Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 119930
Vorher
Franzis-Verlag GmbH
Eingetragen
18.3.1998
Branche
Verlegen von BüchernVerlegen von ZeitschriftenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Produktion und Vertrieb von Adventskalendern und Bausätzen aller Art, Software und Büchern sowie die Führung fremder Betriebe mit demselben Unternehmensgegenstand im eigenen oder fremden Namen sowie auf eigene und fremde Rechnung.

Historie

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Management

NameRolle
Nils Christian Ludwig
seit 11.2.2026
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert11.38% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
PP Media MidCo GmbH & Co. KG
11.38%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
398.800 €
88.62%
PP Media MidCo GmbH & Co. KG
Germany
51.200 €
11.38%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Franzis-Verlag GmbH

Haar

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019

Bilanz zum 31. Dezember 2019

AKTIVA

EUR 31.12.2019
EUR
Vorjahr
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 197.753,00 363.579,00
197.753,00 363.579,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 551.595,00 494.175,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 581.243,00 916.649,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 252.199,24 150.303,47
1.385.037,24 1.561.127,47
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 166.480,94 248.526,77
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.052.132,53 1.597.800,00
3. Geleistete Anzahlungen 110.775,37 180.220,77
1.329.388,84 2.026.547,54
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.372.268,24 2.883.613,49
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 313.054,13 302.564,27
3. Sonstige Vermögensgegenstände 38.065,91 18.932,77
3.723.388,28 3.205.110,53
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.866,21 1.917,88
C. Rechnungsabgrenzungsposten 88.742,60 94.067,70
D. Aktive latente Steuern 52.918,00 0,00
6.780.094,17 7.252.350,12

PASSIVA

EUR 31.12.2019
EUR
Vorjahr
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 450.000,00 450.000,00
II. Bilanzgewinn 52.918,00 47.011,47
502.918,00 497.011,47
B. Rückstellungen
1. Pensionsrückstellungen 176.071,00 180.067,00
2. Sonstige Rückstellungen 749.804,00 663.467,00
925.875,00 843.534,00
C. Verbindlichkeiten
1. Mitarbeiterdarlehen 32.858,39 36.373,42
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 590.561,11 567.085,99
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.329.307,60 4.681.838,35
4. Sonstige Verbindlichkeiten 94.313,61 119.406,95
5.047.040,71 5.404.704,71
D. Rechnungsabgrenzungsposten 304.260,46 507.099,94
6.780.094,17 7.252.350,12

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2019

2019
EUR
Vorjahr
EUR
1. Rohergebnis 4.818.250,02 4.375.813,75
2. Vertriebskosten -1.993.833,03 -1.940.636,79
3. Allgemeine Verwaltungskosten -1.494.276,18 -1.398.205,30
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -145.659,55 -56.788,11
5. Betriebsergebnis 1.184.481,26 980.183,55
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -10.994,97 -11.883,38
(davon verbundene Unternehmen: EUR 3.567,07; Vj.: EUR 3.534,68)
7. Finanzergebnis -10.994,97 -11.883,38
8. Latente Steuern 52.918,00 0,00
9. Ergebnis nach Steuern 1.226.404,29 968.300,17
10. Sonstige Steuern -1.405,00 -1.650,00
110. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn -1.219.092,76 -966.650,17
12. Jahresüberschuss 5.906,53 0,00
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 47.011,47 47.011,47
14. Bilanzgewinn 52.918,00 47.011,47

Anhang für das Geschäftsjahr 2019

der Franzis Verlag GmbH

Die Franzis Verlag GmbH mit Sitz in Haar ist unter der Nummer HRB 119930 im Handelsregister des Amtsgerichts München eingetragen.

A. Bewertungsänderung

Bei den fertigen Erzeugnissen und Waren wurde die Bewertung hinsichtlich des zugrundegelegten Abschlagswertes für zu berücksichtigende Freiexemplare aufgrund der Veränderung des Produktportfolios im Gj. von 5% auf 2% geändert. Hierdurch ist das Vorratsvermögen um EUR 27.300,00 höher als auf Basis der bisherigen Berechnung bewertet.

B. Rechnungslegungsgrundsätze und allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte nach den Bestimmungen der handelsrechtlichen Vorschriften des HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Aufgrund der Aufhebung des Ergebnisabführungsvertrags zum 31. Dezember 2019 wurden im Geschäftsjahr 2019 erstmals aktive latente Steuern auf Ebene der Franzis Verlag GmbH im Rahmen der Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB angesetzt. Aus dem Ansatz der aktiven latenten Steuern ergibt sich eine korrespondierende Ergebniserhöhung in Höhe von EUR 52.918,00.

Aus der Aktivierung der aktiven latenten Steuern (EUR 52.918,00) verbleibt nach Verrechnung mit den Rücklagen und dem Gewinnvortrag i. S. des § 268 Abs. 8 HGB (EUR 47.011,47) ein Betrag in von TEUR 5.906,53, der nach § 268 Abs. 8 HGB i. V. m. § 301 AktG abführungsgesperrt ist.

Abweichend vom Gliederungsschema nach § 266 HGB wurden Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern nach § 265 Abs. 6 HGB gesondert unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Abweichend vom Gliederungsschema nach § 275 Abs. 3 HGB wurde die Gewinn- und Verlustrechnung um die Posten Betriebs- und Finanzergebnis erweitert.

Abweichend vom Gliederungsschema nach § 275 Abs. 3 HGB wird der Aufwand bzw. Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern in der Gewinn- und Verlustrechnung nach § 265 Abs. 5 HGB gesondert und nicht unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" ausgewiesen.

Mit Ausnahme der Bewertungsänderung bei den Vorräten sowie dem erstmaligen Ansatz aktiver latenter Steuern auf Ebene der Organgesellschaft entsprechen Ausweis, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses den Vorjahresgrundsätzen.

Das Anlagevermögen wird mit den um planmäßige Abschreibungen verminderten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Bei immateriellen Vermögensgegenständen werden die Abschreibungen linear und zeitanteilig ermittelt. Bei den Sachanlagen werden die Abschreibungen linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis dreizehn Jahren vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibung Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibung im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.

Die Vorräte sind mit den angefallenen Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder mit den niedrigeren beizulegenden Werten vom Abschlussstichtag bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbaren Ausfallrisiken wird durch Wertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen.

Die Pensionsverpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß der Projected Unit Credit Method angesetzt. Dabei wurden ein Zinssatz von 2,79%, ein Rententrend von 1,5% sowie eine erwartete Lohn- und Gehaltssteigerung von 0% zugrunde gelegt. Zudem wurden die Richttafeln 2018 G nach Prof. Klaus Heubeck verwendet. Aus der Abzinsung der Rückstellung für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2019 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre eine Verminderung der Rückstellung für Pensionen in Höhe von Euro 9.646,00. Diese sind nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Betrages angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Gewinn und Verlustrechnung wurde wie im Vorjahr nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

C. Grundlagen für die Währungsumrechnung

Im Jahresabschluss sind Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bzw. unter Berücksichtigung des Imparitätsprinzips mit dem Stichtagskurs bewertet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger sind Forderungen und Verbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Die Aufwendungen und Erträge wurden mit den Tageskursen umgerechnet.

D. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 284 Abs. 3 HGB ergibt sich wie in der Anlage 3a zum Anhang dargestellt. Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Betandteil des Anhangs.

2. Vorräte

31.12.2019
EUR
Vorjahr
EUR
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 166.480,94 248.526,77
Fertige Erzeugnisse und Waren 1.052.132,53 1.597.800,00
Geleistete Anzahlungen 110.775,37 180.220,77
1.329.388,84 2.026.547,54

3. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

31.12.2019
EUR
Vorjahr
EUR
Forderungen 3.653.968,24 3.159.513,49
Wertberichtigung aufgrund von Remissionen -249.700,00 -248.900,00
Pauschalwertberichtigung -32.000,00 -27.000,00
3.372.268,24 2.883.613,49

4. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

31.12.2019
EUR
Vorjahr
EUR
WEKA MEDIA PUBLISHING GmbH 147.965,17 152.245,65
WEKA Fachmedien GmbH 139.852,61 131.336,09
WEKA BUSINESS MEDIEN GmbH 25.236,35 17.304,53
fotocommunity GmbH 0,00 1.678,00
313.054,13 302.564,27

Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 313.054,13 (i. V. EUR 302.564,27) enthalten.

5. Aktive Rechnungsabgrenzung

31.12.2019
EUR
Vorjahr
EUR
88.742,60 94.067,70

Der Posten betriftt im Wesentlichen Wartungsverträge und Beiträge zu Versicherungen.

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

31.12.2019 Gesamt
EUR
bis zu 1 Jahr 1 Jahr
EUR
über 1 Jahr 1 Jahr
EUR
über 1 Jahr 5 Jahr
EUR
Mitarbeiterdarlehen 32.858,39 19.912,09 12.946,30 3.076,22
Vorjahr 36.373,42 20.950,01 15.423,41 4.306,66
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 590.561,11 590.561,11 0,00 0,00
567.085,99 567.085,99 0,00 0,00
Vorjahr
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 4.329.307,60 4.329.307,60 0,00 0,00
Vorjahr 4.681.838,35 4.681.838,35 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 94.313,61 93.688,93 624,68 0,00
Vorjahr 119.406,95 118.157,59 1.249,36 0,00
- davon aus Steuern: 61.588,74 EUR (Vj: 60.347,80 EUR)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 7.369,73 EUR (Vj: 7.763,28 EUR)
5.047.040,71 5.033.469,73 13.570,98 3.076,22
Vorjahr 5.404.704,71 5.388.031,94 16.672,77 4.306,66

7. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

31.12.2019
EUR
Vorjahr
EUR
Verbindlichkeiten ggü. WEKA Holding GmbH & Co. KG 4.327.284,26 4.679.346,48
Verbindlichkeiten ggü. fotocommunity GmbH 2.023,34 2.491,87
4.329.307,60 4.681.838,35

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 372.749,54 (i. V. EUR 168.783,26) ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit EUR 4.327.284,26 (i. V. EUR 4.679.346,48) die Gesellschafterin. Hiervon resultieren EUR 370.726,20 (i. V. EUR 166.291,39) aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

8. Passive Rechnungsabgrenzung

31.12.2019
EUR
Vorjahr
EUR
304.260,46 507.099,94
Der Posten enthält einen Baukostenzuschuss und einen Zuschuss für mietfreie Zeit.

9. Cash-Pooling

Die Gesellschaft hat mit Vertrag vom 29. Juli 1997 mit der Firma WEKA Holding GmbH & Co. KG die Teilnahme am Cash Pooling vereinbart. Sofern die Gesellschaft Konten bei den Kreditinstituten unterhält, die in das Verfahren einbezogen sind, werden die Kontensalden der Gesellschaft täglich durch die Firma WEKA Holding GmbH & Co. KG übernommen. Die daraus entstehenden Forderungen bzw. Verbindlichkeiten zwischen der Gesellschaft und der Firma WEKA Holding GmbH & Co. KG werden mit einem variablen Zinssatz in Höhe des am Ersten eines Quartals festzustellenden Euro Tagesgeldsatz EONIA verzinst. Ist der für das Quartal maßgebliche EONIA kleiner als 0,10%, wird als Zinsuntergrenze ein Zinssatz von 0,10% vereinbart.

II. Gewinn- und Verlustrechnung

1. Personalaufwand

2019
EUR
Vorjahr
EUR
a) Löhne und Gehälter 3.858.242,70 3.785.482,45
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung
659.962,79 646.394,31
- davon für Altersversorgung EUR 21.901,97
Vorjahr EUR 24.924,65
4.518.205,49 4.431.876,76

2. Aufwand und Ertrag aus der Währungsumrechnung

2019
EUR
Vorjahr
EUR
a) Aufwand 5.717,89 2.889,67
b) Ertrag 633,38 2.334,97

Aus der Währungsumrechnung ergibt sich ein unrealisierter Ertrag in Höhe von EUR 288,53 sowie ein unrealisierter Aufwand in Höhe von EUR 5.084,79.

3. Zinsaufwand

2019
EUR
Vorjahr
EUR
aus Gesellschafter-Darlehen ggü. WEKA Holding GmbH & Co. KG 3.567,07 3.534,68

4. Aufwand aus der Aufzinsung von Rückstellungen

2019
EUR
Vorjahr
EUR
Aufwand 4.829,00 5.743,00

E. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Restlaufzeit 2020 jährlicher Gesamtbetrag
Betrag
EUR
EUR
Verpfl. aus Vertragsangeboten 19 Monate 0,00 0,00
Leasingverpflichtungen 15 Monate 87.360,00 109.200,00
Dienstleistungsverträge 12 Monate 93.000,00 93.000,00
Logistikverträge 0,00 0,00
1.538.060,00 2.238.750,00
davon Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen 93.000,00 EUR

2. Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt:

2019 Vorjahr
kaufmännische Angestellte 65 63
gewerbliche Arbeitnehmer 0 0

3. Organe der Gesellschaft

Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren folgende Personen als Geschäftsführer tätig:

Herr Kurt Skupin, Haar, Vorsitzender der Geschäftsführung

Herr Jörg Warnken, Hamm, Verlagsleiter

Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

4. Mutterunternehmen

WEKA Holding GmbH & Co. KG, Kissing

5. Einbeziehung in einen Konzernabschluss

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den von der WEKA Holding GmbH & Co. KG, Kissing (D), aufgestellten Konzernabschluss (Ort der Offenlegung: elektronischer Bundesanzeiger) einbezogen. Das Mutterunternehmen, das einen Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die WM-B Vermögensverwaltung GmbH, Kissing (Ort der Offenlegung: elektronischer Bundesanzeiger).

6. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres, die weder in der Bilanz noch in der GuV enthalten sind, haben sich nicht ergeben.

7. Ergebnisverwendungsvorschlag

Auf Vorschlag der Geschäftsführung soll der Bilanzgewinn von EUR 52.918,00 auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

Haar, den 12. März 2020

Franzis-Verlag GmbH

Gez.:

Kurt Skupin

Jörg Warnken

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde in der Gesellschafterversammlung vom 15. April 2020 festgestellt.

Angabe gemäß § 325 Abs. 1b Satz 2 HGB

Die Gesellschafterin beschließt mit Beschluss vom 15. April 2020 den Vortrag des Bilanzgewinns (EUR 52.918,00) auf neue Rechnung.

Anlagenspiegel

Anschaffungs-/ Herstellungskosten
Stand 01.01.2019
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge Umbuchungen (U)
EUR
Stand 31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.599.792,34 45.465,00 0,00 1.645.257,34
1.599.792,34 45.465,00 0,00 1.645.257,34
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 619.544,81 59.596,92 0,00 820.898,44
141756,71 (U)
2. Andere Anlagen, Betriebs- und 3.363.149,16 32.966,53 74.030,88 3.322.084,81
Geschäftsausstattung 0,00
3. Geleistete Anzahlungen und 150.303,47 243.652,48 0,00 252.199,24
Anlagen im Bau -141756,71(U)
4.132.997,44 336.215,93 74.030,88 4.395.182,49
Summe Anlagevermögen 5.732.789,78 381.680,93 74.030,88 6.040.439,83
Abschreibungen
Stand 01.01.2019
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.236.213,34 211.291,00 0,00 1.447.504,34
1.236.213,34 211.291,00 0,00 1.447.504,34
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 125.369,81 143.933,63 0,00 269.303,44
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.446.500,16 347.222,53 52.880,88 2.740.841,81
3. Geleistete Anzahlungen und 0,00 0,00 0,00 0,00
Anlagen im Bau
2.571.869,97 491.156,16 52.880,88 3.010.145,25
Summe Anlagevermögen 3.808.083,31 702.447,16 52.880,88 4.457.649,59
Buchwerte
Buchwert 31.12.2019
EUR
Buchwert Vorjahr
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 197.753,00 363.579,00
197.753,00 363.579,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 551.595,00 494.175,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 581.243,00 916.649,00
3. Geleistete Anzahlungen und 252.199,24 150.303,47
Anlagen im Bau
1.385.037,24 1.561.127,47
Summe Anlagevermögen 1.582.790,24 1.924.706,47

Lagebericht

Franzis Verlag GmbH

Beschreibung und Schwerpunkte der Tätigkeit

Der Geschäftszweck des Unternehmens ist das Verlegen und Vertreiben von Lernpaketen, Bausätzen, Büchern, Adventskalendern und Software.

Die Franzis Verlag GmbH gliedert sich in den operativen Verlagsbereich und die zentralen Dienstleistungen für die WEKA Mediengruppe München (Herstellung, IT, Controlling, Buchhaltung, Personal und Verwaltung).

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung

In 2019 stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt um 0,6 % gegenüber dem Vorjahr, was eine deutliche Abschwächung gegenüber den Vorjahren bedeutet (2018 +1,5 %, 2017 +2,5 %). (Quelle: Pressemitteilung Nr. 018 Destatis vom 15.01.2020)

Der Verbraucherpreisindex stieg in 2019 im Jahresdurchschnitt um 1,4 %, was eine Abschwächung gegenüber dem Vorjahr bedeutet (+1,8 %). (Quelle: Pressemitteilung Nr. 019 Destatis vom 16.01.2020).

Entwicklung im Markt-/Branchenumfeld

Die Gesellschaft ist aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit keiner eindeutigen Branche zuzuordnen. Wir sehen im Markt einen zunehmenden Anstieg im Bereich Adventskalender, auch aufgrund einer Ausweitung des Angebots. Daneben stellt aus unserer Sicht der Bereich der Motorenbausätze weiterhin einen Wachstumsmarkt dar. Dies zeigt sich auch an einem konstanten Anstieg im gesamten Marktsegment Modellbau von EUR 1.280 Mio. in 2018 auf EUR 1.354 Mio. in 2019 in Deutschland (vgl. https://de.statista.com/outlook/14020000/137/modellbau/deutschland; Abrufdatum 11.3.2020). Aufgrund des technologischen Wandels sind dem gegenüber Produkte im Bereich Software, insb. Fotosoftware, rückläufig. Die internen Services für die weiteren Gesellschaften der Weka-Gruppe sind abhängig von der Entwicklung der jeweiligen Gesellschaft.

Geschäftsverlauf/ Produktprogramm

Die Gesellschaft hat den Umsatz im Geschäftsjahr 2019 um einen höheren einstelligen Bereich gegenüber dem Vorjahr gesteigert.

Der Umsatz wurde mit den Produktgruppen Software, Handelsware, Bücher, Lernpaketen, Bausätzen und Adventskalendern generiert.

Aufgrund des technischen Fortschritts durch Smartphone-Fotografie und Verringerung der Bildbearbeitung am Computer-PC, entwickelte sich der Bereich Software weiterhin rückläufig. Der Bereich wurde weiterhin restrukturiert, sodass die Kostenstruktur an die negative Umsatzentwicklung angepasst wurde.

Erwartungsgemäß sanken im Bereich Buch die Umsätze. Der Bereich Fotobuch wurde aufgrund der nachhaltig negativen Entwicklung im Sommer 2019 eingestellt. Im Anschluss wurden Lagerbereinigungen in dieser Produktgruppe durchgeführt. Der Fachbuchbereich wurde neu aufgestellt und entwickelte sich positiv.

Der Programmbereich Handelsware entwickelte sich stabil, wobei aufgrund der Großhändlerfunktion unterdurchschnittliche Margen generiert werden.

Die Bausätze verzeichneten konstanten Umsatz zum Vorjahr. Die Motorenbausätze und allgemeinen Elektronik-Bausätze entwickelten sich weiterhin gut. Beim Jugendprogramm führten hohe Lagerwertabschreibungen und Abverkäufe zu einem negativen Ergebnis.

Im vergangenen Jahr wurde das Sortiment Adventskalender ausgeweitet und wuchs gegenüber dem Vorjahr. Das Sortiment umfasste FRANZIS Adventskalender sowie OEM Adventskalender.

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

2019 2018
Rohergebnis Umsatzerlöse -/- Herstellungskosten 4.818 T€ 4.376 T€
+ sonstige betriebliche Erträge
EBITDA Betriebsergebnis -/- sonstige Steuern + AfA 1.886 T€ 1.678 T€
EBIT Betriebsergebnis -/- sonstige Steuern 1.183 T€ 979 T€
Personalaufwand 4.518 T€ 4.432 T€
Anlagenintensität Anlagevermögen 23,3% 26,5 %
Bilanzsumme
Liquidität 2. Grades monetäres Umlaufvermögen *) 60,6% 48,6 %
kurzfristiges Fremdkapital
Deckungsgrad des gebundenen Vermögens EK + langfristiges Fremdkapital 43,1% 35,4 %
Anlagevermögen
Cashflow vor Steuern Erg. v. St. + AfA + VÄ Pensions-RSt -/- Auflösung Rückstellungen 1.821 T€ 1.603 T€

*) einschließlich Gesellschafterdarlehen aus Cash-Pooling

Ertragslage

Durch den Umsatzzuwachs gegenüber dem Vorjahr ist auch das Rohergebnis gegenüber 2018 um 10,1% auf 4.818 TEUR gewachsen. Das EBIT stieg um 20,9% auf 1.183 TEUR aufgrund des geringen Anstiegs der Personal- und sonstigen Sachkosten, während das EBITDA um 12,3% auf 1.886 TEUR stieg.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich insbesondere aufgrund höherer Abschreibungen im Vergleich zu Neuinvestitionen und des Lagerabbaus verringert. Die Forderungen haben sich aufgrund des starken Endjahresumsatzes im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Erstmals wurden auf Gesellschaftsebene aktive latente Steuern in Höhe von 53 TEUR gebildet.

Die Anlagenintensität ist durch Abschreibungen bei den immateriellen Vermögensgegenständen und geringen Investitionen im Sachanlagenbereich gesunken. Dies ist auch die Ursache für die Erhöhung des Deckungsgrades des gebundenen Vermögens. Der Rechnungsabgrenzungsposten verringert sich jährlich, da hier der Baukostenzuschuss und die mietfreie Zeit für das gemietete Firmengebäude auf die Mietlaufzeit abgegrenzt werden.

Nennenswerte Investitionen gab es bei den Technischen Anlagen und Maschinen. Hier wurden die Werkzeugkosten für den Ford Mustang Motor neu aktiviert.

Finanzlage

Liquidität 2. Grades, Cashflow vor Steuern

Die Liquidität 2. Grades ist durch die höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die Erhöhung des Cashflows vor Steuern ist durch den Jahresergebnisanstieg bedingt. Durch das Cash-Pooling stehen der Gesellschaft ausreichend liquide Mittel zur Verfügung.

Zusammenfassende Würdigung

Der geplante Jahresumsatz wurde im Geschäftsjahr um 8,6% überschritten. Das geplante Jahresergebnis wurde aufgrund erhöhter Herstellungskosten leicht überschritten.

Chancen- und Risikobericht

Chancen

Durch den diversifizierten Produktmix besteht für FRANZIS die Chance auch weitere Vertriebskanäle zu erschließen und damit den Multichannel-Vertrieb noch weiter auszubauen. Die wachsenden Produktkategorien werden zunehmend über neue Vertriebskanäle abgesetzt. Darüber hinaus gewinnt für physische Produkte der eigene E-Commerce stetig an Bedeutung und bietet weitergehende Chancen für eine höhere Marge.

Risiken

Für die zukünftige Entwicklung sind derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken festzustellen. Das Unternehmen verfügt wie oben dargestellt über einen positiven Cashflow und ist über das Cash-Pooling der WEKA-Firmengruppe mit notwendiger Liquidität ausgestattet.

Folgende Risiken wurden identifiziert (von der Bedeutung absteigend sortiert):

• Mögliche Folgen / Fertigungsverzögerungen / Logistikprobleme aufgrund "Coronavirus COVID-19" im Bereich Adventskalender/Bausätze (bis hin zu Lieferausfällen)

• Keine weitere Gewinnung von Lizenzgebern für Bausätze und/oder Adventskalender

• Mögliche Folgen des "Brexits"

• Flächenreduzierung im stationären Einzelhandel (möglicher Umsatzverlust mit bestehenden Top-Kunden)

Die in diesem Lagebericht enthaltenen, in die Zukunft gerichteten Aussagen, beruhen auf Planungen, Annahmen und Schätzungen und sind daher immer nur für den Zeitpunkt gültig, an dem sie gemacht werden und unterliegen naturgemäß Risiken und Unsicherheiten.

Prognosebericht

Für das Jahr 2020 rechnen wir mit einem moderaten Wachstum. Das erwartete Rohergebnis wird in 2020 im gleichen Rahmen wie im Vorjahr ausfallen. Das EBIT wird in 2020 leicht wachsen, da Sondereffekte wie Lagerabverkaufsmaßnahmen geringer ausfallen werden.

Die Produkte von FRANZIS werden eine deutlich größere Zielgruppe ansprechen, da auch diverse Nischenthemen besetzt werden. Daneben wird das Sortiment der Bausätze erweitert, sodass dieser Bereich neben dem Bereich Adventskalender weiterhin wächst. Diese Themen für die Zielgruppe "Männer 50+" werden die rückläufigen Programmbereiche Software und Buch überkompensieren.

Bericht über das interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem

Zur Früherkennung operativer Risiken existieren Berichts- und Kontrollsysteme. Planungs-, Forecast- und Reporting-Tools ermöglichen der Geschäftsführung zeitnahes Controlling.

Ein weiteres Element des Risikomanagements ist das zentrale Versicherungswesen. Dieses soll sicherstellen, dass eine einheitliche Basissicherung in den Bereichen Sach- und Haftpflichtversicherung gegeben ist. Zusätzliche Risiken werden nach Kosten- und Nutzenabwägung versichert.

 

Haar, 12.03.2020

Franzis Verlag GmbH

Geschäftsführung

Herr Skupin

Herr Warnken

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Franzis Verlag GmbH, Haar

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Franzis Verlag GmbH, Haar, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Franzis Verlag GmbH, Haar, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 12. März 2020

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Manuela Pointl, Wirtschaftsprüferin

Josef Eberl, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

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