Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 507075
Eingetragen
2.9.2011
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareEntwicklung und Programmierung von Anwendungssoftware
Gegenstand
Entwicklung und Vertrieb von Software, Betreuung von Hard- und Software sowie alle damit im Zusammenhang stehende Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Zollmann
seit 2.9.2011
Geschäftsführer
Johannes Zollmann
seit 2.9.2011
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (4)

Gesellschafter
Beta

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 4 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Philipp Zollmann
07745 Jena
24.550 €
49.10%
Andreas Zollmann
N12 7PH London (GB)
12.500 €
25.00%
Johannes Zollmann
07743 Jena
12.500 €
25.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

zollsoft GmbH

Jena

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023

der Firma zollsoft GmbH

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die zollsoft GmbH ist ein Software-Unternehmen, spezialisiert auf komplexe Mac-, iOS- und Web-Lösungen im Medizinsektor. Das Hauptprodukt des Unternehmens, die Arztpraxissoftware tomedo, zählt zu den führenden Praxiverwaltungssystemen auf dem deutschen Markt. Die zollsoft GmbH hat ihren Hauptsitz in Jena und bietet ihre Dienstleistungen und Produkte vorwiegend in Deutschland an, erschließt aber auch zunehmend den Schweizer Markt. Die Hauptzielgruppe der zollsoft GmbH sind niedergelassene Ärzte und Ärztinnen im DACH-Gebiet, insbesondere kleinere und mittelgroße Arztpraxen sowie Gemeinschaftspraxen, die eine effiziente und leicht zu implementierende Softwarelösung zur Praxisverwaltung suchen.

Zusätzlich zur Software bietet die zollsoft GmbH umfassende Wartungs- und Support-Dienstleistungen an. Diese Dienstleistungen umfassen regelmäßige Software-Updates, technischen Support und die individuelle Anpassung der Software an die Bedürfnisse der Praxis. Durch diese Dienstleistungen wird eine dauerhafte Kundenbindung angestrebt, was dem Unternehmen kontinuierliche Einnahmen sichert und die Kundenzufriedenheit erhöht.

Die zollsoft GmbH verfolgt eine klare Wachstumsstrategie, die darauf abzielt, das Produktportfolio kontinuierlich weiterzuentwickeln und an die sich ändernden Bedürfnisse des Gesundheitswesens anzupassen. Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung und den gesetzlichen Anforderungen (z.B. die Einführung der elektronischen Patientenakte) sieht das Unternehmen erhebliche Wachstumspotenziale. Zudem wird angestrebt, die Marktpräsenz durch verstärkte Marketing- und Vertriebsmaßnahmen weiter auszubauen und neue Marktsegmente wie größere Medizinische Versorgungszentren (MVZ) zu erschließen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 war die wirtschaftliche Lage im DACH-Raum durch gemischte Entwicklungen geprägt. Trotz einer leichten Erholung von den wirtschaftlichen Herausforderungen der COVID-19-Pandemie und den Auswirkungen des Ukraine-Kriegs, belasteten anhaltend hohe Inflationsraten und steigende Energiepreise die wirtschaftliche Dynamik. In Deutschland und Österreich schwächte sich das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ab, während die Schweiz eine stabilere wirtschaftliche Entwicklung verzeichnete.

Die gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten beeinflussten insbesondere kleinere Unternehmen und Dienstleistungssektoren, die mit gestiegenen Betriebskosten und einer zurückhaltenden Nachfrage konfrontiert waren. Gleichzeitig wuchs der Druck auf Gesundheitsdienstleister, ihre Effizienz zu steigern und Kosten zu senken, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Die Gesundheitsbranche im DACH-Raum war 2023 weiterhin einem erheblichen Wandel unterworfen. Digitale Transformation und Regulierungen wie die Einführung von elektronischen Patientenakten (EPA) in Deutschland und der zunehmende Fokus auf Interoperabilität und Datenschutz in der gesamten Region prägten die Branche. Zudem setzten gesetzliche Vorgaben wie das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) und die Telematikinfrastruktur (TI) in Deutschland Anreize für Investitionen in digitale Lösungen.

Ambulante Praxen, die Kernzielgruppe des Unternehmens, standen unter erheblichem Kostendruck und suchten verstärkt nach skalierbaren und effizienten Softwarelösungen, um Verwaltungsaufgaben zu optimieren und sich auf die Patientenversorgung zu konzentrieren. Gleichzeitig verlangten Kunden nach innovativen Funktionen, die mobile Nutzung und verbesserte Benutzerfreundlichkeit bieten.

Ein weiteres prägendes Thema war die zunehmende Nachfrage nach Lösungen, die die Anforderungen der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) und nationaler Datenschutzgesetze erfüllen. Insbesondere die Sensibilität für Datensicherheit und Cybersecurity nahm 2023 weiter zu, was neue Herausforderungen, aber auch Chancen für Anbieter von Praxisverwaltungssystemen schuf.

Der Markt für Praxisverwaltungssysteme wuchs weiterhin moderat, wobei sich der Wettbewerb intensivierte. Große Anbieter festigten ihre Marktanteile, während kleinere und spezialisierte Anbieter innovative Nischenprodukte auf den Markt brachten. Der Trend hin zu cloudbasierten Lösungen bzw. SaaS-Modellen setzte sich fort, was einen Paradigmenwechsel im Softwarevertrieb und bei der Kundenbindung auslöste.

Insgesamt boten die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2023 sowohl Herausforderungen als auch Chancen für das Unternehmen. Die steigenden Anforderungen an digitale und interoperable Lösungen sowie die fortschreitende Regulatorik eröffneten Potenziale für nachhaltiges Wachstum und Innovation in der Branche.

2. Geschäftsverlauf

Trotz der gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Herausforderungen konnte die zollsoft GmbH ihr Geschäft weiter ausbauen und die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr weiter signifikant steigern. Das Unternehmen profitierte insbesondere von der fortschreitenden Digitalisierung des Gesundheitswesens und der zunehmenden Nachfrage nach praxisnahen Softwarelösungen.

Wesentliche Kennzahlen:

1. Umsatzsteigerung um 39% gegenüber dem Vorjahr auf knapp 28,5 Mio EUR

2. Mitarbeiterwachstum von 20% auf 360 Mitarbeiter zum Jahresende gegenüber 300 Mitarbeitern im Vorjahr

III. Lage

1. Ertragslage

Die zollsoft GmbH hat das Geschäftsjahr 2023 mit einer soliden finanziellen Basis abgeschlossen. Der Umsatz konnte aufgrund der hohen Nachfrage nach dem Hauptprodukt tomedo und den damit verbundenen Wartungs- und Support-Dienstleistungen um 7.935 TEUR gesteigert werden.

Die Gesellschaft verzeichnete im Jahr 2023 einen Verlust vor Steuern von 494 TEUR, was einer Verbesserung von 708 TEUR im Vergleich zu 2022 entspricht. Dieser Verlust ist vor allem auf den weiteren Personalaufbau in den Bereichen Softwareentwicklung und Kundenservice zurückzuführen, sodass der Personalaufwand um 6.298 TEUR gestiegen ist. Weiterhin haben Sondereffekte aus Vertriebsvereinbarungen mit der Schweizer Tochtergesellschaft tomedo Praxissoftware AG haben das Ergebnis in Höhe von TEUR 525 belastetet, wovon TEUR 131 periodenfremd sind.

2. Finanzlage

Der Kassenbestand sowie das Guthaben bei Kreditinstituten verringert sich um insgesamt 149 TEUR. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstuten bestehen nicht.

Zur Finanzierung der laufenden Geschäfte sowie des geplanten Personalaufbaus wurde ein weiteres Gesellschafterdarlehen i.H.v. 1 Mio EUR abgeschlossen wovon 2023 jedoch nur 500 TEUR abgerufen worden.

Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

3. Vermögenslage

Die Vermögenslage der zollsoft GmbH ist als solide zu bewerten. Die Eigenkapitalquote liegt bei 20,5,% was dem Unternehmen noch ausreichend finanzielle Flexibilität bietet, um auf zukünftige Herausforderungen und Marktveränderungen reagieren zu können.

Investitionen wurden hauptsächlich in die Weiterentwicklung der Softwareprodukte, den Ausbau der Support- und Technikabteilung sowie der Markterschließung in der Schweiz mit Hilfe der Schweizer Tochtergesellschaft (tomedo Praxissoftware AG) getätigt. Die Anlagenintensität hat sich von 14,7% auf 14,6% geringfügig .verringert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit 2.642 im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant geblieben, zur Begegnung des allgemeinen Ausfallrisikos wurden Wertberichtigungen vorgenommen. Für das nächste Geschäftsjahr wird ein Investitionsvolumen jeweils in Höhe des aktuellen Geschäftsjahres erwartet.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die Unternehmenssteuerung und -planung zieht die zollsoft GmbH primär die wiederkehrenden Lizenzerlöse aus der monatlichen Nutzung der Praxissoftware tomedo heran. Diese Lizenzerlöse stellen eine stabile und vorhersehbare Einnahmequelle dar, die eine langfristige und verlässliche finanzielle Planung ermöglicht. Um das Wachstum des Unternehmens gezielt zu steuern und Investitionsentscheidungen fundiert zu treffen, setzt die zollsoft GmbH auf eine Reihe von finanziellen Leistungsindikatoren, die regelmäßig überwacht und analysiert werden.

Der zentrale finanzielle Leistungsindikator ist der monatlich wiederkehrende Umsatz (MRR). Dieser Wert umfasst die kumulierten Lizenzerlöse, die das Unternehmen monatlich aus den aktiven Verträgen mit Arztpraxen erzielt. Der MRR gibt einen präzisen Einblick in die kurzfristigen und langfristigen Einnahmeströme des Unternehmens und dient als Ausgangspunkt für die Budgetierung und Planung. Er zeigt auf, wie stabil die Einnahmequellen des Unternehmens sind und wie effektiv das Kundenbindungs- und Vertriebssystem funktioniert.

Die systematische Nutzung und Überwachung der finanziellen Leistungsindikatoren schafft eine präzise und effiziente Basis für ihre Unternehmenssteuerung. Dies ermöglicht es dem Unternehmen, die Entwicklung des Umsatzes proaktiv zu steuern, Risiken frühzeitig zu identifizieren und fundierte Entscheidungen bezüglich Investitionen und Personalaufbau zu treffen.

Schließlich wird das Vorsteuerergebnis als Steuerungsgröße eingesetzt.

IV. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag am 31.12.2023 sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten, die einen signifikanten Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft hätten.

V. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die zollsoft GmbH ein weiteres signifikantes Umsatzwachstum von etwa 30 %, basierend auf der fortgesetzten Nachfrage nach digitalen Lösungen im Gesundheitswesen. Das Unternehmen plant zudem, seine Marktpräsenz in Deutschland, der Schweiz sowie in Österreich durch verstärkte Marketing- und Vertiebsmaßmaßnahmen und strategische Partnerschaften auszubauen.

Für 2025 und 2026 plant die Geschäftsführung mit einem weiteren deutlichen Anstieg der Umsatzerlöse.

Das Vorsteuerergebnis wird sich 2024 deutlich verbessern und lediglich leicht negativ sein. Für 2025 und 2026 werden deutlich positive Vorsteuerergebnisse erwartet.

VI. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Die zollsoft GmbH sieht sich verschiedenen Risiken ausgesetzt, die jedoch durch ein internes Risikomanagementsystem laufend überwacht und minimiert werden. Zu den wesentlichen Risiken zählen:

1. Marktrisiko: Änderungen in der Regulierung des Gesundheitssektors könnten Einfluss auf das Geschäftsmodell haben. Die Gesellschaft begegnet dieses Risiko durch die regelmäßige Beobachtung der regulatorischen Änderungen und bei Bedarf durch Anpassungen operativer Prozesse.

2. Technologisches Risiko: Schnelllebige technologische Entwicklungen im IT-Sektor erfordern kontinuierliche Investitionen in die Weiterentwicklung der Softwarelösungen.

3. Mitarbeiterrisiko: Der Fachkräftemangel in der IT-Branche stellt ein Risiko dar, weshalb das Unternehmen stark in die Bindung und Weiterbildung seiner Mitarbeiter investiert.

2. Chancenbericht

Durch die fortschreitende Digitalisierung des Gesundheitswesens ergeben sich für die zollsoft GmbH zahlreiche Wachstumschancen. Insbesondere der Trend hin zu SaaS-basierten Softwarelösungen bietet Potenzial, um weitere Marktanteile zu gewinnen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, das Produktportfolio um neue Funktionen und Dienstleistungen zu erweitern, die den Arztpraxen zusätzliche Mehrwerte bieten bzw. weitere Märkte erschließen (z.B. Zahnarztpraxen).

3. Gesamtaussage

Die Umsatzentwicklung wird als äußerst zufriedenstellend bewertet. Die Ergebnisentwicklung lag auf Grund des hohen Personalaufbaus und einiger Sondereffekte unter den Erwartungen.

VII. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Absicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Grundsätzlich wird beim Management der Finanzdispositionen und bei Geldanlagen eine konservative Risikopolitik verfolgt.

Neben den aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit resultierenden Forderungen und Verbindlichkeiten zählen die Guthaben bei Kreditinstituten zu den eingesetzten Finanzinstrumenten.

Zur Absicherung gegen Bonitätsrisiken überwacht die Gesellschaft das Zahlungsverhalten der Kunden, Verkaufszahlen und Margen, Lagerbestände und Einkauf. Das Ausfallrisiko begegnet die Gesellschaft durch ein aktives Forderungsmanagement, sowie durch die Bildung notwendiger Wertberichtigungen. Die große Mehrzahl der Kunden besteht aus Einzelarztpraxen bzw. Medizinsche Versorgungszentren, die sich nach wie vor in soliden wirtschaftlichen Verhältnissen befinden.

Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, so dass das Zinsänderungsrisiko von untergeordneter Bedeutung ist.

Auf Grund des hohen Anteils der inländischen Kunden an den gesamten Umsatzerlösen und der überwiegenden Fakturierung in Euro gegenüber ausländischen Kunden, bestehen keine nennenswerten Währungskursrisiken.

Liquiditätsrisiken werden durch die tägliche Überwachung der Bankkonten abgesichert.

 

Jena, den 20. Dezember 2024

zollsoft GmbH

vertreten durch die Geschäftsführer

gez. Andreas Zollmann

gez. Johannes Zollmann

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.096.157,51 869.738,51
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.213,45 1.213,45
II. Sachanlagen 974.195,30 747.776,30
III. Finanzanlagen 120.748,76 120.748,76
B. Umlaufvermögen 5.917.135,32 4.761.719,70
I. Vorräte 301.568,76 56.597,14
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.435.547,92 3.376.327,23
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.180.018,64 1.328.795,33
C. Rechnungsabgrenzungsposten 124.423,39 60.894,50
D. Aktive latente Steuern 351.520,31 211.001,12
Summe Aktiva 7.489.236,53 5.903.353,83

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 1.534.379,11 2.028.788,99
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklage 203.666,00 203.666,00
III. Gewinnvortrag 1.775.122,99 2.977.293,69
IV. Jahresfehlbetrag 494.409,88 1.202.170,70
B. Rückstellungen 1.630.084,21 1.384.735,19
C. Verbindlichkeiten 4.175.931,21 2.458.668,57
D. Rechnungsabgrenzungsposten 148.842,00 31.161,08
Summe Passiva 7.489.236,53 5.903.353,83

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 25.696.173,31 17.106.203,30
2. Personalaufwand 21.002.713,31 14.704.393,50
a) Löhne und Gehälter 17.592.130,57 12.373.700,60
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.410.582,74 2.330.692,90
davon für Altersversorgung 37.228,14 9.523,08
3. Abschreibungen 481.388,13 463.870,11
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 474.060,43 417.083,90
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 7.327,70 46.786,21
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.933.136,70 3.072.177,61
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 7.023,56 10.486,89
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 23.188,17 1.232,00
davon aus verbundenen Unternehmen 9.802,50
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 393.758,84
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 393.758,84
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 24.463,31 8.668,68
davon an verbundene Unternehmen 6.319,72
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -237.007,52 -339.276,74
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 140.519,19 338.981,34
9. Ergebnis nach Steuern -485.332,45 -1.196.156,70
10. sonstige Steuern 9.077,43 6.014,00
11. Jahresfehlbetrag 494.409,88 1.202.170,70

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

zollsoft GmbH, Jena

A. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die zollsoft GmbH hat ihren Sitz in Jena. Sie ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Jena unter HRB 507075 eingetragen.

B. Angaben und Erläuterungen der Form und der Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages beachtet.

Nach den in § 267 Abs. 2 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Ausweiswahlrechte wurden aus Gründen der Übersichtlichkeit im Anhang dargestellt.

I. Bilanzierungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen, Grundstücksrechte nicht mit Grundstückslasten verrechnet worden.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Aufwendungen für die Gründung des Unternehmens und für die Beschaffung des Eigenkapitals, sowie für immaterielle Vermögensgegenstände, die nicht entgeltlich erworben wurden, wurden nicht bilanziert.

Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet.

II. Bewertungsmethoden

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Im Einzelnen waren dies folgende Grundsätze und Methoden:

• Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

• Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden beim beweglichen Anlagevermögen linear vorgenommen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800,00 Euro wurden sofort abgeschrieben.

• Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

• Die Vorräte sind mit den Herstellungs- oder Anschaffungskosten oder zu niedriger beizulegenden Werten zum Stichtag angesetzt.

• Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Ausfallrisiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet.

• Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet.

• Die Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem zeitanteiligen Betrag der Ausgaben/Einnahmen angesetzt, der eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag betrifft.

• Das gezeichnete Kapital sowie die Kapitalrücklage sind zu ihrem jeweiligen Nennwert angesetzt.

• Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst .

• Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

• Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Euroreferenzkurs gemäß § 256a HGB bewertet. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter den Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

• Latente Steuern werden für zeitliche Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlustvorträgen ermittelt. Aktive und passive latente Steuern werden grundsätzlich saldiert. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer Steuerentlastung werden entsprechend dem Aktivierungswahlrecht aktive latente Steuern ausgewiesen. In Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wurden aktive latente Steuern bilanziert.

C. Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist dem folgenden Anlagenspiegel zu entnehmen:

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EURO
Zugänge
EURO
Abgänge
EURO
Umbuchungen
EURO
Stand 31.12.2023
EURO
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.984,03 0,00 0,00 0,00 11.984,03
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 11.984,03 0,00 0,00 0,00 11.984,03
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 199.248,72 0,00 0,00 0,00 199.248,72
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 1.675.833,56 700.479,43 0,00 0,00 2.376.312,99
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
Summe Sachanlagen 1.875.082,28 700.479,43 0,00 0,00 2.575.561,71
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 514.507,00 0,00 0,00 0,00 514.507,00
Summe Finanzanlagen 514.507,00 0,00 0,00 0,00 514.507,00
Summe Anlagevermögen 2.401.573,31 700.479,43 0,00 0,00 3.102.052,74
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EURO
Zugänge
EURO
Abgänge
EURO
Umbuchungen
EURO
Stand 31.12.2023
EURO
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.770,58 0,00 0,00 0,00 10.770,58
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 10.770,58 0,00 0,00 0,00 10.770,58
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 63.026,72 21.153,00 0,00 0,00 84.179,72
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 1.064.279,26 452.907,43 0,00 0,00 1.517.186,69
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
Summe Sachanlagen 1.127.305,98 474.060,43 0,00 0,00 1.601.366,41
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 393.758,84 0,00 0,00 0,00 393.758,84
Summe Finanzanlagen 393.758,84 0,00 0,00 0,00 393.758,84
Summe Anlagevermögen 1.531.835,40 474.060,43 0,00 0,00 2.005.895,83
Nettobuchwerte
Stand 31.12.2023
EURO
Stand 31.12.2022
EURO
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.213,45 1.213,45
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.213,45 1.213,45
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 115.069,00 136.222,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 859.126,30 611.554,30
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
Summe Sachanlagen 974.195,30 747.776,30
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 120.748,16 120.748,16
Summe Finanzanlagen 120.748,16 120.748,16
Summe Anlagevermögen 1.096.156,91 869.737,91

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 651.096,49 (Vj. EUR 177.291,03) betreffen Darlehensforderungen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 420 (Vj. TEUR 229) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Sonstige Rückstellungen

Der Posten beinhaltet im Wesentlichen Personalverpflichtungen und Verpflichtungen für ausstehende Rechnungen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben bis auf das Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 1.500 und den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 531.394,60 (Vj. EUR 0) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Gesellschafterdarlehen haben eine Restlaufzeit bis zum 31. Dezember 2025 bzw. zum 31. Dezember 2026 und sind mit einer qualifizierten Rangrücktrittserklärung versehen.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 1.013 (Vj. TEUR 731) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 60 (Vj. TEUR 17) enthalten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus unbefristeten Mietverträgen bestehen jährliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 375. Aus befristeten Mietverträgen bestehen ingesamt finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 97.

Weiterhin ergeben sich aus Kfz-Leasing-, Kfz-Miet- und JobRad-Verträgen für die kommenden 3 Jahre finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 698.

Angaben zur GuV

Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 42 (Vj. TEUR 35) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 7 (Vj. TEUR 10) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen stellen Aufwendungen aus Vertriebsvereinbarungen mit der Schweizer Tochtergesellschaft tomedo Praxissoftware AG in Höhe von TEUR 525 außergewöhnliche Aufwendungen dar. Davon sind TEUR 131 periodenfremde Aufwendungen.

Ausschüttungssperre

Aus der Aktivierung aktiver latenter Steuern ergibt sich gemäß § 268 Abs. 8 HGB eine Ausschüttungssperre in Höhe von EUR 351.520,31.

C. Ergänzende Angaben

I. Angaben über Mitglieder der Unternehmensorgane

Familienname Vorname Berufsbezeichnung Vertretungsbefugnis
Zollmann Andreas Geschäftsführer Einzelvertretungsbefugnis
Zollmann Johannes Geschäftsführer Einzelvertretungsbefugnis

Die Geschäftsführer sind jeweils von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

II. Arbeitnehmer

Die Gesamtzahl der durchschnittlichen Angestellten (ohne Organmitglieder) beträgt 373 (Vj. 271) und teilt sich wie folgt auf:

Geschäftsjahr 2023 Vorjahr 2022
leitende Angestellte 4 4
Angestellte 369 267

III. Anteilsbesitzliste

Gesellschaft Sitz Höhe des Anteils am Kapital Eigenkapital Ergebnis des letzten Geschäftsjahres für das ein Jahresabschluss vorliegt
Lawdeck Ltd. * London 5% -3.113 -1.322
tomedo Praxissoftware Medizin GmbH Jena 100% -172 TEUR -226 TEUR
tomedo Praxissoftware AG ** Basel 100% -394 -494

Zu * : Geschäftsjahr zum 31.03.2023. Angaben in T-Pfund

Zu ** : Angaben in T-Schweizer Franken

sonstige Berichtsbestandteile

Unterzeichnung des Jahresabschlusses gem. § 245 HGB

 

Jena, den 20. Dezember 2024

zollsoft GmbH

vertreten durch die Geschäftsführer

gez. Andreas Zollmann

gez. Johannes Zollmann

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 20.01.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse die größenabhängigen Erleichterungen (nach §327 Nr. 1 HGB) zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die zollsoft GmbH, Jena

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der zollsoft GmbH, Jena, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der zollsoft GmbH, Jena für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Fürth, den 30. Dezember 2024

Dr. Schwarz - Harrer - vom Ende GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dr. Walter Schwarz, Wirtschaftsprüfer

gez. Christian vom Ende, Wirtschaftsprüfer

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