Stammdaten

Register
Amtsgericht Münster HRB 15639
Vorher
Mainsee 914. V V GmbHBS Baker Street AcquiCo GmbH
Eingetragen
21.1.2015
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenUnternehmensberatung
Gegenstand
Gegenstand der Gesellschaft ist die Erbringung von Dienstleistungen und Beratungen sowie die Entwicklung und der Vertrieb von Informationssystemen für die Automobilbranche.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Natalie Jupe
seit 31.5.2023
Geschäftsführer
Anne Dr. Karthaus
seit 25.5.2023
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Infopro Digital International B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Infopro Digital Holding GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Eucon GmbH

Münster

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

Eucon GmbH, Münster

A. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell

Die Eucon GmbH, Münster, (Eucon) ist ein Dienstleistungsunternehmen und Lösungsanbieter für Business Performance Management und Spezialist für wertschöpfende Informationssysteme. Dabei unterstützt Eucon Kunden im Automotive Aftersales ihr Angebot und ihre Geschäftsprozesse zu verbessern.

Im Automotive Aftersales ist Eucon Spezialist für Ersatzteile-Preise und -Informationen. Die Gesellschaft bietet auf Basis einer Datenbank mit rund 16 Mrd. Informationspunkten und einer darauf aufsetzenden, als Software-as-a-Service (Saas) angebotenen Analysesoftware, Übersichten zu Preisen sowie Produktdetails für Autoersatzteile an. Eucon verhilft Automobilherstellern und Zulieferern bei der Verbesserung der Wirtschaftlichkeit entlang der Lebenszyklen ihrer Fahrzeugteile. Darüber hinaus werden kundenindividuelle Studien für Autoersatzteile sowie generelle Marktentwicklungen in allen weltweiten Märkten angeboten.

Die Gesellschaft ist mit jeweils 100 % am Stammkapital der Eucon Digital GmbH, Münster, und der Eucon Americas LLC, Atlanta (USA), sowie mit 90 % an der Aftermarket Intelligence Consulting (Shanghai) Co., Ltd., (China) beteiligt. Im Geschäftsjahr hat die Eucon weitere Anteile an der GiPA dynamic SAS, Paris (Frankreich), erworben und hält 70,76 % der Anteile. An der Aurelis Consulting Sp. z o.o., Ort (Polen), hat die Eucon im Berichtszeitraum 60 % der Anteile erworben. Eine weitere Beteiligung besteht an der Caruso GmbH mit Sitz in Ismaning (Deutschland).

Eucon ist ein Tochterunternehmen der VHV Holding AG, Hannover.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Wirtschaftswachstum in Deutschland lag im Jahr 2023 preisbereinigt bei -0,3%. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland geriet aufgrund des krisengeprägten Umfelds ins Stocken. Die Erholung der deutschen Wirtschaft vom Einbruch der Corona-Pandemie setzte sich somit nicht weiter fort; dennoch lag das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,7% über demjenigen in 2019 (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Die Inflationsrate lag im Jahresdurchschnitt in der Bundesrepublik bei 5,9% (Quelle: BMWK).

Die Entwicklung der Wirtschaftsleistung verlief in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich. Große Teile des Dienstleistungssektors konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten, während z.B. das Baugewerbe und das verarbeitende Gewerbe unter dem Material- und Fachkräftemangel, hohen Kosten und zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen zu leiden hatten. Die preisbereinigten privaten Konsumausgaben sanken um 0,8% im Vergleich zum Vorjahr und entfernten sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5%). Die Konsumausgaben des Staates reduzierten sich preisbereinigt erstmals seit fast 20 Jahren (-1,7%). Der positive Außenbeitrag stützte das negative Wachstum des Bruttoinlandsprodukts, da die preisbereinigten Importe mit -3,0% stärker sanken als die preisbereinigten Exporte mit -1,8% (Quelle: Statistisches Bundesamt).

EU-weit betrug das Wirtschaftswachstum 0,6% für das Jahr 2023 (Quelle: EU-Kommission - Herbstprognose 2023). Das weltweite Wirtschaftswachstum beträgt im Berichtszeitraum 3,0% (Quelle: BMWK).

II. Geschäftsverlauf

Die letztjährige Prognose hat sich im Wesentlichen bestätigt und konnte in einigen Bereichen übertroffen werden. Eucon konnte sowohl den Umsatz als auch das operative Ergebnis bzw. EBITDA gegenüber dem Vorjahr steigern. Die Erwartungswerte im Rahmen der jährlichen Budgetplanung wurden bei den Umsatzerlösen leicht unterschritten und beim operativen Ergebnis übertroffen.

Der deutsche PKW-Markt, gemessen an den Neuzulassungen, hat sich im Vergleich zum Vorjahr erholt und ist um 7% gewachsen, befindet sich aber weiterhin unter dem Vor-Krisen-Niveau von 2019 (Quelle: VDA). Diese Industrie konnte somit im vergangenen Jahr einigen branchenspezifischen und makroökonomischen Herausforderungen trotzen. Der Marktausblick für 2024 deutet dennoch eine stagnierende Entwicklung an. Als Ursachen werden die verstärkte Kostendisziplin aufgrund der Inflation und die erforderliche Elektro-Transformation der Branche genannt. Die Preisentwicklung der Kfz-Ersatzteile weist einen Anstieg von rund zehn Prozent auf (Quelle: GDV). Dies hat einen positiven Effekt auf die Nachfrage unserer Produkte, insbesondere der Plattform-Lösung "Market Data Engine" (MDE), so dass Eucon die Umsatzerlöse im Jahr 2023 steigern konnte.

Aufgrund der geografischen Diversifikation ist Eucon in Hinblick auf die global tätige Automobilindustrie gut positioniert. Einen zusätzlichen Beitrag zur Diversifikation trägt die Akquisition der Aurelis Consulting bei, die weitere Dienstleistungen entlang der automobilen Wertschöpfung anbietet.

Auch im Jahr 2023 gelang es Eucon erneut, trotz weiterhin angespannter Marktsituation, aufgrund der strategischen Ergänzungen des Produktportfolios Großaufträge namhafter Kunden zu gewinnen. Darüber hinaus konnte die Plattform-Lösung Market Data Engine in Hinblick auf weitere Funktionalitäten und neue Datenarten weiterentwickelt werden. Parallel dazu wurde in neue Produktlösungen investiert, welche zum Teil bereits mit Kunden verprobt wurden.

Eucon weist für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 einen Jahresfehlbetrag von TEUR 21.628 aus, der vor allem auf signifikante Abschreibungen auf Finanzanlagen und vor dem Hintergrund der Verschmelzung im Jahr 2015 und der in diesem Zusammenhang durchgeführten Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände zurückzuführen ist. Das operative Ergebnis bzw. das EBITDA (Gewinn vor Finanzergebnis, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögensgegenstände) der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 60 auf TEUR 1.669 erhöht.

III. Lage des Unternehmens

Zur Steuerung des Unternehmens verwendet die Eucon GmbH im Wesentlichen Steuerungsgrößen, die sich aus operativen Kennzahlen der Gewinn- und Verlustrechnung (Umsatz, EBITDA) ableiten.

1. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 weist Eucon trotz um TEUR 3.691 gestiegenen Umsatzerlösen einen um TEUR 18.500 höheren Jahresfehlbetrag von TEUR 21.628 als im Vorjahr aus. Maßgeblichen Einfluss auf dieses Jahresergebnis hatte insbesondere die außerplanmäßige Abschreibung auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 16.890, der geplante Kostenaufbau zur Entwicklung neuer Produkte und Services. Die Personalaufwendungen sind im Geschäftsjahr um TEUR 2.621, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 772, der Materialaufwand um TEUR 535 und die Abschreibungen um TEUR 720 gestiegen. Die aktivierten Eigenleistungen sind um TEUR 432 gestiegen, die sonstigen betrieblichen Erträge um TEUR 174 gesunken. Die Zinsaufwendungen sind im Geschäftsjahr um TEUR 883 gestiegen bei gleichzeitigem Anstieg der Erträge aus Beteiligungen von TEUR 3.900.

Die planmäßigen Abschreibungen auf die im Rahmen der Verschmelzung im Jahr 2015 aufgedeckten stillen Reserven betragen für markenbezogene Werte TEUR 72, für Kundenstämme TEUR 581, für die PartsPool-Datenbank TEUR 2.206 und für weitere Technologien TEUR 123 sowie auf den Firmenwert TEUR 1.914.

Die Zinsaufwendungen auf Gesellschafterdarlehen sind von TEUR 200 im Vorjahr auf TEUR 886 gestiegen. Der Gesellschafter hat im Berichtsjahr der Eucon weitere Darlehen gewährt.

Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor geprägt von seinem operativen Geschäft. Der Rohertrag ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.454 auf TEUR 19.105 gestiegen, da sich die Umsatzerlöse um TEUR 3.691 erhöht haben bei gleichzeitiger geringer Bestandserhöhung der unfertigen Leistungen um TEUR 40. Die aktivierten Eigenleistungen sind um TEUR 432 gestiegen bei gleichzeitigem Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge um TEUR 174 und des Materialaufwands um TEUR 535.

Der im Vorjahr erwartete Umsatzanstieg wurde leicht verfehlt. Die Auftragslage und Beschäftigung sind als gut zu bezeichnen.

Das Betriebsergebnis des Geschäftsjahres ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 660 auf TEUR -5.310 gesunken. Es wurde ein EBITDA von TEUR 1.669 gegenüber TEUR 1.609 im Vorjahr erzielt, womit die im Vorjahr prognostizierte Entwicklung übertroffen wurde.

2. Vermögenslage

Im Vergleich zum Jahresende 2022 stieg die Bilanzsumme um TEUR 4.942 auf TEUR 88.076. Das Anlagevermögen ist im Berichtsjahr um TEUR 8.037 auf TEUR 80.105 gestiegen, da den planmäßigen Abschreibungen von TEUR 6.979 und außerplanmäßigen Abschreibungen auf Finanzanlagen von TEUR 16.890 Zugänge in Höhe von TEUR 31.907 gegenüberstanden, die mit TEUR 28.227 vor allem die Finanzanlagen betreffen. Der Anstieg der Finanzanlagen resultiert im Wesentlichen aus der Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 18.000 sowie aus der Akquisition der Aurelis Consulting Sp. Z o.o, Warschau, Polen, in Höhe von TEUR 8.687. Das Anlagevermögen enthält im Wesentlichen durch die Aufdeckung stiller Reserven im Rahmen der Verschmelzung im Jahr 2015 markenbezogene Werte in Höhe von TEUR 275, Kundenstämme in Höhe von TEUR 1.743, PartsPool-Datenbank in Höhe von TEUR 6.619, weitere Technologien in Höhe von TEUR 368 sowie den Firmenwert in Höhe von TEUR 11.486. Die immateriellen Vermögensgegenstände belaufen sich nunmehr auf 29,29 % der Bilanzsumme. Die Ausgaben für Investitionen betreffen im Wesentlichen Ausgaben für anorganisches Wachstum, Einzahlungen in die Kapitalrücklage der Eucon Digital GmbH und Investitionen in aktivierte Eigenleistungen zur Weiterentwicklung der Technologien.

Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Das Eigenkapital hat sich um TEUR 12.728 auf TEUR 45.702 reduziert und beträgt bezogen auf die um TEUR 4.942 gestiegene Bilanzsumme 51,89 % nach 70,28 % im Vorjahr.

Die sonstigen Rückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.943 vor allem durch höhere Boni-Ansprüche gestiegen und belaufen sich auf TEUR 5.092.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich mit TEUR 24.685 auf 28,03% der Bilanzsumme nach TEUR 10.200 im Vorjahr. Der Anstieg resultiert aus der Gewährung zwei neuer Gesellschafterdarlehen mit rechtlicher Wirkung zum 16.03.2023 und 19.05.2023.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen zum Abschlussstichtag mit TEUR 76 durch abgeschlossene Darlehensverträge. Des Weiteren besteht eine Kontokorrentlinie mit einem Maximalvolumen von TEUR 1.850. Hiervon sind TEUR 553 für Mietbürgschaften in Anspruch genommen. Sämtliche Verbindlichkeiten konnten stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

3. Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft ist als stabil zu bezeichnen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfristen zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Liquiditätslage im abgelaufenen Geschäftsjahr war durchgängig stabil.

Insgesamt erachtet die Geschäftsführung die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als günstig.

IV. Entwicklungskosten

Eucon hat im Geschäftsjahr 2023 selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens zu Herstellungskosten von TEUR 3.549 aktiviert. Davon entfallen TEUR 2.107 auf Fremdleistungen. Die Abschreibungen belaufen sich im Berichtsjahr auf TEUR 1.637.

C. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie die wesentlichen Chancen und Risiken des Unternehmens

I. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Die Vorzeichen für das Geschäftsjahr 2024 des in der Eucon GmbH betriebenen Geschäftsbereichs Automotive sind als grundsätzlich positiv zu beurteilen. Die Robustheit des Geschäftsmodells, abgeleitet aus dem starken Produktportfolio, der einzigartigen Positionierung und der hohen geografischen Diversifikation, lassen uns trotz des teilweise schwierigen Marktumfelds zuversichtlich auf das kommende Geschäftsjahr blicken. Auch stehen weitere Produktentwicklungen im Fokus, welche auf die Erweiterung der Kundenbasis oder des Leistungsspektrums abzielen.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir unter den oben vorgenannten Voraussetzungen einen Umsatzanstieg im zweistelligem Prozentbereich. Ebenso rechnen wir mit einem EBITDA-Anstieg im oberen zweistelligen Prozentbereich im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr.

Die in diesem Bericht getroffenen zukunftsbezogenen Aussagen beruhen auf aktuellen Einschätzungen der Geschäftsführung unter Berücksichtigung aktueller politischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unterliegen Unsicherheiten, welche außerhalb der Kontrolle der Geschäftsführung liegen.

Sollten sich diese Rahmenbedingungen ändern oder sollten sich Annahmen, auf denen die zukunftsbezogenen Aussagen beruhen, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Prognosen abweichen.

II. Risikobericht

1. Allgemeiner Risikobericht

Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter im Automotive-Segment, wird die Gesellschaft weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

Durch Wettbewerbsrisiken können sich Risiken im Hinblick auf die Werthaltigkeit der immateriellen Vermögensgegenstände ergeben.

Auf der Beschaffungsseite kann Eucon auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Unsere hohen Qualitätsansprüche werden durch Qualitätskontrollen sowohl direkt bei unseren Lieferanten in den Herkunftsländern als auch in unserem eigenen Unternehmen durchgesetzt.

2. Spezieller Risikobericht

Als Dienstleister und Datenlieferant im Markt für Autoersatzteile bewegt Eucon sich in einem Markt, der sich langfristigen Veränderungen ausgesetzt sieht. Zu den wesentlichsten Entwicklungen der letzten Jahre zählt u.a. der Trend zur Elektromobilität und zum autonomen Fahren. Insgesamt werden diese Trends zu einer Zunahme der Teilevielfalt führen, da neue und alte Technologien für einen langen Zeitraum parallel und insbesondere gebrauchte Fahrzeuge, an deren Ersatzteillieferanten sich das Angebot von Eucon richtet, noch lange im Markt betrieben werden. Verstärkend wirken sich die enorm gestiegenen Preise/Lieferzeiten für Neuwagen auf die Nutzungsdauer des bestehenden Fahrzeugbestands aus (Quelle Handelsblatt). Der zu erwartenden Zunahme der Teilevielfalt und neuer Marktteilnehmer im Bereich der Elektromobilität sowie Nachfrage nach Ersatzteilen werden die Hersteller voraussichtlich mit zunehmendem Informationsbedarf begegnen, den Eucon mit seinen Daten und Dienstleistungen unterstützen kann.

Dennoch beobachtet und bewertet Eucon die Marktentwicklungen und die möglichen Auswirkungen auf das Geschäftsmodell regelmäßig, um gegebenenfalls frühzeitig reagieren zu können.

Makroökonomische Risiken (z.B. Inflation, sich verlangsamendes Wirtschaftswachstum) sowie segmentspezifische Risiken der Automobil-Branche (z.B. Unsicherheiten in der Geschwindigkeit der Entwicklung der E-Mobilität) können durchaus Potentiale für die Eucon bieten, da unsere Kunden einen erhöhten Informationsbedarf haben.

Konjunkturelle Einflüsse auf den weltweiten Absatz von Automobilen könnten stärker wachstumsdämpfend auf Eucon wirken.

Die Liquiditätslage ist gesichert; es sind kurzfristig keine Engpässe zu erwarten. Zwecks Sicherstellung der nachhaltigen Finanzierung unseres zunehmenden Umsatzwachstums bedienen wir uns interner Kontroll- und Prognose-Instrumente, die es uns erlauben, bei Bedarf frühzeitig Finanzierungsmaßnahmen einzuleiten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Die Gesellschaft finanziert sich aus dem operativen Cashflow. Die liquiden Mittel sanken um TEUR 297 auf TEUR 4.342.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen Liquiditätsrisiken ist für jedes nennenswerte Handelsgeschäft ein interner Freigabeprozess zu durchlaufen.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitoren-Management.

Die im immateriellen Anlagevermögen bilanzierten selbst erstellten und erworbenen Softwareprodukte bilden die Basis der Leistungserstellung durch Eucon. Dem Risiko, dass der der Leistungserstellung zuzurechnende Wertbeitrag unterhalb des bilanziellen Wertansatzes liegt, wird durch regelmäßige Überprüfung und ggf. Anpassung des Wertansatzes Rechnung getragen.

Zur Steuerung und Kontrolle der Ertragskraft sowie des bilanziellen Wertansatzes bei Eucon GmbH wurde ein regelmäßiges Reporting und Forecasting sowie ein KPI-basiertes operatives Controlling eingeführt. Dieses erlaubt es, Abweichungen vom Businessplan frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

Die Eucon GmbH partizipiert grundsätzlich entsprechend ihrer jeweiligen Anteilsquote an den Risiken und Chancen aus Beteiligungen. Aufgrund von Veränderungen bei den Ertragserwartungen der Beteiligungsunternehmen können sich Risiken bezogen auf den Beteiligungsbuchwert ergeben. Auch aus der Integration von Technologien und Produkten sowie hinsichtlich der Realisierbarkeit geplanter Synergieeffekte können sich Risiken ergeben. Darüber hinaus könnten sich weitere finanzielle Verpflichtungen ergeben oder ein zusätzlicher Finanzierungsbedarf notwendig sein. Die Beteiligungen unterliegen einem kontinuierlichen Überwachungsprozess, um bei Bedarf Maßnahmen zur Unterstützung oder Sicherung der Profitabilität einleiten zu können. Die Werthaltigkeit der Beteiligungen wird regelmäßig überwacht.

III. Wesentliche Chancen

Die Eucon GmbH ist in einem relativ jungen und dynamisch wachsenden Geschäftsfeld aktiv.

Das Automotive-Segment, in dem auf der Basis einer Datenbank mit rd. 16 Mrd. Informationen über Autoteile und Autoersatzteile verschiedene Analysemöglichkeiten angeboten werden, sieht wesentliche Chancen darin, das Geschäftsmodell weiter zu internationalisieren und neue Kundengruppen zu erschließen. Eucon setzt weiterhin die Internationalisierungsstrategie sowie damit einhergehende Risikominimierung durch internationale Diversifikation konsequent fort. Auch die teils komplementären Geschäftsmodelle der verbundenen Unternehmen zahlen auf die übergeordnete Strategie der Diversifikation und Risikoreduzierung ein.

 

Münster, den 23.02.2024

Sven Krüger, Geschäftsführer

Osvaldo Celani, Geschäftsführer

Natalie Jupe, Geschäftsführerin

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 80.105.059,42 72.067.727,87
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 25.795.282,89 29.009.365,68
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.555.856,69 2.643.419,36
2. Geschäfts- oder Firmenwert 11.486.480,71 13.400.894,11
II. Sachanlagen 689.515,03 774.980,66
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 689.515,03 774.980,66
III. Finanzanlagen 53.620.261,50 42.283.381,53
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 53.525.971,50 42.189.091,53
2. Beteiligungen 64.290,00 64.290,00
B. Umlaufvermögen 7.634.246,50 10.689.452,12
I. Vorräte 166.413,66 134.055,42
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.125.390,68 5.915.776,66
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.342.442,16 4.639.620,04
C. Rechnungsabgrenzungsposten 336.602,89 376.371,24
Summe Aktiva 88.075.908,81 83.133.551,23

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 45.701.853,73 58.430.287,01
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 102.407.643,96 93.507.643,96
III. Verlustvortrag 35.102.356,95 31.973.509,25
IV. Jahresfehlbetrag 21.628.433,28 3.128.847,70
B. Rückstellungen 7.961.409,42 3.551.666,43
C. Verbindlichkeiten 27.781.902,67 14.337.197,31
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 76.000,00 271.250,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 24.684.726,66 10.199.883,33
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.957.797,28 3.879.239,27
E. Passive latente Steuern 2.672.945,71 2.935.161,21
Summe Passiva 88.075.908,81 83.133.551,23

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 19.104.955,63 15.651.209,61
2. Personalaufwand 12.792.905,25 10.171.684,34
a) Löhne und Gehälter 11.197.932,61 8.979.015,01
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.594.972,64 1.192.669,33
3. Abschreibungen 6.979.475,83 6.259.131,09
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 6.979.475,83 6.259.131,09
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.642.871,41 3.870.569,45
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 13,48 1.295,66
5. Erträge aus Beteiligungen 3.899.798,13 0,00
davon aus verbundenen Unternehmen 3.899.798,13 0,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 96.247,93 6.928,40
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.092.188,87 208.898,40
davon an verbundene Unternehmen 885.726,66 199.883,33
davon aus der Abzinsung von Rückstellungen / Verbindlichkeiten 0,00 1.226,10
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.327.924,33 -1.725.289,79
a) Ertrag aus der Veränderung latenter Steuern 262.215,50 1.798.847,79
9. Ergebnis nach Steuern -21.624.717,48 -3.126.855,48
10. sonstige Steuern 3.715,80 1.992,22
Jahresfehlbetrag 21.628.433,28 3.128.847,70

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Eucon GmbH

Münster

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Eucon GmbH mit Sitz in Münster wird unter der Handelsregisternummer B 15639 beim Amtsgericht Münster geführt.

Der Jahresabschluss der Eucon GmbH, Münster, zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB.

Größenabhängige Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen. Die Aufgliederung der Umsatzerlöse und die Angaben zu den latenten Steuern wurden unterlassen. Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars nach § 285 Nr. 17 HGB wurde verzichtet.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB und wurde um Zwischensummen erweitert.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte unter Annahme der Unternehmensfortführung gem. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden gemäß § 248 Abs. 2 HGB zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 4.556 aktiviert. Damit wird dem Geschäftsmodell der Eucon GmbH als IT-Unternehmen mit eigenen Softwareentwicklungen Rechnung getragen. Die selbst hergestellte Software ist mit ihren Herstellungskosten angesetzt und wird über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben. Die Herstellungskosten umfassen dabei alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen (linear) entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer bilanziert. Die Nutzungsdauer beläuft sich für Software auf 5 Jahre sowie bei den ähnlichen Rechten und Werten auf 12 bzw. 15 Jahre.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird auf der Grundlage der Lebenszyklen der Produkte linear über 15 Jahre abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten aktiviert. Das Anlagevermögen wird planmäßig abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen linear, pro rata temporis, über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer des Anlagevermögens. Die Nutzungsdauer beläuft sich für die Betriebsausstattung auf 3 bis 7 Jahre, für Einbauten auf 8 bis 10 Jahre und für die übrige Betriebs- und Geschäftsausstattung auf 5 bis 15 Jahre.

Für die geringwertigen Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten vermindert um den darin enthaltenen Vorsteuerbetrag zwischen EUR 251,00 und EUR 1.000,00 liegen, wird im Zugangsjahr ein Sammelposten gebildet, der über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben wird. Die auf § 6 Abs. 2a EStG begründete Vorgehensweise hat keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. bei dauernder Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Im Berichtsjahr hat die Werthaltigkeitsanalyse bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen einen Wertminderungsbedarf in Höhe von TEUR 16.890 ergeben.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt bei Zugang zu Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag. Nach dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung sind die unfertigen Leistungen unter Zugrundelegung der für sie erzielbaren Verkaufserlöse angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bewertet. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen. Im Geschäftsjahr wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 73 (Vorjahr: TEUR 65) vorgenommen. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht bereits einzelwertberichtigten Forderungen in Höhe von 1 % Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

Bei der Bemessung der Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Die Rückstellungen sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitabhängigen Zinssatz abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einzahlungen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, sofern sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist oder ausreichend passive latente Steuern vorhanden sind. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

3. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in dem beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

Die Finanzanlagen betreffen folgende Geschäftsanteile:

Kapital
%
Eigenkapital 31.12.2022 Ergebnis 2022
Eucon Americas LLC, 100 EUR 6.496.505 EUR 1.586.074
Atlanta (USA) (2) (1) (US$ 7.178.638) (1) (US$ 1.752.611)
Eucon Digital GmbH, Münster 100 EUR 14.037.094,01 EUR -9.269.753,18
Aftermarket Intelligence Consulting (Shanghai) Co., Ltd., (China) (2) 90 EUR 2.344.690 EUR 655.131
(1) (RMB 18.407.933) (1) (RMB 5.143.374)
Aurelis Consulting Sp. z o.o., Warschau (Polen) (2) 60 EUR 763.837 EUR 392.862
(1) (PLN 3.314.670) (1) (PLN 1.704.826)
GiPA dynamic SAS, Paris (Frankreich) (2) 70,76 EUR 13.518.828 EUR 1.137.695
Caruso GmbH, Ismaning (2) 0,56 EUR 4.100.393 EUR -1.047.765

(1) Währungsumrechnung zum Devisenkassamittelkurs am 31.12.2023

(2) Daten vom 31.12.2022, es liegen keine Daten zum 31.12.2023 vor

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.512 (Vorjahr TEUR 4.094) beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 998 (Vorjahr TEUR 2.307) sowie sonstige Forderungen von TEUR 515 (Vorjahr TEUR 1.787).

Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB gliedert sich wie folgt:

TEUR
Beträge aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 4.556
abzgl. passive latente Steuern -1.455
Ausschüttungsgesperrt 3.101
Zur Deckung vorhandenes frei verfügbares Eigenkapital 45.702
Ausschüttungsgesperrt i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB 0

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten stellt sich zum 31.12.2023 wie folgt dar:

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit (VJ=Vorjahr) unter 1 Jahr
EUR
1-5 Jahre
EUR
über 5 Jahre
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 76.000 0 0
(VJ 225.000) (VJ 46.250) (VJ 0)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 79.620 0 0
(VJ 84.400) (VJ 0) (VJ 0)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 430.027 0 0
(VJ 359.405) (VJ 0) (VJ 0)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 684.727 10.000.000 14.000.000
(VJ 199.883) (VJ 10.000.000) (VJ 0)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.561.529 950.000 0
(VJ 1.472.259) (VJ 1.950.000) (VJ 0)
2.831.903 10.950.000 14.000.000

Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte besichert sind, bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Darlehensverbindlichkeiten inklusive aufgelaufener Zinsen von TEUR 24.685 (Vorjahr: TEUR 10.200) gegenüber der Gesellschafterin.

Die latenten Steuersalden gem. § 285 Nr. 30 HGB entwickelten sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt:

Stand zum 01.01.2023
TEUR
Veränderung
TEUR
Stand zum 31.12.2023
TEUR
Aktive latente Steuern 1.793 -141 1.652
Passive latente Steuern -4.728 403 -4.325
Latente Steuersalden -2.935 262 -2.673

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Entwicklungskosten des Geschäftsjahres belaufen sich auf TEUR 2.208. Davon entfallen TEUR 1.442 auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, für die das Aktivierungswahlrecht nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB in Anspruch genommen wird. Forschungskosten sind im Berichtsjahr nicht angefallen.

5. Sonstige Angaben

Beschäftigte Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr neben den Geschäftsführern durchschnittlich 139 (Vorjahr 112) Mitarbeiter, die mit 51 (Vorjahr 38) auf den Bereich Automotive, mit 14 (Vorjahr 12) auf den Bereich Software & Solutions, mit 25 (Vorjahr 21) auf den Bereich Sales sowie mit 49 (Vorjahr 41) auf die Verwaltung entfallen.

Haftungsverhältnisse

Es besteht eine Mithaftung der Eucon GmbH im Rahmen eines im Jahr 2020 abgeschlossenen Darlehensvertrags mit der DZ Bank AG, Frankfurt am Main, bei dem die Tochtergesellschaft Eucon Digital GmbH die Kreditnehmerin ist. Der Vertrag hat ein Maximalvolumen von TEUR 2.500. Aus dem Vertrag sind zum Bilanzstichtag Kreditmittel in Höhe von TEUR 625 durch die Eucon Digital GmbH in Anspruch genommen.

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus dem genannten Haftungsverhältnis wird angesichts der gemäß der Unternehmensplanung der Eucon Digital GmbH zu erwartenden künftigen Cashflows als moderat eingeschätzt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus bestehenden Mietverträgen resultieren sonstige finanzielle Verpflichtungen über die Vertragslaufzeit in Höhe von TEUR 950 zzgl. Nebenkosten.

Außerdem ergeben sich aus Leasingverträgen für Fahrzeuge über die Vertragslaufzeit sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 157.

Mindestbesteuerung

Nach dem Gesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (Mindeststeuergesetz - MinStG) vom 21. Dezember 2023 (BGBl. 2023 I Nr. 397), mit Geltung seit 28. Dezember 2023, gelten die Regelungen im Grundsatz erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen (vgl. § 101 MinStG). Die VHV Gruppe weist als multinationale Unternehmensgruppe einen Konzernumsatz von mehr als 750 Mio. Euro aus und ist somit von den Regelungen der Mindestbesteuerung betroffen. Als Gruppenträger fungiert der VHV Vereinigte Hannoversche Versicherung a.G.. Weitergehende Erläuterungen zur Anwendung und Betroffenheit finden sich im Einzelabschluss der VHV Vereinigte Hannoversche Versicherung a.G. sowie im Konzernabschluss der VHV Gruppe.

Geschäftsführung

Herr Sven Krüger, Lippstadt, CEO Eucon GmbH

Herr Osvaldo Celani, Nürnberg, Managing Director Automotive Eucon GmbH

Frau Katharina Grasser, Münster, CFO Eucon GmbH (bis 14.03.2023; HR-Eintragung am 31.05.2023)

Frau Natalie Jupe, München, CFO Eucon GmbH (ab 01.05.2023; HR-Eintragung am 31.05.2023)

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Konzernverhältnisse

Die Eucon GmbH wird in den Konzernabschluss und Konzernlagebericht der VHV Vereinigte Hannoversche Versicherung a.G., Hannover, einbezogen, die den Konzernabschluss und Konzernlagebericht für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen aufstellt und im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht der VHV Vereinigte Hannoversche Versicherung a.G befreit die Eucon GmbH gemäß § 291 HGB davon, einen eigenen Konzernabschluss und Konzernlagebericht zu erstellen.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 21.628 wird auf das neue Geschäftsjahr 2024 vorgetragen.

 

Münster, den 18.03.2024

Eucon GmbH, Münster

Die Geschäftsführung

Sven Krüger, Geschäftsführer

Osvaldo Celani, Geschäftsführer

Natalie Jupe, Geschäftsführerin

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6.344.541,45 2.599.014,09 950.157,92 9.893.713,46
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 39.200.238,73 218.272,15 0,00 39.418.510,88
3. Geschäfts- oder Firmenwert 28.710.065,43 0,00 0,00 28.710.065,43
4. Geleistete Anzahlungen 422.598,98 629.768,94 -950.157,92 102.210,00
74.677.444,59 3.447.055,18 0,00 78.124.499,77
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.352.359,44 232.872,23 0,00 3.518.655,10
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 42.189.091,53 28.227.233,45 0,00 70.416.324,98
2. Beteiligungen 121.302,00 0,00 0,00 121.302,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 30.000,00 0,00 0,00 30.000,00
42.340.393,53 28.227.233,45 0,00 70.567.626,98
120.370.197,56 31.907.160,86 0,00 152.210.781,85
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.701.122,09 1.636.734,68 0,00 5.337.856,77
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26.657.785,50 3.109.989,89 0,00 29.767.775,39
3. Geschäfts- oder Firmenwert 15.309.171,32 1.914.413,40 0,00 17.223.584,72
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
45.668.078,91 6.661.137,97 0,00 52.329.216,88
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.577.378,78 318.337,86 66.576,57 2.829.140,07
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 16.890.353,48 0,00 16.890.353,48
2. Beteiligungen 57.012,00 0,00 0,00 57.012,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
57.012,00 16.890.353,48 0,00 16.947.365,48
48.302.469,69 23.869.829,31 66.576,57 72.105.722,43
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.555.856,69 2.643.419,36
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.650.735,49 12.542.453,23
3. Geschäfts- oder Firmenwert 11.486.480,71 13.400.894,11
4. Geleistete Anzahlungen 102.210,00 422.598,98
25.795.282,89 29.009.365,68
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 689.515,03 774.980,66
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 53.525.971,50 42.189.091,53
2. Beteiligungen 64.290,00 64.290,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 30.000,00 30.000,00
53.620.261,50 42.283.381,53
80.105.059,42 72.067.727,87

sonstige Berichtsbestandteile

Der Jahresabschluss wurde mit Gesellschafterversammlung vom 29.6.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahreabschluss handelt es sich um die für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Eucon GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Eucon GmbH, Münster, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Eucon GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Gesellschafterausschusses für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Gesellschafterausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 20. März 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Zeitler, Wirtschaftsprüfer

Michael, Wirtschaftsprüfer

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