BÄREN-APOTHEKE, Politynski & Englert oHG
Selbe AdresseEinzelhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Georg Markus Appel seit 20.12.2024 | Geschäftsführer |
Wolfgang Hans-Peter Schell seit 3.4.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 50.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MEA Metal Applications GmbHAichachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022der MEA Metal Applications GmbH, AichachA. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Geschäftstätigkeit der MEA Metal Applications GmbH (im Folgenden "MEA MA" oder "Gesellschaft" genannt) umfasst den Vertrieb von Metallprodukten und Schiebebeschlägen. Die Geschäftstätigkeit ist organisatorisch in die Produktsegmente Gitterroste und Schiebebeschläge gegliedert. Die Gesellschaft fungiert als Holding des Metal Applications Geschäfts. Das Unternehmen wird grundsätzlich von Aichach aus betrieben. Darüber hinaus werden Produktions- bzw. Vertriebsgesellschaften in Deutschland, Frankreich, Tschechien und Rumänien unterhalten. Die Gesellschaft realisiert einen wesentlichen Anteil des Umsatzes mit von Tochterunternehmen bzw. verbundenen Unternehmen bezogenen und dort hergestellten Produkten. 2. Forschung und Entwicklung Gegenstand der Entwicklungstätigkeit ist die normen- und zulassungskonforme Entwicklung von Gitterrosten und Schiebebeschlägen und entsprechender Zubehörteile. Der wichtigste Pfeiler der Innovationskraft ist das Team aus hochqualifizierten Mitarbeitenden. Insgesamt blieb die Mitarbeiterzahl in Forschung und Entwicklung im Jahr 2022 (5 Vollzeitkräfte) auf Vorjahresniveau. Damit wurden die entsprechenden Aufwendungen in 2022 auf dem hohen Niveau des vergangenen Jahres gehalten. B. Wirtschaftsbericht 1 1. Weltwirtschaft Die Weltwirtschaft hat sich seit Beginn des Jahres 2022 merklich abgekühlt. Der russische Angriff auf die Ukraine hat zu einem starken Anstieg des geopolitischen Risikos und der wirtschaftlichen Unsicherheit geführt. Für das Jahr 2022 rechnet der Sachverständigenrat mit einem Weltwirtschaftswachstum von 2,8 %. Durch die ausbleibenden Gaslieferungen aus Russland sind die Energiepreise auf den Weltmärkten deutlich gestiegen, was die ohnehin erhöhten Produktionskosten der Unternehmen und die Verbraucherpreisinflation zusätzlich angeheizt haben. Zudem wurden die Lebensmittelpreise auch durch Dürreperioden in Europa sowie Mittel- und Südamerika in die Höhe getrieben. Im Frühjahr 2022 wurde die Weltkonjunktur noch durch die gestiegene Zahl an Corona-Infektionen, insbesondere in China, und den damit einhergehenden Produktionsausfällen und Lieferengpässen belastet. Viele Zentralbanken haben als Reaktion auf die hohen Inflationsraten die Leitzinsen deutlich erhöht. Das Wirtschaftswachstum in den USA hat sich im Berichtszeitraum mit voraussichtlich 1,9 % abgekühlt. Die US-Wirtschaft expandierte zuletzt, nachdem das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in den ersten beiden Quartalen 2022 sank. Maßgeblich getragen wurde das Wachstum durch Exporte und Dienstleistungen. Im Inland wurden zinsabhängige Investitionen im privaten Wohnungsbau und im Gewerbebau durch die voranschreitende Straffung der Geldpolitik belastet. Im September 2022 betrugt die Verbraucherpreisinflation 8,2% gegenüber dem Vorjahresmonat. Die privaten Konsumausgaben expandierten moderat und wurden dabei von der guten Arbeitsmarktlage unterstützt. Die Arbeitslosenquote fiel im September 2022 auf 3,5 %, jedoch liegt die Erwerbsquote noch immer etwa 1 Prozentpunkt unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie. Für das Vereinigte Königreich rechnet der Sachverständigenrat mit einem BIP-Wachstum von 4,2 % im Jahr 2022. Allerdings nahm die wirtschaftliche Dynamik im Verlauf des Jahres 2022 ab. Der Dienstleistungssektor sowie das Baugewerbe haben sich stützend auf das Wirtschaftswachstum ausgewirkt, wohingegen die Einzelhandelsumsätze sowie die Industrieproduktion zurückgingen. Im September 2022 betrug die Verbraucherpreisinflation 10,1 % gegenüber dem Vorjahresmonat, der höchste Stand seit 40 Jahren. Hauptursächlich hierfür waren gestiegene Energiepreise, sonstige Wohnkosten und Lebensmittelpreise. Die Ankündigung erheblicher Steuersenkungen hat im September 2022 zu einem starken Anstieg der Staatsanleihezinsen geführt und Pensionsfonds in Schwierigkeiten gebracht. Trotz Rücknahme der Steuersenkungen und des Rücktritts der Premierministerin dürften die Unsicherheiten über die weitere Entwicklung des öffentlichen Haushalts hoch bleiben und die Finanzierungskonditionen der Unternehmen verschlechtern. Die Konjunktur im Euro-Raum zeigte sich im Jahr 2022 zweigeteilt. Während im ersten Halbjahr noch positive Impulse vorlagen, haben sich die konjunkturellen Aussichten ab Sommer 2022 erheblich verschlechtert. Für den Berichtszeitraum prognostiziert der Sachverständigenrat einen Anstieg des preis- und kalenderbereinigten BIP im Euro-Raum um 3,3%. Das kräftige Wachstum ist vor allem auf das erste Halbjahr sowie einem statistischen Überhang aus dem Vorjahr zurückzuführen. Im zweiten Halbjahr dominierten die negativen Auswirkungen aus dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, der Kaufkraftverlust infolge der hohen Inflationsraten sowie die sich abkühlenden Weltwirtschaft den Euro-Raum. Die Erdgansversorgungslagen und Lieferkettenstörungen wirken sich unterschiedlich auf die heterogenen Wirtschaftsstrukturen des Euro-Raums aus, was sich ebenso in einer abweichenden konjunkturellen Entwicklung der einzelnen Mitgliedsstaaten widerspiegelt. Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) zeigt für den Euro-Raum im September 2022 eine Inflationsrate von 9,9% im Vergleich zum Vorjahresmonat. Auch hier zeigt sich ein deutliches Gefälle zwischen den Mitgliedsstaaten. Während in den baltischen Mitgliedsstaaten, insbesondere in Estland mit 24,1 %, die Inflation ihren höchsten Wert zeigt, liegt Frankreich mit einer Rate von 6,2 % am niedrigsten. Angesichts der massiv gestiegenen Inflationsraten hat die EZB seit dem Sommer ihre Geldpolitik zunehmend gestrafft und den Leitzins bis Ende des Jahres 2022 auf 2% angehoben. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote im Euro-Raum lag mit 6,6 % deutlich unter dem Vorjahresmonat (7,5%). Die seit Anfang des Jahres 2021 in vielen Mitgliedsstaaten stark angestiegenen Quoten an offenen Stellen deuten auf eine Verknappung der Arbeitskräfte im Euro-Raum hin. 2. Deutschland Nachdem die deutsche Wirtschaft im Frühjahr 2022 infolge der Erhöhung der privaten Konsumausgaben von der Pandemie noch gewachsen war, dämpfte der russische Angriffskrieg auf die Ukraine den Aufschwung. Der Sachverständigenrat rechnet für das Gesamtjahr 2022 mit einem realen Wirtschaftswachstum von 1,7%. Die gestiegenen Energiepreise haben die Produktion der energieintensiven Industriezweige deutliche reduziert und zu Kaufkraftverlusten bei den privaten Haushalten geführt. Während sowohl der Staatskonsum als auch die Ausrüstungsinvestitionen wuchsen, standen die Bauinvestitionen unter dem Druck von Fachkräfteengpässen, hohen Materialpreisen und verschlechterten Finanzierungsbedingungen. Im September 2022 sind die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe um 22,6% im Vorjahresvergleich eingebrochen. Für das Verarbeitende Gewerbe wird mit einem Wachstumsbeitrag von 0,2% gerechnet. Bedingt durch Lieferengpässe haben sich auch die Exporte schwächer entwickelt, was zu einem geringen Wachstum im Außenhandel führte. Trotz der konjunkturellen Eintrübung zeigt sich der Arbeitsmarkt in Deutschland robust. Der Beschäftigungsaufbau setzte sich im Jahresverlauf fort und die Arbeitslosenquote befand sich im September auf einem niedrigen Niveau von 5,4%. Die Tarifdienste liegen trotz hoher Inflation nur 2,3% über dem Vorjahr. Die Tarifdynamik war dabei vor allem durch Sonderzahlungen geprägt. Im Oktober 2022 betrug die Verbraucherpreisinflation in Deutschland erstmals seit den frühen 1950er-Jahren 10,4% im Vergleich zum Vorjahresmonat. Business Gitterroste Der Markt für Gitterroste war in 2022 von einem stabilen Auftragsniveau in den von uns bearbeiteten Regionen geprägt. Die Gesellschaft war nach den Zahlen des Gitterrostverbandes und des Verbandes für Lager- und Betriebseinrichtung (Regalroste) mit dem erzielten Umsatzwachstum leicht über Marktniveau. Dieses Wachstum begründet sich im Wesentlichen aus der Weiterleitung von höheren Materialpreisen und Energiekosten. Business Schiebebeschläge Der Markt im Sektor für Schiebebeschläge war in 2022 geprägt durch die Vorzieheffekte aus den Jahren 2020 und 2021. So war z.B. der Markt für landwirtschaftliche Hallenbauten im Geschäftsjahr 2022 deutlich geringer als im Vorjahr. 3. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2022 war durch eine Reihe negativer Einflüsse geprägt. Der Krieg in der Ukraine, die hohe Kosteninflation (insbesondere auf Rohstoffe, Energie und Logistik), Störungen von Logistik- und Lieferketten und historisch starke Zinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank beeinflussten den Markt, insbesondere in der ersten Jahreshälfte, stark. Als Reaktion auf die stark gestiegenen Rohstoffe und Energiekosten hat die MEA die Verkaufspreise deutlich angehoben, was zu einem deutlichen Brutto-Umsatzanstieg führte. Insgesamt konnte so ein Rohertrag leicht über Vorjahresniveau erzielt werden. Das EBIT ist von -4.174 T€ (-15,9% der Brutto-Umsatzerlöse) in 2021 auf-3.282 T€ (-9,8% der Brutto-Umsatzerlöse) gestiegen. Besondere Schäden bzw. Unglücksfälle waren nicht zu verzeichnen. 4. Lage a) Wesentliche zur internen Steuerung verwendete Leistungsindikatoren Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung der Gesellschaft sind der Brutto-Umsatz und das EBIT ("earnings before interest and tax"). b) Vermögens-Finanz- und Ertragslage Der Brutto-Umsatz stieg im Geschäftsjahr auf 34,2 Mio. € (Vj.: 27,2 Mio. €). Dies entspricht einem Anstieg von +7,1 Mio. € bzw. +26 %. Der Anstieg ist im Wesentlichen begründet in der Weiterleitung von höheren Rohstoff- und Energiekosten. Im Geschäftsjahr wurde ein Rohertrag von 5,9 Mio. € erwirtschaftet (Vj: 5,8 Mio. €). Die Personalkosten liegen mit 2,2 Mio. € auf Höhe des Vorjahres. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind ggü. Vorjahr deutlich um 1,0 Mio. € auf 6,9 Mio. € gesunken, insbesondere wegen Transferpreisausgleichszahlungen. Kosten für Verpackungsmaterial (+0,1 Mio. €) sowie Ausgangsfrachten (+0,2 Mio. €) liegen aufgrund von Kosteninflation über Vorjahr. Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um +491 T€ auf 440 T€ verbessert. Der Grund dafür ist die Dividendenausschüttung der Upuanel s.r.o. in Höhe von 453 T€. Das EBIT ist von -4.174 T€ (-15,9% der Brutto-Umsatzerlöse) in 2021 auf -3.282 T€ (-9,8% der Brutto-Umsatzerlöse) gestiegen. Die geringeren Transferpreisausgleichszahlungen führten zur Ergebnisverbesserung. Die Gesellschaft weist vor dem Hintergrund der Cash-Poolfinanzierung und ihrer Einbindung in die MEA-Gruppe eine stabile Vermögens- und sichere Finanzlage auf. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die externen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 0,30% der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden. Die Eigenkapitalquote hat sich von 43,1% auf 34,1% reduziert. Die wesentliche Einflussgröße für die negative Veränderung ist der Jahresfehlbetrag im Jahr 2022. Langfristige Anlagen sind durch das Eigenkapital gedeckt. Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Ersatzinvestitionen aus Eigenmitteln erfolgten kontinuierlich nach Plan, wie in allen Geschäftsjahren zuvor. 5. Gesamtaussage Trotz der Belastung durch die Effekte aus der Kosteninflation, insbesondere auch der stark gestiegenen Stahl- und Zinkpreise, erzielt die Gesellschaft im Geschäftsjahr ein EBIT mit deutlicher Verbesserung gegenüber Vorjahr, liegt damit aber unter dem Niveau aus Vorkrisenjahren. Daher kann das erwirtschaftete EBIT als nicht zufriedenstellend bezeichnet werden. C. Prognose, Risiko- und Chancenbericht 1. Prognosebericht 2 Derzeit überwiegen die Abwärtsrisiken für den realwirtschaftlichen Ausblick deutlich. Für die Weltwirtschaft im Jahr 2023 rechnet der Sachverständigenrat daher nur mit einem Wachstum von 1,9%. Im Krieg in der Ukraine gibt es keine Anzeichen für eine schnelle Entspannung. Voraussichtlich werden die Sanktionen gegenüber Russland fortbestehen, aber die Gaslieferungen aus Russland nach Europa nicht vollständig eingestellt werden. Für Europa und Asien zeichnen sich auf den Future-Märkten in der mittleren Frist keine Preisrückgänge ab. Die Erdgaspreise in Europa und Asien dürften daher im Verlauf des Jahres 2023 weiter auf hohem Niveau und sehr volatil bleiben - mit einer leichten saisonalen Entspannung im Sommer 2023. Im Extremfall ist eine Gasmangellage in Deutschland nicht auszuschließen, was weitreichende Produktionsausfälle in der energieintensiven Industrie sowie einen Anstieg der Arbeitslosigkeit sowie des Insolvenzgeschehens zur Folge hätte. Daneben würde die Kaufkraft der Haushalte ebenfalls stärker belastet werden. Ein milder Winter, schnellere Substitutionen der Gasliefermöglichkeiten sowie umfassende Sparanstrengungen könnten die Situation hingegen entspannen. Weiterhin stabilisierend würde sich die zusätzliche Bereitstellung von Stromerzeugungskapazitäten in Deutschland, etwa durch Kern- und Kohlekraftwerke sowie erneuerbare Energien auswirken. Die zunehmende Überwälzung der Energiegroßhandelspreise auf die Verbraucher wird zu Kaufkraftverlusten führen. Für Deutschland rechnet der Sachverständigenrat mit einer sinkenden Sparquote der privaten Haushalte, um den privaten Konsum zu stabilisieren. Ebenso stützend auf den Konsum dürften sich ein weiterhin stabiler Arbeitsmarkt, die Entlastungspakete und die Gaspreisbremse auswirken. Nachlassende Lieferengpässe und ein teilweiser Abbau des hohen Auftragsbestandes dürften die Exporte und die Investitionen in Deutschland etwas anschieben. Die strengeren globalen geldpolitischen Rahmenbedingungen werden sich auf die Konjunktur auswirken und die Nachfrage dämpfen, was in der Folge die Inflationsdynamik abschwächen sollte. Dennoch besteht das Risiko einer Verfestigung der Verbraucherpreisinflation. Die mittel- bis langfristigen Inflationserwartungen könnten weiter ansteigen und sich ebenso in einem beschleunigten Lohnwachstum zeigen. Eine darauffolgende weitere Straffung der Geldpolitik könnte das Wirtschaftswachstum und die Finanzstabilität noch deutlicher beeinträchtigen. Ein stärkerer US-Dollar würde zudem die Bedingungen von Zinszahlungen und Refinanzierungen für die in US-Dollar verschuldeten Schwellenländer deutlich verschlechtern. Die Corona-Pandemie stellt weiterhin ein Abwärtsrisiko für das globale Wirtschaftswachstum dar. Erneute Corona-Infektionswellen und Virusvarianten könnten zu krankheitsbedingten Ausfällen und Konsumzurückhaltung führen. Inwieweit der Krieg in der Ukraine sich weiterhin auf die wesentlichen Kennzahlen (Umsatz und EBIT) auswirken wird lässt sich aufgrund der dynamischen Lage aktuell nicht abschließend einschätzen. Da die Gruppe über keine Produktionskapazitäten in Russland und der Ukraine verfügt und ebenfalls keinen wesentlichen Umsatz mit den beiden Ländern abwickelt wird das direkte Risiko auf die Leistungsindikatoren als etwas geringer angesehen. Der negative Einfluss auf globale Lieferketten sowie eventuell weiterhin volatile Rohstoff- und Energiepreise und die globale Inflation werden sicherlich weiterhin ihre Spuren hinterlassen. Trotzdem geht die Geschäftsleitung davon aus, dass sich der Brutto-Umsatz im Geschäftsjahr 2023, aufgrund von positiver Prognose für relevante Kundensegmente (z.B. Lager und Logistik) und ggfs. Nachholeffekte, verglichen mit dem Brutto-Umsatz im Geschäftsjahr 2023 weiter positiv entwickelt und leicht über dem Vorjahresniveau liegen wird. Beim EBIT wird eine deutliche Verbesserung zu Vorjahr auf Basis eingeleiteter Effizienzmaßnahmen sowie geringerer Volatilität in den Preisen für Rohstoffe und Energie geplant. Die Finanzierung der Gesellschaft durch die Muttergesellschaft wird als gesichert angesehen, da diese eine erweiterte Finanzierungsstruktur mit den Konsortialbanken vereinbart und umgesetzt hat. Die Gesellschaft wird auch zukünftig in der Lage sein, ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Aufgrund der aktuellen Planung und der ergriffenen Maßnahmen ist dementsprechend die kurz- und mittelfristige Liquidität gesichert. Aufgrund der aktuellen geopolitischen Verwerfungen und damit zusammenhängenden Inflationseffekten sind Planungen mit gewissen Unsicherheiten belegt. Aktuell besteht keine Veranlassung von der bisherigen Planung abzuweichen. Risiken der künftigen Entwicklung liegen weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld und volatilen Rohstoffpreisen und Energiekosten. Vor dem Hintergrund der finanziellen Stabilität sieht sich das Unternehmen für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. 2. Risikobericht Internes Kontrollsystem Das interne Kontrollsystem beinhaltet die Gesamtheit aller vom Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, die zu einem systematischen und transparenten Umgang mit Risiken führen. Die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem trägt der Vorstand. Alle Strategischen Geschäftseinheiten sind über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation eingebunden. Die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sowie der Aufbau- und Ablauforganisation sind einheitlich geregelt. Das zentral und dezentral eingerichtete Controlling liefert die Basis für die Überwachung der vom Vorstand vorgegebenen Risikopolitik, die Kapitalplanung und das Liquiditätsrisiko sowie die Überwachung des Markt- und Geschäftsrisikos. Es wird ein jährliches Budget erstellt, welches durch monatliche Ergebnisberichte, ergänzt durch ein Reporting zu Projekten und ein laufendes Ergebniscontrolling, die Risikoüberwachung ermöglicht. Darüber hinaus wird ebenfalls eine Mittelfristplanung erstellt. Das Risikomanagement ist über definierte Informationssysteme in die betrieblichen Abläufe eingebunden und wird sowohl als Teil der strategischen, als auch der operativen Führung verstanden. Risikobeurteilungen werden der MEA-Gruppenstruktur folgend primär auf Ebene der Strategischen Geschäftseinheiten (bei der Gesellschaft die SGE Metal Applications) durchgeführt. Die Beurteilung der Risiken richtet sich nach deren Eintrittswahrscheinlichkeit und dem potentiellen Schadensausmaß. Schäden werden in die Risikoklassen niedrig, mittel und hoch klassifiziert. Die Bewertung des potenziellen Schadensausmaßes basiert auf definierten Schadensklassen und KPIs der Gesellschaft. Im Rahmen des Risiko-Management-Prozesses werden Risiko-Work-Shops vorgenommen, in denen neue Risiken erfasst und Maßnahmen zu bestehenden Risiken aktualisiert werden. Im Folgenden werden Risiken, die nicht separat qualifiziert werden, hinsichtlich ihres Schadensausmaßes und ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit als niedrig bis mittel eingestuft. Risiken Die Dynamik der Ereignisse im Zusammenhang mit dem Coronavirus ist mittelweile deutlich besser einzuschätzen, jedoch sind verlässliche Prognosen zur lokalen wie auch globalen Entwicklung in 2023 mit einer gewissen Unsicherheit verbunden. Der Krieg in der Ukraine kann zu weiteren, bisher nicht absehbaren, Risiken führen. Infolgedessen ist es möglich, dass die für die Zukunft definierten Ziele verfehlt werden. Insbesondere die Inflation und Entwicklung der Energiepreise können wachstumshemmend sein. Grundsätzlich wird erwartet, dass die Entwicklung der Baukonjunktur mit unterschiedlichen Ausprägungen auf den einzelnen Märkten in 2023 positiv sein wird. Eine Beeinträchtigung von Lieferketten in diesem Segment ist aktuell nicht im größeren Umfang zu erkennen. Inwieweit sich dies auch für die nahe Zukunft so zeigen wird, ist mit deutlicher Unsicherheit verbunden. Die Liquidität ist durch zusätzliche Finanzierungsmaßnahmen auf Ebene der Gesellschafterin abgesichert. Das Management beobachtet die Entwicklung der Liquidität und Finanzkennzahlen aufmerksam. Neben den Absatzmärkten umfasst dies ein enges Monitoring von vor- und nachgelagerten Prozessen, insbesondere die Versorgungssituation durch die Lieferanten sowie die Liquiditätssituation. Ansonsten begegnen wir den einzelnen Risiken wie im Folgenden beschrieben. Branchenspezifische Risiken: Wie in den letzten Jahren, liegen die größten Risiken in den unkalkulierbaren Witterungsbedingungen, der unterschiedlichen Entwicklung der Baukonjunktur in vielen europäischen Ländern, volatilen Rohstoffpreisen und in globalen politischen Risiken. Branchenspezifische und länderspezifische Risiken, wie z. B. die Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, politische und soziale Unruhen oder rechtliche Unsicherheiten können die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und damit die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Daraus können für die Gesellschaft erhebliche Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen. Diesem Risiko wird begegnet durch qualitative und quantitative Mindestanforderungen beim Neugeschäft, risikoorientierte Vertragsgestaltung, Vorgabe von Genehmigungsprozessen und Einzel-Engagement-Überwachung sowie durch Abschluss von Kreditversicherungen und konsequentes Debitorenmanagement. Veränderungen von Marktparametern (z. B. Wettbewerbsposition, Kundenverhalten, rechtliche Rahmenbedingungen, politisches Risiko) können sich negativ auf die Ertragslage auswirken. Die Wettbewerbsrisiken haben aufgrund der rückläufigen Nachfrage im Kerngeschäft in der Branche generell zugenommen. Liquiditäts- und Refinanzierungsrisiko: Zahlungsverpflichtungen nicht termingerecht erfüllen zu können bzw. am Markt keine Refinanzierungsmittel mehr bzw. nur zu unangemessenen Konditionen aufnehmen zu können, sind die wesentlichen finanzwirtschaftlichen Risiken. Diesem Risiko wird durch regelmäßige Liquiditätsanalyse in Form einer Cash-Flow-Planung, die eine vorausschauende Planung des Refinanzierungsbedarfs erlaubt, Rechnung getragen. Laufende Finanzierungen werden im Normalfall besichert. Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, liegen nur unwesentlich vor. Die Liquiditätslage ist sehr zufriedenstellend. Es sind keine Engpässe zu erwarten. Operationelle Risiken: Den Risiken von Verlusten infolge einer Unzulänglichkeit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder infolge externer Ereignisse (absichtlichen, zufällig herbeigeführten oder natürlichen Ursprungs), Risiken im Zusammenhang mit dem Produktionsprozess, Rechtsrisiken, IT-Risiken und Personalrisiken wird durch folgende organisatorische Maßnahmen vorgesorgt:
Über die organisatorischen Maßnahmen hinaus sind - sofern möglich und sinnvoll - Versicherungen abgeschlossen. Strategisches Risiko: Die Gefahr negativer Ergebnisentwicklung aufgrund von geschäftspolitischen Grundsatzentscheidungen ist nicht direkt quantifizierbar und kann letztlich nur in Verbindung mit den vorgenannten Risiken gesehen und kontrolliert werden. Letztlich kann diesem Risiko nur vorbeugend durch regelmäßige Überprüfungen der Geschäftsfeldstrategien Rechnung getragen werden. Die daraus resultierenden strategischen Investitionen werden in einem einheitlichen Genehmigungsprozess ermittelt und ihre Umsetzung kontrolliert. Letztlich handelt es sich dabei aber um ein allgemeines unternehmerisches Risiko, das nur mit der gebotenen kaufmännischen Sorgfalt gesteuert werden kann und wird. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten: Aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit hat die Gesellschaft keinen Bedarf, Marktpreisrisiken mittels Finanzinstrumenten abzusichern. Im Hinblick auf das Ausfall-/ Liquiditätsrisiko bei Forderungsbeständen bestehen zum Teil Liquiditätsrisiken durch verspätete Zahlungen und auch gewisse Ausfallrisiken. Mit dem Ziel der Risikominimierung wird den Liquiditätsrisiken mit straffem Debitorenmanagement und Kreditversicherung begegnet. Das Ausfallrisiko wird reduziert durch betraglich limitierte Maximallieferungen, Abschluss von Kreditversicherungen, Factoring oder Vorauskasse. Geldanlagen erfolgen in Tagesgeld oder konservativen Festgeldern. 3. Chancenbericht Die wesentlichen Opportunitäten liegen sowohl in unserem Marktumfeld als auch intern. Die größte Chance liegt darin, dass wir Kunden aus mehreren Branchen beliefern. Konkret ergeben sich Chancen in vereinzelt sehr stark wachsenden Untersegmenten des Bausektors, wie beispielsweise dem Logistik-/Lagerhausbau in Deutschland. Neben der Entwicklung des Baubereiches ist die allgemeine Konjunkturlage in Verbindung mit der Investitionsbereitschaft in der Industrie sowie des Staates ausschlaggebend für die Entwicklung. Unterzeichnung
Aichach, 4. April 2023 Torsten Wende Dirk Tiemann Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 2022A. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der MEA Metal Applications GmbH (Amtsgericht Augsburg; HRB 13201) wurde gem. § 242 ff. und 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bewertung ist nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 252 bis 256 HGB unter Berücksichtigung der Sondervorschriften für Kapitalgesellschaften nach den §§ 264 bis 283 HGB vorgenommen. Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unverändert zum Vorjahr angewendet. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear auf die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte und Werte (Kundenstamm) werden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear auf die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Zugangsbewertung von Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens erfolgt höchstens zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt. Die Folgebewertung des abnutzbaren Sachanlagevermögens ergibt sich aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Im Jahr des Zugangs erfolgte eine zeitanteilige Ermittlung der Abschreibung. Die Abschreibungen wurden in Anlehnung an die in den steuerlichen Abschreibungstabellen (AfA-Tabelle) vorgegebenen Nutzungsdauern linear vorgenommen. Für die Zugänge der geringwertigen Vermögensgegenstände (steuerlich: geringwertige Wirtschaftsgüter) des Sachanlagevermögens werden die steuerlichen Vorschriften zur Bildung eines Sammelpostens und zur Abschreibung auf fünf Jahre auch in der Handelsbilanz angewendet, da diese der tatsächlichen Nutzungsdauer nicht entgegenstehen. Im Finanzanlagevermögen werden Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Geschäftsguthaben bei Genossenschaften ausgewiesen, sofern sie dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Bestimmung der beizulegenden Werte der Anteile erfolgt mit Hilfe des Ertragswertverfahrens auf Basis von Vier-Jahresplanungen. Wesentliche Planungsannahmen betreffen die zu Grunde gelegte Umsatzentwicklung, die Ergebnismarge sowie das Wachstum der ewigen Rente. Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses sind wesentliche Änderungen der zu Grunde gelegten Annahmen und Schätzungen nicht erkennbar. Sofern zum Abschlussstichtag bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren Wert vorgenommen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Fremdbezogene fertige Erzeugnisse und Waren werden mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten bewertet. Für fertige Erzeugnisse und Waren erfolgte im Rahmen der sog. retrograden Bewertung zum Abschlussstichtag eine Verlustantizipation durch Vergleich des Verkaufserlöses mit dem am Abschlussstichtag beizulegenden Wert. Zudem fanden Bestandsrisiken, z. B. aus geminderter Verwertbarkeit, durch Gängigkeitsabschreibungen angemessene Berücksichtigung. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Berücksichtigung des Niederstwertprinzips erfolgte für Einzelrisiken durch entsprechende Einzelwertberichtigungen. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden wegen des allgemeinen Kreditrisikos Pauschalwertberichtigungen vorgenommen. Im Geschäftsjahr wurden Forderungen erstmals im Wege des stillen echten Factorings verkauft. Hierdurch reduzierten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 1.482. Flüssige Mittel werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Der Ausweis und die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gem. § 272 HGB. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Pensionsrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Dabei erfolgt die Berechnung gem. § 253 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB auf Basis eines durchschnittlichen Marktzinses mit einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren (1,78 %), der von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe der entsprechenden Rechtsverordnung ermittelt und monatlich bekannt gegeben wird. Entsprechend § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB n. F. wurde der Diskontierungszinssatz auf Basis der letzten 10 Geschäftsjahre ermittelt. Im Vergleich zu einer Bewertung mit einem Diskontierungssatz auf Basis der letzten sieben Geschäftsjahre ergibt sich ein Unterschiedsbetrag von TEUR 68, welcher der Ausschüttungssperre § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n. F. unterliegt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und ungewisse Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrages wurden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre gem. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst. Die Jubiläumsrückstellung wurde mit dem versicherungsmathematisch ermittelten Barwert unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck, eines Zinssatzes von 1,44 %, einer Fluktuation von 4,43 % sowie eines Gehaltstrends von 2,00 % p.a. gebildet. Verbindlichkeiten wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt. Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag. Das Imparitätsprinzip wird in diesen Fällen nicht beachtet. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag unter Beachtung des Imparitätsprinzips, so dass zum Abschlussstichtag bestehende Kursverluste aufwandswirksam berücksichtigt werden, Kursgewinne aber nicht. C. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Der innerhalb der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände enthaltene Kundenstamm wird über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauer resultiert aus der Einschätzung der Geschäftsführung aufgrund vergleichbarer branchentypischer Transaktionen. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist als Anlage dargestellt. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen Unter den Finanzanlagen des Anlagevermögens werden folgende Beteiligungen mit einem Anteil am Kapital von mindestens 20 % ausgewiesen:
Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 0 (i. V. TEUR 50) und Forderungen gegenüber der Gesellschafterin, MEA Group GmbH, Aichach, in Höhe von TEUR 4.735 (i. V. TEUR 9.816) enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben in Höhe von 4.813 eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und in Höhe von TEUR 59 eine Restlaufzeit über einem Jahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie auch im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt weiterhin TEUR 2.111 und wird in voller Höhe von der MEA Group GmbH, Aichach, gehalten. Die Pensionsrückstellungen wurden in Höhe des nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Wertes angesetzt. Die Bewertung erfolgte unter Zugrundelegung
Der nicht zugeführte Unterschiedsbetrag aufgrund der geänderten Bewertung der Verpflichtung gemäß Art. 67 Abs. 1 EGHGB beträgt TEUR 35 (2/15 des ursprünglichen Unterschiedsbetrages). Im Geschäftsjahr 2022 wurden TEUR 18 als Aufwand im Posten "sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst. Folgende Rückstellungen von nicht unerheblichem Umfang sind in den sonstigen Rückstellungen enthalten:
Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Liefer- und Leistungsbeziehungen TEUR 4.093 (i. V. TEUR 6.022). Unter den Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin MEA Group GmbH, Aichach, in Höhe von TEUR 85 (i. V. TEUR 41) enthalten. D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung I. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Der Aufwand aus der Aufzinsung von Rückstellungen beträgt TEUR 33 (i. V. TEUR 39). Die Auswirkung der Veränderung des Diskontierungszinssatzes beträgt TEUR 17 und ist ebenfalls als Zinsaufwand erfasst. II. Sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen Erträge aus Währungsumrechnungen ergaben sich in Höhe von TEUR 1 (i. V. TEUR 1). Aufwendungen aus Währungsumrechnungen ergaben wie im Vorjahr auch keine. III. Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen und Erträge betreffen mit TEUR 143 (i. V. TEUR 156) verbundene Unternehmen. Im Geschäftsjahr fand eine Ausschüttung über TEUR 453 von der Upuanel s.r.o. statt. IV. Erträge, die anderen Geschäftsjahren zuzurechnen sind Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 34 (i. V. TEUR 117) ausgewiesen. Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. E. Sonstige Angaben 1. Geschäftsführer Torsten Wende, Diplom-Ingenieur (Bereich Technik), Aichach Hartmut Lieder, Diplom-Kaufmann (Bereich Verwaltung), Nürnberg (bis 6. Oktober 2022) Dirk Tiemann, Diplom-Betriebswirt (FH) (Bereich Verwaltung), München (ab 6. Oktober 2022) Von der Schutzvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht. 2. Außerbilanzielle Geschäfte Die Gesellschaft hat einen Vertrag über stilles echtes Factoring abgeschlossen. Das Factoring führt zu einer Verbesserung der Liquidität und Minderung von Forderungsausfallrisiken. Der Gesamthöchstbetrag in Höhe von EUR 4,5 Mio. kann wahlweise von der Gesellschaft oder einem verbundenen Unternehmen in Anspruch genommen werden. Zum Stichtag wurden durch die Gesellschaft Forderungen in Höhe von TEUR 1.482 verkauft. 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 191 (i. V. TEUR 251). Davon entfallen TEUR 125 auf eine Laufzeit von bis zu einem Jahr und TEUR 66 auf eine Laufzeit von ein bis fünf Jahren. 4. Haftungsverhältnisse Es bestehen Haftungsverhältnisse aus einem Konsortialkredit. Die Gesellschaft haftet als Garantiegeber für Verbindlichkeiten aus dem Konsortialkreditvertrag von verbundenen Unternehmen. Diese valutieren zum 31.12.2022 mit TEUR 22.761. Zudem wurden für den Konsortialkredit Sicherheiten unter anderem für Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen bestellt. Diese umfassen die Verpfändung von Anteilen an der MEA Metal Applications s.r.o., der RAPA s.r.o., der MEA Metal Applications France, der Upuanel s.r.o. (implizit), SAS, IP-Rechten, sämtlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Intercompany-Darlehen und Ansprüchen aus Warenkreditversicherungen sowie Bankguthaben. Diese valutieren zum 31.12.2022 in Höhe von TEUR 5.091. Eine Inanspruchnahme aus den genannten Haftungsverhältnissen wird aufgrund des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse als nicht wahrscheinlich eingeschätzt. 5. Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter
6. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss des Mutterunternehmens Adcuram Building Solutions GmbH, München, einbezogen, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Konzernunternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen wird von der ADCURAM Invest GmbH, München, aufgestellt, welcher im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht wird. 7. GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, das Jahresergebnis 2022 mit dem Gewinnvortrag zu verrechnen. F. Nachtragsbericht Zur Liquiditätssicherung für die kommenden beiden Geschäftsjahre hat die MEA Gruppe, zu der die MEA Metal Applications GmbH gehört, am 22. Februar 2023 einen weiteren Änderungsvertrag zum bestehenden Kreditvertrag mit ihrem Bankenkonsortium unterschrieben. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet.
Aichach, 4. April 2023 MEA Metal Applications GmbH Geschäftsführung Torsten Wende Dirk Tiemann Entwicklung des Anlagevermögens der MEA Metal Applications GmbH, Aichach, im Geschäftsjahr 2022
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die MEA Metal Applications GmbH, Aichach Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MEA Metal Applications GmbH, Aichach - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MEA Metal Applications GmbH, Aichach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 4. April 2023 Ebner
Stolz GmbH & Co. KG
Annette Lang, Wirtschaftsprüferin Julia-Christine Lebherz, Wirtschaftsprüferin Angabe gemäß § 328 HGB bzw. § 325 Abs. 1b S. 2 HGBDer Jahresabschluss der MEA Metal Applications GmbH, Aichach, für das Geschäftsjahr 2022 ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 27. April 2023 festgestellt worden. Die Gesellschafter beschließen für das Geschäftsjahr 2022 den Vortrag des Bilanzgewinns in Höhe von EUR 164.610,35 auf neue Rechnung.
Aichach, 27. April 2023 Die Gesellschafter |
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