Bickhardt Bau AktiengesellschaftLiquidiert

36275 Kirchheim, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Hersfeld HRB 519
Eingetragen
24.5.1993
Branche
Spezialisierte Bautätigkeiten im TiefbauIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und VerkehrsanlagenBau von Straßen
Gegenstand
Betrieb einer Bauunternehmung für den Hoch-, Tief- und Ingenieurbau, Eisenbahnund Straßenbau sowie das Betreiben von Steinbrüchen und Kiesgruben, Transportbeton-, Asphaltmisch- und Recyclinganlagen und die Durchführung von Transporten, Ingenieurdienstleistungen und Projektgeschäft sowie aller mit den vorgenannten Tätigkeiten zusammenhängenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sven Böhme
seit 13.1.2023
Prokura
Ralf Staaf
seit 4.1.2023
Vorstandsmitglied
Patrick Antenbrink
seit 11.4.2022
Prokura
Michael Völlinger
seit 11.4.2022
Prokura
Fred Haschler
seit 8.9.2020
Prokura
Marco Auth
seit 7.10.2019
Vorstandsmitglied
Friederike Gorka
seit 11.2.2019
Prokura
Uwe Glück
seit 8.5.2017
Prokura
Prokura
Frank König
seit 1.8.2007
Prokura
Prokura
Jürgen Dechant
seit 19.7.2005
Prokura
Olaf Schmidt
seit 19.7.2005
Prokura
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bickhardt Bau Aktiengesellschaft

Kirchheim

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

INHALTSVERZEICHNIS

A. Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 der Bickhardt Bau Aktiengesellschaft

I. Bilanz zum 31. Dezember 2020

II. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

III. Anhang für das Geschäftsjahr 2020

IV. Lagebericht

V. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

B. Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 der Bickhardt Bau Aktiengesellschaft

I. Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020

II. Konzerngewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

III. Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2020

IV. Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2020

V. Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2020

VI. Konzernlagebericht

VII. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

C. Bericht des Aufsichtsrats

D. Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften

I. BILANZ zum 31. Dezember 2020

Bickhardt Bau Aktiengesellschaft

Kirchheim

AKTIVA

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Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 125.990,00 128.403,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.252.942,72 8.241.193,92
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.376.294,00 2.299.876,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.423.051,00 6.602.465,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 45.754,44 463.439,85
30.098.042,16 17.606.974,77
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 17.252.227,45 16.527.227,45
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 1.000.000,00
3. Beteiligungen 329.889,65 332.446,11
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 2.556,46
5. Sonstige Ausleihungen 8.128.555,00 8.628.555,00
25.710.672,10 26.490.785,02
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 492.242,23 470.501,60
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 195.665.145,23 206.037.741,72
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 197.404,75 197.404,75
4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 182.290.244,45- 191.728.135,78-
14.064.547,76 14.977.512,29
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 34.792.287,94 42.379.917,09
2. Forderungen gegen ARGEN 13.745.971,53 21.026.753,01
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 24.866.038,36 27.035.288,84
4. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 795.676,57 625.015,30
5. Sonstige Vermögensgegenstände 1.777.112,67 1.799.514,13
75.977.087,07 92.866.488,37
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 58.868.893,06 33.628.569,76
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 3.057,78 8.227,19
204.848.289,93 185.706.960,40

PASSIVA

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Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 10.261.450,00 10.286.450,00
II. Kapitalrücklage 3.223.719,18 3.223.719,18
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 3.090.000,00 3.090.000,00
2. Andere Gewinnrücklagen 54.078.576,07 49.045.876,07
57.168.576,07 52.135.876,07
IV. Bilanzgewinn 3.383.321,67 2.979.474,49
74.037.066,92 68.625.519,74
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 832.750,00 802.900,00
2. Sonstige Rückstellungen 23.772.316,00 19.037.616,00
24.605.066,00 19.840.516,00
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16.342.240,68 19.117.331,80
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 6.411.124,22 (EUR 7.191.757,81)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 9.931.116,46 (EUR 11.925.573,99)
2. Erhaltene Anzahlungen 29.788.682,00 18.109.537,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 29.788.682,00 (Euro 18.109.537,00)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.145.418,68 9.703.878,30
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 8.145.418,68 (Euro 9.703.878,30)
4. Verbindlichkeiten gegenüber ARGEN 17.776.959,53 24.149.976,23
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 17.776.959,53 (Euro 24.149.976,23)
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 22.841.435,44 16.351.164,40
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 22.841.435,44 (Euro 16.351.164,40)
6. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 15.931,11 27.187,13
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 15.931,11 (Euro 27.187,13)
7. Sonstige Verbindlichkeiten 11.290.093,97 9.776.640,12
106.200.761,41 97.235.714,98
- davon aus Steuern Euro 7.688.738,82 (Euro 6.077.938,55)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit Euro 80.569,72 (Euro 88.119,26)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 11.290.093,97 (Euro 9.776.640,12)
D. PASSIVE LATENTE STEUERN 5.395,60 5.209,68
204.848.289,93 185.706.960,40

II. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020

Bickhardt Bau Aktiengesellschaft, Kirchheim

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Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
1. Umsatzerlöse 241.196.263,99 218.995.935,51
2. Verminderung des Bestands in Ausführung befindlicher Bauaufträge 10.372.596,49 10.134.766,63-
3. Sonstige betriebliche Erträge 7.998.290,43 6.341.640,41
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 56.858.357,14 53.896.318,95
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 86.575.958,38 90.620.117,70
143.434.315,52 144.516.436,65
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 47.880.649,23 48.237.204,34
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 14.518.258,57 15.129.819,11
62.398.907,80 63.367.023,45
- davon für Altersversorgung EUR 172.813,30 (EUR 162.721,17)
6. Abschreibungen
a) Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.132.870,60 3.701.039,74
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 25.154.456,20 21.208.543,82
8. Erträge aus Beteiligungen 4.762.595,35 4.540.300,93
- davon aus verbundenen Unternehmen Euro 4.703.992,53 (Euro 4.469.923,81)
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 59.901,97 87.618,06
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 644.916,24 485.312,66
- davon aus verbundenen Unternehmen Euro 283.603,62 (Euro 265.471,55)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 311.229,60 359.798,96
- davon an verbundene Unternehmen Euro 129.673,24 (Euro 75.644,26)
- davon Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen Euro 12.800,22 (Euro 18.913,64)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.946.468,98 1.345.015,88
- davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern Euro 185,92 (Euro -3.823,40)
13. Ergebnis nach Steuern 6.911.122,79 6.087.715,70
14. Sonstige Steuern 234.701,61 231.633,97
15. Jahresüberschuss 6.676.421,18 5.856.081,73
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 45.100,49 51.392,76
17. Einstellungen in Gewinnrücklagen
a) In andere Gewinnrücklagen 3.338.200,00 2.928.000,00
18. Bilanzgewinn 3.383.321,67 2.979.474,49

III. Anhang für das Geschäftsjahr 2020

1. Allgemeine Angaben

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

3. Erläuterungen zur Bilanz

3.1. Sachanlagenspiegel zum 31.12.2020/ Finanzanlagenspiegel zum 31.12.2020

3.2. Verbindlichkeitenspiegel

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

5. Sonstige Angaben

6. Ergebnisverwendung und Ergebnisverwendungsvorschlag

6.1. Ergebnisverwendung

6.2. Ergebnisverwendungsvorschlag

7. Angaben nach dem Aktienrecht

1. Allgemeine Angaben

Die Bickhardt Bau AG mit Sitz in Kirchheim wird im Handelsregister des Amtsgerichts Bad Hersfeld unter der Handelsregisternummer HRB 519 geführt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach Vorschriften des Handelsgesetzbuches.

Ausweis und Bewertung erfolgen nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Soweit erforderlich, wurden zusätzlich die nach dem Aktiengesetz erforderlichen Angaben gemacht.

Anlagevermögen

Für die Abschreibungen von Gegenständen des Anlagevermögens wurden folgende Abschreibungsmethoden angewandt:

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Anlageposition Abschreibungsmethode Nutzungsdauer
Immaterielle Vermögensgegenstände linear 3-5 Jahre
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken linear maximal 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen linear 2 -13 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung linear 2- 19 Jahre

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Sie wurden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet.

In den Herstellungskosten von selbst erstellten Anlagen wurden neben den direkt zuordenbaren Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen.

Für den Bestand an Spundbohlen wurde ein auf Basis des durchschnittlichen Einkaufspreises ermittelter Festwert angesetzt. Die letzte körperliche Bestandsaufnahme erfolgte am 28. Januar 2021.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Anschaffungswert von EUR 800,00 im Sinne von § 6 Abs. 2 EStG wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Diese steuerliche Abschreibungsmethode wurde unter dem Gesichtspunkt der Wesentlichkeit im handelsrechtlichen Jahresabschluss übernommen.

Finanzanlagen

Bei den Finanzanlagen wurden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.

Vorräte

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten am Abschlussstichtag angesetzt. Die Bewertung erfolgte unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Die unfertigen Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen, soweit sie auf die Fertigung entfallen, berücksichtigt wurden. Bei sämtlichen unfertigen Leistungen wurden Fremdkapitalzinsen nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurde ein Niederstwerttest vorgenommen, indem die bisher abgerechneten Werte aufgrund von Abschlagsrechnungen zu Vertragspreisen mit den Herstellungskosten laut der aktuellen Betriebsrechnung verglichen wurden. Ist der Wert der Abschlagsrechnungen zu Vertragspreisen niedriger als die Herstellungskosten, wurde dieser aktiviert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr betrugen zum Bilanzstichtag EUR 0,00 (Vorjahr EUR 0,00).

Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten wurden aktiviert und über die Laufzeit der zugrunde liegenden Verträge linear aufgelöst.

Rückstellungen

Für ungewisse Verbindlichkeiten wurden Rückstellungen mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei der Bewertung der Rückstellungen wurden Preis- und Kostenänderungen, für die objektive Hinweise vorliegen, berücksichtigt.

Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Jahren abgezinst. Bei der Bewertung der Rückstellungen wurden Preis- und Kostenänderungen, für die objektive Hinweise vorliegen, berücksichtigt.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die erhaltenen Abschlagszahlungen für nicht abgerechnete unfertige Baumaßnahmen wurden aufgrund von Abschlagsrechnungen zu Vertragspreisen bezahlt und werden in der Regel auf der Aktivseite von den Vorräten abgesetzt. Da die Bewertung der Vorräte nicht zu Vertragspreisen, sondern zu Herstellungskosten erfolgt, ist die erhaltene Abschlagszahlung, die zu Vertragspreisen erfolgt, teilweise höher als der Wertansatz der unfertigen Bauleistungen, sodass der Ausweis dieser über den Herstellungskosten liegenden Abschlagszahlungen auf der Passivseite erfolgen muss.

Latente Steuern

Die Ermittlung der latente Steuern wird anhand des bilanzorientierten Konzepts vorgenommen. Danach werden auf sämtliche Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände und Schulden und deren steuerlichen Wertansätzen latente Steuern abgegrenzt, sofern sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder umkehren.

Fremdwährungsrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Entstehungstag umgerechnet. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in der Bilanz sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Mitzugehörigkeit

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 631.882,69 (Vorjahr: EUR 101.928,59) sowie sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 24.234.155,67 (Vorjahr: EUR 26.933.360,25) enthalten.

In den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 128.198,72 (Vorjahr: EUR 16.140,27) und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 667.477,85 (Vorjahr: EUR 608.875,03) enthalten.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 146.677,09 (Vorjahr: EUR 174.575,54) sowie Sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 22.694.758,35 (Vorjahr: EUR 16.176.588,86) enthalten.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 15.931,11 (Vorjahr: EUR 27.187,13) enthalten.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Zur Entwicklung des Anlagevermögens vergleiche die Darstellung auf den folgenden Seiten.

3.1 Anlagenspiegel zum 31.12.2020

in Euro

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Anschaffungs- / Herstellungskosten
Stand 01.01.2020 Zugänge 2020 Abgänge 2020 Umbuchungen Stand 31.12.2020
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 1.921.853,35 114.760,40 0,00 0,00 2.036.613,75
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.921.853,35 114.760,40 0,00 0,00 2.036.613,75
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 17.388.148,18 6.619.872,85 0,00 4.945.847,15 28.953.868,18
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.188.708,66 1.046.724,95 491.013,13 0,00 11.744.420,48
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 27.079.454,02 4.493.177,16 1.803.777,57 97.200,00 29.866.053,61
4. Anlagen im Bau 463.439,85 4.625.361,74 0,00 -5.043.047,15 45.754,44
Summe Sachanlagen 56.119.750,71 16.785.136,70 2.294.790,70 0,00 70.610.096,71
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 16.852.580,20 725.000,00 0,00 0,00 17.577.580,20
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 1.000.000,00 0,00 1.000.000,00 0,00
3. Beteiligungen 341.649,37 0,00 2.556,46 0,00 339.092,91
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.556,46 0,00 2.556,46 0,00 0,00
5. Sonstige Ausleihungen 8.628.555,00 0,00 500.000,00 0,00 8.128.555,00
Summe Finanzanlagen 26.825.341,03 725.000,00 1.505.112,92 0,00 26.045.228,11
Anlagevermögen gesamt 84.866.945,09 17.624.897,10 3.799.903,62 0,00 98.691.938,57
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Abschreibungen
Stand 01.01.2020 Zugänge 2020 Abgänge 2020 Stand 31.12.2020
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 1.793.450,35 117.173,40 0,00 1.910.623,75
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.793.450,35 117.173,40 0,00 1.910.623,75
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 9.146.954,26 553.971,20 0,00 9.700.925,46
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.888.832,66 948.817,95 469.524,13 9.368.126,48
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.476.989,02 2.512.908,05 1.546.894,46 21.443.002,61
4. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 38.512.775,94 4.015.697,20 2.016.418,59 40.512.054,55
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 325.352,75 0,00 0,00 325.352,75
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 9.203,26 0,00 0,00 9.203,26
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 334.556,01 0,00 0,00 334.556,01
Anlagevermögen gesamt 40.640.782,30 4.132.870,60 2.016.418,59 42.757.234,31
scroll
Buchwerte
Stand 31.12.2020 Stand 31.12.2019
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 125.990,00 128.403,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 125.990,00 128.403,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 19.252.942,72 8.241.193,92
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.376.294,00 2.299.876,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.423.051,00 6.602.465,00
4. Anlagen im Bau 45.754,44 463.439,85
Summe Sachanlagen 30.098.042,16 17.606.974,77
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 17.252.227,45 16.527.227,45
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 0,00 1.000.000,00
3. Beteiligungen 329.889,65 332.446,11
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 2.556,46
5. Sonstige Ausleihungen 8.128.555,00 8.628.555,00
Summe Finanzanlagen 25.710.672,10 26.490.785,02
Anlagevermögen gesamt 55.934.704,26 44.226.162,79

Angaben zum Anteilsbesitz

a) Anteile an verbundenen Unternehmen

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Anteil am gezeichneten Kapital Eigenkapital (100,0 %) Jahresergebnis des verbundenen Unternehmens (100,0 %)
Gesellschaft % Euro Euro
Bickhardt Bau Thüringen GmbH 100,00 23.652.613,79 8.146.213,21
Sitz: Schwabhausen
Bickhardt Bau Polska Sp.zo.o. (PLN 2.748.489,60) (PLN -36.857,11)
Sitz: Wroclaw, Polen 99,83 EUR 601.342,02 EUR -8.295,80
Kurs 31.12.2020: 4,5706
MKW Mitteldeutsche Hartstein- Kies- und Mischwerke GmbH 89,99 13.619.515,86 373.100,53
Sitz: Naumburg
Werrakies Fambach GmbH & Co. KG 50,00 25.000,00 63.955,35
Sitz: Kirchheim
Bickhardt Bau Projektentwicklung GmbH 100,00 1.563.998,64 53.181,22
Sitz: Kirchheim
BSV Baumaschinen Service + Vermietungs GmbH 100,00 1.541.115,92 -139.811,06
Sitz: Schwabhausen
Bickhardt Construction International GmbH 100,00 137.397,33 -384,70
Sitz: Kirchheim
Bickhardt Betonstraßenbau GmbH 100,00 100.828,21 -376,46
Sitz: Kirchheim
UBR Kompetenzcenter für Umwelttechnik Baustoffhandel Reststoffverwertung GmbH 100,00 20.233,01 -380,82
Sitz: Kirchheim
Bauunion GmbH Wandersleben 100,00 799.166,01 145.292,13
Sitz: Drei Gleichen
Gebrüder Plannerer GmbH 100,00 0,00 40.476,43
Sitz: Schwarzenbruck
NBU Naumburger Bauunion GmbH 100,00 105.395,84 7.813,06
Sitz: Naumburg
NBU Naumburger Bauunion GmbH & Co. Bauunternehmung KG 90,00 9.436.283,18 5.312.462,94
Sitz: Naumburg
GOFA Golfplatzgesellschaft mbH 62,18 35.901,67 22,04
Sitz: Oberaula
ABA Asphalt- und Brückenabdichtungsgesllschaft mbH 100,00 67.119,05 12.594,68
Sitz: Bad Hersfeld
Fr. Richter Bauunternehmung GmbH 100,00 537.594,13 -91.737,55
Sitz: Kassel
Fr. Richter Rohrleitungsbau GmbH 100,00 623.828,64 311.787,89
Sitz: Kassel
Wilh. Fehr Straßenbau GmbH 100,00 333.111,52 218.128,41
Sitz: Kassel
Fr. Richter GmbH & Co. KG Beteiligungen und Verpachtungen 100,00 98.996,81 -2.735,79
Sitz: Kassel
Richter Verwaltungsgesellschaft mbH 100,00 27.193,27 793,27
Sitz: Kassel
Fr. Richter Bauunternehmung GmbH 100,00 796.695,21 17.359,09
Sitz: Leinefelde
Alsfelder BIM-Akademie GmbH 100,00 15.659,12 -9.340,88
Sitz: Kirchheim

b) Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

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Gesellschaft Anteil am gezeichneten Kapital Eigenkapital (100,0 %) Jahresergebnis des Beteiligungsunternehmens (100,0 %)
% Euro Euro
DBW Recycling GmbH & Co. KG 40,00 350.000,00 205.512,55
Sitz: Wiesbaden
DBW Recycling Verwaltungs GmbH 40,00 33.987,09 1.095,01
Sitz: Wiesbaden

Eigene Anteile

Die Bickhardt Bau AG hält zum Geschäftsjahresende 2020 eigene Anteile in Höhe von 771 nennbetragslosen Stückaktien mit einem Wert von EUR 38.550,00. Die eigenen Anteile sind zur Weitergabe an Mitarbeiter bestimmt. Der Nennbetrag der eigenen Anteile in Höhe von EUR 38.550,00 wurde im Geschäftsjahr 2020 gemäß § 272 Abs. 1 a HGB offen von dem gezeichneten Kapital abgesetzt. Der Unterschiedsbetrag wurde mit den frei verfügbaren Gewinnrücklagen verrechnet.

Sonstige Rückstellungen

Der Posten "Sonstige Rückstellungen" umfasst im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen von TEUR 2.025 (Vorjahr: TEUR 1.471), noch auszuführende Bauleistungen von TEUR 12.862 (Vorjahr: TEUR 9.240), fehlende Eingangsrechnungen von TEUR 4.457 (Vorjahr: TEUR 3.911) und Rückstellungen für nicht genommenen Urlaub, Weihnachtsgeld und andere Personalaufwendungen von TEUR 3.388 (Vorjahr: TEUR 3.387).

3.2. Verbindlichkeitenspiegel

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mit einer Restlaufzeit von
Bilanzposition der Verbindlichkeiten Gesamtbetrag bis zu 1 Jahr 2 bis 5 Jahren mehr als 5 Jahren
Euro Euro Euro Euro
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16.342.240,68 6.411.124,22 9.780.600,63 150.515,83
(19.117.331,80) (7.191.757,81) (11.548.693,70) (376.880,29)
Erhaltene Anzahlungen 29.788.682,00 29.788.682,00 0,00 0,00
(18.109.537,00) (18.109.537,00) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.145.418,68 8.145.418,68 0,00 0,00
(9.703.878,30) (9.703.878,30) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber ARGEN 17.776.959,53 17.776.959,53 0,00 0,00
(24.149.976,23) (24.149.976,23) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 22.841.435,44 22.841.435,44 0,00 0,00
(16.351.164,40) (16.351.164,40) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 15.931,11 15.931,11 0,00 0,00
(27.187,13) (27.187,13) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 11.290.093,97 11.290.093,97 0,00 0,00
(9.776.640,12) (9.776.640,12) (0,00) (0,00)
- davon aus Steuern EUR 7.688.738,82 (EUR 6.077.938,05)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 80.569,72 (EUR 88.119,26)
106.200.761,41 96.269.644,95 9.780.600,63 150.515,83
(97.235.714,98) (85.310.140,99) (11.548.693,70) (376.880,29)

*) Die in Klammern aufgeführten Beträge betreffen die Zahlen aus dem Vorjahr.

Besicherung der Verbindlichkeiten

Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen folgende Sicherheiten:

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Kreditinstitut Sicherheit
SüdLeasing GmbH
Commerz Real Mietkauf GmbH
Sicherungsübereignung diverser Maschinen und Geräte in Höhe der jeweiligen für diese Maschinen und Geräte bestehenden Restdarlehen
Sparkasse Fulda Grundschuld im Grundbuch von Kämmerzell EUR 1.256.761,41

Haftungsverhältnisse

Es bestehen Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 und § 268 Abs. 7 HGB wie folgt:

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Bürgschaften für verbundene Unternehmen EUR 10.671.589,37
Bürgschaften für Beteiligungsunternehmen EUR 349.723,05
Sonstige Bürgschaften EUR 5.312.417,85
Mithaftung für verbundene Unternehmen EUR 8.797.440,95
Sonstige Mithaftung EUR 1.974.492,56

Die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit aus den Haftungsverhältnissen schätzen wir als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. Die zugrunde liegenden Verpflichtungen können nach unserer Einschätzung in allen Fällen erfüllt werden; mit einer Inanspruchnahme ist daher nicht zu rechnen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Leasingverträgen bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von EUR 4.668.190,17 (Vorjahr: EUR 4.368.437,40).

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung der Gesellschaft wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:

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EUR EUR
2020 2019
Erlöse aus Bauleistungen eigene Baustellen 199.508.775,05 177.866.082,00
Erlöse aus Beistellung an ARGEN 20.105.629,72 20.503.371,46
Gewinnanteile ARGEN 12.030.111,94 13.628.175,38
Erlöse aus Lieferungen und Leistungen an verbundene Unternehmen bzw. Beteiligungsgesellschaften 6.027.204,45 4.698.487,62
Sonstige Erlöse und Erlöse aus Handelswaren 3.008.931,88 1.763.026,79
Erlöse aus dem Abgang des Sachanlagevermögens 515.610,95 536.792,26

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten unter anderem den Verbrauch von Rückstellungen in Höhe von TEUR 6.524, Sachbezüge in Höhe von TEUR 973 und Versicherungsentschädigungen und Schadenersatzleistungen in Höhe von TEUR 407.

Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betreffen insbesondere die Leistungen von Subunternehmern sowie Planungsleistungen, Gerätemieten und Fremdreparaturen.

Personalaufwand

Der Personalaufwand der Bickhardt Bau AG ist im Geschäftsjahre 2020 in Höhe um TEUR 795 auf TEUR 62.572 gesunken. Es wurde an die Mitarbeiter der Bickhardt Bau AG eine Corona Prämie in Höhe TEUR 710 gezahlt.

Latente Steuern

Passive latente Steuern aus temporären Differenzen aus der Umgliederung des Sonderpostens mit Rücklageanteil wurden mit aktiven latenten Steuern aus unterschiedlicher Abzinsung von langfristigen Rückstellungen und der Berücksichtigung zukünftiger Kosten- und Preisänderungen verrechnet. Insgesamt hat sich ein passiver Saldo ergeben. Bei der Bewertung der latenten Steuern wurden unternehmensindividuelle Steuersätze herangezogen. Es wurde für Körperschaftsteuer incl. Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer ein Steuersatz in Höhe von 28,0 % angesetzt.

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Stand zu Beginn des GJ Veränderung Stand zu Ende des GJ
EUR EUR EUR
Aktive latente Steuern 25.676,00 -2.716,00 22.960,00
Passive latente Steuern -30.885,68 2.530,08 -28.335,60
Ansatz passive latente Steuern -5.209,68 -185,92 -5.395,60

5. Sonstige Angaben

Beschäftigte Arbeitnehmer

Die Arbeitnehmer gliedern sich im Jahresdurchschnitt wie folgt auf:

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2020 2019
Angestellte 332 324
Arbeiter 640 663
972 987
Auszubildende 110 99
1.082 1.086

Der Beschäftigungsstand per 31. Dezember 2020 beträgt 1.085 Arbeitnehmer (Vorjahr: 1.090 Arbeitnehmer).

Mitglieder des Vorstandes:

 

Dipl.-Ing. Ralf Schär, Vorstandsvorsitzender

 

Dipl.-Ing. Marco Auth, Vorstandsmitglied

 

Dipl.-Betriebswirt Frank Finster, Vorstandsmitglied

 

Dipl.-Wirtschaftsinformatiker Horst Müller, Vorstandsmitglied

Mitglieder des Aufsichtsrates:

 

Dr.-Ing. H. Michael Bröhl, Aufsichtsratsvorsitzender

 

Dipl.-Kauffrau Susanne Bickhardt, stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende

 

Dipl.-Sozialwirtin Heidemarie Hanekop

 

Friedrich-Karl Trescher, Kaufmann

 

Arbeitnehmervertreter:

 

Dipl.-Ing. Horst Walther, Vermesser, Bickhardt Bau AG

 

Martin Nuhn, Schreiner, BSV Baumaschinen Service + Vermietungs GmbH

Die Vergütung des Aufsichtsrates betrug im Geschäftsjahr 2020 TEUR 92 (Vorjahr TEUR 92).

Vorschüsse oder Kredite an Vorstandsmitglieder oder Aufsichtsratsmitglieder sowie Haftungsverhältnisse zu Gunsten dieser Personen bestehen nicht.

Derivative Finanzinstrumente

Zinsswaps werden ausschließlich in Verbindung mit einem Grundgeschäft zur Sicherung von Zinsschwankungen bei Bankkrediten eingesetzt. Mit Hilfe von Zinsswaps wird das Zinsänderungsrisiko, das aus Änderungen von Marktzinssätzen für variabel verzinsliche Geldaufnahmen resultiert, begrenzt.

Am Bilanzstichtag bestanden Zinsswaps mit einem Nominalwert von EUR 5,5 Mio. (Vorjahr: EUR 8,9 Mio.). Die Zinsswaps enden in einem Zeitraum vom 30. Juni 2021 bis 30. Juni 2023.

Mit Hilfe von Commodity Swaps wird das Risiko steigender Bezugspreise für Dieselkraftstoffe begrenzt.

Am Bilanzstichtag bestanden Commodity Swaps mit einem Nominalwert von EUR 5,6 Mio. (Vorjahr: EUR 2,2 Mio.). Die Commodity Swaps enden in einem Zeitraum vom 13. Dezember 2021 bis 13. Dezember 2023.

Die derivativen Finanzinstrumente werden mit den Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Die Abbildung der wirksamen Teile der Bewertungseinheiten erfolgte nach der Einfrierungsmethode. Die Effektivität der Mikro-Hedges ist gegeben, da Grund und Sicherungsgeschäft hinsichtlich der wesentlichen Bedingungen (Referenzzinssatz und Laufzeit) übereinstimmen.

Geschäfte mit Nahestehenden

Alle Geschäfte mit Nahestehenden sind in der folgenden Tabelle je Personengruppe dargestellt:

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in TEUR Verkäufe Käufe Erbringung von Dienstleistungen Bezug von Dienstleistungen Zinsen Cash Poolung
Tochterunternehmen 18,0 -3.812,7 6.186,6 -16.923,0 44,0
Assoziierte Unternehmen 0,0 -243,9 172,3 -923,6 0,0
Nahestehende Personen 0,0 0,0 0,0 -72,0 0,0

Honorar des Abschlussprüfers

Bezüglich der Angabe der Honorare des Abschlussprüfers wird auf die Angaben hierzu im Konzernabschluss der Bickhardt Bau AG verwiesen.

6. Ergebnisverwendung und Ergebnisverwendungsvorschlag

6.1. Ergebnisverwendung

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Aus dem Gewinnvortrag zum 01.01.2020 in Höhe von 45.100,49 EUR
und dem Jahresüberschuss 2020 in Höhe von 6.676.421,18 EUR
wurden in andere Gewinnrücklagen eingestellt. 3.338.200,00 EUR

6.2. Ergebnisverwendungsvorschlag

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Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, aus dem verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von 3.383.321,67 EUR
auf 204.929 dividendenberechtigten Stückaktien je nennbetragsloser Stückaktie einen Betrag von 12,00 EUR auszuschütten 2.459.148,00 EUR
gemäß § 58 Abs. 3 AktG in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen und 900.000,00 EUR
den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. 24.173,67 EUR

Entsprechend § 20 der Satzung gilt der Jahresabschluss als festgestellt, sobald der Aufsichtsrat diesen nach Prüfung billigt.

7. Angaben nach dem Aktienrecht

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020

 

EUR 10.300.000,00.

Zu den ausgegebenen Aktien werden folgende zusätzliche Erläuterungen gegeben (gemäß § 152 Abs. 1 S. 2 AktG):

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Zahl Gattung Nennwert
Nennbetragslose Stückaktien EUR
206.000 je EUR 50,00 10.300.000,00

Die Aktien sind auf den Namen der Aktionäre ausgestellt und werden in einem elektronischen Aktienverzeichnis geführt.

Zum Bilanzstichtag die Gesellschaft 771 eigene Aktien (Vorjahr 271). Dies entspricht 0,38 Prozent des gezeichneten Kapitals.

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Stück 31.12.2020 31.12.2019
Bestand zu Beginn des Geschäftsjahres 271 186
Aktienverkauf -1.500 -2.400
Aktienrückkauf 2.000 2.485
Endbestand 771 271

Die Vermögensverwaltung Frielendorf, Nachf. Schmidt GmbH & Co. KG halten zum 31. Dezember 2020 25, 10 % der Anteile an der Bickhardt Bau AG.

Angaben zur Kapitalrücklage gemäß § 152 Abs. 2 AktG

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Vortrag 1.Januar 2020 3.223.719,18 EUR
+ Zugänge 0,00 EUR
- Abgänge 0,00 EUR
Kapitalrücklage per 31. Dezember 2020 3.223.719,18 EUR

Angaben zur Gewinnrücklage gemäß § 152 Abs. 3 AktG

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Vortrag 1. Januar 2020 52.135.876,07 EUR
Aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres wurden in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt 1.700.000,00 EUR
Verrechnung des Unterschiedsbetrages zwischen dem Nennbetrag und den Anschaffungskosten der eigenen Anteile gem. § 272 Abs. 1 a Satz 2 HGB -5.500,00 EUR
Aus dem Jahresüberschuss 2020 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt 3.338.200,00 EUR
Insgesamt betragen die Gewinnrücklagen 57.168.576,07 EUR

Die Pflichtrücklagen gemäß § 150 Abs. 2 AktG sind satzungsgemäß auf 30 % des Grundkapitals festgesetzt.

Steuerliche Verhältnisse

Die letzte steuerliche Außenprüfung fand von Juni 2016 bis August 2018 statt und umfasste den Zeitraum von 2011 bis 2015.

Das Ergebnis der letzten umfassenden steuerlichen Außenprüfung wurde durch Anpassung der Bilanz 2018 in vollem Umfang berücksichtigt.

Hauptversammlung

Der Aufsichtsrat hat mit Beschluss vom 13. Mai 2020 den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 in der von der HNW Herber Niewelt Witzel GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft testierten Fassung gebilligt. Dadurch gilt der Jahresabschluss gemäß § 172 AktG in Verbindung mit § 20 Abs. 4 der Satzung der Bickhardt Bau AG als festgestellt.

Die ordentliche Hauptversammlung vom 26. Juni 2020 hat den festgestellten Jahresabschluss zur Kenntnis genommen und den Mitgliedern des Vorstandes und den Mitgliedern des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2019 Entlastung erteilt.

Die vom Vorstand vorgeschlagene Ergebnisverwendung wurde von der ordentlichen Hauptversammlung am 26. Juni 2020 beschlossen.

 

Kirchheim, 21. April 2021

Bickhardt Bau
Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Dipl.-Ing. Ralf Schär, Vorstandsvorsitzender

Dipl.-Wirtschaftsinformatiker Horst Müller, Vorstandsmitglied

Dipl.Ing. Marco Auth, Vorstandsmitglied

Dipl.-Betriebswirt Frank Finster, Vorstandsmitglied

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

Die Bickhardt Bau AG hat durch die solide Unternehmenspolitik auch im Geschäftsjahr 2020 ihre erfolgreiche Entwicklung fortgesetzt und die gute Marktposition gefestigt.

1. Wirtschaftsbericht

Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2020 geprägt von der Corona-Pandemie und deren Auswirkungen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist preisbereinigt um 5,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die deutsche Wirtschaft ist somit nach einer zehnjährigen Wachstumsphase wieder in eine tiefe Rezession gerutscht, ähnlich wie zuletzt während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Der massive Einbruch resultierte aus den getroffenen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie und dem damit anfänglich faktischen Stillstand der deutschen Wirtschaft. Einzelne Wirtschaftsbereiche konnten sich dem allgemeinen negativen Trend entgegenstellen. So profitierte insbesondere der Online-Handel von den Lockdown-bedingten Schließungen des stationären Handels.

Während die Ausbreitung des Coronavirus und die Eindämmungsmaßnahmen das private und öffentliche Leben stark eingeschränkt haben, liefen in Deutschland sowohl der Baustellenbetrieb als auch die Planungen, Ausschreibungen und Vergaben mit wenigen Verzögerungen weiter. Die Bauindustrie hat ihre Leistungsfähigkeit als Motor der deutschen Volkswirtschaft eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die Umsätze im Bauhauptgewerbe sind nach Schätzungen des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 5,9 Prozent gestiegen. Im Branchendurchschnitt liegt der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2020 nominal auf Vorjahresniveau.

Den Wirtschaftsbau hat die Corona-Krise am stärksten betroffen. Die Betriebe des Wirtschaftsbaus wiesen eine Steigerung beim Umsatz in Höhe von 1,2 Prozent aus. Die Auftragseingänge gingen um 4,9 Prozent zurück.

Der Wohnungsbau ist von der Pandemie am wenigsten betroffen. Die Bausparte profitierte von einem deutlichen Anstieg bei den Neubaugenehmigungen und vom Überhang genehmigter, aber nicht fertiggestellter Wohnungen. Die Umsätze stiegen um 10,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr und die Auftragseingänge um 7,6 Prozent.

Im öffentlichen Bau ist die Investitionsbremse der öffentlichen Auftraggeber dank der Kompensation der kommunalen Gewerbesteuereinbrüche durch Bund und Länder weitgehend ausgeblieben. Die Umsätze stiegen gegenüber dem Vorjahr um 6,2 Prozent und die Auftragseingänge um 2,2 Prozent.

Zum Ende des 4. Quartals 2020 waren in den Betrieben des Bauhauptgewerbes 892.700 Personen tätig.

Geschäftsverlauf und Lage

Bauleistung

Die Bauleistung der Bickhardt Bau AG ist im Geschäftsjahr 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,4 Prozent von EUR 279,4 Mio. auf EUR 261,6 Mio. gesunken.

Die in Arbeitsgemeinschaften erbrachte Bauleistung lag im Geschäftsjahr 2020 mit EUR 41,1 Mio. um EUR 21,4 Mio. unter dem Vorjahreswert von EUR 62,5 Mio.

Das Volumen der von der Bickhardt Bau AG allein abgewickelten Bauvorhaben erhöhte sich von EUR 216,9 Mio. um EUR 3,6 Mio. auf EUR 220,5 Mio.

Auftragseingang und Auftragsbestand

Der Auftragseingang des Geschäftsjahres 2020 lag mit EUR 267,9 Mio. unter dem Niveau des Vorjahres (EUR 295,4 Mio.).

Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2020 erhöhte sich von EUR 243,1 Mio. auf EUR 249,4 Mio. und sichert der Bickhardt Bau AG eine gute Grundauslastung von Personal und Geräten für das Geschäftsjahr 2021.

Ertragslage

Das EBITDA im Geschäftsjahr 2020 in Höhe von EUR + 12,7 Mio. lag über dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: EUR + 11,0 Mio.). Unter Berücksichtigung von EUR 4,1 Mio. Abschreibungen ergibt sich ein EBIT von EUR + 8,5 Mio. für 2020, das um EUR 1,2 Mio. über dem Vorjahr (EUR + 7,3 Mio.) lag. Die Bickhardt Bau AG hat in dem schwierigen Marktumfeld des Verkehrswegebaus ihre Ertragskraft in 2020 behaupten können.

Der Jahresüberschuss (nach Steuern) der Bickhardt Bau AG lag zum Ende des Geschäftsjahres 2020 mit EUR 6,7 Mio. über dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr EUR 5,9 Mio.).

Die GuV-Gesamtleistung erhöhte sich um EUR 3,3 Mio. beziehungsweise 1,4 Prozent auf EUR 238,8 Mio. (Vorjahr: EUR 235,5 Mio.). Nicht enthalten sind die anteilig in Arbeitsgemeinschaften erbrachten Leistungen; dies ist der wesentliche Grund für den Unterschied zwischen der GuV-Gesamtleistung und der im Lagebericht ausgewiesenen Bauleistung, die im Geschäftsjahr 2020 bei EUR 261,6 Mio. lag (Vorjahr EUR 279,4 Mio.).

Der Anteil der Aufwendungen für Material- und Subunternehmerleistungen sowie für eigenes Personal bezogen auf die GuV-Gesamtleistung verminderte sich von 88,3 Prozent im Vorjahr auf 86,3 Prozent im Geschäftsjahr 2020.

Finanzlage

Investitionen

Im Berichtsjahr wurden von der Bickhardt Bau AG EUR 16,9 Mio. (Vorjahr: EUR 3,8 Mio.) in Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sowie EUR 0,7 Mio. in Finanzanlagen (Vorjahr: EUR 1,1 EUR Mio.) investiert. Mit EUR 11,6 Mio. wurden Erweiterungsinvestitionen in Verwaltungsgebäude und Betriebsgrundstücke an den Standorten Kirchheim, Kassel und Dipperz durchgeführt. Die Investitionen in technische Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattungen dienten weitgehend der Kapazitätserhaltung und Rationalisierung des Maschinenparks der Bickhardt Bau AG auf qualitativ hochwertigem Niveau. Diese Investitionspolitik hat sich bewährt. Spitzenbelastungen im Geräteeinsatz wurden weiterhin konsequent durch den Einsatz von Mietgeräten und Subunternehmerleistungen abgedeckt.

Personal

Die Bickhardt Bau AG verfügt über gut ausgebildete, fachlich geschulte Mitarbeiter, die sich mit unseren strategischen Zielen identifizieren. Im Baugeschäft ist die Qualität der Mitarbeiter ein entscheidender Erfolgsfaktor, um die Zufriedenheit unserer Kunden zu gewährleisten. Erfolg und Bestand der Bickhardt Bau AG werden dauerhaft dadurch getragen, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unternehmerische Verantwortung übernehmen und ein zielorientierter Dialog zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern stattfindet.

Die Belegschaft ist von 1.090 Mitarbeitern am 31. Dezember 2019 auf 1.085 Mitarbeiter am 31. Dezember 2020 gesunken. Die Ausbildungsquote beträgt 10,2 Prozent (Vorjahr 9,9 Prozent).

Liquidität

Auch im abgelaufenen Jahr entstand durch verzögerte Zahlungseingänge aus Bauvorhaben der öffentlichen Auftraggeber ein Bedarf für Vorfinanzierung, Zur Deckung des Bedarfs hat die Bickhardt Bau AG neben mittelfristigen Darlehen verschiedene voneinander unabhängige kurzfristige Kreditlinien mit mehreren Finanzinstituten vereinbart. Die Finanzierung der laufenden Geschäfte sowie die Durchführung der geplanten Investitionen waren zu jeder Zeit sichergestellt.

Zur Abdeckung der Bürgschaftsverpflichtungen durch Ausführungs- und Gewährleistungsbürgschaften gegenüber unseren Auftraggebern stehen der Bickhardt Bau AG dem Bedarf entsprechende AVAL-Linien zur Verfügung.

Vermögenslage

Im Geschäftsjahr 2020 wurde das Eigenkapital der Bickhardt Bau AG durch die Zuführung von EUR 5,0 Mio. zu den Gewinnrücklagen weiter gestärkt und erreicht einen Stand von EUR 74,0 Mio. nach EUR 68,6 Mio. zum Jahresende 2019. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2020 36,1 Prozent (Vorjahr 37,0 Prozent). Sie ist im Rahmen des Branchenvergleichs Baugewerbe als sehr gut einzustufen.

Der Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit erhöhte sich in 2020 von EUR 9,4 Mio. um EUR 1,4 Mio. auf EUR 10,8 Mio.

Die Anlagenintensität beträgt 27,3 Prozent für das Geschäftsjahr 2020 (Vorjahr 23,8 Prozent).

Es wurden Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG im Anhang getätigt.

2. Nachtragsbericht

Die Bickhardt Bau AG entwickelt sich im laufenden Geschäftsjahr nach Plan. Nach Buchungsschluss und Erstellung der Bilanz sind keine Vorgänge eingetreten, die die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage der Gesellschaft maßgeblich beeinflusst haben.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Für den Prognosezeitraum von drei Jahren gehen wir von einer erfolgreichen Entwicklung der Gesellschaft aus.

Auf Basis einer normalen Auslastung planen wir für das Geschäftsjahr 2021 eine Bauleistung inklusive Bauleistung in Arbeitsgemeinschaften von EUR 271,3 Mio. und ein Jahresergebnis in Höhe von EUR 5,9 Mio.

Investitionen in Sachanlagen erfolgen weitgehend zur Erhaltung und Rationalisierung der Kapazitäten auf einem technologisch hohen Standard.

Der Personalbestand wird weiterhin flexibel an der Entwicklung der Nachfrage orientiert. Eine Erhöhung der Mitarbeiterzahl ist nicht vorgesehen. Die Zunahme der Leistung wird im Wesentlichen durch verstärkten Fremdunternehmereinsatz erfolgen.

Die Weltwirtschaft befindet sich weiterhin fest im Griff der Corona-Krise und wird mittelfristig unter deren Auswirkungen leiden. Trotz dieses Zustandes gehen die meisten Wirtschaftsexperten mit Zuversicht in das Jahr 2021. So rechnet der Internationale Wirtschaftsfonds in seiner aktuellen Prognose für 2021 mit einem weltwirtschaftlichen Wachstum von 5,4 Prozent. Getragen sieht der IWF den Aufwärtstrend insbesondere durch die positive Wirkung der laufenden Impfkampagnen und die dadurch verbundene Normalisierung des Wirtschaftslebens. Daneben ist davon auszugehen, dass die von vielen Industriestaaten initiierten Konjunkturprogramme zur Bekämpfung der Corona-Folgen sich als Wachstumstreiber des globalen Wirtschaftsverlaufes erweisen werden.

Der Ausblick für die europäische Wirtschaft ist zweigespalten. Auf kurze Sicht kommt es erneut zu einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes als Folge der zunehmenden Infektionszahlen und der Lockdowns in weiten Teilen der Eurozone. Zusätzlich erhöhen die Mutationen des Virus die Gefahr der Verschlechterung der Lage. Auf längere Sicht dürfte neben den Impfungen auch die mildere Wetterlage die Infektionszahlen zurückgehen lassen und damit die Wirtschaft wieder ankurbeln können. Zur Stabilität der Wirtschaft dürften nationale Konjunkturprogramme (wie Kurzarbeitergeld und Liquiditätshilfen für Unternehmen) sowie das Aufbauprogramm der EU „Next Generation EU" sorgen. So wird für den Euroraum für 2021 mit einem Wirtschaftswachstum von 4,9 Prozent gerechnet.

Auch für Deutschland sehen die führenden Wirtschaftsinstitute für das Jahr 2021 eine stark ausgeprägte Gegenbewegung zu dem im laufenden Jahr eingebrochenen Konjunkturverlauf voraus. Verantwortlich hierfür zeigt sich laut den Experten insbesondere die exportstarke Industrie, welche Wachstumsimpulse aus China und den USA erfährt. Ebenfalls wird erwartet, dass nach der Lockerung der Corona-bedingten Einschränkungen mit einem starken Anstieg der privaten Konsumausgaben zu rechnen ist. Der Sachverständigenrat erwartet für die deutsche Wirtschaft 2021 ein Wachstum von 3,1 Prozent.

Die deutsche Bauindustrie konnte sich im Jahr 2020 gegen die Auswirkungen der Corona-Krise stemmen und ihren Gesamtumsatz erhöhen. Für das Jahr 2021 prognostiziert der Spitzenverband der deutschen Bauindustrie ein nicht mehr ganz so optimistisches Umsatzszenario. Er geht aktuell von einer nominalen Stagnation des Umsatzes aus. Bereinigt wäre dies ein Umsatzrückgang von 2,0 Prozent. Begründet wird die Rücknahme der Prognose durch die Rückkehr zum regulären Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent zum 01.Januar 2021 und der damit verbundenen deutlichen Vorzieheffekte.

Der Wohnungsbau dürfte auch im Jahr 2021 der Wachstumsmotor der Baukonjunktur bleiben. Ausschlaggebend hierfür sind u. a. die unverändert bleibenden Rahmenbedingungen am Kapitalmarkt. Es wird ein Umsatzwachstum von 3,0 Prozent erwartet. Für das Jahr 2021 prognostizierte der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie die Fertigstellung von 300.000 Wohneinheiten.

Der Wirtschaftsbau wird im Jahr 2021, wie im Jahr 2020, am deutlichsten von der Corona-Pandemie belastet. Es wird ein Rückgang der Bauleistung von 2,0 Prozent erwartet. Insbesondere für den Wirtschaftshochbau werden deutliche Investitionsrückgänge erwartet. Der Wirtschaftstiefbau dürfte stabilisierend wirken. Der Bund erhöht seine Investitionszuschüsse von EUR 6,6 Mrd. im Jahr 2020 auf EUR 7,3 Mrd. im Jahr 2021.

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie erwartet für das Jahr 2021 einen nominalen Rückgang der Bauleistung von 1,5 Prozent für den Öffentlichen Bau. Die Entwicklung hängt insbesondere von den Kommunen ab, denen die Gewerbesteuereinnahmen weggebrochen sind. In 2020 haben Bund und Länder diese Steuereinnahmen im Rahmen des Konjunkturprogramms komplett ersetzt. Für 2021 gilt diese Regelung nicht. Im verabschiedeten Bundeshaushalt 2021 sind EUR 800 Mio. mehr als im Vorjahr für Bundesfernstraßenbau, Bundeswasserstraßen und den Radverkehr eingeplant. Durch den Übergang der Auftragsverwaltung der Länder auf die Autobahn GmbH des Bundes ist, aufgrund mangelnder Managementkapazitäten, die Realisation fraglich.

Die Bauwirtschaft, insbesondere der Bereich Verkehrswegebau, ist aktuell weitgehend losgelöst von den negativen konjunkturellen Einflüssen der Corona-Pandemie. Die Bickhardt Bau AG stellt sich den Herausforderungen der Corona-Pandemie: Aktuell laufen alle Maßnahmen mit den der Mitarbeitergesundheit geschuldeten Hygienekonzepten und Betriebsanweisungen nach Plan. Die Kontaktnotwendigkeiten wurden strikt reduziert, in den Werkstätten wird eine Distanz gewahrt, Büroräume werden nur von Einzelpersonen genutzt, Besprechungen finden vorwiegend mittels Videokonferenz statt, 95 % der Angestellten können mobil arbeiten. Der hohe Grad der Digitalisierung ermöglicht nahezu vollständig das mobile Arbeiten und die Aufstellung als Komplettanbieter im Verkehrswegebau begrenzt die Abhängigkeit von Fremdunternehmen deutlich. Im Februar 2021 wurde ein Corona-Schnelltest-Konzept eingeführt.

Risikomanagementsystem und Risiken

Risiko- und Chancenmanagement ist integraler Bestandteil unserer Geschäftsprozesse. Mit diesem Managementsystem fördert die Bickhardt Bau AG das Risikobewusstsein auf allen Entscheidungsebenen und bei allen Mitarbeitern. Damit sollen Risiken möglichst vermieden, zumindest aber frühzeitig erkannt werden, um daraus resultierende Gefahren für das Unternehmen abzuwenden. Durch die pro-aktive Behandlung aller Risiken erschließen sich Möglichkeiten zur Wahrnehmung von Chancen.

Aufträge mit großem Volumen oder mit besonderen Risiken können nur angeboten und angenommen werden, wenn der Vorstand dies im Einzelfall ausdrücklich genehmigt. Über Finanzierungen, Inanspruchnahme von Kreditlinien und Bürgschaften entscheidet der Vorstand nach Maßgabe der Geschäftsordnungen.

Das monatliche Reporting und die Quartalsberichterstattung erfolgen nach Vorgaben des Konzerns und beinhalten die aktuelle wirtschaftliche Lage mit Analyse der Ist-Situation, die Abweichungen zur Planung sowie die sich durch die Veränderungen ergebenden neuen Jahreskennzahlen. Bei Überschreitung von Grenzwerten sind relevante Risiken erkennbar und können durch geeignete Maßnahmen in ihren Auswirkungen begrenzt werden.

Projektrisiken - Risiken aus unserem operativen Geschäft begegnen wir mit einem ganzheitlichen, klar strukturierten Projekt Controlling, auf das alle Entscheidungsträger bis zum Vorstand Zugriff haben.

Prozessrisiken - Das Ziel, gerichtliche Auseinandersetzungen nach Möglichkeit zu vermeiden, lässt sich nicht immer erreichen. Für mögliche Gerichts- bzw. Schiedsgerichtsverfahren, deren Ausgang sich naturgemäß nicht mit Sicherheit vorhersagen lässt, sind ausreichende bilanzielle Vorsorgen getroffen.

Finanzrisiken - Mit bewährten Kontroll- und Steuerungsinstrumenten werden die Finanzrisiken überwacht. Durch tägliche Erfassung der Zahlungsströme und daraus resultierenden Entscheidungen werden kurzfristige Liquiditätsengpässe ausgeschlossen. Die Liquiditätsrisiken werden mittels einer Cashflow-Planung überwacht und gesteuert. Der hohe Bestand an kurzfristigen Kreditlinien sowie mittelfristige und langfristige Finanzierungen gewährleisten die Vorfinanzierung von Bauaufträgen.

Sicherungsgeschäfte - Zinsswaps werden ausschließlich in Verbindung mit einem Grundgeschäft zur Sicherung von Zinsschwankungen bei Bankkrediten eingesetzt. Mit Hilfe von Zinsswaps wird das Zinsänderungsrisiko, das aus Änderungen von Marktzinssätzen für variabel verzinsliche Geldaufnahmen resultiert, begrenzt. Mit Hilfe von Commodity Swaps wird das Risiko steigender Bezugspreise für Dieselkraftstoffe begrenzt.

Personalrisiken - Durch aktive Personalpolitik begrenzen wir die Personalrisiken, die sich aus Nachwuchsmangel, Fluktuation, fehlender oder geringer Qualifikation ergeben können. Unsere Personalentwicklung sorgt dafür, dass wir hoch qualifizierte Mitarbeiter gewinnen und soweit möglich, durch Angebote zur Qualifizierung und Weiterbildung langfristig an das Unternehmen binden.

IT-Risiken - Um unberechtigte Zugriffe und Datenverluste zu verhindern und die ständige Verfügbarkeit unserer Systeme zu garantieren, schützen wir unsere Informationstechnik durch zahlreiche technische Maßnahmen. Die Bickhardt Bau AG betreibt für sich und ihre Tochterunternehmen eine private Cloud IT Infrastruktur, welche auf drei Rechenzentren verteilt, ein Höchstmaß an Verfügbarkeit und Schutz vor Datenverlust gewährleistet. Ein modernes System zur Server Virtualisierung bietet aufgrund von synchronen Spiegeln zwischen den Rechenzentren die nötige Datensicherheit und ein hohes Maß an Performance & Skalierbarkeit für zukünftige Anforderungen. Alle Systeme, von der unterbrechungsfreien Stromversorgung, redundanter Netzwerkinfrastruktur mit mehreren 10Gbit Glasfaserverbindungen zwischen den Rechenzentren und einer entsprechenden Anzahl von Virtualisierungsservern pro Standort, können den Ausfall eines Rechenzentrums z. B. aufgrund von Elementarschäden ohne Datenverlust verkraften.

Archivdaten liegen revisionssicher auf zwei gespiegelten mehrfach redundanten Speichereinheiten, wobei sich eine Einheit in einem entfernten Backup Rechenzentrum befindet.

Eine zentrale Administration und Benutzerverwaltung minimiert administrative Fehler beim Datei- und Applikationszugriff. Die gezielte Entkoppelung der Benutzerrechte in wichtigen Systemen wie Kalkulation und Dokumentenmanagement reduzieren nochmals das Risiko eines unberechtigten Zugriffes. Durch die Bereitstellung von virtuellen Desktops in Verbindung mit zentraler Datenhaltung in der Bickhardt Cloud in Kirchheim, können die Richtlinien der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) gewährleistet werden. Die gesamten Server werden über eine spezielle Backuplösung für virtuelle Infrastrukturen gesichert. Ein redundantes Sicherungs-Disk Ziel befindet sich wiederum an einem entfernten Backupstandort. Die noch an wenigen Standorten gehaltenen lokalen Datei oder Exchange Daten werden täglich nach Kirchheim repliziert.

Um proaktiv mögliche Schwachstellen zu erkennen, oder bei Systemausfällen die komplexe Infrastruktur schnell analysieren zu können, steht der IT ein globales Überwachungssystem zur Verfügung, welches mehr als 4000 Dienste in Echtzeit überwacht und übersichtlich darstellt.

Zum Schutz vor Viren, Trojanern und ähnlichen Bedrohungen wird eine zentral administrierbare Virenschutzlösung verwendet. Benutzerrichtlinien und EDV Schulungen für Mitarbeiter geben Handlungsanweisungen und weisen auf Risiken im Umgang mit IT Technik hin. Gegen Gefahren aus dem Internet steht der Bickhardt Bau AG eine Gateway Cloud-Sicherheitslösung zu Verfügung. Dieses System erkennt selbsttätig Angriffe und kann automatisiert unbefugte Zugriffe unterbinden.

Digitalisierung- Die Digitalisierung in der Bickhardt Bau AG schreitet voran. Nicht nur für die Verwaltungs- und Planungsprozesse, sondern auch direkt auf der Baustelle und in der Arbeitssicherheit nehmen digitale Anwendungen zu. Die Arbeitsmethode Building Information Modeling (BIM) ermöglicht es Potentiale für viele Bauprojekte freizusetzen. Ziel ist die vollständige Digitalisierung der Bauprozesse, damit Baumaterialien zielgerichtet und ressourcensparend eingesetzt werden können. Zur Zeit werden zwei Pilotprojekte in der Bickhardt Bau AG durchgeführt. Die Bickhardt Bau AG hat das Zertifikat „Smart Building“ erlangt.

Nach sorgfältiger Prüfung wurden für das Geschäftsjahr 2020 keine Einzelrisiken festgestellt, die allein oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand unseres Unternehmens gefährden könnten.

4. Zweigniederlassungsbericht

Die Bickhardt Bau AG hat neben ihrem Hauptsitz in Kirchheim noch sieben Niederlassungen in Fulda, Meerane, Sangerhausen, Frankfurt, Neustadt, Rheinland-Pfalz und Nürnberg.

5. Erklärung zur Unternehmensführung (Angaben zur Frauenquote)

Entsprechend der Vorgaben des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen beträgt in unserer Unternehmung der Anteil von Frauen im Aufsichtsrat 33,33 %. Im Vorstand ist für den ersten Zeitraum der festgelegten Zielgröße von 0,00 % entsprochen worden.

Die Chancengleichheit von Frauen und Männern wird durch die Förderung von Frauen in Führungspositionen in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat im Bickhardt Bau Konzern aktiv unterstützt. Für die Bickhardt Bau AG gilt unabhängig vom Geschlecht uneingeschränkt das Prinzip „gleicher Lohn für gleiche oder gleichwertige Arbeit“. Alle Geschlechter haben die gleichen Chancen und Möglichkeiten, ihren beruflichen Werdegang bei der Bickhardt Bau AG zu gestalten.

Die Bickhardt Bau AG ist ein tarifgebundenes Unternehmen. Sie unterliegt dem Rahmentarifvertrag des Baugewerbes. Das bedeutet, dass der überwiegende Teil der von der Bickhardt Bau AG beschäftigten Mitarbeiter nach den jeweiligen Tarifstrukturen eingruppiert und bezahlt wird. Im außertariflichen Bereich befinden sich vorwiegend Führungskräfte sowie einzelne Experten und Spezialisten unterschiedlicher Bereiche und Funktionen.

 

Kirchheim, 21. April 2021

Bickhardt Bau
Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Dipl.-Ing. Ralf Schär, Vorstandsvorsitzender

Dipl.-Wirtschaftsinformatiker Horst Müller, Vorstandsmitglied

Dipl.Ing. Marco Auth, Vorstandsmitglied

Dipl.-Betriebswirt Frank Finster, Vorstandsmitglied

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Bickhardt Bau Aktiengesellschaft

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Bickhardt Bau Aktiengesellschaft - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bickhardt Bau Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Fulda, 21. April 2021

HNW Herber Niewelt Witzel GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Herber, Wirtschaftsprüfer

Markus Niewelt, Wirtschaftsprüfer

I. KONZERNBILANZ zum 31. Dezember 2020

AKTIVA

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31.12.2020 31.12.2019
T-EUR T-EUR
A Anlagevermögen
1. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.176 1.141
2. Geschäfts- oder Firmenwert 132 30
Summe 1.308 1.171
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 38.961 27.055
2. Technische Anlagen und Maschinen 51.099 50.345
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.194 14.190
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 359 727
Summe 107.613 92.317
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 16 16
2. Beteiligungen 9.668 10.026
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 80 448
4. Sonstige Ausleihungen 8.132 8.629
Summe 17.896 19.119
Summe Anlagevermögen 126.817 112.607
B Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.893 2.099
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 236.346 266.349
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.902 1.759
4. Erhaltene Anzahlungen -218.478 -246.744
Summe 22.663 23.463
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 46.595 52.583
(davon mit einer Restlaufzeit > 1 Jahr) (19) (18)
2. Forderungen gegen ARGEN 26.391 29.319
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 315 205
4. Sonstige Vermögensgegenstände 4.497 4.269
Summe 77.798 86.376
III. Wertpapiere 300 0
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 80.709 48.928
Summe Umlaufvermögen 181.470 158.767
C Summe Rechnungsabgrenzungsposten 162 671
Summe Aktiva 308.449 272.045

PASSIVA

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31.12.2020 31.12.2019
T-EUR T-EUR
A Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 10.300 10.300
./. Nennbetrag eigener Anteile -39 -14
10.261 10.286
II. Kapitalrücklage 3.233 3.233
III. Gewinnrücklage
1. Gesetzliche Rücklage 3.090 3.090
2. Andere Gewinnrücklagen 87.495 74.010
Summe 90.585 77.100
IV. Nicht beherrschende Anteile 2.920 1.329
V. Bilanzgewinn 3.383 2.979
(davon Gewinnvortrag) (45) (51)
Summe Eigenkapital 110.382 94.927
B Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 795 0
2. Steuerrückstellungen 4.802 2.845
3. Sonstige Rückstellungen 52.571 36.489
Summe Rückstellungen 58.168 39.334
C Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 39.702 40.743
(davon mit einer Restlaufzeit < 1 Jahr) (14.213) (14.603)
(davon mit einer Restlaufzeit > 1 Jahr) (25.489) (26.140)
2. Erhaltene Anzahlungen 40.666 28.349
(davon mit einer Restlaufzeit < 1 Jahr) (40.666) (28.349)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.547 17.095
(davon mir einer Restlaufzeit < 1 Jahr) (14.417) (16.913)
(davon mit einer Restlaufzeit > 1 Jahr) (130) (182)
4. Verbindlichkeiten gegenüber ARGEN 22.996 30.271
(davon mit einer Restlaufzeit < 1 Jahr) (22.996) (30.271)
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 17 28
(davon mit einer Restlaufzeit < 1 Jahr) (17) (28)
6. Sonstige Verbindlichkeiten 21.877 21.078
(davon mit einer Restlaufzeit < 1 Jahr) (17.420) (15.929)
(davon mit einer Restlaufzeit > J Jahr) (4.457) (5.149)
(davon aus Steuern) (9.847) (9.014)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (322) (355)
Summe Verbindlichkeiten 139.805 137.564
D Summe Passive latente Steuern 94 220
Summe Passiva 308.449 272.045

II. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

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1.1. - 31.12.2020 1.1. - 31.12.2019
T - EUR T - EUR
1. Umsatzerlöse 435.621 374.792
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -27.906 5.876
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 126 50
4. Sonstige betriebliche Erträge 14.943 11.288
davon aus Währungsumrechnung (20) (7)
Gesamtleistung 422.784 392.006
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 98.195 92.869
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 125.998 128.041
Summe Materialaufwand 224.193 220.910
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 85.880 79.102
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 26.356 25.007
davon für Altersversorgung (229) (211)
Summe Personalaufwand 112.236 104.109
7. Abschreibungen
a) Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 21.546 18.885
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 43.130 35.973
davon aus Währungsumrechnung (6) (11)
9. Erträge aus Beteiligungen 3.445 2.929
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 60 88
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 541 375
davon aus der Abzinsung von Rückstellungen (10) (16)
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 690 667
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen (161) (103)
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 7.374 4.432
davon latente Steuern -(21) (-132)
14. Ergebnis nach Steuern 17.661 10.422
15. Sonstige Steuern 450 498
16. Jahresüberschuss 17.211 9.924
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 45 51
Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn 928 494
Einstellung in Rücklagen
a) in andere Gewinnrücklagen 12.945 6.502
Summe Einstellungen in Rücklagen 12.945 6.502
Bilanzgewinn 3.383 2.979

III. Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2020

1. Allgemeine Angaben

2. Konzernaufbau und Umfang der Konsolidierung

2.1. Konzernrechnungslegung

2.2. Konsolidierungskreis

2.3. Konsolidierungsgrundsätze

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

4. Erläuterungen zur Konzernbilanz

4.1. Konzernanlagenspiegel zum 31.12.2020

4.2. Konzernverbindlichkeitenspiegel

5. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung

6. Sonstige Angaben

1. Allgemeine Angaben

Die Bickhardt Bau AG, als Mutterunternehmen des Bickhardt Bau Konzerns, hat ihren Sitz in Kirchheim und wird im Handelsregister des Amtsgerichts Bad Hersfeld unter der Handelsregisternummer HRB 519 geführt.

2. Konzernaufbau und Umfang der Konsolidierung

2.1. Konzernrechnungslegung

Die Bickhardt Bau Aktiengesellschaft ist verpflichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen und zu veröffentlichen (§ 290 HGB).

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 wurde in Übereinstimmung mit dem Handelsgesetzbuch (HGB) aufgestellt.

Die Befreiungsvorschriften des Handelsgesetzbuches greifen nicht, da die Größenmerkmale für Konzernrechnungslegungspflichten überschritten (§ 293 HGB) sind. Die Bickhardt Bau Aktiengesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 3 HGB).

2.2. Konsolidierungskreis

Nach § 294 Abs. 1 HGB besteht grundsätzlich eine Pflicht zur Einbeziehung von Tochterunternehmen in den Konzernabschluss, sofern nicht ein Einbeziehungswahlrecht unter den in § 296 HGB genannten Voraussetzungen besteht.

Gemäß § 296 Abs. 2 HGB wurde auf die Einbeziehung von im Mehrheitsbesitz der Bickhardt Bau Aktiengesellschaft stehenden Gesellschaften verzichtet, deren Vermögensgegenstände, Aufwendungen und Erträge für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns - auch insgesamt - nur von untergeordneter Bedeutung ist.

In den Konzernabschluss wurden neben der Bickhardt Bau Aktiengesellschaft vierzig (Vorjahr: zweiunddreißig) inländische Unternehmen und ein ausländisches Unternehmen einbezogen. Der Jahresabschluss der Bickhardt Bau Polska Sp.zo.o. ist geprüft. Die Umrechnung des Jahresabschlusses für das polnische Tochterunternehmen zum 31. Dezember 2020 erfolgte gemäß § 308 a HGB. Der Umrechnungskurs der Aufwendungen und Erträge für das polnische Tochterunternehmen für das Jahr 2020 beträgt EUR 0,22508 für jeweils 1 Zloty. Daneben wurden vier assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode konsolidiert.

Einbezogene Unternehmen

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Vollkonsolidierung Sitz Beteiligung
Bickhardt Bau Thüringen GmbH Schwabhausen 100,00 %
Bickhardt Construction International GmbH Kirchheim 100,00 %
Bickhardt Bau Projektentwicklung GmbH Kirchheim 100,00 %
Bickhardt Betonstraßenbau GmbH Kirchheim 100,00 %
Mitteldeutsche Hartstein-, Kies- und Mischwerke GmbH Naumburg 100,00 %**)
BSV Baumaschinen Service + Vermietungs GmbH Schwabhausen 100,00 %
Werrakies Fambach GmbH & Co. KG Kirchheim 100,00 %**)
Werrakies Fambach Verwaltungs GmbH Kirchheim 100,00 %**)
MBC Mitteldeutsches Baustoff-Contor GmbH Naumburg 100,00 %*)
UBR Kompetenzcenter für Umwelttechnik Baustoffhandel und Reststoffverwertung GmbH Kirchheim 100,00 %
MAW Mitteldeutsche Asphaltwerke GmbH & Co. KG Bad Tabarz 100,00 %*)
MAW Mitteldeutsche Asphaltwerke Verwaltungs GmbH Bad Tabarz 100,00 %*)
WBB Werra Beton Barchfeld GmbH Naumburg 100,00 %*)
GBB Boden- und Baustoffaufbereitungs GmbH Schwabhausen 100,00 %*)
Kieswerke GmbH Nordhausen Nordhausen 100,00 %*)
Stormarnwerk Frielendorf GmbH & Co. KG Bad Hersfeld 100,00 %*)
Steinbruch Verwaltungsgesellschaft Frielendorf GmbH Bad Hersfeld 100,00 %*)
KWP Kalksteinwerk Plaue GmbH & Co. KG Naumburg 100,00 %*)
KWP-Verwaltungs-GmbH Naumburg 100,00 %*)
NBB Naumburger Bodenverwertungs- und Baustoffrecycling GmbH Naumburg 100,00%*)
RAPID MBC GmbH Naumburg 100,00 %*)
Bauunion GmbH Wandersleben Drei Gleichen 100,00 %
Gebrüder Plannerer GmbH Schwarzenbruck 100,00 %
ABA Asphalt- und Brückenabdichtungsgesellschaft mbH Bad Hersfeld 100,00 %
Fr. Richter Bauunternehmung GmbH Kassel 100,00 %
Fr. Richter Rohrleitungsbau GmbH Kassel 100,00 %
Wilh. Fehr Straßenbau GmbH Kassel 100,00 %
Fr. Richter GmbH & Co. KG Beteiligungen und Verpachtungen Kassel 100,00 %
Fr. Richter Verwaltungsgesellschaft mbH Kassel 100,00 %
Fr. Richter Bauunternehmung GmbH Leinefelde 100,00 %
Alsfelder BIM-Akademie GmbH Kirchheim 100,00 %
Naumburger Bauunion GmbH Naumburg 100,00 %
NBU Naumburger Bauunion GmbH & Co. Bauunternehmung KG Naumburg 90,00%
BLK Bohrteam GmbH Naumburg 100,00 %*)
NBU Rail & Bau GmbH Naumburg 100,00 %*)
AMK Asphaltmischwerk Kelsterbach GmbH & Co. KG Kelsterbach 90,00 %*)
AMK Asphaltmischwerk Kelsterbach Verwaltung GmbH Kelsterbach 90,00 %*)
NBV Nordthüringer Baustoffvertriebs GmbH & Co. KG Nordhausen 80,00 %*)
NBV Nordthüringer Baustoffvertriebs Verwaltungs-GmbH Nordhausen 80,00 %*)
NBW Nordthüringer Baustoffwerke GmbH Nordhausen 60,00 %*)
Bickhardt Bau Polska Sp. zo.o. Wroclaw/Polen 99,83 %

*) mittelbare Tochterbeteiligung
**) einschließlich mittelbarer Tochterbeteiligungen

Assoziierte Unternehmen

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Equity-Konsolidierung Sitz Beteiligung
TSI Thüringer Straßenwartungs- und Instandhaltungsgesellschaft mbH & Co. KG Apfelstädt 50,00 %*)
MLT Maschinen Logistik Technik GmbH & Co. KG Apfelstädt 50,00 %*)
DBW Recycling GmbH & Co. KG Wiesbaden 40,00 %
KWI-Naturstein GmbH Naumburg 50,00 %*)

*) mittelbare Tochterbeteiligung
**) einschließlich mittelbarer Tochterbeteiligungen

Nicht einbezogene Unternehmen

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Beteiligung Eigenkapital 2019 Jahresergebnis 2019
(einschl. mittelbarer Tochterbeteiligungen) EUR EUR
a) Personengesellschaften
Kieswerk Wernshausen GmbH & Co. KG, Barchfeld-Immelborn 33,33 % 252.479,63 -3.166,31

Das Ergebnis der Personengesellschaften wird bei den im Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen erfasst.

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Beteiligung Eigenkapital 2020 Jahresergebnis 2020
EUR EUR
b) Kapitalgesellschaften
GOFA Golfplatz GmbH, Oberaula 62,18 % 35.901,67 22,04
TSI Verwaltungs GmbH, Apfelstädt 50,00 % 30.132,38 64,48
MLT Verwaltungs GmbH, Erfurt 50,00 % 29.457,47 543,94
DBW Recycling Verwaltungs GmbH, Wiesbaden 40,00 % 33.987,09 1.095,01
Kieswerk Wernshausen Verwaltungs GmbH, Barchfeld-Immelborn 33,33 % (2019) (28.272,89) (2019) (42,76)

Auf die Einbeziehung dieser Kapitalgesellschaften in den Konzernabschluss wurde gemäß § 296 Abs. 2 HGB verzichtet.

2.3. Konsolidierungsgrundsätze

a) Konzernbilanz

Bilanzstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen vollkonsolidierten Unternehmen ist der 31. Dezember 2020.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte bis zum 31. Dezember 2009 nach der Buchwertmethode zum Erwerbszeitpunkt oder zum Stichtag des erstmaligen Einbezugs unter Fortschreibung der Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung. Ab dem Geschäftsjahr 2010 wird die Neubewertungsmethode zum Erwerbszeitpunkt angewendet. Bei der Schuldenkonsolidierung wurden Forderungen mit Verbindlichkeiten gegeneinander aufgerechnet. Bei den Unternehmen, bei denen der Bickhardt Bau AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zustehen, wurde grundsätzlich eine Vollkonsolidierung vorgenommen. Jedoch wurde gemäß § 296 HGB in Bezug auf die GOFA Golfplatz GmbH auf die Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss verzichtet.

b) Konzerngewinn- und Verlustrechnung

Die Konzerngewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Aufwendungen und Erträge zwischen konsolidierten Unternehmen wurden aufgerechnet. Zwischenergebnisse wurden gem. § 304 Abs. 2 HGB eliminiert. Weitere Posten sind im Anhang erläutert.

Die Aufstellung der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfolgte gem. § 300 HGB grundsätzlich in Form der vollkonsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung.

c) Ableitung des Konzernergebnisses

Der Konzerngewinn entspricht dem Bilanzgewinn der Bickhardt Bau Aktiengesellschaft. Die Bilanzergebnisse der einbezogenen Unternehmen wurden in Rücklagen eingestellt.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die im Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der inländischen verbundenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Bickhardt Bau Aktiengesellschaft aufgestellt.

Dabei wird bei allen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen vom Grundsatz der Unternehmensfortführung nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB ausgegangen.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den gesetzlichen Vorschriften, wobei das strenge Niederstwertprinzip des Handelsrechts im Rahmen der Bewertung des Vorratsvermögens beachtet wird.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Sie werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Der bilanzierte Geschäftswert, der aus dem Einzelabschluss eines Tochterunternehmens stammt, wird über eine betriebliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Diese entspricht dem Zeitraum über den aufgrund des abbaubaren Vorkommens der Steinbrüche Erträge erzielt werden können.

Für die im Eigentum der Konzernunternehmen befindlichen Abbaugrundstücke erfolgt auf Basis des Verhältnisses der abgebauten Menge zur Gesamtmenge eine Substanzabschreibung. Dabei wird das Gewinnungsrecht linear und das Bergwerkseigentum nach Maßgabe des Substanzverzehrs abgeschrieben.

Das übrige Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Die Anwendung der degressiven Abschreibung bezieht sich nur auf Zugänge im Anlagevermögen, die bis zum 31. Dezember 2009 erfolgt sind. Für alle Zugänge des Anlagevermögens ab dem 1. Januar 2010 wird grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode angewandt.

Alle geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 wurden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben.

In den Herstellungskosten von selbst erstellten Anlagen werden neben den direkt zuordenbaren Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen.

Beteiligungen an nicht assoziierten Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert und Ausleihungen mit dem Nennwert angesetzt. Im Konzernabschluss sind die Anteile an assoziierten Unternehmen, die bis zum 31. Dezember 2009 zugegangen sind, nach der Buchwertmethode gemäß § 312 Abs. 1 Nr. 1 HGB bewertet.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen am Abschlussstichtag angesetzt. Die Bewertung erfolgt unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Als niedrigerer Marktpreis wurden die Wiederbeschaffungskosten angesetzt. Die Anschaffungskosten der Vorräte wurden nach dem Durchschnittsverfahren ermittelt.

Unfertige Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen entsprechend dem steuerlichen Mindestumfang berücksichtigt werden. Bei sämtlichen unfertigen Leistungen werden Fremdkapitalzinsen nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Bei allen Einzelkalkulationen wird verlustfrei bewertet, d. h. es wird ein Niederstwerttest vorgenommen, indem die bisher abgerechneten Werte auf Grund von Abschlagsrechnungen zu Vertragspreisen mit den Herstellungskosten laut der aktuellen Betriebsrechnung verglichen wird. Ist der Wert der Abschlagsrechnungen zu Vertragspreisen niedriger als die Herstellungskosten, wird dieser niedrigere Wert aktiviert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Material- und Fertigungseinzelkosten, anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten und den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Wahlrechte zum Ansatz weiterer Kosten wurden nicht ausgeführt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Darüber hinaus wurde zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos eine pauschale Abwertung vorgenommen. Unverzinsliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr betragen zum Bilanzstichtag TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 18).

Rechnungsabgrenzungsposten werden aktiviert und über die Laufzeit der zugrunde liegenden Verträge linear aufgelöst.

Die Ermittlung der latenten Steuern wird anhand des bilanzorientierten Konzepts vorgenommen. Danach werden auf sämtliche Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände und Schulden und deren steuerlichen Wertansätzen latente Steuern abgegrenzt, sofern sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder umkehren. Passive latente Steuern aus temporären Differenzen aus der Umgliederung des Sonderpostens mit Rücklageanteil wurden mit aktiven latenten Steuern aus unterschiedlicher Abzinsung von langfristigen Rückstellungen und der Berücksichtigung zukünftiger Kosten- und Preisänderungen verrechnet. Insgesamt hat sich ein passiver Saldo ergeben. Bei der Bewertung der latenten Steuern wurden unternehmensindividuelle Steuersätze herangezogen. Es wurde für den Bickhardt Bau Konzern ein individueller Steuersatz für Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von 28,1 % (Vorjahr: 28,1 %) zugrunde gelegt unter Berücksichtigung eines landestypischen Steuersatzes in Höhe von 19,0 % für das polnische Tochterunternehmen.

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wird mit dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Verwendung der „Richttafeln 2018 G“ von Prof. Dr. Klaus Heubeck ohne Einbeziehung einer Rentendynamik vorgenommen. Dabei wurde der nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung von der Bundesbank veröffentlichte Zinssatz 2,30 % (10-Jahres-Durchschnittszinssatz) berücksichtigt.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt im Geschäftsjahr 2020 TEUR 62. In dieser Höhe besteht gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB eine Ausschüttungssperre.

Der Wert der Verpflichtungen zum 31.12.2020 in Höhe von TEUR 904 wurde nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherung (TEUR 109) saldiert.

Für ungewisse Verbindlichkeiten werden Rückstellungen mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins aus den vergangenen sieben Jahren abgezinst. Bei der Bewertung der Rückstellungen wurden Preis- und Kostenänderungen, für die objektive Hinweise vorliegen, berücksichtigt.

Die Rückstellung für die Langzeitkonten ist mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag zu bewerten. Gemäß § 246 Abs. 2 HGB wurden die Aktivwerte von der Zeitkontenrückdeckungsversicherungen (Planvermögen) mit einem beizulegenden Zeitwert von TEUR 129 mit dem Erfüllungsbetrag der Rückstellungen für Langzeitkonten in Höhe von TEUR 129 saldiert. Die Rückdeckungsversicherung ist an den Berechtigten verpfändet. Da die Erträge aus dem Langzeitkonto dem Berechtigten zustehen und bereits Arbeitgeberanteile in die Versicherung eingezahlt werden, entspricht der Erfüllungsbetrag der Rückstellung dem Aktivwert von der Zeitkontenrückdeckungsversicherung.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die erhaltenen Abschlagszahlungen für nicht abgerechnete unfertige Baumaßnahmen werden auf Grund von Abschlagsrechnungen zu Vertragspreisen bezahlt und werden in der Regel auf der Aktivseite von den Vorräten abgesetzt. Da die Bewertung der Vorräte nicht zu Vertragspreisen sondern zu Herstellungskosten erfolgt, ist die erhaltene Abschlagszahlung, die zu Vertragspreisen erfolgt, teilweise höher als der Wertansatz der unfertigen Bauleistungen, so dass der Ausweis dieser über den Herstellungskosten liegenden Abschlagszahlungen auf der Passivseite erfolgen muss.

Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten sowie liquide Mittel in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

In den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 315 (Vorjahr TEUR 205) enthalten.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 17 (Vorjahr TEUR 28) enthalten.

4. Erläuterungen zur Konzernbilanz

4.1. Konzernanlagenspiegel

4.1. Konzernanlagenspiegel zum 31.12.2020

in TEUR

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Anschaffungs- / Herstellungskosten
Stand 01.01.2020 Veränderungen Konsolidierungskreis Zugänge 2020 Abgänge 2020 Umbuchungen Ergebnisübern. Equity 2020 Stand 31.12.2020
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 5.381 38 312 0 0 0 5.731
Geschäfts- oder Firmenwert 1.274 0 117 0 0 0 1.391
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 6.655 38 429 0 0 0 7.122
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 59.358 1.669 6.858 99 5.167 0 72.953
Technische Anlagen und Maschinen 143.982 6.844 13.949 7.875 416 0 157.316
Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 49.953 2.485 7.617 4.005 213 0 56.263
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 727 0 5.431 3 -5.796 0 359
Summe Sachanlagen 254.020 10.998 33.855 11.982 0 0 286.891
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 16 0 0 0 0 0 16
Beteiligungen 10.143 -1.341 0 2.475 0 3.458 9.785
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 448 375 10 3 0 0 80
Sonstige Ausleihungen 8.629 3 0 500 0 0 8.132
Summe Finanzanlagen 19.236 -1.713 10 2.978 0 3.458 18.013
Anlagevermögen gesamt 279.911 9.323 34.294 14.960 0 3.458 312.026
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Abschreibungen
Stand 01.01.2020 Veränderungen Konsolidierungskreis Zugänge 2020 Abgänge 2020 Zuschreibung 2020 Stand 31.12.2020
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 4.240 38 277 0 0 4.555
Geschäfts- oder Firmenwert 1.244 0 15 0 0 1.259
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 5.484 38 292 0 0 5.814
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 32.303 499 1.190 0 0 33.992
Technische Anlagen und Maschinen 93.637 4.803 15.175 7.398 0 106.217
Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 35.763 1.961 4.889 3.544 0 39.069
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
Summe Sachanlagen 161.703 7.263 21.254 10.942 0 179.278
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0 0
Beteiligungen 117 0 0 0 0 117
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 0 0 0
Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0 0
Summe Finanzanlagen 117 0 0 0 0 117
Anlagevermögen gesamt 167.304 7.301 21.546 10.942 0 185.209
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Buchwerte
Stand 31.12.2020 Stand 31.12.2019
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 1.176 1.141
Geschäfts- oder Firmenwert 132 30
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.308 1.171
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 38.961 27.055
Technische Anlagen und Maschinen 51.099 50.345
Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 17.194 14.190
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 359 727
Summe Sachanlagen 107.613 92.317
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 16 16
Beteiligungen 9.668 10.026
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 80 448
Sonstige Ausleihungen 8.132 8.629
Summe Finanzanlagen 17.896 19.119
Anlagevermögen gesamt 126.817 112.607

4.2. Konzernverbindlichkeitenspiegel

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mit einer Restlaufzeit von
Bilanzposition der Verbindlichkeiten Gesamtbetrag bis zu 1 Jahr 2 bis 5 Jahren mehr als 5 Jahren
TEuro TEuro TEuro TEuro
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 39.702 14.213 24.267 1.222
(40.743) (14.603) (25.270) (870)
Erhaltene Anzahlungen 40.666 40.666 0 0
(28.349) (28.349) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.547 14.417 121 9
(17.095) (16.913) (168) (14)
Verbindlichkeiten gegenüber ARGEN 22.996 22.996 0 0
(30.271) (30.271) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 17 17 0 0
(28) (28) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 21.877 17.420 4.457 0
(21.078) (15.929) (5.149) (0)
- davon aus Steuern TEuro 9.847 (TEuro 9.014)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEuro 322 (TEuro 355)
139.805 109.729 28.845 1.231
(137.564) (106.093) (30.587) (884)

*) Die in Klammern aufgeführten Beträge betreffen die Zahlen aus dem Vorjahr.

Besicherung der Verbindlichkeiten

Die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit Grundschulden in Höhe von TEUR 1.257 (Vorjahr: TEUR 1.470) sowie Sicherungsübereignung diverser Maschinen und Geräte in Höhe der jeweiligen für diese Maschinen und Geräte bestehenden Restdarlehen besichert.

Haftungsverhältnisse

Es bestehen Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 und § 268 Abs. 7 HGB aus sonstigen Bürgschaften in Höhe von TEUR 5.337 (Vorjahr: TEUR 5.312) und eine sonstige Mithaftung in Höhe von TEUR 1.974 (Vorjahr: TEUR 3.361).

Die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit aus den Haftungsverhältnissen schätzen wir als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. Die zugrunde liegenden Verpflichtungen können nach unserer Einschätzung in allen Fällen erfüllt werden; mit einer Inanspruchnahme ist daher nicht zu rechnen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Leasingverträgen bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 4.777 (Vorjahr: TEUR 4.540).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für folgende Verpflichtungen und ungewisse Verbindlichkeiten:

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2020 2019
in TEUR in TEUR
Noch zu erbringende Leistungen 19.245 11.959
Gewährleistungen 10.511 5.512
Personalverpflichtungen 7.169 6.156
Wiedernutzbarmachung, Rückbauverpflichtungen und unterlassene Instandhaltung 7.092 5.798
Ausstehende Eingangsrechnungen 6.847 5.907
Übrige Rückstellungen 1.707 1.157
52.571 36.489

5. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach folgenden Tätigkeitsbereichen auf:

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2020 2019
in TEUR in TEUR
Bauleistungen 367.876 312.179
Erlöse aus eigenen Erzeugnissen 46.709 40.638
Einnahmen aus Anlagenverkäufen 2.244 2.283
Handelswaren 206 269
Gewinne aus Arbeitsgemeinschaften 18.586 19.423
435.621 374.792

Sonstige betriebliche Erträge/Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen/sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Erträge aus der Währungsumrechnung von TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 7) und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 11) enthalten.

Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betreffen insbesondere die Leistungen von Subunternehmern sowie Planungsleistungen, Gerätemieten und Fremdreparaturen.

Personalaufwand

Der Personalaufwand des Geschäftsjahres 2020 im Bickhardt Bau Konzern ist beeinflusst durch die Zahlung einer Corona Prämie und tarifliche Lohnsteigerungen.

Zinserträge/Zinsaufwendungen

Die Zinserträge enthalten TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 16) aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen. Die Zinsaufwendungen enthalten TEUR 161 (Vorjahr: TEUR 103) aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen.

Beteiligungserträge

Die Beteiligungserträge enthalten auf den Konzern entfallende Erträge in Höhe von TEUR 3.458 (Vorjahr: TEUR 2.933) aus positiven Ergebnisanteilen der assoziierten Unternehmen.

Latente Steuern

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Stand zu Beginn des GJ Veränderung Stand zu Ende des GJ
TEUR TEUR TEUR
Aktive latente Steuern 416 503 919
Passive latente Steuern -636 -377 -1.013
Ansatz passive latente Steuern -220 126 -94

Überleitung von dem auf Basis des handelsbilanziellen Ergebnisses erwarteten Steueraufwand/-ertrag und dem in der Konzern-GuV-Rechnung ausgewiesenen Steueraufwand/-ertrag

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2020 2019
TEUR TEUR
Konzern Konzern
Konzernjahresüberschuss (+)/Konzernjahresfehlbetrag (-) 17.211 9.924
Ertragsteuern 7.374 4.432
Konzernergebnis vor Ertragsteuern 24.585 14.356
Körperschaftsteuer 15,825 % 15,825 %
Hebesatz Gewerbesteuer Durchschnitt 392 % 351 %
Steuersatz 29,6 % 28,1 %
Zu erwartende Belastung Steuern vom E+E Konzern 7.277 4.034
Überleitung:
Steuerbelastung ausländische positive aktuelle Einkünfte 0 0
Steuererstattung ausländische negative aktuelle Einkünfte 0 -18
Aufwand aus Zuführung pass. + Auflösung aktive latente Steuern 95 85
Ertrag aus Zuführung aktive + Auflösung passive latente Steuern -113 0
Abweichende ausländische Steuerbelastung 0 0
Steueranteil auf steuerfreie Erträge 0 0
Steueranteil auf temporäre Differenzen, für die keine latenten Steuern erfasst wurden 0 0
Periodenfremde Steuererstattungen -282 -192
Periodenfremde Steueraufwendungen 397 523
Effekte aus Steuersatzänderungen 0 0
Sonstige Steuereffekte 0 0
Ausgewiesene Ertragsteuern (+ = Aufwand, - = Ertrag) 7.374 4.432
Effektiver (Konzern-) Steuersatz (%) 30,0 % 30,9 %

6. Sonstige Angaben

Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt)

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2020 2019
Gewerbliche Arbeitnehmer 1.257 1.213
Angestellte 549 566
1.806 1.779
Auszubildende 162 142
Mitarbeiter gesamt 1.968 1.921

Mitglieder des Vorstands

 

Dipl.-Ing. Ralf Schär, Vorstandsvorsitzender

 

Dipl.-Betriebswirt Frank Finster, Vorstandsmitglied

 

Dipl.-Wirtschaftsinformatiker Horst Müller, Vorstandsmitglied

 

Dipl.-Ing. Marco Auth, Vorstandsmitglied

Mitglieder des Aufsichtsrates

 

Dr.-Ing. H. Michael Bröhl, Aufsichtsratsvorsitzender

 

Dipl.-Kauffrau Susanne Bickhardt, stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende

 

Dipl.-Sozialwirtin Heidemarie Hanekop

 

Friedrich-Karl Trescher, Kaufmann

 

Arbeitnehmervertreter:

 

Dipl.-Ing. Horst Walther, Vermesser, Bickhardt Bau AG

 

Martin Nuhn, Schreiner, BSV Baumaschinen Service + Vermietungs GmbH

Angaben zu den Organen

Dem Aufsichtsrat wurden Vergütungen in Höhe von EUR 0,1 Mio. (Vorjahr: EUR 0,1 Mio.) gewährt.

Vorschüsse oder Kredite an Vorstandsmitglieder oder Aufsichtsratsmitglieder sowie Haftungsverhältnisse zu Gunsten dieser Personen bestehen nicht.

Pensionszahlungen an die Organe der Bickhardt Bau AG sowie der Tochtergesellschaften liegen nicht vor. Es bestehen auch keine diesbezüglichen Zusagen.

Derivative Finanzinstrumente

Zinsswaps werden ausschließlich in Verbindung mit einem Grundgeschäft zur Sicherung von Zinsschwankungen bei Bankkrediten eingesetzt. Mit Hilfe von Zinsswaps wird das Zinsänderungsrisiko, das aus Änderungen von Marktzinssätzen für variabel verzinsliche Geldaufnahmen resultiert, begrenzt.

Am Bilanzstichtag bestanden Zinsswaps mit einem Nominalwert von EUR 5,5 Mio. (Vorjahr: EUR 12,5 Mio.). Die Zinsswaps enden in einem Zeitraum von 30. Juni 2021 bis 30. Juni 2023.

Mit Hilfe von Commodity Swaps wird das Risiko steigender Bezugspreise für Dieselkraftstoffe begrenzt.

Am Bilanzstichtag bestanden Commodity Swaps mit einem Nominalwert von EUR 5,6 Mio. (Vorjahr: EUR 2,2 Mio.). Die Commodity Swaps enden in einem Zeitraum vom 13. Dezember 2021 bis 13. Dezember 2023.

Die derivativen Finanzinstrumente werden mit den Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Die Abbildung der wirksamen Teile der Bewertungseinheiten erfolgte nach der Einfrierungsmethode. Die Effektivität der Mikro-Hedges ist gegeben, da Grund und Sicherungsgeschäft hinsichtlich der wesentlichen Bedingungen (Referenzzinssatz und Laufzeit) übereinstimmen.

Honorare des Abschlussprüfers

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2020 2019
in TEUR in TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 280 274
- davon HNW Herber Niewelt Witzel GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft 275 269
- davon auf andere Abschlussprüfer entfallend 5 5

Ergebnisverwendung und Ergebnisverwendungsvorschlag

Ergebnisverwendung

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Aus dem Gewinnvortrag zum 01.01.2020 in Höhe von 45.100,49 EUR
und dem Jahresüberschuss 2020 in Höhe von 6.676.421,18 EUR
wurden in andere Gewinnrücklagen eingestellt. 3.338.200,00 EUR

Ergebnisverwendungsvorschlag

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Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, aus dem verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von 3.383.321,67 EUR
auf 204.929 dividendenberechtigten Stückaktien je nennbetragsloser Stückaktie einen Betrag von 12,00 EUR auszuschütten 2.459.148,00 EUR
gemäß § 58 Abs. 3 AktG in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen und 900.000,00 EUR
den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. 24.173,67 EUR

Entsprechend § 20 der Satzung gilt der Jahresabschluss als festgestellt, sobald der Aufsichtsrat diesen nach Prüfung billigt.

Angaben nach dem Aktienrecht

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020

 

EUR 10.300.000,00

Zu den ausgegebenen Aktien werden folgende zusätzliche Erläuterungen gegeben (gemäß § 152 Abs. 1 Satz 2 AktG):

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Zahl Gattung Nennwert
nennbetragslose Stückaktien EUR
206.000 je EUR 50,00 10.300.000,00

Die Aktien sind auf den Namen der Aktionäre ausgestellt und werden in einem elektronischen Aktienverzeichnis geführt.

Zum Bilanzstichtag hält die Gesellschaft 771 eigene Aktien (Vorjahr 271). Dies entspricht 0,38 Prozent des gezeichneten Kapitals.

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Stück 31.12.2020 31.12.2019
Bestand zu Beginn des Geschäftsjahres 271 186
Aktienverkauf -1.500 -2.400
Aktienrückkauf 2.000 2.485
Endbestand 771 271

Die Vermögensverwaltung Frielendorf, Nachf. Schmidt GmbH & Co. KG halten zum 31. Dezember 2020 25,10 % der Anteile an der Bickhardt Bau AG.

Angaben zur Kapitalrücklage gem. § 152 Abs. 2 AktG

Kapitalrücklage

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Vortrag 1. Januar 2020 3.233 TEUR
+ Zugänge 0,00 TEUR
- Abgänge 0,00 TEUR
Kapitalrücklage per 31. Dezember 2020 3.233 TEUR

Angaben zu den Gewinnrücklagen gemäß § 152 Abs. 3 AktG

1. Gesetzliche Rücklage

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Vortrag 1. Januar 2020 3.090 TEUR
+ Zugänge 0 TEUR
- Abgänge 0 TEUR
Gesetzliche Rücklage per 31. Dezember 2020 3.090 TEUR

Die Pflichtrücklagen gemäß § 150 Abs. 2 AktG sind satzungsgemäß auf 30 % des Grundkapitals festgesetzt.

2. Andere Gewinnrücklagen

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Vortrag 1. Januar 2020 74.010 TEUR
+ Einstellung aus Jahresüberschuss 2020 12.945 TEUR
+ Einstellung aufgrund Gewinnverwendungsbeschluss für 2019 1.700 TEUR
+ Andere neutrale Transaktionen und Währungsdifferenzen -1.160 TEUR
Andere Gewinnrücklagen per 31. Dezember 2020 87.495 TEUR

Konzernabschluss 2019

Der Aufsichtsrat hat durch Beschluss vom 13. Mai 2020 den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 in der von der HNW Herber Niewelt Witzel GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft testierten Fassung zustimmend zur Kenntnis genommen.

 

Kirchheim, 28. April 2021

Bickhardt Bau
Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Dipl.-Ing. Ralf Schär, Vorstandsvorsitzender

Dipl.-Wirtschaftsinformatiker Horst Müller, Vorstandsmitglied

Dipl.-Ing. Marco Auth, Vorstandsmitglied

Dipl.-Betriebswirt Frank Finster, Vorstandsmitglied

IV. Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2020

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2020 2019
TEUR TEUR
1. Jahresergebnis (einschließlich Ergebnisanteilen von Minderheitsgesellschaftern) 17.211 9.924
2. +/- Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 21.546 18.885
3. +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -617 -359
4. Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit 38.140 28.450
5. +/- Zunahme / Abnahme der Rückstellungen 18.834 5.911
6. -/+ Zunahme / Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 9.587 5.617
7. +/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 3.282 7.995
8. -/+ Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -1.998 -1.762
9. -/+ Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 0 -685
10. -/+ Zinsaufwendungen / Zinserträge 89 204
11. +/- Sonstige zahlungswirksame Aufwendungen / Erträge (Übernahme Ergebnisse der assoziierten Unternehmen und der Beteiligungen) -3.458 -2.933
12. = Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 64.476 42.797
13. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 0 0
14. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -429 -124
15. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 3.037 2.968
16. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -33.855 -19.972
17. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 2.979 3.269
18. - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -10 -996
19. + Einzahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis 0 0
20. - Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -2.022 -98
21. + Erhaltene Zinsen 601 463
22. + Erhaltene Dividenden 0 0
23. = Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit -29.699 -14.490
24. + Einzahlungen aus Kapitalzuführung von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 0 26
25. + Auszahlungen aus der Eigenkapitalherabsetzung an andere Gesellschafter -31 -212
26. + Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 15.325 13.941
27. - Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen und Finanzkrediten -16.366 -16.942
28. - Gezahlte Zinsen -690 -667
29. - Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -1.234 -1.231
30. = Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit -2.996 -5.085
31. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes (Summe aus Zf. 12, 23 und 28) 31.781 23.222
32. + Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 48.928 25.706
33. = Finanzmittelbestand am Ende der Periode 80.709 48.928

V. Konzerneigenkapitalspiegel zum 31.12.2020

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Eigenkapital des Mutterunternehmens
(Korrigiertes) gezeichnetes Kapital
Gezeichnetes Kapital
Stammaktien Vorzugsarbeiten Summe
Stand am 01.01.2019 10.300 0 10.300
Kapitalerhöhung/herabsetzung z.B.:
Ausgabe von Anteilen 0
Erwerbsveräußerungen eigener Anteile 0
Einziehung von Anteilen
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftern
Einforderung Einzahlung bisher nicht eingeforderte Einlagen
Einstellung in Entnahme aus Rücklagen
Ausschüttung
Währungsumrechnung
Sonstige Veränderungen
Änderungen des Konsolidierungskreises
Konzernjahresüberschuss Betrag
Stand am 31.12.2019 10.300 0 10.300
Kapitalerhöhung-/herabsetzung z.B.
Ausgabe von Anteilen 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0
Einzahlung von Anteilen
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln
Einforderungen/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen
Einstellung in/ Einnahme aus Rücklagen
Ausschüttung
Währungsumrechnung
Sonstige Veränderungen
Änderungen des Konsolidierungskreises
Konzernjahresüberschuss-/fehlbetrag
Stand am 31.12.2020 10.300 0 10.300
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Eigenkapital des Mutterunternehmens
(Korrigiertes) gezeichnetes Kapital
Eigene Anteile
Stammaktien Verzugskosten Summe
Stand am 01.01.2019 9 a 9
Kapitalerhöhung/herabsetzung z.B.:
Ausgabe von Anteilen 120 120
Erwerbsveräußerungen eigener Anteile 125 125
Einziehung von Anteilen
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftern
Einforderung Einzahlung bisher nicht eingeforderte Einlagen
Einstellung in Entnahme aus Rücklagen
Ausschüttung
Währungsumrechnung
Sonstige Veränderungen
Änderungen des Konsolidierungskreises
Konzernjahresüberschuss Betrag
Stand am 31.12.2019 -14 0 -14
Kapitalerhöhung-/herabsetzung z.B.
Ausgabe von Anteilen 75 75
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile -100 -160
Einzahlung von Anteilen
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln
Einforderungen/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen
Einstellung in/ Einnahme aus Rücklagen
Ausschüttung
Währungsumrechnung
Sonstige Veränderungen
Änderungen des Konsolidierungskreises
Konzernjahresüberschuss-/fehlbetrag
Stand am 31.12.2020 -39 0 -39
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Eigenkapital des Mutterunternehmens
(Korrigiertes) gezeichnetes Kapital
Nicht eingeforderte ausgezeichnete Einlagen
Stammdaten Vorzugskosten Summe Summe
Stand am 01.01.2019 0 0 0 30.291
Kapitalerhöhung/herabsetzung z.B.:
Ausgabe von Anteilen 0 120
Erwerbsveräußerungen eigener Anteile 0 -125
Einziehung von Anteilen
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftern
Einforderung Einzahlung bisher nicht eingeforderte Einlagen
Einstellung in Entnahme aus Rücklagen
Ausschüttung
Währungsumrechnung
Sonstige Veränderungen
Änderungen des Konsolidierungskreises
Konzernjahresüberschuss Betrag
Stand am 31.12.2019 0 0 0 10.286
Kapitalerhöhung-/herabsetzung z.B.
Ausgabe von Anteilen 0 76
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0 -100
Einzahlung von Anteilen
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln
Einforderungen/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen
Einstellung in/ Einnahme aus Rücklagen
Ausschüttung
Währungsumrechnung
Sonstige Veränderungen
Änderungen des Konsolidierungskreises
Konzernjahresüberschuss-/fehlbetrag
Stand am 31.12.2020 0 0 0 10.261
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Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
Kapitalrücklage
nach § 272 Abs. 2 Nr. 1-3 HGB nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB Summe
Stand am 01.01.2019 3.233 0 1.239
Kapitalerhöhung/herabsetzung z.B.:
Ausgabe von Anteilen 0
Erwerbsveräußerungen eigener Anteile 0
Einziehung von Anteilen
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftern
Einforderung Einzahlung bisher nicht eingeforderte Einlagen
Einstellung in Entnahme aus Rücklagen
Ausschüttung
Währungsumrechnung
Sonstige Veränderungen
Änderungen des Konsolidierungskreises
Konzernjahresüberschuss Betrag
Stand am 31.12.2019 3.235 0 1.213
Kapitalerhöhung-/herabsetzung z.B.
Ausgabe von Anteilen 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0
Einzahlung von Anteilen
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln
Einforderungen/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen
Einstellung in/ Einnahme aus Rücklagen
Ausschüttung
Währungsumrechnung
Sonstige Veränderungen
Änderungen des Konsolidierungskreises
Konzernjahresüberschuss-/fehlbetrag
Stand am 31.12.2020 3.233 0 3.233
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Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
Gewinnrücklagen
gesetzliche Rücklage nach § 272 Abs. 4 HGB satzungsmäßige Rücklagen
Stand am 01.01.2019 3.090 0 0
Kapitalerhöhung/herabsetzung z.B.:
Ausgabe von Anteilen
Erwerbsveräußerungen eigener Anteile
Einziehung von Anteilen
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftern
Einforderung Einzahlung bisher nicht eingeforderte Einlagen
Einstellung in Entnahme aus Rücklagen
Ausschüttung
Währungsumrechnung
Sonstige Veränderungen
Änderungen des Konsolidierungskreises
Konzernjahresüberschuss Betrag
Stand am 31.12.2019 3.090 0 0
Kapitalerhöhung-/herabsetzung z.B.
Ausgabe von Anteilen
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile
Einzahlung von Anteilen
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln
Einforderungen/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen
Einstellung in/ Einnahme aus Rücklagen
Ausschüttung
Währungsumrechnung
Sonstige Veränderungen
Änderungen des Konsolidierungskreises
Konzernjahresüberschuss-/fehlbetrag
Stand am 31.12.2020 3.090 0 0
scroll
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen Summe Summe
Stand am 01.01.2019 66.882 69.972 73.205
Kapitalerhöhung/herabsetzung z.B.:
Ausgabe von Anteilen 0 0
Erwerbsveräußerungen eigener Anteile 0
Einziehung von Anteilen
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftern
Einforderung Einzahlung bisher nicht eingeforderte Einlagen 7.230 7.230 7.230
Einstellung in Entnahme aus Rücklagen 7.290 7.230 7.230
Ausschüttung
Währungsumrechnung 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises -102 -102 -102
Konzernjahresüberschuss Betrag
Stand am 31.12.2019 74.010 77.100 10.300
Kapitalerhöhung-/herabsetzung z.B. 0 9
Ausgabe von Anteilen
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0 0
Einzahlung von Anteilen
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln
Einforderungen/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen
Einstellung in/ Einnahme aus Rücklagen 12.945 12.945 12.945
Ausschüttung 0
Währungsumrechnung
Sonstige Veränderungen 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 540 640 640
Konzernjahresüberschuss-/fehlbetrag
Stand am 31.12.2020 87.495 90.585 93.618
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Eigenkapital des Mutterunternehmens
Eigenkapital-
differenz aus Währungsumrechnung
Gewinnvortrag/
Verlustvortrag
Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Summe
Stand am 01.01.2019 0 2.495 86.028
Kapitalerhöhung/herabsetzung z.B.:
Ausgabe von Anteilen 120
Erwerbsveräußerungen eigener Anteile 125
Einziehung von Anteilen
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftern
Einforderung Einzahlung bisher nicht eingeforderte Einlagen 1.248 -8.997 -519
Einstellung in Entnahme aus Rücklagen 1.248 -8.997 -519
Ausschüttung -1.234 -1.236
Währungsumrechnung 0
Sonstige Veränderungen 0
Änderungen des Konsolidierungskreises -102
Konzernjahresüberschuss Betrag 9.490 9.430
Stand am 31.12.2019 0 51 2.928 93.588
Kapitalerhöhung-/herabsetzung z.B. 75
Ausgabe von Anteilen
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile -100
Einzahlung von Anteilen
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln
Einforderungen/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen
Einstellung in/ Einnahme aus Rücklagen 1.228 -15.873 -1.700
Ausschüttung -1.234 -1.234
Währungsumrechnung
Sonstige Veränderungen 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 640
Konzernjahresüberschuss-/fehlbetrag 16.283 19.283
Stand am 31.12.2020 0 45 3.338 187.462
scroll
Nicht beanspruchte Anteile
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/Verluste Summe
Stand am 01.01.2019 631 0 204 835
Kapitalerhöhung/herabsetzung z.B.:
Ausgabe von Anteilen 0
Erwerbsveräußerungen eigener Anteile 0
Einziehung von Anteilen
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftern
Einforderung Einzahlung bisher nicht eingeforderte Einlagen 0
Einstellung in Entnahme aus Rücklagen 0
Ausschüttung 0
Währungsumrechnung 0
Sonstige Veränderungen 0
Änderungen des Konsolidierungskreises
Konzernjahresüberschuss Betrag 494 494
Stand am 31.12.2019 631 0 636 132
Kapitalerhöhung-/herabsetzung z.B. 0
Ausgabe von Anteilen
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0
Einzahlung von Anteilen
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln
Einforderungen/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen
Einstellung in/ Einnahme aus Rücklagen 0
Ausschüttung 0
Währungsumrechnung
Sonstige Veränderungen 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 663 683
Konzernjahresüberschuss-/fehlbetrag 928 928
Stand am 31.12.2020 1.286 0 1.626 2.920
scroll
Konzernkapital
Summe
Stand am 01.01.2019 86.863
Kapitalerhöhung/herabsetzung z.B.:
Ausgabe von Anteilen 120
Erwerbsveräußerungen eigener Anteile -125
Einziehung von Anteilen
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftern
Einforderung Einzahlung bisher nicht eingeforderte Einlagen -519
Einstellung in Entnahme aus Rücklagen -519
Ausschüttung -1.236
Währungsumrechnung 0
Sonstige Veränderungen 0
Änderungen des Konsolidierungskreises -102
Konzernjahresüberschuss Betrag 9.924
Stand am 31.12.2019 -91.927
Kapitalerhöhung-/herabsetzung z.B. 75
Ausgabe von Anteilen
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile -100
Einzahlung von Anteilen
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln
Einforderungen/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen
Einstellung in/ Einnahme aus Rücklagen -1.700
Ausschüttung -1.234
Währungsumrechnung
Sonstige Veränderungen 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 1.203
Konzernjahresüberschuss-/fehlbetrag 17.211
Stand am 31.12.2020 110.382

* oder abweichend, falls das Geschäftsjahr nicht gleich Kalenderjahr ist

VI. Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2020

Der Bickhardt Bau Konzern hat durch die solide Unternehmenspolitik auch im Geschäftsjahr 2020 seine erfolgreiche Entwicklung fortgesetzt und die gute Marktposition gefestigt. Der Unternehmenserfolg bestätigt den von dem Bickhardt Bau Konzern eingeschlagenen Weg einer kontrollierten und ergebnisorientierten Geschäftsentwicklung.

1. Grundlagen des Konzerns

Der Bickhardt Bau Konzern umfasst eine Gruppe von vierzig inländischen Unternehmen und einem ausländischen Unternehmen, die unter der Führung der Bickhardt Bau Aktiengesellschaft stehen.

Der Bickhardt Bau Konzern unterteilt sich in die Unternehmensbereiche Bau, Baustoffe und Service und Dienstleistungen.

2. Wirtschaftsbericht

Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2020 geprägt von der Corona-Pandemie und deren Auswirkungen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist preisbereinigt um 5,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die deutsche Wirtschaft ist somit nach einer zehnjährigen Wachstumsphase wieder in eine tiefe Rezession gerutscht, ähnlich wie zuletzt während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Der massive Einbruch resultierte aus den getroffenen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie und dem damit anfänglich faktischen Stillstand der deutschen Wirtschaft. Einzelne Wirtschaftsbereiche konnten sich dem allgemeinen negativen Trend entgegenstellen. So profitierte insbesondere der Online-Handel von den Lockdown-bedingten Schließungen des stationären Handels.

Während die Ausbreitung des Coronavirus und die Eindämmungsmaßnahmen das private und öffentliche Leben stark eingeschränkt haben, liefen in Deutschland sowohl der Baustellenbetrieb als auch die Planungen, Ausschreibungen und Vergaben mit wenigen Verzögerungen weiter. Die Bauindustrie hat ihre Leistungsfähigkeit als Motor der deutschen Volkswirtschaft eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die Umsätze im Bauhauptgewerbe sind nach Schätzungen des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 5,9 Prozent gestiegen. Im Branchendurchschnitt liegt der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2020 nominal auf Vorjahresniveau.

Den Wirtschaftsbau hat die Corona-Krise am stärksten betroffen. Die Betriebe des Wirtschaftsbaus wiesen eine Steigerung beim Umsatz in Höhe von 1,2 Prozent aus. Die Auftragseingänge gingen um 4,9 Prozent zurück.

Der Wohnungsbau ist von der Pandemie am wenigsten betroffen. Die Bausparte profitierte von einem deutlichen Anstieg bei den Neubaugenehmigungen und vom Überhang genehmigter, aber nicht fertiggestellter Wohnungen. Die Umsätze stiegen um 10,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr und die Auftragseingänge um 7,6 Prozent.

Im öffentlichen Bau ist die Investitionsbremse der öffentlichen Auftraggeber dank der Kompensation der kommunalen Gewerbesteuereinbrüche durch Bund und Länder weitgehend ausgeblieben. Die Umsätze stiegen gegenüber dem Vorjahr um 6,2 Prozent und die Auftragseingänge um 2,2 Prozent.

Zum Ende des 4. Quartals 2020 waren in den Betrieben des Bauhauptgewerbes 892.700 Personen tätig.

Geschäftsverlauf und Lage

Umsatz

Die Konzernbauleistung stieg im Geschäftsjahr 2020 gegenüber dem Vorjahr von EUR 453,9 Mio. um 0,5 Prozent auf EUR 456,2 Mio. Die Steigerung betraf hauptsächlich den Unternehmensbereich Baustoffe mit EUR 2,5 Mio. höherer Umsatzleistung.

Die in Arbeitsgemeinschaften erbrachte Bauleistung lag im Geschäftsjahr 2020 mit EUR 68,7 Mio. unter dem Vorjahreswert von EUR 97,1 Mio.

Auftragseingang und Auftragsbestand

Durch verbesserte Rahmenbedingungen im öffentlichen Bau lag der Auftragseingang des Geschäftsjahres 2020 mit EUR 490,6 Mio. über dem Niveau des Auftragseingangs des Vorjahres von EUR 461,9 Mio.

Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2020 in Höhe von EUR 377,2 Mio. (Vorjahr EUR 342,8 Mio.) sichert dem Bickhardt Bau Konzern eine gute Auslastung von Personal und Geräten für das Geschäftsjahr 2021.

Ertragslage

Das EBITDA lag mit EUR + 46,7 Mio. über dem Niveau des Geschäftsjahres 2019 (Vorjahr EUR + 34,0 Mio.). Unter Berücksichtigung von EUR 21,5 Mio. Abschreibungen ergab sich ein EBIT von EUR + 25,2 Mio. für 2020, das über dem Vorjahr (EUR + 15,1 Mio.) lag. Der Bickhardt Bau Konzern hat in dem Marktumfeld des Verkehrswegebaus seine Ertragskraft in 2020 behaupten können.

Der Jahresüberschuss (nach Steuern) des Bickhardt Bau Konzerns lag mit EUR + 17,2 Mio. über dem Niveau des Vorjahres von EUR + 9,9 Mio.

Die GuV-Gesamtleistung erhöhte sich um EUR 30,8 Mio. beziehungsweise 7,9 Prozent auf EUR 422,8 Mio. (Vorjahr EUR 392,0 Mio.). Nicht enthalten sind die anteilig in Arbeitsgemeinschaften erbrachten Leistungen.

Der Anteil der Aufwendungen für Material- und Subunternehmerleistungen sowie für eigenes Personal bezogen auf die GuV-Gesamtleistung liegt mit 79,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr 82,9 Prozent).

Finanzlage

Investitionen

Im Berichtsjahr wurden von dem Bickhardt Bau Konzern EUR 34,3 Mio. (Vorjahr EUR 20,1 Mio.) in Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen investiert. Die Investitionen dienten der Kapazitätserhaltung und Rationalisierung des Maschinenparks im Bickhardt Bau Konzern auf qualitativ hochwertigem Niveau. Diese Investitionspolitik hat sich bewährt. Spitzenbelastungen im Geräteeinsatz wurden weiterhin konsequent durch den Einsatz von Mietgeräten und Subunternehmerleistungen abgedeckt.

Personal

Der Bickhardt Bau Konzern verfügt über gut ausgebildete, fachlich geschulte Mitarbeiter, die sich mit unseren strategischen Zielen identifizieren. Im Baugeschäft ist die Qualität der Mitarbeiter ein entscheidender Erfolgsfaktor, um die Zufriedenheit unserer Kunden zu gewährleisten. Erfolg und Bestand des Bickhardt Bau Konzerns werden dauerhaft dadurch getragen, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unternehmerische Verantwortung übernehmen und ein zielorientierter Dialog zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern stattfindet.

Im Jahresdurchschnitt des Geschäftsjahres 2020 wurden im Bickhardt Bau Konzern 1.968 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr 1.921 Mitarbeiter).

Aus- und Weiterbildung sehen wir als eine gute Investition in die Zukunft unseres Unternehmens. Im Berichtsjahr wurden insgesamt 162 junge Menschen im Bickhardt Bau Konzern ausgebildet. Die Ausbildungsquote beträgt 8,2 Prozent.

Liquidität

Auch im abgelaufenen Jahr entstand durch verzögerte Zahlungseingänge aus Bauvorhaben der öffentlichen Auftraggeber ein Bedarf für Vorfinanzierung. Zur Deckung des Bedarfs hat der Bickhardt Bau Konzern neben mittelfristigen Darlehen verschiedene voneinander unabhängige kurzfristige Kreditlinien mit mehreren Finanzinstituten vereinbart. Die Finanzierung der laufenden Geschäfte sowie die Durchführung der geplanten Investitionen waren zu jederzeit sichergestellt.

Zur Abdeckung der Bürgschaftsverpflichtungen durch Ausführungs- und Gewährleistungsbürgschaften gegenüber unseren Auftraggebern standen den Unternehmen des Bickhardt Bau Konzerns dem Bedarf entsprechende AVAL-Linien zur Verfügung.

Vermögenslage

Im Geschäftsjahr 2020 wurde das Eigenkapital des Bickhardt Bau Konzerns durch die Zuführung zu den Gewinnrücklagen weiter gestärkt und erreicht einen Stand von EUR 110,4 Mio. nach EUR 94,9 Mio. zum Jahresende 2020. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2020 35,8 Prozent (Vorjahr 34,9 Prozent). Sie ist im Rahmen des Branchenvergleichs Baugewerbe als sehr gut einzustufen.

Der Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit erhöhte sich in 2020 von EUR 28,5 Mio. um EUR 9,6 Mio. auf EUR 38,1 Mio.

Die Anlagenintensität beträgt 41,1 Prozent für das Geschäftsjahr 2020 (Vorjahr 41,4 Prozent).

3. Nachtragsbericht

Der Bickhardt Bau Konzern entwickelt sich im laufenden Geschäftsjahr nach Plan. Nach Buchungsschluss und Erstellung der Bilanz sind keine Vorgänge eingetreten, die die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage des Bickhardt Bau Konzerns maßgeblich beeinflusst haben.

4. Prognose,- Chancen- und Risikobericht

Für den Prognosezeitraum von drei Jahren gehen wir von einer erfolgreichen Entwicklung der Gesellschaft aus.

Auf Basis einer normalen Auslastung planen wir für das Geschäftsjahr 2020 eine Bauleistung inklusive Bauleistung in Arbeitsgemeinschaften von EUR 434,0 Mio. und ein Jahresergebnis in Höhe von EUR 10,0 Mio.

Investitionen in Sachanlagen erfolgen weitgehend zur Erhaltung und Rationalisierung der Kapazitäten auf einem technologisch hohen Standard.

Der Personalbestand wird weiterhin flexibel an der Entwicklung der Nachfrage orientiert. Die Zunahme der Leistung wird im Wesentlichen durch verstärkten Fremdunternehmereinsatz erfolgen. Eine Erhöhung der Mitarbeiterzahl ist nicht vorgesehen.

Die Weltwirtschaft befindet sich weiterhin fest im Griff der Corona-Krise und wird mittelfristig unter deren Auswirkungen leiden. Trotz dieses Zustandes gehen die meisten Wirtschaftsexperten mit Zuversicht in das Jahr 2021. So rechnet der Internationale Wirtschaftsfonds in seiner aktuellen Prognose für 2021 mit einem weltwirtschaftlichen Wachstum von 5,4 Prozent. Getragen sieht der IWF den Aufwärtstrend insbesondere durch die positive Wirkung der laufenden Impfkampagnen und die dadurch verbundene Normalisierung des Wirtschaftslebens. Daneben ist davon auszugehen, dass die von vielen Industriestaaten initiierten Konjunkturprogramme zur Bekämpfung der Corona-Folgen sich als Wachstumstreiber des globalen Wirtschaftsverlaufes erweisen werden.

Der Ausblick für die europäische Wirtschaft ist zweigespalten. Auf kurze Sicht kommt es erneut zu einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes als Folge der zunehmenden Infektionszahlen und der Lockdowns in weiten Teilen der Eurozone. Zusätzlich erhöhen die Mutationen des Virus die Gefahr der Verschlechterung der Lage. Auf längere Sicht dürfte neben den Impfungen auch die mildere Wetterlage die Infektionszahlen zurückgehen lassen und damit die Wirtschaft wieder ankurbeln können. Zur Stabilität der Wirtschaft dürften nationale Konjunkturprogramme (wie Kurzarbeitergeld und Liquiditätshilfen für Unternehmen) sowie das Aufbauprogramm der EU „Next Generation EU" sorgen. So wird für den Euroraum für 2021 mit einem Wirtschaftswachstum von 4,9 Prozent gerechnet.

Auch für Deutschland sehen die führenden Wirtschaftsinstitute für das Jahr 2021 eine stark ausgeprägte Gegenbewegung zu dem im laufenden Jahr eingebrochenen Konjunkturverlauf voraus. Verantwortlich hierfür zeigt sich laut den Experten insbesondere die exportstarke Industrie, welche Wachstumsimpulse aus China und den USA erfährt. Ebenfalls wird erwartet, dass nach der Lockerung der Corona-bedingten Einschränkungen mit einem starken Anstieg der privaten Konsumausgaben zu rechnen ist. Der Sachverständigenrat erwartet für die deutsche Wirtschaft 2021 ein Wachstum von 3,1 Prozent.

Die deutsche Bauindustrie konnte sich im Jahr 2020 gegen die Auswirkungen der Corona-Krise stemmen und ihren Gesamtumsatz erhöhen. Für das Jahr 2021 prognostiziert der Spitzenverband der deutschen Bauindustrie ein nicht mehr ganz so optimistisches Umsatzszenario. Er geht aktuell von einer nominalen Stagnation des Umsatzes aus. Bereinigt wäre dies ein Umsatzrückgang von 2,0 Prozent. Begründet wird die Rücknahme der Prognose durch die Rückkehr zum regulären Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent zum 1. Januar 2021 und der damit verbundenen deutlichen Vorzieheffekte.

Der Wohnungsbau dürfte auch im Jahr 2021 der Wachstumsmotor der Baukonjunktur bleiben. Ausschlaggebend hierfür sind u. a. die unverändert bleibenden Rahmenbedingungen am Kapitalmarkt. Es wird ein Umsatzwachstum von 3,0 Prozent erwartet. Für das Jahr 2021 prognostizierte der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie die Fertigstellung von 300.000 Wohneinheiten.

Der Wirtschaftsbau wird im Jahr 2021, wie im Jahr 2020, am deutlichsten von der Corona-Pandemie belastet. Es wird ein Rückgang der Bauleistung von 2,0 Prozent erwartet. Insbesondere für den Wirtschaftshochbau werden deutliche Investitionsrückgänge erwartet. Der Wirtschaftstiefbau dürfte stabilisierend wirken. Der Bund erhöht seine Investitionszuschüsse von EUR 6,6 Mrd. im Jahr 2020 auf EUR 7,3 Mrd. im Jahr 2021.

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie erwartet für das Jahr 2021 einen nominalen Rückgang der Bauleistung von 1,5 Prozent für den Öffentlichen Bau. Die Entwicklung hängt insbesondere von den Kommunen ab, denen die Gewerbesteuereinnahmen weggebrochen sind. In 2020 haben Bund und Länder diese Steuereinnahmen im Rahmen des Konjunkturprogramms komplett ersetzt. Für 2021 gilt diese Regelung nicht. Im verabschiedeten Bundeshaushalt 2021 sind EUR 800 Mio. mehr als im Vorjahr für Bundesfernstraßenbau, Bundeswasserstraßen und den Radverkehr eingeplant. Durch den Übergang der Auftragsverwaltung der Länder auf die Autobahn GmbH des Bundes ist, aufgrund mangelnder Managementkapazitäten, die Realisation fraglich.

Die Bauwirtschaft, insbesondere der Bereich Verkehrswegebau, ist aktuell weitgehend losgelöst von den negativen konjunkturellen Einflüssen der Corona-Pandemie. Die Bickhardt Bau AG stellt sich den Herausforderungen der Corona-Pandemie: Aktuell laufen alle Maßnahmen mit den der Mitarbeitergesundheit geschuldeten Hygienekonzepten und Betriebsanweisungen nach Plan. Die Kontaktnotwendigkeiten wurden strikt reduziert, in den Werkstätten wird eine Distanz gewahrt, Büroräume werden nur von Einzelpersonen genutzt, Besprechungen finden vorwiegend mittels Videokonferenz statt, 95% der Angestellten können mobil arbeiten. Der hohe Grad der Digitalisierung ermöglicht nahezu vollständig das mobile Arbeiten und die Aufstellung als Komplettanbieter im Verkehrswegebau begrenzt die Abhängigkeit von Fremdunternehmen deutlich. Im Februar 2021 wurde ein Corona-Schnelltest-Konzept eingeführt.

5. Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den Konzernrechungslegungsprozess

Risiko- und Chancenmanagement ist integraler Bestandteil unserer Geschäftsprozesse. Mit diesem Managementsystem fördert der Bickhardt Bau Konzern das Risikobewusstsein auf allen Entscheidungsebenen und bei allen Mitarbeitern. Damit sollen Risiken möglichst vermieden, zumindest aber frühzeitig erkannt werden, um daraus resultierende Gefahren für das Unternehmen abzuwenden. Durch die pro-aktive Behandlung aller Risiken erschließen sich Möglichkeiten zur Wahrnehmung von Chancen.

Aufträge mit großem Volumen oder mit besonderen Risiken können nur angeboten und angenommen werden, wenn der Vorstand dies im Einzelfall ausdrücklich genehmigt. Über Finanzierungen, Inanspruchnahme von Kreditlinien und Bürgschaften entscheidet der Vorstand nach Maßgabe der Geschäftsordnungen.

Das monatliche Reporting und die Quartalsberichtserstattung erfolgen nach Vorgaben des Konzerns und beinhalten die aktuelle wirtschaftliche Lage mit Analyse der Ist-Situation, die Abweichungen zur Planung sowie die sich durch die Veränderungen ergebenden neuen Jahreskennzahlen. Bei Überschreitung von Grenzwerten sind relevante Risiken erkennbar und können durch geeignete Maßnahmen in ihren Auswirkungen begrenzt werden.

Projektrisiken - Risiken aus unserem operativen Geschäft begegnen wir mit einem ganzheitlichen, klar strukturierten Projekt Controlling, auf das alle Entscheidungsträger bis zum Vorstand Zugriff haben.

Prozessrisiken - Das Ziel, gerichtliche Auseinandersetzungen nach Möglichkeit zu vermeiden, lässt sich nicht immer erreichen. Für mögliche Gerichts- bzw. Schiedsgerichtsverfahren, deren Ausgang sich naturgemäß nicht mit Sicherheit vorhersagen lässt, sind ausreichende bilanzielle Vorsorgen getroffen.

Finanzrisiken - Mit bewährten Kontroll- und Steuerungsinstrumenten werden die Finanzrisiken überwacht. Durch tägliche Erfassung der Zahlungsströme und daraus resultierenden Entscheidungen werden kurzfristige Liquiditätsengpässe ausgeschlossen. Die Liquiditätsrisiken werden mittels einer Cashflow-Planung überwacht und gesteuert. Der hohe Bestand an kurzfristigen Kreditlinien sowie mittelfristige und langfristige Finanzierungen gewährleisten die Vorfinanzierung von Bauaufträgen.

Sicherungsgeschäfte - Zinsswaps werden ausschließlich in Verbindung mit einem Grundgeschäft zur Sicherung von Zinsschwankungen bei Bankkrediten eingesetzt. Mit Hilfe von Zinsswaps wird das Zinsänderungsrisiko, das aus Änderungen von Marktzinssätzen für variabel verzinsliche Geldaufnahmen resultiert, begrenzt. Mit Hilfe von Commodity Swaps wird das Risiko steigender Bezugspreise für Dieselkraftstoffe begrenzt.

Personalrisiken - Durch aktive Personalpolitik begrenzen wir die Personalrisiken, die sich aus Nachwuchsmangel, Fluktuation, fehlender oder geringer Qualifikation ergeben können. Unsere Personalentwicklung sorgt dafür, dass wir hoch qualifizierte Mitarbeiter gewinnen und soweit möglich, durch Angebote zur Qualifizierung und Weiterbildung langfristig an das Unternehmen binden.

IT-Risiken - Um unberechtigte Zugriffe und Datenverluste zu verhindern und die ständige Verfügbarkeit unserer Systeme zu garantieren, schützen wir unsere Informationstechnik durch zahlreiche technische Maßnahmen. Die Bickhardt Bau AG betreibt für sich und ihre Tochterunternehmen eine private Cloud IT Infrastruktur, welche auf drei Rechenzentren verteilt, ein Höchstmaß an Verfügbarkeit und Schutz vor Datenverlust gewährleistet. Ein modernes System zur Server Virtualisierung bietet aufgrund von synchronen Spiegeln zwischen den Rechenzentren die nötige Datensicherheit und ein hohes Maß an Performance & Skalierbarkeit für zukünftige Anforderungen. Alle Systeme, von der unterbrechungsfreien Stromversorgung, redundanter Netzwerkinfrastruktur mit mehreren 10Gbit Glasfaserverbindungen zwischen den Rechenzentren und einer entsprechenden Anzahl von Virtualisierungsservern pro Standort, können den Ausfall eines Rechenzentrums z. B. aufgrund von Elementarschäden ohne Datenverlust verkraften.

Archivdaten liegen revisionssicher auf zwei gespiegelten mehrfach redundanten Speichereinheiten.

Eine zentrale Administration und Benutzerverwaltung minimiert administrative Fehler beim Datei und Applikationszugriff. Die gezielte Entkoppelung der Benutzerrechte in wichtigen Systemen wie Kalkulation und Dokumentenmanagement reduzieren nochmals das Risiko eines unberechtigten Zugriffes. Durch die Bereitstellung von virtuellen Desktops in Verbindung mit zentraler Datenhaltung in der Bickhardt Cloud in Kirchheim, können die Richtlinien der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) gewährleistet werden. Die gesamten Server werden über eine spezielle Backuplösung für virtuelle Infrastrukturen gesichert. Ein redundantes Sicherungs-Disk Ziel befindet sich in einem Backupstandort. Die noch an wenigen Standorten gehaltenen lokalen Datei oder Exchange Daten werden täglich nach Kirchheim repliziert.

Um proaktiv mögliche Schwachstellen zu erkennen, oder bei Systemausfällen die komplexe Infrastruktur schnell analysieren zu können, steht der IT ein globales Überwachungssystem zu Verfügung, welches mehr als 4000 Dienste in Echtzeit überwacht und übersichtlich darstellt.

Zum Schutz vor Viren, Trojanern und ähnlichen Bedrohungen wird eine zentral administrierbare Virenschutzlösung verwendet. Benutzerrichtlinien und EDV Schulungen für Mitarbeiter geben Handlungsanweisungen und weisen auf Risiken im Umgang mit IT Technik hin. Gegen Gefahren aus dem Internet steht der Bickhardt Bau AG eine durch einen Drittanbieter tagesaktuell gehaltene, Gateway Cloud-Sicherheitslösung zu Verfügung. Dieses System erkennt selbsttätig Angriffe und kann automatisiert einen unbefugten Zugriff unterbinden.

Digitalisierung- Die Digitalisierung in der Bickhardt Bau AG schreitet voran. Nicht nur für die Verwaltungs- und Planungsprozesse, sondern auch direkt auf der Baustelle und in der Arbeitssicherheit nehmen digitale Anwendungen zu. Die Arbeitsmethode Building Information Modeling (BIM) ermöglicht es Potentiale für viele Bauprojekte freizusetzen. Ziel ist die vollständige Digitalisierung der Bauprozesse, damit Baumaterialien zielgerichtet und ressourcensparend eingesetzt werden können. Zur Zeit werden zwei Pilotprojekte in der Bickhardt Bau AG durchgeführt. Die Bickhardt Bau AG hat das Zertifikat „Smart Building" erlangt.

Nach sorgfältiger Prüfung wurden für das Geschäftsjahr 2020 keine Einzelrisiken festgestellt, die allein oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand unseres Unternehmens gefährden könnten.

6. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Der Vorstand verfolgt eine konservative Risikopolitik. Mit bewährten Kontroll- und Steuerungsinstrumenten werden die Finanzrisiken überwacht. Durch tägliche Erfassung der Zahlungsströme und daraus resultierenden Entscheidungen werden kurzfristige Liquiditätsengpässe ausgeschlossen. Die Liquiditätsrisiken werden mittels einer Cashflow-Planung überwacht und gesteuert. Kurzfristige Kreditlinien, mittelfristige und langfristige Finanzierungen sichern jederzeit den Liquiditätsbedarf des Bickhardt Bau Konzerns.

Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt der Bickhardt Bau Konzern über ein integriertes Debitorenmanagement und Mahnwesen.

 

Kirchheim, 28. April 2021

Bickhardt Bau
Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Dipl.-Ing. Ralf Schär, Vorstandsvorsitzender

Dipl.-Wirtschaftsinformatiker Horst Müller, Vorstandsmitglied

Dipl.-Ing. Marco Auth, Vorstandsmitglied

Dipl.-Betriebswirt Frank Finster, Vorstandsmitglied

VII. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Bickhardt Bau Aktiengesellschaft

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Bickhardt Bau Aktiengesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Bickhardt Bau Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2020 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit den Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Fulda, 28. April 2021

HNW Herber Niewelt Witzel GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Herber, Wirtschaftsprüfer

Markus Niewelt, Wirtschaftsprüfer

C. Bericht des Aufsichtsrates zum Geschäftsjahr 2020

Im Geschäftsjahr 2020 hat der Aufsichtsrat vier Aufsichtsratssitzungen durchgeführt. In den Sitzungen hat der Vorstand durch Berichte und Vorlage umfangreicher Unterlagen über die

a)

Lage der Gesellschaft zum jeweiligen Stichtag

b)

Auftragsentwicklung

c)

Planungs- und Ergebnisrechnung

d)

Liquidität

e)

Personalentwicklung

f)

Wirtschaftliche Entwicklung

g)

Strategien

ausführlich informiert. Dabei konnte sich der Aufsichtsrat von der ordnungsgemäßen Geschäftsführung des Vorstandes überzeugen.

Der Aufsichtsrat hat in Wahrnehmung der ihm nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Rechte und Pflichten den Vorstand beraten, überwacht, die in seinen Entscheidungsbereich fallenden Aufgaben unter Wahrung der Interessen der Aktionäre überprüft und zu zustimmungspflichtigen Geschäften die entsprechenden Beschlüsse gefasst.

Diese Aussage gilt auch für die Tochter- und Beteiligungsunternehmen.

Die vom Aufsichtsrat an den Personal- und Finanzausschuss delegierten Aufgaben wurden in den Ausschüssen in gleicher Verantwortlichkeit wahrgenommen.

Darüber hinaus haben der Aufsichtsratsvorsitzende und seine Stellvertreterin sich auch außerhalb von Aufsichtsratssitzungen vom Vorstand über ad hoc anstehende Geschäfte und besondere Geschäftsvorgänge von Bedeutung informieren lassen.

Im Konzern wurden in Gesellschafterversammlungen in gleicher Weise wie bei der AG vierteljährliche Berichte der Tochter- und Beteiligungsgesellschaften entgegengenommen und Beschlüsse zu den zustimmungspflichtigen Geschäften gefasst und über wichtige Vorgänge dem Aufsichtsrat der AG berichtet als auch im Aufsichtsrat erforderliche Beschlüsse gefasst.

Der Aufsichtsrat hat sich davon überzeugt, dass die nach dem AktG und dem KonTraG eingerichteten internen Überwachungsinstrumente des Risikomanagements-Systems angewandt werden.

Wie in § 13 Ziffer 7 der Satzung der AG und in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrates festgelegt, werden bis auf die folgenden Bereiche alle Beschlüsse in den Ausschüssen gefasst:

1.

Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern

2.

Prüfung der Berichte an den Aufsichtsrat gem. § 90 AktG

3.

Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses mit Lagebericht, Prüfbericht und Gewinnverwendungsvorschlag.

Zu diesen drei Bereichen bereiten die Ausschüsse die Entscheidungen und Beschlüsse des Aufsichtsrates lediglich vor.

Im Geschäftsjahr 2020 wurden insgesamt sieben Ausschusssitzungen durchgeführt, erforderliche Beschlüsse gefasst und in den jeweiligen Aufsichtsratssitzungen darüber berichtet.

Der Aufsichtsrat hat gemäß § 171 Abs. 1 AktG im Finanzausschuss den Jahresabschluss der Bickhardt Bau AG als auch des Konzerns geprüft.

Er ist zu der Feststellung gekommen, dass die Jahresabschlüsse ordnungsgemäß erstellt sind und die Lageberichte alle wesentlichen Fakten, die zur Beurteilung der Lage der Gesellschaft und des Konzerns und der Einschätzung künftiger Entwicklungsrisiken, die von Bedeutung sind, enthalten.

Diese Feststellung des Aufsichtsrates gründet sich neben der eigenen Prüfung und den Prüfungsberichten des Wirtschaftsprüfers auch auf den vierteljährlichen und abschließenden Berichten des Vorstandes in den Sitzungen des Aufsichtsrates und des Finanzausschusses der Jahre 2020 und 2021.

In der Sitzung des Finanzausschusses sowie des Aufsichtsrates am 12. Mai 2021 hat der Ausschuss bzw. der Aufsichtsrat am gleichen Tage den Jahresabschluss 2020 der Bickhardt Bau AG mit Lagebericht des Vorstandes und Prüfbericht des Wirtschaftsprüfers HNW Herber Niewelt Witzel GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Fulda eingehend erörtert, beraten, geprüft und den Jahresabschluss 2020 der AG festgestellt.

Der Jahresabschluss des Konzerns wurde vom Aufsichtsrat gebilligt.

In der personellen Zusammensetzung des Vorstandes hat sich seit der letzten Hauptversammlung am 26. Juni 2020 keine Veränderung ergeben.

In der personellen Zusammensetzung des Aufsichtsrates hat sich seit der letzten Hauptversammlung am 26. Juni 2020 keine Veränderung ergeben.

Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstandes über die ersten Monate des Geschäftsjahres 2021 erhalten und sieht darin die Budgetplanungen für das laufende Geschäftsjahr bestätigt.

Der hohe Auftragsbestand sichert die Grundauslastung für das Geschäftsjahr 2021 und durch langlaufende Maßnahmen auch darüber hinaus.

Die Aufstellung der Bickhardt Bau AG als Komplettanbieter im Verkehrswegebau hat sich erneut bewährt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die hervorragende Arbeit im Geschäftsjahr 2020. Das große Engagement und die beachtliche Motivation aller Beteiligten werden dazu beitragen, dass die Bickhardt Bau AG und die Konzernunternehmen auch das laufende Geschäftsjahr erfolgreich abschließen werden.

 

Kirchheim, 12. Mai 2021

DER AUFSICHTSRAT

Dr.-Ing. H. Michael Bröhl, Aufsichtsratsvorsitzender

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