Mölkau Forum GmbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Jäger seit 20.1.2023 | Geschäftsführer |
René Heinz seit 1.6.2022 | Prokura |
Susanne Sangs seit 28.1.2021 | Prokura |
Thomas Möller seit 17.9.2020 | Geschäftsführer |
Torsten Born seit 17.9.2020 | Prokura |
Martin Frechen seit 21.9.2010 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 15.77% | |
| 15.77% | |
| 15.77% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Steinel GmbHHerzebrock-ClarholzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023STEINEL GmbH, Herzebrock-Clarholz1. Aufgabenstellung der Gesellschaft im STEINEL Konzern Die Berichtsgesellschaft ist die Muttergesellschaft der STEINEL-Unternehmensgruppe. Sie hat ihren Sitz in Herzebrock-Clarholz (Nordrhein-Westfalen). Die STEINEL-Gruppe ist als mittelständisch geprägtes vollstufiges Industrieunternehmen der Elektrotechnik weltweit in den Bereichen Sensorik / automatisches Licht und Thermo-Tools engagiert und gehört zur ADCURAM Industriegruppe. Die STEINEL GmbH hat am 17. April 2023 eine Verschmelzung mit ihrer Tochtergesellschaft STEINEL Vertrieb GmbH (Upstream-Merger) durchgeführt. Die Tätigkeiten der STEINEL GmbH und STEINEL Vertrieb GmbH wurden infolgedessen vereint. Dies führt zu einer Änderung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Die Vergleichbarkeit zwischen der Berichtsperiode und der Vorperiode ist infolgedessen eingeschränkt. Es wird auf die Ausführungen im Anhang verwiesen. Die STEINEL GmbH verantwortet in ihrer Tätigkeit als Entrepreneur der STEINEL-Gruppe die strategische Ausrichtung und Zukunftssicherung der Unternehmensgruppe. Bei ihr liegen die zentralen Dienstleistungsfunktionen der Gruppenkoordination, des strategischen Einkaufs und der Datenverarbeitung. Des Weiteren erbringt sie zentral wesentliche Forschungs- und Entwicklungsleistungen und sichert damit die Produkt-Entwicklung für fast alle Produkte der Gruppe. Sie versorgt die konzerninternen Produzenten darüber hinaus mit Neuprodukten. Weiterhin finanziert sie auch die gesamte STEINEL-Gruppe. Die Refinanzierung erfolgt über den im November 2019 abgeschlossenen Konsortialkredit mit einer Laufzeit bis zum 30.11.2024. Kraft ihrer Führungsfunktion für die Gruppe stellt die Gesellschaft ferner das Gruppen-Controlling und das Beteiligungsmanagement in der Gruppe sicher. Durch die Verschmelzung mit ihrer Tochtergesellschaft STEINEL Vertrieb GmbH hat die STEINEL GmbH zudem die werbende Tätigkeit am Markt aufgenommen (Vertriebsgeschäft der STEINEL Vertrieb GmbH). Die Berichtsgesellschaft fungiert daher - neben der STEINEL Solutions AG (Schweiz) - als Distributor von STEINEL-Produkten. Die Gesellschaft beliefert sämtliche weltweit bedeutenden Wirtschaftsregionen über ein Netz von ca. 80 selbstständig agierenden Handelspartnern, die als Eigenhändler für die Distribution der STEINEL-Produkte und Handelswaren in ihrer jeweiligen Vertriebsregion erfolgreich tätig sind. In sieben Regionen sind dies Vertriebsgesellschaften, die zum STEINEL Konzern gehören. Bei den Produkten wird nach Artikeln für den privaten Konsum und nach Artikeln für den Fachhandel / Profi-Bereich unterschieden. Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft über einen kleineren Produktionsbereich, in dem primär Sonderkonfektionen hergestellt werden. 2. Geschäftsverlauf und Lage a. Allgemeine Wirtschaftsentwicklung [1] Die globale Wirtschaftsproduktion beschleunigte sich im dritten Quartal 2023 dank der Expansionsdynamik in China und den USA. Im Gegensatz dazu sank der globale Warenhandel im vierten Quartal in Folge, stabilisierte sich jedoch zum Jahresende. Die Konsumstruktur der privaten Haushalte normalisierte sich nach dem Ende der Pandemie, wobei Dienstleistungen gegenüber Waren bevorzugt wurden. Unternehmen reduzierten ihre Lagerbestände an Zwischenprodukten nach den Lieferkettenproblemen. Der Preis für Rohöl blieb mittelmäßig stabil, während der Preis für Erdgas seit dem Sommer stieg. Die Inflation in den USA und im Euroraum ging zurück, aber die Arbeitsmärkte blieben angespannt. Entgegen allen Erwartungen verzeichneten die USA eine starke Wirtschaftslage, unterstützt durch private Konsumausgaben. Die Verbraucherstimmung blieb trotz strenger Geldpolitik positiv. Die OECD prognostiziert ein steigendes gesamtwirtschaftliches Defizit von 7,4 % des BIP im Jahr 2023, da die Fiskalpolitik expansiv ist. Dadurch bleibt die Inflationsrate über 3 %. Im Eurogebiet hat sich die Nachfrage der privaten Haushalte aufgrund der schlechteren Reallohnentwicklung abgeschwächt. Der Energiepreisschock des letzten Jahres beeinträchtigte die Industriekonjunktur in den stärksten Regionen Mitteleuropas. Die gesamtwirtschaftliche Produktion blieb vom vierten Quartal 2022 bis zum dritten Quartal 2023 weitgehend unverändert. Dennoch bestehen im Euroraum weiterhin Schwierigkeiten auf den Arbeitsmärkten. Die demografisch bedingte Arbeitskräfteknappheit erhöht Suchkosten und verringert die Rekrutierungschancen für Unternehmen. Mitarbeiter bleiben trotz geringer Arbeitsbelastung eher im Unternehmen. Die Inflationsrate ist zuletzt schnell gesunken und lag im November 2023 nur knapp über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank. Die Konjunkturerholung stützt sich hauptsächlich auf private Konsumausgaben. Die Federal Reserve der USA und die EZB werden voraussichtlich ihre Leitzinsen senken. Der weltweite Warenhandel und die Industrieproduktion gewinnen an Dynamik, während Chinas vergleichsweise schwache Wirtschaftsentwicklung dämpfend wirkt. Die Immobilienkrise beeinträchtigt die Einkommen der privaten Haushalte. Realzinsen sind in vielen Ländern höher als vor der Pandemie. Der Zuwachs der Weltproduktion wird von 2,7 % im laufenden Jahr auf 2,0 % im nächsten Jahr und 2,3 % im Jahr 2025 abnehmen. Sowohl entwickelte Länder (von 1,5 % auf 1,0 %) als auch Schwellenländer (von 5,0 % auf 3,8 %) sind betroffen. Die Konjunkturdynamik in Schwellenländern bleibt unverändert, während entwickelte Länder auf 1,5 % Wachstum zurückkehren. Die Prognose für die Weltproduktion wird damit aufgrund verbesserter Einschätzungen für die USA und China nach oben revidiert. Die Inflation nimmt unterschiedlich schnell ab, beeinflusst durch Arbeitsmarktungleichgewichte und gestiegene Energie- und Lebensmittelpreise aufgrund des Ukrainekriegs. Die Erdgasversorgung Europas im Winter 2023/24 ist aufgrund hoher Speicherstände gesichert, und die Energiepreise werden voraussichtlich nicht sprunghaft ansteigen. Die Prognose geht davon aus, dass der Erdgaspreis bis zum Ende des Prognosezeitraums leicht über dem Niveau von Dezember 2023 liegt, was höher ist als vor dem starken Preisschub im Herbst 2021. Die starken Nominallöhne im Euroraum dämpfen den Rückgang der Inflation, ohne sie erneut zu beschleunigen. Reallohnsteigerungen werden die Konjunktur 2024 beleben. Steigende Arbeitskosten erschweren die Suche nach qualifizierten Arbeitskräften. Ein Beschäftigungsabbau könnte die Erholung gefährden. Der Gaza-Krieg hat aktuell keine direkten Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, birgt aber Risiken bei anhaltender Eskalation und Intervention anderer Regionalmächte. Die Wahrscheinlichkeit eines Ölpreisschocks wie 1973 ist begrenzt, da die USA als größter Rohölexporteur die Weltmarktpreise beeinflussen können. 3. Einfluss der Entwicklung auf den Geschäftsverlauf Um die Vergleichbarkeit der Angaben in diesem Lagebericht mit den Vorjahresangaben herzustellen, werden für die Umsatz-Kennzahlen jeweils auch Pro-Forma Angaben gemacht, die die Vergleichswerte so darstellen, als ob die oben genannte Verschmelzung schon zum 1. Januar 2022 durchgeführt worden wäre bzw. für das Vorjahr 2022 bestanden hätte. Der Umsatz des Berichtszeitraums liegt insgesamt nahezu auf Niveau des Vorjahreszeitraumes. Unsicherheitsfaktoren, vor allem der seit zwei Jahren andauernde Ukraine-Konflikt, die hohen Energiekosten sowie die hohen Realzinsen belasten die allgemeine wirtschaftliche Situation. Der Umsatz und Ertrag der Gesellschaft haben sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt entwickelt (als Vergleichsperiode wird in dem folgenden Abschnitt die Ertragslage der im April 2023 verschmolzenen Gesellschaft STEINEL Vertrieb GmbH aus dem Geschäftsjahr 2022 genannt): Im Berichtszeitraum lag der Produktumsatz (vor Erlösschmälerungen und ohne Dienstleistungen und Frachterlöse) mit € 134,3 Mio. leicht unter dem Vorjahr (€ 134,6 Mio.). Dabei entwickelte sich der Umsatz vor Erlösschmälerungen im Inland mit € 85,8 Mio. wiederholt positiv (Vorjahr: € 83,5 Mio.), wobei der Anteil am Gesamtumsatz mit 63,9 % anstieg (Vorjahr: 62,0 %). Währenddessen verringerte sich der Umsatzanteil vor Erlösschmälerungen im Ausland von 38,0 % auf 36,1 % und betrug € 48,4 Mio. (Vorjahr: € 51,1 Mio.). Das Umsatzwachstum im Inland (+ € 2,3 Mio.) konnte den Umsatzrückgang im Ausland (- € 2,7 Mio.) nicht vollständig kompensieren. Die amerikanische Vertriebstochtergesellschaft konnte das starke Umsatzwachstum der Vorjahre nicht fortsetzen und blieb hinter den Erwartungen zurück. Den größten Umsatzanteil nimmt weiterhin der Produktbereich "Sensorik / automatisches Licht" mit 74,6 % ein (Vorjahr: 74,0 %). Der Inlandsanteil in diesem Produktbereich ist leicht angestiegen (von 61,1 % auf 59,4 %), während er im Ausland von 40,6 % auf 38,9 % gesunken ist. Es gab insbesondere Veränderungen in den Umsätzen mit Kunden zwischen Deutschland und der Schweiz. Im Bereich "Thermo-Tools" lag der Umsatz im Inland über dem Vorjahresniveau (€ +0,9 Mio.), im Ausland hingegen war er rückläufig (€ -0,5 Mio.). Der Anteil am Gesamtumsatz reduzierte sich hierbei von 26,0 % auf 25,4 %. Der Umsatzanteil mit Werkzeugen (Handelsware) reduzierte sich ebenfalls auf 3,5 % (Vorjahr: 4,4 %). Als Hauptgrund ist hier vor allem eine weiterhin geringere Nachfrage im Geschäft mit OEM-Partnern anzuführen. Bei der Einteilung des Umsatzes nach den Vertriebskanälen der Berichtsgesellschaft ergibt sich für das Geschäftsjahr 2023 das folgende Bild: Der Profibereich (Elektrogroßhandel) konnte in der Berichtsperiode - wie bereits im Vorjahr 2022 - das höchste Umsatzwachstum erzielen. Dieser Bereich stellt den größten Umsatzanteil am inländischen Gesamtumsatz dar. Auch der Konsumerbereich (DIY-Baumärkte) verzeichnete ein Umsatzwachstum und baute seinen Umsatzanteil am inländischen Gesamtumsatz aus. Im Konsumerbereich befinden sich die deutschen Baumärkte dabei weiterhin in einer extremen Wettbewerbssituation mit dem Onlinehandel. Der E-Commerce-Bereich tat sich im Geschäftsjahr 2023 schwer: Er verzeichnete den stärksten Umsatzrückgang aller inländischen Vertriebsbereiche und verlor infolgedessen Umsatzanteile am inländischen Gesamtumsatz. Als Grund hierfür kann ein allgemein geändertes Kundenverhalten angesehen werden. Der stationäre Handel profitiert aktuell von einer höheren Kundenfrequenz. Außerdem konnte der Werkzeuggroßhandel einen leichten Umsatzanstieg verzeichnen, während der hauseigene Online-Shop nahezu auf Vorjahresniveau stagnierte. Der OEM-Bereich hingegen konnte - nach deutlichen Umsatzverlusten im Vorjahr 2022 - ein leichtes Umsatzwachstum erzielen. Die relative Ertragsmarge der einzelnen Bereiche unterliegt in der Regel nur geringen Schwankungen, weil wir Kostensteigerungen durch jährliche Preisvereinbarungen mit unseren Kunden auszugleichen versuchen. Auch im Geschäftsjahr 2023 ist dies, teils mit zeitlicher Verzögerung, erfolgreich gelungen. In ihrer Funktion als Holdinggesellschaft der STEINEL-Unternehmensgruppe konnte die STEINEL GmbH aufgrund von Ausschüttungen der STEINEL Beteiligungs AG (Schweiz) und STEINEL Electronic S.R.L. (Rumänien) zusätzliche Erträge vereinnahmen (siehe 3.2. Ertragslage). Die bedeutenden finanziellen Leistungsindikationen der Gesellschaft sind der Umsatz und das EBITDA. 4. Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 4.1 Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme der Gesellschaft per 31.12.2023 beträgt € 85,4 Mio. (Vorjahr: € 64,7 Mio.). Der deutliche Anstieg resultiert vor allem aus der erwähnten Verschmelzung der STEINEL Vertrieb GmbH auf die STEINEL GmbH. Das Sachanlagevermögen beträgt per 31.12.2023 € 6,9 Mio., während die immateriellen Vermögensgegenstände € 1,8 Mio. umfassen. Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten auch aktivierte Leistungen für den geplanten Generationswechsel im ERP-System (SAP). Aus der Verschmelzung ergeben sich keine nennenswerten Zugänge zu den immateriellen Vermögensgegenständen und den Sachanlagen. Die Finanzanlagen bezifferten sich auf insgesamt € 21,6 Mio. (Vorjahr € 30,8), vor allem resultierend aus den Anteilen an verbundenen Unternehmen mit € 20,7 Mio. Die deutliche Reduktion folgt aus dem Abgang des Beteiligungsbuchwertes an der STEINEL Vertrieb GmbH in Folge der Verschmelzung. Im Umlaufvermögen sind die Vorräte der STEINEL Vertrieb GmbH infolge der Verschmelzung auf die STEINEL GmbH übergegangen. Sie beliefen sich zum Bilanzstichtag (per 31.12.2023) auf insgesamt € 12,1 Mio. Dabei umfassten die fertigen Erzeugnisse und Waren € 8,3 Mio. und unfertige Erzeugnisse € 0,9 Mio. Die Vorratsbestände werden grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Für weitere Erläuterungen wird auf den Anhang verwiesen. Darüber hinaus machten die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe € 2,5 Mio. und die geleisteten Anzahlungen € 0,4 Mio. aus. Im Vergleich zum Vorjahr 2022 der STEINEL Vertrieb GmbH konnte ein leichter Bestandsabbau verzeichnet werden (Vorjahr: € 12,5 Mio. in der STEINEL Vertrieb GmbH), nachdem die Vorräte jedoch in den vorausgehenden Geschäftsjahren - aufgrund der aktiven Sicherung der Lieferfähigkeit - deutlich erhöht wurden. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betrugen zum 31.12.2023 € 29,2 Mio. (Vorjahr: € 12,7 Mio.). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen hierbei um € 1,0 Mio. (infolge der Verschmelzung mit der STEINEL Vertrieb GmbH). Ebenso konnten die sonstigen Vermögensgegenstände - vor allem bestehend aus Forderungen gegen eine Factoring-Gesellschaft, zuvor bilanziert in der STEINEL Vertrieb GmbH - mit € 12,6 Mio. deutlich zulegen. Die aktuelle Ausgestaltung der Factoring-Vereinbarung und die positive Unternehmenslage führt dazu, dass keine Notwendigkeit besteht eine Vorfinanzierung in Anspruch zu nehmen. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten außerdem ein verfügungsbeschränktes Sperrkonto zu Gunsten einer Factoringgesellschaft (€ 1,8 Mio.) und ein zu Gunsten der Factoringgesellschaft abgetretenes Guthabenkonto bei der Volksbank Bielefeld Gütersloh eG (€ 0,6 Mio.). Des Weiteren beliefen sich die kurzfristigen Bankguthaben auf € 13,3 Mio. (Vorjahr: € 13,1 Mio.) Dies resultiert im Wesentlichen aus dem positiven Geschäftsverlauf der STEINEL-Unternehmensgruppe bei einem moderaten Investitionsvolumen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten lagen zum Stichtag nahezu bei € 0,5 Mio. Das Eigenkapital der Gesellschaft belief sich per 31.12.2023 auf € 24,4 Mio. (Vorjahr:€ 29,7 Mio.). Die Entwicklung ist auf folgendem Umstand zurückzuführen: die Gesellschaft hat Anteile eines Gesellschafters gegen Entgelt eingezogen. Hieraus resultiert ein Rückgang der Kapitalrücklage in Höhe von € 6,5 Mio. Die nach Einzug neu ausgegebenen Anteile hält die Gesellschaft selbst. Weiterhin wurde das Jahresergebnis 2022 thesauriert und dient damit der nachhaltigen Finanzierung der STEINEL-Gruppe. Der Jahresüberschuss hingegen sank (durch den im folgenden Abschnitt 3.2. dargestellten Geschäftsverlauf) um € 4,1 Mio. Die Rückstellungen bezifferten sich auf insgesamt € 24,5 Mio. Die Rückstellungen aus Pensionsverpflichtungen stiegen - nahezu ausschließlich in Folge der Verschmelzung - um € 2,6 Mio. an. Sie wurden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Leistungen hängen in der Regel von der Beschäftigungsdauer und dem Entgelt der Mitarbeiter ab. Die Steuerrückstellungen stiegen des Weiteren um 2,1 Mio. €, bedingt durch eine höhere Risikovorsorge aufgrund der abgeschlossenen Betriebsprüfung. Die sonstigen Rückstellungen i. H. v. € 12,8 Mio. setzen sich wie folgt zusammen: Die personalbezogenen Rückstellungen (€ 2,6 Mio.) betreffen im Wesentlichen Prämien (€ 1,6 Mio.), Urlaubs- und Mehrarbeitsansprüche (€ 0,4 Mio.) sowie Abfindungen (€ 0,2 Mio.). Die verkaufsbezogenen Rückstellungen (€ 9,2 Mio.) beinhalten vor allem Boni (€ 5,0 Mio.) und Gewährleistungen und Retouren (€ 4,0 Mio.). Die geänderte Chancen- und Risikostruktur der STEINEL GmbH, aufgrund der Aufnahme einer werbenden Tätigkeit am Markt infolge der Verschmelzung mit der STEINEL Vertrieb GmbH, wird damit Rechnung getragen. Darüber hinaus wird auf den Abschnitt 5 (Darstellung zukünftiger Risiken) verwiesen. Die anderen sonstigen Rückstellungen (i. H. v.€ 1,0 Mio.) betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen (€ 0,2 Mio.) und Drohverluste aus Derivaten (€ 0,1 Mio.). Die Verbindlichkeiten beliefen sich währenddessen stichtagsbedingt auf € 36,4 Mio., wovon der überwiegende Teil aus den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (€ 16,3 Mio.) resultiert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (€ 16,0 Mio.) konnten - aufgrund von planmäßigen Kredittilgungen - um € 0,4 Mio. reduziert werden. Bezüglich dieser Verbindlichkeiten sind keine Effekte aus der Verschmelzung zu verzeichnen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Rahmen eines Konsortialkredites abgesichert und werden sowohl zur Finanzierung der STEINEL GmbH als auch je nach Bedarf zur Refinanzierung der Unternehmensgruppe durch die Gewährung von kurz- und mittelfristigen Darlehen genutzt. Alle Covenants, die für bestimmte Darlehen vereinbart wurden, konnten im Geschäftsjahr 2023 eingehalten werden. Es wurden im Bereich der immaterielle Vermögensgegenstände und der Sachanlagen Investitionen in Höhe von € 1,5 Mio. getätigt, davon entfallen auf Sachanlagen € 0,7 Mio. Dem stehen Abschreibungen in Höhe von € 1,0 Mio. gegenüber. Allen Kredittilgungsleistungen ist die Gesellschaft vertragsgemäß nachgekommen. Der Bestand an liquiden Mittel beträgt zum Stichtag € 13,9 Mio. und kann damit als zufriedenstellend bezeichnet werden. 4.2 Ertragslage Für das Geschäftsjahr 2023 konnten Umsatzerlöse i. H. v. € 125,0 Mio. erzielt werden. Die Prognose des Vorjahres wurde eingehalten. Im Vorjahr betrugen die Umsatzerlöse € 20,5. Diese umfassten insbesondere Erlöse aus IC-Leistungen. Aufgrund der Verschmelzung und Anpassungen im Verrechnungspreissystem haben sich diese Erlöse in 2023 auf € 4,2 Mio. reduziert; ebenfalls sind interne Mieterlöse weggefallen. Bezüglich der Erlöse aus der betrieblichen Tätigkeit, die die Gesellschaft erst in 2023 durch die Verschmelzung aufgenommen hat, wird auf die Erläuterungen in Abschnitt 3. verwiesen. Darüber hinaus konnten sonstige betriebliche Erträge i. H. v. € 4,7 Mio. erwirtschaftet werden. Diese umfassen unter anderen IC-Erträge sowie Währungskursgewinne. Im Geschäftsjahr 2023 beträgt der Materialaufwand € 87,6 Mio., wovon € 5,7 Mio. für Aufwendungen auf bezogene Dienstleistungen (insbesondere konzerninterne Forschungs- und Entwicklungskosten) entfallen. Außerdem erfolgte ein Bestandaufbau i. H. v. € 0,4 Mio. Der Personalaufwand liegt in der Berichtsperiode bei € 21,5 Mio. Infolge der Verschmelzung sind von der STEINEL Vertrieb GmbH 195 Mitarbeiter in die Steinel GmbH übergegangen. Die Abschreibungen beliefen sich auf € 1,0 Mio. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen i. H. v. € 19,0 Mio. setzen sich im Wesentlich aus den Vertriebskosten (€ 7,6 Mio.), den Verwaltungskosten (€ 6,1 Mio.), den Betriebskosten (€ 2,7 Mio.) und den übrigen Aufwendungen (€ 1,8 Mio.) zusammen. Im Bereich der übrigen Aufwendungen finden sich Kursverluste i. H. v. € 1,2 Mio. wieder. Dem gegenüber konnte die Berichtsgesellschaft in der Berichtsperiode Kursgewinne i. H. v. € 1,3 Mio. vereinnahmen. Die gruppenrelevanten Fremdwährungen verzeichneten im Geschäftsjahr 2023 aufgrund der geänderten Zinssituation am Geldmarkt eine für die Gesellschaft positive Entwicklung. Das Finanz- und Beteiligungsergebnis für das Geschäftsjahr 2023 beträgt € 0,2 Mio. Die Gesellschaft konnte Ausschüttungen der STEINEL Beteiligungs AG (Schweiz) in Höhe von € 2,4 Mio. und der STEINEL Electronic S.R.L. (Rumänien) in Höhe von € 1,2 Mio. vereinnahmt werden. Die Zinsaufwendungen beinhalten insbesondere solche aus dem bestehenden variabel verzinslichen Konsortialkreditvertrag. In Folge des allgemeinen Zinsanstieges sind die Belastungen hier gestiegen (€ 0,6 Mio. Vorjahr € 0,2 Mio.). Die Steuern von Einkommen und Ertrag belaufen sich auf 3,4 Mio. (Vorjahr: € 0,9 Mio.). Der deutliche Anstieg ist wesentlich den Ergebnissen einer endverhandelten Betriebsprüfung geschuldet. Das ausgewiesene EBITDA beträgt im Geschäftsjahr € 2,1 Mio. Im Jahr 2022 hat die STEINEL GmbH ein EBITDA von € 0,3 Mio. und die STEINEL Vertrieb GmbH von € 3,6 Mio. erzielt. Das EBITDA blieb hinter den Erwartungen. Das Jahresergebnis ist maßgeblich durch den ausgewiesenen Steueraufwand negativ beeinflusst. 5. Forschung und Entwicklung Die eigene Forschung und Entwicklung (insbesondere die Produktentwicklung, aber auch anwendungsorientierte Forschung) zählt zu den nachhaltigen Kernkompetenzen der STEINEL-Gruppe. Es werden kontinuierlich intelligente Sensor- und Lichtlösungen für unterschiedliche Anwendungsfälle entwickelt. Das Thema der nachhaltigen Nutzung unserer Produkte, insbesondere unter dem Aspekt der Umweltverträglichkeit und der Steigerung von Energieeinsparungspotenzialen, wird schon im Produktentwicklungsprozess berücksichtigt. Durch ganzheitliche Building Intelligence-Lösungen und der Verwendung intelligenter, miteinander vernetzte Sensorprodukte ist eine effiziente Energienutzung umsetzbar. Forschung und Entwicklung bilden eine wesentliche Grundlage für die nachhaltige Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und des Unternehmenswertes. Im Geschäftsjahr 2023 ist es wiederholt gelungen, Produkte für den Konsum-, Fachhandels- und Objekt-Bereich durch unsere eigenen Entwicklungsingenieure zu entwickeln, die anschließend mithilfe der Produktionswerke in die Serienreife übergingen. Zum Stichtag am 31. Dezember 2023 waren insgesamt 58 Mitarbeiter im weiteren Sinne im Bereich Forschung und Entwicklung beschäftigt. Die Entwicklungen wurden in angemessenem Umfang rechtlich geschützt und tragen zur Absicherung des Technologievorsprungs der STEINEL-Gruppe bei. Die STEINEL-Gruppe nimmt nicht das Wahlrecht zur Aktivierung von Entwicklungskosten entsprechend § 248 II HGB in Anspruch. 6. Zukünftige Risiken Nach unserer Auffassung und Abwägung, interner wie externer Kenntnisse und Erwartungen für die STEINEL Gruppe, sind bestandsgefährdende Risiken nicht zu erkennen. Vertriebsrisiken Ein für die Gesellschaft typisches Geschäftsrisiko kann sich aus starken Preis- und Mengenschwankungen auf den Absatzmärkten ergeben. Dem generellen Risiko begegnet die Gesellschaft mit einem diversifizierten Portfolio von Produkten und Segmenten sowie Absatzmärkten und Distributionswegen. Da sich konjunkturelle Effekte in den einzelnen Geschäftsbereichen unterschiedlich auswirken, erzielt die Gesellschaft eine gewisse Balance unseres Risikoportfolios. Das Risiko einer Verringerung der Rohergebnismarge aufgrund höherer Beschaffungskosten (durch gestiegene Materialpreise am Weltmarkt sowie Transport- und Energiekosten) versucht die Gesellschaft darüber hinaus durch regelmäßige Preisvereinbarungen mit unseren Kunden zu minimieren. Dies ist oftmals nur mit zeitlicher Verzögerung möglich. Bei den Forderungen wird das Instrument "Factoring" eingesetzt. Parallel ist der Forderungsbestand warenkreditversichert, so dass das Forderungsausfallrisiko stark begrenzt ist. Die Bestände werden monatlich exakt analysiert und im Bedarfsfall Maßnahmen festgelegt. Forschungs- und Entwicklungsrisiken Bei der Forschungs- & Entwicklungstätigkeit besteht immer das Risiko der Fehlentwicklung bezüglich Technologie, Design, Preis oder Marktakzeptanz. Darüber hinaus kann durch die eigene Entwicklung und Verwendung von Patenten dahingehend ein Risiko resultieren, dass Dritte sich die Patente unerlaubt zu Eigen machen bzw. diese nutzen. Die Verfolgung dieser Verstöße kann zu höheren Kosten bei der Rechtsverfolgung führen. Beschaffungsrisiken Auf der Beschaffungsseite wird darauf geachtet, dass grundsätzlich keine Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten entstehen. Aus technischen Gründen ist dies aber nicht immer umsetzbar. Zudem sind Preisschwankungen am Beschaffungsmarkt mit unsicheren und uneinheitlichen Trends möglich. Der Weitergabe der Rohstoff- und Materialverteuerungen über höhere Preise für die hergestellten Produkte sind generell Grenzen gesetzt, da auf den Märkten ein ausgeprägter Konkurrenzdruck herrscht. Um möglichen Ergebnisrückgängen entgegenzuwirken, überwacht die STEINEL-Gruppe die Entwicklung der Rohstoff- und Energiepreise fortlaufend und verhandelt aktiv mit Lieferanten. Dies ist auch im Geschäftsjahr 2023 erfolgreich gelungen. Wesentliche Komponenten werden aus dem asiatischen Raum bezogen. Spannungen in den Handelsbeziehungen zwischen den USA, Europa und der Volksrepublik China können einen negativen Einfluss auf die STEINEL-Unternehmensgruppe haben. Operative Risiken Den Risiken von Verlusten infolge einer Unzulänglichkeit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder infolge externer Ereignisse (absichtlichen, zufällig herbeigeführten oder natürlichen Ursprungs), Risiken im Zusammenhang mit dem Produktionsprozess, Bestandsrisiken, Rechtsrisiken und IT-Risiken wird durch folgende organisatorische Maßnahmen begegnet: • Qualitätssicherung, Zertifizierungen (ISO, TÜV etc.). • Regelmäßiges zeitnahes Reporting und Analyse von Frühindikatoren. • Kontinuierliche Bestandsanalysen mit kurzfristiger Maßnahmenergreifung. • Zur Vorbeugung rechtlicher Risiken wird im Bedarfsfall mit spezialisierten externen Anwälten zusammengearbeitet. • Zur Abwicklung unserer Geschäftsprozesse werden IT gestützte Systeme eingesetzt. Hier besteht ein Ausfallrisiko. Minimiert wurde dies durch Datensicherungs- und Hosting-Konzepte. Um das Ausfallrisiko weiter zu minimieren, wurden technische/räumliche Trennungen vorgenommen. Des Weiteren gibt es ein umfangreiches IT-Sicherheitskonzept. Über die organisatorischen Maßnahmen hinaus sind - sofern möglich und sinnvoll - gruppenweite Versicherungen (als Master Policen und Local Policen) abgeschlossen. Personalrisiken Die STEINEL-Unternehmensgruppe ist auf Fach- und Führungskräfte in allen Funktionsbereichen angewiesen. Der Wettbewerb um Talente im Allgemeinen und Facharbeiter im Besonderen wird immer intensiver. Diesen fortlaufenden Trend versucht der Konzern durch eine effektive Rekrutierungsarbeit entgegenzuwirken. Es ist im Geschäftsjahr 2023 gelungen die für das Wachstum der STEINEL-Gruppe notwendigen, fachlich ausgebildeten Mitarbeiter einzustellen. Sollte der Konzern jedoch nicht in der Lage sein, talentierte Mitarbeiter und Fachkräfte zu halten, würde dies unter Umständen seine Geschäftstätigkeit und seine Fähigkeit, die strategischen Ziele zu erreichen, beeinträchtigen. Über ein leistungsgerechtes Vergütungssystem, ergonomisch angepasste Arbeitsplatzbedingungen und Möglichkeiten zur Weiterentwicklung steuert der Konzern dem allgemeinen Fluktuationsrisiko entgegen. Darüber hinaus begegnet man dem Fachkräftemangel durch betriebliche Ausbildung. Liquiditäts- und Refinanzierungsrisiko Ausfallrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch kundenspezifische Limit-Vergaben und ein konsequentes Debitorenmanagement sowie darüber hinaus mit einer für den Umsatzbereich Handelsgeschäfte der Gesellschaft STEINEL GmbH abgeschlossenen Factoring-Vereinbarung mit paralleler Delkredereabsicherung begegnet. Für zweifelhafte Forderungen sind in angemessenem Umfang Einzel- und Pauschalwertberichtigungen gebildet. Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend. Es sind keine Engpässe zu erwarten. Der derzeitig bestehende Konsortialkreditvertrag läuft im November 2024 aus und wird voraussichtlich verlängert. Risikoberichterstattung zu der Verwendung von Finanzinstrumenten Die Gesellschaft verwendet Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungsrisiken (in der Regel Devisentermingeschäften) aus dem Einkauf von Vorleistungen in fremder Währung (im Wesentlichen Schweizer Franken, Rumänischer Leu, Tschechische Kronen sowie US-Dollar) sowie Finanzierungsvorgängen mit variabler Verzinsung zum Schutz vor Zinsänderungsrisiken (in der Regel Zinsswaps bzw. Caps), mit dem Ziel, die Risiken für das operative Ergebnis zu minimieren (gruppenweites Hedging). In diesem Zusammenhang bildet die Gesellschaft Bewertungseinheiten. Es werden nur Finanzinstrumente mit namenhaften Banken abgeschlossen; ein Kontrahenten-Ausfallrisiko ist nahezu ausgeschlossen. Außerdem werden nur in dem Umfang Geschäfte abgeschlossen, wie es betriebswirtschaftlich sinnvoll ist und entsprechendes Grundgeschäft vorhanden ist. Die Termingeschäfte werden laufend durch die Treasury-Abteilung der Gesellschaft überwacht sowie Marktpreis- und Liquiditätsrisiken kontinuierlich analysiert. Strategische Risiken Die Gefahr negativer Ergebnisentwicklung aufgrund von geschäftspolitischen Grundsatzentscheidungen ist nicht direkt quantifizierbar und kann letztlich nur in Verbindung mit den vorgenannten Risiken gesehen und kontrolliert werden. Letztlich kann diesem Risiko nur vorbeugend durch regelmäßige Überprüfungen der Geschäftsfeldstrategien Rechnung getragen werden. Die daraus resultierenden strategischen Investitionen werden in einem einheitlichen Genehmigungsprozess ermittelt und ihre Umsetzung kontrolliert. Bei der Forschungs- & Entwicklungstätigkeit besteht immer das Risiko der Fehlentwicklung bezüglich Technologie, Design, Preis oder Marktakzeptanz. Letztlich handelt es sich dabei aber um ein allgemeines unternehmerisches Risiko, das nur mit der gebotenen kaufmännischen Sorgfalt gesteuert werden kann und wird. Darüber hinaus können auch regulatorische Anforderungen, die Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der STEINEL GmbH haben, auftreten. Diese Risiken werden stetig kontrolliert und bei Bedarf Maßnahmen ergriffen. Der potenziellen Gefahr der Unterbrechung internationaler Lieferketten stellt sich die STEINEL GmbH durch eine starke Fokussierung der Unternehmensressourcen auf ein aktives Lieferantenmanagement in Verbindung mit zahlreichen Maßnahmen wie der Erhöhung der Warenvorräte oder der flexiblen Anpassung der Produkte auf wechselnde Verfügbarkeiten am Rohstoffmarkt. Die STEINEL-Gruppe betreibt unter anderem Produktionsstätten in der Republik Moldau und in Rumänien. Diese beiden Länder grenzen unmittelbar an das ukrainische Staatsgebiet. Die geopolitische Lage wird auch weiterhin kontinuierlich analysiert, um im Bedarfsfall kurzfristige Handlungsentscheidungen treffen zu können. Eine unmittelbare Kriegsgefahr ist jedoch zum derzeitigen Zeitpunkt nicht erkennbar. Wie schon in der Berichtperiode praktiziert, werden wir weiterhin unsere Geschäftsverläufe in Verbindung mit der Entwicklung der politischen - und hier insbesondere den geopolitischen Krisen - und wirtschaftlichen Rahmendaten genauestens beobachten und gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen. 7. Zukunftsaussichten und Chancen Basierend auf einem qualitativ hochwertigen und breiten Produktsortiment mit permanenten Neuheiten sieht die Gesellschaft für die Geschäftsfelder "Sensorik / automatisches Licht" und "Thermo-Werkzeuge" positiv in die Zukunft. Dies betrifft sowohl den Konsumerbereich (Baumarkt und eCommerce) als auch das Profi-Geschäft (Großhandel und Projekte) und den Export. Wachstumschancen bestehen nach wie vor in Marktsegmenten im Inland, in diversen europäischen Exportländern und in den USA. Neue Produkttechnologien und Anwendungsfällen werden steig analysiert. Marktveränderungen und geänderte Kundenanforderungen fließen frühzeitig und in adäquatem Maße in die Produktplanung und den operativen Produktentstehungsprozess ein. Durch das bereits vorhandene, umfassende Produktportfolio sowie der kontinuierlichen Entwicklung neuer Produkte verspricht sich die Gesellschaft auch zukünftig ein nachhaltiges Wachstum. Auch im Geschäftsjahr 2023 ist es gelungen, verschiedene Produktneuheiten auf den Markt zu bringen. Der Trend zum Energiesparen und zur intelligenten Gebäudevernetzung ist durch die weiterhin hohen Energiekosten verstärkt im Fokus. Die Gesellschaft ist hier zuversichtlich, produkt- und marktseitig ihre Marktstellung weiter ausbauen können. Das Thema der Nachhaltigkeit der STEINEL-Produkte - insbesondere in Hinblick auf die Umweltverträglichkeit und der Steigerung der Energieeffizienz - wird die Gesellschaft auch zukünftig forcieren. Neben der bereits weitestgehend erfolgten Umstellung auf eine plastikfreie Verpackung unserer STEINEL-Produkte ermöglicht der Bereich des effizienten Gebäudemanagements mit intelligenten Sensorleuchten und Beleuchtungssystemen hohe Energieeinsparungspotenziale. Durch das vorhandene, umfassende Produktportfolio sowie der kontinuierlichen Entwicklung neuer Produkte verspricht sich die Gesellschaft auch zukünftig ein nachhaltiges Wachstum. 8. Prognosebericht [2] Das Jahr 2024 wird für Unternehmen durch eine Reihe von Herausforderungen und Chancen geprägt sein. Die konjunkturellen Rahmenbedingungen bleiben schwierig, mit einem moderaten Wachstum der Weltwirtschaft, aber auch Risiken durch geopolitische Spannungen, hohe Inflation und Lieferengpässe. In Deutschland wird die Wirtschaft im ersten Halbjahr 2024 voraussichtlich schwächer wachsen, bevor sie sich im zweiten Halbjahr erholt. Die Entwicklung der einzelnen Branchen wird jedoch unterschiedlich sein, wobei beispielsweise die Automobilindustrie mit Herausforderungen durch die Transformation zur Elektromobilität konfrontiert ist. Gemäß Konjunkturprognose des IFO Instituts für Winter 2023/2024 wächst die deutsche Wirtschaft 2024 um 0,9 Prozent. Die privaten Haushalte werden weiterhin den wichtigsten Wachstumsmotor bilden. Bau- und Materialpreise sowie das hohe Zinsniveau führen zu einem Rückgang des realen Neubauvolumens. Der Krieg in der Ukraine stellt anhaltend ein großes Risiko für die deutsche Wirtschaft dar. Die resultierenden hohen Energiepreise werden die Konjunktur voraussichtlich weiter belasten. Lieferengpässe könnten die Produktion weiterhin beeinträchtigen. Die Beschäftigung wird im Jahr 2024 zunehmen, die Arbeitslosenquote entsprechend leicht sinken. Die Inflation wird im Jahr 2024 deutlich zurückgehen, aber weiterhin über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB) von 2 Prozent liegen. Die EZB wird ihren Leitzins im Jahr 2024 anheben. Die Prognose für 2024 des ifo Instituts ist leicht optimistischer als die der Bundesregierung. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Berichtsgesellschaft STEINEL GmbH Umsätze zwischen 140 Mio. € und 150 Mio. €. Das prognostizierte EBITDA liegt für das Geschäftsjahr 2024 im unteren siebenstelligen Bereich. Gleichzeitig wird ein Jahresüberschuss im mittleren sechsstelligen Bereich erwartet.
Herzebrock-Clarholz, den 22. März 2024 Martin Frechen Thomas Möller Christian Jäger [1] Quellen: Jahresgutachten des Sachverständigenrats 2023/24, IFO Schnelldienst Sonderausgabe Dezember 2023. [2] Quellen: ifo Konjunkturprognose Winter 2023, Deutsche Bank: langfristige Wettbewerbsfähigkeit sichern, "Tatsachen über Deutschland" Fazit Communication GmbH in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt, Berlin, Wirtschaftsweisen - Prognose zum Arbeitsmarkt 2024 | Statista, Bericht zur Lage und Perspektive der Bauwirtschaft 2024, ifo Institut kürzt Prognose fürs Wachstum 2024 auf 0,9 Prozent | Pressemitteilung | ifo Institut Bilanz zum 31. Dezember 2023der Steinel GmbH, Herzebrock-ClarholzAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023der Steinel GmbH, Herzebrock-Clarholz
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023Steinel GmbH, Herzebrock-ClarholzVerschmelzung von STEINEL Vertrieb GmbH auf STEINEL GmbH Im April 2023 wurde die Verschmelzung der bisherigen Tochtergesellschaft Steinel Vertrieb GmbH gem. §§ 2, 46 ff. Umwandlungsgesetz auf die Muttergesellschaft Steinel GmbH durchgeführt. Die Übernahme des Vermögens der Tochter-GmbH erfolgte im Innenverhältnis mit Wirkung zum 01.01.2023, 0:00 Uhr (handelsrechtlicher Verschmelzungsstichtag im Sinne des § 5 Abs. 1 Nr. 6 UmwG). Die Verschmelzung erfolgte zu Buchwerten. Aus dem Verschmelzungsvorgang ergaben sich ein Ergebniseffekt von TEUR 211, der im sonstigen betrieblichen Ertrag ausgewiesen wird. Die Steinel Vertrieb GmbH mit Geschäftsanschrift in der Dieselstr. 80-84, 33442 Herzebrock-Clarholz hat im Rahmen der Verschmelzung ihren gesamten operativen Geschäftsbetrieb mit allen Rechten und Pflichten auf ihre bisherige Muttergesellschaft Steinel GmbH, ebenso mit Geschäftsanschrift in der Dieselstraße 80-84 in 33442 Herzebrock-Clarholz, als aufnehmende Gesellschaft übertragen. Mit der rechtlichen Wirksamkeit der Verschmelzung durch deren Eintragung im Handelsregister beim AG Gütersloh ist die Steinel Vertrieb GmbH erloschen. Die Eintragung erfolgte am 17.04.2023. Von der Steinel Vertrieb GmbH sind 195 Mitarbeiter in die Steinel GmbH übergegangen. Durch die Verschmelzung wurden die Tätigkeiten beider Gesellschaften miteinander vereint. Dies führte zu einer Änderung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Hierzu zählt auch die Aufnahme einer werbenden Tätigkeit der Steinel GmbH (Vertriebsgeschäft der Steinel Vertrieb GmbH). Bisher übte die Steinel GmbH überwiegend Holdingtätigkeiten aus. Da die Chancen und Risiken der Steinel Vertrieb GmbH mit in die Berichtsgesellschaft eingegangen sind, ergibt sich zukünftig darüber hinaus eine veränderte Chancen- und Risikostruktur. Näheres ist im Lagebericht erläutert. Infolge der Verschmelzung ist die Vergleichbarkeit zum Vorjahr eingeschränkt. Daher werden im Folgenden Ausführungen getätigt, die die Vergleichbarkeit herstellen. Die Vermögens- und Ertragslage der Steinel GmbH ist im Folgenden zu entnehmen:
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Bestandsveränderung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen ist nicht mit der bilanziellen Bestandsveränderung abstimmbar. Begründet ist dies in der genannten Verschmelzung sowie dem Umstand, dass die Gesellschaft auch einen Warenbestand vorhält. I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Firma der Gesellschaft lautet Steinel GmbH. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Gütersloh unter HRB 6730 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Herzebrock-Clarholz. Die Geschäftsleitung befindet sich ebenfalls an diesem Ort. Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbHGesetzes (GmbHG) erstellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 3 HGB) auf. Die Gewinn und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. II. Angaben zu Bilanzierungs und Bewertungsmethoden Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs und Bewertungsmethoden angewandt: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von3 bis zu 5 Jahren), bewertet. Das Sachanlagevermögen wird mit Anschaffungs / Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Gesellschaft wendet die lineare Abschreibungsmethode auf Anlagenzugänge an. Grundsätzlich erfolgt die Abschreibung auf Sachanlagen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von in der Regel 3 bis 33 Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis € 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten, in Einzelfällen zu niedrigeren beizulegenden Werten, angesetzt. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie die Buchwerte an den ausgewiesenen Beteiligungen des Finanzanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten, in Einzelfällen und bei dauerhafter Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten, angesetzt. Die in den Finanzanlagen ausgewiesenen Ausleihungen werde zum Nennwert bilanziert; bei dauerhafter Wertminderung wird ein niedrigerer beizulegender Wert angesetzt. Die Vorratsbestände werden grundsätzlich zu Anschaffungs bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkten Material und Fertigungskosten, Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Kosten der allgemeinen Verwaltung, freiwillige soziale Aufwendungen, Aufwendungen für betriebliche Altersversorgung wurden nicht in die Herstellungskosten eingerechnet. Fremdkapitalzinsen sind in den Herstellungskosten nicht enthalten. Wertabschläge wegen verlustfreier Bewertung und für erkennbare Risiken aufgrund langer Lagerdauer oder mangelnder Verwertbarkeit werden in angemessenem Umfang vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert nach Abzug der erforderlichen Wertberichtigungen bilanziert. Es werden alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall und Kreditrisiko wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 4,0 % auf die nicht bereits einzelwertberichtigten Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen. Flüssige Mittel werden zu Nennwerten bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach der modifizierten Teilwertmethode bei einem Rechnungszinsfuß von 1,83 % gebildet. Änderungen des Abzinsungssatzes werden im Personalaufwand ausgewiesen. Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters, Invaliden und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Leistungen hängen in der Regel von der Beschäftigungsdauer und dem Entgelt der Mitarbeiter ab. Die betriebliche Altersversorgung erfolgt auf Basis von individuellen Leistungszusagen. Die Pensionsrückstellungen für Leistungszusagen werden nach dem Teilwertverfahren ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet. Bei der Bewertung werden Trendannahmen für die relevanten Größen, die sich auf die Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt. Bei allen Leistungssystemen sind versicherungsmathematische Berechnungen erforderlich. Sterbewahrscheinlichkeiten werden nach den aktuellen Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde der dazu von der Deutschen Bundesbank ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre von 1,83 % angesetzt (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre von 1,75 %). Aus der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von € 78.037,00. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Der Berechnung des Barwerts der nicht fondsgedeckten Versorgungsansprüche liegenfolgende versicherungsmathematische Annahmen zugrunde:
Soweit Altersversorgungsverpflichtungen durch Rückdeckungsversicherungen abgedeckt sind, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, wurden diese Posten nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB zum beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet:
In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden TEUR 342 an Erträgen und Aufwendungen verrechnet. Die Bewertung der Rückdeckungsversicherungen erfolgt auf Basis fortgeführten Anschaffungskosten. Diese entsprechen dem steuerlichen Aktivwert, der aus dem versicherungsmathematischen Deckungskapital als Differenz des Leistungsbarwertes und dem Barwert der künftigen Beträge gebildet wird. Bei der Bemessung der Steuer und sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen. Für die sonstigen Rückstellungen wurde der Erfüllungsbetrag als Bewertungsmaßstab berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden auf Basis laufzeitkongruenter Marktzinsen abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Sicherungskurs der Devisentermingeschäfte umgerechnet; zum Monatsende erfolgt eine Bewertung zum Devisenkassamittelkurs. Für Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger findet § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB keine Anwendung. Bei Forderungen, Verbindlichkeiten und Devisenbeständen werden Verluste aus Kursänderungen zum Bilanzstichtag ergebniswirksam berücksichtigt. Latente Steuern beruhen auf Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Bilanzansätzen im Bereich der Pensionsrückstellungen, der sonstigen Rückstellungen und im Anlagevermögen. Die latenten Steuern werden mit einem unternehmensindividuellen Steuersatz von 29,72 % bewertet. Die Bilanzierung der latenten Steuern erfolgt aufgrund derGesamtdifferenzbetrachtung in saldierter Form. Ein Ausweis der verbleibenden aktivenlatenten Steuern bei der Gesamtdifferenzbetrachtung unterbleibt. III. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagenspiegel der Steinel GmbH als separate Anlage dargestellt. Der Anlagenspiegel wurde um die Spalten "Zugänge aus Verschmelzung" ergänzt. Die Zugänge der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die Zugänge der historischen Abschreibungen werden getrennt dargestellt. 2. Finanzanlagen Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit dem Anteilsbesitz in folgender Tabelle zusammengefasst dargestellt. Aufstellung des Anteilsbesitzes der Steinel GmbH, Herzebrock-Clarholz, zum 31. Dezember 2023 Die Steinel GmbH, Herzebrock-Clarholz, - nachfolgend als Nr. 1 bezeichnet - ist zum 31. Dezember 2023 an folgenden Unternehmen mittelbar oder unmittelbar beteiligt:
1) Tausend-Konzernwährung 2) vor Ergebnisübernahme/-abführung Ausleihungen an verbundene Unternehmen wurden mit 3,35 % verzinst. Bei der Steinel America Inc., der Steinel UK Ltd. und Steinel Italia s.r.l. liegt das jeweilige Eigenkapital unter den Buchwerten. Aufgrund der positiven Planungen für diese Gesellschaften wurden jedoch keine außerordentlichen Abschreibungen vorgenommen. 3. Sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten ein verfügungsbeschränktes Sperrkonto zu Gunsten einer Factoringgesellschaft (1.849 T€). Des Weiteren enthalten die sonstigen Vermögensgegenstände ein zu Gunsten einer Factoringgesellschaft abgetretenes Guthabenkonto bei der Volksbank BielefeldGütersloh eG (616 T€). 4. Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 2.232 T€ (Vorjahr 2.400 T€). Die Kapitalrücklage hat sich um 6.500 T€ reduziert. Zugrunde liegt die Einziehung von Anteilen eines Gesellschafters gegen Entgelt. Die nach Einzug neu ausgegebenen Anteile hält die Gesellschaft selbst. Daher werden nunmehr eigene Anteile in Höhe von 168 T€ ausgewiesen. 5. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen umfassen Ergebnisse einer abgeschlossenen Betriebsprüfung in Höhe von 3.000 T€. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Personalbezogene Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Urlaubs und Mehrarbeitsansprüche (353 T€), Prämien (1.583 T€) sowie Abfindungen (232 T€). Die verkaufsbezogenen Rückstellungen beinhalten u. a. Boni (5.044 T€) und Gewährleistungen und Retouren (4.042 T€). Die anderen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Drohverluste aus Derivaten (82 T€) und ausstehende Rechnungen (215 T€). 6. Verbindlichkeiten Die Aufgliederungen der Verbindlichkeiten, deren Restlaufzeiten sowie Sicherheiten ergeben sich aus folgendem Verbindlichkeitenspiegel: Steinel GmbH Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren sowohl aus Lieferungen und Leistungen als auch aus der Finanzierungstätigkeit. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber der ADCURAM SensorTech Holding GmbH in Höhe von 124 T€ (Vorjahr 32 T€). 7. Haftungsverhältnisse Die Steinel GmbH hat gegenüber ihrer 100 %igen Tochtergesellschaft Steinel U.K. Ltd. eine finanzielle Stützungszusage für die nächsten 12 Monate abgegeben. Die Tochtergesellschaft weist zum Abschlussstichtag ein negatives Eigenkapital in Höhe von -360 T€ aus; in dieser Höhe wurde ein Haftungsverhältnis erfasst. Das genannte Haftungsverhältnis wurde zugunsten eines verbundenen Unternehmens übernommen. Das Risiko der Inanspruchnahmen wird vor dem Hintergrund der stabilen Lage des Konzerns als gering erachtet. 8. Sonstiges Zum Stichtag betragen die Risiken aus außerbilanziellen Geschäften und sonstigenfinanziellen Verpflichtungen:
Zum Stichtag stellen sich die Risiken aus außerbilanziellen Geschäften wie folgt dar: Die Steinel GmbH hat Teile des Zinsrisikos aus dem bestehenden KonsortialKreditvertrag über ein Zinssicherungsgeschäft (Cap) abgesichert. Diesbezüglich hat die Gesellschaft über die Laufzeit der Finanzierung ein Zinsderivat (Cap) in Höhe von € 15,0 Mio. abgeschlossen, mit denen das Risiko aus den variablen Zahlungsströme für Zinszahlungen minimiert wurde. Unter Zugrundelegung der sog. Critical-Term-Methode wurde für dieses Zinssicherungsgeschäft eine Bewertungseinheit gebildet; der positive Marktwert in Höhe von TEUR 324,5 wird nicht bilanziert. Die Bewertung der Zinsderivate erfolgt auf Basis banküblicher finanzmathematischer Methoden. Darüber hinaus bestanden am Bilanzstichtag folgende Devisentermingeschäfte über denAnkauf/Verkauf von Währungen (negativ =Verkauf):
Die Geschäfte sichern bis zu 100 % des jeweiligen Devisenbedarfes der Konzerngesellschaften für die kommenden 12 Monate für die Beschaffung von Komponenten (Rohstoffen) und Produktionskosten ab. Die Steinel GmbH hat sich vertraglich gegenüber den Konzerngesellschaften verpflichtet, diese zu einem festgesetzten Kurs mit Devisen zu versorgen. Die Absicherung erfolgt anhand der Bedarfe, welche die betreffenden Konzerngesellschaften melden und stellen somit hochwahrscheinliche Transaktionen dar. Die Transaktionen werden mit den Sicherungsgeschäften je Währung zu antizipativen Bewertungseinheiten (macrohedge) zusammengefasst. Die Bewertungseinheit wird in Höhe der Absicherung der gemeldeten Bedarfe als effektiv angesehen. Auf eine separate Bilanzierung der Termingeschäfte zu den Marktwerten wurde deswegen verzichtet. Die Bewertung erfolgt auf Basis von Marktdaten am Bewertungsstichtag unter Verwendung der Barwertmethode. Aus den Bewertungseinheiten selber ergeben sich keine zu berücksichtigenden Verluste. Sofern aus nicht abgesicherten Devisenbedarfen Verluste drohen, werden entsprechende Rückstellungen gebildet. Zum Stichtag wurde eine Drohverlustrückstellung für Devisentermingeschäfte in Höhe von insgesamt 82 T€ erfasst. Vorteil und Zweck der sonstigen finanziellen Verpflichtungen bzw. außerbilanziellen Geschäfte ist die Vermeidung von Kapitalbindung. IV. Angaben zur Gewinn und Verlustrechnung 1. Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich nach folgenden geographischen Märkten wie folgt:
Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Geschäftsbereichen wie folgt:
Die Gesellschaft war im Vorjahr nicht werbend am Markt tätig; es wurden nur Intercompany-Erlöse erzielt. Diese bezogen sich in Höhe von T€ 10.316 auf Dienstleistungen und T€ 9.143 auf Lizenzerlöse. Der Rest entfiel auf übrige sonstige Erlöse. 2. Sonstige betriebliche Erträge In der Position sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (133 T€) sowie aus Versicherungsentschädigungen (260 T€) enthalten. Ferner Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von T€ 1.315. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Der Posten umfasst Aufwendungen aus Kursdifferenzen von T€ 1.190. 4. Sonstige Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Bei den Erträgen aus Beteiligungen handelt es sich um Ausschüttungen verbundener Unternehmen. Die im Vorjahr ausgewiesenen Erträge aus Gewinnabführungsverträgen resultierten von der Steinel Vertrieb GmbH. Der ausgewiesene Steueraufwand enthält einen periodenfremden Steueraufwand in Höhe von T€ 3.000, der sich aus einer abgeschlossenen Betriebsprüfung ergibt. V. Sonstige Angaben 1. Beschäftigte im Jahresdurchschnitt Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl gem. § 267 Abs. 5 HGB beträgt:
2. Geschäftsführer Der Geschäftsführung gehörten im Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 an:
Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung verzichtet. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Geschäftsführern hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 1.079 T€ (VJ.: 1.106 T€) zurückgestellt. 3. Konzernzugehörigkeit Den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen wird, stellt die ADCURAM Invest GmbH, München, auf. Dieser Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. 4. Honorar des Abschlussprüfers Im Geschäftsjahr sind Aufwendungen für Honorare des Abschlussprüfers für Abschlussprüfung (47 T€) angefallen. Weitere Leitungen wurden nicht erbracht. 5. Ergebnisverwendung Ausgehend von einem Jahresüberschuss von € 1.279.736,64 ergibt sich unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr ein Bilanzgewinn von € 21.284.560,78. Die Geschäftsführung schlägt vor, eine Ausschüttung in Höhe von € 15.400.000,00 vorzunehmen. 6. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag ergaben sich nicht.
Herzebrock-Clarholz, den 22.03.2024 Steinel GmbH gez. Martin Frechen gez. Thomas Möller gez. Christian Jäger Entwicklung des Anlagevermögens der Steinel GmbH, Herzebrock-Clarholz, für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023Anschaffungs- und Herstellungskosten
Kumulierte Abschreibungen
Buchwerte
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Steinel GmbH, Herzebrock-Clarholz Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Steinel GmbH, Herzebrock-Clarholz,- bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Steinel GmbH, Herzebrock-Clarholz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, 23. April 2024 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Josef Eberl, Wirtschaftsprüfer Steffen Fleitmann, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde am 28. Juni 2024 festgestellt. |
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