Paket- und Expressdienste
DPDgroup International Services GmbH
Wailandtstraße 1, 63741 Aschaffenburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alberto Navarro seit 6.3.2024 | Geschäftsführer |
Jean-Claude Sonet seit 1.7.2019 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
GeoPost S.A. (Société Anonyme) | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DPDgroup International Services GmbHAschaffenburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Inhaltsverzeichnis A. Allgemeines B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze a. Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände b. Forderungen und sonstige Aktiva c. Rückstellungen d. Verbindlichkeiten e. Währungsumrechnung C. Erläuterungen zur Bilanz a. Anlagevermögen b. Forderungen und sonstige Aktiva c. Eigenkapital d. Rückstellungen e. Verbindlichkeiten D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung a. Umsatzerlöse b. Sonstige betriebliche Erträge c. Abschreibung d. Sonstige betriebliche Aufwendungen E. Haftungsverhältnisse F. Sonstige Angaben a. Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen b. Organe c. Arbeitnehmer d. Honorar an den Abschlussprüfer e. Konzernverhältnisse f. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag A. Allgemeines Die DPDgroup International Services GmbH (kurz Gesellschaft) mit Sitz in Aschaffenburg ist eingetragen in das Handelsregister des Amtsgerichts Aschaffenburg (HRB 5282). Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, insbesondere gemäß der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG. Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagenspiegel). Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. a. Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über die voraussichtliche Nutzungsdauer, angesetzt. Hierbei wurden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden über eine Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauern des Sachanlagevermögens betragen zwischen 2 und 15 Jahren. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt die Bewertung zum niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 3 HGB. Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens wird gesondert im Anlagenspiegel dargestellt. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von € 250 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe als Aufwand abgezogen. Für Gegenstände mit einem Anschaffungswert von mehr als € 250 bis € 1.000 wird ein Sammelposten gebildet, der grundsätzlich über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben wird. b. Forderungen und sonstige Aktiva Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Risikobehafteten offenen Posten ist durch die Bildung von angemessenen Wertberichtigungen Rechnung getragen. Der Bestand an liquiden Mitteln wird mit Nominalwerten bewertet. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wird nach § 250 HGB ermittelt. Die DPDgroup International Services GmbH ist Organgesellschaft i. S. d. § 14 Abs. 1 S. 1 i. V. m. § 17 Abs. 1 S. 1 KStG. Organträgerin ist die GeoPost International Management & Development Holding GmbH. Etwaige latente Steuern auf temporäre Differenzen i. S. d. § 274 HGB sind beim Organträger abgebildet. c. Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Kosten- und Preissteigerungen einbezogen. Ferner werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit einem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre, welcher von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst. d. Verbindlichkeiten Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag. e. Währungsumrechnung Die Währungsumrechnung erfolgt gemäß § 256 a HGB zum Stichtag mit dem Devisenkassamittelkurs. Bei einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr findet gemäß § 256 a S.2 HGB das Realisationsprinzip keine Anwendung. C. Erläuterungen zur Bilanz a. Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens wird gesondert im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. b. Forderungen und sonstige Aktiva Die ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 86.277 (Vj. T€ 66.176) resultieren am Bilanzstichtag ausschließlich aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. c. Eigenkapital Das Eigenkapital wird am Bilanzstichtag unverändert zum Vorjahr ausgewiesen und gliedert sich wie folgt:
Der Jahresüberschuss in Höhe von T€ 8.698 (Vj. T€ 7.750) wurde aufgrund des mit der GeoPost IMDH, Aschaffenburg, bestehenden Ergebnisübernahmevertrages zum 31. Dezember 2023 an diese abgeführt. d. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen passiviert mit T€ 476 (Vj. T€ 346) für Personalaufwendungen, mit T€ 583 (Vj. T€ 3.655) für ausstehende Rechnungen, mit T€ 265 (Vj. T€ 60) interne Jahresabschlusskosten sowie mit T€ 76 (Vj. T€ 60) für übrige Sachverhalte. e. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 69.397 (Vj. T€ 44.259) resultieren am Bilanzstichtag mit T€ 57.759 (Vj. T€ 39.682) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr und in Höhe von T€ 11.637 (Vj. Forderungen T€ 4.577) aus der konzerninternen Cash-Pool Finanzierung. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von T€ 8.698 (Vj. T€ 7.750) handelt es sich um die Gewinnabführung gemäß dem Ergebnisabführungsvertrag. Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Pfandrechte und ähnliche Rechte sind nicht als Sicherheit gegeben. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung a. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt zusammen:
Geographische Aufteilung der Umsatzerlöse:
Die Darstellung der Aufteilung der Umsatzerlöse nach geographischen Märkten erfolgt nach dem Bestimmungsort des Paketes bzw. bei Paketen aus dem Ausland nach dem Herkunftsland. b. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von insgesamt T€ 186 (Vj. T€ 132) beinhalten im Wesentlichen mit T€ 126 (Vj. T€ 106) sonstige Erlöse und T€ 59 (Vj. T€ 24) periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Währungskursgewinne von T€ 1 (Vj T€ 2). c. Abschreibung Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen betreffen planmäßige Abschreibungen in Höhe von insgesamt T€ 19 (Vj. T€ 19). d. Sonstige betriebliche Aufwendungen Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen handelt es sich überwiegend um Konzernumlagen in Höhe von T€ 2.999 (Vj. T€ 4.154), EDV-Kosten von T€ 3.171 (Vj. T€ 3.186), Verwaltungs- und Betriebskosten in Höhe von T€ 1.292 (Vj. T€ 1.445) und Beraterkosten in Höhe von T€ 1.292 (Vj. T€ 1.102). Die enthaltenen periodenfremden Aufwendungen betragen T€ 3 (Vj. T€ 1). E. Haftungsverhältnisse Die Haftungsverhältnisse resultieren im Wesentlichen aus einer gesamtschuldnerischen Mithaftung gegenüber Kreditinstituten für Verbindlichkeiten der Konzernunternehmen, beschränkt auf das nicht zur Erhaltung des Stammkapitals erforderliche Vermögen. Das Risiko einer Inanspruchnahme ist aus den oben genannten Haftungsverhältnissen aufgrund der Möglichkeiten der Finanzierung der verbundenen Unternehmen aus dem Cash-Pool und der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dieser als sehr gering zu bewerten. F. Sonstige Angaben a. Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2023 betreffen die in der Bilanz nicht enthaltenen wesentlichen Geschäfte gemäß § 285 Nr. 3 HGB Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen. Die Risiken betreffen den tatsächlichen Abfluss liquider Mittel. Die Vorteile sind die Nutzung des Vertragsgegenstandes. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB beinhalten regelmäßige Zahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen gegenüber der Gesellschafterin. Die Leasing- und Mietverpflichtungen betragen am 31. Dezember 2023 T€ 173 und haben Restlaufzeiten, die sich wie folgt darstellen:
b. Organe Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Geschäftsführung von folgenden Personen wahrgenommen: Herr Dirk Müller, Chief Human Resources Officer & Chief Legal Officer, Aschaffenburg Herr Eric Jan Willhelm Dietz, Chief Executive Officer; HC Woerden/Niederlande (bis zum 06.03.2024) Herr Jean-Claude Sonet, Group Director Marketing & Communication, Paris Herr Bastiaan Janssen, Director, Renkum/Niederlande Da die Geschäftsführer keine Geschäftsführerbezüge oder sonstige Bezüge, Kredite oder Vorschüsse nach § 285 Nr. 9 HGB von der Gesellschaft erhalten haben, entfällt für das Geschäftsjahr 2023 die Angabe. Ebenso wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Mitgliedern der Geschäftsführung eingegangen. c. Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte während des Geschäftsjahres 2023 durchschnittlich 43 Mitarbeiter (Vj. 38), die sich wie folgt zusammensetzen:
d. Honorar an den Abschlussprüfer Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB für das Geschäftsjahr 2023 beträgt T€ 50 für die Abschlussprüfungsleistungen und T€ 40 für andere Bestätigungsleistungen. e. Konzernverhältnisse Alleingesellschafterin ist die GeoPost International Management & Development Holding GmbH, Aschaffenburg; Konzernmutter ist die La Poste S.A., Paris/Frankreich. Einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen erstellt nur die La Poste S.A., Paris/Frankreich, als oberstes Mutterunternehmen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss des französischen Konzerns La Poste S.A., Paris/Frankreich, einbezogen, welcher unter www.infogreffe.fr (L'Information Légale Sur Les Entreprises) bekannt gemacht wird. Der Konzernabschluss wird gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie in der EU anzuwenden sind. f. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge eingetreten, die für die Gesellschaft von wesentlicher Bedeutung sind und die zu einer veränderten Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen könnten.
Aschaffenburg, den 29. März 2024 DPDgroup International Services GmbH Dirk Müller Jean-Claude Sonet Bastiaan Janssen Entwicklung des Anlagevermögens
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Inhaltsverzeichnis 1 EINFÜHRENDE ANGABEN 2 GESCHÄFTS- UND RAHMENBEDINGUNGEN 2.1 GESELLSCHAFTSRECHTLICHE VERHÄLTNISSE 2.2 ENTWICKLUNG VON BRANCHE UND GESAMTWIRTSCHAFT 2.3 INVESTITIONEN 2.4 FINANZIERUNG 2.5 LEISTUNGSINDIKATOREN 2.6 PERSONAL 3 WIRTSCHAFTSBERICHT DER GESELLSCHAFT 3.1 WIRTSCHAFTLICHE LAGE 3.2 VERMÖGENSLAGE 3.3 FINANZLAGE 3.4 ERTRAGSLAGE 4 CHANCEN- UND RISIKOBERICHT 4.1 DARSTELLUNG DES RISIKOMANAGEMENTS 4.2 RISIKEN MIT BESONDEREM EINFLUSS AUF DIE UNTERNEHMENSLAGE 4.3 CHANCEN DER ZUKÜNFTIGEN ENTWICKLUNG 5 PROGNOSEBERICHT 1 Einführende Angaben Der nachfolgende Lagebericht für die DPDgroup International Services GmbH (nachfolgend auch "Gesellschaft" genannt) für das Jahr 2023 wurde gemäß den gesetzlichen Vorschriften des § 289 HGB erstellt. Gegenstand und Zweck der Gesellschaft ist die Organisation aller jeweils markttypischen Dienstleistungen von Kurier-, Express- und Paketdiensten (KEP-Dienste), insbesondere durch Entwicklung, Aufbau und Organisation eines in Europa flächendeckenden Netzwerkes für KEP-Dienste, umfassende Bedienung aller Orte und Gebiete in Europa, die Unterhaltung der für KEP-Dienstleistungen notwendigen Systeme und Organisationen, die Steuerung eines Franchisesystems für KEP-Dienstleistungen als Systemgeber u.a. durch die Vergabe von Franchisen, die Erstellung und Fortschreibung von Systemhandbüchern und allgemeinen Geschäftsbedingungen (DPD-System), die Führung und Verwaltung aller Marken, deren Inhaber die Gesellschaft ist. Zur Durchführung ihrer Aufgaben setzt die Gesellschaft auf unterschiedliche Kooperationsmodelle, sodass Kooperationspartner ohne Beteiligung durch einen DPD-Gesellschafter ebenso am System teilnehmen können wie solche mit unmittelbarer Verflechtung. Zusätzlich gibt es auch Kooperationspartner aus dem Kreis der internationalen Postgesellschaften. 2 Geschäfts- und Rahmenbedingungen 2.1 Gesellschaftsrechtliche Verhältnisse Die Gesellschaft wird unter der Nummer HRB 5282 im Handelsregister des Amtsgerichts Aschaffenburg geführt. Am 31. Dezember 2023 waren Geschäftsführer der Gesellschaft Herr Dirk Müller, Herr Eric Dietz (bis zum 06.03.2024), Herr Jean-Claude Sonet und Herr Bastiaan Janssen. Die GeoPost International Management & Development Holding GmbH (kurz GeoPost IMDH) ist Gesellschafterin der DPDgroup International Services GmbH und hält 100% der Anteile. Mit der GeoPost IMDH besteht eine steuerliche Organschaft. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 wurde dementsprechend aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages in voller Höhe an die Organträgerin abgeführt. 2.2 Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft In ihrer Funktion als Dienstleistungsgesellschaft für die internationale DPD-Organisation haben gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Entwicklungen in den einzelnen Ländern, in welchen die KEP-Unternehmen agieren, Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft. Gesamtwirtschaftliche Lage 2023 Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um -0,3% niedriger als im Vorjahr 1. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023, wie schon im Vorjahr, geprägt von Krisen, wie dem Krieg in der Ukraine und zuletzt dem Nahost-Konflikt mit den Folgen hoher Energiepreise, verschärften Material- und Lieferengpässen (Störung funktionierender Lieferketten) sowie einer stark gestiegenen Inflationsrate, einem niedrigen Konsumklimaindex 2 und einem hohen Fachkräftemangel. Die hohe Inflationsrate war wie schon im Vorjahr maßgeblich verantwortlich für die o. g. Energiepreisentwicklung, sowie die hohen Nahrungsmittelpreise. Nachdem bereits im Jahr 2022 die Inflationsrate in Deutschland auf ungewöhnlich hohe 6,9% 3 anstieg, verbesserte sich die Inflationsrate im Jahr 2023 auf 5,9%. Die Erzeugerpreise sind im Dezember 2023 sind um 8,6 % im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken. 4 Die Kurier-, Express- und Paketdienste (KEP)-Branche leidet immer noch unter dieser Entwicklung, weil die Einkaufspreise in dem besonders wettbewerbsintensiven Umfeld der KEP-Branche nur schwerlich an die Kunden weitergegeben werden können und die KEP-Branche als energieintensive Branche besonders von Strom-, Gas- und Dieselpreisen abhängig ist. Generell kann die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Verlauf des Jahres 2023 nicht als positiv bezeichnet werden. Im Jahr 2023 betrug die Arbeitslosenquote durchschnittlich rund 5,7 %, im Vorjahr lag sie noch bei 5,3% 5. Entwicklung der Branche Der Markt für die KEP in Deutschland ist kein funktionierender Wettbewerbsmarkt. Der frühere Monopolist, die Deutsche Post AG/DHL (DP AG), kann auf diesem mit Marktanteilen von deutlich über 40 Prozent unabhängig von ihren Wettbewerbern agieren. Eine wirksame Verhaltenskontrolle durch den Wettbewerb ist nicht möglich. Privilegien allein zugunsten der DP AG, wie die Mehrwertsteuerbefreiung für Postdienstleistungen der DHL im Rahmen des Universaldienstes, haben aus unserer Sicht ihre Existenzberechtigung im KEP-Markt verloren, da alle Dienstleister zusammen die postalische Grundversorgung gewährleisten. Zudem wird das Unternehmen durch den Bundesanteil von 16,5% der Aktien (gehalten über die KfW Bankengruppe) und durch kontraproduktive Privilegien des Postrechts geschützt. 6 Der Konsumklimaindex hat nach dem Beginn des Ukraine-Krieges in Kombination mit den stark steigenden Lebenshaltungskosten, insbesondere für Energie, signifikant abgenommen. Diese Entwicklung hat sich im Jahr 2023 deutlich verbessert. Der Konsumklimaindex lag im Dezember bei -27,6 wohingegen er im Vorjahresmonat bei -40,1 lag. Dennoch blieb das für die Branche wichtige Weihnachtsgeschäft hinter den Erwartungen zurück. Grund hierfür waren vor allen Dingen Bestandskunden, die aufgrund der negativen wirtschaftlichen Lage weniger Versandvolumen aufwiesen als üblich. Als zusätzlichen Grund für fehlende Paketmengen im DPD-System lässt sich der steigende Wettbewerbsdruck anführen, der aus geringeren Paketvolumen resultierte, die auf dem Gesamtmarkt auch für unsere Wettbewerber verfügbar waren. Trotz alldem haben die aktuellen Krisen und die Lieferkettenproblematik mit all ihren Begleiterscheinungen gezeigt, wie notwendig die KEP Dienstleistungen für die gesamtwirtschaftlichen Lieferketten sind. Die KEP-Branche ist unerlässlich, wenn es um die sichere Versorgung geht. Das gilt für Krankenhäuser, produzierende Unternehmen aber auch für Endverbraucher und die Wirtschaft insgesamt. Alles in allem hat die gesamte Branche insbesondere im Jahr 2023 unter zurückgehenden Paketvolumina und hohem Konkurrenzdruck gelitten. Neben diesem negativen Effekt hatte die Branche aber auch mit erheblichen Mehrbelastungen finanzieller und organisatorischer Art zu kämpfen. Erhöhte Kosten aufgrund der gestiegenen Energiepreise, Mindestlohnanhebungen und nicht ausgelastete Kapazitäten durch gesunkene Paketvolumina und dadurch bedingte operativ notwendige Anpassungen führten zu nennenswerten Mehrkosten. Gleichwohl mussten die Leistungsfähigkeit, die Qualität und Paketlaufzeiten des DPD-Systems auf dem für die Kunden gewohnten Niveau gehalten werden und die Servicequalität musste ebenfalls erhalten bzw. sogar gesteigert werden. Forschung und Entwicklung Die Produkte, Prozesse und Systeme werden stetig mit internen Ressourcen weiterentwickelt und optimiert, jedoch werden keine internen Entwicklungskosten aktiviert. 2.3 Investitionen Die Gesellschaft hat im Jahr 2023 T€ 30 in Sachanlagen investiert. Am Abschlussstichtag bestehen keine wesentlichen Verpflichtungen für ausstehende Investitionen. 2.4 Finanzierung Bei der DPDgroup International Service GmbH war die Finanzierung im Jahr 2023 zu jedem Zeitpunkt durch den Cashpool der GeoPost Gruppe sichergestellt. Es bestand parallel hierzu, zu keinem Zeitpunkt im Jahr 2023 Darlehen von Dritten oder von verbundenen Unternehmen. Falls es unabhängig von der aktuellen Situation zu einem kurzfristigen Mangel an Liquidität im Cashpool kommt, haben die Unternehmen des DPD Konzerns entsprechende Kreditlinien mit ihren Finanzierungspartnern vereinbart, die im operativen Geschäft genutzt werden können. 2.5 Leistungsindikatoren Die Gesellschaft wird anhand der wesentlichen Kennzahlen Umsatzerlöse und EBIT vor Management Fees (nach IFRS) gesteuert. 2.6 Personal Die Mitarbeiter werden als das wichtigste Kapital der Gesellschaft gesehen und damit sind diese nach Einschätzung der Unternehmensführung als ein wesentlicher Erfolgsfaktor für das Unternehmen einzustufen. Weiterbildung und langfristige Bindung von Mitarbeitern sind deshalb auch vor dem Hinter-grund der demografischen Entwicklung ein Schwerpunkt unserer Personalpolitik. Somit wurden die Mitarbeiterbindungsprogramme (z.B. Company Bike, IT-Leasing4me, digitale Bibliothek, Unfallversicherung über dem gesetzlichen Rahmen, Mitarbeiterunterstützungsprogramm, Rahmenverträge) fortgeführt. Weiterhin wurde ein Schwerpunkt auf das Thema Mitarbeitergewinnung gelegt, da ein sinkendes Arbeitskräfteangebot erwartet wird. Hierbei wurde nochmals die Zusammenarbeit mit Indeed und der Bundesagentur für Arbeit gestärkt. Die Personalarbeit im Berichtsjahr war durch die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, den gesetzlichen Mindestlohn und die hohe Inflation geprägt. Hybride Arbeiten hat sich in vielen Bereichen zum Standard entwickelt. 3 Wirtschaftsbericht der Gesellschaft 3.1 Wirtschaftliche Lage Der Geschäftsverlauf der DPDgroup International Services GmbH entwickelte sich trotz der beschriebenen multiplen Krisen positiv. Das EBIT vor Managementumlagen 7 (nach IFRS) von T€ 9.087 war höher als im Vorjahr und lag auch über dem Zielwert von T€ 6.465. Die Organisation von Transitverkehren, die zwischen den europäischen Hauptumschlagsknoten laufen, bisher eine der zentralen Aufgaben der DPDgroup International Services GmbH, wurde zum 01.07.2023 in die jeweiligen Business Units verlagert. Obwohl damit der entsprechende Ergebnisbeitrag, Erlöse und Kosten werden in den BU's gebucht, weggefallen ist, konnte aufgrund des sehr guten ersten Halbjahres das geplante Ergebnis in diesem Bereich fast erreicht werden. Die Verbesserung des Ergebnisses ist vor allem auf eine deutlich höhere Franchise Fee zurückzuführen. Aber auch das weiterhin konsequent umgesetzte Kostenmanagement erhöht das Ergebnis durch geringere Personal- und Beratungskosten. Aufgrund des oben erwähnten Wegfalls der Transiterlöse im zweiten Halbjahr 2023 wurde die Umsatzprognose aus dem Vorjahr i.H.v. € 91,6 Mio. nicht erreicht und ist der Vergleich zu 2022 nicht aussagekräftig. Der Gesamtumsatz der DPDgroup verringert sich zum Vorjahr um -35,1% von € 87,8 Mio. auf € 56,9 Mio. Allerdings ist der Umsatzerlös der Franchise Fees (im Gesamtumsatz enthalten), die unverändert erhoben werden, in 2023 im Vergleich zum Vorjahr um +12,6% von € 15,2 Mio. auf € 17,1 Mio. gestiegen. Die wirtschaftlichen Ziele, die für die Gesellschaft festgelegt wurden, konnten trotz der in der Planung noch nicht berücksichtigten Verlagerung der Transitverkehre in die Ländergesellschaften übererfüllt werden, und können unter Bezugnahme auf die gesamtwirtschaftliche Situation als erfolgreich bezeichnet werden. 3.2 Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich um T€ 19.965 (29 %) auf T€ 88.704 erhöht. Das Anlagevermögen hat sich nur unwesentlich verändert. Das Umlaufvermögen ist um T€ 19.954 gestiegen. Ursache hierfür sind im Wesentlichen die um T€ 20.101 gestiegenen Forderungen im Verbundbereich. Das Eigenkapital wird mit T€ 4.284 unverändert gegenüber dem Vorjahr ausgewiesen. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 wurde aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages an die GeoPost IMDH abgeführt. Die sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen durch Inanspruchnahme der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen um T€2.661 und damit um 66 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich mit T€ 4.806 stichtagsbedingt um T€ 3.332 gegenüber dem Vorjahr vermindert. Die Verbindlichkeiten im Verbundbereich sind um T€ 25.138 gestiegen. Mit T€ 32.548 (Vj. T€ 15.641) beinhalten die Verbindlichkeiten im Verbundbereich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten aus Clearing mit T€ 25.211 (Vj. T€ 24.041), daneben werden Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pool in Höhe von T€ 11.638 (Vj. Verbindlichkeiten T€ 4.577) ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten mit T€ 8.698 wie im Vorjahr (Vj. T€ 7.749) ausschließlich die Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung. 3.3 Finanzlage Im Geschäftsjahr ergab sich ein Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ 718. Aus der Investitionstätigkeit ergab sich ein Mittelabfluss in Höhe von T€ 30. Beim Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit wird infolge der Gewinnabführung des Vorjahres ein Mittelabfluss in Höhe von T€ 7.749 verzeichnet. Insgesamt führte die Entwicklung der Cashflows zu einer Verminderung der Finanzmittel der Gesellschaft um T€ 7.061. Hinsichtlich der Finanzierung verweisen wir auf Abschnitt 2.4. 3.4 Ertragslage Die Umsatzerlöse sind um T€ 30.833 auf T€ 56.928 (Vj. T€ 87.761) gesunken. Dies ist hauptsächlich auf die Auslagerung der Transitverkehre zum 01.07.2023 in die einzelnen Ländergesellschaften zurückzuführen. Der Betriebsaufwand in Höhe von T€ 47.930 hat sich um 40 % überproportional zur gesunkenen Betriebsleistung (Umsatzerlöse) von T€ 56.928 vermindert. Dementsprechend hat sich das EBIT vor Management Fees 2023 (nach IFRS) von T€ 9.087 um T€ 1.124 positiv entwickelt. Die Materialaufwendungen sind von T€ 66.337 auf T€ 34.909 gesunken und haben sich mit 47,4 % durch die Minderung von bezogenen Dienstleistungen, insbesondere aufgrund Aufwendungen für den Transitverkehr überproportional zu den Umsatzerlösen vermindert. Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 878 auf T€ 4.117 gestiegen. Der Anstieg resultiert hauptsächlich aus den Tariferhöhungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um T€ 1.347 auf T€ 8.885 gesunken. Im Wesentlichen ist dies bedingt durch die gesunkenen Konzernumlagen. Im Geschäftsjahr 2023 betrugen die Konzernumlagen T€ 2.999 (Vj T€ 4.154). Die DPDgroup International Services GmbH ist als Organgesellschaft in die ertragsteuerliche Organschaft zur GeoPost IMDH eingebunden. Die Ertragsbesteuerung für das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 findet somit auf Ebene der Organträgerin, GeoPost IMDH, statt. Bei dem Ertragsteueraufwand von T€ 197 (Vj. T€ 218) handelt es sich mit T€ 164 (Vj. T€ 182) um Gewerbesteuer für Vorjahre und mit T€ 33 (Vj. T€ 37) um ausländische Quellensteuer, die auf Ebene der Organträgerin nicht anrechenbar sind. Für das Geschäftsjahr 2023 beträgt der Jahresüberschuss T€ 8.698, der sich durch die obigen Effekte in 2023 gegenüber dem Vorjahr um T€ 948 erhöht hat. 4 Chancen- und Risikobericht 4.1 Darstellung des Risikomanagements Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft ist eingegliedert in die Governance und Compliance Strukturen sowie Anti-Fraud Vorgaben des Konzerns der GeoPost S.A. Es besteht aus einer Vielzahl von Bausteinen, die in die gesamte Aufbau- und Ablauforganisation der Gesellschaft eingebettet sind. Damit ist das Risikomanagementsystem integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Zu den Bausteinen des Risikomanagementsystems zählen im Wesentlichen konzernweite Richtlinien (Internal Control Handbook, Neukonzeptionierung in 2021 zusammen mit GeoPost S.A., Einsatz ab Mitte 2022), ergänzt durch Arbeitsanweisungen, Engagement Rules und Berichtssysteme (z.B. jährlicher Risikobericht an die Konzernmutter), der konzernweite Strategie-, Planungs- und Controllingprozess, die Tätigkeit der internen Revision sowie die gesonderte konzernweite Risikoberichterstattung. Zusätzlich existiert ein "DPD Code of Conduct". Dieses Regelwerk ist unsere verbindliche Grundlage für das tägliche Miteinander im Arbeitsalltag und gibt Antworten auf Fragen zu Themen wie Interessenkonflikte, Zuwendungen, Auftreten in der Öffentlichkeit und Sicherheit oder Antidiskriminierung. Das Konzern-Risikomanagementsystem zielt darauf ab, die Unternehmensleitung in die Lage zu versetzen, frühzeitig Risiken zu erkennen, um rechtzeitig gegensteuern zu können. Die konzernweiten Planungs-, Steuerungs- und Berichtsprozesse werden kontinuierlich auf Effektivität und Effizienz überprüft. Darüber hinaus erfolgt eine regelmäßige Überprüfung der Wirksamkeit des Risikomanagements durch die Revision der Konzernmutter. Im Zuge der geschäftlichen Aktivitäten ist die Gesellschaft einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Diese Risiken werden unter Berücksichtigung eventueller Gegenmaßnahmen, anhand ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer monetären Auswirkungen auf das EBIT (nach IFRS) in drei verschiedene Kategorien (gering, mittel und hoch) eingeteilt. Die Einstufung der Risiken anhand der Kategorien "gering", "mittel" und "hoch" ergibt sich aus einer Kombination von Eintrittswahrscheinlichkeiten (unwahrscheinlich = < 40%, möglich = > 40 % bis 60%, wahrscheinlich = > 60% bis 100%) sowie möglichen Auswirkungen auf das EBIT (nach IFRS), wobei für die Schadenshöhen Bandbreiten gelten (gering = unerhebliche negative Auswirkungen, mittel = mäßige negative Auswirkungen, hoch = wesentliche negative Auswirkungen). Dargestellt in einer Matrix ergeben sich neun mögliche Kombinationsmöglichkeiten, aus denen im Ergebnis die Risikoeinschätzung abgeleitet wird, die danach auf "hoch", "mittel", "gering" lautet. 4.2 Risiken mit besonderem Einfluss auf die Unternehmenslage Risiko IT-Sicherheit Auch in Zukunft werden erhöhte Anstrengungen erforderlich sein, einen dauerhaft hohen Grad an IT-Sicherheit zu gewährleisten, um das Risiko von Cyber-Angriffen zu minimieren. Auch in diesem Jahr wird das Niveau der IT-Sicherheit innerhalb des DPD-Systems weiter erhöht und wird weiterhin mit einer hohen Priorität verfolgt. Cyber-Angriffe stellen einen mittleren Risikofaktor für das DPD-System dar. Marktrisiken Die DPDgroup International Services GmbH ist durch ihre Stellung als Franchisegeberin nur indirekt von den globalen Marktrisiken betroffen. Durch die Übergabe der Transitverkehre an die einzelnen Ländergesellschaften fällt in 2024 die operative Menge in der DPDgroup International Services GmbH weg. Die einzige, indirekt relevante, Mengenentwicklung ist die der internationalen Ein- und Ausgangsmenge der Business Units, die hierfür weiterhin Franchise Fees an die DPDgroup entrichten müssen. Hier gehen wir nach aktuellem Stand und der Entwicklung der letzten Jahre von einer Erreichung des Planwertes in der DPDgroup aus. Das Marktrisiko ist als mittel einzustufen, da die Umsatzsituation der DPDgroup International Services GmbH nur durch das internationale Geschäft über die Franchise Fees beeinflusst wird, welche sich in der Vergangenheit als sehr stabil und steigend gezeigt hat. Risiken aus dem Fachkräftemangel Als eine besondere Stärke der DPDgroup International Services GmbH kann der enorme KEP-Erfahrungsschatz durch lange Betriebszugehörigkeiten der Mitarbeiter angesehen werden. Dennoch wird es zunehmend schwieriger, geeignete Fachkräfte bei Bedarf zeitnah und mit der gewünschten Qualifikation zu rekrutieren. Eine niedrige Arbeitslosenquote, der Wechsel zu einem Arbeitnehmermarkt und direkte Konkurrenz der Arbeitgeber untereinander spielen bei diesem Themenkomplex eine zunehmende Rolle. Zusätzlich bleibt abzuwarten, ob die demografische Entwicklung in Deutschland und der damit verbundene Wegfall von Erwerbspersonen weiteren Wettbewerb im Arbeitsmarkt bringen werden. DPD antwortet auf diese Entwicklung mit dem verstärkten Engagement in der Berufsaus- und Weiterbildung, z. B. mit der unternehmensinternen DPD Akademie für Mitarbeiter. Die Risiken aus dem Fachkräftemangel werden insbesondere in Verbindung mit den eingeleiteten Maßnahmen als mittel eingeschätzt. Umweltrisiken Der CO 2 neutrale Paketversand gehört seit Jahren zu den Standarddienstleistungen - ohne Mehrkosten für die Kunden. Darüber hinaus werden ständig Konzepte zum Umweltschutz weiterentwickelt. Die Gesellschaft zeigt ein klares Engagement und unternimmt Schritte, um Lösungen zu großen Herausforderungen wie beispielsweise dem Klimawandel zu entwickeln. Umweltrisiken bestehen im Rahmen der originären Tätigkeit eines Logistikunternehmens, werden jedoch stetig überwacht und unterliegen strengen regulatorischen Auflagen und Kontrollen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird als eher gering eingeschätzt und damit die Risikoeinstufung insgesamt. Risiko aus der Energie- und Ölpreisentwicklung Im Jahr 2023 zeigte der Ölpreis eine ausgeprägte Volatilität und lag zum Jahresende um 9,5% unter dem Vorjahresniveau. Nach einem Preis von ca. 91 $/Barrel im September 2023 fiel der Ölpreis trotz Energiekrise und Ukraine-Krieg bis auf 71 $/Barrel Anfang Dezember. 8 Es wird davon ausgegangen, dass die Preisentwicklung des Ölpreises auch im Jahr 2024 starken Schwankungen unterliegen wird. Im Hinblick auf die globale Krisenlage, zeigt die aktuelle Situation praktisch eine Nichtprognostizierbarkeit des Ölpreises. Aufgrund der Auslagerung der Transitverkehre in die einzelnen Ländergesellschaften stellt die Ölpreisentwicklung für die DPDgroup kein Risiko mehr da. Zusammenfassung der Risikolage Bei der derzeitigen Risikobewertung stellen sich im Hinblick auf die Eintrittswahrscheinlichkeit und betragsmäßige Höhe keine größeren Risikopositionen dar. Als Ergebnis der Analyse von Risiken, Gegenmaßnahmen, Absicherungen und Vorsorgen werden gegenwärtig seitens der Geschäftsführung keine bestandsgefährdenden Risiken für das Geschäftsjahr 2024 gesehen. 4.3 Chancen der zukünftigen Entwicklung Die DPDgroup International Services GmbH konzentriert sich gänzlich auf ihre Aufgaben als internationaler Franchisegeber und fokussiert sich hierbei vor allem auf die Optimierung und Standardisierung der operativen Prozesse, die auf die komplette DPD Organisation abzielen. In der DPDgroup selbst ist weiter ein großes Augenmerk auf die Kostenentwicklung bzw. deren Minimierung gerichtet, es gibt auf der Erlösseite nur noch die von den Ländergesellschaften erhobene Franchise Fee für die internationalen Ein- und Ausgangsmengen. Hinsichtlich der Chancen wäre eine Steigerung des internationalen Geschäftes der DPD Organisation zu nennen, bedingt durch entsprechende Aktionen wie z.B. Sales Push, Netzwerkausbau oder Erhöhung der internationalen Paketmenge durch Kosten- / Preisoptimierungen. Daraus würde eine Erhöhung der Franchise Fees erfolgen und damit eine verbesserte Erlössituation der DPDgroup International Services GmbH. Durch das permanente Kostenmanagement ist ebenfalls die Chance gegeben, die aktuell in der Umsetzung befindlichen Projekte kostengünstiger abzuwickeln als geplant. 5 Prognosebericht Die Geschäftsentwicklung im Umsatz und EBIT vor Management Fees (nach IFRS) der DPDgroup International Services GmbH wird im Jahr 2024 aufgrund der Auslagerung der Transitverkehre in die einzelnen Ländergesellschaften leicht rückläufig sein. Die sich in 2023 bereits abzeichnende Steigerung der Franchise Fee wird voraussichtlich aber dazu führen, dass der Ergebnisrückgang in 2024 nicht ganz so deutlich wird, wie in der ursprünglichen Planung für 2024 angenommen. Inhaltlich bleibt die Aussage bestehen, dass die DPDgroup International Services GmbH sich weiterhin vornehmlich auf ihre Aufgaben als Franchisegeber für die internationale DPD Organisation konzentriert.
Aschaffenburg, den 28.03.2024 DPDgroup International Services GmbH Dirk Müller Jean-Claude Sonet Bastiaan Janssen
1 Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschland bis
2023 | Statista; abgerufen am 19.01.2024
4 Entwicklung der Erzeugerpreise gewerblicher
Produkte 2022/2023 | Statista; abgerufen am 19.01.2024
5 Arbeitslosenquote Deutschland bis 2023 |
Statista; abgerufen am 19.01.2024
6
https://group.dhl.com/de/investoren/aktie/aktionaersstruktur.html;
abgerufen am 05.03.2024
8 Quelle: https://www.etoro.com/markets/oil
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die DPDgroup International Services GmbH, Aschaffenburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der DPDgroup International Services GmbH, Aschaffenburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DPDgroup International Services GmbH, Aschaffenburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise aus-reichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handels- rechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als not- wendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Münster, den 15. Mai 2024 HLB
SCHUMACHER GMBH
Beil, Wirtschaftsprüfer Morgenstern, Wirtschaftsprüfer Protokoll des schriftlichen Beschlusses der Gesellschafter der DPDgroup International Services GmbH 21.06.2024Die Gesellschafter der DPDgroup International Services GmbH (nachfolgend als "Gesellschaft" bezeichnet) fassen im schriftlichen Umlaufverfahren gem. § 7 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft hiermit die folgenden Beschlüsse. 1. Feststellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft Der in Ausfertigung allen Gesellschaftern vorgelegte Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31.12.2023, versehen mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk nach § 322 Abs. 1 HGB, wird gem. § 7 Abs. 3 der Satzung der Gesellschaft hiermit festgestellt. 2. Verwendung des Ergebnisses der Gesellschaft Nach Gewinnabführung an die Gesellschafterin GeoPost International Management & Development Holding GmbH zum 31.12.2023 in Höhe von 8.698.224,57 € wird ein Jahresergebnis von 0,00 € festgestellt. 3. Entlastung der Geschäftsführung Der Geschäftsführung wird für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt. 4. Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2024 Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Forvis Mazars GmbH & Co. KG in Frankfurt wird zum Abschlussprüfer des Geschäftsjahres 2024 gewählt.
Aschaffenburg, den 21.06.2024 GeoPost International Management & Development Holding GmbH Karsten Schwarz, Geschäftsführer |
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