vj. EUR 505.911,86). Die Verwaltungskostenquote lag bei 7,2 % (i. Vj. 1,8 %). Der Aufbau der Verwaltungskosten gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf eine Harmonisierung der Konzernbilanzierungsvorgaben der Muttergesellschaft zurückzuführen. Dadurch ist eine Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr diesbezüglich nur eingeschränkt möglich. Sofern bereits im Geschäftsjahr 2019 eine Anpassung der Konzernbilanzierungsrichtlinien vorgenommen worden wäre, hätten sich die Verwaltungskosten um etwa TEUR 196 erhöht und die Vertriebskosten sich in gleichem Umfang verringert. Das operative Ergebnis (EBITA) belief sich auf EUR -5.135.643,01 (i. Vj. EUR -1.627.267,45). Dies entspricht einer EBITA-Marge von -39,5 % (i. Vj. -5,9 %). Im Wesentlichen ist diese Entwicklung durch die zuvor genannten Effekte bedingt. Zum wirtschaftlichen Ergebnis (EBITA) leiten wir wie folgt über:
Steuern werden im Rahmen der einkommen- und ertragsteuerlichen Organschaft nicht auf der Ebene der Organgesellschaft gebildet. Daher betragen die Steuern vom Einkommen und Ertrag TEUR 0. Die Gewinn- und Verlustrechnung der DN Technology GmbH schloss mit einem Jahresfehlbetrag nach Steuern und vor Verlustausgleich durch die WINCOR NIXDORF International GmbH, Paderborn, in Höhe von EUR 5.161.284,46 (i. Vj. EUR 1.633.439,72) ab. VermögenslageZum 31. Dezember 2020 betrug die Bilanzsumme EUR 11.926.548,74 und lag damit um EUR 5.047.243,01 über dem Wert vom 31. Dezember 2019 in Höhe von EUR 6.879.305,73. Das lang- und mittelfristig gebundene Vermögen belief sich auf EUR 273.874,48 (i. Vj. EUR 493.177,54) und setzt sich im Wesentlichen aus anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zusammen. Das kurzfristig gebundene Vermögen erhöhte sich im Geschäftsjahr 2020 um EUR 5.266.546,07. Es betrug zum Stichtag EUR 11.652.674,26 (i. Vj. EUR 6.386.128,19). Im Wesentlichen betrifft die Veränderung die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die sich um insgesamt EUR 4.981.465,39 auf EUR 6.529.223,12 erhöht haben. Insgesamt stand der DN Technology GmbH Eigenkapital sowie lang- und mittelfristiges Fremdkapital in Höhe von EUR 244.600,00 (i. Vj. EUR 272.542,00) zur Verfügung. Hiervon entfallen EUR 219.600,00 (i. Vj. EUR 247.542,00) auf Pensionsrückstellungen. Das kurzfristige Fremdkapital einschließlich kurzfristiger Rückstellungen erhöhte sich um EUR 5.075.185,01. Es betrug zum Stichtag EUR 11.681.948,74 (i. Vj. EUR 6.606.763,73). Im Wesentlichen betraf die Veränderung die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie die sonstigen Rückstellungen. FinanzlageZum 31. Dezember 2020 betragen die Bankguthaben und der Kassenbestand TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0). Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt über eine in der Schweiz ansässige und mit der Konzernmutter Diebold Nixdorf Incorporated verbundene Tochtergesellschaft, die Diebold Self Service Solutions LLC. Die Verbindlichkeiten aus der Unternehmensfinanzierung betragen zum 31. Dezember 2020 EUR 9.284.961,61 (31. Dezember 2019: EUR 2.755.123,29). Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr und zum Bilanzstichtag jederzeit gegeben. Dies gilt auch unverändert für das laufende Geschäftsjahr 2021. Für die Vermögenslage ergeben sich folgende Kennzahlen im Vergleich zum Vorjahr:
3. Chancen- und Risikobericht.DN Technology GmbH wird regelmäßig mit Chancen und Risiken konfrontiert, die sich sowohl positiv als auch negativ auf die Vermögenswerte des Unternehmens, den Gewinn, den Cashflow, aber auch auf immaterielle Werte wie die Reputation auswirken können und untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. In diesem Chancen- und Risikobericht erläutern wir die wesentlichen Chancen und Risiken für das Unternehmen und stellen abschließend das Chancen- und Risikoprofil der DN Technology GmbH dar. 3.1. Darstellung wesentlicher Chancen und RisikenChancen und Risiken werden kontinuierlich anhand des operativen Geschäftsverlaufs ermittelt und bewertet. Die nachfolgende Aufstellung zeigt die im Rahmen der Analyse identifizierten wesentlichen Chancen und Risiken für den Prognosezeitraum der Gesellschaft. Grundlage der Einschätzung sind die möglichen positiven Ergebnisauswirkungen durch Chancen und negativen Ergebnisauswirkungen durch Risiken innerhalb des nächsten Geschäftsjahres vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021. Volkswirtschaftliche Faktoren.Signifikante Auswirkungen auf das budgetierte EBITA können sich dadurch ergeben, dass sich einzelne Volkswirtschaften aber auch die allgemeine weltwirtschaftliche Lage anders als prognostiziert entwickeln. Gründe hierfür können unterschiedlicher Natur sein. Konjunkturschwankungen in den Absatzmärkten der DN Technology sind hierunter genauso zu subsumieren wie die nicht vorhersehbare positive oder negative Entwicklung in den Krisenherden der Welt, wie aber auch deren Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum der großen Volkswirtschaften. Insofern ist es plausibel, dass dieser externe und nur begrenzt zu steuernde Einfluss das Schwankungsintervall zur Zielprognose beidseitig öffnet. Konkret wird in Bezug auf die volkswirtschaftliche Entwicklung das bewertete Risiko im Vergleich zu den potenziellen Chancen als deutlich höher eingeschätzt. Die anhaltende COVID-19 Pandemie hat weiterhin massive Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, die Entwicklung der Aktienmärkte sowie das öffentliche Leben allgemein. Die Gesellschaft wird durch diese Situation mit operativen Schwierigkeiten konfrontiert. Dies gilt insbesondere in Bezug auf die Koordinierung von Lieferketten, der Umsetzung von notwendigen Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter und Verzögerungen in der Auslieferung von Hardware-Produkten. Dagegen können Software- und Service-Leistungen bislang weiterhin weitgehend ohne Unterbrechung bereitgestellt werden. Allerdings könnten sich längerfristig Belastungen ergeben, die sich aufgrund der derzeit ständig ändernden Lage allerdings schwer quantifizieren lassen. Einerseits wird die Gesellschaft mit einer Verlangsamung im Vertrieb aufgrund der Beschränkungen des öffentlichen Lebens (insb. Reisen) konfrontiert, was einen zeitlichen Verzögerungseffekt auf die Gewinnung von Neukunden haben kann. Andererseits sind gerade auch unsere Kunden mit ihrem Geschäft teilweise massiv von den ökonomischen Auswirkungen betroffen und werden sich in ihrem Investitionsverhalten anpassen, welches wiederum einen direkten Einfluss auf das Geschäft der Gesellschaft hat. Relevanter Markt.Unter der Kategorie der strategischen Chancen und Risiken sind neben den volkswirtschaftlichen Faktoren ebenfalls Veränderungen innerhalb der speziell für das Leistungsspektrum der DN Technology relevanten Märkte zu subsumieren. Als relevante Märkte bezeichnen wir diejenigen Absatzräume, in denen wir mit unserem Leistungsspektrum für Handelsunternehmen tätig sind. Dieses Portfolio besteht aus Hardware, Softwarelösungen sowie Services. Hervorzuheben sind hier auch Chancen sowie Risiken im Zusammenhang mit Änderungen von Vorgaben für Automatenhersteller durch die Systemgeber in bestehenden Märkten sowie die Einführung von Pfandsystemen in weiteren Ländern. Diese können zu deutlich erhöhten Nachfragen im europäischen Raum und den daran angrenzenden Ländern führen oder zu zusätzlicher technologischer Komplexität und den damit einher gehenden erhöhten Entwicklungsaufwendungen. Darüber hinaus sehen wir Risiken für den Fall, dass sich Firmen mit ähnlichem Leistungsspektrum für einen regionalen Marktzutritt entscheiden oder mit einer geänderten Vertikalisierungsstrategie den Markt beeinflussen und sich dies in der Folge in einem reduzierten Ergebnis bei der DN Technology widerspiegelt. Demgegenüber besteht die Möglichkeit einer Ergebnissteigerung, wenn Konkurrenten einzelne Märkte aufgeben oder die DN Technologys die eigene Marktposition in dedizierten Segmenten oder neuen Märkten im Vergleich zum Wettbewerb stärken kann. Ungeachtet der Wettbewerbssituation können sich durch eine hohe Akzeptanz von Produkten am Markt Dynamiken in positiver wie auch negativer Richtung durch die nur begrenzt vorhersehbare Marktreaktion auf einzelne Portfolioelemente ergeben. Konkret bewerten wir die in diesem Zusammenhang zu erfassenden Risiken höher als die aufzuführenden Chancen aufgrund der aktuellen Situation im relevanten Markt. Supply Chain Management.Die DN Technology ist als globaler Anbieter von Leergutrücknahmelösungen von einer funktionierenden Versorgungskette abhängig. Die Versorgungssicherheit ist - auch bei der Umsetzung neuer Sourcingstrategien - entlang der Wertschöpfungskette sicherzustellen. Obwohl wir im Supply Chain Management konsequent einen durchgängigen Ansatz vom Lieferanten bis zum Kunden verfolgen, können Ergebniswirkungen - ausgelöst durch Ereignisse entlang der Versorgungskette innerhalb der Funktionen Beschaffung, Produktion oder Vertrieb - nicht vollständig ausgeschlossen werden. Beschaffungsseitig streben wir danach, Optimierungspotenziale zu identifizieren und zu realisieren, Single Sourcing zu vermeiden und durch eine entsprechende Lieferantenauswahl und Kontrolle die Fehlerquote bei Einkaufsteilen zu minimieren. Im Rahmen der Fertigungsrestrukturierung wurde die Fertigungstiefe reduziert. Generell führt dies zu einer gesteigerten Abhängigkeit von ausgewählten Lieferanten. Es ist unser Bestreben, diese als vollwertige Partner entlang der Wertschöpfungskette anzusehen und eine vertrauensvolle Beziehung zu ihnen aufzubauen. Die in der Produktion von DN Technology angestrebten Kosteneinsparungen können positive Zusatzeffekte generieren. Im Umkehrschluss besteht jedoch bei Verzögerungen auch die Gefahr einer deutlich negativeren Ergebniswirkung. Ähnliche Ergebniswirkungen induzieren Abweichungen von der geplanten Kapazitätsauslastung, die auf generierte bzw. nicht generierte Skaleneffekte zurückzuführen sind. Die starke Abhängigkeit von asiatischen und im speziellen auch chinesischen Lieferanten wird im Zuge der COVID-19 Krise weiterhin Herausforderungen im laufenden Geschäftsjahr 2021 mit sich bringen. Insgesamt stellt die derzeit sehr angespannte globale Beschaffungssituation, insbesondere im Hinblick auf die Verfügbarkeit von Beschaffungsmaterial, welche mit einer deutlichen Kostensteigerung im Geschäftsjahr 2021 einhergehen, ein Risiko dar. Hier sind negative Ergebnisauswirkungen durch erhöhte Rohstoffkosten, Logistikkosten, Auswirkung auf die Produktivität und weiterhin höhere Kosten zur Sicherstellung erhöhter Hygienestandards in der Produktion nicht auszuschließen. Kundenprojekte.In den vergangenen Jahren hat sich unser Geschäft verändert. Die Komplexität von Projekten hat weiter spürbar zugenommen. In der Regel gilt es, vorhandene Alttechnik zu ersetzen oder in neue, kundenspezifische Lösungen zu integrieren. Dabei sind die Einhaltung der Regularien der Maschinenrichtlinie sowie gesetzliche Vorgaben und Vorgaben der Berufsgenossenschaften zu beachten, um einen gefahrlosen Betrieb der Leergutrücknahmeanlage sicher zu stellen. Dennoch ist es im Besonderen bei komplexen Kundenprojekten möglich, dass signifikante Risiken im Verlauf der Projektimplementierung oder des operativen Betriebs entstehen. Daneben seien im Zuge der Kundenprojekte folgende Chancen/Risiken beispielhaft genannt: Mehr- und Minderaufwand bei Fixpreisverträgen, Partnerabhängigkeiten, Zeitverschiebungen, Haftungs- und Pönaleregelungen. Die Ursachen der zuvor beschriebenen Risiken können vielschichtig sein und bedingen eine individuelle Strategie zur Risikovermeidung. Die Verantwortung zur Mitigation ist im gesamten Unternehmen bewusst dezentral geregelt, da hierdurch die kurzfristige Identifikation, Bewertung, Mitigation und Kontrolle von Risiken möglich ist. Andererseits können bei der Umsetzung von Kundenprojekten auch Chancen entstehen. Auch wenn diese vom Ausmaß her geringer bewertet werden, kann eine erfolgreiche Projektsteuerung oder das Realisieren von Lerneffekten aus abgeschlossenen Projekten bei zukünftigen Kundenprojekten entscheidend zu einem überdurchschnittlich erfolgreichen Projekt beitragen und somit schließlich einen positiven Beitrag zur Planerfüllung leisten. Durch die aktuelle COVID-19 Situation ist von einer zeitlichen Streckung der Implementierungspläne und damit einhergehend von negativen Auswirkungen auf Kundenprojekte auszugehen. Vertrieb.Die DN Technology hat keine eigene Vertriebsstruktur sondern ist auf die Fertigung von Hardware spezialisiert und betreibt dazu Forschung und Entwicklung. Der Vertrieb erfolgt durch Unternehmen der Diebold-Gruppe - unterstützt durch Spezialisten der Diebold Nixdorf Technology GmbH. Die Umsatzerlöse werden mangels direkten Vertriebs der DN Technology nahezu vollständig mit Unternehmen der Diebold-Gruppe erzielt. Damit unterliegt die DN Technology lediglich mittelbar den Vertriebsrisiken der Vertriebsgesellschaften innerhalb der Diebold-Gruppe. Die Zielmärkte der Diebold-Gruppe zeichnen sich durch eine unterschiedlich ausgeprägte Wettbewerbssituation und -konzentration aus. Individuelle und projektbezogene Entscheidungen bezüglich der angebotenen Leistungen und Konditionen - wie beispielsweise ein höher als erwarteter Preisverfall - können im Kontext der gegebenen Kunden- bzw. Wettbewerbssituation einen anderen als den geplanten Effekt auf das EBITA darstellen. Dieser Effekt kann sowohl positiver als auch negativer Natur sein. Dies spiegelt sich im dargestellten -ausgeglichenen - Chancen- und Risikoprofil wider, welches sowohl Chancen- als auch Risikopotential aufzeigt, wobei Letzteres höher bewertet wird. Auswirkungen auf das EBITA des Folgejahres können auch dadurch auftreten, dass sich die kundenseitigen Auftragsvergaben verzögern bzw. früher als geplant vollzogen werden. Aufgrund der globalen COVID-19 Pandemie und der damit verbundenen gesamtwirtschaftlichen Situation entsteht ein Risiko von verzögerten Auftragsvergaben oder Verschiebungen seitens der Kunden. Finanzwirtschaftliche RisikenKreditrisiken. Die Gesellschaft versucht das Ausfallrisiko originärer (finanzieller) Vermögensgegenstände wie z.B. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Handelsauskünfte, Kreditlimits und Debitorenmanagement einschließlich Mahnwesen und offensiven Inkassos zu verringern. Das maximale Ausfallrisiko ergibt sich aus den Buchwerten der in der Bilanz angesetzten Forderungen. Liquiditätsrisiken. Die Liquidität der DN Technology GmbH ist über eine in der Schweiz ansässige und mit der Konzernmutter Diebold Nixdorf, Incorporated verbundenen Tochtergesellschaft, die Diebold Self Service Solutions LLC, gesichert. Rückzahlungen sowie Ausleihungen sind innerhalb von wenigen Werktagen möglich. Zinsrisiken. Zinsrisiken können sich aus den zinstragenden Forderungen und Verbindlichkeiten sowie aus den Pensionsrückstellungen ergeben. Insgesamt ist das Zinsrisiko für die DN Technology GmbH jedoch als niedrig einzustufen. Währungsrisiken. Bei der DN Technology GmbH erfolgen sowohl Einnahmen und Ausgaben als auch die Intercompany-Finanzierung (vgl. die Ausführungen zu den Liquiditätsrisiken) teilweise in Fremdwährung. Das Währungsrisiko ergibt sich durch Einnahmen und Ausgaben in verschiedenen Fremdwährungen. Das Währungsrisiko wird insgesamt als niedrig eingestuft. 3.2. Bedeutung der Risiken für die DN Technology GmbHBedeutungDie Bedeutung der vorgenannten Risiken für die DN Technology GmbH schätzen wir wie folgt ein:
GesamtrisikoZum Berichtszeitpunkt und in absehbarer Zeit sieht die Geschäftsführung der DN Technology GmbH keine Einzelrisiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können. Auch aus dem Gesamtportfolio von Chancen und Risiken lässt sich aus Sicht der Geschäftsführung eine Gefährdung der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Berichts nicht erkennen. 4. Prognosebericht4.1. Wirtschafts- und BranchenumfeldErwartete Entwicklung der Rahmenbedingungen.Der Internationale Währungsfond geht in seiner Prognose vom April 2021 von einem weltweiten Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 6,0 % für das Kalenderjahr 2021 aus (Quelle: IMF, World Economic Outlook, April 2021). Innerhalb der Industrienationen prognostiziert der IWF für die Euroländer in seinen Ausführungen einen Anstieg von 4,4 % im Durchschnitt. Im Verhältnis gesehen, erwartet der IWF für Deutschland ein etwas geringerers Wachstum als für die gesamte Eurozone. Demzufolge wird für die Bundesrepublik für das Jahr 2021 ein Anstieg im Bruttoinlandsprodukt von rund 3,6 % gesehen. Für die USA erwartet der Fond in seinen Berechnungen ein Wachstum von rund 6,4 % für die Wirtschaftsleistung für das Jahr 2021. Für die Schwellen- und Entwicklungsländer sieht der IWF ebenfalls einen Anstieg im Hinblick auf das erwartete Bruttoinlandsprodukt. Dabei wird für Indien ein deutlicher Anstieg von bis zu 12,5 % sowie für Lateinamerika in Höhe von 4,6 % prognostiziert. Die Wirtschaftsforscher zeigen für Russland ein mögliches Wachstum von 3,8 % und für China in Höhe von 8,4 % für das Kalenderjahr 2021 auf. Der IWF betont, dass die globalen Aussichten mit einer hohen Unsicherheit behaftet und die zukünftigen Entiwicklungen stark vom weiteren Verlauf des Pandemiegeschehens abhängig sind. Dabei wird die konstante Wirksamkeit aktuell verfügbarer Impfstoffe, die Resistenz gegen neue Mutationen eine große Rolle spielen, welche ebenfalls eine Verlängerung der Pandemie nach sich ziehen kann. Daneben werden die Wirksamkeit politischer Maßnahmen, die Entwicklung der globalen Finanzlage und die Veränderung von Rohstoffpreisen sowie die Anpassungsfähigkeit der Wirtschaft ebenfalls entscheidende Faktoren sein, welche das Tempo der Erholung und das Ausmaß der mittelfristigen Entwicklung bestimmen können. Entwicklung des Branchenumfelds.Nachdem die weltweiten Ausgaben für Informationstechnologie (IT) im Handel sich im Kalenderjahr 2020 gegenüber dem Jahr 2019 im Zusammenhang mit der Coronapandemie kurzfristig leicht reduziert haben, steigen die weltweiten Ausgaben wieder langfristig an. So berichtet das Marktforschungsunternehmen Pierre Audoin Consultants (PAC) auf Basis einer Studie vom Mai 2021. Den Angaben zufolge sollten sich die weltweiten Ausgaben für Handelsunternehmen im Verlauf von 2020 auf 2023 um 5,3 % p.a. durch Investitionen in die IT erhöhen. In absoluten Werten sollten die Investitionen laut PAC bei Handelsunternehmen auf 202,0 Mrd. Euro bis zum Jahr 2023 steigen. Für das Jahr 2021 prognostizieren die Marktanalysten von PAC weltweite IT-Ausgaben im Retail Sektor in Höhe von 181,2 Mrd Euro bzw. einen Anstieg gegenüber dem Jahr 2020 in Höhe von 4,7 %. Das Hardware-Geschäft ist nur zu geringen Anteilen am Wachstum beteiligt. Deutlich stärker wächst das Geschäft mit Software- sowie softwarenahen Dienstleistungen (sog. Software as a Service). Die Begründung hierfür dürfte in der Auswirkung einer immer weiter fortschreitenden Digitalisierung sowie Automatisierung liegen. Ebenfalls erwarten die Marktforscher, dass das Geschäft mit Outsourcing weiter zulegt. Die dabei im Retail prognostizierten deutlichen Wachstumsraten sind unserer Einschätzung zufolge auf den hohen Kostendruck und die Bestrebungen zurückzuführen, sich durch die Ausgliederung von Leistungen auf externe Partner von Fixkosten zu entlasten. WELTWEITE IT-AUSGABEN IM RETAIL SEKTOR. In Mrd €
Quelle PAC, Mai 2021; Gesamtaussage zu den Rahmenbedingungen. Die Geschäftsführung sieht die DN Technology GmbH erneut vor einem herausfordernden Geschäftsjahr. Weiterhin liegt der Fokus in unserer gesellschaftlichen Verantwortung zur Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus und den Schutz der Gesundheit unserer Mitarbeiter wahrzunehmen. Darüber hinaus gilt es die wirtschaftlichen Auswirkungen proaktiv zu managen. Dazu gehört insbesondere die derzeitig sehr angespannte globale Beschaffungssituation, insbesondere im Hinblick auf die aktuelle Verfügbarkeit von Beschaffungsmaterial, welche mit einer deutlichen Kostensteigerung im Geschäftsjahr 2021 einhergehen wird. Dies wird erweitert um eine sehr angespannte Logistiksituation auf den Haupttransportrouten und führt ebenfalls zu deutlichen Kostensteigerungen für Transporte. Aufgrund der anhaltenden Pandemiesituation und nur einem langsamen Fortschritt im Hinblick auf eine notwendige Impfstoff-Versorgung, sehen wir derzeit keine kurzfristige Verbesserung für das Geschäftsjahr 2021 in diesem Zusammenhang. Die Geschäftsführung ist hier in enger Abstimmung zu den Prioritäten und modelliert verschiedene Szenarien zur Reaktion in Abhängigkeit von der zukünftigen Marktentwicklung. Zur Absicherung der finanziellen Stabilität werden wir Maßnahmen zur Kostensenkung konsequent weiterverfolgen oder sofern erforderlich entsprechend intensivieren, Investitionsentscheidungen aussetzen oder verschieben und weiter starken Fokus auf unser Working Capital legen. 4.2. Erwartete Geschäftsentwicklung für die DN Technology GmbHFür das Geschäftsjahr 2021 gehen wir davon aus, dass der Umsatz der DN Technology GmbH gegenüber dem Vorjahreswert 2020 in Höhe von EUR 12.985.721,13 leicht sinken wird. Für das EBITA erwarten wir, dass sich das Niveau des vergleichbaren Vorjahreszeitraums von EUR -5.135.643,01 leicht verbessern sollte. Der Ausblick für das Geschäftsjahr 2021 unterliegt weiterhin aufgrund der vorliegenden Corona-Pandemie einer erhöhten Unsicherheit, wobei die potenziellen Auswirkungen nicht zuverlässig eingeschätzt werden können. 4.3. Gesamtaussage zur voraussichtlichen GeschäftsentwicklungDas Ergebnis der Gesellschaft wird wesentlich durch die zuvor beschriebene Entwicklung der Gesellschaft geprägt und trägt der anhaltenden Ausbreitung des Coronavirus Rechnung. Allerdings lassen sich dessen potenziellen Auswirkungen derzeitig nicht zuverlässig einschätzen. Hinsichtlich des Umsatzes der Gesellschaft gehen wir aktuell davon aus, dass dieser im Geschäftsjahr 2021 leicht unter dem Vorjahresniveau liegen wird. Für das EBITA wird hingegen eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr erwartet. Zudem verweisen wir auf die Gesamtaussage zu den Rahmenbedingungen. Disclaimer:Der Prognosebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Einschätzungen der Unternehmensleitung der DN Technology GmbH beruhen. Diese Aussagen sind nicht als Garantien dafür zu verstehen, dass sich diese Erwartungen auch als richtig erweisen. Insbesondere steht der Prognosebericht unter dem Vorbehalt, dass aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag Maßnahmen durch die Konzernmuttergesellschaft angeordnet werden können. Die zukünftige Entwicklung sowie die von der DN Technology GmbH und ihren verbundenen Unternehmen tatsächlich erreichten Ergebnisse sind abhängig von einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten und können daher wesentlich von den zukunftsbezogenen Aussagen abweichen. Verschiedene dieser Faktoren liegen außerhalb des Einflussbereichs der DN Technology GmbH und können nicht präzise vorausgeschätzt werden, wie zum Beispiel das künftige wirtschaftliche Umfeld sowie das Verhalten von Wettbewerbern und anderen Marktteilnehmern. Eine Aktualisierung der zukunftsbezogenen Aussagen ist weder geplant noch übernimmt die DN Technology GmbH hierzu eine gesonderte Verpflichtung.
Paderborn, den 25. Juni 2021 Diebold Nixdorf Technology GmbH Dr. Ulrich Näher, Geschäftsführer Erik Trumpp, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Diebold Nixdorf Technology GmbH, PaderbornPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Diebold Nixdorf Technology GmbH, Paderborn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Diebold Nixdorf Technology GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bielefeld, den 25. Juni 2021 KPMG
AG
Nölgen, Wirtschaftsprüfer Adelt, Wirtschaftsprüfer Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 24. August 2021. |
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