GRUNDIG Business Systems GmbHLiquidiert
95448 Bayreuth, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andrea Rosenberger seit 21.1.2008 | Prokura |
Roland Hollstein seit 11.10.2006 | Geschäftsführer |
Malzer Rainer seit 4.5.2004 | Prokura |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GRUNDIG Business Systems GmbHBayreuthJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Bilanz 2015Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear. Die Nutzungsdauer wird entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsfähigkeit ermittelt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind ausgehende von den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des erkennbaren und latent vorhandenen Ausfallrisikos bewertet. Rückstellungen sind für alle erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet worden. Die Verbindlichkeiten sind mit den Rückzahlungsbeträgen angesetzt. Im Falle einer Steuerentlastung wird von dem entsprechenden Aktivierungswahlrecht für aktive latente Steuern Gebrauch gemacht. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren Keine Sonstige Angaben Die Gesellschaft hält 100 % der Anteile an der Grundig Business Systems France S.A.R.L., Paris, Frankreich, sowie der Grundig Business Systems Nordic AB, Stockholm, Schweden. Im Wirtschaftsjahr war zum Geschäftsführer bestellt:
Ergebnisverwendungsvorschlag und -beschlussIm Zusammenhang mit der Feststellung des Jahresabschlusses 2015 wurde am 16.06.2016 auf Grundlage des entsprechenden Ergebnisverwendungsvorschlages hinsichtlich der Verwendung des Ergebnisses beschlossen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. BestätigungsvermerkDen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt: Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der GRUNDIG Business Systems GmbH, Bayreuth, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Nürnberg, den 15. Juni 2016 KPMG
AG
Herr, Wirtschaftsprüfer Grümpel, Wirtschaftsprüfer Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015der GRUNDIG Business Systems GmbH, BayreuthRechtliche und wirtschaftliche Grundlagen Die GRUNDIG Business Systems GmbH, Bayreuth ("GBS") ist ein 100 %iges Tochterunternehmen der GBS Holding GmbH, München. GBS ist ein mittelständisches Produktions- und Dienstleistungs-Unternehmen mit Sitz in Bayreuth. Das Unternehmen steht einerseits für eine qualitativ hochwertige elektronische Auftragsfertigung (EMS) und andererseits für innovative, wirtschaftliche und effiziente Produkte und Lösungen der professionellen Sprachverarbeitung inklusive Zubehör im gehobenen Preissegment. Die analogen und digitalen Premiumprodukte werden auf Basis der Kundenanforderungen auf höchstem Qualitätsniveau entwickelt, gefertigt und über unterschiedliche Vertriebskanäle (direkt/indirekt) vermarktet. Sie sind ergonomisch, intuitiv zu bedienen und zeichnen sich durch ein hochwertiges Design aus. Die Software- und Hardware-Lösungen helfen unterschiedlichsten Berufsgruppen, ihre Prozesse bei der Dokumentenerstellung zu optimieren und zu erleichtern. Mit Hilfe eines modernen Maschinenparks ist GBS nicht nur Dienstleister für die flexible und höchsten Qualitätsanforderungen genügende Leiterplattenbestückung, sondern deckt mit Knowhow und einer über 50 jährigen Erfahrung die gesamte Wertschöpfungskette entlang der Entwicklung, der Produktion und Montage bis hin zum After-Sales Service für elektronische und mechatronische Produkte ab. Hierbei hält GBS seit 2006 u.a. eine Zertifizierung der Automotive-Qualitätsnorm ENTS 16949, die auch in 2015 wieder erneuert wurde. Der Umsatz in diesem Segment konnte im Berichtsjahr 2015 gegenüber dem Vorjahr auf Grund verstärkter Vertriebs-Aktivitäten und einem deutlich breiteren Kundenklientel weiter gesteigert werden, auf dessen Basis weiteres Wachstum erfolgen kann. Die Funktionen Fertigung, Marketing, Rechnungs- und Finanzwesen, Inlandsvertrieb und Steuerung des Auslandsvertriebs sind vollständig in der GBS integriert. Zudem werden auf Projektbasis Aufträge an externe Entwicklungspartner vergeben. Der Vertrieb im Ausland wird zum Teil über eigene Vertriebsgesellschaften (Frankreich, Schweden) sowie über Vertriebspartner abgewickelt. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Marktentwicklung in 2015 Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Hauptabsatzmärkte Deutschland und Europa waren in 2015 relativ stabil. Der allgemeine Trend des Ersatzes analoger Diktiergeräte durch digitale Systeme war dennoch erkennbar und wird sich auch in den nächsten Jahren weiterhin fortsetzen. Lediglich Tempo und Ausmaß der Umstellung hängen von vielen äußeren Faktoren wie auch der sich aus dem gesamtwirtschaftlichen Umfeld ergebenden Investitionsbereitschaft ab. Im medizinischen Bereich ist weiterhin eine Zunahme von komplexen Patienten- und Informationssystemen zu verzeichnen. Zudem findet eine Hersteller-Konsolidierung in diesem Markt statt, bei der insbesondere auch digitale Diktierlösungen in solche Patienten- und Informationssysteme integriert werden. Vor dem Hintergrund, dass der medizinische Markt durch einen starken Kostendruck geprägt ist, bieten sich allgemein für die effizienzsteigernden digitalen Sprachverarbeitungssysteme gute Chancen. Ähnliches gilt auch für juristische Bereiche, in denen Investitionen in digitale Diktiersystemlösungen unter Einbindung in bestehende IT-Work-flow-Systeme erfolgen. Insgesamt betrachtet ergab sich eine Umsatzsteigerung über der Planung sowie über dem Vorjahr. Die Umsatzentwicklung im Bereich der Auftragsfertigung (EMS) entwickelte sich, wie auch schon in den Vorjahren, weiterhin positiv. Hierbei sind die Zukunftsaussichten für die Folgejahre ebenfalls auf Wachstumskurs. Für das Jahr 2016 rechnet die Geschäftsleitung mit entsprechenden moderaten Steigerungsraten gegenüber dem Vorjahr. Ebenso erwartet die Geschäftsleitung bei einer insgesamt stabilen Gesamtwirtschaftslage in Deutschland, bzw. den ausländischen Kernmärkten, eine weitere Umsatzsteigerung im EMS-Bereich. Geschäftsverlauf und Lage der GBS im Geschäftsjahr 2015 Umsatz und Ergebnis Die GBS weist für das Jahr 2015 Umsätze in Höhe von EUR 19,3 Mio. aus (Vorjahr: EUR 17,1 Mio.), was gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum eine Steigerung von 13 % bedeutet. Diese Umsatzentwicklung beinhaltete eine geringfügige Umsatzreduktion des Diktiergeschäftes sowie gegenläufig eine Umsatzsteigerung im Bereich der Auftragsfertigung. Naturgemäß gehen die Umsätze mit analogen Diktiergeräten durch den Wechsel zur digitalen Diktiertechnik zurück. Für das Geschäftsjahr 2015 weist die GBS aufgrund von Margenerhöhung und Kostendisziplin ein Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von TEUR 1.056 (Vorjahr: TEUR 837) aus. Insgesamt wurde der im letzten Jahr prognostizierte Umsatz- und Jahresergebniszuwachs übererfüllt. Die GBS sieht im Kernmarkt des Diktierens insgesamt moderate, in der Auftragsfertigung, jedoch weiterhin gute Wachstumschancen im Markt. Zur Nutzung dieser Wachstumschancen investiert die GBS umfassend, insbesondere in Form von neuen Technologien, Maschinen und Produkten als auch im Erhalt und Ausbau des Mitarbeiter Know-Hows. Daraus resultierend erwartet die Gesellschaft bei leicht steigenden Umsätzen weiterhin eine nachhaltig gute Ertragslage. Vermögens- und Kapitalstruktur sowie Liquiditätsausstattung Das Gesamtvermögen der GBS liegt über dem Vorjahresniveau. Der Finanzmittelfonds beträgt TEUR +307 (Vorjahr: TEUR +231). Im Geschäftsjahr 2015 war es möglich Gewinnausschüttungen auf den Bilanzgewinn in Höhe von insgesamt TEUR 560 vorzunehmen. Das Eigenkapital hat sich auf TEUR 1.375 erhöht (Vorjahr: TEUR 1.182). Die Eigenkapitalquote liegt im Berichtsjahr bei 21 % (Vorjahr: 17 %). Die Verbesserung des Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR 76 auf TEUR +307 ergibt sich aus einem - nach Definition der Gesellschaft abweichend von DRS 21 - Liquiditätszufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit von TEUR 2.426, einem Liquiditätsabfluss für Investitionen aus erweiterter Investorensicht in Höhe von TEUR -694 und einem Liquiditätsabfluss aus der Finanzierung und anderen nicht operativer Positionen TEUR -1.656. Insgesamt hat sich der Geschäftsverlauf und die damit verbundene Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage erwartungsgemäß und somit günstig im Geschäftsjahr 2015 entwickelt. Personal Im Jahresdurchschnitt 2015 betrug der Personalstand der GBS 124 Mitarbeiter (Vorjahr: 114) und belief sich am Bilanzstichtag auf 128 Mitarbeiter (Vorjahr: 114). Beteiligungen GBS unterhält in Frankreich und Schweden eigene Tochtergesellschaften. Die Tochtergesellschaft in Frankreich verzeichnete im Berichtsjahr ein positives Ergebnis. Aufgrund der leicht rückläufigen Umsätze im französischen Markt wurde bereits Ende 2011 eine Reorganisation der Gesellschaft durchgeführt. In diesem Zuge wurde der Vertrieb neu besetzt und die Buchhaltung einem externen Dienstleister übergeben. Der Geschäftsbetrieb der Tochtergesellschaft in Schweden wurde zum 31. Dezember 2015 eingestellt und eine planmäßige Liquidierung der Gesellschaft eingeleitet. Die Geschäfte werden seit Ende 2015 direkt von der Muttergesellschaft GBS aus Deutschland bedient, so dass dadurch Kosteneinsparungen und Synergieeffekte zu erzielen sind. Forschung und Entwicklung Ein Schwerpunkt der Forschung- und Entwicklungsaktivitäten liegt im Bereich der digitalen Diktier-und Sprachverarbeitungssysteme, einschließlich entsprechender Software. Hier wurde in 2015 ein neues Diktiermikrofon entwickelt und auf den Markt gebracht. Ebenso wurden neue Softwarekomponenten zur Unterstützung von Spracherkennungslösungen entwickelt. Des Weiteren orientiert sich der Bereich Forschung und Entwicklung aber auch verstärkt an den Prozessabläufen des wachsenden EMS Geschäftes. Hier werden neue Projekte und Prozesse entwickelt und technologisch umgesetzt. Dabei wurden in 2015 für Forschung und Entwicklung insgesamt TEUR 1.340 - und damit 7 % vom Umsatz - aufgewendet bzw. investiert. Sie resultieren vorwiegend aus der Entwicklungstätigkeit von Software-Systemlösungen, Erweiterung der Hardware für digitales Diktieren sowie Engineering für den EMS-Bereich. Der Anteil an Forschungs- und Entwicklungsleistung Dritter wurden in geringfügigem Umfang in Anspruch genommen. Wesentliche Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung Der Geschäftsverlauf 2015 war weiterhin leicht geprägt von den Auswirkungen der Unsicherheiten an den europäischen Finanzmärkten, die vor allem im Ausland spürbar waren. Die Gesellschaft erwartet dennoch eine kontinuierliche Investitionsbereitschaft Ihrer Kunden bei der Umstellung auf digitale Systeme. Dies gilt umso mehr, als die neuen digitalen Systeme den Umstieg wesentlich erleichtern und die Produkte für viele Kunden unverzichtbare Arbeitsmittel darstellen. Das EMS-Geschäft unterliegt der marktüblichen Volatilität, der sich GBS aber durch den Ausbau der bestehenden und der Gewinnung von neuen Kunden weitestgehend entziehen konnte. Mit zwei größeren, zwar umsatzmäßig wachsenden Automobilkunden, aber einem insgesamt ausgewogenen Branchen- und Kunden-Mix, sieht sich GBS durchaus resistent gegenüber den Marktschwankungen. Es wurden gezielt vertriebliche Maßnahmen gestartet, um Klumpenrisiken zu vermeiden, bzw. zu minimieren. Als international tätiges Unternehmen ist die Gesellschaft im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungs-, Zinsänderungs-, Rohstoffpreisänderungs- und Kreditrisiken ausgesetzt, die einen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten. Diese Risiken werden auf Grund interner Kontrollen, zentral festgelegter Prozesse und einheitlicher Richtlinien minimiert. Im Folgenden wird auf die einzelnen Risiken sowie das Risikomanagement eingegangen: Wesentliche Risiken betreffen das allgemeine Marktrisiko auf Grund der Wettbewerbsintensität und das übliche Technologierisiko in einem zunehmend innovativen und durch Marken und Patente abgesicherten Markt. Die GBS Holding als Lizenzgeber der GBS geht in Einzelfällen in Marken- und Patentrechtsangelegenheiten vor, um eigene Ansprüche zu sichern. Im stärksten Markt - Deutschland - entwickelt die Gesellschaft durch Betreuung, Ausbildung und Zertifizierung des Fachhandels sowie den Aufbau weiterer Partner den Absatzmarkt sehr fokussiert. Darüber hinaus hat die Gesellschaft in den letzten Jahren auch ein sehr effektives Vertriebsprojektmanagement eingeführt, das Kundentransparenz und die direkte Einflussnahme auf Kundenentscheidungen zulässt. Zudem sieht sich die GBS durch ihre führende Marktposition, ihr Know How, ihre Akzeptanz im Fachhandel sowie bei sonstigen Vertriebspartnern und der Positionierung bei professionellen Anwendern im größten Absatzmarkt Deutschland und anderen wichtigen Ländern auch für die Zukunft gut gerüstet. Auf Grund der moderaten Wachstumspotentiale im Heimatmarkt Deutschland ist ebenso eine internationale Präsenz des Geschäfts in dezidierten Märkten nötig. Durch die Umstrukturierungen und die Fokussierung neben dem Heimatmarkt Deutschland auf das europäische Ausland wird die Vertriebskraft dabei allerdings auf die wesentlich beeinflussbaren Absatzmärkte gebündelt. Die Tochtergesellschaft in Frankreich wird von der GBS betreut, ist operativ eingebunden und wird zudem mittels regelmäßigem Reporting gesteuert. Insgesamt bietet der digitale Markt nach wie vor gute Wachstumschancen, die sich auf Grund zunehmender Möglichkeiten und Anforderungen im IT Systemumfeld, aber auch durch völlig neue Anwendungsmöglichkeiten für Diktiertechnik und Systemlösungen ergeben. Die Zunahme und Weiterentwicklung von Sprachtechnologie spielen hier ebenso eine Rolle wie die Verstärkung des Angebots an Service- und Wartungsleistungen. Hier wurden insbesondere seit 2014 umfangreiche Entwicklungstätigkeiten unternommen. Der Vertrieb dieser Produkte entwickelt sich positiv. Darüber hinaus hat sich die GBS das vertriebliche Ziel gesetzt, deutlich mehr Service und Wartungsleistungen zu verkaufen. Währungsrisiken entstehen dort, wo Forderungen, Schulden und Zahlungsmittel in einer anderen als der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen. Dies ist bei der GBS insbesondere für den US-Dollar sowie in Schweden der Fall. Dem hieraus entstehenden Währungsrisiko begegnet die Gesellschaft durch die Errichtung eines USD-Fremdwährungskontos um die Zahlungseingänge direkt für USD-Zahlungen an internationale Lieferanten zu verwenden. Für das Einkaufsvolumen, bei welchem der Preis US-Dollar basierend ist, wird angestrebt, dass es in etwa dem Umsatzvolumen in US-Dollar entspricht ("natural hedging"), um das Wechselkursrisiko zu minimieren. Zinsrisiken auf Grund der Wertänderung von Finanzinstrumenten bzw. aus Änderungen des Marktzinssatzes bei Vermögenswerten und Schulden sind auf Grund des niedrigen Finanzierungsvolumens gering. Die GBS agiert unter anderem in Märkten, in denen die Preise für Rohstoffe und Produkte unter Umständen starken Schwankungen unterliegen. Daher besteht ein Rohstoffpreisrisiko, welches einen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben kann. Es liegt in der Verantwortung der Einkaufsabteilungen bzw. Materialbeschaffung, dieses Risiko zu reduzieren und erfolgt im Rahmen von internen, zentral festgelegten Richtlinien, welche einer ständigen Überprüfung unterliegen. Bei längerfristigen Lieferverträgen wird eine Preisbindung eingesetzt, bei starker Abhängigkeit von Zulieferern werden alternative Bezugsquellen genutzt. Ein Kreditrisiko besteht, wenn der Wert von Vermögenswerten beeinträchtigt werden könnte oder es zum Ausfall kommt. Die GBS minimiert dieses Risiko durch den Abschluss einer globalen Forderungsausfallversicherung mit einem weltweit tätigen Kreditversicherer. Des Weiteren werden Neukunden, bis ein Versicherungsschutz besteht, grundsätzlich nur gegen Vorauskasse beliefert. Als zusätzliche Maßnahmen wird bei einem Großteil der Kunden Bankeinzug und Delkredereregulierung durchgeführt. Risikomanagement Risikomanagement bedeutet frühzeitiges Erkennen und sachgerechtes Abwägen von Chancen und Risiken als integraler Bestandteil unternehmerischen Handels und aller geschäftlichen Entscheidungsprozesse. Faktoren, wie z. B. die Schnelligkeit der Entwicklung sowie die Erfüllung der regulatorischen Vorgaben und der Markterfordernisse, beeinflussen das Wachstum und den Erfolg wesentlich. Steigenden Kosten tritt die GBS durch eine regelmäßige Kostenkontrolle entgegen. Auf Grund der monatlichen rollierenden Berichterstattung wird sichergestellt, dass Risiken frühzeitig erkannt und entsprechende Steuerungsmaßnahmen ergriffen werden können. Die Herstellung der Elektronikprodukte am Standort Bayreuth unterliegt der allgemeinen Gefahr von Betriebsunterbrechungen, Qualitätsproblemen sowie Produktsicherheits- und Arbeitssicherheitsrisiken. Um diesen Risiken zu begegnen, hat die Geschäftsleitung ein umfassendes Qualitätsmanagementprogramm implementiert - aus dem auch die Zertifizierung nach DIN ISO 9001 und ENTS 16949 resultiert - und Maßnahmen zur Produkt- und Arbeitssicherheit getroffen. Diese Systeme werden ständig weiterentwickelt und verbessert, die Anlagen sorgfältig gewartet und die Mitarbeiter entsprechend aus- und weitergebildet. Der Ausfall von Produktionsanlagen ist über Betriebsunterbrechungsversicherungen abgesichert. Der Markt der Diktiergeräte ist vom Wandel hin zur digitalen Technologie geprägt. Die hoch qualifizierten Fach- und Führungskräfte verfügen über umfassendes wissenschaftliches, technologisches oder marktspezifisches Know How und garantieren damit den langfristigen Geschäftserfolg der Gesellschaft. Dabei wird bewusst auf eine disziplinäre, internationale und kulturelle Diversifizierung gesetzt. Dies trägt zum einen den breiteren Know-How-Anforderungen im digitalen Geschäft, als auch dem strategischen Ausbau der Auslandsaktivitäten Rechnung. Um auch in Zukunft qualifizierte Mitarbeiter zu rekrutieren, zu integrieren und dauerhaft an das Unternehmen zu binden, wird ein attraktives Vergütungssystem und verschiedenste Formen der Fort- und Weiterbildung angeboten. Beschaffungsmärkte, Produktion und Logistik Die Beschaffung von Rohstoffen wird weitestgehend über Lieferanten aus Deutschland, dem europäischem Ausland sowie dem asiatischen Bereich gedeckt. Hierbei spielt der asiatische Raum eine bedeutende Rolle. Der Beschaffungsprozess unterliegt einem permanenten Monitoring, so dass Beschaffungsrisiken frühzeitig erkannt werden und Gegensteuerungsmaßnahmen rechtzeitig vorgenommen werden können. Um Risiken zu minimieren wird eine Mehr-Lieferanten-Strategie angewendet. Des Weiteren wird nach Möglichkeit auf langjährige, verlässliche Partner zurückgegriffen. Zudem sind Sicherheitsbestände für kritische Bauteile, Halb- und Fertigerzeugnisse angelegt und Notfallpläne für Werkzeugverlagerungen abrufbar. Der Einkauf ist als eigenständige Abteilung organisiert und an die Bedürfnisse des Unternehmens und deren strategische Neuausrichtung angepasst. Die Lieferantenbeziehungen werden durch regelmäßige Lieferanten-Audits überprüft und - wo erforderlich - umgestellt. Ziel der GBS ist es, den Produktionsablauf - insbesondere auch im Hinblick des wachsenden EMS-Geschäftes - kontinuierlich zu optimieren. Neben Produktivitätserhöhung, Ausschussreduktion und Verbesserungen im Qualitätsmanagement konnte auch die Prozessüberwachung verbessert werden. Hinzu kamen die Systematisierung des Fehler- und Reklamationsmanagements. Neben diesen operativen Zielstellungen steht auch die übergreifende Optimierung des gesamten Supply-Chain-Prozesses bzw. der Wertschöpfungskette permanent auf dem Prüfstand. Umwelt und Sicherheit Auf Grund der EG-Richtlinie 2002/95/EG zum Verbot bestimmter Substanzen bei der Herstellung und Verarbeitung von elektrischen und elektronischen Geräten und Bauteilen (RoHS), ist der gesamte Produktionsprozess auf bleifreies Löten umgestellt. Des Weiteren wurden sämtliche verwendeten Bauteile und Komponenten auf die Verwendung evtl. gefährdender Stoffe untersucht und durch alternative Rohstoffe ersetzt (ausgenommen von der Umstellung ist das EMS Geschäft, in dem auf Kundenanforderungen im Rahmen der zulässigen Ausnahmeregelungen teilweise mit der hergebrachten Technologie gearbeitet wird). Hierbei wurden auch die Zulieferer verstärkt mit einbezogen um den gesetzlichen Anforderungen zu genügen. Ziel ist eine permanente und kontinuierliche Emissionsreduzierung in sämtlichen Bereichen. Hierzu trägt auch die kontinuierliche Verbesserung im Qualitätswesen bei. Die Reduzierung von Schadstoffen und Emissionen im Produktionsprozess bedeutet ebenso eine Steigerung der Produktqualität, wie die Erreichung und Einhaltung sämtlicher gesetzlicher Schadstoffvorgaben. Des Weiteren werden die Voraussetzungen der Zertifizierung nach DIN ISO 9001 erfüllt. Bereits Ende 2006 wurde die GBS nach der Norm ENTS 16949 zertifiziert, die jährlich rezertifiziert wird. Außerdem werden seit 2012 alle Voraussetzungen für die Zertifizierung nach DIN EN ISO 14001 (Umweltmanagement) erfüllt. Ein weiteres Ziel ist die permanente Erhöhung der Arbeitssicherheit, welches durch verschiedene Programme mittels externer Schulungspartner, Berufsgenossenschaft sowie gezielten Arbeitsschutz erreicht wird. Die regelmäßige Aufklärung über sicheres Verhalten am Arbeitsplatz sorgt für mehr Sicherheit und reduziert die Unfallhäufigkeit nachhaltig. Ausblick und Prognose Der Mietvertrag der Gesellschaft für das Werksgelände in Bayreuth hat eine Laufzeit bis Ende 2017. Im Anschluss daran verlängert sich dieser ohne entsprechende Kündigung automatisch jeweils um ein Jahr, so dass weiterhin Planungssicherheit für den Produktionsstandort vorliegt. Nach umfangreichen Kosteneinsparungsmaßnahmen und der Vervollständigung und Ausbaus des Produktportfolios in den letzten Jahren liegt der Schwerpunkt auf der Erarbeitung und Nutzung von konkreten Marktpotentialen. Die strukturellen Voraussetzungen dazu, insbesondere die Stärkung der Vertriebsorganisation und die Fokussierung der Entwicklungstätigkeit wurden erfolgreich umgesetzt. Der sukzessive Ausbau des digitalen Produktportfolios, die Integration von Netzwerklösungen und die Erweiterung der Spracherkennungslösungen mit zusätzlichen Komponenten und Dienstleistungen tragen ihr weiteres dazu bei. Darüber hinaus plant die Gesellschaft die erfolgreiche Entwicklung des EMS Geschäftes weiter voranzubringen und durch die Gewinnung von neuen Kunden, bzw. dem Ausbau der bestehenden Kunden und dem Angebot von attraktiven Dienstleistungen diesen Bereich stabil und zukunftsorientiert auszubauen Vor diesem Hintergrund plante die Geschäftsleitung für die Jahre 2016 und 2017 mit leichten Umsatzzuwächsen, aber aufgrund von Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen im EMS Bereich ursprünglich mit Jahresergebnissen unter dem Niveau des Geschäftsjahrs 2015. Basierend auf der zunächst guten Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2016 geht die Geschäftsleitung jedoch nun von einer insgesamt über den Planungen liegenden positiveren Ergebnisentwicklung für das weitere Geschäftsjahr 2016 aus. Ab dem Geschäftsjahr 2018 geht die Geschäftsleitung wieder von steigenden Umsatz-als auch Ergebniszuwächsen aus. Insgesamt sieht sich die GBS demgemäß für die Zukunft gut gerüstet und erwartet für 2016 und die folgenden Jahre - unter der Voraussetzung konjunktureller und gesamtwirtschaftlicher Stabilität - eine weiterhin positive Gesamtentwicklung. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine wesentlichen Ereignisse ergeben.
Bayreuth, den 10. Juni 2016 Die Geschäftsführung Roland Hollstein |
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