MultiLing Germany GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Guillaume Maurice Ferré seit 9.1.2026 | Geschäftsführer |
Anna Popova-Pölzleitner seit 9.1.2026 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
QUESTEL S.A.S. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BRANDSTOCK Services GmbH (vormals: BRANDSTOCK Services AG)MünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die BRANDSTOCK Services GmbH (vormals: BRANDSTOCK Services AG) Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der BRANDSTOCK Services GmbH (vormals: BRANDSTOCK Services AG), München - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BRANDSTOCK Services GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 13. Juni 2024 EY
GmbH & Co. KG
Horbach, Wirtschaftsprüfer Bäker, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Registerinformationen Die Gesellschaft hat ihren Sitz in München und ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 282333 eingetragen. Die Gesellschaft wurde formgewechselt von einer Aktiengesellschaft (AG) in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH). Die Eintragung erfolgte am 14. Februar 2023. Die Gesellschaft hat am 3. Juli 2023 mit der Questel Germany Holding GmbH mit dem Sitz in München (Amtsgericht München HRB 261186) als Gesellschafterin einen Beherrschungsvertrag geschlossen. 2. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der BRANDSTOCK Services GmbH, im Folgenden BRANDSTOCK Services, zum 31. Dezember 2023 wurde nach den §§ 242 ff. i.V.m. § 264 ff. HGB aufgestellt. Die BRANDSTOCK Services ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgt unter Beachtung des § 266 HGB. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Vermögensgegenstände und die Verbindlichkeiten werden entsprechend den allgemeinen Bewertungsgrundsätzen der §§ 252 ff. HGB und der ergänzenden Regelungen des GmbHG angesetzt. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände und Gegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert. Für die Berechnung der Herstellungskosten wird die Wertuntergrenze gem. § 255 Abs. 2 HGB herangezogen. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer in Übereinstimmung der steuerlichen AfA-Tabellen vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden bei Einzelanschaffungskosten bis zu 800 Euro sofort abgeschrieben. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Ihre Werthaltigkeit wird jährlich überprüft. Die unfertigen Leistungen wurden auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet. Fremdkapitalzinsen, Abschreibungen und Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht in die Herstellkosten einbezogen. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nominalwert abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen. Für das allgemeine Kreditrisiko ist auf den Bestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2023 eine pauschale Wertberichtigung in Höhe von 2,0 % gebildet worden. Die Einzelwertberichtigungen werden unter Berücksichtigung der Bonität der Kunden je nach Lage des Einzelfalls gebildet. Die Vorsteuerforderungen und Umsatzsteuerverbindlichkeiten werden saldiert entweder unter den sonstigen Vermögensgegenständen oder sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Kassenbestand und die Bankguthaben sind mit den Nennwerten ausgewiesen. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Für ungewisse Verbindlichkeiten wurden Rückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs.1 Nr.4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Latente Steuern werden auf der Passivseite angesetzt, wenn davon auszugehen ist, dass sich aus der Summe der Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Bilanzansätzen für Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten in künftigen Geschäftsjahren eine Steuerbelastung ergibt. Aktive latente Steuern können angesetzt werden, wenn aus der Umkehr der Differenzen insgesamt eine Steuerentlastung in künftigen Jahren erwartet wird. Passive und aktive latente Steuern werden verrechnet dargestellt. Die Bewertung von latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des geltenden Körperschaftsteuersatzes und Solidaritätszuschlagsatzes sowie entsprechend den gewerbesteuerlichen Hebesätzen der Gesellschaft. Es ergibt sich ein Steuersatz von 33 %. Passive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus aktivierten selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenständen. Aktive latente Steuern ergeben sich im Wesentlichen aus vorhandenen steuerlichen Verlustvorträgen. Zum 31. Dezember 2023 haben die aktiven latenten Steuern einen höheren Wert als die passiven latenten Steuern. Daher wurde der Nettobetrag gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht bilanziert. 4. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt. Im Rahmen der Entwicklung selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wurden in dem Geschäftsjahr insgesamt TEUR 751 (Vj. TEUR 765) aktiviert, was dem Gesamtbetrag der im Geschäftsjahr angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten entspricht. Die Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB beträgt nach Berücksichtigung der passiv latenten Steuern TEUR 1.149. Dem stehen frei verfügbare Rücklagen von TEUR 42 gegenüber, weshalb sich der ausschüttungsgesperrte Betrag auf TEUR 1.107 beläuft. Die Vorjahreszahl der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen wurde dahingehend angepasst, dass die im Vorjahr ausgewiesenen "Geleisteten Anzahlungen" in Höhe von EUR 364.876 in den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände inkludiert wurden. Zudem wurde eine Umgliederung der Vorjahreszahlen von den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen zu den entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von EUR 555.880 aufgrund falscher Zuordnung vorgenommen. Angaben zum Anteilsbesitz Zum 31. Dezember 2023 hält die BRANDSTOCK Services Anteile an einem verbundenen Unternehmen, der Brandstock Services d.o.o, Ljubljana, Slowenien. Die Brandstock Domains GmbH, die Brandstock Valuation GmbH und die Brandstock Patent Annuities GmbH, alle mit Sitz in München, wurden im laufenden Geschäftsjahr aufgrund des Verschmelzungsvertrages vom 24. Februar 2023 auf die BRANDSTOCK Services rückwirkend zum 1. Januar 2023 verschmolzen. Die Brandstock Latin America SAS, Bogota, Kolumbien, wurde am 2. Juni 2023 liquidiert. Die nachfolgende Beteiligungsübersicht gibt die Höhe der Beteiligung und des Jahresergebnisses des laufenden Geschäftsjahres sowie des Vorjahres wieder.
Alle Beträge sind in TEUR Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen Leistungsverrechnungen mit verbundenen Unternehmen. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Grundkapital Das Grundkapital beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 50 (Vj. TEUR 1.563). Gemäß dem Protokoll der außerordentlichen Hauptversammlung vom 30. Dezember 2022 wurde das Grundkapital der Gesellschaft gemäß den Vorschriften des Aktiengesetzes über die ordentliche Kapitalherabsetzung (§§ 222 ff. AktG) von EUR 1.563.333 auf EUR 50.000 herabgesetzt. Die Herabsetzung erfolgte zum Zwecke der Beseitigung einer Unterbilanz der Gesellschaft. Die Herabsetzung wurde am 9. Januar 2023 mit der Eintragung in das Unternehmensregister wirksam. Durch die Umfirmierung von der BRANDSTOCK Services AG zur BRANDSTOCK Services GmbH (Eintragung in das Unternehmensregister am 14. Februar 2023) wurde das Grundkapital zum Stammkapital der BRANDSTOCK Services GmbH. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 50.000,00. Seit dem 22. Dezember 2021 werden 100% der Anteile der BRANDSTOCK Services von der Questel Germany Holding GmbH mit Sitz in München gehalten. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 2.848 (Vj. TEUR 238). Am 28. Dezember 2023 hat der Gesellschafter der BRANDSTOCK Services einen Betrag von TEUR 2.610 in die Kapitalrücklage der Gesellschaft eingezahlt, um das Eigenkapital der Gesellschaft zu stärken. Bilanzverlust Mit der Feststellung des Jahresabschlusses 2022 durch die Gesellschafterversammlung am 6. Mai 2024 wurde beschlossen, den Bilanzverlust 2022 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.
Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Fremdrechnungen in Höhe von TEUR 5.071 (Vj. TEUR 6.471), Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 205 (Vj. TEUR 297) sowie Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von TEUR 159 (Vj. TEUR 119). Alle Rückstellungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Zum 31. Dezember 2023 besteht keine Verbindlichkeit gegenüber dem Gesellschafter Questel Germany Holding GmbH, München (Vj. TEUR 278).
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Miet- und Leasingverträgen ergeben sich folgende finanzielle Verpflichtungen:
Kreditlinie, Bürgschaften Zur Risikoabsicherung wegen eventuell möglicher Liquiditätsschwankungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie wurde am 27. Mai 2020 ein Förderdarlehen über EUR 1,0 Mio. aufgenommen. Der Sollzinssatz für dieses Darlehen beträgt 1,85 %, die ab 30. September 2020 laufenden vierteljährlichen Tilgungsraten von EUR 43.479,00 enden 31. März 2026 nach vollständiger Rückzahlung des aufgenommenen Kredits. Zum 31. Dezember 2023 hat die Gesellschaft eine bestehende Kreditvereinbarung nicht eingehalten. Die Gesellschaft hat sich daraufhin mit der kreditgebenden Bank geeinigt, das Darlehen mit Wirkung zum 1. März 2024 vollständig zurückzuzahlen. Es besteht eine selbstschuldnerische Bürgschaft in Höhe von EUR 1 Mio. für die Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen gegenüber Kreditinstituten. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus dieser Bürgschaft wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des betreffenden Tochterunternehmens als gering eingeschätzt. 5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Es wird von der Erleichterungsvorschrift des § 288 Abs. 2 HGB hinsichtlich der Aufgliederung der Umsatzerlöse nach § 285 Nr. 4 HGB Gebrauch gemacht. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 1.128 (Vj. TEUR 598) ergeben sich vorwiegend durch Erträge aus der Umrechnung von auf fremde Währung lautenden Forderungen und Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 657 (Vj. TEUR 442) sowie der Realisierung periodenfremder Erträge aus den Vorperioden von TEUR 451 (Vj. TEUR 142). Die Vorjahreszahl der sonstigen betrieblichen Erträge wurde aufgrund der im Vorjahr unzulässigerweise getätigten Verrechnung der Währungsverluste mit den Währungsgewinnen um TEUR 270 korrigiert. Aufwendungen für bezogene Leistungen Die Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 23.081 (Vj. TEUR 17.213) betreffen im Wesentlichen Honorare und Gebühren der von der Gesellschaft in den jeweiligen Ländern beauftragten Patent- und Rechtsanwälte für weltweite Markenumschreibungen, - verlängerungen und -recherchen sowie amtliche Abgaben an Markenämter weltweit. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen IT-Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.302 (Vj. TEUR 1.918), Raumkosten in Höhe von TEUR 660 (Vj. TEUR 560), Kosten für externe Unteraufträge und Beratungsleistungen in Höhe von TEUR 2.008 (Vj. TEUR 2.153), Wertberichtigungen für uneinbringliche Forderungen in Höhe von TEUR 89 (Vj. TEUR 249) und Währungseffekte in Höhe von TEUR 622 (Vj. TEUR 739). Die Vorjahreszahl der sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurde aufgrund im Vorjahr der unzulässigerweise getätigten Verrechnung der Währungsverluste mit den Währungsgewinnen um TEUR 270 korrigiert. Die anhaltend hohen IT-Aufwendungen stehen im Zusammenhang mit den laufenden Entwicklungsarbeiten zur Implementierung von operativen und finanziellen IT-Systemen. Unteraufträge und Beratungsleistungen stehen hauptsächlich im Zusammenhang mit der Unterstützung, die BRANDSTOCK Services von verschiedenen Questel-Einheiten erhält, sowie mit der Durchführung von Projekten zur Verbesserung der betrieblichen Abläufe, die die Unterstützung externer Berater erfordern. Personalbestand Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 im Jahresdurchschnitt
Geschäftsführung Herr Christophe Marchisio ist mit Wirkung zum 1. Juli 2023 als Mitglied der Geschäftsleitung ausgeschieden. Herr Jan Fischer und Herr Moritz Wurfbaum wurden zusammen mit Wirkung zum 1. Juli 2023 als Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt. Die Geschäftsführung erhielt im Geschäftsjahr 2023 keine Bezüge seitens der Gesellschaft. Konzernverhältnisse Die BRANDSTOCK Services ist ein Konzernunternehmen der Questel Unite SAS, Paris, Frankreich. Der Jahresabschluss wird in den nach International Financial Reporting Standards, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellten Konzernabschluss der Questel Unite SAS, Paris/Frankreich als größter und kleinster Konsolidierungskreis einbezogen, welcher im RCS - Registre du commerce et des sociétés - veröffentlicht wird. Zur Erstellung eines eigenen Konzernabschlusses war die BRANDSTOCK Services zum 31. Dezember 2023 nicht verpflichtet, da sie die Größenmerkmale des §293 HGB nicht überschreitet. Honorar der Jahresabschlussprüfer Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Honorar beläuft sich auf TEUR 57. Es handelt sich hier ausschließlich um die Abschlussprüferleistungen. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Vorstand schlägt vor, den im Berichtsjahr ausgewiesenen Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.
München, den 10. März 2024 BRANDSTOCK Services GmbH Jan Fischer Moritz Wurfbaum Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Inhaltsverzeichnis I. Die Unternehmen der Brandstock Gruppe II. Wirtschaftsbericht III. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht I. Die Unternehmen der Brandstock Gruppe Die aktuelle Unternehmensstruktur der Brandstock Gruppe umfasst die folgenden Unternehmen: BRANDSTOCK Services GmbH (vormals BRANDSTOCK Services AG), München (im Folgenden: BRANDSTOCK Services) Brandstock Service d.o.o., Ljubljana (Slowenien) Brandstock IP Solutions GmbH, München (Deutschland) Brandstock Legal Switzerland GmbH, Zug (Schweiz) Die folgenden Unternehmen wurden mit Verschmelzungsvertrag vom 24. Februar 2023 rückwirkend zum 1. Januar 2023 auf die BRANDSTOCK Services verschmolzen: Brandstock Domains GmbH, München Brandstock Valuation GmbH, München Brandstock Patent Annuities GmbH, München Die Firma Brandstock Latin America SAS, Bogota (Kolumbien) wurde am 2. Juni 2023 liquidiert. Die Unternehmensgruppe hat ihren Ursprung in einer 1993 in München gegründeten Rechtsanwaltskanzlei für gewerbliche Schutzrechte. Mit deutlich über einhundert Mitarbeitern, beschäftigt in vier Unternehmen, gehören wir zu den Allround-Anbietern im Segment "Intellectual Property Management". Wir vereinen die gesamte Palette der Dienstleistungen eines Dienstleisters für geistiges Eigentum. Die beiden Haupttätigkeiten der BRANDSTOCK Services bestehen in der Erbringung von Erneuerungs- und Aufzeichnungsdienstleistungen für ihre Kunden. Der Erneuerungsservice (Renewals) besteht in der Verwaltung des Markenportfolios des Kunden und der Erneuerung der Registrierung jeder Marke in jedem Land, bevor die ursprüngliche Registrierungsfrist in dem entsprechenden Land abläuft. Der Eintragungsdienst (Recordals) besteht in der Änderung der amtlichen Eintragungen in den Markenämtern der einzelnen Länder, um die Informationen nach einer Namens- oder Adressänderung, einem Erwerb, einer Veräußerung oder jeder anderen Änderung, die eingetragen werden muss, zu aktualisieren. BRANDSTOCK Services, als ein wesentlicher Teil dieser Unternehmensgruppe, bietet weltweit Dienstleistungen im Markenbereich, im Domainbereich und im Patentbereich an. Wir koordinieren hierbei für unsere Kunden regelmäßig internationale Markenumschreibeprojekte und sind deren Partner beim Outsourcing von Markenverlängerungen und Markenrecherchen. Zu unseren Kunden gehören einige der weltweit größten Unternehmen. Ziel unseres unternehmerischen Handelns ist es, auf ein nachhaltiges Wachstum innerhalb der Unternehmensgruppe hinzuwirken. Dabei streben wir die stetige Festigung und den Ausbau unserer Marktposition an. Im September 2019 hat die Questel SAS mit Sitz in Paris/Frankreich ("Questel") - mithin ein strategischer Investor - die Aktienmehrheit an der BRANDSTOCK Services übernommen. Seit 2021 hält Questel über ihre Beteiligungen mittelbar 100 % der Anteile an der BRANDSTOCK Services. Die Gesellschaft hat am 3. Juli 2023 mit der Questel Germany Holding GmbH mit dem Sitz in München (Amtsgericht München HRB 261186) als Gesellschafterin einen Beherrschungsvertrag geschlossen. II. Wirtschaftsbericht Als globaler IP-Dienstleister schenken wir der Entwicklung der Weltwirtschaft besondere Aufmerksamkeit. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) wuchs die Weltwirtschaft im Jahr 2023 um 3,1 %. Im Vorjahr wuchs die Weltwirtschaft um 3,5 % im Vergleich zu 2021. Die Veränderung des BIP in den für uns relevanten Ländern/Regionen ist in der folgenden Übersicht dargestellt: Bruttoinlandsprodukt in % zum Vorjahr
Quelle: IWF World Economic Outlook Update, Januar 2024 und Juli 2023 Die Statistiken für den Markenmarkt 2023 sind noch nicht verfügbar. Ausgehend von den letzten verfügbaren Zahlen ist die Zahl der weltweiten Markenanmeldungen nach mehreren Jahren des Wachstums im Jahr 2022 zurückgegangen. Die Statistiken der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) zeigen einen negativen Trend von 14,5 % im Vergleich zu 2021. Der starke Rückgang der Markenanmeldungen könnte eine Rückkehr zu einem normalen Anmeldungsniveau widerspiegeln, nachdem die Zahl der Anmeldungen im Jahr 2020 aufgrund des Auftretens der COVID-19-Pandemie stark angestiegen war. Die Zahl der weltweit aktiven Marken nimmt jedoch stetig zu. Wie die WIPO in ihren "WIPO IP
Facts and Figures 2023" berichtet, waren im Jahr 2022 weltweit rund 82,5 Millionen Marken in Kraft, was einem Anstieg von 9,4 % entspricht.
Finanzielle Leistungsindikatoren Die Geschäftsleitung steuert die Gesellschaft unter Verwendung von finanziellen Leistungsindikatoren. Zur Steuerung werden wie im Vorjahr Umsatz, Jahresüberschuss und die EBITDA-Marge (Jahresüberschuss vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen in Bezug zu den Umsatzerlösen) herangezogen. Ertragslage Im Jahr 2023 stieg die Leistung des Unternehmens stärker wie noch in der Vorjahresprognose erwartet an. Dies ist im Wesentlichen durch eine hohe Anzahl neuer Verträge begründet, die von der Questel-Vertriebsorganisation gewonnen wurden. Der Umsatz des Unternehmens erhöhte sich um 27,1 % von EUR 25,7 Mio. auf EUR 32,7 Mio. Das EBITDA stieg von EUR - 1,7 Mio. auf EUR 1,0 Mio. Die EBITDA-Marge stieg somit von -6,7% auf 3,1%. Der Personalaufwand verringerte sich deutlich von TEUR 4.203 auf TEUR 3.711 aufgrund des Ausscheidens einiger Mitarbeiter und der Optimierung der Struktur einiger Abteilungen. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 23.080 (Vorjahr: TEUR 17.213) betreffen im Wesentlichen Honorare und Gebühren für die von der Gesellschaft in den jeweiligen Ländern beauftragten Patent- und Rechtsanwälte für weltweite Markenumschreibungen, - verlängerungen und -recherchen sowie amtliche Abgaben an Markenämtern in aller Welt. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist vor allem auf höhere Erträge zurückzuführen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen beliefen sich auf TEUR 984 und blieben im Vergleich zu 2022 (TEUR 964) stabil. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von TEUR 6.730 im Jahr 2022 auf TEUR 6.775 im Jahr 2023. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen IT-Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.302 (Vj. TEUR 1.918), Raumkosten in Höhe von TEUR 594 (Vj. TEUR 560), Kosten für externe Unterauftragnehmer und Beratungsleistungen in Höhe von TEUR 2.008 (Vj. TEUR 2.153), Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 89 (Vj. TEUR 249) und Währungseffekte in Höhe von TEUR 662 (Vj. TEUR 739). Die anhaltend hohen IT-Aufwendungen stehen im Zusammenhang mit den laufenden Entwicklungsarbeiten zur Implementierung von operativen und finanziellen IT- Systemen. Unteraufträge und Beratungsleistungen stehen hauptsächlich im Zusammenhang mit der Unterstützung, die BRANDSTOCK Services von verschiedenen Questel-Einheiten erhält, sowie mit der Durchführung von Projekten zur Verbesserung der betrieblichen Abläufe, die die Unterstützung externer Berater erfordern. Da wir einen großen Teil unserer Geschäfte außerhalb Deutschlands abwickeln, sind wir regelmäßig Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Um diese so gering wie möglich zu halten, bemühen wir uns, unsere Umsätze und bezogenen Leistungen möglichst in Euro zu fakturieren. Dies ist jedoch nicht in allen Fällen möglich. Im Geschäftsjahr 2023 waren die Währungsgewinne mit 657 TEUR (Vj. TEUR 442) und Währungsverlusten mit TEUR 662 (Vj. TEUR 739) nahezu gleich. Das EBITDA belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 1.024, was eine deutliche Verbesserung zum Vorjahr darstellt (Vj. TEUR -1.730). Dieser Anstieg ist auf den hohen Wert der neu abgeschlossenen Verträge mit Kunden und die fortschreitende Optimierung der Kostenstruktur zurückzuführen. Das Finanzergebnis in Höhe von -71 TEUR (Vorjahr: 210 TEUR) resultiert im Wesentlichen aus den Zinsaufwendungen für Darlehen und Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 72 TEUR (Vorjahr: 48 TEUR). Infolge der oben dargestellten Veränderungen der Ertrags- und Aufwandspositionen ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von TEUR 46 (Vj. Jahresfehlbetrag von TEUR 2.556). Das im Jahr 2023 erzielte Jahresergebnis entspricht dem im Lagebericht 2022 geplanten und erläuterten Ergebnis. Im Jahr 2023 wurde keine Dividende ausgeschüttet. Der Bilanzverlust des Jahres 2023 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Finanz- und Vermögenslage Die Bilanzsumme (unter Berücksichtigung des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags) erhöhte sich von EUR 20,4 Mio. zum 31. Dezember 2022 auf EUR 21,4 Mio. zum 31. Dezember 2023. Das Anlagevermögen verringerte sich um TEUR 868 auf TEUR 1.997, was hauptsächlich auf die jährlichen Abschreibungen, den Rückgang der Anteile an verbundenen Unternehmen aufgrund der Verschmelzungen und die Rückzahlung des Darlehens durch Brandstock Services d.o.o. zurückzuführen ist. Die kurzfristigen Vermögenswerte beliefen sich auf TEUR 17.215 im Vergleich zu TEUR 14.977 im Vorjahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich um TEUR 358, was auf die Einführung eines neuen Teams, das für das Debitorenmanagement zuständig ist, und die bereits erzielten sehr positiven Ergebnisse in diesem Bereich zurückzuführen ist. Der Kassenbestand bzw. Guthaben bei Kreditinstituten stiegen u.a. aufgrund der Verringerung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der Einzahlung in die Kapitalrücklage sowie erhöhter Liquidität aus dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten um TEUR 2.417. Der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beträgt TEUR 2.207 und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.108 erhöht, da im laufenden Geschäftsjahr der Prozess der Bezahlung der Lieferanten umgestellt wurde und einige Lieferanten nun vor Leistungserbringung bereits bezahlt werden. Das Eigenkapital belief sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 92 (Vj. TEUR -2.472). Die Eigenkapitalquote wurde wieder positiv (0,5 %). Zu beachten ist, dass der Gesellschafter der BRANDSTOCK Services am 28. Dezember 2023 einen Betrag von TEUR 2.610 in die Kapitalrücklage der Gesellschaft eingezahlt hat, um das Eigenkapital der Gesellschaft zu stärken. Die Rückstellungen in Höhe von TEUR 5.449 sind niedriger als im Vorjahr (TEUR 6.901), da die Lieferantenrechnungen zeitnah bearbeitet werden. Gleichzeitig sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aus dem gleichen Grund von TEUR 2.306 auf TEUR 4.295 gestiegen. Alle Rechnungen, die zu Beginn des Jahres 2024 eingehen und bearbeitet werden, sich aber auf das Geschäftsjahr 2023 beziehen, wurden in die Rückstellungen einbezogen. Die Verbindlichkeiten verringerten sich um insgesamt TEUR 2.808 (TEUR 6.554 im Jahr 2023 im Vergleich zu TEUR 9.362 im Vorjahr). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen, wie im obigen Abschnitt erläutert, während die konzerninternen Verbindlichkeiten deutlich von TEUR 5.386 im Jahr 2022 auf TEUR 1.071 im Jahr 2023 zurückgingen. Die hohen konzerninternen Verbindlichkeiten im Jahr 2022 betrafen hauptsächlich die Schwestergesellschaft Brandstock IP Solutions GmbH. Im Jahr 2023 wurden diese konzerninternen Darlehen vollständig getilgt. Das bestehende Bankdarlehen wurde planmäßig in Höhe von TEUR 174 getilgt. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten stieg von TEUR 4.152 auf TEUR 9.327 aufgrund der verstärkten Tätigkeit für Recordals-Projekte und damit verbundenen erhaltenen Vorauszahlungen, weshalb vor Jahresende vermehrt Anzahlungsrechnungen gestellt wurden. Die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebes und die geplanten Investitionen in die eigene Entwicklung werden derzeit aus der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft finanziert. Es gibt jedoch auch Finanzierungspotenziale aus dem Konzern, die dem Unternehmen zur Verfügung stehen würden. Zum 31. Dezember 2023 konnte das Unternehmen einen bestehenden Darlehensvertrag nicht einhalten. Das Unternehmen hat sich daher mit der kreditgebenden Bank darauf geeinigt, den Kredit ab dem 1. März 2024 vollständig zurückzuzahlen. Die Finanzlage der BRANDSTOCK Services hat sich im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 deutlich verbessert. Die Ausweitung des Umsatzes, die Erhöhung der EBITDA-Marge und die Kontrolle der Ausgaben sind die Maßnahmen, die das Management weiterhin umsetzt, um die Finanzlage des Unternehmens zu verbessern. Investitionen Im Geschäftsjahr wurden insgesamt Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 751 (Vj. TEUR 765) aktiviert. Diese lagen im Zusammenhang mit der Entwicklung eigener Softwarelösungen innerhalb des Unternehmens zur Erhöhung der Effizienz und Wirtschaftlichkeit der Gesellschaft. Die Lage der BRANDSTOCK Services wird angesichts eines deutlich verbesserten Geschäftsjahres als solide bewertet. Insgesamt zeigt die Gesellschaft eine ausgeprägte Resilienz, insb. durch das verbesserte Debitoren- und Kreditorenmanagement. Das Geschäftsführung ist bestrebt, durch strategische Anpassungen und operative Verbesserungen die Geschäftsaussichten für das kommende Jahr weiter zu stärken. III. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht Es bestehen sowohl Risiken aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Lage als auch aufgrund von allgemeinen Entwicklungen auf dem Markt für Schutzrechte. Darüber hinaus bestehen unternehmensspezifische Risiken und Chancen. Die Erfassung der Risiken berücksichtigt einen Beobachtungszeitraum von zwei Jahren und erfolgt unter Berücksichtigung bestimmter Schwellenwerte sowohl brutto, d. h. vor der Durchführung von Gegenmaßnahmen als auch netto, d. h. nach der Durchführung der Gegenmaßnahmen. Um zu ermitteln, welche Risiken am ehesten bestandsgefährdenden Charakter für das Unternehmen aufweisen, werden die Risiken gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihren Auswirkungen in drei Risikokategorien eingestuft ("hoch", "mittel", "gering"). Operationelles Risiko Das operationelle Risiko resultiert aus direkten oder indirekten Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Prozessen, Menschen und Systemen entstehen oder durch externe Ereignisse und rechtliche Risiken eintreten können. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, bemüht sich die BRANDSTOCK Services, um eine fortlaufende Analyse der Prozesse sowie deren kontinuierliche Verbesserung. Darüber hinaus ist das Unternehmen im Rahmen der Questel-Gruppe bei mehreren Versicherungsgesellschaften versichert. Im Wesentlichen wickeln wir Aufträge zu Festpreisen ab. Durch Kostensteigerungen infolge von erhöhten Amtsgebühren oder der Anwaltskosten kann es zu einer Verfehlung der ursprünglich kalkulierten Kosten kommen, was zu nicht geplanten Verlusten führen kann. Wir schätzen das Risiko als mittel ein. Im Zeitraum von 2020 bis 2023 waren die Marktbedingungen für unsere Aktivitäten nicht ideal, da sie zunächst durch das Coronavirus und durch anschließende Wirtschaftskrise im Zusammenhang mit dem Einmarsch Russlands in der Ukraine beeinträchtigt wurden. Trotz der schwierigen Bedingungen konnten wir ohne größere Unterbrechungen arbeiten und beginnen, die wirtschaftliche Leistung des Unternehmens zu verbessern. Unser Erneuerungsgeschäft blieb stabil. Das Geschäftsjahr war erfolgreich und ermöglichte, den Break-even zu erreichen. Personalrisiken Der Erfolg unseres Unternehmens hängt maßgeblich von unseren Mitarbeitern ab. Besondere Bedeutung kommt hierbei einigen Personen in Schlüsselfunktionen zu. Sofern es uns nicht gelingt, qualifizierte und motivierte Mitarbeiter zu adäquaten Kosten zu finden und zu binden, könnten das weitere Wachstum und der Erfolg beeinträchtigt werden. Wir schätzen dieses Risiko als gering ein. Risiken in Forderungen Risiken aufgrund von Forderungsausfällen bestanden bisher nur in geringem Maße. Dennoch ist nicht auszuschließen, dass einzelne Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Einzelwertberichtigungen sowie Pauschalwertberichtigungen und eine ständige Analyse der Altersstrukturliste sowie regelmäßige Mahnläufe tragen diesem Risiko Rechnung. Das Risiko sehen wir ca. in Höhe von TEUR 650. Nach der Umstrukturierung der Forderungsmanagement wurde 2023 ein neues Team eingestellt, dass sich stärker auf dieses Thema konzentriert und das Risiko verringern soll. Wir schätzen dieses Risiko als gering ein. Währungsrisiken Wir sind bemüht Währungsrisiken insoweit auszuschließen, als wir soweit wie möglich in Euro fakturieren und unsere Leistungen auch in Euro beziehen. In Ausnahmefällen fakturieren wir auch in USD. In solchen Ausnahmefällen wird Teil des Währungsrisikos auf unsere Lieferanten verlagert. Wir schätzen dieses Risiko als mittel ein. Chancen Die Gesellschaft sieht eine Neigung, dass Großkonzerne vermehrt zumindest Teile ihres IP- Geschäfts auf spezialisierte Dienstleister übertragen. Hiervon sollte auch die BRANDSTOCK Services als IP-Dienstleister profitieren und sich in Zukunft auch weitere Wachstumspotenziale erschließen können. Zur besseren Erschließung dieser Potenziale werden wir unsere Anstrengungen im Bereich Vertrieb und Marketing in den kommenden Jahren weiter erhöhen und in diesen Bereichen auch verstärkt investieren. Wir rechnen damit, dass sich aus der Zusammenarbeit mit der Questel-Gruppe weiterhin erhebliche Synergien im Vertrieb ergeben werden. Die Chance besteht hierbei insbesondere durch eine breite internationale Aufstellung der Vertriebsmannschaft von Questel, womit zukünftig alle wirtschaftlich relevanten Regionen - u.a. auch in Asien - abgedeckt werden. Wir sehen ein hohes Potenzial für eine bessere Marktpositionierung in der Zukunft. Wir sehen es als eine unserer Stärken, dass wir uns gut auf die jeweiligen Bedürfnisse unserer Kunden einstellen und wir sowohl schnell als auch flexibel auf deren Wünsche reagieren können. Allerdings müssen wir andererseits auch sehr darauf achten, dass wir infolgedessen nicht zu sehr auf individuelle Lösungen setzen, worunter letztendlich unsere Produktivität und somit das Ergebnis leiden würden. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass sich die Risiken- und Chancensituation gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich geändert hat. Obwohl das Eigenkapital des Unternehmens im Jahr 2023 immer noch schwach ist, haben wir begonnen, eine positive wirtschaftliche Leistung zu erzielen und wir setzen unsere Bemühungen fort, das Unternehmen in eine bessere finanzielle Lage zu bringen. Zudem wurde am 30. Dezember 2022 von der Questel Germany Holding GmbH, München, eine auf EUR 2,5 Mio. begrenzte Patronatserklärung abgegeben, welche bis 31. Dezember 2024 befristet ist. Bestandsgefährdende Risiken bestehen derzeit nicht und sind auch für die Zukunft nicht erkennbar. Prognosebericht Wir sehen die Wettbewerbsfähigkeit der BRANDSTOCK Services nach wie vor gegeben. Allerdings sehen wir auch, dass sich der IP-Markt in einer Konsolidierungsphase befindet. Viele unserer Wettbewerber sind in den letzten Jahren von Finanzinvestoren oder größeren Playern im Markt übernommen worden. Unser Hauptaugenmerk richtet sich auf die kontinuierliche Steigerung der Produktivität in den operativen Einheiten, aber auch in den Bereichen Finanzen und Administration. Unser Ziel ist es, sowohl die internen Prozesse als auch die IT zu optimieren, um die Effizienz kontinuierlich zu steigern und somit eine höhere Skalierbarkeit zu erreichen. Im Jahr 2024 planen wir, einen Umsatz von über EUR 30 Mio. zu erreichen und ein positives EBITDA von rund EUR 1 Mio. zu erwirtschaften. Unter diesen Bedingungen sollte das Nettoergebnis leicht positiv sein. Bei den im Lagebericht getroffenen Prognosen und sonstigen Aussagen handelt es sich um Annahmen und Erwartungen der Gesellschaft im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung. Die tatsächliche Entwicklung kann von diesen Annahmen und Erwartungen, u.a. aufgrund von Veränderungen des Marktumfeldes, des gesamtwirtschaftlichen Umfeldes oder der Branche, abweichen.
München, den 10. März 2024 BRANDSTOCK Services GmbH Jan Fischer Moritz Wurfbaum |
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