Fiege Logistik Wuppertal GmbH

Blombacher Bach 3, 42287 Wuppertal, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Wuppertal HRB 22281
Vorher
prolog professional logistics GmbH
Eingetragen
22.10.2009
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungPaket- und Expressdienste
Gegenstand
Der Betrieb von Warendienstleistungszentren, insbesondere die Abwicklung von logistischen Leistungen aller Art und Frachtmanagement sowie alle artverwandten Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Martin Schacht
seit 17.7.2025
Geschäftsführer
Alexander Neudorf
seit 17.7.2025
Prokura
Volker Paffen
seit 17.7.2025
Prokura
Michael Helming
seit 1.4.2020
Prokura
Frank Sievers
seit 17.8.2016
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Fiege Logistik Stiftung & Co. KG
Germany
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Fiege Logistik Wuppertal GmbH

Wuppertal

Jahresabschluss zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

A. 1. Geschäftsmodell

Die Fiege Logistik Wuppertal GmbH, Wuppertal, wurde 2009 umgewandelt und ist aus der prolog professional logistics GmbH & Co KG, Gründung zum 01.10.1996, entstanden. Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb von Warendienstleistungszentren, insbesondere die Abwicklung von logistischen Leistungen aller Art und Frachtmanagement sowie alle artverwandten Geschäfte.

Die Fiege Logistik Wuppertal GmbH, Wuppertal, ist ein Tochterunternehmen der Fiege Logistik Stiftung & Co. KG, Greven. Konzernmuttergesellschaft ist die Fiege Logistik Holding Stiftung & Co. KG, Greven.

Als Logistikspezialist in den Bereichen Produktions-, Distributions- und Lagerlogistik hat sich die Fiege Logistik Wuppertal GmbH, Wuppertal im Jahr 2023 stabil entwickelt.

Am Standort in Wuppertal wird die Produktionslogistik, in Neuss die Distributions- und Lagerlogistik durchgeführt. Zur Produktionslogistik gehören u. a. der Wareneingang, die Ein- und Auslagerung, die Produktionsversorgung mit Roh- und Hilfsstoffen. Der Standort Wuppertal ist auf drei Produktionshallen verteilt, in denen diese Tätigkeiten durchgeführt werden. Die Betreuung der automatischen Hochregalläger erfolgt durch eine Wartungsabteilung von Fiege. Zwischen den drei Hallen setzte Fiege einen LKW ein.

Die Distributions- und Lagerlogistik in Neuss 1, Am Blankenwasser 22, und Neuss 2, Sudermannstrasse 2, beinhaltet den Wareneingang, die Einlagerung und Auslagerung von Fertig- oder Handelswaren. Es werden Pakete für Endkunden sowie Paletten-Ware für den Export abgewickelt. Die Fertig- oder Handelswaren lagern in Paletten-Regalen, die über verschiedene Softwaresysteme gesteuert werden. Es findet täglich eine enge Abstimmung mit den Kunden statt.

A. 2. Forschung und Entwicklung

Auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung finden keine Tätigkeiten statt.

B. Wirtschaftsbericht

B. 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft ist im Jahr 2023 weiterhin von den Herausforderungen der letzten Jahre geprägt und erholt sich nur langsam von den Folgen der Pandemie, dem Ukraine-Krieg und der hohen Inflation. Trotz der kriegsbedingten Störungen auf den Energie- und Lebensmittelmärkten und der Verschärfung der weltweiten monetären Bedingungen zur Bekämpfung der hohen Inflation hat sich die Weltwirtschaft zwar verlangsamt, ist aber nicht zum Stillstand gekommen. Die globale Wirtschaftstätigkeit hat die letzten Jahre ihren Tiefpunkt erreicht. Die Volkswirtschaften sind mit steigenden Preisen für Energie und Rohstoffe konfrontiert gewesen, was den Inflationsdruck weiter erhöht hat.[1]

Im Verlauf des Jahres 2023 haben sich die negativen Einflüsse abgeschwächt, was zu einer Stabilisierung der globalen Wirtschaft geführt hat. Die Rohstoffpreise, insbesondere für Energie, sind deutlich gesunken, was zu einer Senkung der Inflation geführt hat. Dies wiederum hat zu einem Anstieg der Reallöhne und zu einer Reduzierung von Lieferengpässen geführt, die zuvor die wirtschaftliche Aktivität beeinträchtigt hatten.[2]

Die Zentralbanken der Industrieländer haben die Zinssätze im Jahr 2022 und 2023 zunächst stark erhöht, zum letzten Quartal des Jahres 2023 wurden keine weiteren Erhöhungen vorgenommen. Eine vollständige Erholung in Richtung der vor Pandemie Zeit, scheint insbesondere in den Schwellen- und Entwicklungsländern noch weiter entfernt zu sein. Zentralbanken der Industrieländer sind bemüht, eine ausgewogene Geldpolitik zu schaffen, um sowohl die Preisstabilität als auch das Wirtschaftswachstum sicherzustellen.[3] Die Inflation hat sich hartnäckig gehalten, geht aber allmählich deutlich zurück. Die Inflationsrate weltweit liegt 2023 bei 6,88%.[4]

Im ersten Quartal des Jahres hatte die Weltwirtschaft deutlich an Fahrt aufgenommen, die globale Produktion war mit einer Erhöhung von 0,8 % auf dem höchsten Stand seit 2021. Im zweiten Quartal verlor sie wieder etwas an Schwung. Sowohl die Produktion in den Industrieländern als auch in den Schwellenländern nahm leicht ab.[5] Wie auch in den letzten Jahren sind insbesondere das verarbeitende Gewerbe, der internationale Warenhandel und die Rohstoffpreise erheblichen negativen Einflüssen ausgesetzt. Sowohl das verarbeitende Gewerbe als auch die Dienstleistungsbranche leiden unter der schwachen Nachfrage.[6]

Die weltweite Produktion zeichnet zu Jahresbeginn 2023 einen Anstieg ab, verliert aber im Laufe des Jahres an Schwung. Das Wachstum liegt bei 3,1 % und mit 0,1 Prozentpunkten knapp unter dem Wert des Jahres 2022, jedoch über dem im Frühjahr prognostizierten Wert.[7] Trotz dieser positiven Entwicklung, ergeben sich weiterhin globale Unsicherheiten in Bezug auf Handelskonflikte und geopolitische Spannungen. Zudem belasten die angespannten globalen Finanzbedingungen und die niedrige Nachfrage das Wachstum sowohl in den Schwellen- als auch in den Entwicklungsländern.[8]

Insgesamt zeigt die wirtschaftliche Lage im Jahr 2023 eine umsichtige Politik, die auf die Bewältigung von Herausforderungen der letzten Jahre und gleichzeitig auf ein nachhaltiges und ausgewogenes Wirtschaftswachstum abzielte.[9]

Im Euroraum spiegelt sich die globale wirtschaftliche Situation wider, die von einer allmählichen Erholung und einer gewissen Stabilisierung geprägt ist. Wie in anderen Teilen der Welt hatte der Euroraum mit den Herausforderungen der Pandemie, geopolitischen Spannungen und einer anhaltenden Inflationsdynamik zu kämpfen. Im zweiten Halbjahr 2023 verzeichnete die Wirtschaft des Euroraums einen Rückgang. Diese Entwicklung wurde durch eine verringerte Nachfrage aus dem Ausland und verschärfte Finanzierungsbedingungen verstärkt. Zwar gibt es Anzeichen für eine moderate Erholung, die jedoch von einer Reihe von Faktoren gedämpft wird. Die Rückkehr zu Wachstumsniveaus vor der Pandemie verläuft langsam, da die Region weiterhin mit den Auswirkungen von Preisvolatilität, einer gedämpften Nachfrage und geopolitischen Unsicherheiten konfrontiert ist. Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) hat eine wichtige Rolle gespielt, um die Stabilität zu gewährleisten und das Wirtschaftswachstum zu unterstützen. Die Zinserhöhungen haben dazu beigetragen, die Inflation einzudämmen, aber haben auch die wirtschaftliche Aktivität vorübergehend gedämpft.[10]

Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen sind ein wichtiger Bezugspunkt für die mittelfristigen Wachstumspotenziale der Kernmärkte von FIEGE, da die Kontraktlogistik stark mit dem gesamtwirtschaftlichen Wachstum verbunden ist.[11] Dem globalen Kontraktlogistikmarkt wird in den nächsten 5 Jahren (2022-2027) ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 4,1 % prognostiziert. Für das Jahr 2023 wird ein Wachstum von 3,8 % erwartet. Starker Treiber der Entwicklung ist der asiatisch-pazifische Markt, der sich in den letzten Jahren erholen konnte. Im Jahr 2023 erreicht der asiatisch-pazifische Kontraktlogistikmarkt ein Wachstum von 7,8 %, die Prognose für die nächsten 5 Jahre liegt bei durchschnittlich 6,9 %. Die Dynamik Asiens wird in erster Linie von der Erholung in Chinas getragen. Der europäische Kontraktlogistikmarkt wird sich voraussichtlich leicht abschwächen und liegt laut Prognosen im Jahr 2023 bei 0,6 %. Für den Zeitraum 2022-2027 wird ein durchschnittliches Wachstum von 1,9 % erwartet.[12]

In den letzten Jahren war das rasante Wachstum des E-Commerce-Sektors ein bedeutender Faktor für das Wachstumspotenzial im europäischen Kontraktlogistikmarkt. Seit dem Jahr 2022 ist ein Rückgang der E-Commerce-Geschäfte zu sehen. Der Anstieg, den der E-Commerce während der Pandemie und den damit einhergehenden Schließungen erlebte, hat mittlerweile nachgelassen. Die Bedeutung des Onlinehandels im Kontraktlogistikbereich nimmt jedoch nicht ab. Zwar zeigen die aktuellen, konjunkturbedingten Einflüsse Einbußen in den Umsätzen des E-Commerce Bereiches jedoch zeigen die Prognosen, dass dieser Sektor auch in Zukunft eine wesentliche treibende Kraft sein wird. [13]

B. 2. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 kennzeichnet die Normalisierung des Kundengeschäfts nach der Pandemie und dem Schock des Ukraine-Russland-Krieges. Durch Reisebeschränkungen in der Corona-Zeit und damit beim Endkunden vorhandenen finanziellen Mittel hat der Hauptkunde der Fiege Logistik Wuppertal GmbH enorm profitiert und die Umsätze stark gesteigert, was wiederum auch zum Vorteil von Fiege war.

2023 war somit ein Stabilisierungsjahr auf hohem Niveau, auch wenn der Umsatz aus dem Vorjahr um 3,9 Mio. höher ist. Sowohl die Umsatzprognose aus dem Vorjahr (21.002 Mio. Euro) als auch der im Vorjahr tatsächlich erzielte Umsatz (23.002 Mio. Euro) wurden im Jahr 2023 (26.902 Mio. Euro übertroffen. Diese Abweichungen resultieren sowohl aus der Inbetriebnahme des Außenlagers in Bochum als auch aus gestiegenen Mieterlösen für Palettenstellplätze aufgrund des gestiegenen Kundenbedarfs.

Durch den Krieg in der Ukraine und die damit einhergehende Sorge vor Energieknappheit wurden diverse Außenläger zur Erhöhung des Materialbestands für die Produktion angelegt. Diese wurden in 2023 sukzessive reduziert, so dass zum Jahresende 2023 nur noch ein Außenlager existiert. Somit reduzierte sich die Anzahl an Palettenstellplätze zum Jahresende. Dies verringerte folglich auch den Koordinationsaufwand im Handling der Außenläger.

Der Geschäftsverlauf war insgesamt sehr zufriedenstellend. Die Kundenverträge wurden vorzeitig bis 31.12.2028 verlängert und um einen neu aufzubauenden Standort in Schwelm erweitert.

Der Jahresüberschuss vor Ergebnsiabführung in Höhe von TEUR 990 verschlechtert sich allerdings gegenüber Plan (TEUR 1.421) und Vorjahr (TEUR 1.609). Gründe hierfür sind u.a. die hohen Komplexitätskosten des Managements der Außenläger, die Mehrkosten durch Personalneueinstellungen im administrativen Bereich, Modernisierungs- und Instandhaltungsarbeiten in den Standort Neuss 2 und auch erste Projektkosten für den neuen Standort Schwelm, die nicht an den Kunden weiterbelastet werden konnten.

B. 3. Lage

B. 3.1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Im Vergleich zum Vorjahr ergeben sich folgende finanziellen Leistungsindikatoren:

Eigenkapitalrendite: 126,4 %, (Vorjahr: 205,5 %)
(Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung / durchschnittliches Eigenkapital)
Gesamtkapitalrendite: 23,1 %, (Vorjahr: 44,1 %)
((Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung + Fremdkapitalzinsen) / durchschnittliche Bilanzsumme)
Umsatzrendite: 3,7 %, (Vorjahr: 7,0 %)
(Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung / Umsatzerlöse)

Im Folgenden sollen die Finanzströme besser durch die nachstehende Kapitalflussrechnung dargestellt werden:

2023
TEUR
2022
TEUR
Kapitalflussrechnung
1. Periodenergebnis 0 0
2. +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 382 405
+ Aufgrund von Gewinnabführungsverträgen abgeführte Gewinne 990 1.609
3. -/+ Sonstige zahlungswirksame Erträge/Aufwendungen 3 12
4. +/- Zunahme/Abnahme der langfristigen Rückstellungen -10 20
5. cash-flow (Summe 1. bis 3.) 1.365 2.046
6. +/- Zunahme/Abnahme der kurzfristigen Rückstellungen -295 90
7. -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions-oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
- Vorräte 70 -81
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -66 -1.509
- Forderungen gegen verbundene Unternehmen -5 10
- Sonstige Vermögensgegenstände -41 4
- Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten -6 -1
Veränderung Pauschalwertberichtigung -3 -12
8. +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions-oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind.
- Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus Lieferungen und Leistungen 222 161
- Verbindichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -377 504
- Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen -185 108
- Übrige Verbindlichkeiten -6 16
- Passiver Rechnungsabgrenzungsposten -154 744
9. +/- Zinsaufwendungen/Zinserträge
Zinserträge -92 -65
Zinsaufwendungen 32 32
10. = Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (Summe 5. bis 9.) 459 2.047
11. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen 0 -60
12. + Einzahlungen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 17 0
13. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -82 -453
14. + Erhaltene Zinsen 88 65
15. = Cashflow aus Investitionstätigkeit (Summe 11. bis 14.) 23 -448
16. -/+ Einzahlungen /Auszahlungen an Gesellschafter
Ergebnisabführung -1.609 -2.120
cash-pooling 1.160 551
17. - Gezahlte Zinsen -32 -32
Zinsaufwendungen
Korrekturposten gezahlte Zinsen
Abzinsung Rückstellungen -1 -1
18. = Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (Summe 16. bis 17.) -482 -1.602
19. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe 10.+15.+18.) 0 -3
20. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 0 3
21. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode (Summe 1. bis 20.) 0 0

C. Ertragslage

Die Gesellschaft erzielte Umsatzerlöse in Höhe von 26,9 Mio. EUR. Dies bedeutet einen Anstieg in Höhe von 17,0 % gegenüber dem Vorjahr (23,0 Mio. EUR).

Der Anstieg der Umsatzerlöse um TEUR 3.900 ist im Wesentlichen geprägt durch einen Anstieg der Handlingerlöse, aufgrund des Betriebs eines weiteren Außenlagers über einen längeren Zeitraum als im Vorjahr, und der Mieterlöse, basierend auf der Mengensteigerung des Palettenvolumens, Dem stehen, aufgrund von erhöhten Lagermieten und gestiegenen Handlingkosten, Materialaufwendungen in Höhe von 11.828 TEUR gegenüber, was einem Anstieg in Höhe von 41,0 % gegenüber dem Vorjahr (8.386 TEUR) entspricht.

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf TEUR 250 (TEUR 231) und sind im Wesentlichen durch Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 182 (TEUR 195) geprägt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 1.184 auf TEUR 6.136 gestiegen, was im Wesentlichen auf gestiegene Leiharbeiterkosten zurückzuführen ist.

Durch die genannten Veränderungen hat sich das Betriebsergebnis um TEUR 642 gegenüber dem Vorjahreswert von TEUR 1.577 auf TEUR 935 verringert.

Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses und eines gleich gebliebenen Steueraufwandes von TEUR 1, ergibt sich ein Jahresüberschuss von TEUR 990, im Vergleich zum Jahresüberschuss von TEUR 1.609 im Vorjahr.

D. Finanzlage

D.1. Finanzmanagement

Das Finanzmanagement der FIEGE Gruppe wird zentral durch die Fiege Logistik Holding Stiftung & Co. KG, Greven, gesteuert. Die Fiege Logistik Holding Stiftung & Co. KG, Greven, übernimmt die Aufgabe, für die Gesellschaften der FIEGE Gruppe eine stets ausreichende Deckung des Finanzbedarfs sicherzustellen. Die erforderlichen Informationen werden durch eine alle relevanten Gesellschaften erfassende, monatlich aktualisierte Liquiditätsplanung mit einem Planungshorizont von sechs Monaten sowie eine mehrjährige Finanzplanung erhoben. Eine detailliertere Liquiditätsplanung als Dispositionsbasis erfolgt wöchentlich rollierend und umfasst einen Fünfwochenzeitraum. Die Liquiditätsbewegungen werden täglich überwacht.

D.2. Kapitalstruktur

Das Eigenkapital der Fiege Logistik Wuppertal GmbH, Wuppertal, liegt gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 unverändert bei TEUR 783. Gemessen an der Bilanzsumme ergibt sich eine unveränderte Eigenkapitalquote von 18,2 %.

Der Gesamtbetrag der Rückstellungen in Höhe von TEUR 643 ist um TEUR 306 gesunken. Die Verringerung ist im Wesentlichen auf niedrigere Rückstellungen für ausstehende Kostenrechnungen (TEUR 47, i. Vj.: TEUR 252) zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten (ohne Gesellschafterdarlehn) sind zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr insgesamt um TEUR 568 geringer.

Im Berichtsjahr wurde ein passiver Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 590 (i. Vj.: TEUR 744) ausgewiesen, der im Vorjahr aufgrund von Zuschüssen, die im Zusammenhang mit Vertragsverlängerungen gezahlt wurden, gebildet wurde. Die Auflösung erfolgt über die Festlaufzeit der jeweiligen Verträge.

D. 3. Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von TEUR 82 getätigt, welche zu 100 % auf Betriebs- und Geschäftsausstattung entfallen.

D. 4. Liquidität

Der Liquiditätsgrad ist definiert als Differenz zwischen den kurzfristig realisierbaren Vermögenswerten und den kurzfristig fälligen Schuldposten.

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
Veränderung
T€
1. Kurzfristig realisierbare VG
Forderungen aus LuL 3.167 3.101 66
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5 0 5
Sonstige Vermögensgegenstände 42 1 41
Liquide Mittel 0 0 6
Rechnungsabgrenzungsposten 7 1 0
3.221 3.103 118
0
2. Kurzfristig fällige Schuldposten
Rückstellungen -563 -858 295
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus LuL -560 -338 -222
Verbindlichkeiten LuL -740 -1.117 377
Verbindlichkeiten verbundenen Unternehmen -32 -217 185
Übrige Verbindlichkeiten -69 -75 6
Rechnungsabgrenzungsposten -590 -744 154
-2.554 -3.349 795
Liquidität 1. Grades 667 -246 913
Vorräte 256 326 -70
Saldo aus Gesellschafterdarlehn und Forderungen aus cash-pooling -884 -343 -541
Liquidität 2. Grades 39 -263 302

Den kurzfristig realisierbaren Vermögenswerten (Forderungen, Sonstige Vermögensgegenstände, liquide Mittel, Rechnungsabgrenzungsposten) in Höhe von TEUR 3.221 stehen kurzfristige Schuldposten (Rückstellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen/ und gegenüber verbundenen Unternehmen sowie übrige Verbindlichkeiten) in Höhe von TEUR 2.554 gegenüber, so dass sich eine Liquidität 1. Grades in Höhe von TEUR 667 ergibt. Damit hat sich dieser Liquiditätsgrad gegenüber dem Vorjahr (TEUR -246) um TEUR 913 verbessert.

Unter Einbeziehung der Poolingforderungen und der Vorräte ergibt sich die Liquidität 2. Grades, welche sich mit 39 um TEUR 302 gegenüber dem Vorjahreswert von TEUR - 263 verbessert hat.

E. Vermögenslage

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt gegenüber dem Vorjahr unverändert TEUR 783. Die Bilanzsumme verringerte sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 4.566 auf TEUR 4.301.

Die Verringerung der Bilanzsumme um TEUR 265 ist insbesondere auf die Verringerung des Anlagevermögens um TEUR 313 von TEUR 1.137 auf TEUR 824 zurückzuführen.

Auf der Passivseite sind die Rückstellungen um TEUR 306 von TEUR 949 auf TEUR 643 gesunken. Die Verbindlichkeiten sind um TEUR 195 gestiegen. Ursächlich dafür sind im Wesentlichen gestiegene Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (TEUR 763, im Vorjahr TEUR 681), da sich die mit diesen Verbindlichkeiten saldierten Forderungen aus cash-pooling reduziert haben.

Alle Verbindlichkeiten haben eine Fristigkeit von weniger als einem Jahr.

F. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

F.1. Risikomanagementsystem

Die Berichtsgesellschaft ist an das Fiege Group Risikomanagement System angebunden. Hier erfolgt die Meldung der Risiken quartalsweise von den Niederlassungen beziehungsweise Standorten und wird durch das zentrale Risikomanagement analysiert und zu einem Gruppenbericht zusammengefasst, der dem Vorstand zur Verfügung gestellt wird.

Die verantwortlichen Niederlassungs- beziehungsweise Standortleiter haben zunächst die Risiken zu identifizieren und einer Risiko-Relevanzklasse zuzuordnen. Danach sind die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Auswirkung auf das Ergebnis abzuschätzen sowie Gegenmaßnahmen vorzuschlagen und so weit wie möglich einzuleiten.

Im standardisierten Risikobericht werden diese Einschätzungen und Maßnahmen an das zentrale Risikomanagement berichtet.

Wesentliche Risiken sind ad hoc von den verantwortlichen Managern direkt an den Vorstand und das zentrale Risikomanagement zu melden.

Quartalsweise ist an die Gesellschafterin zu berichten. Außerdem finden durch diese Prüfungen statt.

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie ist darüber hinaus ein Fiege Krisenstab eingerichtet worden, der eine gruppenweite Informationsversorgung und das Risikomanagement sicherstellen. Analog zum Fiege Krisenstab wurde auch ein Krisenstab in der Fiege Logistik Wuppertal GmbH eingerichtet.

F.2. Chancen und Risikobericht

Es ist eine wirtschaftliche Abhängigkeit von dem Hauptkunden gegeben. Ein Ausfall dieses Hauptauftraggebers würde zu einer nicht unwesentlichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft führen. Wegen der langjährig angelegten Zusammenarbeit, die seit 1996 besteht, ist der Fortbestand des Unternehmens jedoch derzeit nicht gefährdet.

Im Jahr 2023 erfolgte eine Lagerkonsolidierung an den beiden Standorten in Neuss sowie an dem Standort in Emmerich, was natürlich Auswirkungen auf die Umsätze der Folgejahre haben wird.

Beide Verträge, Rahmenvertrag und Central Warehouse Vertrag, wurden frühzeitig im Oktober 2023 verlängert und haben nun eine Laufzeit bis zum 31.12.2028. Zusätzlich wurde vereinbart, einen neuen Standort in Schwelm im Jahr 2024 gemeinsam hochzufahren und zu bewirtschaften. Hierbei wird der Kunde direkt die Immobilie anmieten und Fiege die logistischen Dienstleistungen am Standort erbringen.

Die Kosten der Projektphase werden durch eine sogenannte CostPlus-Verrechnung seitens des Kunden übernommen, so dass der Fiege Logistik Wuppertal GmbH kein Risiko entsteht. Auch die Hochlaufphase des neuen Standorts in Schwelm wird mittels CostPlus-Verrechnung vom Kunden bezahlt. 4 Monate nach dem Erreichen des Betriebs unter Volllast soll auf eine Stückpreis-Verrechnung umgestellt werden (vorauss. Mitte 2025). Inwiefern diese Umstellung tatsächlich erfolgt, ist zum heutigen Zeitpunkt jedoch fraglich, da dies für den Kunden mit Transparenzeinbußen einhergeht.

Die Fiege Logistik Wuppertal GmbH hat mit ihrer Gesellschafterin, der Fiege Logistik Stiftung & Co. KG, einen Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen, sodass etwaige Verluste von dieser auszugleichen wären und ein Risiko für die Fiege Logistik Wuppertal GmbH nur im Fall eines Ausfalls der Gesellschafterin besteht. Die Finanzierung der Gesellschaft wird ebenfalls über eine Cash-Pooling-Vereinbarung mit der Gesellschafterin sichergestellt. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Fiege Logistik Wuppertal GmbH ist daher maßgeblich durch die wirtschaftliche Lage der Gesellschafterin determiniert.

F.3. Prognosebericht

Das Geschäftsjahr 2023 wurde durch die Konsolidierung der Lagerkapazitäten und verschiedener Projekte geprägt. Der Kunde geht aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Lage im Kernmarkt Deutschland in seinen Prognosen für das Jahr 2024 von einem Mengenrückgang im Bestandsgeschäft an den Neusser Logistikstandorten und am Produktionsstandort Wuppertal aus. Dies wirkt sich auch auf das Geschäft der Berichtsgesellschaft aus. Folglich werden sich für die Berichtsgesellschaft ebenfalls Mengenrückgänge ergeben. Einziger Umsatztreiber ist folglich die Errichtung des neuen Standorts in Schwelm, der sich im Jahr 2024 jedoch nur anteilig auswirkt.

Neben dem Großprojekt des neuen Standorts in Schwelm gilt es die Produktivität des Standorts Neuss 2 zu erhöhen. Hierfür wurden bereits im Jahr 2023 erste Maßnahmen gestartet, um erste Effekte in 2024 zu heben.

Insgesamt werden für das Jahr 2024 Umsatzerlöse in Höhe von 31 Mio. Euro und ein Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von 1,3 Mio. Euro erwartet. Damit bleiben die Umsatzerlöse und der Jahresüberschuss weiterhin auf einem hohen Niveau.

G. Zweigniederlassungsbericht

Im Handelsregister ist eine Zweigniederlassung in 41468 Neuss, Sudermann-Straße 2, eingetragen. Diese Zweigniederlassung umfasst den größeren Anteil des Unternehmens hinsichtlich Umsatz, Gewinn und Anzahl Mitarbeiter/innen.

 

Wuppertal, den 10.04.2024

Philipp Debuch, Geschäftsführer

[1] Vgl. Weltbank (2023): Global Economic Prospect, S. 3; EZB (2023): Wirtschaftsbericht 07, S.8.

[2] Vgl. IfW Kiel (2023): Kieler Konjunkturbericht, Nr. 109, S. 6.

[3] Vgl. RWI (2023): Konjunkturbericht, S.12; EZB (2023): Wirtschaftsbericht 07, S.3.

[4] Vgl. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/248024/umfrage/inflationsrate-weltweit/

[5] Vgl. IfW Kiel (2023): Kieler Konjunkturbericht, Nr.105, S.2-3.

[6] Vgl. Ifo (2023): Schnelldienst Sonderausgabe Dezember, S.8, 22&23.

[7] Vgl. IfW Kiel (2023): Kieler Konjunkturbericht, Nr. 109, S. 6.

[8] Vgl. IfW Kiel (2023): Kieler Konjunkturbericht, Nr. 109, S. 6; Vgl. IfW Kiel (2023): Kieler Konjunkturbericht, Nr. 103, S. 3; Weltbank (2023): Global Economic Prospect, S. 3.

[9] Vgl. IfW Kiel (2023): Kieler Konjunkturbericht, ,Nr. 109, S. 6.

[10] Vgl. RWI (2023): Konjunkturbericht, S.10-12, 20-21; IfW Kiel (2023): Kieler Konjunkturbericht, Nr. 106, S.3-4; EZB (2023): Eurosystem staff macroeconmoic projections for the euro area, S.3-4.

[11] Vgl. Ifo München (2023): ifo Konjunkturperspektiven, Nr. 12, S. 36.

[12] Vgl. Transport Intelligence (2023): Global Contract Logistics 2023, S. 105ff.

[13] Vgl. Robrecht (2022): Starker Rückgang im deutschen E-Commerce- die Entwicklung der Branche in 2022; Bulwiengesa (2023): Logistik und Immobilien 2023, S. 18 & 82.

Bilanz zum 31.12.2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 214.041,00 312.829,00
214.041,00 312.829,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 99.378,00 182.341,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 128.255,00 146.739,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 382.781,00 474.807,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 20.000,00
610.414,00 823.887,00
III. Insgesamt 824.455,00 1.136.716,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 255.834,35 325.447,44
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.213.910,61 3.102.116,99
- davon gegenüber Gesellschafter 0,00 (0,00)
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 (9.779,72)
- davon mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr: 3.102.116,99 (1.606.687,55)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 334,41 334,41
3.470.079,37 3.427.898,84
C. Rechnungsabgrenzungsposten 6.887,40 1.365,52
4.301.421,77 4.565.980,36

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 683.276,58 683.276,58
III. Insgesamt 783.276,58 783.276,58
B. Rückstellungen 642.804,62 948.517,00
C. Verbindlichkeiten 2.284.945,95 2.090.262,72
- davon gegenüber Gesellschafter 1.443.741,26 (680.620,53)
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen 1.443.741,26 (680.620,53)
- davon aus Lieferungen und Leistungen: 559.446,40 (337.522,41)
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen 32.311,98 (217.286,76)
- davon aus Lieferungen und Leistungen: 32.311,98 (217.286,76)
- sämtlich mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr
D. Rechnungsabgrenzungsposten 590.394,62 743.924,06
4.301.421,77 4.565.980,36

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 - 31.12.2023

2023
2022
1. Rohergebnis 15.323.916,91 14.882.218,03
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -6.484.872,73 -6.588.022,32
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -1.385.471,40 -1.359.466,77
- davon für Altersversorgung: - 3.954,36 (- 3.385,89)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -382.486,00 -405.436,77
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.136.069,42 -4.952.183,60
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 88.340,76 64.541,30
- davon aus verbundene Unternehmen: 35.279,51 (7.432,41)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -32.328,39 -31.901,46
- davon an verbundene Unternehmen: - 30.947,39 (- 30.191,45)
- davon aus der Aufzinsung: - 1.381,00 (- 1.300,00)
7. Ergebnis nach Steuern 991.029,73 1.609.748,41
8. sonstige Steuern -1.204,00 -1.237,00
9. Aufgrund von Gewinnabführungsverträgen -989.825,73 -1.608.511,41
abgeführte Gewinne
10. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Fiege Logistik Wuppertal GmbH hat ihren Sitz in Wuppertal und ist beim Amtsgericht Wuppertal unter der Nummer HRB 22281 ins Handelsregister eingetragen

Die Gesellschaft stellt ihren Jahresabschluss unter Beachtung der für alle Kaufleute geltenden Vorschriften (§§ 238 bis 263 HGB) und den darüberhinausgehenden Vorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften (§§ 264 bis 289 HGB) sowie den Sondervorschriften des GmbH-Gesetzes auf.

Die Angaben im Anhang sind in der Reihenfolge der einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt.

Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 Abs. 1 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren des § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Unter den immateriellen Vermögensgegenständen sind neben der EDV-Software auch Konzessionen ausgewiesen. Diese wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig über die Laufzeit abgeschrieben.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Das Sachanlagevermögen wird linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die neu angeschafften geringwertigen Vermögensgegenstände mit einem Betrag bis zu EUR 800 wurden handelsrechtlich voll abgeschrieben und im Anlagengitter als Abgang gezeigt.

Die Vorräte sind mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung eines ggf. niedrigeren beizulegenden Zeitwerts bewertet.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nominalwert angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch die Bildung einer angemessenen pauschalen Wertberichtigung Rechnung getragen.

Der Kassenbestand stimmt mit dem Kassenprotokoll zum Bilanzstichtag überein. Der Ansatz erfolgte mit dem Nominalwert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten weist die Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, aus.

Verrechnungen von Vermögensgegenständen und Schulden gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB und zugehörige Aufwendungen und Erträge werden vorgenommen.

Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage sind mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Berechnung der Jubiläums- und Altersteilzeitrückstellungen erfolgten nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens.

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Soweit anwendbar sind Preis- und Kostensteigerungen in Höhe von 3 % p. a. berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zu ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst vereinnahmte Mittel, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag betreffen.

III. Angaben zu den einzelnen Posten der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist auf der folgenden Seite dargestellt.

2. Verrechnung von Vermögensgegenständen § 285 Nr. 25 HGB

Die Saldierung von Vermögen und Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB stellt sich wie folgt dar:

Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände betragen TEUR 41 und entsprechen dem beizulegenden Zeitwert. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt TEUR 52. Es haben sich keine Zinsaufwendungen und -erträge ergeben, die hätten verrechnet werden müssen.

Der Aktivwert ermittelt sich aus dem zum Schluss der Versicherungsperiode berechneten Deckungskapital, mindestens aus dem garantierten Rückkaufswert, sofern ein solcher vereinbart ist, bzw. aus dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital abgeleitet ist. Dieser Wert stellt den Zeitwert und gleichzeitig die fortgeführten Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherung dar. Die Werte sind nach den für die Versicherung geltenden versicherungsmathematischen Grundsätzen zu bilden.

3. Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen und Altersteilzeit § 285 Nr. 24 HGB

Die Bewertung der Jubiläumsrückstellungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode). Dabei wurde ein Rechnungszinssatz bei einer pauschalen Laufzeit von 15 Jahren von 1,75 % (i. Vj.: 1,44 %) und eine durchschnittliche Fluktuation von 6,0 % (i. Vj.: 6,0 %) zugrunde gelegt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Heubeck verwendet.

Die Bewertung der Altersteilzeitrückstellungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens. Dabei wurde ein Zinssatz in Höhe von 1,75 % zugrunde gelegt. Zudem wurden die Sterbetafeln nach Heubeck aus dem Jahr 2018 verwendet.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für

TEUR TEUR (i. Vj.)
Urlaubsansprüche 171 189
Gutschriften an Kunden 142 0
Jubiläumsverpflichtungen 80 91
Rückbauverpflichtungen 73 83
Beiträge zur Berufsgenossenschaft 32 31
Tantieme 30 29
ausstehende Rechnungen 29 246
Jahresabschlusskosten 27 25
Überstunden, Prämien und sonstige Mitarbeiterzuwendungen 22 102
Versicherung 18 6
Altersteilzeit 11 0
Transportschäden 8 5
Rückvergütung 0 142
Abfindungen 0 0
643 949

5. Verbindlichkeitenspiegel

Verbindlichkeiten Stand 31.12.23 (i. Vj.)
TEUR
Restlaufzeit (i. Vj.) bis zu 1 Jahr
TEUR
Restlaufzeit (i. Vj.) über 1 Jahr
TEUR
- gegenüber Gesellschaftern 1.444 1.444 -
(681) (681) -
- aus Lieferungen und Leistungen 740 740 -
(1.117) (1.117) -
- gegenüber verbundenen Unternehmen 32 32 -
(217) (217) -
- sonstige 69 69 -
(75) (75) -
Summe 2.285 2.285 -
(2.090) (2.090) -

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen § 285 Nr. 3a HGB

Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus abgeschlossenen Miet- und Leasingverträgen für Lager- und Büroräume, sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung in einem Gesamtbetrag von TEUR 8.072 (i.Vj.: TEUR 9.473).

IV. Sonstige Angaben

1. Personal

Im Jahresdurchschnitt wurden Mitarbeiter in folgenden Gruppen beschäftigt:

2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 125 131
Angestellte 44 36
geringfügig Beschäftigte 0 1
Gesamt 169 168

2. Organe der Gesellschaft

Die Geschäftsführung oblag im Berichtsjahr

Herrn Philipp Debuch, Diplom-Kaufmann, Münster.

3. Konzernverhältnisse

Die Fiege Logistik Wuppertal GmbH, Wuppertal, wird zum 31. Dezember 2023 in die Konzernabschlüsse der Fiege Logistik Holding Stiftung & Co. KG, Greven, (größter Konsolidierungskreis) und der Fiege SE, Greven, (kleinster Konsolidierungskreis) einbezogen.

Der Konzernabschluss der Fiege Logistik Holding Stiftung & Co. KG, Greven, wird im Unternehmensregister bekannt gemacht.

 

Wuppertal, den 10.04.2024

Philipp Debuch

Der vorstehende Jahresabschluss ist am 08.07.2024 festgestellt worden.

Anlagengitter 31.12.2023

Kumulierte Anschaffungs-/ Herstellungskosten
Wert 01.01.2023
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
Wert 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
a) EDV-Software 3.224.027,93 0,00 0,00 0,00 3.224.027,93
3.224.027,93 0,00 0,00 0,00 3.224.027,93
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken 900.181,29 12.579,60 0,00 0,00 912.760,89
2. Technische Anlagen und Maschinen 243.520,03 8.981,71 0,00 0,00 252.501,74
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00
a) Betriebsausstattung 619.557,87 54.866,79 20.000,00 0,00 694.424,66
b) Büroeinrichtung 1.195.346,20 1.038,19 0,00 1.196.384,39
c) Fuhrpark 52.000,00 0,00 0,00 28.950,00 23.050,00
d) Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 5.424,71 0,00 5.424,71 0,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 20.000,00 0,00 -20.000,00 0,00
5. Gesamt 3.030.605,39 82.891,00 0,00 34.374,71 3.079.121,68
III. Gesamt 6.254.633,32 82.891,00 0,00 34.374,71 6.303.149,61
Kumulierte Abschreibungen
Wert 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Wert 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
a) EDV-Software 2.911.198,93 98.788,00 0,00 3.009.986,93
2.911.198,93 98.788,00 0,00 3.009.986,93
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken 717.840,29 95.542,60 0,00 813.382,89
2. Technische Anlagen und Maschinen 96.781,03 27.465,71 0,00 124.246,74
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00
a) Betriebsausstattung 419.875,87 56.891,79 0,00 476.767,66
b) Büroeinrichtung 941.554,20 89.706,19 0,00 1.031.260,39
c) Fuhrpark 30.667,00 8.667,00 16.284,00 23.050,00
d) Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 5.424,71 5.424,71 0,00
Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Gesamt 2.206.718,39 283.698,00 21.708,71 2.468.707,68
III. Gesamt 5.117.917,32 382.486,00 21.708,71 5.478.694,61
Buchwerte
Wert 31.12.2023
Wert 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
a) EDV-Software 214.041,00 312.829,00
214.041,00 312.829,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken 99.378,00 182.341,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 128.255,00 146.739,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
a) Betriebsausstattung 217.657,00 199.682,00
b) Büroeinrichtung 165.124,00 253.792,00
c) Fuhrpark 0,00 21.333,00
d) Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 0,00
Anlagen im Bau 0,00 20.000,00
4. Gesamt 610.414,00 823.887,00
III. Gesamt 824.455,00 1.136.716,00

In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

1. Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Fiege Logistik Wuppertal GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fiege Logistik Wuppertal GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

2. Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

3. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

4. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungenresultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Emsdetten, den 10. April 2024

Stolze - Dr. Diers - Beermann GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

durch

Dr. Fritz-Ulrich Diers, Wirtschaftsprüfer

Dr. Philipp Diers, LL.M, Wirtschaftsprüfer

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