SARPI Schkopau GmbH
Selbe AdresseEnergetische Verwertung von Abfällen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christoph Ludwig Maier seit 15.9.2025 | Prokura |
Muayad Alfaresi seit 21.10.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
MEGlobal B. V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Equipolymers GmbHSchkopauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023der Equipolymers GmbH, SchkopauAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023der Equipolymers GmbH, Schkopau
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023der Eqipolymers GmbH, SchkopauA. ALLGEMEINE ANGABEN Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Schkopau, wo sie unter HRB 214520 im Handelsregister des Amtsgerichts Stendal geführt wird. Der Jahresabschluss 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und denen des GmbH- Gesetzes aufgestellt worden. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB. Die Gliederung der Bilanz entspricht den Vorschriften des § 266 HGB. Die Bezeichnung einzelner Posten der Bilanz wurde angepasst, um den tatsächlichen Inhalt des Postens darzustellen, was wiederum der Aufstellung eines klaren und verständlichen Jahresabschlusses dient. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Der Abschluss ist in Euro aufgestellt. Die Gesellschaft verfügt über kein Personal und besitzt keine eigenen Grundstücke. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr mit Ausnahme der Aktivierung der latenten Steuern unverändert beibehalten. Im Geschäftsjahr waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. 1. Anlagevermögen Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Nutzungsdauer für entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände beträgt drei Jahre. Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen über die voraussichtliche Nutzungsdauer angesetzt. In den Sachanlagen sind Anlagegüter der gebrauchten PET 1 Anlage enthalten, die auf der Basis der beizulegenden Marktwerte am 30. Juni 2004 von der Dow Olefinverbund GmbH, Schkopau, eingelegt wurden. Des Weiteren beinhalten die Sachanlagen die in die PET 2 Anlage vorgenommenen Investitionen. Die Abschreibung der Gebäude und Außenanlagen erfolgt linear mit Nutzungsdauern zwischen 5 und 33 Jahren. Die Technischen Anlagen und Maschinen sowie die anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen werden auf der Grundlage der erwarteten Nutzungsdauer linear über 2 bis 12 Jahre abgeschrieben. Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250 bis EUR 1.000 werden seit 2008 Sammelposten gebildet, die über fünf Jahre linear abgeschrieben werden. 2. Vorräte Die Vorräte sind zu durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert, sofern nicht der am Bilanzstichtag beizulegende niedrigere Wert anzusetzen ist. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten für Rohstoffe, Fertigungseinzelkosten und Sondereinzelkosten der Fertigung in angemessenem Umfang Material-, Fertigungs- sowie produktionsbezogene Verwaltungsgemeinkosten einschließlich Energiekosten und anteilige Abschreibungen des Anlagevermögens. 3. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert abzüglich notwendiger Einzelwertberichtigungen angesetzt. Die liquiden Mittel sind zum Nominalwert bilanziert. 4. Rechnungsabgrenzungsposten Der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Versicherungszahlungen für einen zukünftigen Zeitraum. 5. Eigenkapital Die Bewertung des Eigenkapitals erfolgte zum Nennwert. 6. Rückstellungen Rückstellungen sind für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, die hinsichtlich ihrer Höhe oder des Zeitpunkts ihres Eintritts unbestimmt sind, in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Rückstellungen haben alle eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. 7. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. 8. Latente Steuern EQP hat erstmalig von dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Die Ansatzänderung wurde vorgenommen, da aufgrund von Planungen mit einer Inanspruchnahme der Verlustvorträge gerechnet wird. Es ergaben sich aktive latente Steuern in Höhe von EUR 2,3 Mio.; die erstmalige Aktivierung wurde erfolgswirksam vorgenommen. Die aktiven latenten Steuern basieren auf der prognostizierten Verwendung von steuerlichen Verlustvorträgen in Höhe von insgesamt 7.908.296 EUR in den nächsten fünf Jahren. 9. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden zu den Konzernumrechnungskursen des Bilanzstichtages, die nur unwesentlich von den Devisenkassamittelkursen abweichen, bewertet. Alle übrigen Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum jeweils geltenden Konzernumrechnungskurs des Entstehungszeitpunktes oder mit dem niedrigeren (Forderungen) bzw. dem höheren (Verbindlichkeiten) Konzernumrechnungskurs am Bilanzstichtag bewertet, der nur unwesentlich von dem gemäß § 256a HGB am Bilanzstichtag anzuwendenden Devisenkassamittelkurs abweicht. C. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. 2. Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände weisen wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf. Unter den Forderungen sind Forderungen an den Gesellschafter in Höhe von EUR 3,3 Mio. (Vorjahr: EUR 1,0 Mio.) und Steuerforderungen in Höhe von TEUR 972 (Vorjahr: EUR 1,1 Mio.) enthalten. 3. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt unverändert TEUR 25 und ist zu 100 % eingezahlt. Die Gesellschaft weist unverändert zum Vorjahr eine Kapitalrücklage in Höhe von EUR 218,7 Mio. aus. Im Eigenkapital ist der Verlustvortrag mit EUR 176,7 Mio. (Vorjahr: EUR 194,1 Mio.) enthalten. Die Gesellschaft schloss das Geschäftsjahr mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 29,3 Mio. (Vorjahr: Jahresüberschuss EUR 17,4 Mio.) ab. 4. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen berücksichtigen im Wesentlichen die Gewerbesteuer für das Geschäftsjahr 2022. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 1,0 Mio. (Vorjahr: EUR 2,4 Mio.) beinhalten im Wesentlichen TEUR 614,5 (Vorjahr: TEUR 176,4) für Instandhaltungen sowie TEUR 345,3 (Vorjahr: EUR 2,3 Mio.) für zu leistende Rabatt- und Provisionszahlungen. 5. Verbindlichkeiten Die zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr aus. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 27,4 Mio. (Vorjahr: EUR 12,6 Mio.) beinhalten Verbindlichkeiten aus Cash-Pool in Höhe von EUR 16,5 Mio. (Vorjahr: EUR 0 Mio.) sowie Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten in Höhe von EUR 10,9 Mio. (Vorjahr: EUR 12,6 Mio.). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von EUR 22,4 Mio. (Vorjahr: EUR 10,0 Mio.). 6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus einem mit der Dow Olefinverbund GmbH, Schkopau, geschlossenen Operating Services Agreement zur Betriebsführung der PET-Anlagen der Gesellschaft bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt EUR 26,2 Mio. p.a. in festen Monatsraten mit einer Erfüllungsfrist von bis zu einem Jahr. Der Vertrag ist auf unbestimmte Zeit geschlossen und kann von beiden Seiten gekündigt werden. Daneben besteht ein MOD5-Vertrag mit Honeywell in Höhe von EUR 7,4 Mio. von dem bisher EUR 4,1 Mio. in Rechnung gestellt worden sind. Aus sonstigen Dienstleistungs- und Einkaufsverträgen mit Dritten besteht zum Bilanzstichtag ein Bestellobligo in Höhe von EUR 6,1 Mio. mit einer Erfüllungsfrist von bis zu einem Jahr. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Im Berichtsjahr wurden Umsatzerlöse in Höhe von insgesamt EUR 126,7 Mio. (Vorjahr: EUR 448,3 Mio.) erzielt, von denen der Exportanteil EUR 45,2 Mio. (35,7 %) beträgt.
2. Sonstige betriebliche Erträge Die Erträge aus Währungsumrechnung belaufen sich auf TEUR 170 (Vorjahr: TEUR 1). 3. Materialaufwand Für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden EUR 105,1 Mio. (Vorjahr: EUR 334,0 Mio.) aufgewendet. Aufwendungen für bezogene Leistungen belaufen sich auf EUR 43,8 Mio. (Vorjahr: EUR 76,6 Mio.). Die Materialaufwandsquote (in Bezug auf die Gesamtleistung) beträgt 119,8 % (Vorjahr: 91,4 %) und liegt damit deutlich über dem Vorjahreswert. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen im Wesentlichen aus Frachtkosten in Höhe von EUR 4,7 Mio. (Vorjahr: EUR 13,1 Mio.) und Kosten für Versicherungen in Höhe von EUR 1,2 Mio. (Vorjahr: EUR 0,7 Mio.). Die Aufwendungen aus Währungsumrechnung belaufen sich auf TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 21). E. Sonstige Angaben 1. Angaben zum Mutterunternehmen Die Geschäftsanteile der Equipolymers GmbH, Schkopau, werden zu 100,0 % von der MEGlobal B.V., Hoek/Niederlande, gehalten. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der MEGlobal B.V., Hoek/Niederlande, einbezogen (kleinster Kreis). Der Jahresabschluss wird durch die Handelskammer in Den Haag/Niederlande veröffentlicht. Die Equipolymers GmbH wird in den Konzernabschluss der Equate Petrochemical Company, Kuwait, einbezogen (größter Kreis). Der Jahresabschluss ist am Sitz der Gesellschaft einzusehen. 2. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Im Dezember 2020 hat die Gesellschaft zur Verbesserung der Liquidität ein Accounts Receivables Purchase Contract (echtes Factoring) geschlossen. Die hieraus generierbare Liquidität hat ein Volumen von bis zu maximal EUR 50 Mio. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 belief sich das verkaufte Forderungsvolumen auf EUR 18,8 Mio. Die Forderungsausfallrisiken gehen dabei auf den Käufer über. Sollte das Programm auslaufen oder eine Andienung nicht möglich sein, würde dies einen negativen Liquiditätseffekt nach sich ziehen. 3. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Muayad al Faresi, Niederlande (Chemieingenieur) Der Geschäftsführer ist kein Angestellter der Equipolymers GmbH. Die Kosten des Geschäftsführers werden der Gesellschaft durch ein anderes Unternehmen weiterbelastet. 4. Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigt keine Mitarbeiter. 5. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB beträgt TEUR 51 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. 6. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. 7. Nachtragsbericht Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine führte am 24. Februar 2022 zu dem Start militärischer Aktivitäten durch Russland. Die bewaffnete Auseinandersetzung hat weiterhin Auswirkungen auf die internationalen Konjunkturaussichten, erhöht die globale Unsicherheit und untermauert Entwicklungen und Risiken, die bereits existierten, auf dem Weg zur Erholung nach der Pandemie. Die Regierungen und Behörden weltweit, einschließlich der Vereinigten Staaten sowie die Europäische Union, haben bereits verschiedene Sanktionen gegen bestimmte Industriezweige sowie Parteien in Russland erlassen. Diese und weitere Sanktionen sowie Gegenmaßnahmen durch die russische Regierung oder andere Länder könnten sich nachteilig auf den Geschäftsbetrieb auswirken. Die Europäische Union hat für europäische Unternehmen mit einer Überprüfung zum Preisdumping auf dem PET-Markt begonnen. Equipolymers ist ausgewählt worden zu dieser Untersuchung Daten zu liefern. Die endgültige Entscheidung der Kommission erging im März 2024 mit der Einführung eines endgültigen Antidumpingzolls auf die Einfuhren von bestimmtem Polyethylenterephthalat mit Ursprung in der Volksrepublik China in Höhe von 6,6 % bis 24,2 %. Im Jahr 2023 hat die Marktnachfrage wegen der Inflation und der rezessiven Situation in Europa deutlich nachgelassen. Zusätzlich ist der Markt im vierten Quartal 2022 durch chinesische Importe überschwemmt worden. Im Jahr 2024 steigen die Produktionsraten wieder, da sich die Nachfrage auf dem Markt angefangen hat zu erholen. Wir verweisen auch auf unsere Ausführungen im Lagebericht der Gesellschaft. Im Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses ergaben sich für die Gesellschaft noch keine wesentlichen Auswirkungen durch den oben genannten Sachverhalt. Die Geschäftsführung ist sich dem bestehenden Risiko bewusst und befindet sich hierzu mit den entsprechenden Parteien in Gesprächen. Darüber hinaus beobachtet die Geschäftsleitung die Entwicklung des Konflikts und möglicher zusätzlicher Sanktionen, um mögliche künftige Auswirkungen zu bewerten, die sich für das Unternehmen aus der anhaltenden Krise ergeben könnten.
Schkopau, 14. August 2024 Muayed al Faresi, Geschäftsführer ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023 DER EQUIPOLYMERS GMBH
LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023der Eqipolymers GmbH, Schkopau1. Grundlagen des Unternehmens Die Gründung der Equipolymers GmbH erfolgte unter dem Namen Dow PET GmbH, Schkopau, mit Gesellschaftsvertrag vom 15. Mai 2003. Durch Gesellschafterbeschluss vom 16. Juni 2004 wurde die Gesellschaft in Equipolymers GmbH, Schkopau (nachfolgend auch kurz "Equipolymers" oder "Gesellschaft" genannt), umbenannt. Die Anteile der Equipolymers GmbH werden vom alleinigen Gesellschafter MEGlobal B.V., mit Sitz in den Niederlanden, gehalten. Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung, der Vertrieb und Handel mit Chemikalien, insbesondere Polyethylenterephthalat (PET), sowie die Einfuhr und Ausfuhr dieser Erzeugnisse und die Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet dieser Erzeugnisse in Deutschland und im Ausland. Die Gesellschaft beschäftigt keine eigenen Mitarbeiter. Sämtliche Aufgaben werden auf der Grundlage von Serviceverträgen mit Mitarbeitern der Dow Olefinverbund GmbH, Schkopau, wahrgenommen. Zum 31. Dezember 2023 waren 91 Mitarbeiter der Dow Olefinverbund GmbH, Schkopau, in Vollzeit für die Produktion, die Entwicklung und den Vertrieb von PET tätig. Equipolymers unterhält eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Deren Aufgabenbereich umfasst im Wesentlichen die Erweiterung der Produktpalette, Untersuchungen zu Produktionskosteneinsparungen durch Prozessoptimierungen und Rezepturänderungen sowie die fortlaufende Unterstützung des Produktionsprozesses. Die wesentliche Steuerungsgröße für das Unternehmen ist die Marge über Rohmaterialien (Rohstoffmarge = MOR [Verkaufspreis abzgl. Rohstoffkosten]). 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Wirtschaftliches Umfeld Im Jahr 2023 ist die Nachfrage auf dem Markt aufgrund der Inflation und einer rezessiven Situation in Europa deutlich zurückgegangen. Außerdem überschwemmen seit dem vierten Quartal 2022 zahlreiche chinesische Importe den Markt. Dies sind die Hauptgründe für die niedrigere Betriebsrate der Anlagen während des gesamten Jahres. Nach Angaben des Verbandes der Chemischen Industrie sank die Produktion im Vergleich zum Vorjahr um 60 %, der Umsatz ging im Vergleich zu 2022 um 71,7 % zurück, da die Preise um 29,1 % und die verkauften Mengen um 60 % zurückgingen. 2.2. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023 war für die Equipolymers GmbH ein finanziell schwieriges Jahr. Das Jahr begann mit einem PET-Preis in Höhe von 1.113 EUR/MT und schwankte das ganze Jahr über, wobei im Februar der höchste Preis zu verzeichnen war. Die Rohstoffmarge betrug im Geschäftsjahr 193 EUR/MT und lag damit unter dem geplanten MOR in Höhe von 444 EUR/MT. Die Anlagen der Gesellschaft waren zu 37 % (Vorjahr: 93 %) ausgelastet. 2.3. Lage des Unternehmens 2.3.1. Umsatz Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die Equipolymers Umsätze in Höhe von EUR 126,7 Mio. (Vorjahr: EUR 448,3 Mio.). Somit sanken die Umsätze gegenüber dem Vorjahr um 71,7 %, während gleichzeitig die verkauften Mengen um 60 % zurückgingen. Equipolymers produzierte im Jahr 2023 zu etwa 64 % (Vorjahr: 57 %) für den deutschen Markt und zu etwa 36 % (Vorjahr: 43 %) für den ausländischen Markt. Die wichtigsten ausländischen Absatzmärkte waren Österreich, Belgien und Luxemburg. 2.3.2. Ergebnis Das Geschäftsjahr 2023 wurde mit einem Jahresfehlbetrag von EUR 29,3 Mio. (Vorjahr: Jahresüberschuss EUR 17,4 Mio.) abgeschlossen. Der Ergebnisrückgang ist dabei hauptsächlich auf den Anstieg der Inflation und die große Anzahl chinesischer Importe zurückzuführen. Im Vorjahresbericht wurde ein Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 33 Mio. prognostiziert. Die Materialaufwendungen beliefen sich im Berichtsjahr auf EUR 148,9 Mio. (Vorjahr: EUR 410,5 Mio.). In den Materialaufwendungen sind Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von EUR 105,1 Mio. (Vorjahr: EUR 334,0 Mio.) sowie Aufwendungen für bezogene Dienstleistungen zum Betreiben der Anlage in Höhe von EUR 43,8 Mio. (Vorjahr: EUR 76,6 Mio.) enthalten. Die Materialaufwandsquote in Bezug auf die Gesamtleistung hat sich im Geschäftsjahr auf 119,8 % (Vorjahr: 91,4 %) erhöht. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres belaufen sich auf EUR 2,4 Mio. (Vorjahr: EUR 2,4 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um EUR 9,4 Mio. auf EUR 7,1 Mio. im Geschäftsjahr gesunken und beinhalten ähnlich wie im Vorjahr im Wesentlichen Aufwendungen für Fracht und Zoll in Höhe von EUR 4,7 Mio. (Vorjahr: EUR 13,1 Mio.). Die Zinsaufwendungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,2 Mio. auf EUR 1,2 Mio., was im Wesentlichen auf den Anstieg der Cash-Pool-Zinsen zurückzuführen ist. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von EUR -3,8 Mio. (Vorjahr: EUR 2,2 Mio.) beinhalten im Wesentlichen Erstattungen von Ertragsteuern für das Geschäftsjahr 2022 (EUR -1.2 Mio.) sowie aktive latente Steuern (EUR -2,3 Mio.). Zusammenfassend lässt sich das Jahresergebnis wie folgt darstellen:
2.3.3. Finanzlage Das Unternehmen hat Zugang zu Liquidität über einen konzerninternen Darlehensvertrag mit MEGlobal BV, Amsterdam, Niederlande. Der operative Cashflow belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf EUR -34,5 Mio. (Vorjahr: EUR 45,4 Mio.). Die Veränderung resultiert aus dem Anstieg der kurzfristigen Verbindlichkeiten. Zum 31. Dezember 2023 wurden Bankguthaben in Höhe von EUR 7,6 Mio. (Vorjahr: EUR 29,6 Mio.) ausgewiesen. Die Cash-Pool-Verbindlichkeiten belaufen sich auf EUR 15,5 Mio. (Vorjahr: Forderungen EUR 1 Mio.). 2.3.4. Vermögenslage und Investitionen Infolge höherer Investitionen im Geschäftsjahr 2023 erhöhten sich die Sachanlagen auf EUR 21,6 Mio. (Vorjahr: EUR 19,9 Mio.). Die Sachanlagenintensität, die dem Anteil der Sachanlagen an der Bilanzsumme entspricht, ist auf 33,3 % (Vorjahr: 20,4 %) gestiegen. Die Investitionen im Geschäftsjahr betrugen EUR 4,1 Mio. Der Vorratsbestand ist im Vergleich zum Vorjahr um EUR 9,8 Mio. auf EUR 14,3 Mio. gesunken, was im Wesentlichen der geringeren Produktion geschuldet ist. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich um EUR 5,1 Mio. auf EUR 14,5 Mio. Infolge des erwirtschafteten Jahresfehlbetrages in Höhe von EUR 29,3 Mio. verringerte sich das Eigenkapital von EUR 42,1 Mio. auf EUR 12,8 Mio. Die Steuerrückstellung verminderte sich im Wesentlichen aufgrund von Steuererstattungen um EUR 1.9 Mio. für die für das Geschäftsjahr 2023 zu vereinnahmende Körperschaft- und Gewerbesteuer. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich stichtagsbedingt um EUR 15,1 Mio. auf EUR 21,8 Mio. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zeigen zusammenfassend betrachtet, dass die Gesellschaft ein schwieriges Geschäftsjahr hatte und insgesamt mit dem Anstieg der Inflation und der großen Anzahl chinesischer Importe zu kämpfen hatte. 2.4. Umweltschutz und Arbeitssicherheit Das Unternehmen setzte seine gezielten Aktivitäten zur Verringerung seines ökologischen Fußabdrucks fort. Die entsprechenden Umweltauflagen und Vorgaben in behördlichen Bescheiden wurden eingehalten bzw. unterschritten. Rechtssicherheit in Bezug auf den Betrieb der Anlagen sowie die ordnungsgemäße Entsorgung von Abfällen war innerhalb des Unternehmens jederzeit gewährleistet. Im Laufe der Jahre konnte die Abfallmenge kontinuierlich reduziert werden. Mehrwegfähiges Material wurde konsequent einer stofflichen Verwertung unterzogen. Die für die Luftverschmutzung relevanten Emissionen und die spezifischen produktbezogenen Abwässer werden weiterhin auf einem stabilen Niveau unter den gesetzlich vorgeschriebenen Höchstwerten gehalten und konnten gegenüber dem bereits niedrigen Niveau noch weiter gesenkt werden. Besonders hervorzuheben ist der anhaltend positive Trend im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, bei dem der Betrieb der PET-Systeme in das vorbildliche System von Dow für sicheres Arbeiten und Prävention integriert ist. Dies zeigt sich unter anderem daran, dass es keine meldepflichtigen Arbeitsunfälle oder sonstige meldepflichtige Sicherheits- oder Umweltereignisse gab. Damit konnte das konstant niedrige Niveau der Vorjahre gehalten werden. Damit bewegt sich das Unternehmen auf dem Niveau der führenden Chemieunternehmen. 2.5. Forschung und Entwicklung Aufgrund des Rückgangs der Nachfrage verlangsamten sich die Forschungs- und Entwicklungsinitiativen. Des Weiteren ließ die Bereitschaft, sich an neuen Projekten zu beteiligen, von Verarbeitern und Markeninhabern nach, hauptsächlich aufgrund der inflationären Wirtschaftslage und der Rezession aufgrund höherer Betriebskosten. Darüber hinaus erlitt die Akzeptanz des chemischen Recyclings einen Rückschlag aufgrund der Neufassung der Kunststoff-Recycling-Richtlinie der EU, während die Preise für rPET-Flakes auf ein viel höheres Niveau getrieben wurden. Neue Recyclingtechnologien wurden evaluiert, um den Recyclinganteil in EQP-Produkten weiter zu erhöhen. Obwohl EQP die Möglichkeit hatte sich mit einem Technologieentwickler an einer kleinen Demonstrationsanlage zu beteiligen, bekam aufgrund von Subventionen ein Konkurrent den Zuschlag, die hauptsächlich in Frankreich gewährt wurden. Dennoch verfolgt das Unternehmen weiterhin ein neues Technologieangebot mit einer in Deutschland ansässigen Firma. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf EUR 0,5 Mio. (Vorjahr: EUR 1,4 Mio.). 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Ausblick, Chancen und Risiken Der Anstieg der Energie- und Erdgaskosten führte dazu, dass die Branche in Europa nicht konkurrenzfähig war, was wiederum dazu geführt hat, dass insbesondere ohne handelspolitische Schutzmaßnahmen Preisunterschiede für importiertes PET aus Niedrigkostenregionen zunahm. In EQP erzielen wir traditionell durchschnittlich rund 75 % des Geschäfts auf der Grundlage von bestätigten und vertraglich vereinbarten Aufträgen, aber wir haben das Jahr mit weniger als 30 % vertraglich vereinbartem Auftragsvolumen abgeschlossen, wodurch das Unternehmen zukünftig der stark schwankenden Marktdynamik ausgesetzt ist. Die einseitige Kündigung des Produktionsvertrags durch den Betriebsführer und seinen Vorschlag, neue Vereinbarungen auf der Grundlage der Marktdynamik abzuschließen, kam zum kritischsten Zeitpunkt für das Unternehmen, was zu mehr Unsicherheit führte und eine neue Art der Berechnung der Rentabilität und Positionierung auf dem Markt erforderte. In der Zwischenzeit passt sich das Unternehmen an die neue Geschäftsdynamik an und sucht nach Möglichkeiten, die Unsicherheiten zu mindern, um den Stakeholdern weiterhin einen Mehrwert zu bieten. Die Nachricht von der Neufassung der Kunststoff-Recycling-Richtlinie wirft einen düsteren Schatten auf die chemischen Recyclingverfahren, da möglicherweise weitere neue Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Eignung chemisch recycelter Produkte für den Kontakt mit Lebensmitteln zu bestätigen. Obwohl die Branche zuversichtlich ist, dass diese Verfahren, die seit geraumer Zeit eingesetzt werden, diese zusätzlichen Kontrollen bestehen werden, werden die zusätzlichen Kosten sicherlich die Margen beeinträchtigen und neue Investitionen drosseln. Wir arbeiten mit Fachverbänden, um die Auswirkungen abzumildern, indem wir den Behörden die Sicherheit und Eignung unseres V25 für den Kontakt mit Lebensmitteln erläutern. In der Planung für das Geschäftsjahr 2024 plant die Geschäftsführung mit einem MOR in Höhe von EUR 158/MT. Es wird weiterhin ein Jahresfehlbetrag erwartet, wenngleich dieser deutlich geringer als in 2023 ausfallen soll (EUR 9,3 Mio.). 3.2. Zukünftige Risiken Im Jahr 2024 zeigt die Nachfrage auf dem Markt Anzeichen einer Erholung, nachdem sie im Vorjahr aufgrund der hohen Inflation und der rezessiven Situation in Europa sowie der großen Anzahl chinesischer Importe, die den Markt überschwemmten, rückläufig war. Die Produktionsrate ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Das Unternehmen plant bis zum Jahresende mit einem Verkauf von 220.000 t PET. Ein weiteres wichtiges Risiko für die aktuelle Geschäftsposition auf dem Markt ist die rasche Umstellung auf mehr recyceltes PET (rPET) bei Verpackungen. Dies wird vor allem zwei wesentliche Auswirkungen auf das Geschäft haben: Bzgl. des Marktes wird dies zu einer schrittweisen Abkehr von PET-Neuware hin zu geeigneten Lösungen, wie z. B. V25, führen, welches einen 25%-Anteil an rPET enthält. Zum anderem wird der Wettbewerb um mehr rPET-Flakes auf dem Markt die Gesamtkosten für das Unternehmen erhöhen. Ein weiterer Problembereich ist die Zuverlässigkeit der Rohstofflieferanten (PTA). In den letzten Jahren haben wir erlebt, dass der Zuverlässigkeitsfaktor durch mechanische Ausfälle bei PTA-Herstellern beeinträchtigt wurde, die zu erheblichen Störungen in der Lieferkette führten. Liquiditätsrisiken begegnet das Mutterunternehmen durch die Bereitstellung ausreichender konzernweiter Cash-Pool-Vereinbarungen. Die Finanzierung der Gesellschaft wird durch das Mutterunternehmen sichergestellt. Der Fortbestand der Gesellschaft ist auch weiterhin von der Aufrechterhaltung der Finanzierung durch das Mutterunternehmen abhängig. Dem Ausfallrisiko in Bezug auf die Konzentration von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Kunden wird durch die Durchführung von Bonitätsprüfungen und einem aktiven Forderungsmanagement begegnet. Der Großteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch ein konzernweites Kreditversicherungsprogramm kreditversichert. Entscheidend für die erfolgreiche Entwicklung der Equipolymers GmbH ist, dass die Produktion auf Basis des aktuellen technologischen Know-hows weitergeführt wird. Die Produktionsanlagen des Unternehmens sind auf dem neuesten Stand der Technik und werden kontinuierlich gewartet und zertifiziert. Darüber hinaus sind die Anlagen gegen Umweltrisiken, Betriebsunterbrechungen und technische Defekte versichert. Diesbezügliche Risiken könnten sich dabei nur aus einer unerwarteten Effizienzveränderung oder Unterschieden in der Produktions- und Prozesstechnik ergeben. Diese technischen Risiken werden durch die ständige Überwachung und Verbesserung der Produktionsprozesse und -anlagen sowie durch die Nutzung entsprechender Erfahrungen und Ergebnisse aus dem Konzern bzw. innerhalb der Branche, soweit vorhanden, minimiert. Die Eintrittswahrscheinlichkeit sowie die möglichen Implikationen werden dabei als gering eingeschätzt. Es liegen keine erkennbaren Risiken vor, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden würden. Insgesamt basieren die oben genannten Erwartungen auf den aktuellsten verfügbaren Daten und Prognosen und berücksichtigen alle derzeit bekannten positiven und negativen Faktoren. 3.3. Risikomanagement Ziel des Risikomanagements ist es, die gesetzlichen Anforderungen sowie die eigenen Bedürfnisse des Unternehmens zu erfüllen, um somit die Kontrolle über den laufenden Betrieb und die Finanzberichterstattung zu erlangen. Die Finanz- und Controlling-Aktivitäten des Unternehmens werden von dem in den Niederlanden ansässigen Finanzteam unter Verwendung des SAP-ECC-Systems, welches über "The Dow Chemical Company" in Midland, Michigan (USA), gehostet wird, gesteuert. 3.4. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag entnehmen Sie bitte dem Anhang. Zum Zeitpunkt der Unterzeichnung dieses Jahresabschlusses gibt es keine wesentlichen Auswirkungen aus den im Anhang erwähnten Sachverhalten auf der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft. Das Management beobachtet kontinuierlich die Entwicklung des Ukraine-Krieges, um mögliche zukünftige Auswirkungen der anhaltenden Krise zu bewerten.
Schkopau, 14. August 2024 Muayed al Faresi, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Equipolymers GmbH, Schkopau Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Equipolymers GmbH, Schkopau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Equipolymers GmbH, Schkopau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts Wir verweisen auf die Ausführungen der Geschäftsführung zur Finanzierung im Lagebericht der Gesellschaft hin. Dort ist in Abschnitt 3.2. ausgeführt, dass der Fortbestand der Gesellschaft von der weiteren Aufrechterhaltung der Finanzierung durch das Mutterunternehmen abhängig ist. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmä- ßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, 14. August 2024 ECOVIS
Wirtschaftstreuhand GmbH
Katja Nötzel, Wirtschaftsprüferin Christoph Daut, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 der Equipolymers GmbH, Schkopau, wurde am 28.08.2024 festgestellt. |
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