Stammdaten

Register
Amtsgericht Offenbach am Main HRB 23333
Vorher
PerkinElmer Instruments GmbHPerkinElmer LAS (Germany) GmbH
Eingetragen
17.1.2003
Branche
Forschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieGroßhandel mit chemischen ErzeugnissenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
Die Forschung, Entwicklung und die Erzeugung sowie der Handel auf dem Gebiet industrieller und kommerzieller Erzeugnisse.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Martin Keil
seit 1.4.2025
Geschäftsführer
Thekla Carola Schmidt
seit 5.10.2023
Geschäftsführer
John Leo Healy
seit 9.4.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Revvity Global Diagnostics, Inc.USA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Revvity (Germany) GmbH (vormals: PerkinElmer LAS (Germany) GmbH)

Rodgau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

eingetragen beim Amtsgericht Offenbach im Handelsregister B unter der Nummer 23333

Bilanz

AKTIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 177,05
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 1.179,16
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.417,56 69.095,66
12.417,56 70.274,82
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 41.439.610,73 41.439.610,73
2. Aktivwert Rückdeckungsversicherung 0,00 0,00
41.439.610,73 41.439.610,73
41.452.028,29 41.510.062,60
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 53.575.036,84 59.152.393,80
2. Sonstige Vermögensgegenstände 821.080,46 34.041,20
54.396.117,30 59.186.435,00
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 0,00 434.537,73
54.396.117,30 59.620.972,73
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 13.489,69 123.437,26
95.861.635,28 101.254.472,59

PASSIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital
1. Kapital laut Gesellschaftsvertrag 81.806,70 81.806,70
2. Nennbetrag eigener Anteile -5.112,92 -5.112,92
76.693,78 76.693,78
II. Kapitalrücklage 564.360,21 564.360,21
III. Gewinnvortrag 14.742.542,39 14.742.542,39
15.306.902,60 15.306.902,60
15.383.596,38 15.383.596,38
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 34.720.774,00 41.575.191,00
2. Steuerrückstellungen 93.018,91 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 1.046.179,29 2.537.396,33
35.859.972,20 44.112.587,33
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 56.419,73 90.279,50
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 43.810.643,60 39.502.543,30
3. Sonstige Verbindlichkeiten 751.003,37 2.165.466,08
- davon aus Steuern: EUR 410.546,52 (Vorjahr: EUR 2.159.024,73) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00) -
44.618.066,70 41.758.288,88
95.861.635,28 101.254.472,59

Gewinn- und Verlustrechnung

2023 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 15.468.426,31 33.461.957,27
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -5.222.830,36 -14.365.922,38
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 10.245.595,95 19.096.034,89
4. Vertriebskosten -6.490.351,08 -11.418.255,88
5. Allgemeine Verwaltungskosten -573.531,69 -734.036,85
6. Sonstige betriebliche Erträge 29.123.744,36 205.803,98
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 2.068,22 (Vorjahr: EUR 1.077,55) -
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.391.387,11 -3.625.037,78
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.808.884,06 552.101,66
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 6.808.884,06 (Vorjahr: EUR 552.101,66) -
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 1.820.596,75 -1.308.518,40
- davon aus Aufzinsung: EUR 680.898,00 (Vorjahr: EUR 732.763,00) -
- davon an verbundenen Unternehmen: EUR 1.139.698,75 (Vorjahr: EUR 575.755,40) -
10. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 6.353.352,64 24.987.177,71
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -61.734,98
12. Ergebnis nach Steuern 38.255.710,38 27.693.534,35
13. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn -38.255.710,38 -27.693.534,35
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Seit Juni 2023 lautet die Firma der Gesellschaft Revvity (Germany) GmbH (vormals: PerkinElmer LAS (Germany) GmbH). Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Offenbach am Main unter HRB 23333 eingetragen. Die Gesellschafterversammlung vom 26.05.2023 hat eine Änderung des Gesellschaftsvertrages in § 1 (Firma, Sitz der Gesellschaft) und mit ihr die Änderung der Firmenname von PerkinElmer auf Revvity beschlossen.

Im März 2023 fand eine Aufteilung der Geschäftsbereiche von PerkinElmer statt. Die Segmente Applied Science, Food und Enterprise Services (AES) wurden für einen Gesamtkaufpreis von 28.858.331,52 EUR, was 30.713.922,24 USD entspricht, an die Private-Equity-Gesellschaften New Mountain Capital verkauft.

Durch den Verkauf wurde ein Ertrag von 28.984.023,64 Euro erzielt, der in der beigefügten Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position "Sonstige betriebliche Erträge" ausgewiesen wurde.

Die verbleibenden Life Sciences and Diagnostics (LSDX) Aktivitäten wurden in einem neuen, eigenständigen Unternehmen mit dem neuen Namen ,Revvity' zusammengefasst.

Der Jahresabschluss der Revvity (Germany) GmbH zum 31. Dezember 2023 wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Bilanzierung und Bewertung wurden nach den Bestimmungen der §§ 242 bis 256a HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatz- und Bewertungsvorschriften für Kapitalgesellschaften in den §§ 264 bis 288 HGB sowie den Sondervorschriften des GmbH- Gesetzes vorgenommen.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

Die Vorjahreswerte sind eingeschränkt vergleichbar.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Anlagevermögen

1.1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Die voraussichtliche Nutzungsdauer beläuft sich dabei auf 3 Jahre.

1.2. Sachanlagevermögen

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden planmäßig und unter Anwendung der linearen Abschreibungsmethode ermittelt. Die Abschreibungen erfolgen dabei über die folgenden voraussichtlichen Nutzungsdauern:

• Bauten auf fremden Grundstücken 3 bis 10 Jahre
• Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 10 Jahre

Für Gegenstände des Anlagevermögens von netto EUR 250 bis netto EUR 1.000, die nach dem 31.12.2007 angeschafft wurden und abnutzbar, beweglich und selbständig sind, wurde ein Sammelposten gebildet, der im Geschäftsjahr des Zugangs und in den folgenden vier Geschäftsjahren mit 20 % abgeschrieben wird.

1.3. Finanzanlagen

Die Bewertung fand auf Basis des Nettoreinvermögens statt, mit den ursprünglichen Anschaffungskosten als Obergrenze. Eine Abschreibung erfolgt nur im Falle einer voraussichtlich dauernden Wertminderung.

2. Umlaufvermögen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten angesetzt.

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Leistungsansprüche für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag mit dem anteiligen Nennwert der vor dem Bilanzstichtag geleisteten Vorauszahlungen berücksichtigt.

4. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist unverändert zum Vorjahr zum Nennbetrag in Höhe von EUR 81.806,70 (DM 160.000,00) angesetzt und entspricht dem Handelsregistereintrag. Vom Kapital laut Gesellschaftsvertrag werden eigene gehaltene Anteile in Höhe von EUR 5.112,92 abgesetzt.

5. Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen die zum Bilanzstichtag erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag.

Die Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind für die Zusagen aus der Versorgungsordnung vom Mai 1976, geändert durch die Betriebsvereinbarung vom März 1995 (VO "A"), der Versorgungsordnung (VO "N") der Bodenseewerk Perkin-Elmer GmbH aufgrund der Betriebsvereinbarung vom 23. April 1997 und des Pensionsplans für die Mitarbeiter der EG&G GmbH gebildet worden. Die Bewertung erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sogenannten Projected-Unit-Credit Method (Projizierte Einmalbeitragsmethode). Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zu Grunde gelegt. Folgende weitere Annahmen wurden getroffen: Rechnungszinssatz der vergangenen zehn Jahre 1,82 % p.a. (Vorjahr 1,78 % p.a.), Gehaltstrend 2,90 % p.a. (Vorjahr 2,90 % p.a.) und Rententrend 2,20 % bzw. 2,00 % p.a. (Vorjahr 2,20 % bzw. 2,00 % p.a.). Der Rechnungszins für die Abzinsung wurde pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der Deutschen Bundesbank angesetzt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre und dem Ansatz der Rückstellungen unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre beläuft sich auf einen Wert von EUR 329.869 (Vorjahr: EUR 1.950.247).

Die Bewertung der Jubiläumsverpflichtungen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sogenannten Projected-Unit-Credit Method (Projizierte Einmalbeitragsmethode). Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zu Grunde gelegt. Der zugrunde gelegte Rechnungszinssatz beläuft sich auf 1,74 % p.a. (Vorjahr: 1,44 % p.a.). Der Rechnungszins für die Abzinsung wurde pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre der Deutschen Bundesbank angesetzt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

6. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

7. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Forderungen oder Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder unter Beachtung des Imparitätsprinzips mit dem niedrigeren bzw. höheren Kurs am Bilanzstichtag bewertet.

C. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Bezüglich der Zusammensetzung des Anlagevermögens und dessen Entwicklung im Geschäftsjahr verweisen wir auf den Anlagespiegel (Anlage zum Anhang).

Unter den Finanzanlagen wird unverändert die Beteiligung zu 100% an der Revvity Cellular Technologies GmbH (vormals: PerkinElmer Cellular Technologies Germany GmbH), Rodgau, mit TEUR 41.440 (Vorjahr: TEUR 41.440) ausgewiesen, welche nach Gewinnabführung einen Jahresüberschuss von 0 EUR aufweist.

Das Eigenkapital von Revvity Cellular Technologies GmbH bleibt im Vergleich zum Vorjahr unverändert und beträgt 86.893.539,04 EUR.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche in der Bilanz zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 53.575 (Vorjahr: TEUR 59.152) handelt es sich in Höhe von TEUR 17.602 (Vorjahr: TEUR 32.340) um sonstige Forderungen aus Cash Pooling, in Höhe von TEUR 6.353 (Vorjahr: 24.987) um Forderungen gegen die Revvity Cellular Technologies GmbH aus dem Gewinnabführungsvertrag, in Höhe von TEUR 89 (Vorjahr: TEUR 0) um sonstige Forderungen aus Zinsforderungen, in Höhe von TEUR 28.230 (Vorjahr: TEUR 0) aus dem Darlehensvertrag und in Höhe von TEUR 1.269 (Vorjahr: TEUR 1.825) um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der Restbetrag betrifft sonstige Forderungen.

3. Pensionsrückstellungen

Durch die Umstellung der Bewertung nach BilMoG ergab sich ein ursprünglicher Zuführungsbetrag nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB in Höhe von TEUR 5.511. Von der Übergangsregelung gem. Art. 67 EGHGB wurde Gebrauch gemacht. Von diesem Betrag wurden 1/15, TEUR 367 (Vorjahr: TEUR 367), im Geschäftsjahr den Rückstellungen für Pensionen zugeführt. Damit sind Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 367 (Vorjahr: TEUR 735) nicht in der Bilanz enthalten, die bis spätestens zum 31. Dezember 2024 anzusammeln sind. Es wurde die Mindest-Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 34.721 (Vorjahr: TEUR 41.575) ausgewiesen.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden für Verkaufskommissionen in Höhe von TEUR 372 (Vorjahr: TEUR 1.370), Mitarbeiterrückstellungen in Höhe von TEUR 553 (Vorjahr: TEUR 979), für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 87 (Vorjahr: TEUR 115) sowie für Prüfungs- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 35 (Vorjahr: TEUR 35) gebildet.

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 43.811 (Vorjahr: TEUR 39.503) resultieren in Höhe von TEUR 38.256 (Vorjahr: TEUR 27.694) gegen die Gesellschafterin Revvity Germany Diagnostics GmbH aus den Gewinnabführungsverpflichtung sowie TEUR 5.543 (Vorjahr: TEUR 11.809) aus Lieferungen und Leistungen. Der Restbetrag betrifft sonstige Verbindlichkeiten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten entfallen im Wesentlichen in Höhe von TEUR 28 auf Umsatzsteuer (Vorjahr: TEUR 1.929). Die restliche Summe entfällt auf Lohnsteuer in Höhe von TEUR 382 (Vorjahr: TEUR 230).

Die Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

Sämtliche in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

6. Latente Steuern

Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 und 4 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Ein wesentlicher Unterschied zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz ergibt sich aus der unterschiedlichen Bewertung der Pensions- und Jubiläumsverpflichtungen.

7. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden ausschließlich im Inland erzielt, aufgrund entsprechender Verträge mit der Revvity Singapore Pte. Ltd.

2023 Vorjahr
TEUR TEUR
Serviceleistungen an verbundene Unternehmen 9.742 16.048
Kommissionen aus Kommissionsgeschäften 5.726 17.414
15.468 33.462

Aufgrund bestehender Kommissionärsverträge mit der PerkinElmer Singapore Pte. Ltd. erzielt die Gesellschaft Provisionserlöse für den Vertrieb von Produkten in Höhe von 21,5 % und für die Erbringung von Serviceleistungen in Höhe von 15,0 %. Die Aufwendungen im Zusammenhang mit den Kommissionsverträgen werden unter den Vertriebskosten bzw. den allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen, da eine sachgerechte Trennung in Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen und Vertriebskosten bzw. allgemeine Verwaltungskosten nicht möglich erscheint.

8. Materialaufwand des Geschäftsjahres

Im Geschäftsjahr 2023 ist, wie im Vorjahr, aufgrund der Kommissionärstätigkeit sowie Serviceleistung kein Materialaufwand angefallen.

9. Personalaufwand des Geschäftsjahres

Der Personalaufwand des Geschäftsjahres 2023 beträgt TEUR 4.446 (Vorjahr: TEUR 32.390).

Davon entfielen auf Löhne und Gehälter TEUR 7.640 (Vorjahr: TEUR 16.690) und auf soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung TEUR -3.194 (Vorjahr: TEUR 16.230), davon für Altersversorgung TEUR 86 (Vorjahr: TEUR 381).

10. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außergewöhnliche Erträge aus dem Verkauf der Segmente Applied Science, Food und Enterprise Services in Höhe von TEUR 28.984 enthalten.

11. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die im Geschäftsjahr angefallenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen u. a. Beträge zur Zuführung zur Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 367 (Vorjahr: TEUR 367), die aufgrund der Umbewertung nach den neuen Rechnungslegungsvorschriften nach BilMoG erforderlich sind und gemäß Art. 67 Abs. 1 und 2 EGHGB mit dem jährlichen Mindestbetrag von 1/15 zugeführt werden müssen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind auch die Aufwendungen in Höhe von TEUR 4.843 (Vorjahr: TEUR 3.244) aus der Anpassung der Pensionsrückstellungen enthalten.

12. Zinsaufwand

Die Zinsaufwendungen enthalten die Zinsaufwandskomponente der Regelzuführung der Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 681 (Vorjahr: TEUR 733) und Zinsen, die sich aus den unterzeichneten Gewinnabführungsvereinbarungen ergeben (TEUR 1.139).

13. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen

Die Erträge aus Gewinnabführungen resultieren ausschließlich aus dem abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrag mit der Revvity Cellular Technologies GmbH.

14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag resultieren ausschließlich aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

15. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags ausgeglichener Verlust bzw. abgeführter Gewinn

Die Erträge aus Verlustübernahme bzw. die Aufwendungen aus Gewinnabführung resultieren ausschließlich aus dem Gewinnabführungsvertrag mit der Revvity Germany Diagnostics GmbH.

D. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag waren für die nächsten Jahre die folgenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen mit einem Gesamtbetrag von TEUR 864 bekannt:

2024 2025 2026 2027
TEUR TEUR TEUR TEUR
Mietverpflichtungen 0 0 0 0
Leasingverpflichtungen 372 283 177 32
372 283 177 32

Diese Verpflichtungen betreffen nicht verbundene Unternehmen.

2. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug 82 (Vorjahr: 196). Es handelt sich ausschließlich um Angestellte.

3. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer der Revvity (Germany) GmbH sind seit dem 16. Januar 2019 Herr John Leo Healy, VP Associate General Counsel, wohnhaft in Holliston/Massachusetts, USA, vom 1. Januar 2021 bis zum 30. August 2023 Herr Dr. Marcus Quack, Managing Director DACHP, wohnhaft in Dormagen und seit dem 23. August 2023 Frau Thekla Carola Schmidt, wohnhaft in Henstedt- Ulzburg. Frau Aileen Gleißner, Director, Global HR Governance, wohnhaft in Kelkheim, war Geschäftsführerin bis zum 13. März 2023.

Die Gesellschaft macht von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch, nach dem die Angabe über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung nicht gemacht werden muss, wenn sich anhand dieser die Bezüge einzelner Mitglieder dieses Organs feststellen ließen.

4. Ergebnisverwendung

Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung von EUR 38.255.710,38 erzielt. Dieses Jahresergebnis wird gemäß Ergebnisabführungsvertrag an die Revvity Germany Diagnostics GmbH abgeführt.

5. Konzernverhältnisse

Alleiniger Gesellschafter der Gesellschaft ist die Revvity Germany Diagnostics GmbH mit Sitz in Lübeck (vormals München), eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Lübeck unter HRB 19336 (vormals Amtsgericht München unter HRB 233266).

Damit ist die Gesellschaft verbundenes Unternehmen zu deren Mutterunternehmen PerkinElmer Inc., Waltham, Massachusetts, USA, und ihren mittelbaren und unmittelbaren Tochterunternehmen.

Die Gesellschaft gehört zum Konzernkreis der Revvity Inc. (vormals: PerkinElmer Inc.), Waltham, Massachusetts, USA. Die Revvity Inc. stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Konzernunternehmen auf. Der Konzernabschluss ist nach US-amerikanischen Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellt. Wesentliche Abweichungen zu den handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bestehen dabei insbesondere im Bereich der Pensionsrückstellungen. Der Konzernabschluss der Revvity Inc. ist bei der U.S. Securities and Exchange Commission unter dem Central index key 0000031791 hinterlegt.

6. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag, dem 31. Dezember 2023, haben keine neuen wesentlichen Ereignisse stattgefunden.

 

Rodgau, 2. September 2024

Thekla Carola Schmidt, Geschäftsführerin

John Leo Healy, Geschäftsführer

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 21. September 2024.

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 109.947,12 0,00 0,00 109.947,12
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 342.262,22 0,00 0,00 342.262,22
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.267.576,86 0,00 832.640,90 434.935,96
1.609.839,08 0,00 832.640,90 777.198,18
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 41.439.610,73 0,00 0,00 41.439.610,73
2. Aktivwert Rückdeckungsversicherung 2.653,30 0,00 0,00 2.653,30
41.442.264,03 0,00 0,00 41.442.264,03
43.162.050,23 0,00 832.640,90 42.329.409,33
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 109.770,07 177,05 0,00 109.947,12
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 341.083,06 1.179,16 0,00 342.262,22
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.198.481,20 0,00 775.962,80 422.518,40
1.539.564,26 1.179,16 775.962,80 764.780,62
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Aktivwert Rückdeckungsversicherung 2.653,30 0,00 0,00 2.653,30
2.653,30 0,00 0,00 2.653,30
1.651.987,63 1.356,21 775.962,80 877.381,04
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand Vorjahr
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 177,05
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 1.179,16
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.417,56 69.095,66
12.417,56 70.274,82
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 41.439.610,73 41.439.610,73
2. Aktivwert Rückdeckungsversicherung 0,00 0,00
41.439.610,73 41.439.610,73
41.452.028,29 41.510.062,60

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Überblick

1. Geschäftsmodell

Die Revvity (Germany) GmbH (vormals: PerkinElmer LAS Germany GmbH), oder im Folgenden auch "die Gesellschaft" ist Teil des US-amerikanischen Konzerns Revvity Inc. (vormals: PerkinElmer Inc.) Waltham, Massachusetts, Vereinigte Staaten von Amerika.

Im März 2023 fand global eine Aufteilung der Geschäftsbereiche der vormals PerkinElmer Inc. statt. Die Segmente Applied Science, Food und Enterprise Services (AES) wurden an die Private- Equity-Gesellschaft New Mountain Capital (NMC) verkauft. Die verbleibenden Life Sciences and Diagnostics (LSDX) Aktivitäten wurden in einem neuen, eigenständigen Unternehmen mit dem neuen Namen ,Revvity' zusammengefasst. Das AES Business firmiert weiterhin unter dem Namen PerkinElmer.

Daher firmiert die Gesellschaft seit Juni 2023 als Revvity (Germany) GmbH (vormals: PerkinElmer LAS Germany GmbH).

Die Revvity (Germany) GmbH ist Teil der Revvity Inc., eines der weltweit führenden Technologieunternehmen, welches bereits seit über 80 Jahren besteht. Der Revvity-Konzern mit Hauptsitz in Waltham (Massachusetts, USA) bietet Instrumente, Reagenzien und Dienstleistungen sowohl für die Forschung und als auch für die klinische Diagnostik an. Diese Produkte und die dazugehörigen Verbrauchsmaterialien werden im eigenen Unternehmen weltweit entwickelt und bilden damit das Produktportfolio der Revvity (Germany) GmbH für den Vertrieb von integrierten, anwendungsorientierten Lösungen für die Forschung und Entwicklung (Life Science) sowie für den Einsatz in der medizinischen Diagnostik.

Die Gesellschaft mit Sitz in Rodgau wird hierbei vorrangig als Vertriebs- und Servicegesellschaft für die Konzernschwestergesellschaft Revvity Singapore Pte. Ltd., Singapur, tätig.

Insgesamt sind für die Revvity Gruppe weltweit 11.000 Mitarbeiter tätig, die sich weltweit für die Findung neuer Therapieformen engagieren, indem sie geeignetete Reagenzien, Instrumente und Softwarelösungen entwickln, herstellen und vertreiben.

Die erfolgreich etablierten Strukturen der Revvity (Germany) GmbH werden in den Geschäftsbereichen LifeScience und Diagnostik nach der Trennung auch im Jahr 2023 unverändert fortgesetzt. Die fokussierte Ausrichtung auf die Bereiche LifeScience und Diagnostik trägt den wachsenden Anforderungen des Marktes an die Produkte und an die Mitarbeitenden Rechnung und dient damit der verbesserten Kundenorientierung sowie Marktpositionierung. Mittel- und langfristig können wir so unsere Position in unseren Zielmärkten deutlich stärken.

Folgende Techniken und Geräte sind essenzieller Bestandteil des Revvity-Portfolios:

Detektionssysteme: Reader, Counter, High-Content-Screening, präklinische Bildgebung mit zugehöriger Bildanalysesoftware

Liquid Handling: Bench Top Systeme, HTS-Roboter und offene Systeme für jede Anwendung, NGS (Next Generation Sequencing) Automation und Workflow,

Proteomics & Genomics: Robotic Workstations, Massenspektrometer und Live Cell Imaging und DNA /RNA Extraktionssysteme, Diagnostik: Neugeborenen- und Pränatal Screening / Nicht-invasives Pränatal Screening

Wissenschaftliche Enterprise Software

Diese Segmentierung und Produktpalette spiegelt sich auch in den Vertriebsaktivitäten der Revvity (Germany) GmbH wider.

Zu den Endkunden der Revvity (Germany) GmbH gehören Chemie- und Pharmakonzerne, Biotechnologieunternehmen, medizinische und wissenschaftliche Laboratorien (u. a. Forensik, medizinische Forschung und Diagnostik) sowie Universitäten und privatwirtschaftliche Forschungseinrichtungen.

Neben dem Verkauf der Produkte ergänzt ein breites Spektrum an Service und Dienstleistungen wie z. B. technischer Service, System- und Anwenderschulungen, Dienstleistungen rund um die integrierten Softwarepakete, das Portfolio.

2. Forschung und Entwicklung

Da es sich bei der Gesellschaft um eine Vertriebsgesellschaft für im Konzern gefertigte Produkte handelt, fielen im Geschäftsjahr unverändert keine Aufwendungen für Forschung und Entwicklung an.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Laut dem "Laboratory Analytical & Life Science Instrumentation Industry Report" 2024 (Strategic Directions International, im Folgenden "SDi-Report"), ist der Markt für analytische und Life- Science-Instrumente im Zeitraum von 2018 bis 2023 im Mittel um 5,8 % pro Jahr gewachsen und hat im Jahr 2023 ein Volumen von 82,3 Milliarden USD erreicht. Innerhalb dieses Gesamtmarkts ist der Life-Science-Sektor mit einem mittleren jährlichen Wachstum von 7,8 % It. SDi-Report überdurchschnittlich gewachsen. Für den zukünftigen Zeitraum von 2023 bis 2028 erwartet SDi eine leichte Abschwächung des Wachstums auf im Mittel 4,8 % pro Jahr für den Gesamtmarkt und 6,2 % für Life Sciences. In diese Einschätzung ist die Auswirkung der CoVID-19-Pandemie bereits eingeflossen, die zum Zeitpunkt der Report-Erstellung (April 2024) ihren Höhepunkt schon überschritten hatte. Für das Segment High Content Screening sehen Branchenbeobachter ein leicht überdurchschnittliches Wachstum von 6,3 % und für das Segment Plate Reader eine solide Zunahme von 3,8 % für die kommenden 5 Jahre (2024 bis 2028) voraus (https://strategicdirections.com/knowledge-center-information/).

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,3 Prozent niedriger als im Jahr 2022. (Statistischen Bundesamtes (Destatis)).

Die konjunkturelle Entwicklung war im Jahr 2023 geprägt von den Folgen des andauernden Krieges in der Ukraine, den fortschreitenden extremen Erhöhungen der Energiepreise sowie mit dem damit verbundenen Anstieg der Inflation. Auch die Nachwirkungen der Pandemiesituation und zunehmende Liefer- und Materialengpässe und allgemeine Preiserhöhungen beeinflussten die insgesamte Wirtschaftslage.

2. Geschäftsverlauf

Sales / Verkauf

Das Jahr 2023 zeichnete sich trotz Marktverhalten durch eine stabile Geschäftslage aus. Im Jahr 2023 kam es zu einem Umsatzrückgang, der auf einen weiteren Rückgang der Nachfrage nach Covid-Diagnostikprodukten und hohe Preissteigerungen am Markt zurückzuführen war.

Der Umsatz im Discovery Markt ist um 7% gegenüber dem Vorjahr verringert.

Der Diagnostikbereich erzielte im Non-Covid-Bereich einen Rückgang von 16 %.

Die Covid-19-Umsätze insgesamt reduzierten sich um 98% gegenüber dem Vorjahr 2022.

Service / Technischer Kundendienst

Das Kundendienstgeschäft hat auch 2023 am bestehenden Modell der Verkaufsspezialisten im Service festgehalten.

Im neu definierten Geschäftsbereich LifeScience und Diagnostik der Revvity (Germany) GmbH wurden im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2023 82 Mitarbeiter (Vorjahr: 196) beschäftigt. Der scheinbar signifikante Rückgang der Mitarbeiterzahlen ist auf die Aufteilung in zwei separate Gesellschaften zurückzuführen. Im jeweiligen Geschäftsbereich blieben die Mitarbeiterzahlen konstant.

Lage

Am 2. April 2019 wurde ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Revvity Germany Diagnostics GmbH als Organträgerin geschlossen. Ebenso wurde am 2. April 2019 ein Gewinnabführungsvertrag mit der Revvity Cellular Technologies GmbH als Organgesellschaft abgeschlossen. Für steuerliche Zwecke bestehen die Organschaften rückwirkend ab dem 1. Januar 2019.

Aufgrund des Verkaufs der Segmente Applied Science, Food und Enterprise Services ist die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr nur eingeschränkt gegeben.

Ertragslage

2023 Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Umsatzerlöse 15.468 33.462 -17.994
Betriebsergebnis 26.914 3.525 23.389
Finanzergebnis 4.988 -756 5.7446
Ertragsteuern 0 -62 62
Gewinnabführung 38.256 27.694 10.562
Jahresüberschuss 0 0 0

Die Umsatzerlöse sanken im Geschäftsjahr 2023 drastisch, um TEUR 17.994 auf TEUR 15.468.

Sie betreffen mit TEUR 9.742 (Vorjahr: TEUR 17.414) Kommissionserlöse von der Revvity Singapore Pte. Ltd. für den Verkauf von Produkten sowie für die Erbringung von Serviceleistungen an Dritte. Ferner sind mit TEUR 5.726 (Vorjahr: TEUR 16.048) Umsatzerlöse aus der Erbringung von Serviceleistungen an die Revvity Singapore Pte. Ltd. enthalten (Kosten des Servicebereichs zuzüglich Gewinnaufschlag von 10 %).

Die Verwaltungskosten in Höhe von TEUR 574 sind im Vergleich zum Jahr 2022 wesentlich gesunken (Vorjahr: TEUR 734). Dies liegt im Wesentlichen begründet in der Unternehmensabspaltung sowie an der geringeren Mitarbeiterzahl, niedriger Mitarbeiterkommissionen und reduzierten Pensionsaufwendungen.

Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund der gestiegenen Zinserträge deutlich erhöht. Das Finanzergebnis enthält in 2023 des Weiteren Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 681 (Vorjahr: TEUR 733).

Im Jahr 2023 sind die Zinserträge aufgrund der auf den kompensierten Verlust aus dem Vorjahr berechnete Zinsen deutlich angestiegen. Ein solch deutlicher Anstieg ist auch auf das im März 2023 an die Revvity Holding Luxembourg S.a.r.l gewährte Darlehen und die Neuberechnung der Pension nach der Geschäftsteilung zurückzuführen. Sie belaufen sich auf 6,8 Mio. Euro.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Jahr 2023 von TEUR 5.391 sind deutlich gestiegen (Vorjahr: TEUR 3.625). Der Hauptgrund dafür ist die Erhöhung der MTM-Pension (Market to Market Pension). Die Berechnung basiert auf Gutachten über die Versicherungsmathematische Bewertung. Die Restrukturierungsaufwendungen stiegen im Vergleich zu 2022 von TEUR 181 im Jahr 2022 auf TEUR 576 im Jahr 2023.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge ist hauptsächlich auf den Verkauf der Segmente Applied Sciences, Food und Enterprise Services (AES) an die Private-Equity-Gesellschaft New Mountain Capital (NMC) zurückzuführen.

Aufgrund der Veräußerung einiger Segmente kam es zu einer Reduzierung der Mitarbeiterzahl, einer Neuberechnung der Renten, einem Verkauf des Anlagevermögens und einer Änderung des Firmennamens.

Vermögens- und Finanzlage

Die Kennzahlen der Vermögens- und Finanzlage berechnen sich wie folgt:

2023 2023 2022
(in TEUR) (in %)
Eigenkapitalquote = Eigenkapital / Bilanzsumme = 15.384 / 95.862 = 16,05 15,19
Liquidität zweiten Grades = (Flüssige Mittel + kurzfristige Forderungen) / Kurzfristige = Verbindlichkeiten 54.396 / 45.664 = 119,12 134,60

Die Revvity (Germany) GmbH weist zum 31. Dezember 2023 ein bilanzielles Eigenkapital in Höhe von TEUR 15.384 aus.

Die Eigenkapitalquote ist im Wesentlichen bedingt durch den Rückgang der Rückstellungen, insbesondere der Rückstellungen für Pension und dem entsprechenden Rückgang der Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr, gestiegen.

Die signifikante Reduzierung der Liquidität zweiten Grades gegenüber dem Vorjahr ergibt sich durch die Veränderung der Tätigkeitsfelder in Verbindung mit der Abspaltung.

Die Refinanzierung der Gesellschaft erfolgt hauptsächlich über das konzerninterne Cash-Pool- System sowie Darlehen durch andere Konzerngesellschaften. Durch die Cash-Pool-Vereinbarung ist die Revvity (Germany) GmbH jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche Leistungsindikatoren sind der Umsatz, die Umsatzrentabilität und die Eigenkapitalrentabilität vor Steuern. Die Kennzahlen berechnen sich wie folgt:

(Die Kennzahlen werden anhand des Jahresergebnisses ohne Erträge und Aufwendungen aus Gewinnabführungsverträgen berechnet)

2023 2023 2022
(in Tausend EUR) (in %)
Umsatzrentabilität = Jahresergebnis vor Gewinnübernahmen / Umsatzerlöse = 31.902 / 15.468 = 206,25% 8,09 %
Eigenkapitalrentabilität vor = Steuern Ergebnis vor Steuern und Gewinnübernahmen / durchschnittliches Eigenkapital = 31.902 / 15.384 = 207,37% 17.99 %

Der Anstieg der Umsatzrentabilität sowie der Anstieg der Eigenkapitalrentabilität vor Steuern sind im Wesentlichen auf die unter der Ertragslage erläuterten Effekte zur Ergebnisentwicklung zurückzuführen. Der prognostizierte leichte Anstieg der Rentabilitäten ist damit übertroffen worden, während der prognostizierte leichte Anstieg der Umsatzerlöse nicht erreicht wurde.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts beurteilt die Geschäftsführung den Verlauf des Geschäftsjahres 2023, die Lage und das Ergebnis der Gesellschaft als zufriedenstellend.

C. Prognosebericht

Die deutsche Wirtschaft fasst nach rund zweijähriger Schwächephase langsam wieder Tritt. Nicht nur der private Konsum wird nach und nach wieder anziehen, ab der zweiten Jahreshälfte werden auch die Exportgeschäfte wieder besser laufen.

Für das Jahr 2024 könnte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,3% steigen (Quelle Deutsche Bundesbank).

Am 13. März 2023 wurde öffentlich bekannt gegeben, dass der Verkauf der Bereiche "Food", "Applied Market" sowie dem Namen PerkinElmer an das US Unternehmen New Mountain Capital durch die Firma Revvity erfolgreich abgeschlossen wurde. Nun fokussiert sich das Unternehmen Revvity auf die Wachstumsmärkte in der Diagnostik und der Life-Science-Forschung; die Produkte der Gesellschaft stehen also im strategischen Fokus der gesamten Konzernstrategie.

Die globale Reichweite des Konzerns mit einer erfahrenen Verkaufs- und Serviceorganisation und einer effizienten Logistik lässt auch in den nächsten Jahren eine stabile Entwicklung erwarten, die von Schwankungen einzelner Marktsegmente und -regionen nur mäßig beeinflusst wird.

Auch weiterhin wird der Bereich Forschung und Entwicklung einen Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft bilden. Konzernintern wird durch die positive Umsatzentwicklung beider Produktfamilien die Position der Gesellschaft als Entwicklungsstandort aller Voraussicht nach weiter gestärkt. Für 2024 erwarten wir einen auf diesem Niveau stabilen Umsatz. Auch für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir - nach unserer Kenntnis und Einschätzung keine negativen Auswirkungen auf die Prognose. Wir sehen kein greifbares Risiko, dass die unklare Situation in der Ukraine, die steigenden Energiekosten und die anhaltende Inflation den Fortbestand unserer Gesellschaft bzw. unserer Unternehmensgruppe gefährdet. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Geschäftsführung infolge der oben beschriebenen Entwicklungen stabile Umsatzerlöse, ein leicht verbessertes operatives Ergebnis und entsprechend leicht verbesserte Umsatz- und Eigenkapitalrentabilitäten.

D. Chancen- und Risikobericht

Die Chancen und Risiken unterscheiden sich nicht wesentlich von den Abschätzungen des Vorjahres.

1. Risiko- und Chancenbericht

Im Folgenden werden die Faktoren zusammengefasst, die das Ergebnis unserer Geschäftstätigkeit nachteilig beeinflussen könnten:

Die Geschäftsergebnisse hängen im Wesentlichen von der allgemeinen Entwicklung des Marktes für Investitionsgüter im Bereich LifeScience und Diagnostik ab.

Die Wettbewerbsposition kann in erheblichem Maße von der Anzahl der Wettbewerber, der gesamtwirtschaftlichen Lage, der Produktnachfrage, der Verfügbarkeit und Lieferkette von Komponenten sowie den Beschaffungs- und Transportkosten für Komponenten beeinflusst werden.

Der LifeSciences, Diagnostik & Technology-Bereich ist global stark vernetzt. Die Corona- Pandemie hat gezeigt, dass durch lokale und globale Infektionsgeschehen sich unvorhersehbare Lieferengpässe und Verzögerungen ergeben können, die nicht vorab planbar sind. Durch den anhaltenden Ukraine Krieg und den damit verbundenen kontinuierlich erweiterten umfänglichen Embargo Maßnahmen ist der Marktzugang für komplette Produkte und/ oder gesamte Absatzmärkte signifikant eingebrochen bzw. massiv eingeschränkt. Dies trifft insbesondere den Beschaffungsmarkt von elektronischen Bauteilen, wo sich im Rahmen von Kostenreduktionsmaßnahmen die Ukraine einen wesentlichen Marktanteil erarbeitet hat. Dies führt zu einer Verknappung der Verfügbarkeiten und die Lücke kurzfristig zu schließen ist eine globale Herausforderung auf dem globalen Beschaffungsmarkt. Auf Grund der massiven Zerstörung der Infrastruktur und der Industrie ist davon auszugehen, dass weder kurz- noch mittelfristig diese Kapazitäten dem Weltmarkt wieder zur Verfügung stehen werden. Daher muss möglicherweise unvorhersehbar mit erheblichen Aufwand nach kurzfristigen technischen Alternativen gesucht werden, was möglicherweise die Herstellungskosten erhöht bei gleichzeitig geringer Marge. Weitere Faktoren, die derzeit schwer einschätzbar sind, ist die weitere Entwicklung der Energiekosten sowie die Inflationsrate, die sich direkt auf die Investitionsbereitschaft auswirkt.

Im LifeScience & Diagnostik Bereich kommen ständig neue gesetzliche Vorgaben und Standards regional wie global zum Tragen, die eine Produktvermarktung verzögern, behindern oder sogar auf Grund fehlender Zertifikate komplett den Marktzugang untersagen. Eine Produktanpassung bzw. die Erfüllung zusätzlicher Standards kann signifikante Kosten für die lokalen Vertriebsstrukturen nach sich ziehen.

Der Mangel an Fachpersonal erzwingt im LifeScience & Technology-Bereich ein Umdenken. Manuelle Tätigkeiten werden von Automatisierungssystemen übernommen, um die Fachexpertise dort einzusetzen, wo sie gebraucht wird. Zusätzlicher Druck im Arbeitsbereich entsteht durch die zunehmende Alterung der Mitarbeiter im Labor bei kontinuierlich ansteigendem Probenaufkommen.

Die Geschäftsergebnisse hängen von der allgemeinen Entwicklung der chemischen und pharmazeutischen Industrie und der Labore medizinisch/diagnostische Analytik ab, die wiederum von der allgemeinen konjunkturellen Lage beeinflusst wird. Sowohl bei den diagnostischen Laboren als auch in der Chemischen Industrie sind weiterhin verstärkt auch internationale Konsolidierungsprozesse zu beobachten, die immer mehr Entscheidungen auf die internationale Ebene verlagern und ein mehr ganzheitliches Geschäftskonzept erwarten, anstelle von lokal begrenztem Geräteverkauf.

Einen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung hat auch der Umfang der zur Verfügung stehenden Investitionsmittel der öffentlichen Hand für die Forschung und Entwicklung. Eine breite steuerliche Forschungsförderung könnte einen positiven Einfluss auf

das Investitionsklima im analytischen Markt haben. Es wird im Wesentlichen darauf ankommen, dass wieder ausreichend Mittel für die Forschung und Entwicklung bereitgestellt werden. Das Einwerben von Mitteln aus internationalen Fonds bleibt wichtig und setzt eine starke Position der deutschen Forschung im internationalen Vergleich voraus.

Der forschende Markt benötigt dagegen ständige Innovation und kann auf Dauer nur durch verbesserte Konzepte und Neuentwicklungen erfolgreich bedient werden. Daher spielt in diesem Markt die schnelle und permanente Bereitstellung solcher Produkte eine entscheidende Rolle.

Die Wettbewerbssituation lässt sich in diesem sich schnell verändernden Markt durch gezielte Akquisition verbessern. Revvity trägt diesem Umstand Rechnung durch verstärkte Aktivitäten auf diesem Feld und kann so das Risiko, neue Technologien zu verpassen, deutlich verringern.

Die Gesellschaft ist insbesondere den folgenden Risiken ausgesetzt:

Marktrisiko

Ein Marktrisiko ergibt sich, wenn Preisänderungen an den Finanzmärkten den Wert von Finanzinstrumenten negativ beeinflussen. Die Gesellschaft weist allerdings zum 31. Dezember 2023 weder wesentliche Forderungen noch Verbindlichkeiten in Fremdwährung noch wesentliche Forderungen oder Verbindlichkeiten mit fester Verzinsung auf, sodass ein Risiko aus Wechselkursschwankungen bzw. aus Festverzinsung als vernachlässigbar angesehen werden kann.

Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal in Höhe der positiven Zeitwerte der Forderungen gegen den jeweiligen Kontrahenten. Unsere Forderungen bestehen nahezu ausschließlich gegen verbundene Unternehmen und werden als werthaltig angesehen.

Liquiditätsrisiko

Eine auf einen festen Planungshorizont ausgerichtete Liquiditätsvorschau sowie die Einbindung in die Finanzierungspolitik des weltweiten Revvity-Konzerns stellen eine jederzeit ausreichende Liquiditätsversorgung der Gesellschaft sicher.

Risiken aus Zahlungsstromschwankungen

Im Rahmen eines revolvierenden Planungsprozesses werden die Chancen und Risiken der Geschäftsaktivitäten auf ihre strategische und operative Bedeutung analysiert, aufgearbeitet und beurteilt. Es werden Maßnahmen vereinbart, mit deren Umsetzung die vorgegebenen Ziele erreicht werden und die Risikostrukturen effizient gesteuert werden.

2. Gesamtaussage zur Risiko- und Chancensituation

Die Gesamtrisiko- und Chancensituation ergibt sich für die Gesellschaft aus den zuvor dargestellten Einzelrisiken und Chancen. Um die Beherrschung dieser Risiken zu gewährleisten, haben wir ein Risikomanagementsystem geschaffen und ein breites Produktportfolio im Markt etabliert.

Die größten Risiken ergeben sich für die Gesellschaft aus negativen Absatz- und Marktentwicklungen. Nach den uns heute bekannten Informationen bestehen keine Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.

 

Rodgau, 2. September 2024

Thekla Carola Schmidt, Geschäftsführerin

John Leo Healy, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Revvity (Germany) GmbH, Rodgau

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Revvity (Germany) GmbH, Rodgau - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Revvity (Germany) GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Lübeck, 23. September 2024

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Lüthje, Wirtschaftsprüfer

Dr. Wißmann, Wirtschaftsprüfer

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