Windpark Schneverdingen GmbH
Günter-Samtlebe-Platz 1, 44135 Dortmund, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Maik Löhr seit 10.7.2018 | Geschäftsführer |
Westermann Dominic seit 10.7.2018 | Prokura |
Rüdiger Tesch seit 27.7.2017 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 60.10% | |
| 39.90% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Windpark Schneverdingen GmbHDortmundJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 20231. Grundlagen der GesellschaftDie Windpark Schneverdingen GmbH ist ein 100%iges Tochterunternehmen der DEW21 Windkraftbeteiligungsgesellschaft mbH. Die Beteiligungsstruktur stellt sich im Detail wie folgt dar:
Im Geschäftsjahr 2016 entstand am Standort Horst, welcher in der Nähe der niedersächsischen Stadt Schneverdingen liegt, gemeinsam mit dem Windanlagenhersteller Gamesa ein 12 Megawatt-Windpark mit sechs Windkraftanlagen. Der Übergang des wirtschaftlichen Eigentums an den Anlagen und die Inbetriebnahme erfolgten zum 01.04.2016. Die Gesellschaft wird über die Leistungsindikatoren produzierte Strommenge, Umsatzerlöse, Ergebnis vor Steuern und Liquidität gesteuert. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Energiewirtschaftliches Umfeld Zum 1. Januar 2023 ist das novellierte Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG 2023) in Kraft getreten. Dieses ist die größte energiepolitische Gesetzesnovelle seit Jahrzehnten. Es legt die Grundlagen dafür, dass Deutschland klimaneutral wird. Mit einem konsequenten, deutlich schnelleren Ausbau soll der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch bis 2030 auf mindestens 80 % steigen und so die Klimaerwärmung auf 1,5°C begrenzen sowie die Abhängigkeit von fossilen Brenn-, Kraft- und Heizstoffen verringern. Dies soll durch einen gesetzlichen Vorrang für erneuerbare Energien, die Beendigung der EEG-Förderung über den Strompreis, eine deutliche Erhöhung der Ausbaupfade für Wind- und Solarenergie, höhere Vergütung für Solaranlagen sowie eine bessere finanzielle Beteiligung der Kommunen bei Windenergie erreicht werden.[1] Am 24. Oktober 2023 stellte die Europäische Kommission ihren neuen Aktionsplan für Windenergie vor. Dieser soll gewährleisten, dass die Energiewende und die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie Hand in Hand gehen und die Windkraft eine europäische Erfolgsgeschichte bleibt. Die EU hat sich zum Ziel gesetzt, einen Anteil erneuerbarer Energie von mindestens 42,5 % bis 2030 zu erreichen und ist bestrebt, einen Anteil erneuerbarer Energie von 45 % zu erreichen. Das bedeutet, dass eine massive Erhöhung der installierten Windkraftkapazität erforderlich ist, wobei die installierte Kapazität von 204 GW im Jahr 2022 auf über 500 GW im Jahr 2030 anwachsen soll.[2] Im Jahr 2023 lag der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch nach ersten Hochrechnungen bei gut 52,6 % und damit über dem Vorjahrsniveau von 44,5 %.[3] Wichtigste Ursache dieser Entwicklung war die vor allem in der zweiten Jahreshälfte deutlich höhere Stromproduktion der Windenergieanlagen an Land (+15 %). Bei der Solarenergie gab es trotz eines starken Zubaus bei den PV-Anlagen nur einen leichten Zuwachs bei der Stromproduktion (+1 %).[4] In 2023 ist das Ausbauziel bei der Solarenergie von 9 Gigawatt (GW) bereits vier Monate vor Jahresende erreicht worden. Ende August 2023 waren fast 700.000 neue Solaranlagen mit einer Leistung von 9 GW installiert. Um den Ausbau zu beschleunigen, hat die Bundesregierung die jährlichen Ausbauziele mit dem Solarpaket erhöht: Der jährliche Leistungszubau bei der Solarenergie soll 2024 weiter auf 13 GW, 2025 dann auf 18 GW und ab 2026 auf 22 GW steigen.[5] Die Windkraft produzierte 2023 ca. 267,8 TWh. Damit nahm der Anteil der Windstromerzeugung im Energieträgermix um 5 % gegenüber dem windärmeren Vorjahr zu. Die Stromerzeugung aus Photovoltaikanlagen stieg wegen des im Vergleich zum Vorjahr deutlich sonnenärmeren Wetters trotz des guten Anlagenzuwachses jedoch nur leicht auf 61 TWh.[6] Im Jahr 2023 wurden in Deutschland 745 neue Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 3.567 MW an Land installiert. Der Vorjahreszubau wurde damit um 48 % übertroffen. Dem Zubau steht ein Rückbau in Höhe von 423 Windenergieanlagen mit einer Leistung von 534 MW gegenüber. Ein Netto-Zubau von 3.033 MW trägt somit zur Erreichung der Ausbauziele bei.[7] Die Bundesregierung möchte den Ausbau der Erneuerbaren mit schnelleren Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen. Mit der Novellierung des Raumordnungsgesetzes sollen die Prozesse weiter digitalisiert, zeitraubende Doppelprüfungen abgeschafft und Genehmigungen beschleunigt werden. Zudem wird die Verfahrensdauer von Raumordnungsverfahren auf sechs Monate begrenzt werden. Bundestag und Bundesrat beschlossen das Beschleunigungspaket am 3. März 2023.[8] Energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen Im Vergleich zum Windjahr 2022 fiel die Windausbeute in 2023 deutlich höher aus. Bezogen auf den 100%-Mittelwert des BDB-Index (Version 2017), der die Windverhältnisse verschiedener Regionen beschreibt, betrug die Windausbeute 96,8 % (Vorjahr: 90,0 %). Technische Verfügbarkeit Neben den Windbedingungen am Standort ist die technische Verfügbarkeit der einzelnen Anlagen für die Ertragssituation des Windparks entscheidend. Die technische Verfügbarkeit der Anlagen lag 2023 aufgrund hoher Stillstandszeiten bei durchschnittlich 71,2 % (2022: 91,9 %). 2.2 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2.2.1 Vermögenslage
Das Anlagevermögen verminderte sich in 2023 insbesondere aufgrund der planmäßigen Abschreibungen um 1.370,1 Tsd. € auf 11.421 Tsd. €. Das Umlaufvermögen reduzierte sich hauptsächlich infolge gesunkener Liquidität sowie stichtagsbedingt aufgrund eines niedrigeren Forderungsbestands um 1.324 Tsd. €. Die Eigenkapitalquote liegt bei 17,7 %. Dies entspricht einem Rückgang um 5,1 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Ursächlich hierfür ist das gegenüber dem Vorjahr gesunkene Jahresergebnis. Das langfristig gebundene Vermögen ist zu 100 % durch fristenkongruentes Fremd- sowie Eigenkapital gedeckt. Die Eigenkapitalquote ist zufriedenstellend, die Kapitalstruktur ausgewogen. 2.2.2 Finanzlage Die Finanzlage ist solide. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 37,3 Tsd. €. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug - 1.216,7 Tsd. €. Dieser setzt sich aus der Tilgung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie aus den gezahlten Zinsen zusammen. Die Liquidität wird durch ein Darlehen von DEW21 Windkraftbeteiligungsgesellschaft mbH bis maximal 7,0 Mio. € sichergestellt, zum Bilanzstichtag sind 720 Tsd. € abgerufen. Die Finanzierungen der Windkraftanlagen erfolgen im Wesentlichen über ein Darlehen der Landesbank Baden-Württemberg. 2.2.3 Ertragslage Der Erfolg der Gesellschaft ist primär abhängig von der Windausbeute. Unter Anwendung des Direktvermarktungsmodells, das durch einen Dienstleister abgewickelt wird, flossen dem Windpark Schneverdingen Umsatzerlöse aus eigener regenerativer Stromeinspeisung in Höhe von 1.799,5 Tsd. € zu. Die Umsatzerlöse gingen in 2023 um 2.242,1 Tsd. € zurück. Während das Jahr 2022 von einem sehr hohen Marktpreisniveau an den Strommärkten geprägt war und die Gesellschaft höhere Erlöse generieren konnte, wenn die Monatsmarktwerte über der EEG-Vergütung lagen, ist das Marktniveau in 2023 wieder gesunken und diese Entwicklung konnte nicht weiter fortgesetzt werden. Die erzeugte Menge stellt sich in der Jahresbetrachtung wie folgt dar:
Insgesamt wurden 20.743,29 MWh an Strommenge produziert. Der Planwert von 26.974,00 MWh wurde somit um 23,10 % unterschritten. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen von 321,2 Tsd. € auf 507,9 Tsd. € (+58,1 %) in 2023 an. Hierzu trugen erhöhte Entschädigungen aus Einspeisemanagement, höhere Auflösungen von Rückstellungen sowie eine Schadenersatzzahlung wegen Unterschreitung der technischen Verfügbarkeit bei. Der Rückgang der Materialaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr in Höhe von 66,4 Tsd. € ist im Wesentlichen auf gesunkene Grundstückspachten zurückzuführen. Die Grundstückspachten beinhalten einen variablen Preisanteil, welcher sich an den Umsatzerlösen orientiert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken im Berichtsjahr von 132,1 Tsd. € auf 98,5 Tsd. €. In 2022 sorgten die Bildung einer Rückstellung für Mehrerlösabschöpfung sowie gestiegene Aufwendungen für Gutachten für einen Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Das Finanzergebnis stieg um 22,1 Tsd. € auf -132,7 Tsd. € im Wesentlichen aufgrund eines Zinsertrages aus der Aufzinsung der Rückbaurückstellung sowie gesunkener Zinsen für erhaltene Darlehen. Für das Jahr 2023 ist ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 206,0 Tsd. € geplant worden. Dieses belief sich auf lediglich 169,3 Tsd. € infolge niedrigerer Umsatzerlöse gegenüber der Planung. Die Geschäftsführung beurteilt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage insgesamt als zufriedenstellend. 3. Angaben zu § 6b EnergiewirtschaftsgesetzNach dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) ist die Windpark Schneverdingen GmbH ein vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen. Sie hat daher im Lagebericht auf ihre Tätigkeiten im Sinne des § 6b Absatz 3 EnWG einzugehen (§ 6b Absatz 7 EnWG). Windpark Schneverdingen GmbH verfügt ausschließlich über die Tätigkeit Elektrizitätserzeugung, indem sie eigene Erzeugungsanlagen betreibt (Windkraftanlagen). 4. Bericht über die Einhaltung und Erreichung der öffentlichen ZwecksetzungDie Pflicht zur Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung und Zweckerreichung (§ 108 GO NRW) wurde durch regenerative Stromerzeugung im Rahmen der kommunalen Beteiligung an der Energiewende erfüllt. 5. Risiko- und ChancenberichtFinanzwirtschaftliche Risiken Finanzwirtschaftliche Risiken sind derzeit nicht existent, da die EEG-Vergütung über 20 Jahre ab Inbetriebnahme der Anlagen in 2015 gesetzlich fixiert ist. Ein erhöhtes Liquiditätsrisiko besteht nicht. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt und Darlehen werden fristgerecht getilgt. Betriebsrisiken und -chancen Betriebsrisiken bestehen in den komplexen und hoch spezialisierten Windkraftanlagen. Längere Betriebsstörungen wie z. B. witterungsbedingte Abschaltungen oder unerwartete Reparaturen können die Ertragslage beeinträchtigen. Um dem entgegenzuwirken wurde in dem Wartungsvertrag auch eine Verfügbarkeitsgarantie vereinbart. Liegt die tatsächliche technische Verfügbarkeit der einzelnen Anlagen unter der garantierten Verfügbarkeit, erhält Windpark Schneverdingen eine Kompensation. Für zusätzliche Schäden und Stillstände besteht eine Maschinen- und Maschinenbetriebsunterbrechungsversicherung. Werden die Anlagen bei Netzengpässen durch den Netzbetreiber oder zu Vermarktungszwecken durch den Direktvermarkter abgeregelt, stehen der Gesellschaft entsprechende Entschädigungen zu. Vertriebsrisiken und -chancen Das allgemeine Vertriebsrisiko besteht insbesondere in der Strompreisentwicklung. Dieses Risiko ist jedoch durch die Vermarktung der Windparks im Rahmen der geförderten Direktvermarktung gemäß EEG durch den anzulegenden Wert nach unten gedeckelt. Lediglich im Falle eines Wechsels in die sonstige Direktvermarktung gemäß EEG und der Generierung und Vermarktung von Herkunftsnachweisen besteht das Risiko einen Erlös unterhalb des anzulegenden Werts zu erzielen. In Abhängigkeit der Strompreisentwicklung besteht in diesem Fall ebenso die Chance auf Erlöse oberhalb des anzulegenden Werts. Das Insolvenzrisiko unseres Dienstleisters wurde durch Bürgschaften abgesichert. Die größte Unsicherheitskomponente ist jedoch nach wie vor die Windausbeute. Durch die allgemeine Orientierung in Richtung erneuerbarer Energien sehen wir trotz der hier erwähnten Risiken erhebliche Chancen in dem Ausbau unserer Kompetenz im Bereich der Windkraft. Aufgrund betrachteter Eintrittswahrscheinlichkeiten und deren finanzieller Auswirkungen sind geeignete Maßnahmen zur Risikominimierung und -steuerung getroffen und in den Wirtschaftsplanungen berücksichtigt worden. 6. PrognoseberichtAus dem bisher vorliegenden Planungshorizont bis 2028 wird ersichtlich, dass hohe Belastungen in den Bereichen Abschreibungen, Wartung und Zinsen die Ergebnisse stark beeinflussen werden, so dass für 2024 mit einem Ergebnis vor Steuern von 1.172 Tsd. € gerechnet wird.
Dortmund, 22. März 2024 Windpark Schneverdingen GmbH Die Geschäftsführung Rüdiger Tesch Maik Löhr [1] Vgl. Die Bundesregierung, Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen / Bundesregierung, 01.03.2023. [2] Vgl. Europäische Kommission, Sofortmaßnahmen für die europäische Windkraftindustrie (europa.eu), 24.10.2023. [3] Vgl. AG Energiebilanzen, STRERZ.xlsx (ag-energiebilanzen.de), Ausgabe 12-2023. [4] Vgl. AGEB AG Energiebilanzen e.V., Energieverbrauch ist 2023 kräftig gesunken » AG Energiebilanzen e. V. (ag-energiebilanzen.de), 20.12.2023. [5] Vgl. Die Bundesregierung, Wo steht Deutschland bei der Energiewende / Bundesregierung, 19.09.2023. [6] Vgl. Umweltbundesamt, Erstmals über die Hälfte des Stroms in Deutschland erneuerbar / Umweltbundesamt, 15.12.2023. [7] Vgl. Deutsche WINDGUARD, Status des Windenergieausbaus an Land in Deutschland, Jahr 2023. [8] Vgl. Die Bundesregierung, Schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren / Bundesregierung, 25.04.2023.. Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023
Entwicklung des Anlagevermögens vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang 20231. Allgemeine AngabenWindpark Schneverdingen GmbH hat ihren Sitz in Dortmund, ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Dortmund (HRB 29335) und weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft i.S.v. § 267 Abs. 1 HGB auf. Der Jahresabschluss wird nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches, des GmbH Gesetzes und nach den ergänzenden Vorschriften des Gesellschaftsvertrages aufgestellt und gegliedert. Gemäß § 6b EnWG (sowie gem. Gesellschaftsvertrag) ist die Geschäftsführung verpflichtet, den Jahresabschluss sowie den Lagebericht nach Maßgabe der für (große) Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften zu erstellen und prüfen zu lassen. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt. Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung sind in der GuV als Davonvermerk angegeben. 2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu den historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die kumulierten planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen bei zeitlich begrenzten Nutzungsdauern. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nominalbetrag angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Als uneinbringlich eingeschätzte Forderungen werden abgeschrieben. Die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Stichtag darstellen. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden mit dem Nennwert ausgewiesen. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Kosten- und Preissteigerungen einbezogen. Ferner werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit einem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre, welcher von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die erzielten Umsatzerlöse werden ausschließlich im Inland erzielt. 3. Erläuterungen zur BilanzForderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für den Rückbau der Windanlagen in Höhe von 352,6 Tsd. € (Vorjahr 317,0 Tsd. €), für die Jahresabschlussprüfung in Höhe von 4,5 Tsd. € (Vorjahr 5,7 Tsd. €) sowie für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von 3,4 Tsd. € (Vorjahr 17,4 Tsd. €). Verbindlichkeiten
Die mittel- und langfristigen Darlehen gegenüber Kreditinstituten wurden durch Sicherungsübereignungen der Windkraftanlagen gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus einer Darlehensverbindlichkeit (720,0 Tsd. €; Vorjahr 720,0 Tsd. €) gegenüber der Gesellschafterin DEW21 Windkraftbeteiligungsgesellschaft mbH und einer Umsatzsteuer-Verbindlichkeit (67,2 Tsd. €; Vorjahr 123,8 Tsd. €). Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Betriebsführungs-, Wartungs- und Pachtverträgen betragen rd. 595,8 Tsd.€ p.a. Da in den Verträgen eine einspeiseabhängige Vergütung und ein Mindestpreis vereinbart wurden, können die Verpflichtungen in ihrer Höhe variieren. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse betreffen die Einspeisevergütungen der eigenen Windräder und werden ausschließlich im Inland erzielt. Im Rahmen der Direktvermarktung wurden Erlöse aus der vom Netzbetreiber gezahlten Marktprämie und dem vom Dienstleister gezahlten Marktwert, verringert um eine Vermarktungsgebühr, in Höhe von 1.799,5 Tsd. € generiert. Darüber hinaus enthalten die Umsatzerlöse Entlastungsbeträge gem. § 4 StromPBG in Höhe von 18,7 Tsd. €. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Schadenersatz wegen Unterschreitung der technischen Verfügbarkeit in Höhe von 284,9 Tsd. €, Entschädigungen aus Einspeisemanagement (111,8 Tsd. €) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (71,8 Tsd. €). Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von 418,9 Tsd. €. Materialaufwand Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe beinhalten ausschließlich Strombezugskosten in Höhe von 44,4 Tsd. €. Unter den Aufwendungen für bezogene Leistungen werden im Wesentlichen Kosten für Wartung in Höhe von 276,6 Tsd. €, für Pachten in Höhe von 144,3 Tsd. € sowie für die technische Betriebsführung in Höhe von 46,3 Tsd. € ausgewiesen. Darüber hinaus enthält dieser Posten eine Zuführung zur Rückbaurückstellung in Höhe von 41,1 Tsd. €. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Kosten für die durch DEW21 erbrachten Dienstleistungen (46,8 Tsd. €), eine Sanktion wegen nicht Regelbarkeit (19,5 Tsd. €) sowie Versicherungsbeiträge (11,9 Tsd. €). Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Zinsen für erhaltene Darlehen von Kreditinstituten (126,9 Tsd. €). Weiterhin enthält dieser Posten Avalkosten in Höhe von 10,7 Tsd. €. 5. SonstigesGeschäfte größeren Umfangs mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen waren nicht zu verzeichnen. Organe der Gesellschaft Geschäftsführer vom Windpark Schneverdingen GmbH, Dortmund sind: Herr Dipl.-Betriebswirt (FH) Rüdiger Tesch, Leiter Unternehmenscontrolling, Iserlohn Herr Dipl.-Oec. Maik Löhr, Leiter Erneuerbare Energien, Dortmund Die Geschäftsführer erhalten für diese Tätigkeit keine Vergütung. Weiterhin wurden ihnen keine Vorschüsse und Kredite gewährt. Konzernzugehörigkeit Der Jahresabschluss der Gesellschaft ist in den Konzernabschluss der Dortmunder Stadtwerke Holding GmbH, Dortmund einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht und ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. Dortmunder Stadtwerke Holding GmbH stellt den Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis auf. Die DEW21 stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Konsolidierungskreis auf. Die Windpark Schneverdingen GmbH & Co. KG zählt zu den Einheiten des Dortmunder Stadtwerke Holding GmbH Konzerns im Sinne des § 4 (1) MinStG und fällt somit unter den Anwendungsbereich des Mindeststeuergesetzes. Von der künftigen Anwendung der Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung werden keine zusätzlichen Steuerbelastungen erwartet. Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigt keine Mitarbeiter. 6. Honorare der AbschlussprüferDie Angaben gemäß § 285 Nr. 17 HGB zum Prüferhonorar erfolgen im Teilkonzernabschluss der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH, Dortmund. 7. Angaben nach § 6b Abs. 2 EnWGEs bestanden nachfolgende Geschäfte größeren Umfangs außerhalb der Energieversorgung mit verbundenen und assoziierten Unternehmen gemäß § 6b Abs. 2 EnWG, die nicht lediglich von untergeordneter Bedeutung sind: DEW21: Abrechnung von nicht energiespezifischen Dienstleistungen und Stromlieferungen für den Windpark Schneverdingen GmbH (44,4 Tsd. € Aufwand) sowie Kosten der kaufmännischen Betriebsführung (46,8 Tsd. €) 8. NachtragsberichtNach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses ergaben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Windpark Schneverdingen GmbH gehabt hätten. 9. ErgebnisverwendungDer Jahresüberschuss in Höhe von 121,0 Tsd. € soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Dortmund, 22. März 2024 Windpark Schneverdingen GmbH Die Geschäftsführung Rüdiger Tesch Maik Löhr Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 25.06.2024 festgestellt. |
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