C & C Human resource development GmbH

Massenbergstraße 19, 44787 Bochum, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bochum HRB 14898
Eingetragen
31.3.2014
Branche
Sonstige Überlassung von ArbeitskräftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
ist die Übernahme von Dienstleistungen in Industrie-, Handwerks-, Verwaltungs- und Planungsbetrieben durch Zeitpersonal (gewerbliche Arbeitnehmerüberlassung und Vermittlung) sowie die Ausführung von Beratungsaufgaben für Geschäftspartner im Rahmen festgelegter Projekte für Unternehmen auf Honorarbasis bzw. zu Tagessätzen. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte vornehmen, die mit dem vorstehenden Zweck im weitesten Sinne zusammenhängen oder diesem zu dienen geeignet sind. Die Gesellschaft darf andere Unternehmen gleichen oder ähnlichen Gegenstandes übernehmen, sich an ihnen beteiligen und ihre Geschäfte führen. Sie ist zur Errichtung von Zweigniederlassungen befugt.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Mathias Hallerbach
seit 5.12.2022
Prokura
Christina Hallerbach
seit 4.10.2018
Prokura
Geschäftsführer
Christian Hallerbach
seit 30.10.2017
Geschäftsführer
Christina Schütze
seit 31.3.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
83.33%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

CL Management AG

Bochum

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

CL MANAGEMENT AG, BOCHUM

1. Grundlagen des Unternehmens

Der Konzern der CL Management AG hat seinen Schwerpunkt im Betreiben von Pflegeheimen. Von zwei gemeinnützigen Tochtergesellschaften und einer gewerblichen Tochtergesellschaft der CL Management AG werden 23 Alten- und Pflegeheime mit rd. 1.500 vollstationären Plätzen betrieben. Dazu gehören weiterhin zwei ambulante Pflegedienste und 152 Wohnungen, von denen 126 altersgerecht ausgebaut sind. Daneben gehören zum Konzern noch weitere gewerbliche Tochterunternehmen, die den Betrieb der Alten- und Pflegeheime unterstützen. Darüber hinaus gehört auch die C & C Human resource development GmbH zum Konzernverbund. Das Geschäftsfeld der Gesellschaft besteht in der Akquisition, Ausbildung und Vermittlung philippinischer Pflegekräfte für den deutschen Arbeitsmarkt. Die CL Management AG nimmt in ihrer Funktion als Holdinggesellschaft Managementleistungen für die Konzernunternehmen wahr.

2. Geschäftsverlauf

Unter Berücksichtigung der post-pandemischen Lage mit niedrigen Auslastungen, dem deutlich gestiegenen Personalaufwand, vor allem im Hinblick auf die Ausleihung von Personal, konnte für die Trägergesellschaften eine die Ergebnisplanung unterschreitender Geschäftsverlauf festgestellt werden. Hier lagen insbesondere außerplanmäßige Ereignisse, wie die stark gestiegene Inflation im Zuge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine sowie hohe Sterberaten in den Pflegeheimen vor. Nur bis Mitte des Jahres befristete Refinanzierungen über den eingerichteten Rettungsschirm konnten die Effekte aus der hohen Sterblichkeit nicht auffangen. Zudem belasteten weiterhin Personalengpässe und in diesem Zuge stark gestiegene Kosten im Bereich des Fremdpersonals. Kostenseitig hat die hohe Inflation in sämtlichen Bereichen des Materialaufwandes, insbesondere die hohen Ausgaben für Fremdpersonal und Strom, die vorhandenen Pufferzonen überschritten.

Im Gegensatz zum Vorjahr war im Bereich der haushaltsnahen Dienstleistungen eine Ergebnisminderung festzustellen. Die dynamische Entwicklung der Lohnkosten im hauswirtschaftlichen Bereich ist durch die weitere Anhebung des Mindestlohnes und der damit verbundenen Steigerung sämtlicher Löhne der Beschäftigten zu erklären. Zudem ist der Materialaufwand der PuS Catering GmbH aufgrund der hohen Inflation gegenüber dem Vorjahr stark gestiegen, hier insbesondere die Kosten für Lebensmittelbeschaffung. Aufgrund der feststehenden Richtlinien zur indexierten Preissetzung blieb eine Refinanzierung der Kostensteigerungen aus.

Das Ergebnis der C & C Human resource development GmbH ist gesunken. Da vor allem philippinische Fachkräfte an Trägergesellschaften innerhalb des Konzerns vermittelt wurden und hier eine niedrigere Rentabilität vorzuweisen ist und zudem außerplanmäßige Kostensteigerungen bspw. für Flüge vorlagen, konnte kein positives Ergebnis erzielt werden.

Insgesamt verminderte sich der Konzerngewinn gegenüber dem Vorjahr von 5.129 T€ auf 1.837 T€.

a) Umsatz, Konzernergebnis, Vermögens- und Finanzlage

Im Geschäftsjahr 2022 konnten die Gesamterlöse von 72.121 T€ um 6.985 T€ auf 79.106 T€ gesteigert werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge blieben auf ähnlichem Niveau, 10.496 T€ zu 10.743 T€ im Vorjahr.

Insbesondere durch die Inflation verursachten Zusatzkosten hat sich der Materialaufwand von 11.350 T€ auf 13.909 T€ erhöht. Kostentreiber waren hier vor allem deutlich gestiegene Aufwendungen für Strom und Lebensmittel. Der Personalaufwand stieg vor allem auf Grund von Lohnsteigerungen um 6.641 T€ auf nunmehr 49.460 T€ (+ 15,51 %). Das Konzernergebnis lag bei 1.837 T€ (Vorjahr: 5.129 T€). Die Ergebnisminderung ist wie bereits erwähnt vor allem auf die Ergebnisminderungen der Pflegebetriebe, der PuS Catering GmbH und der C & C Human resource development GmbH zurückzuführen. Die Abschreibungen reduzierten sich leicht von 3.435 T€ auf 3.433 T€. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich deutlich von 7.241 T€ auf 8.746 T€ in 2022. Während sich das Betriebsergebnis aus den o.g. Gründen von 7.277 T€ auf 3.558 T€ verminderte, verbesserte sich das Finanzergebnis aufgrund sinkender Finanzierungskosten von -609 T€ auf -502 T€. Die Umsatzrentabilität betrug 5,1 % und lag damit 6,8 %-Punkte unter dem Vorjahr, welche 11,9 % betrug.

Das Anlagevermögen verminderte sich von 74.211 T€ auf 71.809 T€. Das Konzerneigenkapital erhöhte sich leicht von 33.116 T€ auf 33.240 T€. Die Verbindlichkeiten verminderten sich auf 23.292 T€. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 54,1 %. Hierbei wurde der Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens jeweils hälftig dem Eigenkapital und dem Fremdkapital zugerechnet. Die Finanzmittelfonds zum Jahresende verminderten sich im Vergleich zum Vorjahr um 445 T€ von 7.800 T€ auf 7.355 T€. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit verringerte sich vor allem auf Grund des niedrigeren Jahresüberschusses von 7.352 T€ auf 5.216 T€. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit erhöhte sich leicht von -927 T€ auf -1.009 T€. In 2022 wurden keine wesentlichen Kredite zur Finanzierung von Bauvorhaben aufgenommen. Der Konzern war jederzeit in der Lage, seine fälligen finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen.

b) Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten in Vollzeitäquivalenten erhöhte sich leicht von 1.094,1 auf 1097,6. Insgesamt waren 1.469 Mitarbeiter konzernweit beschäftigt. Im Bereich der Mitarbeiter in der Pflege sank die Fachkraftquote von 51,1 % auf 50,5 %. Allerdings ist hier ein leichter Anstieg aufgrund der Ausbildung philippinischer Fachkräfte zu erwarten. Während aufgrund des Fachkräftemangels im Pflegebereich eine Verschiebung von Fach- zu Hilfskräften stattgefunden hat, blieb die Anzahl der Beschäftigten in den übrigen Positionen wie Leitung und Verwaltung, Betreuungsdienste und sonstige Dienste gegenüber dem Vorjahr annähernd konstant. Die Anzahl der Ausbildungsverhältnisse sank auf 64,1 VB um ca. -10 %. Die Personalaufwandsquote erhöhte sich leicht auf 71,9 %. Der nur leichte Anstieg liegt vor allem an dem stärkeren Bezug von Fremdpersonal.

c) Investitionen

In 2021 wurde ein Grundstück für eine neue Zentralküche und -wäscherei für die vier Einrichtungen in Jahnsdorf und Chemnitz sowie den dort ansässigen ambulanten Dienst erworben. Der Kaufpreis betrug 135 T€. Der Baubeginn hat sich gegenüber der ursprünglichen Planung verschoben und sollte nun im Jahr 2022 erfolgen. Auch dieser Plan hat sich aufgrund stark gestiegener Baukosten und Bauzinsen geändert. Es besteht die Überlegung, das Projekt umzuplanen. Am Standort Mücheln hat sich das Bauprojekt der 15 neuen altersgerechten Wohnungen, aufgrund der genannten Rahmenbedingungen für Neubauten, ebenfalls geändert. Es steht zur Diskussion dieses vollständig einzustellen. In Planung ist jedoch weiterhin ein Erweiterungsbau mit voll- und teilstationärer sowie ambulanter Versorgung am Standort Gehren. Ein genauer Projektbeginn ist noch nicht abzusehen. Weiterhin wird die Auflösung von Zweibettzimmern an mehreren Standorten überprüft. Hinsichtlich der Umstellung auf erneuerbare Energien ist derzeit in Planung, an den Standorten in Prieschka und Plessa Photovoltaikanlagen zu errichten. Zudem werden weiterhin die Ausstattung der Einrichtungen mit LEDs vorangetrieben.

3. Risiken und Chancen

Durch den sich immer weiter verschärfenden Fachkräftemangel in der Pflege besteht grundsätzlich das Risiko der fehlenden Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal. Neben der absolut sinkenden Anzahl von Pflegekräften trägt zunehmend die Konkurrenz der Krankenhäuser um Pflegepersonal zur Verschärfung der Situation bei. Zusätzlich zeichnet sich weiterhin auch im Bereich der Hilfskräfte eine zunehmende Personalknappheit ab. Die Nachfrage nach Lehrstellen ist aufgrund der geburtenschwachen Jahrgänge in den letzten Jahren ebenfalls deutlich zurückgegangen, wie auch an den aktuellen Ausbildungszahlen erkennbar ist. Zusätzlich besteht das latente Risiko, dass durch die Eröffnung von Konkurrenzeinrichtungen, ambulanten Diensten und alternativen Wohnformen der Wettbewerb um Bewohner und Personal an den bestehenden Standorten verstärkt wird. Darüber hinaus ist zu erwarten, dass durch die bereits dargestellte Lohnentwicklung sowie die hohen gesetzlichen Anforderungen und dem damit verbundenen immer größer werdenden Verwaltungsaufwand die Kosten vollstationärer Einrichtungen stärker als die Rentenbezüge der aktuellen bzw. zukünftigen Bewohner steigen werden. Rückblickend ist festzustellen, dass die Einführung der Tarifbindung keinen wesentlichen Effekt auf die Anzahl der Bewerber hatte. Eher noch führte die Erhöhung der Kosten zu einer schlechteren Ertragslage aufgrund geringerer Auslastungen. Weiterhin steigen die Preise für den Materialaufwand. Hier ist nicht klar, inwiefern hier außerhalb der Refinanzierung über die Pflegesätze weitere unplanmäßige Kostensteigerungen aufgefangen werden können. Gegebenenfalls sind hier Verhandlungen mit den Kostenträgern, wie sie das Sozialgesetzbuch bei deutlichen Veränderungen der Rahmenbedingungen vorsieht, vor Ablauf der derzeit gültigen Vereinbarungen zu führen, wie es bereits stattgefunden hat. Hinsichtlich der offenen Forderungen ist festzustellen, dass sich die Anzahl zunehmend erhöht. Dies ist zum einen einer immer umfassenderen Rechnungsstellung mit vielen neuen Rechnungspositionen geschuldet. Zum anderen verzögern sich Entgeltverhandlungen zunehmend aufgrund von Personalengpässen bei den Pflegekassen und Sozialbehörden, welche umfassende Nachberechnungen und Korrekturrechnungen fördert und den Aufwand des Mahnwesens über die gewohnte Weise und Kapazitäten hinaus vergrößern. Zur Vermeidung finanzieller Risiken und zur frühzeitigen Identifikation von Ausfall- und Liquiditätsrisiken der Forderungen soll das Mahnverfahren, sowie die OP-Buchhaltung neu strukturiert werden. Bei den Verbindlichkeiten bestehen aufgrund fester vertraglicher Konditionen i. d. R. zwar kaum Preisrisiken, die Durchsetzung von Ansprüchen ist bei immer komplexeren Rechnungsstellungsverfahren jedoch risikobehafteter.

Die Risikopolitik im Rahmen der Finanzpositionen ist weiterhin als konservativ zu bezeichnen. Kurzfristige Liquiditätsüberschüsse werden nur festverzinslich und kurzfristig in Euro angelegt. Durch die ausschließliche Tätigkeit in Deutschland werden Transaktions- und Währungsrisiken vermieden. Offene Risikopositionen liegen nicht vor. Die Finanz- und Wirtschaftspläne werden regelmäßig überwacht. Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken eines langfristigen variablen Darlehens ist ein in Laufzeit und Betrag abgestimmter Zinsswap abgeschlossen worden.

Chancen bestehen weiterhin in der Nachfrage nach professionellen und qualitativ hochwertigen Pflegeleistungen, welche dauerhaft in Anspruch genommen werden. So erwarten wir für das Folgejahr wieder einen Anstieg der durchschnittlichen Auslastung auf mindestens 97,5 % über alle Einrichtungen. Durch die Clusterbildung unserer Standorte und einem guten Angebotsmix aus ambulanter Pflege, betreutem Wohnen und vollstationärer Pflege ist an vielen unserer Standorte eine gute Marktdurchdringung vorhanden, sodass die Möglichkeit der aktiven Teilnahme am Konsolidierungsprozess möglich ist. Aufgabe wird es sein, sich im Vergleich zu Konkurrenzunternehmen als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren und durch die Gewinnung von zusätzlichen philippinischen Mitarbeitern die notwendige Personalausstattung sicherzustellen. Gerade letzteres versetzt uns in die Lage, im Vergleich zur Konkurrenz gut strukturierte Pflegeeinrichtungen zu betreiben, die in der Lage sind, eine hohe Auslastung zu haben und ein gutes Arbeitsklima vorweisen. Um weiter auch für inländisches Personal attraktiv zu sein, wird die Präsenz in den "Sozialen Medien" intensiviert, insbesondere was die Stärkung der Arbeitgebermarke betrifft.

Weiterhin sehen wir auch Chancen in der Vermittlung und Ausbildung von ausländischem Fach- und Hilfspersonal im nicht-pflegerischen Bereich. Zukünftig soll auch, nachdem der konzerninterne Bedarf an Personal gedeckt ist, vermehrt an Dritte vermittelt werden, sodass wir hier eine steigende Rentabilität erwarten. Vor allem erwarten wir uns hier über exklusive Partnerschaften Vorteile erarbeiten zu können, welche sich langfristig positiv auf die Ertragslage des Konzerns auswirken können.

4. Strategie

Die Strategie des kontrollierten Wachstums in den Bundesländern, in denen wir bereits vertreten sind, soll beibehalten werden. Neben dem Ausbau des vollstationären Angebots mit Einzelzimmern gewinnt voraussichtlich das Angebot alternativer Wohnformen mit ambulanter Versorgung an Bedeutung. Da der Aufbau eines solchen Angebotes ebenfalls mit nicht unerheblichen Investitionen verbunden ist, wird die Entwicklung der Nachfrage nach solchen Versorgungsformen bezüglich des Volumens und der Nachhaltigkeit sehr aufmerksam beobachtet.

Weiterhin werden wir das Ziel einer bestmöglichen Pflege-, Betreuungs- und Wohnqualität verfolgen. Die nachweislich hohe Qualität unserer Einrichtungen wird durch die Schulung unserer Mitarbeiter und durch die Arbeit der unternehmensinternen Pflegerevisionsgruppe (PRAG) weiterhin gewährleistet und weiterentwickelt. Um ein attraktives Wohnumfeld zu gewährleisten, werden die Pflegeeinrichtungen und Wohnungen, im Rahmen des innerhalb der Refinanzierungsmöglichkeiten machbaren, mit hohem Aufwand instandgehalten.

Die Leistungskennzahlen der einzelnen Einrichtungen werden über Quartalsberichte abgebildet. Eventuelle Fehlentwicklungen können so zeitnah erkannt und analysiert werden. Die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns wird anhand von quartalsweisen betriebswirtschaftlichen Auswertungen analysiert und gesteuert. Durch integrierte PLAN-IST- sowie IST-IST-Vergleiche kann die Entwicklung zeitnah analysiert und beeinflusst werden.

Wie bereits erwähnt, avisieren wir den Ausbau des Bereiches der Personalvermittlung ausländischer Arbeitskräfte, über ein breiteres Arbeitsfeld sowie dem Abschluss weiterer internationaler Partnerschaften.

5. Prognose 2023

Insgesamt erholte sich die Auslastung Mitte des Jahres 2022 nur kurzweilig, ehe diese gegen Ende des Jahres wieder sank. Wie bereits erwähnt, erwarten wir hier eine Aufholung der durchschnittlichen Belegung auf mindestens 97,5 %, ohne Bereinigung von Sondereffekten, wie z.B. Teilrenovierungen. Zudem gehen wir davon aus, dass der Bezug von Fremdpersonal zur Jahresmitte vollständig aufgelöst sein wird. Die Ergebnisse der Pflegeheime werden im 1. Halbjahr 2023 noch aufgrund der niedrigeren Auslastung, dem dauerhaften Bezug von Fremdpersonal und dem erhöhten Materialaufwand im unteren sechsstelligen Bereich erwartet. Eine Aufholung der Erträge zu den starken Kostensteigerungen, insbesondere im Bereich der Dienstleister, wird spätestens 2024 abgeschlossen sein, sofern hier keine weitere außerplanmäßige induzierte Kostensteigerung, wie bspw. die gesetzliche Anhebung des Mindestlohnes oder eine starke Inflation vorliegen. Wir erwarten im Jahr 2023 für alle Tochtergesellschaften der CL Management AG positive Ergebnisse und gehen insgesamt von einem deutlich verbesserten positiven Konzernergebnis aus.

 

Bochum, den 14. August 2023

Wolfgang Schütze

Walter Schild

Mathias Philippi

Bastian Westermann

KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022

CL MANAGEMENT AG, BOCHUM

AKTIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 71.809.432,59 74.211.188,01
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 137.460,50 218.219,50
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 33.385,50 14.342,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 104.075,00 203.877,00
II. Sachanlagen 71.665.637,21 73.989.033,63
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 67.223.847,62 69.382.351,35
2. Technische Anlagen und Maschinen 245.641,51 309.275,51
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.810.164,43 4.075.313,80
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 385.983,65 222.092,97
III. Finanzanlagen 6.334,88 3.934,88
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 1,00
2. Genossenschaftsanteile 6.333,88 3.933,88
B. UMLAUFVERMÖGEN 14.268.199,78 15.300.284,12
I. Vorräte 475.509,18 733.526,82
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 468.464,18 472.861,82
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 7.045,00 260.665,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.437.363,30 6.766.527,45
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.118.628,31 1.758.875,14
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 72.312,29 61.048,78
3. Sonstige Vermögensgegenstände 3.246.422,70 4.946.603,53
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.355.327,30 7.800.229,85
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 93.892,46 92.149,95
D. TREUHANDVERMÖGEN 92.715,54 85.234,56
86.264.240,37 89.688.856,64

PASSIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. EIGENKAPITAL 33.240.183,92 33.115.897,13
I. Gezeichnetes Kapital 960.000,00 960.000,00
II. Kapitalrücklage 4.620.267,21 4.620.267,21
III. Gewinnrücklagen 456.251,38 456.251,38
IV. Konzernbilanzgewinn 25.791.827,63 25.682.516,84
- davon Konzerngewinnvortrag: EUR 23.954.516,84 (Vorjahr: EUR 20.553.507,61)
V. Nicht beherrschende Anteile 1.411.837,70 1.396.861,70
B. SONDERPOSTEN AUS ZUWENDUNGEN ZUR FINANZIERUNG DES ANLAGEVERMÖGENS 26.946.946,38 27.890.760,52
C. RÜCKSTELLUNGEN 2.368.111,39 2.031.793,32
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 535.416,00 547.923,00
2. Steuerrückstellungen 278.961,36 153.460,32
3. Sonstige Rückstellungen 1.553.734,03 1.330.410,00
D. VERBINDLICHKEITEN 23.292.444,99 26.250.043,06
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 20.613.713,29 22.981.971,86
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.208.609,34 1.098.477,77
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 534.079,12 526.888,82
4. Sonstige Verbindlichkeiten 936.043,24 1.642.704,61
- davon aus Steuern: EUR 207.632,31 (Vorjahr: EUR 818.102,90)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 9.238,87 (Vorjahr: EUR 7.235,02)
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 323.838,15 315.128,05
F. TREUHANDVERBINDLICHKEITEN 92.715,54 85.234,56
86.264.240,37 89.688.856,64

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

2022
EUR
2021
EUR
1. Umsatzerlöse 68.841.098,56 61.088.949,15
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -253.620,00 260.665,00
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 22.694,49 28.169,85
4. Sonstige betriebliche Erträge 10.495.830,04 10.742.948,04
5. Materialaufwand -13.908.966,61 -11.349.944,70
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -8.625.300,55 -7.947.646,65
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -5.283.666,06 -3.402.298,05
6. Personalaufwand -49.459.793,91 -42.818.277,45
a) Löhne und Gehälter -41.678.589,63 -35.680.142,77
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -7.781.204,28 -7.138.134,68
- davon für Altersversorgung: EUR 37.484,68 (Vorjahr: EUR 35.967,04)
7. Abschreibungen -3.432.758,36 -3.434.917,00
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -3.432.758,36 -3.434.917,00
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -8.746.295,45 -7.240.874,74
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.084,98 2.957,26
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 1.048,78 (Vorjahr: EUR 1.048,78)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -507.633,71 -612.167,45
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.068.464,73 -1.190.455,17
12. Ergebnis nach Steuern 1.988.175,30 5.477.052,79
13. Sonstige Steuern -87.888,51 -109.453,54
14. Konzernjahresüberschuss 1.900.286,79 5.367.599,25
15. Anteil nicht beherrschender Anteile am Konzernergebnis -62.976,00 -238.590,02
16. Konzerngewinn 1.837.310,79 5.129.009,23
17. Konzerngewinnvortrag 23.954.516,84 20.553.507,61
18. Konzernbilanzgewinn 25.791.827,63 25.682.516,84

KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

CL MANAGEMENT AG, BOCHUM

Amtsgericht Bochum, HRB 12819

A. Vorbemerkungen

Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 ist entsprechend den gesetzlichen Vorschriften nach §§ 290 ff. HGB und dem AktG aufgestellt worden. Dies schließt die Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein.

Das Gliederungsschema der Konzernbilanz wurde aufgrund der Branche des Konzerns erweitert.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die auf den vorhergehenden Konzernabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB haben folgende Tochterunternehmen Gebrauch gemacht:

Pro Civitate g.GmbH, Bochum

Pro Civitate Pflege und Betreuung gGmbH, Bochum

PuS Catering GmbH, Bochum

Pro Civitate Seniorenresidenzen GmbH, Bochum

Pro Civitate ambulante Dienste GmbH, Bochum

C & C Human resource development GmbH, Bochum

Pro Civitate Institut für Pflegeforschung und Qualitätssicherung GmbH, Bochum

NOVO-PLAN GmbH, Bochum

Philippi und Partner Unternehmensberatungsgesellschaft m.b.H., Twistringen

1. Konsolidierungskreis und Stichtag

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 sind neben der CL Management AG folgende Tochtergesellschaften nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen worden:

lfd.Nr. Name Sitz Beteiligungsquote
%
1. NOVO-PLAN GmbH Bochum 100,00
2. Pro Civitate Institut für Pflegeforschung und Qualitätssicherung GmbH Bochum 100,00
3. PuS Catering GmbH Bochum 100,00
4. Pro Civitate Seniorenresidenzen GmbH Bochum 100,00
5. Pro Civitate ambulante Dienste GmbH Bochum 100,00
6. Pro Civitate Pflege und Betreuung gGmbH Bochum 90,06
7. Pro Civitate g.GmbH Bochum 94,80
8. Philippi und Partner Unternehmensberatungsgesellschaft m.b.H. Twistringen 60,00
9. C & C Human resource development GmbH Bochum 83,30

Der Jahresabschluss des Tochterunternehmen Sagittarius Academy Inc., Makati City/ Philippinen, wurde aus Wesentlichkeitsgründen nach § 296 Abs. 2 HGB zulässigerweise nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da die ansonsten nach dem Erwerb der Gesellschaft einzubeziehenden Umsatzerlöse und das Jahresergebnis weniger als 5 % des Konzernergebnisses bzw. Konzernumsatzes ausmachen. An der Gesellschaft hält die CL Management AG 98,52 % der Kapitalanteile.

Bilanzstichtag der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember 2022.

2. Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierungen erfolgten jeweils nach der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB in der Fassung vor BilMoG) durch Verrechnung der Buchwerte der Anteile mit dem auf den Konzern entfallenden Eigenkapital der einbezogenen Tochterunternehmen zum jeweiligen Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. Es handelt sich um Erstkonsolidierungen vor dem 1. Januar 2010 (sog. Altfälle). Erstkonsolidierungen nach dem 1. Januar 2010 erfolgen nach der Neubewertungsmethode.

Für die Minderheitenanteile nicht beherrschender Gesellschafter wurde ein Ausgleichsposten gebildet, der innerhalb des Eigenkapitals als nicht beherrschende Anteile gesondert ausgewiesen wurde.

Konzerninterne Umsatzerlöse wie auch andere konzerninterne Erträge wurden mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet, soweit sie nicht in andere aktivierte Eigenleistungen umzugliedern waren.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet.

Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Abschreibungen werden planmäßig linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verrechnet. Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen EUR 60 und EUR 1.000 werden in jahresbezogenen Sammelposten erfasst und über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben.

Die entgeltlich erworbene Software wird über einen Zeitraum von 5 Jahren, die Grundstücke und grundstücksgleichen Rechte und Bauten von 30 bis 66 Jahren, die technischen Anlagen und Maschinen von 10 bis 20 Jahren sowie die anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung von 3 bis 15 Jahren abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2019 wurde ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 499 aus der erstmaligen Konsolidierung einer Tochtergesellschaft gebildet. Geschäfts- oder Firmenwerte werden über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben. Diese Nutzungsdauer entspricht dem Zeitraum, in dem den Konzernunternehmen voraussichtlich wirtschaftlicher Nutzen zufließt. Die Nutzungsdauer wurde auf Basis der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der erworbenen Unternehmen geschätzt.

Der Wertansatz der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Marktpreisen. Die unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung eines pauschalen Zuschlags für interne Gemeinkosten bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert, unter Abzug gebotener Wertberichtigungen, angesetzt.

Die liquiden Mittel sind zum Nennbetrag bewertet.

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten sind Zahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Ertrag bzw. Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, ausgewiesen.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält in Höhe von TEUR 4,7 (i.Vj. TEUR 6,0) ein Disagio.

Zweckentsprechend verwendete Zuweisungen und Zuschüsse der öffentlichen Hand für aktivierte Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden als Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens, vermindert um den Betrag der bis zum 31. Dezember 2022 angefallenen Abschreibungen auf diese Vermögensgegenstände, ausgewiesen.

Der Wert für die Pensionsrückstellung beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 535. Sie wurde gemäß den Sterbetafeln 2018 G von Klaus Heubeck, einem Rententrend von 1,5 % und einem Zinsfuß von 1,78 % unter Anwendung des Teilwertverfahrens gebildet. Für die Abzinsung des Erfüllungsbetrags wird pauschal der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, verwendet. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe eines pauschalen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe eines pauschalen Zinssatzes aus den vergangenen 7 Geschäftsjahren beträgt zum Abschlussstichtag TEUR 24.

Die Steuerrückstellungen wurden unter Berücksichtigung der geleisteten Vorauszahlungen in Höhe der zu erwartenden Nachzahlungen gebildet.

Der Wertansatz für die sonstigen Rückstellungen berücksichtigt alle zum Zeitpunkt der Bilanzierung erkennbaren Risiken, ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung. Sie sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden - soweit erforderlich - berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Unter dem Treuhandvermögen werden zur Verwahrung vereinnahmte Taschengelder von Heimbewohnern ausgewiesen. In gleicher Höhe werden entsprechende Treuhandverbindlichkeiten bilanziert.

C. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Konzernanlagenspiegel dargestellt.

2. Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenstände sind Forderungen in Höhe von TEUR 651,8 (i.Vj. TEUR 250,9) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.

3. Eigenkapital

Die CL Management AG, Bochum, hat ein Grundkapital von EUR 960.000,00. Es ist zerlegt in 960.000 Inhaber-Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von jeweils EUR 1,00.

Die Konzerngewinnrücklagen haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert und setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

TEUR TEUR
Gesetzliche Rücklage 100
Andere Gewinnrücklagen 397
abzüglich verrechneter Firmenwert -41
356
Stand 31.12.2022 456

4. Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten zu erwartende Steuernachzahlungen an Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen die Rückstellungen für Personalkosten.

5. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im folgenden Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

Restlaufzeit
bis zu einem Jahr
EUR
von mehr als einem und bis zu fünf Jahren
EUR
von mehr als fünf Jahren
EUR
Summe
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstiuten 3.823.485,33 9.440.196,40 7.350.031,56 20.613.713,29
(Vorjahr) (3.844.594,83) (9.384.292,21) (9.753.084,82) (22.981.971,86)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.204.077,56 4.531,78 0,00 1.208.609,34
(Vorjahr) (1.092.809,24) (5.668,53) (0,00) (1.098.477,77)
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 534.079,12 0,00 0,00 534.079,12
(Vorjahr) (526.888,82) (0,00) (0,00) (526.888,82)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 862.173,79 73.869,45 0,00 936.043,24
(Vorjahr) (1.572.263,59) (70.441,02) (0,00) (1.642.704,61)
davon aus Steuern 207.632,31 0,00 0,00 207.632,31
(Vorjahr) (818.102,90) (0,00) (0,00) (818.102,90)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 9.238,87 0,00 0,00 9.238,87
(Vorjahr) (7.235,02) (0,00) (0,00) (7.235,02)
Gesamtsumme 6.423.815,80 9.518.597,63 7.350.031,56 23.292.444,99
(Vorjahr) (7.036.556,48) (9.460.401,76) (9.753.084,82) (26.250.043,06)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 18.973,6 durch Grundpfandrechte, sonstige Pfandrechte und durch Sicherungsübereignung von Betriebs- und Geschäftsausstattung gesichert.

6. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt TEUR 14.168,2 (i.Vj. TEUR 15.682,9).

Zum Bilanzstichtag bestehen Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften von TEUR 380,0.

Es wird davon ausgegangen, dass die Vermögenswerte der anderen Gesellschaften zukünftig ausreichen, um die Verpflichtungen zu erfüllen und dass nur eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit besteht, aus dieser Verpflichtung in Anspruch genommen zu werden.

Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken für Darlehen in Höhe von TEUR 1.810,4 (Restvaluta zum 31. Dezember 2022) wurden volumenkongruente Zinsswapgeschäfte abgeschlossen. Da eine prospektive Effektivität qualitativ durch bestehende Betrags- und Laufzeitkongruenz (Laufzeit bis 2023) sichergestellt werden kann (critical terms match-Methode), wurde gemäß § 254 HGB eine Bewertungseinheit (micro-cash flow hedge) gebildet. Der beizulegende Zeitwert der in der Bilanz nicht ausgewiesenen Zinsswaps beträgt zum Bilanzstichtag insgesamt TEUR -8,1.

Die Ermittlung des Marktwertes basiert auf allgemein anerkannten Bewertungsmethoden und erfolgt auf Basis der Geldmarkt- und Swap-Sätze am Bilanzstichtag.

D. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Der Abschluss enthält folgende periodenfremde Erträge und Aufwendungen:

Periodenfremde Erträge: 2022
EUR
2021
EUR
Umsatzerlöse 54.430,78 44.982,20
Sonstige betriebliche Erträge 319.190,09 66.766,75
Zinserträge 0,00 20,00
373.620,87 111.768,95
Periodenfremde Aufwendungen: 2022
EUR
2021
EUR
Umsatzerlöse (erlösmindernd) 43.186,87 46.226,23
Materialaufwand
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 14.218,25 42.813,69
bezogene Leistungen 0,00 4.065,48
Personalaufwand
Löhne und Gehälter 8.105,12 9.880,44
Soziale Abgaben und Aufwendungen 909,71 1.950,09
Sonstige betriebliche Aufwendungen 338.043,76 70.562,08
Sonstige Steuern 2.047,81 28.440,48
406.511,52 203.938,49

2. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

2022
TEUR
2022
%
2021
TEUR
2021
%
Veränderung
TEUR
Veränderung
%
Erlöse aus Altenheimleistungen 66.951 97,3 60.164 98,5 +6.787 +11,3
Catering und Reinigung 199 0,3 156 0,3 +43 +27,6
Übrige 1.691 2,5 769 1,2 +922 +119,9
Gesamtleistung 68.841 100,0 61.089,0 100,0 +7.752 +12,7

3. Sonstige betriebliche Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus öffentlichen Zuwendungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, Erträge aus der Auflösung von Sonderposten, Rückvergütungen und Erstattungen, Zuweisungen und Zuschüsse zu Betriebskosten sowie Sachbezüge ausgewiesen. Im Berichtsjahr wurden insgesamt Erträge aus öffentlichen Zuwendungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie in Höhe von TEUR 4.785 realisiert.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Verwaltungsaufwendungen, Mieten und Pachten, Instandhaltungen sowie Abgaben und Versicherungen.

E. Sonstige Angaben

1. Gesamtbezüge des Aufsichtsrats

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates betrugen im Geschäftsjahr 2022 TEUR 26.

2. Gesamtbezüge des Vorstands

Die Gesamtbezüge des Vorstandes beliefen sich in 2022 auf TEUR 741.

Gegenüber zwei Vorstandsmitgliedern wurden Darlehen in Höhe von TEUR 651,8 zu einem Zinssatz in Höhe von 0,7 % und 1,3 % über eine Mindestvertragslaufzeit von fünf Jahren gewährt.

3. Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers von TEUR 184 setzte sich im Geschäftsjahr 2022 wie folgt zusammen:

Abschlussprüfungsleistungen TEUR 120
Steuerberatungsleistungen TEUR 64

4. Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2022 2021
Heimleitung 35 35
Hauswirtschaftlicher Dienst 209 197
Pflegedienst 869 852
Technischer Dienst 55 53
Verwaltungsdienst 63 59
Betreuungsdienst 144 138
Sonstiges Personal 20 15
1.395 1.349

5. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen

Im Berichtsjahr wurden folgende Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen getätigt:

Art der Beziehung Arts des Geschäfts Erbringung von Dienstleistungen
in TEUR
Art des Geschäfts Bezug von Dienstleistungen
in TEUR
Sonstige 133 90

6. Ergänzende Angaben zur Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds setzt sich aus dem Kassenbestand und den Guthaben bei Kreditinstituten zusammen.

7. Sonstige Angaben

Es wird der Hauptversammlung vorgeschlagen zu beschließen, aus dem Bilanzgewinn der CL Management AG in Höhe von TEUR 10.649 eine Ausschüttung in Höhe von TEUR 1.728 vorzunehmen und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Jahresabschluss der Tochtergesellschaft, Pro Civitate g.GmbH, Bochum, wird in den Konzernabschluss der CL Management AG, Bochum, einbezogen, der im Bundesanzeiger offengelegt wird. Die CL Management AG stellt den Konzernabschluss für den größten bzw. kleinsten Kreis ihrer Tochterunternehmen auf. Die Pro Civitate g.GmbH ist daher nach § 291 Abs. 1 HGB von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes befreit.

 

Bochum, den 14. August 2023

Wolfgang Schütze

Walter Schild

Bastian Westermann

Mathias Philippi

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen/ Umgliederungen
EUR
31. Dez. 2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 465.495,28 29.583,40 0,00 0,00 495.078,68
2. Geschäfts- oder Firmenwert 510.288,58 0,00 0,00 0,00 510.288,58
975.783,86 29.583,40 0,00 0,00 1.005.367,26
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 100.996.205,51 67.413,20 58.198,69 0,00 101.005.420,02
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.176.802,71 -3.763,94 0,00 17.355,75 1.190.394,52
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.275.315,91 801.581,35 211.353,52 7.851,50 19.873.395,24
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 222.092,97 189.097,93 0,00 -25.207,25 385.983,65
121.670.417,10 1.054.328,54 269.552,21 0,00 122.455.193,43
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 188.050,52 0,00 0,00 0,00 188.050,52
2. Genossenschaftsanteile 3.933,88 2.400,00 0,00 0,00 6.333,88
191.984,40 2.400,00 0,00 0,00 194.384,40
122.838.185,36 1.086.311,94 269.552,21 0,00 123.654.945,09
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 451.152,78 10.540,40 0,00 461.693,18
2. Geschäfts- oder Firmenwert 306.411,58 99.802,00 0,00 406.213,58
757.564,36 110.342,40 0,00 867.906,76
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 31.613.854,16 2.200.701,93 32.983,69 33.781.572,40
2. Technische Anlagen und Maschinen 867.527,20 77.225,81 0,00 944.753,01
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.200.002,11 1.044.488,22 181.259,52 16.063.230,81
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
47.681.383,47 3.322.415,96 214.243,21 50.789.556,22
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 188.049,52 0,00 0,00 188.049,52
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
188.049,52 0,00 0,00 188.049,52
48.626.997,35 3.432.758,36 214.243,21 51.845.512,50
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2022
EUR
31. Dez. 2021
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 33.385,50 14.342,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 104.075,00 203.877,00
137.460,50 218.219,50
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 67.223.847,62 69.382.351,35
2. Technische Anlagen und Maschinen 245.641,51 309.275,51
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.810.164,43 4.075.313,80
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 385.983,65 222.092,97
71.665.637,21 73.989.033,63
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 1,00
2. Genossenschaftsanteile 6.333,88 3.933,88
6.334,88 3.934,88
71.809.432,59 74.211.188,01

CL MANAGEMENT AG, BOCHUM

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

2022
EUR
Vorjahr
TEUR
Jahresüberschuss +1.900 +5.368
Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens +3.433 +3.435
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen +336 -82
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-) -727 -1.534
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind +578 -2.079
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -573 +1.042
Verlust (+)/Gewinn (-) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -15 +4
Zinsaufwendungen (+)/Zinserträge (-) +502 +609
Ertragsteueraufwand (+) +1.068 +1.190
Ertragsteuerzahlungen (-) -1.286 -601
Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit +5.216 +7.352
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen (-) -30 0
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens (+) +71 +88
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens (+) 0 +1
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen (-) -1.054 -1.019
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen (-)
Erhaltene Zinsen (+) +6 +3
Mittelzufluss/-abfluss aus der Investitionstätigkeit -1.009 -927
Auszahlungen an Gesellschafter des Mutterunternehmens (-) -1.728 -1.728
Auszahlungen an andere Gesellschafter (-) -48 -32
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten (+) +59 +685
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten (-) -2.427 -3.210
Gezahlte Zinsen (-) -508 -612
Mittelzufluss/-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit -4.652 -4.897
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -445 +1.528
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode +7.800 +6.272
Finanzmittelfonds am Ende der Periode +7.355 +7.800

CL MANAGEMENT AG, BOCHUM

KONZERN-EIGENKAPITALSPIEGEL FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

Gezeichnetes Kapital
TEUR
Kapitalrücklage
TEUR
Eigenkapital des Mutterunternehmens Gewinnrücklagen
TEUR
Bilanzgewinn
TEUR
Summe
TEUR
Stand 1.1.2021 960 4.620 456 22.282 28.318
Ausschüttung 0 0 0 -1.728 -1.728
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 5.129 5.129
Stand 31.12.2021/1.1.2022 960 4.620 456 25.683 31.719
Ausschüttung 0 0 0 -1.728 -1.728
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 1.837 1.837
Stand 31.12.2022 960 4.620 456 25.792 31.828
Nicht beherrschende Anteile
TEUR
Nicht beherrschende Anteile Auf nicht beherrschende Anteile enfallender Gewinn
TEUR
Summe
TEUR
Konzerneigenkapital
TEUR
Stand 1.1.2021 775 415 1.190 29.508
Ausschüttung 0 -32 -32 -1.760
Konzernjahresüberschuss 0 239 239 5.368
Stand 31.12.2021/1.1.2022 775 622 1.397 33.116
Ausschüttung 0 -48 -48 -1.776
Konzernjahresüberschuss 0 63 63 1.900
Stand 31.12.2022 775 637 1.412 33.240

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die CL Management AG, Bochum

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der CL Management AG, Bochum, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der CL Management AG, Bochum, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen der CL Management AG, Bochum, unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bonn, den 14. August 2023

Flick Gocke Schaumburg GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Schmidt, Wirtschaftsprüfer

Stürke, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates gem. § 171 Abs. 2 AktG

CL MANAGEMENT AG, BOCHUM

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2022 die Prüfung und Überwachung der Geschäftsführung anhand von Vorstandsberichten und Protokollen der Vorstandssitzungen durchgeführt.

Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass der Vorstand seiner Pflicht zum Erhalt des Bestandes der Gesellschaft und des Konzerns sowie zur Sicherung einer dauerhaften Rentabilität Genüge getan hat. Im Rahmen der Überwachungstätigkeit des Aufsichtsrates wurden keine prüfungsrelevanten Sachverhalte festgestellt.

Die Vorstandsprotokolle wurden dem Aufsichtsrat regelmäßig zeitnah vorgelegt.

Der Jahresabschluss sowie der Konzernabschluss der Gesellschaft wurden gern, der Regelung des § 17 Abs. 1 der Satzung im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres aufgestellt. Die Prüfungsberichte der Abschlussprüfer wurden am 23.08.2023 zusammen mit den Jahresabschlüssen dem Aufsichtsrat vorgelegt.

Die vorbezeichneten Jahresabschlüsse wurden durch die von der Hauptversammlung als Abschlussprüfer bestimmte Flick Gocke Schaumburg GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit Sitz in Bonn, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen, Datum des Testates 14.08.2023.

Wir stimmen diesem Prüfungsergebnis zu.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft, der Konzernjahresabschluss sowie der Konzernlagebericht wurden vom Aufsichtsrat geprüft und gebilligt. Der Jahresabschluss der Gesellschaft, der einen Bilanzgewinn vor Gewinnverwendung in Höhe von 10.648.677,27 € ausweist, wird hiermit festgestellt.

Dem Vorschlag des Vorstandes zur Gewinnverwendung vom 31.07.2023 stimmen wir zu.

 

Bochum, 23. August 2023

Ulrike Zethoff, Vorsitzende des Aufsichtsrates

Protokoll der Hauptversammlung der CL Management AG vom 24.08.2023

Aus dem für das Geschäftsjahr 2022 sich ergebenden Bilanzgewinn von EUR 10.648.677,27 wird eine Dividende von EUR 1,80 je Stückaktie, mithin insgesamt EUR 1.728.000,00 auf das dividendenberechtigte Grundkapital von EUR 691.200,00 an die Aktionäre ausgeschüttet. Es sollen EUR 8.920.677,27 auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Der Konzernabschluss 2022 wurde am 23. August 2023 gebilligt.

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