Fidelium
GmbH
München
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
I.
Grundlagen des Unternehmens
Umfang der Geschäftstätigkeit und allgemeine
Entwicklung
Der Zweck der Gesellschaft besteht in der kollektiven
Verwaltung von geschlossenen Spezial- AIF im Sinne von §
1 Abs. 5 und 6 KAGB durch Erbringung von Beratungsleistungen
an diese insbesondere hinsichtlich des Erwerbs, die
Verwaltung und die Veräußerung von
Portfoliounternehmen (Private Equity-Beteiligungen). Zum
Geschäftsjahresende berät die Gesellschaft
lediglich die Fidelium Holdings GmbH & Co. KG. Die
Gesellschaft erhält für ihre Beratungsleistungen in
Bezug auf jedes Beteiligungsunternehmen ein jeweils fixes
(volumenunabhängiges) Beratungshonorar. Zum
Geschäftsjahresende verwaltet die Gesellschaft drei
Spezial-AIFs mit insgesamt acht Beteiligungsunternehmen, die
in diversen Branchen mit Fokus auf den europäischen
Markt tätig sind. Im Geschäftsjahr 2023 hat ein von
der Gesellschaft verwalteter Spezial-AIF ein
Beteiligungsunternehmen veräußert und ein
Spezial-AIF hat ein Beteiligungsunternehmen hinzuerworben.
Die Gesellschaft ist nach § 2 Abs. 4 i. V. m. § 44
KAGB als AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft bei der
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
registriert.
II.
Wirtschaftsbericht
1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Das Jahr 2023 war geprägt von der wirtschaftlichen
Erholung nach der Corona-Pandemie. Die weltweite
wirtschaftliche Entwicklung stieg im Jahr 2023 um 3,2 %
gegenüber dem Vorjahr. In Europa (EU 27) betrug der
Zuwachs des Wirtschaftswachstums 0,8 % gegenüber dem
Jahr 2022. Deutschland verzeichnete im gleichen Zeitraum
einen Rückgang seiner Wirtschaftsleistung um -0,3 %.
Quelle: Statistisches Bundesamt
2. Branchenspezifische Rahmenbedingungen
Die anhaltende Inflation und die Reaktion der
Zentralbanken mit Zinserhöhungen beeinflussten das
Private-Equity-Geschäft stark. Höhere
Zinssätze erhöhten die Kapitalkosten und
führten dazu, dass Fremdfinanzierungen für Deals
teurer und schwieriger wurden. Das Volumen der
Private-Equity-Deals ging im Jahr 2023 im Vergleich zu den
Vorjahren zurück. Dies ist auf die wirtschaftliche
Unsicherheit, steigende Zinssätze und höhere
Finanzierungskosten zurückzuführen. Die Bewertungen
blieben insgesamt robust, allerdings mit größerer
Vorsicht bei neuen Investitionen. Die Renditen im
Private-Equity-Bereich waren weiterhin wettbewerbsfähig,
allerdings durch das sich ändernde makroökonomische
Umfeld unter Druck. Auch die Exit-Aktivitäten nahmen ab,
da Investoren vorsichtiger agierten und auf günstigere
Marktbedingungen warteten, um Unternehmen zu verkaufen. Dies
führt zu einem Rückgang der realisierten Gewinne im
Vergleich zu den Rekordjahren.
Quelle: Bain & Company Global Private Equity Report
2024
3. Geschäftsverlauf
Die Gesellschaft hat als Kapitalverwaltungsgesellschaft
mit dem verwalteten AIF für das Ge- schäftsjahr
2023 Beraterverträge abgeschlossen. Auf dieser Basis
werden dem AIF monatlich pauschale Vergütungen in
Abhängigkeit des Beratungsumfangs (gemessen an den vom
AIF ge- haltenen Beteiligungsunternehmen) in Rechnung
gestellt. Die Erbringung der Beratungsleistungen erfolgt
teils durch eigene Mitarbeiter der Gesellschaft, teils durch
Zukauf externer Berater- leistungen. Mit zunehmender
Marktaktivität der Fidelium GmbH in 2023 und dem Erwerb
eines weiteren Beteiligungsunternehmens durch den AIF konnte
die Gesellschaft ihre Geschäftstätigkeit
entsprechend ausweiten und das Umsatzvolumen gegenüber
2022 um rund 949 TEUR deutlich erhöhen.
III.
Darstellung des Geschäftsverlaufes und
Geschäftsergebnisses
1. Vermögenslage
Die Vermögenslage stellt sich im
Vorjahresvergleich wie folgt dar:
|
2023
|
2022
|
Veränderung
|
|
TEUR
|
TEUR
|
in %
|
Bilanzsumme
|
1467
|
1557
|
-5,8%
|
Anlagevermögen
|
56
|
39
|
43,6%
|
Umlaufvermögen
|
1403
|
1514
|
-7,3%
|
davon liquide Mittel
|
826
|
143
|
477,6%
|
Eigenkapital
|
626
|
786
|
-20,4%
|
Eigenkapitalquote
|
42,7%
|
50,5%
|
|
Die Vermögenslage des Unternehmens ist weiterhin
sehr stabil. Die Bilanzsumme hat sich im Berichtsjahr
gegenüber dem Vorjahr um TEUR 90 (-5,8 %) leicht
verringert. Dies ist auf der Passivseite im Wesentlichen auf
den im Berichtsjahr erzielten Jahresüberschuss (TEUR
540) sowie auf eine Ausschüttung (TEUR
700) und eine Verminderung der
Steuerrückstellungen (um TEUR 46) sowie der
sonstigen Verbindlichkeiten (um TEUR 32) bei gleichzeitiger
Erhöhung der sonstigen Rückstellungen (um TEUR 154)
zurückzuführen. Auf der Aktivseite erhöhten
sich vor allem die liquiden Mittel (um TEUR 683) bei
gleichzeitigem Rückgang der im Umlaufvermögen
ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (um
TEUR 68), der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (um
TEUR 662) sowie der sonstigen Vermögensgegenstände
(um TEUR 62). Größte Position des
Umlaufvermögens sind die Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen mit TEUR 505 (34,4%).
2. Finanzlage
Die Liquiditätsstruktur der Gesellschaft ist
gut.
|
2023
|
2022
|
Veränderung
|
|
TEUR
|
TEUR
|
in TEUR
|
Mittelzufluss aus dem
operativen Bereich
|
1.414
|
43
|
1.371
|
Mittelabfluss aus dem
Investitionsbereich
|
-31
|
-26
|
-5
|
Mittelabfluss aus dem
Finanzierungsbereich
|
-700
|
-380
|
-320
|
Veränderung des
Finanzmittelbestandes
|
683
|
-363
|
1.046
|
Finanzmittelbestand am 1.
Januar
|
143
|
506
|
-363
|
Finanzmittelbestand am 31.
Dezember
|
826
|
143
|
683
|
Die Investitionen beinhalten den Erwerb von
entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerblichen
Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten sowie den weiteren
Erwerb von Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
resultiert aus einer vorgenommenen Gewinnausschüttung i.
H. v. TEUR 700.
Die liquiden Mittel betragen zum Jahresende 2023 TEUR
826. Im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 waren
ausreichend liquide Mittel vorhanden, um allen
Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können.
Die Gesellschaft ist fristenkongruent finanziert.
3. Ertragslage
Die Gesellschaft erzielte im
Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse
i. H. v. TEUR 4.823 (i. Vj. TEUR 3.874), welche
fast ausnahmslos aus Beratungs- und
Dienstleistungsvereinbarungen mit Unternehmen der
Fidelium-Gruppe (d.h. Gruppengesellschaften der Fidelium
Holdings GmbH & Co. KG sowie der Fidelium Holdings IIa
GmbH & Co. KG) resultieren. Daneben wurden im
Wesentlichen Erträge aus verrechneten Sachbezügen
(TEUR 22; i. Vj. TEUR 17) ausgewiesen. Den Erträgen
standen im Wesentlichen Personalkosten (TEUR 3.116; i. Vj.
TEUR 1.949), Büro- und
Verwaltungsaufwendungen (TEUR 394; i.
Vj. TEUR 343), bezogene Fremdleistungen
(TEUR 152; i. Vj. TEUR 191), Prüfungs-, Abschluss-,
Rechts- und Beratungskosten (TEUR 61; i. Vj. TEUR 170), Kfz-
und Reisekosten (TEUR 267; i. Vj. TEUR 106), Werbe-,
Repräsentations- und Bewirtungskosten (TEUR
18, i. Vj. TEUR 25) sowie
Ertragssteuern (TEUR 268; i. Vj. TEUR 367)
gegenüber, so dass sich insgesamt ein
Jahresüberschuss von TEUR 540 (i. Vj. TEUR 741) ergibt.
IV.
Risikobericht
Die Gesellschaft berät die Fidelium Holdings GmbH
& Co. KG (AIF) in Bezug auf ihre Unterneh-
mensbeteiligungen. Es werden dabei die folgenden
Risikokategorien identifiziert und separat überwacht:
1. Adressausfallrisiko:
Die Geschäftsrisiken sind im Wesentlichen auf das
Adressausfallrisiko der beratenen Spezial-AIF bzw. deren
Beteiligungsunternehmen (Fidelium-Gruppe) beschränkt,
die Adressausfallrisiken sind daher jederzeit gut zu
kontrollieren. Es besteht ein regelmäßiges
Reporting der Beteiligungsgesellschaften der Fidelium-Gruppe
gegenüber und eine fortlaufende Kommunikation mit
diesen. Die Geschäftsleitung ist damit zu jedem
Zeitpunkt über die laufende geschäftliche
Entwicklung der Fidelium-Gruppe informiert und kann ggf.
unmittelbar im Rahmen des jeweiligen
Beratungsverhältnisses reagieren.
2. Marktpreisrisiko:
Sämtliche mit der Fidelium-Gruppe abgeschlossenen
Beratungs- und Dienstleistungsvereinbarungen (auch solche mit
Gesellschaften außerhalb des Euroraums) sehen eine Ho-
norarzahlung in Euro vor. Ein Wechselkursrisiko wird dadurch
ausgeschlossen. Sonstige Marktpreisrisiken sind nicht
erkennbar.
3. Liquiditätsrisiko:
Die Gesellschaft stellt sicher, dass sie ihre
Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllen kann. Die
Überwachung erfolgt durch einen kontrollierten
Budgetprozess und eine monatliche Liquiditätsplanung.
4. Operationelle Risiken:
Die operationellen Risiken beschränken sich im
Wesentlichen auf Personalrisiken,
Ordnungsmäßigkeitsrisiken, Risiken der
Informationstechnologie sowie Projekt- und
Prozessrisiken. Diese Risiken werden in ihrer Gesamtheit als
gering eingestuft und fortlaufend überwacht.
Operationelle Risiken werden durch die umgesetzten
technischen und organisatorischen Maßnahmen begrenzt.
Im Geschäftsjahr 2023 ist es zu keinen Ordnungswid-
rigkeiten und keinen Störungen der
Informationstechnologie gekommen. Zudem sind keine
Rechtsstreitigkeiten anhängig. Organisationsanweisungen
und Kontrollprozesse stellen sicher, dass Gesetze und andere
rechtliche Anforderungen beachtet werden. Verstöße
sind unverzüglich der Geschäftsleitung zu melden
und zu bereinigen. Das von der Fidelium GmbH
eingesetzte
Risikomanagementsystem erlaubt
stets eine umfassende und objektive
Einschätzung der vorstehend beschriebenen
Risikosituation.
V.
Chancenbericht
Für die Gesellschaft und die von
ihr betreuten AlFs besteht weiterhin ein
gutes Marktumfeld. Hohe wirtschaftliche
Volatilität
beschleunigt regelmäßig die
Entscheidungsprozesse bei Konzernen, sich von
einzelnen, nicht zu ihrem
Kerngeschäft gehörenden bzw.
unprofitablen Geschäfts- bereichen zu
trennen. Hieraus ergeben sich
regelmäßig gute
Investitionsmöglichkeiten für die
von der Gesellschaft betreuten AlFs. Der
Fokus der von der Gesellschaft
betreuten AlFs auf größere
Turnaround-Investments mit
Eigenkapitaleinsatz bietet aus Sicht
der Geschäftsleitung einen Vorteil
gegenüber
Wettbewerbern. Die
Geschäftsleitung sieht daher
weiterhin gute Chan- cen, auch in den
Folgejahren erfolgreich am Markt zu
bestehen und weiter zu wachsen.
VI.
Prognosebericht / Gesamtaussage
Nach einem Wachstum der Weltwirtschaft von 3,2 % im
Jahr 2023 wird sich die Weltwirtschaft im Jahr 2024 leicht
auf ein Wachstum von 3,1 % abschwächen, teilte der
Internationale Währungsfonds mit. Die reduzierten
Wachstumsraten und auch der moderate Ausblick auf 2025
führen zu einem Rückgang des Konsum- und
Investitionsverhaltens.
Die Geschäftsleitung sieht die Gesellschaft nach
wie vor in einer stabilen Lage und erwartet auch weiterhin
eine positive Geschäftsentwicklung in dien kommenden
Geschäftsjahren. Zum einen sind vor dem Hintergrund der
aktuellen Beteiligungen der Fidelium Holdings GmbH & Co.
KG sowie der Fidelium Holdings IIa GmbH & Co. KG
weiterhin stabile Einnahmen zu erwarten, zum anderen werden
sich im aktuellen Marktumfeld weiterhin attraktive
Investitionsmöglichkeiten für die von der
Gesellschaft betreuten AIFs bieten, die zu weiteren Einnahmen
der Gesellschaft führen werden (siehe Ziff. V). Die
Geschäftsleitung rechnet somit für das
Geschäftsjahr 2024 mit einem weitersteigenden Umsatz.
Unter Berücksichtigung der vorstehenden
Ausführungen schätzt die Geschäftsführung
die Lage der Gesellschaft als günstig ein.
München, den 30.
September 2024
Fidelium GmbH
gez.
Dominik Beck, Geschäftsführer
gez.
Rafal Grabarkiewicz, Geschäftsführer
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
56.353,00 |
38.934,00 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
21.717,00 |
1,00 |
| II.
Sachanlagen |
34.636,00 |
38.933,00 |
| B.
Umlaufvermögen |
1.403.211,09 |
1.513.740,40 |
| I.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
577.246,49 |
1.370.414,07 |
| II.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
825.964,60 |
143.326,33 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
7.002,62 |
4.187,98 |
| Aktiva |
1.466.566,71 |
1.556.862,38 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
626.354,89 |
786.174,51 |
| I.
eingefordertes Kapital |
13.500,00 |
13.500,00 |
| 1.
Gezeichnetes Kapital |
25.000,00 |
25.000,00 |
| 2.
nicht eingeforderte ausstehende Einlagen |
-11.500,00 |
-11.500,00 |
| II.
Bilanzgewinn |
612.854,89 |
772.674,51 |
| davon
Gewinnvortrag |
72.674,51 |
32.098,15 |
| B.
Rückstellungen |
658.397,96 |
551.077,79 |
| C.
Verbindlichkeiten |
181.813,86 |
219.610,08 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
181.813,86 |
219.610,08 |
| Passiva |
1.466.566,71 |
1.556.862,38 |
Anhang
Fidelium GmbH
München
Anhang für das Geschäftsjahr 2023
I.
Allgemeine Angaben
I.1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut
Registergericht
| Firmenname laut
Registergericht: |
Fidelium GmbH |
| Firmensitz laut
Registergericht: |
München |
| Registereintrag: |
Handelsregister |
| Registergericht: |
München |
| Register-Nr.: |
B 231134 |
I.2.
Angaben zum Jahresabschluss
Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des
Handelsgesetzbuches aufgestellt. Der Gliederung der Bilanz
sowie der Gewinn- und Verlustrechnung liegen die Vorschriften
der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB
(Gesamtkostenverfahren) zugrunde. Der Anhang wurde unter
weitgehender Inanspruchnahme der Erleichterungen
gemäß § 288 HGB erstellt.
II.
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Erworbene immaterielle Anlagewerte werden zu
Anschaffungskosten und, sofern sie der Abnutzung unterliegen,
vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet.
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um
planmäßige Abschreibungen bewertet.
Die planmäßigen Abschreibungen werden nach
der voraussichtlichen Nutzungsdauer der
Vermögensgegenstände linear vorgenommen.
Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zeitpunkt
ihres Zugangs vollständig abgeschrieben.
Die Bewertung der Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände sowie Guthaben bei
Kreditinstituten erfolgt zum Nennwert.
Die Steuerrückstellungen und die sonstigen
Rückstellungen werden unter Berücksichtigung aller
erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten mit
dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
erforderlichen Erfüllungsbetrag angesetzt.
Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag
passiviert.
Rechnungsabgrenzungsposten werden mit dem Betrag der
Zahlungen angesetzt, soweit
diese Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit
nach dem Bilanzstichtag darstellen.
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
werden unverändert beibehalten.
III.
Angaben zur Bilanz
III.1.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer
Restlaufzeit größer einem Jahr betragen
70.300,00 EUR (Vorjahr: 70.300,00 EUR).
Sämtliche weiteren Forderungen aus Lieferungen und
Leitsungen sowie sonstige Vermögensgegenstände sind
wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.
III.2.
Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im
Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten.
III.3.
Verbindlichkeiten
Sämtliche Verbindlichkeiten haben (wie im Vorjahr)
eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden in
Höhe von 128.893,08 EUR (Vorjahr: 161.784,42 EUR)
Verbindlichkeiten aus Steuern sowie in Höhe von
12.207,30 EUR (Vorjahr: 9.222,14 EUR) Verbindlichkeiten im
Rahmen der sozialen Sicherheit ausgewiesen.
III.4.
Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen
Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten
bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus
Mietverträgen bis zum Ende der Laufzeit in Höhe von
386.100,00 EUR, davon entfallen auf 2024 231.660,00 EUR.
IV.
Sonstige Angaben
Anzahl der Arbeitnehmer
Während des Geschäftsjahrs wurden
durchschnittlich 16 (Vorjahr: 9) Arbeitnehmer
beschäftigt.
sonstige Berichtsbestandteile
München, den
30.09.2024
gez.
Dominik Beck, Geschäftsführer
gez.
Rafal Grabarkiewicz, Geschäftsführer
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 11.10.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Fidelium GmbH, München
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Fidelium GmbH,
München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember
2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung
der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fidelium
GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen,
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Ver- mögens- und Finanzlage der Gesellschaft
zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 und
· vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser
Lagebericht
in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den
deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen
und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des La- geberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprü- fer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen
Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt
"Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jah- resabschlusses und des Lageberichts"
unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstim- mung mit den deutschen handelsrechtlichen
und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen
deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen
Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die
von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht
zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahres-
abschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für
die Aufstellung des Jahresab- schlusses, der den deutschen,
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die sie in Übereinstim- mung mit
den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung
und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unterneh- menstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachver- halte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind
sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unterneh- menstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des
Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Ein- klang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die ge- setzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lagebe- richts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vor- schriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des
Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen
mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung
gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen,
der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum
Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes
Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass
eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter
Beachtung der vom Insti- tut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstel- lung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftiger- weise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die
Risiken wesentlicher falscher Darstellungen
im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und
führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese
Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das
Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche
falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose
Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen,
beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner
Kontrollen beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem
für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu pla- nen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von
den gesetzlichen Vertretern ange- wandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den
gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte
und damit zusammen- hängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über
die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung
der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der
erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben
unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu
modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der
Grundlage der bis zum
Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und
Inhalt des Jahresabschlusses insge- samt einschließlich
der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde
liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der
Lage der Gesellschaft.
· führen wir Prüfungshandlungen
zu den von den gesetzlichen Vertretern darge-
stellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht
durch. Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei
insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den
gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen
Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ablei- tung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zu- grunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunfts- orientierten Angaben
abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung
Verantwortlichen unter anderem den ge- planten Umfang und die
Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame
Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir
während unserer Prüfung feststellen.
München, den 30.
September 2024
gez.
Stephan Mauermeier, Wirtschaftsprüfer
gez.
Andreas Schuster, Wirtschaftsprüfer
|