Covivio Alemannenstraße 18 GmbH
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marc Werenbeck-Ueding seit 20.1.2026 | Prokura |
Kevin Marcel Labus seit 4.6.2024 | Prokura |
Katja Stiefenhöfer seit 30.5.2022 | Geschäftsführer |
Erik Roeser seit 30.5.2022 | Prokura |
Ulf Illbruck seit 1.3.2021 | Prokura |
Uwe Heinz Becker seit 1.3.2021 | Prokura |
Rainer Langenhorst seit 29.4.2020 | Geschäftsführer |
Jochen Humpert seit 29.4.2020 | Geschäftsführer |
Daniel Frey seit 29.4.2020 | Geschäftsführer |
Sebastian Haeffs seit 29.4.2020 | Prokura |
Alexander Königsfeld seit 29.4.2020 | Prokura |
Thorsten Heitmann seit 29.4.2020 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 89.90% | |
COVIVIO SA | 10.10% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Covivio Immobilien SEEssenKonzernabschluss zum 31. Dezember 2021 und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021Geschäftsbericht 2021A. Konzerngesamtergebnisrechnung
B.1 KonzernbilanzVermögenswerte
C. Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
D. Konzern-Kapitalflussrechnung
E. IFRS Konzernanhang1. Berichtendes UnternehmenDie Covivio Immobilien SE ist ein Unternehmen mit satzungsmäßigem Sitz in Essen, Deutschland, und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Essen unter der Nummer HR B 26385 am 27. Mai 2015 eingetragen worden. Die Hauptverwaltung der Covivio Immobilien SE ist in Oberhausen, Deutschland. Der Konzernabschluss des Unternehmens für das am 31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr umfasst das Unternehmen und seine Tochterunternehmen (zusammen als Covivio oder Gruppe bezeichnet). Der Konzern betreibt hauptsächlich die Vermietung und Bewirtschaftung von Wohn- und Gewerbeimmobilien. Daneben rückt der sogenannte Development-Bereich, insbesondere in Berlin, immer mehr in den Vordergrund und soll weiter ausgebaut werden. Hierbei werden über die Bebauung von Nachverdichtungsflächen sowie die Aufstockung und den Ausbau von Dachgeschossen zusätzliche Mietwohnungen aber auch Eigentumswohnungen zum Verkauf erstellt. 2. Grundlagen der AbschlusserstellungDer Konzernabschluss wurde in Übereinstimmung mit sämtlichen in der EU anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Darüber hinaus sind ergänzend die nach § 315e Absatz 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Anlehnung an die von der European Public Real Estate Association (EPRA) vorgeschlagenen Form gegliedert. Der Vorstand der Covivio Immobilien SE hat den Konzernabschluss im Januar und Februar 2022 aufgestellt. BewertungsgrundlagenWesentliche Bewertungsgrundlage für den Konzernabschluss waren die fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten - mit Ausnahme der nachstehenden wesentlichen Posten in der Bilanz:
3. Funktionale- und DarstellungswährungDieser Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung des Konzerns, dargestellt. Alle in Euro dargestellten Finanzinformationen wurden, soweit nicht anders angegeben, auf den nächsten Tausender gerundet. Im Rahmen einer Akquisition im Jahr 2015 wurden mehrere Erwerbsvorgänge in DKK durchgeführt, da die erworbene Gesellschaft an der Börse in Kopenhagen notiert war. Zum 31.12.2021 verbleibt ein Konto mit einem Guthabenbestand in DKK (Abschnitt 38). Weitere relevante Transaktionen in fremder Währung bestehen nicht. 4. Verwendung von Schätzungen und ErmessensentscheidungenDie Erstellung des Konzernabschlusses verlangt vom Vorstand Ermessensentscheidungen und Schätzungen, die die Anwendung von Rechnungslegungsmethoden und die ausgewiesenen Beträge der Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen betreffen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Schätzungen und zugrundeliegende Annahmen werden laufend überprüft. Überarbeitungen von Schätzungen werden prospektiv erfasst. Informationen über bedeutende Ermessensentscheidungen bei der Anwendung der Rechnungslegungsmethoden, die die im Konzernabschluss erfassten Beträge wesentlich beeinflussen und Annahmen und Schätzungsunsicherheiten, durch die beträchtliche Risiken entstehen können, welche innerhalb des nächsten Geschäftsjahres wesentliche Anpassungen erforderlich machen könnten, sind in den nachstehenden Anhangangaben enthalten:
5. KonsolidierungskreisNeben der Covivio Immobilien SE werden zum 31. Dezember 2021 insgesamt 105 (i.Vj.: 80) inländische und 37 (i.Vj.: 37) ausländische Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Alle Unternehmen werden im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen, da Beherrschung wegen der Mehrheit der Stimmrechte vorliegt. Maßgebliche Beschränkungen im Hinblick auf die Möglichkeit, Zugang zu den Vermögenswerten zu erlangen oder diese zu verwerten und Verbindlichkeiten zu erfüllen, bestehen nicht. Für alle einbezogenen Unternehmen gilt der 31. Dezember als Abschlussstichtag. Wie im Vorjahr bestehen keine nicht konsolidierten Konzernunternehmen. Eine Liste der Konzernunternehmen befindet sich in Abschnitt 43. Im Berichtsjahr wurden 0 (i.Vj.: 0) Unternehmen neu gegründet. Im Berichtsjahr wurden 33 (i.Vj.: 10) Unternehmen erworben. Zu den Erstkonsolidierungen wird auf die Erläuterungen in Abschnitt 11 verwiesen. Im Berichtsjahr wurden 0 (i.Vj.: 1) Unternehmen entkonsolidiert. 8 Unternehmen sind durch konzerninterne Anwachsungen bzw. Verschmelzungen aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Zu den Anwachsungen bzw. Verschmelzungen wird auf die Erläuterungen in Abschnitt 42 verwiesen. 6. Wesentliche RechnungslegungsmethodenKonsolidierungsgrundsätze(i) UnternehmenszusammenschlüsseDie Gruppe bilanziert Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode, wenn die erworbene Gruppe von Tätigkeiten und Vermögenswerten die Definition eines Geschäftsbetriebs erfüllt und die Gruppe Beherrschung erlangt hat (siehe (ii)). Ob es sich bei einer bestimmten Gruppe von Tätigkeiten und Vermögenswerten um einen Geschäftsbetrieb handelt, beurteilt der Konzern danach, ob die Gruppe der erworbenen Vermögenswerte und Tätigkeiten mindestens einen Ressourceneinsatz und ein substanzielles Verfahren umfasst und ob die erworbene Gruppe in der Lage ist, Leistungen zu erstellen. Der Konzern hat die Möglichkeit, einen Konzentrationstest anzuwenden, der eine vereinfachte Beurteilung ermöglicht, ob eine erworbene Gruppe von Tätigkeiten und Vermögenswerten kein Geschäftsbetrieb ist. Der optionale Konzentrationstest ist erfüllt, wenn der beizulegende Zeitwert der erworbenen Bruttovermögenswerte im Wesentlichen auf einen einzigen identifizierbaren Vermögenswert oder eine Gruppe ähnlicher identifizierbarer Vermögenswerte konzentriert ist. Die beim Erwerb übertragene Gegenleistung sowie das erworbene identifizierbare Nettovermögen werden grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Rahmen der Neubewertung werden sämtliche stille Reserven und Lasten des übernommenen Reinvermögens aufgedeckt. Vermögenswerte bzw. Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden, werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Die sich aufgrund erstmaliger Konsolidierung nach Aufdeckung der stillen Reserven und Lasten ergebenden positiven und negativen Unterschiedsbeträge resultieren im Wesentlichen aus der zeitlichen Differenz zwischen Kaufpreisermittlung bzw. letztmaliger Ermittlung der Immobilienverkehrswerte und den Wertverhältnissen am Stichtag der erstmaligen Konsolidierung. Mit der Transaktion verbundene Kosten werden unmittelbar als Aufwand erfasst. Die Gesellschaft wendet die Vereinfachungsregelungen des IFRS 1, Anlage C, Tz. 1 auf Unternehmenszusammenschlüsse an, die vor dem 1. Januar 2012 stattgefunden haben. Die sich aufgrund der Erstkonsolidierung auf den 1. Oktober 2004 nach Aufdeckung der stillen Reserven ergebenden negativen Unterschiedsbeträge sind in Höhe von TEUR 874 in das Eigenkapital eingestellt worden. (ii) TochterunternehmenTochterunternehmen sind vom Konzern beherrschte Unternehmen. Der Konzern beherrscht ein Unternehmen, wenn er schwankenden Renditen aus seinem Engagement bei dem Unternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über das Unternehmen zu beeinflussen. Die Abschlüsse von diesen Unternehmen sind im Konzernabschluss ab dem Zeitpunkt enthalten, an dem die Beherrschung beginnt und bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung endet. (iii) Nicht beherrschende AnteileBei Unternehmenszusammenschlüssen bewertet der Konzern nicht beherrschende Anteile an dem erworbenen Unternehmen zu ihrem entsprechenden Anteil am identifizierbaren Nettovermögen des erworbenen Unternehmens, das im Allgemeinen zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird. Anteile am Nettovermögen, die nicht der Covivio Immobilien SE zuzurechnen sind, werden unter den nicht beherrschenden Anteilen als separate Komponente des Eigenkapitals ausgewiesen. Änderungen des Anteils des Konzerns an einem Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als Eigenkapitaltransaktion bilanziert. (iv) Verlust der BeherrschungVerliert der Konzern die Beherrschung über ein Tochterunternehmen, werden die Vermögenswerte und Schulden der Tochtergesellschaft sowie die dazugehörigen nicht beherrschenden Anteile ausgebucht. Das Ergebnis wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Bewertung der zurückbehaltenen Anteile erfolgt zum Fair Value zum Zeitpunkt des Verlusts der Beherrschung. (v) Bei der Konsolidierung eliminierte GeschäftsvorfälleKonzerninterne Salden und Geschäftsvorfälle und alle nicht realisierten Erträge und Aufwendungen aus wesentlichen konzerninternen Geschäftsvorfällen werden bei der Erstellung des Konzernabschlusses eliminiert. Umsatzerlöse / laufende FertigungsaufträgeNach IFRS 15 ist der Betrag als Umsatzerlös zu erfassen, der für die Übertragung von Gütern oder Dienstleistungen an Kunden als Gegenleistung erwartet wird. Hinsichtlich der Bestimmung des Zeitpunkts beziehungsweise des Zeitraums kommt es nicht mehr vordergründig auf die Übertragung der Risiken und Chancen (risk and reward approach), sondern auf den Übergang der Kontrolle an den Gütern oder Dienstleistungen auf den Kunden an (control approach). Der Anwender muss dabei in fünf Schritten bestimmen, wann und in welcher Höhe ein Umsatz zu realisieren ist. Im ersten Schritt ist der Vertrag im Sinne von IFRS 15 zu bestimmen. Unter bestimmten Bedingungen sind Verträge zusammenzufassen. Im zweiten Schritt sind die einzelnen Leistungsverpflichtungen zu bestimmen. Hierzu sind zunächst die vertraglichen Leistungsversprechen zu identifizieren und daraufhin zu überprüfen, ob sie im Sinne des Standards unterscheidbar sind. Nicht unterscheidbare Leistungsversprechen sind zusammenzufassen, bis ein unterscheidbares Leistungsbündel vorliegt. Im dritten Schritt wird die Gegenleistung bestimmt. Es sind u.a. variable Preisbestandteile wie Rabatte sowie wesentliche Finanzierungskomponenten zu berücksichtigen. Im vierten Schritt ist die Gegenleistung auf die jeweiligen Leistungsverpflichtungen aufzuteilen. Die Aufteilung erfolgt anhand der relativen Einzelveräußerungspreise. Dabei wird unterschieden, ob diese beobachtbar sind oder mittels einer geeigneten Methode geschätzt werden müssen. Im fünften Schritt wird in Abhängigkeit des Kontrollübergangs bestimmt, wann der Umsatz erfasst wird. Je Leistungsverpflichtung ist anhand bestimmter Kriterien zu bestimmen, ob der Umsatz über einen Zeitraum oder in einem Zeitpunkt erfasst wird. Erlöse aus Fertigungsaufträgen werden zeitraumbezogen im Verhältnis des Fertigstellungsgrades realisiert, wenn die Kontrolle über Güter oder Dienstleistungen über einen Zeitraum transferiert wird. Dies ist der Fall, wenn durch die Leistungserbringung ein Vermögenswert entsteht, der für den Konzern keinen alternativen Nutzen hat und der Konzern einen Rechtsanspruch auf Bezahlung der bereits erbrachten Leistung hat. Vertragliche Vermögenswerte / VertragsverbindlichkeitenIFRS 15 enthält Vorgaben zum Ausweis der auf Vertragsebene bestehenden Leistungsüberschüsse oder -verpflichtungen. Dies sind Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Kundenverträgen, die sich abhängig vom Verhältnis der vom Unternehmen erbrachten Leistung und der Zahlung des Kunden ergeben. In Anwendung dieser Vorgaben wurden Umgliederungen aus der Bilanzposition Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo in die vertraglichen Vermögenswerte vorgenommen und Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo in die Vertragsverbindlichkeiten vorgenommen. Vertragliche Vermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten ergeben sich bei der Gruppe aus erhaltenen Anzahlungen auf Verträge, die im Anwendungsbereich des IFRS 15 sind. Laufende Fertigungsaufträge bestehen im Zusammenhang mit im Bauträgerverfahren zu erstellenden Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen. Nach IFRS 15 sind die Erlöse anhand der oben beschriebenen Kritereien zeitraumbezogen zu erfassen (siehe auch unter Vorratsimmobilien). Erlöse aus der Hausbewirtschaftung beinhalten Einnahmen aus der Vermietung von Immobilien, die unter Abzug von Erlösschmälerungen für Leerstandskosten entsprechend der zugrundeliegenden Vertragslaufzeiten realisiert werden, sofern die Vergütung vertraglich festgesetzt oder verlässlich bestimmbar und die Erfüllung der damit verbundenen Forderungen wahrscheinlich ist. Die Erlöse aus der Betreuungstätigkeit betreffen vorwiegend die Immobilienverwaltung für Dritte. Bei der Gruppe werden für alle bis zum Jahresende erbrachten Leistungen für Betriebskosten auch die korrespondierenden Erlöse im Jahr der Leistungserbringung erfasst. Der Ausweis erfolgt saldiert gemäß der Prinzipal-Methode, insbesondere aufgrund des Geschäftsmodells des Konzerns, das einen hohen Anteil von selbst erbrachten betriebskostenrelevanten Leistungen für Energiekosten vorsieht und weil der Konzern von Mietern/-innen als primär Verantwortlicher für die Leistungserbringung angesehen wird. Leistungen an Arbeitnehmer(i) Kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer:Verpflichtungen aus kurzfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer/-innen werden als Aufwand erfasst, sobald die damit verbundene Arbeitsleistung erbracht wird. Eine Schuld ist für den erwartungsgemäß zu zahlenden Betrag zu erfassen, wenn der Konzern gegenwärtig eine rechtliche oder faktische Verpflichtung hat, diesen Betrag aufgrund einer vom Arbeitnehmer erbrachten Arbeitsleistung zu zahlen und die Verpflichtung verlässlich geschätzt werden kann. (ii) Anteilsbasierte Vergütungen:Bestimmten Fach- und Führungskräften der Gruppe wurden vom Vorstand der Covivio SA, Metz (Frankreich) Gratisaktien der Covivio zugesagt. Seit 2011 erhielten diese Zusagen nur noch wenige obere Führungskräfte der Gruppe, seit 2016 wurde die Zahl der Teilnehmer/-innen wieder erhöht (für Details zum Gratisaktienprogramm siehe Abschnitt 9 dieses Dokumentes). (iii) Leistungsorientierte Pläne:Die Verpflichtungen des Konzerns aus leistungsorientierten Pensionsplänen werden für jeden leistungsorientierten Plan separat und nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Dabei werden zunächst die in der laufenden Periode und die in früheren Perioden von den Arbeitnehmern - im Austausch für die erbrachten Arbeitsleistungen - erdienten Versorgungsleistungen geschätzt. Diese Versorgungsleistungen werden in einem nächsten Schritt unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (projected unit credit method) diskontiert, um den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung, die sogenannte Bruttopensionsverpflichtung, zu ermitteln. Der Konzern bestimmt den Zinsaufwand (Zinsertrag) durch Multiplikation der Schuld zu Periodenbeginn mit dem der Diskontierung der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung am Periodenbeginn zugrundeliegenden Zinssatz. Der Diskontierungszinssatz wird auf Grundlage von Renditen bestimmt, die am jeweiligen Stichtag für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen am Markt erzielt werden. Währung und Laufzeit der zugrunde gelegten Anleihen stimmen mit der Währung und den voraussichtlichen Fristigkeiten der nach Beendigung der Arbeitsverhältnisse zu erfüllenden Versorgungsverpflichtung überein. Der Ermittlung der Schuld liegt zu jedem Abschlussstichtag ein versicherungsmathematisches Gutachten eines qualifizierten versicherungsmathematischen Gutachters zugrunde. Sämtliche Neubewertungseffekte erfasst die Gesellschaft sofort im sonstigen Ergebnis, wohingegen die übrigen Komponenten des Nettopensionsaufwandes (Dienstzeit- und Zinskomponente) im Gewinn oder Verlust der Periode Berücksichtigung finden. Ändert sich der Barwert einer leistungsorientierten Verpflichtung infolge einer Plananpassung (d.h. Einführung, Rücknahme oder Veränderung eines leistungsorientierten Versorgungsplans) oder Plankürzung (d.h. erhebliche Verringerung der Anzahl in einem Versorgungsplan erfassten Arbeitnehmer), erfasst die Gesellschaft die hieraus resultierenden Effekte als nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand im Gewinn oder Verlust der Periode. Die Erfassung erfolgt grundsätzlich in dem Zeitpunkt, in dem die Planänderung oder Plankürzung eintritt. (iv) Andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer/-innen:Die Nettoverpflichtung des Konzerns im Hinblick auf langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer/-innen, mit Ausnahme von Altersversorgungsplänen, wie z.B. Jubiläumszusagen, sind die künftigen Leistungen, die die Arbeitnehmer im Austausch für die erbrachten Arbeitsleistungen in der laufenden Periode und in früheren Perioden erdient haben. Diese Leistungen werden zur Bestimmung ihres Barwertes abgezinst. Neubewertungen werden in der Periode im Gewinn oder Verlust erfasst, in der sie entstehen. Aktuell bestehen keine solchen Verpflichtungen zur Gewährung anderer langfristiger Leistungen. (v) Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses:Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden als Aufwand erfasst, wenn der Konzern nachweislich und ohne realistische Möglichkeit, sich dem zu entziehen, zu einem formalen detaillierten Plan verpflichtet ist, entweder das Arbeitsverhältnis vor dem Zeitpunkt der regulären Pensionierung zu beenden oder Leistungen bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses aufgrund eines Angebots zur Förderung eines freiwilligen vorzeitigen Ausscheidens zu erbringen. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses aufgrund eines freiwilligen vorzeitigen Ausscheidens werden als Aufwand erfasst, wenn der Konzern ein Angebot für ein freiwilliges vorzeitiges Ausscheiden gemacht hat, es wahrscheinlich ist, dass das Angebot angenommen wird und die Anzahl der Arbeitnehmer/-innen, die das Angebot annehmen, verlässlich geschätzt werden kann. Ist bei Leistungen nicht zu erwarten, dass sie innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag vollständig abgegolten werden, werden sie abgezinst. Finanzerträge und FinanzierungsaufwendungenFinanzerträge umfassen:
Zinserträge werden nach der Effektivzinsmethode im Gewinn oder Verlust erfasst, sobald sie anfallen. Finanzierungsaufwendungen umfassen:
ErtragsteuernDer Steueraufwand umfasst tatsächliche und latente Steuern. Tatsächliche Steuern und latente Steuern werden im Gewinn oder Verlust erfasst, ausgenommen in dem Umfang, in dem sie mit einem Unternehmenszusammenschluss oder mit einem direkt im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfassten Posten verbunden sind. (i) Tatsächliche SteuernTatsächliche Steuern sind die erwartete Steuerschuld oder Steuerforderung auf das für das Geschäftsjahr zu versteuernde Einkommen oder den steuerlichen Verlust, und zwar - sofern noch keine gültigen Steuerbescheide vorliegen - auf der Grundlage von Steuersätzen, die am Abschlussstichtag gelten oder in Kürze gelten werden, sowie alle Anpassungen der Steuerschuld für frühere Jahre. Der Betrag der erwarteten Steuerschuld oder Steuerforderung spiegelt den Betrag wider, der unter Berücksichtigung von steuerlichen Unsicherheiten, sofern vorhanden, die beste Schätzung darstellt. In der Bilanz werden für laufende Ertragsteuern für die aktuelle und frühere Perioden Steuerrückstellungen angesetzt, sofern diese noch nicht beglichen wurden. (ii) Latente SteuernLatente Steuern werden im Hinblick auf temporäre Differenzen zwischen den Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden für Konzernrechnungslegungszwecke und den verwendeten Beträgen für steuerliche Zwecke erfasst. Latente Steuern werden nicht erfasst für:
Die Bewertung latenter Steuern spiegelt die steuerlichen Konsequenzen wider, die sich aus der Erwartung der Gruppe im Hinblick auf die Art und Weise der Realisierung der Buchwerte seiner Vermögenswerte bzw. der Erfüllung seiner Schulden zum Abschlussstichtag ergeben. Für als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, wird davon ausgegangen, dass der Buchwert im Falle einer Veräußerung realisiert wird. Latente Steuern werden anhand der Steuersätze bewertet, die erwartungsgemäß auf temporäre Differenzen angewendet werden, sobald sie sich umkehren, und zwar unter Verwendung von Steuersätzen, die am Abschlussstichtag gültig oder angekündigt sind. Bei der Ermittlung des anzuwendenden Steuersatzes wurde unterschieden zwischen den Gesellschaften, für die aufgrund der erwarteten künftigen erweiterten Gewerbesteuerkürzung für Grundstücksunternehmen oder aufgrund einer fehlenden inländischen Betriebsstätte auf die Einbeziehung der Gewerbesteuer verzichtet werden kann, und Gesellschaften, die die erweiterte Gewerbesteuerkürzung für Grundstücksunternehmen nicht für sich beanspruchen können, zum Beispiel Holdinggesellschaften. Für erstere werden die latenten Steuern auf Basis eines Steuersatzes von 15,825% für die Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlags errechnet, für die zweite Gruppe wird ein nach Standorten des Konzerns gewichteter Gesamtsteuersatz von 33,325% angewendet. Die nach IFRS angesetzten beizulegenden Zeitwerte für Grundstücke und Gebäude weichen zum Teil deutlich von den steuerlichen Wertansätzen ab. Daraus ergeben sich insbesondere passive Steuerlatenzen. Des Weiteren werden auf steuerliche Verlustvorträge aktive latente Steuern gebildet. Ein latenter Steueranspruch wird für noch nicht genutzte steuerliche Verluste, noch nicht genutzte Steuergutschriften und abzugsfähige temporäre Differenzen in dem Umfang erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass künftige zu versteuernde Ergebnisse zur Verfügung stehen werden, für die sie genutzt werden können. Latente Steueransprüche werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und ggf. angepasst, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass der damit verbundene Steuervorteil realisiert werden wird. Latente Steueransprüche (aktive latente Steuern) und latente Steuerschulden werden saldiert, wenn es ein einklagbares Recht gibt, die tatsächlichen Steuerschulden und tatsächlichen Steuererstattungsansprüche zu saldieren und sie sich auf Steuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde für dasselbe Steuersubjekt oder für unterschiedliche Steuersubjekte erhoben werden, die jedoch beabsichtigen, den Ausgleich der tatsächlichen Steuerschulden und Erstattungsansprüche auf Nettobasis herbeizuführen, oder deren Steueransprüche und Steuerschulden gleichzeitig realisiert werden. In Übereinstimmung der Regelungen des IAS 12 werden latente Steueransprüche bzw. -verbindlichkeiten nicht abgezinst. (iii) SteuerrisikenBei der Feststellung der Höhe von tatsächlichen und latenten Steuern berücksichtigt der Konzern die Auswirkungen von ungewissen Steuerpositionen und ob zusätzliche Steuern und Zinsen fällig sein können. Diese Beurteilung erfolgt auf der Basis von Schätzungen und Annahmen und kann eine Reihe von Ermessensentscheidungen über künftige Ereignisse enthalten. Es können neue Informationen zur Verfügung stehen, die den Konzern dazu veranlassen, seine Ermessensentscheidung bezüglich der Angemessenheit der bestehenden Steuerschulden zu ändern. Solche Änderungen an den Steuerschulden haben Auswirkungen auf den Steueraufwand in der Periode, in der eine solche Feststellung getroffen wird. VorräteDie Vorräte umfassen Durchlauferhitzer und Küchen. Die Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. VorratsimmobilienUnter den Vorratsimmobilien werden zum Verkauf bestimmte Grundstücke und Gebäude sowie das verkaufsbezogene Developmentgeschäft gezeigt. Die Immobilien aus dem Developmentgeschäft werden für den späteren Verkauf entwickelt und gebaut und dienen daher nicht der Erzielung von Mieterlösen Wertsteigerungszwecken im Sinnes des IAS 40. Sofern für die zur Veräußerung vorgesehenen Immobilien kein Kaufvertrag vorliegt, erfolgt die Bewertung im Sinne des IAS 2 mit den fortgeführten Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert. Liegt ein Kaufvertrag vor, bei dem die Kontrolle im Sinne des IFRS 15.35(c) mit Beurkundung auf den Kunden übergeht, werden die Umsatzerlöse ab diesem Zeitpunkt zeitraumbezogen anhand des Fertigstellungsgrads des Developmentprojekts mittels der sogenanten Percentage-of-Completion-Methode ermittelt. Der Fertigstellungsgrad wird dabei anhand der tatsächlich angefallenen Kosten im Verhältnis zu den erwarteten Kosten ermittelt. Diese Vorratsimmobilien werden saldiert mit den korrespondierenden erhaltenen Anzahlungen und Forderungen ausgewiesen. Bei denjenigen Developmentprojekten, die die Kriterien des IFRS 15.35 nicht erfüllen, werden die Umsatzerlöse zeitpunktbezogen erfasst. Sachanlagen(i) Erfassung und Bewertung:Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten gemindert um kumulierte Abschreibungen und kumulierte Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die Anschaffungskosten beinhalten Aufwendungen, die dem Erwerb des Vermögenswertes direkt zurechenbar sind. Wenn Teile einer Sachanlage unterschiedliche Nutzungsdauern haben, werden sie als gesonderte Posten (Hauptbestandteile) von Sachanlagen bilanziert. Jeder Gewinn oder Verlust aus dem Abgang einer Sachanlage wird im Gewinn oder Verlust erfasst. (ii) Nachträgliche Anschaffungs- und Herstellungskosten:Nachträgliche Ausgaben werden nur aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass der mit den Ausgaben verbundene, künftige wirtschaftliche Nutzen der Gruppe zufließen wird. (iii) Abschreibung:Die Abschreibung wird berechnet, indem die Anschaffungs- und Herstellungskosten von Sachanlagen abzüglich ihrer geschätzten Restwerte linear auf den Zeitraum ihrer geschätzten Nutzungsdauern verteilt werden. Die Abschreibung wird grundsätzlich im Gewinn oder Verlust erfasst. Grundstücke werden nicht abgeschrieben. Die geschätzten Nutzungsdauern für das laufende Jahr wurden angepasst und sind daher mit dem Vorjahr nicht vergleichbar. Diese Änderung hat keine wesentlichen Auswirkungen. Die Nutzungsdauern sind in nachfolgender Tabelle dargestellt:
Abschreibungsmethoden, Nutzungsdauern und Restwerte werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst. Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts- oder Firmenwert(i) Erfassung und BewertungGeschäfts- oder FirmenwertEin im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen entstandener Geschäfts- oder Firmenwert wird mit den Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Sonstige immaterielle VermögenswerteSonstige immaterielle Vermögenswerte, die vom Konzern erworben werden und begrenzte Nutzungsdauern haben, werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. (ii) Abschreibung:Mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwertes werden immaterielle Vermögenswerte über den Zeitraum ihrer geschätzten Nutzungsdauern ab dem Zeitpunkt linear abgeschrieben, ab dem sie für die Nutzung bereitstehen. Die Abschreibungen erfolgen über Nutzungsdauern zwischen 3 und 5 Jahren. Die Abschreibungen werden grundsätzlich im Gewinn oder Verlust erfasst. Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Abschreibungsmethoden, Nutzungsdauern und Restwerte werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst. Als Finanzinvestition gehaltene ImmobilienWenn die Gruppe Immobilien erwirbt - sei es durch einen Unternehmenszusammenschluss oder separat - werden diese entsprechend ihrer beabsichtigten Nutzung überwiegend als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Investment Properties) klassifiziert. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sind Immobilien, die entweder zur Erzielung von Mieteinnahmen und/oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten werden, jedoch nicht zur Erbringung von Dienstleistungen oder für Verwaltungszwecke. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden zunächst zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten und später zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei etwaige diesbezügliche Änderungen im Gewinn oder Verlust erfasst werden. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten beinhalten Ausgaben, die dem Erwerb der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien direkt zurechenbar sind. Transaktionskosten, wie zum Beispiel Honorare und Gebühren für Rechtsberatung oder Grunderwerbsteuer werden im Rahmen eines Erwerbs von Immobilien bei der erstmaligen Bewertung mit einbezogen. Zur Vorgehensweise bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes wird auf Abschnitt 9 verwiesen. Jeder Gewinn oder Verlust beim Abgang einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie (berechnet als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert) wird im Gewinn oder Verlust erfasst. Mieterlöse aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden als Umsatzerlöse linear über die Mietlaufzeit erfasst. Gewährte Mietanreize werden als Bestandteil der Gesamtmieterträge über die Laufzeit des Mietverhältnisses erfasst. Als zur Veräußerung gehaltene ImmobilienDie Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten setzt voraus, dass die Vermögenswerte im gegenwärtigen Zustand zu gängigen Bedingungen veräußerbar sind und die Veräußerung höchstwahrscheinlich ist. Eine Veräußerung ist höchstwahrscheinlich, wenn der Plan für den Verkauf beschlossen wurde, die Suche nach einem Käufer und die Durchführung des Plans aktive begonnen wurde, der Vermögenswert zu einem angemessenen Preis angeboten wird und die Veräußerung erwartungsgemäß innerhalb eines Jahres ab dem Zeitpunkt der Klassifizierung erfolgt. Investment Properties werden im Konzern als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte bilanziert, wenn der notarielle Kaufvertrag bereits vor dem Abschlussstichtag geschlossen wurde, die wirtschaftliche Übergabe (Übergang von Nutzen und Lasten) aber erst nach dem Abschlussstichtag erfolgt (siehe Abschnitt 10 "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte", Abschnitt 19 "Ergebnis Immobilienverkäufe" und Abschnitt 24 "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien"). Die Bewertung erfolgt zum Verkaufspreis abzüglich erwarteter Veräußerungskosten. Positive oder negative Effekte aus der Differenz zwischen dem vertraglich vereinbarten Verkaufspreis und beizulegendem Wert werden erfolgswirksam unter der Nettowertveränderung von Finanzimmobilien erfasst. FinanzinstrumenteGemäß den Vorschriften im IFRS 9 klassifiziert die Gruppe Finanzinstrumente je nach Kategorie zu fortgeführten Anschaffungskosten und erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert. Finanzielle Vermögenswerte, deren Zahlungsströme ausschließlich aus Zins- und Tilgungszahlungen bestehen, werden in Abhängigkeit des Geschäftsmodells der Gruppe klassifiziert. Sämtliche von der Gruppe gehaltenen finanziellen Vermögenswerte, deren Zahlungsströme ausschließlich aus Zins- und Tilgungszahlungen bestehen werden in einem Geschäftsmodell gehalten, welches vorsieht, den Vermögenswert zu halten, um die vertraglichen Zahlungsströme zu vereinnahmen und werden daher zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Finanzielle Vermögenswerte, deren Zahlungsströme nicht ausschließlich aus Zins- und Tilgungszahlungen bestehen, wie z.B. Derivate werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Eigenkapitalinstrumente werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Diese Eigenkapitalinstrumente sind in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten enthalten. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und unterliegen der Effektivzinsmethode. Die Wertberichtigungen werden anhand des Expected Credit Loss-Modells ermittelt. Gemäß diesem Modell werden für finanzielle Vermögenswerte, die entsprechend ihrer Kategorie zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste erfasst. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird die Höhe der Wertberichtigung ab der erstmaligen Erfassung der Forderung anhand der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste bemessen. Die über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste werden sowohl auf Ebene des einzelnen Vermögenswertes als auch auf kollektiver Ebene ermittelt. Alle Vermögenswerte, die für sich genommen bedeutsam sind, d.h. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, werden auf spezifische eingetretene Kreditverluste hin beurteilt. Diejenigen, die sich als nicht spezifisch wertgemindert herausstellen, werden anschließend kollektiv auf etwaige erwartete Kreditverluste beurteilt, die noch nicht eingetreten sind Diesbezügliche Kreditverluste werden im Ergebnis und direkt im Buchwert des finanziellen Vermögenswertes erfasst. Vermögenswerte, die für sich genommen nicht bedeutsam sind, werden kollektiv auf über die Laufzeit erwartete Kreditverluste hin beurteilt, indem Vermögenswerte mit ähnlichen Risikoeigenschaften in einer Gruppe zusammengefasst werden. Diese Forderungen werden über ein Wertberichtigungskonto wertgemindert. Die Gruppe klassifiziert Forderungen aus der Vermietung als sofort fällig und führt Wertminderungen in Übereinstimmung mit den von Covivio SA, Metz (Frankreich) verwendeten Kriterien durch. Dabei werden Forderungen, die zwischen drei und sechs Monate alt sind, mit 50% und Forderungen, die älter als sechs Monate sind, mit 100% wertberichtigt. Darüber hinaus werden Forderungen gegenüber Mietern, die verzogen sind, ebenfalls mit 100% wertberichtigt. Eine Wertminderung hinsichtlich eines finanziellen Vermögenswerts, der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wird, wird als Differenz zwischen seinem Buchwert und dem Barwert des geschätzten künftigen Cashflows berechnet, abgezinst mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des Vermögenswerts. Wenn ein nach der Erfassung der Wertberichtigung eintretendes Ereignis eine Verringerung der Höhe der Wertberichtigung zur Folge hat, wird die Verringerung der Wertberichtigung ergebniswirksam rückgängig gemacht. (i) Nicht derivative finanzielle VermögenswerteDer Konzern bilanziert Kredite und Forderungen ab dem Zeitpunkt, zu dem sie entstanden sind. Alle anderen finanziellen Vermögenswerte werden erstmals am Handelstag, also dem Tag, an dem der Konzern Vertragspartei hinsichtlich des Finanzinstruments wird, erfasst. Der Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert aus, wenn die vertraglichen Rechte hinsichtlich der Cashflows aus einem Vermögenswert auslaufen oder er die Rechte zum Erhalt der Cashflows in einer Transaktion überträgt, in der auch alle wesentlichen mit dem Eigentum des finanziellen Vermögenswerts verbundenen Risiken und Chancen übertragen werden. Jeder Anteil an solchen übertragenen finanziellen Vermögenswerten, die im Konzern entstehen oder verbleiben, wird als separater Vermögenswert oder separate Verbindlichkeit bilanziert. In dem veröffentlichten Zeitraum hat es keine sog. verfehlten Abgänge gegeben. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden verrechnet und in der Bilanz als Nettowert ausgewiesen, allerdings nur wenn der Konzern einen Rechtsanspruch hat, die erfassten Beträge miteinander zu verrechnen und beabsichtigt ist, entweder den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Verwertung des betreffenden Vermögenswertes die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen. Zu den dargestellten Stichtagen wurde mit Ausnahme der Betriebskosten keine Saldierung vorgenommen. Wenn sich die Basis für die Ermittlung der vertraglichen Zahlungsströme eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verbindlichkeit, jeweils zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, infolge der Reform der Referenzzinssätze geändert hat, passte der Konzern den Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswertes oder der finanziellen Verbindlichkeit an, um die durch die Reform erforderliche Änderung zu berücksichtigen. Eine Änderung der Basis für die Ermittlung der vertraglichen Zahlungsströme ist aufgrund der Reform der Referenzzinssätze erforderlich, wenn die beiden folgenden Bedingungen erfüllt sind:
Wurden an einem finanziellen Vermögenswert oder einer finanziellen Verbindlichkeit Änderungen vorgenommen, die über die nach der Reform der Referenzzinssätze erforderlichen Änderungen der Basis für die Ermittlung der vertraglichen Zahlungsströme hinausgehen, passte der Konzern zunächst den Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswertes oder der finanziellen Verbindlichkeit an, um die durch die Reform der Referenzzinssätze erforderliche Änderung zu berücksichtigen. Erst danach wendete der Konzern die Rechnungslegungsmethoden zur Bilanzierung von Änderungen auf die zusätzlichen Änderungen an. (ii) Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werdenDer Konzern erfasst seine originären finanziellen Verbindlichkeiten erstmals zu dem Zeitpunkt, zu dem sie entstanden sind. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen erfüllt, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten werden bei erstmaligem Ansatz zum beizulegenden Zeitwert abzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten bewertet. Im Rahmen der Folgebewertung werden diese finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Zinsen werden periodengerecht unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode als Zinsaufwand erfasst. Zu den Finanzschulden zählen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und anderen Kreditgebern. (iii) Derivative FinanzinstrumenteDerivative Finanzinstrumente (Derivate) werden beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVTPL); zurechenbare Transaktionskosten werden unmittelbar im Gewinn oder Verlust erfasst. Zur Vorgehensweise bei der Bewertung des beizulegenden Zeitwertes wird auf Abschnitt 9 verwiesen. Derivate werden zum Handelstag vor dem Bilanzstichtag erfasst. Der Konzern hält derivative Finanzinstrumente ausschließlich zur Absicherung von Zinsrisiken aus variabel verzinsten Verbindlichkeiten, ohne jedoch die Regeln des Hedge Accounting nach IFRS 9 anzuwenden. Bei derivativen Finanzinstrumenten, die nicht als Sicherungsinstrument designiert werden, obwohl die Voraussetzungen für die Bilanzierung als Sicherungsbeziehung vorliegen, werden in der Gruppe alle Änderungen des beizulegenden Zeitwertes unmittelbar im Gewinn oder Verlust innerhalb des Finanzergebnisses erfasst. Der Konzern hat die Änderungen der Phase 2 retrospektiv zum 1. Januar 2021 angewendet. Wenn sich die Basis für die Ermittlung der vertraglichen Cashflows des Grundgeschäfts oder des Sicherungsinstruments infolge der IBOR-Reform ändert und daher keine Unsicherheit mehr über die Cashflows des Grundgeschäfts oder des Sicherungsinstruments besteht, ändert der Konzern die Dokumentation der Sicherungsbeziehung, um die durch die IBOR-Reform erforderliche(n) Änderung(en) (wie in (i) definiert) zu berücksichtigen. Zu diesem Zweck erfolgt eine Anpassung der Designation nur, um eine oder mehrere der folgenden Änderungen vorzunehmen:
Der Konzern ändert die Beschreibung des Sicherungsinstruments nur, wenn die beiden folgenden Bedingungen erfüllt sind:
Der Konzern ändert die formale Dokumentation des Sicherungsgeschäfts bis zum Ende der Berichtsperiode, in dem eine durch die IBOR-Reform erforderliche Änderung des abgesicherten Risikos, des Grundgeschäfts oder des Sicherungsinstruments vorgenommen wird. Diese Änderungen in der formalen Dokumentation der Sicherungsbeziehung bewirken weder die Beendigung der Sicherungsbeziehung noch die Designation einer neuen Sicherungsbeziehung. Werden zusätzlich zu den oben beschriebenen Änderungen, die durch die IBOR-Reform erforderlich sind, Änderungen vorgenommen, prüft der Konzern zunächst, ob diese zusätzlichen Änderungen zu einer Beendigung der Sicherungsbeziehung führen. Führen die zusätzlichen Änderungen nicht zur Beendigung der Sicherungsbeziehung, passt der Konzern die formale Dokumentation der Sicherungsbeziehung an die durch die IBOR-Reform erforderlichen Änderungen wie oben beschrieben an. Wenn die Referenzzinssätze, auf deren Basis die zukünftigen abgesicherten Zahlungsströme bestimmt werden, den durch die IBOR-Reform erforderlichen Änderungen unterliegen, unterstellt der Konzern, dass die im sonstigen Ergebnis ausgewiesene Rücklage aus Sicherungsgeschäften für diese Sicherungsbeziehung auf dem alternativen Referenzsatz basiert, dem die zukünftigen abgesicherten Zahlungsströme zugrunde liegen. Wertminderung(i) Nicht derivative finanzielle VermögenswerteEin finanzieller Vermögenswert, der nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert eingestuft ist, wird an jedem Abschlussstichtag überprüft, um festzustellen, ob es einen objektiven Hinweis darauf gibt, dass eine Wertminderung eingetreten ist. Bei einem finanziellen Vermögenswert liegt eine Wertminderung vor, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswertes eingetreten sind, ein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung vorliegt und ein solcher Schadensfall eine verlässlich schätzbare Auswirkung auf den erwarteten künftigen Cashflow dieses Vermögenswerts hat. (ii) Nicht finanzielle Vermögenswerte:Die Buchwerte der nicht finanziellen Vermögenswerte des Konzerns - mit Ausnahme von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien, Vorräten und latenten Steueransprüchen (siehe auch IAS 36.2) - werden an jedem Abschlussstichtag überprüft, um festzustellen, ob ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt. Ist dies der Fall, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswerts geschätzt. Falls vorhanden, werden Geschäfts- oder Firmenwerte sowie immaterielle Vermögenswerte mit einer unbegrenzten Nutzungsdauer jährlich auf Wertminderung überprüft. Um zu prüfen, ob eine Wertminderung vorliegt, werden Vermögenswerte in die kleinste Gruppe von Vermögenswerten zusammengefasst, die Mittelzuflüsse aus der fortgesetzten Nutzung erzeugen, die weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder zahlungsmittelgenerierender Einheiten (ZGEs) sind. Ein Geschäfts- oder Firmenwert, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, wird den ZGEs oder Gruppen von ZGEs zugeordnet, von denen erwartet wird, dass sie einen Nutzen aus den Synergien des Zusammenschlusses ziehen. Ein Wertminderungsaufwand wird erfasst, wenn der Buchwert eines Vermögenswerts oder einer ZGE ihren erzielbaren Betrag übersteigt. Wertminderungsaufwendungen werden, falls vorhanden, im Gewinn oder Verlust erfasst. Ein Wertminderungsaufwand im Hinblick auf den Geschäfts- oder Firmenwert wird nicht aufgeholt. Bei anderen Vermögenswerten wird ein Wertminderungsaufwand nur insofern aufgeholt, als der Buchwert des Vermögenswerts den Buchwert nicht übersteigt, der abzüglich der Abschreibungen oder Amortisationen bestimmt worden wäre, wenn kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Sonstige RückstellungenEine Rückstellung wird erfasst, wenn dem Konzern aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung entstanden ist, die verlässlich geschätzt werden kann, und der Abfluss eines wirtschaftlichen Nutzens zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich ist. Die sonstigen Rückstellungen werden unter den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Erhaltene AnzahlungenBei den erhaltenen Anzahlungen handelt es sich überwiegend um Abschlagszahlungen der Mieter auf noch nicht abgerechnete Heiz- und andere Betriebskosten, welche mit den korrespondierenden Forderungen aus der Nebenkostenabrechnung mit den Mietern verrechnet werden. Insgesamt ergibt sich ein Überhang der erhaltenen Anzahlungen über die Forderungen. Für den Nettoausweis, also die Verrechnung der gezahlten und abrechenbaren Kosten mit den erhaltenen Vorauszahlungen, spricht, dass die Leistungen erbracht wurden und die Gruppe das Recht hat, im Rahmen der Abrechnung ihre Ansprüche mit den erhaltenen Vorauszahlungen zu verrechnen. LeasingverhältnisseBei Vertragsbeginn beurteilt der Konzern, ob der Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet. Dies ist der Fall, wenn der Vertrag dazu berechtigt, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswertes gegen Zahlung eines Entgeltes für einen bestimmten Zeitraum zu kontrollieren. Um zu beurteilen, ob ein Vertrag das Recht zur Kontrolle eines identifizierten Vermögenswertes beinhaltet, legt der Konzern die Definition eines Leasingverhältnisses nach IFRS 16 zugrunde. (i) Covivio als Leasinggeber:Bei Vertragsbeginn oder bei Änderung eines Vertrags, der eine Leasingkomponente enthält, teilt der Konzern das vertraglich vereinbarte Entgelt auf Basis der relativen Einzelveräußerungspreise auf. Wenn der Konzern als Leasinggeber auftritt, stuft er bei Vertragsbeginn jedes Leasingverhältnis entweder als Finanzierungsleasing oder als Operating-Leasingverhältnis ein. Zur Einstufung jedes Leasingverhältnisses hat der Konzern eine Gesamteinschätzung vorgenommen, ob das Leasingverhältnis im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum an dem zugrundeliegenden Vermögenswert verbunden sind, überträgt. Wenn dies der Fall ist, wird das Leasingverhältnis als Finanzierungsleasing eingestuft; wenn nicht, ist es ein Operating-Leasingverhältnis. Im Rahmen dieser Beurteilung berücksichtigt der Konzern bestimmte Indikatoren, wie zum Beispiel, ob das Leasingverhältnis den überwiegenden Teil der wirtschaftlichen Nutzungsdauer des Vermögenswertes umfasst. Der Konzern bilanziert das Hauptleasingverhältnis und das Unterleasingverhältnis separat, wenn er als zwischengeschalteter Leasinggeber auftritt. Er stuft das Unterleasingverhältnis auf Grundlage seines Nutzungsrechtes aus dem Hauptleasingverhältnis und nicht auf Grundlage des zugrundeliegenden Vermögenswertes ein. Wenn es sich bei dem Hauptleasingverhältnis um ein kurzfristiges Leasingverhältnis handelt, auf das der Konzern die unten beschriebene Ausnahme anwendet, stuft er das Unterleasingverhältnis als Operating-Leasingverhältnis ein. Wenn eine Vereinbarung Leasing- und Nichtleasingkomponenten enthält, wendet der Konzern IFRS 15 zur Aufteilung des vertraglich vereinbarten Entgeltes an. Die bei der Berechnung der Bruttoinvestition in das Leasingverhältnis angesetzten geschätzten, nicht garantierten Restwerte werden vom Konzern regelmäßig überprüft. Leasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen werden vom Konzern über die Laufzeit des Leasingverhältnisses linear als Entlastung des Leasingaufwands erfasst. (ii) Covivio als Leasingnehmer:Am Bereitstellungsdatum oder bei Änderung eines Vertrages, der eine Leasingkomponente enthält, teilt der Konzern das vertraglich vereinbarte Entgelt auf Basis der relativen Einzelveräußerungspreise auf. Am Bereitstellungsdatum erfasst der Konzern einen Vermögenswert für das gewährte Nutzungsrecht sowie eine Leasingverbindlichkeit. Das Nutzungsrecht wird erstmalig zu Anschaffungskosten bewertet, die der erstmaligen Bewertung der Leasingverbindlichkeit entsprechen, angepasst um am oder vor dem Bereitstellungsdatum geleistete Zahlungen, zuzüglich etwaiger anfänglicher direkter Kosten sowie der geschätzten Kosten zur Demontage oder Beseitigung des zugrunde liegenden Vermögenswertes oder zur Wiederherstellung des zugrunde liegenden Vermögenswertes bzw. des Standortes, an dem dieser sich befindet, abzüglich etwaiger erhaltener Leasinganreize. Erstmalig wird die Leasingverbindlichkeit zum Barwert der am Bereitstellungsdatum noch nicht geleisteten Leasingzahlungen, abgezinst mit dem dem Leasingverhältnis zugrundeliegenden Zinssatz oder, wenn sich dieser nicht ohne Weiteres bestimmen lässt, mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Konzerns. Normalerweise nutzt der Konzern seinen Grenzfremdkapitalzinssatz als Abzinsungssatz. Zur Ermittlung seines Grenzfremdkapitalzinssatzes erlangt der Konzern Zinssätze von verschiedenen externen Finanzquellen und macht bestimmte Anpassungen, um die Leasingbedingungen und die Art des Vermögenswertes zu berücksichtigen. Die in die Bewertung der Leasingverbindlichkeit einbezogenen Leasingzahlungen umfassen feste Zahlungen, einschließlich de facto festen Zahlungen. Die Leasingverbindlichkeit wird zum fortgeführten Buchwert unter Nutzung der Effektivzinsmethode bewertet. Sie wird neu bewertet, wenn sich die künftigen Leasingzahlungen aufgrund einer Index- oder (Zins-) Satzänderung verändern, wenn der Konzern seine Schätzung zu den voraussichtlichen Zahlungen im Rahmen einer Restwertgarantie anpasst, wenn der Konzern seine Einschätzung über die Ausübung einer Kauf-, Verlängerungs- oder Kündigungsoption ändert oder sich eine de facto feste Leasingzahlung ändert. In der Bilanz weist der Konzern Nutzungsrechte, die nicht die Definition einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie erfüllen, in den Sachanlagen und Leasingverbindlichkeiten in den Finanzschulden aus. Kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse, denen Vermögenswerte von geringem Wert zugrunde liegen Der Konzern hat beschlossen, Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten für Leasingverhältnisse, denen Vermögenswerte von geringem Wert zugrunde liegen (z.B. PC, Notebook, etc.), sowie für kurzfristige Leasingverhältnisse (d.h. mit einer Leasingdauer von 12 Monaten oder weniger), einschließlich IT-Ausstattung, nicht anzusetzen. Der Konzern erfasst die mit diesen Leasingverhältnissen in Zusammenhang stehenden Leasingzahlungen über die Laufzeit des Leasingverhältnisses linear als Aufwand. 7. Änderungen wesentlicher RechnungslegungsmethodenZum 1. Januar 2021 hat die Gruppe erstmalig die Reform der Referenzzinssätze - Phase 2 (Änderungen an IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 und IFRS 16) angewendet. Zudem war eine Anpassung des IFRS 16 erstmalig zum 1. Juni 2020 anzuwenden, die jedoch keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss hat. Der Konzern hat die Änderungen aus Phase 2 retrospektiv angewendet. In Übereinstimmung mit den in den Phase-2-Änderungen zugelassenen Ausnahmen hat sich der Konzern jedoch dafür entschieden, die Vergleichszahlen für frühere Zeiträume nicht anzupassen, um die Anwendung dieser Änderungen widerzuspiegeln. Da der Konzern zum 31. Dezember 2020 keine Transaktionen hatte, bei denen der Referenzzinssatz durch einen alternativen Referenzsatz ersetzt wurde, hat die rückwirkende Anwendung keine Auswirkung auf die Eröffnungsbilanzwerte im Eigenkapital. 8. Neue Standards und InterpretationenMit Ausnahme der Anwendung neuer und überarbeiteter Standards und Interpretationen werden die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum 31. Dezember 2021 unverändert fortgeführt. Erstmalig angewendete Standards und Interpretationen
Nicht vorzeitig angewendete Standards und InterpretationenDie Anwendung der nachfolgenden Standards und Interpretationen ist für das Geschäftsjahr 2021 noch nicht verpflichtend. Neue Standards und Interpretationen werden von der Gruppe grundsätzlich nicht vorzeitig angewendet.
* EU Endorsement noch ausstehend
Die ab 1. Januar 2021 anzuwendenden Standards haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Abschluss der Gruppe. Die sonstigen zukünftig anzuwendenden Standards werden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Abschluss der Gruppe haben. 9. Ermittlung der beizulegenden ZeitwerteAllgemeines / Fair-Value-HierarchieDie untenstehende Tabelle zeigt Vermögenswerte und Schulden, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Die verschiedenen Levels sind dabei wie folgt definiert:
Umgruppierungen innerhalb der Fair-Value-Hierarchie haben nicht stattgefunden. Als Finanzinvestition gehaltene ImmobilienDer Der externe, unabhängige Gutachter CBRE GmbH, Berlin, bewertet mit seinen qualifizierten und auf Wohnimmobilien spezialisierten Gutachtern das als Finanzinvestition gehaltene Immobilienportfolio des Konzerns turnusgemäß alle sechs Monate. Die Vergütung der Bewertungen erfolgt auf Basis eines Rahmenvertrages in Abhängigkeit der Anzahl der zu bewertenden Wohn- und Gewerbeeinheiten und macht weniger als 1% des Jahresumsatzes der CBRE GmbH aus. CBRE hat den Fair Value gemäß der Fair Value Definition (IFRS 13) des International Accounting Standards Boards (IASB) bewertet: "Der Preis, zu dem die Immobilie zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern getauscht werden könnten." Die Fair Value Definition entspricht inhaltlich der Market Value Definition der Valuation Practice Statements (VPS) 4 der RICS Valuation - Global Standards 2020 (Red Book). Der Marktwert ist gemäß IVS Framework (Paragraf 30) wie folgt definiert: "Der geschätzte Betrag, für den ein Vermögensgegenstand oder eine Verbindlichkeit am Bewertungsstichtag von einem verkaufsbereiten Verkäufer im Rahmen eines marktüblichen Geschäfts nach ordnungsgemäßer Vermarktung an einen kaufbereiten Käufer verkauft werden könnte, wobei Käufer und Verkäufer sachkundig, umsichtig und ohne Zwang handeln." Der aggregierte Fair Value des Portfolios wurde durch Summierung der ermittelten Fair Values auf Einzelobjekt- / Wirtschaftseinheitsebene abgeleitet. Auf- oder Abschläge, die bei einer Vermarktung von Immobilienportfolios oder Unternehmensverkäufen zu beobachten sind, fanden ebenso keine Berücksichtigung wie Privatisierungspotentiale einzelner Wohneinheiten sowie zeitliche Restriktionen, die bei einer Einzelvermarktung der Objekte zu beachten wären. Auftragsgemäß führt CBRE jährlich Außenbesichtigungen von 20 % des Immobilienbestandes (nach Fair Value) durch. Die Bewertung erfolgt im Rahmen des international anerkannten Discounted Cash Flow (DCF)-Verfahrens. Dieses ist an die dynamische Investitionsrechnung angelehnt und ermöglicht die explizite Berücksichtigung von Bewertungsannahmen und somit eine transparente Ermittlung des Marktwertes. Im Rahmen des DCF-Verfahrens werden die zukünftigen, mit dem Wertermittlungsgegenstand verbundenen Einnahmen und Ausgaben über einen Detailbetrachtungszeitraum von zehn Jahren auf Monatsbasis prognostiziert. Die über den Betrachtungszeitraum kalkulierten Zahlungsströme werden monatlich vorschüssig mit dem Diskontierungszins auf den Wertermittlungsstichtag diskontiert, so dass die periodengerechte Bestimmung der Auswirkungen wertrelevanter Ein- und Auszahlungen innerhalb des Detailbetrachtungszeitraumes in Bezug auf den Marktwert zum Bewertungsstichtag ermöglicht wird. Der gewählte Diskontierungszinssatz spiegelt sowohl die Marktsituation beziehungsweise die Renditeerwartung eines potenziellen Investors als auch die Prognoseunsicherheit des zukünftigen Zahlungsstromes wider. Da einerseits aufgrund der Diskontierung das Gewicht zukünftiger Zahlungsströme abnimmt und andererseits die Prognoseunsicherheit im Verlauf des Detailbetrachtungszeitraums zunimmt, wird nach zehn Jahren üblicherweise der stabilisierte Nettoreinertrag anhand eines wachstumsimpliziten Kapitalisierungszinses kapitalisiert und auf den Wertermittlungsstichtag diskontiert. Das gerundete Ergebnis des DCF-Verfahrens ist der Fair Value der Liegenschaft, den die zum Bewertungsstichtag am Markt relevanten Investoren unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten durchschnittlich zu bezahlen bereit sind, um eine dem jeweiligen Geschäftsmodell entsprechende Verzinsung des getätigten Investments zu erzielen. Im Bewertungsmodell von CBRE wird die Inflationsrate auf der Kostenseite explizit abgebildet. Im Jahr 1 sowie in den Folgejahren wird von einer Inflationsrate von 2,0% ausgegangen. Die Marktmietsteigerung wird mittels eines Scoringmodells ermittelt. Über die Kalkulation des Score-Wertes findet sich jeder der 401 Stadt- und Landkreise in einem von acht Segmenten wieder. Die Marktmietsteigerung liegt dabei zwischen 0,3% in Segment 1 bis 3,0% in Segment 8 in den Jahren 1 bis 5 und zwischen 0,25% bis 2,00% in den Jahren 6 bis 10. In der Bewertungskalkulation wird dieser regionale Basiswert anschließend über die individuellen Lage- und Objekteigenschaften nochmals angepasst. Als Basis der vorliegenden Wertermittlung diente die Mieterliste mit Stichtag 30.09.2021. Für jedes Objekt wurden die in der Bewertung zugrunde gelegten Marktmietansätze, ggf. unter Berücksichtigung der Mietpreisbremse, über die Analyse der in den letzten 12 Monaten abgeschlossenen Mietabschlüsse in den Bewertungsobjekten, der CBRE Valuation Mietdatenbank, einer Abfrage der Angebotsmieten bei empirica systeme GmbH sowie den Angaben der aktuellen lokalen Mietspiegel (soweit verfügbar) ermittelt. Bei der Auswahl der Vergleichsmieten wurden die Lage, die Objektqualität, der Ausstattungsgrad sowie die generelle Vermarktungsfähigkeit soweit möglich angepasst. Für die laufende Instandhaltung wurde auf Objektebene ein Kostenansatz von 8,50 bis 13,20 EUR pro m 2 gewählt. Die individuellen Ansätze spiegelt sowohl den Erhaltungszustand des jeweiligen Objekts (nach evtl. Aufholung von Instandhaltungsstau), als auch die Existenz von Aufzügen, spezielle Denkmalschutzauflagen etc. wider. Zusätzlich zur regulären Instandhaltung wurden im Rahmen der Mieterfluktuation (6 % bis 12 % p.a.) 25 bis 115 EUR pro m 2 als Wiedervermietungskosten (Modernisierung der Wohnung) angesetzt. Basierend auf typischer, sich im Markt widerspiegelnder Verwaltungskostenansätze für Wohngebäude, wurden 215 bis 355 EUR pro Wohneinheit pro Jahr in Abhängigkeit von der Objektgröße angesetzt. Weiterhin wird ein Teil des Portfolios mithilfe des Residualwertverfahrens bewertet. Das Residualwertverfahren wird zur Kalkulation des Wertes von Entwicklungsgrundstücken verwendet. Die zugrundeliegende Anwendung des Residualwertverfahrens unterstellt, dass die Baukosten inklusive der Baunebenkosten der Entwicklungsliegenschaft zwischen Baubeginn und Bauende linear entstehen. Um den stichtagsbezogenen Wert der Liegenschaft zu erhalten, wird mit Hilfe des Vergleichswertverfahrens der mögliche Verkaufserlös der Einheiten nach Fertigstellung ermittelt. Von diesem werden die zur Herstellung notwendigen Baukosten inkl. der Baunebenkosten abgezogen. Darüber hinaus werden Kosten für Finanzierung und Vermarktung sowie der Entwicklergewinn vom Verkaufserlös in Abzug gebracht. Die Finanzierungskosten werden unter Berücksichtigung der gewichteten Kapitalkosten ermittelt, indem das durchschnittlich benötigte Kapital in Höhe von 50% der Baukosten inklusive Baunebenkosten angesetzt wird. Bei den Marketingkosten wird davon ausgegangen, dass sie nicht vor dem Ende der Bauphase anfallen. Der Entwicklergewinn wird auf den Verkaufserlös (ohne Erwerbsnebenkosten) bezogen, der sich wiederum aus den geschätzten Mieteinnahmen errechnet. Nach Abwägung der genannten Positionen ist das Zwischenergebnis der "Residuum I ". Vom "Residuum I" werden die Finanzierungskosten des Grundstückes in Abzug gebracht, die mit dem Zinseszins für die Dauer vom Bewertungsstichtag bis zum geschätzten Verkaufsstichtag mit Hilfe der gewichteten Kapitalkosten kalkuliert werden. Nach Abzug der Erwerbsnebenkosten ergibt sich als Endergebnis das "Residuum II". Verkaufserlös - Baukosten inkl. Baunebenkosten - Finanzierung der Baukosten inkl. Baunebenkosten - Kosten für Vermarktung - Entwicklergewinn (in % des Verkaufserlöses) = Residuum I (Zwischenergebnis) - Finanzierung des Grundstückes - Erwerbsnebenkosten für das Grundstück = Residuum II (Endergebnis) Für die grobe Indikation der Investment Properties under Construction (IPUCs) für interne Zwecke wurde mithilfe von Vergleichsmieten und Erfahrungswerten für Multiplikatoren in Neubauprojekten ein potenzieller, indikativer Verkaufserlös ermittelt. Im Nachgang wurden die zur Verfügung gestellten Baukosten ohne weiterführende Baukostenplausibilisierung vom ermittelten Verkaufserlös subtrahiert. Der verbleibende Überschuss stellt den indikativen Wert dar. SensitivitätsanalyseDie Bewertung der Finanzimmobilien sowie der zum Verkauf bestimmten Immobilien erfolgt halbjährlich durch unabhängige Gutachter nach der Kapitalwertmethode ("DCF-Methode"). Hierfür werden durch die Gutachter je Objekt die künftigen Netto-Zahlungsströme prognostiziert und mit einem Diskontierungssatz abgezinst. Der mögliche Verkaufserlös nach 10 Jahren wird auf Basis eines objektspezifischen Multiplikators ermittelt und ebenfalls abgezinst. Um den Einfluss von Änderungen des Diskontierungszinssatzes bzw. des Exit-Multiplikators auf den Immobilienwert abzuschätzen, wird aus Vereinfachungsgründen aus der Nettogesamtmiete und dem Gesamtimmobilienwert eine Durchschnittsrendite ermittelt und diese dann um 0,5%-Punkte nach unten bzw. um 0,5%- und 1,0%-Punkte nach oben verändert. Mit dieser veränderten Durchschnittsrendite wird dann wiederum der Einfluss auf den Gesamtimmobilienwert nach der statischen Multiplikatormethode ohne Berücksichtigung der Besonderheiten der einzelnen Objekte oder des Strandorts ermittelt. Die in den beiden nachfolgenden Tabellen dargestellten Werte zum jeweiligen Stichtag beinhalten sowohl als Finanzinvestition gehaltene Immobilien als auch zur Veräußerung gehaltene Immobilien. Zum 31. Dezember 2021 hätte dies folgende Auswirkungen:
Derivative FinanzinstrumenteDie Gesellschaft sichert die variabel verzinslichen Kredite durch derivative Finanzinstrumente, im Wesentlichen Swaps und Caps. Diese werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Entsprechend der Bewertungshierarchie des IFRS 13 erfolgt eine Einstufung in Level 2. Die Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit üblichen Marktbewertungsmethoden (Discounted-Cashflow Verfahren oder Optionspreismodelle) unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten durch externe Gutachter ermittelt. Den Berechnungen liegen dabei insbesondere Zinskurven zugrunde, welche sich wiederum aus den folgenden Marktzinssätzen nach Laufzeiten ergeben:
Die Gesellschaft prüft zu jedem Stichtag, ob die genutzten beobachtbaren Inputfaktoren (insbesondere Zinskurven, implizierte Volatilitäten, etc.) nicht mehr beobachtbar sind bzw. für die zugrundeliegenden Finanzinstrumente ein aktiver Markt nicht mehr besteht. Umgruppierungen sind nicht erfolgt. Aktienbasierte VergütungDer Verwaltungsrat der Covivio SA hat im Februar und November 2018, im Februar und November 2019, im Februar und November 2020 sowie im November 2021 entschieden, bestimmten Mitarbeitern der Covivio Gratisaktien der Covivio SA zu gewähren. Die Übertragung der Gratisaktien erfolgt in der Regel jeweils 3 Jahre (teilweise auch 4 Jahre) nach der Zusage. Zu diesem Zeitpunkt wird der/die Mitarbeiter/-in Eigentümer/-in der Aktien; zuvor besitzt er/sie lediglich einen bedingten Anspruch. Wesentliche Bedingung ist der ununterbrochene Verbleib im Unternehmen bis zum Ablauf der Frist. Eine sich anschließende Haltefrist für die im Eigentum des/der Mitarbeiter(in)s befindlichen Aktien besteht nicht. Teilweise ist die endgültige Zahl der übertragenen Aktien noch abhängig von der Erreichung von Unternehmenszielen und persönlichen Zielen. Die Berechnung der Verpflichtungen aus anteilsbasierten Vergütungen erfolgt üblicherweise gemäß IFRS 2 anhand finanzmathematischer Methoden auf der Grundlage von Optionspreismodellen. Da die Zusagen jedoch direkt von der Covivio SA gegeben werden und die Covivio von der Covivio SA jährlich aufwandswirksame Weiterbelastungsrechnungen erhält, werden in Übereinstimmung mit den Konzernvorgaben der Covivio SA zusätzlich keine Erfüllungsrückstände aus dem aktienbasierten Vergütungsmodell passiviert. Der Aufwand aus der Weiterbelastung von Covivio SA ist im Personalaufwand ausgewiesen und ergibt sich auf Basis eines Gutachtens unter Berücksichtigung von Wahrscheinlichkeiten des Ausscheidens von Mitarbeitern und einer Verteilung des Aufwands über die Jahre bis zur Übertragung der Aktien. In der folgenden Tabelle sind Details zum Mengengerüst der Gratisaktien nach Tranchen zum 31. Dezember 2021 dargestellt:
* Inklusive Übergang zu verbundenen
Unternehmen
Der für die Lohnsteuer relevante niedrigste Aktienkurs am Übertragungsstichtag für die in der Berichtsperiode übertragenen Gratisaktien ergibt sich aus der nachfolgenden Tabelle:
10. Zur Veräußerung gehaltene ImmobilienDie Gruppe veräußert zur Portfoliooptimierung Bestandsimmobilien. Zusätzlich werden in gewissem, jedoch zunehmenden Umfang Wohnungen als Eigentumswohnungen verkauft, was der Hebung erheblicher stiller Reserven dient. Ein mit Einzelobjekten unterlegter Verkaufsplan für das Geschäftsjahr besteht jedoch nicht, da der kleinteilige Verkauf nicht planbar ist und selbst größere Verkäufe oft erst kurzfristig realisiert werden. Im Rahmen der Budgetplanung wurde zunächst das voraussichtlich innerhalb der kommenden Berichtsperiode zu veräußernde Verkaufsvolumen geschätzt, nach Abzug einer geplanten Marge umgegliedert und gesondert als zur Veräußerung eingestufte Vermögenswerte ausgewiesen. Sofern aufgrund entsprechender vertraglicher Regelungen der Verkauf hinreichend gesichert ist, erfolgt in diesem Umfang eine objektbezogene Hinterlegung des umgegliederten Wertes. Seit dem Geschäftsjahr 2014 werden nur noch vertraglich bereits gesicherte Verkäufe umgegliedert. Die Bewertung erfolgt zum vereinbarten Verkaufspreis. Positive oder negative Effekte aus dem Unterschied zwischen dem beizulegenden Wert und dem Kaufpreis werden als Gewinn oder Verlust erfasst. Bei der Bewertung dieser Vermögenswerte zum niedrigeren Wert aus ihrem Buchwert und ihrem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten ist zum 31. Dezember 2021 ein positives Ergebnis von TEUR 3.284 (i.Vj.: TEUR 3.822) entstanden, welches in der Gesamtergebnisrechnung unter der Nettowertänderung der Finanzimmobilien ausgewiesen wurde. Es sind keine kumulativen Erträge oder Aufwendungen, die in Verbindung mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten stehen, im sonstigen Ergebnis enthalten. 11. Erwerb von Tochterunternehmen und sonstige TransaktionenIm Berichtsjahr sowie im Vorjahr erfolgten im Zuge gesellschaftsrechtlicher Umstrukturierungen sowie durch Akquisitionen und Verkäufe wesentliche Veränderungen. Bei der Beurteilung, ob der beizulegende Zeitwert der erworbenen Bruttovermögenswerte im Wesentlichen auf einen einzigen identifizierbaren Vermögenswert oder eine Gruppe ähnlicher identifizierbarer Vermögenswerte konzentriert ist, ist der Konzern zu dem Schluss gekommen, dass es sich bei allen im Geschäftsjahr 2021 und 2020 erworbenen Tochterunternehmen nicht um einen Geschäftsbetrieb handelt. Veränderungen im Immobilienbestand und Umstrukturierungen1. Verkäufe im Rahmen von Grundstücks- oder AnteilskaufverträgenMit wirtschaftlichem Übergang zum 29. Dezember 2021 wurden 132 Wohneinheiten aus der Covivio Immobilien SE, 131 Wohn- und Gewerbeeinheiten aus der Covivio Wohnungsgesellschaft mbH Dümpten, 79 Wohn- und Gewerbeeinheiten aus der Covivio Grundbesitz NRW 2 GmbH, 60 Wohn- und Gewerbeeinheiten aus der Covivio Grundbesitz NRW GmbH, 22 Wohn- und Gewerbeeinheiten aus der Covivio Rhenania 1 S.à.r.l. und 9 Wohn- und Gewerbeeinheiten aus der Covivio Rhenania 2 S.à.r.l. an ein Immobilienunternehmen veräußert. 2. Erwerbe im Rahmen von GrundstückskaufverträgenMit wirtschaftlichem Übergang zum 30. September 2021 hat die Covivio Immobilien SE 34 Wohneinheiten in Berlin übernommen. 3. Gesellschaftsrechtliche UmstrukturierungenMit Urkunden vom 12. Mai 2021 ist die Covivio Wohnen Verwaltungs GmbH als Kommanditistin der Covivio Immobilien SE & Co. KG Eins, Covivio Immobilien SE & Co. KG Zwei, Covivio Immobilien SE & Co. KG Drei, Covivio Immobilien SE & Co. KG Vier und der Covivio Immobilien SE & Co. KG Residential ausgeschieden, so dass die Gesellschaften auf die Covivio Immobilien SE angewachsen sind. Mit Urkunden vom 15. September 2021, 16. September 2021, 17. September 2021 und 24. September 2021 hat es bei insgesamt 89 Gesellschaften der Gruppe Anteilskäufe/-veräußerungen gegeben, so dass die Minderheitsgesellschafterin Covivio Holding GmbH bei jeder dieser Gesellschaften 10,1 % der Anteile hält. 4. Erwerbe im Rahmen von AnteilskaufverträgenNachfolgende Tabelle zeigt die im Berichtsjahr erfolgten Akquisitionen von Gesellschaftsanteilen: Akquisitionen im Geschäftsjahr 2021
Die Covivio Wohnen Verwaltungs GmbH hat mit wirtschaftlichem Übergang zum 30. April 2021 die Covivio Lindauer Allee 20 GmbH mit 40 Wohn- und Gewerbeeinheiten in Berlin übernommen. Die Covivio Wohnen Verwaltungs GmbH hat mit wirtschaftlichem Übergang zum 28. Juni 2021 die TSC 2 Holding S.à.r.l, die TSC Berlin Alpha GmbH, die TSC Berlin Beta GmbH, die TSC Berlin Gamma GmbH, die TSC Berlin Delta GmbH, die TSC Berlin Epsilon GmbH, die TSC Berlin Zeta GmbH, die TSC Berlin Eta GmbH, die TSC Berlin Theta GmbH, die TSC Berlin Iota GmbH, die TSC Berlin Kappa GmbH, die TSC Berlin Lambda GmbH, die TSC Berlin My GmbH, die TSC Berlin Xi GmbH, die TSC Berlin Omicron GmbH, die TSC Berlin Rho GmbH, die TSC Berlin Sigma GmbH, die TSC Berlin Tau GmbH, die TSC Berlin Ypsilon GmbH und die Akragas Immobilien GmbH mit insgesamt 551 Wohn- und Gewerbeeinheiten in Berlin übernommen. Die Covivio Wohnen Verwaltungs GmbH hat mit wirtschaftlichem Übergang zum 17. Dezember 2021 die Nox Capital Nr. 15 GmbH, die Areal Invest Gräfestraße GmbH, die Nox Capital Leinestraße 21 Grundbesitz GmbH, die Nox Capital Kiehlufer39 Grundbesitz GmbH, die JFT Grundbesitz Nr. 28 GmbH, die Areal Invest XXIX. Grundstücksgesellschaft mbH, die Nox Capital Kulmer11 Grundbesitz GmbH, die AC Gustav-Müller-Straße Grundstücks GmbH, die Areal Consult Grundstücksgesellschaft mbH, die Areal Invest XIII. Grundstücksgesellschaft mbH, die Areal Invest XI. Grundstücksgesellschaft mbH und die Areal Invest XXXIII. Grundstücksgesellschaft mbH mit insgesamt 614 Wohn- und Gewerbeeinheiten in Berlin in Berlin übernommen. Seit dem Erwerb der Tochterunternehmen haben diese die folgenden Beiträge zu den Umsatzerlösen und dem Konzernergebnis beigetragen:
Hätten die Erwerbe am 1. Januar 2021 stattgefunden, hätten die Konzernumsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung nach Schätzung des Managements bei TEUR 273.404 und der Konzernüberschuss für das Jahr bei TEUR 865.220 gelegen. Bei der Ermittlung dieser Beträge hat das Management angenommen, dass die vorläufig ermittelten Anpassungen der beizulegenden Zeitwerte, die zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen wurden, auch im Falle eines Erwerbs am 1. Januar 2021 gültig gewesen wären. Nachstehend sind die zum jeweiligen Erwerbszeitpunkt erfassten Beträge von erworbenen Vermögenswerten und Schulden gesellschaftsbezogen zusammengefasst. Der Fair Value der Vermögenswerte und Schulden entspricht ihren IFRS-Buchwerten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassen fällige Bruttobeträge der vertraglichen Forderungen aus Vermietung von TEUR 659. Hierin waren keine voraussichtlich uneinbringlichen Forderungen enthalten. (i) Covivio Lindauer Allee 20: 01.05.2021 (Erwerbszeitpunkt)
(ii) TSC 2 Holding S.à.r.l.: 28.06.2021 (Erwerbszeitpunkt)
(iii) TSC Berlin Alpha GmbH: 28.06.2021 (Erwerbszeitpunkt)
(iv) TSC Berlin Beta GmbH: 28.06.2021 (Erwerbszeitpunkt)
(v) TSC Berlin Gamma GmbH: 28.06.2021 (Erwerbszeitpunkt)
(vi) TSC Berlin Delta GmbH GmbH: 28.06.2021 (Erwerbszeitpunkt)
(vii) TSC Berlin Epsilon GmbH: 28.06.2021 (Erwerbszeitpunkt)
(viii) TSC Berlin Zeta GmbH: 28.06.2021 (Erwerbszeitpunkt)
(ix) TSC Berlin Eta GmbH GmbH: 28.06.2021 (Erwerbszeitpunkt)
(x) TSC Berlin Theta GmbH: 28.06.2021 (Erwerbszeitpunkt)
(xi) TSC Berlin Iota GmbH: 28.06.2021 (Erwerbszeitpunkt)
(xii) TSC Berlin Kappa GmbH: 28.06.2021 (Erwerbszeitpunkt)
(xiii) TSC Berlin Lambda GmbH: 28.06.2021 (Erwerbszeitpunkt)
(xiv) TSC Berlin My GmbH: 28.06.2021 (Erwerbszeitpunkt)
(xv) TSC Berlin xi GmbH: 28.06.2021 (Erwerbszeitpunkt)
(xvi) TSC Berlin Omicron GmbH: 28.06.2021 (Erwerbszeitpunkt)
(xvii) TSC Berlin Rho GmbH: 28.06.2021 (Erwerbszeitpunkt)
(xviii) TSC Berlin Sigma GmbH: 28.06.2021 (Erwerbszeitpunkt)
(xix) TSC Berlin Tau GmbH: 28.06.2021 (Erwerbszeitpunkt)
(xx) TSC Berlin Ypsilon GmbH: 28.06.2021 (Erwerbszeitpunkt)
(xxi) Akragas Immobilien GmbH: 28.06.2021 (Erwerbszeitpunkt)
(xxii) AC Gustav-Müller-Straße Grundstücksgesellschaft mbH: 17.12.2021 (Erwerbszeitpunkt)
(xxiii) Areal Consult Grundstücksgesellschaft mbH: 17.12.2021 (Erwerbszeitpunkt)
(xxiv) Areal Invest Gräfestraße GmbH: 17.12.2021 (Erwerbszeitpunkt)
(xxv) Areal Invest XI. Grundstücksgesellschaft mbH: 17.12.2021 (Erwerbszeitpunkt)
(xxvi) Areal Invest XIII. Grundstücksgesellschaft mbH: 17.12.2021 (Erwerbszeitpunkt)
(xxvii) Areal Invest XXIX. Grundstücksgesellschaft mbH: 17.12.2021 (Erwerbszeitpunkt)
(xxviii) Areal Invest XXXIII. Grundstücksgesellschaft mbH: 17.12.2021 (Erwerbszeitpunkt)
(xxix) JFT Grundbesitz Nr. 28 GmH: 17.12.2021 (Erwerbszeitpunkt)
(xxx) Nox Capital Kulmer11 Grundbesitz GmbH: 17.12.2021 (Erwerbszeitpunkt)
(xxxi) Nox Capital Nr. 15 GmbH: 17.12.2021 (Erwerbszeitpunkt)
(xxxii) Nox Capital Leinestraße 21 Grundbesitz GmbH: 17.12.2021 (Erwerbszeitpunkt)
(xxxiii) Nox Capital Kiehlufer 39 Grundbesitz GmbH: 17.12.2021 (Erwerbszeitpunkt)
Im Geschäftsjahr 2020 erlangte der Konzern Beherrschung über die nachfolgend aufgeführten Tochterunternehmen durch Kauf der Anteile und Erwerb der entsprechenden Stimmrechte. Die übertragene Gegenleistung bestand ausschließlich in Zahlungsmitteläquivalenten. Akquisitionen im Geschäftsjahr 2020
1. Verkäufe im Rahmen von Grundstücks- oder AnteilskaufverträgenMit wirtschaftlichem Übergang zum 31. Dezember 2020 wurden 100% der Anteile an der Covivio Spree Wohnen 2 S.á.r.l. mit insgesamt 1.216 Wohn- und Gewerbeeinheiten an einen Immobilienfonds veräußert. Der Kaufpreis für 90 % der Anteile (10 % der Anteile wurden durch die Covivio Holding GmbH verkauft) beträgt TEUR 69.678. Unter Berücksichtigung des anteiligen Eigenkapitals an der Covivio Spree Wohnen 2 S.á.r.l. in Höhe von TEUR 58.903 sowie einem Aufwand früherer Jahre aus dem Verkauf von Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 2.903 ergibt sich insgesamt ein Ergebnis aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen in Höhe von TEUR 7.872. 2. Erwerbe im Rahmen von GrundstückskaufverträgenMit wirtschaftlichem Übergang zum 01. März 2020 haben die Covivio Immobilien SE und die Covivio Remscheid Verwaltungs GmbH 31 Wohn- und Gewerbeeinheiten in Dresden übernommen. Mit wirtschaftlichem Übergang zum 01. Juni 2020 hat die Covivio Spree Wohnen 2 S.á.r.l. 28 Wohn- und Gewerbeeinheiten in Berlin übernommen. Mit wirtschaftlichem Übergang zum 31. Dezember 2020 hat die Covivio Stadthaus GmbH 25 Wohn- und Gewerbeeinheiten in Berlin übernommen. Mit wirtschaftlichem Übergang zum 01. Dezember 2020 hat die Covivio Remscheid Verwaltungs GmbH ein Grundstück in Berlin übernommen. 3. Gesellschaftsrechtliche UmstrukturierungenMit Urkunde vom 09.06.2020 hat die Covivio Wohnen Verwaltungs GmbH die restlichen 15% der Anteile der MECo Bau GmbH von dem Minderheitsgesellschafter erworben. Damit hält die Covivio Wohnen Verwaltungs GmbH 100% der Anteile an der MECo Bau GmbH. 4. Erwerbe im Rahmen von AnteilskaufverträgenDie Covivio Wohnen Verwaltungs GmbH hat mit wirtschaftlichem Übergang zum 30. September 2020 die Covivio Southern Living Grundbesitz GmbH mit 31 Wohneinheiten in Berlin übernommen. Die Covivio Wohnen Verwaltungs GmbH hat mit wirtschaftlichem Übergang zum 25. November 2020 die Covivio Grundbesitz NRW 2 GmbH mit insgesamt 195 Wohn- und Gewerbeeinheiten in Essen und Dortmund übernommen. Mit wirtschaftlichem Übergang zum 31. Dezember 2020 hat die Covivio Wohnen Verwaltungs GmbH 450 Wohn- und Gewerbeeinheiten in Berlin übernommen. 12. Ergebnis aus der Hausbewirtschaftung
Die Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung werden ausschließlich im Inland erzielt und betreffen im Wesentlichen die Vermietung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien und die zum Verkauf bestimmten Immobilien. Die nicht weiterbelastbaren Aufwendungen aus der Hausbewirtschaftung betreffen im Wesentlichen nicht weiterberechenbare Betriebskosten sowie die Betriebskosten leerstehender Immobilien. Die Umsatzkosten aus der Hausbewirtschaftung beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen der laufenden Instandhaltung. 13. Operativer Nettoaufwand
Umsatzerlöse aus der Betreuungstätigkeit resultieren im Wesentlichen aus der Verwaltung von Immobilien für fremde Dritte, verbundene Unternehmen, die von der Covivio Immobilien SE nicht beherrscht werden, sowie aus Projektdienstleistungen der Covivio Development GmbH. Die Verwaltungs- und sonstigen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
Der sonstige betriebliche Aufwand beinhaltet im Wesentlichen IT-Kosten (TEUR 3.729; i.Vj.: TEUR 3.359), Honorare (TEUR 2.542; i.Vj.: TEUR 1.968) und sonstige Aufwendungen (TEUR 2.861; i.Vj.: TEUR 3.049). 14. PersonalaufwandDer gesamte Personalaufwand setzt sich folgendermaßen zusammen:
Von dem Personalaufwand in Höhe von TEUR 46.502 (i.Vj.: TEUR 43.417) sind TEUR 34.693 (i.Vj.: TEUR 31.598) unter den Verwaltungs- und sonstigen Aufwendungen, TEUR 3.537 (i.Vj.: TEUR 2.913) unter dem Buchwert der veräußerten Immobilien sowie Verkaufsaufwendungen, TEUR 5.677 (i.Vj.: TEUR 6.054) unter den Aufwendungen aus anderen betrieblichen Aktivitäten und TEUR 2.595 (i.Vj.: TEUR 2.852) als Minderung der Erträge aus Wertänderungen von Finanzimmobilien ausgewiesen. Zur durchschnittlichen Anzahl an Mitarbeitern wird auf Abschnitt 44 verwiesen. Der gesamte Aufwand in der Berichtsperiode im Zusammenhang mit aktienbasierter Vergütung mit Barausgleich hat TEUR 2.035 (i.Vj.: TEUR 1.976) betragen. 15. Materialaufwand
Da sich der in den Konsolidierungskreis einbezogene Immobilienbestand im Jahr 2021 weiter vergrößert hat, ist der Materialaufwand gegenüber dem Vorjahr leicht angestiegen. 16. Ergebnis aus anderen betrieblichen AktivitätenDie Erträge aus anderen betrieblichen Aktivitäten beinhalten im Wesentlichen Erlöse aus Einnahmen aus Photovoltaikanlagen (TEUR 272; i.Vj.: TEUR 300) sowie sonstiger Erlöse (TEUR 431; i.Vj.: TEUR 929). Die Aufwendungen aus anderen Aktivitäten beinhalten sonstige Kosten (TEUR 432; i.Vj.: TEUR 477). 17. Ergebnis aus der Veräußerung von Fertigungsaufträgen und Vorratsimmobilien
Der Betrag der erfassten Erlöse aus dem Verkauf von Vorratsimmobilien ergibt sich aus dem Verkauf von zur Veräußerung bestimmten Grundstücken und Gebäuden sowie aus dem verkaufsbezogenen Bauträger- und Developmentgeschäft. 18. Ergebnis aus sonstigen Aktivitäten
Das Ergebnis aus sonstigen Aktivitäten beinhaltet im Wesentlichen die Abschreibungen auf das Verwaltungsgebäude sowie auf sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR -3.044; i.Vj.: TEUR -2.638), Abschreibungen auf Software (TEUR -713; i.Vj.: TEUR -611) sowie sonstige Aufwendungen (TEUR -8; i.Vj.: TEUR -78). 19. Ergebnis ImmobilienverkäufeDie Gesellschaft klassifiziert bestimmte Finanzimmobilien, für die ein abgeschlossener Kaufvertrag vorliegt, als zur Veräußerung gehalten im Sinne von IFRS 5. Die Bewertung erfolgt zum vereinbarten Kaufpreis (Fair-Value) abzüglich Veräußerungskosten. In der Berichtsperiode wurden aus Verkäufen dieser Immobilien ein Nettoergebnis von TEUR 8.775 erzielt (i.Vj.: TEUR 4.728).
20. Nettowertänderung von FinanzimmobilienDie als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien (Investment Properties) und Investment Properties under Construction (IPUC) werden gemäß dem Fair Value-Modell bewertet. Der Buchwert der Investment Properties und IPUC entspricht somit dem beizulegenden Zeitwert der entsprechenden Immobilien. Gewinne oder Verluste aus einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Bewertung der Investment Properties und IPUC führte zum 31. Dezember 2021 saldiert zu einem Ergebnis in Höhe von TEUR 819.557 (i.Vj.: TEUR 413.779). Hierin enthalten ist das Bewertungsergebnis im Sinne von IFRS 5 (zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte) von TEUR 3.284 (i.Vj.: TEUR 3.822) und das Bewertungsergebnis nach IAS 40 (als Finanzinvestition gehaltene Immobilien) von TEUR 816.273 (i.Vj.: TEUR 409.951). Die Bewertung zum Stichtag 31. Dezember 2021 wurde maßgeblich durch die anhaltend hohe Dynamik auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt beeinflusst. Auch wenn der Mietanstieg im Vergleich zu den Vorjahren etwas verhaltener ausfiel, war auch 2021 der Wohnimmobilienmarkt durch eine starke Nachfrage geprägt, die das Angebot übertraf. Dies führte zu einem weiteren Anstieg der Kaufpreise, welcher mit einer sinkenden Renditeerwartung seitens der Investoren einherging. 2021 erreicht der deutsche Wohnimmobilieninvestmentmarkt (ab 50 Einheiten) mit einem Transaktionsvolumen in Höhe von 49,1 Milliarden Euro ein neues Rekordergebnis. In Bezug auf die weiter anhaltende Corona-Pandemie wurden auch im Jahr 2021 die Marktwerte für Wohnimmobilien, welche den Großteil des Covivio-Portfolios der vorliegenden Bewertung ausmachen (89% bezogen auf die vermietbare Fläche), nicht negativ beeinflusst. 21. Finanzergebnis
Das Darlehensvolumen ist gegenüber dem Vorjahr leicht angestiegen, daher sind die laufenden Zinsaufwendungen ebenfalls leicht angestiegen. Die einmaligen Aufwendungen aus Vorfälligkeitsentschädigungen und der Auflösung von Zinssicherungsinstrumenten sind gegenüber dem Vorjahr gesungen. Insgesamt ergab sich ein Rückgang der Zinsaufwendungen gegenüber dem Vorjahr. Das resultiert im Wesentlichen aus der Bewertung der Zinssicherungsinstrumenten. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung betreffen die Pensionsrückstellungen. Zur Veränderung der Zeitwerte der Finanzinstrumente siehe Abschnitt 36. 22. Immaterielle VermögenswerteDie historischen Anschaffungskosten der immateriellen Vermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt:
Die Wertminderungen und Buchwerte haben sich wie folgt entwickelt:
Die Abschreibungen und der Wertminderungsaufwand der Software sowie der übrigen immateriellen Vermögenswerte werden dem Ergebnis aus sonstigen Aktivitäten zugeordnet. 23. SachanlagenDie Anschaffungskosten haben sich wie folgt entwickelt:
* Die Umgliederung erfolgt in die als
Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
Die Umbuchungen in den Bauvorbereitungskosten betreffen mit einer Höhe von TEUR 2.782 die Übernahme eines Grundstücks in die Entwicklung sowie TEUR 2.555 von/nach Anlage-/Umlaufvermögen aufgrund von Änderungen der Strategie (von Verkauf auf Vermietung oder umgekehrt). Die Wertminderungen und Buchwerte haben sich wie folgt entwickelt:
Wertminderungen und Wertaufholungen:Im Geschäftsjahr 2021 waren keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen erforderlich. Sicherheiten:Zu den Sicherheiten siehe die Erläuterungen unter Abschnitt 36. 24. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
* Davon wurden TEUR -19.949 zwischen Anlage- und
Umlaufvermögen sowie TEUR -4.447 zwischen
Bauvorbereitung/IPUC umgebucht. Darüber hinaus wurden
TEUR -57 in die Maschinen (Heizanlagen) zum Zwecke der
Weiterveräußerung umgebucht. Bei den als
Finanzinvestition gehaltenen Immobilien im Bau wurden im
Wesentlichen TEUR 23.836 aus dem Umlaufvermögen
aufgrund von Strategiewechsel umgegliedert sowie aufgrund
von Fertigstellung (TEUR -2.981) in das Anlagevermögen
umgebucht.
Im Geschäftsjahr wurden aus den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien Mieterträge i.H.v. TEUR 270.995 (i.Vj.: TEUR 256.104) erfasst. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfassen überwiegend Wohnimmobilien, die an dritte Parteien vermietet sind. Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sind überwiegend durch Grundpfandrechte zu Gunsten verschiedener Kreditgeber belastet. Zum 31. Dezember 2021 sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und anderen Kreditgebern in Höhe von TEUR 2.759.527 (i.Vj.: TEUR 2.584.593) mit Grundschulden besichert, wobei die besichernden Investment Properties und zur Veräußerung stehenden Immobilien einen Buchwert von insgesamt TEUR 7.569.699 (i.Vj.: TEUR 6.673.410) ausmachen. Zu den Sicherheiten siehe die Erläuterungen in Abschnitt 36. 25. ErtragsteuernIm Gewinn oder Verlust erfasste Steuern
Der Steueraufwand 2021 resultiert im Wesentlichen aus Steueraufwand für das laufende Jahr aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie aus Immobilienverkäufen. Im sonstigen Ergebnis erfasste Steuern
Die im sonstigen Ergebnis erfassten latenten Steuern entfallen ausschließlich auf versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus der Bewertung der Pensionsrückstellung. Steuerliche Überleitungsrechnung
Die steuerrechtliche Überleitungsrechnung dient dem Zweck, die Relation zwischen dem steuerrechtlichen und dem IFRS-Ergebnis aufzuzeigen, indem der tatsächliche, effektive Steueraufwand aus einem erwarteten Steueraufwand abgeleitet wird. Die Ermittlung des erwarteten Steueraufwands erfolgt durch Multiplikation des gültigen Steuersatzes mit dem IFRS-Ergebnis vor Ertragsteuern. Nicht erfasste latente SteuernLatente Steueransprüche wurden im Hinblick auf folgende Posten nicht erfasst:
Es erfolgt kein Ansatz latenter Steuern aus der erstmaligen Erfassung (außer bei Unternehmenszusammenschlüssen) von anderen Vermögenswerten und Schulden, welche aus Vorfällen resultieren, die weder das zu versteuernde Einkommen noch den Jahresüberschuss berühren. Für temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochtergesellschaften werden keine latenten Steuerschulden angesetzt, da diese in absehbarer Zukunft nicht realisiert werden sollen (outside basis differences). Latente Steuern auf Verlustvorträge werden aktiviert, soweit es in Zukunft wahrscheinlich ist, dass zu versteuernde Ergebnisse in ausreichender Höhe zur Nutzung verfügbar sind und Verlustvorträge nicht durch Anteilsübertragungen verfallen sind. In Deutschland sehen die Regelungen zum Verlustvortrag vor, dass noch nicht genutzte Verlustvorträge - in Abhängigkeit des Umfanges von Anteilsübertragungen - teilweise bzw. vollständig untergehen können, soweit sie die in den erworbenen Anteilen enthaltenen stillen Reserven übersteigen. Des Weiteren kann bezüglich der Körperschaftsteuer ein Verlustabzug nur bis zu einem positiven Einkommen von TEUR 1.000 unbeschränkt und hinsichtlich des übersteigenden steuerpflichtigen Einkommens nur zu 60% erfolgen. Erfasste latente Steueransprüche und -schulden
Veränderung der latenten Steuern in der Bilanz
Latente Steuern, die den gleichen Organkreis betreffen, werden in der Konzernbilanz saldiert ausgewiesen. Zum 31.12.2021 bestehen Aktivüberhänge i.H.v. TEUR 7.427 (i.VJ: TEUR 9.278). In beiden Jahren resultieren die Aktivüberhänge im Wesentlichen aus latenten Steuern auf Pensionsrückstellungen, Verlustvorträgen und Derivaten. 26. Vorräte
Bei den Vorräten handelt sich um den Warenbestand an Durchlauferhitzern. 27. Vorratsimmobilien
Bei den im Umlaufvermögen bilanzierten Objekten handelt es sich um zum Verkauf bestimmte, unbebaute Grundstücke, zum Verkauf bestimmte, fertiggestellte Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen sowie um das verkaufsbezogene Bauträger- und Developmentgeschäft. Die Wertminderungen der Vorräte auf den Nettoveräußerungswert belaufen sich in 2021 auf TEUR 390 (i.Vj.: TEUR 403) und sind in dem Ergebnis aus dem Verkauf von Vorräten enthalten. 28. Forderungen aus nicht abgerechneten Betriebskosten
Die erhaltenen Anzahlungen aus noch nicht abgerechneten Betriebskosten werden mit den Forderungen aus noch nicht abgerechneten Betriebs- und Nebenkosten saldiert. Der Saldo ist gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Wie auch in 2020 weist der Konzern im Geschäftsjahr 2021 eine Forderung aus. Dies liegt daran, dass die Vorauszahlungen der Betriebs- und Nebenkosten rechtlich auf Basis des Kostenniveaus des vorherigen Abrechnungsjahres ermittelt werden, während im Geschäftsjahr Kostensteigerungen auftreten, die in diesen noch nicht enthalten sind. 29. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Überleitung der Brutto- auf die Nettowerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:
Die Buchwerte der kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen ihren beizulegenden Zeitwerten. Die wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind grundsätzlich fällig. Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Wesentliche überfällige, aber nicht wertgeminderte Forderungen lagen zu keinem Stichtag vor. In der nachfolgenden Tabelle sind die Wertberichtigungen dargestellt:
Die Erfassung der Wertberichtigungen von Forderungen erfolgt zum jeweiligen Stichtag grundsätzlich unter Verwendung des Wertberichtigungskontos. Eine Ausbuchung der wertgeminderten Forderung beziehungsweise die Inanspruchnahme des etwaigen Betrags des Wertberichtigungskontos wird bei als uneinbringlich eingestuften Forderungen vorgenommen. In der nachfolgenden Tabelle ist die Altersstruktur der Forderungen dargestellt:
30. Fertigungsaufträge
Am 31. Dezember 2021 betrug die Summe der für die noch nicht endabgerechneten Fertigungsaufträge angefallenen Aufwendungen und anteiligen Gewinne TEUR 48.521 (i.Vj.: TEUR 29.571). Erhaltene Anzahlungen im Zusammenhang mit noch nicht abgeschlossenen Fertigungsaufträgen beliefen sich auf TEUR 729 (i.Vj.: TEUR 1.213). Der Betrag der erfassten Erlöse ergibt sich aus der Herstellung von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen, die auf Grundlage von kundenspezifischen Verträgen gefertigt werden. Die Kunden haben die Möglichkeit, die strukturellen Hauptelemente der Objekte zu bestimmen. Auftragserlöse beinhalten den ursprünglich im Vertrag vereinbarten Betrag zuzüglich aller Zahlungen für Abweichungen im Gesamtwerk, Ansprüche und Anreize, sofern es wahrscheinlich ist, dass sie zu Erlösen führen und verlässlich bewertet werden können. Die Erfassung der Erlöse erfolgt über einen bestimmten Zeitraum nach der Cost-to-cost-Methode. Die damit verbundenen Kosten werden bei Anfall im Gewinn oder Verlust erfasst. Der Fertigstellungsgrad wird anhand des Verhältnisses der bis zum Stichtag angefallenen Auftragskosten zu den am Stichtag geschätzten gesamten Auftragskosten beurteilt. Sofern das Ergebnis eines Fertigungsauftrags nicht verlässlich geschätzt werden kann, werden die Auftragserlöse nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten erfasst, die wahrscheinlich einbringlich sind. 31. Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen acht Beteiligungen an nicht verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 105.621 (i.Vj.: TEUR 56.775) sowie ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 659 (i.Vj.: TEUR 49.630). Bei den Beteiligungen an nicht verbundenen Unternehmen handelt es sich um als zur Veräußerung gehalten eingestufte Finanzinstrumente, welche mangels Bestimmbarkeit des beizulegenden Zeitwertes zu Anschaffungskosten bewertet werden. Eine Veräußerung dieser Finanzinstrumente ist derzeit nicht beabsichtigt. Die Veränderung bei den Beteiligungen an nicht verbundenen Unternehmen von TEUR 56.775 auf TEUR 105.621 resultiert aus Einzahlungen in die Kapitalrücklage (TEUR 49.642) sowie dem Verkauf einer Beteiligung (TEUR -796). Das maximale Ausfallrisiko ist bei den Forderungen aus dem Verkauf von Grundstücken auf die Marge und die Kosten der Rückabwicklung beschränkt, da das rechtliche Eigentum der veräußerten Immobilien bis zum Zahlungseingang als Sicherheit bei der Gruppe verbleibt. Die kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus dem Verkauf von Grundstücken in Höhe von TEUR 12.048 (i.Vj.: TEUR 828) und Forderungen gegenüber Versicherungen in Höhe von TEUR 4.544 (i.Vj.: TEUR 5.696). Darüber hinaus ist ein Betrag von TEUR 58 (i.Vj.: TEUR 70) enthalten, der zum Stichtagskurs von 7,38 DKK in Euro umgerechnet wurde. 32. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von TEUR 10 (i.Vj.: TEUR 9) kann der Konzern kurzfristig nicht verfügen (restricted cash). 33. EigenkapitalGezeichnetes Kapital und KapitalrücklageDie Aktionäre haben die Kapitalerhöhungen der Vorjahre jeweils gemäß den Ihnen zustehenden Bezugsrechten vollständig gezeichnet. Das Kapital wurde jeweils vollständig eingezahlt. In den Geschäftsjahren 2020 und 2021 gab es keine Kapitalerhöhungen. Veränderungen AktionärsstrukturMit Vertrag vom 25. Mai 2021 hat die Batisica S.à.r.I., mit Sitz in Luxemburg, ihre gesamten Aktien an die Covivio Holding GmbH verkauft. Darüber hinaus wurde die Covivio Zehnte GmbH, die bisherige alleinige Kommanditistin der Covivio Beteiligungs GmbH & Co. KG, Stuttgart, zum 10. Juni 2021 auf die Covivio Holding GmbH, die alleinige Komplementärin der Covivio Beteiligungs GmbH & Co. KG, mit Wirkung zum 10. Juni 2021 verschmolzen. Infolgedessen ist die Covivio Beteiligungs GmbH & Co. KG erloschen und ihr gesamtes Vermögen, einschließlich der von ihr gehaltenen 8.693.843 Aktien an der Covivio Immobilien SE, wurde auf die Covivio Holding GmbH übertragen. Durch die Übertragung hält die Batisica S.á.r.l keine Aktien mehr an der Covivio Immobilien SE, so dass die Covivio Holding GmbH nunmehr unmittelbar insgesamt 105.181.897 Aktien an der Covivio Immobilien SE hält. Die Aktien werden nach den bisher durchgeführten Kapitalerhöhungen am Abschlussstichtag gehalten von:
Art und Zweck der Rücklagen(i) Kapitalrücklage:Die Kapitalrücklage dient der allgemeinen Stärkung der Eigenkapitalbasis der Covivio. (ii) Übrige Rücklagen:In Höhe von TEUR 874 besteht zudem ein Unterschiedsbetrag, der auf Grund einer Erstkonsolidierung auf den 1. Oktober 2004 entstanden ist und nach den Vorschriften des IFRS 1 weitergeführt wird. Des Weiteren ist in den übrigen Rücklagen das kumulierte Periodenergebnis enthalten. Auf der ordentlichen Hauptversammlung vom 15. April 2021 haben die Aktionäre der Covivio Immobilien SE, auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat, beschlossen, eine Dividende in Höhe von EUR 0,62 je Aktie (für neue Aktien pro rata in Bezug auf die Haltezeit), TEUR 105.689 an die Aktionäre auszuschütten und einen Betrag von TEUR 120.602 auf neue Rechnung vorzutragen. Für die Hauptversammlung im April 2022 plant der Vorstand, dem Aufsichtsrat und mit ihm zusammen der Hauptversammlung vorzuschlagen, von dem Bilanzgewinn der Covivio Immobilien SE in Höhe von TEUR 865.222 einen Betrag in Höhe von TEUR 109.099 an die Aktionäre auszuschütten und den verbleibenden Betrag in Höhe von TEUR 756.123 auf neue Rechnung vorzutragen. Dies entspricht einer Dividende von EUR 0,64 je Aktie. (iii) Nicht beherrschende Anteile:Die Minderheiten in Höhe von TEUR 413.706 betreffen die von der Acopio GmbH, der Covivio Holding GmbH und best place Immobilien GmbH & Co. KG gehaltenen nicht beherrschenden Anteile an vollkonsolidierten Konzerngesellschaften. Analyse des sonstigen ErgebnissesDas sonstige Ergebnis besteht ausschließlich aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten aus der Bewertung von Pensionsrückstellungen und den korrespondierenden latenten Steuern. 34. Leistungen an ArbeitnehmerDie Gesellschaft unterhält leistungsorientierte Pensionspläne. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Leistungszusagen (Direktzusagen) auf Basis verschiedener Versorgungsordnungen und Betriebsvereinbarungen. Daneben bestehen Versorgungsverpflichtungen aus unterschiedlichen Regelungen zur Umwandlung von Gehaltsteilen in Ansprüche auf Betriebsrente bzw. Kapitalzusagen. Die Zusagen werden - abhängig von der jeweiligen Versorgungsordnung oder der persönlichen einzelvertraglichen Grundlage - nach Vollendung des 65. Lebensjahres, beziehungsweise bei Bewilligung einer ungekürzten Rente eines gesetzlichen Rentenversicherungsträgers fällig. Eine Invalidenrente wird in gleicher Höhe gewährt, wie die ursprüngliche Zusage. Die Hinterbliebenenversorgung beträgt 60% der Altersrente. Im Zusammenhang mit den leistungsorientierten Pensionsplänen ist die Gesellschaft verschiedenen Risiken ausgesetzt, wobei die Risikostruktur für alle Pläne im Wesentlichen identisch ist. Besondere Risiken ergeben sich aus der Rentenanpassungsverpflichtung nach § 16 BetrAVG, wenn sich eine höhere Inflationsrate als 2,0% ergibt. Dadurch würden die künftigen tatsächlichen Anpassungsraten nach § 16 BetrAVG die angenommenen rechnerischen Rentensteigerungen in der Bewertung übersteigen. Risiken aus Gehaltssteigerungen in der Zukunft sind bei den Rentenzusagen der Aktiven vorhanden, wenn es sich um gehaltsabhängige Zusagen handelt und kein Besitzstand anzunehmen ist. Der Bestand zeigt, dass die Renten sehr lange zu zahlen sind, da die bisher erreichten Lebensalter der Rentner im Branchendurchschnitt sehr hoch sind. Zudem ist der Rentnerbestand sehr jung, so dass mit einer vergleichsweise langen Zahlungsdauer zu rechnen ist. Der Versorgungsplan sieht eine Strategie zum Risikoausgleich vor, indem möglichst viele Rentner abgefunden werden. Liquide Mittel werden hierfür nicht reserviert. Die vorgenannten Leistungspläne setzen der Covivio versicherungsmathematischen Risiken aus, wie dem Langlebigkeitsrisiko und dem Zinsänderungsrisiko. Währungsrisiken bestehen nicht. Neuen Mitarbeitern werden jedoch seit einigen Jahren keine Pensionszusagen mehr gewährt. Mitarbeitern, die Direktversicherungen im Wege der Gehaltsumwandlung abgeschlossen haben, werden jedoch in geringem Umfang Zuschüsse gewährt, die als laufender Personalaufwand ausgewiesen werden. Vorstände, Geschäftsführer, leitende Angestellte, besonders qualifizierte Angestellte, praktisch alle seit 2018 neu eingestellten Mitarbeiter sowie die Mitarbeiter, die freiwillig vom tariflichen Vergütungsmodell in das 2017 neu eingeführte leistungsorientierte Vergütungsmodell gewechselt sind, erhalten variable Vergütungen in Form von Tantiemen/Boni, welche von der Erreichung bestimmter Unternehmens- und individueller Ziele abhängen. Darüber hinaus besteht noch mit einem Geschäftsführer der Covivio Immobilien GmbH eine vertragliche Regelung über sogenannte Langfrist-Boni. Diese Zusagen können durch die Gewährung von Aktien der Covivio SA oder in bar erfüllt werden. Die Zusage erfolgt jährlich, die Auszahlung dieser Langfrist-Boni aber in der Regel erst jeweils 4 Jahre nach der Zusage. Im vorliegenden Fall wurden jeweils Aktien- statt Barzusagen gewählt. Wesentliche Bedingung ist der ununterbrochene Verbleib im Unternehmen bis zum Ablauf der Frist. Vorstände, einige Geschäftsführer/-innen und besonders qualifizierte Mitarbeiter/-innen haben außerdem Aktienzusagen erhalten, bei der die endgültige Anzahl der übertragenen Aktien bei der Zusage noch nicht feststeht, sondern von der Erreichung bestimmter Konzern-, Unternehmens- und Individualziele abhängt. Infolge mehrere Teilbetriebsübergänge gemäß § 613a BGB sind inzwischen keine Mitarbeiter/-innen mehr bei der Covivio Wohnen Service GmbH beschäftigt. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung hat sich wie folgt entwickelt:
Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit (Duration) der leistungsorientierten Verpflichtung beläuft sich zum 31. Dezember 2021 für die einzelnen Gesellschaften wie folgt:
PensionsaufwandDer im Gewinn oder Verlust der Periode erfasste Teil der Pensionsaufwendungen setzt sich wie folgt zusammen:
Versicherungsmathematische AnnahmenNachfolgend sind die wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen wiedergegeben, die der Ermittlung des Barwertes der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung zugrunde liegen:
Die künftigen Rentensteigerungen betragen in Abhängigkeit vom Pensionsplan 1% bzw. 2% (i.Vj.: 1% bzw. 2%). Die der Berechnung des Barwertes der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung zugrundeliegende Sterberate basiert auf den Sterbetafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck (2018 G). SensitivitätsanalyseEin Anstieg beziehungsweise Rückgang der wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen um einen halben Prozentpunkt würde ceteris paribus zu folgenden Werten bezüglich des Barwerts der Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2021 (TEUR 48.132) führen:
Da den Sensitivitätsanalysen die durchschnittliche Laufzeit der erwarteten Versorgungsverpflichtungen zugrunde liegt und folglich die erwarteten Auszahlungszeitpunkte unberücksichtigt bleiben, führen sie nur zu näherungsweisen Informationen beziehungsweise Tendenzaussagen. Die Korrelation der Effekte und Bewertungsannahmen untereinander sind ebenfalls unberücksichtigt geblieben. Auf eine Sensitivitätsanalyse der Fluktuation wurde zudem vollständig verzichtet, da diese annähernd konstant ist. Finanzierung der PensionsverpflichtungenDie Finanzierung der leistungsorientierten Versorgungszusagen erfolgt durch laufende Cash-Flows aus dem operativen Bereich. Planvermögen besteht nicht. 35. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultiert im Wesentlichen aus zum Abschlussstichtag gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Verbindlichkeiten aus sonstigen Leistungen und Verbindlichkeiten aus ausstehenden Eingangsrechnungen. 36. Finanzschulden und derivative FinanzinstrumenteDie folgenden Tabellen zeigen die Entwicklung der Finanzschulden:
Die in der Bilanz ausgewiesenen Finanzschulden sind wie folgt durch im Grundbuch eingetragene dingliche Sicherheiten im direkten Zusammenhang mit der Finanzierung besichert. Zum 31. Dezember 2020 betragen die Buchwerte der Investment Properties und der zur Veräußerung stehenden Immobilien, die der Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 2.759.481 (i.Vj.: TEUR 2.584.593) dienen, insgesamt TEUR 7.568.509 (i.Vj.: TEUR 6.672.330). Bei den Verbindlichkeiten gegenüber anderen Kreditgebern in Höhe von TEUR 46 beträgt der Buchwert der Sicherheiten TEUR 1.190 (i.Vj.: TEUR 1.080). Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und anderen externen KreditgebernDie Verbindlichkeiten der Gruppe gegenüber Kreditinstituten werden im Zugangszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Folgebewertung erfolgt mit fortgeführten Anschaffungskosten auf der Grundlage der Effektivzinsmethode. Der durchschnittliche Zinssatz (inkl. Marge) für die Gruppe zum 31. Dezember 2021 betrug 1,18% (i.Vj.: 1,26%). Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden mit Nominalzinssätzen bei den variablen Darlehen zwischen 0,55% und 1,30% (i.Vj.: 0,55% und 1,20%) und bei den Festzinsdarlehen zwischen 0,00% und 8,00% (i.Vj.: 0,00% und 8,00%) verzinst. Die Finanzverbindlichkeiten insgesamt beinhalten kein wesentliches kurzfristiges Zinsänderungsrisiko, da es sich entweder um Finanzierungen mit langfristigen Zinsbindungen handelt bzw. variabel verzinsliche Verbindlichkeiten, die mittels geeigneter derivativer Finanzinstrumente abgesichert sind. In der nachfolgenden Tabelle sind die aktuellen Restvaluten zum Stichtag mit den jeweiligen Fälligkeiten je Kalenderjahr dargestellt:
Zum 31. Dezember 2021 bestanden zweckgebundene, aber noch nicht ausgezahlte Darlehenszusagen in Höhe von TEUR 5.260 (i.Vj.: TEUR 6.400). Ferner bestehen vier Kontokorrentkreditlinien. Zwei über jeweils 25.000 TEUR bei der Berliner Sparkasse, eine Kreditlinie über TEUR 35.000 bei der Sparkasse Dortmund und eine weitere bei der Berlin Hyp über 10.000 TEUR. Des Weiteren verfügt die Gruppe noch über eine TEUR 5.000 Überziehungslinie bei der Sparkasse Dortmund sowie eine nicht fest zugesagte Geldmarktlinie bei der Bayern LB über TEUR 25.000. Zum 31. Dezember 2021 sind insgesamt 65.500 TEUR (i.Vj.: TEUR 2.000) aus den Kontokorrentkreditlinien in Anspruch genommen worden. Darüber hinaus hat die Gruppe mit Covivio SA eine Vereinbarung über die Gewährung einer Kontokorrentlinie in Höhe von TEUR 50.000 getroffen. Die Kontokorrentlinie der Covivio SA ist im Geschäftsjahr 2021 teilweise in Anspruch genommen worden. Zum 31. Dezember 2021 beläuft sich die Höhe der Inanspruchnahme auf insgesamt TEUR 40.000 (i.Vj.: TEUR 0). Finanzierungsvereinbarungen der Covivio beinhalten grundsätzlich sogenannte Covenants (basierend auf insbesondere "Loan to Value - LTV", Debt Service Cover Ratio - DSCR und Kapitaldienstfähigkeit - KDF), d.h. Kreditbedingungen, die von der Covivio in der Regel bezogen auf die einzelnen Portfolio-Finanzierungen eingehalten werden müssen. Sofern diese Covenants verletzt würden, könnten die Kreditgeber u.a. eine vorzeitige Rückzahlung oder die Stellung von Ersatzsicherheiten verlangen. Diese Covenants basieren im Wesentlichen auf den Kennzahlen der jeweiligen Finanzierungsportfolien. Zur Einhaltung der Covenants steht die Covivio in einem regelmäßigen Austausch mit den jeweiligen Banken. Die Einhaltung wird über ein regelmäßiges Reporting nachgewiesen, Abweichungen im Einzelfall werden mit den Banken besprochen und führen ggf. zu vertraglichen Anpassungen. Nach Auskunft der Banken lag in keinem Fall ein Kündigungsgrund vor. Die wesentlichen Covenants und die zugehörigen Finanzierungsvereinbarungen zum 31. Dezember 2021 können der nachfolgenden Übersicht entnommen werden:
Im Rahmen des Covenant-Reportings konnte den Banken die Einhaltung der DSCR- und KDF-Covenants in allen Fällen bestätigt bzw. eine Anpassung der Covenants mit den beteiligten Banken erreicht werden. Ebenso überprüfen die Banken selbst bzw. deren Gutachter die Marktwerte in Bezug auf die LTV-Covenants. Bisher gab es hierzu keine Mitteilungen über eine Verletzung der LTV-Covenants oder eine negative Entwicklung der Marktwerte. Derivative FinanzinstrumenteDerivative Finanzinstrumente bestehen hauptsächlich aus Zinssicherungsinstrumenten, die im Rahmen der Zinssicherungsstrategie der Gruppe eingesetzt werden. Die Zinssicherungsstrategie der Gruppe sieht vor, dass mindestens 75 - 85% des Darlehensvolumens durch Zinssicherungsinstrumente bzw. Festzinsvereinbarungen gesichert sind. Als Zinssicherungsinstrumente finden sowohl Swaps als auch Optionen Verwendung. Die im Rahmen der Zinssicherung eingesetzten Optionen umfassen Caps und Floors. Die folgende Tabelle zeigt die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente:
Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr in Höhe von TEUR 33.968 beinhaltet die Auswirkungen von Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Derivaten in Höhe von TEUR 32.540 (i.Vj.: TEUR -27.322) sowie die laufenden Auszahlungen für Zinssicherungsinstrumente in Höhe von TEUR 1.428 (i.Vj.: TEUR 6.719). Die im Geschäftsjahr erfassten Zinsaufwendungen aus den Derivaten betragen TEUR 9.612 (i.Vj.: TEUR 6.861). Die folgenden Tabellen zeigen die geschätzten, undiskontierten Zahlungsströme der Sicherungsinstrumente entsprechend ihrer Restlaufzeit:
Die Zahlungsströme, die in den vorhergehenden Tabellen angegeben werden, stellen die undiskontierten Zahlungsströme im Zusammenhang mit derivativen finanziellen Verbindlichkeiten dar, die zu Risikomanagementzwecken gehalten werden und normalerweise nicht vor ihrer vertraglichen Fälligkeit ausgeglichen werden. Eine vorzeitige Ablösung ist innerhalb dieser Angaben nicht berücksichtigt. Die Darstellung zeigt die Nettozahlungsströme von Derivaten mit einem Nettobarausgleich (zum Beispiel Zinsswaps). 37. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Die Rückstellungen für den Personalbereich beinhalten im Wesentlichen die Rückstellung für Bonuszahlungen (TEUR 7.312, i.Vj.: TEUR 4.778), die Rückstellung für Jubiläen (TEUR 556, i.Vj.: TEUR 560), die Rückstellung für Gleitzeit/Überstunden/Urlaub (TEUR 1.189, i.V.: TEUR 1.432) und die Rückstellung für Abfindungen (TEUR 548, i.Vj.: TEUR 461). Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen die Rückstellung für nachlaufende Kosten aus Grundstückverkäufen (TEUR 340, i.Vj.: TEUR 6.146), die einbehaltenen Garantiebeträge aus Baumaßnahmen (TEUR 3.595, i.Vj.: TEUR 3.652), die Rückstellung für nachlaufende Herstellungskosten aus Bauträgermaßnahmen (TEUR 1.158, i.Vj.: TEUR 817), die Verbindlichkeiten für nachlaufende Herstellungskosten (TEUR 160, i.Vj.: TEUR 565) und Verbindlichkeiten aus Kaufpreiszahlungen (TEUR 225, i.Vj: TEUR 225). 38. FinanzinstrumenteKapitalmanagementZiele des Kapitalmanagements der Gruppe sind:
Im Rahmen des Chancen- und Risikomanagements der Covivio werden die Mitglieder des Vorstands und der Geschäftsführung monatlich über die operativen Kennzahlen, die Ergebnisentwicklung und deren potentielle Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital informiert. Die Eigenkapitalsituation der Tochterunternehmen wird einer regelmäßigen Prüfung unterzogen. Das konsolidierte Eigenkapital der Gruppe hat sich wie folgt entwickelt:
Der Konzern verfügt über ein Treasury Management, das unter anderem durch die Anwendung von Cash-Pooling die Kapitalflüsse der Gruppe täglich kontrolliert und optimiert. Darüber hinaus verfügt der Konzern über einen Finanzstatusreport, der täglich aktualisiert wird. Ergänzt wird das Liquiditätsmanagement durch eine kurzfristige Liquiditätsvorschau sowie eine monatsgenaue Liquiditätsplanung für das laufende Geschäftsjahr, über die die Geschäftsführung regelmäßig unterrichtet wird. Im Rahmen von Kreditverträgen ist die Gruppe zur Einhaltung bestimmter Finanzkennzahlen verpflichtet. Im Rahmen des internen Prognoseprozesses wird die Einhaltung dieser Finanzkennzahlen auf Basis der aktuellen Hochrechnungen und Planungsrechnungen laufend überprüft. Wie in den Vorjahren wurden auch im Berichtsjahr die in Kreditverträgen geforderten Finanzkennzahlen eingehalten. Die Covivio setzt in ihrer Finanzierungsstrategie überwiegend auf langfristige Finanzierungen mit einem angemessenen Anteil von Fremdkapital. Um sich gegen Zinsänderungen abzusichern, schließt die Covivio bei variabel verzinslichen Verbindlichkeiten grundsätzlich Zinssicherungen in Form sogenannter Zinsswaps oder anderer Zinssicherungsinstrumente ab. Die Umsetzung der Finanzierungsstrategie obliegt dem Bereich Finanzen. Zum Risikomanagement siehe die Erläuterungen im zusammengefassten Lagebericht unter Abschnitt 10. FinanzrisikomanagementDie operativen und finanziellen Aktivitäten des Unternehmens sind den folgenden Risiken ausgesetzt: (i) LiquiditätsrisikoDie Konzerngesellschaften der Gruppe sind in unterschiedlichen Verhältnissen durch Eigenkapital, konzerninterne Darlehen und Fremdkapital finanziert. Die vorhandenen, überwiegend bei Kreditinstituten aufgenommenen Fremdmittel sind auf Grund ihres teilweise hohen Volumens einem erheblichen Refinanzierungsrisiko ausgesetzt. Insbesondere im Rahmen der sogenannten Finanzkrise sind die Liquiditätsrisiken aus Finanzierungen mit hohen Volumina (Volumenrisiken) im Finanzierungsbereich deutlich geworden. Zur Begrenzung dieser Risiken ist die Covivio in ständigem Austausch mit vielen verschiedenen Marktteilnehmern zur Sicherung von Finanzierungsmöglichkeiten und überwacht kontinuierlich alle zur Verfügung stehenden Finanzierungsoptionen am Kapital- und Bankenmarkt. Zusätzlich werden die bestehenden Finanzierungen einer frühzeitigen Überprüfung weit vor der jeweiligen Endfälligkeit unterzogen, um deren Refinanzierung sicherzustellen. Im Rahmen von bestehenden Kreditverträgen ist die Covivio zur Einhaltung bestimmter Finanzkennzahlen verpflichtet. Sollten alle in der Praxis gängigen Lösungsmöglichkeiten nicht zum Erfolg führen, hätten die Kreditgeber die Möglichkeit, die Finanzierung fällig zu stellen. Im Rahmen des Risikomanagements wird die Einhaltung dieser Finanzkennzahlen auf Basis der aktuellen Hochrechnungen und Planungsrechnungen laufend überprüft. Das Management von mittel- und langfristigen Liquiditätsrisiken wird in Form von Liquiditätsplänen durchgeführt. Ende 2021 betrugen die frei verfügbaren liquiden Mittel TEUR 10.578 (i.Vj.: TEUR 3.639). Zum 31. Dezember 2021 bestanden zweckgebundene, aber noch nicht ausgezahlte Darlehenszusagen in Höhe von TEUR 5.260 (i.Vj.: TEUR 6.400). Ferner bestehen vier Kontokorrentkreditlinien. Zwei über jeweils 25.000 TEUR bei der Berliner Sparkasse, eine Kreditlinie über TEUR 35.000 bei der Sparkasse Dortmund und eine weitere bei der Berlin Hyp über 10.000 TEUR. Des Weiteren verfügt die Covivio noch über eine TEUR 5.000 Überziehungslinie bei der Sparkasse Dortmund sowie eine nicht fest zugesagte Geldmarktlinie bei der Bayern LB über TEUR 25.000. Zum 31. Dezember 2021 sind insgesamt 65.500 TEUR (i. Vj.: TEUR 2.000) aus den Kontokorrentkreditlinien in Anspruch genommen worden. Außerdem kann die Covivio auf Basis einer vertraglichen Vereinbarung vom 15. Juli 2015 kurzfristige Gesellschafterdarlehen von der Covivio SA im Rahmen der bei der Covivio SA verfügbaren Liquidität in Anspruch nehmen, aber auch freie Liquidität anlegen. Am 31. Dezember 2020 bestanden hieraus weder Forderungen noch Verbindlichkeiten. Darüber hinaus hat die Covivio mit Covivio SA eine Vereinbahrung über die Gewährung einer Kontokorrentlinie in Höhe von TEUR 50.000 getroffen. Die Kontokorrentlinie der Covivio SA ist im Geschäftsjahr 2021 teilweise in Anspruch genommen worden. Zum 31. Dezember 2021 beläuft sich die Höhe der Inanspruchnahme auf insgesamt TEUR 40.000 (VJ TEUR 0). Im Folgenden werden die vertraglich vereinbarten undiskontierten Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten am Abschlussstichtag dargestellt. Die variablen Zinszahlungen aus den finanziellen Verbindlichkeiten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem jeweiligen Berichtsstichtag festgelegten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten werden dem frühesten Zeitraster zugeordnet. Sofern Sondertilgungen durch das Management beabsichtigt sind, werden die Zahlungsströme dem entsprechenden Zeitband zugeordnet:
Die ausgewiesenen Tilgungsleistungen einschließlich Zinszahlungen der Folgejahre beziehen sich auf erwartete Tilgungen, die sich der Höhe nach sowohl aus vertraglich festgelegten Rückzahlungsbeträgen als auch aus möglichen Sondertilgungen zusammensetzen. (ii) Marktrisiko:Das Marktrisiko ist das Risiko, dass sich die Marktpreise, zum Beispiel Wechselkurse, Zinssätze oder Aktienkurse, ändern und dadurch die Erträge des Konzerns oder der Wert der gehaltenen Finanzinstrumente beeinflusst werden. Ziel des Marktrisikomanagements ist es, das Marktrisiko innerhalb akzeptabler Bandbreiten zu steuern und zu kontrollieren und gleichzeitig die Rendite zu optimieren. Zur Steuerung der Marktrisiken erwirbt und veräußert der Konzern Derivate bzw. geht auch finanzielle Verbindlichkeiten ein. Sämtliche Transaktionen erfolgen innerhalb der Richtlinien des Risikomanagement-Ausschusses. Zur Steuerung von Ergebnisvolatilitäten soll, soweit möglich, die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften eingesetzt werden. Umgang mit der Reform der Referenzzinssätze und den damit verbundenen RisikenÜberblickWeltweit wird eine grundlegende Reform der wichtigsten Referenzzinssätze vorgenommen, einschließlich des Ersatzes einiger "Interbank Offered Rates" (IBORs) durch alternative, nahezu risikofreie Zinssätze (als "IBOR-Reform" bezeichnet). Finanzinstrumente des Konzerns sind IBORs (im Wesentlichen Euribor) ausgesetzt, die im Rahmen dieser marktweiten Initiativen ersetzt oder reformiert werden. Der Konzern geht davon aus, dass sich die IBOR-Reform auf ihr Risikomanagement und die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften auswirken wird. Das Team Financing überwacht und steuert den Übergang des Konzerns auf alternative Referenzsätze. Das Team evaluiert, inwieweit Verträge auf IBOR-Zahlungsströme verweisen, ob solche Verträge infolge der IBOR-Reform geändert werden müssen und wie die Kommunikation über die IBOR-Reform mit den Vertragsparteien gehandhabt wird. Das Team arbeitet bei Bedarf mit anderen Abteilungen zusammen. Es erstattet dem Vorstand periodisch Bericht über Zinsrisiken und Risiken, die sich aus der IBOR-Reform ergeben. DerivateAus Risikomanagementzwecken hält der Konzern Zinsswaps, Caps und Floors, die in Sicherungsbeziehungen zur Absicherung von Zahlungsströmen designiert sind. Die variablen Beträge der Zinsswaps sowie die Strikes bei Caps und Floors sind an den Euribor gekoppelt. Die derivativen Instrumente des Konzerns werden durch Verträge geregelt, die im Wesentlichen auf dem Deutschen Rahmenvertrag (DRV) basieren. Bilanzierung von SicherungsgeschäftenDer Konzern hat beurteilt, inwiefern seine Sicherungsbeziehungen zur Absicherung von Zahlungsströmen aufgrund der IBOR-Reform zum 31. Dezember 2021 mit Unsicherheit behaftet sind. Die gesicherten Grundgeschäfte und Sicherungsinstrumente des Konzerns sind weiterhin an den Euribor und in einigen wenigen Fällen an den €STR (vorm. Eonia) gekoppelt. Die Euribor-Sätze werden jeden Tag notiert, und die IBOR-Zahlungsströme werden, wie üblich, mit den Vertragsparteien ausgetauscht. Es besteht keine Unsicherheit mehr darüber, wann und wie ein Ersatz in Bezug auf die entsprechenden gesicherten Grundgeschäfte und Sicherungsinstrumente erfolgen könnte. Infolgedessen wendet der Konzern die im September 2019 veröffentlichten Änderungen an dem IFRS 9 (Phase 1) nicht mehr auf diese Sicherungsbeziehungen an Die Berechnungsmethodik des Euribor hat sich im Laufe des Jahres 2019 geändert. Im Juli 2019 erteilte die belgische Aufsicht für Finanzdienstleistungen und Märkte die Zulassung in Bezug auf den Euribor gemäß der EU-Benchmark-Verordnung. Diese erlaubt es den Marktteilnehmern, den Euribor weiterhin sowohl für bestehende als auch neue Verträge zu verwenden. Der Konzern erwartet, dass der Euribor in absehbarer Zukunft als Referenzsatz weiter bestehen wird. ZinsrisikoIm Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist die Gruppe finanzwirtschaftlichen Risiken im Zinsbereich ausgesetzt. Die Verbindlichkeiten mit variabler Verzinsung setzen den Konzern einem zahlungswirksamen Zinsänderungsrisiko aus. Zur Begrenzung bzw. Ausschaltung dieser Risiken setzt die Gruppe derivative Finanzinstrumente ein. Diese derivativen Finanzinstrumente dienen zur Absicherung von Zinsrisiken im Zusammenhang mit dem operativen Geschäft und werden nicht zu Spekulationszwecken eingesetzt. Die Gruppe bestimmt das Bestehen einer wirtschaftlichen Beziehung zwischen dem Sicherungsinstrument und dem gesicherten Grundgeschäft auf der Grundlage der Referenzzinssätze, der Laufzeiten, der Zinsanpassungstermine, der Fälligkeiten sowie der Nominal- oder Nennbeträge. Wenn eine Sicherungsbeziehung direkt von der Ungewissheit betroffen ist, die sich aus der IBOR-Reform ergibt, dann geht der Konzern zu diesem Zweck davon aus, dass der Referenzzinssatz infolge der Reform des Referenzzinssatzes nicht verändert wird. Am 31. Dezember 2021 waren 72,5% (i.Vj.: 75,4%) der variabel verzinslichen Verbindlichkeiten durch den Einsatz von Zinsswaps abgesichert. Darüber hinaus wurde auch passives Hedging (Caps) eingesetzt, wodurch weitere 3,6% (i.Vj.: 6,5%) der variabel verzinslichen Verbindlichkeiten mit einem maximalen Strike gegenüber 3-Monats-Euribor von 2,0% (i. Vj.: 2,0%) gesichert wurden. 41,3% (i.Vj.: 44,3%) aller Darlehen sind Festzinsdarlehen. Damit sind aktiv 83,8% (Festzins oder Swap) und passiv 2,1% aller Darlehensverbindlichkeiten zinsgesichert. Die Gesamtzinssicherungsquote (aktiv und passiv) beträgt zum 31.12.2021 86,0% (i.Vj.: 96,1%). Ausgehend von der Bewertung zum jeweiligen Stichtag wurde eine Sensitivitätsanalyse zur Ermittlung der Auswirkung auf den Gewinn oder Verlust der Periode bei einer parallelen Verschiebung des variablen Referenzzinssatzes (3-Monats-Euribor) um jeweils 100 Basispunkte durchgeführt:
WährungsrisikoDie Gruppe ist keinem wesentlichen Währungsrisiko ausgesetzt, da sie praktisch ausschließlich Transaktionen im Euroraum durchführt. Im Zuge der Übernahme der Anteile an der Covivio Berlin IV ApS hält die Gruppe Guthaben in Dänischen Kronen (DKK) am 31.12.2021 von umgerechnet TEUR 58. (iii) Kreditrisiko:Das Kreditrisiko ist das Risiko von finanziellen Verlusten, falls ein Kunde oder die Vertragspartei eines Finanzinstrumentes seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Das Ausfallrisiko entsteht grundsätzlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie derivativen Finanzinstrumenten des Konzerns. Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte entsprechen dem maximalen Ausfallrisiko. Im Konzern bestehen keine signifikanten Konzentrationen hinsichtlich möglicher Kreditrisiken. Verträge über derivative Finanzinstrumente und Finanztransaktionen werden nur mit Finanzinstituten guter Bonität und einer hinreichenden Diversifizierung der Vertragspartner abgeschlossen. Der Bereich Finanzen der Covivio befolgt eine konzerneinheitliche Strategie zur Begrenzung der Kreditrisikokonzentration und verfolgt aktiv das Kontrahentenrisiko. Dem Ausfallrisiko finanzieller Vermögenswerte wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen. Kategorien von FinanzinstrumentenDie beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zusammen mit den jeweiligen in der Bilanz erfassten Buchwerten nach Kategorien von Finanzinstrumenten stellen sich wie folgt dar:
Alle in der Tabelle angegeben Fair Value-Werte entsprechen der Hierachieebene Level 2. Bei der Bestimmung des Fair Value kommen finanzmathematische Modelle in Form von Optionspreismodellen und Discounted Cashflow-Modellen zur Anwendung. Weitere Ausführungen sind unter Abschnitt 9 zu finden. 39. Angaben zur KapitalflussrechnungDer Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit wird ermittelt, indem der Konzernüberschuss (einschließlich der Minderheitenanteile) um das Finanzergebnis sowie um nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge korrigiert wird. Dazu gehören insbesondere Abschreibungen des Sachanlagevermögens, Zuführungen zu Pensionsrückstellungen sowie Bewertungseffekte bezüglich der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien. Dabei wird zunächst ausgehend vom Konzernüberschuss der Cashflow nach und vor Fremdkapitalkosten und Steuern ermittelt. Zudem werden die Aus- und Einzahlungen für Ertragsteuern im Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit erfasst. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ergibt sich zum einen aus den Auszahlungen für Investitionen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen, Finanzimmobilien und in nicht konsolidierte Beteiligungen. Zum anderen ergaben sich wesentliche Veränderungen im Zusammenhang mit dem Erwerb und Abgang von konsolidierten Unternehmen. Dabei wurden die erworbenen Zahlungsmittel vom gezahlten Kaufpreis abgezogen. Des Weiteren wird der Cashflow aus der Investitionstätigkeit durch die Einzahlungen aus dem Abgang von zur Veräußerung gehaltenen Vermögensgegenständen, immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen und durch nicht konsolidierte Unternehmen sowie durch Zinseinzahlungen und durch die Veränderung von Zahlungsmitteln mit Verfügungsbeschränkung beeinflusst. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beinhaltet zum einen die Ein- und Auszahlungen von Haupt- und Minderheitsgesellschaftern sowie die Mittelzuflüsse bzw. Mittelabflüsse aus der Neuaufnahme bzw. Tilgung von Darlehen und Einzahlungen aus dem Verkauf von Anteilen an konsolidierten Unternehmen. Außerdem werden im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit die geleisteten Zahlungen für Zinsen und Zinssicherung ausgewiesen. 40. LeasingverhältnisseLeasingverhältnisse als LeasingnehmerDie Gesellschaft hat Leasingvereinbarungen für Personenkraftwagen und IT-Ausstattung abgeschlossen. Die Laufzeit der Leasingvereinbarungen beträgt zwischen drei und fünf Jahren. Für Leasinggegenstände von geringem Wert oder Leasingvereinbarungen mit einer Leasingdauer von 12 Monaten oder weniger hat die Covivio beschlossen, für die Leasingvereinbarungen weder Nutzungsrechte noch Leasingverbindlichkeiten zu erfassen. Leasingverhältnisse als LeasinggeberDer Konzern verleast seine als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien und teilweise sein eigenes Bürogebäude. Bei der Vermietung von Gewerbeimmobilien werden üblicherweise Mietverträge über eine unkündbare Mindestvertragslaufzeit geschlossen. Darüber hinaus bestehen keine unkündbaren Leasingverhältnisse. Die Mieterträge sind in den Umsatzerlösen enthalten (siehe auch Abschnitt 12). 41. Haftungsverhältnisse und EventualverbindlichkeitenDie Covivio Immobilien SE haftet aus der Übertragung von Pensionsverpflichtungen auf die ThyssenKrupp Real Estate GmbH im Jahr 2004 für deren Erfüllung. Für die Erbringung der Rentenleistungen sind bei der ThyssenKrupp Real Estate GmbH Rückstellungen in Höhe von TEUR 563 (i.Vj.: TEUR 658 zum 30.09.2020) zum 30.09.2021 gebildet. Aus den Haftungsverhältnissen ergeben sich keine nennenswerten Risiken. Die Covivio Immobilien SE geht Haftungsverhältnisse nur nach sorgfältiger Risikoabwägung ein. Auf Basis einer kontinuierlichen Beurteilung der Risikosituation der eingegangenen Haftungsverhältnisse und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitraum gewonnenen Erkenntnisse geht die Covivio Immobilien SE derzeit davon aus, dass Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern selbst getragen werden können. Die Covivio Immobilien SE schätzt daher das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein. 42. Nahestehende Unternehmen und PersonenMutterunternehmenMutterunternehmen der Covivio Immobilien SE ist die Covivio Holding GmbH, Essen (61,70%). An der Covivio Holding GmbH ist die Covivio SA, Metz/Frankreich mit 100% beteiligt. Weitere Aktionäre sind Predica Prévoyance Dialogue du Crédit Agricole, Paris (12,27%), Cardif Assurance Vie, Paris (12,03%), Generali Vie, Paris (3,65%), Delfin S.à.r.l., Luxemburg (2,58%), Assurances du Credit Mutuel VIE SA, Straßburg (2,58%), CARDIF Vita, Mailand (1,83%), L'Equité Compagnie d'Assurances et de Réassurance contre les risques de toute nature, Paris (1,60%), Generali IARD, Paris (0,65%), MMA VIE SA, Le Mans (0,44%), GMF VIE SA, Ermont (0,44%) und die MAAF VIE SA, Chauray (0,22%). Mitglieder des AufsichtsratsChristophe Kullmann, Paris/Frankreich, Vorsitzender, Vorstandsvorsitzender der Covivio SA, Olivier Estève, Paris/Frankreich, stellvertretender Vorsitzender, Vorstand der Covivio SA, Yves Marque, Paris/Frankreich, Generalsekretär der Covivio SA, Emmanuel Chabas, Courbevoie/Frankreich Angestellter der Predica, Nathalie Robin, Nanterre Cedex/Frankreich Angestellte der BNP und Sophie Colin-Sansier, Paris/Frankreich Angestellte der Generali. Bezüge des AufsichtsratsDie Aufsichtsratsmitglieder erhielten im Geschäftsjahr keine Bezüge. Mitglieder des Vorstands der Covivio Immobilien SE Dr. Daniel Frey, Dipl.-Ökonom, Stuttgart Gesamtbezüge des VorstandsDa seit dem 1. Januar 2021 Dr. Daniel Frey alleiniger Vorstand der Covivio Immobilien es ist, wird auf die Angabe der Gesamtbezüge gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Geschäftsvorfälle mit Mitgliedern des Managements in SchlüsselpositionenDie Mitglieder der Geschäftsführung, des Vorstands und des Aufsichtsrates oder deren direkte Familienangehörige unterhalten über die Organbeziehungen hinaus keine persönlichen Geschäftsbeziehungen zu Gesellschaften der Gruppe. Andere Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen
In seinem Abhängigkeitsbericht berichtet der Vorstand dem Aufsichtsrat detailliert über die Beziehungen zu verbundenen, nichtkonsolidierten Unternehmen. KonzernverhältnisseDer Konzernabschluss wird in den Konzernabschluss des französischen Konzerns Covivio SA, Metz, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser Konzernabschluss wird unter www.infogreffe.fr (L'information légale sur les entreprises) offengelegt. Der Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen wird bei der Covivio Immobilien SE mit Sitz in Essen aufgestellt und im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. Als in den Konzernabschluss der Covivio Immobilien SE einbezogene Tochterunternehmen haben die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Gesellschaften die Erleichterungen des § 264 Abs. 3 HGB oder des § 264b HGB bezüglich Prüfung und Offenlegung in Anspruch genommen. Die Inanspruchnahme dieser Erleichterung erfolgte unter Bezugnahme auf § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB und unter Angabe des Mutterunternehmens im jeweiligen im Bundesanzeiger veröffentlichten Abschluss des Tochterunternehmens.
43. KonzernunternehmenIn den nachfolgenden drei Tabellen sind die Konzernunternehmen der Covivio dargestellt. Die Angabe der Anteile in % bezieht sich dabei auf die Summe aus direkt und indirekt gehaltenen Anteilen.
Aus der Beherrschung der vollkonsolidierten Tochtergesellschaften resultieren im Wesentlichen Wertänderungsrisiken der Vermögenswerte dieser Gesellschaften sowie Finanzierungsrisiken. In der nachfolgenden Tabelle sind die Unternehmen der Covivio dargestellt, die zum 31. Dezember 2021 nicht mehr in den Konzernabschluss einbezogen werden:
Die Covivio Holding GmbH hält direkte nicht beherrschende Anteile an den nachfolgenden Gesellschaften:
best place Immobilien GmbH & Co. KG hält direkte nicht beherrschende Anteile an der Best Place Living GmbH (49%) und Acopio GmbH hält direkte nicht beherrschende Anteile an der Acopio Facility GmbH & Co. KG (10%). Die nachfolgende Tabelle zeigt Informationen zu den vorgenannten Tochtergesellschaften des Konzerns mit wesentlichen, nicht beherrschenden Anteilen vor konzerninternen Eliminierungen.
44. Mitarbeiter/-innenDie Mitarbeiter/-innen, welche in der Covivio Immobilien GmbH, der Acopio Facility GmbH & Co. KG, der Covivio Development GmbH, der Best Place Living GmbH und der MECo Bau GmbH geführt werden, stellt sich zum Abschlussstichtag wie folgt dar:
45. AbschlussprüferhonorareFür die im Geschäftsjahr erbrachten Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Düsseldorf, sind folgende Honorare (einschließlich Auslagen) als Aufwand erfasst worden:
46. Ereignisse nach dem BilanzstichtagEs sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten.
Oberhausen, 11. Februar 2022 Covivio Immobilien SE Vorstand Dr. Daniel Frey F. Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 20211. Geschäftsmodell und StrategieDie Covivio Immobilien SE (nachfolgend als "Unternehmen" oder "Covivio Immobilien" bezeichnet) ist ein Unternehmen mit satzungsmäßigem Sitz in Essen, Deutschland. Die Hauptverwaltung der Covivio Immobilien ist in Oberhausen, Deutschland. Sie bildet mit ihren Tochtergesellschaften den Konzern (im Folgenden auch "Gruppe" oder "Covivio") für die sie den Konzernabschluss für das am 31. Dezember 2021 geendete Geschäftsjahr erstellt. Die Gruppe ist ein überregionaler Bestandshalter von Wohnimmobilien, deren Wohnungsbestand sich insbesondere auf die Städte Berlin, Dresden, Leipzig, Hamburg und auf zentrale Städte in Nordrhein-Westfalen verteilt. Das Geschäftsmodell der Covivio ist auf einen langfristigen, wertorientierten Ansatz ausgelegt, der sowohl die Interessen der Eigentümer als auch die der Kunden in Einklang bringt. Dazu trägt unsere Portfoliooptimierung bei, im Rahmen derer gezielt neue Wohnungsbestände in die Gruppe integriert und selektiv Bestandsobjekte veräußert werden. Weitere zentrale Elemente der Strategie sind die Steigerung der Mieterlöse durch die kontinuierliche Anpassung an die Marktmiete, der weitere Abbau der Leerstände, die gezielte Optimierung der kaufmännischen und technischen Bewirtschaftung des Bestandes, eine stetige Verbesserung der Kostenstruktur sowie die fortlaufende Erhöhung der Kundenzufriedenheit. Durch eine nachhaltige Modernisierungsstrategie, stetige Nachverdichtungen und Neubauaktivitäten für den Bestand, werden weitere Ertragspotentiale kontinuierlich erschlossen. Das Bauträgergeschäft, insbesondere in Berlin, rückt in der strategischen Ausrichtung der Gruppe immer mehr in den Vordergrund und soll weiter ausgebaut werden, um die Chancen der weiterhin erhöhten Nachfrage nach Wohnraum in den zentralen Märkten zu nutzen. Ebenfalls mehr im Fokus steht die Aufteilung und Privatisierung von Objekten in Berlin. 2. KonzernstrukturDie Covivio Immobilien SE nimmt im Konzern die Funktion einer bestandshaltenden Holding-Gesellschaft wahr. Ihr Vorstand ist für die Festlegung und Verfolgung der Gesamtstrategie und der Umsetzung der unternehmerischen Ziele verantwortlich. Die operative Umsetzung der Ziele erfolgt durch die insgesamt fünf personalführenden Gesellschaften, die alle immobilienwirtschaftlichen und technischen Leistungen im Zusammenhang mit Vermietung, Kundenbetreuung, Instandhaltung, Modernisierung sowie Investitionen und das Asset Management für den Wohnungsbestand durch eigene Mitarbeiter erbringen. Die wesentliche personalführende Gesellschaft ist die Covivio Immobilien GmbH, die neben den Dienstleistungen für die Covivio Immobilien bzw. deren Tochtergesellschaften auch Property Management und Verwaltungsleistungen als Bewirtschafter für weitere verbundene Unternehmen und fremde Immobilieneigentümer erbringt. Die Covivio Development GmbH mit Sitz in Berlin, übernimmt die Planung und Betreuung von Neubau- und großen Modernisierungs- sowie Erweiterungsmaßnahmen. Die Best Place Living GmbH mit Sitz in Berlin fungiert als Maklergesellschaft für Berliner Aktivitäten. Sie verkauft schwerpunktmäßig Eigentumswohnungen (Bestands- und Neubauobjekte). Die MECo Bau GmbH mit Sitz in Berlin ist ein auf Innenausbau spezialisiertes Unternehmen. Sie erbringt vor allem Innenausbau- und Modernisierungsmaßnahmen für die Development-Projekte (Neubau, Dachgeschossausbau und Altbausanierung) der Gruppe. In der Acopio Facility GmbH & Co. KG bündelt die Gruppe unter anderem den Gas- und Stromeinkauf, Aktivitäten im Rahmen des Heizungscontractings, die solare Stromerzeugung, Co-Living Aktivitäten sowie konzerninterne Archivierungsdienstleistungen. Bei den übrigen Gesellschaften der Gruppe handelt es sich um Objektgesellschaften, Holdinggesellschaften oder Gesellschaften zur Bündelung spezifischer Aktivitäten (Versicherungen, Bauträgergeschäft) ohne eigenes Personal. 3. Veränderungen der Konzern- und AktionärsstrukturIm Berichtsjahr erfolgten im Zuge gesellschaftsrechtlicher Umstrukturierungen sowie durch Akquisitionen und Verkäufe die folgenden, wesentliche Veränderungen: Veränderungen AktionärsstrukturMit Vertrag vom 25. Mai 2021 hat die Batisica S.à.r.I., Luxemburg/Luxemburg, ihre gesamten Aktien an der Covivio Immobilien SE an die Covivio Holding GmbH verkauft und mit Verschmelzungsvertrag vom 4. Februar 2021 wurden die Aktien der Covivio Beteiligungs-GmbH & Co. KG, mit Sitz in Essen, ebenfalls auf die Covivio Holding GmbH übertragen. Die Covivio Holding GmbH hält nunmehr insgesamt 105.181.897 Aktien an der Covivio Immobilien SE. Für Details zur Verteilung der Aktien verweisen wir auf Abschnitt 33 des Konzernanhangs Veränderungen im Immobilienbestand und UmstrukturierungenIm Geschäftsjahr 2021 veränderte sich der Immobilienbestand im Wesentlichen durch folgende Transaktionen: 1. Verkäufe im Rahmen von Anteils- und GrundstückskaufverträgenMit wirtschaftlichem Übergang zum 29. Dezember 2021 wurden 132 Wohneinheiten aus der Covivio Immobilien SE, 131 Wohn- und Gewerbeeinheiten aus der Covivio Wohnungsgesellschaft mbH Dümpten, 79 Wohn- und Gewerbeeinheiten aus der Covivio Grundbesutz NRW 2 GmbH, 60 Wohn- und Gewerbeeinheiten aus der Covivio Grundbesitz NRW GmbH, 22 Wohn- und Gewerbeeinheiten aus der Covivio Rhenania 1 S.a.r.l. und 9 Wohn- und Gewerbeeinheiten aus der Covivio Rhenania 2 S.a.r.l. an ein konzernfremdes Immobilienunternehmen veräußert. 2. Erwerbe im Rahmen von GrundstückskaufverträgenMit wirtschaftlichem Übergang zum 30. September 2021 hat die Covivio Immobilien SE 34 Wohneinheiten in Berlin übernommen. 3. Gesellschaftsrechtliche UmstrukturierungenMit Urkunden vom 12. Mai 2021 ist die Covivio Wohnen Verwaltungs GmbH als Kommanditistin der Covivio Immobilien SE & Co. KG Eins, Covivio Immobilien SE & Co. KG Zwei, Covivio Immobilien SE & Co. KG Drei, Covivio Immobilien SE & Co. KG Vier und der Covivio Immobilien SE & Co. KG Residential ausgeschieden, so dass die Gesellschaften auf die Covivio Immobilien SE angewachsen sind. Mit Urkunden vom 15. September 2021, 16. September 2021, 17. September 2021 und 24. September 2021 hat es bei insgesamt 89 Gesellschaften der Gruppe Anteilskäufe/-veräußerungen gegeben, so dass die Minderheitsgesellschafterin Covivio Holding GmbH bei jeder dieser Gesellschaften 10,1 % der Anteile hält. 4. Erwerbe im Rahmen von AnteilskaufverträgenDie Covivio Wohnen Verwaltungs GmbH hat mit wirtschaftlichem Übergang zum 30. April 2021 die Covivio Lindauer Allee 20 GmbH mit 40 Wohn- und Gewerbeeinheiten in Berlin übernommen. Die Covivio Wohnen Verwaltungs GmbH hat mit wirtschaftlichem Übergang zum 28. Juni 2021 die TSC 2 Holding S.a.r.l, die TSC Berlin Alpha GmbH, die TSC Berlin Beta GmbH, die TSC Berlin Gamma GmbH, die TSC Berlin Delta GmbH, die TSC Berlin Epsilon GmbH, die TSC Berlin Zeta GmbH, die TSC Berlin Eta GmbH, die TSC Berlin Theta GmbH, die TSC Berlin Iota GmbH, die TSC Berlin Kappa GmbH, die TSC Berlin Lambda GmbH, die TSC Berlin My GmbH, die TSC Berlin Xi GmbH, die TSC Berlin Omicron GmbH, die TSC Berlin Rho GmbH, die TSC Berlin Sigma GmbH, die TSC Berlin Tau GmbH, die TSC Berlin Ypsilon GmbH und die Akragas Immobilien GmbH mit insgesamt 551 Wohn- und Gewerbeeinheiten in Berlin übernommen. Die Covivio Wohnen Verwaltungs GmbH hat mit wirtschaftlichem Übergang zum 16. Dezember 2021 die Nox Capital Nr. 15 GmbH, die Areal Invest Gräfestraße GmbH, die Nox Capital Leinestraße 21 Grundbesitz GmbH, die Nox Capital Kiehlufer39 Grundbesitz GmbH, die JFT Grundbesitz Nr. 28 GmbH, die Areal Invest XXIX. Grundstücksgesellschaft mbH, die Nox Capital Kulmer11 Grundbesitz GmbH, die AC Gustav-Müller-Straße Grundstücks GmbH, die Areal Consult Grundstücksgesellschaft mbH, die Areal Invest XIII. Grundstücksgesellschaft mbH, die Areal Invest XI. Grundstücksgesellschaft mbH und die Areal Invest XXXIII. Grundstücksgesellschaft mbH mit insgesamt 640 Wohn- und Gewerbeeinheiten in Berlin in Berlin übernommen. 4. KonzernsteuerungWesentliches Instrument der Konzernsteuerung ist der Planungsprozess auf Basis der IFRS-Zahlen. Der Planungszeitraum umfasst das laufende Jahr sowie das Folgejahr. Die aktuelle Jahresplanung wird in regelmäßigen Abständen überarbeitet und aktualisiert, so dass jederzeit ein Überblick über das erwartete operative Jahresergebnis besteht. Als wesentlicher finanzieller Leistungsindikator wird im Planungsprozess das EPRA-Ergebnis verwendet. Das EPRA-Ergebnis misst die operative Performance der Covivio und wird gemäß den Vorgaben der European Public Real Estate Association ermittelt. Im EPRA-Ergebnis werden neben operativen, überwiegend zahlungswirksamen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung, ausgewählte Posten des Finanzergebnisses, Ertragsteuern im Zusammenhang mit der Bewirtschaftung und dem Bauträgergeschäft, Abschreibungen auf materielle und immaterielle Vermögenswerte, Abschreibungen auf Finanzierungskosten und Erträge und Aufwendungen aus anderen betrieblichen Aktivitäten berücksichtigt. Erlöse aus Verkäufen von Finanzimmobilien sind nicht enthalten. Zur Steuerung des Portfolios werden als weitere Steuerungskennzahlen die Jahresmiete sowie Entwicklung der Mieten je m 2 und der Leerstände (Anzahl, getrennt nach Wohnungen und Gewerbe) genutzt. Weitere Steuerungskennzahlen sind der Umfang und das Ergebnis der Neuvermietung und die mit der Vermietung im Zusammenhang stehenden Kosten wie z.B. die Instandhaltungskosten sowie die Kosten des Vermietungsmarketings. Des Weiteren werden Mietausfälle, Fluktuation und offene Forderungen monatlich ausgewertet. Die gewonnenen Erkenntnisse sind Basis einer aktiven, durch Verkäufe und Zukäufe geprägten Portfoliostrategie. Zur Unterstützung von einzelnen Portfolioentscheidungen werden alle Immobilien in einem Portfolio-Management-System geführt, in dem alle relevanten Steuerungskennzahlen aber auch Lagekriterien erfasst und laufend aktualisiert werden. Zur Steuerung der Immobilienverkäufe werden die Preise pro m 2 sowie die Marge als Differenz zwischen dem IFRS Buchwert und dem Verkaufspreis herangezogen. Ausgehend von der monatlichen Ermittlung des EPRA-Ergebnisses und unter Berücksichtigung weiterer zahlungswirksamer Vorgänge wird die Liquiditäts-Prognose erstellt. Dadurch wird der Finanzbedarf der Gruppe jederzeit ermittelt und finanzielle Risiken können vermieden werden. In regelmäßigen Abständen erfolgt eine Überprüfung der Einhaltung von Finanzierungskennzahlen im Wesentlichen anhand der Vorgaben hinsichtlich des Loan-to-Value (LTV), der Kapitaldienstfähigkeit (KDF), sowie des Debt-Service Coverage-Ratios (DSCR) entsprechend der jeweiligen Kreditverträge. Der Vorstand wird monatlich in Form eines standardisierten Berichtswesens über den Geschäftsverlauf informiert. Dabei werden die aktuellen Ist-Daten den Plan-Werten gegenübergestellt und die wesentlichen Abweichungen analysiert und kommentiert. Somit wird die wirtschaftliche Entwicklung zeitnah ausgewertet, so dass negative Entwicklungen kurzfristig erkannt und Maßnahmen zur Gegensteuerung bei Bedarf eingeleitet werden können. Eine analoge Information erfolgt im Rahmen der Sitzungen des Aufsichtsrats. 5. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen5.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung in DeutschlandLaut Jahresgutachten 2021/2022 des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat sich die deutsche Wirtschaft im Verlauf des Jahres 2021 insbesondere durch den Rückgang der Corona-Neuinfektionen weiter von den Folgen der Pandemie erholt. Der Sachverständigenrat erwartet, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) das Vorkrisenniveau aus dem 4. Quartal 2019 im Verlauf des 1. Quartals 2022 wieder erreichen wird. Allerdings wird auch erwartet, dass die globalen Wertschöpfungsketten vielfältig durch angebotsseitige Engpässe gestört und dadurch zusammen mit weiterhin bestehenden Einschränkungen das Wachstum dämpfen werden, wodurch sich insbesondere die Industrieproduktion zum Teil ins nächste Jahr verschiebt. Der Sachverständigenrat prognostiziert im Oktober 2021 für Deutschland einen Anstieg der Wirtschaftsleistung um 2,7% im Jahr 2021 und um 4,6% im Jahr 2022. Auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) sieht in seiner Pressemitteilung vom 15. November dieses Jahres, dass die bestehenden Lieferengpässe bei Vorprodukten und Rohstoffen die deutsche Industrie beschränken. Trotz eines hohen Auftragsbestandes wird die Industriekonjunktur voraussichtlich bis in das nächste Jahr gedämpft verlaufen. Demgegenüber profitieren die Unternehmen in den Dienstleistungsbereichen von den vorgenommenen Lockerungen und beurteilen ihre Lage erneut besser. Aufgrund des aktuellen Pandemiegeschehens haben die Risiken aber wieder zugenommen. Daher erwartet das BMWi, dass die Wirtschaftsleistung im letzten Quartal 2021 nur noch geringfügig zunimmt. Im Jahr 2021 lag die Inflationsrate im Oktober mit 4,5% auf einem hohen Niveau. Bereits seit Jahresbeginn war die Inflationsrate aufgrund von Sonderfaktoren deutlich erhöht und seit der Jahresmitte hat sie sich wegen eines Basiseffektes durch die vorübergehende Senkung des Umsatzsteuersatzes erwartungsgemäß sprunghaft erhöht. Der Arbeitsmarkt entwickelte sich laut der Bundesagentur für Arbeit im 3. Quartal 2021 weiter positiv. Die Herbstbelebung hat Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung erneut kräftig sinken lassen, auch saisonbereinigt waren deutliche Rückgänge zu verzeichnen. Die Folgen der Corona-Krise werden zunehmend kleiner; vor allem in einer gestiegenen Langzeitarbeitslosigkeit sind sie aber noch sichtbar. Die Zahl der Erwerbstätigen hat nach Juli und August auch im September zugenommen. Die Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung haben sich von September 2021 auf Oktober 2021 saisonbereinigt weiter deutlich verringert. Auch im Vergleich zum Vorjahr sind Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung gesunken, was die Verbesserung seit dem ersten Lockdown widerspiegelt. 5.2. Deutscher WohnungsmarktDie Situation auf dem deutschen Wohnungsmarkt hat sich insbesondere in den attraktiven Ballungsräumen und den wachstumsstarken Regionen in den vergangenen Jahren sehr rasch hin zu einer angespannten Marktkonstellation verändert. Trotz deutlicher Belebung der Bautätigkeit wird der jährliche Neubaubedarf aktuell nicht gedeckt. Auch in den Medien erfolgt eine regelmäßige Berichterstattung, nicht zuletzt durch den Berliner "Mietendeckel" und die Initiative "Deutsche Wohnen & Co. enteignen". Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem Beschluss vom 25. März 2021 festgestellt, dass dem Land Berlin die entsprechende Gesetzgebungskompetenz fehlt und daher das Gesetz zur Mietenbegrenzung im Wohnungswesen in Berlin für nichtig erklärt. Für die Bundesländer besteht danach zurzeit keine eigene Möglichkeit, landesrechtliche Regelungen zur Mietbegrenzung einzuführen. Die Initiative "Deutsche Wohnung & Co. enteignen" hat mit der Volksabstimmung im September 2021 erreicht, dass 57,6% aller Wähler für eine Enteignung von Wohnungsbaugesellschaften mit mehr als 3.000 Wohnungen in Berlin gestimmt haben. Damit ist der Berliner Senat nun aufgefordert, die Umsetzbarkeit des Volksentscheids zu prüfen. Insgesamt sind die Mieten in Deutschland weiter gestiegen. Nach Angaben des statistischen Bundesamts lag der Index zur Entwicklung der Wohnungsmieten in der Bundesrepublik im Juli 2021 bei 108,4 Punkten, d.h. ein Anstieg von 8,4% gegenüber dem Basisjahr 2015 (Vorjahr: 8,2% im Vergleich zum Basisjahr). Insbesondere an den Top-7-Standorten in Deutschland (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München, Stuttgart) haben sich die Mietpreise noch einmal verteuert. Spitzenreiter ist München mit 18,78 Euro pro Quadratmeter im 2. Quartal 2021. Auf den Plätzen 2 und drei folgen mit 15,85 Euro pro Quadratmeter Frankfurt am Main und Stuttgart mit 14,62 Euro pro Quadratmeter. Durchschnittlich zahlten Mieter 2021 bei der Wiedervermietung einer Bestandswohnung durchschnittlich 12,70 € je m 2 . Hierbei waren Neubauwohnungen noch 3 € je m 2 teurer und reichten im Spitzensegment bis zu 23 € je m 2 . Insgesamt haben sich die Erstbezugsmieten im Zeitraum von 2010 bis 2020 um mehr als 50% verteuert. Dabei geht die Spanne von 30% in Hamburg bis zu 75% in Berlin. Allerdings ist eine Verlangsamung der Mietpreisdynamik zu beobachten. Als Ursachen für den zwischenzeitlich deutlichen Anstieg der Wohnungsmieten ist ein ausgeprägtes Missverhältnis aus Angebot und Nachfrage zu nennen. Der Zuzug aus dem In- und Ausland führte zu steigenden Einwohnerzahlen und dementsprechenden Wohnungsbedarf. Im Gegensatz dazu sanken die Wohnungsfertigstellungen und verknappten dadurch das Wohnungsangebot. Der Nachfrageüberhang konnte an den Top-Standorten nicht abgefedert werden und entsprechend kräftig fiel der Mietanstieg aus. Inzwischen hat sich dieser Anstieg aber wieder verlangsamt. Gleichwohl hat sich das Einwohnerwachstum seit 2017 sichtbar verlangsamt. Im Jahr 2020 ging die Bevölkerung sogar leicht zurück. Ursächlich für diese moderaten Einwohnerverluste sind die Abwanderung ins Umland aufgrund des mangelnden Wohnungsangebots und der hohen Mieten sowie der verlangsamte Zuzug nach Deutschland. Darüber hinaus führt das mit Beginn der Pandemie ausgeweitete mobile Arbeiten dazu, dass man nicht mehr täglich lange Fahrtzeiten ins Büro in Kauf nehmen muss. Auch ursächlich für einen milderen Mietpreisanstieg ist die Ausweitung der Wohnungsbauaktivitäten. Seit dem Jahr 2016 werden an den Top-Standorten pro Jahr durchweg mehr als 40.000 Wohnungen gebaut (im Jahr 2020 waren es insgesamt 20.000 Wohnungen). Während im Zeitraum von 2001 bis 2010 ca. 208.000 Wohnungen entstanden sind, waren es von 2011 bis 2020 über 370.000 Wohnungen, was einem Zuwachs von knapp 80% entspricht. Dementsprechend verbessert sich das Missverhältnis von Wohnungsbedarf und Angebot weiter. Weder das langsamere Bevölkerungswachstum noch der ausgeweitete Wohnungsbau haben sich dämpfend auf die Preisentwicklung von Eigentumswohnungen ausgewirkt. Im Verlaufe der Pandemie hat sich der Preisanstieg an den Top-Standorten, aber auch insgesamt in Deutschland, noch beschleunigt. Innerhalb von zehn Jahren haben sich die Kaufpreise zwischen 110% und 140% verteuert und den Mietanstieg weit hinter sich gelassen. Der Preisanstieg ist auch bei Mehrfamilienhäusern zu verzeichnen. Allerdings ist der Preisanstieg an den Top-Standorten wegen des bereits hohen Preisniveaus und weniger günstigen Vermietungsaussichten nicht so stark gestiegen wie an anderen Standorten. 5.3. Der regionale Markt der Covivio5.3.1. Wohnungsmarkt Nordrhein-WestfalenDie Covivio gehört mit ihren 41.288 Wohn- und Gewerbeeinheiten zu den großen Anbietern in Deutschland. Mit 16.544 Einheiten befindet sich immer noch ein großer Teil des Bestandes in Nordrhein-Westfalen (NRW). Im Herzen von NRW mit seinen 17,9 Millionen Einwohnern liegt die Metropolregion Rhein-Ruhr. Mit ihren 11 kreisfreien Städten und 4 Kreisstädten bildet diese Region einen der größten Metropolräume Europas und beherbergt ca. 5,1 Millionen Einwohner. Kohle und Stahl waren das Aushängeschild NRWs, insbesondere der Region "Ruhrgebiet". Heute zeichnet sich das Bundesland insbesondere als Logistik- und Dienstleistungsstandort aus. Aufgrund der durch die "alte" Wirtschaft entstandenen Infrastruktur und dank Ihrer breiten Hochschul-Landschaft, bietet NRW weiterhin bedeutende Standortvorteile. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von gut 697 Milliarden Euro auf Bundeslandebene im Jahr 2020 ist NRW das Bundesland mit der stärksten Wirtschaftsleistung (Quelle: Statista). Dennoch ist NRW durch vergleichsweise geringere Wachstumsperspektiven gekennzeichnet. Deshalb hielt die Gruppe in den vergangenen Jahren an ihrer langfristigen Strategie fest, sich im Rahmen der Portfolio-Entwicklung von Immobilienbeständen ohne nachhaltige Entwicklungsperspektive zu trennen. Dabei konzentrierte sich das Unternehmen weiterhin auf den Erhalt des Kernbestands in NRW, begleitet von kleineren Zukäufen sowie maßvollen Neubau- und Modernisierungs-Aktivitäten. Im Jahr 2021 zeigen sich deutlich die Erfolge dieser Strategie. Die Neuvertragsmieten der Covivio in NRW stiegen im Vergleich zur Alt-Miete im Durchschnitt um 18 %, während ein Anstieg der kumulierten Miete auf Like-for-like-Basis von 4,7 % erreicht werden konnte. Damit befindet sich die Mietdynamik des Kernbestands in NRW auf einem höheren Niveau als die Entwicklung in Dresden, Leipzig und Hamburg. Im Ruhrgebiet liegt Essen mit einem Anstieg von 4,92 % an der Spitze, danach folgen Datteln mit 4,26 % und Oberhausen mit 3,79 %. Die durchschnittliche Miete je m 2 in NRW liegt bei 7,10 €. Im Ruhrgebiet werden die höchsten Mieten in Essen (7,32 € je m 2 ) und Mülheim (6,99 € je m 2 ) erzielt. Die rheinische Region Düsseldorf, inklusive den Beständen in Ratingen, erzielte eine Miete von 9,45 € je m 2 . Dank der hochwertigen Modernisierung der Bestände in Ratingen konnte Covivio hier mit 9,59 % den größten Anstieg der kumulierten Miete auf Like-for-like-Basis realisieren. 5.3.2. Wohnungsmarkt BerlinDie Hauptstadt Berlin hat sich nicht nur zu einer der beliebtesten und dynamischsten Städte in Europa entwickelt, sondern steht im Hinblick auf den Wohnungsmarkt auch vor großen Herausforderungen. Berlin braucht weiterhin mehr bezahlbaren Wohnraum, um die Wohn- und Lebensqualität der Berliner Haushalte auch in Zukunft zu sichern. Die Wirtschaftsleistung, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, ist im ersten Halbjahr 2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,1 % gestiegen. Der Anstieg in der Hauptstadtregion ist jedoch nicht so stark wie im bundesweiten Durchschnitt. (Quelle: Amt für Statistik Berlin Brandenburg). Die Arbeitslosenquote liegt im Oktober 2021 mit 9,2% deutlich über dem Vorjahresniveau (7,8%) und konnte sich damit nicht weiter verbessern. (Quelle: Bundesagentur für Arbeit). Am 30. Juni 2021 waren 3.766.082 Einwohner registriert. Damit ist die Einwohnerzahl in der Bundeshauptstadt im ersten Halbjahr 2021 rückläufig, wobei der Rückgang der Einwohnerzahl geringer ausfiel als im ersten Halbjahr 2020. Bis 2030 wird ein weiterer Anstieg um 181.000 Einwohner erwartet. Legt man die durchschnittliche Haushaltsgröße Berlins von 1,75 zugrunde, ergibt sich allein durch das Bevölkerungswachstum ein weiterer Bedarf von 117.000 zusätzlichen Wohnungen. Hinzu kommen etwa 77.000 Wohnungen, die in den letzten Jahren zu wenig gebaut wurden. Daraus ergibt sich kurzfristig ein jährlicher Bedarf von 20.000 Wohnungen, um das Bevölkerungswachstum abzudecken und die Versäumnisse der letzten Jahre aufzuholen. Ab Mitte 2025 sollte die Dynamik etwas abnehmen und der Bedarf langsam sinken (Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, Stadtentwicklungsplan Wohnen 2030). Insgesamt 2.735 Genehmigungen für Bauvorhaben im Wohn- und Nichtwohnbau wurden in Berlin im Zeitraum Januar bis September 2021 gemeldet. Das ist ein Anstieg von 10,2 % gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf Ein- und Zweifamilienhäuser zurückzuführen (Quelle: Amt für Statistik Berlin Brandenburg, Pressemitteilung Nr. 279 vom 11. November 2021). Auch in Brandenburg sind die Baugenehmigungen gestiegen. Hier sind es insgesamt 7.584 im Zeitraum Januar bis September 2021, was einen Anstieg von 10,4 % gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum bedeutet. Es sollen insgesamt 10.923 Wohnungen entstehen, darunter 10.214 in Neubauten. Dies entspricht einem Zuwachs von 16,8 % bzw. 18,2 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. (Quelle: Amt für Statistik Berlin Brandenburg, Pressemitteilung Nr. 280 vom 11. November 2021). Die Zahl der Fertigstellungen im Jahr 2020 betrug mit 14.510 Wohnungen 23,9 % weniger als im Vorjahr, was die sich weiter abschwächende Dynamik verdeutlicht (2018: +6,6 %, 2019: +14,1 %) (Quelle: Amt für Statistik Berlin Brandenburg, Pressemitteilung Nr. 153 vom 29. Juni 2021). Die Mietpreisentwicklung im ersten Halbjahr war mit 14,00 €/m 2 je Monat unverändert gegenüber dem Vorjahreshalbjahr. Das Mietpreisniveau bei mittleren Neubaumieten ist deutlich auf 13,30 €/m 2 gesunken. Dies ist unter anderem auf den noch bis April 2021 geltenden Mietendeckel zurückzuführen. Demgegenüber sind die Mieten im unteren Preissegment um +3,7% gegenüber dem Vorjahreswert gestiegen. Im obersten Preissegment gab es ebenfalls einen Anstieg (+15,0%), dass das Mietniveau auf 23,70 €/m2 ansteigen ließ. (Quelle: JLL, Residential City Profile Berlin H1 2021). Die Angebotspreise für Eigentumswohnungen stiegen um +8,7 % auf 5.260 €/m 2 . Damit bleibt die Dynamik des Vorjahres und des Durchschnitts der vergangen fünf Jahre in etwa erhalten. Die Preisentwicklung im Spitzensegment zeigt einen ähnlichen Trend, hier steigen die Kaufpreise um +6,7% und damit einen Prozentpunkt mehr als im Vorjahrszeitraum aber etwas unterhalb des Fünfjahresschnitts. Die unterste Preisklasse konnte mit +10,9% am stärksten zulegen. Auch das Neubausegment zeigte sich stark und konnte eine Preisentwicklung von +8,1% verzeichnen, rund +0,4 Prozentpunkte mehr als im Fünfjahresschnitt. (Quelle: JLL, Residential City Profile Berlin H1 2021). Hauptstadt Berlin hat sich nicht nur zu einer der beliebtesten und dynamischsten Städte in Europa entwickelt, sondern auch zu einer der komplexesten was den Wohnungsmarkt angeht. In keiner anderen Stadt Deutschlands greift die Politik so sehr in das Marktgeschehen ein wie in Berlin. Die erste Corona-Welle konnte dem Berliner Immobilienmarkt nicht wirklich schaden. Im Gegenteil, der Aufwärtstrend der Immobilienpreise hält an und hat sich höchstens verlangsamt. Dabei sind die Anzahl angebotener Kaufobjekte im Zeitraum von Juni 2019 bis Oktober 2020 um 25% gestiegen, während das Mietangebot im gleichen Zeitraum um ca. 75% eingebrochen ist. Im November 2020 liegen die Kaufpreise im Median bei ca. 4.930 €/m 2 . Dies entspricht einem Anstieg von 5,5% gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zum Vorjahr (Zeitraum: Oktober 2019 bis Oktober 2020) werden aktuell nur ca. 22% des Vorjahresvolumens an Mietwohnungen angeboten. Insbesondere zum Zeitpunkt des Beginns des Mietendeckels sind die Mietangebote drastisch zurückgegangen und im Oktober 2020 auf ein historisches Tief gefallen. Im vierten Quartal 2020 liegt die Median-Angebotsmiete bei 11,55 €/m 2 . Dies entspricht einem Anstieg von 3,5% gegenüber dem Vorjahr (Quelle: Guthmann, Marktreport Berlin Immobilien 2020). Die Wirtschaftsleistung, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, ist im ersten Halbjahr 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,1 % zurückgegangen. Der Rückgang in der Hauptstadtregion ist deutlich geringer als im Bundesdurchschnitt. Über alle 16 Länder verteilt wurde ein Minus von 6,6% verzeichnet (Quelle: Amt für Statistik Berlin Brandenburg). Die Arbeitslosenquote liegt mit 7,8% fast auf dem Vorjahresniveau (7,6%) und konnte sich damit nicht weiter verbessern (Quelle: Bundesagentur für Arbeit). Am 30. Juni 2020 waren 3.762.456 Einwohner/-innen registriert. Damit ist die Einwohner/-innenzahl in der Bundeshauptstadt im ersten Halbjahr 2020 um 7.039 zurückgegangen. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, ist das der erste Rückgang im Einwohnerbestand seit 2003 (Quelle: Amt für Statistik Berlin Brandenburg, Pressemitteilung Nr. 206 vom 26. August 2020). Bis 2030 wird ein weiterer Anstieg um 181.000 Einwohner erwartet. Legt man die durchschnittliche Haushaltsgröße Berlins von 1,75 zugrunde, ergibt sich allein durch das Bevölkerungswachstum ein weiterer Bedarf von 117.000 zusätzlichen Wohnungen bis 2030. Hinzu kommen etwa 77.000 Wohnungen, die in den letzten Jahren zu wenig gebaut wurden. Daraus ergibt sich kurzfristig ein jährlicher Bedarf von 20.000 Wohnungen, um das Bevölkerungswachstum abzudecken und die Versäumnisse der letzten Jahre aufzuholen. Ab Mitte 2025 sollte die Dynamik etwas abnehmen und der Bedarf langsam sinken (Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, Stadtentwicklungsplan Wohnen 2030). Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren stiegen die Baugenehmigungen leicht im Zeitraum Januar bis September 2020 von 15.324 (Jan-Sep 2019) auf 15.414 (+0,6%). (Quelle: Amt für Statistik Berlin Brandenburg, Pressemitteilung Nr. 260 vom 10. November 2020). Weiterhin lässt sich ein Rückgang der Baugenehmigungen in Brandenburg von 11.244 (Jan-Sep 2019) auf 9.353 (Jan-Sep 2020) Wohnungen feststellen, der nicht dazu passt, dass aktuell die Bautätigkeit in das Berliner Umland abwandert. Möglicherweise ist dies ein Effekt der Corona-Pandemie. Vor allem in Potsdam sank die Anzahl der Baugenehmigungen (1.027 auf 468, -54%) zuletzt stark (Quelle: Amt für Statistik Berlin Brandenburg, Pressemitteilung Nr. 261 vom 10. November 2020). Die Zahl der Fertigstellungen in 2019 betrug mit 19.063 Wohnungen zwar 14,1 % mehr als im Vorjahr, die Dynamik schwächt sich damit aber weiter ab (2017: +14,7 %, 2018: +6,6 %) (Quelle: Amt für Statistik Berlin Brandenburg, Pressemitteilung Nr. 99 vom 16. Mai 2019). Von den benötigten 20.000 Wohnungen pro Jahr sind die Fertigstellungen weit entfernt und müssten um 20 % zunehmen, um den Bedarf zu decken. Vor dem Hintergrund der Kontroverse um die Wohnungspolitik, der Abnahme an Baugenehmigungen, dem Mangel an Bauflächen, den langwierigen und komplizierten Genehmigungsprozessen und der Auslastung der Baubranche ist dies jedoch nicht zu erwarten. Die Mietpreisentwicklung im ersten Halbjahr stieg mit einem Zuwachs von 6,6% gegenüber dem Vorjahr auf 13,00 €/m2 je Monat. Betrachtet man dabei die Entwicklung der reinen Bestandsobjekte so beträgt der Anstieg nur 4,1%. Das Mietpreisniveau bei mittleren Neubaumieten stieg deutlich um 14,8% auf 16,65 €/m 2 . Demgegenüber sind die Mieten im unteren Preissegment um -4,7% gegenüber dem Vorjahreswert gesunken. Damit zeigt sich der Effekt des Mietendeckels indem Mietpreiserhöhungen im Neubausegment (hier gibt es weniger Einschränkungen) gedeckelte Bestandsmieten kompensieren (Quelle: JLL, Residential City Profile Berlin H1 2020). Die Angebotspreise für Eigentumswohnungen stiegen um 9,0% auf 4.840 €/m 2 , was eine nur leicht abgeschwächte Preisdynamik bedeutet (der Fünfjahresschnitt liegt bei 9,9% p.a.). Die unterste Preisklasse konnte mit +11,0% am stärksten zulegen, während die Preisentwicklung im Spitzen- (+5,7% auf 7.420 €/m 2 ) und im Neubausegment (-2,5%) deutlich unter dem mittleren Preiswachstum lag. Insbesondere der Rückgang im Neubau beruht nicht auf der tatsächlichen Marktentwicklung, sondern auf der Tatsache, dass Flächen in der City knapper werden und sich der Neubau daher in die Peripherie verschiebt (Quelle: JLL, Residential City Profile Berlin H1 2020). Die Gruppe konnte in Berlin (inklusive Potsdam und Schönefeld) im Jahr 2021 einen Like-for-like Mietanstieg auf die kumulierte Ist-Miete gegenüber dem Jahr 2020 von +4,69 % realisieren. Durch die starken Einwirkungen des Mietendeckels und der daraus resultierenden Reduzierung der Ist-Mieten im Jahr 2020, hat sich die durchschnittliche Miete auf Like-for-like-Basis im Vergleich Dezember 2020 zu Dezember 2021 von 7,23 €/m 2 auf 8,31 €/m 2 erhöht. Der Leerstand ohne Wohnungen in Modernisierung und ohne Privatisierungsobjekte liegt mit 0,33 % aller Wohn- und Gewerbeeinheiten unter dem Wert aus 2020 (0,60%). Beim Verkauf von Eigentumswohnungen konnte im Jahr 2021 ein durchschnittlicher Kaufpreis von 4.270 €/m2 veranschlagt werden. Die durchschnittliche Veränderung beim Abschluss neuer Mietverträge liegt mit +18 % im Vergleich zur Altmiete leicht unter dem Niveau von 2019, nachdem im Jahr 2020 wegen des Mietendeckels keine positiven Veränderungen möglich waren. Im Durchschnitt wurden Wohnungen für 10,47 €/m2 neu vermietet. Im Vorjahr lag der Durchschnitt bei Neuvermietungen noch bei 8,87 €/m 2 . 5.3.3. Wohnungsmarkt DresdenDer Standort Dresden entwickelt sich auf Bundesebene weiterhin positiv. Im letzten Städteranking des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) gehören Dresden und Leipzig mit zu den attraktivsten Städten Deutschlands. Dresden überzeugt zum einen als Tourismusstandort, als Landeshaupt- und Universitätsstadt sowie als wachsender Wirtschaftsstandort mit einer starken Wirtschaftsstruktur insbesondere in den Feldern Industrie, Handel, Gewerbe, Verkehr sowie bei technischen und wissenschaftlichen Dienstleistungen. Ebenfalls punkten konnte Dresden in der Entwicklung der Produktivität, gemessen in BIP je Erwerbstätigen. Hier liegt Dresden auf Rang 1 mit einem Zuwachs zwischen 2013 und 2016 von +18,1 % (Quelle: HWWI-Berenberg-Kultur-Städteranking 2019). Die allgemeine Geschäftslage der Dresdner Wirtschaft wird im Herbst 2021 deutlich besser eingeschätzt als noch zu Jahresbeginn und im Frühjahr im Rahmen der zweiten und dritten Coronawelle. Dabei erreichen die Einschätzungen zur aktuellen Geschäftslage in fast allen Wirtschaftsbereichen das Vorkrisenniveau und überschreiten es teilweise. Allen voran ist sind hier die Dienstleister, der Großhandel und das Baugewerbe zu nennen. Aber selbst im Tourismusbereich wird erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie die Lage wieder positiv eingeschäft, auch wenn hier das Vorkrisenniveau noch deutlich verfehlt wird. (Quelle: IHK-Dresden; Konjunkturbericht - Herbst 2021). Die Bauaktivität in Dresden steigt erstmals seit 2017 im Vergleich zu den Vorjahren. Die Anzahl der Baugenehmigungen stieg deutlich von 6.080 Wohnungen in 2019 auf 7.720 Wohnungen im Jahr 2020. Betrachtet man nur Wohnungen in Mehrfamilienhäusern, ist die Zahl der genehmigten Wohnungen von 5.296 auf 6.727 gestiegen. Fertiggestellt wurden in 2020 6.328 Wohnungen (2019: 5.787) (Quelle: Landeshauptstadt Dresden, Bauen und Wohnen 2020, erschienen Mai 2021). Die Einwohnerzahl Ende 2020 betrug 561.942 Menschen (Quelle: Stadt Dresden, Dresden in Zahlen IV. Quartal 2020) Laut der letzten Bevölkerungsprognose erwartet die Stadt Dresden einen Zuwachs auf 578.600 Einwohner bis zum Jahr 2035, was weiterhin für eine erhöhte Wohnungsnachfrage sorgen dürfte (Quelle: Stadt Dresden, Bevölkerungsprognose 2020). Die Angebotsmieten lagen im ersten Quartal 2019 im Durchschnitt bei 7,16 €/m 2 im Monat und damit weit unter denen der Top-Standorte. Im ersten Quartal 2018 lagen die Mieten noch bei 6,86 €/m 2 , was einen Zuwachs von +0,30 €/m2 oder +4,4 % bedeutet (Quelle: Statista). Die Covivio erzielt derzeitig durchschnittlich 8,06 €/m2 bei einer Neuvermietung in Dresden, was einem Plus von 8% auf die Altmiete entspricht. Im Like-for-like Vergleich konnte die kumulierte Miete pro m 2 um 1,95 % gesteigert werden. Die durchschnittliche Ist-Miete pro m 2 liegt bei 7,44 €. Der Leerstand ohne Modernisierungen befindet sich mit 0,5 % auf einem sehr niedrigen Niveau. 5.3.4. Wohnungsmarkt LeipzigWie auch der Standort Dresden, gehört Leipzig zu den Aufsteigern in Bezug auf Zuwanderung und Bevölkerungsentwicklung. Der Demographieindex im HWWI Berenberg Städteranking 2019 misst unter anderem die Entwicklung der Gesamtbevölkerung von 2017 bis 2030 und die Entwicklung der unter 20-jährigen Bevölkerung 2017 bis 2030. Leipzig liegt hier auf Platz 1 und setzt sich somit an die Spitze der 30 größten Städte Deutschlands. Leipzig wächst stark und wird jünger. Auch im Trendindex, der die Dynamik in der ökologischen Leistungsfähigkeit misst, schneidet Leipzig besser ab als jede andere große Stadt in Deutschland. Hier fließen die Wachstumsraten der Bevölkerung von 2014 bis 2017 sowie die Erwerbstätigen- und Produktivitätsentwicklung von 2013 bis 2016 ein. Damit liegt Leipzig auf dem zweiten Platz im Gesamtranking der größten 30 Städte Deutschlands hinter Berlin (Quelle: HWWI-Berenberg-Städteranking-2019). In ihrer aktuellen Bevölkerungsprognose rechnet das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung für die Stadt Leipzig mit einem Anstieg auf rund 663.300 Einwohner bis zum Jahr 2040. Dies entspricht einem Bevölkerungswachstum von 14% im Zeitraum von 2017 bis 2040. Damit gehört die Stadt Leipzig als einzige ostdeutsche Region zu den wachstumsstärksten Kreisen und Städten in Deutschland (Quelle: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, Bevölkerungsprognose 2040). Allerdings ist das Bevölkerungswachstum in den vergangenen Quartalen abgeflacht. Währenddessen im Jahr 2015 noch 16.669 mehr Menschen nach Leipzig zu- als weggezogen sind, so beträgt der Wanderungsgewinn für das Jahr 2020 lediglich noch 4.935 Personen. Im Ergebnis ist die Stadt Leipzig jedoch im Jahr 2020 gegenüber dem Jahr 2019 um über 4.000 Einwohner gewachsen. Zum 30.06.2021 wohnen insgesamt 605.379 Menschen in Leipzig (Quelle Stadt Leipzig - Statistischer Quartalsbericht II/2021). Um die wirtschaftliche Leistungskraft der Stadt Leipzig zu steigern, bündelt die Wirtschaftspolitik vielfältige Aktivitäten in fünf wesentliche Cluster, die zu einem attraktiven und zukunftsträchtigen Arbeitsmarkt führen sollen. Zum einem ist dies die Automobil- und Zulieferindustrie: BMW (E-Mobility: i3 und i8) und Porsche betreiben hier Werke. Im Cluster "Gesundheitswirtschaft und Biotechnologie" steht insbesondere das Universitätsklinikum und das Herzzentrum im Vordergrund. "Energie und Umwelttechnik" sowie "IT-, Medien- und Kreativwirtschaft" sind weitere Cluster und Kennzeichen einer zukunftsorientierten Wirtschaftsstruktur. Als letztes ist die Logistikbranche (Amazon) mit einem internationalen Drehkreuz am Flughafen Leipzig, einer der großen Logistik-Standorte der DHL. Lufthansa Cargo ist ebenfalls ein wesentlicher Leistungsfaktor (Quelle: www.leipzig.de/wirtschaft- und-wissenschaft/wirtschaftsprofil- und-cluster). Zusätzlich gelingt es Leipzig immer mehr Start-ups anzuziehen. Auch wegen ihrer hohen Lebensqualität erlebt die Stadt mit aktuell über 200 aktiven Start-ups eine dynamische Gründerszene. Neben den oben genannten Wirtschaftszweigen spielt der Tourismus eine immer stärkere Rolle (Quelle: Stadt Leipzig, Dezernat Wirtschaft und Arbeit, Wirtschaftsbericht 2020). Im Jahr 2020 konnte Leipzig sein Tourismus-Rekordjahr 2019 mit über 3,6 Millionen Übernachtungen nicht wieder erreichen. Stattdessen gab es nur 1,9 Millionen Übernachtungen, was vorwiegend auf die Corona-Pandemie zurückzuführen ist (Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen). Die Arbeitslosenquote der Stadt Leipzig entwickelt sich positiv. Im November 2021 lag sie mit 6,0 % um 1,7 % unter dem Vorjahreswert. Die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten erhöhte sich jedoch von 277.145 (Dez 2019) auf 279.454 (Dez 2020) (Quelle: www.arbeitsagentur.de). Der Leipziger Markt für Mietwohnungen verzeichnete im ersten Halbjahr 2020 einen Anstieg von +1,3 % gegenüber dem Vorjahr auf 7,60 €/m 2 im Monat und entwickelte sich damit deutlich langsamer als noch ein Jahr zuvor. Damit liegt die Entwicklung im Bereich der mittleren 5-Jahres-Entwicklung von 4,5 %. Höhere Anstiege gab es vor im Spitzensegment, wo sich der Mietpreis um 7,9 % auf 10,95 €/m 2 erhöht hat(Quelle: JLL, Residential City Profile Leipzig, H1 2021). Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen haben sich in Leipzig deutlich verteuert. Im ersten Halbjahr 2021 wurden Eigentumswohnungen im Durchschnitt für 3.120 €/m 2 und damit für +31,6 % mehr als noch ein Jahr zuvor angeboten. Den höchsten Anstieg gab es im unteren Preissegment mit +22,0 %. Im Spitzensegment gab es einen Anstieg von +13,3 % auf 4.950 €/m 2 und im Neubau von +13,1 % auf 4.650 €/m 2 . Während im Süden mit durchschnittlich 4.350 €/m2 die stärksten Anstiege zu verzeichnen sind, liegen sie im Westen dagegen bei der Hälfte (Quelle: JLL, Residential City Profile Leipzig, H1 2021). Die Gruppe erreicht aktuell eine Durchschnittsmiete in Höhe von 6,75 € je m 2 und konnte im Jahr 2021 einen Anstieg der kumulierten Ist-Miete auf Like-for-like-Basis 3,89 % realisieren. Neuverträge konnten für durchschnittlich 7,32 €/m 2 abgeschlossen werden, was einem Plus von +10% auf die durchschnittliche Altmiete entspricht. Der Leerstand ohne Modernisierungen liegt bei 0,7 %. 5.3.5. Wohnungsmarkt HamburgDer Covivio Immobilien-Standort Hamburg gehört zu den wirtschaftlich stärksten Metropolregionen Deutschlands. Hamburg ist mit seinem Hafen und vielen Handelsunternehmen das maritime Drehkreuz in Deutschland. Der Hamburger Containerhafen als eines der Wahrzeichen Hamburgs schlägt jährlich mehr als 126,3 Millionen Tonnen Seegüter um. Dadurch ist Hamburg der drittgrößte Containerhafen in Europa und steht auf Platz 18 in der Liste der weltweit größten Containerhäfen (Quelle: www.hafen-hamburg.de). Die Bautätigkeit in der HafenCity, sowie im Rahmen von anderen neuen Quartiersentwicklungen wie z.B. "Tapenbeker Ufer" oder "Science City Bahrenfeld", bestätigen die starke Entwicklungsdynamik und die Wachstumstendenz. In der HafenCity entstehen bis zur voraussichtlichen Fertigstellung in den Jahren 2025-2030 rund 7.500 neue Wohnungen. Bis Ende 2021 sind ca. 3.600 Wohneinheiten fertiggestellt worden, 930 Unternehmen haben sich bereits in der HafenCity angesiedelt und es sind bereits ca. 15.000 Arbeitsplätze entstanden. Insgesamt können über 45.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Im Vergleich zu vielen anderen Waterfrontprojekten wird die HafenCity jedoch nicht als reiner Bürostandort entwickelt, sondern ist vielmehr gekennzeichnet durch eine Mischnutzung aus Arbeiten, Wohnen, Bildung, Kultur, Freizeit, Tourismus und Einzelhandel. Die HafenCity ist eines der markantesten Stadtentwicklungsvorhaben in Wasserlage weltweit (Quelle: www.hafen-city.com). Im Gegensatz zu Berlin gelingt es der Hamburger Politik erheblich besser, das Angebot an Wohnungen auszubauen. Die Bevölkerungszahl in Hamburg liegt bei ca. 1,85 Millionen Einwohnern (Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein; Stand 21.06.2021). Mit einem Zuwachs von +3% gegenüber dem Vorjahr ist die Bevölkerung zuletzt deutlich gewachsen. Das Bevölkerungswachstum, wird sich voraussichtlich auch in den kommenden 15 Jahren fortsetzen. Nach einer Prognose wird mit einem Anstieg bis zum Jahr 2035 auf 2,031 Millionen Einwohnern gerechnet. Das Bevölkerungswachstum stellt die Hansestadt vor die anhaltende Herausforderung, neuen Wohnraum zu schaffen und die Bedarfslücke zu schließen. Insgesamt wurden 11.269 neue Wohnungen fertiggestellt. Das sind rund 15% mehr als im Vorjahr und stellt einen Höchstwert seit Mitte der 1970er Jahre dar. Unter den 11.269 im Jahr 2020 fertiggestellten Wohneinheiten sind 3.472 geförderte Wohnungen mit einer sozialen Mietpreis- und Belegungsbedingung. Im Zeitraum von 2011 bis 2020 wurden 76.814 Wohneinheiten fertiggestellt. Mit der Zahl der jährlich genehmigten Wohneinheiten überschreitet Hamburg regelmäßig die 2016 eingeführte Zielmarke von 10.000, der Senat und die Bezirke im Bündnis für das Wohnen mit der Wohnungswirtschaft vereinbart haben. So auch im Jahr 2020, in dem 10.007 Wohneinheiten genehmigt wurden. (Quelle: www.hamburg.de/pressearchiv). Der mittlere Angebotsmietpreis stieg im ersten Halbjahr 2021 weiter auf 13,45 €/m 2 im Monat an. Der stärkste Anstieg wurde im Bereich des Neubaus erzielt, der Median stieg im Vorjahresvergleich um +3,8 % auf 15,10 €/m 2 im Monat. Im Bereich des obersten Preissegments gab es einen Anstieg um +2,8 %. Die Preise haben damit gegenüber den Vorjahren an Dynamik eingebüßt und liegen jetzt bei 20,00 €/m 2 im Monat. Mit einem Wachstum von +3,2 % legte die Dynamik beim Segment der niedrigen Mieten deutlich zu. Räumlich gab es die stärksten Anstiege im Bezirk Altona, gefolgt von Hamburg Nord und Eimsbüttel. (Quelle: JLL, Residential City Profile Hamburg H1 2021). Die Entwicklung der Kaufpreise liegt weiterhin über der Entwicklung der Mietpreise. Die Preise für Eigentumswohnungen stiegen insgesamt um +20,9 % auf derzeit 6.250 €/m 2 , also dreimal so stark wie im Schnitt der letzten fünf Jahre. Besonders im Spitzen- und Neubausegment stiegen die Preise mit +18,3 % stark an und liegt damit ebenfalls deutlich über den Ergebnissen des Vorjahres (+9,9 %). Der Bezirk mit den höchsten Angebotskaufpreisen ist Hamburg-Nord und die niedrigsten Preise werden in Harburg verlangt. (Quelle: JLL, Residential City Profile Hamburg H1 2021). Die kumulierte Ist-Miete im Like-for-like Vergleich im Hamburger Bestand (inklusive Ahrensburg und Wentorf) der Covivio stieg im Jahr 2021 um 2,77%. Die durchschnittliche Miete je m 2 liegt bei 10,20 €. Bei Neuverträgen konnten mittlere Mieten von 12,13 €/m 2 realisiert werden, was einem Plus von +10% auf die Altvertragsmieten entspricht. Leerstand, ausgenommen von Modernisierungen, ist praktisch nicht vorhanden. So stehen zum Jahresende nur 0,08 % der Einheiten zur Wiedervermietung leer. 6. Geschäftsverlauf der Covivio6.1. ÜberblickTrotz der andauernden Corona-Pandemie war das Geschäftsjahr für die Gruppe insgesamt erfolgreich. Die Gruppe konnte als beständiger und engagierter Partner am Markt agieren und ihrer Verpflichtung anspruchsvolle und wichtige Projekte in bester Qualität und in einem Klima des Vertrauens durchzuführen, nachkommen. Der Geschäftsverlauf der Gruppe selbst war geprägt durch die konsequente Umsetzung und Weiterentwicklung der bisherigen Strategie. Während in den Vorjahren der Fokus auf der Umstrukturierung des Portfolios lag, stand im Jahr 2021 der Erwerb mehrerer Portfolien (im Rahmen von vier Akquisitionen wurden insgesamt 1.265 Einheiten in Berlin übernommen) sowie die Integration der im Vorjahr erworbenen Einheiten im Vordergrund. Zusätzlich wurde, wie im Vorjahr, die Aufteilung des Bestands in Eigentumswohnungen und eine moderate Anzahl von Einzelverkäufen im Rahmen der Privatisierung von Eigentumswohnungen vorgenommen. So konnten insgesamt 297 Eigentumswohnungen in Berlin verkauft werden. Der in Wohnungseigentum aufgeteilte Bestand beläuft sich mittlerweile auf über 11.900 Wohnungen. Bei Bedarf ließe sich so eine Steigerung der Verkaufszahlen in den nächsten Jahren erreichen. Auch im Geschäftsjahr wurde verstärkt nach Entwicklungs- und Verdichtungsmöglichkeiten im Bestandsportfolio gesucht sowie Objekte mit Entwicklungspotenzial und auch Baugrundstücke zugekauft. Im Jahr 2021 wurden mehrere Projekte mit insgesamt 194 Wohnungen fertiggestellt. Weitere Projekte mit 980 Einheiten befinden sich in der aktiven Entwicklung. Inklusive der Projekte, für die noch keine Baugenehmigung vorliegt und weiteren potenziellen Projekten in einem frühen Planungsstadium, besteht ein Entwicklungspotenzial von insgesamt 3.285 Einheiten mit einem Gesamtvolumen von 960 Millionen Euro. Es werden Objekte sowohl für die Vermietung als auch für den Verkauf entwickelt. Der aktuelle Immobilienbestand lässt sich in vier regionale Cluster fassen. Nach Bestandswerten dominiert Berlin inklusive Potsdam und wenigen Einheiten in der Umgebung, weiterhin mit 57,4% (2020: 56,8%). Der NRW-Bestand macht 26,9% (2020: 27,3%) des Portfolios aus, gefolgt von den Räumen Dresden/Leipzig mit 8,2% (2020: 8,5%) und Hamburg mit 7,4% (2020: 7,4%). 6.2. BestandsentwicklungZum Bilanzstichtag befinden sich 41.288 Wohn- und Gewerbeeinheiten im Eigentum der Covivio. Im Vergleich zum Vorjahr erhöht sich der Bestand zum 31.12.2021 (Vorjahr: 40.683 Einheiten) um 605 Wohn- und Gewerbeeinheiten. Inklusive der Verkäufe durch Privatisierung in Berlin, trennte sich die Covivio von insgesamt 643 Einheiten. Der Großteil daraus entfällt auf den Verkauf des Skyfall Portfolios, das Bestände in NRW (433 Einheiten) umfasst. Angekauft wurden insgesamt 1.071 in Berlin. Darunter sind die Portfolios Beethoven (522 Einheiten) und Michelin (445 Einheiten). In Immobilienwerten gemessen hat sich der Bestand um 16,5 % auf rund 8,01 Milliarden Euro erhöht. Die gesamte Wohn- und Gewerbefläche beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 2.851.592 m 2 . Darüber hinaus besitzt die Gruppe 10.351 Garagen und Stellplätze 6.3. Bestandserhaltung und ModernisierungDer Aufwand für Instandhaltung und Modernisierung betrug im Geschäftsjahr 2021 TEUR 91.997 (CAPEX) zuzüglich TEUR 19.162 OPEX (i.Vj.: TEUR 112.177 ohne Personalkosten). Die reklassifizierten Personalkosten betrugen TEUR 2.596. Neben vorgenannten Arbeiten wurden im Jahr 2021 insgesamt 258 Wärmeerzeuger erneuert und 7 Wohngebäude mit Fernwärme ausgestattet sowie durch den Bau eines modernen Blockheizkraftwerk, insgesamt 25 Gebäude mit modernster Technik versorgt. Insgesamt wurden MEUR 2,3 für die Erneuerung der Heizungstechnik investiert. Die Gesamtleistung der erneuerten Anlagen beträgt etwa 8,3 MW. Im Berichtszeitraum wurden 10 Ölanlagen (Vorjahr 18) auf den Brennstoff Gas umgestellt. In NRW wurde in Fortsetzung der Maßnahme an der Bandstraße in Essen die energetische Sanierung der Gebäudehüllen abgeschlossen. Die Gesamtinvestitionskosten dieses Projektes liegt bei MEUR 1,94. Als weitere Großprojekte wurden die energetische Sanierung der Gebäude in Duisburg Friedrich-Ebert-Str., Hermann-Löns-Str., Annastr., Klosterstr., Rudolfstr., Römerstr., Bertha-von-Suttner-Str. in Oberhausen Gravestr., in Essen der Regenbogenweg 1-5, Speickermannstr. 1-5, Richratherstr. in Düsseldorf und in Datteln die Objekte Erlenkamp 8-12 ausgeführt. Dabei wurden die Fassaden mittels Wärmedämmverbundsystemen aus Mineralwolle ertüchtigt, neue, hochdämmende Kunststofffenster und Haustüren eingebaut, Dächer erneuert, Dachböden gedämmt, Balkone saniert bzw. teilweise erneuert und vergrößert sowie div. Maler-, Elektro-, Gegensprech-/Video-Sprechanalgen, Außenanlagenarbeiten ausgeführt. In Hamburg wurden die energetischen Sanierungen von ca. 100 Mieteinheiten in den Wohnanlagen "Vogelweide/Dehnhaide" und "Bredstedter Straße" abgeschlossen. Das Gesamtvolumen der Modernisierungen beträgt ca. MEUR 25. Im Herbst wurde die Großmaßnahme Hauptstraße in Wentorf bei Hamburg begonnen, hier werden ca. 100 Mieteinheiten energetisch zukunftsfähig saniert. Die Maßnahme wird ein Gesamtvolumen von ca. 7 MEUR haben. 6.4. Entwicklung von Miete und LeerstandIm Jahr 2021 erhöhte sich die Fluktuation leicht von 9,5 % im Vorjahr auf 9,8 % im aktuellen Jahr. Zum Stichtag 31.12.2021 standen 0,38 % der vermietbaren (ohne Modernisierungs- und Privatisierungsbestand) Wohnungs- und Gewerbeeinheiten leer. Der Leerstand an vermietungsfähigen Einheiten beträgt 157 (Vorjahr: 287). Es befinden sich 373 Einheiten in Modernisierung und 176 Einheiten stehen wegen Verkauf oder aus strategischen Gründen leer. Insgesamt ergibt sich dadurch ein Leerstand von 1,7 % (Vorjahr: 2,0%). Die durchschnittliche Miete je m 2 in der Gruppe verzeichnete einen Anstieg von 7,51 € zum 31. Dezember 2020 auf 8,09 € zum 31. Dezember 2021. Dieser Anstieg von +7,7% ist zum Teil auf das Wegfallen des Mietendeckels in Berlin zurückzuführen. Entwicklung des Immobilienbestands
6.5. Neu- und Ausbau im BestandAls Teil der Bestandserhaltung und Pflege führte die Gruppe im Geschäftsjahr insbesondere Einzelmodernisierungen in Wohnungen durch und investierte in die Entwicklung und Ausstattung von Co-Living Wohnungen, d.h. die langfristige Vermietung möblierter Zimmer innerhalb großer Wohnungen. Zur weiteren Wohnwertverbesserung führten Investitionen wie der Anbau von Balkonen und die energetische Sanierung von Gebäuden. Bei allen laufenden Development-Projekten des Geschäftsjahres war zu erkennen, dass die Beschaffungsmärkte für Bauleistungen deutlich gestiegen sind. Neben der fortlaufenden Investition in Bestandsimmobilien konnte die Gruppe im Geschäftsjahr Neu- und Ausbauten in Berlin, Potsdam und Essen fertigstellen. Hierbei werden über die Bebauung von Nachverdichtungsflächen sowie die Dachaufstockung und den Ausbau von Dachgeschossen zusätzliche Miet- und Eigentumswohnungen erstellt. Auch im Geschäftsjahr 2021 wurde die Strategie des Neubaus und der Bestandsverdichtung auf und in bestehenden Wohnanlagen konsequent weiterverfolgt und insgesamt MEUR 82,0 (i.Vj.: MEUR 80,4) investiert. Hiervon sind MEUR 41,1 für die langfristige Portfoliovergrößerung investiert worden und MEUR 40,9 für Verkaufsprojekte. Das Gesamtinvestitionsvolumen liegt nach aktueller Planung in den nächsten Jahren bei MEUR 900 und rund 60 Projekten. In 2021 wurden insgesamt 2 Neubauprojekte in Berlin und mehrere kleinere Bauträgerprojekte in Datteln mit einem Investitionsvolumen von rund MEUR 27 fertig gestellt und an den Vertrieb übergeben. In Essen wurde der erste Bauabschnitt des Ausbauprojekts "Essen-Gerschede" fertiggestellt und vollständig vermietet. Die ersten Vermietungsergebnisse des Projekts lagen mit einer Durchschnittsmiete von 11,74 €/m 2 über den Erwartungen. Ebenfalls über den Erwartungen lagen die Neuvermietungserfolge bei einem Neubauprojekt in Potsdam. Dort wurden 50 Wohnungen mit einem Investitionsvolumen von rund MEUR 11 im Dezember an die zukünftigen Mieter-/innen übergeben. 6.6. Mitarbeiter/-innenDas Personal im Konzern, welches in fünf getrennten Unternehmen (Covivio Immobilien GmbH, Acopio Facility GmbH & Co. KG, Covivio Development GmbH, Best Place Living GmbH und MECo Bau GmbH) geführt wird, stellt sich zum Abschlussstichtag in Summe wie folgt dar: Mitarbeiter/-innen der Covivio Immobilien-Gruppe
Covivio Immobilien GmbH, Acopio Facility GmbH & Co. KG, Covivio Development GmbH, Best Place Living GmbH und MECo Bau GmbH (Gesamt incl. Inaktive)
7. Darstellung der Lage7.1. ErtragslageDie Geschäftsleitung beurteilt bei der Aufstellung des Konzernabschlusses der Gruppe die operative Entwicklung des Konzerns insgesamt weiterhin positiv. Die Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2021 ein Ergebnis aus der Hausbewirtschaftung in Höhe von TEUR 245.729 (i.Vj.: TEUR 231.548). Dies entspricht einem Zuwachs von 6,1%, der im Wesentlichen aus dem Zukauf weiterer Bestände, Mieterhöhungen und den Aufholeffekten aufgrund des Urteils zum "Mietendeckel" resultiert. Der operative Nettoaufwand ist um TEUR 4.370 von TEUR 39.504 auf TEUR 43.874 gestiegen (11,1 %). Dieser beinhaltet aufgrund der Ausweitung der Geschäftstätigkeit und durch Portfoliozukäufe gestiegene Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 34.693 (i.Vj.: TEUR 31.598; 9,8%%) und sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 16.475 (i.Vj.: TEUR 13.630; 20,9%). Der deutliche Anstieg resultiert insbesondere aus Sondereffekten des Geschäftsjahres. Dieser wird teilweise durch den Anstieg der Erlöse aus der Betreuungstätigkeit kompensiert. Hierin sind Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen für Gesellschaften des französischen Mutterkonzerns enthalten, die nicht zum Konsolidierungskreis der Gruppe gehören und die von TEUR 5.724 auf TEUR 7.294 (27,4%) gestiegen sind. Das Ergebnis aus anderen betrieblichen Aktivitäten ist von TEUR 802 auf TEUR 380 gesunken. Es beinhaltet im Wesentlichen Erträge aus Photovoltaikanlagen, sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen sowie periodenfremde Erträge und Aufwendungen, die um TEUR 463 gegenüber dem Vorjahr gesunken sind Das Ergebnis aus der Veräußerung von Vorratsimmobilien und sonstigen Vorräten beträgt TEUR 17.627 (i.Vj.: TEUR 19.018) und liegt damit aufgrund gestiegener Baukosten und pandemiebedingter Zusatzaufwendungen TEUR 1.391 unter dem Vorjahr. Das negative Ergebnis aus sonstigen Aktivitäten in Höhe von TEUR 3.765 (i.Vj.: TEUR 3.327) wird im Wesentlichen durch Aufwendungen für Abschreibungen (TEUR 3.757 i.Vj.: TEUR 3.249) beeinflusst. Der Anstieg der Aufwendungen resultiert aus den Abschreibungen auf selbstgenutzte Gebäude, die nach IAS 16 bilanziert werden, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Software um TEUR 508. Zusammengefasst ist das laufende operative Ergebnis um 3,6% auf TEUR 216.097 (i.Vj.: TEUR 208.537) gestiegen. Das Ergebnis aus der Veräußerung von Finanzimmobilien vor Verkaufsnebenkosten und vertriebsbedingten Personalaufwendungen ist um TEUR 3.826 von TEUR 14.017 auf TEUR 17.843 gestiegen. Die Verkaufsnebenkosten belaufen sich auf TEUR 8.257 (i.Vj.: TEUR 8.437) und die Personalaufwendungen des Vertriebs auf TEUR 812 (i.Vj.: TEUR 852). Insgesamt ist das Ergebnis aus der Veräußerung von Finanzimmobilien aufgrund der positiven Marktentwicklung und des weiterhin günstigen Zinsumfelds um TEUR 4.047 auf TEUR 8.775 (i.Vj.: TEUR 4.728) gestiegen. Aus der gutachterlich ermittelten Nettowertveränderung von Finanzimmobilien ergab sich ein positiver Ergebnisbeitrag in Höhe von TEUR 819.557 (i.Vj.: TEUR 413.779). Dies wurde maßgeblich durch die anhaltend hohe Dynamik auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt beeinflusst. Auch wenn der Mietanstieg im Vergleich zu den Vorjahren etwas verhaltener ausfiel, war auch 2021 der Wohnimmobilienmarkt durch eine starke Nachfrage geprägt, die das Angebot übertraf. Dies führte zu einem weiteren Anstieg der Kaufpreise, welcher mit einer sinkenden Renditeerwartung seitens der Investoren einherging. Das Ergebnis aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen und Beteiligungen beträgt TEUR 2.698 (i.Vj: TEUR 7.872), davon entfallen TEUR 1.301 auf die Kaufpreisanpassung einer Tochter-Objektgesellschaft, weitere TEUR 1.397 resultieren aus dem Verkauf eines Minderheitenanteils. Das Finanzergebnis im Konzern belastet zum 31. Dezember 2021 mit TEUR 10.765 das Gesamtergebnis und hat sich gegenüber dem Vorjahr insbesondere aufgrund der höheren Bewertung der Derivate um TEUR 67.063 verbessert. Das darin enthaltene positive Ergebnis aus der Marktbewertung von Derivaten betrug TEUR 32.540 (i.Vj.: negatives Ergebnis TEUR -27.322). Die Zinsaufwendungen und ähnlichen Aufwendungen haben sich um TEUR 1.857 von TEUR 38.228 auf TEUR 40.085 erhöht. Die Aufwendungen aus Refinanzierung, u.a. Vorfälligkeitsentschädigungen sind im Geschäftsjahr um TEUR 7.138 auf TEUR 5.704 (i.Vj. 12.843) gesunken. Damit ergibt sich ein Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von TEUR 1.036.362 (i.Vj.: TEUR 557.088). Der Jahresüberschuss der Gruppe in Höhe von TEUR 865.970 (i.Vj.: TEUR 465.919) wird negativ beeinflusst durch latenten Steueraufwand (TEUR 156.855, i.Vj.: TEUR 68.587) und Aufwendungen für Ertragsteuern (TEUR 13.537, i.Vj.: TEUR 22.582). 7.2. FinanzlageDie Zahlungsfähigkeit der Unternehmen der Gruppe war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gegeben. Die Covivio Immobilien SE ist in das Cash Pooling der Gruppe einbezogen. Cash-Pool-Manager ist die Covivio Wohnen Service GmbH. Von der Covivio SA wurde im laufenden Geschäftsjahr eine Kreditlinie im Rahmen der bestehenden Kontokorrentvereinbarung mehrfach in Anspruch genommen. Zum 31.12.2021 sind liquide Mittel in Höhe von TEUR 40.000 durch Covivio SA zur Verfügung gestellt worden. Von den anderen Gesellschaftern sind im laufenden Geschäftsjahr keine Kredite zur Verfügung gestellt worden. Der Saldo der Finanzschulden (ohne Zinsabgrenzungen) der Gruppe beläuft sich zum 31. Dezember 2021 insgesamt auf TEUR 2.759.527 und verteilt sich auf folgende Kreditgeber (jeweils in MEUR):
Zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos aufgrund der variablen Verzinsung eines Teils der Darlehen hat die Gesellschaft unterschiedliche Typen von Derivaten, insbesondere Zinsswaps und -caps erworben und damit das Zinsänderungsrisiko während der Restlaufzeit der variablen Darlehen auf ein langfristig tragfähiges Niveau begrenzt. Die Derivate haben unterschiedliche Laufzeiten, die in den Jahren 2022 bis 2031 enden. Im Zusammenhang mit plan- und außerplanmäßigen Tilgungen der zugrundeliegenden Darlehen erfolgt eine regelmäßige Überprüfung des Umfangs und der Effektivität der zur Absicherung benötigten Derivate. . Zum Bilanzstichtag haben die Finanzinstrumente insgesamt einen negativen Marktwert von TEUR 19.722 (Vorjahr TEUR -53.690), die anhand aktueller Marktparameter ermittelt wurden. Hierbei werden die kalkulatorischen Auflösungskosten betrachtet, die je nach Stand und prognostizierter Referenzzinsentwicklung positiv bzw. negativ sein können. Der gegenüber dem Vorjahr um TEUR 51.654 gestiegene Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit resultiert überwiegend aus dem gestiegenen Konzernüberschuss (TEUR 400.051), der Veränderung des eliminierten Ertragsteueraufwands (TEUR 79.224) und der Veränderung aus eliminierten Anlagenabgängen und Endkonsolidierung (TEUR 9.191). Dem gegenüber stehen die Veränderung des Ergebnisses aus der Bewertung von Finanzimmobilien (TEUR 405.778), die Veränderung des Ergebnisses aus der Bewertung von Derivaten (TEUR 59.862), die Veränderung des sonstigen Finanzergebnisses (TEUR 7.395) und die Veränderung der gezahlten Ertragsteuern (TEUR 20.263), die den Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit negativ beeinflusst haben. Die Verbesserung des Cashflows aus der Investitionstätigkeit um TEUR 132.509 ergibt sich im Wesentlichen aus der Veränderung aus Einzahlungen aus Abgang von zur Veräußerung gehaltenen Vermögensgegenständen, immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen (TEUR 61.126), aus der Veränderung durch die Einzahlungen (TEUR 51.833) und Auszahlungen (TEUR 42.058) in nicht konsolidierten Beteiligungen, der Veränderung aus der Auszahlung aus dem Zugang von Finanzimmobilien, immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen (TEUR 14.801) und der Veränderung durch den Zugang/Abgang konsolidierter Unternehmen (TEUR 9.250). Im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit stehen Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten in Höhe von TEUR 340.075 Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten in Höhe von TEUR 288.850 gegenüber. Aufgrund der positiven Veränderung der zahlungswirksamen Veränderung der Finanzmittel (TEUR 15.482) führte dies insgesamt zu einem Anstieg des Finanzmittelfonds von TEUR 3.639 auf TEUR 10.579. 7.3. VermögenslageDie Bilanzsumme der Gruppe beläuft sich zum Ende des Geschäftsjahres auf TEUR 8.414.103 (i.Vj.: TEUR 7.241.211) und umfasst mit TEUR 7.974.869 (i.Vj.: TEUR 6.843.710) im Wesentlichen das Immobilienvermögen. Die Erhöhung der Bilanzsumme um TEUR 1.172.893 resultiert im Wesentlichen aus Zugängen von Immobilienbeständen aufgrund der Akquisition von 33 Gesellschaften, der Neubewertung des Immobilienbestands sowie durch Zukauf von Beständen in 2021. Zum 31. Dezember 2021 ergibt sich insgesamt ein Eigenkapital von TEUR 4.561.023 (i.Vj.: TEUR 3.724.383). Konzernbilanzstruktur
7.4. Zusammenfassende Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und ErtragslageDie Geschäftsleitung beurteilt zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses die operative Entwicklung der Gruppe positiv. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe wird auch durch die Neubewertung des Immobilienvermögens der Tochtergesellschaften beeinflusst. Diese ist abhängig von der Funktionsfähigkeit der Immobilien- und Finanzmärkte sowie von der Entwicklung der Kapitalisierungsfaktoren, welche die Marktteilnehmer bei Kauf bzw. Veräußerung von Immobilien zugrunde legen. Die entsprechende Entwicklung wird im Rahmen des Risikomanagements laufend überwacht. Der zusammengefasste Lagebericht entspricht den tatsächlichen Verhältnissen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe. 8. Wirtschaftliche Entwicklung der Covivio Immobilien SE8.1. GrundlagenDie Covivio Immobilien SE mit Sitz in Essen ist unter der Nummer HRB 26385 im Register des Amtsgerichts Essen eingetragen. Die Covivio Immobilien SE ist die Muttergesellschaft der Covivio und übernimmt innerhalb der Gruppe die Funktion einer Holding für die bestandshaltenden Gesellschaften. Zusätzlich ist sie selbst Bestandshalter und hält mit 24.668 Einheiten den wesentlichen Teil des Bestands der Gruppe. Ihr Vorstand ist für die Festlegung und Verfolgung der Gesamtstrategie und der Umsetzung der unternehmerischen Ziele verantwortlich. Die operative Umsetzung der Ziele erfolgt durch die insgesamt fünf personalführenden Gesellschaften, die alle immobilienwirtschaftlichen und technischen Leistungen im Zusammenhang mit Vermietung, Kundenbetreuung, Instandhaltung, Sanierung sowie Investitionen und das Asset Management für den Wohnungsbestand durch eigene Mitarbeiter/-innen erbringen. Die Beschreibung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft lehnt sich im Wesentlichen an die Berichterstattung der Gruppe an. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Covivio Immobilien SE als Holding ist im Wesentlichen bestimmt durch das Vermögen ihrer Tochtergesellschaften und deren Fähigkeit zur Erwirtschaftung nachhaltiger positiver Ergebnisbeiträge sowie positiver Cashflows. Da das Risikoprofil der Covivio Immobilien SE in ihrer weiteren Funktion als bestandshaltende Gesellschaft weitestgehend mit dem der Gruppe übereinstimmt, lassen sich im Geschäftsverlauf keine wesentlichen Abweichungen erkennen. Dementsprechend kommt die Sicht der Lage der Gesellschaft somit durch die zuvor für die Gruppe gegebene Berichterstattung zum Ausdruck. Der Jahresabschluss der Covivio Immobilien SE ist nach den Vorschriften des Handelsrechts und des SEAG bzw. Aktiengesetzes aufgestellt worden. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahres- und Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht werden im Bundesanzeiger veröffentlicht. 8.2. Geschäftsverlauf 2021Das Geschäftsjahr 2021 war für die Covivio Immobilien SE geprägt durch die zum 12. Mai 2021 erfolgten Anwachsungen der Covivio Immobilien SE & Co. KG Eins, Covivio Immobilien SE & Co. KG Zwei, Covivio Immobilien SE & Co. KG Drei, Covivio Immobilien SE & Co. KG Vier und der Covivio Immobilien SE & Co. KG Residential. Damit hat sich ihr Immobilienbestand von 516 Einheiten zum 31.12.2020 auf insgesamt 24.668 Einheiten stark erhöht. 8.3. Ertragslage der Covivio Immobilien SEDer Vorstand beurteilt bei der Aufstellung des Abschlusses der Covivio die operative Entwicklung des Geschäftsjahres positiv. Durch die zum 12. Mai 2021 erfolgten Anwachsungen der Covivio Immobilien SE & Co. KG Eins, Covivio Immobilien SE & Co. KG Zwei, Covivio Immobilien SE & Co. KG Drei, Covivio Immobilien SE & Co. KG Vier und der Covivio Immobilien SE & Co. KG Residential auf die Covivio sind die Ergebnisse des Geschäftsjahres nur bedingt mit denen des Vorjahres zu vergleichen. Die Covivio erzielte im Geschäftsjahr 2021 Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung in Höhe von TEUR 63.426. Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen betragen TEUR 65.037, was einem Anstieg in Höhe von TEUR 59.794 gegenüber dem Vorjahr entspricht. Diese beinhalten Personalaufwendungen, die aufgrund der gutachterlichen Bewertung der Pensionsverpflichtungen um TEUR 441 auf TEUR 81 (i. Vj.: Ertrag TEUR 360) im Jahr 2021 gestiegen sind. Die in den Herstellungskosten enthaltenen Abschreibungen sind aufgrund von Ankäufen und Aktivierungen auf TEUR 14.097 gestiegen (i.Vj.: TEUR 1.883). Des Weiteren enthalten die Herstellungskosten Materialaufwand in Höhe von TEUR 46.334 (i.Vj.: TEUR 3.714) und sonstige Umsatzkosten in Höhe von TEUR 4.525 (i.Vj.: TEUR 6). Das Bruttoergebnis vom Umsatz beträgt TEUR -1.611. Ohne Berücksichtigung der Anwachsungen ergäbe sich ein Bruttoergebnis vom Umsatz in Höhe von TEUR 488. Die Allgemeinen Verwaltungskosten belaufen sich auf TEUR 721 (i.Vj.: TEUR 442). Dieser Anstieg wird vor allem durch höhere Kosten für Beratungsleistungen und den Anstieg von Prüfungskosten hervorgerufen. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 850.959 (i.Vj.: TEUR 922) beinhalten neben dem Ergebnis der angewachsenen Kommanditgesellschaften für die Zeit vor der Anwachsung in erster Linie andere aktivierte Eigenleistungen und Erträge aus Anlagenverkäufen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Verluste aus Anlageverkäufen, sonstige Steuern, Abschreibungen auf Forderungen, Finanzierungskosten sowie sonstige Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.108. Diese sind um TEUR 247 von TEUR 861 auf TEUR 1.108 gestiegen was u.a. auf Verlusten aus Anlageverkäufen zurückzuführen ist. Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen betragen im Geschäftsjahr TEUR 35.303 (i.Vj.: TEUR 14.077). Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge belaufen sich auf TEUR 44. Der Rückgang in Höhe von TEUR 232 (i.Vj.: TEUR 276) resultiert im Wesentlichen aus Zinserträgen aus Pensionsgutachten, die im Vorjahr TEUR 230 betrugen. Im Geschäftsjahr betragen die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen TEUR 5.938 (i.Vj.: TEUR 3.388). Diese Entwicklung resultiert insbesondere aus höheren Zinsen für Fremdkapital (TEUR 4.023). Dem gegenüber stand im Vorjahr ein negativer Effekt aus auf Nachforderungen für Steuern entfallende Zinsen in Höhe von TEUR 2.396, der sich in diesem Jahr auf TEUR 336 reduziert hat. Die aus Pensionsgutachten resultierenden Zinsaufwendungen schlagen im Jahr 2021 mit TEUR 452 (i.Vj.: TEUR 2) negativ zu Buche. Der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 744.620 wird negativ beeinflusst durch Aufwendungen für Ertragsteuern in Höhe von TEUR 2.449 und latente Steuern von TEUR 134.757. 8.4. Vermögenslage und Finanzlage der Covivio Immobilien SEDas langfristige Vermögen der Gesellschaft in Höhe von TEUR 2.480.405 ist - dem Gesellschaftszweck entsprechend - wesentlich durch das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 1.636.487 und das Finanzanlagevermögen in Höhe von TEUR 843.918 geprägt und hat sich aufgrund der angewachsenen Gesellschaften stark zum Vorjahr 2020 verändert und ist insofern nicht vergleichbar. Das Umlaufvermögen ist geprägt durch unfertige Leistungen in Höhe von TEUR 30.747 (i.Vj.: TEUR 1.154) und Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 264.639 (i.Vj.: TEUR 426.374). Das Eigenkapital erhöhte sich zum Jahresende 2021 auf TEUR 1.804.158 (i.Vj.: TEUR 1.165.227). Diese Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus den Anwachsungen und der damit verbundenen Aufwertung der Immobilien zum Zeitwert in Höhe von TEUR 843.224. Die Rückstellungen betrugen zum Jahresende TEUR 16.533 (i.Vj.: TEUR 28.400), davon entfielen auf Pensionsrückstellungen TEUR 8.296 und auf Ertragsteuerrückstellungen TEUR 2.592. Die sonstigen Rückstellungen stiegen im Wesentlichen aufgrund eines gestiegenen Umfangs an ausstehenden Rechnungen. Die Zahlungsfähigkeit der Covivio Immobilien SE war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gegeben. Die Covivio Immobilien SE ist in das Cash Pooling der Gruppe einbezogen. Cashpool-Manager ist die Covivio Wohnen Service GmbH. Von der Covivio SA wurde im laufenden Geschäftsjahr die bestehende Kontokorrentvereinbarung mehrfach in Anspruch genommen. Zum 31.12.2021 sind liquide Mittel in Höhe von TEUR 40.000 durch Covivio SA zur Verfügung gestellt worden. Von den anderen Gesellschaftern sind im laufenden Geschäftsjahr keine Kredite zur Verfügung gestellt worden. Die Covivio Immobilien SE hat zum 31. Dezember 2021 eigene Bankverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 673.252 und verteilt sich im Wesentlichen mit TEUR 226.835 auf die Berlin Hyp, mit TEUR 139.916 auf die Berliner Sparkasse und mit TEUR 130.006 auf die DZHyp. Die restlichen TEUR 174.680 TEUR verteilen sich auf weitere Kreditgeber, mit einem Einzelvolumen kleiner TEUR 100.000. Zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos aufgrund der variablen Verzinsung eines Teils der Darlehen hat die Gesellschaft unterschiedliche Typen von Derivaten, insbesondere Zinsswaps und -caps, als auch Floors erworben und damit das Zinsänderungsrisiko während der Restlaufzeit der variablen Darlehen auf ein langfristig tragfähiges Niveau begrenzt. Die Derivate haben unterschiedliche Laufzeiten, die in den Jahren 2025 bis 2030 enden. Im Zusammenhang mit plan- und außerplanmäßigen Tilgungen der zugrundeliegenden Darlehen erfolgt eine regelmäßige Überprüfung des Umfangs und der Effektivität der zur Absicherung benötigten Derivate. Zum Bilanzstichtag haben die Finanzinstrumente insgesamt einen positiven Marktwert von TEUR 1.234, die anhand aktueller Marktparameter ermittelt wurden. Hierbei werden die kalkulatorischen Auflösungskosten betrachtet, die je nach Stand und prognostizierter Referenzzinsentwicklung positiv bzw. negativ sein können. 8.5. Chancen & Risiken der Covivio Immobilien SEDie voraussichtliche Entwicklung der Covivio Immobilien SE im Geschäftsjahr 2022 hängt wesentlich von der Entwicklung des Gesamtkonzerns und dessen Chancen- und Risikolage ab. Diese Darstellung ist Gegenstand des Chancen- und Risikoberichts der Gruppe und dementsprechend gelten die dort getätigten Aussagen zur Chancen- und Risikolage des Konzerns auch für den handelsrechtlichen Jahresabschluss der Covivio Immobilien SE, wo sich die Risiken in der Bewertung des Finanzanlagevermögens sowie in der Höhe, der von Tochterunternehmen vereinnahmten bzw. ausgeglichenen Ergebnisse auswirken können. 9. PrognoseberichtVergleich der bisherigen Prognose mit den Ist-Zahlen 2021Die von der Gruppe für das Geschäftsjahr 2021 gesteckten Ziele wurden insgesamt erfüllt. Dies ist insbesondere an unserem wesentlichen finanziellen Leistungsindikator - dem EPRA-Ergebnis - sichtbar, das mit MEUR 175,2 erneut deutlich über dem Wert des Vorjahres (TEUR 167, 1) lag.
Hierzu hat insbesondere die Steigerung der Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung ohne abgerechnete Nebenkosten um 5,8% auf MEUR 271,0 (i.Vj.: MEUR 256,1) beigetragen, der insbesondere durch Aufholeffekte aufgrund des Urteils zum "Mietendeckel" wie durch Portfoliozukäufe unter Berücksichtigung laufender Einzelprivatisierungen getrieben war. Ausblick 2022Die Gruppe sieht sich für die Herausforderungen im Geschäftsjahr 2022 gut aufgestellt. So wird erwartet, dass sich das EPRA-Ergebnis aufgrund des Urteils zum "Mietendeckel", geplanter Akquisitionen, die erstmalig in 2022 ihr volles Ergebnispotential entfallen, der Optimierung des Netto-Zinsergebnisses und der Fortführung der Neubau- und Nachverdichtungsaktivitäten leicht oberhalb des aktuellen Geschäftsjahres liegen wird. Eventuellen rückläufigen Mieteinnahmen von Portfoliobereinigungen soll durch weitere Zukäufe, eine Reduzierung der Verwaltungskosten sowie der regulären Mietsteigerungen mindestens ausgeglichen werden. Außerhalb der finanziellen Leistungsindikatoren wird erwartet, dass die Gruppe ihr Portfolio an den neuen Standorten durch weitere Akquisitionen und im Rahmen von steigenden Projektentwicklungs- und Neubautätigkeiten ausbaut. Hierzu zählen zum Beispiel der Ausbau von Dachgeschossen sowie die Nutzung von Nachverdichtungspotenzialen im Bestand aber auch die Bebauung neu erworbener Grundstücke. Zudem sollen in 2022 die Verkaufsaktivitäten, wenn auch weiterhin in reduziertem Umfang, fortgesetzt werden. Der Schwerpunkt liegt auf der Privatisierung von Bestands- und Neubauwohnungen in Berlin. Die Verkäufe sollen im kommenden Jahr ca. 1% des Bestands umfassen und damit, ohne Berücksichtigung von Portfolioverkäufen, etwa auf Höhe der in 2021 realisierten Verkäufe liegen. Auf Basis dieser Portfoliostrategie erwartet die Gruppe für das kommende Geschäftsjahr im Vergleich zum Berichtsjahr gleich gute bzw. leicht verbesserte operative Ergebnisse. Da die Covivio Immobilien SE einen wesentlichen Teil der Immobilienbestände hält, gilt für sie eine vergleichbare Prognose für das Geschäftsjahr 2022 wie für den Konzern. Daher erwartet der Vorstand für die Covivio Immobilien SE leicht oberhalb des Geschäftsjahres liegendes EPRA-Ergebnis. 10. Risikobericht10.1. RisikomanagementGrundlage des Risikomanagements der Gruppe ist die Risikomanagement-Richtlinie, in welcher die Zielsetzung des Risikomanagements sowie organisatorische Abläufe regelt. Zudem besteht eine Risiko-Datenbank, in der die Risiken der Gruppe inventarisiert und nachverfolgt werden. Entsprechend wurden Abläufe organisatorisch verändert, so dass ressortverantwortliche Mitarbeiter Gruppe in den Prozess des Risikomanagements integriert worden sind. Dies führt zu einer deutlich verbesserten Transparenz und Akzeptanz. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgten vierteljährig Abfragen zu bestehenden und erwarteten Risiken. Diese wurden klassifiziert und entsprechend ihrer voraussichtlichen Eintrittswahrscheinlichkeit und der erwarteten Schadenshöhe bewertet. Das Risikomanagement ist Bestandteil des Internen Kontroll-Systems. Über risikorelevante Themen und erforderliche Maßnahmen zu ihrer Bewältigung wird regelmäßig und zeitnah dem Vorstand und der Geschäftsführung berichtet. Bestandsgefährdende Risiken liegen nicht vor. Daneben werden über extern wie intern durchgeführte Audits die Einhaltung der Gesetze und internen Richtlinien überwacht, Schwachstellen analysiert und -sofern nötig- entsprechende Verbesserungsmaßnahmen umgesetzt. Risiken sind mögliche Ereignisse oder Entwicklungen, die eine negative Auswirkung auf die erwartete wirtschaftliche Entwicklung der Gruppe haben können und damit zu einer negativen Abweichung zur Budget- und Forecastplanung sowie zum Fünf-Jahres-Plan führen können. Chancen sind mögliche Ereignisse oder Entwicklungen, die eine positive Auswirkung auf die erwartete wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens haben können. 10.2. Risiken der künftigen Entwicklung10.2.1. Markt- und UmfeldrisikenDie gesetzlichen Regelungen zur Festlegung von Miethöhen spielen für die Geschäftsentwicklung der Gruppe eine wesentliche Rolle. Neben den Risiken aus den gesetzlichen Regelungen bestehen Risiken aus weiteren Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen, wie z.B. Änderungen der steuerlichen Vorschriften, die zu einer höheren Steuerbelastung führen oder Risiken betreffend die Umlagefähigkeit von Betriebskosten. Um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen, engagiert sich die Gruppe in verschiedenen wohnungswirtschaftlichen Verbänden und beobachtet die laufenden Gesetzgebungsverfahren sowie die aktuelle Rechtssprechung. Als wesentliches Marktrisiko werden Gesetze zur Mietenbegrenzung im Wohnungswesen eingestuft. Nach dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 25. März 2021 wurde der Berliner Mietendeckel für nichtig erklärt. Aus Sicht der Gruppe hat sich somit die Einstufung des Risikos aus dem Vorjahr verringert. Ein wesentlicher Punkt bestand für die Gruppe und deren Mitarbeiter/-innen im zusätzlichen Arbeitsaufwand nach der Erklärung des Bundesverfassungsgerichts. Operative RisikenFür die Gruppe wesentliche, operative Risiken können sich nur aus einer sich verschlechternden Entwicklung des Markts für Wohnimmobilien ergeben, insbesondere aus einem marktbedingten Rückgang der Immobilienbewertung mit dem Fair Value. Diese hätte jedoch keine Liquiditätsauswirkungen. Aufgrund der aktuellen Lage am deutschen Immobilienmarkt ist dieses Risiko als gering einzuschätzen. Ein weiteres, operatives Risiko besteht in Bezug auf Mietausfälle durch Leerstände in den immobilienhaltenden Tochtergesellschaften. Dieses Risiko wird im Rahmen des operativen Controllings durch Kennzahlensysteme und inhaltliche Berichterstattung laufend überwacht. Die operative Zielsetzung beinhaltet eine Stabilisierung der Leerstandsquote der Bestandsgesellschaften auf niedrigem Niveau. Zur Reduzierung des Risikos von Forderungsausfällen erfolgt ein permanentes aktives Forderungsmanagement und vorbeugend ein entsprechender Auswahlprozess zur Prüfung der Bonität der Mieter-/innen bei der Neuvermietung. Im Ergebnis halten sich die Forderungsbestände auf einem niedrigen Niveau zwischen 2 % und 2,5 % des Umsatzes trotz der Nachforderung aus der MietenWoG Rückabwicklung sowie pandemie-bedingt erhöhter Abschreibungen auf Forderungen. Im Bereich des Developments können sich Risiken durch höhere Baukosten, Projektverzögerungen oder eine abnehmende Nachfrage bei der Veräußerung ergeben. Durch ein umfassendes Projektcontrolling und eine Überwachung der Entwicklung an den Immobilienmärkten wird diesem Risiko begegnet. Typische operative Risiken bestehen u. a. in Bezug auf Mietausfälle durch Leerstände in allen bestandshaltenden Konzerngesellschaften. Diese Risiken werden im Rahmen des Controllings durch Kennzahlensysteme und inhaltliche Berichterstattung laufend überwacht. Die operative Zielsetzung beinhaltet eine Stabilisierung der Leerstandsquote der Bestandsgesellschaften auf niedrigem Niveau. Im Hinblick auf die Bonitätsrisiken der Mieter-/innen in den Tochtergesellschaften erfolgt ein permanentes aktives Forderungsmanagement und vorbeugend ein entsprechender Auswahlprozess der Mieter-/innen bei der Neuvermietung. Im Ergebnis halten sich die Forderungsbestände auf einem niedrigen Niveau zwischen 1 % und 2 % des Umsatzes und dies trotz Pandemie-bedingt erhöhter Abschreibungen auf Forderungen. 10.2.2. Finanzielle RisikenDie Covivio hat am 31.12.2021 ausstehende Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.799.527 (Vorjahr TEUR 2.584.593), davon TEUR 89.688 (Vorjahr TEUR 9.764) mit einer Laufzeit von weniger als einem Jahr. Grundsätzlich besteht hier das Risiko der Refinanzierung bzw. Prolongation. Im vergangenen Jahr hat die Covivio Darlehen von TEUR 355.963 (Vorjahr: TEUR 649.294) neu aufgenommen, refinanziert oder im Rahmen von Akquisitionen übernommen. Die Zahl beinhaltet sowohl langfristige wie auch kurzfristige (Kontokorrent-) Darlehen. Gerade in Zeiten von Corona sind die regen Finanzierungsaktivitäten ein Ausdruck der positiven Wahrnehmung der Covivio bei Banken. Die neu abgeschlossenen Finanzierungen lagen dabei mit ihren Gesamtfinanzierungskosten unter den bisherigen durchschnittlichen Finanzierungskosten. Die unter den Finanzierungsverträgen vereinbarten Financial Covenants wurden im Geschäftsjahr 2021 vertragsgemäß erfüllt oder eine Anpassung der Covenants z.B. aufgrund von Portfolio-Verkäufen wurde mit den beteiligten Banken vereinbart. Da die Einhaltung der Financial Covenants ein wesentlicher Risikofaktor für die Covivio ist, werden diese durch eine entsprechende planerische Vorausschau laufend überwacht. Zu keinem Zeitpunkt bestand ein Kündigungsgrund unter einem der Darlehensverträge der Gruppe. Die Gruppe finanziert sich über variable und Festzinsdarlehen. Bezogen auf die variablen Darlehen besteht grundsätzlich ein laufendes Zinsänderungsrisiko. Dieses Risiko wird durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente, Swaps, Caps und Floors, begrenzt. Die Laufzeit der Zinssicherungsinstrumente entspricht jeweils im Wesentlichen der Laufzeit des zu sichernden Darlehens. Der Anteil von Festzinsdarlehen und derivativ gesicherten Finanzierungen (Swaps und Caps) am Gesamtfinanzierungsportfolio lag bei rd. 86% (Vorjahr 96%). Bezogen auf die Festzinsdarlehen und die abgeschlossenen Finanzderivate besteht ein Zinsänderungsrisiko zum Ende der jeweiligen Laufzeit. Die Covivio versucht das Zinsänderungsrisiko am Laufzeitende durch eine zeitlich gestaffelte Finanzierungsstruktur zu begrenzen. Die durchschnittliche Restlaufzeit der Darlehen (ohne Kreditlinien) beträgt zum Stichtag 6,13 Jahre (Vorjahr: 6,85 Jahre). Generell geht die Covivio aufgrund der aktuellen Entwicklungen an den Märkten von einem moderaten Anstieg der Zinsen aus. Die Zinsen bewegen sich voraussichtlich auch mittelfristig auf einem historisch niedrigen Niveau. Im Rahmen der laufenden Finanzierungstätigkeit der Gruppe ist im Jahr 2021 eine Thematik aufgetaucht, die unter Umständen negative Auswirkungen auf zukünftige pfandbriefbasierende Finanzierungen haben kann. Im Rahmen von Milieuschutzgebieten, die von den Kommunen immer häufiger in Ballungszentren mit angespanntem Wohnungsmarkt (z. B. Berlin und Hamburg) ausgewiesen werden, erfolgt bei einer Teilung nach WEG die Eintragung einer auf 7 Jahre befristeten Veräußerungsbeschränkung in Abt. II der jeweiligen Wohnungsgrundbücher, die es dem Eigentümer nur erlaubt, einzelne Wohnungen nur an Mieter bzw. im Milieuschutzgebiet lebende Personen zu veräußern. Aufgrund fehlender klarer Abgrenzungen in der Formulierung der Veräußerungsbeschränkung kann eine negative Auswirkung auf die Zwangsvollstreckungsmöglichkeiten der finanzierenden Bank bzw. auf die Deckungsstockfähigkeit der Finanzierung nicht ausgeschlossen werden. Alternative Finanzierungsoptionen für die betroffenen Bestände werden geprüft 10.3. Steuerliche RisikenDie Gruppe ist nach Einschätzung der Geschäftsleitung verschiedenen steuerlichen Risiken ausgesetzt, die eine relevante Größe erreichen können. Zusätzliche steuerliche Belastungen können sich zukünftig aus einer Veränderung der steuerlichen Rahmenbedingungen ergeben. Derzeit laufen verschiedene Betriebsprüfungen der Covivio Immobilien SE und ihrer Tochtergesellschaften für die Jahre 2014 bis 2016 sowie 2017 bis 2019, aus denen zusätzliche Steuern resultieren können. Für bisher bekannte Feststellungen sind entsprechende Rückstellungen gebildet worden. Die immobilienhaltenden Gesellschaften nutzen in der Regel die erweiterte Gewerbesteuer-Kürzung. Bei Ankäufen besteht grds. das Risiko, dass es sich nicht um ausschließlich immobilienhaltende Gesellschaften handelt, sondern z.B. auch Betriebsvorrichtungen mit erworben werden. Zur Reduzierung des Risikos werden steuerliche Due Diligence-Prüfungen durchgeführt. Bei einigen Tochtergesellschaften der Covivio Immobilien SE handelt es sich um ausländische Gesellschaften, die deutschen Grundbesitz vermieten. Insofern können zusätzliche Belastungen nach dem Außensteuergesetz nicht ausgeschlossen werden. Dies gilt auch im Zusammenhang mit den europäischen Plänen zur Einführung der globalen Mindeststeuer und der sogenannten ATAD III-Richtlinie. Die steuerliche Abzugsfähigkeit von Zinsen ist nach der Zinsschranke auf 30% des steuerlichen EBITDA beschränkt. Um eine unbeschränkte Abziehbarkeit von Zinsaufwendungen zu erreichen, wendet die Covivio die sog. Escape Clause an. Wesentliche Kriterien dafür sind die Eigenkapitalquote des entsprechenden Betriebes und der Covivio SA sowie die Abwesenheit von schädlichen Gesellschafterfremdfinanzierungen in der Gruppe. Am 1. Juli 2021 ist die Grunderwerbsteuerreform in Kraft getreten. Dadurch ist das Risiko gestiegen, dass Grunderwerbsteuer durch Änderungen in der Struktur der Anteilseigner oder der Organisationsstrukturen anfällt. Die Covivio Immobilien SE und ihre Tochtergesellschaften legen die Grundsteuer auf ihre Mieter um. In der Politik werden derzeit Pläne diskutiert, die Umlegbarkeit aufzuheben oder einzuschränken. Zusätzliche Grundsteuerbelastungen könnten durch die Implementierung der reformierten Grundsteuer entstehen. Die übergangsweise noch geltenden grundsteuerlichen Regelungen wurden vom Bundesverfassungsgericht als verfassungswidrig qualifiziert. 10.4. Chancen der künftigen EntwicklungTrotz des schrumpfenden gesamtwirtschaftlichen Wachstums in Deutschland zeigt sich weiterhin ein positiver Trend am Immobilienmarkt. In Verbindung mit dem ebenfalls weiter günstigen Zinsumfeld besteht nach wie vor eine starke Nachfrage nach deutschen Immobilien, was den Transaktionsmarkt insgesamt belebt und Chancen für Zu- wie auch portfolio-bereinigende Verkäufe bietet. Die vergleichsweise niedrige Wohneigentumsquote und die, aufgrund der Pandemie jedoch vorübergehend gedämpften, anhaltende Migration in die Metropolregionen Deutschlands sorgen für eine weiterhin hohe Attraktivität des deutschen Wohnimmobilienmarktes. Die Gruppe sieht daher weiterhin einen nachhaltig steigenden Wohnungsbedarf mit entsprechenden stabil wachsenden Mieteinnahmen. Daneben wird die Gruppe ihre Immobilienbewirtschaftung weiter optimieren und ihr aktives Portfoliomanagement zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit, auch durch gezielte An- und Verkäufe fortsetzen. Neben wachstumsfördernden Maßnahmen wird die Covivio aktiv die Chancen für Kostensenkungspotenziale nutzen. Dazu gehört die Überprüfung bestehender interner Prozesse und Strukturen unter Einsatz von Digitalisierungsmaßnahmen. Darüber hinaus eröffnet die Zugehörigkeit zur Covivio SA die Chance zur Nutzung von Synergien und einer Erweiterung des Geschäftsumfangs im Rahmen einer nachhaltigen Wachstumsstrategie. Hierzu gehört z.B. eine bessere Situation bei der Verhandlung neuer Kreditengagements sowie die Verwaltung von Hotels und Büros der europäischen Covivio-Gruppe. Das Property Management und die Zentralfunktionen werden für dieses Portfolio ebenso von Gesellschaften der Gruppe erbracht wie auch für die Entwicklung des Großprojektes am Berliner Alexanderplatz. 11. Schlusserklärung zum AbhängigkeitsberichtDer Vorstand erklärt gemäß § 312 Abs. 3 AktG, dass die Gesellschaft über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften im Berichtszeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 nach den Umständen, die zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder Maßnahmen getroffen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten oder geleistet hat. Anhaltspunkte für eine Benachteiligung der Gesellschaft liegen nicht vor. Auch wurden keine Maßnahmen auf Veranlassung der herrschenden Unternehmen oder der mit ihnen verbundenen Unternehmen (z.B. Covivio SA, Covivio Holding GmbH) getroffen oder unterlassen. Für die Gesellschaft konnten daher keine Nachteile durch einen etwaig unterlassenen Ausgleich entstehen. 12. Nicht-finanzieller LeistungsindikatorDie Gruppe agiert als wertorientiertes und sozial verantwortliches Unternehmen. Dies bedeutet für uns eine Orientierung an den klassischen Finanzkennzahlen, verbunden mit einer sozialen und ökologischen Verantwortung gegenüber unseren Kunden und Geschäftspartnern. Die Verbesserung der Umweltbilanz stellt hierbei den wesentlichen, nicht-finanziellen Leistungsindikator dar. Im Bereich Wohnen investieren wir jährlich in die energetische Modernisierung und die Erhaltung unseres Bestands. Mit diesen gezielten Maßnahmen wird der CO 2-Fußabdruck unserer Immobilien reduziert bei gleichzeitigem Werterhalt der Immobilien. In der Entwicklung von Wohnungsneubau setzt die Gruppe auf die Begrünung von Dächern, moderne Heizsysteme und die Versorgung durch Solarthermie. Im Rahmen von Wohnungsmodernisierungen und Instandhaltungen werden wassersparende Armaturen eingesetzt und WCs durchgängig mit modernen Spülkästen ausgestattet. Bei unseren Geschäftspartnern setzen wir zum einem auf regionale Partner vor Ort, um eine Reduzierung der CO 2-Bilanz in unserer Lieferkette aktiv herbeizuführen. Seit 2018 setzt das Unternehmen auf eine regelmäßige Zertifizierung des Wohnbestands bzw. auf eine nachhaltige Verwaltung der Bestände. Dabei wird die Covivio durch das französische Unternehmen Cerqual (vormals Cerway) im Rahmen der Nachhaltigkeitszertifizierung "HQE (Haute Qualité Environnementale)" regelmäßig auditiert. Um eine stetige Entwicklung zu überprüfen, werden zum einem die Schwachpunkte aus den vorherigen Jahren überprüft und jährlich rollierend weitere Prozesse im Unternehmen analysiert. Ein besonderer Fokus lag dabei im Jahr 2021 auf der Einhaltung selbst gesetzter Qualitätsansätze im Bereich Einkauf. Dazu zählten die Aktualisierung bestehender Einheitspreisabkommen, mit Hinweisen zum Umgang mit dem Thema Nachhaltigkeit sowie der Darstellung eines kontinuierlichen Anpassungsprozesses mit einem Fokus auf nachhaltige Produkte. Bis 2030 hat sich Covivio zum Ziel gesetzt, die CO 2-Emmissionen um 40 % gegenüber 2010 zu senken sowie alle selbst genutzten Büroimmobilien CO 2 neutral zu gestalten. 13. Nachhaltigkeit und InnovationenBasierend auf einem konzernübergreifenden Selbstverständnis kreiert Covivio in Europa Raum zum Arbeiten, Wohnen und Reisen. Gemeinsam mit allen Interessengruppen und Partnern arbeitet Covivio daran, einen Beitrag zu den großen sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Herausforderungen in der Gesellschaft leisten zu können. Im Fokus stehen dabei Nachhaltigkeit und gute Lebensqualität. Covivio möchte mit ihrem Denken und Handeln einen Beitrag für das Wohlergehen zukünftiger Generationen leisten. Die Unternehmensziele richten sich dabei auf folgende Handlungsfelder aus:
Erhöhung der KundenzufriedenheitFür Covivio steht die Nähe zu Kunden und Partnern im Fokus. Bei der Realisierung neuer Immobilien und Verwaltung von Bestandsobjekten wird daher besonderer Wert auf nachhaltige Services und Dienstleistungen gelegt, die den Alltag erleichtern, Menschen verbinden und die Lebens- und Arbeitsqualität fördern. Im Bereich Wohnen bedeutet Kundenzufriedenheit für unsere Mieter/-innen die Bereitstellung sozialer Angebote, eine nachhaltige Serviceorientierung sowie eine umfangreiche Erreichbarkeit auf verschiedenen Kommunikationswegen. Dazu zählt unsere Kundenhotline, der bzw. die direkten Ansprechpartner/-in via E-mail sowie das erfolgreich implementierte Kundenportal für alle gängigen Mobiltelefone oder via Web-App. Neben der Nutzung digitaler Medien ist Covivio an ihren Standorten, in 23 Service-Centern, für Mieter/-innen erreichbar. Neben dem direkten Kontakt zu ihren Ansprechpartnern/-innen setzt sich Covivio außerdem zum Ziel, die Erreichbarkeit zu öffentlichen Verkehrsmitteln von ihren Objekten zu verbessern. Covivio wurde von Focus Money und dem Kölner Marktforschungsunternehmen ServiceValue zum vierten Mal in Folge in einer Wohnungsmarktstudie zum Thema "fairer Vermieter" überprüft. Die Gruppe konnte hier wie in den Jahren zuvor, mit der Note "Sehr gut" punkten. Zu den Merkmalen dieser unabhängigen Mieter/-innenbefragung gehörten insgesamt 32 Fragen aus den Kategorien "Faire Wohnungsvermittlung, Mieter/-innenbetreuung, Service, Mietkosten, Wohnobjekt & Umfeldgestaltung" und der Umgang mit dem Thema Nachhaltigkeit. Neben der von Focus Money initiierten Studie hat Covivio eine eigene Befragung der Mieter/-innen in Zusammenarbeit mit dem international tätigen Marktforschungsinstitut KANTAR durchgeführt. Im Rahmen dieser Mieter/-innen-Befragung wurden 2021 ca. 15.000 Mieter/-innen kontaktiert. Die Befragung erfolgte online bzw. telefonisch. Das Ergebnis der KANTAR-Befragung wird Ende Januar 2022 erwartet. Ein weiterer Schritt in Richtung Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind die digitalen Mietverträge und virtuellen Wohnungsbesichtigungen. die sich seit ihrer Einführung 2020 als praxisreifes und beliebtes Mittel erwiesen haben - nicht zuletzt in der Pandemie. Zudem hat Covivio weitere Kooperationen mit Partnern geschlossen u.a. WeWash. Das Unternehmen bietet eine digitale Lösung für Waschküchen. Damit gehören die Münzzähler bei den von Covivio bereitgestellten Waschmaschinen der Vergangenheit an. Auch in unseren Büroimmobilien steht der Komfort und das Wohlbefinden der Nutzer/-innen im Vordergrund. Hierfür stellt Covivio den Mieter/-innen und Mietern der Büroimmobilien zahlreiche Serviceleistungen zur Verfügung, die über eine Smartphone-App zugänglich sein werden. Alle Entwicklungsprojekte werden darüber hinaus von einem hohen Maß an digitaler Vernetzung gekennzeichnet sein. Wohlbefinden unserer Mitarbeiter/-innenUm unseren Mieter/-innen einen bestmöglichen Service zur ermöglichen, benötigt die Covivio zufriedene und motivierte Mitarbeiter/-innen als Eckpfeiler des Erfolgs. Für Covivio hat das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter/-innen am Arbeitsplatz und der Austausch im beruflichen Netzwerk von Covivio eine sehr hohe Priorität. Das Unternehmen arbeitet gemeinsam mit den Mitarbeitern/-innen daran, ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln und ihre berufliche Laufbahn zu fördern. Wir setzen uns für Diversität am Arbeitsplatz ein. Die Gleichstellung der Geschlechter und die Beschäftigung von Arbeitnehmer/-innen aller Altersklassen haben bei Covivio hohe Priorität. Als verantwortungsvolle Arbeitgeberin setzt die Gruppe auf qualifizierte, motivierte, leistungsstarke und eigenverantwortlich handelnde Mitarbeiter/-innen. Diese tragen mit Ihrer Kompetenz zum wesentlichen Unternehmenserfolg bei. Dabei strebt das Unternehmen ein bestmögliches Arbeitsumfeld und ein umfangreiches Weiterbildungs- & Fortbildungsspektrum an. Covivio bietet ein modernes Arbeitsumfeld, mit modernen und technisch zeitgemäßen Arbeitsplätzen. Die Corona-Pandemie diente hier als Booster zur weiteren Digitalisierung und ermöglichte die Chance das mobile Arbeiten auszubauen. Somit sind heute nahezu alle Mitarbeiter/-innen für ein standortunabhängiges, flexibles Arbeiten ausgestattet. Weiterbildungs- und Schulungsmaßnahmen, intern wie extern, erfolgten im Jahr 2021 größtenteils digital. Basis für ein neues digitales Lernumfeld wird zukünftig die Schulungs- & Lernplattform LMS365. Diese digitale Umgebung bietet den Mitarbeiter/-innen in der bekannten Microsoft365-Umgebung ein entsprechendes Kurs- & Contentmanagement. Somit lassen sich spezifische Lernmodule gestalten, aufbauen sowie Lernfortschritte nachvollziehen. Die Aus- und stetige Weiterbildung wird mit dem Ziel gefördert, Kompetenzen und Fähigkeiten der Mitarbeiter/-innen zu steigern. Wichtig ist dabei die Ausbildung des eigenen Personals. Im Jahr 2021 beschäftigte die Gruppe insgesamt 16 Auszubildende bzw. Studierende in einem dualen Hochschulstudium. Praktika und Plätze für Werkstudenten und Werksstudentinnen werden in allen Bereichen angeboten und sind oft der erste Schritt in eine gemeinsame Zukunft. Im Zuge einer zunehmenden Zusammenarbeit auf europäischer Ebene konnten mehrere Mitarbeiter/-innen an einem europäischen Mentoring-Programm und einem europäischen Führungskräfte-Nachwuchs-Programm teilnehmen. Der Fokus des Mentoringprogramms lag dabei insbesondere auf der Förderung der Mitarbeiterinnen. Zum Ende des Jahres 2021 wurden mehrere Mitarbeiterinnen zu neuen Führungskräften ernannt und dadurch die Anzahl der weiblichen Führungskräfte im Unternehmen erhöht. Die Stärkung von Führungskräften ist auch im kommenden Jahr ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung der Covivio-Mitarbeiter/-innen und soll durch einen europäischen "Akdamie" erweitert werden. Alle zwei Jahre führt Covivio durch ein renommiertes Marktforschungsinstitut eine Mitarbeiter/-innenbefragung durch. Gemeinsam mit ihren Mitarbeitern/-innen engagiert sich Covivio für weitere Verbesserungen. Die regelmäßige Teilnahme an einer der zahlreichen Möglichkeiten zur fachlichen, persönlichen oder gesundheitlichen Entwicklung wird von Covivio durch verschiedene Angebote auf europäischer und lokaler Ebene gefördert. Stärkung unseres sozialen EngagementsAuf lokaler Ebene arbeitet die Gruppe mit zahlreichen Vereinen und Initiativen zusammen und pflegt hier langjährige Partnerschaften. Covivio unterstützt Wohnprojekte, die das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung fördern. Dabei ist Covivio ein verlässlicher Kooperationspartner von ambulanten Pflegediensten und Wohlfahrtsverbänden wie der Caritas, der Diakonie und dem Malteser Hilfsdienst. In Oberhausen realisiert Covivio gemeinsam mit der Lebenshilfe Oberhausen ein inklusives Wohnprojekt. Covivio hat hier einen ehemaligen Lebensmittelmarkt in ein barrierefreies, behindertenfreundliches Wohnhaus mit neun Appartements umgebaut. Die Ende 2020 gegründete Covivio-Stiftung startete im Geschäftsjahr 2021 ihr Engagement und unterstützte deutschlandweit erste Projekte zur Chancengleichheit. Unterstützt werden hierbei die Organisationen "Safe Hub" und die "Al Farabi Music Academy". "Safe Hub" zeigt wie Verhaltenskompetenzen von Kindern und Jugendlichen aus benachteiligten Verhältnissen durch die Werte des Sports entwickelt werden können. Ein Bildungs- und Coaching-Programm, das face-to-face oder digital stattfindet, unterstützt von der Oliver Kahn Foundation. "Al Farabi Music Academy" in Berlin fördert die Integration und Entwicklung von jungen Menschen, die allein oder mit ihren Familien nach Deutschland geflüchtet sind. Das Programm umfasst eine musikalische Ausbildung, die Gründung eines Orchesters, Konzerte, praktische Workshops, Opernbesuche und andere musikalische Veranstaltungen, um den Geist zu öffnen und Talente zu fördern. Damit die Mitarbeiter/-innen von Covivio zum Engagement beitragen können, kann jährlich ein Arbeitstag zur Unterstützung eines von Covivio geförderten Projekts eingesetzt werden. Digitalisierung innerhalb der GruppeNicht zuletzt durch die Corona-Pandemie fokussierte sich das Unternehmen wie auch in 2020 auf die Digitalisierung von Prozessen und auf die Bedürfnisse der Kunden/-innen. Eine wesentliche Herausforderung, ist die derzeitige europäische Integration und Umstellung des vorhandenen SAP R3-System auf das Nachfolgesystem SAP//HANA, welches innerhalb des Unternehmens ein starke personelle Ressourcenbindung im Bereich IT und in anderen Fachbereichen erfordert. Dieses Projekt prägte das Jahr 2021 stark und wird sich im Folgejahr weiter fortsetzen. Die Erwartungen an eine erfolgreiche Implementierung sind hoch, da weitere innovative Digitalisierungsprojekte von SAP/4HANA abhängen.
Oberhausen, 11. Februar 2022 Covivio Immobilien SE Vorstand Dr. Daniel Frey BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Covivio Immobilien SE, Essen: Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten LageberichtsPrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der Covivio Immobilien SE und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Covivio Immobilien SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den zusammengefassten LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 11. Februar 2022 Mazars
GmbH & Co. KG
11.02.2022 Stephan Kleinmann, Wirtschaftsprüfer Jens Esser, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats an die Generalversammlung für das Geschäftsjahr 2021Mit diesem schriftlichen Bericht des Aufsichtsrats der Covivio Immobilien SE soll den Aktionären gemäß § 171 AktG über die Tätigkeit des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2021 berichtet werden, d.h. insbesondere über die Beratung und Kontrolle der Geschäftsführung und die Prüfung des von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Vorschlags für die Verwendung des Bilanzgewinns der Gesellschaft. Der Aufsichtsrat hat seine Aufgaben, die darin bestehen, den Vorstand zu beraten und zu kontrollieren, in vollem Umfang erfüllt, wie es der gesetzliche Rahmen und die Satzung des Unternehmens vorsehen. Der Vorstand der Covivio Immobilien SE hat rechtzeitig und ausführlich über die Tätigkeit der Gesellschaft und ihre Ergebnisse berichtet. Außerdem hat er dem Aufsichtsrat dargelegt, wie die Risiken mit den Verfahren und der internen Revision gehandhabt wurden. Die Schlussfolgerungen der Prüfungen wurden dem Aufsichtsrat mitgeteilt. Darüber hinaus war der Aufsichtsrat in alle wichtigen Entscheidungen des Unternehmens unmittelbar eingebunden. Nach eingehender Analyse und Erörterung hat der Aufsichtsrat den Beschlüssen des Vorstands zugestimmt und ihn bei deren Ausführung unterstützt. Im Jahr 2021 hat der Aufsichtsrat der Covivio Immobilien SE in 6 Sitzungen beraten. Hauptthemen des Jahres 2021 1st Sitzung: 9. Februar 2021Die 1. Sitzung war der Prüfung der Sozial- und Konzernabschlüsse gewidmet. Der erste Teil dieser Sitzung war der Genehmigung des Protokolls der Aufsichtsratssitzung vom 15. Dezember 2020 gewidmet. Der Jahresabschluss, der nach IFRS aufgestellte Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht des Vorstands für die Covivio Immobilien SE und die Covivio Immobilien Gruppe zum 31. Dezember 2020 wurden von dem durch die Hauptversammlung bestellten Abschlussprüfer Mazars GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Diese Unterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der Aufsichtsratssitzung am 9. Februar 2021 zur Verfügung gestellt. Der Vorsitzende war vom Aufsichtsrat beauftragt worden, wie in den Jahren zuvor eine detaillierte Analyse der Jahresabschlüsse vorzunehmen und die Ergebnisse seiner Prüfung den anderen Mitgliedern des Aufsichtsrats zu erläutern. In seiner Sitzung am 9. Februar 2021 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss beraten und intensiv erörtert. In dieser Sitzung berichtete der Abschlussprüfer über die Prüfung insgesamt, über die Prüfungsschwerpunkte und die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung. Der Abschlussprüfer beantwortete alle Fragen des Aufsichtsrates eingehend. Insbesondere hat der Abschlussprüfer auch dazu Stellung genommen, ob das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wesentliche Schwächen aufweist. Diesbezüglich hatte der Abschlussprüfer keine Beanstandungen. Der Aufsichtsrat hat den Prüfungsbericht und das Ergebnis der Prüfung zur Kenntnis genommen. Zu dem vom Vorstand vorgelegten Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 9. Februar 2021 nach eigener Prüfung bestätigt, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistungen zu marktüblichen Bedingungen erbracht wurden. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020 jeweils unter Berücksichtigung des Prüfungsberichts des Abschlussprüfers sowie des Vorschlags des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns und des Ausschüttungsvorschlags geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung hat der Aufsichtsrat zugestimmt:
Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat zur Vorbereitung der Generalversammlung am 15. April 2021 zugestimmt:
Der Aufsichtsrat genehmigte einstimmig 2 zusätzliche Finanzierungen, die im ursprünglichen Haushaltsplan 2021 nicht enthalten waren:
Schließlich stimmte der Aufsichtsrat allen Vorschlägen des Vergütungsausschusses zu:
2nd Sitzung: 15. April 2021In dieser Sitzung präsentierten Herr Daniel FREY und Herr Arnaud BREMENT die Aktivitäten des Unternehmens für das erste Quartal 2021 und konzentrierten sich auf die bestehende Regulierung der Immobilienbranche in Deutschland. Herr Daniel FREY stellte auch die 3 Hauptsäulen der ESG-Strategie von Covivio Immobilien vor:
Darüber hinaus stellte Herr Arnaud BREMENT 3 zusätzliche Finanzierungen vor, die im ursprünglichen Haushaltsplan 2021 nicht enthalten waren
Der Aufsichtsrat der Covivio Immobilien SE hat den 3 Finanzierungen einstimmig zugestimmt. Schließlich hat der Aufsichtsrat einstimmig dem Entwicklungsprojekt Dinslaken zugestimmt und den Vorstand der Covivio Immobilien SE ermächtigt, die Entwicklung zu verfolgen und abzuschließen. 3rd Sitzung: 15. Juni 2021 - Außerordentliche SitzungIn dieser Sitzung stellte Herr Daniel FREY die Neuregelung der Grunderwerbsteuer (RETT) in Deutschland vor. Aufgrund dieser Reform ist es nicht mehr notwendig, Minderheitensätze über 10,1% zu haben. Herr Daniel FREY stellte eine Umstrukturierungsmaßnahme vor, mit der alle Minderheitshaftungsquoten in 3 Schritten auf 10,1 % angeglichen werden:
Der Aufsichtsrat hat dieser Umstrukturierung einstimmig zugestimmt. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat einstimmig dem Erwerb des Beethoven-Portfolios zugestimmt und den Vorstand ermächtigt, den Erwerb abzuschließen. 4th Sitzung: 13. Juli 2021In dieser Sitzung und nach der Prüfung des Halbjahresabschlusses nahm der Aufsichtsrat von Covivio die Qualität der von Herrn Daniel FREY vorgelegten Ergebnisse des Unternehmens zur Kenntnis. Darüber hinaus stimmte der Aufsichtsrat einstimmig den Entwicklungsprojekten LOFT und Auf dem Bruch zu und ermächtigte den Vorstand, beide Entwicklungen zu verfolgen und abzuschließen. Schließlich unterstrich der Aufsichtsrat die Notwendigkeit, das deutsche Team zu verstärken, insbesondere mit einem neu einzustellenden CFO, und genehmigte einstimmig die im Vergütungsausschuss erörterten Vorschläge, einschließlich der
5th Sitzung: 18. Oktober 2021- Außerordentliche SitzungIn dieser Sitzung genehmigte der Aufsichtsrat einstimmig die Veräußerungen von:
und ermächtigte den Vorstand, die Veräußerungen durchzuführen. Um das Verhandlungsrisiko für den Wohnteil in Sachsen und den gewerblichen Teil in Schkeuditz abzudecken, hat der Aufsichtsrat außerdem einstimmig beschlossen, dem Vorstand eine Verhandlungsmarge von insgesamt 1 Mio. € für diese beiden Teile zu gewähren. 6th Sitzung: 17. November 2021Herr Arnaud BREMENT stellte die Prognose 2021 vor, die vom Aufsichtsrat einstimmig genehmigt wurde. Anschließend stellt Herr Daniel FREY die 4 Achsen für den Haushalt 2022 vor:
Der Aufsichtsrat genehmigte einstimmig den Haushaltsplan 2022. Darüber hinaus erläuterte Daniel FREY, dass ein mittelfristiger Geschäftsplan erstellt wurde und teilte das Ergebnis in vier Hauptkomponenten auf:
Er stellte auch die wichtigsten Elemente vor:
Der Aufsichtsrat genehmigte einstimmig den Geschäftsplan 2025. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat einstimmig dem Erwerb des Michelin-Portfolios zugestimmt und den Vorstand ermächtigt, den Erwerb abzuschließen und durchzuführen. Darüber hinaus nahmen die Mitglieder des Aufsichtsrats Kenntnis von den durchgeführten Prüfungen im Jahr 2021, dem Vorschlag für Maßnahmen für 2022 in Bezug auf die Rechnungsprüfung und die interne Kontrolle, den drei wichtigsten Vorschriften (DSGVO, Sapin-2-Gesetz und Geldwäschebekämpfung) und den Compliance-Maßnahmen, die zur Bewältigung dieser Themen ergriffen wurden, sowie der Risikokarte und dem damit verbundenen Aktionsplan. Schließlich gab Herr Daniel FREY bekannt, dass Frau Katja STIEFENHÖFER am 2. November 2022 als Chief Financial Officer in das Unternehmen eingetreten ist. Prüfung der Jahres- und Konzernabschlüsse für das Haushaltsjahr 2021Der Jahresabschluss, der nach IFRS aufgestellte Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht des Vorstands für die Covivio Immobilien SE und die Covivio Immobilien Gruppe zum 31. Dezember 2021 wurden von der Mazars GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, dem von der Hauptversammlung bestellten Abschlussprüfer, geprüft. Mazars hat einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Diese Unterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der Aufsichtsratssitzung am 15. Februar 2022 zur Verfügung gestellt. Der Vorsitzende wurde vom Aufsichtsrat beauftragt, wie in den Jahren zuvor eine detaillierte Analyse der Jahresabschlüsse vorzunehmen und die Ergebnisse seiner Prüfung den anderen Mitgliedern des Aufsichtsrats zu erläutern. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 15. Februar 2022 den Jahresabschluss beraten und intensiv erörtert. In dieser Sitzung berichtete der Abschlussprüfer über die Prüfung insgesamt, über die Prüfungsschwerpunkte und die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung. Der Abschlussprüfer beantwortete alle Fragen des Aufsichtsrates eingehend. Der Aufsichtsrat hat den Prüfungsbericht und das Ergebnis der Prüfung zur Kenntnis genommen. Zu dem vom Vorstand vorgelegten Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 15. Februar 2022 nach eigener Prüfung bestätigt, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung zu marktüblichen Bedingungen erfolgte. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021 jeweils unter Berücksichtigung des Prüfungsberichts des Abschlussprüfers sowie des Vorschlags des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns und des Ausschüttungsvorschlags geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung billigt er den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss in der Aufsichtsratssitzung am 15. Februar 2022 entsprechend den Empfehlungen des Vorstands. Er ist damit gemäß § 172 Aktiengesetz festgestellt. Der Aufsichtsrat hat auch den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht gebilligt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns schloss sich der Aufsichtsrat an und empfahl der Hauptversammlung, einen entsprechenden Beschluss zu fassen.
Paris, 16. Februar 2022 Für den Aufsichtsrat Vorsitzender Christophe Kullmann |
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