Bickhardt Bau SE
Selbe AdresseIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und Verkehrsanlagen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sven Böhme seit 13.1.2023 | Prokura |
Ralf Staaf seit 4.1.2023 | Vorstandsmitglied |
Patrick Antenbrink seit 11.4.2022 | Prokura |
Michael Völlinger seit 11.4.2022 | Prokura |
Fred Haschler seit 8.9.2020 | Prokura |
Marco Auth seit 7.10.2019 | Vorstandsmitglied |
Friederike Gorka seit 11.2.2019 | Prokura |
Uwe Glück seit 8.5.2017 | Prokura |
Jürgen Dipl.-Betriebswirt Albinger seit 16.6.2010 | Prokura |
Frank König seit 1.8.2007 | Prokura |
Volker Dipl.-Kaufmann Schneider seit 25.7.2006 | Prokura |
Jürgen Dechant seit 19.7.2005 | Prokura |
Olaf Schmidt seit 19.7.2005 | Prokura |
Frank Dipl.-Betriebswirt Finster seit 19.7.2005 | Vorstandsmitglied |
Ralf Dipl.-Ing. Schär seit 19.7.2005 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
Robert Ollig GmbHAufgelöst | 100.00% |
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
![]() Bickhardt Bau AktiengesellschaftKirchheimJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020INHALTSVERZEICHNIS A. Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 der Bickhardt Bau Aktiengesellschaft I. Bilanz zum 31. Dezember 2020 II. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 III. Anhang für das Geschäftsjahr 2020 IV. Lagebericht V. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers B. Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 der Bickhardt Bau Aktiengesellschaft I. Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020 II. Konzerngewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 III. Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2020 IV. Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2020 V. Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2020 VI. Konzernlagebericht VII. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers C. Bericht des Aufsichtsrats D. Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften I. BILANZ zum 31. Dezember 2020Bickhardt Bau AktiengesellschaftKirchheimAKTIVA scroll
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II. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020Bickhardt Bau Aktiengesellschaft, Kirchheimscroll
III. Anhang für das Geschäftsjahr 20201. Allgemeine Angaben 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 3. Erläuterungen zur Bilanz 3.1. Sachanlagenspiegel zum 31.12.2020/ Finanzanlagenspiegel zum 31.12.2020 3.2. Verbindlichkeitenspiegel 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 5. Sonstige Angaben 6. Ergebnisverwendung und Ergebnisverwendungsvorschlag 6.1. Ergebnisverwendung 6.2. Ergebnisverwendungsvorschlag 7. Angaben nach dem Aktienrecht 1. Allgemeine Angaben Die Bickhardt Bau AG mit Sitz in Kirchheim wird im Handelsregister des Amtsgerichts Bad Hersfeld unter der Handelsregisternummer HRB 519 geführt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach Vorschriften des Handelsgesetzbuches. Ausweis und Bewertung erfolgen nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Soweit erforderlich, wurden zusätzlich die nach dem Aktiengesetz erforderlichen Angaben gemacht. Anlagevermögen Für die Abschreibungen von Gegenständen des Anlagevermögens wurden folgende Abschreibungsmethoden angewandt: scroll
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Sie wurden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. In den Herstellungskosten von selbst erstellten Anlagen wurden neben den direkt zuordenbaren Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen. Für den Bestand an Spundbohlen wurde ein auf Basis des durchschnittlichen Einkaufspreises ermittelter Festwert angesetzt. Die letzte körperliche Bestandsaufnahme erfolgte am 28. Januar 2021. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Anschaffungswert von EUR 800,00 im Sinne von § 6 Abs. 2 EStG wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Diese steuerliche Abschreibungsmethode wurde unter dem Gesichtspunkt der Wesentlichkeit im handelsrechtlichen Jahresabschluss übernommen. Finanzanlagen Bei den Finanzanlagen wurden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Vorräte Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten am Abschlussstichtag angesetzt. Die Bewertung erfolgte unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die unfertigen Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen, soweit sie auf die Fertigung entfallen, berücksichtigt wurden. Bei sämtlichen unfertigen Leistungen wurden Fremdkapitalzinsen nicht in die Herstellungskosten einbezogen. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurde ein Niederstwerttest vorgenommen, indem die bisher abgerechneten Werte aufgrund von Abschlagsrechnungen zu Vertragspreisen mit den Herstellungskosten laut der aktuellen Betriebsrechnung verglichen wurden. Ist der Wert der Abschlagsrechnungen zu Vertragspreisen niedriger als die Herstellungskosten, wurde dieser aktiviert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr betrugen zum Bilanzstichtag EUR 0,00 (Vorjahr EUR 0,00). Rechnungsabgrenzungsposten Die Rechnungsabgrenzungsposten wurden aktiviert und über die Laufzeit der zugrunde liegenden Verträge linear aufgelöst. Rückstellungen Für ungewisse Verbindlichkeiten wurden Rückstellungen mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei der Bewertung der Rückstellungen wurden Preis- und Kostenänderungen, für die objektive Hinweise vorliegen, berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Jahren abgezinst. Bei der Bewertung der Rückstellungen wurden Preis- und Kostenänderungen, für die objektive Hinweise vorliegen, berücksichtigt. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die erhaltenen Abschlagszahlungen für nicht abgerechnete unfertige Baumaßnahmen wurden aufgrund von Abschlagsrechnungen zu Vertragspreisen bezahlt und werden in der Regel auf der Aktivseite von den Vorräten abgesetzt. Da die Bewertung der Vorräte nicht zu Vertragspreisen, sondern zu Herstellungskosten erfolgt, ist die erhaltene Abschlagszahlung, die zu Vertragspreisen erfolgt, teilweise höher als der Wertansatz der unfertigen Bauleistungen, sodass der Ausweis dieser über den Herstellungskosten liegenden Abschlagszahlungen auf der Passivseite erfolgen muss. Latente Steuern Die Ermittlung der latente Steuern wird anhand des bilanzorientierten Konzepts vorgenommen. Danach werden auf sämtliche Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände und Schulden und deren steuerlichen Wertansätzen latente Steuern abgegrenzt, sofern sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder umkehren. Fremdwährungsrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Entstehungstag umgerechnet. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in der Bilanz sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Mitzugehörigkeit In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 631.882,69 (Vorjahr: EUR 101.928,59) sowie sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 24.234.155,67 (Vorjahr: EUR 26.933.360,25) enthalten. In den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 128.198,72 (Vorjahr: EUR 16.140,27) und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 667.477,85 (Vorjahr: EUR 608.875,03) enthalten. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 146.677,09 (Vorjahr: EUR 174.575,54) sowie Sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 22.694.758,35 (Vorjahr: EUR 16.176.588,86) enthalten. In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 15.931,11 (Vorjahr: EUR 27.187,13) enthalten. 3. Erläuterungen zur Bilanz Zur Entwicklung des Anlagevermögens vergleiche die Darstellung auf den folgenden Seiten. 3.1 Anlagenspiegel zum 31.12.2020in Euro scroll
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Angaben zum Anteilsbesitz a) Anteile an verbundenen Unternehmen scroll
b) Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht scroll
Eigene Anteile Die Bickhardt Bau AG hält zum Geschäftsjahresende 2020 eigene Anteile in Höhe von 771 nennbetragslosen Stückaktien mit einem Wert von EUR 38.550,00. Die eigenen Anteile sind zur Weitergabe an Mitarbeiter bestimmt. Der Nennbetrag der eigenen Anteile in Höhe von EUR 38.550,00 wurde im Geschäftsjahr 2020 gemäß § 272 Abs. 1 a HGB offen von dem gezeichneten Kapital abgesetzt. Der Unterschiedsbetrag wurde mit den frei verfügbaren Gewinnrücklagen verrechnet. Sonstige Rückstellungen Der Posten "Sonstige Rückstellungen" umfasst im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen von TEUR 2.025 (Vorjahr: TEUR 1.471), noch auszuführende Bauleistungen von TEUR 12.862 (Vorjahr: TEUR 9.240), fehlende Eingangsrechnungen von TEUR 4.457 (Vorjahr: TEUR 3.911) und Rückstellungen für nicht genommenen Urlaub, Weihnachtsgeld und andere Personalaufwendungen von TEUR 3.388 (Vorjahr: TEUR 3.387). 3.2. Verbindlichkeitenspiegel scroll
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Die in Klammern aufgeführten Beträge betreffen die Zahlen aus dem Vorjahr. Besicherung der Verbindlichkeiten Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen folgende Sicherheiten: scroll
Haftungsverhältnisse Es bestehen Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 und § 268 Abs. 7 HGB wie folgt: scroll
Die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit aus den Haftungsverhältnissen schätzen wir als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. Die zugrunde liegenden Verpflichtungen können nach unserer Einschätzung in allen Fällen erfüllt werden; mit einer Inanspruchnahme ist daher nicht zu rechnen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Leasingverträgen bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von EUR 4.668.190,17 (Vorjahr: EUR 4.368.437,40). 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung der Gesellschaft wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf: scroll
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten unter anderem den Verbrauch von Rückstellungen in Höhe von TEUR 6.524, Sachbezüge in Höhe von TEUR 973 und Versicherungsentschädigungen und Schadenersatzleistungen in Höhe von TEUR 407. Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betreffen insbesondere die Leistungen von Subunternehmern sowie Planungsleistungen, Gerätemieten und Fremdreparaturen. Personalaufwand Der Personalaufwand der Bickhardt Bau AG ist im Geschäftsjahre 2020 in Höhe um TEUR 795 auf TEUR 62.572 gesunken. Es wurde an die Mitarbeiter der Bickhardt Bau AG eine Corona Prämie in Höhe TEUR 710 gezahlt. Latente Steuern Passive latente Steuern aus temporären Differenzen aus der Umgliederung des Sonderpostens mit Rücklageanteil wurden mit aktiven latenten Steuern aus unterschiedlicher Abzinsung von langfristigen Rückstellungen und der Berücksichtigung zukünftiger Kosten- und Preisänderungen verrechnet. Insgesamt hat sich ein passiver Saldo ergeben. Bei der Bewertung der latenten Steuern wurden unternehmensindividuelle Steuersätze herangezogen. Es wurde für Körperschaftsteuer incl. Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer ein Steuersatz in Höhe von 28,0 % angesetzt. scroll
5. Sonstige Angaben Beschäftigte Arbeitnehmer Die Arbeitnehmer gliedern sich im Jahresdurchschnitt wie folgt auf: scroll
Der Beschäftigungsstand per 31. Dezember 2020 beträgt 1.085 Arbeitnehmer (Vorjahr: 1.090 Arbeitnehmer). Mitglieder des Vorstandes:
Mitglieder des Aufsichtsrates:
Die Vergütung des Aufsichtsrates betrug im Geschäftsjahr 2020 TEUR 92 (Vorjahr TEUR 92). Vorschüsse oder Kredite an Vorstandsmitglieder oder Aufsichtsratsmitglieder sowie Haftungsverhältnisse zu Gunsten dieser Personen bestehen nicht. Derivative Finanzinstrumente Zinsswaps werden ausschließlich in Verbindung mit einem Grundgeschäft zur Sicherung von Zinsschwankungen bei Bankkrediten eingesetzt. Mit Hilfe von Zinsswaps wird das Zinsänderungsrisiko, das aus Änderungen von Marktzinssätzen für variabel verzinsliche Geldaufnahmen resultiert, begrenzt. Am Bilanzstichtag bestanden Zinsswaps mit einem Nominalwert von EUR 5,5 Mio. (Vorjahr: EUR 8,9 Mio.). Die Zinsswaps enden in einem Zeitraum vom 30. Juni 2021 bis 30. Juni 2023. Mit Hilfe von Commodity Swaps wird das Risiko steigender Bezugspreise für Dieselkraftstoffe begrenzt. Am Bilanzstichtag bestanden Commodity Swaps mit einem Nominalwert von EUR 5,6 Mio. (Vorjahr: EUR 2,2 Mio.). Die Commodity Swaps enden in einem Zeitraum vom 13. Dezember 2021 bis 13. Dezember 2023. Die derivativen Finanzinstrumente werden mit den Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Die Abbildung der wirksamen Teile der Bewertungseinheiten erfolgte nach der Einfrierungsmethode. Die Effektivität der Mikro-Hedges ist gegeben, da Grund und Sicherungsgeschäft hinsichtlich der wesentlichen Bedingungen (Referenzzinssatz und Laufzeit) übereinstimmen. Geschäfte mit Nahestehenden Alle Geschäfte mit Nahestehenden sind in der folgenden Tabelle je Personengruppe dargestellt: scroll
Honorar des Abschlussprüfers Bezüglich der Angabe der Honorare des Abschlussprüfers wird auf die Angaben hierzu im Konzernabschluss der Bickhardt Bau AG verwiesen. 6. Ergebnisverwendung und Ergebnisverwendungsvorschlag 6.1. Ergebnisverwendung scroll
6.2. Ergebnisverwendungsvorschlagscroll
Entsprechend § 20 der Satzung gilt der Jahresabschluss als festgestellt, sobald der Aufsichtsrat diesen nach Prüfung billigt. 7. Angaben nach dem Aktienrecht Eigenkapital Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020
Zu den ausgegebenen Aktien werden folgende zusätzliche Erläuterungen gegeben (gemäß § 152 Abs. 1 S. 2 AktG): scroll
Die Aktien sind auf den Namen der Aktionäre ausgestellt und werden in einem elektronischen Aktienverzeichnis geführt. Zum Bilanzstichtag die Gesellschaft 771 eigene Aktien (Vorjahr 271). Dies entspricht 0,38 Prozent des gezeichneten Kapitals. scroll
Die Vermögensverwaltung Frielendorf, Nachf. Schmidt GmbH & Co. KG halten zum 31. Dezember 2020 25, 10 % der Anteile an der Bickhardt Bau AG. Angaben zur Kapitalrücklage gemäß § 152 Abs. 2 AktG scroll
Angaben zur Gewinnrücklage gemäß § 152 Abs. 3 AktG scroll
Die Pflichtrücklagen gemäß § 150 Abs. 2 AktG sind satzungsgemäß auf 30 % des Grundkapitals festgesetzt. Steuerliche Verhältnisse Die letzte steuerliche Außenprüfung fand von Juni 2016 bis August 2018 statt und umfasste den Zeitraum von 2011 bis 2015. Das Ergebnis der letzten umfassenden steuerlichen Außenprüfung wurde durch Anpassung der Bilanz 2018 in vollem Umfang berücksichtigt. Hauptversammlung Der Aufsichtsrat hat mit Beschluss vom 13. Mai 2020 den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 in der von der HNW Herber Niewelt Witzel GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft testierten Fassung gebilligt. Dadurch gilt der Jahresabschluss gemäß § 172 AktG in Verbindung mit § 20 Abs. 4 der Satzung der Bickhardt Bau AG als festgestellt. Die ordentliche Hauptversammlung vom 26. Juni 2020 hat den festgestellten Jahresabschluss zur Kenntnis genommen und den Mitgliedern des Vorstandes und den Mitgliedern des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2019 Entlastung erteilt. Die vom Vorstand vorgeschlagene Ergebnisverwendung wurde von der ordentlichen Hauptversammlung am 26. Juni 2020 beschlossen.
Kirchheim, 21. April 2021 Bickhardt Bau Der Vorstand Dipl.-Ing. Ralf Schär, Vorstandsvorsitzender Dipl.-Wirtschaftsinformatiker Horst Müller, Vorstandsmitglied Dipl.Ing. Marco Auth, Vorstandsmitglied Dipl.-Betriebswirt Frank Finster, Vorstandsmitglied Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020Die Bickhardt Bau AG hat durch die solide Unternehmenspolitik auch im Geschäftsjahr 2020 ihre erfolgreiche Entwicklung fortgesetzt und die gute Marktposition gefestigt. 1. Wirtschaftsbericht Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2020 geprägt von der Corona-Pandemie und deren Auswirkungen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist preisbereinigt um 5,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die deutsche Wirtschaft ist somit nach einer zehnjährigen Wachstumsphase wieder in eine tiefe Rezession gerutscht, ähnlich wie zuletzt während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Der massive Einbruch resultierte aus den getroffenen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie und dem damit anfänglich faktischen Stillstand der deutschen Wirtschaft. Einzelne Wirtschaftsbereiche konnten sich dem allgemeinen negativen Trend entgegenstellen. So profitierte insbesondere der Online-Handel von den Lockdown-bedingten Schließungen des stationären Handels. Während die Ausbreitung des Coronavirus und die Eindämmungsmaßnahmen das private und öffentliche Leben stark eingeschränkt haben, liefen in Deutschland sowohl der Baustellenbetrieb als auch die Planungen, Ausschreibungen und Vergaben mit wenigen Verzögerungen weiter. Die Bauindustrie hat ihre Leistungsfähigkeit als Motor der deutschen Volkswirtschaft eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die Umsätze im Bauhauptgewerbe sind nach Schätzungen des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 5,9 Prozent gestiegen. Im Branchendurchschnitt liegt der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2020 nominal auf Vorjahresniveau. Den Wirtschaftsbau hat die Corona-Krise am stärksten betroffen. Die Betriebe des Wirtschaftsbaus wiesen eine Steigerung beim Umsatz in Höhe von 1,2 Prozent aus. Die Auftragseingänge gingen um 4,9 Prozent zurück. Der Wohnungsbau ist von der Pandemie am wenigsten betroffen. Die Bausparte profitierte von einem deutlichen Anstieg bei den Neubaugenehmigungen und vom Überhang genehmigter, aber nicht fertiggestellter Wohnungen. Die Umsätze stiegen um 10,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr und die Auftragseingänge um 7,6 Prozent. Im öffentlichen Bau ist die Investitionsbremse der öffentlichen Auftraggeber dank der Kompensation der kommunalen Gewerbesteuereinbrüche durch Bund und Länder weitgehend ausgeblieben. Die Umsätze stiegen gegenüber dem Vorjahr um 6,2 Prozent und die Auftragseingänge um 2,2 Prozent. Zum Ende des 4. Quartals 2020 waren in den Betrieben des Bauhauptgewerbes 892.700 Personen tätig. Geschäftsverlauf und Lage Bauleistung Die Bauleistung der Bickhardt Bau AG ist im Geschäftsjahr 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,4 Prozent von EUR 279,4 Mio. auf EUR 261,6 Mio. gesunken. Die in Arbeitsgemeinschaften erbrachte Bauleistung lag im Geschäftsjahr 2020 mit EUR 41,1 Mio. um EUR 21,4 Mio. unter dem Vorjahreswert von EUR 62,5 Mio. Das Volumen der von der Bickhardt Bau AG allein abgewickelten Bauvorhaben erhöhte sich von EUR 216,9 Mio. um EUR 3,6 Mio. auf EUR 220,5 Mio. Auftragseingang und Auftragsbestand Der Auftragseingang des Geschäftsjahres 2020 lag mit EUR 267,9 Mio. unter dem Niveau des Vorjahres (EUR 295,4 Mio.). Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2020 erhöhte sich von EUR 243,1 Mio. auf EUR 249,4 Mio. und sichert der Bickhardt Bau AG eine gute Grundauslastung von Personal und Geräten für das Geschäftsjahr 2021. Ertragslage Das EBITDA im Geschäftsjahr 2020 in Höhe von EUR + 12,7 Mio. lag über dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: EUR + 11,0 Mio.). Unter Berücksichtigung von EUR 4,1 Mio. Abschreibungen ergibt sich ein EBIT von EUR + 8,5 Mio. für 2020, das um EUR 1,2 Mio. über dem Vorjahr (EUR + 7,3 Mio.) lag. Die Bickhardt Bau AG hat in dem schwierigen Marktumfeld des Verkehrswegebaus ihre Ertragskraft in 2020 behaupten können. Der Jahresüberschuss (nach Steuern) der Bickhardt Bau AG lag zum Ende des Geschäftsjahres 2020 mit EUR 6,7 Mio. über dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr EUR 5,9 Mio.). Die GuV-Gesamtleistung erhöhte sich um EUR 3,3 Mio. beziehungsweise 1,4 Prozent auf EUR 238,8 Mio. (Vorjahr: EUR 235,5 Mio.). Nicht enthalten sind die anteilig in Arbeitsgemeinschaften erbrachten Leistungen; dies ist der wesentliche Grund für den Unterschied zwischen der GuV-Gesamtleistung und der im Lagebericht ausgewiesenen Bauleistung, die im Geschäftsjahr 2020 bei EUR 261,6 Mio. lag (Vorjahr EUR 279,4 Mio.). Der Anteil der Aufwendungen für Material- und Subunternehmerleistungen sowie für eigenes Personal bezogen auf die GuV-Gesamtleistung verminderte sich von 88,3 Prozent im Vorjahr auf 86,3 Prozent im Geschäftsjahr 2020. Finanzlage Investitionen Im Berichtsjahr wurden von der Bickhardt Bau AG EUR 16,9 Mio. (Vorjahr: EUR 3,8 Mio.) in Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sowie EUR 0,7 Mio. in Finanzanlagen (Vorjahr: EUR 1,1 EUR Mio.) investiert. Mit EUR 11,6 Mio. wurden Erweiterungsinvestitionen in Verwaltungsgebäude und Betriebsgrundstücke an den Standorten Kirchheim, Kassel und Dipperz durchgeführt. Die Investitionen in technische Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattungen dienten weitgehend der Kapazitätserhaltung und Rationalisierung des Maschinenparks der Bickhardt Bau AG auf qualitativ hochwertigem Niveau. Diese Investitionspolitik hat sich bewährt. Spitzenbelastungen im Geräteeinsatz wurden weiterhin konsequent durch den Einsatz von Mietgeräten und Subunternehmerleistungen abgedeckt. Personal Die Bickhardt Bau AG verfügt über gut ausgebildete, fachlich geschulte Mitarbeiter, die sich mit unseren strategischen Zielen identifizieren. Im Baugeschäft ist die Qualität der Mitarbeiter ein entscheidender Erfolgsfaktor, um die Zufriedenheit unserer Kunden zu gewährleisten. Erfolg und Bestand der Bickhardt Bau AG werden dauerhaft dadurch getragen, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unternehmerische Verantwortung übernehmen und ein zielorientierter Dialog zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern stattfindet. Die Belegschaft ist von 1.090 Mitarbeitern am 31. Dezember 2019 auf 1.085 Mitarbeiter am 31. Dezember 2020 gesunken. Die Ausbildungsquote beträgt 10,2 Prozent (Vorjahr 9,9 Prozent). Liquidität Auch im abgelaufenen Jahr entstand durch verzögerte Zahlungseingänge aus Bauvorhaben der öffentlichen Auftraggeber ein Bedarf für Vorfinanzierung, Zur Deckung des Bedarfs hat die Bickhardt Bau AG neben mittelfristigen Darlehen verschiedene voneinander unabhängige kurzfristige Kreditlinien mit mehreren Finanzinstituten vereinbart. Die Finanzierung der laufenden Geschäfte sowie die Durchführung der geplanten Investitionen waren zu jeder Zeit sichergestellt. Zur Abdeckung der Bürgschaftsverpflichtungen durch Ausführungs- und Gewährleistungsbürgschaften gegenüber unseren Auftraggebern stehen der Bickhardt Bau AG dem Bedarf entsprechende AVAL-Linien zur Verfügung. Vermögenslage Im Geschäftsjahr 2020 wurde das Eigenkapital der Bickhardt Bau AG durch die Zuführung von EUR 5,0 Mio. zu den Gewinnrücklagen weiter gestärkt und erreicht einen Stand von EUR 74,0 Mio. nach EUR 68,6 Mio. zum Jahresende 2019. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2020 36,1 Prozent (Vorjahr 37,0 Prozent). Sie ist im Rahmen des Branchenvergleichs Baugewerbe als sehr gut einzustufen. Der Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit erhöhte sich in 2020 von EUR 9,4 Mio. um EUR 1,4 Mio. auf EUR 10,8 Mio. Die Anlagenintensität beträgt 27,3 Prozent für das Geschäftsjahr 2020 (Vorjahr 23,8 Prozent). Es wurden Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG im Anhang getätigt. 2. Nachtragsbericht Die Bickhardt Bau AG entwickelt sich im laufenden Geschäftsjahr nach Plan. Nach Buchungsschluss und Erstellung der Bilanz sind keine Vorgänge eingetreten, die die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage der Gesellschaft maßgeblich beeinflusst haben. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Für den Prognosezeitraum von drei Jahren gehen wir von einer erfolgreichen Entwicklung der Gesellschaft aus. Auf Basis einer normalen Auslastung planen wir für das Geschäftsjahr 2021 eine Bauleistung inklusive Bauleistung in Arbeitsgemeinschaften von EUR 271,3 Mio. und ein Jahresergebnis in Höhe von EUR 5,9 Mio. Investitionen in Sachanlagen erfolgen weitgehend zur Erhaltung und Rationalisierung der Kapazitäten auf einem technologisch hohen Standard. Der Personalbestand wird weiterhin flexibel an der Entwicklung der Nachfrage orientiert. Eine Erhöhung der Mitarbeiterzahl ist nicht vorgesehen. Die Zunahme der Leistung wird im Wesentlichen durch verstärkten Fremdunternehmereinsatz erfolgen. Die Weltwirtschaft befindet sich weiterhin fest im Griff der Corona-Krise und wird mittelfristig unter deren Auswirkungen leiden. Trotz dieses Zustandes gehen die meisten Wirtschaftsexperten mit Zuversicht in das Jahr 2021. So rechnet der Internationale Wirtschaftsfonds in seiner aktuellen Prognose für 2021 mit einem weltwirtschaftlichen Wachstum von 5,4 Prozent. Getragen sieht der IWF den Aufwärtstrend insbesondere durch die positive Wirkung der laufenden Impfkampagnen und die dadurch verbundene Normalisierung des Wirtschaftslebens. Daneben ist davon auszugehen, dass die von vielen Industriestaaten initiierten Konjunkturprogramme zur Bekämpfung der Corona-Folgen sich als Wachstumstreiber des globalen Wirtschaftsverlaufes erweisen werden. Der Ausblick für die europäische Wirtschaft ist zweigespalten. Auf kurze Sicht kommt es erneut zu einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes als Folge der zunehmenden Infektionszahlen und der Lockdowns in weiten Teilen der Eurozone. Zusätzlich erhöhen die Mutationen des Virus die Gefahr der Verschlechterung der Lage. Auf längere Sicht dürfte neben den Impfungen auch die mildere Wetterlage die Infektionszahlen zurückgehen lassen und damit die Wirtschaft wieder ankurbeln können. Zur Stabilität der Wirtschaft dürften nationale Konjunkturprogramme (wie Kurzarbeitergeld und Liquiditätshilfen für Unternehmen) sowie das Aufbauprogramm der EU „Next Generation EU" sorgen. So wird für den Euroraum für 2021 mit einem Wirtschaftswachstum von 4,9 Prozent gerechnet. Auch für Deutschland sehen die führenden Wirtschaftsinstitute für das Jahr 2021 eine stark ausgeprägte Gegenbewegung zu dem im laufenden Jahr eingebrochenen Konjunkturverlauf voraus. Verantwortlich hierfür zeigt sich laut den Experten insbesondere die exportstarke Industrie, welche Wachstumsimpulse aus China und den USA erfährt. Ebenfalls wird erwartet, dass nach der Lockerung der Corona-bedingten Einschränkungen mit einem starken Anstieg der privaten Konsumausgaben zu rechnen ist. Der Sachverständigenrat erwartet für die deutsche Wirtschaft 2021 ein Wachstum von 3,1 Prozent. Die deutsche Bauindustrie konnte sich im Jahr 2020 gegen die Auswirkungen der Corona-Krise stemmen und ihren Gesamtumsatz erhöhen. Für das Jahr 2021 prognostiziert der Spitzenverband der deutschen Bauindustrie ein nicht mehr ganz so optimistisches Umsatzszenario. Er geht aktuell von einer nominalen Stagnation des Umsatzes aus. Bereinigt wäre dies ein Umsatzrückgang von 2,0 Prozent. Begründet wird die Rücknahme der Prognose durch die Rückkehr zum regulären Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent zum 01.Januar 2021 und der damit verbundenen deutlichen Vorzieheffekte. Der Wohnungsbau dürfte auch im Jahr 2021 der Wachstumsmotor der Baukonjunktur bleiben. Ausschlaggebend hierfür sind u. a. die unverändert bleibenden Rahmenbedingungen am Kapitalmarkt. Es wird ein Umsatzwachstum von 3,0 Prozent erwartet. Für das Jahr 2021 prognostizierte der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie die Fertigstellung von 300.000 Wohneinheiten. Der Wirtschaftsbau wird im Jahr 2021, wie im Jahr 2020, am deutlichsten von der Corona-Pandemie belastet. Es wird ein Rückgang der Bauleistung von 2,0 Prozent erwartet. Insbesondere für den Wirtschaftshochbau werden deutliche Investitionsrückgänge erwartet. Der Wirtschaftstiefbau dürfte stabilisierend wirken. Der Bund erhöht seine Investitionszuschüsse von EUR 6,6 Mrd. im Jahr 2020 auf EUR 7,3 Mrd. im Jahr 2021. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie erwartet für das Jahr 2021 einen nominalen Rückgang der Bauleistung von 1,5 Prozent für den Öffentlichen Bau. Die Entwicklung hängt insbesondere von den Kommunen ab, denen die Gewerbesteuereinnahmen weggebrochen sind. In 2020 haben Bund und Länder diese Steuereinnahmen im Rahmen des Konjunkturprogramms komplett ersetzt. Für 2021 gilt diese Regelung nicht. Im verabschiedeten Bundeshaushalt 2021 sind EUR 800 Mio. mehr als im Vorjahr für Bundesfernstraßenbau, Bundeswasserstraßen und den Radverkehr eingeplant. Durch den Übergang der Auftragsverwaltung der Länder auf die Autobahn GmbH des Bundes ist, aufgrund mangelnder Managementkapazitäten, die Realisation fraglich. Die Bauwirtschaft, insbesondere der Bereich Verkehrswegebau, ist aktuell weitgehend losgelöst von den negativen konjunkturellen Einflüssen der Corona-Pandemie. Die Bickhardt Bau AG stellt sich den Herausforderungen der Corona-Pandemie: Aktuell laufen alle Maßnahmen mit den der Mitarbeitergesundheit geschuldeten Hygienekonzepten und Betriebsanweisungen nach Plan. Die Kontaktnotwendigkeiten wurden strikt reduziert, in den Werkstätten wird eine Distanz gewahrt, Büroräume werden nur von Einzelpersonen genutzt, Besprechungen finden vorwiegend mittels Videokonferenz statt, 95 % der Angestellten können mobil arbeiten. Der hohe Grad der Digitalisierung ermöglicht nahezu vollständig das mobile Arbeiten und die Aufstellung als Komplettanbieter im Verkehrswegebau begrenzt die Abhängigkeit von Fremdunternehmen deutlich. Im Februar 2021 wurde ein Corona-Schnelltest-Konzept eingeführt. Risikomanagementsystem und Risiken Risiko- und Chancenmanagement ist integraler Bestandteil unserer Geschäftsprozesse. Mit diesem Managementsystem fördert die Bickhardt Bau AG das Risikobewusstsein auf allen Entscheidungsebenen und bei allen Mitarbeitern. Damit sollen Risiken möglichst vermieden, zumindest aber frühzeitig erkannt werden, um daraus resultierende Gefahren für das Unternehmen abzuwenden. Durch die pro-aktive Behandlung aller Risiken erschließen sich Möglichkeiten zur Wahrnehmung von Chancen. Aufträge mit großem Volumen oder mit besonderen Risiken können nur angeboten und angenommen werden, wenn der Vorstand dies im Einzelfall ausdrücklich genehmigt. Über Finanzierungen, Inanspruchnahme von Kreditlinien und Bürgschaften entscheidet der Vorstand nach Maßgabe der Geschäftsordnungen. Das monatliche Reporting und die Quartalsberichterstattung erfolgen nach Vorgaben des Konzerns und beinhalten die aktuelle wirtschaftliche Lage mit Analyse der Ist-Situation, die Abweichungen zur Planung sowie die sich durch die Veränderungen ergebenden neuen Jahreskennzahlen. Bei Überschreitung von Grenzwerten sind relevante Risiken erkennbar und können durch geeignete Maßnahmen in ihren Auswirkungen begrenzt werden. Projektrisiken - Risiken aus unserem operativen Geschäft begegnen wir mit einem ganzheitlichen, klar strukturierten Projekt Controlling, auf das alle Entscheidungsträger bis zum Vorstand Zugriff haben. Prozessrisiken - Das Ziel, gerichtliche Auseinandersetzungen nach Möglichkeit zu vermeiden, lässt sich nicht immer erreichen. Für mögliche Gerichts- bzw. Schiedsgerichtsverfahren, deren Ausgang sich naturgemäß nicht mit Sicherheit vorhersagen lässt, sind ausreichende bilanzielle Vorsorgen getroffen. Finanzrisiken - Mit bewährten Kontroll- und Steuerungsinstrumenten werden die Finanzrisiken überwacht. Durch tägliche Erfassung der Zahlungsströme und daraus resultierenden Entscheidungen werden kurzfristige Liquiditätsengpässe ausgeschlossen. Die Liquiditätsrisiken werden mittels einer Cashflow-Planung überwacht und gesteuert. Der hohe Bestand an kurzfristigen Kreditlinien sowie mittelfristige und langfristige Finanzierungen gewährleisten die Vorfinanzierung von Bauaufträgen. Sicherungsgeschäfte - Zinsswaps werden ausschließlich in Verbindung mit einem Grundgeschäft zur Sicherung von Zinsschwankungen bei Bankkrediten eingesetzt. Mit Hilfe von Zinsswaps wird das Zinsänderungsrisiko, das aus Änderungen von Marktzinssätzen für variabel verzinsliche Geldaufnahmen resultiert, begrenzt. Mit Hilfe von Commodity Swaps wird das Risiko steigender Bezugspreise für Dieselkraftstoffe begrenzt. Personalrisiken - Durch aktive Personalpolitik begrenzen wir die Personalrisiken, die sich aus Nachwuchsmangel, Fluktuation, fehlender oder geringer Qualifikation ergeben können. Unsere Personalentwicklung sorgt dafür, dass wir hoch qualifizierte Mitarbeiter gewinnen und soweit möglich, durch Angebote zur Qualifizierung und Weiterbildung langfristig an das Unternehmen binden. IT-Risiken - Um unberechtigte Zugriffe und Datenverluste zu verhindern und die ständige Verfügbarkeit unserer Systeme zu garantieren, schützen wir unsere Informationstechnik durch zahlreiche technische Maßnahmen. Die Bickhardt Bau AG betreibt für sich und ihre Tochterunternehmen eine private Cloud IT Infrastruktur, welche auf drei Rechenzentren verteilt, ein Höchstmaß an Verfügbarkeit und Schutz vor Datenverlust gewährleistet. Ein modernes System zur Server Virtualisierung bietet aufgrund von synchronen Spiegeln zwischen den Rechenzentren die nötige Datensicherheit und ein hohes Maß an Performance & Skalierbarkeit für zukünftige Anforderungen. Alle Systeme, von der unterbrechungsfreien Stromversorgung, redundanter Netzwerkinfrastruktur mit mehreren 10Gbit Glasfaserverbindungen zwischen den Rechenzentren und einer entsprechenden Anzahl von Virtualisierungsservern pro Standort, können den Ausfall eines Rechenzentrums z. B. aufgrund von Elementarschäden ohne Datenverlust verkraften. Archivdaten liegen revisionssicher auf zwei gespiegelten mehrfach redundanten Speichereinheiten, wobei sich eine Einheit in einem entfernten Backup Rechenzentrum befindet. Eine zentrale Administration und Benutzerverwaltung minimiert administrative Fehler beim Datei- und Applikationszugriff. Die gezielte Entkoppelung der Benutzerrechte in wichtigen Systemen wie Kalkulation und Dokumentenmanagement reduzieren nochmals das Risiko eines unberechtigten Zugriffes. Durch die Bereitstellung von virtuellen Desktops in Verbindung mit zentraler Datenhaltung in der Bickhardt Cloud in Kirchheim, können die Richtlinien der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) gewährleistet werden. Die gesamten Server werden über eine spezielle Backuplösung für virtuelle Infrastrukturen gesichert. Ein redundantes Sicherungs-Disk Ziel befindet sich wiederum an einem entfernten Backupstandort. Die noch an wenigen Standorten gehaltenen lokalen Datei oder Exchange Daten werden täglich nach Kirchheim repliziert. Um proaktiv mögliche Schwachstellen zu erkennen, oder bei Systemausfällen die komplexe Infrastruktur schnell analysieren zu können, steht der IT ein globales Überwachungssystem zur Verfügung, welches mehr als 4000 Dienste in Echtzeit überwacht und übersichtlich darstellt. Zum Schutz vor Viren, Trojanern und ähnlichen Bedrohungen wird eine zentral administrierbare Virenschutzlösung verwendet. Benutzerrichtlinien und EDV Schulungen für Mitarbeiter geben Handlungsanweisungen und weisen auf Risiken im Umgang mit IT Technik hin. Gegen Gefahren aus dem Internet steht der Bickhardt Bau AG eine Gateway Cloud-Sicherheitslösung zu Verfügung. Dieses System erkennt selbsttätig Angriffe und kann automatisiert unbefugte Zugriffe unterbinden. Digitalisierung- Die Digitalisierung in der Bickhardt Bau AG schreitet voran. Nicht nur für die Verwaltungs- und Planungsprozesse, sondern auch direkt auf der Baustelle und in der Arbeitssicherheit nehmen digitale Anwendungen zu. Die Arbeitsmethode Building Information Modeling (BIM) ermöglicht es Potentiale für viele Bauprojekte freizusetzen. Ziel ist die vollständige Digitalisierung der Bauprozesse, damit Baumaterialien zielgerichtet und ressourcensparend eingesetzt werden können. Zur Zeit werden zwei Pilotprojekte in der Bickhardt Bau AG durchgeführt. Die Bickhardt Bau AG hat das Zertifikat „Smart Building“ erlangt. Nach sorgfältiger Prüfung wurden für das Geschäftsjahr 2020 keine Einzelrisiken festgestellt, die allein oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand unseres Unternehmens gefährden könnten. 4. Zweigniederlassungsbericht Die Bickhardt Bau AG hat neben ihrem Hauptsitz in Kirchheim noch sieben Niederlassungen in Fulda, Meerane, Sangerhausen, Frankfurt, Neustadt, Rheinland-Pfalz und Nürnberg. 5. Erklärung zur Unternehmensführung (Angaben zur Frauenquote) Entsprechend der Vorgaben des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen beträgt in unserer Unternehmung der Anteil von Frauen im Aufsichtsrat 33,33 %. Im Vorstand ist für den ersten Zeitraum der festgelegten Zielgröße von 0,00 % entsprochen worden. Die Chancengleichheit von Frauen und Männern wird durch die Förderung von Frauen in Führungspositionen in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat im Bickhardt Bau Konzern aktiv unterstützt. Für die Bickhardt Bau AG gilt unabhängig vom Geschlecht uneingeschränkt das Prinzip „gleicher Lohn für gleiche oder gleichwertige Arbeit“. Alle Geschlechter haben die gleichen Chancen und Möglichkeiten, ihren beruflichen Werdegang bei der Bickhardt Bau AG zu gestalten. Die Bickhardt Bau AG ist ein tarifgebundenes Unternehmen. Sie unterliegt dem Rahmentarifvertrag des Baugewerbes. Das bedeutet, dass der überwiegende Teil der von der Bickhardt Bau AG beschäftigten Mitarbeiter nach den jeweiligen Tarifstrukturen eingruppiert und bezahlt wird. Im außertariflichen Bereich befinden sich vorwiegend Führungskräfte sowie einzelne Experten und Spezialisten unterschiedlicher Bereiche und Funktionen.
Kirchheim, 21. April 2021 Bickhardt Bau Der Vorstand Dipl.-Ing. Ralf Schär, Vorstandsvorsitzender Dipl.-Wirtschaftsinformatiker Horst Müller, Vorstandsmitglied Dipl.Ing. Marco Auth, Vorstandsmitglied Dipl.-Betriebswirt Frank Finster, Vorstandsmitglied Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Bickhardt Bau Aktiengesellschaft Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Bickhardt Bau Aktiengesellschaft - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bickhardt Bau Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Fulda, 21. April 2021 HNW Herber Niewelt Witzel GmbH Michael Herber, Wirtschaftsprüfer Markus Niewelt, Wirtschaftsprüfer I. KONZERNBILANZ zum 31. Dezember 2020AKTIVA scroll
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II. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020scroll
III. Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20201. Allgemeine Angaben 2. Konzernaufbau und Umfang der Konsolidierung 2.1. Konzernrechnungslegung 2.2. Konsolidierungskreis 2.3. Konsolidierungsgrundsätze 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 4. Erläuterungen zur Konzernbilanz 4.1. Konzernanlagenspiegel zum 31.12.2020 4.2. Konzernverbindlichkeitenspiegel 5. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung 6. Sonstige Angaben 1. Allgemeine Angaben Die Bickhardt Bau AG, als Mutterunternehmen des Bickhardt Bau Konzerns, hat ihren Sitz in Kirchheim und wird im Handelsregister des Amtsgerichts Bad Hersfeld unter der Handelsregisternummer HRB 519 geführt. 2. Konzernaufbau und Umfang der Konsolidierung 2.1. Konzernrechnungslegung Die Bickhardt Bau Aktiengesellschaft ist verpflichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen und zu veröffentlichen (§ 290 HGB). Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 wurde in Übereinstimmung mit dem Handelsgesetzbuch (HGB) aufgestellt. Die Befreiungsvorschriften des Handelsgesetzbuches greifen nicht, da die Größenmerkmale für Konzernrechnungslegungspflichten überschritten (§ 293 HGB) sind. Die Bickhardt Bau Aktiengesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 3 HGB). 2.2. Konsolidierungskreis Nach § 294 Abs. 1 HGB besteht grundsätzlich eine Pflicht zur Einbeziehung von Tochterunternehmen in den Konzernabschluss, sofern nicht ein Einbeziehungswahlrecht unter den in § 296 HGB genannten Voraussetzungen besteht. Gemäß § 296 Abs. 2 HGB wurde auf die Einbeziehung von im Mehrheitsbesitz der Bickhardt Bau Aktiengesellschaft stehenden Gesellschaften verzichtet, deren Vermögensgegenstände, Aufwendungen und Erträge für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns - auch insgesamt - nur von untergeordneter Bedeutung ist. In den Konzernabschluss wurden neben der Bickhardt Bau Aktiengesellschaft vierzig (Vorjahr: zweiunddreißig) inländische Unternehmen und ein ausländisches Unternehmen einbezogen. Der Jahresabschluss der Bickhardt Bau Polska Sp.zo.o. ist geprüft. Die Umrechnung des Jahresabschlusses für das polnische Tochterunternehmen zum 31. Dezember 2020 erfolgte gemäß § 308 a HGB. Der Umrechnungskurs der Aufwendungen und Erträge für das polnische Tochterunternehmen für das Jahr 2020 beträgt EUR 0,22508 für jeweils 1 Zloty. Daneben wurden vier assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode konsolidiert. Einbezogene Unternehmen scroll
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mittelbare Tochterbeteiligung Assoziierte Unternehmen scroll
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Das Ergebnis der Personengesellschaften wird bei den im Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen erfasst. scroll
Auf die Einbeziehung dieser Kapitalgesellschaften in den Konzernabschluss wurde gemäß § 296 Abs. 2 HGB verzichtet. 2.3. Konsolidierungsgrundsätze a) Konzernbilanz Bilanzstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen vollkonsolidierten Unternehmen ist der 31. Dezember 2020. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte bis zum 31. Dezember 2009 nach der Buchwertmethode zum Erwerbszeitpunkt oder zum Stichtag des erstmaligen Einbezugs unter Fortschreibung der Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung. Ab dem Geschäftsjahr 2010 wird die Neubewertungsmethode zum Erwerbszeitpunkt angewendet. Bei der Schuldenkonsolidierung wurden Forderungen mit Verbindlichkeiten gegeneinander aufgerechnet. Bei den Unternehmen, bei denen der Bickhardt Bau AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zustehen, wurde grundsätzlich eine Vollkonsolidierung vorgenommen. Jedoch wurde gemäß § 296 HGB in Bezug auf die GOFA Golfplatz GmbH auf die Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss verzichtet. b) Konzerngewinn- und Verlustrechnung Die Konzerngewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Aufwendungen und Erträge zwischen konsolidierten Unternehmen wurden aufgerechnet. Zwischenergebnisse wurden gem. § 304 Abs. 2 HGB eliminiert. Weitere Posten sind im Anhang erläutert. Die Aufstellung der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfolgte gem. § 300 HGB grundsätzlich in Form der vollkonsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung. c) Ableitung des Konzernergebnisses Der Konzerngewinn entspricht dem Bilanzgewinn der Bickhardt Bau Aktiengesellschaft. Die Bilanzergebnisse der einbezogenen Unternehmen wurden in Rücklagen eingestellt. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die im Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der inländischen verbundenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Bickhardt Bau Aktiengesellschaft aufgestellt. Dabei wird bei allen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen vom Grundsatz der Unternehmensfortführung nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB ausgegangen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den gesetzlichen Vorschriften, wobei das strenge Niederstwertprinzip des Handelsrechts im Rahmen der Bewertung des Vorratsvermögens beachtet wird. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Sie werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Der bilanzierte Geschäftswert, der aus dem Einzelabschluss eines Tochterunternehmens stammt, wird über eine betriebliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Diese entspricht dem Zeitraum über den aufgrund des abbaubaren Vorkommens der Steinbrüche Erträge erzielt werden können. Für die im Eigentum der Konzernunternehmen befindlichen Abbaugrundstücke erfolgt auf Basis des Verhältnisses der abgebauten Menge zur Gesamtmenge eine Substanzabschreibung. Dabei wird das Gewinnungsrecht linear und das Bergwerkseigentum nach Maßgabe des Substanzverzehrs abgeschrieben. Das übrige Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Die Anwendung der degressiven Abschreibung bezieht sich nur auf Zugänge im Anlagevermögen, die bis zum 31. Dezember 2009 erfolgt sind. Für alle Zugänge des Anlagevermögens ab dem 1. Januar 2010 wird grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode angewandt. Alle geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 wurden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. In den Herstellungskosten von selbst erstellten Anlagen werden neben den direkt zuordenbaren Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen. Beteiligungen an nicht assoziierten Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert und Ausleihungen mit dem Nennwert angesetzt. Im Konzernabschluss sind die Anteile an assoziierten Unternehmen, die bis zum 31. Dezember 2009 zugegangen sind, nach der Buchwertmethode gemäß § 312 Abs. 1 Nr. 1 HGB bewertet. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen am Abschlussstichtag angesetzt. Die Bewertung erfolgt unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Als niedrigerer Marktpreis wurden die Wiederbeschaffungskosten angesetzt. Die Anschaffungskosten der Vorräte wurden nach dem Durchschnittsverfahren ermittelt. Unfertige Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen entsprechend dem steuerlichen Mindestumfang berücksichtigt werden. Bei sämtlichen unfertigen Leistungen werden Fremdkapitalzinsen nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Bei allen Einzelkalkulationen wird verlustfrei bewertet, d. h. es wird ein Niederstwerttest vorgenommen, indem die bisher abgerechneten Werte auf Grund von Abschlagsrechnungen zu Vertragspreisen mit den Herstellungskosten laut der aktuellen Betriebsrechnung verglichen wird. Ist der Wert der Abschlagsrechnungen zu Vertragspreisen niedriger als die Herstellungskosten, wird dieser niedrigere Wert aktiviert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Material- und Fertigungseinzelkosten, anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten und den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Wahlrechte zum Ansatz weiterer Kosten wurden nicht ausgeführt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Darüber hinaus wurde zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos eine pauschale Abwertung vorgenommen. Unverzinsliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr betragen zum Bilanzstichtag TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 18). Rechnungsabgrenzungsposten werden aktiviert und über die Laufzeit der zugrunde liegenden Verträge linear aufgelöst. Die Ermittlung der latenten Steuern wird anhand des bilanzorientierten Konzepts vorgenommen. Danach werden auf sämtliche Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände und Schulden und deren steuerlichen Wertansätzen latente Steuern abgegrenzt, sofern sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder umkehren. Passive latente Steuern aus temporären Differenzen aus der Umgliederung des Sonderpostens mit Rücklageanteil wurden mit aktiven latenten Steuern aus unterschiedlicher Abzinsung von langfristigen Rückstellungen und der Berücksichtigung zukünftiger Kosten- und Preisänderungen verrechnet. Insgesamt hat sich ein passiver Saldo ergeben. Bei der Bewertung der latenten Steuern wurden unternehmensindividuelle Steuersätze herangezogen. Es wurde für den Bickhardt Bau Konzern ein individueller Steuersatz für Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von 28,1 % (Vorjahr: 28,1 %) zugrunde gelegt unter Berücksichtigung eines landestypischen Steuersatzes in Höhe von 19,0 % für das polnische Tochterunternehmen. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wird mit dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Verwendung der „Richttafeln 2018 G“ von Prof. Dr. Klaus Heubeck ohne Einbeziehung einer Rentendynamik vorgenommen. Dabei wurde der nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung von der Bundesbank veröffentlichte Zinssatz 2,30 % (10-Jahres-Durchschnittszinssatz) berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt im Geschäftsjahr 2020 TEUR 62. In dieser Höhe besteht gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB eine Ausschüttungssperre. Der Wert der Verpflichtungen zum 31.12.2020 in Höhe von TEUR 904 wurde nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherung (TEUR 109) saldiert. Für ungewisse Verbindlichkeiten werden Rückstellungen mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins aus den vergangenen sieben Jahren abgezinst. Bei der Bewertung der Rückstellungen wurden Preis- und Kostenänderungen, für die objektive Hinweise vorliegen, berücksichtigt. Die Rückstellung für die Langzeitkonten ist mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag zu bewerten. Gemäß § 246 Abs. 2 HGB wurden die Aktivwerte von der Zeitkontenrückdeckungsversicherungen (Planvermögen) mit einem beizulegenden Zeitwert von TEUR 129 mit dem Erfüllungsbetrag der Rückstellungen für Langzeitkonten in Höhe von TEUR 129 saldiert. Die Rückdeckungsversicherung ist an den Berechtigten verpfändet. Da die Erträge aus dem Langzeitkonto dem Berechtigten zustehen und bereits Arbeitgeberanteile in die Versicherung eingezahlt werden, entspricht der Erfüllungsbetrag der Rückstellung dem Aktivwert von der Zeitkontenrückdeckungsversicherung. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die erhaltenen Abschlagszahlungen für nicht abgerechnete unfertige Baumaßnahmen werden auf Grund von Abschlagsrechnungen zu Vertragspreisen bezahlt und werden in der Regel auf der Aktivseite von den Vorräten abgesetzt. Da die Bewertung der Vorräte nicht zu Vertragspreisen sondern zu Herstellungskosten erfolgt, ist die erhaltene Abschlagszahlung, die zu Vertragspreisen erfolgt, teilweise höher als der Wertansatz der unfertigen Bauleistungen, so dass der Ausweis dieser über den Herstellungskosten liegenden Abschlagszahlungen auf der Passivseite erfolgen muss. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten sowie liquide Mittel in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. In den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 315 (Vorjahr TEUR 205) enthalten. In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 17 (Vorjahr TEUR 28) enthalten. 4. Erläuterungen zur Konzernbilanz 4.1. Konzernanlagenspiegel 4.1. Konzernanlagenspiegel zum 31.12.2020in TEUR scroll
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4.2. Konzernverbindlichkeitenspiegelscroll
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Die in Klammern aufgeführten Beträge betreffen die Zahlen aus dem Vorjahr. Besicherung der Verbindlichkeiten Die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit Grundschulden in Höhe von TEUR 1.257 (Vorjahr: TEUR 1.470) sowie Sicherungsübereignung diverser Maschinen und Geräte in Höhe der jeweiligen für diese Maschinen und Geräte bestehenden Restdarlehen besichert. Haftungsverhältnisse Es bestehen Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 und § 268 Abs. 7 HGB aus sonstigen Bürgschaften in Höhe von TEUR 5.337 (Vorjahr: TEUR 5.312) und eine sonstige Mithaftung in Höhe von TEUR 1.974 (Vorjahr: TEUR 3.361). Die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit aus den Haftungsverhältnissen schätzen wir als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. Die zugrunde liegenden Verpflichtungen können nach unserer Einschätzung in allen Fällen erfüllt werden; mit einer Inanspruchnahme ist daher nicht zu rechnen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Leasingverträgen bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 4.777 (Vorjahr: TEUR 4.540). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für folgende Verpflichtungen und ungewisse Verbindlichkeiten: scroll
5. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich nach folgenden Tätigkeitsbereichen auf: scroll
Sonstige betriebliche Erträge/Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen/sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Erträge aus der Währungsumrechnung von TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 7) und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 11) enthalten. Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betreffen insbesondere die Leistungen von Subunternehmern sowie Planungsleistungen, Gerätemieten und Fremdreparaturen. Personalaufwand Der Personalaufwand des Geschäftsjahres 2020 im Bickhardt Bau Konzern ist beeinflusst durch die Zahlung einer Corona Prämie und tarifliche Lohnsteigerungen. Zinserträge/Zinsaufwendungen Die Zinserträge enthalten TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 16) aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen. Die Zinsaufwendungen enthalten TEUR 161 (Vorjahr: TEUR 103) aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen. Beteiligungserträge Die Beteiligungserträge enthalten auf den Konzern entfallende Erträge in Höhe von TEUR 3.458 (Vorjahr: TEUR 2.933) aus positiven Ergebnisanteilen der assoziierten Unternehmen. Latente Steuern scroll
Überleitung von dem auf Basis des handelsbilanziellen Ergebnisses erwarteten Steueraufwand/-ertrag und dem in der Konzern-GuV-Rechnung ausgewiesenen Steueraufwand/-ertrag scroll
6. Sonstige Angaben Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) scroll
Mitglieder des Vorstands
Mitglieder des Aufsichtsrates
Angaben zu den Organen Dem Aufsichtsrat wurden Vergütungen in Höhe von EUR 0,1 Mio. (Vorjahr: EUR 0,1 Mio.) gewährt. Vorschüsse oder Kredite an Vorstandsmitglieder oder Aufsichtsratsmitglieder sowie Haftungsverhältnisse zu Gunsten dieser Personen bestehen nicht. Pensionszahlungen an die Organe der Bickhardt Bau AG sowie der Tochtergesellschaften liegen nicht vor. Es bestehen auch keine diesbezüglichen Zusagen. Derivative Finanzinstrumente Zinsswaps werden ausschließlich in Verbindung mit einem Grundgeschäft zur Sicherung von Zinsschwankungen bei Bankkrediten eingesetzt. Mit Hilfe von Zinsswaps wird das Zinsänderungsrisiko, das aus Änderungen von Marktzinssätzen für variabel verzinsliche Geldaufnahmen resultiert, begrenzt. Am Bilanzstichtag bestanden Zinsswaps mit einem Nominalwert von EUR 5,5 Mio. (Vorjahr: EUR 12,5 Mio.). Die Zinsswaps enden in einem Zeitraum von 30. Juni 2021 bis 30. Juni 2023. Mit Hilfe von Commodity Swaps wird das Risiko steigender Bezugspreise für Dieselkraftstoffe begrenzt. Am Bilanzstichtag bestanden Commodity Swaps mit einem Nominalwert von EUR 5,6 Mio. (Vorjahr: EUR 2,2 Mio.). Die Commodity Swaps enden in einem Zeitraum vom 13. Dezember 2021 bis 13. Dezember 2023. Die derivativen Finanzinstrumente werden mit den Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Die Abbildung der wirksamen Teile der Bewertungseinheiten erfolgte nach der Einfrierungsmethode. Die Effektivität der Mikro-Hedges ist gegeben, da Grund und Sicherungsgeschäft hinsichtlich der wesentlichen Bedingungen (Referenzzinssatz und Laufzeit) übereinstimmen. Honorare des Abschlussprüfers scroll
Ergebnisverwendung und Ergebnisverwendungsvorschlag Ergebnisverwendung scroll
Ergebnisverwendungsvorschlagscroll
Entsprechend § 20 der Satzung gilt der Jahresabschluss als festgestellt, sobald der Aufsichtsrat diesen nach Prüfung billigt. Angaben nach dem Aktienrecht Eigenkapital Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020
Zu den ausgegebenen Aktien werden folgende zusätzliche Erläuterungen gegeben (gemäß § 152 Abs. 1 Satz 2 AktG): scroll
Die Aktien sind auf den Namen der Aktionäre ausgestellt und werden in einem elektronischen Aktienverzeichnis geführt. Zum Bilanzstichtag hält die Gesellschaft 771 eigene Aktien (Vorjahr 271). Dies entspricht 0,38 Prozent des gezeichneten Kapitals. scroll
Die Vermögensverwaltung Frielendorf, Nachf. Schmidt GmbH & Co. KG halten zum 31. Dezember 2020 25,10 % der Anteile an der Bickhardt Bau AG. Angaben zur Kapitalrücklage gem. § 152 Abs. 2 AktG Kapitalrücklage scroll
Angaben zu den Gewinnrücklagen gemäß § 152 Abs. 3 AktG 1. Gesetzliche Rücklage scroll
Die Pflichtrücklagen gemäß § 150 Abs. 2 AktG sind satzungsgemäß auf 30 % des Grundkapitals festgesetzt. 2. Andere Gewinnrücklagen scroll
Konzernabschluss 2019 Der Aufsichtsrat hat durch Beschluss vom 13. Mai 2020 den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 in der von der HNW Herber Niewelt Witzel GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft testierten Fassung zustimmend zur Kenntnis genommen.
Kirchheim, 28. April 2021 Bickhardt Bau Der Vorstand Dipl.-Ing. Ralf Schär, Vorstandsvorsitzender Dipl.-Wirtschaftsinformatiker Horst Müller, Vorstandsmitglied Dipl.-Ing. Marco Auth, Vorstandsmitglied Dipl.-Betriebswirt Frank Finster, Vorstandsmitglied IV. Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2020scroll
V. Konzerneigenkapitalspiegel zum 31.12.2020scroll
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oder abweichend, falls das Geschäftsjahr nicht gleich Kalenderjahr ist VI. Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2020Der Bickhardt Bau Konzern hat durch die solide Unternehmenspolitik auch im Geschäftsjahr 2020 seine erfolgreiche Entwicklung fortgesetzt und die gute Marktposition gefestigt. Der Unternehmenserfolg bestätigt den von dem Bickhardt Bau Konzern eingeschlagenen Weg einer kontrollierten und ergebnisorientierten Geschäftsentwicklung. 1. Grundlagen des Konzerns Der Bickhardt Bau Konzern umfasst eine Gruppe von vierzig inländischen Unternehmen und einem ausländischen Unternehmen, die unter der Führung der Bickhardt Bau Aktiengesellschaft stehen. Der Bickhardt Bau Konzern unterteilt sich in die Unternehmensbereiche Bau, Baustoffe und Service und Dienstleistungen. 2. Wirtschaftsbericht Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2020 geprägt von der Corona-Pandemie und deren Auswirkungen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist preisbereinigt um 5,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die deutsche Wirtschaft ist somit nach einer zehnjährigen Wachstumsphase wieder in eine tiefe Rezession gerutscht, ähnlich wie zuletzt während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Der massive Einbruch resultierte aus den getroffenen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie und dem damit anfänglich faktischen Stillstand der deutschen Wirtschaft. Einzelne Wirtschaftsbereiche konnten sich dem allgemeinen negativen Trend entgegenstellen. So profitierte insbesondere der Online-Handel von den Lockdown-bedingten Schließungen des stationären Handels. Während die Ausbreitung des Coronavirus und die Eindämmungsmaßnahmen das private und öffentliche Leben stark eingeschränkt haben, liefen in Deutschland sowohl der Baustellenbetrieb als auch die Planungen, Ausschreibungen und Vergaben mit wenigen Verzögerungen weiter. Die Bauindustrie hat ihre Leistungsfähigkeit als Motor der deutschen Volkswirtschaft eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die Umsätze im Bauhauptgewerbe sind nach Schätzungen des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 5,9 Prozent gestiegen. Im Branchendurchschnitt liegt der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2020 nominal auf Vorjahresniveau. Den Wirtschaftsbau hat die Corona-Krise am stärksten betroffen. Die Betriebe des Wirtschaftsbaus wiesen eine Steigerung beim Umsatz in Höhe von 1,2 Prozent aus. Die Auftragseingänge gingen um 4,9 Prozent zurück. Der Wohnungsbau ist von der Pandemie am wenigsten betroffen. Die Bausparte profitierte von einem deutlichen Anstieg bei den Neubaugenehmigungen und vom Überhang genehmigter, aber nicht fertiggestellter Wohnungen. Die Umsätze stiegen um 10,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr und die Auftragseingänge um 7,6 Prozent. Im öffentlichen Bau ist die Investitionsbremse der öffentlichen Auftraggeber dank der Kompensation der kommunalen Gewerbesteuereinbrüche durch Bund und Länder weitgehend ausgeblieben. Die Umsätze stiegen gegenüber dem Vorjahr um 6,2 Prozent und die Auftragseingänge um 2,2 Prozent. Zum Ende des 4. Quartals 2020 waren in den Betrieben des Bauhauptgewerbes 892.700 Personen tätig. Geschäftsverlauf und Lage Umsatz Die Konzernbauleistung stieg im Geschäftsjahr 2020 gegenüber dem Vorjahr von EUR 453,9 Mio. um 0,5 Prozent auf EUR 456,2 Mio. Die Steigerung betraf hauptsächlich den Unternehmensbereich Baustoffe mit EUR 2,5 Mio. höherer Umsatzleistung. Die in Arbeitsgemeinschaften erbrachte Bauleistung lag im Geschäftsjahr 2020 mit EUR 68,7 Mio. unter dem Vorjahreswert von EUR 97,1 Mio. Auftragseingang und Auftragsbestand Durch verbesserte Rahmenbedingungen im öffentlichen Bau lag der Auftragseingang des Geschäftsjahres 2020 mit EUR 490,6 Mio. über dem Niveau des Auftragseingangs des Vorjahres von EUR 461,9 Mio. Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2020 in Höhe von EUR 377,2 Mio. (Vorjahr EUR 342,8 Mio.) sichert dem Bickhardt Bau Konzern eine gute Auslastung von Personal und Geräten für das Geschäftsjahr 2021. Ertragslage Das EBITDA lag mit EUR + 46,7 Mio. über dem Niveau des Geschäftsjahres 2019 (Vorjahr EUR + 34,0 Mio.). Unter Berücksichtigung von EUR 21,5 Mio. Abschreibungen ergab sich ein EBIT von EUR + 25,2 Mio. für 2020, das über dem Vorjahr (EUR + 15,1 Mio.) lag. Der Bickhardt Bau Konzern hat in dem Marktumfeld des Verkehrswegebaus seine Ertragskraft in 2020 behaupten können. Der Jahresüberschuss (nach Steuern) des Bickhardt Bau Konzerns lag mit EUR + 17,2 Mio. über dem Niveau des Vorjahres von EUR + 9,9 Mio. Die GuV-Gesamtleistung erhöhte sich um EUR 30,8 Mio. beziehungsweise 7,9 Prozent auf EUR 422,8 Mio. (Vorjahr EUR 392,0 Mio.). Nicht enthalten sind die anteilig in Arbeitsgemeinschaften erbrachten Leistungen. Der Anteil der Aufwendungen für Material- und Subunternehmerleistungen sowie für eigenes Personal bezogen auf die GuV-Gesamtleistung liegt mit 79,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr 82,9 Prozent). Finanzlage Investitionen Im Berichtsjahr wurden von dem Bickhardt Bau Konzern EUR 34,3 Mio. (Vorjahr EUR 20,1 Mio.) in Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen investiert. Die Investitionen dienten der Kapazitätserhaltung und Rationalisierung des Maschinenparks im Bickhardt Bau Konzern auf qualitativ hochwertigem Niveau. Diese Investitionspolitik hat sich bewährt. Spitzenbelastungen im Geräteeinsatz wurden weiterhin konsequent durch den Einsatz von Mietgeräten und Subunternehmerleistungen abgedeckt. Personal Der Bickhardt Bau Konzern verfügt über gut ausgebildete, fachlich geschulte Mitarbeiter, die sich mit unseren strategischen Zielen identifizieren. Im Baugeschäft ist die Qualität der Mitarbeiter ein entscheidender Erfolgsfaktor, um die Zufriedenheit unserer Kunden zu gewährleisten. Erfolg und Bestand des Bickhardt Bau Konzerns werden dauerhaft dadurch getragen, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unternehmerische Verantwortung übernehmen und ein zielorientierter Dialog zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern stattfindet. Im Jahresdurchschnitt des Geschäftsjahres 2020 wurden im Bickhardt Bau Konzern 1.968 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr 1.921 Mitarbeiter). Aus- und Weiterbildung sehen wir als eine gute Investition in die Zukunft unseres Unternehmens. Im Berichtsjahr wurden insgesamt 162 junge Menschen im Bickhardt Bau Konzern ausgebildet. Die Ausbildungsquote beträgt 8,2 Prozent. Liquidität Auch im abgelaufenen Jahr entstand durch verzögerte Zahlungseingänge aus Bauvorhaben der öffentlichen Auftraggeber ein Bedarf für Vorfinanzierung. Zur Deckung des Bedarfs hat der Bickhardt Bau Konzern neben mittelfristigen Darlehen verschiedene voneinander unabhängige kurzfristige Kreditlinien mit mehreren Finanzinstituten vereinbart. Die Finanzierung der laufenden Geschäfte sowie die Durchführung der geplanten Investitionen waren zu jederzeit sichergestellt. Zur Abdeckung der Bürgschaftsverpflichtungen durch Ausführungs- und Gewährleistungsbürgschaften gegenüber unseren Auftraggebern standen den Unternehmen des Bickhardt Bau Konzerns dem Bedarf entsprechende AVAL-Linien zur Verfügung. Vermögenslage Im Geschäftsjahr 2020 wurde das Eigenkapital des Bickhardt Bau Konzerns durch die Zuführung zu den Gewinnrücklagen weiter gestärkt und erreicht einen Stand von EUR 110,4 Mio. nach EUR 94,9 Mio. zum Jahresende 2020. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2020 35,8 Prozent (Vorjahr 34,9 Prozent). Sie ist im Rahmen des Branchenvergleichs Baugewerbe als sehr gut einzustufen. Der Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit erhöhte sich in 2020 von EUR 28,5 Mio. um EUR 9,6 Mio. auf EUR 38,1 Mio. Die Anlagenintensität beträgt 41,1 Prozent für das Geschäftsjahr 2020 (Vorjahr 41,4 Prozent). 3. Nachtragsbericht Der Bickhardt Bau Konzern entwickelt sich im laufenden Geschäftsjahr nach Plan. Nach Buchungsschluss und Erstellung der Bilanz sind keine Vorgänge eingetreten, die die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage des Bickhardt Bau Konzerns maßgeblich beeinflusst haben. 4. Prognose,- Chancen- und Risikobericht Für den Prognosezeitraum von drei Jahren gehen wir von einer erfolgreichen Entwicklung der Gesellschaft aus. Auf Basis einer normalen Auslastung planen wir für das Geschäftsjahr 2020 eine Bauleistung inklusive Bauleistung in Arbeitsgemeinschaften von EUR 434,0 Mio. und ein Jahresergebnis in Höhe von EUR 10,0 Mio. Investitionen in Sachanlagen erfolgen weitgehend zur Erhaltung und Rationalisierung der Kapazitäten auf einem technologisch hohen Standard. Der Personalbestand wird weiterhin flexibel an der Entwicklung der Nachfrage orientiert. Die Zunahme der Leistung wird im Wesentlichen durch verstärkten Fremdunternehmereinsatz erfolgen. Eine Erhöhung der Mitarbeiterzahl ist nicht vorgesehen. Die Weltwirtschaft befindet sich weiterhin fest im Griff der Corona-Krise und wird mittelfristig unter deren Auswirkungen leiden. Trotz dieses Zustandes gehen die meisten Wirtschaftsexperten mit Zuversicht in das Jahr 2021. So rechnet der Internationale Wirtschaftsfonds in seiner aktuellen Prognose für 2021 mit einem weltwirtschaftlichen Wachstum von 5,4 Prozent. Getragen sieht der IWF den Aufwärtstrend insbesondere durch die positive Wirkung der laufenden Impfkampagnen und die dadurch verbundene Normalisierung des Wirtschaftslebens. Daneben ist davon auszugehen, dass die von vielen Industriestaaten initiierten Konjunkturprogramme zur Bekämpfung der Corona-Folgen sich als Wachstumstreiber des globalen Wirtschaftsverlaufes erweisen werden. Der Ausblick für die europäische Wirtschaft ist zweigespalten. Auf kurze Sicht kommt es erneut zu einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes als Folge der zunehmenden Infektionszahlen und der Lockdowns in weiten Teilen der Eurozone. Zusätzlich erhöhen die Mutationen des Virus die Gefahr der Verschlechterung der Lage. Auf längere Sicht dürfte neben den Impfungen auch die mildere Wetterlage die Infektionszahlen zurückgehen lassen und damit die Wirtschaft wieder ankurbeln können. Zur Stabilität der Wirtschaft dürften nationale Konjunkturprogramme (wie Kurzarbeitergeld und Liquiditätshilfen für Unternehmen) sowie das Aufbauprogramm der EU „Next Generation EU" sorgen. So wird für den Euroraum für 2021 mit einem Wirtschaftswachstum von 4,9 Prozent gerechnet. Auch für Deutschland sehen die führenden Wirtschaftsinstitute für das Jahr 2021 eine stark ausgeprägte Gegenbewegung zu dem im laufenden Jahr eingebrochenen Konjunkturverlauf voraus. Verantwortlich hierfür zeigt sich laut den Experten insbesondere die exportstarke Industrie, welche Wachstumsimpulse aus China und den USA erfährt. Ebenfalls wird erwartet, dass nach der Lockerung der Corona-bedingten Einschränkungen mit einem starken Anstieg der privaten Konsumausgaben zu rechnen ist. Der Sachverständigenrat erwartet für die deutsche Wirtschaft 2021 ein Wachstum von 3,1 Prozent. Die deutsche Bauindustrie konnte sich im Jahr 2020 gegen die Auswirkungen der Corona-Krise stemmen und ihren Gesamtumsatz erhöhen. Für das Jahr 2021 prognostiziert der Spitzenverband der deutschen Bauindustrie ein nicht mehr ganz so optimistisches Umsatzszenario. Er geht aktuell von einer nominalen Stagnation des Umsatzes aus. Bereinigt wäre dies ein Umsatzrückgang von 2,0 Prozent. Begründet wird die Rücknahme der Prognose durch die Rückkehr zum regulären Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent zum 1. Januar 2021 und der damit verbundenen deutlichen Vorzieheffekte. Der Wohnungsbau dürfte auch im Jahr 2021 der Wachstumsmotor der Baukonjunktur bleiben. Ausschlaggebend hierfür sind u. a. die unverändert bleibenden Rahmenbedingungen am Kapitalmarkt. Es wird ein Umsatzwachstum von 3,0 Prozent erwartet. Für das Jahr 2021 prognostizierte der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie die Fertigstellung von 300.000 Wohneinheiten. Der Wirtschaftsbau wird im Jahr 2021, wie im Jahr 2020, am deutlichsten von der Corona-Pandemie belastet. Es wird ein Rückgang der Bauleistung von 2,0 Prozent erwartet. Insbesondere für den Wirtschaftshochbau werden deutliche Investitionsrückgänge erwartet. Der Wirtschaftstiefbau dürfte stabilisierend wirken. Der Bund erhöht seine Investitionszuschüsse von EUR 6,6 Mrd. im Jahr 2020 auf EUR 7,3 Mrd. im Jahr 2021. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie erwartet für das Jahr 2021 einen nominalen Rückgang der Bauleistung von 1,5 Prozent für den Öffentlichen Bau. Die Entwicklung hängt insbesondere von den Kommunen ab, denen die Gewerbesteuereinnahmen weggebrochen sind. In 2020 haben Bund und Länder diese Steuereinnahmen im Rahmen des Konjunkturprogramms komplett ersetzt. Für 2021 gilt diese Regelung nicht. Im verabschiedeten Bundeshaushalt 2021 sind EUR 800 Mio. mehr als im Vorjahr für Bundesfernstraßenbau, Bundeswasserstraßen und den Radverkehr eingeplant. Durch den Übergang der Auftragsverwaltung der Länder auf die Autobahn GmbH des Bundes ist, aufgrund mangelnder Managementkapazitäten, die Realisation fraglich. Die Bauwirtschaft, insbesondere der Bereich Verkehrswegebau, ist aktuell weitgehend losgelöst von den negativen konjunkturellen Einflüssen der Corona-Pandemie. Die Bickhardt Bau AG stellt sich den Herausforderungen der Corona-Pandemie: Aktuell laufen alle Maßnahmen mit den der Mitarbeitergesundheit geschuldeten Hygienekonzepten und Betriebsanweisungen nach Plan. Die Kontaktnotwendigkeiten wurden strikt reduziert, in den Werkstätten wird eine Distanz gewahrt, Büroräume werden nur von Einzelpersonen genutzt, Besprechungen finden vorwiegend mittels Videokonferenz statt, 95% der Angestellten können mobil arbeiten. Der hohe Grad der Digitalisierung ermöglicht nahezu vollständig das mobile Arbeiten und die Aufstellung als Komplettanbieter im Verkehrswegebau begrenzt die Abhängigkeit von Fremdunternehmen deutlich. Im Februar 2021 wurde ein Corona-Schnelltest-Konzept eingeführt. 5. Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den Konzernrechungslegungsprozess Risiko- und Chancenmanagement ist integraler Bestandteil unserer Geschäftsprozesse. Mit diesem Managementsystem fördert der Bickhardt Bau Konzern das Risikobewusstsein auf allen Entscheidungsebenen und bei allen Mitarbeitern. Damit sollen Risiken möglichst vermieden, zumindest aber frühzeitig erkannt werden, um daraus resultierende Gefahren für das Unternehmen abzuwenden. Durch die pro-aktive Behandlung aller Risiken erschließen sich Möglichkeiten zur Wahrnehmung von Chancen. Aufträge mit großem Volumen oder mit besonderen Risiken können nur angeboten und angenommen werden, wenn der Vorstand dies im Einzelfall ausdrücklich genehmigt. Über Finanzierungen, Inanspruchnahme von Kreditlinien und Bürgschaften entscheidet der Vorstand nach Maßgabe der Geschäftsordnungen. Das monatliche Reporting und die Quartalsberichtserstattung erfolgen nach Vorgaben des Konzerns und beinhalten die aktuelle wirtschaftliche Lage mit Analyse der Ist-Situation, die Abweichungen zur Planung sowie die sich durch die Veränderungen ergebenden neuen Jahreskennzahlen. Bei Überschreitung von Grenzwerten sind relevante Risiken erkennbar und können durch geeignete Maßnahmen in ihren Auswirkungen begrenzt werden. Projektrisiken - Risiken aus unserem operativen Geschäft begegnen wir mit einem ganzheitlichen, klar strukturierten Projekt Controlling, auf das alle Entscheidungsträger bis zum Vorstand Zugriff haben. Prozessrisiken - Das Ziel, gerichtliche Auseinandersetzungen nach Möglichkeit zu vermeiden, lässt sich nicht immer erreichen. Für mögliche Gerichts- bzw. Schiedsgerichtsverfahren, deren Ausgang sich naturgemäß nicht mit Sicherheit vorhersagen lässt, sind ausreichende bilanzielle Vorsorgen getroffen. Finanzrisiken - Mit bewährten Kontroll- und Steuerungsinstrumenten werden die Finanzrisiken überwacht. Durch tägliche Erfassung der Zahlungsströme und daraus resultierenden Entscheidungen werden kurzfristige Liquiditätsengpässe ausgeschlossen. Die Liquiditätsrisiken werden mittels einer Cashflow-Planung überwacht und gesteuert. Der hohe Bestand an kurzfristigen Kreditlinien sowie mittelfristige und langfristige Finanzierungen gewährleisten die Vorfinanzierung von Bauaufträgen. Sicherungsgeschäfte - Zinsswaps werden ausschließlich in Verbindung mit einem Grundgeschäft zur Sicherung von Zinsschwankungen bei Bankkrediten eingesetzt. Mit Hilfe von Zinsswaps wird das Zinsänderungsrisiko, das aus Änderungen von Marktzinssätzen für variabel verzinsliche Geldaufnahmen resultiert, begrenzt. Mit Hilfe von Commodity Swaps wird das Risiko steigender Bezugspreise für Dieselkraftstoffe begrenzt. Personalrisiken - Durch aktive Personalpolitik begrenzen wir die Personalrisiken, die sich aus Nachwuchsmangel, Fluktuation, fehlender oder geringer Qualifikation ergeben können. Unsere Personalentwicklung sorgt dafür, dass wir hoch qualifizierte Mitarbeiter gewinnen und soweit möglich, durch Angebote zur Qualifizierung und Weiterbildung langfristig an das Unternehmen binden. IT-Risiken - Um unberechtigte Zugriffe und Datenverluste zu verhindern und die ständige Verfügbarkeit unserer Systeme zu garantieren, schützen wir unsere Informationstechnik durch zahlreiche technische Maßnahmen. Die Bickhardt Bau AG betreibt für sich und ihre Tochterunternehmen eine private Cloud IT Infrastruktur, welche auf drei Rechenzentren verteilt, ein Höchstmaß an Verfügbarkeit und Schutz vor Datenverlust gewährleistet. Ein modernes System zur Server Virtualisierung bietet aufgrund von synchronen Spiegeln zwischen den Rechenzentren die nötige Datensicherheit und ein hohes Maß an Performance & Skalierbarkeit für zukünftige Anforderungen. Alle Systeme, von der unterbrechungsfreien Stromversorgung, redundanter Netzwerkinfrastruktur mit mehreren 10Gbit Glasfaserverbindungen zwischen den Rechenzentren und einer entsprechenden Anzahl von Virtualisierungsservern pro Standort, können den Ausfall eines Rechenzentrums z. B. aufgrund von Elementarschäden ohne Datenverlust verkraften. Archivdaten liegen revisionssicher auf zwei gespiegelten mehrfach redundanten Speichereinheiten. Eine zentrale Administration und Benutzerverwaltung minimiert administrative Fehler beim Datei und Applikationszugriff. Die gezielte Entkoppelung der Benutzerrechte in wichtigen Systemen wie Kalkulation und Dokumentenmanagement reduzieren nochmals das Risiko eines unberechtigten Zugriffes. Durch die Bereitstellung von virtuellen Desktops in Verbindung mit zentraler Datenhaltung in der Bickhardt Cloud in Kirchheim, können die Richtlinien der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) gewährleistet werden. Die gesamten Server werden über eine spezielle Backuplösung für virtuelle Infrastrukturen gesichert. Ein redundantes Sicherungs-Disk Ziel befindet sich in einem Backupstandort. Die noch an wenigen Standorten gehaltenen lokalen Datei oder Exchange Daten werden täglich nach Kirchheim repliziert. Um proaktiv mögliche Schwachstellen zu erkennen, oder bei Systemausfällen die komplexe Infrastruktur schnell analysieren zu können, steht der IT ein globales Überwachungssystem zu Verfügung, welches mehr als 4000 Dienste in Echtzeit überwacht und übersichtlich darstellt. Zum Schutz vor Viren, Trojanern und ähnlichen Bedrohungen wird eine zentral administrierbare Virenschutzlösung verwendet. Benutzerrichtlinien und EDV Schulungen für Mitarbeiter geben Handlungsanweisungen und weisen auf Risiken im Umgang mit IT Technik hin. Gegen Gefahren aus dem Internet steht der Bickhardt Bau AG eine durch einen Drittanbieter tagesaktuell gehaltene, Gateway Cloud-Sicherheitslösung zu Verfügung. Dieses System erkennt selbsttätig Angriffe und kann automatisiert einen unbefugten Zugriff unterbinden. Digitalisierung- Die Digitalisierung in der Bickhardt Bau AG schreitet voran. Nicht nur für die Verwaltungs- und Planungsprozesse, sondern auch direkt auf der Baustelle und in der Arbeitssicherheit nehmen digitale Anwendungen zu. Die Arbeitsmethode Building Information Modeling (BIM) ermöglicht es Potentiale für viele Bauprojekte freizusetzen. Ziel ist die vollständige Digitalisierung der Bauprozesse, damit Baumaterialien zielgerichtet und ressourcensparend eingesetzt werden können. Zur Zeit werden zwei Pilotprojekte in der Bickhardt Bau AG durchgeführt. Die Bickhardt Bau AG hat das Zertifikat „Smart Building" erlangt. Nach sorgfältiger Prüfung wurden für das Geschäftsjahr 2020 keine Einzelrisiken festgestellt, die allein oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand unseres Unternehmens gefährden könnten. 6. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Der Vorstand verfolgt eine konservative Risikopolitik. Mit bewährten Kontroll- und Steuerungsinstrumenten werden die Finanzrisiken überwacht. Durch tägliche Erfassung der Zahlungsströme und daraus resultierenden Entscheidungen werden kurzfristige Liquiditätsengpässe ausgeschlossen. Die Liquiditätsrisiken werden mittels einer Cashflow-Planung überwacht und gesteuert. Kurzfristige Kreditlinien, mittelfristige und langfristige Finanzierungen sichern jederzeit den Liquiditätsbedarf des Bickhardt Bau Konzerns. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt der Bickhardt Bau Konzern über ein integriertes Debitorenmanagement und Mahnwesen.
Kirchheim, 28. April 2021 Bickhardt Bau Der Vorstand Dipl.-Ing. Ralf Schär, Vorstandsvorsitzender Dipl.-Wirtschaftsinformatiker Horst Müller, Vorstandsmitglied Dipl.-Ing. Marco Auth, Vorstandsmitglied Dipl.-Betriebswirt Frank Finster, Vorstandsmitglied VII. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Bickhardt Bau Aktiengesellschaft Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Bickhardt Bau Aktiengesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Bickhardt Bau Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit den Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Fulda, 28. April 2021 HNW Herber Niewelt Witzel GmbH Michael Herber, Wirtschaftsprüfer Markus Niewelt, Wirtschaftsprüfer C. Bericht des Aufsichtsrates zum Geschäftsjahr 2020Im Geschäftsjahr 2020 hat der Aufsichtsrat vier Aufsichtsratssitzungen durchgeführt. In den Sitzungen hat der Vorstand durch Berichte und Vorlage umfangreicher Unterlagen über die
ausführlich informiert. Dabei konnte sich der Aufsichtsrat von der ordnungsgemäßen Geschäftsführung des Vorstandes überzeugen. Der Aufsichtsrat hat in Wahrnehmung der ihm nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Rechte und Pflichten den Vorstand beraten, überwacht, die in seinen Entscheidungsbereich fallenden Aufgaben unter Wahrung der Interessen der Aktionäre überprüft und zu zustimmungspflichtigen Geschäften die entsprechenden Beschlüsse gefasst. Diese Aussage gilt auch für die Tochter- und Beteiligungsunternehmen. Die vom Aufsichtsrat an den Personal- und Finanzausschuss delegierten Aufgaben wurden in den Ausschüssen in gleicher Verantwortlichkeit wahrgenommen. Darüber hinaus haben der Aufsichtsratsvorsitzende und seine Stellvertreterin sich auch außerhalb von Aufsichtsratssitzungen vom Vorstand über ad hoc anstehende Geschäfte und besondere Geschäftsvorgänge von Bedeutung informieren lassen. Im Konzern wurden in Gesellschafterversammlungen in gleicher Weise wie bei der AG vierteljährliche Berichte der Tochter- und Beteiligungsgesellschaften entgegengenommen und Beschlüsse zu den zustimmungspflichtigen Geschäften gefasst und über wichtige Vorgänge dem Aufsichtsrat der AG berichtet als auch im Aufsichtsrat erforderliche Beschlüsse gefasst. Der Aufsichtsrat hat sich davon überzeugt, dass die nach dem AktG und dem KonTraG eingerichteten internen Überwachungsinstrumente des Risikomanagements-Systems angewandt werden. Wie in § 13 Ziffer 7 der Satzung der AG und in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrates festgelegt, werden bis auf die folgenden Bereiche alle Beschlüsse in den Ausschüssen gefasst:
Zu diesen drei Bereichen bereiten die Ausschüsse die Entscheidungen und Beschlüsse des Aufsichtsrates lediglich vor. Im Geschäftsjahr 2020 wurden insgesamt sieben Ausschusssitzungen durchgeführt, erforderliche Beschlüsse gefasst und in den jeweiligen Aufsichtsratssitzungen darüber berichtet. Der Aufsichtsrat hat gemäß § 171 Abs. 1 AktG im Finanzausschuss den Jahresabschluss der Bickhardt Bau AG als auch des Konzerns geprüft. Er ist zu der Feststellung gekommen, dass die Jahresabschlüsse ordnungsgemäß erstellt sind und die Lageberichte alle wesentlichen Fakten, die zur Beurteilung der Lage der Gesellschaft und des Konzerns und der Einschätzung künftiger Entwicklungsrisiken, die von Bedeutung sind, enthalten. Diese Feststellung des Aufsichtsrates gründet sich neben der eigenen Prüfung und den Prüfungsberichten des Wirtschaftsprüfers auch auf den vierteljährlichen und abschließenden Berichten des Vorstandes in den Sitzungen des Aufsichtsrates und des Finanzausschusses der Jahre 2020 und 2021. In der Sitzung des Finanzausschusses sowie des Aufsichtsrates am 12. Mai 2021 hat der Ausschuss bzw. der Aufsichtsrat am gleichen Tage den Jahresabschluss 2020 der Bickhardt Bau AG mit Lagebericht des Vorstandes und Prüfbericht des Wirtschaftsprüfers HNW Herber Niewelt Witzel GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Fulda eingehend erörtert, beraten, geprüft und den Jahresabschluss 2020 der AG festgestellt. Der Jahresabschluss des Konzerns wurde vom Aufsichtsrat gebilligt. In der personellen Zusammensetzung des Vorstandes hat sich seit der letzten Hauptversammlung am 26. Juni 2020 keine Veränderung ergeben. In der personellen Zusammensetzung des Aufsichtsrates hat sich seit der letzten Hauptversammlung am 26. Juni 2020 keine Veränderung ergeben. Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstandes über die ersten Monate des Geschäftsjahres 2021 erhalten und sieht darin die Budgetplanungen für das laufende Geschäftsjahr bestätigt. Der hohe Auftragsbestand sichert die Grundauslastung für das Geschäftsjahr 2021 und durch langlaufende Maßnahmen auch darüber hinaus. Die Aufstellung der Bickhardt Bau AG als Komplettanbieter im Verkehrswegebau hat sich erneut bewährt. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die hervorragende Arbeit im Geschäftsjahr 2020. Das große Engagement und die beachtliche Motivation aller Beteiligten werden dazu beitragen, dass die Bickhardt Bau AG und die Konzernunternehmen auch das laufende Geschäftsjahr erfolgreich abschließen werden.
Kirchheim, 12. Mai 2021 DER AUFSICHTSRAT Dr.-Ing. H. Michael Bröhl, Aufsichtsratsvorsitzender |
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